Unser Leitbild - unser HSV!
17.02.2016 - 10:06 Uhr
Quelle: www.hsv.de
HSV präsentiert sein Leitbild
1) WIR VERFOLGEN HÖCHSTMÖGLICHE SPORTLICHE ZIELE – SELBSTBESTIMMT UND FINANZIELL SOLIDE.
2) UNSERE MANNSCHAFT IST DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG.
3) FANS UND MITGLIEDER SIND UNSER EMOTIONALER ANTRIEB UND UNSER RÜCKHALT.
4) WIR SIND DER ATTRAKTIVSTE SPORT BUSINESS PARTNER NORDDEUTSCHLANDS.
5) WIR LEBEN UNSERE HSV WERTE.
6) WIR FÖRDERN STÄRKEN.
7) WIR SIND HANSEATISCH.
8) WIR KOMMUNIZIEREN KLAR UND SELBSTBESTIMMT.
9) WIR ÜBERNEHMEN EINE AKTIVE ROLLE IN DER GESELLSCHAFT, DIE INSBESONDERE DURCH DIE HSV STIFTUNG „DER HAMBURGER WEG“ REPRÄSENTIERT WIRD.
Am Mittwoch, dem 17.02.2016 wurde das in Zusammenarbeit mit den HSV-Mitgliedern erarbeitete Leitbild des "neuen" HSV vorgestellt. 1) WIR VERFOLGEN HÖCHSTMÖGLICHE SPORTLICHE ZIELE – SELBSTBESTIMMT UND FINANZIELL SOLIDE.
2) UNSERE MANNSCHAFT IST DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG.
3) FANS UND MITGLIEDER SIND UNSER EMOTIONALER ANTRIEB UND UNSER RÜCKHALT.
4) WIR SIND DER ATTRAKTIVSTE SPORT BUSINESS PARTNER NORDDEUTSCHLANDS.
5) WIR LEBEN UNSERE HSV WERTE.
6) WIR FÖRDERN STÄRKEN.
7) WIR SIND HANSEATISCH.
8) WIR KOMMUNIZIEREN KLAR UND SELBSTBESTIMMT.
9) WIR ÜBERNEHMEN EINE AKTIVE ROLLE IN DER GESELLSCHAFT, DIE INSBESONDERE DURCH DIE HSV STIFTUNG „DER HAMBURGER WEG“ REPRÄSENTIERT WIRD.
Ziel dieses Threads soll es sein, das Leitbild unseres HSVs zu diskutieren, wenn notwendig zu hinterfragen sowie in den kommenden Jahren die Einhaltung der vereinbarten Prinzipien zu prüfen.
Link zum Leitbild
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Soulja am 17.02.2016 um 15:01 Uhr bearbeitet
17.02.2016 - 11:09 Uhr
'Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen!' (Helmut Schmidt)
Das Leitbild soll dem Verein ein (neues) Profil geben, mit dem sich Mitarbeiter, Mitglieder und Fans weitgehend identifizieren können.
-Sehen wir uns als 'Hamburger' Verein, als 'deutscher' Verein, als 'europäischer' Verein oder als 'Weltverein'?
-Malocherclub oder Nobelclub?
-Setzt man verstärkt auf die Jugendarbeit oder versucht man (wenn möglich) etablierte Stars zu verpflichten?
-Wie wichtig ist Tradition? Wie stehen wir zum Kommerz? Wie wird mit Gewalt oder Faschismus in den eigenen Reihen umgegangen?
-Sind wir (nach Möglichkeit) eher defensiv oder offensiv ausgerichtet? Für welche Spielphilosophie stehen wir?
Das sind nur ein paar Beispiele für User, die sich mit 'Leitbildern' noch nicht so auseinander gesetzt haben. Zumindest stelle ich mir das so oder ähnlich vor. (Bei stadiontour ist es nur Spaß, denke ich. Der kennt Leitbilder und versteht sie zu umschiffen, wenn sie ihm unsympathisch sind; denke ich).
Vor und Nachteile eines 'Leitbildes' liegen auf der Hand. Es begrenzt und verpflichtet alle, die sich diesem Leitbild untergeordnet fühlen.
Beispiel: Im Leitbild stünde, der HSV setzt in erster Linie auf die eigene Jugend. Vorteil: Wenn die junge Truppe ein paar Spiele hintereinander verliert und die ersten anfangen zu meckern und zu jammern; können die Verantwortlichen sagen: 'He Leute, schaut mal auf unser Leitbild, dass wir gemeinsam entwickelt haben.' Nachteil: Es ist dann den Anhängern schwer zu vermitteln, wenn man 2 Ü-30 Spieler holt, um das Team zu stabilisieren.
Sollte gar eine 'Spielphilosophie' im Leitbild enthalten sein, würde dies die Auswahl an Trainern und anderen Beschäftigten eingrenzen; hätte aber den Vorteil, dass die Mannschaft nicht bei jedem neuen Trainer bei '0' anfangen muss.
In der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst gibt es viele Leitbilder. Verherend ist es immer dann, wenn vollmundige Formulierungen und Versprechungen nicht eingehalten werden. Lieber vorsichtiger formulieren und dafür zuverlässig sein.
Auch ich bin beeindruckt, dass die Presse offensichtlich nichts hat, was sie zu diesem Thema veröffentlichen könnten. Und das bei der Vielzahl an Teilnehmern an dieser Diskussion. Der HSV wird (wieder) zu einer Familie.
Das Leitbild soll dem Verein ein (neues) Profil geben, mit dem sich Mitarbeiter, Mitglieder und Fans weitgehend identifizieren können.
-Sehen wir uns als 'Hamburger' Verein, als 'deutscher' Verein, als 'europäischer' Verein oder als 'Weltverein'?
-Malocherclub oder Nobelclub?
-Setzt man verstärkt auf die Jugendarbeit oder versucht man (wenn möglich) etablierte Stars zu verpflichten?
-Wie wichtig ist Tradition? Wie stehen wir zum Kommerz? Wie wird mit Gewalt oder Faschismus in den eigenen Reihen umgegangen?
-Sind wir (nach Möglichkeit) eher defensiv oder offensiv ausgerichtet? Für welche Spielphilosophie stehen wir?
Das sind nur ein paar Beispiele für User, die sich mit 'Leitbildern' noch nicht so auseinander gesetzt haben. Zumindest stelle ich mir das so oder ähnlich vor. (Bei stadiontour ist es nur Spaß, denke ich. Der kennt Leitbilder und versteht sie zu umschiffen, wenn sie ihm unsympathisch sind; denke ich).
Vor und Nachteile eines 'Leitbildes' liegen auf der Hand. Es begrenzt und verpflichtet alle, die sich diesem Leitbild untergeordnet fühlen.
Beispiel: Im Leitbild stünde, der HSV setzt in erster Linie auf die eigene Jugend. Vorteil: Wenn die junge Truppe ein paar Spiele hintereinander verliert und die ersten anfangen zu meckern und zu jammern; können die Verantwortlichen sagen: 'He Leute, schaut mal auf unser Leitbild, dass wir gemeinsam entwickelt haben.' Nachteil: Es ist dann den Anhängern schwer zu vermitteln, wenn man 2 Ü-30 Spieler holt, um das Team zu stabilisieren.
Sollte gar eine 'Spielphilosophie' im Leitbild enthalten sein, würde dies die Auswahl an Trainern und anderen Beschäftigten eingrenzen; hätte aber den Vorteil, dass die Mannschaft nicht bei jedem neuen Trainer bei '0' anfangen muss.
In der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst gibt es viele Leitbilder. Verherend ist es immer dann, wenn vollmundige Formulierungen und Versprechungen nicht eingehalten werden. Lieber vorsichtiger formulieren und dafür zuverlässig sein.
Auch ich bin beeindruckt, dass die Presse offensichtlich nichts hat, was sie zu diesem Thema veröffentlichen könnten. Und das bei der Vielzahl an Teilnehmern an dieser Diskussion. Der HSV wird (wieder) zu einer Familie.
17.02.2016 - 12:08 Uhr
Zitat von stadiontour
Also mich persönlich interessieren diese ganzen Worthülsen nicht. Sollen sie es halt Leitbild, Leitkultur, 10 Jahresplan, Vision oder sonstwie nennen, das ist doch nur Gewäsch.
Mich interessiert lediglich die Prognose.
Zitat von Pinkman
Du verwechselst ein Leitbild mit einer Vision.
Zitat von stadiontour
Leitbild? Kann man da hinterherlaufen und leuchtet das im Dunkeln?
Na mal schauen wo der Didi uns in 10 Jahren sieht. Vielleicht sollte das lieber good old Hoffmann verkünden, dann tritt es vielleicht auch ein :tongue:
Leitbild? Kann man da hinterherlaufen und leuchtet das im Dunkeln?
Na mal schauen wo der Didi uns in 10 Jahren sieht. Vielleicht sollte das lieber good old Hoffmann verkünden, dann tritt es vielleicht auch ein :tongue:
Du verwechselst ein Leitbild mit einer Vision.
Also mich persönlich interessieren diese ganzen Worthülsen nicht. Sollen sie es halt Leitbild, Leitkultur, 10 Jahresplan, Vision oder sonstwie nennen, das ist doch nur Gewäsch.
Mich interessiert lediglich die Prognose.
Stürmer oder Innenverteidiger. Alles Gewäsch, der Holtby soll gefälligst vernünftig spielen...
Alles Gewäsch. Schön. Damit hat man dann die nötige Grundlage, alles was da kommen mag schon mal so Arena-mäßig in den Dreck zu ziehen.
Eine Prognose wirst du im Leitbild nicht finden, aber das wüsstest du, wenn du die Unterschiede der Begriffe kennen würdest.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pinkman am 17.02.2016 um 12:12 Uhr bearbeitet
17.02.2016 - 15:03 Uhr
Zitat von Falcorn
Oh je. Das mit den internationalen Plätzen schlachten die Medien bestimmt wieder für ihre Zwecke aus.
Zitat von rautenlov3r
Quelle: www.hsv.de
PRÄAMBEL
Der sportliche Erfolg steht beim HSV im Zentrum aller Handlungen.
Wir bauen dabei auf ein starkes, traditionsreiches Fundament: unsere Raute, die inter
-
nationale Strahlkraft unseres Clubs, unser Volksparkstadion, unsere Fans und Mitglie
-
der, die Stadt Hamburg und alle, die Hamburg im Herzen tragen.
Mithilfe dieses Leitbilds schaffen wir gemeinsam eine von Leistungsbereitschaft, Team
-
geist und Willen zum Erfolg geprägte Kultur, in der jeder seine beste Leistung einbringt.
Alle wissen und spüren, wie sie mit ihrem Handeln zum Gesamterfolg beitragen.
Nur mit interner Geschlossenheit und Verlässlichkeit nutzen wir die ganze Kraft des HSV.
Wir sind immer erstklassig. Wir sind klar wie die Raute. Wir sind der HSV.
Da ist es also.Der sportliche Erfolg steht beim HSV im Zentrum aller Handlungen.
Wir bauen dabei auf ein starkes, traditionsreiches Fundament: unsere Raute, die inter
-
nationale Strahlkraft unseres Clubs, unser Volksparkstadion, unsere Fans und Mitglie
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der, die Stadt Hamburg und alle, die Hamburg im Herzen tragen.
Mithilfe dieses Leitbilds schaffen wir gemeinsam eine von Leistungsbereitschaft, Team
-
geist und Willen zum Erfolg geprägte Kultur, in der jeder seine beste Leistung einbringt.
Alle wissen und spüren, wie sie mit ihrem Handeln zum Gesamterfolg beitragen.
Nur mit interner Geschlossenheit und Verlässlichkeit nutzen wir die ganze Kraft des HSV.
Wir sind immer erstklassig. Wir sind klar wie die Raute. Wir sind der HSV.
Oh je. Das mit den internationalen Plätzen schlachten die Medien bestimmt wieder für ihre Zwecke aus.
Was auch immer die Medien daraus machen sollen. Wenn du als Bundesliga-Mannschaft nicht solch einen Anspruch hast auf lange Sicht, bist Du aber auch falsch davor.
Ich habe die neun Überschriften und das PDF mal in der Eröffnung ergänzt.
Habe etwas in der Form erwartet. Gut, dass man es mal niedergeschrieben hat als Rahmen und Orientierung.
1) WIR VERFOLGEN HÖCHSTMÖGLICHE SPORTLICHE ZIELE – SELBSTBESTIMMT UND FINANZIELL SOLIDE.
2) UNSERE MANNSCHAFT IST DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG.
3) FANS UND MITGLIEDER SIND UNSER EMOTIONALER ANTRIEB UND UNSER RÜCKHALT.
4) WIR SIND DER ATTRAKTIVSTE SPORT BUSINESS PARTNER NORDDEUTSCHLANDS.
5) WIR LEBEN UNSERE HSV WERTE.
6) WIR FÖRDERN STÄRKEN.
7) WIR SIND HANSEATISCH.
8) WIR KOMMUNIZIEREN KLAR UND SELBSTBESTIMMT.
9) WIR ÜBERNEHMEN EINE AKTIVE ROLLE IN DER GESELLSCHAFT, DIE INSBESONDERE DURCH DIE HSV STIFTUNG „DER HAMBURGER WEG“ REPRÄSENTIERT WIRD.
17.02.2016 - 15:17 Uhr
Zitat von mawibo
+1
Habe ich auch gerade gedacht.
Letzte Seite:
"Wir sind ein weltoffener Club, der sich klar gegen jede Form von Diskriminierung, Gewalt und Extremismus stellt." --- Erscheint mir so ein wenig wie: Ja, das müssen wir auch noch irgendwo mit unterbringen.
Zitat von Jottkah1887
Als "hanseatische Werte" wären für mich in diesem Leitbild über 'freundlich und respektvoll' hinaus der explizite Respekt vor Minderheiten und eine Absage an Rassismus und Homophobie in diesen Zeiten ein wichtiger Punkt gewesen.
Als "hanseatische Werte" wären für mich in diesem Leitbild über 'freundlich und respektvoll' hinaus der explizite Respekt vor Minderheiten und eine Absage an Rassismus und Homophobie in diesen Zeiten ein wichtiger Punkt gewesen.
+1
Habe ich auch gerade gedacht.
Letzte Seite:
"Wir sind ein weltoffener Club, der sich klar gegen jede Form von Diskriminierung, Gewalt und Extremismus stellt." --- Erscheint mir so ein wenig wie: Ja, das müssen wir auch noch irgendwo mit unterbringen.
Ne, das ist der einzige Satz, der alles abdeckt. Stell ich mich nur gegen Rassismus und Homophobie kommen die Schlaumeier mit: "und was ist mit Sexismus und Linksextremismus?"
Also muss man das allgemein halten. Man ist gegen jede Form der Diskriminierung. Ob nun gegen Moslems oder Juden, gegen Homosexualität oder Sexismus gegen Rechtsradikale, gegen Linksradikale. Man ist einfach gegen jede Form von Diskriminierung, Gewalt und Extremismus.
Was ist daran falsch?
Edit: Also man ist nicht gegen Moslems und Juden, sondern gegen Islamophobie und Antisemitismus, nur falls das jemand falsch verstehen will...

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pinkman am 17.02.2016 um 15:19 Uhr bearbeitet
17.02.2016 - 15:48 Uhr
Also wenn man ab jetzt direkt nach dem Leitbild arbeitet und wirtschaftlich denkt, dann müsste man als erstes mal untersuchen, welche Positionen man beim HSV wirklich braucht und welche nicht. Es ist ja schön, dass man diese Umfrage gemacht hat (an der ich auch selbstverständlich teilgenommen habe), aber was steht denn in diesem Leitbild groß drin? Man will, wie vermutlich jeder Verein der Welt den eigenen Nachwuchs bestmöglich einbinden, man will bestmöglichen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg, den Marktwert der Spieler steigern, man möchte eine Vorbildfunktion einnehmen und den Verein auf allen Ebenen bestmöglich vertreten, man möchte ein gutes Miteinander, jede Person dort einsetzen, wo sie ihre Stärken hat. Eigentlich ist doch das genau das, was jeder Verein und im Prinzip jedes Unternehmen offiziell anstrebt. Zum Schluss klopft man sich noch für den Hamburger Weg auf die Schulter, sagt, dass der Campus irgendwann mal eine wichtige Rolle einnehmen soll und erzählt, wie wichtig die Fans sind.
Ganz ehrlich, diese pdf-Datei hätte ich denen an einem Nachmittag erstellen können und es hätte vermutlich ähnliches drin gestanden. Musste man für diese paar Seiten wirklich alle Mitglieder befragen und die Fragebögen monatelang auswerten? Wenn ich lese, dass diese pdf-Datei von einer 15-köpfigen Arbeitsgruppe, die seit Juli 2015 dadran sitzt, erarbeitet wurde, dann sollte man sich vielleicht überlegen, ob man diesen Kostenpunkt nicht einsparen kann. Mit 15 Leuten und über einem halben Jahr Zeit kommt also das raus? Ganz ehrlich, die 15 Leute haben gar nichts gemacht, tut mir Leid, aber das ist leider so.
Ich finde es auch etwas fraglich ein so großes Bohei zu machen, es groß ankündigen und dann mit sowas offensichtlichen um die Ecke zu kommen. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber eigentlich kann doch daraus jetzt niemand neue Erkenntnisse gewonnen haben und wenn uns alle 2 Jahre jemand erzählt, dass wir wollen, dass alles besser wird, wen reißt das denn noch vom Hocker?
Es ist prinzipiell nicht schlecht ein Leitbild zu besitzen, was jedes größere Unternehmen hat und das auch regelmäßig überarbeitet wird, aber das kann man bei der JHV mitpräsentieren und ich weiß nicht, was in dem alten stand, aber wenn da nicht ähnliches drin stand, dann weiß ich, warum wir über die Jahre so abgesackt sind. Das ganze zeigt mir nur wieder, dass es auf der Welt viele Leute gibt, die nichts machen und so tun, als ob sie was sensationelles entwickelt haben und es genug Leute gibt, die darauf reinfallen und das ist nicht nur ein HSV Phänomen.
Ganz ehrlich, diese pdf-Datei hätte ich denen an einem Nachmittag erstellen können und es hätte vermutlich ähnliches drin gestanden. Musste man für diese paar Seiten wirklich alle Mitglieder befragen und die Fragebögen monatelang auswerten? Wenn ich lese, dass diese pdf-Datei von einer 15-köpfigen Arbeitsgruppe, die seit Juli 2015 dadran sitzt, erarbeitet wurde, dann sollte man sich vielleicht überlegen, ob man diesen Kostenpunkt nicht einsparen kann. Mit 15 Leuten und über einem halben Jahr Zeit kommt also das raus? Ganz ehrlich, die 15 Leute haben gar nichts gemacht, tut mir Leid, aber das ist leider so.
Ich finde es auch etwas fraglich ein so großes Bohei zu machen, es groß ankündigen und dann mit sowas offensichtlichen um die Ecke zu kommen. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber eigentlich kann doch daraus jetzt niemand neue Erkenntnisse gewonnen haben und wenn uns alle 2 Jahre jemand erzählt, dass wir wollen, dass alles besser wird, wen reißt das denn noch vom Hocker?
Es ist prinzipiell nicht schlecht ein Leitbild zu besitzen, was jedes größere Unternehmen hat und das auch regelmäßig überarbeitet wird, aber das kann man bei der JHV mitpräsentieren und ich weiß nicht, was in dem alten stand, aber wenn da nicht ähnliches drin stand, dann weiß ich, warum wir über die Jahre so abgesackt sind. Das ganze zeigt mir nur wieder, dass es auf der Welt viele Leute gibt, die nichts machen und so tun, als ob sie was sensationelles entwickelt haben und es genug Leute gibt, die darauf reinfallen und das ist nicht nur ein HSV Phänomen.
17.02.2016 - 17:10 Uhr
Zitat von Pinkman
...
Es gab vorher kein Leitbild.
Jetzt ist es die Pflicht, dieses Leitbild mit Leben zu füllen. Erst dann wird man sehen, was es wert ist. Bis dahin macht es auf mich aber einen sehr guten und vor allem sehr wichtigen Eindruck.
Und wenn du den Inhalt für Selbstverständlich hältst, ist ja nur umso besser.
...
Es gab vorher kein Leitbild.
Jetzt ist es die Pflicht, dieses Leitbild mit Leben zu füllen. Erst dann wird man sehen, was es wert ist. Bis dahin macht es auf mich aber einen sehr guten und vor allem sehr wichtigen Eindruck.
Und wenn du den Inhalt für Selbstverständlich hältst, ist ja nur umso besser.
Es war glaube ich vor 4 Jahren, 2012, unter EOR als AR V wurde eine Wertediskussion begonnen und auch ein Leitbild vorgestellt bzw. zur Diskussion gestellt. Kann man in der HSV live von damals ganz gut alles nachlesen.
Leider hatte der damalige gesamte AR gemeint, dass sei nicht so wichtig und hat EOR das Mandat für die weitere Entwicklung entzogen.
Soweit ich die Wertediskussion damals mitbegleiten konnte, gab es ähnliches wie jetzt veröffentlicht dort auch schon niedergeschrieben. Dazu aber auch noch viele plakative Grafiken. Ich fand es in meiner Erinnerung sogar anschaulicher und nachvollziehbarer.
Hinzu kommt evtl. dass das alles ja nun kein Hexenwerk darstellt (machen alle Unternehmen Land auf, Land ab - wenn sie denn Zeit und Muße haben) und ich auch den ganzen Hype darum übertrieben fand. Wir haben zZ mMn ganz andere Probleme und ein striktes handeln nach den dort gewünschten abgeleiteten (teilweise strategischen, teilweise sogar taktischen) Massnahmen in Richtung zb junge Spieler für zb Buli, können wir uns mMn gar nicht leisten und ist momentan auch zu riskant.
Von daher bin ich
a) über das Ergebnis jetzt eher enttäuscht, weil dort für mich nichts bahnbrechend neues oder überraschendes steht und
b) finde ich schade, dass oft Leitbilder mit sehr konkreten operativen Massnahmen und vorgegebene Strategien, vermischt werden.
Daher bin ich eher beim obigen Post von User Tsubasa HH
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ahoi am 17.02.2016 um 17:18 Uhr bearbeitet
17.02.2016 - 17:39 Uhr
Oha... sport1 hat es ja auch nochmal zusammengefasst (http://www.sport1.de/fussball/bundesliga/2016/02/hamburger-sv-verankert-neues-leitbild)
und irgendwo sind es Leitlinien bzw. Ziele, die jeder Club erreichen will.
ABER, ein Leitbild sollte realisierbar sein.
Für sein Bundesliga-Team will sich der HSVHSV feiert die Helden vom Abstellgleis auf "auf Spieler zwischen 18 und 23 Jahren" fokussieren, "die ihren Leistungshöhepunkt noch vor sich haben und deren Wert während der Vertragslaufzeit zunimmt".
und
"Unser sportliches Ziel ist die Etablierung unter den fünf besten Mannschaften in Deutschland und eine ständige Teilnahme an internationalen Wettbewerben"
Also wenn man nicht mit Spielern wie Tah, Christensen, Sane und Co bestückt ist, kann man die gleichzeitige Erfülling beider "Wünsche" abhaken.
Das jedoch ein solch junges Team mit diesen sportlichen Möglichkeiten wertsteigernd ist, ist natürlich nur eine logische Konsequenz daraus.
Dazu
Als "HSV-Werte" werden Teamgeist, Siegeswille, Leistungsbereitschaft, Bescheidenheit und Kritikfähigkeit definiert.
Bescheidenheit und Kritikfähigkeit sind 2 Attribute die ich in den letzten 10 Jahren beim HSV nicht ansatzweise gesehen habe...
und irgendwo sind es Leitlinien bzw. Ziele, die jeder Club erreichen will.
ABER, ein Leitbild sollte realisierbar sein.
Für sein Bundesliga-Team will sich der HSVHSV feiert die Helden vom Abstellgleis auf "auf Spieler zwischen 18 und 23 Jahren" fokussieren, "die ihren Leistungshöhepunkt noch vor sich haben und deren Wert während der Vertragslaufzeit zunimmt".
und
"Unser sportliches Ziel ist die Etablierung unter den fünf besten Mannschaften in Deutschland und eine ständige Teilnahme an internationalen Wettbewerben"
Also wenn man nicht mit Spielern wie Tah, Christensen, Sane und Co bestückt ist, kann man die gleichzeitige Erfülling beider "Wünsche" abhaken.
Das jedoch ein solch junges Team mit diesen sportlichen Möglichkeiten wertsteigernd ist, ist natürlich nur eine logische Konsequenz daraus.
Dazu
Als "HSV-Werte" werden Teamgeist, Siegeswille, Leistungsbereitschaft, Bescheidenheit und Kritikfähigkeit definiert.
Bescheidenheit und Kritikfähigkeit sind 2 Attribute die ich in den letzten 10 Jahren beim HSV nicht ansatzweise gesehen habe...
17.02.2016 - 17:57 Uhr
Ohje, ich finde das ordentlich peinlich. Vorallem, dass man da so viel Geld für ausgegeben hat. Vielleicht kenne ich mich ja auch einfach nicht aus in der Tradition dieser "Leitbilder", aber ich finde da maximal den Punkt interessant, dass man sich auf Spieler zwischen 18-23 Jahre konzentrieren möchte. Denn das ist auch der einzige Punkt der wirklich überprüfbar ist, alles andere ist doch inhaltsleeres Gesabbel.
Wir wollen der tollste Verein sein. Ach sach bloß.
Und dann am Ende dieser an Lächerlichkeit nicht zu überbietende Abschluss:
• Wir sind ein weltoffener Club, der sich klar gegen jede Form von Diskriminierung,
Gewalt und Extremismus stellt.
Oh man... Das ist einer der wesentlichen Gründe warum soetwas wie Vereinswesen funktioniert, weil sie einen Ausgleich sozialer Ungleichheiten versuchen. Das ist nicht irgendeine Randnotiz, sondern der Kern warum man nach dem zweiten Weltkrieg so einen großen Wert auf ein vielfältiges Vereinsleben gesetzt hat.
Und die Probleme des Fußballs sind hinlänglich bekannt und gehören klar benannt: In Teilen ist die deutsche Fankultur auf der einen Seite sexistisch und homophob und im politischen ist sie auch rassistisch und ausländerfeindlich. In Zeiten von Hogesa gehört das verdammt noch mal auf den Tisch und nicht einfach unter den Sammelbegriff Extremismus.
Das war einfach nur ein Schuss in den Ofen. Mag ja sein, dass sich hier einige von so einem Unsinn abspeisen lassen, aber für mich ist das kein Leitbild, es positionsloses Gewäsch. Es hat keinerlei Konsequenzen für das Handeln der Personen, es verpflichtet sie zu rein gar nichts.
Wäre auch schön dumm sowas zu tun.
Aber hey, man kann man Ende sagen, man ist hanseatisch! Und wer definiert das bitte? Das käsig angefrostelte Gesicht Beiersdorfer in einem Interview? Alles Wirtschaften kann sich darauf berufen hanseatisch zu sein, weil das eine nutzlose Worthülse ist.
Das nächste mal nicht die Praktikanten sowas schreiben lassen, sondern bei anderen Vereinen umsehen. Wer sich gegen Rassismus ausspricht, der lässt sich nicht für eine rassistische Werbekampange des Boulevards vor den Wagen spannen! Das ist pure Heuchelei.
PS: Vielleicht traue ich den Mitarbeitern auch zu viel selbstständiges Denken zu und es notwendig ihnen zu erklären, dass wir in 10 Jahren gerne hanseatisch unter den Top 5 wären. Am besten nimmt man das ganze mit so einer betörenden Navi-Stimme auf und spielt es dann immer auf dem HSV-Gelände:
Ihr wollt erfolgreich sein
Ihr wollt hanseatisch sein
Ihr sollt nicht töten...
Ach ne.
Wir wollen der tollste Verein sein. Ach sach bloß.
Und dann am Ende dieser an Lächerlichkeit nicht zu überbietende Abschluss:
• Wir sind ein weltoffener Club, der sich klar gegen jede Form von Diskriminierung,
Gewalt und Extremismus stellt.
Oh man... Das ist einer der wesentlichen Gründe warum soetwas wie Vereinswesen funktioniert, weil sie einen Ausgleich sozialer Ungleichheiten versuchen. Das ist nicht irgendeine Randnotiz, sondern der Kern warum man nach dem zweiten Weltkrieg so einen großen Wert auf ein vielfältiges Vereinsleben gesetzt hat.
Und die Probleme des Fußballs sind hinlänglich bekannt und gehören klar benannt: In Teilen ist die deutsche Fankultur auf der einen Seite sexistisch und homophob und im politischen ist sie auch rassistisch und ausländerfeindlich. In Zeiten von Hogesa gehört das verdammt noch mal auf den Tisch und nicht einfach unter den Sammelbegriff Extremismus.
Das war einfach nur ein Schuss in den Ofen. Mag ja sein, dass sich hier einige von so einem Unsinn abspeisen lassen, aber für mich ist das kein Leitbild, es positionsloses Gewäsch. Es hat keinerlei Konsequenzen für das Handeln der Personen, es verpflichtet sie zu rein gar nichts.
Wäre auch schön dumm sowas zu tun.
Aber hey, man kann man Ende sagen, man ist hanseatisch! Und wer definiert das bitte? Das käsig angefrostelte Gesicht Beiersdorfer in einem Interview? Alles Wirtschaften kann sich darauf berufen hanseatisch zu sein, weil das eine nutzlose Worthülse ist.
Das nächste mal nicht die Praktikanten sowas schreiben lassen, sondern bei anderen Vereinen umsehen. Wer sich gegen Rassismus ausspricht, der lässt sich nicht für eine rassistische Werbekampange des Boulevards vor den Wagen spannen! Das ist pure Heuchelei.
PS: Vielleicht traue ich den Mitarbeitern auch zu viel selbstständiges Denken zu und es notwendig ihnen zu erklären, dass wir in 10 Jahren gerne hanseatisch unter den Top 5 wären. Am besten nimmt man das ganze mit so einer betörenden Navi-Stimme auf und spielt es dann immer auf dem HSV-Gelände:
Ihr wollt erfolgreich sein
Ihr wollt hanseatisch sein
Ihr sollt nicht töten...
Ach ne.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von stadiontour am 17.02.2016 um 18:12 Uhr bearbeitet
17.02.2016 - 18:13 Uhr
Ich kann die Kritik an dem neuen Leitbild überhaupt nicht verstehen. Ein Leitbild dient in erster Linie zur internen und externen Positionierung der Organisation. Dieses Kriterium wird durch das Leitbild erfüllt. Zudem dient es als Basis zur Entwicklung von Strategien, um dieses Leitbild zu verwirklichen. Erst von diesen Strategien werden dann konkrete Maßnahmen abgeleitet. Das Leitbild an sich ist demzufolge logischerweise relativ abstrakt.
Man kann sicherlich darüber streiten, ob es nun eines solchen medialen Getöses bedurfte, das neue Leitbild des HSV zu entwickeln. Als Grundlage für zu entwickelnde Strategien und zur Positionierung des Vereins ist ein solches aber Leitbild unerlässlich.
Alle wollten professionelle Strukturen – dieses Vorgehen ist nun professionell.
Man kann sicherlich darüber streiten, ob es nun eines solchen medialen Getöses bedurfte, das neue Leitbild des HSV zu entwickeln. Als Grundlage für zu entwickelnde Strategien und zur Positionierung des Vereins ist ein solches aber Leitbild unerlässlich.
Alle wollten professionelle Strukturen – dieses Vorgehen ist nun professionell.
17.02.2016 - 19:17 Uhr
In der Präambel steht zB: "Wir sind klar wie die Raute"
Danach würde mir als Leitbild ein paar klare Orientierungen vollkommen ausreichen.
ZB hätte ich gerne neben dem erwähnten sportlichen Handeln in der Präambel auch ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsunternehmen beruhigend empfunden.
Mir fehlt dieser Fokus auf wirtschaftlich effizientes Handeln. Zwar steht steht dann später auch etwas von hanseatisch/ finanziell solide, aber im Verhältnis zur Wichtigkeit und wenn ich die vielen anderen Seiten lese, finde ich, dass diese finanziellen Aspekte im Leitbild viel zu kurz kommen.
Zu vielem anderen (mMn eher nachrangigen) werden relativ konkrete Maßnahmen genannt, aber alles finanzielle wird nur mit einem einzigen allgemein gehaltenen Satz gewürdigt. Es fehlt zB Effizienz in allem Handeln, Verschwendung vermeiden, schlanke Prozesse, finanzielle Einsparungen prämieren etc. usw. Irgendwie hab ich den Eindruck, es wird alles mögliche reingepackt, aber man will niemandem "wehtun". Bloß keine unangenehmen Konsequenzen. Wir haben uns alle lieb.
Wenn ich mir dann unser finanzielles Minus ansehe, dazu das weitere prognostiziere Minus bedenke und sehe, dass unser Vorstand sein Gesamtgehalt nicht veröffentlichen will, frage ich mich schon, ob es nicht ein Leitbild geben könnte, welches man den verantwortlichen Handelnden vor dem Hintergrund dieses finanziellen Desasters noch klarer vorhalten kann.
Ich finde, da gibt es im Leitbild ein Delta und mir fehlt eine klarere Gewichtung. Also "klar wie die Raute" finde ich das Leitbild nicht.
Aber gut, mag einfach mein persönliches Schicksal sein.
Danach würde mir als Leitbild ein paar klare Orientierungen vollkommen ausreichen.
ZB hätte ich gerne neben dem erwähnten sportlichen Handeln in der Präambel auch ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsunternehmen beruhigend empfunden.
Mir fehlt dieser Fokus auf wirtschaftlich effizientes Handeln. Zwar steht steht dann später auch etwas von hanseatisch/ finanziell solide, aber im Verhältnis zur Wichtigkeit und wenn ich die vielen anderen Seiten lese, finde ich, dass diese finanziellen Aspekte im Leitbild viel zu kurz kommen.
Zu vielem anderen (mMn eher nachrangigen) werden relativ konkrete Maßnahmen genannt, aber alles finanzielle wird nur mit einem einzigen allgemein gehaltenen Satz gewürdigt. Es fehlt zB Effizienz in allem Handeln, Verschwendung vermeiden, schlanke Prozesse, finanzielle Einsparungen prämieren etc. usw. Irgendwie hab ich den Eindruck, es wird alles mögliche reingepackt, aber man will niemandem "wehtun". Bloß keine unangenehmen Konsequenzen. Wir haben uns alle lieb.
Wenn ich mir dann unser finanzielles Minus ansehe, dazu das weitere prognostiziere Minus bedenke und sehe, dass unser Vorstand sein Gesamtgehalt nicht veröffentlichen will, frage ich mich schon, ob es nicht ein Leitbild geben könnte, welches man den verantwortlichen Handelnden vor dem Hintergrund dieses finanziellen Desasters noch klarer vorhalten kann.
Ich finde, da gibt es im Leitbild ein Delta und mir fehlt eine klarere Gewichtung. Also "klar wie die Raute" finde ich das Leitbild nicht.
Aber gut, mag einfach mein persönliches Schicksal sein.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ahoi am 17.02.2016 um 19:31 Uhr bearbeitet
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