BVB - Transferpolitik
14.02.2015 - 15:43 Uhr
23.03.2015 - 08:00 Uhr
Fritz von TuT hat gestern bei Sky90 einen interessanten Einwurf gehabt (ich bin selten mit ihm einer Meinung aber was das betrifft, hab ich auch schon länger den Eindruck) - er meinte, der Klopp Fußball hätte die Jungs, die schon 5 Jahre da sind und den Stamm der Mannschaft bilden, einfach verbaucht. Diese können nicht mehr den Hochgeschwindigkeitsfußball über eine ganze Saison spielen. Das deckt sich ja auch mit Aussagen ehemaliger Spieler, dass das Training und Spiel bei uns zu intensiv ist.
Von daher war sein Vorschlag, entweder viele Spieler austauschen und neue, frische Spieler verpflichten oder eben Trainer wechseln bzw. Methoden des Trainers wechseln.
Ich denk der Punkt ist insofern richtig, als dass die neuen Spieler (welche ich alle kritisch sehe) in eine Mannschaft gekommen sind, die körperlich einfach über den Punkt war. Schmelzer und Pischo werden nicht mehr das Pensum abspulen können, was noch 2010 oder 2011 ging. Selbst bei KG merkt man, dass er langsamer und behäbiger in Handlungsschnelligkeit und Kampf ist.
Die häufigen Verletzungen insgesamt (wie gerade wieder die Sahinverletzung, die sich ewig zieht), sind eben Folgen von langer Überbelastung. In dem Zusammenhang kann man wieder den Oliver Bartlett Abgang heran ziehen.
Ich bin im Sommer auch klar für einen Umbruch aber auch für eine Entwicklung unserer Spielidee. Es kann nicht mehr das Rezept sein, mehr zu rennen und zu kämpfen als der Gegner. Das hat ne Weile geklappt aber wenn du oben stehen willst, muss du auch lernen die Kräfte zu dosieren und auch mal zu verwalten, zu dominieren und mit geringeren Aufwand maximalen Ertrag zu bekommen. Bei uns war die Erfolgsformel eben - maximaler Einsatz, maximaler Wille und laufen als gäbe es keinen Morgen + junge, hochveranlagte Spieler angepeitscht von einem wahnsinnigen (im positiven Sinne) Trainer. Nur mittlerweile ist dieser Trainer etwas abgenutzt, die Spieler sind älter, teils dauerverletzt bzw. nie topfit und viele sind körperlich auch nicht mehr in der Lage, diese Powerleistung Woche für Woche abzurufen.
Gerade die große Diskrepanz zwischen dem Schalke-Spiel und Hamburg/Köln hat das gut gezeigt. Solche Spiele wie gegen Schalke konnten wir 2011 noch an 25 bis 30 Spieltagen abrufen, es wurde aber jedes Jahr merklich weniger. Die Unkenrufe, dass wir Spiele dazwischen haben, in denen unerklärliche Leistungsabfälle stattfinden, gab es schon 2012/2013 in der Liga.
Von daher war sein Vorschlag, entweder viele Spieler austauschen und neue, frische Spieler verpflichten oder eben Trainer wechseln bzw. Methoden des Trainers wechseln.
Ich denk der Punkt ist insofern richtig, als dass die neuen Spieler (welche ich alle kritisch sehe) in eine Mannschaft gekommen sind, die körperlich einfach über den Punkt war. Schmelzer und Pischo werden nicht mehr das Pensum abspulen können, was noch 2010 oder 2011 ging. Selbst bei KG merkt man, dass er langsamer und behäbiger in Handlungsschnelligkeit und Kampf ist.
Die häufigen Verletzungen insgesamt (wie gerade wieder die Sahinverletzung, die sich ewig zieht), sind eben Folgen von langer Überbelastung. In dem Zusammenhang kann man wieder den Oliver Bartlett Abgang heran ziehen.
Ich bin im Sommer auch klar für einen Umbruch aber auch für eine Entwicklung unserer Spielidee. Es kann nicht mehr das Rezept sein, mehr zu rennen und zu kämpfen als der Gegner. Das hat ne Weile geklappt aber wenn du oben stehen willst, muss du auch lernen die Kräfte zu dosieren und auch mal zu verwalten, zu dominieren und mit geringeren Aufwand maximalen Ertrag zu bekommen. Bei uns war die Erfolgsformel eben - maximaler Einsatz, maximaler Wille und laufen als gäbe es keinen Morgen + junge, hochveranlagte Spieler angepeitscht von einem wahnsinnigen (im positiven Sinne) Trainer. Nur mittlerweile ist dieser Trainer etwas abgenutzt, die Spieler sind älter, teils dauerverletzt bzw. nie topfit und viele sind körperlich auch nicht mehr in der Lage, diese Powerleistung Woche für Woche abzurufen.
Gerade die große Diskrepanz zwischen dem Schalke-Spiel und Hamburg/Köln hat das gut gezeigt. Solche Spiele wie gegen Schalke konnten wir 2011 noch an 25 bis 30 Spieltagen abrufen, es wurde aber jedes Jahr merklich weniger. Die Unkenrufe, dass wir Spiele dazwischen haben, in denen unerklärliche Leistungsabfälle stattfinden, gab es schon 2012/2013 in der Liga.
23.03.2015 - 08:38 Uhr
Hey zusammen,
ich denke das wir mit z.B. Ginter einen guten Transfer getätigt haben. Einer meiner Vorredner hat es schön ausgedrückt. Als Hummels, Sahin und Co. sich etabliert haben - da war kein anderer da der Stärker war.
Ein Ginter hat mit Hummels, Subotic und Sokratis nun 3 Leute vor der Nase.
Ich denke und hoffe das man sich in Dortmund diesbezüglich Gedanken gemacht hat (und diese schon vor 12 Monaten). Wenn wir z.B. mit einem Subotic Abgang im Sommer leben müssen (man weiß nie was intern bereits vor 12 Monaten besprochen worden ist) dann macht ein Ginter sehr viel Sinn. Er kennt nun das Umfeld und wäre als IV Nummer 3 in der kommenden Saison sehr nah dran am Stammplatz.
Und genau dies Wünsche ich mir eigentlich auch auf den anderen Positionen im Kader (wenn das bei Ginter der Fall war). Wir handeln zu spät und dann überhastet und falsch.
Beispiel Lewandowski. Wir wussten 12 Monate bevor er geht das er geht. Warum nicht in der Saison eine Nummer 2 holen (z.B. Immobile oder was weiß ich wen der damals auf dem Zettel stand) - diesen eine Saison lang an das Spielsystem heranführen und dann zum Abgang Lewandowskis einen Nachfolger haben der das System schon verstanden hat. Ein Immobile braucht nun eine Saison und es ist für uns eine verlorene.
Nächstes Beispiel Kehl.... Wer ist da der Nachfolger? Weiß niemand - der wird im Sommer kommen - ein Jahr zu spät...
Ich bin auch ein Fan davon junge SUPERTALENTE zu holen - keine TALENTE sondern SUPERTALENTE. Wir sind unter den besten 20-25 Mannschaften in Europa UND bekannt als TALENTSCHMIEDE.
Dann muss man sich mal einen Brandt, Ödegaard, Calhanoglu, Arnold, Praet, Tielemanns... holen und dem unverschämt viel Geld zahlen oder bieten. Und diese Spieler dann langsam an die erste 11 heranführen.
ich denke das wir mit z.B. Ginter einen guten Transfer getätigt haben. Einer meiner Vorredner hat es schön ausgedrückt. Als Hummels, Sahin und Co. sich etabliert haben - da war kein anderer da der Stärker war.
Ein Ginter hat mit Hummels, Subotic und Sokratis nun 3 Leute vor der Nase.
Ich denke und hoffe das man sich in Dortmund diesbezüglich Gedanken gemacht hat (und diese schon vor 12 Monaten). Wenn wir z.B. mit einem Subotic Abgang im Sommer leben müssen (man weiß nie was intern bereits vor 12 Monaten besprochen worden ist) dann macht ein Ginter sehr viel Sinn. Er kennt nun das Umfeld und wäre als IV Nummer 3 in der kommenden Saison sehr nah dran am Stammplatz.
Und genau dies Wünsche ich mir eigentlich auch auf den anderen Positionen im Kader (wenn das bei Ginter der Fall war). Wir handeln zu spät und dann überhastet und falsch.
Beispiel Lewandowski. Wir wussten 12 Monate bevor er geht das er geht. Warum nicht in der Saison eine Nummer 2 holen (z.B. Immobile oder was weiß ich wen der damals auf dem Zettel stand) - diesen eine Saison lang an das Spielsystem heranführen und dann zum Abgang Lewandowskis einen Nachfolger haben der das System schon verstanden hat. Ein Immobile braucht nun eine Saison und es ist für uns eine verlorene.
Nächstes Beispiel Kehl.... Wer ist da der Nachfolger? Weiß niemand - der wird im Sommer kommen - ein Jahr zu spät...
Ich bin auch ein Fan davon junge SUPERTALENTE zu holen - keine TALENTE sondern SUPERTALENTE. Wir sind unter den besten 20-25 Mannschaften in Europa UND bekannt als TALENTSCHMIEDE.
Dann muss man sich mal einen Brandt, Ödegaard, Calhanoglu, Arnold, Praet, Tielemanns... holen und dem unverschämt viel Geld zahlen oder bieten. Und diese Spieler dann langsam an die erste 11 heranführen.
23.03.2015 - 09:01 Uhr
Zitat von TStar09
Fritz von TuT hat gestern bei Sky90 einen interessanten Einwurf gehabt (ich bin selten mit ihm einer Meinung aber was das betrifft, hab ich auch schon länger den Eindruck) - er meinte, der Klopp Fußball hätte die Jungs, die schon 5 Jahre da sind und den Stamm der Mannschaft bilden, einfach verbaucht. Diese können nicht mehr den Hochgeschwindigkeitsfußball über eine ganze Saison spielen. Das deckt sich ja auch mit Aussagen ehemaliger Spieler, dass das Training und Spiel bei uns zu intensiv ist.
Von daher war sein Vorschlag, entweder viele Spieler austauschen und neue, frische Spieler verpflichten oder eben Trainer wechseln bzw. Methoden des Trainers wechseln.
Ich denk der Punkt ist insofern richtig, als dass die neuen Spieler (welche ich alle kritisch sehe) in eine Mannschaft gekommen sind, die körperlich einfach über den Punkt war. Schmelzer und Pischo werden nicht mehr das Pensum abspulen können, was noch 2010 oder 2011 ging. Selbst bei KG merkt man, dass er langsamer und behäbiger in Handlungsschnelligkeit und Kampf ist.
Die häufigen Verletzungen insgesamt (wie gerade wieder die Sahinverletzung, die sich ewig zieht), sind eben Folgen von langer Überbelastung. In dem Zusammenhang kann man wieder den Oliver Bartlett Abgang heran ziehen.
Ich bin im Sommer auch klar für einen Umbruch aber auch für eine Entwicklung unserer Spielidee. Es kann nicht mehr das Rezept sein, mehr zu rennen und zu kämpfen als der Gegner. Das hat ne Weile geklappt aber wenn du oben stehen willst, muss du auch lernen die Kräfte zu dosieren und auch mal zu verwalten, zu dominieren und mit geringeren Aufwand maximalen Ertrag zu bekommen. Bei uns war die Erfolgsformel eben - maximaler Einsatz, maximaler Wille und laufen als gäbe es keinen Morgen + junge, hochveranlagte Spieler angepeitscht von einem wahnsinnigen (im positiven Sinne) Trainer. Nur mittlerweile ist dieser Trainer etwas abgenutzt, die Spieler sind älter, teils dauerverletzt bzw. nie topfit und viele sind körperlich auch nicht mehr in der Lage, diese Powerleistung Woche für Woche abzurufen.
Gerade die große Diskrepanz zwischen dem Schalke-Spiel und Hamburg/Köln hat das gut gezeigt. Solche Spiele wie gegen Schalke konnten wir 2011 noch an 25 bis 30 Spieltagen abrufen, es wurde aber jedes Jahr merklich weniger. Die Unkenrufe, dass wir Spiele dazwischen haben, in denen unerklärliche Leistungsabfälle stattfinden, gab es schon 2012/2013 in der Liga.
Fritz von TuT hat gestern bei Sky90 einen interessanten Einwurf gehabt (ich bin selten mit ihm einer Meinung aber was das betrifft, hab ich auch schon länger den Eindruck) - er meinte, der Klopp Fußball hätte die Jungs, die schon 5 Jahre da sind und den Stamm der Mannschaft bilden, einfach verbaucht. Diese können nicht mehr den Hochgeschwindigkeitsfußball über eine ganze Saison spielen. Das deckt sich ja auch mit Aussagen ehemaliger Spieler, dass das Training und Spiel bei uns zu intensiv ist.
Von daher war sein Vorschlag, entweder viele Spieler austauschen und neue, frische Spieler verpflichten oder eben Trainer wechseln bzw. Methoden des Trainers wechseln.
Ich denk der Punkt ist insofern richtig, als dass die neuen Spieler (welche ich alle kritisch sehe) in eine Mannschaft gekommen sind, die körperlich einfach über den Punkt war. Schmelzer und Pischo werden nicht mehr das Pensum abspulen können, was noch 2010 oder 2011 ging. Selbst bei KG merkt man, dass er langsamer und behäbiger in Handlungsschnelligkeit und Kampf ist.
Die häufigen Verletzungen insgesamt (wie gerade wieder die Sahinverletzung, die sich ewig zieht), sind eben Folgen von langer Überbelastung. In dem Zusammenhang kann man wieder den Oliver Bartlett Abgang heran ziehen.
Ich bin im Sommer auch klar für einen Umbruch aber auch für eine Entwicklung unserer Spielidee. Es kann nicht mehr das Rezept sein, mehr zu rennen und zu kämpfen als der Gegner. Das hat ne Weile geklappt aber wenn du oben stehen willst, muss du auch lernen die Kräfte zu dosieren und auch mal zu verwalten, zu dominieren und mit geringeren Aufwand maximalen Ertrag zu bekommen. Bei uns war die Erfolgsformel eben - maximaler Einsatz, maximaler Wille und laufen als gäbe es keinen Morgen + junge, hochveranlagte Spieler angepeitscht von einem wahnsinnigen (im positiven Sinne) Trainer. Nur mittlerweile ist dieser Trainer etwas abgenutzt, die Spieler sind älter, teils dauerverletzt bzw. nie topfit und viele sind körperlich auch nicht mehr in der Lage, diese Powerleistung Woche für Woche abzurufen.
Gerade die große Diskrepanz zwischen dem Schalke-Spiel und Hamburg/Köln hat das gut gezeigt. Solche Spiele wie gegen Schalke konnten wir 2011 noch an 25 bis 30 Spieltagen abrufen, es wurde aber jedes Jahr merklich weniger. Die Unkenrufe, dass wir Spiele dazwischen haben, in denen unerklärliche Leistungsabfälle stattfinden, gab es schon 2012/2013 in der Liga.
Was die Leistungsfähigkeit unserer Spieler betrifft, stimme ich dir zu, das habe ich auch schon beobachtet, dass da nicht mehr alle in der Lage sind, dieses Spiel, welches wir 10/11 und 11/12 durchgezogen haben, zu leisten.
Die Frage ist allerdings, was die Alternative ist. Klar kann man schnell von Systemumstellung etc. schreiben, aber ist das wirklich so ohne weiteres möglich? Ich sage nein, denn wie willst du Gegner a la Köln, Hamburg, Augsburg etc. schlagen, wenn die dir fast freiwillig den Ball geben, sich dann nur hinten rein stellen und auf Konter lauern, ohne laufintensives Spiel, um die Ketten zumindest etwas auseinander zu ziehen?
Das das selbst für die großen Bayern ein Problem ist, wenn ihre überragenden Einzelkünstler (Robben und Ribery) nicht dabei sind, hat man gestern mal wieder gesehen.
Deswegen hatte ich Freitag (glaube ich) hier auch n kleinen Appell geschrieben, dass man wieder junge, absolut topfitte und sehr gut veranlagte Spieler verpflichtet, die heißt sind und darauf brennen, für unsere Borussia zu spielen.
23.03.2015 - 09:24 Uhr
Zitat von bvbbaddogs88
Hey zusammen,
ich denke das wir mit z.B. Ginter einen guten Transfer getätigt haben. Einer meiner Vorredner hat es schön ausgedrückt. Als Hummels, Sahin und Co. sich etabliert haben - da war kein anderer da der Stärker war.
Ein Ginter hat mit Hummels, Subotic und Sokratis nun 3 Leute vor der Nase.
Ich denke und hoffe das man sich in Dortmund diesbezüglich Gedanken gemacht hat (und diese schon vor 12 Monaten). Wenn wir z.B. mit einem Subotic Abgang im Sommer leben müssen (man weiß nie was intern bereits vor 12 Monaten besprochen worden ist) dann macht ein Ginter sehr viel Sinn. Er kennt nun das Umfeld und wäre als IV Nummer 3 in der kommenden Saison sehr nah dran am Stammplatz.
Und genau dies Wünsche ich mir eigentlich auch auf den anderen Positionen im Kader (wenn das bei Ginter der Fall war). Wir handeln zu spät und dann überhastet und falsch.
Beispiel Lewandowski. Wir wussten 12 Monate bevor er geht das er geht. Warum nicht in der Saison eine Nummer 2 holen (z.B. Immobile oder was weiß ich wen der damals auf dem Zettel stand) - diesen eine Saison lang an das Spielsystem heranführen und dann zum Abgang Lewandowskis einen Nachfolger haben der das System schon verstanden hat. Ein Immobile braucht nun eine Saison und es ist für uns eine verlorene.
Nächstes Beispiel Kehl.... Wer ist da der Nachfolger? Weiß niemand - der wird im Sommer kommen - ein Jahr zu spät...
Ich bin auch ein Fan davon junge SUPERTALENTE zu holen - keine TALENTE sondern SUPERTALENTE. Wir sind unter den besten 20-25 Mannschaften in Europa UND bekannt als TALENTSCHMIEDE.
Dann muss man sich mal einen Brandt, Ödegaard, Calhanoglu, Arnold, Praet, Tielemanns... holen und dem unverschämt viel Geld zahlen oder bieten. Und diese Spieler dann langsam an die erste 11 heranführen.
Hey zusammen,
ich denke das wir mit z.B. Ginter einen guten Transfer getätigt haben. Einer meiner Vorredner hat es schön ausgedrückt. Als Hummels, Sahin und Co. sich etabliert haben - da war kein anderer da der Stärker war.
Ein Ginter hat mit Hummels, Subotic und Sokratis nun 3 Leute vor der Nase.
Ich denke und hoffe das man sich in Dortmund diesbezüglich Gedanken gemacht hat (und diese schon vor 12 Monaten). Wenn wir z.B. mit einem Subotic Abgang im Sommer leben müssen (man weiß nie was intern bereits vor 12 Monaten besprochen worden ist) dann macht ein Ginter sehr viel Sinn. Er kennt nun das Umfeld und wäre als IV Nummer 3 in der kommenden Saison sehr nah dran am Stammplatz.
Und genau dies Wünsche ich mir eigentlich auch auf den anderen Positionen im Kader (wenn das bei Ginter der Fall war). Wir handeln zu spät und dann überhastet und falsch.
Beispiel Lewandowski. Wir wussten 12 Monate bevor er geht das er geht. Warum nicht in der Saison eine Nummer 2 holen (z.B. Immobile oder was weiß ich wen der damals auf dem Zettel stand) - diesen eine Saison lang an das Spielsystem heranführen und dann zum Abgang Lewandowskis einen Nachfolger haben der das System schon verstanden hat. Ein Immobile braucht nun eine Saison und es ist für uns eine verlorene.
Nächstes Beispiel Kehl.... Wer ist da der Nachfolger? Weiß niemand - der wird im Sommer kommen - ein Jahr zu spät...
Ich bin auch ein Fan davon junge SUPERTALENTE zu holen - keine TALENTE sondern SUPERTALENTE. Wir sind unter den besten 20-25 Mannschaften in Europa UND bekannt als TALENTSCHMIEDE.
Dann muss man sich mal einen Brandt, Ödegaard, Calhanoglu, Arnold, Praet, Tielemanns... holen und dem unverschämt viel Geld zahlen oder bieten. Und diese Spieler dann langsam an die erste 11 heranführen.
Es ist natürlich immer sehr leicht gesagt, dass man einfach viele Top-Talente für viel Geld holen soll, denn wenn man die guten Entwicklungen aufzählt, gibt es sicherlich auch immer viele Gegenbeispiele. Aber im Grundsatz stimme ich dir auch zu, man hat es extrem verpennt, das Team so umzubauen, wie es vlt. erforderlich gewesen wäre.
Man kann sicherlich einmal den Weg mit vielen Leistungsträgern, etablierten Top-Spielern und teuren Neu-Investitionen, welche sich in ihrer Liga schon behauptet haben gehen, mit vielen Top-Talenten das Team auffrischen oder einen Mittelweg aus Beidem versuchen. Gerade das wäre wichtig gewesen für den BVB.
Letztlich kann man eigentlich sehr gut erkennen, dass Zorc und Co. bei Millionen-Investitionen einfach kein Glück haben. Die teuren Transfers der letzten Jahre haben bis auf Sokratis und Aubameyang allesamt nicht funktioniert. Die Idee war klar, dass man mit teuren Spielern, welche man sich ohne Probleme leisten konnte, das Team qualitativ verstärken wollte, da der Kern schon steht. Allerdings hat man vergessen, dass es vlt. auch im Kern schon zu bröckeln scheint. Und da liegt vlt. sogar der Hund begraben. Der Leistungsfall des kompletten Teams ist ja erkennbar, neben dem nicht-Einschlagen von teuren Investitionen.
Ich hoffe, dass man nach der Saison einen klaren Cut hinsichtlich einigen Spielern machen wird. Frischer Wind kommt eben entweder durch einen neuen Trainer, den man definitiv nicht beim BVB sehen wird, oder durch einige Stellschrauben/Transfers. Bei den Transfers muss man aber beachten, dass es keinen Sinn macht, wenn man mittelalte Spieler holt, die man sowieso im Kader hat, sondern das Team extrem verjüngt. Hier hat Klopp auch mMn seine Stärken, dass er junge Spieler formt.
Weiterhin kann man vlt. hoffen, dass mit Dudziak und Co. wieder ein paar talentierte Jungs aus der eigenen Jugend hochkommen. Passlack ist sicherlich noch nicht weit genug, aber wenn es einen Umbruch nach der Saison geben soll, kann es auch die Chance für diese Spieler sein, schnell reinzurutschen. Man muss ganz klar sagen, dass dieser Weg eigentlich bisher komplett zu ist. Lücken für gute, talentierte Spieler hat der Kader nicht, da er Stand jetzt aufgebläht ist mit Spielern, die scheinbar nicht mit dem Klopp'schen Fußball zurecht kommen.
Hier konnte man Thurn und Taxis wirklich Recht geben. Für mich durchaus plausible Erklärungen dabei gewesen. Es gibt natürlich viele Ideen, wie was zusammenhängt, aber mMn ist das Risiko viel zu hoch, wenn man nichts bzw. fast nichts macht in Punkto Kadergestaltung.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Heavy-Vlad am 23.03.2015 um 09:24 Uhr bearbeitet
23.03.2015 - 09:26 Uhr
Zitat von Tube-jr
Was die Leistungsfähigkeit unserer Spieler betrifft, stimme ich dir zu, das habe ich auch schon beobachtet, dass da nicht mehr alle in der Lage sind, dieses Spiel, welches wir 10/11 und 11/12 durchgezogen haben, zu leisten.
Die Frage ist allerdings, was die Alternative ist. Klar kann man schnell von Systemumstellung etc. schreiben, aber ist das wirklich so ohne weiteres möglich? Ich sage nein, denn wie willst du Gegner a la Köln, Hamburg, Augsburg etc. schlagen, wenn die dir fast freiwillig den Ball geben, sich dann nur hinten rein stellen und auf Konter lauern, ohne laufintensives Spiel, um die Ketten zumindest etwas auseinander zu ziehen?
Das das selbst für die großen Bayern ein Problem ist, wenn ihre überragenden Einzelkünstler (Robben und Ribery) nicht dabei sind, hat man gestern mal wieder gesehen.
Deswegen hatte ich Freitag (glaube ich) hier auch n kleinen Appell geschrieben, dass man wieder junge, absolut topfitte und sehr gut veranlagte Spieler verpflichtet, die heißt sind und darauf brennen, für unsere Borussia zu spielen.
Zitat von TStar09
Fritz von TuT hat gestern bei Sky90 einen interessanten Einwurf gehabt (ich bin selten mit ihm einer Meinung aber was das betrifft, hab ich auch schon länger den Eindruck) - er meinte, der Klopp Fußball hätte die Jungs, die schon 5 Jahre da sind und den Stamm der Mannschaft bilden, einfach verbaucht. Diese können nicht mehr den Hochgeschwindigkeitsfußball über eine ganze Saison spielen. Das deckt sich ja auch mit Aussagen ehemaliger Spieler, dass das Training und Spiel bei uns zu intensiv ist.
Von daher war sein Vorschlag, entweder viele Spieler austauschen und neue, frische Spieler verpflichten oder eben Trainer wechseln bzw. Methoden des Trainers wechseln.
Ich denk der Punkt ist insofern richtig, als dass die neuen Spieler (welche ich alle kritisch sehe) in eine Mannschaft gekommen sind, die körperlich einfach über den Punkt war. Schmelzer und Pischo werden nicht mehr das Pensum abspulen können, was noch 2010 oder 2011 ging. Selbst bei KG merkt man, dass er langsamer und behäbiger in Handlungsschnelligkeit und Kampf ist.
Die häufigen Verletzungen insgesamt (wie gerade wieder die Sahinverletzung, die sich ewig zieht), sind eben Folgen von langer Überbelastung. In dem Zusammenhang kann man wieder den Oliver Bartlett Abgang heran ziehen.
Ich bin im Sommer auch klar für einen Umbruch aber auch für eine Entwicklung unserer Spielidee. Es kann nicht mehr das Rezept sein, mehr zu rennen und zu kämpfen als der Gegner. Das hat ne Weile geklappt aber wenn du oben stehen willst, muss du auch lernen die Kräfte zu dosieren und auch mal zu verwalten, zu dominieren und mit geringeren Aufwand maximalen Ertrag zu bekommen. Bei uns war die Erfolgsformel eben - maximaler Einsatz, maximaler Wille und laufen als gäbe es keinen Morgen + junge, hochveranlagte Spieler angepeitscht von einem wahnsinnigen (im positiven Sinne) Trainer. Nur mittlerweile ist dieser Trainer etwas abgenutzt, die Spieler sind älter, teils dauerverletzt bzw. nie topfit und viele sind körperlich auch nicht mehr in der Lage, diese Powerleistung Woche für Woche abzurufen.
Gerade die große Diskrepanz zwischen dem Schalke-Spiel und Hamburg/Köln hat das gut gezeigt. Solche Spiele wie gegen Schalke konnten wir 2011 noch an 25 bis 30 Spieltagen abrufen, es wurde aber jedes Jahr merklich weniger. Die Unkenrufe, dass wir Spiele dazwischen haben, in denen unerklärliche Leistungsabfälle stattfinden, gab es schon 2012/2013 in der Liga.
Fritz von TuT hat gestern bei Sky90 einen interessanten Einwurf gehabt (ich bin selten mit ihm einer Meinung aber was das betrifft, hab ich auch schon länger den Eindruck) - er meinte, der Klopp Fußball hätte die Jungs, die schon 5 Jahre da sind und den Stamm der Mannschaft bilden, einfach verbaucht. Diese können nicht mehr den Hochgeschwindigkeitsfußball über eine ganze Saison spielen. Das deckt sich ja auch mit Aussagen ehemaliger Spieler, dass das Training und Spiel bei uns zu intensiv ist.
Von daher war sein Vorschlag, entweder viele Spieler austauschen und neue, frische Spieler verpflichten oder eben Trainer wechseln bzw. Methoden des Trainers wechseln.
Ich denk der Punkt ist insofern richtig, als dass die neuen Spieler (welche ich alle kritisch sehe) in eine Mannschaft gekommen sind, die körperlich einfach über den Punkt war. Schmelzer und Pischo werden nicht mehr das Pensum abspulen können, was noch 2010 oder 2011 ging. Selbst bei KG merkt man, dass er langsamer und behäbiger in Handlungsschnelligkeit und Kampf ist.
Die häufigen Verletzungen insgesamt (wie gerade wieder die Sahinverletzung, die sich ewig zieht), sind eben Folgen von langer Überbelastung. In dem Zusammenhang kann man wieder den Oliver Bartlett Abgang heran ziehen.
Ich bin im Sommer auch klar für einen Umbruch aber auch für eine Entwicklung unserer Spielidee. Es kann nicht mehr das Rezept sein, mehr zu rennen und zu kämpfen als der Gegner. Das hat ne Weile geklappt aber wenn du oben stehen willst, muss du auch lernen die Kräfte zu dosieren und auch mal zu verwalten, zu dominieren und mit geringeren Aufwand maximalen Ertrag zu bekommen. Bei uns war die Erfolgsformel eben - maximaler Einsatz, maximaler Wille und laufen als gäbe es keinen Morgen + junge, hochveranlagte Spieler angepeitscht von einem wahnsinnigen (im positiven Sinne) Trainer. Nur mittlerweile ist dieser Trainer etwas abgenutzt, die Spieler sind älter, teils dauerverletzt bzw. nie topfit und viele sind körperlich auch nicht mehr in der Lage, diese Powerleistung Woche für Woche abzurufen.
Gerade die große Diskrepanz zwischen dem Schalke-Spiel und Hamburg/Köln hat das gut gezeigt. Solche Spiele wie gegen Schalke konnten wir 2011 noch an 25 bis 30 Spieltagen abrufen, es wurde aber jedes Jahr merklich weniger. Die Unkenrufe, dass wir Spiele dazwischen haben, in denen unerklärliche Leistungsabfälle stattfinden, gab es schon 2012/2013 in der Liga.
Was die Leistungsfähigkeit unserer Spieler betrifft, stimme ich dir zu, das habe ich auch schon beobachtet, dass da nicht mehr alle in der Lage sind, dieses Spiel, welches wir 10/11 und 11/12 durchgezogen haben, zu leisten.
Die Frage ist allerdings, was die Alternative ist. Klar kann man schnell von Systemumstellung etc. schreiben, aber ist das wirklich so ohne weiteres möglich? Ich sage nein, denn wie willst du Gegner a la Köln, Hamburg, Augsburg etc. schlagen, wenn die dir fast freiwillig den Ball geben, sich dann nur hinten rein stellen und auf Konter lauern, ohne laufintensives Spiel, um die Ketten zumindest etwas auseinander zu ziehen?
Das das selbst für die großen Bayern ein Problem ist, wenn ihre überragenden Einzelkünstler (Robben und Ribery) nicht dabei sind, hat man gestern mal wieder gesehen.
Deswegen hatte ich Freitag (glaube ich) hier auch n kleinen Appell geschrieben, dass man wieder junge, absolut topfitte und sehr gut veranlagte Spieler verpflichtet, die heißt sind und darauf brennen, für unsere Borussia zu spielen.
Aber damit geht man davon aus, dass der Erfolg von 2010/2011 beliebig wiederholbar ist. Einfach die Spieler zu verjüngen wird uns vielleicht davor bewahren, im Abstiegskampf zu versumpfen aber sich nicht langfristig an der Spitze etablieren.
Köln oder Hamburg werden sich immer so gegen uns präsentieren. Und selbst wenn wir dann 90 Minuten lang rennen und fighten, ist der Sieg auch nicht garantiert. Dazu braucht es auch individuelle Klasse und brutale Dominanz. Uns fehlt momentan die Souveränität im Abwehrbereich und die Klasse, im Offensivbereich durch eine Einzelaktion ein Spiel zu entscheiden.
Ich möchte gar nicht eine Entwicklung wie die Bayern, dass wir die Spiele teilweise bis zur Langeweile dominieren. Teils gab es auch Spiele bei Barce unter Pep, die so brechend langweilig waren, weil sie sich 40 Minuten den Ball hin und her schoben und irgendwann Messi dann das Tor gemacht hat.
Doch wir werden keinesfalls mehr so dankbare Gegner bekommen wie noch 2010. Dafür müssten wir jetzt 5 Jahre lange konsequent im Tabellenniemandsland verschwinden, damit wir wieder nicht wahrgenommen werden und das will sicher niemand hier.
Klopps Stil und unsere Transferpolitik muss schon unserer Entwicklung entsprechen und sich entwickeln.
23.03.2015 - 09:36 Uhr
Zitat von TStar09
Aber damit geht man davon aus, dass der Erfolg von 2010/2011 beliebig wiederholbar ist. Einfach die Spieler zu verjüngen wird uns vielleicht davor bewahren, im Abstiegskampf zu versumpfen aber sich nicht langfristig an der Spitze etablieren.
Köln oder Hamburg werden sich immer so gegen uns präsentieren. Und selbst wenn wir dann 90 Minuten lang rennen und fighten, ist der Sieg auch nicht garantiert. Dazu braucht es auch individuelle Klasse und brutale Dominanz. Uns fehlt momentan die Souveränität im Abwehrbereich und die Klasse, im Offensivbereich durch eine Einzelaktion ein Spiel zu entscheiden.
Ich möchte gar nicht eine Entwicklung wie die Bayern, dass wir die Spiele teilweise bis zur Langeweile dominieren. Teils gab es auch Spiele bei Barce unter Pep, die so brechend langweilig waren, weil sie sich 40 Minuten den Ball hin und her schoben und irgendwann Messi dann das Tor gemacht hat.
Doch wir werden keinesfalls mehr so dankbare Gegner bekommen wie noch 2010. Dafür müssten wir jetzt 5 Jahre lange konsequent im Tabellenniemandsland verschwinden, damit wir wieder nicht wahrgenommen werden und das will sicher niemand hier.
Klopps Stil und unsere Transferpolitik muss schon unserer Entwicklung entsprechen und sich entwickeln.
Zitat von Tube-jr
Was die Leistungsfähigkeit unserer Spieler betrifft, stimme ich dir zu, das habe ich auch schon beobachtet, dass da nicht mehr alle in der Lage sind, dieses Spiel, welches wir 10/11 und 11/12 durchgezogen haben, zu leisten.
Die Frage ist allerdings, was die Alternative ist. Klar kann man schnell von Systemumstellung etc. schreiben, aber ist das wirklich so ohne weiteres möglich? Ich sage nein, denn wie willst du Gegner a la Köln, Hamburg, Augsburg etc. schlagen, wenn die dir fast freiwillig den Ball geben, sich dann nur hinten rein stellen und auf Konter lauern, ohne laufintensives Spiel, um die Ketten zumindest etwas auseinander zu ziehen?
Das das selbst für die großen Bayern ein Problem ist, wenn ihre überragenden Einzelkünstler (Robben und Ribery) nicht dabei sind, hat man gestern mal wieder gesehen.
Deswegen hatte ich Freitag (glaube ich) hier auch n kleinen Appell geschrieben, dass man wieder junge, absolut topfitte und sehr gut veranlagte Spieler verpflichtet, die heißt sind und darauf brennen, für unsere Borussia zu spielen.
Zitat von TStar09
Fritz von TuT hat gestern bei Sky90 einen interessanten Einwurf gehabt (ich bin selten mit ihm einer Meinung aber was das betrifft, hab ich auch schon länger den Eindruck) - er meinte, der Klopp Fußball hätte die Jungs, die schon 5 Jahre da sind und den Stamm der Mannschaft bilden, einfach verbaucht. Diese können nicht mehr den Hochgeschwindigkeitsfußball über eine ganze Saison spielen. Das deckt sich ja auch mit Aussagen ehemaliger Spieler, dass das Training und Spiel bei uns zu intensiv ist.
Von daher war sein Vorschlag, entweder viele Spieler austauschen und neue, frische Spieler verpflichten oder eben Trainer wechseln bzw. Methoden des Trainers wechseln.
Ich denk der Punkt ist insofern richtig, als dass die neuen Spieler (welche ich alle kritisch sehe) in eine Mannschaft gekommen sind, die körperlich einfach über den Punkt war. Schmelzer und Pischo werden nicht mehr das Pensum abspulen können, was noch 2010 oder 2011 ging. Selbst bei KG merkt man, dass er langsamer und behäbiger in Handlungsschnelligkeit und Kampf ist.
Die häufigen Verletzungen insgesamt (wie gerade wieder die Sahinverletzung, die sich ewig zieht), sind eben Folgen von langer Überbelastung. In dem Zusammenhang kann man wieder den Oliver Bartlett Abgang heran ziehen.
Ich bin im Sommer auch klar für einen Umbruch aber auch für eine Entwicklung unserer Spielidee. Es kann nicht mehr das Rezept sein, mehr zu rennen und zu kämpfen als der Gegner. Das hat ne Weile geklappt aber wenn du oben stehen willst, muss du auch lernen die Kräfte zu dosieren und auch mal zu verwalten, zu dominieren und mit geringeren Aufwand maximalen Ertrag zu bekommen. Bei uns war die Erfolgsformel eben - maximaler Einsatz, maximaler Wille und laufen als gäbe es keinen Morgen + junge, hochveranlagte Spieler angepeitscht von einem wahnsinnigen (im positiven Sinne) Trainer. Nur mittlerweile ist dieser Trainer etwas abgenutzt, die Spieler sind älter, teils dauerverletzt bzw. nie topfit und viele sind körperlich auch nicht mehr in der Lage, diese Powerleistung Woche für Woche abzurufen.
Gerade die große Diskrepanz zwischen dem Schalke-Spiel und Hamburg/Köln hat das gut gezeigt. Solche Spiele wie gegen Schalke konnten wir 2011 noch an 25 bis 30 Spieltagen abrufen, es wurde aber jedes Jahr merklich weniger. Die Unkenrufe, dass wir Spiele dazwischen haben, in denen unerklärliche Leistungsabfälle stattfinden, gab es schon 2012/2013 in der Liga.
Fritz von TuT hat gestern bei Sky90 einen interessanten Einwurf gehabt (ich bin selten mit ihm einer Meinung aber was das betrifft, hab ich auch schon länger den Eindruck) - er meinte, der Klopp Fußball hätte die Jungs, die schon 5 Jahre da sind und den Stamm der Mannschaft bilden, einfach verbaucht. Diese können nicht mehr den Hochgeschwindigkeitsfußball über eine ganze Saison spielen. Das deckt sich ja auch mit Aussagen ehemaliger Spieler, dass das Training und Spiel bei uns zu intensiv ist.
Von daher war sein Vorschlag, entweder viele Spieler austauschen und neue, frische Spieler verpflichten oder eben Trainer wechseln bzw. Methoden des Trainers wechseln.
Ich denk der Punkt ist insofern richtig, als dass die neuen Spieler (welche ich alle kritisch sehe) in eine Mannschaft gekommen sind, die körperlich einfach über den Punkt war. Schmelzer und Pischo werden nicht mehr das Pensum abspulen können, was noch 2010 oder 2011 ging. Selbst bei KG merkt man, dass er langsamer und behäbiger in Handlungsschnelligkeit und Kampf ist.
Die häufigen Verletzungen insgesamt (wie gerade wieder die Sahinverletzung, die sich ewig zieht), sind eben Folgen von langer Überbelastung. In dem Zusammenhang kann man wieder den Oliver Bartlett Abgang heran ziehen.
Ich bin im Sommer auch klar für einen Umbruch aber auch für eine Entwicklung unserer Spielidee. Es kann nicht mehr das Rezept sein, mehr zu rennen und zu kämpfen als der Gegner. Das hat ne Weile geklappt aber wenn du oben stehen willst, muss du auch lernen die Kräfte zu dosieren und auch mal zu verwalten, zu dominieren und mit geringeren Aufwand maximalen Ertrag zu bekommen. Bei uns war die Erfolgsformel eben - maximaler Einsatz, maximaler Wille und laufen als gäbe es keinen Morgen + junge, hochveranlagte Spieler angepeitscht von einem wahnsinnigen (im positiven Sinne) Trainer. Nur mittlerweile ist dieser Trainer etwas abgenutzt, die Spieler sind älter, teils dauerverletzt bzw. nie topfit und viele sind körperlich auch nicht mehr in der Lage, diese Powerleistung Woche für Woche abzurufen.
Gerade die große Diskrepanz zwischen dem Schalke-Spiel und Hamburg/Köln hat das gut gezeigt. Solche Spiele wie gegen Schalke konnten wir 2011 noch an 25 bis 30 Spieltagen abrufen, es wurde aber jedes Jahr merklich weniger. Die Unkenrufe, dass wir Spiele dazwischen haben, in denen unerklärliche Leistungsabfälle stattfinden, gab es schon 2012/2013 in der Liga.
Was die Leistungsfähigkeit unserer Spieler betrifft, stimme ich dir zu, das habe ich auch schon beobachtet, dass da nicht mehr alle in der Lage sind, dieses Spiel, welches wir 10/11 und 11/12 durchgezogen haben, zu leisten.
Die Frage ist allerdings, was die Alternative ist. Klar kann man schnell von Systemumstellung etc. schreiben, aber ist das wirklich so ohne weiteres möglich? Ich sage nein, denn wie willst du Gegner a la Köln, Hamburg, Augsburg etc. schlagen, wenn die dir fast freiwillig den Ball geben, sich dann nur hinten rein stellen und auf Konter lauern, ohne laufintensives Spiel, um die Ketten zumindest etwas auseinander zu ziehen?
Das das selbst für die großen Bayern ein Problem ist, wenn ihre überragenden Einzelkünstler (Robben und Ribery) nicht dabei sind, hat man gestern mal wieder gesehen.
Deswegen hatte ich Freitag (glaube ich) hier auch n kleinen Appell geschrieben, dass man wieder junge, absolut topfitte und sehr gut veranlagte Spieler verpflichtet, die heißt sind und darauf brennen, für unsere Borussia zu spielen.
Aber damit geht man davon aus, dass der Erfolg von 2010/2011 beliebig wiederholbar ist. Einfach die Spieler zu verjüngen wird uns vielleicht davor bewahren, im Abstiegskampf zu versumpfen aber sich nicht langfristig an der Spitze etablieren.
Köln oder Hamburg werden sich immer so gegen uns präsentieren. Und selbst wenn wir dann 90 Minuten lang rennen und fighten, ist der Sieg auch nicht garantiert. Dazu braucht es auch individuelle Klasse und brutale Dominanz. Uns fehlt momentan die Souveränität im Abwehrbereich und die Klasse, im Offensivbereich durch eine Einzelaktion ein Spiel zu entscheiden.
Ich möchte gar nicht eine Entwicklung wie die Bayern, dass wir die Spiele teilweise bis zur Langeweile dominieren. Teils gab es auch Spiele bei Barce unter Pep, die so brechend langweilig waren, weil sie sich 40 Minuten den Ball hin und her schoben und irgendwann Messi dann das Tor gemacht hat.
Doch wir werden keinesfalls mehr so dankbare Gegner bekommen wie noch 2010. Dafür müssten wir jetzt 5 Jahre lange konsequent im Tabellenniemandsland verschwinden, damit wir wieder nicht wahrgenommen werden und das will sicher niemand hier.
Klopps Stil und unsere Transferpolitik muss schon unserer Entwicklung entsprechen und sich entwickeln.
Alles schön und gut, aber in welche Richtung soll sich denn dann unser Spiel entwickeln und welche Spieler(typen) sollen wir dann verpflichten, wenn du es nicht so willst, wie die Bayern, sprich, dass wir das Spiel nach belieben dominieren und dann durch ne Einzelaktion eines absoluten weltklasse Spielers zum Tor kommen.
Nochmal, klar lässt es sich leicht sagen, dass wir uns entwickeln müssen, dass sieht selbst ein Blinder mit Krückstock, ob diese Entwicklung aber nun weg vom verbrauchten Spielermaterial, hin zu neuen, frischen Spielern stattfindet, die unseren Fußball der letzten Jahre spielen können und wollen, oder aber, ob wir unser System anpassen und auf deutlich mehr Dominanz und Einzelspieler setzen, bleibt dahingestellt.
MMn gibt es fast nur diese beiden Extreme, oder kennst du ein Team, welches einen "Mittelweg" gegen extrem defensive Gegner erfolgreich praktiziert?
23.03.2015 - 10:09 Uhr
Zitat von BVB_4_Life
Ich finde dabei auch den Gedulds-Aspekt sehr wichtig. Wieviel Geduld hätten die Leute denn am Ende wenn die Talente erstmal da sind. Wenn ich mir so überlege wieviel Geduld die Leute hatten als z.B. Immobile, Ramos, Aubameyang, Lewandowski, Gündogan und Ginter bereits abgeschrieben wurden befürchte ich einen relativ kurzen Geduldsfaden.
Was der BVB in Gewisser Weise eben auch braucht ist qualitativer Input, am besten ab dem ersten Tag. Sprich Leistung! Und kein Potential, was sich VIELLEICHT irgendwann in Leistung ummünzt. Wiederverkaufswert hin oder her. Die Spieler sollen hier schließlich in erster Linie spielen und nicht im Schaufenster liegen.
Zitat von BVBxD
Du missverstehst mich. Ich habe absolut nichts gegen Talente, sondern vielmehr etwas gegen diese Vorstellung, dass man einfach wieder anfangen kann mit wenig Geld Stars zu formen, obwohl sich die Rahmenbedingungen total verändert haben. Der Kader ist nunmal um einiges stärker, als zu Zeiten der Durchbrüche von Hummels, Subotic, Sahin und co.
Ginter ist in Dortmund nur Backup (Nr. 2). Praet und Geis würden wohl ebenfalls auf der Bank landen, weil sie in der Regel stärkere Spieler vor der Nase hätten. Wie sollen die sich denn positiv entwickeln, wenn sie nur durchgehend spielen, sobald sich das Stammpersonal verletzt? Klopp ist ja nun auch nicht der Trainer, der für große Rotation bekannt ist, solange er nicht dazu gezwungen wird.
Talente sind in manchen Situationen sinnvoll und gehören in jeden guten Kader aber welches Topteam hat seine Transferpolitik denn ausschließlich auf Talente ausgerichtet?
Zitat von fb_striker
Du nennst Perisic, für wieviel ist er gekommen und wieviel haben wir für ihn noch gekriegt ?
Das gleiche gilt doch auch für Leitner und Bittencourt.
Das sind/waren gute Talente, aber keine herausragenden, dementsprechend waren die Kosten auch in Grenzen und man kann sie trotzdem für ordentliches Geld (auf jedenfall kein Minus) wieder verkaufen.
Ginter ist das erste Jahr hier und kam in eine desolate Dortmunder Mannschaft bzw. in ne desolat laufende Saison, ist doch klar das er da wenig glänzen kann. Trotzdem deutete er schon öfters an wozu er mal in der Lage ist, hatte auch durchaus paar gute Auftritte.
Jojic und co. sind unteres Regal und das solche Spieler floppen ist normal, wenn mal einer dabei is der einschlägt dann haste einen coup gelandet z.B. Kagawa, aber sowas kommt selten vor und wenns net läuft dann hält sich der Verlust auch absolut im Rahmen.
Holst du allerdings mitte 20 Jährige für 20-30 mio und die floppen dann hast du vieles in den Sand gesetzt, die kriegst du niemals wieder für das Geld weg, ach was du machst dickes Minus.
Junge hungrige Talente sind genau das richtige, von mir aus können wir auch 15-20 mio ausgeben für einen 17-21 jährigen, wenn der wirklich klasse Anlagen etc. hat, den selbst wenn es nicht so läuft wie erhofft, bekommst du den trotzdem in ein paar Jahren gut weg, ohne groß Verluste zu machen.
Zitat von BVBxD
"back to the roots", "günstige Talente" liest man hier immer öfter. Wenn man Ramos und Ciro nach einer Saison als Flop abstempeln will, kann man sich ja auch mal überlegen, wie erfolgreich denn "junge, hungrige Spieler", wie Ginter oder Durm, die hier im Sommer noch ohne Ende abgefeiert wurden, in dieser Saison waren. Oder wie toll es dem BVB gelungen ist Leitner, Bittencourt, Jojic, Ducksch, Günter und Perisic zu entwickeln. Das Transferschema grundsätzlich von einer geringen Ablösesumme oder dem Alter abhängig zu machen, ist aus meiner Sicht einfach nur unsinnig.
"back to the roots", "günstige Talente" liest man hier immer öfter. Wenn man Ramos und Ciro nach einer Saison als Flop abstempeln will, kann man sich ja auch mal überlegen, wie erfolgreich denn "junge, hungrige Spieler", wie Ginter oder Durm, die hier im Sommer noch ohne Ende abgefeiert wurden, in dieser Saison waren. Oder wie toll es dem BVB gelungen ist Leitner, Bittencourt, Jojic, Ducksch, Günter und Perisic zu entwickeln. Das Transferschema grundsätzlich von einer geringen Ablösesumme oder dem Alter abhängig zu machen, ist aus meiner Sicht einfach nur unsinnig.
Du nennst Perisic, für wieviel ist er gekommen und wieviel haben wir für ihn noch gekriegt ?
Das gleiche gilt doch auch für Leitner und Bittencourt.
Das sind/waren gute Talente, aber keine herausragenden, dementsprechend waren die Kosten auch in Grenzen und man kann sie trotzdem für ordentliches Geld (auf jedenfall kein Minus) wieder verkaufen.
Ginter ist das erste Jahr hier und kam in eine desolate Dortmunder Mannschaft bzw. in ne desolat laufende Saison, ist doch klar das er da wenig glänzen kann. Trotzdem deutete er schon öfters an wozu er mal in der Lage ist, hatte auch durchaus paar gute Auftritte.
Jojic und co. sind unteres Regal und das solche Spieler floppen ist normal, wenn mal einer dabei is der einschlägt dann haste einen coup gelandet z.B. Kagawa, aber sowas kommt selten vor und wenns net läuft dann hält sich der Verlust auch absolut im Rahmen.
Holst du allerdings mitte 20 Jährige für 20-30 mio und die floppen dann hast du vieles in den Sand gesetzt, die kriegst du niemals wieder für das Geld weg, ach was du machst dickes Minus.
Junge hungrige Talente sind genau das richtige, von mir aus können wir auch 15-20 mio ausgeben für einen 17-21 jährigen, wenn der wirklich klasse Anlagen etc. hat, den selbst wenn es nicht so läuft wie erhofft, bekommst du den trotzdem in ein paar Jahren gut weg, ohne groß Verluste zu machen.
Du missverstehst mich. Ich habe absolut nichts gegen Talente, sondern vielmehr etwas gegen diese Vorstellung, dass man einfach wieder anfangen kann mit wenig Geld Stars zu formen, obwohl sich die Rahmenbedingungen total verändert haben. Der Kader ist nunmal um einiges stärker, als zu Zeiten der Durchbrüche von Hummels, Subotic, Sahin und co.
Ginter ist in Dortmund nur Backup (Nr. 2). Praet und Geis würden wohl ebenfalls auf der Bank landen, weil sie in der Regel stärkere Spieler vor der Nase hätten. Wie sollen die sich denn positiv entwickeln, wenn sie nur durchgehend spielen, sobald sich das Stammpersonal verletzt? Klopp ist ja nun auch nicht der Trainer, der für große Rotation bekannt ist, solange er nicht dazu gezwungen wird.
Talente sind in manchen Situationen sinnvoll und gehören in jeden guten Kader aber welches Topteam hat seine Transferpolitik denn ausschließlich auf Talente ausgerichtet?
Ich finde dabei auch den Gedulds-Aspekt sehr wichtig. Wieviel Geduld hätten die Leute denn am Ende wenn die Talente erstmal da sind. Wenn ich mir so überlege wieviel Geduld die Leute hatten als z.B. Immobile, Ramos, Aubameyang, Lewandowski, Gündogan und Ginter bereits abgeschrieben wurden befürchte ich einen relativ kurzen Geduldsfaden.
Was der BVB in Gewisser Weise eben auch braucht ist qualitativer Input, am besten ab dem ersten Tag. Sprich Leistung! Und kein Potential, was sich VIELLEICHT irgendwann in Leistung ummünzt. Wiederverkaufswert hin oder her. Die Spieler sollen hier schließlich in erster Linie spielen und nicht im Schaufenster liegen.
Das ist eben genau das was ich auch denke: Wir können es uns nicht leisten, einen Kader zu 30-40% aus Talenten zusammenzustellen, nur weil das in der Vergangenheit gut funktioniert hat. Punktuell machen Talente Sinn, aber die fraglos als hochbegabt angesehenen Leitner und Bittencourt haben den entscheidenden Schritt trotz Spielpraxis in Leihvereinen noch nicht vollzogen. So einfach ist es eben nicht. Riesentalente gibt es viele, aber nicht alle werden uns auch weiterhelfen. Ginter ist ein gutes Beispiel. Und wenn die BVB Fans eines bewiesen haben, dann dass sie im Schnitt auch nicht geduldiger mit ihren Spielern sind als jeder andere.
Die die jetzt nach Talenten rufen, werden in einem Jahr maulen, dass die Qualität nicht stimmt. Tatsache ist - uns helfen Talente nur punktuell. Und da auch nur langsam und Stück für Stück. Das geht mitunter sehr gemächlich vonstatten, das ist kein Paukenschlag und schwupps wuppen die Jungs die Liga.
Und ich stimme auch was die Qualität angeht zu: Wenn man für einen Spieler mehr als 10 Mio. ausgibt, dann muss der auch sofort einen guten Beitrag zum Erfolg haben. Das gilt unumschränkt für Auba - doch zufrieden waren die Fans mit ihm letzte Saison nicht, denn das "wie" überzeugte nicht. Das gilt eingeschränkt für Mkhitaryan (eingeschränkt, weil er in der letzten RR zahlreiche sehr starke Spiele gemacht hat), das gilt für Sokratis. Aber bisher weder für die neuen Stürmer (immobile mit einigen Abstrichen vielleicht ein bissel) und das gilt bisher nicht für Ginter, Kagawa. Das ist eigentlich zu wenig, wenn man bedenkt, was man dafür hat investieren müssen. Ich möchte betonen: Ich beziehe das nicht auf einen bestimmten Spieler. Flopps gibt es immer mal. Aber in der Gesamtheit haben uns diese Zugänge bisher unterproportional zu ihrer Ablöse und zu den Erwartungen an sie geholfen. Die Gründe mögen klar sein oder nicht, wenn andere es besser machen können, müssen wir es auch hinbekommen.
23.03.2015 - 10:45 Uhr
Zitat von Tube-jr
Alles schön und gut, aber in welche Richtung soll sich denn dann unser Spiel entwickeln und welche Spieler(typen) sollen wir dann verpflichten, wenn du es nicht so willst, wie die Bayern, sprich, dass wir das Spiel nach belieben dominieren und dann durch ne Einzelaktion eines absoluten weltklasse Spielers zum Tor kommen.
Nochmal, klar lässt es sich leicht sagen, dass wir uns entwickeln müssen, dass sieht selbst ein Blinder mit Krückstock, ob diese Entwicklung aber nun weg vom verbrauchten Spielermaterial, hin zu neuen, frischen Spielern stattfindet, die unseren Fußball der letzten Jahre spielen können und wollen, oder aber, ob wir unser System anpassen und auf deutlich mehr Dominanz und Einzelspieler setzen, bleibt dahingestellt.
MMn gibt es fast nur diese beiden Extreme, oder kennst du ein Team, welches einen "Mittelweg" gegen extrem defensive Gegner erfolgreich praktiziert?
Zitat von TStar09
Aber damit geht man davon aus, dass der Erfolg von 2010/2011 beliebig wiederholbar ist. Einfach die Spieler zu verjüngen wird uns vielleicht davor bewahren, im Abstiegskampf zu versumpfen aber sich nicht langfristig an der Spitze etablieren.
Köln oder Hamburg werden sich immer so gegen uns präsentieren. Und selbst wenn wir dann 90 Minuten lang rennen und fighten, ist der Sieg auch nicht garantiert. Dazu braucht es auch individuelle Klasse und brutale Dominanz. Uns fehlt momentan die Souveränität im Abwehrbereich und die Klasse, im Offensivbereich durch eine Einzelaktion ein Spiel zu entscheiden.
Ich möchte gar nicht eine Entwicklung wie die Bayern, dass wir die Spiele teilweise bis zur Langeweile dominieren. Teils gab es auch Spiele bei Barce unter Pep, die so brechend langweilig waren, weil sie sich 40 Minuten den Ball hin und her schoben und irgendwann Messi dann das Tor gemacht hat.
Doch wir werden keinesfalls mehr so dankbare Gegner bekommen wie noch 2010. Dafür müssten wir jetzt 5 Jahre lange konsequent im Tabellenniemandsland verschwinden, damit wir wieder nicht wahrgenommen werden und das will sicher niemand hier.
Klopps Stil und unsere Transferpolitik muss schon unserer Entwicklung entsprechen und sich entwickeln.
Zitat von Tube-jr
Was die Leistungsfähigkeit unserer Spieler betrifft, stimme ich dir zu, das habe ich auch schon beobachtet, dass da nicht mehr alle in der Lage sind, dieses Spiel, welches wir 10/11 und 11/12 durchgezogen haben, zu leisten.
Die Frage ist allerdings, was die Alternative ist. Klar kann man schnell von Systemumstellung etc. schreiben, aber ist das wirklich so ohne weiteres möglich? Ich sage nein, denn wie willst du Gegner a la Köln, Hamburg, Augsburg etc. schlagen, wenn die dir fast freiwillig den Ball geben, sich dann nur hinten rein stellen und auf Konter lauern, ohne laufintensives Spiel, um die Ketten zumindest etwas auseinander zu ziehen?
Das das selbst für die großen Bayern ein Problem ist, wenn ihre überragenden Einzelkünstler (Robben und Ribery) nicht dabei sind, hat man gestern mal wieder gesehen.
Deswegen hatte ich Freitag (glaube ich) hier auch n kleinen Appell geschrieben, dass man wieder junge, absolut topfitte und sehr gut veranlagte Spieler verpflichtet, die heißt sind und darauf brennen, für unsere Borussia zu spielen.
Zitat von TStar09
Fritz von TuT hat gestern bei Sky90 einen interessanten Einwurf gehabt (ich bin selten mit ihm einer Meinung aber was das betrifft, hab ich auch schon länger den Eindruck) - er meinte, der Klopp Fußball hätte die Jungs, die schon 5 Jahre da sind und den Stamm der Mannschaft bilden, einfach verbaucht. Diese können nicht mehr den Hochgeschwindigkeitsfußball über eine ganze Saison spielen. Das deckt sich ja auch mit Aussagen ehemaliger Spieler, dass das Training und Spiel bei uns zu intensiv ist.
Von daher war sein Vorschlag, entweder viele Spieler austauschen und neue, frische Spieler verpflichten oder eben Trainer wechseln bzw. Methoden des Trainers wechseln.
Ich denk der Punkt ist insofern richtig, als dass die neuen Spieler (welche ich alle kritisch sehe) in eine Mannschaft gekommen sind, die körperlich einfach über den Punkt war. Schmelzer und Pischo werden nicht mehr das Pensum abspulen können, was noch 2010 oder 2011 ging. Selbst bei KG merkt man, dass er langsamer und behäbiger in Handlungsschnelligkeit und Kampf ist.
Die häufigen Verletzungen insgesamt (wie gerade wieder die Sahinverletzung, die sich ewig zieht), sind eben Folgen von langer Überbelastung. In dem Zusammenhang kann man wieder den Oliver Bartlett Abgang heran ziehen.
Ich bin im Sommer auch klar für einen Umbruch aber auch für eine Entwicklung unserer Spielidee. Es kann nicht mehr das Rezept sein, mehr zu rennen und zu kämpfen als der Gegner. Das hat ne Weile geklappt aber wenn du oben stehen willst, muss du auch lernen die Kräfte zu dosieren und auch mal zu verwalten, zu dominieren und mit geringeren Aufwand maximalen Ertrag zu bekommen. Bei uns war die Erfolgsformel eben - maximaler Einsatz, maximaler Wille und laufen als gäbe es keinen Morgen + junge, hochveranlagte Spieler angepeitscht von einem wahnsinnigen (im positiven Sinne) Trainer. Nur mittlerweile ist dieser Trainer etwas abgenutzt, die Spieler sind älter, teils dauerverletzt bzw. nie topfit und viele sind körperlich auch nicht mehr in der Lage, diese Powerleistung Woche für Woche abzurufen.
Gerade die große Diskrepanz zwischen dem Schalke-Spiel und Hamburg/Köln hat das gut gezeigt. Solche Spiele wie gegen Schalke konnten wir 2011 noch an 25 bis 30 Spieltagen abrufen, es wurde aber jedes Jahr merklich weniger. Die Unkenrufe, dass wir Spiele dazwischen haben, in denen unerklärliche Leistungsabfälle stattfinden, gab es schon 2012/2013 in der Liga.
Fritz von TuT hat gestern bei Sky90 einen interessanten Einwurf gehabt (ich bin selten mit ihm einer Meinung aber was das betrifft, hab ich auch schon länger den Eindruck) - er meinte, der Klopp Fußball hätte die Jungs, die schon 5 Jahre da sind und den Stamm der Mannschaft bilden, einfach verbaucht. Diese können nicht mehr den Hochgeschwindigkeitsfußball über eine ganze Saison spielen. Das deckt sich ja auch mit Aussagen ehemaliger Spieler, dass das Training und Spiel bei uns zu intensiv ist.
Von daher war sein Vorschlag, entweder viele Spieler austauschen und neue, frische Spieler verpflichten oder eben Trainer wechseln bzw. Methoden des Trainers wechseln.
Ich denk der Punkt ist insofern richtig, als dass die neuen Spieler (welche ich alle kritisch sehe) in eine Mannschaft gekommen sind, die körperlich einfach über den Punkt war. Schmelzer und Pischo werden nicht mehr das Pensum abspulen können, was noch 2010 oder 2011 ging. Selbst bei KG merkt man, dass er langsamer und behäbiger in Handlungsschnelligkeit und Kampf ist.
Die häufigen Verletzungen insgesamt (wie gerade wieder die Sahinverletzung, die sich ewig zieht), sind eben Folgen von langer Überbelastung. In dem Zusammenhang kann man wieder den Oliver Bartlett Abgang heran ziehen.
Ich bin im Sommer auch klar für einen Umbruch aber auch für eine Entwicklung unserer Spielidee. Es kann nicht mehr das Rezept sein, mehr zu rennen und zu kämpfen als der Gegner. Das hat ne Weile geklappt aber wenn du oben stehen willst, muss du auch lernen die Kräfte zu dosieren und auch mal zu verwalten, zu dominieren und mit geringeren Aufwand maximalen Ertrag zu bekommen. Bei uns war die Erfolgsformel eben - maximaler Einsatz, maximaler Wille und laufen als gäbe es keinen Morgen + junge, hochveranlagte Spieler angepeitscht von einem wahnsinnigen (im positiven Sinne) Trainer. Nur mittlerweile ist dieser Trainer etwas abgenutzt, die Spieler sind älter, teils dauerverletzt bzw. nie topfit und viele sind körperlich auch nicht mehr in der Lage, diese Powerleistung Woche für Woche abzurufen.
Gerade die große Diskrepanz zwischen dem Schalke-Spiel und Hamburg/Köln hat das gut gezeigt. Solche Spiele wie gegen Schalke konnten wir 2011 noch an 25 bis 30 Spieltagen abrufen, es wurde aber jedes Jahr merklich weniger. Die Unkenrufe, dass wir Spiele dazwischen haben, in denen unerklärliche Leistungsabfälle stattfinden, gab es schon 2012/2013 in der Liga.
Was die Leistungsfähigkeit unserer Spieler betrifft, stimme ich dir zu, das habe ich auch schon beobachtet, dass da nicht mehr alle in der Lage sind, dieses Spiel, welches wir 10/11 und 11/12 durchgezogen haben, zu leisten.
Die Frage ist allerdings, was die Alternative ist. Klar kann man schnell von Systemumstellung etc. schreiben, aber ist das wirklich so ohne weiteres möglich? Ich sage nein, denn wie willst du Gegner a la Köln, Hamburg, Augsburg etc. schlagen, wenn die dir fast freiwillig den Ball geben, sich dann nur hinten rein stellen und auf Konter lauern, ohne laufintensives Spiel, um die Ketten zumindest etwas auseinander zu ziehen?
Das das selbst für die großen Bayern ein Problem ist, wenn ihre überragenden Einzelkünstler (Robben und Ribery) nicht dabei sind, hat man gestern mal wieder gesehen.
Deswegen hatte ich Freitag (glaube ich) hier auch n kleinen Appell geschrieben, dass man wieder junge, absolut topfitte und sehr gut veranlagte Spieler verpflichtet, die heißt sind und darauf brennen, für unsere Borussia zu spielen.
Aber damit geht man davon aus, dass der Erfolg von 2010/2011 beliebig wiederholbar ist. Einfach die Spieler zu verjüngen wird uns vielleicht davor bewahren, im Abstiegskampf zu versumpfen aber sich nicht langfristig an der Spitze etablieren.
Köln oder Hamburg werden sich immer so gegen uns präsentieren. Und selbst wenn wir dann 90 Minuten lang rennen und fighten, ist der Sieg auch nicht garantiert. Dazu braucht es auch individuelle Klasse und brutale Dominanz. Uns fehlt momentan die Souveränität im Abwehrbereich und die Klasse, im Offensivbereich durch eine Einzelaktion ein Spiel zu entscheiden.
Ich möchte gar nicht eine Entwicklung wie die Bayern, dass wir die Spiele teilweise bis zur Langeweile dominieren. Teils gab es auch Spiele bei Barce unter Pep, die so brechend langweilig waren, weil sie sich 40 Minuten den Ball hin und her schoben und irgendwann Messi dann das Tor gemacht hat.
Doch wir werden keinesfalls mehr so dankbare Gegner bekommen wie noch 2010. Dafür müssten wir jetzt 5 Jahre lange konsequent im Tabellenniemandsland verschwinden, damit wir wieder nicht wahrgenommen werden und das will sicher niemand hier.
Klopps Stil und unsere Transferpolitik muss schon unserer Entwicklung entsprechen und sich entwickeln.
Alles schön und gut, aber in welche Richtung soll sich denn dann unser Spiel entwickeln und welche Spieler(typen) sollen wir dann verpflichten, wenn du es nicht so willst, wie die Bayern, sprich, dass wir das Spiel nach belieben dominieren und dann durch ne Einzelaktion eines absoluten weltklasse Spielers zum Tor kommen.
Nochmal, klar lässt es sich leicht sagen, dass wir uns entwickeln müssen, dass sieht selbst ein Blinder mit Krückstock, ob diese Entwicklung aber nun weg vom verbrauchten Spielermaterial, hin zu neuen, frischen Spielern stattfindet, die unseren Fußball der letzten Jahre spielen können und wollen, oder aber, ob wir unser System anpassen und auf deutlich mehr Dominanz und Einzelspieler setzen, bleibt dahingestellt.
MMn gibt es fast nur diese beiden Extreme, oder kennst du ein Team, welches einen "Mittelweg" gegen extrem defensive Gegner erfolgreich praktiziert?
Um nur in der Liga zu bleiben, hat Leverkusen einen recht konstanten Weg hingelegt. Klar gelingt ihnen nie der große Wurf aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten und trotz einiger Trainerwechsel sind sie konstant unter den Top5 der Liga. Sie kaufen sowohl junge, ehrgeizige Talente (Calhanoglu, Son, Brandt, Drmic, Jedvaj) und entwickeln diese konstant, aber setzen auch immer wieder mit erfahrenen Spielern an den Schwachsellen an (Spahic, Hilbert). Keiner dieser Transfers war finanzieller Selbstmord oder Risiko, der Kern der Mannschaft bleibt erhalten und man betreibt eine sehr ehrgeizige Jugendförderung.
Zurück zu uns - wir brauchen mehr Dominanz. Das muss nicht zwangsläufig zum Bayern-Klon führen. Nur wir haben zu sehr in Mannschaftsspieler investiert und individuelle Klasse verloren bzw verhindern sie durch taktische Zwänge.
Ich bin auch für einen erfahrenen Stamm mit klasse Einzelspielern um die drum herum in einem guten Teamgefüge eine gierige, leistungsstarke Mannschaft entsteht und jedes Jahr durch neue Impulse aufgefrischt wird. Da muss dann auch mal konsequent taktisch neu justiert werden und wichtiger noch - Spieler nur nach Leistungen und nicht nach Verdiensten bewerten werden. Wenn ein Spieler in 50 - 75% aller Spieler unterhalb der Teamleistung oder Erwartungen spielt - was auf so einige zutrifft, dann darf es da keine Geduld mehr geben. Das Leistungsdenken muss erhöht werden. Die Transferleistungen müssen stimmen, die Fehlertoleranz geringer werden. Keine Spieler mehr durch die Saison ziehen. Alle Spieler, die schon länger beim Verein sind, müssen vorweg gehen und Verantwortung zeigen. Tun sie das nicht, dann abgeben. In der Hinrunde waren gerade unsere etablierten Spieler die größten Fehlerquellen.
Und trotzdem ist es zu eindimensional, wenn man nach den Spielen gegen defensiv stehende Gegner davon redet, dass man nicht handlungsschnell genug war und die falschen Entscheidungen getroffen hat. Es stehen einige Spieler auf dem Feld, deren Fähigkeiten es uns erlauben sollten, auch gegen solche Mannschaften zu treffen. Aber wenn man Flanken, Standards und Fernschüsse komplett aus unserer Reportoire streicht oder offensichtlich nicht trainiert (zumindest nicht mit gewünschten Erfolg), dann liegt der Fehler in den Vorgaben der Trainer. Man kann Spiele eben über verschiedene Wege für sich entscheiden.
23.03.2015 - 11:22 Uhr
Zitat von TStar09
Um nur in der Liga zu bleiben, hat Leverkusen einen recht konstanten Weg hingelegt. Klar gelingt ihnen nie der große Wurf aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten und trotz einiger Trainerwechsel sind sie konstant unter den Top5 der Liga. Sie kaufen sowohl junge, ehrgeizige Talente (Calhanoglu, Son, Brandt, Drmic, Jedvaj) und entwickeln diese konstant, aber setzen auch immer wieder mit erfahrenen Spielern an den Schwachsellen an (Spahic, Hilbert). Keiner dieser Transfers war finanzieller Selbstmord oder Risiko, der Kern der Mannschaft bleibt erhalten und man betreibt eine sehr ehrgeizige Jugendförderung.
Um nur in der Liga zu bleiben, hat Leverkusen einen recht konstanten Weg hingelegt. Klar gelingt ihnen nie der große Wurf aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten und trotz einiger Trainerwechsel sind sie konstant unter den Top5 der Liga. Sie kaufen sowohl junge, ehrgeizige Talente (Calhanoglu, Son, Brandt, Drmic, Jedvaj) und entwickeln diese konstant, aber setzen auch immer wieder mit erfahrenen Spielern an den Schwachsellen an (Spahic, Hilbert). Keiner dieser Transfers war finanzieller Selbstmord oder Risiko, der Kern der Mannschaft bleibt erhalten und man betreibt eine sehr ehrgeizige Jugendförderung.
Gut das du Leverkusen erwähnst. Zum Spielsystem: Für mein Dafürhalten entscheiden die Spiele eben NICHT über ihre Dominanz, sondern über im Pressing gewonnene Bälle. Leverkusen schießt kein Tor (kaum Tore), weil sie 70% Ballbesitz haben, sondern weil sie Bälle im Aufbau erobern und dann mit Son, Bellarabi, Calhanoglu und im Moment häufiger Drmic, Spieler haben, die wahnsinnig gut im Umschaltspiel sind. Im Grunde also genau aus den gleichen Gründen, aus welchen wir früher unsere Buden gemacht haben. Das Leverkusen Probleme gegen sehr defensive Gegner hat, und dort dann genau wie wir keine Tore macht, hat man auch in dieser Saison gesehen (gegen uns im Rückspiel, Frankfurt, Mainz, etc.).
Thema Konstanz: Diese Entwicklung kam auch erst in den letzten Jahren, davor hatte man auch viele etablierte BuLi Spieler geholt und diese ins Team integriert. Das man sich nun diese Talente holen konnte, lag vorwiegend daran, dass die Talentschmiede Nummer 1 im Westen (wir^^) inzwischen einen ticken zu groß geworden ist. Dennoch haben auch wir versucht, uns mit Talenten zu verstärken und diese einzubinden (Leitner, Bittencourt, Amini, Sarr, zuletzt Ginter). Dass das nicht so gut geklappt hat, weil die Talente nicht direkt die Leistung bringen konnten, welche auf unserem Niveau gefordert wurde, war Pech, aber leider halt auch so zu erwarten.
Zitat von TStar09
Zurück zu uns - wir brauchen mehr Dominanz. Das muss nicht zwangsläufig zum Bayern-Klon führen. Nur wir haben zu sehr in Mannschaftsspieler investiert und individuelle Klasse verloren bzw verhindern sie durch taktische Zwänge.
Zurück zu uns - wir brauchen mehr Dominanz. Das muss nicht zwangsläufig zum Bayern-Klon führen. Nur wir haben zu sehr in Mannschaftsspieler investiert und individuelle Klasse verloren bzw verhindern sie durch taktische Zwänge.
Bin ich ganz bei dir, ich hätte nix dagegen, wenn wir mehr Spieler a la Ribery und Robben bei uns hätten, weil wir dann Spiele wie gegen Juve, Köln und den HSV sicherlich durch eine tolle Einzelaktion / Zweierkombi gewinnen würden. Diese liegen allerdings außerhalb unserer Regionen und so müssen wir hoffen, dass bspw. Reus und Kampl zu einem Duo werden, das mal im Stande ist, ähnliches zu leisten.
Zitat von TStar09
Ich bin auch für einen erfahrenen Stamm mit klasse Einzelspielern um die drum herum in einem guten Teamgefüge eine gierige, leistungsstarke Mannschaft entsteht und jedes Jahr durch neue Impulse aufgefrischt wird. Da muss dann auch mal konsequent taktisch neu justiert werden und wichtiger noch - Spieler nur nach Leistungen und nicht nach Verdiensten bewerten werden. Wenn ein Spieler in 50 - 75% aller Spieler unterhalb der Teamleistung oder Erwartungen spielt - was auf so einige zutrifft, dann darf es da keine Geduld mehr geben. Das Leistungsdenken muss erhöht werden. Die Transferleistungen müssen stimmen, die Fehlertoleranz geringer werden. Keine Spieler mehr durch die Saison ziehen. Alle Spieler, die schon länger beim Verein sind, müssen vorweg gehen und Verantwortung zeigen. Tun sie das nicht, dann abgeben. In der Hinrunde waren gerade unsere etablierten Spieler die größten Fehlerquellen.
Ich bin auch für einen erfahrenen Stamm mit klasse Einzelspielern um die drum herum in einem guten Teamgefüge eine gierige, leistungsstarke Mannschaft entsteht und jedes Jahr durch neue Impulse aufgefrischt wird. Da muss dann auch mal konsequent taktisch neu justiert werden und wichtiger noch - Spieler nur nach Leistungen und nicht nach Verdiensten bewerten werden. Wenn ein Spieler in 50 - 75% aller Spieler unterhalb der Teamleistung oder Erwartungen spielt - was auf so einige zutrifft, dann darf es da keine Geduld mehr geben. Das Leistungsdenken muss erhöht werden. Die Transferleistungen müssen stimmen, die Fehlertoleranz geringer werden. Keine Spieler mehr durch die Saison ziehen. Alle Spieler, die schon länger beim Verein sind, müssen vorweg gehen und Verantwortung zeigen. Tun sie das nicht, dann abgeben. In der Hinrunde waren gerade unsere etablierten Spieler die größten Fehlerquellen.
Taktische neujustierung geht nur durch neues Spielermaterial oder Weiterentwicklung des vorhandenen, siehe oben. Ansonsten volle Zustimmung.
Zitat von TStar09
Und trotzdem ist es zu eindimensional, wenn man nach den Spielen gegen defensiv stehende Gegner davon redet, dass man nicht handlungsschnell genug war und die falschen Entscheidungen getroffen hat. Es stehen einige Spieler auf dem Feld, deren Fähigkeiten es uns erlauben sollten, auch gegen solche Mannschaften zu treffen. Aber wenn man Flanken, Standards und Fernschüsse komplett aus unserer Reportoire streicht oder offensichtlich nicht trainiert (zumindest nicht mit gewünschten Erfolg), dann liegt der Fehler in den Vorgaben der Trainer. Man kann Spiele eben über verschiedene Wege für sich entscheiden.
Und trotzdem ist es zu eindimensional, wenn man nach den Spielen gegen defensiv stehende Gegner davon redet, dass man nicht handlungsschnell genug war und die falschen Entscheidungen getroffen hat. Es stehen einige Spieler auf dem Feld, deren Fähigkeiten es uns erlauben sollten, auch gegen solche Mannschaften zu treffen. Aber wenn man Flanken, Standards und Fernschüsse komplett aus unserer Reportoire streicht oder offensichtlich nicht trainiert (zumindest nicht mit gewünschten Erfolg), dann liegt der Fehler in den Vorgaben der Trainer. Man kann Spiele eben über verschiedene Wege für sich entscheiden.
Auch da stimme ich dir zu. Gefühlt 10 Spiele nacheinander damit erklären zu wollen, dass man die falschen Entscheidungen in den Räumen getroffen hat klingt irgendwann nach billiger Ausrede. Man muss es in solchen Spielen einfach schaffen, in Strafraumnähe (20-25 Meter vor dem Tor) zu kommen und sich dort foulen zu lassen und das ganze dann auch nicht nur einmal im Spiel, sondern 5, 6, 7, 8 mal. Dann ist man immer vor dem Tor und sollte es bei so durchsetzungsstarken IV's plus Stürmern schaffen, etwas Gefahr zu entwickeln. Das ist ein echtes Manko unseres Spiels unter Klopp.
23.03.2015 - 11:40 Uhr
Die Lösung ist zwar richtig, aber dennoch liegt es eher dran, dass wir damals ein Außenseiter waren und Teams keine Angst hatten gg uns zu spielen...jetzt sind wir ein Top Team und die Gegner stehen defensiv. Für uns heißt es damit ja nur noch : attackieren. Das war früher anders.
Eine Trainerwechsel kann man wohl ausschließen. Kann auch nicht begreifen, wie ein Coach von allen Seiten bejubelt wird und man dann bei nicht zusammenpassenden Einkäufen plötzlich die Meinung haben kann, es liege plötzlich am Trainer.
Das größte Problem ist, dass man angefangen hat gute und eigtl sehr gute teure spieler zu kaufen, die nur in einem voll funktionierenden System klappen. Denn diese haben schon ein paar Schwächen.
Angefangen mit Miki. Ich denke, wenn der in ner stabilen Manschaft wie juve spielt werden seine Unsicherheiten nachlassen und die Manschaft wird auch ohne ihn nach vorne spielen können. Miki ist keiner, dem man dass als daueraufgabe zutrauen kann und darf. Bei uns aber der Fall.
Aber er war für uns verkraftbar solange reus und Lewy und andere stabilisatoren dawaren. Dann geht Lewy weg, reus wird krank und Miki kann es dann gar nicht mehr.
Deswegen klappt das nicht.
Und dann kauft man Ciro ein Spieler, der auch eigtl sehr gut ist, aber auch der Brauch ne stabile hintermannschaft. Ist aber alles kaputt.
----
Das beißt sich und ich denke, man sollte dies einsehen und versuche zu retten was zu retten ist. Neueinkäufe, die auch technisch überzeugen.
Miki und Ciro waren ein anderes Regal aber im falschen laden.
Eine Trainerwechsel kann man wohl ausschließen. Kann auch nicht begreifen, wie ein Coach von allen Seiten bejubelt wird und man dann bei nicht zusammenpassenden Einkäufen plötzlich die Meinung haben kann, es liege plötzlich am Trainer.
Das größte Problem ist, dass man angefangen hat gute und eigtl sehr gute teure spieler zu kaufen, die nur in einem voll funktionierenden System klappen. Denn diese haben schon ein paar Schwächen.
Angefangen mit Miki. Ich denke, wenn der in ner stabilen Manschaft wie juve spielt werden seine Unsicherheiten nachlassen und die Manschaft wird auch ohne ihn nach vorne spielen können. Miki ist keiner, dem man dass als daueraufgabe zutrauen kann und darf. Bei uns aber der Fall.
Aber er war für uns verkraftbar solange reus und Lewy und andere stabilisatoren dawaren. Dann geht Lewy weg, reus wird krank und Miki kann es dann gar nicht mehr.
Deswegen klappt das nicht.
Und dann kauft man Ciro ein Spieler, der auch eigtl sehr gut ist, aber auch der Brauch ne stabile hintermannschaft. Ist aber alles kaputt.
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