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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#15801
07.12.2020 - 23:10 Uhr
Zitat von End_of_Days
@stanleebuddha

Mit dem Zentrum fliegt man mMn auch wieder auf die Fresse, weil dabei die Körperlichkeit fehlt. Witsel kommt kaum erst in die Zweikämpfe, Reyna ist defensiv zu schwach und schon darf da der 17-Jährige Zweikämpfe ohne führen, Räume covern und gleichzeitig der Verbindungsspieler sein, da Reyna dann offensiver agieren wird und eh zu sehr Freigeist ist.
Dass er das iwann hinbekommt glaube ich sofort, wäre aktuell aber zu viel.
Struktur gäbe hier Witsel im ersten Drittel, danach bleibt wieder viel an Bellingham hängen, der idealerweise auch noch mit in die Box reinstoßen soll, bei seiner Dynamik.
Ist mir insgesamt zuu viel Kreativität und Jugendlichkeit, wird uns vor allem gegen große Teams und körperlich starke Teams um die Ohren fliegen.

Da müsste zwingend noch ein Can oder Delaney mit rein. Tausche Reyna gegen Can und ich bin mit Witsel-Can-Bellingham schon eher einverstanden in puncto Präsenz, Physis, Box-to-Box-Eigenschaften. Fehlt mir zwar auch noch ein wenig die Struktur und wiederum ein Schuss Spielwitz und Spielstärke, aber iwo muss man ja ansetzen.


Gerade nach dem Köln-Spiel war für mich eigentlich endgültig klar, dass es eher auf die Frage Can oder Witsel im Mittelfeld hinausläuft. Da lief gar nichts zusammen und das gegen einen Gegner, der nicht einmal körperlich in den direkten Mittelfeld-Vergleichen vorne lag. Ein geschicktes zustellen bzw. anlaufen einzelner Spieler reichte schon aus, um unser Aufbauspiel massiv zu stören.

Diese Kombination im ZM/DM halte ich eigentlich nur für möglich, wenn dann auch alle anderen Position drum herum maximal kreativ und spielstark besetzt werden (sprich Guerreiro und Morey zwingend auf AV, die offensive Reihe dann mit Sancho, Brandt und Reyna).

Die Diskussion der letzten Stunden hat aber für mich trotzdem gezeigt, dass es im Mittelfeld sinnvolle Lösungsansätze gibt. Bei jeder Kombination aus den 3 Päärchen Can/Witsel, Bellingham/Delaney sowie Brandt/Reyna kommen m.E. durchaus brauchbare Ergebnisse heraus.

Wobei ich die größte Einschränkung bei Bellingham/Delaney sehen würde. Bellingham hat schon deutliche Alleinstellungsmerkmale und Qualitäten, bei denen der Co-Partner deutlicher abfällt als in beiden anderen Kombos. Das würde ich auch genauso sehen wenn man Delaney mit Dahoud austauscht.

Klar wurde darüber hinaus auch, dass Reus in keiner Konstellation mehr im Zentrum spielen sollte. Es sind so viele Anpassungen und Kompromisse notwendig, um Reus einen Platz als OM/HS zu ermöglichen, dass diese Anpassungen die Mannschaft insgesamt deutlich schwächer machen, als dass sie durch die Anwesenheit von Reus auf "seiner" Lieblingsposition besser wird (das war nicht immer so, mittlerweile aber offensichtlich). Selbst gegen Mannschaften, die auch mal den Ball haben wollen und der BVB selbst mehr seine großen Stärken im Umschaltspiel einbringen kann, zündet Reus nicht mehr so wie früher.
BVB - Transferpolitik |#15802
07.12.2020 - 23:42 Uhr
Zitat von Nic
Zitat von End_of_Days

@stanleebuddha

Mit dem Zentrum fliegt man mMn auch wieder auf die Fresse, weil dabei die Körperlichkeit fehlt. Witsel kommt kaum erst in die Zweikämpfe, Reyna ist defensiv zu schwach und schon darf da der 17-Jährige Zweikämpfe ohne führen, Räume covern und gleichzeitig der Verbindungsspieler sein, da Reyna dann offensiver agieren wird und eh zu sehr Freigeist ist.
Dass er das iwann hinbekommt glaube ich sofort, wäre aktuell aber zu viel.
Struktur gäbe hier Witsel im ersten Drittel, danach bleibt wieder viel an Bellingham hängen, der idealerweise auch noch mit in die Box reinstoßen soll, bei seiner Dynamik.
Ist mir insgesamt zuu viel Kreativität und Jugendlichkeit, wird uns vor allem gegen große Teams und körperlich starke Teams um die Ohren fliegen.

Da müsste zwingend noch ein Can oder Delaney mit rein. Tausche Reyna gegen Can und ich bin mit Witsel-Can-Bellingham schon eher einverstanden in puncto Präsenz, Physis, Box-to-Box-Eigenschaften. Fehlt mir zwar auch noch ein wenig die Struktur und wiederum ein Schuss Spielwitz und Spielstärke, aber iwo muss man ja ansetzen.


Gerade nach dem Köln-Spiel war für mich eigentlich endgültig klar, dass es eher auf die Frage Can oder Witsel im Mittelfeld hinausläuft. Da lief gar nichts zusammen und das gegen einen Gegner, der nicht einmal körperlich in den direkten Mittelfeld-Vergleichen vorne lag. Ein geschicktes zustellen bzw. anlaufen einzelner Spieler reichte schon aus, um unser Aufbauspiel massiv zu stören.

Diese Kombination im ZM/DM halte ich eigentlich nur für möglich, wenn dann auch alle anderen Position drum herum maximal kreativ und spielstark besetzt werden (sprich Guerreiro und Morey zwingend auf AV, die offensive Reihe dann mit Sancho, Brandt und Reyna).

Die Diskussion der letzten Stunden hat aber für mich trotzdem gezeigt, dass es im Mittelfeld sinnvolle Lösungsansätze gibt. Bei jeder Kombination aus den 3 Päärchen Can/Witsel, Bellingham/Delaney sowie Brandt/Reyna kommen m.E. durchaus brauchbare Ergebnisse heraus.

Wobei ich die größte Einschränkung bei Bellingham/Delaney sehen würde. Bellingham hat schon deutliche Alleinstellungsmerkmale und Qualitäten, bei denen der Co-Partner deutlicher abfällt als in beiden anderen Kombos. Das würde ich auch genauso sehen wenn man Delaney mit Dahoud austauscht.

Klar wurde darüber hinaus auch, dass Reus in keiner Konstellation mehr im Zentrum spielen sollte. Es sind so viele Anpassungen und Kompromisse notwendig, um Reus einen Platz als OM/HS zu ermöglichen, dass diese Anpassungen die Mannschaft insgesamt deutlich schwächer machen, als dass sie durch die Anwesenheit von Reus auf "seiner" Lieblingsposition besser wird (das war nicht immer so, mittlerweile aber offensichtlich). Selbst gegen Mannschaften, die auch mal den Ball haben wollen und der BVB selbst mehr seine großen Stärken im Umschaltspiel einbringen kann, zündet Reus nicht mehr so wie früher.


Ich denke schon, dass Can und Witsel zusammenspielen können, unter der Voraussetzung, dass Can wie zu Liverpooler und Turiner Zeiten auf der defensiven 8 zum Zuge kommt und wie du sagst, neben ihm Kreativität aufgeboten wird. Und Witsel dann eben auf der 6 dahinter.
Auf eine Doppel-6 aus beiden würde ich niemals kommen, falls du das jetzt rausgehört hast. Es muss schon klar eine 1-2-Formation vorliegen, damit das funktioniert. Eine Doppel-6 aus beiden plus einem klaren 10er wie gegen Köln, würde ich kategorisch ausschließen.

Aber ja, eine sehr gute und sinnige Diskussion um unser Zentrum. Bin gespannt wie sich das entwickelt und ob wir vielleicht im Sommer oder 2022 ein Top Talent für die 6 verpflichten können durch eine günstige AK oder andere Gegebenheiten.

•     •     •

Primera Divison!

Kritik im BVB-Forum:
1. Kritik wird abgeschmettert
2. Trotz Erhärtung der Kritik, wird weiter abgelehnt
3. Nachdem Statistiken das Ganze faktisch stützen, wird nicht weiter argumentiert, sondern verfällt in Zynismus und Polemik
4. Wird das zurecht angeprangert, werden eigene Vorschläge gefordert (obwohl man nicht dafür zuständig ist).
5. Diese Vorschläge werden dann zerpflückt und relativiert

Erkenntnis: Kritik ist bei einigen nicht möglich/nicht gern gesehen!
BVB - Transferpolitik |#15803
08.12.2020 - 07:34 Uhr
Zitat von End_of_Days
Zitat von Nic

Zitat von End_of_Days

@stanleebuddha

Mit dem Zentrum fliegt man mMn auch wieder auf die Fresse, weil dabei die Körperlichkeit fehlt. Witsel kommt kaum erst in die Zweikämpfe, Reyna ist defensiv zu schwach und schon darf da der 17-Jährige Zweikämpfe ohne führen, Räume covern und gleichzeitig der Verbindungsspieler sein, da Reyna dann offensiver agieren wird und eh zu sehr Freigeist ist.
Dass er das iwann hinbekommt glaube ich sofort, wäre aktuell aber zu viel.
Struktur gäbe hier Witsel im ersten Drittel, danach bleibt wieder viel an Bellingham hängen, der idealerweise auch noch mit in die Box reinstoßen soll, bei seiner Dynamik.
Ist mir insgesamt zuu viel Kreativität und Jugendlichkeit, wird uns vor allem gegen große Teams und körperlich starke Teams um die Ohren fliegen.

Da müsste zwingend noch ein Can oder Delaney mit rein. Tausche Reyna gegen Can und ich bin mit Witsel-Can-Bellingham schon eher einverstanden in puncto Präsenz, Physis, Box-to-Box-Eigenschaften. Fehlt mir zwar auch noch ein wenig die Struktur und wiederum ein Schuss Spielwitz und Spielstärke, aber iwo muss man ja ansetzen.


Gerade nach dem Köln-Spiel war für mich eigentlich endgültig klar, dass es eher auf die Frage Can oder Witsel im Mittelfeld hinausläuft. Da lief gar nichts zusammen und das gegen einen Gegner, der nicht einmal körperlich in den direkten Mittelfeld-Vergleichen vorne lag. Ein geschicktes zustellen bzw. anlaufen einzelner Spieler reichte schon aus, um unser Aufbauspiel massiv zu stören.

Diese Kombination im ZM/DM halte ich eigentlich nur für möglich, wenn dann auch alle anderen Position drum herum maximal kreativ und spielstark besetzt werden (sprich Guerreiro und Morey zwingend auf AV, die offensive Reihe dann mit Sancho, Brandt und Reyna).

Die Diskussion der letzten Stunden hat aber für mich trotzdem gezeigt, dass es im Mittelfeld sinnvolle Lösungsansätze gibt. Bei jeder Kombination aus den 3 Päärchen Can/Witsel, Bellingham/Delaney sowie Brandt/Reyna kommen m.E. durchaus brauchbare Ergebnisse heraus.

Wobei ich die größte Einschränkung bei Bellingham/Delaney sehen würde. Bellingham hat schon deutliche Alleinstellungsmerkmale und Qualitäten, bei denen der Co-Partner deutlicher abfällt als in beiden anderen Kombos. Das würde ich auch genauso sehen wenn man Delaney mit Dahoud austauscht.

Klar wurde darüber hinaus auch, dass Reus in keiner Konstellation mehr im Zentrum spielen sollte. Es sind so viele Anpassungen und Kompromisse notwendig, um Reus einen Platz als OM/HS zu ermöglichen, dass diese Anpassungen die Mannschaft insgesamt deutlich schwächer machen, als dass sie durch die Anwesenheit von Reus auf "seiner" Lieblingsposition besser wird (das war nicht immer so, mittlerweile aber offensichtlich). Selbst gegen Mannschaften, die auch mal den Ball haben wollen und der BVB selbst mehr seine großen Stärken im Umschaltspiel einbringen kann, zündet Reus nicht mehr so wie früher.


Ich denke schon, dass Can und Witsel zusammenspielen können, unter der Voraussetzung, dass Can wie zu Liverpooler und Turiner Zeiten auf der defensiven 8 zum Zuge kommt und wie du sagst, neben ihm Kreativität aufgeboten wird. Und Witsel dann eben auf der 6 dahinter.
Auf eine Doppel-6 aus beiden würde ich niemals kommen, falls du das jetzt rausgehört hast. Es muss schon klar eine 1-2-Formation vorliegen, damit das funktioniert. Eine Doppel-6 aus beiden plus einem klaren 10er wie gegen Köln, würde ich kategorisch ausschließen.

Aber ja, eine sehr gute und sinnige Diskussion um unser Zentrum. Bin gespannt wie sich das entwickelt und ob wir vielleicht im Sommer oder 2022 ein Top Talent für die 6 verpflichten können durch eine günstige AK oder andere Gegebenheiten.



Witsel als alleiniger 6er ist mir persönlich in seiner aktuellen "Form" zu blass und fahrig. Da würde ich mir eher wünschen, dass Delayne als zentraldefensiver 6er die Drecksarbeit verrichtet während vor ihm Can und Brandt (oder Bellingham) spielen. Wundere mich ehrlich gesagt auch, dass wir das so noch nie gesehen haben, oder irre ich mich?

•     •     •

Ich bin die Strafe Gottes und hättet ihr nicht furchtbare Sünden begangen, so hätte Gott mich nicht als Strafe über euch kommen lassen. (Dschingis Khan)
BVB - Transferpolitik |#15804
08.12.2020 - 08:40 Uhr
Zitat von BlackCreed
Zitat von End_of_Days

Zitat von Nic

Zitat von End_of_Days

@stanleebuddha

Mit dem Zentrum fliegt man mMn auch wieder auf die Fresse, weil dabei die Körperlichkeit fehlt. Witsel kommt kaum erst in die Zweikämpfe, Reyna ist defensiv zu schwach und schon darf da der 17-Jährige Zweikämpfe ohne führen, Räume covern und gleichzeitig der Verbindungsspieler sein, da Reyna dann offensiver agieren wird und eh zu sehr Freigeist ist.
Dass er das iwann hinbekommt glaube ich sofort, wäre aktuell aber zu viel.
Struktur gäbe hier Witsel im ersten Drittel, danach bleibt wieder viel an Bellingham hängen, der idealerweise auch noch mit in die Box reinstoßen soll, bei seiner Dynamik.
Ist mir insgesamt zuu viel Kreativität und Jugendlichkeit, wird uns vor allem gegen große Teams und körperlich starke Teams um die Ohren fliegen.

Da müsste zwingend noch ein Can oder Delaney mit rein. Tausche Reyna gegen Can und ich bin mit Witsel-Can-Bellingham schon eher einverstanden in puncto Präsenz, Physis, Box-to-Box-Eigenschaften. Fehlt mir zwar auch noch ein wenig die Struktur und wiederum ein Schuss Spielwitz und Spielstärke, aber iwo muss man ja ansetzen.


Gerade nach dem Köln-Spiel war für mich eigentlich endgültig klar, dass es eher auf die Frage Can oder Witsel im Mittelfeld hinausläuft. Da lief gar nichts zusammen und das gegen einen Gegner, der nicht einmal körperlich in den direkten Mittelfeld-Vergleichen vorne lag. Ein geschicktes zustellen bzw. anlaufen einzelner Spieler reichte schon aus, um unser Aufbauspiel massiv zu stören.

Diese Kombination im ZM/DM halte ich eigentlich nur für möglich, wenn dann auch alle anderen Position drum herum maximal kreativ und spielstark besetzt werden (sprich Guerreiro und Morey zwingend auf AV, die offensive Reihe dann mit Sancho, Brandt und Reyna).

Die Diskussion der letzten Stunden hat aber für mich trotzdem gezeigt, dass es im Mittelfeld sinnvolle Lösungsansätze gibt. Bei jeder Kombination aus den 3 Päärchen Can/Witsel, Bellingham/Delaney sowie Brandt/Reyna kommen m.E. durchaus brauchbare Ergebnisse heraus.

Wobei ich die größte Einschränkung bei Bellingham/Delaney sehen würde. Bellingham hat schon deutliche Alleinstellungsmerkmale und Qualitäten, bei denen der Co-Partner deutlicher abfällt als in beiden anderen Kombos. Das würde ich auch genauso sehen wenn man Delaney mit Dahoud austauscht.

Klar wurde darüber hinaus auch, dass Reus in keiner Konstellation mehr im Zentrum spielen sollte. Es sind so viele Anpassungen und Kompromisse notwendig, um Reus einen Platz als OM/HS zu ermöglichen, dass diese Anpassungen die Mannschaft insgesamt deutlich schwächer machen, als dass sie durch die Anwesenheit von Reus auf "seiner" Lieblingsposition besser wird (das war nicht immer so, mittlerweile aber offensichtlich). Selbst gegen Mannschaften, die auch mal den Ball haben wollen und der BVB selbst mehr seine großen Stärken im Umschaltspiel einbringen kann, zündet Reus nicht mehr so wie früher.


Ich denke schon, dass Can und Witsel zusammenspielen können, unter der Voraussetzung, dass Can wie zu Liverpooler und Turiner Zeiten auf der defensiven 8 zum Zuge kommt und wie du sagst, neben ihm Kreativität aufgeboten wird. Und Witsel dann eben auf der 6 dahinter.
Auf eine Doppel-6 aus beiden würde ich niemals kommen, falls du das jetzt rausgehört hast. Es muss schon klar eine 1-2-Formation vorliegen, damit das funktioniert. Eine Doppel-6 aus beiden plus einem klaren 10er wie gegen Köln, würde ich kategorisch ausschließen.

Aber ja, eine sehr gute und sinnige Diskussion um unser Zentrum. Bin gespannt wie sich das entwickelt und ob wir vielleicht im Sommer oder 2022 ein Top Talent für die 6 verpflichten können durch eine günstige AK oder andere Gegebenheiten.



Witsel als alleiniger 6er ist mir persönlich in seiner aktuellen "Form" zu blass und fahrig. Da würde ich mir eher wünschen, dass Delayne als zentraldefensiver 6er die Drecksarbeit verrichtet während vor ihm Can und Brandt (oder Bellingham) spielen. Wundere mich ehrlich gesagt auch, dass wir das so noch nie gesehen haben, oder irre ich mich?


Für mich ist genau das die verbotene Kombination, die Witsel allzu schwach redet und dessen Wert massiv unterschätzt, selbst in der aktuellen Verfassung. Delaney und Can sind sich vom Spielertyp her viel zu ähnlich und schaffen daher eine Redundanz. Noch dazu eine gefährliche, was das Offensivspiel betrifft, da beide im Aufbau kaum einzubauen sind, so pressinganfällig, wie sie vor allem im Duo wären. Das dauert keine 5 Spiele und die Gegner leiten den Ball nicht mehr nur auf Meunier, sondern stellen auch ganz gezielt im Zentrum ihre Pressingfallen auf, sodass der Mehrwert von Can und Delaney in der Defensive nahezu komplett verloren geht. Entweder, weil sie dann dennoch angespielt werden und gepresst werden, aber die Bälle damit dann so verlieren, dass es für sie gar nichts mehr zu verteidigen gibt. Oder deswegen, da sie überspielt werden und daher weiter vorne gefordert sind zweiten Bällen hinterherzujagen. Gelingt die Rückeroberung nicht, wird die Defensive überrannt, indem Can und Delaney hoch aufgerückt eben gleich wieder vom Gegner überspielt werden. Das wäre für mich ein Zentrum ohne jede Spielkontrolle! Wer sich so etwas zu defensiv geratenes ansehen will, sollte sich derzeit desöfteren mal ein Arsenal Spiel antun ...
BVB - Transferpolitik |#15805
08.12.2020 - 08:41 Uhr
Zitat von End_of_Days
Zitat von Nic

Zitat von End_of_Days

@stanleebuddha

Mit dem Zentrum fliegt man mMn auch wieder auf die Fresse, weil dabei die Körperlichkeit fehlt. Witsel kommt kaum erst in die Zweikämpfe, Reyna ist defensiv zu schwach und schon darf da der 17-Jährige Zweikämpfe ohne führen, Räume covern und gleichzeitig der Verbindungsspieler sein, da Reyna dann offensiver agieren wird und eh zu sehr Freigeist ist.
Dass er das iwann hinbekommt glaube ich sofort, wäre aktuell aber zu viel.
Struktur gäbe hier Witsel im ersten Drittel, danach bleibt wieder viel an Bellingham hängen, der idealerweise auch noch mit in die Box reinstoßen soll, bei seiner Dynamik.
Ist mir insgesamt zuu viel Kreativität und Jugendlichkeit, wird uns vor allem gegen große Teams und körperlich starke Teams um die Ohren fliegen.

Da müsste zwingend noch ein Can oder Delaney mit rein. Tausche Reyna gegen Can und ich bin mit Witsel-Can-Bellingham schon eher einverstanden in puncto Präsenz, Physis, Box-to-Box-Eigenschaften. Fehlt mir zwar auch noch ein wenig die Struktur und wiederum ein Schuss Spielwitz und Spielstärke, aber iwo muss man ja ansetzen.


Gerade nach dem Köln-Spiel war für mich eigentlich endgültig klar, dass es eher auf die Frage Can oder Witsel im Mittelfeld hinausläuft. Da lief gar nichts zusammen und das gegen einen Gegner, der nicht einmal körperlich in den direkten Mittelfeld-Vergleichen vorne lag. Ein geschicktes zustellen bzw. anlaufen einzelner Spieler reichte schon aus, um unser Aufbauspiel massiv zu stören.

Diese Kombination im ZM/DM halte ich eigentlich nur für möglich, wenn dann auch alle anderen Position drum herum maximal kreativ und spielstark besetzt werden (sprich Guerreiro und Morey zwingend auf AV, die offensive Reihe dann mit Sancho, Brandt und Reyna).

Die Diskussion der letzten Stunden hat aber für mich trotzdem gezeigt, dass es im Mittelfeld sinnvolle Lösungsansätze gibt. Bei jeder Kombination aus den 3 Päärchen Can/Witsel, Bellingham/Delaney sowie Brandt/Reyna kommen m.E. durchaus brauchbare Ergebnisse heraus.

Wobei ich die größte Einschränkung bei Bellingham/Delaney sehen würde. Bellingham hat schon deutliche Alleinstellungsmerkmale und Qualitäten, bei denen der Co-Partner deutlicher abfällt als in beiden anderen Kombos. Das würde ich auch genauso sehen wenn man Delaney mit Dahoud austauscht.

Klar wurde darüber hinaus auch, dass Reus in keiner Konstellation mehr im Zentrum spielen sollte. Es sind so viele Anpassungen und Kompromisse notwendig, um Reus einen Platz als OM/HS zu ermöglichen, dass diese Anpassungen die Mannschaft insgesamt deutlich schwächer machen, als dass sie durch die Anwesenheit von Reus auf "seiner" Lieblingsposition besser wird (das war nicht immer so, mittlerweile aber offensichtlich). Selbst gegen Mannschaften, die auch mal den Ball haben wollen und der BVB selbst mehr seine großen Stärken im Umschaltspiel einbringen kann, zündet Reus nicht mehr so wie früher.


Ich denke schon, dass Can und Witsel zusammenspielen können, unter der Voraussetzung, dass Can wie zu Liverpooler und Turiner Zeiten auf der defensiven 8 zum Zuge kommt und wie du sagst, neben ihm Kreativität aufgeboten wird. Und Witsel dann eben auf der 6 dahinter.
Auf eine Doppel-6 aus beiden würde ich niemals kommen, falls du das jetzt rausgehört hast. Es muss schon klar eine 1-2-Formation vorliegen, damit das funktioniert. Eine Doppel-6 aus beiden plus einem klaren 10er wie gegen Köln, würde ich kategorisch ausschließen.

Aber ja, eine sehr gute und sinnige Diskussion um unser Zentrum. Bin gespannt wie sich das entwickelt und ob wir vielleicht im Sommer oder 2022 ein Top Talent für die 6 verpflichten können durch eine günstige AK oder andere Gegebenheiten.


Ok mit Can als 8er und Witsel als 6er wäre das natürlich etwas anderes (vorausgesetzt man bekommt wieder den Liverpool-Can zu sehen). Um allerdings wieder den Kreis zum Ursprung der Diskussion zu schließen - hier finde ich die Variante mit Can auf der 8 nicht wirklich zukunftsweisend. Einerseits da Can m.E. das beste Skillset für die 6 mitrbingt (zusammen mit Witsel), gleichzeitig auf der 8 aber passendere Spieler im Kader sind. Gerade Bellingham dürfte nicht mehr so viele Jahre brauchen, um als 8er an Can klar vorbeizuziehen. Bellingham passt durch seine Stärken für mich grundsätzlich besser auf die 8 als Can, was bei einem weiteren Entwicklungssprung Can dann auch leistungsmäßig klar auf die Plätze verweisen dürfte.

Da es auch um die mittelfristige Zukunft geht, würde ich mit Witsel nicht mehr als festem Baustein planen wollen (auch wenn er das aktuell noch ist). Witsel könnte aber sicherlich noch die nächsten beiden Jahre als wertvoller Ersatzmann für die 6 und 8 im Kader bleiben und bspw. die Entwicklung von Raschl flankieren.

Ich gehe daher nicht davon aus, dass man im ZM/DM im Sommer aktiv wird. Schließlich hat man hier nahezu 130 Mio. in den letzten beiden Jahren ausgegeben, aus diesem Pool an Spielern kann eine funktionale Einheit für ein 3-er Mittelfeld geformt werden. Vielmehr sehe ich hier ein Überangebot, zumindest einer aus Dahoud und Delaney ist für mich zu viel. Das wird besonders deutlich, wenn man noch die finanzielle Situation in die Betrachtung mit einbezieht.

Die Prio für Transfers im Sommer dürfte daher klar auf der Sancho-Nachfolge liegen, wobei ein Sancho in Form sowieso nicht 1 zu 1 ersetzbar ist. Es braucht daher einen Spieler, der direkt seine Fähigkeiten einbringen kann und sich in 1 bis 1,5 Jahren zum klaren Stammspieler entwickeln kann.

Weiterhin könnten die AV wieder in den Fokus richten. Das hängt aber stark an der Entwicklung von Morey. Macht dieser den erhofften Sprung, besteht hier eigentlich kein Bedarf, da man mit Meunier/Morey/Passlack/Guerreiro recht gut aufgestellt wäre und mit Morey/Guerreiro sogar eine extrem spielstarke Variante bringen kann.

Ein Fragezeichen ist die IV, da sowohl DAZ als auch Akanji nur bis 2022 gebunden sind. Mich persönlich würde es freuen, mit beiden langfristig zu verlängern. Mit Akanji würde man so auf Jahre ein hohes Grundlevel in der IV absichern, dazu mit DAZ noch die nötige Entwicklungsmöglichkeit bekommen. Abgesichert wird das Konstrukt durch Routinier Hummels, der hoffentlich seine noch vorhandene Stärke und Führungsqualität nicht dazu nutzt, um sich selbst wieder bei Löw ins Schaufenster zu stellen, sondern sich stärker in die Entwicklung der jungen Spieler einbringt, sowohl auf als auch neben dem Platz. Will einer der beiden nicht verlängern, muss natürlich reagiert werden. Springen Akanji oder DAZ ab muss aber auch automatisch Hummels zur Disposition stehen. Es macht keinen Sinn hier eine Abwehr auf einen dann 33-Jährigen abzustimmen, sondern die Möglichkeit müsste dann zur generellen Neuausrichtung der IV genutzt werden.

Auch im Tor gibt es durch den auslaufenden Vertrag von Hitz Handlungsbedarf. Bürki braucht hier nicht grundsätzlich ersetzt zu werden, es muss aber definitiv ein echter Herausforderer geholt werden. Inwiefern dieser Herausforderer Unbehaun heissen kann, ist für mich nicht einschätzbar.

Im Sturm sehe ich dagegen keinen Zwang etwas zu tun bzw. würde es sogar als weitgehend sinnfrei empfinden. Reus kann aushilfsweise hier spielen, genauso wie Hazard. Haaland ist ohnehin gesetzt, Moukoko soll auch Zeiten bekommen. Mit einer zusätzlichen Option wäre es da für mich nur vorprogrammiert, dass man entweder Geld verbrennt (was ohnehin schon knapp ist) oder die Entwicklung von Moukoko zu stark beschränkt.
BVB - Transferpolitik |#15806
08.12.2020 - 11:14 Uhr
Ich würde mich bei der IV klar für Hinteregger (links, 28)und dann Klostermann (Rechtsfuss; 24, kommt aus der "Gegend") aussprechen. Vielleicht nicht gerade eine preisgünstige, aber feine Dauerlösung auf längere Sicht. Keine Notlösungen, sondern Grund-IV-versorgung zur Einarbeitung einer Nachhummelsära.
Zur näheren Zukunft (kurzfristig) wenn wäre "Papa" – vielleicht als Leihe eine Idee. Er spielt ja in seinem Verein keine Rolle mehr, was man so las.

•     •     •

Nichts war früher besser.
Aber es gab Dinge, die waren früher einfach gut.
Und das wären sie auch heute noch. Wenn man die Finger davon gelassen hätte.
© J. Malmsheimer
BVB - Transferpolitik |#15807
08.12.2020 - 12:56 Uhr
Zitat von Zeh-Lizenz

Ich würde mich bei der IV klar für Hinteregger (links, 28)und dann Klostermann (Rechtsfuss; 24, kommt aus der "Gegend") aussprechen. Vielleicht nicht gerade eine preisgünstige, aber feine Dauerlösung auf längere Sicht. Keine Notlösungen, sondern Grund-IV-versorgung zur Einarbeitung einer Nachhummelsära.
Zur näheren Zukunft (kurzfristig) wenn wäre "Papa" – vielleicht als Leihe eine Idee. Er spielt ja in seinem Verein keine Rolle mehr, was man so las.


Ich bin mir nicht komplett sicher, ob die Erwähnung von Sokratis ernst gemeint ist, aber dieser hat in seiner Endphase bei uns schon sehr abgebaut und ist bei Arsenal nicht umsonst außen vor. Sokratis wäre womöglich ein toller Transfer für Sheffield, Fulham, Augsburg oder Union Berlin aber nichts mehr für den BVB.

Hinteregger verfügt über kein Entwicklungspotenzial und ist ein recht guter Bundesliga-Innenverteidiger, den ich aber nicht bei besseren Vereinen als Frankfurt sehe. Klostermann hätte man 2021 ablösefrei bekommen können, nun ist dieser Zug aus finanziellen Gründen abgefahren.

Wenn man konsequent auf Zagadou und Akanji baut und der Franzose zukünftig weniger verletzungsanfällig ist, hat man einen guten Grundstock. Dazu wird sich Collins gesellen und einen weiteren, deutlich günstigeren IV als die oben genannten, wird man schon noch hinzugewinnen können.

Ich hoffe sowieso, dass Hummels noch mindestens bis 2023 spielt - dann wäre jemand wie Hinteregger eh kein Nachfolgekandidat.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PaneM_et_CircenseS am 08.12.2020 um 12:57 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#15808
08.12.2020 - 13:50 Uhr
Zitat von PaneM_et_CircenseS
Zitat von Zeh-Lizenz

Ich würde mich bei der IV klar für Hinteregger (links, 28)und dann Klostermann (Rechtsfuss; 24, kommt aus der "Gegend") aussprechen. Vielleicht nicht gerade eine preisgünstige, aber feine Dauerlösung auf längere Sicht. Keine Notlösungen, sondern Grund-IV-versorgung zur Einarbeitung einer Nachhummelsära.
Zur näheren Zukunft (kurzfristig) wenn wäre "Papa" – vielleicht als Leihe eine Idee. Er spielt ja in seinem Verein keine Rolle mehr, was man so las.


Ich bin mir nicht komplett sicher, ob die Erwähnung von Sokratis ernst gemeint ist, aber dieser hat in seiner Endphase bei uns schon sehr abgebaut und ist bei Arsenal nicht umsonst außen vor. Sokratis wäre womöglich ein toller Transfer für Sheffield, Fulham, Augsburg oder Union Berlin aber nichts mehr für den BVB.

Hinteregger verfügt über kein Entwicklungspotenzial und ist ein recht guter Bundesliga-Innenverteidiger, den ich aber nicht bei besseren Vereinen als Frankfurt sehe. Klostermann hätte man 2021 ablösefrei bekommen können, nun ist dieser Zug aus finanziellen Gründen abgefahren.

Wenn man konsequent auf Zagadou und Akanji baut und der Franzose zukünftig weniger verletzungsanfällig ist, hat man einen guten Grundstock. Dazu wird sich Collins gesellen und einen weiteren, deutlich günstigeren IV als die oben genannten, wird man schon noch hinzugewinnen können.

Ich hoffe sowieso, dass Hummels noch mindestens bis 2023 spielt - dann wäre jemand wie Hinteregger eh kein Nachfolgekandidat.


Da würde ich mich eher um Rüdiger oder Cristensen kümmern, die nur noch Vertrag bis 2022 haben. Ginter wäre auch ne gute Lösung, aber ich glaube nicht, dass er noch einmal zu uns kommen will. Als RIV wäre das natürlich ne Top-Lösung.
Erst einmal muss man mit den eigenen Leuten Verlängern, denn Akanji und Zag haben beide ebenfalls nur Vertrag bis 2022 und diese Spieler werden im Sommer äußerst begehrt sein.

•     •     •

BVB 26/27:
Kobel - Gadou, Anton, Schlotterbeck - Ryerson, Nmecha, Bellingham, Svensson - Karetsas, Sancho - Guirassy
Bank: Drewes,Meyer,Anselmino,Reggiani,Prates,Can,Ryerson,Chukwuemeka,Kessie,Gittens,Lerma,Inacio,Beier,Silva

Zugänge: Sancho,Anselmino(Leihe),F. Kessie,Baum,Gittens(Leihe)
Abgänge: Mané(Leihe),Bensebaini,Sabitzer,Couto
BVB - Transferpolitik |#15809
08.12.2020 - 14:09 Uhr
Hallo Liebhaber des gepflegten Ballsports zwinker

Es gab vor kurzem die Diskussion über das alternde (z. B. Hummels, Schmelzer und Reus), nicht passende (z. B. Brandt und Can) oder qualitativ schwächere (z. B. Schulz) Gerüst aus deutschen Spielern des BVB.

Dazu wollte ich auch mal meinen Senf abgeben, da ich mir auch ein paar Gedanken dazu gemacht habe.

Zunächst bleibt zu sagen, dass ich mir natürlich auch aus verschiedenen Gründen (wie z. B. die Homegrown-Regelungen) ein starkes Gerüst aus deutschen Spielern beim BVB wünschen würde.

Wenn man sich den aktuellen Kader ansieht, stellt man fest, dass 11 deutsche Spieler (inkl. Unbehaun und Raschl, die momentan keine Rolle spielen) unter Vertrag stehen. Davon sind 3 Spieler über 30 Jahre alt, 4 Spieler 22 Jahre und jünger, der Rest liegt dazwischen.

Mit Schmelzer und Passlack sind 2 Spieler dabei deren Vertrag, Stand heute im Sommer endet und die teilweise oder gar keine Rolle spielen, bzw gespielt haben.

Ich komme also unter dem Strich zu dem Ergebnis, dass der BVB zur neuen Saison (Stand heute), 7 deutsche Spieler im Kader hat, wovon viele einen Dahoud, Brandt, Schulz oder Can am Liebsten abgeben würden, Schmelzer und Passlack nicht verlängern sollen und Hummels und Reus „zu alt“ sind. Bedeutet, dass lediglich Moukouko (16!) eine langfristige Perspektive zugetraut wird….

Für mich hat der BVB das Problem, dass es zum einen nicht viel Top-Talente in Deutschland im Moment gibt und zum anderen für die paar wenigen der BVB mMn nicht attraktiv genug ist, da der Verein „zu groß“ geworden ist. Zeiten in den man einen Hummels von Bayern II oder Subotic aus Mainz geholt und gefördert hat (durch Spielpraxis), sind längst vorbei und momentan nicht denkbar. Was ich damit sagen will ist, dass jeder Spieler sich nur durch Spielpraxis weiterentwickeln kann und die kann der BVB deutschen Talenten momentan nicht bieten. Bellingham und Co sind Ausnahmen, die es so in Deutschland nicht gibt, oder die bei Bayern kicken und nicht zu bekommen sind.

Ein erschreckendes und trauriges Zukunftsbild für unseren BVB, oder nicht?

Stellt sich wie immer die Frage, wie will man diese Thematik für die Zukunft angehen?

Die letzten teuren deutschen Transfers sind mit Schulz, Can und Brandt nicht gerade glücklich bisher verlaufen.

Leider habe ich auch kein Allheilmittel dafür, zumal die Junioren-Bundesligen im Moment nicht spielen und wie bereits erwähnt, Spielpraxis ist das große Problem und dies für Entwicklung des Nachwuchs in Deutschland generell nicht sehr förderlich!

Natürlich gibt es Namen wie Bella-Kotchap (der alle Voraussetzung für einen Top-IV mitbringt) oder Torunarigha, Katterbach, Flo Krüger oder Uduokhai (die es auch weit bringen können) und noch ein paar andere. ABER, Stand heute hat der BVB für diese Spieler mMn keine Verwendung, Qualität noch nicht auf BVB-Niveau, Potenzial vorhanden und Spielpraxis bieten um sich zu entwickeln nicht zusammenpasst.

Einzige Option die ich sehe bei z. B. Bella-Kotchap wäre jetzt kaufen und direkt verleihen, Hoffen und Beten das er sein volles Potenzial ausschöpft und dann fest beim BVB einplanen. Und/Oder es muss versuchten werden Spieler wie Raschl, Knauff, Collins, Unbehaun und andere eigene Talente auf ein höheres Niveau als Regionalliga ausleihen und „das Beste hoffen“. Gibt ja genug positive Beispiele dass sowas klappen kann. Hummels oder Reus kommen auch über den „2. Bildungsweg“. Auch ein Pieper oder Kilian hätte man so entwickeln können, auch wenn so erstmal nur "Rotationsspieler" wären.

Bedenklich finde ich hierbei, dass in den älteren DFB-Jahrgänge U19-21 (vor Corona) lediglich 1 Spieler vom DFB dabei ist, obwohl hier der alte Spruch gilt: „Profi wird man nicht beim DFB“.

Wie man sieht gibt es genug zu tun, aber auch viele Ansätze.

Vielleicht mag ja jemand darüber diskutieren!?

Ansonsten Bleibt gesund!
BVB - Transferpolitik |#15810
08.12.2020 - 14:58 Uhr
Zitat von BvB-Ossi

Vielleicht mag ja jemand darüber diskutieren!?


Wurde hier ja schon öfters. zwinker

Daher halte ich mich relativ kurz. Erstmal halte ich einige Spieler für überschätzt. Bella-Kotchap hat z.B. eine super Physis, das ist aber nicht viel mehr als eine gute Basis. In allen anderen Bereichen sehe ich ihn als nicht extrem vielversprechend. Bei Bochum sitzt er oft auf der Bank, das ist als IV mit knapp 19 keine Schande, aber spricht nicht zwangsläufig für die ganz große Karriere. Wenn du den jetzt kaufst und ihn direkt wieder nach Bochum verleihst, dann würde er noch häufiger auf der Bank sitzen. Leihspieler haben es fast immer schwerer.

Einer 'Loan Army' würde ich generell eine Absage erteilen. Da ist die Erfolgsquote grundsätzlich eher gering und der BVB hat ohnehin nicht die beste Bilanz was Leihen angeht. Zudem macht man sich imho damit unattraktiver. Der Vorteil gegenüber Chelsea und Co. ist bzw. war es doch, dass man es beim BVB direkt schaffen konnte, ohne auf eine Leih-Odyssee geschickt zu werden.

Ich sehe verschiedene Maßnahmen als sinnvoll an. Dank der finanziellen Einbußen, ist die eigene Jugend besonders attraktiv. Knauff ist beispielsweise kein Megatalent, aber er bringt Eigenschaften mit, die ihn als Kaderspieler vielleicht schon mittelfristig wertvoll machen. Collins (für mich talentierter als Bella-Kotchap), Semic, Bamba und noch zwei, drei andere könnten den Sprung mMn ebenfalls packen. Allerdings haben die im Gegensatz zu Knauff den Nachteil, dass sie wegen Corona momentan keine Spielpraxis bekommen.

Letztens wurde Luca Netz (Hertha BSC, Linksverteidiger) diskutiert, der ist nicht minder talentiert als Katterbach, bekommt von Labbadia aber keine Chance. Warum nicht ihn hinter Guerreiro aufbauen? Ist schon mal attraktiver als bei Hertha hinter Plattenhardt, Mittelstädt und Torunarigha anzustehen. Solche Nischen gibt es durchaus. Richtige Toptalente gibt es aus Deutschland immer weniger, aber ein paar Ausnahmen gibt es. Karim Adeyemi fällt mir spontan ein. Wenn der sich so weiter entwickelt, wird der mittelfristig aus Salzburg wegwollen. Da muss man dann dran sein und wenn man ihm eine gute sportliche Perspektive bietet (hängt u.a. vom Kader ab), sollte man nicht chancenlos sein. Haaland hätte überall hingehen können und der hat sich für den BVB entschieden.

Für Spieler wie Netz, Knauff, Collins oder Semic könnte es zudem hilfreich sein, falls unsere U23 in die 3. Liga aufsteigt. Dort kann man immerhin "echte" Profierfahrung sammeln, auch wenn der Sprung von Liga 3 zur Profimannschaft beim BVB riesig ist. Wäre aber ein weiterer kleiner Baustein.

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Aki Watzke zur Entlassung von Marco Rose: "Er ist hier nie so komplett angekommen und irgendwas war da, was dem Ganzen so ein bisschen im Wege stand. Wir wissen es ja selbst nicht so genau."

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Doc_Gonzo am 08.12.2020 um 15:00 Uhr bearbeitet
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