TSV 1860 München TSV 1860 München
deadline-day banner
Robert Reisinger
Geburtsdatum 15.01.1964
Alter 62
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Präsident
Akt. Verein Vereinslos

Robert Reisinger

03.06.2017 - 18:48 Uhr
Robert Reisinger |#671
16.04.2023 - 22:15 Uhr
Zitat von 1860GWS
Zitat von ArikSteen

Das Präsidium hat eine Stadionkommission unter der Regie der KGaA angeregt. Ins Boot holt man für solch eine Stadionkommission die Geschäftsführung (federführend) sowie die beiden Gesellschafter bzw. entsprechend Vertreter. Bislang, so habe ich es gehört, gibt es seitens des e.V. potentielle Vertreter. Seitens HAM nicht. Diese Stadionkommission sollte die Möglichkeiten des Handelns prüfen. Die sind für mich möglicherweise:

(A) Ein Neubau eines Stadions an einem neuen Standort
(1) Gibt es potentielle Investoren für ein solches Projekt?
(2) Gibt es das entsprechende Grundstück?
(B) Olympiastadion
(1) Ist diese Option wirtschaftlich?
(2) Ist dies eine langfristige Option?
(C) Umbau des GWS durch Stadt
(1) Sind die Vorschläge der Stadt wirtschaftlich für uns sinnvoll?
(2) Geben wir eine eigene Studie in Auftrag?
(D) Erbpacht GWS
(1) Gibt es potentielle Investoren für ein solches Projekt?

Geht man das sinnvoll an, dann (das ist meine Meinung) wird man sehr schnell einige Optionen streichen können. Und (das ist auch meine Meinung) man wird schnell zum Punkt C 2 kommen. Wobei diese Studie längst hätte in Auftrag gegeben werden können. Aber nein, man lässt sich ständig medial zwischen den einzelnen Optionen hin und herpendeln. Es wird öffentlich diskutiert, gefordert und berichtet. Passieren tut nichts.

Präsident Reisinger kann im Grunde auch gar nichts tun außer eine Stadionkommission anzuregen. Weil für ein Stadion ist nicht die Geschäftsführungs GmbH relevant und 50+1 ist völlig unerheblich. Es sind die Kommanditaktionäre gefragt, weil es um langfristige Planungen geht. Und es ist die Geschäftsführung gefragt, weil sie eine Spielstätte von Saison zu Saison präsentieren muss. Und sollte man aufsteigen gibt es für die Geschäftsführung nur eine Übergangszeit in der sie aber eine Lösung bereits parat haben muss.

Ich denke, dass wir weiterhin keinen Schritt weiterkommen solange HAM International nicht aus der Social Media Blase herauskommt und direkt verhandelt. Ein Stadion kommt nicht, weil ich auf Facebook ständig darauf aufmerksam mache was ich gerne hätte. So funktioniert das nicht. Wenn HAM nicht bereit ist eine Stadionkommission zu unterstützen, dann bleibt das eben eine Baustelle.

Vermutlich passiert Folgendes: die Stadt München springt ab. Sie renoviert das Grünwalder Stadion, damit bleibt es erhalten aber es bleibt bei 15.000. Wir steigen auf, die II. Mannschaft spielt dann im GWS, vielleicht irgendwann mal die Frauen. Die Profis spielen dann im Olympiastadion. Erwirtschaften dort kein Geld, Fans springen ab, die Löwen steigen wieder ab und verdrängen dann die II. Mannschaft wieder aus dem GWS.

Ich kann jeden nur anflehen endlich mit dieser Neubau-Fantasie aufzuhören. Das bringt die Löwen keinen Schritt weiter. Im Gegenteil. Das zerstört den Profifußball bei den Löwen.


Danke wieder einmal für deine Infos und deine Einschätzung, aber Zweitligafußball ist im Oly doch gar nicht möglich oder ? Stichpunkt Überdachung... oder hältst du es wirklich für eine ernsthafte Option, dass man nur den überdachten Bereich nutzt/nutzen kann ?


Ich halte es für keine Option. Aber wenn man nicht das Grünwalder Stadion zweitligatauglich macht, dann läuft es darauf hinaus. Das ist meine Horror-Vorstellung. Wobei ich mich dann vom Profifußball verabschiede.
Robert Reisinger |#672
16.04.2023 - 22:30 Uhr
Zitat von Goalgarant
Zitat von Hanse-Loewe

@Corleone60
Sag mal, Du kapierst den Punkt echt nicht, oder?

Dann sag ich es jetzt noch mal in einem letzten Versuch mit anderen Worten:

Du kannst Reisinger nicht dafür kritisieren, dass er versäumt hätte, ein Gutachten in Auftrag gegeben zu haben, wenn Du nicht ausschließen kannst, dass es dafür ganz simple Erklärungen gibt, wie z.B. die, dass er den OB gefragt hat, ob es überhaupt rechtlich möglich ist, dass die Stadt für uns in der Peripherie baut, und der OB dann gesagt hat, das geht in keinem Fall.

Und damit beende ich jetzt diese sinnlose Diskussion mit Dir.


Lieber Hanse-Löwe.
Warum insistierst Du derart gegen einen möglichen Neubau?
Warum unterstützt Du nicht ALLE Modelle die 1860 helfen?
Wenn ein Neubau und sogar eine darauf ausgerichtete „Möglichkeits-Studie“ (in Frankfurt gabs mal eine „Machbarkeits-Studie“ in Deinen Augen „auf keinen Fall möglich sind“ dann muss ich mich wundern.
Natürlich baut die Kommune nicht für „uns“. Aber eine Machbarkeits-Studie muss die Stadt prüfen. Und für so eine Studie Geldgeber zu finden sollte Reisinger schon zuzumuten sein.
Der von Dir gebetsartig vorgetragene Prolog: „GWS ist alternativlos“ und Reisinger macht alles richtig, löst kein Problem. Der GWS-Umbau auf 18.000 Fans ist wirtschaftlich viel zu teuer und nicht zukunftsfähig. Die prognostizierten Kosten sind irre hoch und werden aufgrund von Inflation noch exorbitant steigen. Hinzu kommt der von Dir richtiger Weise erwähnte Bestandsschutz und dafür relevante Auflagen.
Meiner Meinung nach - mit Blick auf 1860-Interessen - ist die 1860-Führung geradezu verpflichtet nach (umsetzbaren) Alternativen und Geldgebern zu suchen und die Stadt zum abwägenden Handeln zu fordern.
Nichts tun und warten ist unprofessionell und deprimierend.
Was wir brauchen ist eine Vereinsführung die offensiv Ideen produziert. Das würde dann möglicherweise auch Druck auf HI machen, effektiver (das muss ich jetzt auch mal los werden) als die dämlichen Anti-Fahnen in der Fankurve.
Wir brauchen Ideen, neue Ideologien und eine viel professionellere Außen-Kommunikation.
Und jetzt wirst Du mich - wegen meiner Kritik an Reisinger - wie Du es hier im Forum bei derartiger Kritik immer machst sicher auch wieder kritisieren. Warum hältst Du RR derart die Stange? Warum erwartest Du von ihm nicht viel mehr Aktivitäten und klug formulierte Ideen?
Bitte antworte mir jetzt nicht mit Gegenfragen, wie: „was soll Reisinger denn tun?“
Ich habe es versucht sachlich zu erklären.


Genau das ist das Thema. Geht nicht, hatten wir schon, wollen wir nicht, hilft uns nicht weiter. Habe mich jetzt extra hier offiziell angemeldet. Wollte das eigentlich nicht. Aber diese Einseitigkeit in Bezug auf GWS und der mangelnde notwendige Druck auf Reisinger hier im Forum hat mich veranlasst hier Stellung zu beziehen. Ich weiß, dass ich hier im Forum in der Minderheit bin. Aber egal. Es wird endlich Zeit für neue Ideen und kluge Zukunftsvisionen für 1860.
Wie lange dauert der ideologische Streit des RR- und HI-Propagandisten jetzt schon? Viel zu lange. Und das ist schlimm. HI wird sich durch Fan-Fahnen nicht von seinen Anteilen trennen. Er ist (leider) fester Bestandteil des Konstruktes.
Robert Reisinger |#673
16.04.2023 - 23:04 Uhr
Zitat von Jogo1860

Genau das ist das Thema. Geht nicht, hatten wir schon, wollen wir nicht, hilft uns nicht weiter. Habe mich jetzt extra hier offiziell angemeldet. Wollte das eigentlich nicht. Aber diese Einseitigkeit in Bezug auf GWS und der mangelnde notwendige Druck auf Reisinger hier im Forum hat mich veranlasst hier Stellung zu beziehen. Ich weiß, dass ich hier im Forum in der Minderheit bin. Aber egal. Es wird endlich Zeit für neue Ideen und kluge Zukunftsvisionen für 1860.
Wie lange dauert der ideologische Streit des RR- und HI-Propagandisten jetzt schon? Viel zu lange. Und das ist schlimm. HI wird sich durch Fan-Fahnen nicht von seinen Anteilen trennen. Er ist (leider) fester Bestandteil des Konstruktes.


Ich bin weder RR- noch HI-Propagandist. Alleine diese Bezeichnung disqualifiziert dich eigentlich für jegliche Diskussion, weil du von vorneherein ein Schubladendenken aufmachst. Ich will das Beste für die Löwen und ich will möglichst einen erfolgreichen TSV.

Die Fahnen haben auch erst einmal gar nichts mit der Diskrepanz zwischen den beiden Gesellschaftern zu tun. Wer das nicht losgelöst sieht, vermischt Themen. Mit den Fahnen bringt die aktive Fanszene ihr Mißgefallen gegenüber dem Investor zum Ausdruck. Das hat mit dem Gesellschafterstreit erst einmal gar nichts zu tun. Dieser Protest war schon vor 2017 da. Es hilft in keiner Weise weiter diesen Protest ständig mit dem Konflikt der Gesellschafter in Verbindung zu bringen.

Wieso Druck auf Reisinger? Was macht das für einen Sinn? Reisinger hat selbst z.B. ein Stadion Stadion zum Thema gemacht. Im Olympiastadion. Er hat davon gesprochen, dass er einem Neubau nicht abgeneigt gegenüber ist. Und wer ihn kennt, der weiß, dass das keine Parolen sind. Reisinger ist alles andere als ein strikter Verfechter des Grünwalder Stadions. Er hat mehrfach Anreize gesetzt sich mit Alternativen auseinanderzusetzen. Die Geschäftsführung hat es nicht angenommen. Und seitens HAM kommt im Grunde gar nichts. Sie sind nicht einmal bereit bei der Stadionkommission mitzuwirken. Stattdessen kommt über FB immer wieder wenig konstruktive Hinweise man solle für einen Neubau offen sein. Man ist offen. Dieses Präsidium ist offen. Das sind definitiv keine Hardliner.

Zeit für neue Ideen und kluge Zukunftsvisionen? Bitte hör damit auf. Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen, soll Helmut Schmidt gesagt haben. Wir brauchen eine adäquate Lagebeurteilung und dann eine Entscheidung. Wir haben einen Profifußball in einem hochverschuldeten Unternehmen. Weißt du was visionär wäre? Den Laden aufzulösen und neu zu beginnen. "Denn wer von euch, wenn er einen Turm bauen will, sitzt nicht zuerst hin und berechnet die Kosten, ob er Mittel hat es hinauszuführen?" So heißt es in der Bibel. Das muss man tun. Statt zu hoffen, dass Wunder geschehen.
Robert Reisinger |#674
17.04.2023 - 08:51 Uhr
Normalerweise äussere ich mich zu den vereinspolitischen Themen kaum, aber nachdem die Diskussion hier schon wieder eine ganze Weile läuft mische ich mich auch mal ein.

Ich habe keine Ahnung auf welche Alternativen zum Neubau ihr hofft und wie das finanziert werden soll:
  • Jemand schenkt uns ein Stadion: Wäre cool, glaube ich aber nicht dran. Wer soll das auch machen.
  • Jemand baut ein Stadion und vermietet es an uns: Um das Geld für den Bau jemals wieder reinzubekommen müsste die Miete so hoch sein, dass wir sie uns nicht leisten könnten. Zusätzlich müsste man komplett wahnsinnig sein um so ein Risiko mit unserem Chaosverein als einzigem Mieter einzugehen.


Sicherlich könnte man mal eine Studie in Auftrag geben, aber auch ich würde erwarten, dass vorher ein auch nur ansatzweise realistisches Szenario aufgezeigt wird wie diese Studie jemals in die Realität umgesetzt werden soll. Sprich: Wo kommen mind. 100 Millionen her.


Beim Grünwalder hat die Stadt die Tür aufgemacht es auszubauen. Auch da käme dann eine höhere Miete auf uns zu, aber das wirkt mir zumindest realistisch damit auf absehbare Zeit in der dritten und zweiten Liga spielen zu können. Dementsprechend finde ich es pragmatisch diesen Plan mit höchster Priorität zu verfolgen und sich nicht von Luftschlössern ablenken zu lassen.

Edit:
Grundsätzlicher zu Reisinger noch:
Seit dem Abstieg hatten wir sowohl sportlich als auch planungsmäßig die besten Saisons seit Ewigkeiten. Auf den Sport hat der Präsident recht wenig Einfluss, aber zumindest auf die Planung aus meiner Sicht schon. Durch die recht strikte Haltung war für beide Seiten absehbar was zu machen ist, was uns besonders diese Saison ermöglicht hat den Kader frühzeitig zu komplettieren. Das halte ich Reisinger persönlich bzw. dem aktuellen Kurs zu Gute.
Die Interviews die er ab und zu gibt, bzw. bestimmte Aussagen (zu Morgalla, zu Wörl,...) werden auch hier im Forum zurecht kritisiert. Der Punkt ist auch hier aber das Maß der Kritik. Denn wenn einige diese Aussagen dann nutzen um Reisinger und damit auch den aktuellen Kurs kippen zu wollen, dann geht das einigen (inklusive mir) eben zu weit. Denn mir ist Reisingers Kurs mit gelegentlich dummen Aussagen sehr viel lieber als alle Präsidenten die wir sonst in meiner Fanzeit hatten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von wobbi1860 am 17.04.2023 um 09:05 Uhr bearbeitet
Robert Reisinger |#675
17.04.2023 - 15:37 Uhr
Zitat von wobbi1860
Denn mir ist Reisingers Kurs

Danke für Deinen Beitrag. Magst Du vielleicht ausführen was aus Deiner Sicht Reisingers Kurs ist?
Robert Reisinger |#676
17.04.2023 - 15:45 Uhr
Zitat von ArikSteen

Präsident Reisinger kann im Grunde auch gar nichts tun außer eine Stadionkommission anzuregen. Weil für ein Stadion ist nicht die Geschäftsführungs GmbH relevant und 50+1 ist völlig unerheblich. Es sind die Kommanditaktionäre gefragt, weil es um langfristige Planungen geht. Und es ist die Geschäftsführung gefragt, weil sie eine Spielstätte von Saison zu Saison präsentieren muss.


Das ist ein interessanter Gesichtspunkt, über den ich bisher noch gar nicht nachgedacht hatte. Bin mir aber nicht sicher, ob das auch richtig dargestellt ist.

Also nehmen wir an, der eV fasst für die Geschäftsführungs-GmbH einen Gesellschafterbeschluss, und erteilt der GF der KG die Weisung, ein Gutachten für eine mögliche höhere Kapazität des GWS in Auftrag zu geben.

Bist Du der Meinung, das wäre rechtlich nicht bindend für die GF, oder dass der eV aus strategischen Gründen auf eine solche Weisung verzichtet, um eine Konfrontation mit Ismaik zu vermeiden?

Ich würde definitiv sagen, dass man den GWS-Ausbau nicht riskieren darf, nur um einer Konfrontation aus dem Weg zu gehen. Die Sicherstellung der längerfristigen Wettbewerbsfähigkeit muss in jedem Fall über jeder kurzfristigen Überlegung stehen in meinen Augen. Eine Stadionkommission, wie sie jetzt scheinbar angeregt ist, ist vermutlich eh nur dem vereinspolitischen Druck geschuldet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass im eV jemand ernsthaft an diese alternativen Luftschlösser glaubt.
Robert Reisinger |#677
17.04.2023 - 18:54 Uhr
Diese ständigen Forderungen nach einem Gutachten, was andere Kapaziäten anbelangt werfen bei mir aber auch weitere Fragen auf:

1) In wie weit würde die Stadt München denn überhaupt die Konsequenzen aus dem Gutachten (höhere Kapazität möglich), sprich die sich daraus ergebenden Mehrkosten, übernehmen? - Ist das für die Stadt dann überhaupt politisch umsetzbar?

2) Kapazität im Stadion ist die eine Sache, was ist mit der restlichen Infrastruktur (Parkplätze, kostenlose Nutzung des öffentl. Nahverkehrs mit dem Ticket etc.)?

3) Anwohner? Welche Stolpersteine wären denn hier zu erwarten?

4) Wie stellt man sich "vernünftige" VIP-Logen etc. vor? Geht das überhaupt, und wenn ja, ginge das nicht wieder zu Lasten der Kapazität (so daß man da zuschauermäßig ggf. wieder da wäre, wo man jetzt ist)?

5) Wo (Anzahl der Zuschauer) möchte man eigentlich hin? Stand jetzt ginge es von 15.000 auf 18.000 hoch. Was ist unser Ziel? 21.000-24.000, wie zu lesen ist, oder wo wollen wir hin (wobei hier dann auch wieder die mögichen Kosten relevant sein dürften)?

und .... last but not least

6) rein theoretisch, prophylaktisch und fantasiegesteuert: Gäbe es auch nur irgendeine vage Möglichkeit des Spielbetriebs in Liga 1?
Robert Reisinger |#678
17.04.2023 - 21:01 Uhr
Zitat von usernick

1) In wie weit würde die Stadt München denn überhaupt die Konsequenzen aus dem Gutachten (höhere Kapazität möglich), sprich die sich daraus ergebenden Mehrkosten, übernehmen? - Ist das für die Stadt dann überhaupt politisch umsetzbar?


Ja, das wäre politisch umsetzbar. Zum Beispiel (rein hypothetisch), dass man in ein Gutachten ein besonderes Dach oder einen bestimmten schalldichten Zement mit einbaut. Sie haben eine Studie in Auftrag bekommen und müssen sich nun daran orientieren. Eine neue Studie könnte neue Ansätze bringen. Ich bin mir sicher, dass die Stadt das sehr gerne annehmen wird.

Zitat von usernick
2) Kapazität im Stadion ist die eine Sache, was ist mit der restlichen Infrastruktur (Parkplätze, kostenlose Nutzung des öffentl. Nahverkehrs mit dem Ticket etc.)?


Das muss geregelt werden. Aber im Grunde ist das eher weniger das Problem. Man hat ja bei 18.000 auch keine Bedenken.

Zitat von usernick

3) Anwohner? Welche Stolpersteine wären denn hier zu erwarten?


Keine, sofern der Lärmschutz gewahrt wird.

Zitat von usernick

4) Wie stellt man sich "vernünftige" VIP-Logen etc. vor? Geht das überhaupt, und wenn ja, ginge das nicht wieder zu Lasten der Kapazität (so daß man da zuschauermäßig ggf. wieder da wäre, wo man jetzt ist)?


Die Logen sind nach aktuellen Plänen oberhalb in der Stehhalle geplant. Das "Mehr an Zuschauern" müsste man ohnehin in der Westkurve erhöhen.

Zitat von usernick

5) Wo (Anzahl der Zuschauer) möchte man eigentlich hin? Stand jetzt ginge es von 15.000 auf 18.000 hoch. Was ist unser Ziel? 21.000-24.000, wie zu lesen ist, oder wo wollen wir hin (wobei hier dann auch wieder die mögichen Kosten relevant sein dürften)?


Ich denke mal, dass man sich bei 22.000 einpendeln könnte, das wäre politisch vermittelbar, sofern die Studie entsprechend die Fragezeichen z.B. im Hinblick auf Lärmschutz klärt.

Zitat von usernick

6) rein theoretisch, prophylaktisch und fantasiegesteuert: Gäbe es auch nur irgendeine vage Möglichkeit des Spielbetriebs in Liga 1?


Die Ertüchtigung zu einem Erstligatauglichen Stadion hat gar nicht so viele Hürden wie die Hürde von Drittliga zu Zweitliga. Die Herausforderung sind vor allem die Stellplätze der Übertragungswägen. Ich denke aber, dass gerade in der heutigen Zeit man hier entgegenkommen wird / entgegenkommen muss. Man kann nicht ein neues Stadion fordern weil in paar Quadratmeter für diese Ü-Wägen fehlen. Zudem: die Vorschriften sind veraltet, die Wägen sind deutlich kleiner geworden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ArikSteen am 17.04.2023 um 21:03 Uhr bearbeitet
Robert Reisinger |#679
18.04.2023 - 00:01 Uhr
Zitat von HHeinz

Zitat von wobbi1860

Denn mir ist Reisingers Kurs

Danke für Deinen Beitrag. Magst Du vielleicht ausführen was aus Deiner Sicht Reisingers Kurs ist?


So gefragt garnicht mal so einfach zu beantworten. Aus meiner Sicht ist einer der Hauptpunkte die pragmatische auf die aktuelle Situation zugeschnittene Herangehensweise. Man versucht sich so gut es geht mit den Gegebenheiten zurechtzufinden. Das ist bei uns in den letzten Jahren eben erst vierte und dann dritte Liga. Jeweils mit dem Etat der aktuell darzustellen ist. Mit dem gefestigten Kader von diesem Jahr durfte man da anfangs auch vom Aufstieg träumen, aber ich hatte stets den Eindruck dass man nicht mit großem Risiko all-in geht und stets vor Augen hat, dass Erfolg nicht planbar ist und selbst mit besten Voraussetzungen der Aufstieg nicht garantiert ist.

Das verbinde ich hauptsächlich mit dem aktuellen Kurs. Besonders im Vergleich zu den Arenajahren, in denen jedes Jahr wieder vom 60 "das in die erste Liga gehört", Barcelona und Champions League schwadroniert wurde während man sich von Jahr zu Jahr ans Tabellenende der zweiten Liga angenähert hat.

Diese Rhetorik fahren Griss und Ismaik ja nachwievor und ich habe große Angst, dass genau diese Denkweise verbunden mit dem ganzen Chaos hier schnell wieder Einzug finden könnte wenn man Reisinger durch einen neuen Präsidenten ersetzt.

Damit einher geht auch der Umgang mit der Stadionfrage. Stand jetzt sind wir ein hochverschuldeter Drittligist. Klar kann man da von einem nigelnagelneuen Stadion mit ~30.000 Plätzen träumen in dem man auch erste Liga spielen kann, aber aktuell geht es eben erstmal darum in der dritten Liga und eventuell der zweiten sinnvoll spielen zu können. Visionen darf man dabei ja gerne haben, aber man sollte deshalb nicht die Gegenwart in Gefahr bringen.

Ein anderer Aspekt ist der unmittelbare Umgang mit Ismaik. Hanse-Löwe beschreibt es gerne als Beziehung auf Gegenseitigkeit wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Ob das die optimale Herangehensweise ist kann ich nicht beurteilen, aber zumindest die Ergebnisse sprechen mMn für sich. Ismaik hat in den letzten Saison rechtzeitig seine Darlehen umgewandelt, so dass Gorenzel halbwegs pünktlich mit der Kaderplanung beginnen konnte.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von wobbi1860 am 18.04.2023 um 00:06 Uhr bearbeitet
Robert Reisinger |#680
18.04.2023 - 09:38 Uhr
Zitat von wobbi1860

Ein anderer Aspekt ist der unmittelbare Umgang mit Ismaik. Hanse-Löwe beschreibt es gerne als Beziehung auf Gegenseitigkeit wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Ob das die optimale Herangehensweise ist kann ich nicht beurteilen, aber zumindest die Ergebnisse sprechen mMn für sich. Ismaik hat in den letzten Saison rechtzeitig seine Darlehen umgewandelt, so dass Gorenzel halbwegs pünktlich mit der Kaderplanung beginnen konnte.


Ich hatte die Strategie genannt „Kooperation auf Gegenseitigkeit“:

Diese Strategie umfasst spieltheoretisch gesehen zwei Teilstrategien: wir sind grundsätzlich (proaktiv) kooperativ gegenüber dem Investor; wenn dieser sich aber dann seinerseits unkooperativ verhalten sollte, lassen wir uns nicht ausbeuten, sondern gehen über zur Strategie „Tit for Tat“ (wir zeigen dem Investor freundlich aber bestimmt die Grenzen auf, und ziehen gegebenenfalls 50+1).

Kooperatives Verhalten wird im Wirtschaftsleben meist belohnt, aber nur, wenn verhindert wird, dass man ausgebeutet wird. Das Problem ist, dass die vom eV angewandte Strategie der Kooperation auf Gegenseitigkeit zwar sinnvoll ist, wir aber trotzdem nicht wirklich deutlich vorankommen, weil wir an den Investor gekettet sind, und uns keine neuen Handelspartner suchen können, wie es sonst im Wirtschaftsleben der Fall wäre.

Deswegen sehen wir auch keinen klaren Fortschritt, sondern eher eine Endlosschleife eines Zyklus, in dem der Investor immer mal wieder den Machtkampf probt, der eV ihm dann mit Tit for Tat wieder die Grenzen aufzeigen muss, und dann wegen der wechselseitigen Abhängigkeit wieder die Besinnung einkehrt, und man auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner so weitermacht wie zuvor.

Wenn ich bis jetzt von einer Kooperationsstrategie gesprochen habe, dann hab ich eine grundsätzlich professionelle Arbeitsweise bereits unterstellt.
Was das Präsidium Cassalette gemacht hat, war der reinste Wahnsinn. Das war nämlich die Strategie der „bedingungslosen Kooperation unter Verzicht auf eine professionelle Arbeitsweise“ (u.a. Kaderzusammenstellung durch Empfehlungen windiger Spielerberater). Wohin das führt, das haben wir bei uns gesehen in der Saison 2016/17, aber auch bei allen anderen Unternehmungen von Ismaik, die er mittlerweile fast alle – nach zuvor großen Visionen – an die Wand gefahren hat.

Kein Mensch weiß, wie Ismaik es von einem einfachen Immobilienmakler innerhalb von 10 Jahren zum Milliardär gebracht hat, aber die letzte Stufe hat er erreicht durch kreditgehebelte Aktienpositionen in einer einzigen Aktie Arabtec (dazu noch als CEO des Unternehmens verschleiert auf mehrere Namen gekauft, was hier im Westen den Tatbestand der Marktmanipulation erfüllen würde, wofür man im Gefängnis landet). Das ist nichts als Kasino-Mentalität. Folgerichtig hat er die Milliarde dann innerhalb von nur 3 Monaten in 2014 auch wieder eingebüßt. Die gleiche Kasino-Mentalität bei uns in 2016/17. In dieser einen Saison haben wir uns Schulden aufgebürdet, von denen wir nicht wissen, ob wir die in Jahrzehnten wieder abbauen können. Den Einfluss dieses Investors auf den Verein MUSS jedes eV-Präsidium strikt begrenzen, das am Wohl von Sechzig interessiert ist.

Die Frage ist nur, ist eine Strategie der Kooperation auf Gegenseitigkeit (Präsidium Reisinger) sinnvoller, oder ein strikter Konfrontationskurs. Und da hatte ich schon geschrieben in der Vergangenheit, dass ein strikter Konfrontationskurs vermutlich politisch nicht überlebt würde durch das Präsidium, weil dann die Investorenseite die Schuld für eine dann provozierte sportliche Misere ganz klar an die eV-Seite adressieren würde, und dafür wohl auch genügend Zuspruch bekommen würde, um das Präsidium zu stürzen.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.