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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#9901
17.08.2017 - 16:59 Uhr
So eine ähnliche Diskussion hatten wir bereits vor 2 Monaten in genau diesem Thread. Ich fand deinen vorherigen Beitrag nicht schwachsinning, aber auch an vielen Ecken etwas blauäugig mit einer ungeduldigen Haltung. Namedropping à la Morata oder Giroud bringt auch nicht viel, da es wilde Spekulation ist, ob sie a) bei uns funktioniert hätten, b) wirklich so realisierbar waren (geforderte Gehälter, brechen vorhandener Gehaltsstrukturen, überhaupt Interesse zu uns zu wechseln) oder c) wir lieber Spieler X stattdessen im Team haben wollten. Zumindet Eriksen fiel aus der Verlosung als es hieß entweder Miki oder Eriksen für die Götze-Nachfolge. Wenn du unseren Verantwortlichen dann etwas vorwerfen willst, ist, dass sie sich höchstens für den falschen Spieler entschieden haben, statt die Alternative zu verpflichten.

Tendenziell versuchen wir doch immer unsere Verstärkungen bereits im Frühjahr einzutüten. Wenn aber zum gleichen Zeitpunkt (Kagawa, Sahin, Götze waren es zumindest) eine unsere wichtigsten Stützen verkündet via AK zu wechseln, Kagawa in dem Fall ausgenommen, müssen wir natürlich darauf reagieren. Agieren ist schön und gut und vor allem leichter gesagt als getan. Bei der letzten Diskussion habe ich schon darauf hingewiesen, dass wir eine Gehaltsstruktur zu unseren Meisterjahren hatten, die nicht darauf ausgelegt war im Konzert der Großen mitsamt deren Transfers mitspielen zu können. Ohne jetzt die genauen Zahlen vor Augen zu haben, erinner ich mich aber, dass die Grundkosten bei ca. 40 Mio lagen und durch erfolgsabhängige Bonuszahlungen auf 70+x wuchsen. Der Erfolg in dem Ausmaß kam schneller als gedacht und vollkommen unerwartet. Unsere Werbeverträge waren ebenfalls noch nicht auf dem Niveau eines Meisterkandidaten bzw. sicheren CL-Teilnehmer. Objektiv betrachtet bestand unser Transferbudget zum Großteil nur aus den CL- + Transfereinnahmen und wir versuchten Spieler zu verpflichten, die das vorhandene Gehaltsgefüge nicht sprengen. Wie einfach es dann ist Spieler aus dem oberen Regal von uns zu überzeugen, die bereits nachgewiesen haben hohe Gehälter verlangen zu können, bleibt der Fantasie überlassen. War es denn überhaupt unser primäres Ziel uns zu dem Zeitpunkt in der Spitze zu verbessern statt erstmal einen Kader auf die Beine zu stellen, der breit genug ist um mittelfristig unsere Position in der Liga halten zu können ohne durch Doppelbelastung, Verletzungen oder Formtiefe einen Einbruch zu erleiden? Wir hatten nie das Selbstverständnis nach unseren Meisterjahren uns zu der absoluten europäischen Spitzenklasse zu zählen, weil das (finanzielle) Fundament noch nicht gelegt wurde und unsere Verantwortlichen wussten, dass der Weg schnell wieder nach unten gehen kann.

Natürlich sitzt nicht jeder Transfer. So läuft das Geschäft und jeder Verein kennt das Problem. Ich verstehe auch, wenn man die Transfers aus dem letzten Jahr kritisch betrachtet, mag das leidige Thema hier aber eigentlich nicht mehr lesen, weil ausgelutscht, aber alles was davor war, vor allem kurz nach den Meisterjahren, lief völlig in Ordnung und ist entweder, meiner Meinung nach, Meckern auf höchstem Niveau oder außer acht lassen der Rahmenbedingungen (Einnahmen, Gehaltskosten, quantitative sportliche Substanz).
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Dansinel am 17.08.2017 um 17:02 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#9902
18.08.2017 - 09:17 Uhr
Zitat von karawanga09
@Kritikus65
Mir stößt dieser Kommentar leider etwas sauer auf, um ehrlich zu sein. Er bläst in das gleiche Horn der letzten Wochen: Pessimismus, Hinterfragen der Führung, Unzufriedenheit. Das aber nicht mit Fakten sondern mit einfachen Gefühlen und subjektiver Wahrnehmung, dass es mir in den Augen brennt. Ich will im Folgenden einmal versuchen, diese Sichtweise mit ein paar Fakten zu entkräften bzw. zu erweichen, weil ich der Meinung bin, dass einige Punkte absolut unzutreffend sind.
Die zitierten Stellen stammen aus deinem großen Text vom 16.08. (15:31)

„Über den Transfermarkt kann ich punktuell Schwachstellen bereinigen und/oder mich hinsichtlich Qualität/Quantität gezielt verbessern. Darüber hinaus eröffnet er mir die Möglichkeit, mich von Spielern zu verabschieden, die dem BVB nicht mehr wirklich weiterhelfen.“

Sofern diese den BVB verlassen wollen, ein Markt für diese Spieler existiert und die Clubs, welche die Spieler haben wollen, interessant für Letztere sind. Man kann einen Spieler nicht einfach abschieben, das funktioniert so nicht.

„Im Gegensatz zu den internationalen TOP-Vereinen vermisse ich beim BVB eine klare Linie, den eingeschlagenen Weg auch fortzusetzen.“

Kontinuierliches Anheben des Umsatzes (Rekord auf Rekord), kontinuierliches Wachstum in den Spielergehältern ist also keine klare Linie. Was genau ist denn dann der Weg? Was macht der BVB denn aktuell falsch? Aktuell geht man konsequenter denn je diesen weg, entwickelt Spieler und verkauft diese wieder. Dass in dieser Transferperiode einfach mal Ausnahmezustand in allen Ligen herrscht, tut da nichts zur Sache. Dieser Sommer ist eine Momentaufnahme, da kommt so einiges zusammen von Katar (politische Probleme und damit Imageprobleme) bis Barca (Director's Board absolut Hanebüchen) und Charakteren wie Dembélé. Ich würde gerne von dir wissen, inwiefern da der BVB die Fehler begeht.

„Die wesentlichen Zugänge seit den beiden Meisterjahren sehe ich eher als Reaktionen auf Abgänge denn als gezielte Aktionen. Anstatt den Kader weiter zu verstärken, musste man Ersatz finden und hat geschaut, was billig auf dem Markt zu haben war.“

Nenn mir jetzt mal einen Verein, der nicht hauptsächlich mit Neuzugängen auf Abgänge reagiert. Wir sind der Ausbildungsclub der Elite, wir sind die erste Ansprechstation wenn Jungspieler von den Top 10 gefragt werden. Wenn du es so willst: Die Fähigkeit unseres Scoutings überstrahlt die Fähigkeit unserer Finanzen die Spieler auch länger zu halten.

„Theoretisch führte das auf einigen Positionen zu Doppel-/Dreifachbesetzung, aber der BVB leistet sich ja neben den Langzeitverletzten Reus, Weigl und Guerreiro (früher noch Gündogan, Bender, Sahin und Piszczek) stets eine ganze Reihe von kürzeren Ausfällen (Rode, Durm, Schürrle,…) so dass bei einem 30-Mann-Kader nicht zu viele Spieler auf der Tribüne Platz nehmen müssen.“

Wir haben insgesamt ca. 64 Ausfalltage pro Spieler und sind damit als Dritter knapp auf dem Treppchen gelandet, vor uns sind nur die Eintracht (~76 Ausfalltage) und Bremen (~65 Ausfalltage). Dementsprechend: Ja, wir leisten uns einen Kader der recht verletzungsanfällig ist, das Argument mit den Jahresgehältern fällt aber bei unseren Langzeitverletzten wie z.B. Guerreiro oder Reus nicht so ins Gewicht, da sie nach ca. 5-6 Wochen die private Versicherung greift und den Lohn ausgleicht. Die tatsächliche Belastung der Gehälter kennt dadurch niemand, v.a. nicht hier im Forum. On top wären Spieler wie Reus ja nicht mal mehr bei uns, wenn sie zwei Jahre gerade aus kicken könnten. Guerreiro hat in den letzten drei Jahren vor Dortmund ~3000 Minuten pro Jahr abgespult, komisch, dass er bei uns auf einmal so oft ausfällt.
Und Weigl? Wie kann ein Bruch denn ein Indikator für Verletzungsanfälligkeit sein? Der hat von 14/15 bis zu seinem Bruch genau 34 Tage wegen kleinerer Verletzungen (inkl. 7 Tage „Schonung“) gefehlt, wtf man. Die Verletzungsproblematik zieht sich seit Jahren durch unseren Kader und ist ein strukturelles Problem, da poche ich schon seit Jahren drauf, aber kann es natürlich auch nicht nachweisen bzw. argumentieren, weshalb mir diese Problematik eher schwerfällt sachlich zu analysieren. Schürrle wurde hier ja schon z.B. als extrem Muskelverletzungs-anfällig benannt, dabei hatte er gerade mal eine schwerwiegende Muskelverletzung in 1 ½ Jahren.
Gerne können wir darüber diskutieren, warum viele Spieler bei uns ihre Verletzungsanfälligkeit entdecken, aber das ist eben ein anderes Thema als ein "verletzungsanfälliger Kader" von dem man vor den Transfers bewusst das Risiko einging.
Mal so nebenbei:
Durchschnittliche Gehälter (Top 4 in der BuLi 16/17)
Bayern München: 5.28 Millionen
BVB: 2.54
Blauen: 2.24
WOB: 2.16
Hier hat der BVB auch noch massig Potential nach oben, da der Umsatz im Vgl. zu den Bayern bei ca. 2/3 liegt, die Gehälter aber bei nur ca 48%. Dementsprechend kann man hier für die nahe Zukunft auch erwarten, dass sich das weiter angleicht und der BVB in 17/18 tendenziell die 3 Millionen knacken wird. Der BVB leistet sich die Spieler, weil er es mit der linken Hand kann und der sportliche Mehrwert der Spieler nun mal überwiegt.

„Da unser Mittelfeld mit Ausnahme des eher schmächtigen Weigl nur aus vergleichsweise kleinwüchsigen Akteuren besteht, sehe ich Nachteile beim Kopfball sowie bei körperbetonten Zweikämpfen.“

1. Durchschnittsgröße Bayern (Kader): 182 cm
2. Durchschnittsgröße Dortmund (Kader): 181 cm
Bei den Bayern haben alleine die Keeper + Abwehr alle über 1,90, das hat in Dortmund kein einziger, vorne haben wir dafür mit Isak und Auba immerhin knapp die 190cm, was bei Bayern wiederum niemand hat. Danach kommt niemand mehr über 190cm bei den Roten. Deren MF müsste mit 177cm (BVB: 177 cm) demzufolge ja auch viel zu klein sein. Jetzt wirfst du mir wahrscheinlich entgegen, dass ein Vidal und Sanchez eine ganz andere Körperlichkeit und Aggression aufweisen und ja: Das stimmt. Dann sag ich dir jetzt, dass der BVB bei 6393 (FCB: 5661) geführten Zweikämpfen ganze 52,5% gewonnen hat (FCB: 53%). Dementsprechend, auf die totalen Zahlen gesehen performt der BVB in dieser Kategorie schon jetzt besser als der Branchenprimus und übrigens auch alle anderen in der Liga.
Ich verstehe ja, dass bullige Typen und Fritz-Walter-Gedenk-Grätschen vor dem Fernseher unheimlich geil aussehen, aber das ist sowas von Wumpe für den allg. Spielerfolg. Zweikämpfe führt man erfolgreich durch Stellungsspiel und v.a. Rumpfmuskulatur gepaart mit der Portion Cleverness, da helfen dir aufgeblasene Oberarme einfach überhaupt nicht.
Ich gehe auch gerne mit einer Argumentation mit, dass man in der Defensive neben Subotic (der ja eh nicht spielt) noch jemand größeren gebrauchen kann, jetzt hat man halt Zagadou mit 196cm und dadurch passt das für mich auch fürs Erste. Sprungkraft kann da ja auch einiges ausgleichen, wie man bei Torhütern sieht.
Übrigens haben wir 13% mehr Fouls bei genau 13% mehr geführten Zweikämpfen, also sind wir auch da auf Augenhöhe, aber geschenkt.

„Auch in puncto Spritzigkeit/Sprintfähigkeit sehe ich Verbesserungsbedarf.“

Du weißt genau so gut wie ich, dass es dafür keine belastbaren Zahlen hier gibt. Klar, das wirst du vor dem TV wahrscheinlich so sehen, aber das war mit der Größe des Mittelfelds oder der Körperlichkeit ja auch schon so.

„Anstatt sich gezielt weiter Richtung europ. Spitze zu verbessern, musste man Leistungsträger ziehen lassen und trat bestenfalls auf der Stelle. Das ist vielleicht auch mit ein Grund dafür, dass die wirklichen Leistungsträger den BVB verlassen wollen, weil sie keine Fortschritte erkennen. Offensichtlich hat man damals sowohl Reus als auch Hummels versprochen, den Kader zu verstärken, um sie zum Verbleib zu überreden…“

Du meinst dieses „Auf der Stelle treten“ mit Gewinn des DFB Pokals? Unser Champions League Finale ist ganze 3 Saisons her, was erwarten hier eigentlich alle wie schnell man sich in die Elite der Fußballwelt (Top 5) spielt beispielsweise wie diese Entwicklung sich in Ergebnisse spiegelt? Unser Umsatzrekord liegt bei 56% des Umsatzes von Manchester United. Das ist knapp über der Hälfte (!!!!) und was das betriebswirtschaftlich bedeutet: Die fahren Porsche und wir schauen gerade, wie wir uns einen neuen Passat finanzieren können. Und dieser Passat ist am Ende so zusammengebaut, dass wir international und national erfolgreicher sind als ManU (letzte Saison). Klar, Zorc raus. Bloß weg mit dem Deppen. Am besten noch alle anderen mit, dieser komische Rauball ist eh zu alt. Wir sind betriebswirtschaftlich so weit von der Elite entfernt wie eigentlich niemand in dieser Liga und mischen sportlich dennoch absolut mit, das ist immer noch ziemlich einzigartig in der Fußballwelt. Klar, ist schwierig anzuerkennen, dass andere schlichtweg mehr Ressourcen haben als wir. Aber daraus eine Argumentation eigenen Unvermögens aufzubauen ist weit weg von der Komplexität der Realität.

„Nostalgische Schwärmereien, Eitelkeit und Verbohrtheit scheinen sich gegen fußballerischen Sachverstand und konsequentes Agieren durchzusetzen. Bestes Beispiel dafür der Transferflop vor Beginn der letzten Saison, als man für II. Wahl (Schürrle und Rode) sowie ??? (Götze) 65 Mio. € Transfersumme sowie 16-18 Mio. € Jahresgehälter „verplante“.“

Götze würde ich hier auch gerne mal ausklammern, der kann theoretisch noch ganz wichtig werden und die letzte Rückrunde hat schätzungsweise seine Versicherung das Gehalt übernommen. Schürrle..tja, da sind wir uns einig. Rode leidet meiner Meinung nach einfach darunter, dass er von den Bayern kam.
88% Passquote, 30 Pässe pro Spiel, 38 Ballkontakte pro Spiel und eine Zweikampfquote von 49,7% sind mit Sicherheit nicht überragend, aber als Bankspieler ist der Typ absolut zu gebrauchen. Wen sollen wir uns denn dort sonst hinsetzen? Vidal? Meine Güte, der Typ sitzt auf der Bank bei uns und hält die Klappe, was erwarten wir denn hier? Mit 3 Millionen Jahresgehalt finde ich das auch absolut im Rahmen für solch einen Spieler.
Noch dazu verstehe ich einfach nicht, wie man da von „Eitelkeiten und Verbortheit“ sprechen kann. Das ist eine Aneinanderreihung von adjektiven ohne Bezug zu z.B. einem Rode oder Schürrle und dient nur der Diffamierung der GF, ohne Argument.

„Insgesamt würde ich die Transferpolitik als durchwachsen mit ein paar positiven Spitzen bezeichnen.“

Sokratis hat uns verdammte 10 Millionen gekostet, was ist denn mit Kagawa? Was ist denn mit Gündogan? Nur weil letztere weg sind oder erstere schon „zu lange“ bei uns waren, sind das keine erfolgreichen Transfers? Und es freut mich echt, dass ein Lewandowski oder Hummels in dieser Liste nicht auftauchen, das zeigt mir deine Bewertungsmaßstäbe. Dein Zeithorizont beträgt ~3 Jahre und damit habe ich auch endlich verstanden, warum du aktuell so pessimistisch bist. Jeder redet immer langfristigem Erfolg vor kurzfristigem, aber genau genommen wollen wir hier alle nur den kurzfristigen. Deswegen sollte Dembélé ja auch unbedingt weg und mit 60 Millionen Überraschungseiern nachgebessert werden, damit wir endlich mal den verdammten Henkelpott über den Borsigplatz fahren dürfen.

„Auch jetzt hat man mit Ginter und Bender zwei Akteure für zugegebenermaßen gutes Geld ziehen lassen, die m.E. in der künftigen Mannschaft eher eine Daseinsberechtigung gehabt hätten, als z.B. Park, Subotic, Durm, Schürrle, Rode und auch Passlack, für den es beim BVB (noch???) nicht reicht.“

Der Bender, den sich der BVB laut deinen Aussagen früher als verletzungsanfälligen Spieler „geleistet“ hat? Ich hätte ihn aus charakterlichen Gründen absolut gerne noch länger bei uns gesehen, aber jetzt brauchst du mir doch nicht erzählen, dass der sportliche Verlust hier größer ist als bei einem Abgang Rodes.
Wir betreiben auch keinen Viehhandel, wir können Spieler nicht einfach vor die Tür setzen. Park wird niemals mehr wechseln, der bekommt das Gehalt nirgendwo mehr in seinem Leben. Subotic will scheinbar niemand, also was tun? Vertragsauflösung und ciao? Dafür ist der Charakter Subotic doch viel zu eng mit dem BVB verbandelt und das ist auch gut so.

„Bei der Frage, vom wem sich der Verein trennt, darf es keine „heiligen Kühe“ geben. Verdienste aus der Vergangenheit, soziales Engagement oder die Tatsache, dass jemand aus Dortmund stammt, darf nicht ausschlaggebend für Kaderzugehörigkeit/ Stammplatz gelten. Die einzige „heilige Kuh“ ist der Verein BVB!“

Das mit der heiligen Kuh: Bin ich bei dir, kein Spieler sollte unantastbar sein. Beim Rest: Dann bin ich aber nicht länger Mitglied. Genau deswegen finde ich den BVB so geil. Welcher CL-Finalist geht denn noch nach diesen Kriterien? Wollen wir ein Moral-verseuchtes Barca werden, dass Transfers auf Biegen und Brechen durchbringt (bezogen auf Neymar damals). Ein Subotic, den du in Dortmund auf dem Autodach hast tanzen sehen will ich weiterhin hier haben, einer der weiß, was wirklich wichtig in der Welt ist. Dass natürlich keine 11 Spieler dieser Art im Kader stehen können: Geschenkt, verstehe ich. Aber wenn du Dortmund ohne Seele sehen willst, bin ich raus. Ein Großkreutz musste ja auch gehen, als seine Zeit ablief. Es gibt schlicht keinen Indikator für deine These.
Abgesehen davon: Ohne Bruch des Brustwirbels wäre Subotic in England, da war auch viel Pech dabei aber eine differenzierte Betrachtung magst du ja nicht.

„Soweit mir bekannt, ist Toljan in Hoffenheim kein Stammspieler, also wäre er wieder nur ein Alibi-Transfer “.

Jop, mit ner AV aus Pische/Toljan und Guerreiro/Schmelzer wird mir auch Angst und Bange um unsere Ziele. Wie können wir nur wieder keinen exotischen Namen holen, von dem niemand weiß ob er wirklich einschlägt, bei dem aber jeder auf tm.de weiß wie krass er abgeht.

Tut mir jetzt echt leid, dass der Beitrag so lang wurde, aber hier im Forum ist bei so vielen einfach eine Weltuntergangsstimmung, die getrieben ist von Gefühlen und Einschätzungen wie diesen. Man bestätigt sich gegenseitig ohne Fakten wie jedes Jahr vor unserer Saison und hinterher war es dann meist doch halb so wild. Und nein, ich will hier nicht ein kritikloses Forum fördern, aber die Art und Weise sollte doch wenigstens ansatzweise faktengetrieben sein, dann kannst du ja auch dein Gefühl mit einfließen lassen um ein gesamtheitliches Bild zu produzieren.



Ich habe deinen Beitrag mal mit einem "lesenswert" gekennzeichnet, weil ich immer dankbar bin, dass jemand der Pessimismus Brigade Einhalt gebietet.

Ein Management wie Kritikus das fordert, haben wir vor gar nicht allzu langer Zeit schon gehabt. Die Herren hießen Niebaum und Meier und jeder langjährige BVB Fan weiß, wo die Transfers großer Namen gepaart mit riesigen Gehältern hingeführt haben.
Der Herr Meier nannte das "bestellte Felder", die Presse nannte das Konkurs.

Zorc und Watzke haben den BVB aus einer Konkurs Situation im sportlichen Niemandsland der Tabelle in die Top 10 von Europa geführt und zu einem der heißesten Vereine für die Megatalente der Welt gemacht. Wer diese Entwicklung nicht sieht, wer diese Früchte nicht genießen kann und stattdessen die Köpfe von Zorc und Watzke fordert (jetzt nicht von Kritikus, aber da gibt es ständig ein paar Kandidaten, die das tun), ganz ehrlich, diese Art von Undank macht mich persönlich sauer. Verwöhnt, verzogen und mit viel zu hohen Ansprüchen versehen sind hier noch die harmloseren Sachen, die mir dazu einfallen.

Ich kenne ein paar solcher Früchtchen von Parties oder aus dem losen Bekanntenkreis. Meiner Erfahrung nach sind die Personen mit solchen Aussagen ehemalige Bayernfans, die jetzt ins BVB Lager gewechselt sind weil der Verein gerade hipp geworden ist. Das muss natürlich nicht heißen, dass das bei Kritikus so ist.

Du verdienst einen Kommentar für deine Mühe, auf die anderen Unheilsverkünder reagiere ich gar nicht mehr. Je weniger Leute antworten, je schneller verschwinden solche sinnentleerten Kommentare auch wieder im Forennirwana.
Sorry für die klaren Worte, aber solche Leute kennen sich weder mit der BVB Historie aus, noch mit der europäischen Fußballspitze und deren Budget, noch mit dem meiner Ansicht nach intelligenten Gesamtplan, den wir aktuell verfolgen.

Selbst der FC Bayern tätigt keine Mega Transfers in der Größenordnung, wie es hier manchmal gefordert wird. Und sie tun gut daran. Selbst ein Fußballverein ist im großen Spiel der Kapitalismus Riesen nur ein winziger Player. Nur mal zum Vergleich, das Festgeldkonto der Bayern ist vielleicht zwischen 300-500 Mio angesiedelt, der Gründer von Amazon verdient 100 Millionen AM TAG. Wenn Neymar sich jetzt verletzt und sportinvalide wird oder wenn er einfach schlechte Leistungen bringt und nicht zur Mannschaft passt, dann lachen die Scheichs einmal kurz auf wie bei der Lösgeldforderung von Doktor Evil aus Austin Powers nach seinem jahrelangen Tiefschlaf.
Selbst für die allmächtig erscheinenden Bayern wäre ein solcher faux pas das Ende der Vormachtstellung in Deutschland.
Für den BVB wäre das der finanzielle Ruin.

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"Zeige Anmut beim Sieg und Demut in der Niederlage"
BVB - Transferpolitik |#9903
18.08.2017 - 10:22 Uhr
@Kritikus65
Also erstmal: Mit Aussagen wie „ich habe auch noch besseres zu tun“ disqualifzierst du dich eigentlich schon direkt wieder in einer sachlichen Auseinandersetzung. Wenn du besseres zu tun hast: Warum bist du auf tm.de? Wir haben alle nix besseres zu tun, sonst würden wir Einzeiler posten.

1. Du argumentierst mit der Transferstrategie nach den Meisterjahren („„…vermisse ich beim BVB eine k l a r e Linie, den eingeschlagenen Weg auch fortzusetzen. Die wesentlichen Zugänge seit den beiden Meisterjahren sehe ich eher als R e a k t i o n e n auf Abgänge denn als Aktionen“.)

Das hatte nie was an unserer Transferstrategie, unserem langfristigen Ziel geändert. Du kannst gerne so argumentieren, aber die Welt funktioniert nicht in 3-Jahres-Perioden. Dass Zorc und später Aki den BVB wieder in die Top 3 der Bundesliga führen wollten, nachdem man gerade mal Haarscharf am Worst-Case vorbeigerutscht war, war ja klar. Da dachte man in Perioden von 20 Jahren. Klopp hat es sportlich einfach viel schneller hinbekommen als jeder zu erwarten gewagt hatte. Dementsprechend war auch das Anpassen der Transferstrategie nicht schneller möglich, die finanzielle Seite hatte es schlicht nicht zugelassen. Wie willst du denn agieren, wenn du jedes Jahr erstmal drei Löcher stopfen musst? Zu den Meisterschaftsjahren hatten wir ein Durchschnittsalter von 25 Jahren, die Zukunft war vorbereitet. Wie genau willst du Transfers realisieren, ohne Abgänge zu haben? Wir haben in der aktuellen Situation doch wieder das gleiche Problem: Bevor Ous nicht wechselt, kommt kein Kracher als Nachfolger (oder überhaupt einer) weil der Kader u.U. aufgebläht wird, und sei es nur wegen eines nicht bestandenen Medizinchecks.

2. „Jedem ist klar, dass der BVB wirtschaftlich nicht mit Real, Barca, den Bayern oder den Engländern mithalten kann. Daher kann sich der BVB auch nicht solche Transferflops wie letzte Saison leisten, sondern muss die vorhandenen Mittel mit Verstand einsetzen.“

Ja, wir hatten sie, die Transferflops und nein, wir können sie uns wirtschaftlich nicht leisten. D’accord. Aber erwähne doch bitte auch, dass wir mit eigentlich keinem Spieler riesen Verluste gemacht haben. Selbst einen Immobile hat man noch +/- 0 inkl. Gehaltskosten losbekommen. Miki hat sich dann als charakterlicher Fehlgriff bewiesen – sh** happens, sieht man aktuell ja auch wieder. Aber da sind wir auch mit einer positiven Bilanz raus.
Schürrle ist und war ein Fehlgriff mit Ansage, aber daran hängt sich aktuell jede Kritik am Verein auf.

3. Du fragst: „Warum muss man z.B. Subotic, Piszczek, Durm,… noch verlängern, obwohl deren Leistungskurve nicht mehr nach oben zeigt?“

Durm hat sich ja erledigt, der Rest dient eben als Integrationsfigur für die Jungen. Es geht im Mannschaftssport nicht nur um Leistung, schau dir doch Poldi bei der N11 an. Ich fand es richtig stark, damals mit einem Gündogan zu verlängern, Subotic das Gleiche. Ich denke da sind wir einfach mit unterschiedlichen Schwerpunkten in der Bewertung der Spieler unterwegs und das kann man ja so auch akzeptieren.

4. Du sagst: „Kagawa auch vor der Meisterschaft ; Rückholaktion nicht der erhoffte Effekt.“

Nicht der von vielen Fans erhoffte Effekt. Diese Diskussion hatten wir damals schon geführt, da war ich allerdings noch stiller Mitleser. Da ging es dann auch darum, dass Kagawa jetzt ja wieder so einschlägt wie vor Manchester, dann wurde er unter Tuchel meist als Rotationsspieler eingesetzt und – oh wunder – das konnte er nicht. Hat immer überzeugt wenn er mal in der Start-11 stand (Berlin, Ingolstadt, Derby).

5. Zum Thema Sprint / Körperlichkeit will ich auch nichts mehr sagen, du argumentierst mit deinen Eindrücken, ich versuche Dinge wie Zweikampfstatistiken als Indikator dagegen zu halten aber natürlich kommt da die berühmte „Fußball ist kein Schach“ Argumentation. Ich habe übrigens genau aus dem Grund die Passstatisik weggelassen.
- Sahin hatte noch nie Geschwindigkeit mit und ohne Ball, das braucht er bei seinem Spiel auch nicht
- Guerreiro wurde selbst von Scouts im wyscout Netzwerk als schneller Spieler bezeichnet.
- Wir haben seit Jahren arghe Probleme im Stellungsspiel in der Verteidigungslinie, das ist mMn. der Hauptgrund warum wir immer hinterher rennen.

6. „Mir ist egal, ob wir in der Verletztenstatistik mit X Ausfalltagen auf Position Y stehen. Wozu leiste ich mir einen vergleichsweise teuren Backup, der immer, wenn er gebraucht wird, verletzt ist?“

Nochmal: Das ist zu eng gesehen. Rode war vorher nie krass verletzungsanfällig, hatte zwei Knorpelschäden und wenn er da in die Richtung was bei Dortmund gehabt hätte: Okay, Kritik akzeptiert. Aber Rode ist – wie so viele Spieler – ein Beispiel dafür, dass vor allem Muskelverletzungen bei Spielern die zum BVB wechseln auf einmal ein akutes Thema werden. Das ist ein strukturelles Problem (!) welches dringend angegangen werden muss und kein Transferproblem welches man "vorhereh weiß". Warum betrachtest du nur die Einzelfälle ohne ihre Geschichte und das „Big Picture BVB“?

7. „Das Anheben der Gehälter ist zwar gut und schön (auch beim HSV und bei S 04 haben einige Spieler gut verdient), aber sollte ich nicht dafür auch eine angemessene Leistung abfordern können? – Ich habe meinen Standpunkt hierzu im gestrigen Text eigentlich klar verständlich dargelegt.“

Natürlich kannst du das, ich versteh aber nicht, welche Gründe du hast diese Leistung nicht zu akzeptieren. Was wären denn deine Ziele / wo gab es ein Mismatch in den letzten Jahren? Ernsthaft jetzt, das würde mich wirklich interessieren.
Wir sind nicht mehr der Underdog wenn es um Spiele gegen Liverpool, Tottenham und Konsorten geht, Mannschaften, die locker das doppelte auf dem Transfermarkt ausgeben können, ohne es mit Abgängen refinanzieren zu müssen.
Beispiel: Madrid hat letztes Jahr 3 mal verloren, 6 mal Unentschieden gespielt. Davon waren wir 2x mit einem Unentschieden direkt beteiligt, ich als Fan war natürlich ein wenig überrascht aber es war auch dieses „Klar können wir das!“ was in den letzten Jahren aufgebaut wurde. DAS ist für mich die Essenz der Entwicklung des BVB. Wir treten nicht mehr bei den Großen an um die Luft zu schnuppern, wir piss** denen mittlerweile regelmäßig auf den Tisch.

8. „Die Luft unter den TOP-10 in Europa ist sehr dünn: 3(4) Spanier (Sevilla?), Juve, PSG, die vier englischen Vereine, FC Bayern, BVB, und (Monaco?, Neapel?,..)“

Wir sind 13. der Marktwerttabelle und JEDER vor uns hat einen älteren Kader, d.h. die Entwicklung geht für uns tendenziell nach oben, die Realisierung dieser Entwicklung kann man mit Dembélé vielleicht sogar schon früher als geplant umgesetzt werden. De facto ist genau das der Weg, den wir die letzten Jahre gehen. Meiner Meinung nach siehst du Schürrle und Rode, dazu noch meinetwegen Kagawa und Götze und sprichst dem Management vieles Können ab, was man aber unter der Gesamtbetrachtung des BVB so nicht mehr halten kann. Die gesamte Entwicklung des Fußball spricht aktuell eigentlich eher für das Geschäftsmodell BVB als gegen jenes. Dass man da den kurzfristigen sportlichen Erfolg etwas nach unten schrauben muss mag dem Fan nicht gefallen, ist vom Management aus aber das einzig richtige.

9. „Die Kunst besteht nicht darin, wie z.B. ManCity, mit immens viel Geld einen auf dem Papier guten Kader zusammenzukaufen, sondern sich im Rahmen des wirtschaftlich Machbaren über das Vehikel Transfermarkt zu verstärken.“

Und hier steig ich gedanklich aus, muss ich ehrlich zugeben. Was genau verlangst du denn? Nicht viel Geld ausgeben, maximaler sportlicher Erfolg nehme ich an? Und wofür steht der BVB der letzten Jahre? Wir sind nicht perfekt, klar. Aber ich kenne einfach keinen Fußballclub der in der letzten Dekade eine so konstant geile Entwicklung genommen hat wie der BVB. Es gibt keinerlei Indizien für die von dir vorgelegte Theorie des „Ausruhens unseres Managements auf den Lorbeeren der Vergangenheit“. Bei uns hat letztes Jahr der Baum gebrannt, das muss ich dir nicht erklären. Ich will gar nicht wissen, wie andere Clubs (20km weiter) mit der Situation insgesamt umgegangen wären, stattdessen müssen wir unserer sportlichen Ziele nur dank eines durchdrehenden Dembélés etwas revidieren. Du wirst jetzt wahrscheinlich wieder gegenhalten, dass wir Leistungsträger konstant nicht halten können und ich schätze mal, das ist auch dein größtes Problem in der aktuellen Situation. Ich halte es jedoch für das normalste auf der Welt, wenn du siehst, dass jeder Verein der für diese Spieler noch interessant ist, Gehaltsstrukturen hat, von denen wir aktuell noch nichtmal träumen können.

Ich bleibe dabei: Argumentieren mit Gefühlen zeichnet ein subjektives Bild, argumentieren mit ausschließlich Statistiken bildet die Realität nicht ausreichend ab. Dazwischen liegt irgendwo die Wahrheit.

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"Jahrelang haben wir hier nur Knochen genagt. Und jetzt, wo es wieder Steaks gibt, muss ich weg. Das
tut weh." Dédé #17
BVB - Transferpolitik |#9904
18.08.2017 - 10:55 Uhr
Wir haben in der Diskussion jetzt auch 2 Komponenten:

Verpflichten wir zu wenige teure Spieler oder die falschen. Das ist ja bei weitem nicht das selbe. Das geht mir etwas durcheinander.

Ich gehe davon aus, dass die teuren Transfers in Zukunft mehr werden. Zum einen passiert das ganz von alleine, weil man für 20 Mio nicht mehr die Spieler bekommt, die man vor 10 Jahren dafür kaufen konnte. Zum anderen auf Grund der Kadersituation. Man hat bisher einen Stammspieler verkauft und dafür 2 Talente geholt, von denen sich dann eines durchgesetzt hat. Dadurch hat der Kader eine Breite bekommen, von der Rest der Liga nur träumen kann. Das ist die wichtigste Versicherung gegen schlechte Saisons. Man ist nicht von einem Spieler wie Lewa oder DeBruyne abhängig. Wenn ein Castro sich verletzt oder ne blöde Phase hat, kommt ein Kagawa, der gerade besser drauf ist. 16 Vereine der Liga wünschen sich diese Breite, die trägt einen in die CL, man muss nur die Schwächephasen der Konkurenz abwarten, die kommen immer.

Jetzt ist man mit dem "Projekt Breite" aber langsam am Ende, es sind alle Positionen doppelt und für die Liga hochwertig besetzt. Jetzt sollte es langsam wieder in die andere Richtung gehen: 2 Bankspieler verkaufen und dafür einen Stammspieler holen. Der alte Stamm wird so zum Bankspieler. Dieser Teil ist natürlich risikoreicher, weil man dann nur einen Spieler geholt hat, der funktionieren muss, oder eben ein Flop war.
Das ganze ist aber natürlich ein ständiges nachbessern, weil wir niemals verhindern können, dass unsere Topleute zu Geldschmeisservereinen gelockt werden. Das ist vor wenigen Wochen selbst Barca passiert, damit muss man leider leben. Die Forderung nach "agieren statt reagieren" ist daher in meinen Augen fehl am Platze, weil man von diesen Wechseln erst wissen muss, bevor man konkret Ersatz suchen kann. Oder hätten wir uns für den Fall das Hummels wechselt schon vor 5 Jahren mal noch den Ramos von Real loseisen sollen, um gleichwertigen Ersatz für diesen Fall bereit zu haben?
Das ist erstens finanziell nicht realisierbar und zweitens einfach logisch unsinnig. Sicherlich war der Leitung klar, dass Götzes AK von 37 Mio früher oder später gezogen wird und hat garantiert schon für die Position gescoutet. Trotzdem kann man ohne sich dem Scheich auf den Schoß zu setzen keinen Ersatz verpflichten, solange Götze noch da ist. Und wenn man sich dem Scheich auf den Schoß gesetzt hätte, dann wäre es einfacher gewesen Götze die AK abzukaufen. Und bei Hummels - das der Kapitän geht, weil die Frau ihm was ins Ohr säuselt... Was soll man denn dagegen tun?

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mir reichts, ich geh´ schaukeln!
BVB - Transferpolitik |#9905
18.08.2017 - 11:08 Uhr
Zitat von Kritikus65
Stelle fest, dass ich mit meinem gestrigen (16.08.) Post die Grundlage für eine rege Diskussion, gelegt habe.

Auffällig gestern! die paar selbsternannten Oberschlaumeier, vielleicht doch besser Klugscheißer, die schon Schwierigkeiten damit haben, den Text richtig zu lesen, geschweige denn zu verstehen, und ihn deshalb, weil er nicht ihrer Meinung entspricht, als Schwachsinn bezeichnen, mir Transfergigantomanie vorwerfen und mir jeglichen Fußballsachverstand absprechen wollen…
Ich reklamiere nicht, den Stein der Weisen gefunden zu haben und immer richtig zu liegen, aber diese Heimchen schießen eindeutig übers Ziel hinaus.
Getreu dem Motto: „Es kann nicht sein, was nicht sein darf!“ – ab in die Tonne!

Noch einmal meine Kernaussagen:

„…vermisse ich beim BVB eine k l a r e Linie, den eingeschlagenen Weg auch fortzusetzen. Die wesentlichen Zugänge seit den beiden Meisterjahren sehe ich eher als R e a k t i o n e n auf Abgänge denn als Aktionen“.

„Offensichtlich hat man damals sowohl Reus als auch Hummels versprochen, den Kader zu verstärken, um sie zum Verbleib zu überreden“

„Bei der Frage, inwieweit ein Spieler dem BVB (nicht mehr) weiterhilft, muss ich immer das Gesamtpaket betrachten, also sportlicher Wert = Preis-/Leistung, Verletzungsanfälligkeit sowie Verfügbarkeit (Termine Afrika- oder Asiencup)“.

„Nostalgische Schwärmereien, Eitelkeit und Verbohrtheit scheinen sich gegen fußballerischen Sachverstand und konsequentes Agieren durchzusetzen“.

Die Kunst besteht nicht darin, wie z.B. ManCity, mit immens viel Geld einen auf dem Papier guten Kader zusammenzukaufen, sondern sich im Rahmen des wirtschaftlich Machbaren über das Vehikel Transfermarkt zu verstärken.

Wohl alle tatsächlichen Leistungsträger beim BVB (Reus, Aubameyang, Dembele, Guerreiro…) fallen darunter; jeweils unter 20 Mio. €, also eindeutig positive Wertung. Diese Spieler wurden jedoch immer erst nach Abgang von Sahin, Kagawa, Götze,…oder im Vorjahr Hummels, Gündogan und Mkhitaryan, also als Reaktion, verpflichtet. Hätte man nicht eher die Initiative ergreifen müssen?

Warum hat man nach den beiden Meisterjahren und der folgenden CL-Finalteilnahme nicht a g i e r t - wirtschaftlich durchaus machbar - und den Kader gezielt verstärkt, auch präventiv, also im Hinblick auf potentielle Abgänge, die man nie gänzlich vermeiden kann?

Auf dem Markt d a m a l s zu machbaren Konditionen u.a. z.B. Morata, Giroud und die von mir schon
b e i s p i e l h a f t erwähnten de Bruyne (vor Wechsel Chelsea/Wolfsburg; angeblich konnten Klopp und Mourinho ja so gut, so dass man u.U. auch eine Einigung hätte finden können) und Erickson. Alles keine Mondpreise! Ich lege neben dem rein sportlichen Erfolg sehr viel Wert auf Wirtschaftlichkeit; zu gut sind mir die Geschäftsgebaren des Duos Niebaum/Meier in Erinnerung.

Die Luft unter den TOP-10 in Europa ist sehr dünn: 3(4) Spanier (Sevilla?), Juve, PSG, die vier englischen Vereine, FC Bayern, BVB, und (Monaco?, Neapel?,..)
Jedem ist klar, dass der BVB wirtschaftlich nicht mit Real, Barca, den Bayern oder den Engländern mithalten kann. Daher kann sich der BVB auch nicht solche Transferflops wie letzte Saison leisten, sondern muss die vorhandenen Mittel mit Verstand einsetzen.

Gerade, wenn es auf der Zugangsseite um höhere Beträge geht, hatte der BVB kein gutes Händchen; Immobile, Miki nur ein wirklich gutes Jahr, aber guter Verkaufspreis. Trauriger Höhepunkt der Transfer der erfahrenen BL-Spieler (nicht auf die Kappe Mislintat), Schürrle, Rode und Götze, bei Götze Fairness halber ein Fragezeichen; 60 - 65 Mio. Ablöse sowie 15+ Mio. Jahresgehälter. Dieser „Transfercoup“ schränkt die wirtschaftlichen Möglichkeiten ein! Hier wurde etwas mit dem ***** umgestoßen, was über Jahre und auch unmittelbar zuvor (Dembele, Guerreiro) mühsam aufgebaut wurde.

Problem beim BVB eher nicht, dass man den wirklichen Leistungsträgern zu viel Geld in den Hintern steckt. Einigen davon geht es nicht unbedingt darum, zwei oder drei Mio. mehr zu verdienen, sie wollen sportlichem Erfolg und verlangen nicht nur das „schmackhaft machen“ einer Perspektive, sondern auch das Einhalten des Kurses.

Knackpunkt, dass man zu viel Mittelmaß, bzw. II. Wahl einkauft und einen aufgeblähten Kader mitschleppt, der viel Geld bei wenig Leistung kostet. Ich bin auch so schlau und weiß, dass man diese Spieler nicht einfach rauswerfen kann, zumal sie ja nichts verbrochen haben, aber warum muss man z.B. Subotic, Piszczek, Durm,… noch verlängern, obwohl deren Leistungskurve nicht mehr nach oben zeigt?


Vielleicht noch ein paar Worte zu Karawanga 09 von heute:

Danke für die Kritik!
Du versuchst, Dich sachlich mit meinen Argumenten auseinander zu setzen, was ich sehr begrüße, driftest aber bisweilen wieder in die bekannte Spur. Da ich auch noch etwas Anderes zu tun habe, im Telegrammstil ein paar Antworten:

Auch hier meine Empfehlung, sorgfältig zu lesen.
Ich sprach von Transfers nach den Meisterjahren; Hummels war schon vorher da, der erste und m.E. Super- Transfer Kagawa auch vor der Meisterschaft; Rückholaktion nicht der erhoffte Effekt. Gündogan habe ich positiv herausgestellt. Auch bei der Transferphilosophie weitgehend Übereinstimmung. Außerdem habe ich immer nur von exemplarisch gesprochen, weil ich weder Archivar noch ein großer Freund von Statistiken bin (Qualitätsunterschied bei Passquote: Sicherheits-/Querpass vs. Steilpass wird nicht berücksichtigt,…)

Die fehlende Schnelligkeit konnte man in der Rückrunde mehrere Male feststellen, insbesondere bei Weigl, Guerreiro, Sahin und Castro, die ohne Ball langsamer waren als der Gegner mit Ball. Was Härte/ Kopfballstärke anbelangt, fehlt uns ein Kehl oder Bender. Vidal zwar klein aber trotzdem zweikampf- und kopfballstark; o.t..

Meine Kritik richtet sich nicht gegen die Langzeitverletzten, zumal, wenn sie Leistungsträger sind.
Erstens übernimmt die Kasse ab der 6. Woche, zweitens performen Reus, Weigl, (Bender) und Guerreiro, wenn sie fit sind. Mich ärgern die Ersatzspieler mit den ständigen kleinen Wehwehchen, die nach vier bis fünf Wochen wieder verheilt sind.
Mir ist egal, ob wir in der Verletztenstatistik mit X Ausfalltagen auf Position Y stehen. Wozu leiste ich mir einen vergleichsweise teuren Backup, der immer, wenn er gebraucht wird, verletzt ist? – Aus Zeitgründen vielleicht etwas zu schroff...

Das Anheben der Gehälter ist zwar gut und schön (auch beim HSV und bei S 04 haben einige Spieler gut verdient), aber sollte ich nicht dafür auch eine angemessene Leistung abfordern können? – Ich habe meinen Standpunkt hierzu im gestrigen Text eigentlich klar verständlich dargelegt.

Bei mir überwiegt nicht der Pessimismus. Im Gegensatz zu vielen meiner Landsleute sehe ich das Glas eher halb voll als halb leer. Man kann sich auf dem Erreichten ausruhen und den lieben Gott einen netten Mann sein lassen.
Der BVB hat im Vergleich zu den Krisenjahren E N O R M E S geleistet – will man sich damit zufrieden geben oder reist man sich zusammen und versucht, mit dem zweifelsohne hervorragenden Potential höhere Ziele anzustreben, zugegebenermaßen ein nicht immer einfacher Weg.

In diese Richtung zielt(e) meine Kritik, die sicherlich in dem einen oder anderen Punkt diskussionswürdig, aber auf gar keinen Fall schwachsinnig ist.


Solange leute wie du weiter solche mythen wie: morata (wollte lieber zu juve, verständlich), debruyne(krine Freigabe bekommen), eriksen(man hatte mit Gündogan den besseren spieler bereits) oder giroud(arsenal stand weit über Dortmund) in die köpfe der leute pflanzen, wird sich an den Diskussionen hier gar nichts ändern.

Weil ihr mit Alternativen fakten und lügen diskutiert und dadurch eine enttäuschte Scheinwelt aufbaut, die suggeriert, durch fehler ist man nicht in der absoluten Spitze angekommen (fehler macht jeder verein, da transfers von menschen immer fehlerpotential bieten).

Und letztendlich bleiben es, schlicht und ergreifend (auf basis der Informationen, die medien und watzke tonnenweise zB um beispiel zum fast-transfer um debruyne geliefert haben - ignorierst du die vorsätzlich um Meinungen zu manipulieren?) einfach ordinäre

L ü g e n

•     •     •

Wehe man kritisiert die Blöd als das was sie ist.... das passiert wenn man seine Eigenständigkeit abgibt.
BVB - Transferpolitik |#9906
18.08.2017 - 17:12 Uhr
Da Du Dir wieder Mühe gegeben hast (karawanga09 vom 18.08 2017,10:22 Uhr) sachlich zu bleiben und nicht wie die Knalltüte HaHa rumblaffst, hier meine Antwort.
Zur Untermauerung meiner Argumente, die neben Kritik/Besorgnis, durchaus sehr viel Positives enthalten, hole ich etwas weiter aus.

Hinweis wie gestern, sorgfältig lesen!

Ich hatte nicht davon gesprochen, noch etwas Besseres, sondern etwas A n d e r e s tun zu müssen (eindeutiger qualitativer Unterschied!) und wollte so um Verständnis bitten, dass ich nicht so ausführlich antworten konnte. Hatte gerade meinen Post fertig und wollte ihn absenden, als ich Deinen las…

Meine Betrachtung der Transfers fängt bewusst nach den Meisterjahren an. Auf dem Weg dorthin hatten Watzke, Zorc und Klopp hervorragende Arbeit geleistet und den BVB aus der Scheiße an die Spitzte geführt. Die preiswerten Einkäufe schlugen allesamt ein. Bis dahin war der BVB auf dem Transfermarkt quasi nur in den „Billig-Regalen“ tätig. Mangels finanzieller Masse und sportlicher Anziehungskraft konnte man sich an den „Designer-Schaufenstern“ nur die Nase platt drücken.

Der sportliche Erfolg verbesserte auch die finanziellen Möglichkeiten. Der BVB hatte sich in die nationale und auch erweiterte internationale Spitze vorgekämpft, genoss also Zugkraft und konnte „aktiver“ oder richtig auf dem Transfermarkt mitmischen. Daher beginnt meine ursprüngliche Betrachtungs- oder Bewertungsphase 2012/2013.

Wenn jemand keine Möglichkeiten hat, an die Spitze zu gelangen, kann man ihn nicht dafür kritisieren, dass er es nicht geschafft hat. Anders sieht es aus, wenn man die Möglichkeiten dazu hat, an die Spitze zu gelangen und, was vielleicht noch schwieriger ist, sich dort zu etablieren, und diese nicht nutzt, sondern sogar gefährdet oder verbaut…

Noch einmal: „Ich vermisse eine klare Linie auf dem Weg die Zielvorgabe BL Platz 2, regelmäßig CL-Teilnahme (Europa TOP 10)“

Gerade, weil der BVB keine Scheichs im Rücken hat, ist der wirtschaftliche Umgang mit Ressourcen ein absolutes MUSS. Da ich u.a. auch BWL studiert habe, ist mir durchaus bewusst, dass es das MiniMax-Prinzip, also die Kombination aus Minimal- und Maximalprinzip, wie von Dir erwähnt „maximaler Erfolg bei minimalem Aufwand“ (Text zu Punkt 9.) nicht gibt.

Bin bei der Transferphilosophie und dem zunächst eingeschlagenen Weg im Prinzip voll auf Deiner Linie; das müsste Dir - natürlich sorgfältiges Lesen vorausgesetzt - auch aufgefallen sein. Ich habe namentlich einige Transfers diesbezüglich gewürdigt.

Ich bin kein Freund von Mondpreisen, für die ich u.U. eine Wundertüte erhalte. Meine Kritik richtet sich weniger gegen den Immobile-Transfer, bei dem nach meinem Kenntnisstand der Erlös aber unter dem gezahlten Kaufpreis lag.

Der Miki-Transfer war eine eindeutige Abkehr von der bisherigen Philosophie. Man wusste nicht, was man für das viele Geld bekam. „Man munkelt“, dass Watzke ihn auch aus verletzter Eitelkeit gekauft hat. Man hat ihm Götze weggenommen und er wollte zeigen, dass auch der BVB aus der oberen Schublade kaufen kann.

Beim Kauf Zweifel/Kritik, viel Kapital gebunden; unter den drei Jahren nur ein wirklich gutes, hoher Wiederverkaufswert, also insgesamt nicht unbedingt ein Flop.

Fortsetzung des Abweichens von der eigentlichen Philosophie bei Schürrle (echter Flop) und mit Abstrichen auch Götze; dabei hatte man kurz zuvor durch Transfers von Dembele und Guerreiro wieder den ursprünglichen Kurs eingenommen.
Bei Götze hat Watzke ja selbst Mitleid und Emotionen zugegeben.
Zum Thema „nostalgische Schwärmereien“ s. auch die wässrigen Augen von Watzke als er auf der kurzfristig anberaumten PK nicht die erhoffte Vertragsverlängerung von Lewy, sondern die Rückkehr von Sahin verkündete.

Weiter zu diesem Thema. Ich finde es auch prima, wenn sich ein Spieler nicht nur auf dem Platz mit dem Verein identifiziert und sich wie z.B. Subotic als „geiler Typ“ erweist; aber ausschlaggebend muss die Leistung auf dem Platz sein. Subotic geniest bei mir auch aufgrund seines sozialen Engagements hohes Ansehen, aber es reicht bei ihm nicht mehr; vielleicht Wechsel nach Wolfsburg.

Habe den von Dir unter Punkt 7. zitierten Satz nur als Antwort auf Deinen gestrigen Post zum Thema Umsatzsteigerung und Anhebung der Gehälter gepostet. Unterstreiche Deinen dazugehörigen Text ab 2. Absatz.

Mein Problem - wie bereits geschildert - weniger die Spitzenverdiener (Ausnahme Schürrle), sondern die Kaderleichen oder Bankdrücker, die für wenig Leistung um die 2 Mio. €/anno erhalten. Rausschmiss nicht möglich, jedoch scheint die Lage sich zu entspannen.

Finde gut, dass Du die Statistiken rausgelassen hast. Sie sind nur bedingt aussagekräftig, da sie sich nur auf die Quantität, also reines Zählen, beschränken und NICHTS über die Qualität sagen.

Meinen Kritikpunkt des Reagierens anstelle von Agieren durch gezielte Transfers erhalte ich aufrecht. Siehe z u m B e i s p i e l Bayern München, die Coman und Costa prophylaktisch als Ersatz/ Nachfolger für/ von Ribbery und Robben gekauft haben, obwohl beide heute noch da sind – wobei mir durchaus bewusst ist, dass der BVB diese finanziellen Spielräume nicht hat. Natürlich können wir im Vorgriff keinen Kracher für die Reservebank holen.

Nach meiner Meinung, mit der ich nicht allein dastehe, ist seit geraumer Zeit bei den AV-Positionen noch Luft nach oben. Über die Flügel - und das soll(t)en ja beide machen - kommt zu wenig. Ich würde auch keine 30 Mio. + für einen AV ausgeben, aber es sollte doch jemand im Bereich bis 15 Mio. zu finden sein – oder? Bitte keinen Vorwurf, wenn ich keinen Namen parat habe; für das Scouten werden andere Leute gut bezahlt.

Ich weiß nicht, was Du an „Die Kunst besteht nicht darin, wie z.B. ManCity, mit immens viel Geld einen auf dem Papier guten Kader zusammenzukaufen, sondern sich im Rahmen des wirtschaftlich Machbaren über das Vehikel Transfermarkt zu verstärken“ auszusetzen hast. Deinen dazugehörigen Text trage ich ab dem 3. Satz jedoch voll mit.

Finde Deinen Schlusssatz gut.

Es wird immer unterschiedliche Meinungen geben, und das ist auch gut so. Divergierende Meinungen und offene, sachliche Dispute gehören zu einer lebendigen Diskussion, jedoch sollte man (kein Vorwurf an karawanga09) gewisse Regeln des Anstands einhalten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kritikus65 am 18.08.2017 um 17:20 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#9907
23.08.2017 - 08:54 Uhr
Ich gehe mal davon aus das dembele noch wechseln wird.
Die ca 130 mio die man dann einnimmt werden für einen dembele ersatz wie lucas oder cornet im bereich von ca 30 mio reinvestiert und noch Toljan holt.

Zudem denke ich das man mor, durm und passlack ( leihe ) noch veräußert. Subotic ist zudem auch noch fraglich. Bei rode glaube ich kaum an einen transfer, denke das er unter bosz nochmal seine chance suchen will.

Die haltung vom bvb im bezug auf den dembele transfer ist lobenswert und selbst wenns nicht passieren sollte, wissen andere vereine das wir ein harter verhandlungspartner sind und nicht auf teufel komm raus auf x mio angewiesen sind.

Also 130 mio einsacken für dembele, ersatz im bereich von ca 30 mio holen, pulisic diese saison fördern, einen nachfolger dembeles integrieren und den kader noch etwas verkleinern.

Wäre eine super transferperiode diesen Sommer mit einnahmen von fast 200 mio ( soweit die genannten noch wechseln ) und ausgaben von ca 80 mio daumen-hoch

•     •     •

"Wir treten nicht mit vollen Hosen an. Ich habe extra noch mal nachgeschaut."(Jürgen Klopp )

"Das interessiert mich wie eine geplatzte Currywurst im ostfriesischen Wattenmeer."(Dieter Eilts)

"Das Spielfeld war zu lang für Doppelpässe."(Berti Vogts)

"Ich habe in einem Jahr 16 Monate durchgespielt."(Franz Beckenbauer)

"Ein Lothar Matthäus lässt sich nicht von seinem Körper besiegen, ein Lothar Matthäus entscheidet selbst über sein Schicksal."(Lothar Matthäus)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Muschelschrubber12 am 23.08.2017 um 08:57 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#9908
24.08.2017 - 19:27 Uhr
Ich bleibe dabei...
Ich würde diesen Sommer KEIN Dembele-Nachfolger holen, sondern das Geld erstmal bis mindestens Winter ''horten'', sich den Kader nochmal anzuschauen in der Hinrunde, mögliche Nachfoger während dee Saison beobachten usw. Nen teurer Zugang jetzt würde auch intern für Verstimmungen sorgen, ne grauenhafte Vorstellung ala Draxler, daran will ich garnicht denkenBrüllend

Ich würde lediglich nen Spieler holen, sollte zusätzlich auch Mor gehen - dann aber eher nen talentierten Mor-Nachfolger für maximal 20 Mio - und kein viel teureren Dembele-Nachfolger...

Wir haben genügend Spieler die dorr außen spielen können - aktuell Pulisic und Philipp - dazu können auch Götze und Kagawa (während Dahoud noch fürs Zentrum da ist, und Weigl dort auch bald zurückkommt) dorr außen spielen (bei Bosz sind sowieso weniger die Tempodribbler auf Außen gefragt) - dann kommen irgendwann ja auch Reus und Guerreiro zurück...

Bis zur WP reicht - wiegesagt - nur bei Mor UND Dembele einen Transfer - aber eher wieder nen Takent dann...
BVB - Transferpolitik |#9909
24.08.2017 - 20:08 Uhr
Zitat von tobi1909bvb
Zitat von BVBBC

Zitat von tobi1909bvb

Zitat von BVBBC

Dementsprechend gehe ich davon aus, dass die Kaderplanung auf RV abgeschlossen ist, obwohl ich mir nicht so sicher bin, dass die Zusammensetzung Bosz allzu gut gefällt!


Individuell -also die Spielertypen betrachtend- magst du durchaus Recht haben. Wobei ich schon glaube, dass man Bosz, vorausgesetzt die Transferkette findet statt (+Toljan, -Passlack, -Durm), einen großen Gefallen getan hat. Er muss den bislang sichtlich überforderten Passlack nicht durch Spielzeit an Bundesliganiveau gewöhnen und spart sich somit einige Risiken. Bosz bliebe auch erspart, Durm spätestens alle zwei Monate neu einzugliedern und dann bei Laune zu halten. Mit Toljan bekommt er eine valide Alternative für beide AV-Positionen an die Hand, der zumindest schonmal Bundesligaerfahrungen mitbringt und nachgewiesen hat, dass er auf diesem Niveau mithalten kann, ohne ein Hochsicherheitsrisiko zu sein. Wieviel Talent Toljan tatsächlich mitbringt und welche Ansprüche er zukünftig wird stellen können, bleibt abzuwarten.

Dennoch finde ich auch, dass man sich damit -gemessen an der derzeitigen Marktlage und den aktuell zu verfügung stehenden Mitteln und Spieleroptionen- perspektivisch sehr gut in der gesamten Verteidigung ausgerichtet hätte. In der IV gibt es drei starke Innenverteidiger, wobei trotzdem Spielzeit für das Talent Zagadou abfallen sollte. Auf den AV Positionen gibt es maßgeblich die beiden Duos (Piszczek, Toljan/Schmelzer, Guerreiro (Beste)), wobei Toljan eben beide Seiten abdecken kann und damit ideal für die Springer-(Backup-)Rolle geeignet sein dürfte, die Durm in den letzten Spielzeiten eingenommen hat. Wenn Piszczek in Fußballrente geht (in 1, 2 Jahren) bliebe also definitiv Platz für einen weiteren, starken AV, sofern man intern keine Lösungen finden kann, bzw. man dem Duo Passlack/Toljan noch nicht traut.

Ich würde die "Transferkette" also derzeit schon als win-win-Situation bezeichnen, da man kaum Risiko fährt, für viele Eventualitäten gerüstet ist, aber dennoch Kapazitäten behält, um ggfs. sogar nächstes Jahr personell nachzulegen (dann mit Boszs Wunschprofil) oder jemanden aus dem Jugendbereich nachrücken zu lassen.


Aus strategischer Sicht hast du natürlich komplett Recht, dass man sich in Summe kurz-, mittel- und langfristig verbessert hat, kaum Risiken eingegangen ist und sich vor allem auch nochmal für Passlack Zeit gekauft hat - eben die Zeit in Hoffenheim, bevor man entscheiden muss, wer Piszczek final ersetzt (das ist kaum Toljan!).

Dennoch bleibt eben die Thematik, dass man auf RV nicht optimal aufgestellt ist, obwohl man etwas gemacht hat. Für mich wäre kein Umbau bei den BU notwendig gewesen, sondern in der Spitze, um Piszczek zum BU machen zu können. Im Moment sehe ich nämlich noch nicht, dass Toljan am aktuellen Piszczek vorbeikommt, was genau 3 Dinge heißen kann, wenn er vorbeiziehen sollte:

1. Piszczek hat noch deutlicher nachgelassen
2. Toljan konnte deutlich zulegen und sich Skills aneignen, die ihn für Bosz wertvoll machen und er bislang in Hoffenheim nicht im ausreichenden Maße gezeigt hat
3. 1. und 2. gehen natürlich auch kombiniert einher

Ich fürchte nur, dass 1. mit weitem Abstand am wahrscheinlichsten ist und somit hat man meines Erachtens die Chance verpasst für noch ein paar Euro mehr das Problem kurzfristig anzugehen. Gerade wenn Dembele noch wechseln sollte, wovon ich schon ausgehe - trotzdem man, sollte der Durm Wechsel durchgehen, gerade sieht, was passieren kann, wenn man sich verpokert, wie Ingolstadt und Hadergjonaj -, dann wären dafür ja auch noch gewaltige Mittel verfügbar und ich könnte kaum glauben, dass nichts geht, gerade weil es eben auch noch einige interessante Spieler mit gültiger AK gibt - von denen einer auch noch als Verhandlungsmasse durchgehen könnte.

Denn ich fürchte eben auch, dass das kein Jahr gut geht, wenn Piszczek Stammspieler bleiben sollte, selbst wenn 1. nicht ganz so schlimm kommt, wie ich es im Moment befürchte. Dementsprechend hat man sich zwar Zeit gekauft, kaum Risiko genommen, sich mehrere neue Chancen eröffnet, aber es wird sich wohl erst ex-post sagen lassen, ob sich daraus wirklich eine Win-Win-Situation ergeben hat. Die ist nämlich nicht vom BU abhängig, sondern vom Stammspieler, der bereits seit längerem an Leistungsfähigkeit einbüßt, weswegen Toljan (kurzfistig) und Passlack (langfistig) ihre Chancen schon nutzen müssen, damit man hier von einer Win-Win-Situation reden kann! Ex-ante sehe ich das leider nicht und das würde dann eben auch heißen, dass man schon verloren hat, wenn man sich im Stamm nicht verbessert hat.

Nothing lost, nothing gained und Lose-Lose lassen sich Stand heute jedenfalls nicht ausschließen ...


Gehe ich ja auch weitesgehend mit - die große oder besser gesagt "klare" Verstärkung in der Leistungsspitze scheint vorerst ausgeblieben. Das wird Toljan eben erst zeigen müssen. So gesehen -und das soll bitte nicht so negativ aufgefasst werden wie es klingt- ist Toljan erstmal lediglich das "geringere Übel" zu Passlack. Ich schrieb deshalb auch ausdrücklich, dass ich den Transfer eben anhand der derzeitigen Umstände bewerte und mich dabei explizit auf die gesamte Transferkette beziehe.
Die Kriegskasse ist aktuell nicht mehr prall gefüllt, die Zeit drängt (kann man mit den Dembele-Millionen jetzt wirklich schon planen? Mor?) und viele Spieler, die "garantiert" eine Verstärkung in der Spitze wären, sind nicht verfügbar (vor allem wegen der späten Phase im Transferfenster), weswegen man sich eben im Ausland bei Spielern mit AK bedienen müsste.
Wie wahrscheinlich Sergi Roberto da gewesen wäre, der wohl auch Anfragen aus der PL vorliegen hat, sei mal dahingestellt. Ansonsten bewegen wir uns bei vielen anderen möglichen AV-Optionen auch schon wieder im Bereich von 30-40M€ aufwärts, alleine was die AK angeht, was ohne Transfereinnahmen so wohl schwer machbar wäre! "Ein paar mehr €" sind da in meinen Augen schon "viel mehr Millionen-Euro", weshalb man dann schon einen passenden Spieler finden müsste, um kein Multi-Millionen-Euro-Grab zu schaufeln.

Ich sehe das gesamte Kontrukt deshalb relativ pragmatisch, um ehrlich zu sein. Der Passlack-Toljan-Tausch mit Hoffenheim bot sich gerade an und man hat schnellst möglich Nägel mit Köpfen gemacht (oder wird machen), ohne großes (finanzielles) Risiko. Für mich auch sportlich die weit sicherere Variante, als am Ende ohne Veränderung dazustehen, weil das jammernde Kind doch keine Ablöse da lässt, Hoffenheim einen anderweitigen Abnehmer gefunden hat und Passlack dann endgültig ins kalte Wasser geworden werden muss. (Positiver Nebeneffekt ist halt, dass Toljan mindestens sowohl Passlack, als auch Durm wird ersetzen können, weshalb man zumindest mal einen Kaderplatz gestrichen und den Etat gleich gehalten hat.)

Ansonsten verstehe ich deine Ansicht natürlich, wobei sich die Denkweise halt irgendwie auch auf jeden anderweitigen Neuzugang als Toljan ummünzen lassen würde. Schlägt 30M€-Mann XYZ nicht ein und Piszczek baut weiter, bzw. schneller als erwartet ab, steht man halt vor den gleichen Problemen. In Wahrscheinlichkeiten mag ich beide Szenarien jetzt nicht gegeneinander abwägen, obgleich ich natürlich auch sagen muss, dass ich sicherlich nicht restlos von Toljan überzeugt bin. Die Wahrscheinlichkeit, dass Toljan Piszczek verdrängt ist in meinen Augen jedenfalls dann doch höher, als dass Passlack schnellstmöglich zu einer validen Alternative gegenüber Piszczek wird.

Eben deshalb bezeichne ich das auch als win-win-Situation, weil ich davon ausgehe, dass man arg ins Risiko hätte gehen müssen, wenn man glasklar in die Kaderspitze hätte investieren wollen. Lassen wir uns überraschen.


Also wir haben mit Toprak, Philipp, Dahoud gut eingekauft. Für die absolute Leistungsspitze bekommen wir keine Spieler. Fantastereien ala Lacazette, Silva, Semedo, Roberto sollte man bei FIFA 201X lassen...

Wir haben aktuell ein sehr starke erste 11 und eine sehr starke Bank. Pischu baut nicht ab. Es ist doch in allen Foren dasselbe. User wollen jemand neuen und suchen Fehler. Glauben dann selbst an ihre Ideen. Fakt ist, dass sowohl Tuchel als auch Bosz auf Pischu setzen. Warum sollte Pischu abbauen? Der Mann ist noch keine 50...er ist 32 Jahre alt geworden.

Passlack spielt wohl diese Saison keine Rolle und wird hoffentlich noch verliehen. Es geht um Durm. Wechselt dieser, wird Toljan kommen.
Ich sehe auch keine Zeit die drängt. Mit Toljan dürfte unterschriftsreif sein. Ein Ersatz für Dembele sollte zumindest feststehen. Mor darf gehen und sondiert offenbar den Markt. So wie wohl auch Subo...im Notfall gehen sie halt im Winter...
BVB - Transferpolitik |#9910
24.08.2017 - 20:09 Uhr
Zitat von tobi1909bvb



Gehe ich ja auch weitesgehend mit - die große oder besser gesagt "klare" Verstärkung in der Leistungsspitze scheint vorerst ausgeblieben. Das wird Toljan eben erst zeigen müssen. So gesehen -und das soll bitte nicht so negativ aufgefasst werden wie es klingt- ist Toljan erstmal lediglich das "geringere Übel" zu Passlack. Ich schrieb deshalb auch ausdrücklich, dass ich den Transfer eben anhand der derzeitigen Umstände bewerte und mich dabei explizit auf die gesamte Transferkette beziehe.
Die Kriegskasse ist aktuell nicht mehr prall gefüllt, die Zeit drängt (kann man mit den Dembele-Millionen jetzt wirklich schon planen? Mor?) und viele Spieler, die "garantiert" eine Verstärkung in der Spitze wären, sind nicht verfügbar (vor allem wegen der späten Phase im Transferfenster), weswegen man sich eben im Ausland bei Spielern mit AK bedienen müsste.
Wie wahrscheinlich Sergi Roberto da gewesen wäre, der wohl auch Anfragen aus der PL vorliegen hat, sei mal dahingestellt. Ansonsten bewegen wir uns bei vielen anderen möglichen AV-Optionen auch schon wieder im Bereich von 30-40M€ aufwärts, alleine was die AK angeht, was ohne Transfereinnahmen so wohl schwer machbar wäre! "Ein paar mehr €" sind da in meinen Augen schon "viel mehr Millionen-Euro", weshalb man dann schon einen passenden Spieler finden müsste, um kein Multi-Millionen-Euro-Grab zu schaufeln.

Ich sehe das gesamte Kontrukt deshalb relativ pragmatisch, um ehrlich zu sein. Der Passlack-Toljan-Tausch mit Hoffenheim bot sich gerade an und man hat schnellst möglich Nägel mit Köpfen gemacht (oder wird machen), ohne großes (finanzielles) Risiko. Für mich auch sportlich die weit sicherere Variante, als am Ende ohne Veränderung dazustehen, weil das jammernde Kind doch keine Ablöse da lässt, Hoffenheim einen anderweitigen Abnehmer gefunden hat und Passlack dann endgültig ins kalte Wasser geworden werden muss. (Positiver Nebeneffekt ist halt, dass Toljan mindestens sowohl Passlack, als auch Durm wird ersetzen können, weshalb man zumindest mal einen Kaderplatz gestrichen und den Etat gleich gehalten hat.)

Ansonsten verstehe ich deine Ansicht natürlich, wobei sich die Denkweise halt irgendwie auch auf jeden anderweitigen Neuzugang als Toljan ummünzen lassen würde. Schlägt 30M€-Mann XYZ nicht ein und Piszczek baut weiter, bzw. schneller als erwartet ab, steht man halt vor den gleichen Problemen. In Wahrscheinlichkeiten mag ich beide Szenarien jetzt nicht gegeneinander abwägen, obgleich ich natürlich auch sagen muss, dass ich sicherlich nicht restlos von Toljan überzeugt bin. Die Wahrscheinlichkeit, dass Toljan Piszczek verdrängt ist in meinen Augen jedenfalls dann doch höher, als dass Passlack schnellstmöglich zu einer validen Alternative gegenüber Piszczek wird.

Eben deshalb bezeichne ich das auch als win-win-Situation, weil ich davon ausgehe, dass man arg ins Risiko hätte gehen müssen, wenn man glasklar in die Kaderspitze hätte investieren wollen. Lassen wir uns überraschen.


Also wir haben mit Toprak, Philipp, Dahoud gut eingekauft. Für die absolute Leistungsspitze bekommen wir keine Spieler. Fantastereien ala Lacazette, Silva, Semedo, Roberto sollte man bei FIFA 201X lassen...solche Spieler kommen nicht zu uns.

Wir haben aktuell ein sehr starke erste 11 und eine sehr starke Bank. Pischu baut nicht ab. Es ist doch in allen Foren dasselbe. User wollen jemand neuen und suchen Fehler. Glauben dann selbst an ihre Ideen. Fakt ist, dass sowohl Tuchel als auch Bosz auf Pischu setzen. Warum sollte Pischu abbauen? Der Mann ist noch keine 50...er ist 32 Jahre alt geworden.

Passlack spielt wohl diese Saison keine Rolle und wird hoffentlich noch verliehen. Es geht um Durm. Wechselt dieser, wird Toljan kommen.
Ich sehe auch keine Zeit die drängt. Mit Toljan dürfte unterschriftsreif sein. Ein Ersatz für Dembele sollte zumindest feststehen. Mor darf gehen und sondiert offenbar den Markt. So wie wohl auch Subo...im Notfall gehen sie halt im Winter...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bremer_Hesse am 24.08.2017 um 20:12 Uhr bearbeitet
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