| Geburtsdatum | 13.10.1996 |
|---|---|
| Alter | 29 |
| Nat. |
Türkei |
| Größe | 1,91m |
| Vertrag bis | 30.06.2028 |
| Position | Defensives Mittelfeld |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | VfB Stuttgart |
Leistungsdaten: 25/26
| Wettbewerb | wettbewerb | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Insgesamt | 44 | 2 | 1 | ||
![]() | Bundesliga | 28 | - | 1 | |
![]() | Europa League | 10 | - | - | |
![]() | DFB-Pokal | 5 | 2 | - | |
![]() | DFL-Supercup | 1 | - | - | |
Atakan Karazor [16]
15.05.2019 - 12:17 Uhr
23.07.2022 - 12:50 Uhr
Zitat von justalittlethought
Ob er (zeitnah) ins Training zurückkehrt, steht übrigens nicht in der Pressemitteilung. Dazu braucht man auch zusätzliche Informationen über die juristische Lage und Karazors persönliche Lage. Die PM macht das auch deutlich, das nicht allein die Leistungsdiagnostik entscheidend sein wird.
Der VfB handelt das bisher gut.
Quelle: www.vfb.de
VfB-Mittelfeldspieler Atakan Karazor ist gegen Zahlung einer Kaution aus der Untersuchungshaft auf Ibiza entlassen worden.
Inzwischen hat es eine erste telefonische Kontaktaufnahme mit dem Spieler gegeben. Atakan Karazor wird in den nächsten Tagen nach Stuttgart zurückkehren und zunächst leistungsdiagnostische und medizinische Tests absolvieren. Auf dieser Grundlage und nach persönlichen Gesprächen wird über die Rückkehr ins Training entschieden, über die der VfB dann auch informieren wird.
Zum laufenden Verfahren wird sich der VfB Stuttgart weiter nicht äußern.
Karazor kehrt in den nächsten Tagen nach Stuttgart zurück, um leistungsdiagnostische Tests zu absolvieren. Daneben wird es auch persönliche Gespräche geben, ob und wann er ins Training zurückkehrt. Inzwischen hat es eine erste telefonische Kontaktaufnahme mit dem Spieler gegeben. Atakan Karazor wird in den nächsten Tagen nach Stuttgart zurückkehren und zunächst leistungsdiagnostische und medizinische Tests absolvieren. Auf dieser Grundlage und nach persönlichen Gesprächen wird über die Rückkehr ins Training entschieden, über die der VfB dann auch informieren wird.
Zum laufenden Verfahren wird sich der VfB Stuttgart weiter nicht äußern.
Ob er (zeitnah) ins Training zurückkehrt, steht übrigens nicht in der Pressemitteilung. Dazu braucht man auch zusätzliche Informationen über die juristische Lage und Karazors persönliche Lage. Die PM macht das auch deutlich, das nicht allein die Leistungsdiagnostik entscheidend sein wird.
Der VfB handelt das bisher gut.
Ich finde auch dass der Verein diese schwierige Situation sehr gut handelt und das sehr professionell in der Aussendarstellung macht.
Ich habe mich in dieser schwierigen Sache bewusst zurückgehalten, weil wir alle weder den juristischen Sachverhalt im Details kennen, noch wissen wir was in dieser besagten Nacht wirklich passiert ist. Ich hoffe nur dass sich alles aufklärt und die Sache positiv für Karazor ausgeht….sonst hätte ich mich menschlich wohl sehr getäuscht und ich möchte ihn dann nicht mehr im Trikot des VfB Stuttgart sehen.
23.07.2022 - 12:52 Uhr
Zitat von justalittlethought
Ob er (zeitnah) ins Training zurückkehrt, steht übrigens nicht in der Pressemitteilung. Dazu braucht man auch zusätzliche Informationen über die juristische Lage und Karazors persönliche Lage. Die PM macht das auch deutlich, das nicht allein die Leistungsdiagnostik entscheidend sein wird.
Der VfB handelt das bisher gut.
Quelle: www.vfb.de
VfB-Mittelfeldspieler Atakan Karazor ist gegen Zahlung einer Kaution aus der Untersuchungshaft auf Ibiza entlassen worden.
Inzwischen hat es eine erste telefonische Kontaktaufnahme mit dem Spieler gegeben. Atakan Karazor wird in den nächsten Tagen nach Stuttgart zurückkehren und zunächst leistungsdiagnostische und medizinische Tests absolvieren. Auf dieser Grundlage und nach persönlichen Gesprächen wird über die Rückkehr ins Training entschieden, über die der VfB dann auch informieren wird.
Zum laufenden Verfahren wird sich der VfB Stuttgart weiter nicht äußern.
Karazor kehrt in den nächsten Tagen nach Stuttgart zurück, um leistungsdiagnostische Tests zu absolvieren. Daneben wird es auch persönliche Gespräche geben, ob und wann er ins Training zurückkehrt. Inzwischen hat es eine erste telefonische Kontaktaufnahme mit dem Spieler gegeben. Atakan Karazor wird in den nächsten Tagen nach Stuttgart zurückkehren und zunächst leistungsdiagnostische und medizinische Tests absolvieren. Auf dieser Grundlage und nach persönlichen Gesprächen wird über die Rückkehr ins Training entschieden, über die der VfB dann auch informieren wird.
Zum laufenden Verfahren wird sich der VfB Stuttgart weiter nicht äußern.
Ob er (zeitnah) ins Training zurückkehrt, steht übrigens nicht in der Pressemitteilung. Dazu braucht man auch zusätzliche Informationen über die juristische Lage und Karazors persönliche Lage. Die PM macht das auch deutlich, das nicht allein die Leistungsdiagnostik entscheidend sein wird.
Der VfB handelt das bisher gut.
Ja, klingt sehr vernünftig. Sofern Nartey nicht schlimmer verletzt ist, würde ich auf der 6 auch erstmal nicht tätig werden, sondern mich transfertechnisch weiterhin auf einen torgefährlichen ZOM konzentrieren. Sollte Karazor nicht mehr für den VfB spielen und Nartey es nicht packen, müsste man eben mit Endo auf der 6 überbrücken und im Winter dann evtl. nochmal tätig werden, falls nötig.
23.07.2022 - 13:03 Uhr
Quelle: www.diariodeibiza.es
Bericht aus der spanischen Presse, der die Situation von Karazor erläutert und weshalb er mit Kaution aus der U-Haft entlassen wurde.
Vielleicht kann sich ja jmd. mit Spanischkenntnissen den Bericht anschauen. Mit deepl kann man da rauslesen, dass bei der Entlassung gegen Kaution berücksichtigt wurde, dass Karazor einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, EU-Bürger ist und in Deutschland verwurzelt, was aufgrund der Rechtsbeihilfeabkommen in der EU die Fluchtgefahr reduziert. Es steht zwar etwas davon drin, dass sich die verfahrensrechtliche Situation geändert habe, aber es wird nicht klar, was es damit auf sich hat. Eine Haftbeschwerde wegen Übersetzungsfehlern bei der Ermittlung wurde abgelehnt. Im letzten Abschnitt wird beschrieben, dass die Anklage die Haftgründe aufgrund der Aussagen des Opfers, die durch die medizinischen Untersuchungen gestützt werde sowie eines Taxifahrers und eines weiteren Zeugen aufrechterhält. D.h. die Situation für Karazor ist immer noch ernst bzw. es wäre verfrüht die Haftentlassung als Zeichen dafür zu werten, dass er unschuldig oder mit geringerer Schuld "in die Sache geraten wäre". Daher würde ich mit ihm erstmal weiterhin für die Hinrunde nicht mehr planen.
23.07.2022 - 13:22 Uhr
Zitat von asc71
Es steht zwar etwas davon drin, dass sich die verfahrensrechtliche Situation geändert habe, aber es wird nicht klar, was es damit auf sich hat. Eine Haftbeschwerde wegen Übersetzungsfehlern bei der Ermittlung wurde abgelehnt. Im letzten Abschnitt wird beschrieben, dass die Anklage die Haftgründe aufgrund der Aussagen des Opfers, die durch die medizinischen Untersuchungen gestützt werde sowie eines Taxifahrers und eines weiteren Zeugen aufrechterhält. D.h. die Situation für Karazor ist immer noch ernst bzw. es wäre verfrüht die Haftentlassung als Zeichen dafür zu werten, dass er unschuldig oder mit geringerer Schuld "in die Sache geraten wäre". Daher würde ich mit ihm erstmal weiterhin für die Hinrunde nicht mehr planen.
Quelle: www.diariodeibiza.es
Bericht aus der spanischen Presse, der die Situation von Karazor erläutert und weshalb er mit Kaution aus der U-Haft entlassen wurde.
Vielleicht kann sich ja jmd. mit Spanischkenntnissen den Bericht anschauen. Mit deepl kann man da rauslesen, dass bei der Entlassung gegen Kaution berücksichtigt wurde, dass Karazor einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, EU-Bürger ist und in Deutschland verwurzelt, was aufgrund der Rechtsbeihilfeabkommen in der EU die Fluchtgefahr reduziert. Es steht zwar etwas davon drin, dass sich die verfahrensrechtliche Situation geändert habe, aber es wird nicht klar, was es damit auf sich hat. Eine Haftbeschwerde wegen Übersetzungsfehlern bei der Ermittlung wurde abgelehnt. Im letzten Abschnitt wird beschrieben, dass die Anklage die Haftgründe aufgrund der Aussagen des Opfers, die durch die medizinischen Untersuchungen gestützt werde sowie eines Taxifahrers und eines weiteren Zeugen aufrechterhält. D.h. die Situation für Karazor ist immer noch ernst bzw. es wäre verfrüht die Haftentlassung als Zeichen dafür zu werten, dass er unschuldig oder mit geringerer Schuld "in die Sache geraten wäre". Daher würde ich mit ihm erstmal weiterhin für die Hinrunde nicht mehr planen.
Thema Fluchtgefahr. Dass ich diese, unabhängig vom Vorwurf, für abwegig erachte, habe ich ganz zu Beginn der Situation schon geschildert.
Ata hat einen Arbeitsvertrag, der ihm erhebliches Einkommen beschert und zudem gibt es in D die Möglichkeit der engmaschigen Überwachung durch Meldeauflagen (spanisches Konsulat). Zudem ist er deutscher Staatsbürger, also EU-Bürger.
Außer der schwere des Verbrechens bleibt (und blieb von Anfang an) nichts um eine Fluchtgefahr anzunehmen (Arg.: je höher die zu erwartende Strafe, desto eher Flucht). Es wurden keine Vorbereitungshandlungen oÄ getroffen, um eine Flucht zu begründen.
In der Gesamtschau halte ich eine U-Haft hier für nicht verhältnismäßig. Zumal Strafbefehle auch in der bspw. Türkei vollstreckt werden.
23.07.2022 - 13:36 Uhr
Zitat von Santo1989
Thema Fluchtgefahr. Dass ich diese, unabhängig vom Vorwurf, für abwegig erachte, habe ich ganz zu Beginn der Situation schon geschildert.
Ata hat einen Arbeitsvertrag, der ihm erhebliches Einkommen beschert und zudem gibt es in D die Möglichkeit der engmaschigen Überwachung durch Meldeauflagen (spanisches Konsulat). Zudem ist er deutscher Staatsbürger, also EU-Bürger.
Außer der schwere des Verbrechens bleibt (und blieb von Anfang an) nichts um eine Fluchtgefahr anzunehmen (Arg.: je höher die zu erwartende Strafe, desto eher Flucht). Es wurden keine Vorbereitungshandlungen oÄ getroffen, um eine Flucht zu begründen.
In der Gesamtschau halte ich eine U-Haft hier für nicht verhältnismäßig. Zumal Strafbefehle auch in der bspw. Türkei vollstreckt werden.
Zitat von asc71
(...) Mit deepl kann man da rauslesen, dass bei der Entlassung gegen Kaution berücksichtigt wurde, dass Karazor einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, EU-Bürger ist und in Deutschland verwurzelt, was aufgrund der Rechtsbeihilfeabkommen in der EU die Fluchtgefahr reduziert.
...
(...) Mit deepl kann man da rauslesen, dass bei der Entlassung gegen Kaution berücksichtigt wurde, dass Karazor einen gewissen Bekanntheitsgrad hat, EU-Bürger ist und in Deutschland verwurzelt, was aufgrund der Rechtsbeihilfeabkommen in der EU die Fluchtgefahr reduziert.
...
Thema Fluchtgefahr. Dass ich diese, unabhängig vom Vorwurf, für abwegig erachte, habe ich ganz zu Beginn der Situation schon geschildert.
Ata hat einen Arbeitsvertrag, der ihm erhebliches Einkommen beschert und zudem gibt es in D die Möglichkeit der engmaschigen Überwachung durch Meldeauflagen (spanisches Konsulat). Zudem ist er deutscher Staatsbürger, also EU-Bürger.
Außer der schwere des Verbrechens bleibt (und blieb von Anfang an) nichts um eine Fluchtgefahr anzunehmen (Arg.: je höher die zu erwartende Strafe, desto eher Flucht). Es wurden keine Vorbereitungshandlungen oÄ getroffen, um eine Flucht zu begründen.
In der Gesamtschau halte ich eine U-Haft hier für nicht verhältnismäßig. Zumal Strafbefehle auch in der bspw. Türkei vollstreckt werden.
Ja, die Dauer der U-Haft fand ich auch unverhältnismäßig lange. Da hätte man schon viel früher eine Kaution festsetzen können. Scheint wohl einfach so zu sein, dass die Behörden das im Schneckentempo prüfen. Karazor hat ja aktuell nur einen deutschen und keinen türkischen Pass.
23.07.2022 - 13:44 Uhr
Für den Verein ist es eine sehr bescheidene Situation. Kannst nix planen derzeit. Einfach blind einen Ersatz holen, ist halt auch schwierig. Bin echt gespannt, wie die Sache ausgeht. Bis er allerdings wieder (wenn überhaupt) voll bei der Sache wäre (körperlich und vom Kopf her), das kann auch dauern. Irgendwas ist halt immer bei uns ...
23.07.2022 - 15:00 Uhr
Zitat von 18-93
Für den Verein ist es eine sehr bescheidene Situation. Kannst nix planen derzeit. Einfach blind einen Ersatz holen, ist halt auch schwierig. Bin echt gespannt, wie die Sache ausgeht. Bis er allerdings wieder (wenn überhaupt) voll bei der Sache wäre (körperlich und vom Kopf her), das kann auch dauern. Irgendwas ist halt immer bei uns ...
Für den Verein ist es eine sehr bescheidene Situation. Kannst nix planen derzeit. Einfach blind einen Ersatz holen, ist halt auch schwierig. Bin echt gespannt, wie die Sache ausgeht. Bis er allerdings wieder (wenn überhaupt) voll bei der Sache wäre (körperlich und vom Kopf her), das kann auch dauern. Irgendwas ist halt immer bei uns ...
Weiss jemand, wie lange es in etwa geht, bis ein Urteil zu erwarten ist? Fände es besser, dass er nicht spielt, bis er freigesprochen würde. Falls er schuldig ist, ohnehin nicht.
23.07.2022 - 15:55 Uhr
Zitat von sk_1893
Weiss jemand, wie lange es in etwa geht, bis ein Urteil zu erwarten ist? Fände es besser, dass er nicht spielt, bis er freigesprochen würde. Falls er schuldig ist, ohnehin nicht.
Zitat von 18-93
Für den Verein ist es eine sehr bescheidene Situation. Kannst nix planen derzeit. Einfach blind einen Ersatz holen, ist halt auch schwierig. Bin echt gespannt, wie die Sache ausgeht. Bis er allerdings wieder (wenn überhaupt) voll bei der Sache wäre (körperlich und vom Kopf her), das kann auch dauern. Irgendwas ist halt immer bei uns ...
Für den Verein ist es eine sehr bescheidene Situation. Kannst nix planen derzeit. Einfach blind einen Ersatz holen, ist halt auch schwierig. Bin echt gespannt, wie die Sache ausgeht. Bis er allerdings wieder (wenn überhaupt) voll bei der Sache wäre (körperlich und vom Kopf her), das kann auch dauern. Irgendwas ist halt immer bei uns ...
Weiss jemand, wie lange es in etwa geht, bis ein Urteil zu erwarten ist? Fände es besser, dass er nicht spielt, bis er freigesprochen würde. Falls er schuldig ist, ohnehin nicht.
Das können vermutlich auch Experten nicht genau sagen. Es könnte aber problemlos 1-2 Jahre dauern.
Vor einem Urteil müsste es sowieso erstmal eine Anklage und einen Prozess geben. Erst dann kann man wirklich genauere Schlüsse ziehen.
Wenn man aber weiß, dass es in den letzten Jahren Proteste und große Reformen im spanischen Sexualstrafrecht gab, weil wegen Vergewaltigung angeklagte Personen auf Kaution entlassen wurden, dann erklärt das die lange U-Haft, erhöht aber auch meine Hoffnung, dass es für Karazor glimpflich ausgeht (und eine härtere Strafe nicht angebracht ist).
Solange der VfB keine zusätzlichen belastenden Informationen hat, sollte man Karazor wieder ins Training (und in den Spielbetrieb) integrieren. Allerdings nur unter der Auflage, dass er mit den Behörden, Verbänden und dem VfB in dieser Sache kooperiert. Insbesondere muss er sich natürlich an seine Kautionsauflagen halten, der spanischen Justiz zur Verfügung stehen und sich verpflichten an den notwendigen Gerichtstagen anwesend zu sein.
Edit: Karazor hat übrigens auch als Verdächtiger oder Angeklagter Rechte. Grundlos darf man ihm die Rückkehr zum Arbeitsplatz nicht verweigern.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DerKyb am 23.07.2022 um 16:01 Uhr bearbeitet
23.07.2022 - 16:14 Uhr
Zitat von DerKyb
Das können vermutlich auch Experten nicht genau sagen. Es könnte aber problemlos 1-2 Jahre dauern.
Vor einem Urteil müsste es sowieso erstmal eine Anklage und einen Prozess geben. Erst dann kann man wirklich genauere Schlüsse ziehen.
Wenn man aber weiß, dass es in den letzten Jahren Proteste und große Reformen im spanischen Sexualstrafrecht gab, weil wegen Vergewaltigung angeklagte Personen auf Kaution entlassen wurden, dann erklärt das die lange U-Haft, erhöht aber auch meine Hoffnung, dass es für Karazor glimpflich ausgeht (und eine härtere Strafe nicht angebracht ist).
Solange der VfB keine zusätzlichen belastenden Informationen hat, sollte man Karazor wieder ins Training (und in den Spielbetrieb) integrieren. Allerdings nur unter der Auflage, dass er mit den Behörden, Verbänden und dem VfB in dieser Sache kooperiert. Insbesondere muss er sich natürlich an seine Kautionsauflagen halten, der spanischen Justiz zur Verfügung stehen und sich verpflichten an den notwendigen Gerichtstagen anwesend zu sein.
Edit: Karazor hat übrigens auch als Verdächtiger oder Angeklagter Rechte. Grundlos darf man ihm die Rückkehr zum Arbeitsplatz nicht verweigern.
Zitat von sk_1893
Weiss jemand, wie lange es in etwa geht, bis ein Urteil zu erwarten ist? Fände es besser, dass er nicht spielt, bis er freigesprochen würde. Falls er schuldig ist, ohnehin nicht.
Zitat von 18-93
Für den Verein ist es eine sehr bescheidene Situation. Kannst nix planen derzeit. Einfach blind einen Ersatz holen, ist halt auch schwierig. Bin echt gespannt, wie die Sache ausgeht. Bis er allerdings wieder (wenn überhaupt) voll bei der Sache wäre (körperlich und vom Kopf her), das kann auch dauern. Irgendwas ist halt immer bei uns ...
Für den Verein ist es eine sehr bescheidene Situation. Kannst nix planen derzeit. Einfach blind einen Ersatz holen, ist halt auch schwierig. Bin echt gespannt, wie die Sache ausgeht. Bis er allerdings wieder (wenn überhaupt) voll bei der Sache wäre (körperlich und vom Kopf her), das kann auch dauern. Irgendwas ist halt immer bei uns ...
Weiss jemand, wie lange es in etwa geht, bis ein Urteil zu erwarten ist? Fände es besser, dass er nicht spielt, bis er freigesprochen würde. Falls er schuldig ist, ohnehin nicht.
Das können vermutlich auch Experten nicht genau sagen. Es könnte aber problemlos 1-2 Jahre dauern.
Vor einem Urteil müsste es sowieso erstmal eine Anklage und einen Prozess geben. Erst dann kann man wirklich genauere Schlüsse ziehen.
Wenn man aber weiß, dass es in den letzten Jahren Proteste und große Reformen im spanischen Sexualstrafrecht gab, weil wegen Vergewaltigung angeklagte Personen auf Kaution entlassen wurden, dann erklärt das die lange U-Haft, erhöht aber auch meine Hoffnung, dass es für Karazor glimpflich ausgeht (und eine härtere Strafe nicht angebracht ist).
Solange der VfB keine zusätzlichen belastenden Informationen hat, sollte man Karazor wieder ins Training (und in den Spielbetrieb) integrieren. Allerdings nur unter der Auflage, dass er mit den Behörden, Verbänden und dem VfB in dieser Sache kooperiert. Insbesondere muss er sich natürlich an seine Kautionsauflagen halten, der spanischen Justiz zur Verfügung stehen und sich verpflichten an den notwendigen Gerichtstagen anwesend zu sein.
Edit: Karazor hat übrigens auch als Verdächtiger oder Angeklagter Rechte. Grundlos darf man ihm die Rückkehr zum Arbeitsplatz nicht verweigern.
In den Trainingsbetrieb definitiv. In den Spielbetrieb ist mir unwohl. Das wird eine grosse Herausforderung für Mislintat und Co, hier ein gutes Argumentarium zu finden, mit dem das authentisch begründen kann.
23.07.2022 - 18:00 Uhr
Zitat von RobertoMaschin
meine persöhnliche meinung zu diesem "fall":
18 jähriges mädchen lernt fußballprofi im urlaub kennen, nach etwas alkohol passiert das was dann immer passiert...der rest ist geschichte.
erinnert auch an die geschichte von ronaldo, karl darl und co. also berühmtheit wirst du immer dieser "gefahr" ausgesetzt sein
meine persöhnliche meinung zu diesem "fall":
18 jähriges mädchen lernt fußballprofi im urlaub kennen, nach etwas alkohol passiert das was dann immer passiert...der rest ist geschichte.
erinnert auch an die geschichte von ronaldo, karl darl und co. also berühmtheit wirst du immer dieser "gefahr" ausgesetzt sein
Meine persönliche Meinung zu dem Fall:
18-jährige Frau bzw. Heranwachsende lernt Mann kennen und es passiert mutmaßlich das, was in einer patriarchalen Gesellschaft rund um die Uhr passiert: sexualisierte Gewalt durch Männer, die anschließend von anderen Männern angezweifelt und gern auch mal bagatellisiert, im schlimmsten Fall sogar legitimiert wird. Das ist keine Geschichte, sondern traurige Gegenwart.
In Deutschland haben 13 % der Frauen, die älter als 16 sind, strafrechtlich relevante (!) sexualisierte Gewalt erlebt. Nicht strafrechtlich relevante sexualisierte Gewalt ist da also nicht mal inbegriffen.
Nur 5 % zeigen das bei der Polizei an - das macht 8.000 angezeigte Vergewaltigungen im Jahr. Hochgerechnet macht das 160.000 Vergewaltigungen im Jahr, allein in Deutschland. Täter sind fast ausschließlich Männer (99 %).
Verurteilt werden anschließend nur 13 % der angeklagten mutmaßlichen Sexualstraftäter. Das dürfte ja vielleicht ein kleines Geschmäckle vermitteln, wie unfassbar hoch die Hürden für Opfer sind, die Taten anzuzeigen; welche Tortur von Stigmatisierung, Täter-Opfer-Umkehr, Victim blaming und Retraumatisierung da auf die Frauen wartet - macht man natürlich super gern freiwillig, weil man auf Ibiza nen Fußballer kennenlernt und sich denkt, dem drück ich mal im Vorbeigehen eins rein, wird richtig lustig.
Diese von dir implizierte, patriarchal geprägte Mär, Frauen würden (bei Prominenten) einfach "gerne" mal Vergewaltigung anzeigen, obwohl keine vorlag, lässt sich auch mit Zahlen beantworten: Die Quote von Falschanschuldigungen liegt bei 3 % - vermutlich bezieht sich diese Zahl auf die angezeigten Vergewaltigungen, auf alle verübten Vergewaltigungen bezogen dürfte sie demnach noch mal deutlich niedriger ausfallen.
Guckst du hier oder sonst wo im Internet, wo sich überall erschütternde Zahlen zum Thema finden lassen: https://www.frauenrechte.de/images/downloads/hgewalt/Sexuelle-Gewalt-in-Deutschland.pdf
Anstatt sich zu wünschen, dass es für einen privilegierten Fußballprofi glimpflich ausgeht und er dem "eigenen" Verein bald wieder zur Verfügung steht, sollte man sich lieber wünschen, dass die Sache im Sinne des mutmaßlichen Opfers aufgeklärt wird und der mutmaßliche Sexualstraftäter für diesen Fall ausnahmsweise eine angemessene Strafe erhält - falls man bei solchen Verbrechen denn von angemessenen Strafen reden kann.
Was heißt das für Karazor? Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass er eines der extrem seltenen Opfer von Falschanschuldigungen geworden ist. Eine Wahrscheinlichkeit von 3 %, wenn man die Zahlen aus Deutschland zugrunde legt. Er muss und sollte deshalb nicht drastisch vorverurteilt werden, aber man sollte auch nicht beide Augen davor verschließen, dass solche Vorwürfe in den allermeisten Fällen nicht vom Himmel fallen.
Also bitte: Mutmaßliches Opfer und dessen Schutz in den Fokus - nicht mutmaßlicher Täter und der Verein, für den er zufällig spielt.
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