Pressethread (Linksammlung)
23.02.2016 - 18:56 Uhr
14.08.2018 - 13:04 Uhr
Zitat von matti55
Das ist eben überhaupt nicht so einfach, denn so pauschalisiert man nur und das ist Populismus pur!
Ich halte mal dagegen: "Es wird Hunderttausende AfD-Anhänger geben, die nicht gegen Integration sind"!
Und nun? Wer kann es widerlegen?
Gut, diese Diskussion bringt uns nicht weiter.
Politische Parolen wurden übrigens am Millerntor sehr wohl gezeigt - im Heimbereich der Hamburger Fans.
Halte es aber für wenig clever, wie unser Sportverein hier reagiert hat. So gibt man nur weitere Argumente, dass sich die AfD-Wähler wieder mal in die Opferrolle gedrängt fühlen. So stärkt man die AfD. Ist bei der CSU schon schief gegangen.
Okay, ich schreibe dann nichts mehr dazu.
Zitat von DAbleiben
...)
Wer also (...) AfD Anhänger ist, der stellt sich gegen Integration. Damit passt er nicht zu den Grundwerten des SVD. So einfach ist das.(...)
...)
Wer also (...) AfD Anhänger ist, der stellt sich gegen Integration. Damit passt er nicht zu den Grundwerten des SVD. So einfach ist das.(...)
Das ist eben überhaupt nicht so einfach, denn so pauschalisiert man nur und das ist Populismus pur!
Ich halte mal dagegen: "Es wird Hunderttausende AfD-Anhänger geben, die nicht gegen Integration sind"!
Und nun? Wer kann es widerlegen?
Gut, diese Diskussion bringt uns nicht weiter.
Politische Parolen wurden übrigens am Millerntor sehr wohl gezeigt - im Heimbereich der Hamburger Fans.
Halte es aber für wenig clever, wie unser Sportverein hier reagiert hat. So gibt man nur weitere Argumente, dass sich die AfD-Wähler wieder mal in die Opferrolle gedrängt fühlen. So stärkt man die AfD. Ist bei der CSU schon schief gegangen.
Okay, ich schreibe dann nichts mehr dazu.
Schau' meine Beiträge mal bitte vollständig an.
Ich habe explizit nicht alle Wähler der AfD als integrationsfeindlich betitelt.
Genau wie der SVD erstmal gegen die Partei Stellung bezieht, nicht gegen alle Wähler der AfD.
Schau, das habe ich dazu geschrieben:
"Mir ist bewusst, dass die Wähler der AfD mittlerweile weit in die Bevölkerung hineinreichen. Das ist dramatisch. Nicht jeder Wähler der AfD steht genau zu diesen Ausgrenzungen. Der Verein hat sich zurecht auch nicht gegen die Wähler gewendet. Sondern gegen die Postings das AfD Ortsverbandes. Und darüber hinaus darauf hingewiesen, dass der SVD für interkulturellen Austausch und Integration steht. Diese Ausrichtung ist so elementar, dass man Menschen, die an Ausgrenzung interessiert sind, nicht im Verein haben will."
Und in einem weiteren Beitrag daran anknüpfend:
"NPD und AfD nicht.
Wer also NPD oder AfD Anhänger ist, der stellt sich gegen Integration. Damit passt er nicht zu den Grundwerten des SVD.
...
Für Wähler gilt das nicht zwingend. Hier kann sich jeder selbst reflektieren, warum er die Partei wählt."
Mir in diesem Zusammenhang Pauschalisierung und Populismus vorzuwerfen ist aller unterste Kanone.
Der Vergleich mit der CSU ist abstrus. Die CSU macht das Gegenteil. Sie übernimmt viele Meinungen, die aus der AfD kommen. Der SVD grenzt sich davon ab. Wie soll das zusammenpassen?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAbleiben am 14.08.2018 um 13:06 Uhr bearbeitet
14.08.2018 - 13:14 Uhr
Zitat von Forever98
Was fällt dir eigentlich zur Regierungspartei und ihrem Nazibezug in den letzten Jahrzehnten ein? Die CDU hat immer wieder gerne altgediente NSDAP Mitglieder in Ortsverbänden empfangen, hatte Ministerpräsidenten (Filbinger) die Recht (Unrecht!!!) gesprochen haben, der Gründer unseres Geheimdienstes war die rechte Hand von Admiral Canaris und wurde trotzdem von Adenauer mit dem Posten betraut. Das ist aber dann Ok???? Was machen wir jetzt also mit den CDU Wählern und Mitgliedern? Deine Geschichtskenntnisse sind mit Verlaub gesagt nicht vorhanden oder verdrängt. Was ist denn schlimmer? Ich kenne die Antwort schon. Mit dieser gleichgeschalteten Meinung fährt man vielleicht gut, geht aber dummerweise an der Wahrheit vorbei.Und erspar mir bitte weitere politische Belehrungen wenn sie von solcher Ahnungslosigkeit gespeist sind
Was fällt dir eigentlich zur Regierungspartei und ihrem Nazibezug in den letzten Jahrzehnten ein? Die CDU hat immer wieder gerne altgediente NSDAP Mitglieder in Ortsverbänden empfangen, hatte Ministerpräsidenten (Filbinger) die Recht (Unrecht!!!) gesprochen haben, der Gründer unseres Geheimdienstes war die rechte Hand von Admiral Canaris und wurde trotzdem von Adenauer mit dem Posten betraut. Das ist aber dann Ok???? Was machen wir jetzt also mit den CDU Wählern und Mitgliedern? Deine Geschichtskenntnisse sind mit Verlaub gesagt nicht vorhanden oder verdrängt. Was ist denn schlimmer? Ich kenne die Antwort schon. Mit dieser gleichgeschalteten Meinung fährt man vielleicht gut, geht aber dummerweise an der Wahrheit vorbei.Und erspar mir bitte weitere politische Belehrungen wenn sie von solcher Ahnungslosigkeit gespeist sind
Unpassender Ansatz.
Die CDU als Partei steht keineswegs gegen Integration. Die AfD durchaus.
Geschichtliche Hinweise bringen uns da nicht weiter.
Entsprechend ist es weiterhin ganz einfach:
Wer für Integration ist, der ist willkommen. Die CDU als Partei fällt da rein.
Wer gegen Integration ist, der ist nicht willkommen. Die AfD als Partei fällt da rein.
Über die Wähler hat der SVD keinesfalls pauschal geurteilt.
Wer AfD wählt, aber trotzdem für Integration ist, der ist immer willkommen.
Im Umkehrschluss gilt aber auch:
Wer die Linke wählt und gegen Integration ist (gegen die Parteimeinung), der ist ebenfalls nicht willkommen im Verein.
Da man in einen Menschen nicht hineinschauen kann, ist der Statement ein Appell, dass jeder seine Meinung dazu hinterfagt, bevor er zum SVD kommt.
Für die Partei AfD lässt sich in aber klar feststellen, dass sie gegen Integration ist. Dies ist nicht willkommen. Inszenierungen der Partei mit dem Verein sind unerwünscht.
Mehr wurde nicht gesagt.
Und das passt 100%.
Die Grundsätze des Vereins in Bezug auf Integration wäre eine Farce, wenn man das mit sich machen ließe.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DAbleiben am 14.08.2018 um 13:15 Uhr bearbeitet
15.08.2018 - 11:26 Uhr
Dem Verein vorzuwerfen, dass er sich gegen Fremdenfeindlichkeit, und nichts anderes verkörpert die AfD, positioniert ist hochgradig lächerlich.
Werbung für extremes politisch/soziales Gedankengut in einem Fanblock ist ein no go.
Ich war schon immer stolz auf den SV98 . Jetzt bin ich es noch mehr. Korrekt agiert SVD !
Nazis raus !
Werbung für extremes politisch/soziales Gedankengut in einem Fanblock ist ein no go.
Ich war schon immer stolz auf den SV98 . Jetzt bin ich es noch mehr. Korrekt agiert SVD !
Nazis raus !
29.05.2019 - 20:06 Uhr
Zitat von bassman
Durchaus interessante Zahlen. Wenn man sieht, welche großen Unterschiede es allein beim Personalaufwand gibt, ist das schon aufschlussreich. Vor allem im Hinblick auf die Frage, welche Vereine ihre Mittel am besten eingesetzt haben, gemessen am sportlichen Abschneiden.
Das sind eindeutig der FC Heidenheim, Holstein Kiel und Jahn Regensburg. Schon krass, der HSV hat rund 75 Mio. EUR an Personalaufwand und landet auf Rang 4, Heidenheim landet mit 13 Mio. EUR auf Platz 5.
Im Personalaufwand-Ranking landen die Lilien auf Platz 6 (schöne Grüße an Torsten Frings & Co.), zum nächstplatzierten VfL Bochum beträgt der Abstand schon wieder knapp 2 Mio. EUR. Dahinter klafft erneut eine Lücke von 2 Mio. bis zu Greuther Fürth.
Vor uns liegen in der neuen Saison der VfB Stuttgart, HSV, Hannover, 1. FC Nürnberg und St. Pauli. Nimmt man dies zur Grundlage, kann die (sportliche) Zielsetzung eigentlich nur ein einstelliger Tabellenplatz sein.
Durchaus interessante Zahlen. Wenn man sieht, welche großen Unterschiede es allein beim Personalaufwand gibt, ist das schon aufschlussreich. Vor allem im Hinblick auf die Frage, welche Vereine ihre Mittel am besten eingesetzt haben, gemessen am sportlichen Abschneiden.
Das sind eindeutig der FC Heidenheim, Holstein Kiel und Jahn Regensburg. Schon krass, der HSV hat rund 75 Mio. EUR an Personalaufwand und landet auf Rang 4, Heidenheim landet mit 13 Mio. EUR auf Platz 5.
Im Personalaufwand-Ranking landen die Lilien auf Platz 6 (schöne Grüße an Torsten Frings & Co.), zum nächstplatzierten VfL Bochum beträgt der Abstand schon wieder knapp 2 Mio. EUR. Dahinter klafft erneut eine Lücke von 2 Mio. bis zu Greuther Fürth.
Vor uns liegen in der neuen Saison der VfB Stuttgart, HSV, Hannover, 1. FC Nürnberg und St. Pauli. Nimmt man dies zur Grundlage, kann die (sportliche) Zielsetzung eigentlich nur ein einstelliger Tabellenplatz sein.
Sorry, ich war selbst noch am recherchieren und da ich grad im Zug hocke und das alles aufm Handy passiert hats gedauert. Die Zahlen sind interessant, es ist allerdings zu beachten, dass alle Zahlen für die Saison 2017/2018 gelten (also fast alle, Ausnahmen sind gekennzeichnet, aber wenn dann auch nur bis Ende 2018) Deine Annahmen stimmen daher leider nicht ganz (nochmal, entschuldigung). Das Ganze ist zunehmend verwirrend weil alle Teams der Saison 2019/2020 zusammen dar gestellt werden.
Mir stachen allerdings auch die relativ hohen Personalkosten ins Auge (die Dritthöchsten nach Nürnberg und Union), sowie die Ausgaben für Spielerberater bei den Lilien (die zweithöchsten nach Nürnberg). Heißt wir haben uns für viel Geld teure Kicker andrehen lassen
Ich hoffe mit Wehlmann wird das besser. Richtig erkannt hast du trotzdem dass Kiel schon gute Arbeit mit wenig Geld betrieben haben, die haben ja in der Vorsaison sogar noch Relegation gespielt.
Generell lag 17/18 die 2. Liga aber finanziell eng beisammen. Vllt daher auch diese seltsame Saison in der zwischen Platz 4 und 17 ganze 9 Punkte Unterschied geherscht haben. Wer mal Differenzen sehen will sollte sich die Bundesligabilanzen ansehen und sich fragen wie Wolfsburg mit so sau viel Kohle auf Platz 16 gelandet ist

Dieser Beitrag wurde zuletzt von ph3nolph am 29.05.2019 um 20:26 Uhr bearbeitet
06.09.2019 - 10:19 Uhr
Zitat von malleralle
Wenn im Sport betrogen wird, dann gibt es halt einen, der daraus einen Nachteil kassiert und wenn der sich wehrt oder sich durch einen Einspruch Optionen für später aufrecht erhält, ist das aus meiner Sicht sein gutes Recht. Wenn der DFB bei dem Einsatz von nicht spielberechtigten Spielern die Punkte automatisch dem Gegner zuschreiben würde, dann hätte auch kein Verein Einspruch einlegen müssen. Warum sollen die Vereine mit Einspruch jetzt die Bösen oder Unwürdigen sein? Warum gibt es eine Frist für den Einspruch? Warum können Vereine nicht dann erst Einspriuch einlegen, wenn die Sache geklärt ist? Wo ist das Problem denn eigentlich?
Wenn im Sport betrogen wird, dann gibt es halt einen, der daraus einen Nachteil kassiert und wenn der sich wehrt oder sich durch einen Einspruch Optionen für später aufrecht erhält, ist das aus meiner Sicht sein gutes Recht. Wenn der DFB bei dem Einsatz von nicht spielberechtigten Spielern die Punkte automatisch dem Gegner zuschreiben würde, dann hätte auch kein Verein Einspruch einlegen müssen. Warum sollen die Vereine mit Einspruch jetzt die Bösen oder Unwürdigen sein? Warum gibt es eine Frist für den Einspruch? Warum können Vereine nicht dann erst Einspriuch einlegen, wenn die Sache geklärt ist? Wo ist das Problem denn eigentlich?
Genau das is ja die Zwickmühle in der sich die Vereine befanden. Man hat den Einspruch eingelegt, weil man sonst die Chance vergeben hätte aus dem möglichen Vergehen des HSV einen Profit zu schlagen. Dass die Vorstände das tun um sich später nicht anhängen lassen zu können, kann ich vollkommen nach voll ziehen.
Es gibt allerdings diverse Gründe, die die Vereine bei einem Einspruch in ein schlechtes Licht stellen.
Erstens erweckt es den Anschein als will man damit die sportliche Niederlage anfechten und somit die Tatsache das man auf dem Platz einfach schlechter war nicht akzeptieren. Das hat was von schlechtem Verlierer und gerade im Falle von Nürnberg hat es so gewirkt. Das hängt aber auch mit der Höhe der Niederlage zusammen und damit dass sie eben der erste Verein waren.
Zweitens war die Faktenlage äußerst dünn, weil die einzigen vermeintlichen Beweise eben Bildspekulationen waren. Das hier Fristen eingehalten werden müssen ist klar der Grund für den Einspruch, wie du ja richtig auf gezeigt hast. Wenn eine Revision der Spiele eh erfolgt wäre, hätte es keinen Grund zum Einspruch gegeben, gebe ich dir recht. Es ist allerdings traurig mit an zu sehen wie halt die meisten der Bild in die Falle gegangen sind und die Unschultsvermutung über Bord geworfen wurde, wie du ja auch gesagt hast. Nicht Einspruch ein zu legen hätte damit halt Courage bedeutet sich gegen die hetzende Meute zu stellen, um eben einem vermeintlich Unschuldigen den Rücken zu stärken, selbst wenn das einen Nachteil bedeutet hätte wenn man falsch liegt. Das Prinzip der Unschuldsvermutung hätte man damit trotzdem erstmal hoch gehalten, und moralisch ist damit der Einspruch aufgrund eines eventuellen Nachteils bei Unterlassung halt meines Erachtens nicht lupenrein.
Drittens war die Hoffnung, dass das DFB Schiedsgericht die Spiele revidiert, weil ein falscher Spielerpass vorlag halt verschwindend gering. Frühere Fälle wurden nie so aus gelegt und es gibt argumentativ wenig Gründe warum eine Mannschaftsleistung so stark an einem Spieler der nicht hätte spielen dürfen fest zu machen ist.
Viertens spielt die politische Dimension im Falle Jatta halt meiner Meinung nach auch eine Rolle. Dass das Flüchtlingsthema gerne vom Springer Verlag bespielt wird ist ja mittlerweile ein alter Hut. Dem aber einfach glauben zu schenken und sogar mit ins selbe Horn zu blaßen, stärkt eben Gruppierungen mit rechtem Hintergund den Rücken. Das ist traurig und war auch sicherlich nicht im Sinne der Einspruch einlegenden Vereine. Trotzdem schwingt das Thema halt unabdingbar bei der Sache mit.
Wie gesagt, aus Vorstandssicht ist die Handlung des Einspruchs einlegens absolut nach vollziehbar, zumindest für mich, es hätte aber sehr viel Mut erfordert eine klare Haltung ein zu nehmen und es eben nicht zu tun. Das wäre ein Statement gewesen und da, wie gesagt, die Chancen auf eine Revision gering waren meiner Meinung nach eine gute Aktion gewesen.
Das man mit dem Einspruch gezielt versucht hat Punkte zu ergaunern behaupte ich zumindest nicht. Es ging einfach darum eventuellen Schaden, durch nicht nutzen von juristischen Schlupflöchern, vom Verein ab zu wenden. Aber gerade darin liegt halt leider die vergebene Chance Haltung zu zeigen und eventuelle 3 Punkte zu riskieren. Sportlich hatte man diese Punkte eh nie verdient, und daher kommt auch der Vorwurf des Ergaunerns (wie gesagt ich seh das aber nicht so).
Der Vergleich mit dem Klassenerhalt duch die Insolvenz des OFCs hinkt halt aber trotzdem hinten und vorne. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe und jetzt so einen Whataboutism zu beginnen ist der Diskussion nicht förderlich.
Ich kann es verstehen, wenn die Fans der Vereine die jetzt als die Gelackmeierten da stehen ihrem Verein den Rücken stützen wollen, dann tut das aber halt auf der argumentativen Grundlage die besteht. Und die ist meines Erachtens auch berechtigt. Die Außenwirkung ist halt trotzdem Mist
06.09.2019 - 10:37 Uhr
Zitat von ph3nolph
Genau das is ja die Zwickmühle in der sich die Vereine befanden. Man hat den Einspruch eingelegt, weil man sonst die Chance vergeben hätte aus dem möglichen Vergehen des HSV einen Profit zu schlagen. Dass die Vorstände das tun um sich später nicht anhängen lassen zu können, kann ich vollkommen nach voll ziehen.
Es gibt allerdings diverse Gründe, die die Vereine bei einem Einspruch in ein schlechtes Licht stellen.
Erstens erweckt es den Anschein als will man damit die sportliche Niederlage anfechten und somit die Tatsache das man auf dem Platz einfach schlechter war nicht akzeptieren. Das hat was von schlechtem Verlierer und gerade im Falle von Nürnberg hat es so gewirkt. Das hängt aber auch mit der Höhe der Niederlage zusammen und damit dass sie eben der erste Verein waren.
Zweitens war die Faktenlage äußerst dünn, weil die einzigen vermeintlichen Beweise eben Bildspekulationen waren. Das hier Fristen eingehalten werden müssen ist klar der Grund für den Einspruch, wie du ja richtig auf gezeigt hast. Wenn eine Revision der Spiele eh erfolgt wäre, hätte es keinen Grund zum Einspruch gegeben, gebe ich dir recht. Es ist allerdings traurig mit an zu sehen wie halt die meisten der Bild in die Falle gegangen sind und die Unschultsvermutung über Bord geworfen wurde, wie du ja auch gesagt hast. Nicht Einspruch ein zu legen hätte damit halt Courage bedeutet sich gegen die hetzende Meute zu stellen, um eben einem vermeintlich Unschuldigen den Rücken zu stärken, selbst wenn das einen Nachteil bedeutet hätte wenn man falsch liegt. Das Prinzip der Unschuldsvermutung hätte man damit trotzdem erstmal hoch gehalten, und moralisch ist damit der Einspruch aufgrund eines eventuellen Nachteils bei Unterlassung halt meines Erachtens nicht lupenrein.
Drittens war die Hoffnung, dass das DFB Schiedsgericht die Spiele revidiert, weil ein falscher Spielerpass vorlag halt verschwindend gering. Frühere Fälle wurden nie so aus gelegt und es gibt argumentativ wenig Gründe warum eine Mannschaftsleistung so stark an einem Spieler der nicht hätte spielen dürfen fest zu machen ist.
Viertens spielt die politische Dimension im Falle Jatta halt meiner Meinung nach auch eine Rolle. Dass das Flüchtlingsthema gerne vom Springer Verlag bespielt wird ist ja mittlerweile ein alter Hut. Dem aber einfach glauben zu schenken und sogar mit ins selbe Horn zu blaßen, stärkt eben Gruppierungen mit rechtem Hintergund den Rücken. Das ist traurig und war auch sicherlich nicht im Sinne der Einspruch einlegenden Vereine. Trotzdem schwingt das Thema halt unabdingbar bei der Sache mit.
Wie gesagt, aus Vorstandssicht ist die Handlung des Einspruchs einlegens absolut nach vollziehbar, zumindest für mich, es hätte aber sehr viel Mut erfordert eine klare Haltung ein zu nehmen und es eben nicht zu tun. Das wäre ein Statement gewesen und da, wie gesagt, die Chancen auf eine Revision gering waren meiner Meinung nach eine gute Aktion gewesen.
Das man mit dem Einspruch gezielt versucht hat Punkte zu ergaunern behaupte ich zumindest nicht. Es ging einfach darum eventuellen Schaden, durch nicht nutzen von juristischen Schlupflöchern, vom Verein ab zu wenden. Aber gerade darin liegt halt leider die vergebene Chance Haltung zu zeigen und eventuelle 3 Punkte zu riskieren. Sportlich hatte man diese Punkte eh nie verdient, und daher kommt auch der Vorwurf des Ergaunerns (wie gesagt ich seh das aber nicht so).
Der Vergleich mit dem Klassenerhalt duch die Insolvenz des OFCs hinkt halt aber trotzdem hinten und vorne. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe und jetzt so einen Whataboutism zu beginnen ist der Diskussion nicht förderlich.
Ich kann es verstehen, wenn die Fans der Vereine die jetzt als die Gelackmeierten da stehen ihrem Verein den Rücken stützen wollen, dann tut das aber halt auf der argumentativen Grundlage die besteht. Und die ist meines Erachtens auch berechtigt. Die Außenwirkung ist halt trotzdem Mist
Zitat von malleralle
Wenn im Sport betrogen wird, dann gibt es halt einen, der daraus einen Nachteil kassiert und wenn der sich wehrt oder sich durch einen Einspruch Optionen für später aufrecht erhält, ist das aus meiner Sicht sein gutes Recht. Wenn der DFB bei dem Einsatz von nicht spielberechtigten Spielern die Punkte automatisch dem Gegner zuschreiben würde, dann hätte auch kein Verein Einspruch einlegen müssen. Warum sollen die Vereine mit Einspruch jetzt die Bösen oder Unwürdigen sein? Warum gibt es eine Frist für den Einspruch? Warum können Vereine nicht dann erst Einspriuch einlegen, wenn die Sache geklärt ist? Wo ist das Problem denn eigentlich?
Wenn im Sport betrogen wird, dann gibt es halt einen, der daraus einen Nachteil kassiert und wenn der sich wehrt oder sich durch einen Einspruch Optionen für später aufrecht erhält, ist das aus meiner Sicht sein gutes Recht. Wenn der DFB bei dem Einsatz von nicht spielberechtigten Spielern die Punkte automatisch dem Gegner zuschreiben würde, dann hätte auch kein Verein Einspruch einlegen müssen. Warum sollen die Vereine mit Einspruch jetzt die Bösen oder Unwürdigen sein? Warum gibt es eine Frist für den Einspruch? Warum können Vereine nicht dann erst Einspriuch einlegen, wenn die Sache geklärt ist? Wo ist das Problem denn eigentlich?
Genau das is ja die Zwickmühle in der sich die Vereine befanden. Man hat den Einspruch eingelegt, weil man sonst die Chance vergeben hätte aus dem möglichen Vergehen des HSV einen Profit zu schlagen. Dass die Vorstände das tun um sich später nicht anhängen lassen zu können, kann ich vollkommen nach voll ziehen.
Es gibt allerdings diverse Gründe, die die Vereine bei einem Einspruch in ein schlechtes Licht stellen.
Erstens erweckt es den Anschein als will man damit die sportliche Niederlage anfechten und somit die Tatsache das man auf dem Platz einfach schlechter war nicht akzeptieren. Das hat was von schlechtem Verlierer und gerade im Falle von Nürnberg hat es so gewirkt. Das hängt aber auch mit der Höhe der Niederlage zusammen und damit dass sie eben der erste Verein waren.
Zweitens war die Faktenlage äußerst dünn, weil die einzigen vermeintlichen Beweise eben Bildspekulationen waren. Das hier Fristen eingehalten werden müssen ist klar der Grund für den Einspruch, wie du ja richtig auf gezeigt hast. Wenn eine Revision der Spiele eh erfolgt wäre, hätte es keinen Grund zum Einspruch gegeben, gebe ich dir recht. Es ist allerdings traurig mit an zu sehen wie halt die meisten der Bild in die Falle gegangen sind und die Unschultsvermutung über Bord geworfen wurde, wie du ja auch gesagt hast. Nicht Einspruch ein zu legen hätte damit halt Courage bedeutet sich gegen die hetzende Meute zu stellen, um eben einem vermeintlich Unschuldigen den Rücken zu stärken, selbst wenn das einen Nachteil bedeutet hätte wenn man falsch liegt. Das Prinzip der Unschuldsvermutung hätte man damit trotzdem erstmal hoch gehalten, und moralisch ist damit der Einspruch aufgrund eines eventuellen Nachteils bei Unterlassung halt meines Erachtens nicht lupenrein.
Drittens war die Hoffnung, dass das DFB Schiedsgericht die Spiele revidiert, weil ein falscher Spielerpass vorlag halt verschwindend gering. Frühere Fälle wurden nie so aus gelegt und es gibt argumentativ wenig Gründe warum eine Mannschaftsleistung so stark an einem Spieler der nicht hätte spielen dürfen fest zu machen ist.
Viertens spielt die politische Dimension im Falle Jatta halt meiner Meinung nach auch eine Rolle. Dass das Flüchtlingsthema gerne vom Springer Verlag bespielt wird ist ja mittlerweile ein alter Hut. Dem aber einfach glauben zu schenken und sogar mit ins selbe Horn zu blaßen, stärkt eben Gruppierungen mit rechtem Hintergund den Rücken. Das ist traurig und war auch sicherlich nicht im Sinne der Einspruch einlegenden Vereine. Trotzdem schwingt das Thema halt unabdingbar bei der Sache mit.
Wie gesagt, aus Vorstandssicht ist die Handlung des Einspruchs einlegens absolut nach vollziehbar, zumindest für mich, es hätte aber sehr viel Mut erfordert eine klare Haltung ein zu nehmen und es eben nicht zu tun. Das wäre ein Statement gewesen und da, wie gesagt, die Chancen auf eine Revision gering waren meiner Meinung nach eine gute Aktion gewesen.
Das man mit dem Einspruch gezielt versucht hat Punkte zu ergaunern behaupte ich zumindest nicht. Es ging einfach darum eventuellen Schaden, durch nicht nutzen von juristischen Schlupflöchern, vom Verein ab zu wenden. Aber gerade darin liegt halt leider die vergebene Chance Haltung zu zeigen und eventuelle 3 Punkte zu riskieren. Sportlich hatte man diese Punkte eh nie verdient, und daher kommt auch der Vorwurf des Ergaunerns (wie gesagt ich seh das aber nicht so).
Der Vergleich mit dem Klassenerhalt duch die Insolvenz des OFCs hinkt halt aber trotzdem hinten und vorne. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe und jetzt so einen Whataboutism zu beginnen ist der Diskussion nicht förderlich.
Ich kann es verstehen, wenn die Fans der Vereine die jetzt als die Gelackmeierten da stehen ihrem Verein den Rücken stützen wollen, dann tut das aber halt auf der argumentativen Grundlage die besteht. Und die ist meines Erachtens auch berechtigt. Die Außenwirkung ist halt trotzdem Mist

Sehr guter Beitrag!
Ich denke, die Haltung, und insbesondere die Begründung des SV98, keinen Einspruch einzulegen war korrekt. Auf der einen Seite stehen m. E. nämlich die, die sich Punkte holen wollten, die sie sportlich nicht holen konnten, während auf der anderen die stehen, die im Falle Jatta den Menschen gesehen haben, selbst wenn dieser sich seine aktuelle Situation "erschummelt" hätte bzw. wenn, wie sich scheinbar gerade herausstellt, der Fall Jatta nur sinnloses Bild Gelaber wäre. In beiden Fällen nämlich, ist Jatta erst ein Mensch, danach erst Fussballer...
05.06.2023 - 20:41 Uhr
Zitat von vonGallenstein
Naja, steht ja dabei: Eine Glosse – mithin Ironie
Zitat von Schneelilie
Habe es gerade gelesen. Hoffe, dass ist Satire und nicht wirklich ernst gemeint.
Habe es gerade gelesen. Hoffe, dass ist Satire und nicht wirklich ernst gemeint.
Naja, steht ja dabei: Eine Glosse – mithin Ironie

Es ist ja was dran, da braucht man sich nix vormachen oder schönreden. Der Vermarktung helfen die beiden Vereine nicht wirklich....
Allerdings sind die Vereine RBL, Wolfsburg, Hoffenheim und Leverkusen noch viel schlechter zu vermarkten.
Und am Allerwenigsten lässt sich eine Liga inkl. einem Serienmeister mit 11 Titeln in Folge gut vermarkten.
Ebenfalls kommt es für den globalen Fußball Fan nicht attraktiv rüber, wenn der einzige Konkurrent regelmäßig beim Showdown, egal wie gut die Lage ist, sich bis in die Kniekehlen einscheißt und fast kampflos in die Bück-Stellung geht. Das sieht in Spanien, England und Italien wirklich schöner aus.
Ich denke als SV98 sollte man damit leben und es ist einfacher das Ganze zu akzeptieren, als wie RBL oder die anderen 3 eine ganz wichtige Rolle im deutschen Fußball spielen zu wollen.
Wir steigen ja auch nicht auf um am Bölle diese Plastikvereine zu sehen.
Am Ende sind Heidenheim und Darmstadt in einer Gruppe mit Mainz, Augsburg, Union und Freiburg zu sehen. Geht man hin, wenn die absteigen, heult aber auch kein Dauerkarteninhaber der "Traditionsvereine".
Nur das internationale Geschäft fehlt uns noch ein bisschen.
21.02.2024 - 16:12 Uhr
In der FAZ heute ein langer Beitrag über Finanzchefin Anne Baumann
https://www.faz.net/aktuell/sport/rhein-main-sport/darmstadt-98/darmstadt-98-anne-baumann-ist-finanz-chefin-und-gute-fee-19533753.html
Interessant finde ich den Hinweis, dass sie bei den Trainern Runjaic und Schuster besondere Wertschätzung genossen hat. Klingt so, als ob das danach nicht mehr der Fall war...
Ich würde gerne mehr Interna von Alex Westhoff lesen, dann müssten wir nicht so viel über die Machtverhältnisse spekulieren.
https://www.faz.net/aktuell/sport/rhein-main-sport/darmstadt-98/darmstadt-98-anne-baumann-ist-finanz-chefin-und-gute-fee-19533753.html
Interessant finde ich den Hinweis, dass sie bei den Trainern Runjaic und Schuster besondere Wertschätzung genossen hat. Klingt so, als ob das danach nicht mehr der Fall war...
Ich würde gerne mehr Interna von Alex Westhoff lesen, dann müssten wir nicht so viel über die Machtverhältnisse spekulieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von afuman am 21.02.2024 um 16:17 Uhr bearbeitet
11.04.2024 - 08:53 Uhr
https://www.echo-online.de/schwerpunkte/sv-darmstadt-98/
Da möchte ich heute das DA Echo für seinen heutigen Bericht über die Situation, auch bezüglich CW mal loben.
Finde es sehr gut beschrieben. Natürlich ist das noch keine komplette Analyse der Saison.
Es werden aber verschiedene Gründe für das schlechte Abschneiden in dieser Saison aufgezeigt,
was auch bei allen Verantwortlichen schon längst angekommen ist.
Es ist also auf keinen Fall so, dass es aus Vereinssicht oder TL seiner Sicht nur einen Schuldigen gibt, wie es ein Forist hier im Forum leider permanent wiederholt.
Wünsche einen sonnigen Tag....
Da möchte ich heute das DA Echo für seinen heutigen Bericht über die Situation, auch bezüglich CW mal loben.
Finde es sehr gut beschrieben. Natürlich ist das noch keine komplette Analyse der Saison.
Es werden aber verschiedene Gründe für das schlechte Abschneiden in dieser Saison aufgezeigt,
was auch bei allen Verantwortlichen schon längst angekommen ist.
Es ist also auf keinen Fall so, dass es aus Vereinssicht oder TL seiner Sicht nur einen Schuldigen gibt, wie es ein Forist hier im Forum leider permanent wiederholt.
Wünsche einen sonnigen Tag....
11.04.2024 - 16:42 Uhr
Zitat von Prsut-I-Sir
Könntest du das kurz zusammenfassen, liegt ja leider hinter der Paywall?
Zitat von malleralle
https://www.echo-online.de/schwerpunkte/sv-darmstadt-98/
Da möchte ich heute das DA Echo für seinen heutigen Bericht über die Situation, auch bezüglich CW mal loben.
Finde es sehr gut beschrieben. Natürlich ist das noch keine komplette Analyse der Saison.
Es werden aber verschiedene Gründe für das schlechte Abschneiden in dieser Saison aufgezeigt,
was auch bei allen Verantwortlichen schon längst angekommen ist.
Es ist also auf keinen Fall so, dass es aus Vereinssicht oder TL seiner Sicht nur einen Schuldigen gibt, wie es ein Forist hier im Forum leider permanent wiederholt.
Wünsche einen sonnigen Tag....
https://www.echo-online.de/schwerpunkte/sv-darmstadt-98/
Da möchte ich heute das DA Echo für seinen heutigen Bericht über die Situation, auch bezüglich CW mal loben.
Finde es sehr gut beschrieben. Natürlich ist das noch keine komplette Analyse der Saison.
Es werden aber verschiedene Gründe für das schlechte Abschneiden in dieser Saison aufgezeigt,
was auch bei allen Verantwortlichen schon längst angekommen ist.
Es ist also auf keinen Fall so, dass es aus Vereinssicht oder TL seiner Sicht nur einen Schuldigen gibt, wie es ein Forist hier im Forum leider permanent wiederholt.
Wünsche einen sonnigen Tag....

Könntest du das kurz zusammenfassen, liegt ja leider hinter der Paywall?
Ich weiß nicht, ob das der richtige Artikel ist, aber in dem, den ich gerade gelesen habe bestätigt das Echo, dass Wehlmann nicht wahnsinnig viel zu melden hatte. Unter Schuster gar nichts. Grammozis und Anfang waren seine Ideen, Lieberknecht dagegen nicht.
Die Zusammenarbeit mit Lieberknecht wird als professionell beschrieben. Vilhelmsson war Lieberknechts absoluter Wunsch, da hat er sich gegen Wehlmann durchgesetzt . Lieberknecht wohl etwas beleidigt, als er dann bei der Vorstellung des Spielers nicht erwähnt wurde und Wehlmann das dann als seinen Transfer dargestellt hat.
Letzten Sommer was das Credo des Vereins sich nicht zu verschulden und kein Risiko einzugehen, auch im kommenden Sommer wird man nicht viel Geld ausgeben.
Ansonsten werden halt einzelne Transfers Wehlmanns beurteilt, Pfeiffer, Skarke, Bader aber auch Ozegovic, Campo und Stojilkovic....
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