Spiele der Konkurrenz
01.06.2010 - 20:21 Uhr
12.07.2010 - 02:17 Uhr
Zitat von J_C_Maxwell:
Das ist für mich ein völlig falscher Ansatz. Der Schiri ist nicht dazu da zu gewährleisten, dass man flüssig Fußball spielen kann. Das ist schlichtweg nicht seine Aufgabe.
Der Schiri hat auf die Einhaltung der Regeln zu achten. Fouls, wie die der Niederländer in HZ 1, sind nach den Regeln mit Platzverweisen zu bestrafen. Werden sie übergangen, reden wir über ein anderes Spiel. Als Schachspieler wirst Du Dir auch nicht anhören wollen, dass Dein Gegner legitime Mittel eingesetzt hat, indem er während einer Partie unerlaubt zwölfmal den Saal verlassen hat, um Dich nervös zu machen. Das ist schlicht irregulär und zieht ganz klare Konsequenzen nach sich - Finale oder nicht!
Das ist für mich ein völlig falscher Ansatz. Der Schiri ist nicht dazu da zu gewährleisten, dass man flüssig Fußball spielen kann. Das ist schlichtweg nicht seine Aufgabe.
Der Schiri hat auf die Einhaltung der Regeln zu achten. Fouls, wie die der Niederländer in HZ 1, sind nach den Regeln mit Platzverweisen zu bestrafen. Werden sie übergangen, reden wir über ein anderes Spiel. Als Schachspieler wirst Du Dir auch nicht anhören wollen, dass Dein Gegner legitime Mittel eingesetzt hat, indem er während einer Partie unerlaubt zwölfmal den Saal verlassen hat, um Dich nervös zu machen. Das ist schlicht irregulär und zieht ganz klare Konsequenzen nach sich - Finale oder nicht!
12.07.2010 - 06:44 Uhr
Zitat von Leinad:
Wie man sieht kann man die Spanier doch aus dem Konzept bringen, wenn auch mit übertriebenen Fouls in einigen Situationen.
War Holland stärker als Deutschland, nur weil sie viele unnötige Fouls gespielt haben?
Spanien hatte gegen Holland, trotz deren vieler Fouls, mehr Chancen als gegen Deutschland (bis zum 1:0) und es gab sehr viele ähnliche Szenen zum deutschen Spiel. Robben vergibt wie Kroos nach ca. einer Stunde die große Chance zur Führung. Ramos kommt, wie Puyol, nach einer Ecke frei zum Kopfball. Nur macht Ramos den einfach nicht rein. Dennoch kommt es zu der Konter-Szene wo Fabregas, ähnlich wie Pedro, frei auf den Keeper zu läuft und den besser postierten Mitspieler übersieht.
Einziger Unterschied war, dass Spanien die Kopfball-Chance nach dem Eckball nicht genutzt hat und, dass Deutschland die Partie, wie lange sie auch gegangen wäre, mit 11 Spielern beendet hätte.
Natürlich hatte Spanien gegen uns mehr Ballbesitz als jetzt gegen Holland, aber alles nicht in den gefährlichen Räumen und wirkliche Großchancen (wie Villa nach Navas-Hereingabe) gab es gegen Deutschland nicht.
Ich sehe daher nicht, dass dieses Konzept der Holländer irgendwie erfolgsversprechender war. Einzig das Offensivkonzept mit langen Bällen auf schnelle Stürmer gegen langsame Abwehrspieler war besser als von uns, aber wir haben vorne eben keinen Robben, Sneijder oder Van Persie...
Wie man sieht kann man die Spanier doch aus dem Konzept bringen, wenn auch mit übertriebenen Fouls in einigen Situationen.
War Holland stärker als Deutschland, nur weil sie viele unnötige Fouls gespielt haben?
Spanien hatte gegen Holland, trotz deren vieler Fouls, mehr Chancen als gegen Deutschland (bis zum 1:0) und es gab sehr viele ähnliche Szenen zum deutschen Spiel. Robben vergibt wie Kroos nach ca. einer Stunde die große Chance zur Führung. Ramos kommt, wie Puyol, nach einer Ecke frei zum Kopfball. Nur macht Ramos den einfach nicht rein. Dennoch kommt es zu der Konter-Szene wo Fabregas, ähnlich wie Pedro, frei auf den Keeper zu läuft und den besser postierten Mitspieler übersieht.
Einziger Unterschied war, dass Spanien die Kopfball-Chance nach dem Eckball nicht genutzt hat und, dass Deutschland die Partie, wie lange sie auch gegangen wäre, mit 11 Spielern beendet hätte.
Natürlich hatte Spanien gegen uns mehr Ballbesitz als jetzt gegen Holland, aber alles nicht in den gefährlichen Räumen und wirkliche Großchancen (wie Villa nach Navas-Hereingabe) gab es gegen Deutschland nicht.
Ich sehe daher nicht, dass dieses Konzept der Holländer irgendwie erfolgsversprechender war. Einzig das Offensivkonzept mit langen Bällen auf schnelle Stürmer gegen langsame Abwehrspieler war besser als von uns, aber wir haben vorne eben keinen Robben, Sneijder oder Van Persie...
12.07.2010 - 08:44 Uhr
Zitat von berlinruine:
Zitat von gerritme:
Es geht gar nicht um Holland, sondern um die absolut unverdiente Weltmeisterschaft von Spanien.
Das kann nicht Dein Ernst sein! Es gibt keinen verdienteren Weltmeister. Die Spanier haben sich kontinuierlich gesteigert und im Finale mit Klasse Willkür besiegt. Spanien spielt den Fußball, den man sehen möchte. Deutschland hat die Erfahrung und die Klasse gefehlt, um dieser eingespielten Supertruppe Paroli zu bieten.
Nein, Spanien spielt nicht den Fußball den jeder sehen möchte. Ich zumindest nicht.
2008 fand ich es auch beeindruckend, 2010 war's erstaunlich wie oft die Schiris in die andere Richtung geguckt haben, wenn es um Spanien ging und wie impotent Spanien ist ein Tor aus dem Spiel heraus zu schiessen. Das war keine glanzvolle Vorstellung. Man hat es sogar geschaft 4 Tore weniger zu schiessen als Italien 2006.
Wären sie nicht so passfixiert, hätten sie 3:0 in der regulären Spielzeit gewonnen. Ich will lieber direktes Spiel sehen. Was Spanien macht ist einfach nur eine Art Defensivverhalten wie man es bisher nicht kannte, darum glaubt man es wäre irgendwie erfrischend und offensiv, ist es aber nicht.
Und dieses ständige Fallenlassen und lamentieren ist auch nicht wirklich etwas worauf ich scharf bin.
Zitat von gerritme:
Es geht gar nicht um Holland, sondern um die absolut unverdiente Weltmeisterschaft von Spanien.
Das kann nicht Dein Ernst sein! Es gibt keinen verdienteren Weltmeister. Die Spanier haben sich kontinuierlich gesteigert und im Finale mit Klasse Willkür besiegt. Spanien spielt den Fußball, den man sehen möchte. Deutschland hat die Erfahrung und die Klasse gefehlt, um dieser eingespielten Supertruppe Paroli zu bieten.
Nein, Spanien spielt nicht den Fußball den jeder sehen möchte. Ich zumindest nicht.
2008 fand ich es auch beeindruckend, 2010 war's erstaunlich wie oft die Schiris in die andere Richtung geguckt haben, wenn es um Spanien ging und wie impotent Spanien ist ein Tor aus dem Spiel heraus zu schiessen. Das war keine glanzvolle Vorstellung. Man hat es sogar geschaft 4 Tore weniger zu schiessen als Italien 2006.
Wären sie nicht so passfixiert, hätten sie 3:0 in der regulären Spielzeit gewonnen. Ich will lieber direktes Spiel sehen. Was Spanien macht ist einfach nur eine Art Defensivverhalten wie man es bisher nicht kannte, darum glaubt man es wäre irgendwie erfrischend und offensiv, ist es aber nicht.
Und dieses ständige Fallenlassen und lamentieren ist auch nicht wirklich etwas worauf ich scharf bin.
12.07.2010 - 10:06 Uhr
Zitat von jim_nihilist:
Zitat von berlinruine:
Zitat von gerritme:
Es geht gar nicht um Holland, sondern um die absolut unverdiente Weltmeisterschaft von Spanien.
Das kann nicht Dein Ernst sein! Es gibt keinen verdienteren Weltmeister. Die Spanier haben sich kontinuierlich gesteigert und im Finale mit Klasse Willkür besiegt. Spanien spielt den Fußball, den man sehen möchte. Deutschland hat die Erfahrung und die Klasse gefehlt, um dieser eingespielten Supertruppe Paroli zu bieten.
Nein, Spanien spielt nicht den Fußball den jeder sehen möchte. Ich zumindest nicht.
2008 fand ich es auch beeindruckend, 2010 war's erstaunlich wie oft die Schiris in die andere Richtung geguckt haben, wenn es um Spanien ging und wie impotent Spanien ist ein Tor aus dem Spiel heraus zu schiessen. Das war keine glanzvolle Vorstellung. Man hat es sogar geschaft 4 Tore weniger zu schiessen als Italien 2006.
Wären sie nicht so passfixiert, hätten sie 3:0 in der regulären Spielzeit gewonnen. Ich will lieber direktes Spiel sehen. Was Spanien macht ist einfach nur eine Art Defensivverhalten wie man es bisher nicht kannte, darum glaubt man es wäre irgendwie erfrischend und offensiv, ist es aber nicht.
Und dieses ständige Fallenlassen und lamentieren ist auch nicht wirklich etwas worauf ich scharf bin.
Letztlich ist es wohl immer eine Geschmacksfrage. Aber gestern waren es nicht die Spanier, die sich fallen ließen und lamentierten. Übers Turnier gesehen haben das hauptsächlich die Holländer gemacht. Was alleine Robben nach kleinen Remplern mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen gelegen hat, ging auf keine Kuhhaut.
Wenn eine Mannschaft derartig viel Ballbesitz hat, und die Murmel auch noch so ansehnlich zirkulieren lässt, ist es mir wurscht, wieviele Torchancen sie nutzt. Spielverständnis und Tempowechsel hat keine andere Mannschaft des Turniers in dieser Form beherrscht. Und gestern hätten wir ab der 30. Minute 9 gegen 11 sehen müssen, wenn der Schiedsrichter nach den Regeln pfeift, und nicht nach den Richtlinien eines Finalspiels, bei dem möglichst niemand vom Platz fliegen soll. Wäre interessant gewesen zu sehen, wieviele Tore dann gefallen wären.
Zitat von berlinruine:
Zitat von gerritme:
Es geht gar nicht um Holland, sondern um die absolut unverdiente Weltmeisterschaft von Spanien.
Das kann nicht Dein Ernst sein! Es gibt keinen verdienteren Weltmeister. Die Spanier haben sich kontinuierlich gesteigert und im Finale mit Klasse Willkür besiegt. Spanien spielt den Fußball, den man sehen möchte. Deutschland hat die Erfahrung und die Klasse gefehlt, um dieser eingespielten Supertruppe Paroli zu bieten.
Nein, Spanien spielt nicht den Fußball den jeder sehen möchte. Ich zumindest nicht.
2008 fand ich es auch beeindruckend, 2010 war's erstaunlich wie oft die Schiris in die andere Richtung geguckt haben, wenn es um Spanien ging und wie impotent Spanien ist ein Tor aus dem Spiel heraus zu schiessen. Das war keine glanzvolle Vorstellung. Man hat es sogar geschaft 4 Tore weniger zu schiessen als Italien 2006.
Wären sie nicht so passfixiert, hätten sie 3:0 in der regulären Spielzeit gewonnen. Ich will lieber direktes Spiel sehen. Was Spanien macht ist einfach nur eine Art Defensivverhalten wie man es bisher nicht kannte, darum glaubt man es wäre irgendwie erfrischend und offensiv, ist es aber nicht.
Und dieses ständige Fallenlassen und lamentieren ist auch nicht wirklich etwas worauf ich scharf bin.
Letztlich ist es wohl immer eine Geschmacksfrage. Aber gestern waren es nicht die Spanier, die sich fallen ließen und lamentierten. Übers Turnier gesehen haben das hauptsächlich die Holländer gemacht. Was alleine Robben nach kleinen Remplern mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen gelegen hat, ging auf keine Kuhhaut.
Wenn eine Mannschaft derartig viel Ballbesitz hat, und die Murmel auch noch so ansehnlich zirkulieren lässt, ist es mir wurscht, wieviele Torchancen sie nutzt. Spielverständnis und Tempowechsel hat keine andere Mannschaft des Turniers in dieser Form beherrscht. Und gestern hätten wir ab der 30. Minute 9 gegen 11 sehen müssen, wenn der Schiedsrichter nach den Regeln pfeift, und nicht nach den Richtlinien eines Finalspiels, bei dem möglichst niemand vom Platz fliegen soll. Wäre interessant gewesen zu sehen, wieviele Tore dann gefallen wären.
12.07.2010 - 10:30 Uhr
Für mich hat es Spanien verdient,weil sie jedes Spiel und damit jeden Gegner dominiert haben.Dabei haben sie öfters mal verpasst konsequenter im Abschluss zu sein und waren etwas zu verspielt.Trotzdem hat man gesehen das sie einfach unglaublich schwer zu besiegen sind und sie haben im gesamten Turnierverlauf nur zwei Tore gekriegt,in der K.o Phase sogar garkeins.
Und gestern war es für mich klar verdient,bei einem normalen Schiedsrichter hätte Holland ab der 30 Minute nur noch mit 9 mann gespielt.Sie hatten nur ein Mittel und das war treten und kontern.Fast wäre es sogar aufgegangen wenn Robben getroffen hätte.Wäre aber meiner Meinung nach völlig unverdient gewesen.
Und gestern war es für mich klar verdient,bei einem normalen Schiedsrichter hätte Holland ab der 30 Minute nur noch mit 9 mann gespielt.Sie hatten nur ein Mittel und das war treten und kontern.Fast wäre es sogar aufgegangen wenn Robben getroffen hätte.Wäre aber meiner Meinung nach völlig unverdient gewesen.
12.07.2010 - 10:45 Uhr
Mir fällt kein Team ein, das Spanien schlagen könnte. Die Schweiz kann sich ihren Sieg mal ganz fett im Kalender unterstreichen.
12.07.2010 - 10:59 Uhr
Zitat von padre_del_che:
Mir fällt kein Team ein, das Spanien schlagen könnte. Die Schweiz kann sich ihren Sieg mal ganz fett im Kalender unterstreichen.
Mir fallen zahlreiche Teams ein, die Spanien schlagen können. Die Spaniern fiedeln die Gegner nicht 5:0 ab, sondern gewinnen meistens nur knapp. Wenn Robben einen der beiden Konter nicht kläglich vergibt, gucken die Spanier dumm aus der Wäsche.
Mir fällt kein Team ein, das Spanien schlagen könnte. Die Schweiz kann sich ihren Sieg mal ganz fett im Kalender unterstreichen.
Mir fallen zahlreiche Teams ein, die Spanien schlagen können. Die Spaniern fiedeln die Gegner nicht 5:0 ab, sondern gewinnen meistens nur knapp. Wenn Robben einen der beiden Konter nicht kläglich vergibt, gucken die Spanier dumm aus der Wäsche.
12.07.2010 - 11:04 Uhr
Zitat von bvblucas:
Für mich hat es Spanien verdient,weil sie jedes Spiel und damit jeden Gegner dominiert haben.
Das ist etwas, was viele übersehen. Die Spanier sind nicht besessen davon, Tore zu schießen, sondern sie wollen zuerst einmal das Spiel gewinnen. Klingt paradox, ist aber eigentlich sehr einfach: Im Fußball gewinnt man nicht, indem man mehr Tore schießt als der Gegner, sondern man schießt mehr Tore als der Gegner, wenn man das Spiel gewinnt.
Es wird oft so getan, als dürfte man nur dann als Sieger vom Platz gehen, wenn man 90 Minuten lang wie blöde nach vorn gerannt ist. Die Anzahl oder die Qualität der eigenen Offensivaktionen sagt aber für sich gar nichts darüber aus, ob man das bessere Team ist/war oder nicht. Kann ja sein, dass der Gegner genauso angriffslustig war oder sogar noch offensiver - dann ist es entweder reiner Zufall wer gewinnt oder es gibt sowas wie ein 4:4 - und dann kann man eben nicht genau sagen, wer den Sieg verdient hat. Wenn man aber den Gegner im Griff hat, das Spiel gewinnt und dabei halt nur ein Tor macht, vielleicht weil der eigene Sturm nicht so einen prächtigen Lauf hat oder es nötig war, weniger offensiv zu spielen, um das Spiel selbst gewinnen zu können und nicht den Zufall entscheiden zu lassen, dann hat man den Sieg verdient.
Aber weil die breite Masse wohl für alle Zeiten ein Team danach beurteilen wird, wieviele spektakuläre Torchancen es hat und (nicht) nutzt, wird es sicher immer solche Urteile geben...
Für mich hat es Spanien verdient,weil sie jedes Spiel und damit jeden Gegner dominiert haben.
Das ist etwas, was viele übersehen. Die Spanier sind nicht besessen davon, Tore zu schießen, sondern sie wollen zuerst einmal das Spiel gewinnen. Klingt paradox, ist aber eigentlich sehr einfach: Im Fußball gewinnt man nicht, indem man mehr Tore schießt als der Gegner, sondern man schießt mehr Tore als der Gegner, wenn man das Spiel gewinnt.
Es wird oft so getan, als dürfte man nur dann als Sieger vom Platz gehen, wenn man 90 Minuten lang wie blöde nach vorn gerannt ist. Die Anzahl oder die Qualität der eigenen Offensivaktionen sagt aber für sich gar nichts darüber aus, ob man das bessere Team ist/war oder nicht. Kann ja sein, dass der Gegner genauso angriffslustig war oder sogar noch offensiver - dann ist es entweder reiner Zufall wer gewinnt oder es gibt sowas wie ein 4:4 - und dann kann man eben nicht genau sagen, wer den Sieg verdient hat. Wenn man aber den Gegner im Griff hat, das Spiel gewinnt und dabei halt nur ein Tor macht, vielleicht weil der eigene Sturm nicht so einen prächtigen Lauf hat oder es nötig war, weniger offensiv zu spielen, um das Spiel selbst gewinnen zu können und nicht den Zufall entscheiden zu lassen, dann hat man den Sieg verdient.
Aber weil die breite Masse wohl für alle Zeiten ein Team danach beurteilen wird, wieviele spektakuläre Torchancen es hat und (nicht) nutzt, wird es sicher immer solche Urteile geben...
12.07.2010 - 11:35 Uhr
Die Frage ist halt, was mir Spielkontrolle bringt. Mir sind die Beobachter da immer etwas schnell mit „verdient“ und „unverdient“ an der Hand. Im Zweifelsfall kann es eben auch so aussehen wie Barcelona gegen Inter, man reiht Ballstafette an Ballstafette und freut sich an der eigenen Proaktivität. Und kann sich dann beim Fußballgott beschweren, wenn es nicht reicht, weil der Gegner seine eigene Art und Weise hat, zum Erfolg zu kommen.
Mir fehlt bei einer fairen Beurteilung Spaniens der Link zwischen dem Weg, wie man zum Erfolg kommen will, und dem Erfolg. Villas Tor gegen Chile, Puyols Tor gegen Deutschland, Iniestas Tor gegen Holland – nichts davon war direkte Folge der Spielkontrolle. Die Tore hätten vorher fallen können, oder später, oder eben gar nicht. Insofern frag ich mich schon, inwieweit Spanien diese Spiele gewonnen hat, bevor sie das Tor erzielt haben.
Den umgekehrten Schluss finde ich viel naheliegender: Sie haben das Spiel mit ihrem Plan nicht verloren. Spaniens Defensive hat, 2008 und 2010 zusammengenommen, in keinem KO-Spiel irgendein Tor kassiert. Das ist das, worauf es in KO-Spielen ankommt, sh Italien. Frage: Ist Ticky-tacky vielleicht in erster Linie als äußerst effektive Defensivtaktik zu sehen? Ist der primäre Sinn nicht vlt doch eher, den Gegner von Ball und Raum wegzuhalten?
Was Holland angeht, bin ich derselben Meinung wie berlinruine und el_jogi: Das war ein gezieltes Ausnutzen der Tatsache, dass der Schiedsrichter offenbar das Spiel nicht mit einem Platzverweis zerstören wollte/sollte, mit miesen Attacken im Minutentakt. Erfolgversprechend? Nur aufschiebend, nicht dauerhaft, irgendwann war dann ja doch mal einer fällig, und mit der zweiten Roten (der Holland mit viel, viel Glück entgangen ist) wär das Spiel entschieden gewesen. Holland hat sich viele Sympathien verscherzt; und ob sie letztlich ein anderes Spiel bekommen haben, als das, was sie mit anständigem Spiel gekriegt hätten, ist fraglich. Ich jedenfalls bin ziemlich davon überzeugt, dass es eine ähnliche Verteilung der Spielanteile, eine ähnliche Chancenverteilung, ein ähnliches Ergebnis und eine ähnliche Beurteilung davon, ob dieses Ergebnis „verdient“ gewesen wäre, auch gegeben hätte, wenn Holland auf die Jens-Jeremies-Einschüchterungstaktik verzichtet hätte.
Mir fehlt bei einer fairen Beurteilung Spaniens der Link zwischen dem Weg, wie man zum Erfolg kommen will, und dem Erfolg. Villas Tor gegen Chile, Puyols Tor gegen Deutschland, Iniestas Tor gegen Holland – nichts davon war direkte Folge der Spielkontrolle. Die Tore hätten vorher fallen können, oder später, oder eben gar nicht. Insofern frag ich mich schon, inwieweit Spanien diese Spiele gewonnen hat, bevor sie das Tor erzielt haben.
Den umgekehrten Schluss finde ich viel naheliegender: Sie haben das Spiel mit ihrem Plan nicht verloren. Spaniens Defensive hat, 2008 und 2010 zusammengenommen, in keinem KO-Spiel irgendein Tor kassiert. Das ist das, worauf es in KO-Spielen ankommt, sh Italien. Frage: Ist Ticky-tacky vielleicht in erster Linie als äußerst effektive Defensivtaktik zu sehen? Ist der primäre Sinn nicht vlt doch eher, den Gegner von Ball und Raum wegzuhalten?
Was Holland angeht, bin ich derselben Meinung wie berlinruine und el_jogi: Das war ein gezieltes Ausnutzen der Tatsache, dass der Schiedsrichter offenbar das Spiel nicht mit einem Platzverweis zerstören wollte/sollte, mit miesen Attacken im Minutentakt. Erfolgversprechend? Nur aufschiebend, nicht dauerhaft, irgendwann war dann ja doch mal einer fällig, und mit der zweiten Roten (der Holland mit viel, viel Glück entgangen ist) wär das Spiel entschieden gewesen. Holland hat sich viele Sympathien verscherzt; und ob sie letztlich ein anderes Spiel bekommen haben, als das, was sie mit anständigem Spiel gekriegt hätten, ist fraglich. Ich jedenfalls bin ziemlich davon überzeugt, dass es eine ähnliche Verteilung der Spielanteile, eine ähnliche Chancenverteilung, ein ähnliches Ergebnis und eine ähnliche Beurteilung davon, ob dieses Ergebnis „verdient“ gewesen wäre, auch gegeben hätte, wenn Holland auf die Jens-Jeremies-Einschüchterungstaktik verzichtet hätte.
12.07.2010 - 11:51 Uhr
Zitat von berlinruine:
Zitat von gerritme:
Es geht gar nicht um Holland, sondern um die absolut unverdiente Weltmeisterschaft von Spanien.
Das kann nicht Dein Ernst sein! Es gibt keinen verdienteren Weltmeister. Die Spanier haben sich kontinuierlich gesteigert und im Finale mit Klasse Willkür besiegt. Spanien spielt den Fußball, den man sehen möchte. Deutschland hat die Erfahrung und die Klasse gefehlt, um dieser eingespielten Supertruppe Paroli zu bieten.
Deutschland fehlte das Glück und die Einstellung, nicht die Klasse.
Ich war so sauer gestern, da spielen 2 Teams ganz gruseligen Fußball und GER hat es sich selbst vergeigt.
Ich bleib dabei, es war vllt nie so leicht WM zu werden wie dieses Mal.
Zitat von gerritme:
Es geht gar nicht um Holland, sondern um die absolut unverdiente Weltmeisterschaft von Spanien.
Das kann nicht Dein Ernst sein! Es gibt keinen verdienteren Weltmeister. Die Spanier haben sich kontinuierlich gesteigert und im Finale mit Klasse Willkür besiegt. Spanien spielt den Fußball, den man sehen möchte. Deutschland hat die Erfahrung und die Klasse gefehlt, um dieser eingespielten Supertruppe Paroli zu bieten.
Deutschland fehlte das Glück und die Einstellung, nicht die Klasse.
Ich war so sauer gestern, da spielen 2 Teams ganz gruseligen Fußball und GER hat es sich selbst vergeigt.
Ich bleib dabei, es war vllt nie so leicht WM zu werden wie dieses Mal.
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