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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#16431
26.07.2021 - 14:40 Uhr
Zitat von tirobvb

Stabiler zu sein als zuletzt ist kein Hexenwerk, vor allem nicht mit einer guten Vorbereitung, taktischer Disziplin und gemeinschaftlichem Willen. Der war Ende der letzten Saison schon zu erkennen und muss dauerhafter Bestandteil sein.

Das meine ich.


Die gute Vorbereitung sehe ich aber noch nicht. Die komplette Abwehr hat bislang gefehlt und wie will man ohne sie einen funktionierenden Defensivverbund einstudieren?

Stand jetzt gehe ich davon aus, dass wir eher in die Saison herein rumpeln werden und dann hoffentlich schnell auf Touren kommen.

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Ceterum (autem) censeo Elefantenrunde esse delendam

Dieser Beitrag wurde zuletzt von wololo am 26.07.2021 um 14:44 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#16432
26.07.2021 - 15:00 Uhr
Zitat von tirobvb
Hm, ich sehe schon Möglichkeiten die Kreativität aufzufangen und gleichzeitig defensiv stabiler zu stehen ohne aber den Kader stark verändern zu müssen.

Vielleicht etwas blauäugig, aber wir haben letzte Saison nicht das geliefert, was die Mannschaft kann. Gerade die Hinrunde war geprägt von Formtiefs und Zerrissenheit in der Mannschaft.

Stichwort Kreativität:
Malen ist jetzt auch kein Blinder und kann je nach Rolle auch mehr Assist geben, als bei PSV. Da war es einfach nicht seine Aufgabe weswegen ich einen Vergleich zu Sancho auch schwierig finde.
Dazu hat Rose Reus - anders als Favre und Terzic - in den bisherigen Spielen nicht ins Zentrum gestellt sondern Brandt und Reyna (remember: letzte Saison haben die beiden Außen gespielt und Reus zentral!). Für mich bringen Reyna und Brandt beide mehr Kreativität mit als Reus. Der spielt zwar einen guten letzten Pass, taucht dafür in der Spielgestaltung ab. Hier erwarte ich mir von den anderen beiden deutlich mehr - zumal Brandt dann auf der Doppel-8 auch gut aufgehoben sein dürfte (ausgehend von den Testspieleindrücken scheint Rose zu Beginn zumindest ein 4-3-3 zu planen, denn er hat nichts anderes spielen lassen) und eine Leistungssteigerung mich nicht verwundern wird.
Zusätzlich bekommen wir einen gereiften Bellingham, der ausgeruhter als vor 12 Monaten in die Saison geht. Da wird auch noch mehr spielerischer Input kommen.
Zu guter Letzt war Hazard letzte Saison lange verletzt -das wird gerne vergessen. Er ist vielleicht nicht der kreativste Spieler, aber liefert zuverlässig Assists ab.

Stichwort Defensive:
Hier sehe ich vor allem mannschaftstaktisch Möglichkeiten stabiler zu sein. Kein Hexenwerk, aber hier ist Rose gefordert. Im Vergleich zur Vorsaison, speziell den ersten Monaten, haben wir einen stark verbesserten Akanji, dazu mit Kobel frischen Wind im Tor und auch Meunier traue ich eine deutliche persönliche Steigerung zu. Im Verbund mit dem Willen und der Gier gemeinsam zu verteidigen und einstudierten mannschaftlichen Abläufen bin ich da recht positiv gestimmt. Zumal wir im MF auch so viele Optionen haben kreative oder defensive Schwerpunkte zu setzen.
Sorgen bereitet mir einzig die dünne Besetzung der IV, gerade zu Saisonbeginn (sieh Transferthread).

Die Defensive mannschaftstaktisch zu stabilisieren ist sehr schwer, denke ich. Jedenfalls, wenn das ohne Einbußen in der Offensive vonstatten gehen soll.
Schließlich haben wir seit unserer letzten Meisterschaft keine gute Abwehr mehr; egal ob da Klopp, Tuchel oder Favre an der Seite stand.
Ok, defensiv stabile Phasen gab es. In den Rückrunden 15/16 und 19/20 sah das defensiv sicher aus. Allerdings eben auch auf Kosten der Offensive.

Meister wurden wir 2012 mit einem Torverhältnis von 80:25. Die 80 Tore erreichten wir danach wieder. Von der Abwehrleistung blieben wir aber weit entfernt.
Rose wird das wahrscheinlich auch nur auf Kosten der Offensive ändern können. Daher sollten wir das im jeden Fall auch in der Transferpolitik im Auge behalten.

Die Kreativität von Sancho werden wir personell nicht ersetzen können. Zuletzt war Terzic erste Elf folgende, denke ich: Hitz, Piszczek, Akanji, Hummels, Guerreiro, Bellingham, Dahoud, Reyna, Reus, Sancho, Haaland.
Nun ist Sancho weg und Malen ist sein Nachfolger. Wen sollte Rose denn noch aus dieser Elf ersetzen, um die Kreativität zu erhöhen?
Ich denke, hier wäre nur beim RV noch etwas möglich. Ansonsten ist personell nichts zu holen. Beispielsweise kann man einen Brandt für Dahoud oder Bellingham nicht bringen. Dann wird das defensiv nichts.

Aber, genau wie wir taktisch die Defensive auf Kosten der Offensive verbessern konnten, geht es auch umgekehrt. Ähnlich wie Flick bei den Bayern, traue ich auch Rose zu, dass er mit seiner Taktik vorne für mehr Gefahr sorgen könnte. Schließlich haben Favre und Terzic eher passiv spielen lassen.
Die Bayern kassierten dann unter Flick eine Menge Gegentore. Eigentlich genau das, was wir verhindern möchten und Rose sprach selber davon, dass die Defensive stabilsiert werden sollte. Aber es wird bestimmt nicht so offensiv wie bei den Bayern werden. Unter Klopp waren wir anfangs defensiv stabil und wir spielten dennoch offensiv. In Liverpool hatte Klopp es dann auch wieder hinbekommen.
Vom Ansatz und der Spielphilosophie erwarte ich ein paar Parallelen zwischen Rose und Klopp. Beide haben einen Fokus auf Pressing und Intensität, aber es geht ihnen dennoch um einen kompletten Ansatz. So hat Klopp sein Repertoire für das Ballbesitzspiel erweitert.

Ich denke, ein Blick nach Liverpool schadet nicht. Klopp hatte dort den Erfolg nicht allein durch seine Trainerfähigkeiten gebracht. Vielleicht ist es sogar Klopps größte Stärke, den Kader auf seine Spielphilosophie abzustimmen.
Zudem hatten sie damals mit Coutinho ihren Kreativkopf und Star an Barca verloren. Die Mannschaft wurde danach dennoch offensiv und defensiv besser, obwohl kein vergleichbar kreativer Spieler dazu kam (soweit ich das überblicke).
BVB - Transferpolitik |#16433
26.07.2021 - 15:27 Uhr
Zitat von mba123

Ich denke, ein Blick nach Liverpool schadet nicht. Klopp hatte dort den Erfolg nicht allein durch seine Trainerfähigkeiten gebracht. Vielleicht ist es sogar Klopps größte Stärke, den Kader auf seine Spielphilosophie abzustimmen.
Zudem hatten sie damals mit Coutinho ihren Kreativkopf und Star an Barca verloren. Die Mannschaft wurde danach dennoch offensiv und defensiv besser, obwohl kein vergleichbar kreativer Spieler dazu kam (soweit ich das überblicke).


Doch, ich finde schon, dass der Blick schadet, weil der Quervergleich deutlich komplizierter ist, als du ihn erscheinen lässt und suggeriert, dass der BVB eine vergleichbare, homogene Kaderbasis hat, der nur ein paar Transfers für 84,5 Mio., 62,5 Mio., 60 Mio., 45 Mio., 42 Mio. und dann noch ein paar Extramillionen für die Breite sowie 9 Mio. für einen Schnapper auf LV fehlen, um rund zu werden und einer Spielidee zu genügen, selbst wenn man damit nicht übermäßig in Kreativität investiert. Zumal du damit auch Coutinho in meinen Augen als Kreativspieler etwas überhöhst. Der Unterschied von Coutinho zu Reus ist geringer, als der von Coutinho zu Sancho, was den Spielertyp betrifft. Deswegen ist ein Salah als Nachfolger in meinen Augen auch nicht so weit weg von Coutinho, wie Malen von Sancho. Mal ganz abgesehen davon, dass Liverpool mit van Dijk, Alisson und Fabinho spielerisch und bezüglich strategischer Fähigkeiten und Optionen auf 3 Positionen teils deutlich zulegen konnte und nicht nur defensiv, auch wenn der Hebel für die Defensive noch viel größer war. Das sind eben genau die Upgrades, die Liverpool nutzte und du beim BVB scheinbar nur auf RV siehst. Einer der Spieler, der damals übrigens für Fabinho Platz schuf, spielt heute beim BVB ...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 26.07.2021 um 15:31 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#16434
26.07.2021 - 16:07 Uhr
Ich finde den Vergleich mit Liverpool eigentlich auch ganz passend, wenn es um Kreativität geht

Klar, aus van Dijk und Allison bringen aus der Defensive gute öffnende Bälle. Hummels und Kobel sind da aber auch schon ein recht hohes Regal.

Das Mittelfeld wurde teils mit Henderson, Wijnaldum und Milner besetzt, da ist jetzt keiner die Ausgeburt and Kreativität. Wenn wir über unser ZM nörgeln, dass da keiner kreativ sein kann - was hätte Pool dann bitte machen müssen?
Sané und Salah sind auch eher auf Tore aus, als dass sie wahnsinnige Kreativität versprühen.
Klar, die haben alle technische Klasse und können kombinieren. Aber da wirkt einfach vieles eingespielt und auf individueller Klasse basierend.

Den Unterschied den ich sehe wären die AVs und ein spielender Stürmer, während Haaland bei uns klar der Vollstrecker ist.
BVB - Transferpolitik |#16435
26.07.2021 - 16:51 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von mba123

Ich denke, ein Blick nach Liverpool schadet nicht. Klopp hatte dort den Erfolg nicht allein durch seine Trainerfähigkeiten gebracht. Vielleicht ist es sogar Klopps größte Stärke, den Kader auf seine Spielphilosophie abzustimmen.
Zudem hatten sie damals mit Coutinho ihren Kreativkopf und Star an Barca verloren. Die Mannschaft wurde danach dennoch offensiv und defensiv besser, obwohl kein vergleichbar kreativer Spieler dazu kam (soweit ich das überblicke).


Doch, ich finde schon, dass der Blick schadet, weil der Quervergleich deutlich komplizierter ist, als du ihn erscheinen lässt und suggeriert, dass der BVB eine vergleichbare, homogene Kaderbasis hat, der nur ein paar Transfers für 84,5 Mio., 62,5 Mio., 60 Mio., 45 Mio., 42 Mio. und dann noch ein paar Extramillionen für die Breite sowie 9 Mio. für einen Schnapper auf LV fehlen, um rund zu werden und einer Spielidee zu genügen, selbst wenn man damit nicht übermäßig in Kreativität investiert. Zumal du damit auch Coutinho in meinen Augen als Kreativspieler etwas überhöhst. Der Unterschied von Coutinho zu Reus ist geringer, als der von Coutinho zu Sancho, was den Spielertyp betrifft. Deswegen ist ein Salah als Nachfolger in meinen Augen auch nicht so weit weg von Coutinho, wie Malen von Sancho. Mal ganz abgesehen davon, dass Liverpool mit van Dijk, Alisson und Fabinho spielerisch und bezüglich strategischer Fähigkeiten und Optionen auf 3 Positionen teils deutlich zulegen konnte und nicht nur defensiv, auch wenn der Hebel für die Defensive noch viel größer war. Das sind eben genau die Upgrades, die Liverpool nutzte und du beim BVB scheinbar nur auf RV siehst. Einer der Spieler, der damals übrigens für Fabinho Platz schuf, spielt heute beim BVB ...

Das Ziel Champions League Gewinn wollte ich jetzt auch nicht ausgeben.stark
Klar, dass wir nicht in der Größenordnung investieren können.
Mir geht es darum, dass Sanchos Abgang auch anders abgefangen werden könnte.
Es muss nicht so sein, dass wir uns auf mehreren Positionen Upgrades im Spielerischen besorgen, so dass wir letztendlich individuell im Spiel nach vorne nichts verloren haben.

Im Hinblick auf Roses Spielstil scheint mir Liverpool ein passendes Beispiel. Technisch haben die auch viel drauf. Andere Topteams haben da aber mehr zu bieten.
Erfolgreich kann man auf die eine oder andere Weise sein.

Bei Rose würde ich bei Neuzugängen stärker darauf achten, wie klug sie gegen den Ball arbeiten, dass sie eine hohe Intensität gehen können und dynamisch sind.
Mit Liverpools Kader könnte Rose wahrscheinlich besser arbeiten als mit denen von anderen Topteams.
BVB - Transferpolitik |#16436
26.07.2021 - 17:28 Uhr
Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Ich denke, ein Blick nach Liverpool schadet nicht. Klopp hatte dort den Erfolg nicht allein durch seine Trainerfähigkeiten gebracht. Vielleicht ist es sogar Klopps größte Stärke, den Kader auf seine Spielphilosophie abzustimmen.
Zudem hatten sie damals mit Coutinho ihren Kreativkopf und Star an Barca verloren. Die Mannschaft wurde danach dennoch offensiv und defensiv besser, obwohl kein vergleichbar kreativer Spieler dazu kam (soweit ich das überblicke).


Doch, ich finde schon, dass der Blick schadet, weil der Quervergleich deutlich komplizierter ist, als du ihn erscheinen lässt und suggeriert, dass der BVB eine vergleichbare, homogene Kaderbasis hat, der nur ein paar Transfers für 84,5 Mio., 62,5 Mio., 60 Mio., 45 Mio., 42 Mio. und dann noch ein paar Extramillionen für die Breite sowie 9 Mio. für einen Schnapper auf LV fehlen, um rund zu werden und einer Spielidee zu genügen, selbst wenn man damit nicht übermäßig in Kreativität investiert. Zumal du damit auch Coutinho in meinen Augen als Kreativspieler etwas überhöhst. Der Unterschied von Coutinho zu Reus ist geringer, als der von Coutinho zu Sancho, was den Spielertyp betrifft. Deswegen ist ein Salah als Nachfolger in meinen Augen auch nicht so weit weg von Coutinho, wie Malen von Sancho. Mal ganz abgesehen davon, dass Liverpool mit van Dijk, Alisson und Fabinho spielerisch und bezüglich strategischer Fähigkeiten und Optionen auf 3 Positionen teils deutlich zulegen konnte und nicht nur defensiv, auch wenn der Hebel für die Defensive noch viel größer war. Das sind eben genau die Upgrades, die Liverpool nutzte und du beim BVB scheinbar nur auf RV siehst. Einer der Spieler, der damals übrigens für Fabinho Platz schuf, spielt heute beim BVB ...

Das Ziel Champions League Gewinn wollte ich jetzt auch nicht ausgeben.stark
Klar, dass wir nicht in der Größenordnung investieren können.
Mir geht es darum, dass Sanchos Abgang auch anders abgefangen werden könnte.
Es muss nicht so sein, dass wir uns auf mehreren Positionen Upgrades im Spielerischen besorgen, so dass wir letztendlich individuell im Spiel nach vorne nichts verloren haben.

Im Hinblick auf Roses Spielstil scheint mir Liverpool ein passendes Beispiel. Technisch haben die auch viel drauf. Andere Topteams haben da aber mehr zu bieten.
Erfolgreich kann man auf die eine oder andere Weise sein.

Bei Rose würde ich bei Neuzugängen stärker darauf achten, wie klug sie gegen den Ball arbeiten, dass sie eine hohe Intensität gehen können und dynamisch sind.
Mit Liverpools Kader könnte Rose wahrscheinlich besser arbeiten als mit denen von anderen Topteams.


Das Ding an Liverpool ist dennoch, dass der Kader brutal homogen aufeinander abgestimmt ist und kaum Extrema auftauchen, wie sie der BVB hat. In der Offensive macht jeder der 3 Spieler im Stamm etwas für den Spielvortrag und keiner hält sich dabei so zurück, wie bspw. Haland. Den muss man daher im Spielvortrag meines Erachtens wieder ausbalancieren, um das entsprechende Offensivtrio in einer vernünftigen Konfiguration zu haben. Reus kann das nicht, ist selbst vom Spielertyp her wie gesagt nicht so weit weg von Liverpools Spielertypen, auch wenn die Dynamik bei Reus nicht mehr auf dem Level ist. Also muss das über den 3. Angreifer passieren, dass Halands Zurückhaltung in der Chancenkreierung ausgeglichen wird. Der muss dahingehend dann überdurchschnittliche Fähigkeiten mitbringen, wofür - solange Haland da ist - die Qualität im Abschluss meines Erachtens sogar leicht vernachlässigt werden könnte, weil der daneben stimmt. Ist Malen so überdurchschnittlich in der Chancenkreierung, selbst wenn man mal positionelle Fragen ausblendet? Ich denke nicht, sondern gehe da eher davon aus, dass das bestenfalls Firmino Niveau im Pass- und Kombinationsspiel und Mane - vielleicht aber auch nur Salah - im Dribbling sein wird.

Die Anforderung wird umso extremer, mit jeder Position, auf der sowieso ein Stück hin zu einer vernünftigen Balance fehlt. Bei uns kommt von den AV kein vergleichbarer Druck nach vorne, der Speed ist nicht so konsequent überdurchschnittlich - im Zentrum ist Liverpool eher durchschnittlich dahingehend, aber eben auch selten dort unterlegen und dafür physisch überdurchschnittlich - und es ist beim BVB eben nicht der gesamte Kader hin auf eine bestimmte Idee hin entwickelt, die sich ergänzt. Liverpool kompensiert durch ein geschlossenes Team enorm viel, aber um so ein geschlossenes Team zu erhalten, kann man sich spielerisch keine Meuniers und Delaneys leisten. Wenn die Offensive zudem nicht ausbalanciert ist, dann muss diese Balance durch andere Mannschaftsteile geschaffen werden, indem von dort ein Spieler dazu kommt, der die Lücke schließt, ohne dafür eine neue aufzumachen, falls dort noch keine ist. Das wird halt schwer, wenn man die Potenziale beim BVB dafür sieht und wie viele Spieler dabei schon keine gute Balance schaffen.

Um sich bspw. die Vorstöße von Robertson und vor allem Alexander-Arnold leisten zu können, muss die Abwehr schließlich auch im Zweifel 1gg1 ihren Mann stehen, falls die beiden nicht rechtzeitig zurück sind oder die Rückwärtsbewegung muss so schnell gehen, dass es gar nicht erst dazu kommt. Davon sind wir beim BVB aber jeweils mehr als ein gutes Stück weg, weil die IV von den AV Unterstützung benötigt, die über die Unterstützung aus dem Zentrum hinaus geht, aber so nicht in der Form kommt, wenn diese mit (Qualität) nach vorne gehen, weil die Laufstärke und Dynamik dafür fehlt. Beide Liverpool AV haben fast 60% mehr Ballkontakte im Angriffsdrittel als im Abwehrdrittel, gehen also vertikal extrem viel mit, was so bei uns nicht erlaubt ist, wenn die Abwehr stabil bleiben soll - selbst Guerreiro und Morey kommen nur auf knapp 50%, Meunier auf rund 10% und der Rest hat seinen Schwerpunkt deutlich tiefer. Das hat die letzte Saison in mehreren Phasen gezeigt. Entsprechend müsste die Offensive oder das Mittelfeld diese dadurch fehlende Unterstützung nochmals kompensieren, zur ohnehin fehlenden Kompensation von Sancho, der Haland spielerisch ausbalanciert hat. Zumal für mich auch die Problematik im Pressing darin zu größeren Teilen ihren Ursprung hat.

Dabei geht es individuell nicht mal unbedingt um das Liverpool Niveau, aber mindestens sollte man die Mannschaft so homogen bekommen, dass das taktisch so umsetzbar ist. Das sind ein paar Transfers, die sich bislang nicht andeuten, um auf diesem Weg ein vernünftiges Team zu haben, in dem letztendlich keiner individuell abfällt. Liverpools Qualität auf allen Positionen hilft dabei allerdings auch nochmal.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 26.07.2021 um 17:30 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#16437
26.07.2021 - 17:36 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von mba123

Ich denke, ein Blick nach Liverpool schadet nicht. Klopp hatte dort den Erfolg nicht allein durch seine Trainerfähigkeiten gebracht. Vielleicht ist es sogar Klopps größte Stärke, den Kader auf seine Spielphilosophie abzustimmen.
Zudem hatten sie damals mit Coutinho ihren Kreativkopf und Star an Barca verloren. Die Mannschaft wurde danach dennoch offensiv und defensiv besser, obwohl kein vergleichbar kreativer Spieler dazu kam (soweit ich das überblicke).


Doch, ich finde schon, dass der Blick schadet, weil der Quervergleich deutlich komplizierter ist, als du ihn erscheinen lässt und suggeriert, dass der BVB eine vergleichbare, homogene Kaderbasis hat, der nur ein paar Transfers für 84,5 Mio., 62,5 Mio., 60 Mio., 45 Mio., 42 Mio. und dann noch ein paar Extramillionen für die Breite sowie 9 Mio. für einen Schnapper auf LV fehlen, um rund zu werden und einer Spielidee zu genügen, selbst wenn man damit nicht übermäßig in Kreativität investiert. Zumal du damit auch Coutinho in meinen Augen als Kreativspieler etwas überhöhst. Der Unterschied von Coutinho zu Reus ist geringer, als der von Coutinho zu Sancho, was den Spielertyp betrifft. Deswegen ist ein Salah als Nachfolger in meinen Augen auch nicht so weit weg von Coutinho, wie Malen von Sancho. Mal ganz abgesehen davon, dass Liverpool mit van Dijk, Alisson und Fabinho spielerisch und bezüglich strategischer Fähigkeiten und Optionen auf 3 Positionen teils deutlich zulegen konnte und nicht nur defensiv, auch wenn der Hebel für die Defensive noch viel größer war. Das sind eben genau die Upgrades, die Liverpool nutzte und du beim BVB scheinbar nur auf RV siehst. Einer der Spieler, der damals übrigens für Fabinho Platz schuf, spielt heute beim BVB ...

Kleine Anmerkung:
Salah war schon ein halbes Jahr in Liverpool bevor Coutinho ging. Es gab auch öfters die Offensive mit Salah, Coutinho, Mane und Firmino. Die meisten Einsätze hatte Coutinho als OM.
Ich würde daher eher sagen, dass Coutinho durch einen ZM ersetzt wurde.

Mein Eindruck ist, dass Liverpool homogener wurde und die Spieler Klopps System besser umsetzen konnten. Das zahlte sich vorne und hinten aus.
Der Schlüssel scheint mir nicht die individuelle, spielerische/technische Qualität gewesen zu sein. In der Offensive hatte Liverpool darin sogar Abstriche gemacht.
BVB - Transferpolitik |#16438
26.07.2021 - 18:07 Uhr
Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Ich denke, ein Blick nach Liverpool schadet nicht. Klopp hatte dort den Erfolg nicht allein durch seine Trainerfähigkeiten gebracht. Vielleicht ist es sogar Klopps größte Stärke, den Kader auf seine Spielphilosophie abzustimmen.
Zudem hatten sie damals mit Coutinho ihren Kreativkopf und Star an Barca verloren. Die Mannschaft wurde danach dennoch offensiv und defensiv besser, obwohl kein vergleichbar kreativer Spieler dazu kam (soweit ich das überblicke).


Doch, ich finde schon, dass der Blick schadet, weil der Quervergleich deutlich komplizierter ist, als du ihn erscheinen lässt und suggeriert, dass der BVB eine vergleichbare, homogene Kaderbasis hat, der nur ein paar Transfers für 84,5 Mio., 62,5 Mio., 60 Mio., 45 Mio., 42 Mio. und dann noch ein paar Extramillionen für die Breite sowie 9 Mio. für einen Schnapper auf LV fehlen, um rund zu werden und einer Spielidee zu genügen, selbst wenn man damit nicht übermäßig in Kreativität investiert. Zumal du damit auch Coutinho in meinen Augen als Kreativspieler etwas überhöhst. Der Unterschied von Coutinho zu Reus ist geringer, als der von Coutinho zu Sancho, was den Spielertyp betrifft. Deswegen ist ein Salah als Nachfolger in meinen Augen auch nicht so weit weg von Coutinho, wie Malen von Sancho. Mal ganz abgesehen davon, dass Liverpool mit van Dijk, Alisson und Fabinho spielerisch und bezüglich strategischer Fähigkeiten und Optionen auf 3 Positionen teils deutlich zulegen konnte und nicht nur defensiv, auch wenn der Hebel für die Defensive noch viel größer war. Das sind eben genau die Upgrades, die Liverpool nutzte und du beim BVB scheinbar nur auf RV siehst. Einer der Spieler, der damals übrigens für Fabinho Platz schuf, spielt heute beim BVB ...

Kleine Anmerkung:
Salah war schon ein halbes Jahr in Liverpool bevor Coutinho ging. Es gab auch öfters die Offensive mit Salah, Coutinho, Mane und Firmino. Die meisten Einsätze hatte Coutinho als OM.
Ich würde daher eher sagen, dass Coutinho durch einen ZM ersetzt wurde.

Mein Eindruck ist, dass Liverpool homogener wurde und die Spieler Klopps System besser umsetzen konnten. Das zahlte sich vorne und hinten aus.
Der Schlüssel scheint mir nicht die individuelle, spielerische/technische Qualität gewesen zu sein. In der Offensive hatte Liverpool darin sogar Abstriche gemacht.


Die Coutinho Geschichte hatte damals eine zu berücksichtigende Vorgeschichte, indem Liverpool im Sommer zuvor extreme Forderungen stellte und damit auch dem BVB bei Dembele in die Karten spielte, um seine Preisvorstellungen gegenüber Barca durchzusetzen. Das ging damals auch alles ziemlich dreckig zu, mit drohendem Spielerstreik und dergleichen, sodass das Verhältnis zwischen Coutinho und Liverpool lange vor dem dann tatsächlich realisierten Wechsel zerbrach und absehbar war, dass es zum Wechsel kommt, da das Barca Interesse nicht erlosch. Entsprechend kann man Salah als Vorgriff sehen, was man ja auch an den Einsatzzeiten sehen kann, da Coutinho im letzten Halbjahr kaum noch in der Offensivreihe spielte, wo er seit der Klopp Ankunft ansonsten fast durchgehend verortet war. Nur 7/50 Ligaspiele vor dem geplatzten Sommer-Wechsel zu Barca, hatte Coutinho unter Klopp im OM absolviert. Das waren also allein im letzten Halbjahr in Liverpool mehr als zuvor, nimmt man mal die Spiele aus, die Coutinho unter Rodgers als 10er bzw. HS hatte. Ich denke daher nicht, dass Coutinho durch einen ZM ersetzt wurde, sondern Salah ihn aus dem Angriff verdrängte und Coutinho im Zentrum dann lediglich kurzzeitig noch eine Lücke füllen konnte. Deswegen war er unter Klopp dennoch kein Mittelfeldspieler.

Wenn ansonsten van Dijk und Co. spielerische Qualität an anderen Stellen hinzufügen konnte, kann für mich keine Rede davon sein, dass man spielerische Abstriche gemacht hat. Die Aussage betrachtet die Geschichte viel zu isoliert, geht in Bezug auf das Kollektiv aber deutlich zu weit. Liverpool hatte rund um die Transferperiode, in der Coutinho ging, mit Salah, van Dijk, Ox, Robertson, Alisson, Keita, Fabinho und Shaqiri zudem 5 neue Stammspieler geholt und 2 für die Rotation, von denen spielerisch keiner schlechter war als sein Vorgänger, abgesehen eben von Salah, der dafür andere Qualitäten einbrachte, worunter neben Coutinho auch nur Can und zeitweise Karius Stammspieler waren. Entsprechend hat Liverpool unterm Strich spielerisch meines Erachtens in diesem Zeitraum im Kollektiv zugelegt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BVBBC am 26.07.2021 um 18:19 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#16439
26.07.2021 - 18:14 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Ich denke, ein Blick nach Liverpool schadet nicht. Klopp hatte dort den Erfolg nicht allein durch seine Trainerfähigkeiten gebracht. Vielleicht ist es sogar Klopps größte Stärke, den Kader auf seine Spielphilosophie abzustimmen.
Zudem hatten sie damals mit Coutinho ihren Kreativkopf und Star an Barca verloren. Die Mannschaft wurde danach dennoch offensiv und defensiv besser, obwohl kein vergleichbar kreativer Spieler dazu kam (soweit ich das überblicke).


Doch, ich finde schon, dass der Blick schadet, weil der Quervergleich deutlich komplizierter ist, als du ihn erscheinen lässt und suggeriert, dass der BVB eine vergleichbare, homogene Kaderbasis hat, der nur ein paar Transfers für 84,5 Mio., 62,5 Mio., 60 Mio., 45 Mio., 42 Mio. und dann noch ein paar Extramillionen für die Breite sowie 9 Mio. für einen Schnapper auf LV fehlen, um rund zu werden und einer Spielidee zu genügen, selbst wenn man damit nicht übermäßig in Kreativität investiert. Zumal du damit auch Coutinho in meinen Augen als Kreativspieler etwas überhöhst. Der Unterschied von Coutinho zu Reus ist geringer, als der von Coutinho zu Sancho, was den Spielertyp betrifft. Deswegen ist ein Salah als Nachfolger in meinen Augen auch nicht so weit weg von Coutinho, wie Malen von Sancho. Mal ganz abgesehen davon, dass Liverpool mit van Dijk, Alisson und Fabinho spielerisch und bezüglich strategischer Fähigkeiten und Optionen auf 3 Positionen teils deutlich zulegen konnte und nicht nur defensiv, auch wenn der Hebel für die Defensive noch viel größer war. Das sind eben genau die Upgrades, die Liverpool nutzte und du beim BVB scheinbar nur auf RV siehst. Einer der Spieler, der damals übrigens für Fabinho Platz schuf, spielt heute beim BVB ...

Das Ziel Champions League Gewinn wollte ich jetzt auch nicht ausgeben.stark
Klar, dass wir nicht in der Größenordnung investieren können.
Mir geht es darum, dass Sanchos Abgang auch anders abgefangen werden könnte.
Es muss nicht so sein, dass wir uns auf mehreren Positionen Upgrades im Spielerischen besorgen, so dass wir letztendlich individuell im Spiel nach vorne nichts verloren haben.

Im Hinblick auf Roses Spielstil scheint mir Liverpool ein passendes Beispiel. Technisch haben die auch viel drauf. Andere Topteams haben da aber mehr zu bieten.
Erfolgreich kann man auf die eine oder andere Weise sein.

Bei Rose würde ich bei Neuzugängen stärker darauf achten, wie klug sie gegen den Ball arbeiten, dass sie eine hohe Intensität gehen können und dynamisch sind.
Mit Liverpools Kader könnte Rose wahrscheinlich besser arbeiten als mit denen von anderen Topteams.


Das Ding an Liverpool ist dennoch, dass der Kader brutal homogen aufeinander abgestimmt ist und kaum Extrema auftauchen, wie sie der BVB hat. In der Offensive macht jeder der 3 Spieler im Stamm etwas für den Spielvortrag und keiner hält sich dabei so zurück, wie bspw. Haland. Den muss man daher im Spielvortrag meines Erachtens wieder ausbalancieren, um das entsprechende Offensivtrio in einer vernünftigen Konfiguration zu haben. Reus kann das nicht, ist selbst vom Spielertyp her wie gesagt nicht so weit weg von Liverpools Spielertypen, auch wenn die Dynamik bei Reus nicht mehr auf dem Level ist. Also muss das über den 3. Angreifer passieren, dass Halands Zurückhaltung in der Chancenkreierung ausgeglichen wird. Der muss dahingehend dann überdurchschnittliche Fähigkeiten mitbringen, wofür - solange Haland da ist - die Qualität im Abschluss meines Erachtens sogar leicht vernachlässigt werden könnte, weil der daneben stimmt. Ist Malen so überdurchschnittlich in der Chancenkreierung, selbst wenn man mal positionelle Fragen ausblendet? Ich denke nicht, sondern gehe da eher davon aus, dass das bestenfalls Firmino Niveau im Pass- und Kombinationsspiel und Mane - vielleicht aber auch nur Salah - im Dribbling sein wird.

Die Anforderung wird umso extremer, mit jeder Position, auf der sowieso ein Stück hin zu einer vernünftigen Balance fehlt. Bei uns kommt von den AV kein vergleichbarer Druck nach vorne, der Speed ist nicht so konsequent überdurchschnittlich - im Zentrum ist Liverpool eher durchschnittlich dahingehend, aber eben auch selten dort unterlegen und dafür physisch überdurchschnittlich - und es ist beim BVB eben nicht der gesamte Kader hin auf eine bestimmte Idee hin entwickelt, die sich ergänzt. Liverpool kompensiert durch ein geschlossenes Team enorm viel, aber um so ein geschlossenes Team zu erhalten, kann man sich spielerisch keine Meuniers und Delaneys leisten. Wenn die Offensive zudem nicht ausbalanciert ist, dann muss diese Balance durch andere Mannschaftsteile geschaffen werden, indem von dort ein Spieler dazu kommt, der die Lücke schließt, ohne dafür eine neue aufzumachen, falls dort noch keine ist. Das wird halt schwer, wenn man die Potenziale beim BVB dafür sieht und wie viele Spieler dabei schon keine gute Balance schaffen.

Um sich bspw. die Vorstöße von Robertson und vor allem Alexander-Arnold leisten zu können, muss die Abwehr schließlich auch im Zweifel 1gg1 ihren Mann stehen, falls die beiden nicht rechtzeitig zurück sind oder die Rückwärtsbewegung muss so schnell gehen, dass es gar nicht erst dazu kommt. Davon sind wir beim BVB aber jeweils mehr als ein gutes Stück weg, weil die IV von den AV Unterstützung benötigt, die über die Unterstützung aus dem Zentrum hinaus geht, aber so nicht in der Form kommt, wenn diese mit (Qualität) nach vorne gehen, weil die Laufstärke und Dynamik dafür fehlt. Beide Liverpool AV haben fast 60% mehr Ballkontakte im Angriffsdrittel als im Abwehrdrittel, gehen also vertikal extrem viel mit, was so bei uns nicht erlaubt ist, wenn die Abwehr stabil bleiben soll - selbst Guerreiro und Morey kommen nur auf knapp 50%, Meunier auf rund 10% und der Rest hat seinen Schwerpunkt deutlich tiefer. Das hat die letzte Saison in mehreren Phasen gezeigt. Entsprechend müsste die Offensive oder das Mittelfeld diese dadurch fehlende Unterstützung nochmals kompensieren, zur ohnehin fehlenden Kompensation von Sancho, der Haland spielerisch ausbalanciert hat. Zumal für mich auch die Problematik im Pressing darin zu größeren Teilen ihren Ursprung hat.

Dabei geht es individuell nicht mal unbedingt um das Liverpool Niveau, aber mindestens sollte man die Mannschaft so homogen bekommen, dass das taktisch so umsetzbar ist. Das sind ein paar Transfers, die sich bislang nicht andeuten, um auf diesem Weg ein vernünftiges Team zu haben, in dem letztendlich keiner individuell abfällt. Liverpools Qualität auf allen Positionen hilft dabei allerdings auch nochmal.

Einige Probleme sehe ich ähnlich. Daher glaube ich auch, dass es sehr schwer für Rose wird, seine Philosophie umzusetzen.

Die Transferpolitik könnte/müsste dabei helfen. Bisher sieht es aber nicht danach aus.
Mal schauen, ob es Rose so wie Terzic gehen wird und er seinen Plan von offensivem, aggressiven Pressing aufgeben muss.
Spielen wir dann passiver, wird uns Sanchos individuelle Qualität noch mehr fehlen.
Mit vielen Spielern, die in die Offensive gehen und Druck machen, könnten wir Sanchos Verlust leichter kompensieren. Dann müssten aber beispielsweise die AVs ständig mitmachen, das Gegenpressing muss sitzen und die Konterabsicherung stark sein.

Bisher macht die Transferpolitik auf mich überhaupt nicht den Eindruck als sollte noch jemand für die erste Elf kommen. Ich frage mich, wie man sich das vorstellt.
Terzic gehört nun zum Team der Entscheider. Was sagt er denn aus persönlicher Erfahrung, was mit dem Kader gespielt werden kann?
Es erscheint offensichtlich, dass Rose umsetzen soll, woran Terzic gescheitert ist. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob man das intern so sieht. Mit dem Saisonabschluss war man zufrieden. Reus meinte nun: "Das Ende der letzten Saison ist der Maßstab". Der Fußball war aber nie der, den man versprochen hatte, den man unbedingt haben wollte und für den Rose steht.
Wie man sich das Ganze vorstellt, ist mir nicht klar. Die Transferpolitik lässt bisher Kaderanpassungen vermissen und entsprechende Gerüchte gibt es kaum.
BVB - Transferpolitik |#16440
26.07.2021 - 19:18 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von mba123

Zitat von BVBBC

Zitat von mba123

Ich denke, ein Blick nach Liverpool schadet nicht. Klopp hatte dort den Erfolg nicht allein durch seine Trainerfähigkeiten gebracht. Vielleicht ist es sogar Klopps größte Stärke, den Kader auf seine Spielphilosophie abzustimmen.
Zudem hatten sie damals mit Coutinho ihren Kreativkopf und Star an Barca verloren. Die Mannschaft wurde danach dennoch offensiv und defensiv besser, obwohl kein vergleichbar kreativer Spieler dazu kam (soweit ich das überblicke).


Doch, ich finde schon, dass der Blick schadet, weil der Quervergleich deutlich komplizierter ist, als du ihn erscheinen lässt und suggeriert, dass der BVB eine vergleichbare, homogene Kaderbasis hat, der nur ein paar Transfers für 84,5 Mio., 62,5 Mio., 60 Mio., 45 Mio., 42 Mio. und dann noch ein paar Extramillionen für die Breite sowie 9 Mio. für einen Schnapper auf LV fehlen, um rund zu werden und einer Spielidee zu genügen, selbst wenn man damit nicht übermäßig in Kreativität investiert. Zumal du damit auch Coutinho in meinen Augen als Kreativspieler etwas überhöhst. Der Unterschied von Coutinho zu Reus ist geringer, als der von Coutinho zu Sancho, was den Spielertyp betrifft. Deswegen ist ein Salah als Nachfolger in meinen Augen auch nicht so weit weg von Coutinho, wie Malen von Sancho. Mal ganz abgesehen davon, dass Liverpool mit van Dijk, Alisson und Fabinho spielerisch und bezüglich strategischer Fähigkeiten und Optionen auf 3 Positionen teils deutlich zulegen konnte und nicht nur defensiv, auch wenn der Hebel für die Defensive noch viel größer war. Das sind eben genau die Upgrades, die Liverpool nutzte und du beim BVB scheinbar nur auf RV siehst. Einer der Spieler, der damals übrigens für Fabinho Platz schuf, spielt heute beim BVB ...

Kleine Anmerkung:
Salah war schon ein halbes Jahr in Liverpool bevor Coutinho ging. Es gab auch öfters die Offensive mit Salah, Coutinho, Mane und Firmino. Die meisten Einsätze hatte Coutinho als OM.
Ich würde daher eher sagen, dass Coutinho durch einen ZM ersetzt wurde.

Mein Eindruck ist, dass Liverpool homogener wurde und die Spieler Klopps System besser umsetzen konnten. Das zahlte sich vorne und hinten aus.
Der Schlüssel scheint mir nicht die individuelle, spielerische/technische Qualität gewesen zu sein. In der Offensive hatte Liverpool darin sogar Abstriche gemacht.


Die Coutinho Geschichte hatte damals eine zu berücksichtigende Vorgeschichte, indem Liverpool im Sommer zuvor extreme Forderungen stellte und damit auch dem BVB bei Dembele in die Karten spielte, um seine Preisvorstellungen gegenüber Barca durchzusetzen. Das ging damals auch alles ziemlich dreckig zu, mit drohendem Spielerstreik und dergleichen, sodass das Verhältnis zwischen Coutinho und Liverpool lange vor dem dann tatsächlich realisierten Wechsel zerbrach und absehbar war, dass es zum Wechsel kommt, da das Barca Interesse nicht erlosch. Entsprechend kann man Salah als Vorgriff sehen, was man ja auch an den Einsatzzeiten sehen kann, da Coutinho im letzten Halbjahr kaum noch in der Offensivreihe spielte, wo er seit der Klopp Ankunft ansonsten fast durchgehend verortet war. Nur 7/50 Ligaspiele vor dem geplatzten Sommer-Wechsel zu Barca, hatte Coutinho unter Klopp im OM absolviert. Das waren also allein im letzten Halbjahr in Liverpool mehr als zuvor, nimmt man mal die Spiele aus, die Coutinho unter Rodgers als 10er bzw. HS hatte. Ich denke daher nicht, dass Coutinho durch einen ZM ersetzt wurde, sondern Salah ihn aus dem Angriff verdrängte und Coutinho im Zentrum dann lediglich kurzzeitig noch eine Lücke füllen konnte. Deswegen war er unter Klopp dennoch kein Mittelfeldspieler.

Wenn ansonsten van Dijk und Co. spielerische Qualität an anderen Stellen hinzufügen konnte, kann für mich keine Rede davon sein, dass man spielerische Abstriche gemacht hat. Die Aussage betrachtet die Geschichte viel zu isoliert, geht in Bezug auf das Kollektiv aber deutlich zu weit. Liverpool hatte rund um die Transferperiode, in der Coutinho ging, mit Salah, van Dijk, Ox, Robertson, Alisson, Keita, Fabinho und Shaqiri zudem 5 neue Stammspieler geholt und 2 für die Rotation, von denen spielerisch keiner schlechter war als sein Vorgänger, abgesehen eben von Salah, der dafür andere Qualitäten einbrachte, worunter neben Coutinho auch nur Can und zeitweise Karius Stammspieler waren. Entsprechend hat Liverpool unterm Strich spielerisch meines Erachtens in diesem Zeitraum im Kollektiv zugelegt.

Coutinho sollte ein Beispiel sein, dass man einen wichtigen Offensivspieler auch anders ersetzen kann.
17/18 spielte er eben im OM und er war stark. Im Winter ging er und van Dijk kam.
Im Offensivspiel hatte Liverpool individuell viel verloren. Dennoch blieben sie offensiv in der Rückrunde auf dem gleichen Niveau (die Abwehr war zudem deutlich stärker).
Aber egal wie man dieses Beispiel sieht (ok, es war nicht das beste), es geht darum, dass Sancho auf verschiedene Weisen ersetzt werden kann.

Liverpool generell, gefällt mir hier als Beispiel, da ich denke, dass Rose ähnliche Anforderungen an die Spieler stellt. Zudem waren sie zeitweise das beste Team der Welt. Dabei waren sie technisch/spielerisch aber nie die beste Mannschaft.
Vielleicht kann man sich daran in der Transferpolitik orientieren. Du nennst ja selber gute Beispiele, warum wir nicht wie Liverpool spielen können. Das sind Anhaltspunkte, wo die Transferpolitik ansetzen könnte oder Rose ansonsten womöglich scheitern wird.
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