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Roger Schmidt
Geburtsdatum 13.03.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Global Sports Director
Akt. Verein Japanische Fußball Liga

Roger Schmidt

25.04.2014 - 12:18 Uhr
Roger Schmidt |#571
06.01.2015 - 13:25 Uhr
Das Fehlen von Son könnte auch die Chance für Drmic werden, wenn der sich in der Vorbereitung voll reinhängt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Schnix25 am 06.01.2015 um 13:26 Uhr bearbeitet
Roger Schmidt |#572
06.01.2015 - 19:16 Uhr
Zitat von 19Schnix25
Zitat von berbo
Überragend finde ich bisher, wie schnell wir die Balance in der defensive gefunden haben und wie wenig Chancen wir mit dieser offensiven Ausrichtung zulassen.

Dito. In den letzten 11 Spielen nur 8 Gegentore, aber 6 (!) nach Standards!!! Aber wir haben noch zu viele Aktionen, wo Spahic oder Toprak volles Risiko gehen müssen, wo sonst die Stürmer komplett durch sind.

Zitat von berbo
Bei ruhenden Bällen sind wir leider viel zu schwach, offensiv(außer natürlich bei Freistößen)sowie defensiv.
Offensiv sind nicht alle Ecken schlecht, aber Toprak und Spahic sind in Offensivaktionen vor dem gegnerischen Tor einfach nicht so stark, sonst ist unsere Mannschaft auch nicht so kopfballstark.

Mir werden die Ecken zu häufig von Hakan (ca. 70% sind einfach unbrauchbar) geschlagen, die sind meistens viel zu flach. Son oder Castro sollten viel öfters mal eine Ecke bringen. Natürich haben wir auch wenig starke Kopfballspieler. Zu defensiven Standards brauch man nichts mehr sagen. Das muss deutlich besser werden!

Zitat von berbo
Offensiv zeigten wir neben feinem, schnellem Umschaltspiel aber auch noch zu viele Konzentrationsschwächen, falsche Entscheidungen vor und im 16er.
Viel öfter muss noch der letzte Pass kommen oder ein besserer Abschluss.
Da wird uns die Winterpause sicher gut tun um hier klare Fortschritte zu erzielen, genau wie die körperliche Pause, denn in einigen Partien war schon deutlich zu Spielen, das der Spielstil und das Pensum einige an die Grenzen bringt. Exemplarisch mal Spieler wie Calhanoglu und Jedvaj erwähennd, die gegen Spielende oft ziemlich platt sind.


Die Konzentrationsschwächen resultieren aber aus der kraftraubenden Spielweise, vor allem in HZ2 haben wir oft fast nichts mehr zuzusetzen. Für diesen Spielstil rotieren wir einfach viel zu wenig. Calhanoglu, Kießling, Son, Bellarabi, Bender (nach seiner Verletzung), Spahic und Toprak haben alle, außer natürlich Bender, über 2.000 Spielminuten auf dem Puckel. Haben anscheinend doch nicht eine so gute Breite im Kader wie alle meinen - Verletzungen haben aber auch ihren Teil beigetragen. Nur auf den AV-Positionen wird ständig gewechselt. Warum ein Hilbert nach einer guten Partie in Hoffenheim, gegen Frankfurt draußen sitzt, verstehe ich nicht.

Zitat von berbo
Ziele konnten alle erreicht werden.
Platz 3 in der Liga(mit mindestens 6 Punkten zu wenig natürlich), Achtelfinale Cl (mit verschenktem Platz 1 natürlich)und Achtelfinale DFB Pokal(mit großem Glück, aber auch zum Schluss einer für uns unerwarteten Situation, dass wir doch noch genug Nervenstärke hatten).


Dito

Zitat von berbo
Wir konnten schon eine gute Dominanz aufbauen und waren für mich nur in Wolfsburg und München unterlegen, sonst waren wir stets gleichwertig oder oft auch besser.
Aber auf den guten Anlagen dürfen wir uns nicht ausruhen, denn selbst die intensive Arbeit konnte uns bislang auch nicht die verdienten Punkte beschaffen.


Wir konnten die Dominanz maximal über 20-30 Minuten aufbauen, danach waren das oft ausgeglichene Spiele. Dein zweiter Punkt stellt die aktuelle Spielweise für mich sehr in Frage. TROTZ des hohen Aufwandes haben wir nicht genug Punkte geholt! Das wird sich in meinen Augen auch nur bessern, wenn man öfters das Personal austauschen würde/könnte. Da Ich aber eher das "könnte" bevorzuge, weil Spieler wie Castro, Bender, Calhanoglu, Bellarabi, Kießling und Toprak mit unserem Budget nicht von der Bank ersetzt werden können, muss man die aktuelle Taktik ändern.
In Salzburg hat dieses kraftraubende Pressing funktioniert, weil das Spielermaterial im Vergleich zur Konkurrenz deutlich besser war. Wir sind aber ein Team, was noch 5-6 gleichwertige Mannschaften in der Liga hat und auch gegen abstiegsbedrohte Klubs, auf kein "Fallobst" trifft.
Wir haben soviele kombinationsstarke und ballsichere Spieler (Bender, Castro, Reinartz, Bellarabi, Calhanoglu, Kießling, Brandt, Drmic, Wendell), dass es viel sinnvoller wäre auch mal den Ball laufen zu lassen, um mal wieder Luft zu holen. Unser Spiel ist 90 Minuten hektisch bis zum geht nicht mehr. Rückpässe im Bereich der Mittellinie kann man gefühlt an beiden Händen abzählen, fast immer wird der vertikale Ball gespielt und immer muss die Offensive Dreiherreihe Sprints ansetzen, sowohl für Ballgewinne als auch danach. Auch aus der Abwehr heraus werden viel zu viele lange Bälle gespielt, anstatt das Spiel über Bender bzw. Castro von hinten aufzubauen.

Auf die Spielweise kann man jedoch aufbauen und hoffentlich so modifizieren, dass sie erfolgreich wird. Zum Glück spielen wir nicht mehr den reagierenden Fussball, wie unter Hyypiä, sondern agieren sowohl im, als auch bei gegenerischem Ballbesitz. Ich bin mal gespannt welche Änderungen Schmidt in der Winterpause vornehmen wird. Denn klar ist auch Offensiv haben wir erhebliche Probleme Großchancen herauszuspielen. Ich finde immer lustig, wie die Reporter ein Spektakel vor unseren Spielen ankündigen und dann nach einer halben Stunde merken wie zerfahren das ganze wird. 1,33 Toren in 21 Spielen (nach Bremen) spricht nicht gerade für eine hohe Offensivqualität. Gegen tiefstehende Gegner ist der kräfteverschleiß bei unseren Spielern größer als beim Gegner, was eigentlich umgekehrt sein sollte. Bellarabi und Son spielen viel zu sehr mit Ball um den 16er, als selber mal hineinzustoßen und auf ein Anspiel zu hoffen. Genauso machen unsere AV's das Spiel viel zu eng, indem sie immer in die Mitte ziehen, anstatt die offensiven Außen mal zu überlaufen und eine Flanke zu schlagen. Vor allem Wendell dribbelt viel zu viel durch die Mitte. Dadurch ist Kießling vorne die ärmste "Sau", da er fast keine verwertbaren Bälle bekommt.


Die Spielweise unter dem Finnen war Aktuell 9 Punkte besser und doch ähnlich Anfällig wie die heutige. Ein System, keine anderen Systeme und Taktiken, keine Spielzüge mehr, keine Variabilität und keine kreativen Möglichkeiten da zu starres System die Spieler bindet und ermüdet und das nicht körperlich sondern einzig geistig.

Positionen stur halten, Stur immer wieder das selbe machen müssen, dazu immer wieder Anlaufen müssen was nach und nach immer weniger im Spiel klappt um dann Hilflos zu sein wenn es nicht mehr funktioniert und der Gegner seinen Spielaufbau durch bekommt. Zumal das System dann Räume bietet wo Spahic & Co. Risiko gehen müssen und wenn es nicht mehr klappt dann 0:1 verloren wird.

Durch das zurück nehmen der AVs und nur noch einer von beiden mit nach vorne geht wendet sich die Bilanz. Wenig Gegentore aber wenig eigene Tore. Die AV Positionen sind daher für Schmidt das A und O. Aber statt die Stärken der Spieler zu nehmen um daraus z´was zu machen sollen die Spieler stur zum System passen und wenn nicht wird rotiert auf den AVs bis es mal klappt. Spieler die nach hinten fast schon Top Leistungen am Fließband bringen wie Donati werden gecacelt. Nur weil sie das Offensivspiel zu wenig beleben. Für mich ist das kein Umgang mit Menschen.

Immer weniger können die Spieler von Leverkusen Spielzüge und Variabilität mit Kreativität zeigen das sie schlicht alles verlernen. Ähnlich wie unter dem Finnen der lange von der Vorsaison noch Profitierte und mit der Zeit das Team als ganzes immer weniger von dem konnte was es die Saison zuvor sich im Training erarbeitet hatte. Immer Hilfloser wurde Leverkusen in den letzten Spielen. Wie bitte soll man auf etwas Aufbauen was jetzt schon so schwere Einschränkungen hat? n

Der Trainer ist limitiert, unfähig und unwillig etwas wirklich zu ändern und wenn doch, ja das kann er schon, macht er es nur halbherzig. Ich bezweifle stark das er diese Saison bei Leverkusen überlebt. Das VF in der CL ist durchaus drin und auch bei guter Auslosung das Finale im Pokal. Doch der CL Platz wird es wohl nicht werden. Da fehlt es nicht nur an Toren sondern auch an der Konstanz 3er mitzunehmen.
Das System ist einfach zu limitiert, zu langweilig und zu Aufwendig vom Kopf her immer wieder Positionen zu halten, Anzulaufen und zu verschieben. Und wenn am Ende nicht Platz 4 steht sondern Platz 6 oder nur 7 ist er einfach nicht zu halten. Dafür sind die CL Millionen zu wichtig für Leverkusen. Und keiner Garantiert das in der Saison danach wieder ein CL Platz bei raus kommt wenn an ihm festgehalten wird.

Eventuell wäre er ein klasse Coach für Leverkusen in 5 Jahren gewesen wenn er mit der Eintracht sich weiter entwickelt hätte. Mit dieser hätte er mehr Variabilität und auch Systemveränderungen trainieren müssen um zu bestehen. In Leverkusen verdeckt die Klasse der einzelnen Spieler dieses Unvermögen und er wird dadurch sich nicht Verändern, nicht flexibler und auch mehr sich Aneignen wollen. Leverkusen kam für seine Entwicklung zu früh.
Roger Schmidt |#573
07.01.2015 - 08:06 Uhr
Zitat von triangolum
Der Trainer ist limitiert, unfähig und unwillig etwas wirklich zu ändern und wenn doch, ja das kann er schon, macht er es nur halbherzig
...
Eventuell wäre er ein klasse Coach für Leverkusen in 5 Jahren gewesen wenn er mit der Eintracht sich weiter entwickelt hätte. Mit dieser hätte er mehr Variabilität und auch Systemveränderungen trainieren müssen um zu bestehen. In Leverkusen verdeckt die Klasse der einzelnen Spieler dieses Unvermögen und er wird dadurch sich nicht Verändern, nicht flexibler und auch mehr sich Aneignen wollen. Leverkusen kam für seine Entwicklung zu früh.

...
Ich denke, mit Deiner Meinung in meinem ersten Zitat hast Du gewisse Exklusivität. Wenn er ein solcher Depp (man verzeihe mir die Formulierung) ist, wäre unsere gesamte Klubführung und auch die der Eintracht nicht mit besonders viel Fachwissen gesegnet. Das halte ich eher für Unwahrscheinlich Zwinkernd
Und zum Schlußsatz von Dir:
Kein Bundesligaveren kann es sich m.M.n. leisten, einen Trainer zu verpflichten, der in 3,4 Jahren mal die Erwartungen der Vereinsführung erfüllt. Weder Frankfurt, noch Bayer. Wenn er für unseren qualitativ guten Kader nix ist, warum sollte er dann mit einem nominell schwächeren Kader ein geeigneterer Trainer sein und bei der Eintracht taktisch flexibler Aufstellen? Genau diese Fähigkeit zur mehr taktischer Variablität sprichst Du ihm ja komplett ab.
So dick schwarz wie Deinen Postings hab ich selten Jemand malen sehen. Aber ok, es soll und muß Jedem seine Meinung zugestanden sein.
Roger Schmidt |#574
07.01.2015 - 08:49 Uhr
Ba ja, sowohl die Leverkusener als auch die Frankfurter haben auch einen Skibbe verpflichet, von daher.. tung
Roger Schmidt |#575
07.01.2015 - 09:04 Uhr
Zitat von Blind
Ba ja, sowohl die Leverkusener als auch die Frankfurter haben auch einen Skibbe verpflichet, von daher.. tung


naja nobody is perfect zwinker

... Dutt ... Vogts ... Labbadia ... wir (Bayer04) hatten ja einige mehr oder weniger mißglückte Versuche. Dennoch mag ich der/den Führungsriegen der jeweiligen Vereine ein gewisses Maß an Fachwissen nicht absprechen.
Roger Schmidt |#576
07.01.2015 - 10:43 Uhr
Zitat von triangolum


Die Spielweise unter dem Finnen war Aktuell 9 Punkte besser und doch ähnlich Anfällig wie die heutige. Ein System, keine anderen Systeme und Taktiken, keine Spielzüge mehr, keine Variabilität und keine kreativen Möglichkeiten da zu starres System die Spieler bindet und ermüdet und das nicht körperlich sondern einzig geistig.

Positionen stur halten, Stur immer wieder das selbe machen müssen, dazu immer wieder Anlaufen müssen was nach und nach immer weniger im Spiel klappt um dann Hilflos zu sein wenn es nicht mehr funktioniert und der Gegner seinen Spielaufbau durch bekommt. Zumal das System dann Räume bietet wo Spahic & Co. Risiko gehen müssen und wenn es nicht mehr klappt dann 0:1 verloren wird.

Durch das zurück nehmen der AVs und nur noch einer von beiden mit nach vorne geht wendet sich die Bilanz. Wenig Gegentore aber wenig eigene Tore. Die AV Positionen sind daher für Schmidt das A und O. Aber statt die Stärken der Spieler zu nehmen um daraus z´was zu machen sollen die Spieler stur zum System passen und wenn nicht wird rotiert auf den AVs bis es mal klappt. Spieler die nach hinten fast schon Top Leistungen am Fließband bringen wie Donati werden gecacelt. Nur weil sie das Offensivspiel zu wenig beleben. Für mich ist das kein Umgang mit Menschen.

Immer weniger können die Spieler von Leverkusen Spielzüge und Variabilität mit Kreativität zeigen das sie schlicht alles verlernen. Ähnlich wie unter dem Finnen der lange von der Vorsaison noch Profitierte und mit der Zeit das Team als ganzes immer weniger von dem konnte was es die Saison zuvor sich im Training erarbeitet hatte. Immer Hilfloser wurde Leverkusen in den letzten Spielen. Wie bitte soll man auf etwas Aufbauen was jetzt schon so schwere Einschränkungen hat? n

Der Trainer ist limitiert, unfähig und unwillig etwas wirklich zu ändern und wenn doch, ja das kann er schon, macht er es nur halbherzig. Ich bezweifle stark das er diese Saison bei Leverkusen überlebt. Das VF in der CL ist durchaus drin und auch bei guter Auslosung das Finale im Pokal. Doch der CL Platz wird es wohl nicht werden. Da fehlt es nicht nur an Toren sondern auch an der Konstanz 3er mitzunehmen.
Das System ist einfach zu limitiert, zu langweilig und zu Aufwendig vom Kopf her immer wieder Positionen zu halten, Anzulaufen und zu verschieben. Und wenn am Ende nicht Platz 4 steht sondern Platz 6 oder nur 7 ist er einfach nicht zu halten. Dafür sind die CL Millionen zu wichtig für Leverkusen. Und keiner Garantiert das in der Saison danach wieder ein CL Platz bei raus kommt wenn an ihm festgehalten wird.

Eventuell wäre er ein klasse Coach für Leverkusen in 5 Jahren gewesen wenn er mit der Eintracht sich weiter entwickelt hätte. Mit dieser hätte er mehr Variabilität und auch Systemveränderungen trainieren müssen um zu bestehen. In Leverkusen verdeckt die Klasse der einzelnen Spieler dieses Unvermögen und er wird dadurch sich nicht Verändern, nicht flexibler und auch mehr sich Aneignen wollen. Leverkusen kam für seine Entwicklung zu früh.


In einem Diskussionsforum kann und soll jeder seine Meinung vertreten, allerdings fällt es mir wirklich schwer, Deiner Argumentation zu folgen. Deine Antipathie gegenüber RS sollte inzwischen jedem bekannt sein.
Meiner bescheidenen Meinung nach ist das System klar erkennbar und Schwachstellen wurden auch im Laufe der Hunrunde analysiert und weitesgehend abgestellt. Vor Beginn der Saison sollte es jedem klar gewesen sein, dass wir nicht aus dem Stand heraus alles richtig umsetzen und das System zum 1. Spieltag komplett verinnerlicht haben.
Du schreibst, durch die Änderung, dass lediglich ein AV sich aktiv in die Offensive einschaltet haben wir weniger Gegentore bekommen, jedoch auch selbst weniger Tore erzielt. Die Anzahl der weniger geschossenen Tore läßt nicht zwangsläufig diesen Schluss zu. Grundsätzlich haben wir viel zu wenig Tore erzielt. Dies dem Trainer anzulasten ist allerdings abenteuerlich.
Roger Schmidt |#577
07.01.2015 - 11:06 Uhr
Zitat von Dropkick11
In einem Diskussionsforum kann und soll jeder seine Meinung vertreten, allerdings fällt es mir wirklich schwer, Deiner Argumentation zu folgen. Deine Antipathie gegenüber RS sollte inzwischen jedem bekannt sein.
Meiner bescheidenen Meinung nach ist das System klar erkennbar und Schwachstellen wurden auch im Laufe der Hunrunde analysiert und weitesgehend abgestellt. Vor Beginn der Saison sollte es jedem klar gewesen sein, dass wir nicht aus dem Stand heraus alles richtig umsetzen und das System zum 1. Spieltag komplett verinnerlicht haben.
Du schreibst, durch die Änderung, dass lediglich ein AV sich aktiv in die Offensive einschaltet haben wir weniger Gegentore bekommen, jedoch auch selbst weniger Tore erzielt. Die Anzahl der weniger geschossenen Tore läßt nicht zwangsläufig diesen Schluss zu. Grundsätzlich haben wir viel zu wenig Tore erzielt. Dies dem Trainer anzulasten ist allerdings abenteuerlich.


Kann ich so nur unterschreiben! Man muss sein taktisches System nicht gut finden (dass ich im Grundsatz einer der Befürworter bin, habe ich ja schon anderweitig zum Ausdruck gebracht), aber ich frage mich, wie man aktuell die Person Roger Schmidt als Trainer ernsthaft infrage stellen kann? Dafür, dass er gerade mal ein halbes Jahr hier ist, haben die Spieler seine Vorstellungen schon sehr gut umsetzen können bzw. er sie ihnen in Rekordzeit vermitteln können, ich behaupte sogar, dass dies als eine extrem gute Trainerleistung anzuerkennen ist! Es hätte genauso gut sein können, dass wir deutlich holpriger in die Saison gekommen wären und uns jetzt irgendwo auf den EL-Rängen oder knapp darunter wiederfinden würden. Ich hätte dieses Szenario vor Saisonbeginn sogar eher erwartet, als dass wir die Hinrunde auf Platz 3 abschließen und mit einzig und allein einer besseren Chancenverwertung sogar punktemäßig auf Augenhöhe mit den Bayern hätten sein können.

•     •     •

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Apfelschuerrle am 07.01.2015 um 11:08 Uhr bearbeitet
Roger Schmidt |#578
07.01.2015 - 16:22 Uhr
Vom Depp zum Scheiterhaufen ist es ja nicht mehr weit... kleiner Scherz.

Leverkusen schießt also weniger Tore aber das dem Trainer anlasten ist also nicht drin? Na wem dann? Den Spielern? Wenn Ihr die Systemtreue und dessen Umsetzung dem Trainer gut schreibt müsst ihr auch die Schwächen im Spiel dem Trainer zuschreiben. Das ist doch naheliegend. Alles gute Dem Coach aber alles schlechte anderen zuschreiben? Bitte... wenn das Eure Argumentation ist.

Die Spieler von Leverkusen haben eine Qualität. Daher ist es normal das diese das System schnell adaptieren und auf dem Platz auch teilweise gut zeigen und umsetzen. Mit anderen Spielern würde es wohl etwas länger dauern. Zum Beispiel in Frankfurt. Zumal mit den Spielern dort Roger Schmidt ganz anders spielen lassen müsste. Er würde es sicher nicht machen wollen nur müsste er das. Die individuelle Klasse der Spieler in Salzburg oder Leverkusen ermöglicht es ihm sein System nahezu unverändert in einer halbwegs guten Punkteausbeute umzumünzen. Mit der Qualität (das soll kein Angriff auf die Eintracht sein) der Eintracht hätte er mitunter Probleme welche Abstieg bedeuten können da er auf deutlich mehr Qualitativ bessere oder gleichwertige Mannschaften treffen würde. Er hätte jedoch dort den Vorteil unter der Woche nahezu immer trainieren zu können. Er würde also auch sein System besser weiter Entwickeln können. Nichts anderes meinte ich oben.

Das System passt nur dann wenn es nahezu 100% über das ganze Spiel funktioniert. Das ist in Leverkusen jedoch nur in 4 Spielen so Aufgetreten. Mit Abstrichen noch in 6 anderen Spielen. Der große Teil jedoch war genauso Schwach wie in der letzten Saison unter den Finnen und dieser hat es mit der Qualität des Kaders, den Möglichkeiten aus der Vorsaison zu 9 Punkten mehr gebracht Aktuell und dies als Neuling im Amt. Beiden fehlt aber die Flexibilität der Systeme und Varianten. Etwas was mein Hauptkritikpunkt ist.

Ein System ist nur eines. Kommt ein Gegner daher der zur Halbzeit umstellt kann das Team von Leverkusen darauf nur unzureichend reagieren. Klopp sagte nach dem Spiel es reichen eins zwei Pässe dann bist du durch. Paderborn, Bremen zeigten dies mehr als Deutlich. Aber statt dann ganz umzustellen und dies dem Team auch zu ermöglichen innerhalb des Spiels dies zu machen machte der das System nur leicht defensiver. Siehe oben. Das Grundgerüst wie auch die Intensität blieben gleich. Von anderen Laufwegen, Spielzügen oder mal Tempowechsel wie auch Beton nichts zu sehen.

Es ist nicht der Fehler der Spieler den schnellen Abschluss zu suchen sondern es ist im Training so vorgegeben. In Salzburg lief eine 12 Sekunden Uhr. Balleroberung, Vortrag, Abschluss und das in 12 Sekunden. Bei RB Leipzig läuft diese Uhr auch im jüngsten Team im Training.

Genau genommen hatte der Finne seine Vorstellung und zog diese Stur durch und es war auch nur ein System und Roger Schmidt hat seine Vorstellung von dem System. Der eine Defensiv und Konter der andere Offensiv und Pressing. Beide sind und waren nicht in der Lage zu reagieren wenn es nicht Aufgeht. Beide sind so von sich und ihrer Vorstellung überzeugt das es scheitern muss.

Es geht mir nicht um den Menschen Roger Schmidt selbst. Es geht darum das er solche Systeme gleich davon 3 oder 4 Stück auf Petto hat. Er also gegen Dortmund so wie im ersten Liga Spiel spielen lässt aber gegen Paderborn ganz anders. Das macht einen sehr guten Coach aus. Und wenn das Team es dann auch schafft im Spiel selbst oder durch den Team Taktgeber umzustellen oder gar der Coach dabei "hilft" ist das großer Sport und bringt mehr Erfolg als Stur ein System und eine Ausrichtung und damit die Ausrichtung des gesamten Kaders auszulegen.

Leverkusen steht auf 3 in der Liga, ja, es steht wieder unter den besten 16, ja, und im Pokal ist es auch noch dabei, auch ja. Aber das Stand der Finne letzte Saison zu diesem Zeitpunkt auch und dies sogar deutlich besser. Das ist nicht einzig auf den Coach zurück zu führen sondern auf die Qualität der einzelnen Spieler, durch die Grundsubstanz und auch der anderen. Hier und da ein Tor mehr, sagen auch BVB Fans, und man stünde ganz woanders. Genauso gut könnten auch die Treffer durch den Türken einfach mal nicht rein gehen und die Spiele nicht kippen zu Gunsten von Leverkusen.
Roger Schmidt |#579
07.01.2015 - 17:42 Uhr
Zitat von triangolum

Ein System ist nur eines. Kommt ein Gegner daher der zur Halbzeit umstellt kann das Team von Leverkusen darauf nur unzureichend reagieren. Klopp sagte nach dem Spiel es reichen eins zwei Pässe dann bist du durch. Paderborn, Bremen zeigten dies mehr als Deutlich. Aber statt dann ganz umzustellen und dies dem Team auch zu ermöglichen innerhalb des Spiels dies zu machen machte der das System nur leicht defensiver. Siehe oben. Das Grundgerüst wie auch die Intensität blieben gleich. Von anderen Laufwegen, Spielzügen oder mal Tempowechsel wie auch Beton nichts zu sehen.


Erste Halbzeit: 10:9 Tore.
Zweite Halbzeit: 18:11 Tore.

Ich sehe hier keinen zwingenden Beweis dafür, dass wir regelmäßig in der zweiten Halbzeit "nur unzureichend reagieren" können. Mir fällt nur die Partie gegen Bayern ein, bei man etwas derartiges anführen könnte. Rein nach Bauchgefühl war es sonst eher so, dass unser Team sich den Gegner nach der Pause besser anpassen konnte ... (Und das trotz des teils hohen Energieverlusts in Halbzeit 1)

Korrigiere mich wenn ich falsch liege, aber dann auch bitte mit entsprechenden Belegen.

Ansonsten würde ich eher die These ableiten, dass RS eher der ist, der die richtigen Stellschrauben findet. Bzw zumindest würde sich ein festhalten an der Gegenthese verbieten ...
Roger Schmidt |#580
17.01.2015 - 12:25 Uhr
Quelle: www.bild.de


Ich fühle mich permanent im Rechtfertigungsmodus und muss unser Spiel verteidigen, obwohl es gut funktioniert. Mir wird zu oft vergessen, dass wir trotz oder eigentlich gerade wegen unserer Art die Mannschaft sind, die am wenigsten Großchancen des Gegners zugelassen hat.
Bayer Leverkusens Trainer Roger Schmidt im Kölner Stadt-Anzeiger über die Kritik an seinem angeblich zu offensiv ausgerichteten Spielstil
Das Zitat findet sich im Bild Newsfeed wieder, die es vom KSTA übernommen haben wollen. Allerdings scheint das Interview noch nicht online zu sein ...

Die Aussage gefällt mir jedenfalls schon mal, denn RS hat recht damit. Uns verflgt immer noch aufgrund der Anfangsphase der Stigma der schwachen Defensive, obwohl sich das im Verlauf der Saison merklich verändert hat. Bin auf dem Rest des Artikels gespannt.
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