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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#16171
16.04.2021 - 10:14 Uhr
Zitat von __RQ7Style__
Zitat von bvb_rockzz

Mittlerweile bin ich vom Standpunkt "Haaland könnte man unter bestimmten Voraussetzungen im Sommer abgeben" schon fast bei "Haaland muss zwingend diesen Sommer verkauft werden". Vor allem vor dem Hintergrund der beiden heutigen Meldungen, dass die AK für Haaland 2022 wohl nur bei ca. 80 Mio liegt und Frankfurts Silva wohl eine AK von 30 Mio diesen Sommer hat.
Das würde einfach den Handlungsspielraum enorm erhöhen und man könnte neben einem direkten Ersatz noch 1-2 weitere Baustellen angehen.
Mein Wunschszenario für den Sommer bleibt: Haaland geht für mindestens 100 Mio, Sancho bleibt. Für realistisch halte ich dieses Szenario aber leider nicht.


Seh ich genauso wie du, allen voran wenn der Verkaufspreis tatsächlich so weit auseinander liegt ist ein Verkauf fast schon ein muss. Wenn man dieses Jahr tatsächlich 40+ mio mehr bekommt, dazu am Markt sich passende Spieler finden lassen, sofort.


Die Frage sollte man im Kontext des internationalen Wettbewerbs sehen:
Wenn wir die CL verpassen, ist das Erreichen des EL-Viertelfinals auch ohne Haaland möglich, ebenso das Erreichen eines CL-Platzes in der kommenden Saison. Mit Haaland ist die Chance auf die großen Geldtröge in der CL wiederum größer, was einen Verkauf wiederum nicht zwangsläufig rechtfertigt.
Angenommen das Worst-Case-Szenario tritt ein und wir verpassen die Top-4 wäre ein Verkauf im Bezug auf die zu kompensierenden Corona-bedingten Verluste, den Kaderbaustellen und den sportlichen Ambitionen in der Folgesaison durchaus logisch. Ob Silva, Jovic oder eben ein anderer Stürmer ist erstmal irrelevant, so lange wir mit der erzielten Ablösesumme benötigte Reinvestitionen tätigen können, sprich Stürmer Nr. X, Winger, RV, 6er, Torwart, etc.

•     •     •

Un cavaliere non lascia mai la sua signora
Buffon/ Zambrotta-Nesta-Cannavaro-Thuram/ Vieira-Nedved-Zidane-Camoranesi/ Del Piero - Trezeguet
BVB - Transferpolitik |#16172
19.04.2021 - 16:41 Uhr
Zitat von BlackNana

Wegen Corona ist es mehr als wichtig die CL zu erreichen, für dich hört sich das wie eine Lapalje an, dass man diese nun verpasst? Sagen wir mal so mit Schulz und Brand Ablöse + Gehalt von beiden und Meunier, hätte man doch einige Stellschrauben verbessern können, die wirklich wichtiger währen.

Aber wir driften hier komplett am Thema Morey vorbei. Gerne können wir woanders weiter diskutieren.


Nun hat Brandt im ersten Jahr ja schon noch geliefert.

Thema Schulz: meinetwegen hättest du für weniger Geld einen besseren Backup verpflichtet. Hätte nichts an der Saison geändert, da Guerreiro in der Regel gut spielt und er kaum Spielanteile hatte/hätte. Sagen wir du hast den besseren Schulz für 15 Mio. geholt.
Bleiben noch 10 Mio. In welche Position hättest du die gesteckt, die dann unsere erste Elf besser gemacht hätte. In den Flügel wahrscheinlich. Gut, mit den 25 Mio. für Brandt wären das 35 Mio. Dieser hätte dann zumindest im letzten Jahr ähnliche Leistung bringen müssen wie Brandt, was ja nicht unwahrscheinlich wäre.
Dennoch konnte man nicht abschätzen, dass die Leistung von Brandt in diesem Jahr so sehr nachlässt.
Da es aber nicht an Schulz liegen kann, das wir dieses Jahr in der Liga so schlecht performen, und die andere vakante Position für dich Brandt (und damit der Flügel ist) liegt die schlechte Performanz in der Liga für dich demnach an den zu schlecht besetzten Außen. Also darin, dass wir zu wenig Tore schießen? Oder haben wir nicht eher zu viele Tore kassiert? Hätten wir mit einem 35 Mio. Außen noch mehr Tore geschossen? Fraglich, da es ja ohnehin schon viele waren. Vielleicht wäre er in der Rückwärtsbewegung besser gewesen. Ich denke in der Hinrunde waren vor allem Reus und Sancho schwach. Hier wäre Brandt ja der perfekte Ersatz für Reus gewesen. Sancho oder Reyna hätte man mit dem 35 Mio. Ersatz ersetzen können. Reus hätte man dann trotzdem durchschleifen müssen (es sei denn, man hätte auf Dahoud gesetzt).
Doch eine Position bleibt offen: der RV, der mit Sicherheit sowohl Einfluss auf die Performanz der Außen hatte, als auch hinten an den Gegentoren beteiligt war. Hätte man eine günstigere, bessere Alternative zu Meunier finden können? Offiziell kam er immerhin für lau (alles andere ist erstmal Spekulation - aber gehen wir meinetwegen von 5 Mio. Handgeld aus). Das bedeutet, man hätte keinen 35 Mio. Außen verpflichten können, da man einen RV benötigt, der sofort weiterhilft. Den würde ich auf 20 - 25 Mio taxieren. Bedeutet, für den offensiven Außenbahnspieler hätten letzten Jahr 15 Mio. zur Verfügung gestanden, damit man diese Jahr 25 Mio in einen RV hätte investieren können. Brandt hat im letzten Jahr oft genug im Zentrum gespielt, außerdem im Sturm (ob er das gut gemacht hat, ist eine andere Frage). Das hätte der 15 Mio. Außen auch abdecken müssen, im mind. gleich guter Qualität. Oder man hätte noch einen zweiten Stürmer benötigt.
Vielleicht hat es auch an an dem gelegen, da Haaland kurze Zeit verletzt war und man keinen Backup hatte (will man jetzt noch einen halbwegs anstaändigen Sturmbackup bleibt für unseren Außen nicht mehr viel über).

Zusammengefasst:

statt 25 Mio. LV -> 15 Mio. LV
statt 25 Mio. Offensivallround -> 15 Mio. Außen
statt 5 Mio. RV -> 25 Mio. RV

fehlt immer noch: Haaland Backup.

So hätte man die Baustellen anderweitig besetzen können. Ich denke, Brandt hätte nach seinen Leistungen bei Bayer in der Rückrunde jeder für 25 Mio. genommen.
Problem war hier vielleicht Favre, da er Reus nicht aus OM wegnehmen wollte und dafür Brandt in ein 433 eingebaut hätte. Ob er da an die Leverkusener Rückrunde angeknüpft hätte, weiß man nicht.
Schulz war auf jeden Fall viel zu teuer. Aber: plant man, wie aktuell, mit Hazard, Sancho, Reus und Reyna auf den Außen, ist das eigentlich ausreichend.
Ein Sturmbackup, der uns vllt. ein paar Punkte gesichert hätte, fehlt in beiden Lösungen. Die Position ist jetzt mit Moukoko gefüllt, aber für ein Jahr hätte ein erfahrener Mann nicht geschadet und die Lücke der Haaland Verletzung füllen können.
Vielleicht war Brandt ein Fehler, da man er und Schulz Geld gebunden haben, was am Ende für einen besseren RV fehlte, weswegen man mit Meunier eigentlich eine gute Lösung gefunden hat (den ich tatsächlich auch noch nicht ganz abgeschrieben habe). Zu dem Zeitpunkt der Transfers wusste man aber auch noch nicht, wie sich Hakimi entwickelt, und auch Corona war da noch kein Thema. Wäre Hakimi nicht so schnell und so "konstant" durchgestartet, hätte man ihn vielleicht für 20 Mio. verpflichten können (wobei das Geld aufgrund Corona nicht da war).
Von eindeutigen Fehlern kann man daher mMn nicht reden. Zum ihren Zeitpunkten waren die Transfers (Ausnahme Schulz) schon nachvollziehbar.
Dass dann aber Sancho und Reus in der Hinrunde derart underperformen und Brandt das ganze Jahr schwach bleibt, war doch nicht abzusehen. Dazu der Ausfall von Haaland zur Unzeit und ein Meunier, der sich irgendwie als größerer Flop darstellt als anzunehmen war. Das im Zusammenspiel war natürlich zu viel.

Im Grunde war Meunier eine gute Idee. Dass er nicht gezündet hat, ist wohl eins der Hauptprobleme zusammen mit der schwachen Hinrunde von Reus und Sancho, weswegen wir da stehen, wo wir stehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von emes10 am 19.04.2021 um 16:42 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#16173
21.04.2021 - 18:12 Uhr
Zitat von TheKillingJoke


und unter diesen "Druck" steht ein Watzke/Zorc bzw. macht es eine Entscheidung dann nicht so leicht. In den letzten Jahren hat man selbst ohne diesen Druck, auf die bewährten Spieler gesetzt (Hummels statt Diallo oder Schulz+Meunier anstatt Hakimi)..... damit ist man nicht gut gefahren..... aber hat Zorc mit Watzke überhaupt noch diesen Mut (wie damals unter Klopp) um auf Potentiale und Talente zu setzen? Ich weiss es nicht.



Nur um es mal auf diesen Punkt runterzubrechen: auf die Saison betrachtet ist der Unterschied doch in der Regel gar nicht so hoch, ob ich heute die vermeintlich sichere Nummer nehme oder den talentierteren Spieler. Was hatten wir bspw. von Meunier, wenn du ihn schon erwähnst? Gerade er war doch die vermeintlich sichere Nummer und jetzt kommt mit Morey eigentlich nur noch das Talent zum Zug, nachdem Meunier sich nach den Länderspielen schon wieder in ganz andere Spähren redete - und die Realität ihn dann wenig überraschend direkt einholte. Warum also in die vermeintlich sichere Nummer investieren, wenn man sich von dem Geld auch mehr Talent, als bei Morey vorhanden - was ja nicht wenig ist - bekommen könnte?

Schon klar, dass man im Kader eine gesunde Mischung benötigt, aber damit man diese erhält, müssen die älteren Spieler zu 100% sitzen, weil sie im Unterhalt extrem teuer sind, aber die Mischung wird man automatisch behalten, weil man einige Spieler eh nicht auf den Markt bringen kann, um damit dann das zu realisieren, was man eigentlich bräuchte. Was an sich ja auch überhaupt das Problem ist, warum man in die CL muss! Wenn der Kader im Unterhalt günstiger wäre, müsste man es nicht und könnte die Talente entwickeln und kann auch mal ein halbes Jahr tote Hose von einem Reyna vertragen, der diese Saison übrigens trotzdem noch mehr brachte, als die nächste sichere Nummer (Hazard) ...

An sich geht es hier daher gar nicht so sehr um Mut, aus den genannten Gründen. Einerseits, da der Leistungsunterschied zwischen Hochveranlagten und der sicheren Nummer in der Regel selbst kurzfristig nicht riesig ist und mittel- bis langfristig nichts für die sichere Nummer spricht. Andererseits, ist es nicht nur mutig in eine Strategie zu investieren, die man offensichtlich nicht beherrscht, sondern tollkühn.
BVB - Transferpolitik |#16174
21.04.2021 - 19:23 Uhr
Zitat von BVBBC
Zitat von TheKillingJoke

und unter diesen "Druck" steht ein Watzke/Zorc bzw. macht es eine Entscheidung dann nicht so leicht. In den letzten Jahren hat man selbst ohne diesen Druck, auf die bewährten Spieler gesetzt (Hummels statt Diallo oder Schulz+Meunier anstatt Hakimi)..... damit ist man nicht gut gefahren..... aber hat Zorc mit Watzke überhaupt noch diesen Mut (wie damals unter Klopp) um auf Potentiale und Talente zu setzen? Ich weiss es nicht.



Nur um es mal auf diesen Punkt runterzubrechen: auf die Saison betrachtet ist der Unterschied doch in der Regel gar nicht so hoch, ob ich heute die vermeintlich sichere Nummer nehme oder den talentierteren Spieler. Was hatten wir bspw. von Meunier, wenn du ihn schon erwähnst? Gerade er war doch die vermeintlich sichere Nummer und jetzt kommt mit Morey eigentlich nur noch das Talent zum Zug, nachdem Meunier sich nach den Länderspielen schon wieder in ganz andere Spähren redete - und die Realität ihn dann wenig überraschend direkt einholte. Warum also in die vermeintlich sichere Nummer investieren, wenn man sich von dem Geld auch mehr Talent, als bei Morey vorhanden - was ja nicht wenig ist - bekommen könnte?

Schon klar, dass man im Kader eine gesunde Mischung benötigt, aber damit man diese erhält, müssen die älteren Spieler zu 100% sitzen, weil sie im Unterhalt extrem teuer sind, aber die Mischung wird man automatisch behalten, weil man einige Spieler eh nicht auf den Markt bringen kann, um damit dann das zu realisieren, was man eigentlich bräuchte. Was an sich ja auch überhaupt das Problem ist, warum man in die CL muss! Wenn der Kader im Unterhalt günstiger wäre, müsste man es nicht und könnte die Talente entwickeln und kann auch mal ein halbes Jahr tote Hose von einem Reyna vertragen, der diese Saison übrigens trotzdem noch mehr brachte, als die nächste sichere Nummer (Hazard) ...

An sich geht es hier daher gar nicht so sehr um Mut, aus den genannten Gründen. Einerseits, da der Leistungsunterschied zwischen Hochveranlagten und der sicheren Nummer in der Regel selbst kurzfristig nicht riesig ist und mittel- bis langfristig nichts für die sichere Nummer spricht. Andererseits, ist es nicht nur mutig in eine Strategie zu investieren, die man offensichtlich nicht beherrscht, sondern tollkühn.


Die vermeintlich "sicheren Nummern" haben sich eben im Mittel als das eigentliche Risiko entpuppt. Was mich dabei so wundert (oder ärgert) ist, dass man es immer wieder tut. Man kann es seit 2016 durchdeklinieren, immer holt man noch eine "sichere Nummer" zusätzlich zu den Talenten:

- nicht nur Dembelé, sondern Schürrle und Dembelé
- nicht nur Merino, sondern Rode und Merino
- nicht nur Sancho, sondern Yarmolenko und Sancho
- nicht nur Zagadou, sondern Toprak und Zagadou
- nicht nur Reyna, sondern Hazard und Reyna
- nicht nur Bellingham, sondern Can und Bellingham

Der Ertrag dieser Absicherungsstrategie ist dann doch recht überschaubar, wenn nicht sogar kontraproduktiv.
BVB - Transferpolitik |#16175
21.04.2021 - 20:24 Uhr
Zitat von stanleebuddha
Zitat von BVBBC

Zitat von TheKillingJoke

und unter diesen "Druck" steht ein Watzke/Zorc bzw. macht es eine Entscheidung dann nicht so leicht. In den letzten Jahren hat man selbst ohne diesen Druck, auf die bewährten Spieler gesetzt (Hummels statt Diallo oder Schulz+Meunier anstatt Hakimi)..... damit ist man nicht gut gefahren..... aber hat Zorc mit Watzke überhaupt noch diesen Mut (wie damals unter Klopp) um auf Potentiale und Talente zu setzen? Ich weiss es nicht.



Nur um es mal auf diesen Punkt runterzubrechen: auf die Saison betrachtet ist der Unterschied doch in der Regel gar nicht so hoch, ob ich heute die vermeintlich sichere Nummer nehme oder den talentierteren Spieler. Was hatten wir bspw. von Meunier, wenn du ihn schon erwähnst? Gerade er war doch die vermeintlich sichere Nummer und jetzt kommt mit Morey eigentlich nur noch das Talent zum Zug, nachdem Meunier sich nach den Länderspielen schon wieder in ganz andere Spähren redete - und die Realität ihn dann wenig überraschend direkt einholte. Warum also in die vermeintlich sichere Nummer investieren, wenn man sich von dem Geld auch mehr Talent, als bei Morey vorhanden - was ja nicht wenig ist - bekommen könnte?

Schon klar, dass man im Kader eine gesunde Mischung benötigt, aber damit man diese erhält, müssen die älteren Spieler zu 100% sitzen, weil sie im Unterhalt extrem teuer sind, aber die Mischung wird man automatisch behalten, weil man einige Spieler eh nicht auf den Markt bringen kann, um damit dann das zu realisieren, was man eigentlich bräuchte. Was an sich ja auch überhaupt das Problem ist, warum man in die CL muss! Wenn der Kader im Unterhalt günstiger wäre, müsste man es nicht und könnte die Talente entwickeln und kann auch mal ein halbes Jahr tote Hose von einem Reyna vertragen, der diese Saison übrigens trotzdem noch mehr brachte, als die nächste sichere Nummer (Hazard) ...

An sich geht es hier daher gar nicht so sehr um Mut, aus den genannten Gründen. Einerseits, da der Leistungsunterschied zwischen Hochveranlagten und der sicheren Nummer in der Regel selbst kurzfristig nicht riesig ist und mittel- bis langfristig nichts für die sichere Nummer spricht. Andererseits, ist es nicht nur mutig in eine Strategie zu investieren, die man offensichtlich nicht beherrscht, sondern tollkühn.


Die vermeintlich "sicheren Nummern" haben sich eben im Mittel als das eigentliche Risiko entpuppt. Was mich dabei so wundert (oder ärgert) ist, dass man es immer wieder tut. Man kann es seit 2016 durchdeklinieren, immer holt man noch eine "sichere Nummer" zusätzlich zu den Talenten:

- nicht nur Dembelé, sondern Schürrle und Dembelé
- nicht nur Merino, sondern Rode und Merino
- nicht nur Sancho, sondern Yarmolenko und Sancho
- nicht nur Zagadou, sondern Toprak und Zagadou
- nicht nur Reyna, sondern Hazard und Reyna
- nicht nur Bellingham, sondern Can und Bellingham

Der Ertrag dieser Absicherungsstrategie ist dann doch recht überschaubar, wenn nicht sogar kontraproduktiv.


Zum Teil agreed, Problem ist dass die Talente ja nicht lange bleiben und man aufpassen muss, nicht die übelste Söldnertruppe zusammen zu kaufen. Hummels, Can, Delaney, Reus, denke die machen im Training schon ganz viel an Mentalität aus. Hummels hat sich ja auch mal in die Richtung geäußert. Wenn einem diese "Erwachsenen" fehlen, dann fehlt auch ganz schnell die Ernsthaftigkeit. Tut sie ja eh schon zum Teil, auch wenn Tercic da ganz gut anzusetzen scheint.
BVB - Transferpolitik |#16176
21.04.2021 - 21:05 Uhr
Zitat von Deard
Zitat von stanleebuddha

Zitat von BVBBC

Zitat von TheKillingJoke

und unter diesen "Druck" steht ein Watzke/Zorc bzw. macht es eine Entscheidung dann nicht so leicht. In den letzten Jahren hat man selbst ohne diesen Druck, auf die bewährten Spieler gesetzt (Hummels statt Diallo oder Schulz+Meunier anstatt Hakimi)..... damit ist man nicht gut gefahren..... aber hat Zorc mit Watzke überhaupt noch diesen Mut (wie damals unter Klopp) um auf Potentiale und Talente zu setzen? Ich weiss es nicht.



Nur um es mal auf diesen Punkt runterzubrechen: auf die Saison betrachtet ist der Unterschied doch in der Regel gar nicht so hoch, ob ich heute die vermeintlich sichere Nummer nehme oder den talentierteren Spieler. Was hatten wir bspw. von Meunier, wenn du ihn schon erwähnst? Gerade er war doch die vermeintlich sichere Nummer und jetzt kommt mit Morey eigentlich nur noch das Talent zum Zug, nachdem Meunier sich nach den Länderspielen schon wieder in ganz andere Spähren redete - und die Realität ihn dann wenig überraschend direkt einholte. Warum also in die vermeintlich sichere Nummer investieren, wenn man sich von dem Geld auch mehr Talent, als bei Morey vorhanden - was ja nicht wenig ist - bekommen könnte?

Schon klar, dass man im Kader eine gesunde Mischung benötigt, aber damit man diese erhält, müssen die älteren Spieler zu 100% sitzen, weil sie im Unterhalt extrem teuer sind, aber die Mischung wird man automatisch behalten, weil man einige Spieler eh nicht auf den Markt bringen kann, um damit dann das zu realisieren, was man eigentlich bräuchte. Was an sich ja auch überhaupt das Problem ist, warum man in die CL muss! Wenn der Kader im Unterhalt günstiger wäre, müsste man es nicht und könnte die Talente entwickeln und kann auch mal ein halbes Jahr tote Hose von einem Reyna vertragen, der diese Saison übrigens trotzdem noch mehr brachte, als die nächste sichere Nummer (Hazard) ...

An sich geht es hier daher gar nicht so sehr um Mut, aus den genannten Gründen. Einerseits, da der Leistungsunterschied zwischen Hochveranlagten und der sicheren Nummer in der Regel selbst kurzfristig nicht riesig ist und mittel- bis langfristig nichts für die sichere Nummer spricht. Andererseits, ist es nicht nur mutig in eine Strategie zu investieren, die man offensichtlich nicht beherrscht, sondern tollkühn.


Die vermeintlich "sicheren Nummern" haben sich eben im Mittel als das eigentliche Risiko entpuppt. Was mich dabei so wundert (oder ärgert) ist, dass man es immer wieder tut. Man kann es seit 2016 durchdeklinieren, immer holt man noch eine "sichere Nummer" zusätzlich zu den Talenten:

- nicht nur Dembelé, sondern Schürrle und Dembelé
- nicht nur Merino, sondern Rode und Merino
- nicht nur Sancho, sondern Yarmolenko und Sancho
- nicht nur Zagadou, sondern Toprak und Zagadou
- nicht nur Reyna, sondern Hazard und Reyna
- nicht nur Bellingham, sondern Can und Bellingham

Der Ertrag dieser Absicherungsstrategie ist dann doch recht überschaubar, wenn nicht sogar kontraproduktiv.


Zum Teil agreed, Problem ist dass die Talente ja nicht lange bleiben und man aufpassen muss, nicht die übelste Söldnertruppe zusammen zu kaufen.


Meunier mit 10 Mio. € p.a., Schulz mit 6 Mio. € p.a. - das ist schlimmer als jede Söldnertruppe, und die beiden sind ja auch "sichere Nummern".

Zitat von Deard
Hummels, Can, Delaney, Reus, denke die machen im Training schon ganz viel an Mentalität aus.


Mentalität? ugly Wirklich? uglyugly Immer noch und immer wieder? uglyuglyugly

Zitat von Deard
Hummels hat sich ja auch mal in die Richtung geäußert.


Wozu äußert sich Hummels denn bitte nicht? Der kaut allem und jedem einfach ein Ohr ab und labert drauf los ...

Zitat von Deard
Wenn einem diese "Erwachsenen" fehlen, dann fehlt auch ganz schnell die Ernsthaftigkeit. Tut sie ja eh schon zum Teil, auch wenn Tercic da ganz gut anzusetzen scheint.


Inwiefern TerZic da ansetzt, kann ich nicht beurteilen. Ich finde gut, dass er die "sicheren Nummern" Meunier und Schulz, teils auch Can einfach mal hat zuschauen lassen, nach deren "erwachsenen" und "ernsthaften" Leistungen. Hoffe, der neue Trainer kehrt da noch eiserner ...
BVB - Transferpolitik |#16177
21.04.2021 - 21:49 Uhr
Zitat von stanleebuddha

- nicht nur Dembelé, sondern Schürrle und Dembelé
- nicht nur Merino, sondern Rode und Merino
- nicht nur Sancho, sondern Yarmolenko und Sancho
- nicht nur Zagadou, sondern Toprak und Zagadou
- nicht nur Reyna, sondern Hazard und Reyna
- nicht nur Bellingham, sondern Can und Bellingham

Der Ertrag dieser Absicherungsstrategie ist dann doch recht überschaubar, wenn nicht sogar kontraproduktiv.


Du willst also nur mit 17-jährigen spielen und bist Dir dann sicher, dass sie alle durchstarten? Und vor allem, dass Du jedes Mal triffst? Die Anzahl der jungen Spieler die eingeschlagen haben ist überragend, und zeigt, wie gut das Scouting funktioniert. Du hast dir aber nur die rausgepickt, wo es funktioniert hat und die rausgelassen, wo es nicht funktioniert hat. Was ist denn mit Mor, Isak, Merino, Reinier, Balerdi, Gomez, Toljan oder Bruun Larsen? Von denen hat hier keiner funktioniert. Und Reyna hat jetzt seit dem Saisonstart auch sehr durchschnittlich gespielt und wird jetzt erst langsam wieder besser. Und Zagadou ist die letzten zwei Jahre wohl öfter und länger verletzt als Toprak.

Und auf der anderen Seite würde ich Can und Hazard jetzt auf keinen Fall negativ bewerten. Hazard war bis zu seiner Verletzung STammspieler und hat gut gespielt, genauso wie Can, der eigentlich so gut wie jedes Spiel macht (auch wenn er zur Zeit immer bei den Gegentoren die Hand im Spiel hat). Und beim Rest? Man kann sich natürlich immer die Spieler rauspicken die nicht funktioniert haben bei den "erfahreneren" Spielern, aber es gibt auch genug Gegenbeispiele. Und wenn die 17jährigen so super einschlagen, dann kommen andere Spieler einfach nicht zum Zug. Einen Dembele wäre bei jedem Verein der Welt Stammspieler gewesen, da wäre jeder andere auf die Bank gerutscht.
BVB - Transferpolitik |#16178
21.04.2021 - 22:02 Uhr
Zitat von yellowpanther
Zitat von stanleebuddha

- nicht nur Dembelé, sondern Schürrle und Dembelé
- nicht nur Merino, sondern Rode und Merino
- nicht nur Sancho, sondern Yarmolenko und Sancho
- nicht nur Zagadou, sondern Toprak und Zagadou
- nicht nur Reyna, sondern Hazard und Reyna
- nicht nur Bellingham, sondern Can und Bellingham

Der Ertrag dieser Absicherungsstrategie ist dann doch recht überschaubar, wenn nicht sogar kontraproduktiv.


Du willst also nur mit 17-jährigen spielen und bist Dir dann sicher, dass sie alle durchstarten? Und vor allem, dass Du jedes Mal triffst? Die Anzahl der jungen Spieler die eingeschlagen haben ist überragend, und zeigt, wie gut das Scouting funktioniert. Du hast dir aber nur die rausgepickt, wo es funktioniert hat und die rausgelassen, wo es nicht funktioniert hat. Was ist denn mit Mor, Isak, Merino, Reinier, Balerdi, Gomez, Toljan oder Bruun Larsen? Von denen hat hier keiner funktioniert. Und Reyna hat jetzt seit dem Saisonstart auch sehr durchschnittlich gespielt und wird jetzt erst langsam wieder besser. Und Zagadou ist die letzten zwei Jahre wohl öfter und länger verletzt als Toprak.

Und auf der anderen Seite würde ich Can und Hazard jetzt auf keinen Fall negativ bewerten. Hazard war bis zu seiner Verletzung STammspieler und hat gut gespielt, genauso wie Can, der eigentlich so gut wie jedes Spiel macht (auch wenn er zur Zeit immer bei den Gegentoren die Hand im Spiel hat). Und beim Rest? Man kann sich natürlich immer die Spieler rauspicken die nicht funktioniert haben bei den "erfahreneren" Spielern, aber es gibt auch genug Gegenbeispiele. Und wenn die 17jährigen so super einschlagen, dann kommen andere Spieler einfach nicht zum Zug. Einen Dembele wäre bei jedem Verein der Welt Stammspieler gewesen, da wäre jeder andere auf die Bank gerutscht.


Ich schrieb ja auch "im Mittel". Der Punkt ist für mich vor allem das über die Jahre zu bilanzierende Preis-Leistungs-Verhältnis. Natürlich hat auch bei den Talenten nicht alles gesessen. Aus deiner Aufzählung würde ich aber noch mal Merino herausgreifen, den man auch hätte entwickeln können, Isak ebenfalls. Aus Bruun Larsen hätte auch ein solider Backup werden können (ich weiß, alles spekulativ).

Hazard würde ich auch ausklammern. Can halte ich mittlerweile auch für einen teuren Fehleinkauf, er kann bestimmt vieles gut, aber mir ist unklar, wofür er geholt wurde. (Halte ihn für einen guten Kicker, aber er verbreitet für mich auch immer Hektik und strahlt eine Unberechenbarkeit aus, die seine Vorzüge für mich in den Schatten stellt.)

Wenn ich für mich durchrechne, was die "Talente" in den letzten fünf Jahren geleistet haben, und das mit den Verpflichtungen der "erfahrenen Spieler" vergleiche, dann würde ich mir viel mehr Selbstvertrauen der Vereinsführung in Bezug auf die Verpflichtung junger, hochtalentierter Spieler wünschen, auch wenn da natürlich nicht immer alles sitzen wird.
BVB - Transferpolitik |#16179
22.04.2021 - 14:48 Uhr
Haaland ist sehr gefragt, Sancho auch und auch für Bellingham gibt es scheinbar Interessenten, die 100 000 Euro bezahlen würden: Gleichzeitig sind die 3 (und noch ein paar andere), das Herzstück unserer Mannschaft.
Viele andere machen eben nicht den Unterschied und die Chance ist groß, wenn alle oder auch einer geht, dass dann Mittelmaß bleibt - zumal Reus und Hummels ihr Zenit auch nicht mehr vor sich haben.
Gleichzeitig kann man das auch anders sehen. Aufgrund von Corona gibt es viele Vereine, die dringend auf Einnahmen angewiesen sind. Topspieler gibt es wahrscheinlich so billig wie schon lange nicht mehr.
Stelle mal eine provokante Idee in den Raum:
Man könnte auch versuchen groß Kasse zu machen und dann einen richtigen Umbruch. Wir haben durch die drei, die so begehrt sind, dass für sie auch während Corona verrückte Summen bezahlt werden, die Möglichkeit uns längerfristig zu verbessern.
Die Frage ist, ob wir dazu Scoutingmäßig dazu in der Lage wären, falls ja, alle drei verkaufen und dann mit den 300 000 oder mehr eine Top Mannschaft zusammen stellen, die man sich immer gewünscht hat.
BVB - Transferpolitik |#16180
22.04.2021 - 16:12 Uhr
Zitat von theClown
Haaland ist sehr gefragt, Sancho auch und auch für Bellingham gibt es scheinbar Interessenten, die 100 000 Euro bezahlen würden: Gleichzeitig sind die 3 (und noch ein paar andere), das Herzstück unserer Mannschaft.
Viele andere machen eben nicht den Unterschied und die Chance ist groß, wenn alle oder auch einer geht, dass dann Mittelmaß bleibt - zumal Reus und Hummels ihr Zenit auch nicht mehr vor sich haben.
Gleichzeitig kann man das auch anders sehen. Aufgrund von Corona gibt es viele Vereine, die dringend auf Einnahmen angewiesen sind. Topspieler gibt es wahrscheinlich so billig wie schon lange nicht mehr.
Stelle mal eine provokante Idee in den Raum:
Man könnte auch versuchen groß Kasse zu machen und dann einen richtigen Umbruch. Wir haben durch die drei, die so begehrt sind, dass für sie auch während Corona verrückte Summen bezahlt werden, die Möglichkeit uns längerfristig zu verbessern.
Die Frage ist, ob wir dazu Scoutingmäßig dazu in der Lage wären, falls ja, alle drei verkaufen und dann mit den 300 000 oder mehr eine Top Mannschaft zusammen stellen, die man sich immer gewünscht hat.


Bezahlen würden ist was anderes wie bezahlen werden.

Bei Haaland bin ich mir relativ sicher, dass er ein weiteres Jahr bleibt. Das Gehalt was Raiola aktuell angeblich fordert zahlt niemand. Eventuell schafft man es ja seinen Vertrag zu ändern: Gehalt etwas erhöhen und die Ausstiegsklausel gleich mit.

Einen Abgang von Sancho halte ich da schon für wahrscheinlicher. Der Junge ist dem BVB mittlerweile entwachsen. Die Frage ist nur wer möchte ihn verpflichten? Davon wird am Ende wohl auch der Preis abhängen. Aber auch hier gehe ich persönlich von einem eher niedrigen dreistelligen Millionenbetrag aus. Ähnlich wie bei Dembele. Erstens aufgrund der aktuellen Lage der Vereine. Zweitens wird der BVB auch abwägen müssen wieviel der Summe man sofort, und wieviel in Form von Ratenzahlung erhält.

•     •     •

Ich bin die Strafe Gottes und hättet ihr nicht furchtbare Sünden begangen, so hätte Gott mich nicht als Strafe über euch kommen lassen. (Dschingis Khan)
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