☕ - P(i)azza Inter - Talkthread
30.06.2019 - 13:12 Uhr
20.04.2021 - 21:16 Uhr
Ich habe mir schon gedacht, dass das nicht so durchgehen wird. Vielleicht wollte man damit der UEFA zeigen, dass man nicht von ihnen abhängig ist. Leider haben die weder durchdacht agiert noch konnte man damit etwas erreichen(zumindest kurzfristig). Im Gegenteil, Leute wie Perez, Agnelli oder leider auch Marotta haben ihr Image damit geschadet. Vor allem wenn man hört, wie Agnelli mit der Sache umgeht (hat Ceferin 1h vorher noch was anderes gesagt und er geht bei Rummenigge nicht ans Telefon
) !
Und wir hauen uns hier unnötig die Köpfe ein!
) ! Und wir hauen uns hier unnötig die Köpfe ein!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Interista1988 am 20.04.2021 um 21:22 Uhr bearbeitet
21.04.2021 - 13:56 Uhr
Jetzt muss man wohl auf die Saudis hoffen ansonsten gehen bei uns bald die Lichter aus, wie bei Parma.
Wer jetzt sagt lieber zurück zum Mittelmaß hat die Situation immer noch nicht verstanden. Bis zum Saisonende haben wir wohl 650-700 Millionen Schulden und sind immer noch Mieter im San Siro.
Wie lange wollten wir denn im Mittelmaß bleiben um die 700 Millionen zurückzuzahlen? Ohne eigenes Stadion, Verkäufe des halben Kaders und dem Geld aus Europa geht das nicht. Die italienische Wirtschaft ist einfach zu schwach um ihren Vereinen einen Wettbewerb mit dem FC Bayern oder den Staatsklubs aus dem nahen Osten gewährleisten zu können.
Auch der FC Bayern steht nur so da weil man national praktisch konkurrenzlos ist, während sich in Italian 3 Clubs das Küchenstück teilen, welches in Deutschland der FC Bayern für sich alleine beanspruchen kann. Darüber hinaus ist die Deutsche Wirtschaft um einiges stärker, man hat sich praktisch die halbe Allianz Arena aus öffentlichen Geldern zahlen lassen und dann auch noch den Anteil von 1860 zu deutlich unter Marktpreis übernommen. In Mailand hingegen werden die Klubs von der Stadt für ein halb baufälliges, längst nicht mehr zeitgemäßes Stadion abgeschöpft.
Dazu kommt dann auch noch die Tatsache dass man sich mit einem starken Kern um deutsche Nationalspieler, die man aufgrund dessen dass sie einfach nur sehr ungern ins Ausland wechseln, günstig bei Ligakonkurrenten kaufen kann erheblich Ablöse spart.
Natürlich gehört auch über Jahre gutes Management hinzu aber auch ein KHR oder Uli Hoeneß hätten das ganze in Gelsenkirchen nicht so aufziehen können.
Das man natürlich wie kein zweiter Klub von der 50+1 Regel profitiert, hab ich noch gar nicht erwähnt, sie sichert im Grunde die finanzielle und dadurch auch die sportliche Vorherrschaft der Bayern.
Der Hauptgrund warum es überhaupt zur SuperLeague gekommen ist, findet sich doch 25 Jahre zurück in der Inter Historie, als ein gewisser Herr Moratti mit viel Herz für den Verein aber leider umso weniger wirtschaftlichen Sachverstand versucht hat Erfolge auf Pump zu kaufen, ihm taten es dann immer mehr Präsidenten nach. Von Berlusconi über Perez bis hin zu dem Barcelona der späten 2010er Jahre. Das funktionierte auch manchmal, aber ab dem Zeitpunkt als ganze Staaten mit petrodollars Klubs kauften hatte man den Schwanzvergleich verloren. An diesen Zeitpunkt hätte man über ein hartes FFP nachdenken müssen oder auch eine Gehaltsobergrenze wie in der NFL. Das hat man nicht getan und hat sich lieber weiter verschuldet, war ja dank Wachstum durch immer teureres Merchandising, teurere Tickets und neue TV deals möglich. Corona war nur der Katalysator den es brauchte um diese schöne heile Welt aus Kartenhäusern bei 3/4 der europäischen Elite zum einstürzen zu bringen.
Die Engländer stehen dank exorbitanter Fernsehgelder und irrwitzigen Sponsorendeals (United:TeamViewer, Adidas, DHL etc) noch ein bisschen besser da aber selbst dort kommt keiner an City vorbei.
Das die Serie A die Liga mit der schwächsten internationalen Vermarktung ist, sollte auch klar sein. Man saß dort viel zu lange auf dem hohen Ross und hat sich nicht um die interessanten Märkte geschert. Als dann die Globalisierung so richtig einsetzte und sich hunderte Millionen neuer Fans einen Klub suchten war der calcio wegen Calciopoli am Boden und daher uninteressant. Die Spanier hatten zeitgleich Zugpferde wie Ronaldinho oder Messi und später CR7. Bei den Engländern kam deren Vergangenheit als Kolonialmacht und English als Weltsprache natürlich gerade recht.
Ich fürchte ohne externen Investor muss der gesamte italienische Fußball kleinere Brote backen, die fetten Jahre sind vorbei, sogar Andrea Agnelli wird sich vor seinem Cousin rechtfertigen müssen, ob die Unterstützung von Juve in diesem Umfang noch zeitgemäß ist.
Wer jetzt sagt lieber zurück zum Mittelmaß hat die Situation immer noch nicht verstanden. Bis zum Saisonende haben wir wohl 650-700 Millionen Schulden und sind immer noch Mieter im San Siro.
Wie lange wollten wir denn im Mittelmaß bleiben um die 700 Millionen zurückzuzahlen? Ohne eigenes Stadion, Verkäufe des halben Kaders und dem Geld aus Europa geht das nicht. Die italienische Wirtschaft ist einfach zu schwach um ihren Vereinen einen Wettbewerb mit dem FC Bayern oder den Staatsklubs aus dem nahen Osten gewährleisten zu können.
Auch der FC Bayern steht nur so da weil man national praktisch konkurrenzlos ist, während sich in Italian 3 Clubs das Küchenstück teilen, welches in Deutschland der FC Bayern für sich alleine beanspruchen kann. Darüber hinaus ist die Deutsche Wirtschaft um einiges stärker, man hat sich praktisch die halbe Allianz Arena aus öffentlichen Geldern zahlen lassen und dann auch noch den Anteil von 1860 zu deutlich unter Marktpreis übernommen. In Mailand hingegen werden die Klubs von der Stadt für ein halb baufälliges, längst nicht mehr zeitgemäßes Stadion abgeschöpft.
Dazu kommt dann auch noch die Tatsache dass man sich mit einem starken Kern um deutsche Nationalspieler, die man aufgrund dessen dass sie einfach nur sehr ungern ins Ausland wechseln, günstig bei Ligakonkurrenten kaufen kann erheblich Ablöse spart.
Natürlich gehört auch über Jahre gutes Management hinzu aber auch ein KHR oder Uli Hoeneß hätten das ganze in Gelsenkirchen nicht so aufziehen können.
Das man natürlich wie kein zweiter Klub von der 50+1 Regel profitiert, hab ich noch gar nicht erwähnt, sie sichert im Grunde die finanzielle und dadurch auch die sportliche Vorherrschaft der Bayern.
Der Hauptgrund warum es überhaupt zur SuperLeague gekommen ist, findet sich doch 25 Jahre zurück in der Inter Historie, als ein gewisser Herr Moratti mit viel Herz für den Verein aber leider umso weniger wirtschaftlichen Sachverstand versucht hat Erfolge auf Pump zu kaufen, ihm taten es dann immer mehr Präsidenten nach. Von Berlusconi über Perez bis hin zu dem Barcelona der späten 2010er Jahre. Das funktionierte auch manchmal, aber ab dem Zeitpunkt als ganze Staaten mit petrodollars Klubs kauften hatte man den Schwanzvergleich verloren. An diesen Zeitpunkt hätte man über ein hartes FFP nachdenken müssen oder auch eine Gehaltsobergrenze wie in der NFL. Das hat man nicht getan und hat sich lieber weiter verschuldet, war ja dank Wachstum durch immer teureres Merchandising, teurere Tickets und neue TV deals möglich. Corona war nur der Katalysator den es brauchte um diese schöne heile Welt aus Kartenhäusern bei 3/4 der europäischen Elite zum einstürzen zu bringen.
Die Engländer stehen dank exorbitanter Fernsehgelder und irrwitzigen Sponsorendeals (United:TeamViewer, Adidas, DHL etc) noch ein bisschen besser da aber selbst dort kommt keiner an City vorbei.
Das die Serie A die Liga mit der schwächsten internationalen Vermarktung ist, sollte auch klar sein. Man saß dort viel zu lange auf dem hohen Ross und hat sich nicht um die interessanten Märkte geschert. Als dann die Globalisierung so richtig einsetzte und sich hunderte Millionen neuer Fans einen Klub suchten war der calcio wegen Calciopoli am Boden und daher uninteressant. Die Spanier hatten zeitgleich Zugpferde wie Ronaldinho oder Messi und später CR7. Bei den Engländern kam deren Vergangenheit als Kolonialmacht und English als Weltsprache natürlich gerade recht.
Ich fürchte ohne externen Investor muss der gesamte italienische Fußball kleinere Brote backen, die fetten Jahre sind vorbei, sogar Andrea Agnelli wird sich vor seinem Cousin rechtfertigen müssen, ob die Unterstützung von Juve in diesem Umfang noch zeitgemäß ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von _Interista_ am 21.04.2021 um 13:59 Uhr bearbeitet
21.04.2021 - 14:31 Uhr
Und an die, die meinen man müsse sich an die Saudis verkaufen, da sonst die Lichter ausgehen... Schämt ihr euch eig nicht sowas zu schreiben?
Lieber spiele ich im Mittelmaß in einer von mir aus schwächeren Serie A als ein Produkt zu supporten der oben auf Krampf mitspielt.
Abgesehen davon dass die meisten richtigen Fans sich dann sowieso vom Calcio abwenden würden wenn jeder 2. Verein in Italien ein Investor außerhalb Europas hätte.
Brauch niemand, will auch niemand! Zumindest die, die den Calcio so lieben wie man sich in ihn verliebt hat.
Lieber spiele ich im Mittelmaß in einer von mir aus schwächeren Serie A als ein Produkt zu supporten der oben auf Krampf mitspielt.
Abgesehen davon dass die meisten richtigen Fans sich dann sowieso vom Calcio abwenden würden wenn jeder 2. Verein in Italien ein Investor außerhalb Europas hätte.
Brauch niemand, will auch niemand! Zumindest die, die den Calcio so lieben wie man sich in ihn verliebt hat.
21.04.2021 - 18:58 Uhr
Zitat von Inter678
Und auch ich hoffe nun auf ein Verkauf von Suning! Wahre Liebe wurde uns verkauft und vorgepredigt und im Hintergrund schüttelt man sich die Hände mit Menschen wie Agnelli und Perez. Einfach ekelhaft!
Jetzt können Sie uns Messi holen, wird nichts ändern das zwischen den Fans und dem China Stab keine Versöhnung mehr stattfinden wird.
SuningOut
Und auch ich hoffe nun auf ein Verkauf von Suning! Wahre Liebe wurde uns verkauft und vorgepredigt und im Hintergrund schüttelt man sich die Hände mit Menschen wie Agnelli und Perez. Einfach ekelhaft!
Jetzt können Sie uns Messi holen, wird nichts ändern das zwischen den Fans und dem China Stab keine Versöhnung mehr stattfinden wird.
SuningOut
Ja und dann nach zwei Monaten auf Platz 7 in der Tabelle mit Gagliardini als Captain und DDA, Vecino und Pinamonti anstatt den verkauften Hakimi, Barella und Lukaku, bist du dann wieder der erste hier am rumbrüllen, wie unwürdig diese Mannschaft für einen Verein wie Inter sei.
21.04.2021 - 20:25 Uhr
Zitat von _Interista_
Auch der FC Bayern steht nur so da weil man national praktisch konkurrenzlos ist, während sich in Italian 3 Clubs das Küchenstück teilen, welches in Deutschland der FC Bayern für sich alleine beanspruchen kann. Darüber hinaus ist die Deutsche Wirtschaft um einiges stärker, man hat sich praktisch die halbe Allianz Arena aus öffentlichen Geldern zahlen lassen und dann auch noch den Anteil von 1860 zu deutlich unter Marktpreis übernommen. In Mailand hingegen werden die Klubs von der Stadt für ein halb baufälliges, längst nicht mehr zeitgemäßes Stadion abgeschöpft.
Auch der FC Bayern steht nur so da weil man national praktisch konkurrenzlos ist, während sich in Italian 3 Clubs das Küchenstück teilen, welches in Deutschland der FC Bayern für sich alleine beanspruchen kann. Darüber hinaus ist die Deutsche Wirtschaft um einiges stärker, man hat sich praktisch die halbe Allianz Arena aus öffentlichen Geldern zahlen lassen und dann auch noch den Anteil von 1860 zu deutlich unter Marktpreis übernommen. In Mailand hingegen werden die Klubs von der Stadt für ein halb baufälliges, längst nicht mehr zeitgemäßes Stadion abgeschöpft.
Die italienischen Wirtschaft ist weniger Inters Problem, zumal wir hier von Mailand und der Lomardei sprechen. Beim Bau des Juventus Stadiums kam die Stadt Turin dem Club auch sehr entgegen. Gibt wirtschaftlich schwächere Gegenden in Europa....
Zitat von _Interista_
Dazu kommt dann auch noch die Tatsache dass man sich mit einem starken Kern um deutsche Nationalspieler, die man aufgrund dessen dass sie einfach nur sehr ungern ins Ausland wechseln, günstig bei Ligakonkurrenten kaufen kann erheblich Ablöse spart.
Dazu kommt dann auch noch die Tatsache dass man sich mit einem starken Kern um deutsche Nationalspieler, die man aufgrund dessen dass sie einfach nur sehr ungern ins Ausland wechseln, günstig bei Ligakonkurrenten kaufen kann erheblich Ablöse spart.
Das mit den Ablösen ist sicherlich ein Vorteil, allerdings wechseln italienische Nationalspieler noch weniger ins Ausland (und am wenigsten die englischen, nebenbei bemerkt). Allerdings ist die generelle Bereitschaft deutscher Vereine viel Geld für Ablösen auszugeben wesentlich geringer als in Italien (oder Spanien oder England). Bei solchen Ausgaben ist man schon lange risikoaverser. Davon profitieren ein Stück weit alle Bundesligavereine, zumindest was wirtschaftliche Stabilität betrifft.
Zitat von _Interista_
Natürlich gehört auch über Jahre gutes Management hinzu aber auch ein KHR oder Uli Hoeneß hätten das ganze in Gelsenkirchen nicht so aufziehen können.
Natürlich gehört auch über Jahre gutes Management hinzu aber auch ein KHR oder Uli Hoeneß hätten das ganze in Gelsenkirchen nicht so aufziehen können.
Wobei Bayern unter Hoeneß überhaupt in die Lage gekommen ist, so eine dominante Rolle im deutschen Fußball zu spielen. Da steckt inzwischen fast 40 Jahre Management dahinter. Muss man bei aller Antipathie sagen.
Zitat von _Interista_
Der Hauptgrund warum es überhaupt zur SuperLeague gekommen ist, findet sich doch 25 Jahre zurück in der Inter Historie, als ein gewisser Herr Moratti mit viel Herz für den Verein aber leider umso weniger wirtschaftlichen Sachverstand versucht hat Erfolge auf Pump zu kaufen, ihm taten es dann immer mehr Präsidenten nach. Von Berlusconi über Perez bis hin zu dem Barcelona der späten 2010er Jahre.
Der Hauptgrund warum es überhaupt zur SuperLeague gekommen ist, findet sich doch 25 Jahre zurück in der Inter Historie, als ein gewisser Herr Moratti mit viel Herz für den Verein aber leider umso weniger wirtschaftlichen Sachverstand versucht hat Erfolge auf Pump zu kaufen, ihm taten es dann immer mehr Präsidenten nach. Von Berlusconi über Perez bis hin zu dem Barcelona der späten 2010er Jahre.
Geld in den Verein zu pumpen ging spätestens mit Berlusconi in den 80ern los, natürlich durch die damals noch geltenden Regeln deutlich eingeschränkter als nach der Jahrtausendwende. Einer der ersten Präsidenten, der im italienischen Fußball Geld um sich geworfen hatte, war Cragnotti bei Lazio. Das Bosman-Urteil löste aber bei sämtlichen Top-Clubs im Laufe der Zeit einen Rekordtransfer nach dem anderen aus, was ja noch bis heute anhält.
Viele der Präsidenten mit den Spendierhosen waren aber ab der Wirtschaftskrise 2006 wesentlich vorsichtiger (außer Moratti).
Zitat von _Interista_
Das funktionierte auch manchmal, aber ab dem Zeitpunkt als ganze Staaten mit petrodollars Klubs kauften hatte man den Schwanzvergleich verloren. An diesen Zeitpunkt hätte man über ein hartes FFP nachdenken müssen oder auch eine Gehaltsobergrenze wie in der NFL. Das hat man nicht getan und hat sich lieber weiter verschuldet, war ja dank Wachstum durch immer teureres Merchandising, teurere Tickets und neue TV deals möglich. Corona war nur der Katalysator den es brauchte um diese schöne heile Welt aus Kartenhäusern bei 3/4 der europäischen Elite zum einstürzen zu bringen.
Das funktionierte auch manchmal, aber ab dem Zeitpunkt als ganze Staaten mit petrodollars Klubs kauften hatte man den Schwanzvergleich verloren. An diesen Zeitpunkt hätte man über ein hartes FFP nachdenken müssen oder auch eine Gehaltsobergrenze wie in der NFL. Das hat man nicht getan und hat sich lieber weiter verschuldet, war ja dank Wachstum durch immer teureres Merchandising, teurere Tickets und neue TV deals möglich. Corona war nur der Katalysator den es brauchte um diese schöne heile Welt aus Kartenhäusern bei 3/4 der europäischen Elite zum einstürzen zu bringen.
Verloren hatte man es bereits früher gegen die englische Konkurrenz, die sich seit der Gründung der Premier League zukunftsoriertiert aufgestellt und in den 2000ern daraus Kapital geschlagen hat. Die Krise und die Tatsache, die Umstrukturierungsphase im europäischen Fußball völlig verschlafen zu haben, haben für den Rest gesorgt.
Man kann allerdings auch anmerken, dass sowohl England als auch Deutschland und sogar Frankreich jeweils von der Austragung internationaler Turniere (WM/EM) profitiert haben, die den Bau neuer Stadien in Gang gesetzt haben. Die WM 1990 kam diesbezüglich zum falschen Zeitpunkt.
Zitat von _Interista_
Das die Serie A die Liga mit der schwächsten internationalen Vermarktung ist, sollte auch klar sein. Man saß dort viel zu lange auf dem hohen Ross und hat sich nicht um die interessanten Märkte geschert. Als dann die Globalisierung so richtig einsetzte und sich hunderte Millionen neuer Fans einen Klub suchten war der calcio wegen Calciopoli am Boden und daher uninteressant. Die Spanier hatten zeitgleich Zugpferde wie Ronaldinho oder Messi und später CR7. Bei den Engländern kam deren Vergangenheit als Kolonialmacht und English als Weltsprache natürlich gerade recht.
Das die Serie A die Liga mit der schwächsten internationalen Vermarktung ist, sollte auch klar sein. Man saß dort viel zu lange auf dem hohen Ross und hat sich nicht um die interessanten Märkte geschert. Als dann die Globalisierung so richtig einsetzte und sich hunderte Millionen neuer Fans einen Klub suchten war der calcio wegen Calciopoli am Boden und daher uninteressant. Die Spanier hatten zeitgleich Zugpferde wie Ronaldinho oder Messi und später CR7. Bei den Engländern kam deren Vergangenheit als Kolonialmacht und English als Weltsprache natürlich gerade recht.
Zur Zeit von Calciopoli war die Serie A voller großer Namen. Messi und Ronaldo waren erst "in der Entstehung". Milan stand 2 mal nach Calciopoli im Finale der CL. Milan war auch global der größte Club auf dem chineischen Markt und eines der größten Brands im Fußball überhaupt. Seit dem Ende der 80er waren italienische Vereine innovativ (für ihre Zeit) und haben sich so in den 90ern zur Topliga etabliert. Dann hat man es verpasst, mit der Zeit zu gehen. Hier stimmt das mit dem hohen Ross. in Punkto Infrastruktur und öffentliche Darstellung wurde kaum noch investiert. Selbst wenn man finanziell gegenüber der Konkurrenz langsam abfiel, hat man noch genug Geld in die Hand genommen, das man mit mehr Weitblick hätte ausgeben können. Stattdessen begann die Zeit, die untergehenden Sterne anderer Vereine zu verpflichten und diese mit satten Gehältern auszustatten.
Zitat von _Interista_
Ich fürchte ohne externen Investor muss der gesamte italienische Fußball kleinere Brote backen, die fetten Jahre sind vorbei, sogar Andrea Agnelli wird sich vor seinem Cousin rechtfertigen müssen, ob die Unterstützung von Juve in diesem Umfang noch zeitgemäß ist.
Ich fürchte ohne externen Investor muss der gesamte italienische Fußball kleinere Brote backen, die fetten Jahre sind vorbei, sogar Andrea Agnelli wird sich vor seinem Cousin rechtfertigen müssen, ob die Unterstützung von Juve in diesem Umfang noch zeitgemäß ist.
Wenn man nicht zu schnell zum Erfolg will, sondern sich Schritt für Schritt weiterentwickelt, kann man auf lange Sicht mit der Konkurrenz mithalten. Hatte ja Juve kurzzeitig gezeigt. Dann hat Agnelli angefangen, sein ganzes Werk abzureißen, indem er beim von Dir genannten Schwanzvergleich mitmachen wollte.
22.04.2021 - 13:11 Uhr
Zitat von Buzzurro
Wenn man nicht zu schnell zum Erfolg will, sondern sich Schritt für Schritt weiterentwickelt, kann man auf lange Sicht mit der Konkurrenz mithalten. Hatte ja Juve kurzzeitig gezeigt. Dann hat Agnelli angefangen, sein ganzes Werk abzureißen, indem er beim von Dir genannten Schwanzvergleich mitmachen wollte.
Zitat von _Interista_
Ich fürchte ohne externen Investor muss der gesamte italienische Fußball kleinere Brote backen, die fetten Jahre sind vorbei, sogar Andrea Agnelli wird sich vor seinem Cousin rechtfertigen müssen, ob die Unterstützung von Juve in diesem Umfang noch zeitgemäß ist.
Ich fürchte ohne externen Investor muss der gesamte italienische Fußball kleinere Brote backen, die fetten Jahre sind vorbei, sogar Andrea Agnelli wird sich vor seinem Cousin rechtfertigen müssen, ob die Unterstützung von Juve in diesem Umfang noch zeitgemäß ist.
Wenn man nicht zu schnell zum Erfolg will, sondern sich Schritt für Schritt weiterentwickelt, kann man auf lange Sicht mit der Konkurrenz mithalten. Hatte ja Juve kurzzeitig gezeigt. Dann hat Agnelli angefangen, sein ganzes Werk abzureißen, indem er beim von Dir genannten Schwanzvergleich mitmachen wollte.
Diese famose Geschichte, dass Juve eine Zeit lang auf einem sehr guten Weg war und der Übermut Agnellis dann alles gestürzt hat, ist eine sehr, sehr oberflächliche Sichtweise. Juves konstantes Wachstum von 2021-2017 läuft parallel zum sportliche Wiederaufstieg. Es ist vergleichsweise "einfach" seinen Umsatz zu steigern, wenn man als Europaleague-Quali Team startet und als 2facher Cl-Finalist aufhört. Das Modell das da dahinter steht ist aber nicht nachhaltig. Dazu reicht ein einfacher Blick auf die Bilanz. Zwischen 55 und 60 % der Einnahmen kommen aus dem Bereich TV Rechte. Das sind mehr oder weniger die selben Zahlen wie 2007. Bei den meisten anderen Serie A Vereinen ist es ähnlich, dagegen sind es bei z.B. den Bayern im selben Zeitraum unter 20%.
(Abgesehen davon würde ich einen Umsatz von der Hälfte anderer Top-Vereine sowieso nicht als gute Basis bezeichnen um langfristig mithalten zu können)
Einnahmen aus den TV-Pool sind eben enorm abhängig von den sportliche Resultaten. Heute kommst du in der CL ins Finale, morgen nur ins Achtelfinale, schon sind 40 Mio weg. Die TV-Rechte der Serie A werden alle 3 Jahre neu verhandelt. Wenn DAZN heute 1 Mrd. zahlt, zahlen sie morgen vielleicht nur noch die Hälfte; oder das doppelte, je nachdem wie sich das Produkt Serie A entwickelt. Die "Kleineren" sind davon abhängig, dass sie gegen Juve, Inter & Co. spielen "dürfen" und die soviel Geld in die Serie A holen, damit der Kuchen TV-Rechte möglichst fett ist. Insofern haben sie es nichtmal sportlich in der eigenen Hand. Freilich ist das, wenn der Rubel rollt, für die dann aber wieder eine gemütliche Kiste.
Davon abgesehen wird die Kurve nach oben hin immer flacher. Man kann nicht immer noch erfolgreicher sein. Der Aufwand oder das Risiko sich da oben zu halten aber gleichzeitig größer, da nicht immer jeder Transfer noch besser sein kann.
Das alles passiert dann in einem System, das genau diese Einnahmen limitieren. Insofern ist es für mich schwer verständlich, wie man Agnelli & Co. hier so schwere Vorwürfe machen kann, von wegen reine Geldgier, Zerstörung des Fußballs usw., wenn man sich anschaut wie prekär die finanzielle Lage speziell in unserer Liga ist.
Über das Konzept der SL selbst kann man dann natürlich streiten. Dass es vielen nicht gefällt ist verständlich. Aber was hier für eine Hetzjagd betrieben wird, speziell aus den eigenen Reihen, geht mMn zu weit.
Btw, wenn ich schon im Inter Thread bin: Ich sags nicht gern, aber Marotta & Conte habens auf den Punkt gebracht.
22.04.2021 - 14:52 Uhr
Zitat von curva_scirea
https://www.sportbusinessmanagement.it/2019/10/analisi-tecnica-sul-bilancio-della-juventus.html
Ich hab es speziell auf den Zeitraum bis 2017 bezogen, da ja oft die Rede davon ist, dass es Juve bis etwa dahin so gut gemacht hat. Es stimmt, dass es ab 2018 einen Trend nacht unten gibt weil man die Einnahmen aus Merchandising merklich steigern konnte.
https://fussball-geld.de/einnahmen-bayern-muenchen/
Von den Bayern habe ich die Zahlen aus dem selben Zeitraum genommen.
Sicher wäre es auch wichtig die aktuellen Zahlen nochmals zu zeigen, my bad. Aber im Endeffekt ändert das an der Kernaussage nicht wirklich was. Es geht ja auch nicht so sehr darum Juve mit Bayern zu vergleichen. Deren Vorraussetzungen sind einfach ganz andere.
Zitat von Principe
Wie kommst du auf diese Zahlen?
Gemäss Deloitte beträgt der Anteil der Broadcast Einnahmen bei Juve ca. 42% und bei den Bayern ca. 32% am Gesamtumsatz (2019-20).
Zitat von curva_scirea
Zwischen 55 und 60 % der Einnahmen kommen aus dem Bereich TV Rechte. Das sind mehr oder weniger die selben Zahlen wie 2007. Bei den meisten anderen Serie A Vereinen ist es ähnlich, dagegen sind es bei z.B. den Bayern im selben Zeitraum unter 20%.
Zwischen 55 und 60 % der Einnahmen kommen aus dem Bereich TV Rechte. Das sind mehr oder weniger die selben Zahlen wie 2007. Bei den meisten anderen Serie A Vereinen ist es ähnlich, dagegen sind es bei z.B. den Bayern im selben Zeitraum unter 20%.
Wie kommst du auf diese Zahlen?
Gemäss Deloitte beträgt der Anteil der Broadcast Einnahmen bei Juve ca. 42% und bei den Bayern ca. 32% am Gesamtumsatz (2019-20).
https://www.sportbusinessmanagement.it/2019/10/analisi-tecnica-sul-bilancio-della-juventus.html
Ich hab es speziell auf den Zeitraum bis 2017 bezogen, da ja oft die Rede davon ist, dass es Juve bis etwa dahin so gut gemacht hat. Es stimmt, dass es ab 2018 einen Trend nacht unten gibt weil man die Einnahmen aus Merchandising merklich steigern konnte.
https://fussball-geld.de/einnahmen-bayern-muenchen/
Von den Bayern habe ich die Zahlen aus dem selben Zeitraum genommen.
Sicher wäre es auch wichtig die aktuellen Zahlen nochmals zu zeigen, my bad. Aber im Endeffekt ändert das an der Kernaussage nicht wirklich was. Es geht ja auch nicht so sehr darum Juve mit Bayern zu vergleichen. Deren Vorraussetzungen sind einfach ganz andere.
Diese Aufstellung auf dieser Seite vermischt aber die versch. Broadcasting-Einnahmen mit dem normalen Spielbetrieb und weisen lediglich die nationalen TV-Prämien gesondert aus. Darauf beruht auch der Unterschied zwischen den Zahlen.
Viel spannender zum Vergleichen finde ich z.B. die Unterschiede bei den CL-Prämien zwischen Juve und Inter für z.B. die Saison 2019-20:
• Juve verdiente als Achtelfinalist insg. ca. 84 Mio. €
• Inter als Gruppendritter ca. 45 Mio. €
Das ist einfach ein gewaltiger Unterschied dafür, dass Juve „nur“ eine Runde weiter kam (wenn man das so ausdrücken kann). Die riesen Unterschiede basieren auf den unterschiedlichen Koeffizienten- und Marktpoolanteilen. Hier sieht man also deutlich, wie die UEFA die in der Vergangenheit (letzten 5 Jahre) erfolgreichen Vereine massiv besser vergütet und wesentlich dazu beiträgt, dass die heutige CL weit davon entfernt ist, „fair“ zu sein. Dieses Geheuchle bei der SL Präsentation war sowieso lächerlich.
Noch viel krasser ist der Vergleich mit Atalanta:
• Koeffizienten-Anteil Atalanta (Viertelfinalist) = 3.3 Mio. €
• Koeffizienten-Anteil Juve (Achtelfinalist) = 29.9 Mio. €
Bei den Gesamtprämien verdiente Atalanta von der Uefa fast 30 Mio. € weniger als Juve, obwohl sie eine Runde weiter kamen (56.5 Mio. vs. 84.1 Mio. €). Und hier wird so getan, dass das noch irgendwie fair sei. Schlussendlich zählt nur eines: diejenigen Vereine, die regelmässig CL spielen haben selbst dann einen massiven Vorteil ggü. den kleineren Vereinen, wenn sie im Vergleich eine schlechtere Saison spielen, als der „Kleine“.
Sorry, das hatte jetzt eher wenig mit deinem Beitrag zu tun, hab das vorhin nur per Zufall beim Durchschauen des UEFA Jahresberichts gesehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Principe am 22.04.2021 um 14:55 Uhr bearbeitet
22.04.2021 - 21:54 Uhr
Zitat von Buzzurro
Eigentlich tut nur die UEFA als sei die UEFA fair.
Und diese unfairen Verteilungsschlüssel haben gerade die großen Vereine so stark beeinflusst. Vor allem der Koeffizienten- und der Historienbonus sind doch Zugeständnisse an Juve und Co.. Die UEFA besteht doch nur aus Repräsentaten von Vereinen und Verbänden. Und die großen Vereine und Verbände haben auch die meisten Interessenvertreter.
Und jetzt sollen genau diese Vereine plötzlich die Retter des Fußballs werden, indem sie ihre Elite-Liga gründen.
Ich hätte nicht mal ein Problem damit, wenn die dann auch ausschließlich unter sich spielen.
Eigentlich tut nur die UEFA als sei die UEFA fair.
Und diese unfairen Verteilungsschlüssel haben gerade die großen Vereine so stark beeinflusst. Vor allem der Koeffizienten- und der Historienbonus sind doch Zugeständnisse an Juve und Co.. Die UEFA besteht doch nur aus Repräsentaten von Vereinen und Verbänden. Und die großen Vereine und Verbände haben auch die meisten Interessenvertreter.
Und jetzt sollen genau diese Vereine plötzlich die Retter des Fußballs werden, indem sie ihre Elite-Liga gründen.
Ich hätte nicht mal ein Problem damit, wenn die dann auch ausschließlich unter sich spielen.
Hast du die ganzen pro UEFA Fangesänge verpasst? Dass sich diese Herren bei der UEFA als Saubermänner und „Fussball-Versteher“ präsentieren, ist ja nichts neues. Dass aber die breite Masse auf diesen Käse noch darauf anspringt, ist definitiv neu. Es unterstreicht einfach mal wieder die kollektive Dummheit der Fans, die sich hier freiwillig für blöd verkaufen lassen.
Die Champions League ist mind. so ungerecht und zynisch, wie die vorgestellten Pläne zur Super League. Ich will hier überhaupt nicht die Pläne zur SL verteidigen - ein „Wettbewerb“ ohne richtigen Wettbewerb kann kein Sport-Fan gutheissen. Und ich hoffe auch, dass so ein in sich geschlossenes Format niemals realisiert wird. Aber es ist geradezu lächerlich, wie sich ein grosser Teil der Fans hier (und auf anderen Plattformen genauso) aufführt - ganz besonders die Fans aus München und Dortmund, die sich jetzt mit der Moralkeule schwingend von Forum zu Forum aufmachen, um ihre (angeblich) moralische Überlegenheit zu zelebrieren. Einfach peinlich.
Fakt ist, der Fussball ist schon sehr lange versaut, unfair und mit der CL/UEFA wird sich daran auch nichts ändern. Mit der CL Reform, die in der ganzen Hysterie komplett untergegangen ist, wird sich auch nichts verbessern - im Gegenteil, die CL wird noch weiter aufgebläht und noch viel langweiliger, als sie eh schon ist. Gerade mein Beispiel mit Atalanta und Juve zeigt es ja überdeutlich auf, dass hier schon längst nicht mehr mit gleich langen Säbeln gekämpft wird. Ob das diese SL unbedingt so viel schlechter gemacht hätte, bin ich mir mittlerweile auch nicht mehr so sicher. In unserem Talk-Thread habe ich ja aufgezeigt, wie viel Kohle dieses UEFA Monster jedes Jahr verschlingt. Geld, das eigentlich den Vereinen gehört...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Principe am 22.04.2021 um 22:02 Uhr bearbeitet
26.04.2021 - 14:59 Uhr
Sehr gutes Video über Lukaku. Das der Mann(und seine Familie) so hart für seine Karriere kämpfen musste(n), wusste ich gar nicht! Auf jeden Fall ist sein Ansehen bei mir jetzt noch viel höher, als vorher! Riesen großes Respekt vor solchen Menschen!!
https://youtu.be/xBb5BZ4enDo
https://youtu.be/xBb5BZ4enDo
29.04.2021 - 13:40 Uhr
Steven Zhang ist ja nun seit zwei Tagen wieder in Milano. Momentan arbeitet er an versch. Fronten für Inter. Neuer Hauptsponsor, Gespräche mit Sala bzgl. dem neuen Stadion, Vertragsverlängerungen von Lautaro, Barella und Bastoni, Gespräche mit Conte, Marotta und Ausilio bzgl. dem Mercato im Sommer. Zudem hat er so wie es aussieht Bain Capital ins Haus geholt inkl. 270 Mio. € frisches Kapital. Suning wird also so wie es aussieht noch länger bei uns bleiben, nicht zuletzt auch deshalb, weil man in Peking erfreut darüber sein soll (und deshalb div. Bestimmungen betr. Kapitaltransfer ins Ausland für uns gelockert hat), dass Inter der erste grosse Verein in einer der europäischen Topligen ist, der mit einem chinesischen Eigentümer den Meistertitel holen wird.
Zudem soll angeblich die Mannschaft und Contes Staff auf die Scudetto-Boni freiwillig verzichten, um dem Verein in dieser Zeit etwas zu helfen.
Zudem soll angeblich die Mannschaft und Contes Staff auf die Scudetto-Boni freiwillig verzichten, um dem Verein in dieser Zeit etwas zu helfen.
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