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Roger Schmidt
Geburtsdatum 13.03.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Global Sports Director
Akt. Verein Japanische Fußball Liga

Roger Schmidt

25.04.2014 - 12:18 Uhr
Roger Schmidt |#1161
08.11.2015 - 12:33 Uhr
Zitat von SchnixNelly
Zitat von Jared

Zitat von Willibert


Es werden immer nur die Trainer in Frage gestellt. Zählt mal zusammen, was hier die letzten Jahre an Trainern vorstellig geworden ist. Warum schafft es kein Trainer mit diesem finanziellen Background mal 3 - 4 Jahre in Leverkusen zu trainieren?


Weil das vielleicht jetzt auch nicht die Trainerikonen schlechthin waren?

Eure letzten Trainer hießen unter anderem Skibbe, Labbadia, Dutt und Hypiaä. Das sind alles keine erwiesen Toptrainer, sondern allesamt Durchschnitt oder gar darunter anzusiedeln. Gerade bei Dutt hat man euch ja belächelt, das ihr euch gerade den geholt habt und Hypiaä war am Ende auch ein Schuss in den Ofen.

Dazu noch Lewandowski und Heynckes. Bei Ersterem hat man die Chance verpasst ihn als Trainer fix zu setzen und letzterer ist von sich aus gegangen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

Und jetzt habt ihr eben Schmidt, welcher es nicht schafft euch taktisch mal weiterzuentwickeln als nur Pressing, Pressing und nochmals Pressing. Eure Spiele sind als neutraler Zuschauer teils haarsträubend mitanzusehen so viel Unruhe wie da im Spiel herrscht. Der Ansatz an sich ist ja plausibel, aber die Umsetzung ist einfach nichts womit man langfristig sonderlich erfolgreich sein wird. Von daher ist es auch korrekt den Trainer zu kritisieren.

Kann ich nur unterschreiben. Dieses Chaos bewegt die Siegeschance in meinen Augen näher in Richtung 50/50, da in einem Gemetzel alles passieren kann. Die Bayern spielen es genau anders, die versuchen dem Zweikampf aus dem Weg zu gehen und können das Spiel so kontrollieren.

Denke von der Spielanlage her passt Roger eher zu einem kleineren Team, da man mit der Spielart gegen jeden Gewinnen kann, es aber nicht konstant macht.

In Salzburg war das Team im Vergleich zum Rest wahrscheinlich einfach nur viel zu gut, dass es am Ende nicht mehr viel ausgemacht hat.

Meine Aussagen bestätigen sich wenn man sich die Ergebnisse gegen kleine Teams anschaut, da haben wir ungefähr eine 50/50 Siegchance, was echt besorgniserregend ist. Gegen die Bayern haben wir gefühlt auch eine 50/50 Siegchance, aber das bringt uns nicht viel wenn über 10 Teams in der Liga kleiner als wir sind und mit einem Unentschieden zufrieden sind..


Die Saison ist einfach miserabel.

Im DFB Pokal hatte man zwei Viertligisten zu Gast

In der CL ist man nach 4 Spieltagen so gut wie ausgeschieden

In der BL steht man sogar hinter dem FC Köln auf Rang 8, mit 9-12 Punkten Abstand auf den Zweiten und 3-4 Punkten Rückstand auf das Mindestziel Platz 4.

Und das derzeit mit Ausnahme von Bender, Aranguiz und Jedvaj der Kader vollständig zur Verfügung steht. Verglichen mit anderen Topteams haben wir also ABSOLUT KEIN Verletzungspech, sondern bewegen uns absolut im Rahmen. Bei Schalke fehlen die 3 Top-IV Nastasic, Höwedes und Matip im Derby, Gladbach muss ohne Hahn, Herrmann, Jantschke, Stranzl und Korb auskommen. Bei Dortmund fehlen nun mit Reus, Sahin und Durm auch 3 Spieler.

Das ist alles aber absolut kein unnormales Verletzungspech. Unsere Offensive mit Chicha, Kieß, Kampl, H.C., Bella, Mehmedi und Brandt steht quasi jedes Spiel zur Verfügung. Unsere Defensive mit Kramer, Wendell, Donati, Boenisch, Ramalho, Papa und Tah ebenso. Toprak ist nun ebenso wieder zurück.

Die Defensive sollte also Bundesliganiveau besitzen und mit der hochwertig besetzten Offensive in der Bundesliga Teams wie Köln locker besiegen können. Dies gelang aber, wenn man Dortmund und Bayern mal raus nimmt, in nur 5 von 10 Spielen und das ist eindeutig zu wenig.

Kritisieren muss man hier vor allem auch Völler. Warum hat man mit Lewandowski nicht weiter gearbeitet als Teamchef. Warum hat man überhaupt Roger Schmidt als neuen Teamchef arrangiert? Warum kommt jedes Mal ein "Schönredner" zu uns an den Rhein. Die Spiele gegen Rom und Wolfsburg waren alles andere als gut, Schmidt kann "dem Team aber trotz allem kein Vorwurf machen". Und bedankt sich für das schöne Spiel rolleyes

Das ist einfach viel zu wenig, was der Herr Schmidt vermittelt. Wir stehen genauso hoch wie der FC Bayern, oft mit 9 Leuten in gegnerischer Hälfte. Wenn man dann so ein Harikari Fußball spielt dann bekommt der Gegner eben eine zweistellige Zahl an Kontern.

Ein weiteres Argument welches nicht zieht ist der angebliche Umbruch. Unsere Mannschaft hat mit Kramer, Tah, Mehmedi, Kampl und Chica ganze 3-4 Neuzugänge in der Startelf. Aber diese sind doch nicht verantwortlich für die Leistung die wir bringen und meistens die deutlich besseren Spieler. Spieler wie H.C., Kießling, Toprak oder Wendell sind es die keine Leistung bringen bzw. erschreckend schwach auftreten. Gerade deshalb habe ich da absolut keine Hoffnung auf Besserung, das ewige festhlaten an nicht funktionierenden Automatismen gibt mir bei Schmidt das Übrige. Mehmet Scholl hat dort in Richtung Zorniger einiges verlauten lassen, was ich auch unterschreiben würde im Bezug auf Roger Schmidt.
Roger Schmidt |#1162
08.11.2015 - 13:11 Uhr
Es sind gestern mit Kramer,Bender,Aranguiz,Jedvaj,Hilbert 5 potenzielle Stammspieler ausgefallen,hinzu kamen ein noch nicht ganz fitter Toprak und ein angeschlagener Bellarabi.
Wie man hier von wenig Verletzungspech reden kann ist mir absolut schleierhaft.

Wir haben diese Saison das vielleicht größte Pech was Verletzungen angeht,aber das ist trotzdem keine Entschuldigung für die schwachen Leistungen zuletzt.

Im Pokal haben wir jetzt Losglück und werden wahrscheinlich deshalb ins Viertelfinale einzihen das ist soweit in Ordnung.
In der CL stehen wir nach 4 Spieltagen mit 4 Punkten da,wovon drei gegen eine eher zweitklassige Mannschaft war.Sogar die Euro League Teilnahme ist nicht sicher.
In der Bundesliga sieht es katastrophal aus.Ein negatives Torverhältnis,weit hinter den Konkurrenten aus Wolfsburg,Dortmund,Schalke und Gladbach.Ja sogar der FC steht vor uns.
17 Punkte sind für uns miserabel mit diesem Team.So eine Mannschaft hatte seit Jahren kein Trainer mehr bei uns zur Verfügung.

Wir haben mit Leno und Chicharito zwei Spieler die kurz vor der Weltklasse stehen.Mit Bellarabi,Kampl und Bender die auch bei fast jedem Verein der Welt spielen könnten.Außerdem mit Wendell,Tah,Hakan,Brandt mit die größten Talente auf ihren Positionen weltweit.
Bei den vieren sehe ich in letzter Zeit sogar eher ein Rückschritt als eine Weiterentwicklung.

Auch Papa,Toprak,Kramer und Mehmedi haben hohes Bundesliganiveau.

Ich habe jetzt sogar noch Aranguiz und Jedvaj rausgelassen.....

Aus dem Kader wird einfach viel zu wenig gemacht,woran das liegt weiß ich nicht.Aber über den Trainer will ich eigentlich noch nicht diskutieren.
Ich denke es trifft alle in letzter Zeit ein bisschen,sei es Fans,Spieler oder auch Trainerteam.

•     •     •

Bayer und der OFC!

Dallas Cowboys!
Roger Schmidt |#1163
08.11.2015 - 13:47 Uhr
Es ist vermutlich kein günstiger Zeitpunkt, um als Kölner hier kritische Worte zu Schmidt niederzuschreiben.

Ich tue es dennoch und bemühe mich um höchst mögliche Sachlichkeit.


Prinzipiell lässt Schmidt einen wahnsinnig attraktiven und erfolgshungrigen Fußball spielen, der allerdings sehr kraftintensiv ist und folglich gerade bei Schlüsselspielern höchste Effizienz verlangt. Innenverteidiger, zentrale Mittelfeldspieler und auch Außenverteidiger (in dieser Reihenfolge) dürfen sich keine oder nur wenig Fehler leisten, wenn sie intensiv ins Spiel eingreifen. Gerade im ersten Drittel des Spielfeldes ist jeder Ballverlust oder unsauberes Zuspiel oder falsche Positionierung (und damit immer jeweils Raum für den Gegner) tödlich in einer Mannschaft, dessen Gedanke und damit ihr Handeln permanent mit Tempo voraus zur nächsten Tormöglichkeit ist.
Da hier nun mit Bender ein ganz entscheidender Spieler fehlt, um genau dieses fehlerarme, Sicherheit gebende Moment zu bilden und auch seine ersten Nachrücker Kramer und Aranguiz fehlen (beide hätten sonst einen leicht offensiveren Part im zentralen Mittelfeld), entsteht eine kaum zu schließende Lücke, so lange, wie Schmidt es nicht schafft, seine Ausrichtung anzupassen.
Toprak hat in so einem System gar nichts im Mittelfeld verloren, da sowohl im Stellungsspiel als auch im Passspiel ihm die Qualitäten der oben genannten für diese Rolle abgehen. Ramalho scheint bis heute noch nicht im Tempo der Bundesliga angekommen zu sein, weshalb auch er diese Rolle nicht ausreichend bekleidet bekommt (obwohl er exakt dies unter Schmidt bereits gespielt hatte). Ebenfalls aus Schmidts RB-Zeiten kennt Kampl die Bedeutung des zentralen Mittelfeldspielers, ist aber in seinem Denken zu offensiv gerichtet, um im Stellungsspiel und Zweikampfverhalten den bissigen Sechser mit Konterunterbindungsfouls oder Zweikämpfen zu geben.
Auch die Außenverteidiger bilden ohne die zentralen Figuren auf dem Platz in diesem "vogelwilden" System (Jareds Bezeichnung "Unruhe" fand ich sehr treffend) eher Schwachstellen, da Boenisch eher der biedere Vertreter über Einsatz und Power ist und Wendell schlicht auf der anderen Seite spielen muss (Jedvaj und auch Hilbert könnten dies wiederum verbessern, aber das dauert ja noch bis sie zurück kommen).

Wie lässt sich also die Defensive stabilisieren und mehr Ruhe ins Spiel bringen, um erst wieder über Ordnung und Ruhe zu Erfolgen in Serie zu kommen, ohne die Offensivpower und damit das Herz des Spiels, zu verlieren?

Hier wird sich, nach 16 Monaten im Amt, Schmidts Qualität zeigen. Schafft er es, sein Spiel an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen, ist er genau der Richtige. Beharrt er weiter auf einer Marschrichtung und zeigt sich wenig flexibel, könnte er relativ schnell Geschichte sein. Somit befindet man sich bis zur Winterpause auf einem ganz schmalen Grad der Zukunftsausrichtung.

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Günter Wallraff: "Im Urteil des BGH stand wörtlich, da es sich bei der Bild-Zeitung um eine Fehlentwicklung des deutschen Pressewesens handele, müsse meine Methode des Täuschens dennoch legitim sein und das wirtschaftliche Interesse des Konzerns hinter dem Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit zurücktreten."


Für DerHennes :-) : ___________________________________________ (print and sign here)

Fußball 2023 ist wirklich nur noch zum Abgewöhnen. (Mr Ripley)
Roger Schmidt |#1164
08.11.2015 - 16:05 Uhr
Sehe das ähnlich wie so ziemlich alle meine Vorredner. Schmidt MUSS sein System nun zumindest etwas anpassen, will er nicht bald seinen Job los sein.

Was ich gar nicht verstehe ist, wie er mit diesem Fußball in Salzburg so erfolgreich war. Gegen die stellt sich in Österreich doch wohl jeder so ziemlich hinten rein, sodass die eigentlich die gleichen Probleme gehabt hätten müssen wie wir jetzt. Meiner Meinung nach muss unser Spiel mehr auf Kontrolle, Ballruhe und Ballbesitz ausgelegt werden. Unser Kader ist nicht vie(eeee)l schlechter, als die von Bayern und Dortmund. Ich hatte vorhin hier irgendwo den Vergleich mit Klopp gelesen und dass Umschaltspiel in der Bundesliga entschlüsselt ist. Das ist wirklich korrekt, Slomka zum Beispiel hat das in Hannover gesehen und versucht auf mehr Kontrolle umzustellen. Dafür hatte man aber nicht den Kader, sodass er letztlich gehen musste.

Hier in Leverkusen hat man aber einen wirklich so starken Kader, dass so ein "Ballgeschiebe" wirklich möglich ist und wohl deutlich angenehmer wäre, als diese Torfestivals und peinlichen Niederlagen gegen tiefstehende Mannschaften. Das Gleiche habe ich diesbezüglich gestern zu einem Freund wegen Leipzig gesagt. Die werden noch sehen, dass dieser "Red Bull-Fußball" keine Titel bringt. Und heute verlieren sie wieder gegen einen tief stehenden Gegner, der zwei Konter fährt und siegt.

Ich glaube leider, dass Schmidt ähnlich wie Zorniger, oder meinetwegen auch Klopp zu starr auf sein System fixiert ist und den Turnaround (leider) nicht mehr packen wird. Dann würde ich für Runjaic plädieren, der ist zwar genauso starr was sein System anbelangt, jedoch ist dieses "richtiger" für unseren Kader. Oder man müsste halt wen holen, der das System wirklich Jahr für Jahr auf den Kader ausrichtet. Soviele davon gibt's halt aber auch nicht.

•     •     •

Bayer 04 Leverkusen | RB Leipzig | Hannover 96
Antipathie: 1. FC Köln, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Karlsruher SC, Union Berlin, Eintracht Braunschweig, VfL Osnabrück
Pro: FC Red Bull Salzburg, New York Red Bulls, FC Liefering, Tottenham Hotspur
Roger Schmidt |#1165
08.11.2015 - 16:10 Uhr
Zitat von Knoetsch
Sehe das ähnlich wie so ziemlich alle meine Vorredner. Schmidt MUSS sein System nun zumindest etwas anpassen, will er nicht bald seinen Job los sein.

Was ich gar nicht verstehe ist, wie er mit diesem Fußball in Salzburg so erfolgreich war. Gegen die stellt sich in Österreich doch wohl jeder so ziemlich hinten rein, sodass die eigentlich die gleichen Probleme gehabt hätten müssen wie wir jetzt. Meiner Meinung nach muss unser Spiel mehr auf Kontrolle, Ballruhe und Ballbesitz ausgelegt werden. Unser Kader ist nicht vie(eeee)l schlechter, als die von Bayern und Dortmund. Ich hatte vorhin hier irgendwo den Vergleich mit Klopp gelesen und dass Umschaltspiel in der Bundesliga entschlüsselt ist. Das ist wirklich korrekt, Slomka zum Beispiel hat das in Hannover gesehen und versucht auf mehr Kontrolle umzustellen. Dafür hatte man aber nicht den Kader, sodass er letztlich gehen musste.

Hier in Leverkusen hat man aber einen wirklich so starken Kader, dass so ein "Ballgeschiebe" wirklich möglich ist und wohl deutlich angenehmer wäre, als diese Torfestivals und peinlichen Niederlagen gegen tiefstehende Mannschaften. Das Gleiche habe ich diesbezüglich gestern zu einem Freund wegen Leipzig gesagt. Die werden noch sehen, dass dieser "Red Bull-Fußball" keine Titel bringt. Und heute verlieren sie wieder gegen einen tief stehenden Gegner, der zwei Konter fährt und siegt.

Ich glaube leider, dass Schmidt ähnlich wie Zorniger, oder meinetwegen auch Klopp zu starr auf sein System fixiert ist und den Turnaround (leider) nicht mehr packen wird. Dann würde ich für Runjaic plädieren, der ist zwar genauso starr was sein System anbelangt, jedoch ist dieses "richtiger" für unseren Kader. Oder man müsste halt wen holen, der das System wirklich Jahr für Jahr auf den Kader ausrichtet. Soviele davon gibt's halt aber auch nicht.


Um gottes willen ich wollte jetzt eigentl nicht auf unsinniges namen droping eingehen da ich eh daran glaube das RS das ruder rumreißt...ABER im ernst RUNJAIC als vorschlag dein ernst???????

•     •     •

S V B
Roger Schmidt |#1166
08.11.2015 - 16:19 Uhr
Er würde den Fußball bringen, den es unter Schmidt definitiv nicht geben wird, aber uns wohl helfen würde. Er hatte in Kaiserslautern, jetzt ganz aus der Ferne betrachtet, gerade diese Saison, keinen fähigen Kader für seinen Stil.

•     •     •

Bayer 04 Leverkusen | RB Leipzig | Hannover 96
Antipathie: 1. FC Köln, Borussia Dortmund, Borussia Mönchengladbach, Karlsruher SC, Union Berlin, Eintracht Braunschweig, VfL Osnabrück
Pro: FC Red Bull Salzburg, New York Red Bulls, FC Liefering, Tottenham Hotspur
Roger Schmidt |#1167
08.11.2015 - 17:14 Uhr
Zitat von Buelent
Es ist vermutlich kein günstiger Zeitpunkt, um als Kölner hier kritische Worte zu Schmidt niederzuschreiben.

Ich tue es dennoch und bemühe mich um höchst mögliche Sachlichkeit.


Prinzipiell lässt Schmidt einen wahnsinnig attraktiven und erfolgshungrigen Fußball spielen, der allerdings sehr kraftintensiv ist und folglich gerade bei Schlüsselspielern höchste Effizienz verlangt. Innenverteidiger, zentrale Mittelfeldspieler und auch Außenverteidiger (in dieser Reihenfolge) dürfen sich keine oder nur wenig Fehler leisten, wenn sie intensiv ins Spiel eingreifen. Gerade im ersten Drittel des Spielfeldes ist jeder Ballverlust oder unsauberes Zuspiel oder falsche Positionierung (und damit immer jeweils Raum für den Gegner) tödlich in einer Mannschaft, dessen Gedanke und damit ihr Handeln permanent mit Tempo voraus zur nächsten Tormöglichkeit ist.
Da hier nun mit Bender ein ganz entscheidender Spieler fehlt, um genau dieses fehlerarme, Sicherheit gebende Moment zu bilden und auch seine ersten Nachrücker Kramer und Aranguiz fehlen (beide hätten sonst einen leicht offensiveren Part im zentralen Mittelfeld), entsteht eine kaum zu schließende Lücke, so lange, wie Schmidt es nicht schafft, seine Ausrichtung anzupassen.
Toprak hat in so einem System gar nichts im Mittelfeld verloren, da sowohl im Stellungsspiel als auch im Passspiel ihm die Qualitäten der oben genannten für diese Rolle abgehen. Ramalho scheint bis heute noch nicht im Tempo der Bundesliga angekommen zu sein, weshalb auch er diese Rolle nicht ausreichend bekleidet bekommt (obwohl er exakt dies unter Schmidt bereits gespielt hatte). Ebenfalls aus Schmidts RB-Zeiten kennt Kampl die Bedeutung des zentralen Mittelfeldspielers, ist aber in seinem Denken zu offensiv gerichtet, um im Stellungsspiel und Zweikampfverhalten den bissigen Sechser mit Konterunterbindungsfouls oder Zweikämpfen zu geben.
Auch die Außenverteidiger bilden ohne die zentralen Figuren auf dem Platz in diesem "vogelwilden" System (Jareds Bezeichnung "Unruhe" fand ich sehr treffend) eher Schwachstellen, da Boenisch eher der biedere Vertreter über Einsatz und Power ist und Wendell schlicht auf der anderen Seite spielen muss (Jedvaj und auch Hilbert könnten dies wiederum verbessern, aber das dauert ja noch bis sie zurück kommen).

Wie lässt sich also die Defensive stabilisieren und mehr Ruhe ins Spiel bringen, um erst wieder über Ordnung und Ruhe zu Erfolgen in Serie zu kommen, ohne die Offensivpower und damit das Herz des Spiels, zu verlieren?

Hier wird sich, nach 16 Monaten im Amt, Schmidts Qualität zeigen. Schafft er es, sein Spiel an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen, ist er genau der Richtige. Beharrt er weiter auf einer Marschrichtung und zeigt sich wenig flexibel, könnte er relativ schnell Geschichte sein. Somit befindet man sich bis zur Winterpause auf einem ganz schmalen Grad der Zukunftsausrichtung.

Habe dir ein 'lesenswert' gegeben, da du die Situation für einen Kölner erschrenkend genau dargestellt hast und ich mich Frage, wieso der Mann, der die Mannschaft so eng betreut, selber solche Dinge nicht sieht (RS).

Gerade wenn die Stammspieler und vor allem die Pressingmaschinen in Form von Bender/Kramer fehlen und man dann auch noch gegen einen kleineren Gegner spielt muss man sich doch überlegen, hier mehr auf Ruhe und Ballbesitz zu spielen. Die technischen Fähigkeiten dafür haben wir im Team.

Roger hat selbst gesagt wie wichtig es ist, dass alle Spieler das System voll drauf haben damit diese Lücken nicht entstehen. Wenn aber viele Stammspieler fehlen und zum Beispiel ein Toprak auf der 6 spielt und eine andere Rolle in diesem Pressingsystem einnimmt, ist es klar, dass das alles nicht rund laufen kann.

Ich würde mir deutlich mehr Flexibilität vom Trainer wünschen, vielleicht auch eine bessere Selbstreflexion, wenn man seine Aussagen nach Spielen immer hört. Das Spiel gegen Köln war in meinen Augen unser schlechtestes Spiel unter Roger und da würde ich mir ein wenig Selbstkritik von ihm wünschen
Roger Schmidt |#1168
08.11.2015 - 17:25 Uhr
Wenn hier ein Trainer als Nachfolger diskutiert wird, dann kann das nur Favre sein. Der hat in Gladbach alles das bewiesen was wir brauchen, stabile Defensive, Ballbesitzfußball und starke Konter nach Balleroberung. Wenn Schmidt den Turn-Around nicht schafft hat er es sich selbst zuzuschreiben. Es ist doch vollkommen egal wer fehlt, wir sehen uns selbst in den Top 4, von mir aus Top 6, aber dann darf ich gegen Darmstadt, Augsburg und Köln zu Hause keine Punkte liegen lassen und muss auch mal Auswärts in Hamburg u.a. mehr mitnehmen. Vorallem ist es nicht mals die Punktausbeute die verärgert, sondern das WIE. Denn im Moment ist es simpel gegen uns zu spielen, hinten gut stehen und auf unsere Fehler warten, denn unsere Kreativität geht gegen null und Ecken/Freistöße sind so gefährlich wie ein Abstoß von Leno, und dann vorne Nadelstische setzen oder auf eine Einladung warten, denn Löcher sind genug vorhanden. Im Zweifel hilft auch ein Standard.
Roger Schmidt |#1169
08.11.2015 - 17:54 Uhr
Zitat von Jared
Zitat von Willibert

Es werden immer nur die Trainer in Frage gestellt. Zählt mal zusammen, was hier die letzten Jahre an Trainern vorstellig geworden ist. Warum schafft es kein Trainer mit diesem finanziellen Background mal 3 - 4 Jahre in Leverkusen zu trainieren?


Weil das vielleicht jetzt auch nicht die Trainerikonen schlechthin waren?

Eure letzten Trainer hießen unter anderem Skibbe, Labbadia, Dutt und Hypiaä. Das sind alles keine erwiesen Toptrainer, sondern allesamt Durchschnitt oder gar darunter anzusiedeln. Gerade bei Dutt hat man euch ja belächelt, das ihr euch gerade den geholt habt und Hypiaä war am Ende auch ein Schuss in den Ofen.

....


Deinem ersten Satz kann ich natürlich nicht widersprechen. Aber wer hat diese Leute denn bitte geholt? Was hat man sich dabei gedacht? Und wenn Schmidt jetzt wieder nicht der richtige Trainer ist, hat die sportliche Leitung, wie oft mit dem Trainer daneben gelegen?

Das ganze muss doch folgendermaßen ablaufen:
Als sportlich Verantwortlicher überlege ich mir doch, welches Material ich zur Verfügung habe und wie ich mit diesem Material Fußballspielen will. Dazu hole ich mir den passenden Trainer, der dann noch die Mannschaft mit Vorschlägen für Neuverpflichtungen ergänzen kann. Alternativ wäre es auch möglich, mir einen Trainer zu holen, der den Fußball spielen lässt, den ich mir vorstelle und hole dann die entsprechenden Spieler, was natürlich wesentlich teurer ist.

Dabei kann ich natürlich auch mal ins Klo greifen. Aber grundsätzlich habe ich doch eine Spielphilosophie, die ich verfolge und nach der ich die Mannschaft zusammen kaufe. Wenn ich mir die letzten 10 Jahre hier so angucke, dann wurden einige tolle Spieler, sowohl Talente als auch qualitativ hochwertige Spieler, verpflichtet. Aber trotzdem klappt es nicht, dass mal über 2 Jahre eine vernünftige Arbeit abgeliefert wird. Das muss man doch mal hinterfragen, woran dies liegt.
Roger Schmidt |#1170
08.11.2015 - 18:00 Uhr
Zitat von Marbelous88
Wenn hier ein Trainer als Nachfolger diskutiert wird, dann kann das nur Favre sein. Der hat in Gladbach alles das bewiesen was wir brauchen, stabile Defensive, Ballbesitzfußball und starke Konter nach Balleroberung. Wenn Schmidt den Turn-Around nicht schafft hat er es sich selbst zuzuschreiben. Es ist doch vollkommen egal wer fehlt, wir sehen uns selbst in den Top 4, von mir aus Top 6, aber dann darf ich gegen Darmstadt, Augsburg und Köln zu Hause keine Punkte liegen lassen und muss auch mal Auswärts in Hamburg u.a. mehr mitnehmen. Vorallem ist es nicht mals die Punktausbeute die verärgert, sondern das WIE. Denn im Moment ist es simpel gegen uns zu spielen, hinten gut stehen und auf unsere Fehler warten, denn unsere Kreativität geht gegen null und Ecken/Freistöße sind so gefährlich wie ein Abstoß von Leno, und dann vorne Nadelstische setzen oder auf eine Einladung warten, denn Löcher sind genug vorhanden. Im Zweifel hilft auch ein Standard.

Kann ich so nur unterschreiben.. Als Top Team brauchst du einen Fußball, der vor allem gegen kleine Teams stark ist, diese Teams müssen einfach 'abgefarmt' werden, um die größtmögliche Punktzahl zu sammeln. Wenn wir zusätzlich noch dieses Pressing gegen große Teams spielen wäre das noch besser, aber wenn ich mir aussuchen dürfte ob Pressing oder Ballbesitz, dann würde ich als Team auf Platz 4-6 immer zu Ballbesitz/Kontrolle raten. Favre wäre hier definitiv der richtigere Mann als Schmidt.
Und nein ich habe es nicht vergessen, dass wir auch gegen kleine Teams letzte Rückrunde schon starke spiele hatten mit ziemlich soliden 4-0 Ergebnissen etc.. Wenn das aber nicht möglich ist sobald 1-2 Stammspieler rausbrechen und das Pressing nurnoch zu Lücken und Unsicherheit führt, dann ist das zuviel Risiko für einen Verein, der konstant punkten muss um in die CL zu kommen.

Roger du bist vermutlich der symphatischste Trainer, den wir seit langer Zeit hatten und auch einer auf den ich mich vorher richtig gefreut habe, allerdings sehe ich das Projekt Schmidt auf kurze oder lange Sicht schon als gescheitert an. Ihr könnt mich daran festnageln wenn ich unrecht habe und nichts würde mich mehr freuen, als wenn Roger das Ruder nochmal rumreißt, aber ich sehe keine Form von Verbesserung oder Anpassung an unsere Situation mit ein paar Verletzten, die wichtig für diese eine Spielidee ist..
Im Normalfall wird er um den 28. Spieltag entlassen damit wir noch Europa retten können, wie so oft in den vergangenen Jahren.
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