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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#8981
03.03.2017 - 19:20 Uhr
Zitat von -adi-
Zitat von mba123

Zitat von Karlo71

Zitat von fuba333

Zitat von -adi-

Zitat von fuba333

...
Dies ist nun der Weg den der BVB einschlägt, aber man kann hier sicher geteilter Meinung sein.
Evtl. macht es doch mehr Sinn bei der Transferpolitik etwas weiter unten ins Regel zu greifen, aber dafür einen Spieler zu bekommen welcher einfach in seiner Entwicklung schon weiter ist aber eben kein potential zur Weltklasse oder was auch immer hat.

Ein Malli z.B. hätte uns vermutlich aktuell mehr geholfen als ein Mor. Wenn Mor es nun verpassen sollte jemals einzuschlagen, dann wäre Malli auch langfristig die klar bessere Option gewesen.

Im Endeffekt kann man nur raten,welches der bessere Weg ist, was für mich aber feststeht ist, dass unser aktueller Weg der riskantere ist.

...

Momentan macht man es doch genau so, dass man neben den vielversprechendsten Talenten auch genügend Spieler holt, die schon sehr weit in ihrer Entwicklung sind. Castro, Götze, Schürrle, Bartra, Toprak etc. sind genau solche Spieler, nur sind sie qualitativ eindeutig über z.B. Malli einzuordnen.

Alle Abgänge wurden mit solchen Spielern besetzt, die Talente kamen zusätzlich.
Wenn Mor nicht einschlägt, juckt es uns nicht, weil wir genügend Spieler auf dieser Position haben. Einen Malli statt Mor bräuchten wir im Moment nicht. Der würde im Moment auch nicht viel Spielzeit erhalten. Startet Mor aber richtig durch, hat man einen Spieler, den man sonst nicht bekommen hätten.


Auf den offensiven Positionen magst du recht haben, bei Merino z.B. sehe ich es anders - hier hätte man durchaus jemanden mit mehr Erfahrungen gebrauchen können.

Mir geht es eher um die allgemeine Transferpolitik und ob der Weg der "Jugend" der richtige ist.


Nach den Meisterjahren hat man seine Abgänge immer durch erfahrenere Spieler ersetzt und zusätzlich Talente geholt, also basierte die Transferpolitik auf zwei Säulen. Dass die Talente oft so hervorstechen liegt wohl daran, dass die zweite Säule der Dortmunder Transferpolitik ziemlich ausbaufähig ist. Viele der erfahrenen Spieler konnten die erhofften Leistungen aus unterschiedlichen Gründen nicht erbringen, sodass die starken Talente deren Lücken nutzen konnten.
Ich sehe es keineswegs so, dass man diesen Weg der Jugend derart forciert, wie es häufig dargestellt wird. Von Vereinsseite wird das gerne kommuniziert, aber das ist ja nicht weiter verwunderlich, da es einerseits stimmt, dass man Weltklasse nur selber ausbilden kann und es andererseits nur natürlich ist, die positiven Aspekte der eigenen Arbeit hervorzuheben, zumal diese bei den Fans auch noch Erinnerungen an die junge Meistermannschaft auslösen.

Ich denke, die Möglichkeit, Toptalente zu verpflichten, ist noch ganz neu bei uns.

Kein Talent, das wir in den letzten Jahren bekommen haben, hatte bei der Verpflichtung den Status eines Dembeles, Mors oder auch eines Isaks.

Daher ist es auch nicht so einfach zu sagen, wie es aussieht, wenn man konsequent auf solche Spieler setzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Spieler es in die erste Mannschaft schaffen, ist aber sicherlich höher als bei anderen Talenten in der Vergangenheit (Bittencourt, Jojic, aber auch Weigl und Kagawa damals).

Ein Argument für die gestandenen Spieler ist es auch immer, dass diese direkt Leistung bringen können. Aber welche Spieler haben dies bei uns geschafft?
Seit 2010 haben es, glaube ich, nur Kagawa, Reus, Weigl und Dembele vom Start weg zu Leistungsträgern gebracht (ein paar Streitfälle wie Piszczek gibt es sicherlich auch).

Vielleicht könnte man daher bei Neuverpflichtungen doch weitestgehend auf gestandene Spieler verzichten?

Allerdings glaube ich auch, dass man, bei einem so hoch gehandelten Talent wie Dembele, in den meisten Fällen keine Chance auf eine Verpflichtung hätte. Insofern war für mich letzten Sommer auch eine Menge Glück dabei.
Allgemein kann ich mir dennoch vorstellen, dass eine stärkere Fokussierung auf Talente für uns ein guter Weg ist (wie in dieser Saison geschehen).
Das schließt ja nicht aus, auch mal einen 30 Jährigen Ibrahimovic "for free" zu verpflichten.

Dembele stellt, was den Status angeht, aber die Ausnahme dar. Ansonsten sehe ich nicht, dass man jetzt hochkarätigere Talente verpflichtet hat. Vielleicht etwas mehr durch die Presse gehypte.

Mor oder Isak sind für mich nicht höher anzusiedeln als z.B. Ginter (zweimaliger Fritz-Walter-Medallien-Gewinner), Perisic oder Lewandowski zum Zeitpunkt ihrer Verpflichtung. Eher im Gegenteil. Lewandowski, Perisic und Ginter hatten schon ihre Tauglichkeit im Profibereich nachgewiesen, waren aber natürlich auch etwas älter.
Auch hinter Bittencourt waren z.B. die Bayern her. Und Leitner galt ebenfalls als Supertalent, auch wenn die beiden international vielleicht nicht so bekannt waren.


Bin da deiner Meinung, der Hype ist jetzt hallt etwas größer, weil es eben einen gewissen Impact hat wen der BVB ein talent verpichtet.
Mor haben wir z.B. vor den Hype um ihn bekommen, einen Isaak kante vorher wohl auch keiner im Forum (der war ja nicht mal bei Fifa ein riesen Talent smile ). Einizig Dembele ist eine kleine Ausnahme, da er schon in einer großen Liga überzeugen konnte und nicht irgendwo in der Walachei spielte. Aber ein Ginter muss sich im vergleich da sicher auch nicht verstecken wen man sich das Standing beider ansieht als sie zu uns gekommen sind.
Was aber wohl richtig ist, das der BVB früher so viele große Talente am stück sicher nicht hätte kaufen können. In so fern stimmt es schon das man abwarten sollte was aus dieser Strategie wird.
BVB - Transferpolitik |#8982
04.03.2017 - 11:22 Uhr
Zitat von -adi-

Zitat von mba123

Zitat von Karlo71

Zitat von fuba333

Zitat von -adi-

Zitat von fuba333

...
Dies ist nun der Weg den der BVB einschlägt, aber man kann hier sicher geteilter Meinung sein.
Evtl. macht es doch mehr Sinn bei der Transferpolitik etwas weiter unten ins Regel zu greifen, aber dafür einen Spieler zu bekommen welcher einfach in seiner Entwicklung schon weiter ist aber eben kein potential zur Weltklasse oder was auch immer hat.

Ein Malli z.B. hätte uns vermutlich aktuell mehr geholfen als ein Mor. Wenn Mor es nun verpassen sollte jemals einzuschlagen, dann wäre Malli auch langfristig die klar bessere Option gewesen.

Im Endeffekt kann man nur raten,welches der bessere Weg ist, was für mich aber feststeht ist, dass unser aktueller Weg der riskantere ist.

...

Momentan macht man es doch genau so, dass man neben den vielversprechendsten Talenten auch genügend Spieler holt, die schon sehr weit in ihrer Entwicklung sind. Castro, Götze, Schürrle, Bartra, Toprak etc. sind genau solche Spieler, nur sind sie qualitativ eindeutig über z.B. Malli einzuordnen.

Alle Abgänge wurden mit solchen Spielern besetzt, die Talente kamen zusätzlich.
Wenn Mor nicht einschlägt, juckt es uns nicht, weil wir genügend Spieler auf dieser Position haben. Einen Malli statt Mor bräuchten wir im Moment nicht. Der würde im Moment auch nicht viel Spielzeit erhalten. Startet Mor aber richtig durch, hat man einen Spieler, den man sonst nicht bekommen hätten.


Auf den offensiven Positionen magst du recht haben, bei Merino z.B. sehe ich es anders - hier hätte man durchaus jemanden mit mehr Erfahrungen gebrauchen können.

Mir geht es eher um die allgemeine Transferpolitik und ob der Weg der "Jugend" der richtige ist.


Nach den Meisterjahren hat man seine Abgänge immer durch erfahrenere Spieler ersetzt und zusätzlich Talente geholt, also basierte die Transferpolitik auf zwei Säulen. Dass die Talente oft so hervorstechen liegt wohl daran, dass die zweite Säule der Dortmunder Transferpolitik ziemlich ausbaufähig ist. Viele der erfahrenen Spieler konnten die erhofften Leistungen aus unterschiedlichen Gründen nicht erbringen, sodass die starken Talente deren Lücken nutzen konnten.
Ich sehe es keineswegs so, dass man diesen Weg der Jugend derart forciert, wie es häufig dargestellt wird. Von Vereinsseite wird das gerne kommuniziert, aber das ist ja nicht weiter verwunderlich, da es einerseits stimmt, dass man Weltklasse nur selber ausbilden kann und es andererseits nur natürlich ist, die positiven Aspekte der eigenen Arbeit hervorzuheben, zumal diese bei den Fans auch noch Erinnerungen an die junge Meistermannschaft auslösen.

Ich denke, die Möglichkeit, Toptalente zu verpflichten, ist noch ganz neu bei uns.

Kein Talent, das wir in den letzten Jahren bekommen haben, hatte bei der Verpflichtung den Status eines Dembeles, Mors oder auch eines Isaks.

Daher ist es auch nicht so einfach zu sagen, wie es aussieht, wenn man konsequent auf solche Spieler setzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Spieler es in die erste Mannschaft schaffen, ist aber sicherlich höher als bei anderen Talenten in der Vergangenheit (Bittencourt, Jojic, aber auch Weigl und Kagawa damals).

Ein Argument für die gestandenen Spieler ist es auch immer, dass diese direkt Leistung bringen können. Aber welche Spieler haben dies bei uns geschafft?
Seit 2010 haben es, glaube ich, nur Kagawa, Reus, Weigl und Dembele vom Start weg zu Leistungsträgern gebracht (ein paar Streitfälle wie Piszczek gibt es sicherlich auch).

Vielleicht könnte man daher bei Neuverpflichtungen doch weitestgehend auf gestandene Spieler verzichten?

Allerdings glaube ich auch, dass man, bei einem so hoch gehandelten Talent wie Dembele, in den meisten Fällen keine Chance auf eine Verpflichtung hätte. Insofern war für mich letzten Sommer auch eine Menge Glück dabei.
Allgemein kann ich mir dennoch vorstellen, dass eine stärkere Fokussierung auf Talente für uns ein guter Weg ist (wie in dieser Saison geschehen).
Das schließt ja nicht aus, auch mal einen 30 Jährigen Ibrahimovic "for free" zu verpflichten.

Dembele stellt, was den Status angeht, aber die Ausnahme dar. Ansonsten sehe ich nicht, dass man jetzt hochkarätigere Talente verpflichtet hat. Vielleicht etwas mehr durch die Presse gehypte.

Mor oder Isak sind für mich nicht höher anzusiedeln als z.B. Ginter (zweimaliger Fritz-Walter-Medallien-Gewinner), Perisic oder Lewandowski zum Zeitpunkt ihrer Verpflichtung. Eher im Gegenteil. Lewandowski, Perisic und Ginter hatten schon ihre Tauglichkeit im Profibereich nachgewiesen, waren aber natürlich auch etwas älter.
Auch hinter Bittencourt waren z.B. die Bayern her. Und Leitner galt ebenfalls als Supertalent, auch wenn die beiden international vielleicht nicht so bekannt waren.

Hätte man bei Verpflichtung der genannten Talente darauf gewettet, wer es irgendwann zur Weltklasse bringen könnte, hätte ich nach Dembele Mor die besten Chancen eingeräumt (Isak kann ich kaum einschätzen). Jedenfalls war für mich die Entwicklung von Lewandowski beispielsweise nicht zu erwarten.

Auch Ginter würde ich anders einstufen. Ginter war im Vergleich zu Mor viel reifer. Ginter war anderthalb Jahre älter, in Deutschland ausgebildet und spielte schon zweieinhalb Jahre Bundesliga. Bei Ginter konnte man daher erwarten, dass er ein höheres Niveau mitbringt. Aber das Potential bei Ginter war eben schon weit mehr ausgeschöpft als jetzt beim Rohdiamanten Mor. Daher sehe ich bei Mor eher die Chance es irgendwann in die Weltspitze zu schaffen.

Für mich ist das größere Talent immer das, welches höheres Potential besitzt.
Ob ein Mor dann tatsächlich die gewünschte Entwicklung nimmt, steht natürlich auf einen anderen Blatt. Rein vom Potential gesehen, würde ich Mor, Dembele und Isak aber höher einschätzen als unsere bisher verpflichteten Talente (nicht als die aus der Jugend kommenden Götze, Pulisic). Wobei ich dieses Potential, besonders bei Isak, aus dem Interesse vieler europäischer Clubs ableite.

Meiner Meinung nach hat man jetzt die Möglichkeit an große Talente heranzukommen, die vorher unerreichbar waren. Insbesondere bei Talenten aus dem Ausland hatte man bisher wohl schlechte Karten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mba123 am 04.03.2017 um 11:24 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#8983
04.03.2017 - 11:45 Uhr
Diese vermeintlichen europäischen Megatalente scheinen tatsächlich eine neue Zielgruppe zu sein, wobei ich noch nicht abschätzen kann, ob das nun gut ist. Das sehe ich überwiegend eher als risikobehaftete Strategie sich krampfhaft in den europäischen Top Ten festzukrallen, während sich viele Bedingungen hierfür eigentlich verschlechtern.

Da zahlt man teilweise zehn Millionen für Minderjährige, die ihre erste Saison in Dänemark oder Schweden spielen. Dieses neue Transferprofil hat sicherlich damit zu tun, dass ältere Talente oder welche aus stärkeren Ligen plötzlich nicht mehr 5-10 Millionen kosten, sondern 15+++.

Potenzial kann immer auch krachend scheitern, deshalb vertrete ich die Meinung, dass man keinesfalls überwiegend auf solche vermeintlichen Megatalente setzen kann. Das hat zwar seinen Charme, beinhaltet allerdings viel mehr Risiko. Es braucht auch gestandene Zugänge wie Castro oder Sokratis.
BVB - Transferpolitik |#8984
04.03.2017 - 12:23 Uhr
Zitat von Karlo71
Diese vermeintlichen europäischen Megatalente scheinen tatsächlich eine neue Zielgruppe zu sein, wobei ich noch nicht abschätzen kann, ob das nun gut ist. Das sehe ich überwiegend eher als risikobehaftete Strategie sich krampfhaft in den europäischen Top Ten festzukrallen, während sich viele Bedingungen hierfür eigentlich verschlechtern.

Da zahlt man teilweise zehn Millionen für Minderjährige, die ihre erste Saison in Dänemark oder Schweden spielen. Dieses neue Transferprofil hat sicherlich damit zu tun, dass ältere Talente oder welche aus stärkeren Ligen plötzlich nicht mehr 5-10 Millionen kosten, sondern 15+++.

Potenzial kann immer auch krachend scheitern, deshalb vertrete ich die Meinung, dass man keinesfalls überwiegend auf solche vermeintlichen Megatalente setzen kann. Das hat zwar seinen Charme, beinhaltet allerdings viel mehr Risiko. Es braucht auch gestandene Zugänge wie Castro oder Sokratis.


Stimme dir da zu, jedoch ist dies doch genau die Transferpolitik der letzten Jahre! Selbst im letzten Sommer wo mit Dembélé, Mor und Guerreiro (+Isak im Winter) eine Menge an jungem Talent gekommen ist, haben wir mit Götze, Schürrle und Rode gestandene Bundesligaspieler verpflichtet.

Das Problem in den letzten 1-2 Jahren war bei uns doch eher, dass die "gestandenen Männer" entweder unkonstant / verletzungsanfällig, oder aber komplett hinter den Erwartungen geblieben sind. Dies ist eher als Grund für unsere Unkonstanz zu sehen, als das Verpflichten von jungen, hoffnungsvollen Talenten.
BVB - Transferpolitik |#8985
04.03.2017 - 12:36 Uhr
Zitat von 1Liebe
Zitat von Karlo71

Diese vermeintlichen europäischen Megatalente scheinen tatsächlich eine neue Zielgruppe zu sein, wobei ich noch nicht abschätzen kann, ob das nun gut ist. Das sehe ich überwiegend eher als risikobehaftete Strategie sich krampfhaft in den europäischen Top Ten festzukrallen, während sich viele Bedingungen hierfür eigentlich verschlechtern.

Da zahlt man teilweise zehn Millionen für Minderjährige, die ihre erste Saison in Dänemark oder Schweden spielen. Dieses neue Transferprofil hat sicherlich damit zu tun, dass ältere Talente oder welche aus stärkeren Ligen plötzlich nicht mehr 5-10 Millionen kosten, sondern 15+++.

Potenzial kann immer auch krachend scheitern, deshalb vertrete ich die Meinung, dass man keinesfalls überwiegend auf solche vermeintlichen Megatalente setzen kann. Das hat zwar seinen Charme, beinhaltet allerdings viel mehr Risiko. Es braucht auch gestandene Zugänge wie Castro oder Sokratis.


Stimme dir da zu, jedoch ist dies doch genau die Transferpolitik der letzten Jahre! Selbst im letzten Sommer wo mit Dembélé, Mor und Guerreiro (+Isak im Winter) eine Menge an jungem Talent gekommen ist, haben wir mit Götze, Schürrle und Rode gestandene Bundesligaspieler verpflichtet.

Das Problem in den letzten 1-2 Jahren war bei uns doch eher, dass die "gestandenen Männer" entweder unkonstant / verletzungsanfällig, oder aber komplett hinter den Erwartungen geblieben sind. Dies ist eher als Grund für unsere Unkonstanz zu sehen, als das Verpflichten von jungen, hoffnungsvollen Talenten.


Das ist richtig. Fast genau so schrieb ich es auf der vorherigen Seite oder in der Gerüchteküche zum Gerücht, dass Augustin als Auba-Ersatz geplant sei. Man fährt seit den Meisterjahren eben diese Strategie aus erfahrenen Spielern (die leider oft floppen) und Talenten, die sich hervortun können, da die Gestandenen nicht die erhofften Leistungen bringen.

Dementsprechend ist mein Beitrag auch nicht als Generalkritik an der Transferpolitik zu lesen, sondern eher als Antwort auf den User mba123, der mutmaßte, dass man nun, wo man Zugriff auf die europäischen Toptalente hat, auf die Gestandenen verzichten könnte.
BVB - Transferpolitik |#8986
04.03.2017 - 14:23 Uhr
Sehr interessante Diskussion die ihr führt.
Ich hatte ja schon in den einem oder anderen Thread was dazu geschrieben.

Ich denke, ich bin relativ nah bei denen, die sagen, dass man eine gesunde Mischung braucht. Nur mit Jungen werde ich nicht um Titel mitspielen können, da die naturgemäß in ihrer Entwicklung noch nicht so weit sind und auch deswegen eine Mannschaft noch nicht führen können. Sie brauchen entsprechend Spieler an denen sie sich auch orientieren können, die sowohl sportlich als auch menschlich die Richtung vorgeben.
Nur mit älteren, reiferen Spielern geht es natürlich auch nicht, da ich zum einen alle zwei, drei Jahre extrem hohe Kosten habe, weil ich den halben Kader neu ersetzen muss. Zudem bringen junge Spieler häufig auch frischen Wind in einen Kader.

Neben einer guten Mischung was die Kaderzusammenstellung insgesamt angeht, sollte man mMn auch darauf achten, dass man eine gesunde Zusammensetzung in den einzelnen Mannschaftsteilen hat. Hier sehe ich bei euch z.B. relativ viele Spieler Talente im Offensivbereich. Die Wahrscheinlichkeit, dass einzelner dieser Talente dann auf der Strecke bleiben steigt mit jedem weiteren Talent das hinzukommt. Ich sehe beim BVB inzwischen durchaus eine kritische Masse erreicht. Die Gefahr, dass man da den Bogen vielleicht auch etwas zu sehr in die Richtung Jugend überspannt würde ich zumindest mal nicht ausschließen. Letztlich kann das aber nur die Führung um Watzke und Zorc verlässlich sagen, weil die eben die Planungen kennen (zumindest kennen sollten). Sollen Talente sinnvoll weiterentwickelt werden sie natürlich Spielzeit in Anspruch nehmen, was wiederum dazu führt, dass neu dazu kommende Talente den bisherigen Talenten Spielzeit nehmen dürften. Es sei denn, man spielt nur noch mit Talenten, aber das macht wie oben beschrieben eben auch wenig Sinn.

Deswegen muss sich die BVB -Führung schon sehr genau überlegen wen man nun dazu holt und von welchem Spieler man vielleicht Abstand nimmt, obwohl er vielleicht viel Talent hat. Hatte hier und da den Eindruck, dass man evtl. zu viele Talente zusammensammeln will, um sie einfach mal "zu haben". Und der Trainer muss dann schauen wie er damit klar kommt zwinker
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Wuehlmaus am 04.03.2017 um 14:24 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#8987
04.03.2017 - 14:52 Uhr
Zitat von Karlo71
Diese vermeintlichen europäischen Megatalente scheinen tatsächlich eine neue Zielgruppe zu sein, wobei ich noch nicht abschätzen kann, ob das nun gut ist. Das sehe ich überwiegend eher als risikobehaftete Strategie sich krampfhaft in den europäischen Top Ten festzukrallen, während sich viele Bedingungen hierfür eigentlich verschlechtern.

Da zahlt man teilweise zehn Millionen für Minderjährige, die ihre erste Saison in Dänemark oder Schweden spielen. Dieses neue Transferprofil hat sicherlich damit zu tun, dass ältere Talente oder welche aus stärkeren Ligen plötzlich nicht mehr 5-10 Millionen kosten, sondern 15+++.

Potenzial kann immer auch krachend scheitern, deshalb vertrete ich die Meinung, dass man keinesfalls überwiegend auf solche vermeintlichen Megatalente setzen kann. Das hat zwar seinen Charme, beinhaltet allerdings viel mehr Risiko. Es braucht auch gestandene Zugänge wie Castro oder Sokratis.


Ich sehe da eigentlich wenig gefahren dabei, solange der Markt weiter wächst bzw nicht anfängt zu Schrumpfen bzw Crashed (nur dafür gibt es keine anzeichen).
Selbst wen sie es beim BVB nicht schaffen wird man für zu noch genug Einnehmen können ein "Wertverlust" (mir ist immer etwas unbehaglich wen ich Menschen einen Wert bemesse) ist sehr unwahrscheinlich. Wir haben z.B. den bei uns gescheiterten Ivan Perisic mit Gewinn weiterverkauft. Ein Hoffmann hat auch auch ganz gut was eingebracht. Ein Ginter konnte sein Marktwert bei uns auch steigern obwohl er sich bisher nicht durchsetzten konnte.
Die Chance das unsere Toptalente deutlich an Wert verlieren (Einkaufwert) denke ich ist Geringe als die Chance das sie den Markt Steigern.
Allein wen einer von ihn sich wie Erhofft Entwickelt hat man wohl gleich die Transferausgaben für 5+ solcher Talente Gedeckt.
Finanziell sehe ich da wenig Risiko, man muss jedoch aufpassen das man den Kader nicht aufbläht und zu wenig Erfahrung im Team hat, so das am ende die Stimmung im Team leidet und man evt. sportliche Ziele verfehlt.
BVB - Transferpolitik |#8988
08.03.2017 - 15:51 Uhr
Zitat von Wuehlmaus

Sehr interessante Diskussion die ihr führt.
Ich hatte ja schon in den einem oder anderen Thread was dazu geschrieben.

Ich denke, ich bin relativ nah bei denen, die sagen, dass man eine gesunde Mischung braucht. Nur mit Jungen werde ich nicht um Titel mitspielen können, da die naturgemäß in ihrer Entwicklung noch nicht so weit sind und auch deswegen eine Mannschaft noch nicht führen können. Sie brauchen entsprechend Spieler an denen sie sich auch orientieren können, die sowohl sportlich als auch menschlich die Richtung vorgeben.
Nur mit älteren, reiferen Spielern geht es natürlich auch nicht, da ich zum einen alle zwei, drei Jahre extrem hohe Kosten habe, weil ich den halben Kader neu ersetzen muss. Zudem bringen junge Spieler häufig auch frischen Wind in einen Kader.

Neben einer guten Mischung was die Kaderzusammenstellung insgesamt angeht, sollte man mMn auch darauf achten, dass man eine gesunde Zusammensetzung in den einzelnen Mannschaftsteilen hat. Hier sehe ich bei euch z.B. relativ viele Spieler Talente im Offensivbereich. Die Wahrscheinlichkeit, dass einzelner dieser Talente dann auf der Strecke bleiben steigt mit jedem weiteren Talent das hinzukommt. Ich sehe beim BVB inzwischen durchaus eine kritische Masse erreicht. Die Gefahr, dass man da den Bogen vielleicht auch etwas zu sehr in die Richtung Jugend überspannt würde ich zumindest mal nicht ausschließen. Letztlich kann das aber nur die Führung um Watzke und Zorc verlässlich sagen, weil die eben die Planungen kennen (zumindest kennen sollten). Sollen Talente sinnvoll weiterentwickelt werden sie natürlich Spielzeit in Anspruch nehmen, was wiederum dazu führt, dass neu dazu kommende Talente den bisherigen Talenten Spielzeit nehmen dürften. Es sei denn, man spielt nur noch mit Talenten, aber das macht wie oben beschrieben eben auch wenig Sinn.

Deswegen muss sich die BVB -Führung schon sehr genau überlegen wen man nun dazu holt und von welchem Spieler man vielleicht Abstand nimmt, obwohl er vielleicht viel Talent hat. Hatte hier und da den Eindruck, dass man evtl. zu viele Talente zusammensammeln will, um sie einfach mal "zu haben". Und der Trainer muss dann schauen wie er damit klar kommt zwinker


Die Mischung ist schon gut aber wir sind auch 2011 mit einer sehr sehr jungen Mannschaft Meister geworden. Ich finde den Focus, vermehrt auf junge Top-Talenten zu setzen, genau richtig und glaube das wir nach den erfolgreichen Jahren (2010-2012) damals dann eher den falschen Weg eingeschlagen haben; da kam ja bis zur Tuchel's Übernahme leider sehr sehr wenig an Top-Talenten.

Die Top-Talente die wir jetzt haben werden sich über die nächsten 1-2 zu absoluten Leistungsträgern entwickeln, teilweise haben sie das schon, und dann müssen wir diesen Weg einfach weiter mitgehen und 2018 wieder den nächsten Schub an Talenten verpflichten der diese dann irgendwann ersetzen kann. Ich hoffe das Transfers ala Ramos, Immobile, Kampl, Castro (bin absoluter Fan), Rode, Schürrle, und teilweise auch die Rückhohlaktionen von Kagawa, Sahin, und auch Götze (bei dem wird's noch) der Vergangenheit angehören. Alles sehr gute Spieler, aber hatten zu dem Zeitpunkt der Verpflichtung, oder auch "Wiederverplichtung", dann nicht mehr das große Entwicklungspotenzial. Man verpflichtet da, teilweise für viel Geld, internationale Klasse, anstatt das Geld in potenzielle Weltklasse zu investieren.

Ich bin dafür Erfahrung selber zu entwickeln und alles dafür zu tun sie zu halten (Weigl, Passlack, Pulisic, Dembele, etc.), als das man versucht Abgänge durch erfahrene Spieler zu ersetzen. Der Weg der Talente ist einfach Mega spannend und passt perfekt zu Borussia Dortmund, da nehme Ich dann auch gerne mal ein Übergangsjahr wie dieses in Kauf.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BigDogTinyHome am 08.03.2017 um 16:14 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#8989
08.03.2017 - 18:03 Uhr
Zitat von BigDogTinyHome
Zitat von Wuehlmaus

Sehr interessante Diskussion die ihr führt.
Ich hatte ja schon in den einem oder anderen Thread was dazu geschrieben.

Ich denke, ich bin relativ nah bei denen, die sagen, dass man eine gesunde Mischung braucht. Nur mit Jungen werde ich nicht um Titel mitspielen können, da die naturgemäß in ihrer Entwicklung noch nicht so weit sind und auch deswegen eine Mannschaft noch nicht führen können. Sie brauchen entsprechend Spieler an denen sie sich auch orientieren können, die sowohl sportlich als auch menschlich die Richtung vorgeben.
Nur mit älteren, reiferen Spielern geht es natürlich auch nicht, da ich zum einen alle zwei, drei Jahre extrem hohe Kosten habe, weil ich den halben Kader neu ersetzen muss. Zudem bringen junge Spieler häufig auch frischen Wind in einen Kader.

Neben einer guten Mischung was die Kaderzusammenstellung insgesamt angeht, sollte man mMn auch darauf achten, dass man eine gesunde Zusammensetzung in den einzelnen Mannschaftsteilen hat. Hier sehe ich bei euch z.B. relativ viele Spieler Talente im Offensivbereich. Die Wahrscheinlichkeit, dass einzelner dieser Talente dann auf der Strecke bleiben steigt mit jedem weiteren Talent das hinzukommt. Ich sehe beim BVB inzwischen durchaus eine kritische Masse erreicht. Die Gefahr, dass man da den Bogen vielleicht auch etwas zu sehr in die Richtung Jugend überspannt würde ich zumindest mal nicht ausschließen. Letztlich kann das aber nur die Führung um Watzke und Zorc verlässlich sagen, weil die eben die Planungen kennen (zumindest kennen sollten). Sollen Talente sinnvoll weiterentwickelt werden sie natürlich Spielzeit in Anspruch nehmen, was wiederum dazu führt, dass neu dazu kommende Talente den bisherigen Talenten Spielzeit nehmen dürften. Es sei denn, man spielt nur noch mit Talenten, aber das macht wie oben beschrieben eben auch wenig Sinn.

Deswegen muss sich die BVB -Führung schon sehr genau überlegen wen man nun dazu holt und von welchem Spieler man vielleicht Abstand nimmt, obwohl er vielleicht viel Talent hat. Hatte hier und da den Eindruck, dass man evtl. zu viele Talente zusammensammeln will, um sie einfach mal "zu haben". Und der Trainer muss dann schauen wie er damit klar kommt zwinker


Die Mischung ist schon gut aber wir sind auch 2011 mit einer sehr sehr jungen Mannschaft Meister geworden. Ich finde den Focus, vermehrt auf junge Top-Talenten zu setzen, genau richtig und glaube das wir nach den erfolgreichen Jahren (2010-2012) damals dann eher den falschen Weg eingeschlagen haben; da kam ja bis zur Tuchel's Übernahme leider sehr sehr wenig an Top-Talenten.

Die Top-Talente die wir jetzt haben werden sich über die nächsten 1-2 zu absoluten Leistungsträgern entwickeln, teilweise haben sie das schon, und dann müssen wir diesen Weg einfach weiter mitgehen und 2018 wieder den nächsten Schub an Talenten verpflichten der diese dann irgendwann ersetzen kann. Ich hoffe das Transfers ala Ramos, Immobile, Kampl, Castro (bin absoluter Fan), Rode, Schürrle, und teilweise auch die Rückhohlaktionen von Kagawa, Sahin, und auch Götze (bei dem wird's noch) der Vergangenheit angehören. Alles sehr gute Spieler, aber hatten zu dem Zeitpunkt der Verpflichtung, oder auch "Wiederverplichtung", dann nicht mehr das große Entwicklungspotenzial. Man verpflichtet da, teilweise für viel Geld, internationale Klasse, anstatt das Geld in potenzielle Weltklasse zu investieren.

Ich bin dafür Erfahrung selber zu entwickeln und alles dafür zu tun sie zu halten (Weigl, Passlack, Pulisic, Dembele, etc.), als das man versucht Abgänge durch erfahrene Spieler zu ersetzen. Der Weg der Talente ist einfach Mega spannend und passt perfekt zu Borussia Dortmund, da nehme Ich dann auch gerne mal ein Übergangsjahr wie dieses in Kauf.


Absolut... wir entwickeln die WK selbst Unschuldig
BVB - Transferpolitik |#8990
19.03.2017 - 02:37 Uhr
wir brauchen jemand in der IV. Für Süle ist es zu spät, aber Abraham oder Vestergaard wären eine Option, vor allem Abraham ist ist schnell und haut auch mal rein, ähnlich wie Sokratis, die beiden würden richt aua machen. Vestergaard ist eine Bank bei Standards, aber leider wird Tuchel ihn nicht wollen.
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