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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#21
22.04.2017 - 15:21 Uhr
How Borussia Dortmund could line up by 2020

Borussia Dortmund are building for the future, cherry-picking the best young European talent in a bid to become one of Europe’s top clubs for the foreseeable future.
Squawka spinnt ein bisschen herum, wie unsere Mannschaft im Jahr 2020 aussehen könnte:

--------------------------------Isak------------------------------
----Dembélé----------------Mor-----------------Pulisic----
-----------------Dahoud-------------Weigl-------------------
--Guerreiro------Bartra-------------Ginter-------Durm--
-------------------------------Bürki-----------------------------

Natürlich ist das eher eine Projektion, um alle unseren (sehr) jungen Neuzugänge unterzubringen. Da werden Reus und Götze z.B. völlig ignoriert.

Auch wenn es nicht all zu ernst zu nehmen ist, zeigt es jedoch auch auf, wo unser Fokus in der Transferpolitik in nächster Zeit gelegt werden sollte: Die Defensive.

Bei Durm sehe ich einfach nicht die Qualität für uns, ähnlich skeptisch bin ich bei Passlack. Da sehe ich aktuell eher einen Weiser . Man sollte auch auf jeden Fall die Entwicklung von Stenzel im Auge behalten. Ein Henrichs dürfte für uns eher nicht zu machen sein.

In der Innenverteidigung steht in den mittleren Zukunft auch ein Umbruch an. Toprak und auch Papa werden uns sicher über die nächsten Jahre tragen aber sollten wir tatsächlich Ginter abgeben, dann wäre Bartra mit aktuell 26 Jahren unser jüngster Innenverteidiger. Bender wird bald 28, Papa im Juni 29.

In 1-2 Jahren könnte ein Tah sehr spannend für uns werden, sollte er bis dahin seinen Vertrag nicht verlängert haben. Wer weiß außerdem, ob sich Süle beim FCB durchsetzt.

Während ich bei uns in der Offensive wenig Schmerzen habe, so sehe ich mittelfristig auf jeden Fall Probleme.

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Impossible is just a big word thrown around by small men who find it easier to live the world they have been given than to explore the power they have to change it. Impossible is not a fact. It is an opinion. Impossible is not a declaration. It is a dare. Impossible is potential. Impossible is temporary. Impossible is nothing.
BVB - Transferpolitik |#22
10.06.2017 - 08:57 Uhr
Just this level of production would be enough to make Sam’s Army salivate. But at 18, Pulisic is hardly a finished product and has room to get even better. If you compare his production to players under 20 years of age in the top leagues in Europe, he stands out all the more.
In einem Stück über Christian Pulisic von Michael Caley auf fivethirtyeight.com gibt es einige Zahlen, die m.E. eindrucksvoll belegen, wie gut die Einkaufs-/Transferpolitik unserer Borussia ist.
Unter den Nicht-Stürmenden Spielern ist er einer der besten Spieler unter 20 seit 2010/11 in den fünf-besten europäischen Ligen (gemessen am xG+xA) , aber Borussia ist mit Ousmane Demebele an erster Stelle noch viel besser aufgestellt.
D.h. wir haben aktuell zwei Teenager, die hier außergewöhnlich gut performen.

Unter den besten 15 Bundesliga-Spielern ist die Borussia mit vier Vertretern vertreten - das ist sehr gut.

PS: Wusste nicht, wo ich den Text am besten unterbringe - hätte ich bei Pulisic, Dembele oder auch im Statistikthread unterbringen können.
BVB - Transferpolitik |#23
19.07.2017 - 17:08 Uhr
Nachdem die Zukunft von Aubameyang geklärt ist, schließt Watzke weitere Zugänge bei der Borussia in diesem Sommer aus. Stattdessen wolle man den Kader noch um den ein oder anderen Spieler verkleinern, dessen sportliche Perspektive unter dem neuen Dortmunder Trainer Peter Bosz nicht so gut ist.

"Fakt ist, dass er Kader etwas zu groß ist, aber jeder Spieler hat einen Vertrag. Wenn jemand jetzt sieht, dass er woanders mehr Spielanteile kriegen würde, dann werden wir eine Lösung finden", erklärte Watzke.
Zitat von Bremer_Hesse
Zitat von Wanderboy

Zitat von Tarkleigh

Die Erwartungshaltung kommt daher, dass wir nicht mehr das Jahr 2008 haben, wo man wirklich froh sein musste, dass es den BVB überhaupt noch gab. Wir sind ein Top8-Klub nach UEFA-Ranking, da würde ich diese Besetzung im Mittelfeld alles andere als perfekt bezeichnen. Um das Problem mit der Doppelbesetzung zu umgehen, braucht man halt einen guten, flexiblen Sechser, der notfalls auch auf eine andere Position wechseln kann, wenn Jule wieder fit ist, das sollte bei unserem Scouting doch drin sein.

Und weiter vorne sind die Positionen doch auch doppelt und dreifach mit guten Spielern überladen, was in diesem Fall schon ungesunde Ausmaße annimmt. Da wird dann ein Philipp für zwanzig Millionen verpflichtet, weil Reus ausfällt, obwohl Schürrle oder Pullisic die Position auch ausfüllen könnten. Auf der Sechs hingegen steht man ohne Ginter und Bender schon ziemlich blank da, gerade wenn Merino auch eventuell abgegeben wird.


Also argumentierst Du jetzt quantitativ oder qualitativ. Irgendwie ein bißchen von beidem, oder? Jung, gut und flexibel gibts doch nur auf dem Straßenstrich, weisse ja zwinker.

Du sagst ja selbst, dass unsere Überbeladung in der Offensive ungesunde Ausmaße annimmt. Ist die Offensive jetzt überbesetzt oder unsere Defensive unterbesetzt? Zahlenmäßig gibts hier keinen Unterschied.

Falls Merino noch gehen sollte, kann ich mir gut vorstellen, dass wir noch nachlegen, besonders aufgrund des möglichen 4-3-3 Systems von PB, welches einen Spieler mehr auf dieser Position erfordert. Sollte er bleiben, sind wir rein zahlentechnisch mit Rode, Merino, Sahin und Weigl sehr gut besetzt. Für eine offensivere Ausrichtung haben wir noch Dahoud, Castro und Guerreiro.
Auf der Position hatten wir letzte Saison zu viele Kräfte, weswegen Merino und Bender nicht zum Zug kamen. Ginter und Bender sind jetzt weg und Merino schlägt sich auch mit diesem Gedanken rum. Das sind doch alles Folgen dieser Überbesetztheit. Will man Leuten wie Merino eine echte Chance geben, bei uns zu reüssieren, ohne das zu viele andere keine Rolle mehr spielen, dann muss man Platz machen. Mehr ist doch nicht passiert.

Qualitativ ist das eine andere Sache, da kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Für einen Topverein wie Borussia Dortmund geht es für viele nur noch ums Gewinnen. Ich muss sagen, dass ich da etwas anders ticke. Halt etwas mehr Borsigplatz und weniger Shanghai. Die Einen schreien Zeter und Mordio, da ein Ausverkauf altgedienter Spieler stattfindet. Die Anderen fordern noch die Köpfe der Übrigbegliebenen.
Ich muss sagen, dass mir der Spagat von Watzke und Zorc hier sehr gut gefällt. Großkreutz, Kuba, Kirch und Bender sind weg, Subotic will weg, Sahin, Kagawa, Schmelzer und Piszczek noch da. Wachstum auf Kosten der Identität ist tödlich, Identität auf Kosten von Wachstum ebenfalls.


Normal sollten für einen Kader 22 Spieler ausreichen. Für drei Positionen im MF haben wir acht Spieler. Da geht eher noch einer, bevor noch ein weiterer Spieler dort käme. In der Viererkette und im Sturm haben wir ohne die reinen Perspektivspieler 9 bzw. 7 Spieler. In jedem Mannschaftsteil sollte daher noch ein Spieler gehen...dieser 25+4 Kader ist doch viel zu groß..


Watzke hat schon deklariert, dass niemand mehr kommt, sondern eher noch Leute weggehen

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BVB kämpfen! Alles für den Verein!
BVB - Transferpolitik |#24
28.11.2017 - 11:52 Uhr
Die weit mehr als 100 Millionen Euro Ablöse für den Angreifer Ousmane Dembélé stehen aber erst im aktuellen Geschäftsjahr an.
Zitat von DerMoe

Zitat von schillerfoto

Zitat von DerMoe

Zitat von Erzengel_Michael

Geld ist ja da.


Ach ja?
Wieviel denn?

Also laut Watzke 50 Mio am Festgeldkonto sowie ein ordentlicher Teil der Dembele-Millionen, die ja noch nicht in den Büchern aufscheinen. Was jetzt aber nicht bedeutet, dass ich der Meinung bin, dass dies dafür ausgegeben werden soll. Wollte dir nur deine Frage beantworten zwinker


Man hat die 50 Mio Festgeld, richtig. Der Begriff beschreibt aber schon wie viel davon verfügbar ist.

Beim zweiten Teil hast du wohl was falsch verstanden. 105 Mio von Dembele sind schon voll in der Bilanz. Die restlichen 40 Mio sind Erfolgsgebunden. Es darf aber bezweifelt werden, dass Ous bis zum Winter noch 22 Pflichtspiele schafft um die erste 5 Mio Rate zu aktivieren.

Außer dem Festgeld ist also nichts da.


Ich glaube, dass er das schon richtig verstanden hat. Das Geschäftsjahr endete am 30.Juni 2017, insofern dürfte der Dembele Verkauf vom August 2017 noch nicht in der Bilanz abgebildet worden sein.

Allerdings habe ich die Bilanz selbst nicht gesehen, also alle Angaben ohne Gewähr zwinker
Dieser Beitrag wurde zuletzt von castagna1993 am 28.11.2017 um 11:54 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#25
06.02.2018 - 12:25 Uhr
Quelle: www.bvb.de
Am Ende muss er (Sportdirektor Michael Zorc, Anm. d. Red.) die Ein- und Verkäufe auch den Wünschen der Trainer anpassen. Es hilft nichts, wenn du Spieler holst, die dann nicht eingesetzt werden. Michael Zorc hat weiter mein absolutes Vertrauen, auch falls nach zehn sehr, sehr erfolgreichen Jahren einmal für ein Jahr ein Rückschlag eintreten sollte.
Aus dem FAZ-Interview bzw. der Zusammenstellung auf der BVB-Homepage. Ganz interessant zu lesen diese Aussage zur Transferstrategie. Kann sicher als eine Art Schuldeingeständnis interpretiert werden, dass die vergangenen Transferperioden, insbesondere der Sommer 2016, gänzlich verunglückt sind und Sportdirektor und Trainer nebeneinander statt miteinander gearbeitet haben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von RayHardy am 06.02.2018 um 12:26 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#26
22.05.2018 - 12:35 Uhr
Quelle: www.welt.de
BVB-Umbruch fällt noch radikaler aus als erwartet.

Personal, Mentalität, Spielidee: Dortmunds Bosse stellen alles auf den Prüfstand und werden viel verändern. Doch das geplante Investitionsvolumen ist offenbar zu gering, wie sich nun abzeichnet.
Keine Ahnung, ob der Artikel schon gepostet wurde.
BVB - Transferpolitik |#27
28.05.2018 - 21:12 Uhr
Quelle: www.bild.de
Der U21-Nationalspieler: „Ich fühle mich sehr wohl in Stuttgart. Kann sein, dass ich bleibe. Kann sein, dass ich zurück gehe. Ich weiß es noch nicht.“
Zitat von Bremer_Hesse

Die Chance dürfte wohl gegeben sein. Aber ist natürlich auch eine Frage, wie Larsen die Zeit bei Euch wahrgenommen hat.

Im April schien er zumindest nicht abgeneigt gewesen zu sein.
BVB - Transferpolitik |#28
13.06.2018 - 09:37 Uhr
Im Dortmunder Mittelfeld kämpfen neun Spieler um drei Stammplätze. Ein paar dürfen gehen, kaum einer will weg – gefährdet das den Umbruch?
Die Reviersport spricht über ein Thema über das wir alle eig auch schon gesprochen haben grins

EIGENTLICH soll ein Umbruch her, aber dazu müssen erstmal ein paar Leute gehen.
Wie immer werden Rode, Castro, Sahin, Durm, Yarmolenko und Schürrle genannt.

Eine Zahl wird auch genannt, nämlich dass man durch das Streichen von Rode, Sahin und Castro von der Gehaltsliste schon knapp 10 Mio einsparen würde!

Eine neue Erkenntnis gibt die Quelle mMn her:
Mit den Spielern wurde noch nicht gesprochen und alle möchten beim BVB bleiben.
Also wenn das so stimmt, dann sollte man natürlich schnellstens mit den Streichkandidaten sprechen und ihnen sagen, dass es keine Zukunft beim BVB gibt, ansonsten werden wohl alle zum Trainingsauftakt in Dortmund sein und unser Gehaltskonto fressen..

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Ich will, dass der heute Nacht von dir träumt Junge!
BVB - Transferpolitik |#29
11.07.2018 - 09:24 Uhr
Mit Marwin Hitz (Torwart), Abdou Diallo (Innenverteidiger), Thomas Delaney (zentrales Mittelfeld) und Marius Wolf (offensives Mittelfeld) hat der BVB zwar schon in allen Mannschaftsteilen neues Personal eingestellt. Von Real Madrid soll alsbald das zudem marokkanische Außenverteidiger-Talent Achraf Hakimi ausgeliehen werden.

Aber vieles ist auch noch in Bewegung. Noch immer sucht der Klub einen Stürmer, der internationales Format nachgewiesen hat oder dieses wenigstens sichtbar in sich trägt. Und vor allem sucht er zur Kaderminimierung Abnehmer für den einen oder anderen Spieler. „Wir sind uns einig, dass ein kleinerer Kader wünschenswert wäre“, sagt Zorc. Als Verkäufe in Betracht kommen André Schürrle, Erik Durm und Sebastian Rode. Der Transfer von Andrey Yarmolenko zu West Ham United soll ebenfalls in den kommenden Tagen realisiert werden.
Rode, Schürrle und Durm.

Für Sebi Rode wird es glaube ich schwer einen Club zu finden der ihm gefällt. Eventuell kann man hier eine Leihe anstreben (Berlin, Düsseldorf oder so?) Bleibt er dort fit und bekommt seine Einsätze, kommen bestimmt einige Angebote.

Bei Erik Durm wird es bestimmt noch die ein oder andere Möglichkeit geben.

Das größte Fragezeichen bleibt für mich Schürrle.

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„Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben… Den Rest habe ich einfach verprasst“ George Best

Dieser Beitrag wurde zuletzt von NoNick84 am 11.07.2018 um 09:26 Uhr bearbeitet
BVB - Transferpolitik |#30
17.07.2018 - 23:27 Uhr
„Komplett versagt“: Wie sich der BVB als Spitzenklub abgeschafft hat
Einhundertzwanzig. Karl-Heinz Rummenigge verkündete diese Zahl am Samstag nicht ohne Grund auf der Tribüne der Münchner Arena. „Mehr als 120 Punkte“ habe der FC Bayern Borussia Dortmund in den vergangenen sechs Jahren abgenommen.

Ein paar Logenplätze weiter kam die Spitze mit voller Schärfe an. Dort saßen Hans-Joachim Watzke und Reinhard Rauball. Geschäftsführer und Präsident mussten kurz danach mitansehen, wie ihr BVB einen sportlichen Offenbarungseid ableistete.

Für Ernst Holzmann, Experte für Strategie- und Führungsfragen, ist Dortmund nur noch „eine Durchschnittsmannschaft, die komplett austauschbar ist“. Wie andere Experten, mit denen Business Insider gesprochen hat, macht auch er den sportlichen Niedergang des Klubs an den Verantwortlichen fest: an Watzke und Sportdirektor Michael Zorc. Der Leistungseinbruch des BVB, das wird diese Geschichte zeigen, ist auch das Ergebnis von folgenschweren Managementfehlern der Bosse. Aber der Reihe nach.

Die verheerende Transferpolitik
Man könnte ja behaupten, Dortmund sei bei Transfers ganz vorn dabei. Wohlwissend, dass das nur für Spielerverkäufe gilt. Für Ousmane Dembele (110 Millionen Euro) und Pierre-Emerick Aubameyang (63 Mio.) hat der Klub außergewöhnlich hohe Ablösesummen kassiert. Nur kosten ihn Abgänge wie diese eben auch immer sportliche Qualität. Und genau darin liegt seit Jahren das Problem.

„Jeder Spitzenspieler, der den Verein verlassen hat, ist nicht annähernd gleichwertig ersetzt worden“, kritisiert Holzmann. „Dadurch ist die sportliche Konkurrenzfähigkeit dramatisch verschlechtert worden.“ Ein Blick auf die Personalrochade der zurückliegenden Jahre zeigt, was er meint.

Immobile für Lewandowski. Bartra für Hummels. Rode für Gündogan. Schürrle für Mkhitaryan. Yarmolenko für Dembele. Diese Liste ließe sich noch fortführen. Die Kaderplaner um Sportchef Zorc haben das Personal von Jahr zu Jahr verändert und dabei verkannt, wie sie das Niveau des Teams systematisch senken. Auch wenn Aubameyangs Abgang durch Batshuayi vorübergehend kompensiert wurde, urteilt Holzmann: „In der Transferpolitik hat der BVB komplett versagt.“

Der Klub war in der Vergangenheit eher darum bemüht, sich frühzeitig Spieler mit großem Entwicklungspotential zu sichern. So hatte man wenigstens die Möglichkeit, sie später für einen guten Preis zu verkaufen. Mit dieser Strategie haben es die Verantwortlichen offensichtlich etwas übertrieben.

Für Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, ist der BVB zu einem „Scoutingverein“ von Europas Topklubs geworden. Eine Situation, die auch deshalb zustande gekommen ist, weil die Bosse nicht mit der Entwicklung der vergangenen Jahre Schritt gehalten haben. „Borussia Dortmund entscheidet sich bewusst gegen mehr Risiko. Diese Strategie steht dem Wettbewerb auf internationalen Transfermärkten gegenüber“, sagt Vöpel.

Daraus ergibt sich ein Dilemma: Um dem Anspruch als Spitzenverein gerecht zu werden, müssten die Macher eigentlich sämtliche Transfererlöse in neue sportliche Qualität reinvestieren. In dem Wissen, dass das zum Problem werden könnte.

Nämlich dann, wenn Spieler viel kosten, viel verdienen, aber irgendwann zu wenig Leistung bringen. Dortmund hat all das schon mitgemacht. Inzwischen agieren die Bosse konservativer. Manche sagen: vernünftiger



By far the highest wage bills of the Champions League quarter-finalists are Real Madrid £324m and Barcelona £292m. The next 4 clubs (Manchester City, Bayern Munich, Juventus & Liverpool) are in a £200-250m range, while Roma £125m and Sevilla £86m are a long way behind.


Henning Zülch, Professor für Wirtschaftsprüfung und Controlling an der Leipzig Graduate School of Management, wertet den Verkauf Dembeles und Aubameyangs deshalb als „Eingeständnis, dass der BVB im ganz großen sportlichen Wettbewerb nicht mithalten kann“.

Der BVB ist nicht annähernd in der Lage, seinen Spielern so viel Geld zu zahlen wie Europas Topteams. Seine sportliche Qualität reicht offensichtlich nicht mal für Klubs wie AS Rom oder FC Sevilla, deren Etat deutlich niedriger ist.

Zu Vorwürfen wie diesen und allen anderen hat Business Insider dem BVB einen umfangreichen Fragenkatalog vorgelegt und um Stellungnahme von Watzke und Zorc gebeten. Der Verein hat das unbeantwortet gelassen.

„Watzke muss sich fragen, ob sein Verhalten strategisch sinnvoll war“, sagt Markus Vodosek, Professor für strategisches Management und Leadership an der German Graduate School of Management and Law. „Dass der Konflikt mit Tuchel so eskaliert ist, war mindestens eine Führungspanne.“


„Die Tragweite dieses Konflikts und seine weitreichenden Folgen hat das Management überhaupt nicht erkannt“, sagt Vodosek. Sein Verdacht: Watzke und Zorc haben vermutlich weggesehen, weil sie Tuchels Autorität als Trainer nicht untergraben wollten. Nicht bemerkt haben die Bosse, dass sie ihren Talentspäher damit verprellen. „Im Nachhinein hat sich das Nichtstun als kolossal falsch erwiesen“, sagt Vodosek.

Ökonom Vöpel ist überzeugt, dass Mislintats Abgang den BVB geschwächt hat. Jemand wie er sei „der Stabilisator einer übergeordneten Strategie“, sagt er. „Geld ausgeben kann jeder. Die Fähigkeit, Geld in sportliche Qualität umzumünzen, ist im Fußball unbezahlbar.“

Vielleicht ist es genau das, was dem BVB derzeit am meisten fehlt.
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