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Thomas Hengen
Geburtsdatum 22.09.1974
Alter 51
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer Sport
Akt. Verein 1.FC Kaiserslautern

Thomas Hengen [Geschäftsführer]

09.02.2021 - 16:51 Uhr
Thomas Hengen [Geschäftsführer] |#171
14.04.2021 - 21:29 Uhr
Zitat von Old_Icebear

Fandest Du seinen Auftritt am Sonntag so gelungen? Ich fand, er kam ziemlich ins Schwimmen als es um die Entlassung von Notzon und des Fitnesstrainers ging - recht viele Sätze mit ‚man‘ ...


Gerade an der Stelle empfand ich ihn als überzeugend, weil authentisch.
"Man" hatte bis zu seiner Verpflichtung in Sachen Notzon ja quasi schon Fakten geschaffen und diesen demontiert. Das hat er geschildert, ohne die Vorwürfe oder Namen, die im Raum stehen, zu wiederholen. Alleine das ist Kunst und klug.
Am Ende hat er dann offensiv die Verantwortung für das übernommen, was in seinem Verantwortungsbereich passiert ist.
So war mein Eindruck von der Sequenz.

Dass er dann so konsequent war, Notzon freizustellen, ist folgerichtig und die Erklärung fand ich ok.

Auch die Personalie Becker empfinde ich als konsequent. Hengen soll so überhaupt nicht einverstanden gewesen sein mit dem körperlichen Zustand der Spieler. Glaube nicht, dass Hengen einer Kontroverse aus dem Weg geht, zumindest hat er mir auch das glaubhaft vermittelt. Daher gehe ich davon aus, dass er sich mit Becker zum konditionellen Zustand "ausgetauscht" hat - und dannach entschieden hat, dass es besser ist, sich zu trennen.

Wie gesagt, das sind nur meine Eindrücke und möglicherweise interpretiere ich in das Interview zu wohlwollend, was ich hören wollte.
Man wird sehen....
Die Kriterien, an denen Hengen hauptsächlich gemessen werden wird, Kaderplanung und Trainerentscheidungen, kommen ja erst noch.

•     •     •

Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 14.04.2021 um 21:38 Uhr bearbeitet
Thomas Hengen [Geschäftsführer] |#172
28.04.2021 - 10:23 Uhr
https://www.swr.de/sport/fussball/1-fc-kaiserslautern/20210427-podcast-fc-kaiserslautern-thomas-hengen-100.html

SWR Podcast mit Thomas Hengen

•     •     •

Ein Pessimist wird immer irgendwann mal Recht haben, aber bis dahin hatte er wenig Freude.
Thomas Hengen [Geschäftsführer] |#173
28.04.2021 - 12:06 Uhr
Ein sehr interessantes Interview! Thomas Hengen macht einen intelligenten, klugen, selbstbewussten Eindruck - das bestätigt das Bild, das ich von ihm in den letzten Wochen, etwa auch bei der kleinen Gesprächsrunde bei Betze Digital, gewonnen habe.
Blöd, dass das Wort inzwischen durch die Kaperung durch gewisse Kreise so negativ konnotiert ist, sonst würde mir auch der Begriff "Querdenker" für ihn einfallen. Ich traue ihm durchaus zu, veraltete Arbeitsstrukturen in der Verbindung von Nachwuchs- und Profiabteilung aufzubrechen und den Weg weiterzugehen, den Scherr und Notzon diesbezüglich eingeleitet haben.
Auch auf dem Transfermarkt erhoffe ich mir ein Umdenken. Weg von leicht überdurchschnittlichen Spielern mittleren Alters, die hier deutlich überdurchschnittlich verdienen hin zu vielen jungen, entwicklungsfähigen Spielern ergänzt durch einige wenige deutlich überdurchschnittliche Spieler, die man dann auch guten Gewissens entsprechend bezahlen kann.
Hengen kann durch gute Arbeit in seinem Bereich wie kein anderer dazu beitragen, dass sich dieser Verein auch insgesamt wieder beruhigt. Ich schätze ihn als klug genug ein, dass auch selbst zu erkennen und sich gegenüber anderen Kräften zu behaupten. Den befürchteten, schwachen "Handlanger Sport" sehe ich bisher nicht.
Lasst den einfach mal machen.
Thomas Hengen [Geschäftsführer] |#174
28.04.2021 - 13:57 Uhr
Ich finds wirklich grundlegend positiv, dass Hengen deutlich empathischer gegenüber den Spielern auftritt als so manche seiner Vorgänger. Ich nehme hier schon einen deutlich Unterschied im Stil im Vergleich zu Leuten wie Bader, Schommers oder Notzon wahr, die auf keine eigene Erfahrung als Spieler im Profibereich zurückgreifen können. Insofern ist auch eine meiner Hoffnungen, dass wir uns solche Abschiede in der Form wie sie bei Hemlein oder auch Kühlwetter/Pick dann öffentlich ausgetragen wurden, nicht mehr oder zumindest weniger oft erleben werden.
Thomas Hengen [Geschäftsführer] |#175
28.04.2021 - 14:22 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
Ein sehr interessantes Interview! Thomas Hengen macht einen intelligenten, klugen, selbstbewussten Eindruck - das bestätigt das Bild, das ich von ihm in den letzten Wochen, etwa auch bei der kleinen Gesprächsrunde bei Betze Digital, gewonnen habe.
Blöd, dass das Wort inzwischen durch die Kaperung durch gewisse Kreise so negativ konnotiert ist, sonst würde mir auch der Begriff "Querdenker" für ihn einfallen. Ich traue ihm durchaus zu, veraltete Arbeitsstrukturen in der Verbindung von Nachwuchs- und Profiabteilung aufzubrechen und den Weg weiterzugehen, den Scherr und Notzon diesbezüglich eingeleitet haben.
Auch auf dem Transfermarkt erhoffe ich mir ein Umdenken. Weg von leicht überdurchschnittlichen Spielern mittleren Alters, die hier deutlich überdurchschnittlich verdienen hin zu vielen jungen, entwicklungsfähigen Spielern ergänzt durch einige wenige deutlich überdurchschnittliche Spieler, die man dann auch guten Gewissens entsprechend bezahlen kann.
Hengen kann durch gute Arbeit in seinem Bereich wie kein anderer dazu beitragen, dass sich dieser Verein auch insgesamt wieder beruhigt. Ich schätze ihn als klug genug ein, dass auch selbst zu erkennen und sich gegenüber anderen Kräften zu behaupten. Den befürchteten, schwachen "Handlanger Sport" sehe ich bisher nicht.
Lasst den einfach mal machen.


Wer sieht denn in Hengen einen schwachen " Handlanger Sport " ?

Vorwiegend doch nur Leute, die sich nicht mit seiner Person beschäftigt haben, oder wenig Ahnung
vom FCK und vom business haben.

Alles andere sind doch nur Floskeln und ob Hengen den Weg von Notzon und Scherr, sofern es denn
derselbe ist, weitergehen sollte, wird er selbst entscheiden. Ich kann nur sagen - hoffentlich nicht.

Wenn Hengen schlau ist, und das ist er, sollte er sich möglichst schnell von den Ideen Notzons, Voigts,
Schommers und Merks entfernen. Die haben uns nämlich dort hingebracht, wo wir jetzt sind, sowohl
wirtschaftlich als auch sportlich.

Ich denke aber in der realen Welt ist der Drops längst gelutscht.
Thomas Hengen [Geschäftsführer] |#176
28.04.2021 - 14:59 Uhr
Zitat von pulder

Alles andere sind doch nur Floskeln und ob Hengen den Weg von Notzon und Scherr, sofern es denn
derselbe ist, weitergehen sollte, wird er selbst entscheiden. Ich kann nur sagen - hoffentlich nicht.

Wenn Hengen schlau ist, und das ist er, sollte er sich möglichst schnell von den Ideen Notzons, Voigts,
Schommers und Merks entfernen. Die haben uns nämlich dort hingebracht, wo wir jetzt sind, sowohl
wirtschaftlich als auch sportlich.

Scherr und Notzon haben eine engere Verzahnung von Nachwuchs und Profis auf den Weg gebracht. Hengen führt diese so fort. Wieso soll er sich davon entfernen? Nur weil Notzon an dieser Idee beteiligt war?
Es ist bei uns nicht alles schlecht und es wurde in den vergangenen Jahren gerade im Nachwuchsbereich auch einiges bewegt. Es gilt halt herauszufiltern, was sinnvoll war und was nicht.

Unter Baders Regie wurde die Reserve nach dem Oberligaabstieg deutlich verjüngt. Das macht Bader nicht zu einem innovativen sportlichen Leiter, war aber isoliert betrachtet eine sinnvolle Idee. Die mag aus der Not heraus geboren sein, wurde aber zurecht beibehalten.

Wir sollten Konzepte vielleicht unabhängig von ihrem Urheber bewerten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCK-Tribun am 28.04.2021 um 15:02 Uhr bearbeitet
Thomas Hengen [Geschäftsführer] |#177
28.04.2021 - 15:25 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
Zitat von pulder

Alles andere sind doch nur Floskeln und ob Hengen den Weg von Notzon und Scherr, sofern es denn
derselbe ist, weitergehen sollte, wird er selbst entscheiden. Ich kann nur sagen - hoffentlich nicht.

Wenn Hengen schlau ist, und das ist er, sollte er sich möglichst schnell von den Ideen Notzons, Voigts,
Schommers und Merks entfernen. Die haben uns nämlich dort hingebracht, wo wir jetzt sind, sowohl
wirtschaftlich als auch sportlich.

Scherr und Notzon haben eine engere Verzahnung von Nachwuchs und Profis auf den Weg gebracht. Hengen führt diese so fort. Wieso soll er sich davon entfernen? Nur weil Notzon an dieser Idee beteiligt war?
Es ist bei uns nicht alles schlecht und es wurde in den vergangenen Jahren gerade im Nachwuchsbereich auch einiges bewegt. Es gilt halt herauszufiltern, was sinnvoll war und was nicht.

Unter Baders Regie wurde die Reserve nach dem Oberligaabstieg deutlich verjüngt. Das macht Bader nicht zu einem innovativen sportlichen Leiter, war aber isoliert betrachtet eine sinnvolle Idee. Die mag aus der Not heraus geboren sein, wurde aber zurecht beibehalten.

Wir sollten Konzepte vielleicht unabhängig von ihrem Urheber bewerten.


Konzeptionell hatte Notzon mit dem Nachwuchsleistungszentrum nicht so viel zu tun und ich hatte
auch nicht den Eindruck, dass Notzon imstande war, Spieler in seine Planungen erfolgreich mit einzu-
beziehen. Spieler wie Schipnoski, Tomic, Klement, zuletzt Mohammed, Scholz, Stierlin usw., die Liste
ist lang, belegen diese These.

Wie erfolgreich Scherr arbeitet, muss man abwarten.

Es gilt immer herauszufiltern, was gut und schlecht ist; deshalb sollte man nach der Saison auch auf jeden
Fall eine ausführliche Analyse erstellen.

Und mal ganz unter uns, ich bin es langsam leid, diesen Quatsch zu hören, was Notzon und Schommers
so hervorragende Kräfte waren. Mit denen wären wir längst in der 4. Liga. Wir haben evtl. Glück, dass
Antwerpen dies noch abwenden kann.
Thomas Hengen [Geschäftsführer] |#178
28.04.2021 - 15:58 Uhr
Scherr und Notzon selbst haben in ihren ausführlichen Interviews mit dem SWR diesbezüglich etwas anderes gesagt. Das klang nach einer sehr vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den beiden und den Jugendtrainern.
Nun habe ich keine Kontakte auf den Fröhnerhof und es mag so sein, dass Notzon nur formal angehört wurde und effektiv nichts bewegt hat. Alle mir zugänglichen Quellen sagen etwas anderes.

Shipnoski ging viel eher auf Schommers‘ Kappe als auf Notzons. So berichtet es mir zumindest mein Kontakt aus dem Umfeld des FCS. Ist aber auch egal, wir kommen immer wieder zum gleichen Punkt: Wer hat die Hoheit über die Kaderplanung - Trainer oder Sportdirektor? Den FC Bayern kostet dieser strukturelle Dauerkonflikt, der in jedem Club gegeben ist, gerade mal schlanke 30 Millionen Euro.

Ich bin der Meinung, dass der SD/GF Sport das letzte Wort haben muss. Aber es macht halt auch wenig Sinn einen Spieler zu verpflichten, von dem der Trainer nix hält. Wenn Schommers einem Nicklas Shipnoski (angeblich) mitteilen lässt, dass er „schon (irgendwie) auf seine Spiele komme“, unterschreibt der halt woanders.

Zu Tomic kann ich nichts sagen; ich habe es aber bedauert, dass man 2018 aus dem Quartett Esmel, Tomic, Müsel und Shipnoski nur einen gehalten hat. Im Hinblick auf die Performance der teuren externen Zugänge wird das noch einmal bitterer.
Bei Klement wäre es mir neu, dass er in Notzons Amtszeit mal Thema gewesen wäre.
Bei Scholz hat es einfach nicht gereicht; wenn ein Stand-Boy-Profi den Vorzug erhält, sagt das viel über die Qualität des Nachwuchsspielers. Ich hätte ihn zwar gerne auf Leihbasis wechseln sehen, aber es ist nicht so, als sei er beim FC Homburg nicht mehr erreichbar. Macht er sich in der RL, kann man ihn zurückholen.

Stierlin war wohl 2019 Thema, aber auch hier konnte man den Wunsch des Spielers nach mehr Spielzeit nicht so garantieren, wie das Spieler und Berater gerne gehabt hätten. Wie Shipnoski hätte ich den gerne hier als Ergänzungsspieler gesehen, aber die Angebote der Konkurrenz waren einfach attraktiver.
Morabet hatte hier einen „Karriereplan“: Leistungsträger in der U21, Ergänzungsspieler bei den Profis, Leistungsträger bei den Profis. Diesen Weg hat er unter Schommers und Notzon auch bestritten. Das geht hauptsächlich auf Saibenes Kappe, der nicht viel mit ihm anfangen konnte und Aydin sowie Gözütok vorgezogen hat.

Notzon hat hier also nicht alles in Eigenregie verbockt, wenngleich er den Kader dieses Jahr im Hinblick auf Nachwuchsspieler schlecht zusammengestellt hat.

Bei Scherr bin ich bei dir, das gilt es abzuwarten. Er ist der Meinung, wir hätten einige Spieler in der Pipeline. Ob das Monate ohne Spielbetrieb später auch noch gilt, weiß ich nicht. Jedenfalls schaffen es mit Gibs oder Blum immer wieder Talente ins Profitraining oder sogar in den Spieltagskader. Vielmehr kann man während Corona kaum beurteilen.

Ich weiß nicht, wo Schommers und Notzon als herausragende Kräfte gelobt werden.
Wahrscheinlich hätte man sich sinnvoller schon letzten Sommer von beiden getrennt. Notzon war in der Rolle als sportlicher Chef im Verein überfordert, hat sich auch geweigert, allumfassende Verantwortung zu übernehmen, sondern hat auf seine Rolle als SD verwiesen (SWR Interview im Herbst) und er hat die Kaderplanung in diesem Sommer verbockt. Dennoch ist es auch nicht korrekt, ihn als Vollblinden darzustellen.
Schommers ist jung, talentiert, stur und leider der fixen Idee erlegen, in der Dritten Liga hochkomplexen Fußball spielen lassen zu können. Dennoch hatte er für diese Spieler einen Plan und es war sagenhaft blöd, ihn dann nach zwei Spieltagen rauszuschmeißen und als Ersatz einen Trainer zu holen, der mit dem Kader in dieser Zusammensetzung gar nichts anfangen konnte, weil ihm der wichtigste Baustein für sein Offensivspiel (Wandspieler!) gänzlich fehlte.
Wir werden nie erfahren, wo wir unter Schommers stünden. Ich behaupte mal, wir hätten nichts mit dem oberen Drittel zu tun gehabt, wären aber auch nicht zwischenzeitlich sieben Punkte (bei einem Spiel weniger) hinter dem rettenden Ufer gewesen. Ganz einfach deshalb, weil Schommers keine Trial&Error-Phase benötigt hätte, um festzustellen, was die Spieler können und was nicht.

Mit Hengen hat das nicht allzu viel zu tun, außer dass er anhand der Saisonplanung von Notzon und Wagner hoffentlich erkennt, wie man es nicht(!) machen sollte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von FCK-Tribun am 28.04.2021 um 16:04 Uhr bearbeitet
Thomas Hengen [Geschäftsführer] |#179
28.04.2021 - 16:08 Uhr
Zitat von FCK-Tribun
Scherr und Notzon selbst haben in ihren ausführlichen Interviews mit dem SWR diesbezüglich etwas anderes gesagt. Das klang nach einer sehr vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen den beiden und den Jugendtrainern.
Nun habe ich keine Kontakte auf den Fröhnerhof und es mag so sein, dass Notzon nur formal angehört wurde und effektiv nichts bewegt hat. Alle mir zugänglichen Quellen sagen etwas anderes.

Shipnoski ging viel eher auf Schommers‘ Kappe als auf Notzons. So berichtet es mir zumindest mein Kontakt aus dem Umfeld des FCS. Ist aber auch egal, wir kommen immer wieder zum gleichen Punkt: Wer hat die Hoheit über die Kaderplanung - Trainer oder Sportdirektor? Den FC Bayern kostet dieser strukturelle Dauerkonflikt, der in jedem Club gegeben ist, gerade mal schlanke 30 Millionen Euro.

Ich bin der Meinung, dass der SD/GF Sport das letzte Wort haben muss. Aber es macht halt auch wenig Sinn einen Spieler zu verpflichten, von dem der Trainer nix hält. Wenn Schommers einem Nicklas Shipnoski (angeblich) mitteilen lässt, dass er „schon (irgendwie) auf seine Spiele komme“, unterschreibt der halt woanders.

Zu Tomic kann ich nichts sagen; ich habe es aber bedauert, dass man 2018 aus dem Quartett Esmel, Tomic, Müsel und Shipnoski nur einen gehalten hat. Im Hinblick auf die Performance der teuren externen Zugänge wird das noch einmal bitterer.
Bei Klement wäre es mir neu, dass er in Notzons Amtszeit mal Thema gewesen wäre.
Bei Scholz hat es einfach nicht gereicht; wenn ein Stand-Boy-Profi den Vorzug erhält, sagt das viel über die Qualität des Nachwuchsspielers. Ich hätte ihn zwar gerne auf Leihbasis wechseln sehen, aber es ist nicht so, als sei er beim FC Homburg nicht mehr erreichbar. Macht er sich in der RL, kann man ihn zurückholen.

Stierlin war wohl 2019 Thema, aber auch hier konnte man den Wunsch des Spielers nach mehr Spielzeit nicht so garantieren, wie das Spieler und Berater gerne gehabt hätten. Wie Shipnoski hätte ich den gerne hier als Ergänzungsspieler gesehen, aber die Angebote der Konkurrenz waren einfach attraktiver.
Morabet hatte hier einen „Karriereplan“: Leistungsträger in der U21, Ergänzungsspieler bei den Profis, Leistungsträger bei den Profis. Diesen Weg hat er unter Schommers und Notzon auch bestritten. Das geht hauptsächlich auf Saibenes Kappe, der nicht viel mit ihm anfangen konnte und Aydin sowie Gözütok vorgezogen hat.

Notzon hat hier also nicht alles in Eigenregie verbockt, wenngleich er den Kader dieses Jahr im Hinblick auf Nachwuchsspieler schlecht zusammengestellt hat.

Bei Scherr bin ich bei dir, das gilt es abzuwarten. Er ist der Meinung, wir hätten einige Spieler in der Pipeline. Ob das Monate ohne Spielbetrieb später auch noch gilt, weiß ich nicht. Jedenfalls schaffen es mit Gibs oder Blum immer wieder Talente ins Profitraining oder sogar in den Spieltagskader. Vielmehr kann man während Corona kaum beurteilen.

Ich weiß nicht, wo Schommers und Notzon als herausragende Kräfte gelobt werden.
Wahrscheinlich hätte man sich sinnvoller schon letzten Sommer von beiden getrennt. Notzon war in der Rolle als sportlicher Chef im Verein überfordert, hat sich auch geweigert, allumfassende Verantwortung zu übernehmen, sondern hat auf seine Rolle als SD verwiesen (SWR Interview im Herbst) und er hat die Kaderplanung in diesem Sommer verbockt. Dennoch ist es auch nicht korrekt, ihn als Vollblinden darzustellen.
Schommers ist jung, talentiert, stur und leider der fixen Idee erlegen, in der Dritten Liga hochkomplexen Fußball spielen lassen zu können. Dennoch hatte er für diese Spieler einen Plan und es war sagenhaft blöd, ihn dann nach zwei Spieltagen rauszuschmeißen und als Ersatz einen Trainer zu holen, der mit dem Kader in dieser Zusammensetzung gar nichts anfangen konnte, weil ihm der wichtigste Baustein für sein Offensivspiel (Wandspieler!) gänzlich fehlte.
Wir werden nie erfahren, wo wir unter Schommers stünden. Ich behaupte mal, wir hätten nichts mit dem oberen Drittel zu tun gehabt, wären aber auch nicht zwischenzeitlich sieben Punkte (bei einem Spiel weniger) hinter dem rettenden Ufer gewesen. Ganz einfach deshalb, weil Schommers keine Trial&Error-Phase benötigt hätte, um festzustellen, was die Spieler können und was nicht.

Mit Hengen hat das nicht allzu viel zu tun, außer dass er anhand der Saisonplanung von Notzon und Wagner hoffentlich erkennt, wie man es nicht(!) machen sollte.


Dann sind wir uns ja einig. Mit Schommers und Notzon haben uns 2 Pfeifen verlassen, die dem Markt
wieder zur Verfügung stehen.
Thomas Hengen [Geschäftsführer] |#180
28.04.2021 - 16:41 Uhr
Ich bin so was von müde, was diese Diskussionen angeht. Die Jungs sind alle keine "Blinden" - und die haben alle einen Plan. Und die stecken uns mit ihrem Fußballwissen hier auch allesamt locker in die Tasche.

Die Frage ist doch nicht, ob Du einen Plan hast. Die Frage ist, ob Du über hinreichend "geschulte Intuition" verfügst, um diesen auch ZEITNAH umzusetzen. Das Profi-Geschäft ist keine Akademie und Du kannst hier kein "Modellprojekt" fahren. Schon die ersten Deiner Schritte müssen die Truppe weiterbringen! DARAN scheitern sie alle - und nicht an mangelndem Wissen.

Hengen macht einen klugen Eindruck! Aber Notzon und Schommers sind auch kluge Leute. Ich beschließe diese meine brillanten Ausführungen mit dem Satz eines großen Philosophen: "Entscheidend ist auf'm Platz!"

Amen.

•     •     •

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 28.04.2021 um 16:43 Uhr bearbeitet
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