Leistungsdaten:
Keine Daten
Sandro Wagner [33]
19.07.2012 - 21:21 Uhr
23.02.2014 - 17:32 Uhr
Ronaldos Ballon D'or wurde gestern zurückgezogen und ein neuer Weltfußballer gewählt. :o :D
http://s7.directupload.net/images/140223/fmukdaui.jpg
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23.02.2014 - 18:17 Uhr
Quelle: www.berliner-zeitung.de
80., 87., 90+2
Herthas Angreifer Sandro Wagner erlebt beim 2:1-Sieg der Berliner beim VfB Stuttgart wohl die kuriosesten 12 Minuten einer Karriere. Als Einwechselspieler gelingt ihm per Kopf der Siegtreffer, danach bekommt er zuerst die Gelbe Karte, danach Gelb-Rot.
(....)
Gestern beschrieb er die Situation so: „Mein erste Gelbe war blöd, weil ich den Ball weggeschlagen habe. Bei der zweiten Szene werde ich von Antonio Rüdiger angegriffen und laufe in Daniel Schwaab rein. Gelb-Rot dafür war hart.“ Es war erst der zweite Platzverweis für den deutschen U21-Europameister von 2009 in der Ersten Bundesliga. Die erste Gelb-Rote Karte bekam er im Dezember 2010 , als er für Werder Bremen gegen den 1. FC Kaiserslautern stürmte – wegen wiederholten Foulspiels.
Wagner wird nun ein Spiel aussetzen müssen und am Freitag im Duell gegen den SC Freiburg (20.30 Uhr) nur auf der Tribüne des Berliner Olympiastadions sitzen. Doch die Freude über das wichtige Tor, seinen ersten Saisontreffer, überwog deutlich bei Wagner, der über die ungewöhnlichen Minuten von Stuttgart nicht mehr groß reden wollte. Sein letztes Erfolgserlebnis als Torschütze lag lange zurück. Im April 2013 hatte er in der Zweiten Liga beim 3:2-Sieg von Hertha beim FC St. Pauli getroffen.
Leben als Einwechsler
Wie auch immer: Sandro Wagner hat in zwölf Minuten so viel erlebt wie andere Stürmer nur in Ausnahmen in einem ganzen Spiel. Er ist es ja gewohnt, nur wenig Zeit zu haben um zu zeigen, was er kann. 15 Mal kam er in dieser Saison zum Einsatz, 15 Mal als Einwechselspieler. Nun zentrieren sich alle Höhen und Tiefen, die ein Stürmer in einer Saison so haben kann, für Wagner in diesen zwölf Minuten von Bad Cannstatt. Wagner konnte diesen Tag zuerst nicht wirklich voll genießen. Aber die Geschichte des Helden, der doch irgendwie ein Pechvogel ist, wollte kein Herthaner erzählen. Trainer Jos Luhukay stellte das Heldenepos ins Zentrum, er sagte: „Sandro ist unser Matchwinner. Das war richtig schön, wie er den Kopfball gemacht hat.“ Und Vorlagengeber Tolga Cigerci, der am 5. März vielleicht sein Debüt in der türkischen Nationalmannschaft gegen Schweden geben wird, lobte: „Sandro macht das überragend!“
Diese Hymnen auf den Schützen waren verständlich. Durch seinen Kopfballtreffer feierte Hertha den fünften Erfolg im sechsten Auswärtsspiel und ist nun nach Bayern München und Borussia Dortmund das drittbeste Auswärtsteam der Liga. „Wir stehen richtig gut da“, sagte Wagner. Am Sonntagvormittag hatte auch Trainer Luhukay seinen Torschützen mit viel Lob bedacht. Er habe sich die Szene, die zur Gelb-Roten Karte geführt hatte, „sechs, sieben, acht Mal angeschaut.“ Sein Fazit: „Das war eine zu harte Entscheidung.“
Ein mannschaftdienlicher Spieler
Wagner aber sei ein „guter Typ, charakterlich und menschlich einwandfrei“. Natürlich sei es schwer für ihn, an Adrián Ramos als Nummer eins im Angriff vorbeizukommen, „da kommt aber derzeit sowieso keiner vorbei.“ Dann folgte noch ein bemerkenswerter Satz des Holländers: „Ich messe Sandro nicht an Toren.“ Der sei wertvoll, weil er ein mannschaftsdienlicher Spieler sei. „Der zerreißt sich in jedem Training und in jedem Testspiel. Egal, ob er 30, zehn oder nur eine Minute spielt, er gibt immer alles. Alle in der Mannschaft haben ihm das Tor gegönnt.“
Wagner sagte, er kenne „keinen Neid in Sachen Ramos. Ich habe meine Rolle angenommen.“ Er wusste nicht, dass sein Kopfballtreffer zugleich das 1 500. Tor von Hertha BSC in der Bundesliga war. „Ach, vielleicht bekomme ich jetzt noch einen Pokal für das Tor. Wer weiß?“, sagte der Schütze. Dann gab er am Trainingsplatz Autogramme.
Das 1500. Tor
Herthas Angreifer Sandro Wagner erlebt beim 2:1-Sieg der Berliner beim VfB Stuttgart wohl die kuriosesten 12 Minuten einer Karriere. Als Einwechselspieler gelingt ihm per Kopf der Siegtreffer, danach bekommt er zuerst die Gelbe Karte, danach Gelb-Rot.
(....)
Gestern beschrieb er die Situation so: „Mein erste Gelbe war blöd, weil ich den Ball weggeschlagen habe. Bei der zweiten Szene werde ich von Antonio Rüdiger angegriffen und laufe in Daniel Schwaab rein. Gelb-Rot dafür war hart.“ Es war erst der zweite Platzverweis für den deutschen U21-Europameister von 2009 in der Ersten Bundesliga. Die erste Gelb-Rote Karte bekam er im Dezember 2010 , als er für Werder Bremen gegen den 1. FC Kaiserslautern stürmte – wegen wiederholten Foulspiels.
Wagner wird nun ein Spiel aussetzen müssen und am Freitag im Duell gegen den SC Freiburg (20.30 Uhr) nur auf der Tribüne des Berliner Olympiastadions sitzen. Doch die Freude über das wichtige Tor, seinen ersten Saisontreffer, überwog deutlich bei Wagner, der über die ungewöhnlichen Minuten von Stuttgart nicht mehr groß reden wollte. Sein letztes Erfolgserlebnis als Torschütze lag lange zurück. Im April 2013 hatte er in der Zweiten Liga beim 3:2-Sieg von Hertha beim FC St. Pauli getroffen.
Leben als Einwechsler
Wie auch immer: Sandro Wagner hat in zwölf Minuten so viel erlebt wie andere Stürmer nur in Ausnahmen in einem ganzen Spiel. Er ist es ja gewohnt, nur wenig Zeit zu haben um zu zeigen, was er kann. 15 Mal kam er in dieser Saison zum Einsatz, 15 Mal als Einwechselspieler. Nun zentrieren sich alle Höhen und Tiefen, die ein Stürmer in einer Saison so haben kann, für Wagner in diesen zwölf Minuten von Bad Cannstatt. Wagner konnte diesen Tag zuerst nicht wirklich voll genießen. Aber die Geschichte des Helden, der doch irgendwie ein Pechvogel ist, wollte kein Herthaner erzählen. Trainer Jos Luhukay stellte das Heldenepos ins Zentrum, er sagte: „Sandro ist unser Matchwinner. Das war richtig schön, wie er den Kopfball gemacht hat.“ Und Vorlagengeber Tolga Cigerci, der am 5. März vielleicht sein Debüt in der türkischen Nationalmannschaft gegen Schweden geben wird, lobte: „Sandro macht das überragend!“
Diese Hymnen auf den Schützen waren verständlich. Durch seinen Kopfballtreffer feierte Hertha den fünften Erfolg im sechsten Auswärtsspiel und ist nun nach Bayern München und Borussia Dortmund das drittbeste Auswärtsteam der Liga. „Wir stehen richtig gut da“, sagte Wagner. Am Sonntagvormittag hatte auch Trainer Luhukay seinen Torschützen mit viel Lob bedacht. Er habe sich die Szene, die zur Gelb-Roten Karte geführt hatte, „sechs, sieben, acht Mal angeschaut.“ Sein Fazit: „Das war eine zu harte Entscheidung.“
Ein mannschaftdienlicher Spieler
Wagner aber sei ein „guter Typ, charakterlich und menschlich einwandfrei“. Natürlich sei es schwer für ihn, an Adrián Ramos als Nummer eins im Angriff vorbeizukommen, „da kommt aber derzeit sowieso keiner vorbei.“ Dann folgte noch ein bemerkenswerter Satz des Holländers: „Ich messe Sandro nicht an Toren.“ Der sei wertvoll, weil er ein mannschaftsdienlicher Spieler sei. „Der zerreißt sich in jedem Training und in jedem Testspiel. Egal, ob er 30, zehn oder nur eine Minute spielt, er gibt immer alles. Alle in der Mannschaft haben ihm das Tor gegönnt.“
Wagner sagte, er kenne „keinen Neid in Sachen Ramos. Ich habe meine Rolle angenommen.“ Er wusste nicht, dass sein Kopfballtreffer zugleich das 1 500. Tor von Hertha BSC in der Bundesliga war. „Ach, vielleicht bekomme ich jetzt noch einen Pokal für das Tor. Wer weiß?“, sagte der Schütze. Dann gab er am Trainingsplatz Autogramme.
23.02.2014 - 20:44 Uhr
Zitat von Donhelli:
Das 1500. Tor
Hm, bei Sky sagten sie, dass Kobi das 1500. Tor geschossen hat...
Das 1500. Tor
Hm, bei Sky sagten sie, dass Kobi das 1500. Tor geschossen hat...
23.02.2014 - 21:26 Uhr
Zitat von BSC_49:
Zitat von Donhelli:
Das 1500. Tor
Hm, bei Sky sagten sie, dass Kobi das 1500. Tor geschossen hat...
Nein Wagner hat es erzielt. Stand auch im kicker, das wir 1498 Tore hatten und Stuttgart 998 vor dem Spiel. Also war es zugleich das 1500. Tor für Hertha und das 1000. Gegentor für Stuttgart.
Zitat von Donhelli:
Das 1500. Tor
Hm, bei Sky sagten sie, dass Kobi das 1500. Tor geschossen hat...
Nein Wagner hat es erzielt. Stand auch im kicker, das wir 1498 Tore hatten und Stuttgart 998 vor dem Spiel. Also war es zugleich das 1500. Tor für Hertha und das 1000. Gegentor für Stuttgart.
23.02.2014 - 21:52 Uhr
Zitat von Herthin0:
Zitat von BSC_49:
Zitat von Donhelli:
Das 1500. Tor
Hm, bei Sky sagten sie, dass Kobi das 1500. Tor geschossen hat...
Nein Wagner hat es erzielt. Stand auch im kicker, das wir 1498 Tore hatten und Stuttgart 998 vor dem Spiel. Also war es zugleich das 1500. Tor für Hertha und das 1000. Gegentor für Stuttgart.
nicht ganz, war wohl das 900 Gegentor für Stuttgart zu Hause
http://www.fussballdaten.de/bundesliga/ewigetabelle/
Zitat von BSC_49:
Zitat von Donhelli:
Das 1500. Tor
Hm, bei Sky sagten sie, dass Kobi das 1500. Tor geschossen hat...
Nein Wagner hat es erzielt. Stand auch im kicker, das wir 1498 Tore hatten und Stuttgart 998 vor dem Spiel. Also war es zugleich das 1500. Tor für Hertha und das 1000. Gegentor für Stuttgart.
nicht ganz, war wohl das 900 Gegentor für Stuttgart zu Hause
http://www.fussballdaten.de/bundesliga/ewigetabelle/
24.02.2014 - 08:34 Uhr
Quelle: www.morgenpost.de
Sandro Wagner und der seltene Moment der Anerkennung
Kein Spieler bei Hertha wird so kritisch gesehen wie Sandro Wagner. Unter den Fans kursieren Schmähgesänge. Doch beim Sieg gegen Stuttgart zeigte sich der Wert, den der Stürmer für die Berliner hat.
(...)
Gut 15 Stunden zuvor rollte ein Zug durch die Nacht Richtung Berlin und der Fußboden darin vibrierte. Viele von den 1.800 nach Schwaben mitgereisten Hertha-Fans saßen drin, klatschten, stampften mit den Füßen und sangen zum Rhythmus von Michael Holms 70er-Jahre-Schlagers "Mendocino": "Saaaandro Waaagner, Saaaaandro Waaaagner, keeeiiiner spielt so schööön wiiie Saaandro Waaagner."
Eigentlich ist dies ein Schmähgesang, mit dem die Berliner Anhängerschaft den eigenen Stürmer und vor allem seine fehlende Torgefahr verhöhnen. An diesem Abend jedoch wurde daraus ein Loblied auf den Matchwinner von Stuttgart – ein seltener Moment der Anerkennung für Wagner.
Dass es diesen Wagner-Song gibt, erzählt viel über die Wahrnehmung eines Angreifers, der nie mit Kapriolen den Zorn der Anhänger auf sich gezogen hat, aber dennoch der umstrittenste Spieler im Kader ist. 14 Mal wurde der gebürtige Münchner vor der Partie gegen den VfB in dieser Saison eingesetzt. Immer wurde er eingewechselt. Nie gelang ihm dabei ein Tor. Als einziger Spieler im Team musste er auch Pfiffe aus der eigenen Fankurve gegen sich ertragen.
Wagner verkörpert geradezu jenen Fatalismus, der Fußballfans – vor allem den leidgeprüften – bisweilen anhaftet: "Scheiß egal. Wir lieben den Verein trotzdem". Er rackert. Doch wenn es darum geht, die Daseinsberechtigung eines Stürmers zu unterstreichen – das Toreschießen –, dann geht oft ein bisschen was daneben. Dann sieht das oft ungelenk aus. Dann wird wieder gesungen.
Kein Vorbeikommen an Ramos
Jos Luhukay, Herthas Trainer und Wagners direkter Vorgesetzter, sieht das anders. Im Gegensatz zum Berliner Anhang hegt der Niederländer keinerlei Zweifel am Wert des Stürmers für sein Team: "Ich werde Sandro nie an Toren messen", sagte Luhukay am Sonntag, was ein erstaunlicher Satz ist.
Denn er gesteht indirekt ein, dass diesbezüglich auch wenig von Wagner zu erwarten ist, hebt aber ebenso hervor, dass dieser andere Qualitäten besitze. Laut Luhukay sind das folgende: "Er ist ein Mannschaftsspieler, ein unglaublich guter Typ. Ob er nur eine Minute spielt oder eine Stunde, Sandro gibt immer 100 Prozent."
Vor allem aber hat Wagner die Qualität, seine ihm zugeordnete Rolle innerhalb der Mannschaft zugunsten des Teamgeistes zu akzeptieren, und die ist die des Jokers hinter Stammstürmer Adrian Ramos, der bereits 14 Tore erzielt hat. "Ich kenne keinen Stürmer, der momentan an Adrian vorbeikommen würde", erklärte Luhukay die anhaltende Reservistenrolle des Siegtorschüssen von Stuttgart. Auch Wagner selbst gab zu: "Adrian spielt eine super Saison. Ich kenne keinen Neid und muss meine Rolle annehmen."
Den Vorzug vor Lasogga erhalten
Doch Ramos ist für den U21-Europameister von 2009 nicht nur Fluch sondern auch Segen: Die Anwesenheit des Kolumbianers zementiert zwar Wagners Stellung als Ersatzmann, doch sein vorbildlicher Umgang damit hat ihn im Verein zum anerkannten und beliebten Spieler reifen lassen.
Während Wagner Anfang September vergangenen Jahres eine Verlängerung seines Vertrags bis 2016 unterschrieb, wurde Pierre-Michel Lasogga nach Hamburg entliehen, weil man ihm nicht zutraute, sich lautlos hinter Ramos einzureihen. Wagner dagegen ist ein Spieler nach Luhukays Geschmack: willig, fleißig und ein Teil des Ganzen. Auch dann noch, wenn die eigene Saison so gar nicht nach den Vorstellungen verläuft – wie derzeit.
Ramos wird im Sommer den Klub verlassen, an Wagners Situation aber wird das wohl wenig ändern. Er bleibt der Mann dahinter. Ob hinter Lasogga, wenn er denn zurückkommt. Oder hinter einem anderen. Wagner selbst sieht das natürlich anders. "Die Karten werden wieder neu gemischt." Dass er das tut und nicht mault, wenn es wieder nur zum Joker reicht, erklärt die Wertschätzung, die er bei Hertha genießt.
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Kein Spieler bei Hertha wird so kritisch gesehen wie Sandro Wagner. Unter den Fans kursieren Schmähgesänge. Doch beim Sieg gegen Stuttgart zeigte sich der Wert, den der Stürmer für die Berliner hat.
(...)
Gut 15 Stunden zuvor rollte ein Zug durch die Nacht Richtung Berlin und der Fußboden darin vibrierte. Viele von den 1.800 nach Schwaben mitgereisten Hertha-Fans saßen drin, klatschten, stampften mit den Füßen und sangen zum Rhythmus von Michael Holms 70er-Jahre-Schlagers "Mendocino": "Saaaandro Waaagner, Saaaaandro Waaaagner, keeeiiiner spielt so schööön wiiie Saaandro Waaagner."
Eigentlich ist dies ein Schmähgesang, mit dem die Berliner Anhängerschaft den eigenen Stürmer und vor allem seine fehlende Torgefahr verhöhnen. An diesem Abend jedoch wurde daraus ein Loblied auf den Matchwinner von Stuttgart – ein seltener Moment der Anerkennung für Wagner.
Dass es diesen Wagner-Song gibt, erzählt viel über die Wahrnehmung eines Angreifers, der nie mit Kapriolen den Zorn der Anhänger auf sich gezogen hat, aber dennoch der umstrittenste Spieler im Kader ist. 14 Mal wurde der gebürtige Münchner vor der Partie gegen den VfB in dieser Saison eingesetzt. Immer wurde er eingewechselt. Nie gelang ihm dabei ein Tor. Als einziger Spieler im Team musste er auch Pfiffe aus der eigenen Fankurve gegen sich ertragen.
Wagner verkörpert geradezu jenen Fatalismus, der Fußballfans – vor allem den leidgeprüften – bisweilen anhaftet: "Scheiß egal. Wir lieben den Verein trotzdem". Er rackert. Doch wenn es darum geht, die Daseinsberechtigung eines Stürmers zu unterstreichen – das Toreschießen –, dann geht oft ein bisschen was daneben. Dann sieht das oft ungelenk aus. Dann wird wieder gesungen.
Kein Vorbeikommen an Ramos
Jos Luhukay, Herthas Trainer und Wagners direkter Vorgesetzter, sieht das anders. Im Gegensatz zum Berliner Anhang hegt der Niederländer keinerlei Zweifel am Wert des Stürmers für sein Team: "Ich werde Sandro nie an Toren messen", sagte Luhukay am Sonntag, was ein erstaunlicher Satz ist.
Denn er gesteht indirekt ein, dass diesbezüglich auch wenig von Wagner zu erwarten ist, hebt aber ebenso hervor, dass dieser andere Qualitäten besitze. Laut Luhukay sind das folgende: "Er ist ein Mannschaftsspieler, ein unglaublich guter Typ. Ob er nur eine Minute spielt oder eine Stunde, Sandro gibt immer 100 Prozent."
Vor allem aber hat Wagner die Qualität, seine ihm zugeordnete Rolle innerhalb der Mannschaft zugunsten des Teamgeistes zu akzeptieren, und die ist die des Jokers hinter Stammstürmer Adrian Ramos, der bereits 14 Tore erzielt hat. "Ich kenne keinen Stürmer, der momentan an Adrian vorbeikommen würde", erklärte Luhukay die anhaltende Reservistenrolle des Siegtorschüssen von Stuttgart. Auch Wagner selbst gab zu: "Adrian spielt eine super Saison. Ich kenne keinen Neid und muss meine Rolle annehmen."
Den Vorzug vor Lasogga erhalten
Doch Ramos ist für den U21-Europameister von 2009 nicht nur Fluch sondern auch Segen: Die Anwesenheit des Kolumbianers zementiert zwar Wagners Stellung als Ersatzmann, doch sein vorbildlicher Umgang damit hat ihn im Verein zum anerkannten und beliebten Spieler reifen lassen.
Während Wagner Anfang September vergangenen Jahres eine Verlängerung seines Vertrags bis 2016 unterschrieb, wurde Pierre-Michel Lasogga nach Hamburg entliehen, weil man ihm nicht zutraute, sich lautlos hinter Ramos einzureihen. Wagner dagegen ist ein Spieler nach Luhukays Geschmack: willig, fleißig und ein Teil des Ganzen. Auch dann noch, wenn die eigene Saison so gar nicht nach den Vorstellungen verläuft – wie derzeit.
Ramos wird im Sommer den Klub verlassen, an Wagners Situation aber wird das wohl wenig ändern. Er bleibt der Mann dahinter. Ob hinter Lasogga, wenn er denn zurückkommt. Oder hinter einem anderen. Wagner selbst sieht das natürlich anders. "Die Karten werden wieder neu gemischt." Dass er das tut und nicht mault, wenn es wieder nur zum Joker reicht, erklärt die Wertschätzung, die er bei Hertha genießt.
24.02.2014 - 10:24 Uhr
Zitat von BSC_49:
Das Tor heute freut mich natürlich, vor allem weil er das erste mal in seiner Zeit bei Hertha seine Größe in einen guten Kopfball ummünzen konnte! Aber dennoch hat die Saison ziemlich eindeutig gezeigt, dass Wagner keine große Hilfe in der ersten Liga ist.
Deshalb ändert auch dieses Spiel mMn nichts an der Tatsache, dass man sich im Sommer dringend nach einer tauglicheren Alternative umsehen sollte.
Dass wir Alternativen brauchen ist klar. Die kann man immer gebrauchen. Aber, dass Sandro Wagner keine große Hilfe in der ersten Liga ist würde ich so nicht unterschreiben. Entgegen der Meinung vieler, war dies nicht das erste Mal, dass er die Punkte erarbeitet hat.
Beispielsweise erinnere ich mich noch an das Spiel in Hannover. Wagner holt, wie so oft, den Freistoß raus und stellt sich in die gegnerische Mauer. Mit Körpereinsatz stemmt er ein Loch und Ronny donnert hierdurch das entscheidene Tor zum 1:1. Ohne diese Aktionen hätten wir mind. 3 Punkte weniger und die können letzten Endes kriegsentscheidend sein.
Er macht den Ball vorne fest und kann eben durch seine Kopfballstärke Spiele mitentscheiden. Sowohl Defensiv als auch Offensiv. Das sind, auch nach Aussage von Luhukay, sehr wichtige Eigenschaften. Er ist stets voll engagiert und ein Teamplayer ist er sowieso durch und durch. Auch ein Bundesligateam kann einen solchen Sandro Wagner vertragen, auch wenn er polarisiert. :D
Das Tor heute freut mich natürlich, vor allem weil er das erste mal in seiner Zeit bei Hertha seine Größe in einen guten Kopfball ummünzen konnte! Aber dennoch hat die Saison ziemlich eindeutig gezeigt, dass Wagner keine große Hilfe in der ersten Liga ist.
Deshalb ändert auch dieses Spiel mMn nichts an der Tatsache, dass man sich im Sommer dringend nach einer tauglicheren Alternative umsehen sollte.
Dass wir Alternativen brauchen ist klar. Die kann man immer gebrauchen. Aber, dass Sandro Wagner keine große Hilfe in der ersten Liga ist würde ich so nicht unterschreiben. Entgegen der Meinung vieler, war dies nicht das erste Mal, dass er die Punkte erarbeitet hat.
Beispielsweise erinnere ich mich noch an das Spiel in Hannover. Wagner holt, wie so oft, den Freistoß raus und stellt sich in die gegnerische Mauer. Mit Körpereinsatz stemmt er ein Loch und Ronny donnert hierdurch das entscheidene Tor zum 1:1. Ohne diese Aktionen hätten wir mind. 3 Punkte weniger und die können letzten Endes kriegsentscheidend sein.
Er macht den Ball vorne fest und kann eben durch seine Kopfballstärke Spiele mitentscheiden. Sowohl Defensiv als auch Offensiv. Das sind, auch nach Aussage von Luhukay, sehr wichtige Eigenschaften. Er ist stets voll engagiert und ein Teamplayer ist er sowieso durch und durch. Auch ein Bundesligateam kann einen solchen Sandro Wagner vertragen, auch wenn er polarisiert. :D
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Klaster am 24.02.2014 um 10:25 Uhr bearbeitet
24.02.2014 - 10:38 Uhr
Zitat von Donhelli:
www.morgenpost.de:
Sandro Wagner und der seltene Moment der Anerkennung
Kein Spieler bei Hertha wird so kritisch gesehen wie Sandro Wagner. Unter den Fans kursieren Schmähgesänge. Doch beim Sieg gegen Stuttgart zeigte sich der Wert, den der Stürmer für die Berliner hat.
(...)
Gut 15 Stunden zuvor rollte ein Zug durch die Nacht Richtung Berlin und der Fußboden darin vibrierte. Viele von den 1.800 nach Schwaben mitgereisten Hertha-Fans saßen drin, klatschten, stampften mit den Füßen und sangen zum Rhythmus von Michael Holms 70er-Jahre-Schlagers "Mendocino": "Saaaandro Waaagner, Saaaaandro Waaaagner, keeeiiiner spielt so schööön wiiie Saaandro Waaagner."
Eigentlich ist dies ein Schmähgesang, mit dem die Berliner Anhängerschaft den eigenen Stürmer und vor allem seine fehlende Torgefahr verhöhnen. An diesem Abend jedoch wurde daraus ein Loblied auf den Matchwinner von Stuttgart – ein seltener Moment der Anerkennung für Wagner.
Dass es diesen Wagner-Song gibt, erzählt viel über die Wahrnehmung eines Angreifers, der nie mit Kapriolen den Zorn der Anhänger auf sich gezogen hat, aber dennoch der umstrittenste Spieler im Kader ist. 14 Mal wurde der gebürtige Münchner vor der Partie gegen den VfB in dieser Saison eingesetzt. Immer wurde er eingewechselt. Nie gelang ihm dabei ein Tor. Als einziger Spieler im Team musste er auch Pfiffe aus der eigenen Fankurve gegen sich ertragen.
Wagner verkörpert geradezu jenen Fatalismus, der Fußballfans – vor allem den leidgeprüften – bisweilen anhaftet: "Scheiß egal. Wir lieben den Verein trotzdem". Er rackert. Doch wenn es darum geht, die Daseinsberechtigung eines Stürmers zu unterstreichen – das Toreschießen –, dann geht oft ein bisschen was daneben. Dann sieht das oft ungelenk aus. Dann wird wieder gesungen.
Kein Vorbeikommen an Ramos
Jos Luhukay, Herthas Trainer und Wagners direkter Vorgesetzter, sieht das anders. Im Gegensatz zum Berliner Anhang hegt der Niederländer keinerlei Zweifel am Wert des Stürmers für sein Team: "Ich werde Sandro nie an Toren messen", sagte Luhukay am Sonntag, was ein erstaunlicher Satz ist.
Denn er gesteht indirekt ein, dass diesbezüglich auch wenig von Wagner zu erwarten ist, hebt aber ebenso hervor, dass dieser andere Qualitäten besitze. Laut Luhukay sind das folgende: "Er ist ein Mannschaftsspieler, ein unglaublich guter Typ. Ob er nur eine Minute spielt oder eine Stunde, Sandro gibt immer 100 Prozent."
Vor allem aber hat Wagner die Qualität, seine ihm zugeordnete Rolle innerhalb der Mannschaft zugunsten des Teamgeistes zu akzeptieren, und die ist die des Jokers hinter Stammstürmer Adrian Ramos, der bereits 14 Tore erzielt hat. "Ich kenne keinen Stürmer, der momentan an Adrian vorbeikommen würde", erklärte Luhukay die anhaltende Reservistenrolle des Siegtorschüssen von Stuttgart. Auch Wagner selbst gab zu: "Adrian spielt eine super Saison. Ich kenne keinen Neid und muss meine Rolle annehmen."
Den Vorzug vor Lasogga erhalten
Doch Ramos ist für den U21-Europameister von 2009 nicht nur Fluch sondern auch Segen: Die Anwesenheit des Kolumbianers zementiert zwar Wagners Stellung als Ersatzmann, doch sein vorbildlicher Umgang damit hat ihn im Verein zum anerkannten und beliebten Spieler reifen lassen.
Während Wagner Anfang September vergangenen Jahres eine Verlängerung seines Vertrags bis 2016 unterschrieb, wurde Pierre-Michel Lasogga nach Hamburg entliehen, weil man ihm nicht zutraute, sich lautlos hinter Ramos einzureihen. Wagner dagegen ist ein Spieler nach Luhukays Geschmack: willig, fleißig und ein Teil des Ganzen. Auch dann noch, wenn die eigene Saison so gar nicht nach den Vorstellungen verläuft – wie derzeit.
Ramos wird im Sommer den Klub verlassen, an Wagners Situation aber wird das wohl wenig ändern. Er bleibt der Mann dahinter. Ob hinter Lasogga, wenn er denn zurückkommt. Oder hinter einem anderen. Wagner selbst sieht das natürlich anders. "Die Karten werden wieder neu gemischt." Dass er das tut und nicht mault, wenn es wieder nur zum Joker reicht, erklärt die Wertschätzung, die er bei Hertha genießt.123456789
Die Mopo ist ja sehr sicher, dass Ramos geht :D trotzdem guter Artikel. Wagner ist immer bemüht, mault nicht rum und ist deshalb ein wichtiger Teil der Mannschaft, weil er die Jungs trotzdem zusammenhält. Ich hoffe er bleibt :)
www.morgenpost.de:
Sandro Wagner und der seltene Moment der Anerkennung
Kein Spieler bei Hertha wird so kritisch gesehen wie Sandro Wagner. Unter den Fans kursieren Schmähgesänge. Doch beim Sieg gegen Stuttgart zeigte sich der Wert, den der Stürmer für die Berliner hat.
(...)
Gut 15 Stunden zuvor rollte ein Zug durch die Nacht Richtung Berlin und der Fußboden darin vibrierte. Viele von den 1.800 nach Schwaben mitgereisten Hertha-Fans saßen drin, klatschten, stampften mit den Füßen und sangen zum Rhythmus von Michael Holms 70er-Jahre-Schlagers "Mendocino": "Saaaandro Waaagner, Saaaaandro Waaaagner, keeeiiiner spielt so schööön wiiie Saaandro Waaagner."
Eigentlich ist dies ein Schmähgesang, mit dem die Berliner Anhängerschaft den eigenen Stürmer und vor allem seine fehlende Torgefahr verhöhnen. An diesem Abend jedoch wurde daraus ein Loblied auf den Matchwinner von Stuttgart – ein seltener Moment der Anerkennung für Wagner.
Dass es diesen Wagner-Song gibt, erzählt viel über die Wahrnehmung eines Angreifers, der nie mit Kapriolen den Zorn der Anhänger auf sich gezogen hat, aber dennoch der umstrittenste Spieler im Kader ist. 14 Mal wurde der gebürtige Münchner vor der Partie gegen den VfB in dieser Saison eingesetzt. Immer wurde er eingewechselt. Nie gelang ihm dabei ein Tor. Als einziger Spieler im Team musste er auch Pfiffe aus der eigenen Fankurve gegen sich ertragen.
Wagner verkörpert geradezu jenen Fatalismus, der Fußballfans – vor allem den leidgeprüften – bisweilen anhaftet: "Scheiß egal. Wir lieben den Verein trotzdem". Er rackert. Doch wenn es darum geht, die Daseinsberechtigung eines Stürmers zu unterstreichen – das Toreschießen –, dann geht oft ein bisschen was daneben. Dann sieht das oft ungelenk aus. Dann wird wieder gesungen.
Kein Vorbeikommen an Ramos
Jos Luhukay, Herthas Trainer und Wagners direkter Vorgesetzter, sieht das anders. Im Gegensatz zum Berliner Anhang hegt der Niederländer keinerlei Zweifel am Wert des Stürmers für sein Team: "Ich werde Sandro nie an Toren messen", sagte Luhukay am Sonntag, was ein erstaunlicher Satz ist.
Denn er gesteht indirekt ein, dass diesbezüglich auch wenig von Wagner zu erwarten ist, hebt aber ebenso hervor, dass dieser andere Qualitäten besitze. Laut Luhukay sind das folgende: "Er ist ein Mannschaftsspieler, ein unglaublich guter Typ. Ob er nur eine Minute spielt oder eine Stunde, Sandro gibt immer 100 Prozent."
Vor allem aber hat Wagner die Qualität, seine ihm zugeordnete Rolle innerhalb der Mannschaft zugunsten des Teamgeistes zu akzeptieren, und die ist die des Jokers hinter Stammstürmer Adrian Ramos, der bereits 14 Tore erzielt hat. "Ich kenne keinen Stürmer, der momentan an Adrian vorbeikommen würde", erklärte Luhukay die anhaltende Reservistenrolle des Siegtorschüssen von Stuttgart. Auch Wagner selbst gab zu: "Adrian spielt eine super Saison. Ich kenne keinen Neid und muss meine Rolle annehmen."
Den Vorzug vor Lasogga erhalten
Doch Ramos ist für den U21-Europameister von 2009 nicht nur Fluch sondern auch Segen: Die Anwesenheit des Kolumbianers zementiert zwar Wagners Stellung als Ersatzmann, doch sein vorbildlicher Umgang damit hat ihn im Verein zum anerkannten und beliebten Spieler reifen lassen.
Während Wagner Anfang September vergangenen Jahres eine Verlängerung seines Vertrags bis 2016 unterschrieb, wurde Pierre-Michel Lasogga nach Hamburg entliehen, weil man ihm nicht zutraute, sich lautlos hinter Ramos einzureihen. Wagner dagegen ist ein Spieler nach Luhukays Geschmack: willig, fleißig und ein Teil des Ganzen. Auch dann noch, wenn die eigene Saison so gar nicht nach den Vorstellungen verläuft – wie derzeit.
Ramos wird im Sommer den Klub verlassen, an Wagners Situation aber wird das wohl wenig ändern. Er bleibt der Mann dahinter. Ob hinter Lasogga, wenn er denn zurückkommt. Oder hinter einem anderen. Wagner selbst sieht das natürlich anders. "Die Karten werden wieder neu gemischt." Dass er das tut und nicht mault, wenn es wieder nur zum Joker reicht, erklärt die Wertschätzung, die er bei Hertha genießt.123456789
Die Mopo ist ja sehr sicher, dass Ramos geht :D trotzdem guter Artikel. Wagner ist immer bemüht, mault nicht rum und ist deshalb ein wichtiger Teil der Mannschaft, weil er die Jungs trotzdem zusammenhält. Ich hoffe er bleibt :)
28.03.2014 - 22:45 Uhr
Gab es heute auch nur eine Szene von Wagner, die auch nur zum nachdenken anregt diesen Spieler jemals wieder für diesen Verein spielen zu lassen? Jeder seiner Zweikämpfe endet mit einem Foul und zwar gegen ihn!!!! Ich weiß nicht ob diese Leistung überhaupt für die 2 . Liga reicht.
28.03.2014 - 22:55 Uhr
Zitat von Saka2104:
Gab es heute auch nur eine Szene von Wagner, die auch nur zum nachdenken anregt diesen Spieler jemals wieder für diesen Verein spielen zu lassen? Jeder seiner Zweikämpfe endet mit einem Foul und zwar gegen ihn!!!! Ich weiß nicht ob diese Leistung überhaupt für die 2 . Liga reicht.
War wirklich grottenschlecht heute. Dennoch bezeichnend: Spielt Ramos den Ball quer nach Ayhans Fehler, dann macht Wagner das 1:0. Nächste Woche bitte wieder als Joker.
Gab es heute auch nur eine Szene von Wagner, die auch nur zum nachdenken anregt diesen Spieler jemals wieder für diesen Verein spielen zu lassen? Jeder seiner Zweikämpfe endet mit einem Foul und zwar gegen ihn!!!! Ich weiß nicht ob diese Leistung überhaupt für die 2 . Liga reicht.
War wirklich grottenschlecht heute. Dennoch bezeichnend: Spielt Ramos den Ball quer nach Ayhans Fehler, dann macht Wagner das 1:0. Nächste Woche bitte wieder als Joker.
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