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1. Bundesliga

26.05.2015 - 12:05 Uhr
1. Bundesliga |#6921
03.11.2025 - 18:13 Uhr
Ich finde es eher erstaunlich, dass man hier annimmt, die Liga werde "spannender", wenn nur die Bayern weg sind.

Dabei wäre es dann nur logisch, dass dann eben ein anderer Verein deren Platz einnimmt und sich das Geld dann da kumuliert.
In Sachen Umsatz ist jedenfalls der BVB auch weit vor jedem anderen Verein der Liga. Die haben schon jetzt einen 100 Millionen höheren Umsatz als beispielsweise Leipzig oder 170 Millionen mehr als Leverkusen.
Sind die plötzlich "das" Aushängeschild der Liga und nationaler/internationaler Top-Verein, werden die ebenso mit Geld zugeschissen. Der Rest der Liga gewinnt dadurch nicht das geringste, außer dass man dann eben viele Aufnäher auf irgendwelchen Kutten austauschen müsste, weil dann eben ein anderer Verein das Ziel allen Hasses ist.

Das Problem sind doch nicht einzelne Vereine, das ist doch absolut naiv.

Das Problem ist, dass in den letzten 25-30 Jahren mehr Geld denn je in dieses Geschäft gepumpt wurde und man es bis heute nicht geschafft hat dieses einigermaßen fair zu verteilen. Dadurch ging die Schere zwischen den Klubs überall deutlich auseinander. Dass man im Sinne der "immer mehr, immer höher, immer weiter" dann auch noch angefangen hat selbst für immer größere Zuwächse, immer mehr Pokale, Turniere und immer höhere Prämien für die gesorgt hat, die eh schon mehr als genug haben, hat eben dem Rest auch nicht geholfen.

Anfang der 2000er hatte der BVB einen höheren Umsatz als die Bayern. Heute ist deren Umsatz doppelt so hoch wie der des BVB - und auf einem ganz anderen Niveau.
Und sonst? Wer hätte denn den Bayern irgendwas streitig machen sollen? Der BVB stand kurz vor der Insolvenz, andere große Klubs wie Gladbach, Hamburg, Schalke, Stuttgart oder Frankfurt sind allesamt mindestens einmalig in dieser Zeit in die zweite Liga abgestiegen und mussten sich konsolidieren. Vereinen wie Leverkusen, Leipzig oder Wolfsburg fehlt es trotz potenter Geldgeber an der Basis, während Vereine wie Freiburg oder Lautern auch so chancenlos sind und waren, weil da das Umfeld nicht ausreicht. Klar, dass sich da alle Kohle bei den Bayern sammelt, die eben stabil ihre Erfolge eingefahren haben und seit Anfang der 90er nie wieder in finanzielle Schieflagen kamen. Das wäre in jeder anderen Liga auch so der Fall.

•     •     •

Mein Leben hab ich dir vermacht, jeden Tag und jede Nacht!
Forza FCK, rot-weiß-rot olé!
1. Bundesliga |#6922
07.11.2025 - 22:18 Uhr
Neues vom VAR: erste HZ in Bremen. Glasklares Handspiel vom Wolfsburger. Mir ist es unerklärlich, wie das Spiel direkt -ohne Prüfung- weiterläuft. Im Gesamtkontext schwer zu verstehen, wo der Mehrwert liegen soll.
1. Bundesliga |#6923
07.11.2025 - 23:21 Uhr
Das Tor von Mbangula zum 2:1 war in der Entstehung wahnsinnig kurios. Fallrückzieher-Kerze von Boniface im 16er, dann schauen die Wolfsburger dem Ball nach und der Werderaner schaltet blitzschnell und versenkt das Ding auch noch technisch anspruchsvoll als Volley aus spitzem Winkel. Irre, so ein Ding sieht man auf dem Niveau selten. Ich glaube das war es für Simonis.

Leider holt Wolfsburg dann einen erfahrenen Typ der diesen Haufen auf Vordermann bringt, kauft im Winter ordentlich zu und hält die Klasse. Das ist der Wettbewerbsvorteil von VW. Aus fußballerischer Sicht muss man fast hoffen, dass VW wirtschaftlich so in Bedrängnis gerät ihr Engagement komplett zurückzufahren. Als Wolfsburg gegen Real im CL-Viertelfinale stand, konntest du Tage vor dem Spiel noch offiziell Karten kaufen. Das reicht mir als Bild zu dem Verein, Cedric Makiadi mal ausgenommen. zwinker
1. Bundesliga |#6924
08.11.2025 - 06:54 Uhr
Das mit den Tickets an der Abendkasse ist heutzutage in Leverkusen auch noch so. Da darf jeder gern halten was er will.
Kurz zur aktuellen Lage in WOB: ich denke, dass es sich Simonis nun erledigt haben dürfte. Die haben ein vernünftiges Auswärtsspiel - bei einem durchschnittlichen Bundesligisten- auf unnötigste Art und Weise hergeschenkt.
Der Kader ist hochkarätig bestückt. Ich denke, auch ohne die riesigen Investitionen im Winter, dass ein Platz irgendwo um 10 am Saisonende drin ist.

Zwyer hat im übrigen sein Kellerteam gelobt. Die von mir oben beschriebene Szene war wohl nicht Ellenbogen sondern Oberarm und somit nicht strafbar. Ich wusste gar nicht, dass man den Ball mit dem Oberarm abwehren darf.
1. Bundesliga |#6925
08.11.2025 - 10:16 Uhr
Zitat von Hemdl
Ich finde es eher erstaunlich, dass man hier annimmt, die Liga werde "spannender", wenn nur die Bayern weg sind.

Dabei wäre es dann nur logisch, dass dann eben ein anderer Verein deren Platz einnimmt und sich das Geld dann da kumuliert.
In Sachen Umsatz ist jedenfalls der BVB auch weit vor jedem anderen Verein der Liga. Die haben schon jetzt einen 100 Millionen höheren Umsatz als beispielsweise Leipzig oder 170 Millionen mehr als Leverkusen.
Sind die plötzlich "das" Aushängeschild der Liga und nationaler/internationaler Top-Verein, werden die ebenso mit Geld zugeschissen. Der Rest der Liga gewinnt dadurch nicht das geringste, außer dass man dann eben viele Aufnäher auf irgendwelchen Kutten austauschen müsste, weil dann eben ein anderer Verein das Ziel allen Hasses ist.

Das Problem sind doch nicht einzelne Vereine, das ist doch absolut naiv.

Das Problem ist, dass in den letzten 25-30 Jahren mehr Geld denn je in dieses Geschäft gepumpt wurde und man es bis heute nicht geschafft hat dieses einigermaßen fair zu verteilen. Dadurch ging die Schere zwischen den Klubs überall deutlich auseinander. Dass man im Sinne der "immer mehr, immer höher, immer weiter" dann auch noch angefangen hat selbst für immer größere Zuwächse, immer mehr Pokale, Turniere und immer höhere Prämien für die gesorgt hat, die eh schon mehr als genug haben, hat eben dem Rest auch nicht geholfen.

Anfang der 2000er hatte der BVB einen höheren Umsatz als die Bayern. Heute ist deren Umsatz doppelt so hoch wie der des BVB - und auf einem ganz anderen Niveau.
Und sonst? Wer hätte denn den Bayern irgendwas streitig machen sollen? Der BVB stand kurz vor der Insolvenz, andere große Klubs wie Gladbach, Hamburg, Schalke, Stuttgart oder Frankfurt sind allesamt mindestens einmalig in dieser Zeit in die zweite Liga abgestiegen und mussten sich konsolidieren. Vereinen wie Leverkusen, Leipzig oder Wolfsburg fehlt es trotz potenter Geldgeber an der Basis, während Vereine wie Freiburg oder Lautern auch so chancenlos sind und waren, weil da das Umfeld nicht ausreicht. Klar, dass sich da alle Kohle bei den Bayern sammelt, die eben stabil ihre Erfolge eingefahren haben und seit Anfang der 90er nie wieder in finanzielle Schieflagen kamen. Das wäre in jeder anderen Liga auch so der Fall.


Ich finde die Argumentation ein wenig inkonstistent. Am Anfang schreibst du die Liga würde nicht spannender wenn Bayern weg wäre, weil dann ein anderer Verein deren Platz einnahmen würde. Am Ende des Beitrags zeigst du dann auf, dass kein anderer Verein in der Lage war/ist eine derartige Konstanz auszubilden.

Ich finde den zweite Ansatz stimmt und der erste eher nicht.
Das Mehr und Mehr an Geld, dass in den letzten Jahren in den letzten Jahren in die Bundesliga gepumpt wurde hätte im Prinzip nicht nur den ersten Bayern zementieren müssen, sondern auch einen Zweiten und Dritten, das ist aber nicht geschehen. Nur Bayern zieht seit 30 Jahren seine einsamen Kreise, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt einsamer werden.

Ich habe mir mal die Meister / Vizemeister der letzten 45 Jahre angeschaut. Die Vizemeisterverteilung ist quasi konstant - In 15 Jahresschritten im Schnitt 7 verschiedene Vizemeister, nur Dortmund schaffte es in den letzten 15 Jahren einigermaßen konstant Vizemeister zu werden, aber auch nie am Stück.
Was den Meister angeht zieht allerdings Bayern immer weiter davon. Von 78-93 noch 7 Meisterschaften (max. 3 am Stück) zu 9 Meisteschaften 94 - 2009 (max. 3 am Stück) zu 13 Meisternschaften vom 2010 - 2025 (11 am Stück).
Insgesamt hat Bayern jetzt 33 Meistertitel, der nächstbeste Dortmund 5(!).

Die Bayern haben sich von dem Gesetz der Spielergenerationen abgekoppelt, der früher auch mal zu anderen Serienmeistern führte. Wenn Dortmund Meister wird, wird denen Lewa + Götze abgekauft, Lewa sogar zum Nulltarif gelockt, damit Dortmund den maximalen Schaden hat. Diese Saison wären um ein Haar Wirtz und Woltemade dort gelanded, wenn es nicht eine noch perversere Liga gäbe was Geld angeht. Jeweils die Schlüsselspieler des Meisters/Vizemeistern der letzten beiden Jahre.
Nur Bayern ist in der Lage das zu tun, andere Buli-Vereine sind davon heutzuge meilenweit entfernt.

Für mich deutet das schon darauf hin, dass die Liga ohne Bayern spannender wäre und sich nicht automatisch ein anderer Verein dort einnisten würde, da Bayern strukturell eine kritische Masse erreicht hat, die sie vom Wettbewerb abkoppelt. selbt in Jahren voller Krisen kommen sie in die CL, letzmalig nicht dort vertreten waren sind 2008.

Aber was nützt das Hättewennundaber...Diese Saison legen die Bayern wohl nochmal einen drauf ohne Aussicht auf ein Ende dieses Monopols.

•     •     •

With your feet in the air and your head on the ground
Try this trick and spin it, yeah
Your head will collapse
But there's nothing in it
And you'll ask yourself

Where is my mind
1. Bundesliga |#6926
08.11.2025 - 11:44 Uhr
Schade, dass wir nicht in einer Diktatur leben... 😆

Dann könnte man problemlos die Säbener abreißen, die AllianzArena an 60 übergeben, 95% des Kaders ziehen lassen und Bayern in die Regionalloga versetzen.

Apokalyptisch klar, aber die einzige Möglichkeit mal wieder für ein paar Jahre Spannung in der Bundesliga hinzubekommen.
Nehmt ihnen alles und lasst uns zuschauen ob sie wieder hoch kommen ?

Noch schlimmer als für den neutralen Fan muss es doch für die Bayern Fans sein.

Es kann doch nicht ernsthaft geil sein, ständig random Siegesserien abzufeieren ?
Die wissen doch 0,0 % was Leiden bedeutend.
Wo ist da der Thrill, wenn du regelmäßig mit 95 % Gewinnwarscheinlichkeit in die Spieltagswoche startest.

Alles U30 sind roboterartige Jubelperser, die bestenfalls mal zwei Niederlagen zu ertragen haben.
Wie echt kann man sich da noch über die 73. Meisterschaft freuen?

Für ein echtes Fanerlebnis, egal welche Liga, gehören Misserfolgsperioden dazu um die Erfolgsphasen richtig abfeiern und genießen zu können. Da muss zwischendurch immer mal kräftig gelitten werden.

0 Euphorie oder Extase, max. roboterartige Freude.

Ich kann mir das 0 vorstellen, aber ständig nur zu gewinnen, keine Baustellen im Verein, die dich zittern lassen, nicht mal in Existenznöte zu geraten, das würde mich ultra abstumpfen.

Donald Trump übernehmen Sie: "Tear down this club!"
1. Bundesliga |#6927
08.11.2025 - 12:48 Uhr
Vor ein paar Jahren hat ein Bayern-Fan in der 11Freunde erläutern dürfen, wie beispielsweise die Niederlage im Finale dahoam 2012 gegen Chelsea quasi sein großes Leiden mit und für den Verein war. Wenn man noch etwas zurückgeht ins Jahr 1999 fällt mir Barcelona ein, wo ManUtd die Bayern tief in der Nachspielzeit besiegte. Interessanterweise schlug das bayrische Imperium in beiden Fällen prompt zurück mit CL-Siegen 2001 und 2013. Mir tat 2001 tatsächlich auch weh, da ich die damalige Valencia Mannschaft wirklich cool fand: Canizares, Ayala, Gaizka Mendieta, Kily Gonzales, der wunderbare Pablo Aimar und John Carew („What Carew can do with the ball I can do with an orange!“ Zlatan).

Das sind natürlich sportliche Dimensionen, die man als Fan des FCK kaum nachvollziehen kann. Ich meine sie trocknen ihre Tränen dann auch mit den deutschen Titeln. Damals war auch die CL ganz anders. Mannschaften wie Valencia, Porto oder Monaco konnten tatsächlich für Aufsehen sorgen. Dynamo Kiew mit dem stoischen Lobanowski oder Rosenborg Trondheim waren echte Stolpersteine im Winter. Heute hat man auch international eine klare Hierarchie, wo im Grunde 4-5 Vereine das Format unter sich ausmachen. Bayern ist hier tatsächlich eine Art underdog, für uns kaum vorstellbar. Aber die hochgezüchteten Clubs in arabischen Händen oder die spanischen Giganten aus Madrid fürchten keine bestia negra mehr.

Für die Bundesliga bedeutet das im Umkehrschluss, Bayern ist uneinholbar und kann alle Jubeljahre mal in der CL etwas holen. Die sitzen bequem in dieser Rolle, da sich ihr Gebaren national immer mit Argument füttern lässt, dass es international ohne Bayern gar keine Sieger aus Deutschland mehr geben würde.

Ich gehe fest davon aus, dass es eine Art Superliga kommen wird. Dabei werden Bayern oder beispielsweise Real die nationalen Ligen nicht verlassen. Die werden einfach mit den anderen Riesen 40er Kader aufstellen. Bayern schlug auch mit etlichen Wechseln den Doublesieger Leverkusen locker in einer Halbzeit. Die ganz großen Stars spielen dann halt mehr in der Superliga. Das Geld was die in der internationalen Vermarktung damit verdien würden macht das möglich. Zusätzlicher TV-Vertrag mit Netflix oder so, die mehr und mehr in den Live-Sport drängen. Live-Sport bleibt ein echter Zuschauer-Magnet international. Spiele ausgetragen in den USA, der arabischen Halbinsel oder Asien. National werden dann Kader aufgestellt, die man aus den Hinterlassenen rekrutiert. Immer mit dem Versprechen auch in der Super Liga zum Einsatz zu kommen, dass durch vertragliche incentives sehr lukrativ wird. Einziger Stolperstein sind die Engländer, die zwar heute schon riesige Kader haben (bedingt durch die vielen Spiele und Pokalwettbewerbe auf der Insel), aber ihre Vormachtsstellung als größte Cash-Liga der Welt verlieren würden. Ich bin sicher die City-Group juckt das nicht. Aber Liverpool, United und Arsenal könnten da nicht mitziehen wollen. Wobei das immer an den Besitzern hängt.

Edith sagt: Ich war 2013 ein Wochenende in München und konnte ein Spiel in der Allianz-Arena schauen. Dabei habe ich vor dem Stadion eine Finale dahoam Kappe erworben, die ich trotz Anfeindungen, freundlichen Hinweisen und bösen Blicken überall trug. ;-D Selbst im Hofbräuhaus…das Ding habe ich noch heute im Schrank. Man muss die kleinen Triumphe nehmen, wo man sie kriegen kann.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 442Head am 08.11.2025 um 12:55 Uhr bearbeitet
1. Bundesliga |#6928
08.11.2025 - 16:16 Uhr
Zitat von Foegli

Ich finde die Argumentation ein wenig inkonstistent. Am Anfang schreibst du die Liga würde nicht spannender wenn Bayern weg wäre, weil dann ein anderer Verein deren Platz einnahmen würde. Am Ende des Beitrags zeigst du dann auf, dass kein anderer Verein in der Lage war/ist eine derartige Konstanz auszubilden.


Doch - aber eben erst in den letzten Jahren. Und da war die Lage der Bayern eben längst zementiert.
Dortmund, Leipzig, Leverkusen - diese Vereine spielen doch inzwischen seit Jahren um die gleichen Plätze mit, während eben der Rest der Liga sich um die verbleibenden Plätze balgt.
Ab und an schafft es dann noch einer kurzfristig diese Phalanx zu durchbrechen, nur um dann aber wieder aufgrund der kaderbedingten Veränderungen mit kurzzeitigen Tiefpunkten zu kämpfen.

Zitat von Foegli

Ich finde den zweite Ansatz stimmt und der erste eher nicht.
Das Mehr und Mehr an Geld, dass in den letzten Jahren in den letzten Jahren in die Bundesliga gepumpt wurde hätte im Prinzip nicht nur den ersten Bayern zementieren müssen, sondern auch einen Zweiten und Dritten, das ist aber nicht geschehen. Nur Bayern zieht seit 30 Jahren seine einsamen Kreise, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt einsamer werden.


Die Bayern waren eben in den entscheidenden Jahren vorne dabei. Und genau das haben die anderen nicht geschafft. Schaut man sich die Entwicklung der Umsätze an, sind die ab Anfang der 2000er Jahre schier explodiert. Genau da war aber der BVB nahe an der Insolvenz, während auch Vereine wie die Hertha, Schalke oder der HSV längst auf Schuldenbergen saßen und sich finanziell übernommen hatten. Anderen - wie Leverkusen, dem FCK oder Bremen - fehlten (unabhängig derer finanziellen Situation) ohnehin das Umfeld um da oben langfristig mitzuspielen. Die Klubs, die da abgerutscht sind, hatten sich bereits vorher ruiniert und sind dann am Wettrüsten innerhalb der Liga gescheitert. Der BVB versuchte mit den Bayern mitzuhalten, war dann aber just in dem Moment eben zum sparen gezwungen und sportlich nahe der Irrelevanz, als plötzlich neue Gelder flossen. Das gleiche gilt auch für Stuttgart, die Hertha, den HSV oder Schalke. All diese Klubs haben in diesen Jahren unter massiven Schuldenbergen gelitten, die aufgrund mangelnder sportlicher Performance immer größer wurden und nicht selten zum Gang in die zweite Liga führten. Die Entwicklung der Bundesliga ist in diesen Jahren eben nicht linear verlaufen, sondern wurde durch den "Hype" bzw. das gestiegene Interesse derart befeuert, dass die Bayern da überdurchschnittlich profitierten.
Nur hat das mit der heutigen Ausgangslage ja nicht das geringste zu tun. Der BVB wurde binnen weniger Jahre finanziell von einem der Sorgenkinder der Liga zum Verein mit dem mit deutlichem Abstand zweitgrößten Umsatz. Der VfB hat einen kometenhaften Aufstieg in den letzten Jahren hingelegt. Für die Frankfurter gilt das gleiche. Nur ist deren Wachstum inzwischen eben begrenzt, weil die Bayern unfassbar dominant sind. Nimmst du die aber weg, übernimmt den Platz eben ein anderer, im wahrscheinlichsten Falle der BVB. Die haben die größte Substanz nach den Bayern zu bieten, haben den zweitgrößten Umsatz und generieren ebenfalls bereits zuverlässig Sondereinnahmen, die anderen verwehrt sind (Klub-WM, CL etc.). Die sind nicht limitiert durch eine schwache Fanbase und mangelndem Interesse wie beispielsweise Leverkusen oder Leipzig. Und die haben eine enorme Strahlkraft in Deutschland und dem Ausland.

Zitat von Foegli

Ich habe mir mal die Meister / Vizemeister der letzten 45 Jahre angeschaut. Die Vizemeisterverteilung ist quasi konstant - In 15 Jahresschritten im Schnitt 7 verschiedene Vizemeister, nur Dortmund schaffte es in den letzten 15 Jahren einigermaßen konstant Vizemeister zu werden, aber auch nie am Stück.
Was den Meister angeht zieht allerdings Bayern immer weiter davon. Von 78-93 noch 7 Meisterschaften (max. 3 am Stück) zu 9 Meisteschaften 94 - 2009 (max. 3 am Stück) zu 13 Meisternschaften vom 2010 - 2025 (11 am Stück).
Insgesamt hat Bayern jetzt 33 Meistertitel, der nächstbeste Dortmund 5(!).


Ja, eben. Weil eben der Abstand immer größer wird. Es ist doch völlig logisch, dass die Bayern heute mehr Meisterschaften am Stück holen und in Serie erfolgreich sind, wenn der finanzielle Vorsprung im gleichen Zeitraum immer größer wurde.
Früher hatte der FCB noch 2-3 Konkurrenten in Schlagweite, heute ist da weit und breit niemand mehr. Dass sich das sportlich niederschlägt ist doch keine Überraschung.

Zitat von Foegli

Die Bayern haben sich von dem Gesetz der Spielergenerationen abgekoppelt, der früher auch mal zu anderen Serienmeistern führte. Wenn Dortmund Meister wird, wird denen Lewa + Götze abgekauft, Lewa sogar zum Nulltarif gelockt, damit Dortmund den maximalen Schaden hat. Diese Saison wären um ein Haar Wirtz und Woltemade dort gelanded, wenn es nicht eine noch perversere Liga gäbe was Geld angeht. Jeweils die Schlüsselspieler des Meisters/Vizemeistern der letzten beiden Jahre.
Nur Bayern ist in der Lage das zu tun, andere Buli-Vereine sind davon heutzuge meilenweit entfernt.


Und genau das ist ein Märchen.
Da reicht ein Blick nach Dortmund um zu schauen, dass es da doch genauso läuft - nur dann eben in der zweiten Reihe. Woher kamen denn Spieler wie Anton, Guirassy oder Bayer? Der BVB tätigt längst mehr Transfers im Inland wie der FCB.
Aber selbst unabhängig davon ist es doch unfassbar naiv anzunehmen, dass der Abstand dadurch zu Stande kommt, dass der Bayern da die Konkurrenz aufkauft. Gerade Beispiele wie Sane, Woltemade, Havertz, Wirtz und andere zeigen doch, dass das längst keine Rolle mehr spielt, ob die Bayern die nun kaufen oder nicht. Wenn die das nicht machen, kauft sie eben ein anderer. Das Ergebnis für den abgebenden Verein ist in beiden Fällen das gleiche, nur dass der FCB dann eben sich entsprechende Spieler eben aus dem Ausland holen kann, während anderen Klubs aus der Liga dazu die Attraktivität und das Geld fehlt. Der Rest der Liga partizipiert zwar finanziell durchaus an dem gestiegenen Interesse aus dem Ausland an Spielern der Bundesliga, nur macht das eben umso schwerer ein Team zusammen zu halten. Bis Anfang der 2000er Jahre wechselten gefühlt jedes Jahr mal 2-3 Spieler ins Ausland. Heute verkauft jedes Team so viele ins Ausland. Früher ging es für die Masse der Spieler nur darum, ob sie irgendwann eben mal zu den Bayern gehen, oder eben bei ihren Klubs bleiben. Heute haben die die freie Auswahl, weil sie eben gewisse Summen nicht nur bei den Bayern bekommen. Die Spieler wechseln zu immer höheren Beträgen und immer früher - das macht es für die Vereine in der zweiten Reihe eben umso schwerer da ein Team zusammen zu stellen, das da mithalten kann. Ob es für den VfB - mal die Summen beiseite gelassen - am Ende jetzt einen riesigen Unterschied macht, ob Diaz denen 2 Stück einschenkt oder eben dann Woltemade im direkten Duell, glaube ich kaum. Am Ende hat man zwar einen Berg Geld, kann das aber wiederum nur in Talente stecken und hoffen, dass da jemand zündet - während man den sportlichen Verlust erst mal auffangen muss.

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1. Bundesliga |#6929
08.11.2025 - 16:35 Uhr
Wie wird ein Spiel eigentlich gewertet, wenn eine Mannschaft zur Halbzeit in der Kabine bleibt? Für Heidenheim wäre das sicher die bessere Wahl?! 0:5 steht es da

Niehues wurde in der 33. Minute ausgewechselt
Dieser Beitrag wurde zuletzt von nordishLautrer am 08.11.2025 um 16:37 Uhr bearbeitet
1. Bundesliga |#6930
08.11.2025 - 17:40 Uhr
Zitat von Eugel420

Schade, dass wir nicht in einer Diktatur leben... 😆

Dann könnte man problemlos die Säbener abreißen, die AllianzArena an 60 übergeben, 95% des Kaders ziehen lassen und Bayern in die Regionalloga versetzen.

Apokalyptisch klar, aber die einzige Möglichkeit mal wieder für ein paar Jahre Spannung in der Bundesliga hinzubekommen.
Nehmt ihnen alles und lasst uns zuschauen ob sie wieder hoch kommen ?

Noch schlimmer als für den neutralen Fan muss es doch für die Bayern Fans sein.

Es kann doch nicht ernsthaft geil sein, ständig random Siegesserien abzufeieren ?
Die wissen doch 0,0 % was Leiden bedeutend.
Wo ist da der Thrill, wenn du regelmäßig mit 95 % Gewinnwarscheinlichkeit in die Spieltagswoche startest.

Alles U30 sind roboterartige Jubelperser, die bestenfalls mal zwei Niederlagen zu ertragen haben.
Wie echt kann man sich da noch über die 73. Meisterschaft freuen?

Für ein echtes Fanerlebnis, egal welche Liga, gehören Misserfolgsperioden dazu um die Erfolgsphasen richtig abfeiern und genießen zu können. Da muss zwischendurch immer mal kräftig gelitten werden.

0 Euphorie oder Extase, max. roboterartige Freude.

Ich kann mir das 0 vorstellen, aber ständig nur zu gewinnen, keine Baustellen im Verein, die dich zittern lassen, nicht mal in Existenznöte zu geraten, das würde mich ultra abstumpfen.

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Wir brauchen keine Diktatur, keine Apokalypse.

Wir haben unseren FCK. Da ist alles Leid und jegliche Freude authentisch. Da sind die Bayern Lichtjahre von entfernt.

Leid und Freude ist Leben!

Keine Langeweile!

•     •     •

"Angesichts eines Hindernisses ist die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten nicht unbedingt eine Gerade" (Bert Brecht "Galileo Galilei")

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Unscripted am 08.11.2025 um 17:40 Uhr bearbeitet
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