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Torsten Lieberknecht
Geburtsdatum 01.08.1973
Alter 53
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein 1.FC Kaiserslautern

Torsten Lieberknecht [Trainer]

22.04.2025 - 17:57 Uhr
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#1841
15.12.2025 - 09:08 Uhr
Zitat von Finanzinho
Wie so oft liegt die Wahrheit wohl irgendwo in der Mitte.
Einen defensiven Ansatz zu wählen halte ich in der aktuellen Situation für absolut angemessen. Nach zwei uninspirierenden Auswärtsniederlagen ist es sicherlich kein Fehler erst mal darauf bedacht zu sein kein Gegentor zu bekommen und dies hat die Mannschaft auch sehr ordentlich umgesetzt.
Die Mannschaft hat ein psychologisches Problem mit Auswärtsspielen und daher finde ich es nicht falsch zu versuchen durch defensive Stabilität wieder Sicherheit zu gewinnen. Vor allen wenn man auch sieht , dass die Arminia keinerlei spielerische Möglichkeiten hatte unseren Riegel zu knacken.

Dass man jeden zweiten Ball sofort wieder verlieren soll, war sicherlich keine Ansage des Trainers zeigt aber mal wieder wie viel Qualität uns ab Kaderplatz 12 abgeht.
Ich meine was willst du mit einem Hanslik als Stoßstürmer auch anfangen? Der Ball wird nie mehr sein Freund werden. Ein Kleinhansel mag defensiv stabil sein, aber ihm geht halt völlig die haassche Dynamik ab. Und auf der anderen Seite pumpt Joly ebenfalls aus dem letzten Loch.
Über die Einwechselspieler mag ich gar nicht reden sonst werde ich wohl gesperrt.

Wir müssen versuchen die Fehler der Vergangenheit so schnell wie möglich zu korrigieren wenn irgendwie möglich im Winter.

Sollten wir aber gegen Magdeburg den Dreier holen dann hätten wir die beste Hinrunde seit Jahren gespielt und das geht mit Sicherheit nicht nur mit Glück.


ich gehe mit Deiner Analyse weitestgehend mit. Auch für mich war es nachvollziehabr, dass man nach den letzetN Auswärtserfahrungen hinten erstmal solide stehen woltle. Dass dadurch nach vorne dann GAR NIX passiert ist, ist das größere Problem.

Über die Kaderbreite und die Einwechselspieler ist glaube ich schon alles gesagt worden. Was ich jedoch immer anmerken will ist, dass man die fehlende Kaderbreite nicht zwangsläufig mit einenr absoluten Fehlplanung gleich setzt. Man hat im Sommer 6-8 Spieler für die erste 11 geholt. Diese Verpflichtungen haben nahezu alle gesessen. Das war eigentlich schon mehr als man erwartet hat. Dass dann im gleichen Zuge nicht auch noch die komplette Bank neu bestzt wird soltle eigentlcih klar sein. Diese Aufgabe steht jetzht an.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#1842
15.12.2025 - 09:25 Uhr
Zitat von Laudan
Dass dadurch nach vorne dann GAR NIX passiert ist, ist das größere Problem.

Das wird ja auch niemand bestreiten wollen. Die Frage in diesem Thread kann ja aber nur sein, ob dies taktikbedingt so war, weil wir zu tief standen, oder ob es zum Beispiel einfach an der mangelnden Passqualität im Aufbauspiel lag. Und sollte letzteres zutreffen (wovon ich ausgehe), ob die Gründe dafür nicht letztendlich dieselben waren, die uns tief stehen ließen: mangelndes Selbstvertrauen in der Fremde! Mannschaft und Trainer sagen sich doch nicht vorab in der Kabine "heute haben wir mal keine Lust, über die Mittellinie rauszukommen", sondern die reagieren auf eine Konstellation, die befürchten ließ, dass man ausgekontert wird, sobald man nicht kompakt und tief steht. Dass die Jungs eigentlich die Klasse haben, da offensiver aufzutreten, steht doch außer Frage. Sie hatten sie nach den jüngsten Nackenschlägen aber aktuell halt nicht.

Eine "breite Brust" kannst du als Trainer nunmal nicht verordnen (Schommers: "Brust raus, zwei Kontakte!"). Für mich zeigt unsere Offensivschwäche da gnadenlos auf, wie wichtig und richtig die gewählte Defensivtaktik war. Wir hätten nämlich auch höher stehend diese Bälle verloren, dem Gegner dann aber den Raum geboten, auf den er nur gewartet hat. Und dann hätten wir das Spiel höchstwahrscheinlich verloren.

Das war von TL nicht Angst, das war Realismus.

•     •     •

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Torsten Lieberknecht [Trainer] |#1843
15.12.2025 - 09:28 Uhr
Prinzipiell ist es ja in Ordnung den Versuch zu wagen, Defensiv kompakter zu stehen.
Dann aber bei eigenem Ballbesitz die Dinger nur weg zu kloppen leuchtet mir auch heute immer noch nicht ein.

Wie von einigen schon angesprochen, hatte man in der ersten Elf immer noch genügend spielerische Qualität.
Die kommt aber allgemein diese Saison zu wenig zum tragen.
Meiner Meinung nach kann man auch mit einfachen Mitteln Gefahr nach vorne entfachen, ohne sich Defensiv zu sehr zu entblösen.
Was mir immer wieder auffällt, wie schlecht wir uns im eigenen Ballbesitz bewegen.
Der ballführende Spieler ist meist die ärmste "Sau", da Anspielstationen fehlen. Bei uns kommt selten jemand entgegen, lässt klatschen und geht dann, einfache Doppelpässe seh ich auch äußerst selten, dazu viele Pässe in den Rücken oder auf den falschen Fuß - alles Dinge die in der Regel für nen Profi nicht allzu schwer umzusetzen sein sollten - in unserem Spiel aber immer wieder als teils krasse Schwachpunkte zu sehen sind.
Ich erwarte definitiv nicht immer ein Feuerwerk aber die Basics sollte man schon erwarten dürfen - auch von Nr. 12 - 18 im Kader.
Den Spielern diese Mittel und Wege an die Hand zu geben gehört zum Job von Lieberknecht, daher kann man ihn da auch nicht außen vor lassen und vieles auf die mangelnde Qualität der Bankbesetzung und Verletzungen schieben - finde ich zu einfach.
Die Punkteausbeute ist durchaus gut, jedoch könnte man mit dem drehen an kleinen Stellschrauben "mehr" rausholen und das ohne übermäßig hoch ins Risiko gehen zu müssen, was die Spielanlage angeht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ansobe am 15.12.2025 um 09:45 Uhr bearbeitet
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#1844
15.12.2025 - 09:41 Uhr
Zitat von Newtrial

Und sollte letzteres zutreffen (wovon ich ausgehe), ob die Gründe dafür nicht letztendlich dieselben waren, die uns tief stehen ließen: mangelndes Selbstvertrauen in der Fremde! Mannschaft und Trainer sagen sich doch nicht vorab in der Kabine "heute haben wir mal keine Lust, über die Mittellinie rauszukommen", sondern die reagieren auf eine Konstellation, die befürchten ließ, dass man ausgekontert wird, sobald man nicht kompakt und tief steht. Dass die Jungs eigentlich die Klasse haben, da offensiver aufzutreten, steht doch außer Frage. Sie hatten sie nach den jüngsten Nackenschlägen aber aktuell halt nicht.

Eine "breite Brust" kannst du als Trainer nunmal nicht verordnen (Schommers: "Brust raus, zwei Kontakte!"). Für mich zeigt unsere Offensivschwäche da gnadenlos auf, wie wichtig und richtig die gewählte Defensivtaktik war. Wir hätten nämlich auch höher stehend diese Bälle verloren, dem Gegner dann aber den Raum geboten, auf den er nur gewartet hat. Und dann hätten wir das Spiel höchstwahrscheinlich verloren.

Das war von TL nicht Angst, das war Realismus.


Nur hat Lieberknecht nicht in der Woche vorm Bielefeld-Spiel übernommen, sondern er ist hier bereits seit über einem halben Jahr Trainer und somit maßgeblich für dieses vollkommen fehlende Selbstvertrauen in der Ferne und die fehlenden Basics im Aufbauspiel (was ja auch nicht zum ersten mal zu sehen war) verantwortlich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von domatidi am 15.12.2025 um 09:43 Uhr bearbeitet
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#1845
15.12.2025 - 09:47 Uhr
Zitat von Newtrial
Das war von TL nicht Angst, das war Realismus.

Man kann es Realismus oder eher Pragmatismus nennen, weil es aufging. Hätten wir uns ein Gegentor gefangen, was man immer einplanen muss, dann würde wir hier andere Begriffe nennen.

Selbst bei ungefährlichen Gegnern ist unsere Defensive immer für einen Aussetzer gut. In der Hinsicht ersetzt Gyamfi Elvedi voll und ganz. Selbst mit klarer defensiver Ausrichtung haben wir in den letzten 3 Jahren höchst selten die Null hinten gehalten.

Ich habe prinzipiell nichts gegen eine Spielweise, die auf überfallartige Konter aus einer massiven Defensive heraus setzt. Ich war kein Gegner des Schusterballs. Ich halte das auch für mit die ehrlichste Variante des Betze-Fußballs, den man auch im Jahr 2025 noch abgewandelt spielen kann.

Aber selbst Schuster hat nicht einfach nur Beton angerührt, sondern u.a. durch einen asymmetrischen Spielaufbau die entsprechende Grundlage für die Gegenschläge gesetzt - was ein fester Teil des Catenaccio ist, von dem TL da in der PK sprechen wollte.

Wir haben unser Team für viel Geld in den letzten 2 Jahren umgebaut weg von einer Kontermannschaft. Wir haben überhaupt nicht mehr die Umschaltspieler dafür. Und jetzt stehen wir wieder da, dass wir auswärts eine Kontermannschaft sein wollen, ohne die passenden Waffen dafür zu haben. Es bleibt einfach das Gefühl, sich im Kreis zu drehen.

Klar können wir jetzt im Winter 2-3 Flügelstürmer/Umschaltspieler und noch einen Wandspieler verpflichten. Wir werden am Ende schon wieder einen unausgewogenen 30-Mann-Kader haben, mit dem man alles irgendwie und nichts so richtig spielen kann.

Es ist frustrierend.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#1846
15.12.2025 - 09:50 Uhr
Zitat von Toidi
Zitat von Newtrial

Das war von TL nicht Angst, das war Realismus.

Man kann es Realismus oder eher Pragmatismus nennen, weil es aufging. Hätten wir uns ein Gegentor gefangen, was man immer einplanen muss, dann würde wir hier andere Begriffe nennen.

.
und wenn bei denen einer reingefallen wäre, wie bei der Situation mit dem "Fast Eigentor"? Hätten wir dann wie ein Aufsteiger gespielt?

•     •     •

Fußball bleibt nur dann Fußball, wenn der jeweilige Erfolg eines Vereines im direkten Zusammenhang mt dem Sportlichen und dem sportlich erwirtschafteten Erfolg des Vereines steht!



Torsten Lieberknecht [Trainer] |#1847
15.12.2025 - 09:53 Uhr
Wo steht denn eigentlich geschrieben, dass die Bielefeld-Taktik von Torsten Lieberknecht eine für die Ewigkeit geschaffene Taktik ist und dass wir diesen ausgeprägten Defensiv-Fußball jetzt dauerhaft bestaunen dürfen?

Ich jedenfalls gehe sehr stark davon aus, dass Lieberknecht mit seiner in diesem Spiel gewählten Taktik rein situativ gehandelt hat - aufgrund der folgenden Rahmenbedingungen:

1. Fehlendes Selbstvertrauen in der Fremde nach zuletzt verheerenden Niederlagen in Braunschweig (Liga) und Berlin (Pokalspiel).

2. Schwierige personelle Situation - gerade in der Offensive. Zwei Stürmer verletzt, nur ein Startelf-Kandidat (Hanslik) verbleibend, der als alleiniger Stürmer nicht sonderlich viel bewirken kann. Joly und Skyttä beide noch geschwächt. Haas, der zuletzt auch ein Schwungrad war, gesperrt.

Was kann man also machen? Man verordnet absolute Defensive und hofft bei einem der wenigen Vorstöße auf den Lucky Punch.

Teil Eins des Plans hat funktioniert.

Und immerhin ein Punkt ist dabei rausgekommen - das Entstehen einer Serie von Auswärtsniederlagen wurde trotz widriger Personalsituation schon im dritten Spiel gestoppt.

Ich persönlich bin sehr optimistisch, dass Torsten Lieberknecht trotz seiner "Italien-Aussage" keineswegs plant, einen Auswärts-Fußball mit weniger als 30% Ballbesitz dauerhaft zu kultivieren, sondern dass es nur darum ging, jetzt erst mal - egal, wie - einen Negativtrend zu stoppen.

Die nächsten Spiele werden es zeigen. Daran, dass jemand in der Vereinsspitze momentan ernstlich einen Trainerwechsel ins Auge fasst, glaube ich sowieso nicht.

•     •     •

"And what can I tell you, my brother, my killer?
What can I possibly say?
I guess that I'll miss you. I guess, I'll forgive you.
I'm glad you stood in my way.
If you ever come by here for Jane or for me -
Well, your enemy's sleeping. And his woman is free.
Yes, and thanks for the trouble you took from her eyes.
I thought it was there for good - so I never tried."
(Leonard Cohen)

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Vic Dorn am 15.12.2025 um 09:56 Uhr bearbeitet
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#1848
15.12.2025 - 09:59 Uhr
Zitat von Buggy_FCK
Zitat von Toidi

Zitat von Newtrial

Das war von TL nicht Angst, das war Realismus.

Man kann es Realismus oder eher Pragmatismus nennen, weil es aufging. Hätten wir uns ein Gegentor gefangen, was man immer einplanen muss, dann würde wir hier andere Begriffe nennen.

.
und wenn bei denen einer reingefallen wäre, wie bei der Situation mit dem "Fast Eigentor"? Hätten wir dann wie ein Aufsteiger gespielt?

Dann wäre TL hier der Taktik-Fuchs, ist doch klar.

Ich betrachte es eben skeptisch mit Blick auf den Kader und es wirft bei mir viele Fragen Richtung (kurze) Winterpause auf. Auch mit Blick darauf, dass Sahin seine Rolle hier bisher nicht gefunden hat.

Mir würde es am besten gefallen, wenn man den Sirch-Verkauf im Winter dazu nutzt, um wieder auf ein 4-2-3-1 zu setzen und wir mit dem Transfererlös ein paar richtige Flügelstürmer holen.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#1849
15.12.2025 - 10:57 Uhr
Zitat von Vic Dorn
Wo steht denn eigentlich geschrieben, dass die Bielefeld-Taktik von Torsten Lieberknecht eine für die Ewigkeit geschaffene Taktik ist und dass wir diesen ausgeprägten Defensiv-Fußball jetzt dauerhaft bestaunen dürfen?

Ich jedenfalls gehe sehr stark davon aus, dass Lieberknecht mit seiner in diesem Spiel gewählten Taktik rein situativ gehandelt hat - aufgrund der folgenden Rahmenbedingungen:

1. Fehlendes Selbstvertrauen in der Fremde nach zuletzt verheerenden Niederlagen in Braunschweig (Liga) und Berlin (Pokalspiel).

2. Schwierige personelle Situation - gerade in der Offensive. Zwei Stürmer verletzt, nur ein Startelf-Kandidat (Hanslik) verbleibend, der als alleiniger Stürmer nicht sonderlich viel bewirken kann. Joly und Skyttä beide noch geschwächt. Haas, der zuletzt auch ein Schwungrad war, gesperrt.

Was kann man also machen? Man verordnet absolute Defensive und hofft bei einem der wenigen Vorstöße auf den Lucky Punch.

Teil Eins des Plans hat funktioniert.

Und immerhin ein Punkt ist dabei rausgekommen - das Entstehen einer Serie von Auswärtsniederlagen wurde trotz widriger Personalsituation schon im dritten Spiel gestoppt.

Ich persönlich bin sehr optimistisch, dass Torsten Lieberknecht trotz seiner "Italien-Aussage" keineswegs plant, einen Auswärts-Fußball mit weniger als 30% Ballbesitz dauerhaft zu kultivieren, sondern dass es nur darum ging, jetzt erst mal - egal, wie - einen Negativtrend zu stoppen.

Die nächsten Spiele werden es zeigen. Daran, dass jemand in der Vereinsspitze momentan ernstlich einen Trainerwechsel ins Auge fasst, glaube ich sowieso nicht.


+1

Allerdings sollten wir nicht ausblenden, dass es ein eher glückliches 0:0 war und diese "Taktik" auch hätte schief gehen können.

Aufgrund der Umstände bin ich aber über jeden Punkt froh.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#1850
15.12.2025 - 10:57 Uhr
Zitat von Buggy_FCK
Zitat von Toidi

Zitat von Newtrial

Das war von TL nicht Angst, das war Realismus.

Man kann es Realismus oder eher Pragmatismus nennen, weil es aufging. Hätten wir uns ein Gegentor gefangen, was man immer einplanen muss, dann würde wir hier andere Begriffe nennen.

.
und wenn bei denen einer reingefallen wäre, wie bei der Situation mit dem "Fast Eigentor"? Hätten wir dann wie ein Aufsteiger gespielt?


Es ist doch bezeichnend, dass Du ein "Fast Eigentor" nennen musst, weil wir nichts Besseres hatten …
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