DFB und DFB-Teams
Do., 25.06.2026
Ecuador
Ecuador
  

Daten

Ecuador   Deutschland
Sebastián Beccacece S. Beccacece Trainer J. Nagelsmann Julian Nagelsmann
368,70 Mio. € Gesamtmarktwert 962,00 Mio. €
26,3 ø-Alter 28,3

Gesamtbilanz: Weltmeisterschaft

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wahretabelle

WM: Ecuador - Deutschland

23.06.2026 - 11:35 Uhr
WM: Ecuador - Deutschland |#191
26.06.2026 - 11:24 Uhr
was bei den letzten beiden Spielen auch deutlich wurde, nicht nur Musiala sondern auch Kimmich spielen
viel schwächer als bei der EM. Vermutlich Kimmichs letztes großes Tunier…
WM: Ecuador - Deutschland |#192
26.06.2026 - 11:33 Uhr
Kimmich gehört halt ins MF, das wusste doch vorher jeder, dass das auf RV eine große Schwachstelle werden würde. Man merkt einfach, dass er sich da nicht wohl fühlt, bzw. sein übliches Spiel leisten kann

•     •     •

Alle(s) für unseren FCH!
WM: Ecuador - Deutschland |#193
26.06.2026 - 11:37 Uhr
Zitat von weitwinkel
was bei den letzten beiden Spielen auch deutlich wurde, nicht nur Musiala sondern auch Kimmich spielen
viel schwächer als bei der EM. Vermutlich Kimmichs letztes großes Tunier…


Bei Musiala war das auf Grund der Verletzung zu erwarten. Wenn Gnabry fit geblieben wäre. Würde er von der Bank kommen.
Zu Kimmich - ziemlich steile These zu einen 30jährigen Weltklassespieler der bei einem aktuellen Top 3 Klub einer besten ist und dort der absolute Taktgeber ist.

Er wird im Vergleich zu 2024 einfach falsch eingesetzt und damit meine ich nicht die RV Position an sich sondern die Rolle im Aufbau. Bei der EM hat er die Rolle als RA interpretiert. Jetzt ist er ständig in Umschaltmomente mit Diomande, Angulo und co. Das kann gar nicht gut gehen.
WM: Ecuador - Deutschland |#194
26.06.2026 - 11:40 Uhr
Zitat von sultan-martinez
Zitat von Walloschke_B

Woran ich hingegen nicht zweifle: Dass wir eine kommende Weltklassemannschaft sind. 2028 auf dem Peak, würde ich meinen. Natürlich müssen wir dazu weniger Verletzungspech haben.


Vor drei Wochen hätte ich den Take unterschrieben, mittlerweile mache ich mir hier aber auch mehr und mehr Sorgen. Der Fußball wird immer athletischer. Gerade die Premier League lebt das vor und setzt auf physisch starke und unglaublich schnelle Spieler. Die haben wir in Deutschland so gut wie gar nicht. Wirtz und Musiala kommen jetzt schon an ihre Grenzen und werden sich in diesen Attributen wohl nicht mehr weiterentwickeln. Unsere ganzen ZM-Hoffnungen wie Stiller, Kimmich, Pavlovic aber auch ein Bischoff oder Reitz können rein zweikampftechnisch ebenfalls überhaupt nicht mithalten. Selbst unsere "schnellsten" Offensivspieler wie Sane und Beier sind international gesehen keine krassen Sprinter. Nmecha ist da gut, aber der hat taktisch seine Probleme. Brown ist ein Hoffnungsschimmer. El Mala auch. Aber reicht das bei ihm für das oberste Regal, oder ist er "nur" in der Bundesliga wirklich herausragend? Ouedraogo könnte das vielleicht auch, wenn er nicht ständig verletzt wäre. Ansonsten - wer kommt denn da überhaupt nach, der in die Richtung physisch stark und schnell geht? Mir fällt niemand ein.


Ich weiss nicht. Das sehe ich nicht ganz so. Unterschiedliche Teams kommen über unterschiedliche Faktoren. Ich sehe nicht, dass nur noch die super physischen, athletischen und zweikampfstarken Teams gewinnen.

Ja, dass die Elfenbeinküste und Ecuador uns mit reiner Physis solche Probleme bereiten, kann einen nachdenklich stimmen. Aber darüber sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass wir 2024 mit der europäischen Spitze auf Augenhöhe waren. Und dass die Topteams in den Punkten echt unterschiedlich sind.

Turnierfavorit Frankreich setzt darauf, sehr kompakt zu sein, keine Lücken zu lassen. Und bei Ballgewinn über Tempo, Explosivität zu kommen. Sie haben halt die Spieler für das System, und zwar massig.
Bei Tempo und Physis würde ich denen Höchstwerte geben.

Spanien nun wieder ist komplett anders. Ja, die haben mit Nico Williams und Lamine Yamal auch richtig schnelle Außen. Physis: Nee, nicht so sehr ihr Ding. Technik, Ballbesitz, Pressing, Kombinationen.
Das ist keine physische Athletik- und Zweikampfmannschaft. Auch mit ihrem Stil kann man aber nach wie vor Turniere gewinnen.

Portugal kommt ebenfalls nicht über Zweikampf, Athletik, Tempo. Sie sind so ein bißchen Allrounder mit einem sehr spielstarken und intelligenten Mittelfeld, können aber auch gut umschalten. Bei denen sehe ich auch nicht, dass sie eine physische Athletik- und Zweikampfmannschaft wären. Geht aber auch so.

England ist dann wieder ein anderer Fall. Da sehe ich viel Physis und Intensität. Speed haben sie auch, können gut umschalten. Die können einiges. Unter Tuchel wirkt das weniger eindimensional als unter Southgate. Die hatten nach einem richtig guten Spiel (2. Hälfte Kroatien hat beeindruckt) dann ein aber auch ein merkwürdig schwaches Spiel.

Argentinien: Zweikampfstärke ja, Tempo und Athletik nicht so. Sie können alles, am besten wohl gut verteidigen und dann haben sie Messi.

Marokko: Das ist nun wieder ein Team, dass uns gar nicht liegen würde, glaube ich. Ja, die haben viel Physis und Tempo. Defensive Kompaktheit, Umschalten, Intensität.

Was ich sagen will: Man kann es so machen oder so. Es muss nicht über Zweikampf, Athletik, Tempo kommen. Deshalb mache ich mir da weniger Sorgen.

Aber Deutschland wirkt noch im Übergang. Die klare Identität, die konsequent gespielt wird und auch passt, die ist noch nicht da. Physis und Tempo sind bestimmt nicht die Dinge, über die wir gewinnen können.

Pressing, Intensität, Technik, Kombinationen mit guten Zwischenraum-Spielern. Das ist es wohl im Idealfall. Eine riskantere Variante als bei den meisten oben genannten. Wenn du das auf richtig hohem Level bringst, kann es funktionieren. Wenn du nicht ins Pressing kommst und zu wenig Intensität hast, wird es schwierig.
Es ist alles sehr auf Pressing und Spiel ausgelegt und wenn wir da nicht reinkommen, sieht es nicht gut aus.
Ich glaube, deshalb kann das sehr schwanken, wie unser Spiel aussieht.

Wir haben nicht die Grundkonstanten Physis, Defensive, Athletik, auf die du dich verlassen kannst.
Bei dem was wir machen, musst du unglaublich gut sein, damit es gegen gute Teams funktioniert. Ansonsten sieht's halt dann auch schnell schlecht aus.

Pavlovic etwa war absolute Klasse in der Champions League. Spielverständnis & Positionierung, Ruhe im Aufbau. Ideal hat er das Spielfeld vor sich. Wenn Deutschland in ein wildes physisches Spiel kommt, passt das nicht. Er kann Weltklasse sein, aber nicht, wenn Deutschland überhaupt nicht in das gewollte Spiel kommt. Dann wird's problematisch.

Gestern hätten wir eigentlich Robert Andrich gebraucht. Auch keinen Stiller oder Groß.
Wenn wir wirklich keine Kontrolle haben, um unser Spiel durchzubringen, dann bräuchten wir solch ein Element. Den Plan B haben wir aber nicht. Da hätte ja Nikolai Remberg besser ausgesehen als Pavlovic, Groß, Stiller.

Andrich neben Kroos war nicht so übel. Pascal Groß und Leon Goretzka nehmen wir noch mit. Eventuell hätte man da ein bißchen mehr drüber nachdenken sollen, was man macht, wenn man mit der Physis der Gegner Probleme hat und nicht in sein Spiel kommt. Da hätte durchaus Andrich eine Option sein können.
Es geht doch um Spielertypen für Situationen. Um Plan B, Plan C. Und du kannst 23 Feldspieler mitnehmen.

Was unsere Startelf für die Zukunft angeht: Was bleibt uns anderes übrig, als auf Pressing, Intensität, Technik, Kombinationen mit guten Zwischenraum-Spielern zu gehen?
Das schreiben uns die vorhanden Spielertypen eigentlich vor.

Allerdings denke ich, dass man, wie 2014, für ein erfolgreiches Turnier mehr braucht als das. Zu allererst braucht man Kompaktheit, eine defensive Grundstabilität.

Und da bin ich dann doch wieder bei dir und muss sagen, dass die Zweikampfstärke von Khedira und Schweinsteiger super wichtig war. Und Kroos war ein Taktgeber, welcher Pavlovic so wohl nicht werden kann. Passqualität & „Spielöffner“-Level, Kontrolle des Spiels, Pressingresistenz auf Elite-Level.

2014 war ein Mittelfeld, das Spiele absichert und kontrolliert.
2026 ist ein Mittelfeld, das (im Idealfall) Spiele öffnet und dominiert, aber auch mehr Risiko akzeptiert. Das Öffnen und Dominieren müsste da schon besser funktionieren, um Erfolg zu haben.

Um bei dem Vergleich zu bleiben: Felix Nmecha könnte theoretisch ein neuer Khedira sein. Aber er ist offensiver orientiert, weniger defensiv diszipliniert, hat weniger Abräumer-Instinkt.
Aktuell wäre da Andrich wohl noch immer am nächsten. Danach vielleicht Anton Stach.

Ob du mit Spiele öffnen, dominieren, Risiko eingehen jemals Turniere gewinnen kannst, kann man sich fragen. Und ansonsten kannst du dich fragen, wie wir mit den Spielern, die wir haben, sonst spielen sollten.
Welche Spielweise könnte uns erfolgreicher machen? Schwierig.

Vielleicht wäre es nach der WM, je nach Ausgang, wieder Zeit für etwas wie Anfang 2024: Es muss ein "Worker" ins Mittelfeld. Egal, ob der erstmal internationale Elite zu sein scheint oder nicht.
Davon ist Nagelsmann ganz klar 2025 wieder abgegangen. Wie unser aktuelles Mittelfeld gegen Frankreich, England, Spanien, Portugal, Argentinien aussehen würde, kann man sich fragen.

Für dieses Turnier: Schaun mer mal. Zu große Erwartungen dürfen wir nicht haben. Aber es kann durchaus sein, dass uns die nächsten Gegner wieder besser liegen, je nach Turnierbaum.

•     •     •

"Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert."

96. KSV Holstein. St. Pauli. Passt nicht zusammen? Mir egal.
Starke Sympathien für: Freiburg, Werder, Union, IFK Göteborg, Örebro SK. Blågult.
Am meisten jedoch: Fan der deutschen Nationalmannschaft.
WM: Ecuador - Deutschland |#195
26.06.2026 - 11:51 Uhr
Zitat von Gaudino89
Für mich sind die vorher gewonnen 11 Spiele auch ein Problem, da hat man sich von den Siegen etwas blenden lassen. Richtig stabil war das eben nicht und die Gegener waren auch eher nicht das Toplevel. Im Grunde spielen wir wieder den gleichen Murks wie zu der Zeit als Nagelsmann übernommen hat, nur mit weniger Verunsicherung. Es wird versucht der Mannschaft etwas zu verkopftes zu vermitteln das nicht wirklich als Automatismus abrufbar ist. Nagelsmann sprach nach dem Spiel davon, dass die Mannschaft die Positionen zu früh verlässt. Die Frage stellt sich warum. Aus meiner Sicht scheinen die Spieler Anweisungen umsetzen zu wollen, die nicht ihrem natürlichen Verhalten entspricht, bzw. schlicht nicht richtig implementiert ist.
Ich würde das behaupten, was viele auch vor der EM geschrieben haben. Gib ein klares und konservatives 4-3-3 oder 4-2-3-1 und die Spieler bewegen sich besser und werden auch wieder besser im Passpiel.
Immer als Prinzip den Ball Kimmich im tiefen Spielaufbau zu geben, verstehe ich eh nicht. Der tiefe Spielaufbau ist doch überhaupt nicht die große Stärke von Kimmich. Geschieht dies Situativ aus fluidem Spiel heraus, ist das kein Problem. Aber das wirkt so erzwungen mit Ansage, dass der Gegner sich auch einfach darauf einstellen kann.


Den Beitrag hier möchte ich gerne mal hervorheben.
@Dreisambock @sultan-martinez @Marcelinho1000 und alle anderen.

Ich finde schon, dass da was dran ist.

•     •     •

"Ich habe ihn nur ganz leicht retuschiert."

96. KSV Holstein. St. Pauli. Passt nicht zusammen? Mir egal.
Starke Sympathien für: Freiburg, Werder, Union, IFK Göteborg, Örebro SK. Blågult.
Am meisten jedoch: Fan der deutschen Nationalmannschaft.
WM: Ecuador - Deutschland |#196
26.06.2026 - 12:20 Uhr
Zitat von Walloschke_B
Zitat von sultan-martinez

Zitat von Walloschke_B

Woran ich hingegen nicht zweifle: Dass wir eine kommende Weltklassemannschaft sind. 2028 auf dem Peak, würde ich meinen. Natürlich müssen wir dazu weniger Verletzungspech haben.


Vor drei Wochen hätte ich den Take unterschrieben, mittlerweile mache ich mir hier aber auch mehr und mehr Sorgen. Der Fußball wird immer athletischer. Gerade die Premier League lebt das vor und setzt auf physisch starke und unglaublich schnelle Spieler. Die haben wir in Deutschland so gut wie gar nicht. Wirtz und Musiala kommen jetzt schon an ihre Grenzen und werden sich in diesen Attributen wohl nicht mehr weiterentwickeln. Unsere ganzen ZM-Hoffnungen wie Stiller, Kimmich, Pavlovic aber auch ein Bischoff oder Reitz können rein zweikampftechnisch ebenfalls überhaupt nicht mithalten. Selbst unsere "schnellsten" Offensivspieler wie Sane und Beier sind international gesehen keine krassen Sprinter. Nmecha ist da gut, aber der hat taktisch seine Probleme. Brown ist ein Hoffnungsschimmer. El Mala auch. Aber reicht das bei ihm für das oberste Regal, oder ist er "nur" in der Bundesliga wirklich herausragend? Ouedraogo könnte das vielleicht auch, wenn er nicht ständig verletzt wäre. Ansonsten - wer kommt denn da überhaupt nach, der in die Richtung physisch stark und schnell geht? Mir fällt niemand ein.


Ich weiss nicht. Das sehe ich nicht ganz so. Unterschiedliche Teams kommen über unterschiedliche Faktoren. Ich sehe nicht, dass nur noch die super physischen, athletischen und zweikampfstarken Teams gewinnen.

Ja, dass die Elfenbeinküste und Ecuador uns mit reiner Physis solche Probleme bereiten, kann einen nachdenklich stimmen. Aber darüber sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass wir 2024 mit der europäischen Spitze auf Augenhöhe waren. Und dass die Topteams in den Punkten echt unterschiedlich sind.

Turnierfavorit Frankreich setzt darauf, sehr kompakt zu sein, keine Lücken zu lassen. Und bei Ballgewinn über Tempo, Explosivität zu kommen. Sie haben halt die Spieler für das System, und zwar massig.
Bei Tempo und Physis würde ich denen Höchstwerte geben.

Spanien nun wieder ist komplett anders. Ja, die haben mit Nico Williams und Lamine Yamal auch richtig schnelle Außen. Physis: Nee, nicht so sehr ihr Ding. Technik, Ballbesitz, Pressing, Kombinationen.
Das ist keine physische Athletik- und Zweikampfmannschaft. Auch mit ihrem Stil kann man aber nach wie vor Turniere gewinnen.

Portugal kommt ebenfalls nicht über Zweikampf, Athletik, Tempo. Sie sind so ein bißchen Allrounder mit einem sehr spielstarken und intelligenten Mittelfeld, können aber auch gut umschalten. Bei denen sehe ich auch nicht, dass sie eine physische Athletik- und Zweikampfmannschaft wären. Geht aber auch so.

England ist dann wieder ein anderer Fall. Da sehe ich viel Physis und Intensität. Speed haben sie auch, können gut umschalten. Die können einiges. Unter Tuchel wirkt das weniger eindimensional als unter Southgate. Die hatten nach einem richtig guten Spiel (2. Hälfte Kroatien hat beeindruckt) dann ein aber auch ein merkwürdig schwaches Spiel.

Argentinien: Zweikampfstärke ja, Tempo und Athletik nicht so. Sie können alles, am besten wohl gut verteidigen und dann haben sie Messi.

Marokko: Das ist nun wieder ein Team, dass uns gar nicht liegen würde, glaube ich. Ja, die haben viel Physis und Tempo. Defensive Kompaktheit, Umschalten, Intensität.

Was ich sagen will: Man kann es so machen oder so. Es muss nicht über Zweikampf, Athletik, Tempo kommen. Deshalb mache ich mir da weniger Sorgen.

Aber Deutschland wirkt noch im Übergang. Die klare Identität, die konsequent gespielt wird und auch passt, die ist noch nicht da. Physis und Tempo sind bestimmt nicht die Dinge, über die wir gewinnen können.

Pressing, Intensität, Technik, Kombinationen mit guten Zwischenraum-Spielern. Das ist es wohl im Idealfall. Eine riskantere Variante als bei den meisten oben genannten. Wenn du das auf richtig hohem Level bringst, kann es funktionieren. Wenn du nicht ins Pressing kommst und zu wenig Intensität hast, wird es schwierig.
Es ist alles sehr auf Pressing und Spiel ausgelegt und wenn wir da nicht reinkommen, sieht es nicht gut aus.
Ich glaube, deshalb kann das sehr schwanken, wie unser Spiel aussieht.

Wir haben nicht die Grundkonstanten Physis, Defensive, Athletik, auf die du dich verlassen kannst.
Bei dem was wir machen, musst du unglaublich gut sein, damit es gegen gute Teams funktioniert. Ansonsten sieht's halt dann auch schnell schlecht aus.

Pavlovic etwa war absolute Klasse in der Champions League. Spielverständnis & Positionierung, Ruhe im Aufbau. Ideal hat er das Spielfeld vor sich. Wenn Deutschland in ein wildes physisches Spiel kommt, passt das nicht. Er kann Weltklasse sein, aber nicht, wenn Deutschland überhaupt nicht in das gewollte Spiel kommt. Dann wird's problematisch.

Gestern hätten wir eigentlich Robert Andrich gebraucht. Auch keinen Stiller oder Groß.
Wenn wir wirklich keine Kontrolle haben, um unser Spiel durchzubringen, dann bräuchten wir solch ein Element. Den Plan B haben wir aber nicht. Da hätte ja Nikolai Remberg besser ausgesehen als Pavlovic, Groß, Stiller.

Andrich neben Kroos war nicht so übel. Pascal Groß und Leon Goretzka nehmen wir noch mit. Eventuell hätte man da ein bißchen mehr drüber nachdenken sollen, was man macht, wenn man mit der Physis der Gegner Probleme hat und nicht in sein Spiel kommt. Da hätte durchaus Andrich eine Option sein können.
Es geht doch um Spielertypen für Situationen. Um Plan B, Plan C. Und du kannst 23 Feldspieler mitnehmen.

Was unsere Startelf für die Zukunft angeht: Was bleibt uns anderes übrig, als auf Pressing, Intensität, Technik, Kombinationen mit guten Zwischenraum-Spielern zu gehen?
Das schreiben uns die vorhanden Spielertypen eigentlich vor.

Allerdings denke ich, dass man, wie 2014, für ein erfolgreiches Turnier mehr braucht als das. Zu allererst braucht man Kompaktheit, eine defensive Grundstabilität.

Und da bin ich dann doch wieder bei dir und muss sagen, dass die Zweikampfstärke von Khedira und Schweinsteiger super wichtig war. Und Kroos war ein Taktgeber, welcher Pavlovic so wohl nicht werden kann. Passqualität & „Spielöffner“-Level, Kontrolle des Spiels, Pressingresistenz auf Elite-Level.

2014 war ein Mittelfeld, das Spiele absichert und kontrolliert.
2026 ist ein Mittelfeld, das (im Idealfall) Spiele öffnet und dominiert, aber auch mehr Risiko akzeptiert. Das Öffnen und Dominieren müsste da schon besser funktionieren, um Erfolg zu haben.

Um bei dem Vergleich zu bleiben: Felix Nmecha könnte theoretisch ein neuer Khedira sein. Aber er ist offensiver orientiert, weniger defensiv diszipliniert, hat weniger Abräumer-Instinkt.
Aktuell wäre da Andrich wohl noch immer am nächsten. Danach vielleicht Anton Stach.

Ob du mit Spiele öffnen, dominieren, Risiko eingehen jemals Turniere gewinnen kannst, kann man sich fragen. Und ansonsten kannst du dich fragen, wie wir mit den Spielern, die wir haben, sonst spielen sollten.
Welche Spielweise könnte uns erfolgreicher machen? Schwierig.

Vielleicht wäre es nach der WM, je nach Ausgang, wieder Zeit für etwas wie Anfang 2024: Es muss ein "Worker" ins Mittelfeld. Egal, ob der erstmal internationale Elite zu sein scheint oder nicht.
Davon ist Nagelsmann ganz klar 2025 wieder abgegangen. Wie unser aktuelles Mittelfeld gegen Frankreich, England, Spanien, Portugal, Argentinien aussehen würde, kann man sich fragen.

Für dieses Turnier: Schaun mer mal. Zu große Erwartungen dürfen wir nicht haben. Aber es kann durchaus sein, dass uns die nächsten Gegner wieder besser liegen, je nach Turnierbaum.


ich stimme deinen Aussagen zu. Der Unterschied Brown mit Wirtz zu Raum mit Wirtz zeigt es deutlich,
die einzelnen Spieler sind nicht so entscheidend wie deren Abstimmung. Da wäre sicher Nmecha mit Andrich gegen physisch starke Gegner eine Option gewesen, aber so sollte man ohne Schlotterbeck evtl. mit 3er Kette, Tah, Anton und Thiaw spielen und davor Pavlovic oder Stiller damit sehe ich im Zentrum mehr stabilität. Dafür müsste wohl Musiala raus, der für mich bisher ohne Bindung zum Spiel ist.
WM: Ecuador - Deutschland |#197
26.06.2026 - 12:44 Uhr
Zitat von Walloschke_B
Zitat von Gaudino89

Für mich sind die vorher gewonnen 11 Spiele auch ein Problem, da hat man sich von den Siegen etwas blenden lassen. Richtig stabil war das eben nicht und die Gegener waren auch eher nicht das Toplevel. Im Grunde spielen wir wieder den gleichen Murks wie zu der Zeit als Nagelsmann übernommen hat, nur mit weniger Verunsicherung. Es wird versucht der Mannschaft etwas zu verkopftes zu vermitteln das nicht wirklich als Automatismus abrufbar ist. Nagelsmann sprach nach dem Spiel davon, dass die Mannschaft die Positionen zu früh verlässt. Die Frage stellt sich warum. Aus meiner Sicht scheinen die Spieler Anweisungen umsetzen zu wollen, die nicht ihrem natürlichen Verhalten entspricht, bzw. schlicht nicht richtig implementiert ist.
Ich würde das behaupten, was viele auch vor der EM geschrieben haben. Gib ein klares und konservatives 4-3-3 oder 4-2-3-1 und die Spieler bewegen sich besser und werden auch wieder besser im Passpiel.
Immer als Prinzip den Ball Kimmich im tiefen Spielaufbau zu geben, verstehe ich eh nicht. Der tiefe Spielaufbau ist doch überhaupt nicht die große Stärke von Kimmich. Geschieht dies Situativ aus fluidem Spiel heraus, ist das kein Problem. Aber das wirkt so erzwungen mit Ansage, dass der Gegner sich auch einfach darauf einstellen kann.


Den Beitrag hier möchte ich gerne mal hervorheben.
@Dreisambock @sultan-martinez @Marcelinho1000 und alle anderen.

Ich finde schon, dass da was dran ist.


Ach ich weiß nicht. Ich finde wir hatten schon gute Spiele gegen Gegner aus der 1b und 1c Riege. Ecuador und Elfenbeinküste sind das eigentlich auch. Ich fand das Spiel gegen die Elfenbeinküste auch keineswegs schlecht, sondern eigentlich genau das was ich erwartet hatte (bis auf das unterirdische Gegenpressing). Andererseits kann jetzt auch argumentieren, dass es für uns um nichts mehr ging, Ecuador musste unbedingt gewinnen um weiterzukommen und mMn hat man das in der Galligkeit, Intensität und Zweikampfverhalten schon gemerkt. Gerade die Wechsel in der 2. Halbzeit waren ja dem Spielverlauf nicht angebracht und normalerweise hätte Nagelsmann da (hoffentlich) anders gewechselt. Gut für uns, dass Ecuador weitergekommen ist. Die könnten noch den ein oder anderen Favoriten raushauen. Und es wird super spannend wie die Elfenbeinküste sich gegen Norwegen oder Frankreich schlägt. Taktisch hat Nagelsmann mMn in diesem Spiel schon probiert ein 5-4-1 spielen zu lassen und das hat mMn eigentlich auch ganz gut geklappt. So wirklich Gefahr ist da für das deutsche Tor nicht entstanden. Die Konter waren halt nicht gut. Insofern weiß ich nicht, ob man das Spiel nicht auch überbewerten will.

Ansonsten habe ich ehrlich gesagt auch nicht so viel Verständnis für die ganze Kritik an Kimmichs taktischer Rolle. Wie soll Kimmich denn spielen? So wie im Verein? Das macht er im Spielaufbau doch aktuell auch schon. Die Rolle als abkippender 6er, der denn RIV mimt spielt er bei den Bayern 1 zu 1. So wie früher in der Nationalmannschaft auch als hochschiebender RV, der vor allem in unserer letzten Angriffswelle steht? Dann ist unsere Konterabsicherung noch schlechter. So wie bei Bayern mit Pavlovic im Duett? Dann gehen wir zweikampftechnisch komplett unter. Ich wüsste nicht, dass das irgendwie zu einer großen Besserung beitragen würde. Die großen Chancen hatte Ecuador übrigens erst nach (!) der Auswechslung von Kimmich. Bis dahin war es ja ein komplett ausgeglichenes Spiel.

Ich bin nach wie vor am meisten über das mangelhafte Zweikampfverhalten erschrocken. Das 1:1. Warum fällt des denn? Ecuador schafft es nicht mal gegen Curacao ein Tor zu erzielen, aber gegen Deutschland geht sofort der erste Schuss rein. Das war eine leicht gefährliche Situation, aber nix wo man wirklich Angst haben muss. Mir geht immer noch nicht in den Kopf, was Pavlovic da eigentlich im Zweikampf machen wollte. Oder auch die Ecke direkt vor dem 2:1. Das Zweikampfverhalten von Stiller und Tah ist jeweils absolut unterirdisch, dann ergibt sich für Ecuador eine große Chance, die gerade noch geblockt wird. Und bei anschließenden Ecke fehlt komplett die Spannung bei Raum und Neuer. Dann noch das Missverständnis zwischen Neuer und Tah. Das war es schon an Chancen für Ecuador.

Positive Sachen gibt es kaum. Das 1:0 war wirklich schön, wenn auch glücklich mit der Schirientscheidung. Toll von Pavlovic und Wirtz und Sane gelingt endlich mal ein Treffer. Ansonsten war Ecuador auch nicht wirklich gefährlich. Wir haben die halt komplett eingeladen.

•     •     •

Guti 14
WM: Ecuador - Deutschland |#198
26.06.2026 - 12:52 Uhr
Man darf ja nicht vergessen, dass wir selbst gegen Luxemburg massive Probleme hatten und ohne Baumann damals verloren hätten in der Quali ! Was zeigt, dass es schon länger, genauer gesagt seit Beginn 2025!,nicht mehr wirklich klappt mit Zuordnung und Taktik.

Die Verhangnissvolle Mischung aus Spielern ohne Form und Selbstvertrauen sowie einem Trainer, der blind für das große ganze ist, wird uns irgendwann böse auf die Füße fallen.

Zwar kann man sagen: Bis auf seltene Ausnahmen wie 2006 haben wir eigentlich immer Punkte in der Grp Phase liegen gelassen. 2010 etwa Niederlage gegen Serbien.
Aber die Art und Weise gestern fand ich sehr alarmierend!

•     •     •

„Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.“
🇩🇪🇮🇱🇿🇦

WM: Ecuador - Deutschland |#199
26.06.2026 - 12:56 Uhr
Zitat von Oronil
Zitat von lukaskr

Kein gutes Spiel von uns, das war leider klar. Gott sei dank hatten wir den Gruppensieg bereits in der Tasche.

Ich möchte eigentlich ungerne auf einzelnen Spielern rumhacken, v.a. nach dem Spiel ist das nicht fair aber Pavlovic muss gegen Paraguay (auf die wir höchstwahrscheinlich treffen werden) eigentlich zwangsläufig auf die Bank. Das war heute echt phasenweise unterirdisch, sorry. Tah auch mit einem sehr schlechten Spiel in meinen Augen. Außer dem Tor war Sané offensiv ebenfalls nicht gut. Undav hatte heute auch keinen Impact, aber er hat wohl am wenigsten schuld an diesem Spiel. Ohne ihn wären wir wohl jetzt Gruppenzweiter. Zu Havertz wurde in diesem Forum wohl genug gesagt.

Ich möchte ungerne Pessimismus streuen, v.a. da ich denke das wir Paraguay im Sechzehntelfinale schlagen werden aber das war heute einfach nichts... Glückwunsch noch an Ecuador, sie haben noch den Kopf aus der Schlinge gezogen!

Noten:
Neuer - 4,0
Kimmich - 4,0
Rüdiger - 3,5
Thiaw - 3,5
Tah - 4,5
Raum - 4,0
Nmecha - 3,5
Pavlovic - 5,0
Stiller - 4,0
Sané - 3,5
Musiala - 4,0
Wirtz - 4,0
Havertz - 4,0
Undav - 4,0


Dir offensiven werden mir hier zu gut bewertet, mit Ausnahme von Undav. Den fand ich wieder sehr ordentlich. Es kamen natürlich wenig Bälle vorne an, aber er fast immer direkt etwas kreiert. Unter anderem die starke Vorlage auf Sane und seine Abschlusssituation.

Pavlovic und Musiala gehören für mich zwingend raus. Amiri und Undav dafür rein, wobei das ziemlich offensiv ist.

Alternative ist anderer RV (Thiaw, Brown) und Kimmich statt Pavlovic. Dann könnte man auch Sane und Musiala für Undav & Amiri rausnehmen und Kimmich stand Pavlovic ins ZM. Das wäre wohl mein Favorit.

Leider haben weder Raum noch Thiaw sich wirklich empfohlen.


Da hast du wahrscheinlich recht, trotzdem fande ich Undav außer den zwei Aktionen auch leider relativ blass. Aber wie ich es schon gesagt habe, trägt er an der Niederlage wohl am wenigsten schuld. Ich bin aber bei dir, das man gegen Paraguay aufjedenfall Veränderungen vornehmen muss. Wir haben halt leider keinen klassischen RV-Backup, falls man Kimmich doch als Sechser braucht.

Ich würde dennoch sowohl Raum, als auch Thiaw noch nicht völlig abschreiben.
WM: Ecuador - Deutschland |#200
26.06.2026 - 13:00 Uhr
Zitat von sultan-martinez
Zitat von Walloschke_B

Zitat von Gaudino89

Für mich sind die vorher gewonnen 11 Spiele auch ein Problem, da hat man sich von den Siegen etwas blenden lassen. Richtig stabil war das eben nicht und die Gegener waren auch eher nicht das Toplevel. Im Grunde spielen wir wieder den gleichen Murks wie zu der Zeit als Nagelsmann übernommen hat, nur mit weniger Verunsicherung. Es wird versucht der Mannschaft etwas zu verkopftes zu vermitteln das nicht wirklich als Automatismus abrufbar ist. Nagelsmann sprach nach dem Spiel davon, dass die Mannschaft die Positionen zu früh verlässt. Die Frage stellt sich warum. Aus meiner Sicht scheinen die Spieler Anweisungen umsetzen zu wollen, die nicht ihrem natürlichen Verhalten entspricht, bzw. schlicht nicht richtig implementiert ist.
Ich würde das behaupten, was viele auch vor der EM geschrieben haben. Gib ein klares und konservatives 4-3-3 oder 4-2-3-1 und die Spieler bewegen sich besser und werden auch wieder besser im Passpiel.
Immer als Prinzip den Ball Kimmich im tiefen Spielaufbau zu geben, verstehe ich eh nicht. Der tiefe Spielaufbau ist doch überhaupt nicht die große Stärke von Kimmich. Geschieht dies Situativ aus fluidem Spiel heraus, ist das kein Problem. Aber das wirkt so erzwungen mit Ansage, dass der Gegner sich auch einfach darauf einstellen kann.


Den Beitrag hier möchte ich gerne mal hervorheben.
@Dreisambock @sultan-martinez @Marcelinho1000 und alle anderen.

Ich finde schon, dass da was dran ist.


Ach ich weiß nicht. Ich finde wir hatten schon gute Spiele gegen Gegner aus der 1b und 1c Riege. Ecuador und Elfenbeinküste sind das eigentlich auch. Ich fand das Spiel gegen die Elfenbeinküste auch keineswegs schlecht, sondern eigentlich genau das was ich erwartet hatte (bis auf das unterirdische Gegenpressing). Andererseits kann jetzt auch argumentieren, dass es für uns um nichts mehr ging, Ecuador musste unbedingt gewinnen um weiterzukommen und mMn hat man das in der Galligkeit, Intensität und Zweikampfverhalten schon gemerkt. Gerade die Wechsel in der 2. Halbzeit waren ja dem Spielverlauf nicht angebracht und normalerweise hätte Nagelsmann da (hoffentlich) anders gewechselt. Gut für uns, dass Ecuador weitergekommen ist. Die könnten noch den ein oder anderen Favoriten raushauen. Und es wird super spannend wie die Elfenbeinküste sich gegen Norwegen oder Frankreich schlägt. Taktisch hat Nagelsmann mMn in diesem Spiel schon probiert ein 5-4-1 spielen zu lassen und das hat mMn eigentlich auch ganz gut geklappt. So wirklich Gefahr ist da für das deutsche Tor nicht entstanden. Die Konter waren halt nicht gut. Insofern weiß ich nicht, ob man das Spiel nicht auch überbewerten will.

Ansonsten habe ich ehrlich gesagt auch nicht so viel Verständnis für die ganze Kritik an Kimmichs taktischer Rolle. Wie soll Kimmich denn spielen? So wie im Verein? Das macht er im Spielaufbau doch aktuell auch schon. Die Rolle als abkippender 6er, der denn RIV mimt spielt er bei den Bayern 1 zu 1. So wie früher in der Nationalmannschaft auch als hochschiebender RV, der vor allem in unserer letzten Angriffswelle steht? Dann ist unsere Konterabsicherung noch schlechter. So wie bei Bayern mit Pavlovic im Duett? Dann gehen wir zweikampftechnisch komplett unter. Ich wüsste nicht, dass das irgendwie zu einer großen Besserung beitragen würde. Die großen Chancen hatte Ecuador übrigens erst nach (!) der Auswechslung von Kimmich. Bis dahin war es ja ein komplett ausgeglichenes Spiel.

Ich bin nach wie vor am meisten über das mangelhafte Zweikampfverhalten erschrocken. Das 1:1. Warum fällt des denn? Ecuador schafft es nicht mal gegen Curacao ein Tor zu erzielen, aber gegen Deutschland geht sofort der erste Schuss rein. Das war eine leicht gefährliche Situation, aber nix wo man wirklich Angst haben muss. Mir geht immer noch nicht in den Kopf, was Pavlovic da eigentlich im Zweikampf machen wollte. Oder auch die Ecke direkt vor dem 2:1. Das Zweikampfverhalten von Stiller und Tah ist jeweils absolut unterirdisch, dann ergibt sich für Ecuador eine große Chance, die gerade noch geblockt wird. Und bei anschließenden Ecke fehlt komplett die Spannung bei Raum und Neuer. Dann noch das Missverständnis zwischen Neuer und Tah. Das war es schon an Chancen für Ecuador.

Positive Sachen gibt es kaum. Das 1:0 war wirklich schön, wenn auch glücklich mit der Schirientscheidung. Toll von Pavlovic und Wirtz und Sane gelingt endlich mal ein Treffer. Ansonsten war Ecuador auch nicht wirklich gefährlich. Wir haben die halt komplett eingeladen.


Würde dir in vielen Teilen zustimmen. Gerade auch, was die Folgen der ganzen Fehler angeht. Denn eigentlich hätte Ecuador angesichts der ganzen Schlampigkeiten viel mehr Großchancen haben müssen, aber solange die deutsche Mannschaft halbwegs mit der Stammbesetzung unterwegs war, ist da eigentlich nicht viel passiert.
Es wäre halt wirklich schön, wenn nicht immer gleich der erste Schuss aufs deutsche Tor drin wäre. Andere (große Teams fressen auch Konter nach Fehlern (o.ä.) aber irgendwie habe ich nicht das Gefühl, dass dann die erste echte Chance (wenn das gestern überhaupt eine war) gleich sitzt.
Problematischer war eher, dass man sich vorne kaum durchsetzen konnte. Brown verletzt, Nmecha mit schlechtem Tag und schon ist alles abgeschnitten, das sollte eigentlich nicht passieren.

Widersprechen möchte ich daher bei Kimmich: Ja, ich möchte wieder den klassischen hochschiebenden RV Kimmich. Dass daduch hinten alles wacklicger würde bezweifle ich. Ich denke diese neue Positionierung würde eine Kettenreaktion auslösen, infolge derer sich viele Spieler wohler fühlen würden.
Kimmich würde nicht mehr seine Querläufe vor dem Strafraum starten und seine Tendenz, den Ball zu lange zu halten würde sich wahrscheinlich nivellieren. Sané hätte einen Partner zum Hinterlaufen. Darauf müsste die Abwehr reagieren, weil sie es breiter anlegen müssten und ernsthaft mit einer Flanke von der Seite rechnen müssten. Dadurch belämen Wirtz und Musiala etwas mehr Platz.
Pavlovic würde dann im Dreieraufbau in die Mitte rücken, wo er sich wohler fühlen dürfte und Nmecha müsste nicht noch zusätzlich den rechten Halbraum irgendwie mitbewachen, sodern könnte als Anspielstation zum Überspielen des Pressings dienen (da er einer der wenigen ist, die sich wirklich gut aufdrehen können.
Das zumindest meine (Laien-)Idee.

Ich mag diese verkappte Dreierkette mit Kimmich nicht. Noch weniger mag ich aber die (hier z.T auch wieder geforderte) echte Dreierkette, die man dann spätestens mit Beiers Einwechslung gespielt hat, weil sie so aussah, wie immer in der N11, seit Jahren: nach vorne uninspiriert, nach hinten nicht sicher, im Spielaufbau langsam, auf den Außen wirkungslos und mit Offenivkräften, die dadurch irgendwo im Nichts verschwinden.

•     •     •

Wer hilft mir bei der Identifikation des folgenden typischen tm.de-Geräuschs?

„KLIRR“

Ich konnte es bisher eingrenzen auf:

a) zwei aufeinanderprallende Einzeiler
oder
b) ein Glashaus
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