Rückblick auf die Saison 25/26
16.05.2026 - 17:41 Uhr
So. Die Saison ist vorbei.
Was war positiv ? Was war negativ ?
Welchen Einfluß hatte die CL ?
Auf eine reale Diskussion und Einschätzung
Was war positiv ? Was war negativ ?
Welchen Einfluß hatte die CL ?
Auf eine reale Diskussion und Einschätzung
Zeige Ergebnisse 1-3 von 3.
16.05.2026 - 17:59 Uhr
Negativ:
- zu keiner Zeit ein erkennbares Spielsystem bzw. einen Plan Tore zu schießen außer über Einzelaktionen
- körperlich in vielen Spielen unterlegen
- die Fähigkeit in großen Spielen über sich hinauszugehen sukzessive verloren, auch im Vorjahr schon
- große Fragezeichen über den "Eckpfeilern" Theate/Koch/Kristensen/Doan/Burkardt
- viele Spieler ohne den nächsten Entwicklungsschritt wie Kaua/Larsson/Chaibi/Collins/Bahoya
- kein erkennbarer roter Faden bei den Trainerentscheidungen - Dino zu lang, Interim zu lang, Riera im Limbo
- war Riera so chaotisch wie berichtet, muss man die Reißleine ziehen, war er nicht so, muss man ihn decken
- es steht ein großer Umbruch an und man muss über den Sommer Spielanlage, Kader und Trainerposition klären
Positiv:
- Can Uzun - Drive nach vorn egal was um ihn herum passiert und eindeutig unser bester Spieler
- zu keiner Zeit ein erkennbares Spielsystem bzw. einen Plan Tore zu schießen außer über Einzelaktionen
- körperlich in vielen Spielen unterlegen
- die Fähigkeit in großen Spielen über sich hinauszugehen sukzessive verloren, auch im Vorjahr schon
- große Fragezeichen über den "Eckpfeilern" Theate/Koch/Kristensen/Doan/Burkardt
- viele Spieler ohne den nächsten Entwicklungsschritt wie Kaua/Larsson/Chaibi/Collins/Bahoya
- kein erkennbarer roter Faden bei den Trainerentscheidungen - Dino zu lang, Interim zu lang, Riera im Limbo
- war Riera so chaotisch wie berichtet, muss man die Reißleine ziehen, war er nicht so, muss man ihn decken
- es steht ein großer Umbruch an und man muss über den Sommer Spielanlage, Kader und Trainerposition klären
Positiv:
- Can Uzun - Drive nach vorn egal was um ihn herum passiert und eindeutig unser bester Spieler
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SGE_Adler_94 am 16.05.2026 um 18:01 Uhr bearbeitet
17.05.2026 - 14:19 Uhr
Die Saison ist vorbei….es fühlt sich irgendwie ein Stück erleichternd an.
Eines ist gewiss, langweilig wird es um die Eintracht nicht, die Spielzeiten sind enorm intensiv, auch für uns Fans aber natürlich insbesondere für die Verantwortlichen.
Und daher ist es gut, dass die Spielzeit nun herum ist und alle mal „durchatmen“ können, denn das haben glaube ich alle nötig
.
Die Saison ist zu analysieren, fair, sachlich, konstruktiv und kritisch, denn aus jeder Saison kann man Erkenntnisse ziehen, was positiv sowie negativ war, um sich hierdurch dann entwickeln zu können.
Die Saison ist gerade erst herum…nichts desto trotz kann man auch jetzt schon einiges hierzu sagen, da es in den letzten zwei, drei Wochen eigentlich kaum noch neue Erkenntnisse gegeben hat.
Gefühlt wird es nach dieser Saison einen größeren Umbruch geben…in meinen Augen geben müssen, da zum ersten Mal seit ca. zehn Jahren die Saison nicht so gelaufen ist, wie man sich das wahrscheinlich vorgestellt hat. Preis/Leistung haben in meinen Augen zum ersten Mal seit sehr langer Zeit nicht so sehr gepasst, die Effizienz, die uns über Jahre auszeichnete, war diese Saison nicht auf unserer Seite.
Somit gehen wir zum ersten Mal seit Jahren nicht aus einer Position „der Stärke“/mit breiter Brust in die kommende Transferphase, in der von vorne herein klar ist, was unser System ist, wir für Spieler X 80 - 100 Mio Euro bekommen werden und punktuell mit diesem Geld nachlegen können.
Der Grund hierfür liegt nicht nur bei einem oder zwei Themen, sondern ist in meinen Augen vielschichtig.
Vorab möchte ich aber auch eines noch sagen, eine Garantie auf Erfolg gibt es bei uns nicht und die letzten Jahre waren alles nur nicht selbstverständlich. Die Arbeit der Verantwortlichen ist nicht hoch genug zu würdigen und das was zB Krösche hier geleistet hat, ist höher einzuschätzen (und viel anstrengender - da im Grunde genommen jeder Schuss sitzen muss -) als wenn man SpoDi bei RBL oder Leverkusen ist.
Was ist mir persönlich diese Saison aufgefallen:
- Vereinsebene
- sportliche Ebene
1. Vereinsebene:
In den letzten Jahren hatte die Eintracht ein unfassbar gutes Gespür für Situationen und Entwicklungen. Es wurde fast immer das Richtige zum richtigen Zeitpunkt gemacht und die Kommunikation war überwiegend gut.
Das war diese Saison anders, warum das so ist, vermag ich nicht zu sagen, aber optimal war da einiges nicht, um es diplomatisch auszudrücken.
Ich möchte gerne ein paar konkrete Punkte ansprechen.
- Die ERWARTUNGSHALTUNG hätte man irgendwann etwas drosseln sollen, ich denke damit wäre der Verein gut beraten gewesen, um etwas Druck herauszunehmen.
Als Riera kam, war sehr wahrscheinlich, dass nach oben (CL + EL) nicht mehr viel gehen würde, zu unkonstant waren wir, als dass wir auf Stuttgart, Leverkusen oder Hoffenheim noch einen Rückstand von drei oder mehr Spielen aufholen hätten können.
Statt weiterhin mögliche (unwahrscheinliche) Platzierungen im Raum stehen zu lassen, hätte man als Ziel ausrufen können, dass wir uns stabilisieren möchten, um auf einem stabilen Fundament dann neu aufbauen zu können. So blieben sehr hohe/in der Situation zu hohe Ansprüche im Raum stehen, die dann eine immense Unzufriedenheit und Ungeduld hervorriefen.
Ich denke die meisten wären gefolgt, hätte der Verein gesagt,
„Die letzten Jahre waren top, wir alle haben viel Spaß gehabt, nun läuft es nicht ganz rund, das müssen wir jetzt so hinnehmen, werden aber alles dafür tun, dass wir uns stabilisieren, um uns danach wieder entwickeln zu können.
- Ich bin enttäuscht, das sage ich so deutlich, dass man sich nicht viel klarer und lauter vor Kaua Santos stellte, als der Junge (für einen jungen Spieler mit wenigen Spielen) derart angegangen worden ist. Nochmal…er ist ein Spieler, der nicht einmal eine ganze Saison gespielt hat, der damals bereits eine schwere Verletzung hinter sich hatte und hinter einer Verteidigung stand, die alles war, nur nicht stabil. Jedes Spiel brachen die Stürmer durch, jedes Spiel drangen die Gegner leicht über die außen auf die Grundlinie und konnten eine Flanke nach der anderen reinschlagen…und neben den Fehlern hat er sich viele Bälle gehalten, was kaum Erwähnung fand. Gegen Stuttgart wurde er nach wenigen Minuten von den „Führungsspielern“ vor laufender Kamera angegangen…also von denen, die dieses Jahr viel mehr dicke Böcke schossen als Kaua, statt ihn wie es sich für einen „FÜHRUNGSSPIELER“ gehört, aufzubauen.
Da hätte ich mir vom Verein gewünscht, dass man mal darauf hinweist, dass es der Weg von Eintracht Frankfurt ist, junge Spieler einzusetzen und ihnen Fehler zuzugesteht, denn nur so entwickelt man sich. Der einzige, der sich klar und laut für ihn ausgesprochen hat war Riera in den PKs.
- Thema Trainer…
Jedem im Verein musste bewusst sein, wie extrovertiert und „laut“ Albert Riera auftritt. Im ersten Semester BWL gibt es Kurse, in denen man darauf vorbereitet wird, wie man sich in anderen Ländern (geschäftstechnisch) verhalten sollte und wo man vielleicht eher mal auf die Bremse treten sollte. Man hätte ihn da viel besser von Beginn an „briefen“ müssen, dass das in Deutschland bei sehr vielen vielleicht nicht ganz so gut ankommt und es sehr schnell nach hinten losgehen kann.
Ich bezweifle, dass das Thema angesprochen wurde auch auch hierdurch kam viel Unruhe in den Verein.
2. Sportliche Ebene:
- zunächst einmal die Philosophie…
Wir standen über Jahre für ein hohes Maß an Effizienz, kauften häufig „no names“ und/oder Talente, um diese zu entwickeln und teuer zu verkaufen.
Die Spielphilosophie war recht einfach.
Tempo, Durchschlagskraft, schnelles Umschaltspiel, Physis, Mentalität
Davon wollten wir peu a peu weggehen, hin zu mehr „Fußball“ um die defensiv stehenden Gegner besser ausspielen zu können.
Ich habe den Eindruck, dass hierbei was schief gelaufen ist.
Wir haben aktuell zwar sehr viele „Fußballer“…
Uzun, Götze, Doan, Chaibi, Larsson und einige mehr
Jedoch sind wir hierbei zu sehr davon abgekehrt was uns stark gemacht hat. Uns geht mittlerweile bei zu vielen Spielern das hohe Tempo ab und zudem die Durchschlagskraft. Und daher spielen wir sehr viel in die Breite (da auch die Laufwege nicht so einstudiert worden sind, wie es bei der Art von Fußball elementar ist) und sind dadurch anfällig für Konter.
Und somit kann man eigentlich nicht wirklich sagen, für welche Art Fußball wir eigentlich stehen.
- Markus Krösche
Markus Krösche hat hier über lange Zeit wirklich tolle Arbeit geleistet. Was hier an Werten geschaffen worden ist, was wir an absoluten Topspielern sehen dürften, was wir für Spiele selbst gegen internationale Top Teams sehen dürften, ist fantastisch! Die Quote zwischen guten und weniger guten Transfers war richtig stark…
…das war dieses Jahr zum ersten Mal seit langem nicht mehr der Fall. Wir haben zum ersten Mal eher gestandene Spieler (vor der Saison) verpflichtet. Zetterer, Doan und Burkardt waren allesamt Spieler, die bei Mittelklasse- bis oberen Mittelklasseclubs hervorstachen. Gerade Doan als auch Burkardt haben uns in Relation zum Alter und bei Burkardt der Verletzungshistorie viel Geld gekostet.
(Fast) Jeder (inkl. Mir) haben das jedoch vor der Saison unterschrieben…Fast alle waren der Annahme, dass das ein absoluter Topkader sei, mit dem nach ganz oben sehr viel möglich wäre. Ich dachte das ebenfalls, viele von uns dachten es, viele Experten sahen es so….irgendwas ist jedoch schief gelaufen und das muss analysiert werden.
Warum haben wir derart viele Gegentore gefangen?
Warum hatten wir nur selten Stabilität und Balance?
Warum haben insbesondere die erfahrenen Spieler zu viele Spiele nicht geliefert?
Warum gehen erfahrene Spieler auf einen jungen Torwart los, der eher Unterstützung benötigt in der Situation als dass man ihn in den Boden stampft.
Warum haben die Spieler unter Toppi nicht geliefert, unter den Interimscoach nicht und unter Riera nicht?
Haben wir ein „Führungsspielerthema, was ein Problem für unser Geschäftsmodell wäre?
Das alles sind Themen die sich Krösche oder wer auch immer verantwortlich sein wird kommende Saison beachten muss. Jeder Stein ist umzudrehen, denn die kommende Runde könnte schwierig werden.
- Trainer
Toppi hat hier vieles gut gemacht, einen Kritikpunkt habe (hatte) ich bei ihm und das war das Spiel ohne Ball, bzw. Die Bewegung ohne Ball. Wenn man das Spiel spielen möchte, was ausgerufen war, müssen die Laufwege passen und das haben sie zu oft nicht.
Riera hat in meinen Augen vom sportlichen her eine sehr hohe Qualität, wobei der Spielstil den er implementieren möchte Zeit benötigt, das geht nicht von heute auf morgen, schon gar nicht dann wenn von oben „kein Druck rausgenommen wird“ und man eben jetzt schon Punkte liefern muss.
Was sein Auftreten angeht, so muss er sich da definitiv hinterfragen. Ich habe nichts gegen selbstbewusste Menschen aber wenn man irgendwo neu ist, dann kann man auch erstmal schauen wie es dort vor sich geht. Er geht da in meinen Augen deutlich zu forsch heran und gerade auch bei der sprachlichen Barriere kann es zu Missverständnissen kommen bzw. kann es dazu führen, dass er Leuten auf die Füße tritt.
Er ist ein Fussballfachmann, möchte er aber ein großer Trainer werden, muss er im zwischenmenschlich Bereich zulegen.
Spieler:
Über junge Spieler spreche ich nicht, da diese Fehler machen dürfen! Jeder weiß, wenn er neu bei einem Arbeitgeber ist, dauert es einige Zeit bis er die Prozesse etc. drauf hat.
Man muss Fehler machen dürfen, um aus diesen zu lernen, dadurch kommt dann die Entwicklung.
Was mir jedoch übel aufstößt, sind die Leistungen und teils auch das Verhalten der erfahrenen Spieler. Ich habe sie jetzt schon öfter aufgezählt, daher spare ich mir das jetzt in der Tiefe Aber sagen wir es so…für das was gerade diese Spieler bei uns mittlerweile verdienen, wofür sie dann voran gehen müssten, ist das deutlich zu wenig gewesen!
Das sind so die Themen, die mir nach dieser Saison einfallen…darüberhinaus gibt es auch einiges was positiv war.
Wir haben trotz teils nicht so guter Leistung einen sicheren Mittelfeldplatz erreicht (nach Fehlentscheidungen in der Vergangenheit wären wir durchaus auch mal schnell hinten gelandet oder abgestiegen). Uzun hat einen Schritt gemacht, Brown, Hojlund, Jupp ebenfalls….
Wichtig wird jedoch sein, wieder eine Achse zu finden/zu bilden, die Verlässlichkeit und hierdurch Sicherheit geben. Die jungen Spieler hierdurch ein wenig aus der Schusslinie zu nehmen.
Zudem müssen wir wieder schneller nach vorne spielen können, hierdurch würden gerade die Mannschaften weiter oben wieder Furcht vor unseren Kontern bekommen.
Es ist schon was zu tun im Sommer, denke da sind sich alle einig, das sollte nicht mit dem Rasenmäher durchgeführt werden sondern mit Sinn und Verstand. Es wird ein schwierigerer Sommer als die letzten, da wir nicht so viel Geld ausgeben dürften und weil erstmal wieder zu klären ist, welchen Ansatz wir verfolgen und dementsprechend benötigen wir dann die Spieler.
Aber…so wie man häufig sagt, dass man die größten Fehler macht, wenn es einem gut geht, so liegt auch umgekehrt in jeder Situation auch eine Chance.
Und so sehe ich das eben jetzt auch. Die letzten Jahre haben mir viel Freude bereitet, das abgelaufene nun nicht. Die Stimmung im Umfeld hat mir dann so ein bisschen den „Rest“ gegeben, was die Saison angeht. Nun ist die Saison herum, es war einiges ok, einiges nicht. Jetzt ist viel zu tun, die Saison ist wie oben beschrieben klar und sachlich zu analysieren, das wird nicht einfach (ist aber notwendig) und dann sehen wir bald wie es weiter geht.
Weder muss man nun euphorisch sein noch den Kopf hängen lassen…es wird wieder spannend, es wird wieder intensiv…so wie es halt ist bei uns rund um SGE
.
Eines ist gewiss, langweilig wird es um die Eintracht nicht, die Spielzeiten sind enorm intensiv, auch für uns Fans aber natürlich insbesondere für die Verantwortlichen.
Und daher ist es gut, dass die Spielzeit nun herum ist und alle mal „durchatmen“ können, denn das haben glaube ich alle nötig
. Die Saison ist zu analysieren, fair, sachlich, konstruktiv und kritisch, denn aus jeder Saison kann man Erkenntnisse ziehen, was positiv sowie negativ war, um sich hierdurch dann entwickeln zu können.
Die Saison ist gerade erst herum…nichts desto trotz kann man auch jetzt schon einiges hierzu sagen, da es in den letzten zwei, drei Wochen eigentlich kaum noch neue Erkenntnisse gegeben hat.
Gefühlt wird es nach dieser Saison einen größeren Umbruch geben…in meinen Augen geben müssen, da zum ersten Mal seit ca. zehn Jahren die Saison nicht so gelaufen ist, wie man sich das wahrscheinlich vorgestellt hat. Preis/Leistung haben in meinen Augen zum ersten Mal seit sehr langer Zeit nicht so sehr gepasst, die Effizienz, die uns über Jahre auszeichnete, war diese Saison nicht auf unserer Seite.
Somit gehen wir zum ersten Mal seit Jahren nicht aus einer Position „der Stärke“/mit breiter Brust in die kommende Transferphase, in der von vorne herein klar ist, was unser System ist, wir für Spieler X 80 - 100 Mio Euro bekommen werden und punktuell mit diesem Geld nachlegen können.
Der Grund hierfür liegt nicht nur bei einem oder zwei Themen, sondern ist in meinen Augen vielschichtig.
Vorab möchte ich aber auch eines noch sagen, eine Garantie auf Erfolg gibt es bei uns nicht und die letzten Jahre waren alles nur nicht selbstverständlich. Die Arbeit der Verantwortlichen ist nicht hoch genug zu würdigen und das was zB Krösche hier geleistet hat, ist höher einzuschätzen (und viel anstrengender - da im Grunde genommen jeder Schuss sitzen muss -) als wenn man SpoDi bei RBL oder Leverkusen ist.
Was ist mir persönlich diese Saison aufgefallen:
- Vereinsebene
- sportliche Ebene
1. Vereinsebene:
In den letzten Jahren hatte die Eintracht ein unfassbar gutes Gespür für Situationen und Entwicklungen. Es wurde fast immer das Richtige zum richtigen Zeitpunkt gemacht und die Kommunikation war überwiegend gut.
Das war diese Saison anders, warum das so ist, vermag ich nicht zu sagen, aber optimal war da einiges nicht, um es diplomatisch auszudrücken.
Ich möchte gerne ein paar konkrete Punkte ansprechen.
- Die ERWARTUNGSHALTUNG hätte man irgendwann etwas drosseln sollen, ich denke damit wäre der Verein gut beraten gewesen, um etwas Druck herauszunehmen.
Als Riera kam, war sehr wahrscheinlich, dass nach oben (CL + EL) nicht mehr viel gehen würde, zu unkonstant waren wir, als dass wir auf Stuttgart, Leverkusen oder Hoffenheim noch einen Rückstand von drei oder mehr Spielen aufholen hätten können.
Statt weiterhin mögliche (unwahrscheinliche) Platzierungen im Raum stehen zu lassen, hätte man als Ziel ausrufen können, dass wir uns stabilisieren möchten, um auf einem stabilen Fundament dann neu aufbauen zu können. So blieben sehr hohe/in der Situation zu hohe Ansprüche im Raum stehen, die dann eine immense Unzufriedenheit und Ungeduld hervorriefen.
Ich denke die meisten wären gefolgt, hätte der Verein gesagt,
„Die letzten Jahre waren top, wir alle haben viel Spaß gehabt, nun läuft es nicht ganz rund, das müssen wir jetzt so hinnehmen, werden aber alles dafür tun, dass wir uns stabilisieren, um uns danach wieder entwickeln zu können.
- Ich bin enttäuscht, das sage ich so deutlich, dass man sich nicht viel klarer und lauter vor Kaua Santos stellte, als der Junge (für einen jungen Spieler mit wenigen Spielen) derart angegangen worden ist. Nochmal…er ist ein Spieler, der nicht einmal eine ganze Saison gespielt hat, der damals bereits eine schwere Verletzung hinter sich hatte und hinter einer Verteidigung stand, die alles war, nur nicht stabil. Jedes Spiel brachen die Stürmer durch, jedes Spiel drangen die Gegner leicht über die außen auf die Grundlinie und konnten eine Flanke nach der anderen reinschlagen…und neben den Fehlern hat er sich viele Bälle gehalten, was kaum Erwähnung fand. Gegen Stuttgart wurde er nach wenigen Minuten von den „Führungsspielern“ vor laufender Kamera angegangen…also von denen, die dieses Jahr viel mehr dicke Böcke schossen als Kaua, statt ihn wie es sich für einen „FÜHRUNGSSPIELER“ gehört, aufzubauen.
Da hätte ich mir vom Verein gewünscht, dass man mal darauf hinweist, dass es der Weg von Eintracht Frankfurt ist, junge Spieler einzusetzen und ihnen Fehler zuzugesteht, denn nur so entwickelt man sich. Der einzige, der sich klar und laut für ihn ausgesprochen hat war Riera in den PKs.
- Thema Trainer…
Jedem im Verein musste bewusst sein, wie extrovertiert und „laut“ Albert Riera auftritt. Im ersten Semester BWL gibt es Kurse, in denen man darauf vorbereitet wird, wie man sich in anderen Ländern (geschäftstechnisch) verhalten sollte und wo man vielleicht eher mal auf die Bremse treten sollte. Man hätte ihn da viel besser von Beginn an „briefen“ müssen, dass das in Deutschland bei sehr vielen vielleicht nicht ganz so gut ankommt und es sehr schnell nach hinten losgehen kann.
Ich bezweifle, dass das Thema angesprochen wurde auch auch hierdurch kam viel Unruhe in den Verein.
2. Sportliche Ebene:
- zunächst einmal die Philosophie…
Wir standen über Jahre für ein hohes Maß an Effizienz, kauften häufig „no names“ und/oder Talente, um diese zu entwickeln und teuer zu verkaufen.
Die Spielphilosophie war recht einfach.
Tempo, Durchschlagskraft, schnelles Umschaltspiel, Physis, Mentalität
Davon wollten wir peu a peu weggehen, hin zu mehr „Fußball“ um die defensiv stehenden Gegner besser ausspielen zu können.
Ich habe den Eindruck, dass hierbei was schief gelaufen ist.
Wir haben aktuell zwar sehr viele „Fußballer“…
Uzun, Götze, Doan, Chaibi, Larsson und einige mehr
Jedoch sind wir hierbei zu sehr davon abgekehrt was uns stark gemacht hat. Uns geht mittlerweile bei zu vielen Spielern das hohe Tempo ab und zudem die Durchschlagskraft. Und daher spielen wir sehr viel in die Breite (da auch die Laufwege nicht so einstudiert worden sind, wie es bei der Art von Fußball elementar ist) und sind dadurch anfällig für Konter.
Und somit kann man eigentlich nicht wirklich sagen, für welche Art Fußball wir eigentlich stehen.
- Markus Krösche
Markus Krösche hat hier über lange Zeit wirklich tolle Arbeit geleistet. Was hier an Werten geschaffen worden ist, was wir an absoluten Topspielern sehen dürften, was wir für Spiele selbst gegen internationale Top Teams sehen dürften, ist fantastisch! Die Quote zwischen guten und weniger guten Transfers war richtig stark…
…das war dieses Jahr zum ersten Mal seit langem nicht mehr der Fall. Wir haben zum ersten Mal eher gestandene Spieler (vor der Saison) verpflichtet. Zetterer, Doan und Burkardt waren allesamt Spieler, die bei Mittelklasse- bis oberen Mittelklasseclubs hervorstachen. Gerade Doan als auch Burkardt haben uns in Relation zum Alter und bei Burkardt der Verletzungshistorie viel Geld gekostet.
(Fast) Jeder (inkl. Mir) haben das jedoch vor der Saison unterschrieben…Fast alle waren der Annahme, dass das ein absoluter Topkader sei, mit dem nach ganz oben sehr viel möglich wäre. Ich dachte das ebenfalls, viele von uns dachten es, viele Experten sahen es so….irgendwas ist jedoch schief gelaufen und das muss analysiert werden.
Warum haben wir derart viele Gegentore gefangen?
Warum hatten wir nur selten Stabilität und Balance?
Warum haben insbesondere die erfahrenen Spieler zu viele Spiele nicht geliefert?
Warum gehen erfahrene Spieler auf einen jungen Torwart los, der eher Unterstützung benötigt in der Situation als dass man ihn in den Boden stampft.
Warum haben die Spieler unter Toppi nicht geliefert, unter den Interimscoach nicht und unter Riera nicht?
Haben wir ein „Führungsspielerthema, was ein Problem für unser Geschäftsmodell wäre?
Das alles sind Themen die sich Krösche oder wer auch immer verantwortlich sein wird kommende Saison beachten muss. Jeder Stein ist umzudrehen, denn die kommende Runde könnte schwierig werden.
- Trainer
Toppi hat hier vieles gut gemacht, einen Kritikpunkt habe (hatte) ich bei ihm und das war das Spiel ohne Ball, bzw. Die Bewegung ohne Ball. Wenn man das Spiel spielen möchte, was ausgerufen war, müssen die Laufwege passen und das haben sie zu oft nicht.
Riera hat in meinen Augen vom sportlichen her eine sehr hohe Qualität, wobei der Spielstil den er implementieren möchte Zeit benötigt, das geht nicht von heute auf morgen, schon gar nicht dann wenn von oben „kein Druck rausgenommen wird“ und man eben jetzt schon Punkte liefern muss.
Was sein Auftreten angeht, so muss er sich da definitiv hinterfragen. Ich habe nichts gegen selbstbewusste Menschen aber wenn man irgendwo neu ist, dann kann man auch erstmal schauen wie es dort vor sich geht. Er geht da in meinen Augen deutlich zu forsch heran und gerade auch bei der sprachlichen Barriere kann es zu Missverständnissen kommen bzw. kann es dazu führen, dass er Leuten auf die Füße tritt.
Er ist ein Fussballfachmann, möchte er aber ein großer Trainer werden, muss er im zwischenmenschlich Bereich zulegen.
Spieler:
Über junge Spieler spreche ich nicht, da diese Fehler machen dürfen! Jeder weiß, wenn er neu bei einem Arbeitgeber ist, dauert es einige Zeit bis er die Prozesse etc. drauf hat.
Man muss Fehler machen dürfen, um aus diesen zu lernen, dadurch kommt dann die Entwicklung.
Was mir jedoch übel aufstößt, sind die Leistungen und teils auch das Verhalten der erfahrenen Spieler. Ich habe sie jetzt schon öfter aufgezählt, daher spare ich mir das jetzt in der Tiefe Aber sagen wir es so…für das was gerade diese Spieler bei uns mittlerweile verdienen, wofür sie dann voran gehen müssten, ist das deutlich zu wenig gewesen!
Das sind so die Themen, die mir nach dieser Saison einfallen…darüberhinaus gibt es auch einiges was positiv war.
Wir haben trotz teils nicht so guter Leistung einen sicheren Mittelfeldplatz erreicht (nach Fehlentscheidungen in der Vergangenheit wären wir durchaus auch mal schnell hinten gelandet oder abgestiegen). Uzun hat einen Schritt gemacht, Brown, Hojlund, Jupp ebenfalls….
Wichtig wird jedoch sein, wieder eine Achse zu finden/zu bilden, die Verlässlichkeit und hierdurch Sicherheit geben. Die jungen Spieler hierdurch ein wenig aus der Schusslinie zu nehmen.
Zudem müssen wir wieder schneller nach vorne spielen können, hierdurch würden gerade die Mannschaften weiter oben wieder Furcht vor unseren Kontern bekommen.
Es ist schon was zu tun im Sommer, denke da sind sich alle einig, das sollte nicht mit dem Rasenmäher durchgeführt werden sondern mit Sinn und Verstand. Es wird ein schwierigerer Sommer als die letzten, da wir nicht so viel Geld ausgeben dürften und weil erstmal wieder zu klären ist, welchen Ansatz wir verfolgen und dementsprechend benötigen wir dann die Spieler.
Aber…so wie man häufig sagt, dass man die größten Fehler macht, wenn es einem gut geht, so liegt auch umgekehrt in jeder Situation auch eine Chance.
Und so sehe ich das eben jetzt auch. Die letzten Jahre haben mir viel Freude bereitet, das abgelaufene nun nicht. Die Stimmung im Umfeld hat mir dann so ein bisschen den „Rest“ gegeben, was die Saison angeht. Nun ist die Saison herum, es war einiges ok, einiges nicht. Jetzt ist viel zu tun, die Saison ist wie oben beschrieben klar und sachlich zu analysieren, das wird nicht einfach (ist aber notwendig) und dann sehen wir bald wie es weiter geht.
Weder muss man nun euphorisch sein noch den Kopf hängen lassen…es wird wieder spannend, es wird wieder intensiv…so wie es halt ist bei uns rund um SGE
.
17.05.2026 - 14:52 Uhr
Tabellarisch war das für mich in Ordnung. Man hatte nur die Erwartungen zu hoch geschraubt.
Sind wir doch mal ehrlich. Bis auf Hoffenheim und Freiburg waren das Mannschaften, die vor uns stehen,mit denen man rechnen mußte. Das ist doch vollkommen OK.
Dafür haben Wolfsburg und Gladbach enttäuscht.
Was wirklich enttäuschend war, waren die Leistungen, insbesondere der Abwehr
in dieser Saison.
Und ehrlicherweise habe ich mit einem frühzeitigen Ausscheiden in der CL gerechnet.
Aber gewiss nicht so desolat.
Sind wir doch mal ehrlich. Bis auf Hoffenheim und Freiburg waren das Mannschaften, die vor uns stehen,mit denen man rechnen mußte. Das ist doch vollkommen OK.
Dafür haben Wolfsburg und Gladbach enttäuscht.
Was wirklich enttäuschend war, waren die Leistungen, insbesondere der Abwehr
in dieser Saison.
Und ehrlicherweise habe ich mit einem frühzeitigen Ausscheiden in der CL gerechnet.
Aber gewiss nicht so desolat.
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