| Geburtsdatum | 15.10.1971 |
|---|---|
| Alter | 54 |
| Nat. |
Kroatien |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Borussia Dortmund |
Niko Kovac [Trainer]
29.01.2025 - 23:50 Uhr
31.07.2026 - 14:34 Uhr
Zitat von ClairObscur
Es wird scheinbar wieder für einige sehr Schmerzhaft werden sobald Kovac aus den ersten 5 Spielen wieder 15 Punkte holt und man diesen unpassenden Trainer einfach nicht los wird, weil er zu viel Erfolg hat
Es wird scheinbar wieder für einige sehr Schmerzhaft werden sobald Kovac aus den ersten 5 Spielen wieder 15 Punkte holt und man diesen unpassenden Trainer einfach nicht los wird, weil er zu viel Erfolg hat
Schrecklich, dieser ganze Erfolg. Das würde dem Verein wirklich schaden. Am Ende bleibt es noch so und wir müssen gar nicht mehr um die CL zittern …
Also wenn ich eine Liste erstellen darf an Dingen die in diesem Forum nerven:
- Kovac misserfolg wünschen auf Grund persönlicher Befindlichkeiten.
- Das ständige predigen der 4-Kette weil es auf dem Whiteboard einen Ticken offensiver ist ungeachtet dessen, dass der Kader es nicht hergibt.
- Sich aufregendere Spiele wünschen. Gegen Bayern und in der CL ab dem 1/8-Finale darf es gerne aufregend sein. Gegen Elversberg und Augsburg darf es für mich lieber ein langweiliges 1:0 sein.
- Langfristige Bewertungen anhand kurzfristiger Meldungen. Ich erinnere mich an Kritik an Book weil er bei den Millionen mal nicht so rummachen soll gut Karetsas.
- Analysen die weiter reichen als Post die auf der selben Seite stehen. Kaum einer macht sich die Mühe mal umzublättern. Hat den wirklich niemand mehr daumen?
- Spielervorschläge aus der dritten ungarischen Liga mit exotischen Namen und 6 Vorlagen. Nein, der BvB wird nicht den Slowakischen Miroslav Klose mit 24 als absoluten Überraschungstransfer holen. Der BVB kauft Toptalente oder sofortverstärkungen.
- Die Meinung als Fan anrecht auf den Verein zu haben. Du kannst dir gerne ein trikot in deinen Lieblingsfarben kaufen, dass heisst aber nicht, dass der Verein es dir deswegen recht machen muss.
Ich weiß nicht obs mir so geht aber die Sommerpause tut mir nicht gut. Ich lese zunehmend Post bei den ich mich Frage wie man darauf kommen kann zu sagen “Das ist gut, das Poste ich jetzt so”
Edit: @ClairObscur Sorry fürs Kapern von deinem Post. Du hast mir einfach zu sehr aus dem Herzen gesprochen …
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Econball am 31.07.2026 um 14:36 Uhr bearbeitet
31.07.2026 - 14:40 Uhr
Zitat von ClairObscur
Es wird scheinbar wieder für einige sehr Schmerzhaft werden sobald Kovac aus den ersten 5 Spielen wieder 15 Punkte holt und man diesen unpassenden Trainer einfach nicht los wird, weil er zu viel Erfolg hat
Es wird scheinbar wieder für einige sehr Schmerzhaft werden sobald Kovac aus den ersten 5 Spielen wieder 15 Punkte holt und man diesen unpassenden Trainer einfach nicht los wird, weil er zu viel Erfolg hat
Erstmal stimmt doch schon die Grundannahme nicht, Kovac hat letzte Saison nicht die ersten 5 Spiele gewonnen. Direkt im ersten Spiel gab es ein 3:3 gegen St. Pauli und die sind am Ende abgestiegen. Das wird bei solchen Vergleichen gerne mal komplett ausgeblendet.
Dazu kommt: In den ersten 5 Spielen ging es letzte Saison gegen 3 spätere Absteiger. Das ist schon ein kleiner Unterschied zu dem, was jetzt auf uns zukommt. Diesmal hast du unter anderem Hoffenheim auswärts und Stuttgart auswärts dabei. Da mal eben wieder von 15 Punkten aus den ersten fünf Spielen auszugehen, halte ich für ziemlich unrealistisch.
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert. Letzte Saison hat man punktetechnisch extrem viel rausgeholt, aber spielerisch war das oft auf sehr dünnem Eis. Viele enge Spiele, viel über Standards, Flanken, Einzelmomente und Dosenöffner. Sowas kann mal eine Saison lang gut laufen, aber das ist nichts, worauf du dich dauerhaft verlassen kannst.
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
31.07.2026 - 14:46 Uhr
Zitat von Doktor_BiH
Erstmal stimmt doch schon die Grundannahme nicht, Kovac hat letzte Saison nicht die ersten 5 Spiele gewonnen. Direkt im ersten Spiel gab es ein 3:3 gegen St. Pauli und die sind am Ende abgestiegen. Das wird bei solchen Vergleichen gerne mal komplett ausgeblendet.
Dazu kommt: In den ersten 5 Spielen ging es letzte Saison gegen 3 spätere Absteiger. Das ist schon ein kleiner Unterschied zu dem, was jetzt auf uns zukommt. Diesmal hast du unter anderem Hoffenheim auswärts und Stuttgart auswärts dabei. Da mal eben wieder von 15 Punkten aus den ersten fünf Spielen auszugehen, halte ich für ziemlich unrealistisch.
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert. Letzte Saison hat man punktetechnisch extrem viel rausgeholt, aber spielerisch war das oft auf sehr dünnem Eis. Viele enge Spiele, viel über Standards, Flanken, Einzelmomente und Dosenöffner. Sowas kann mal eine Saison lang gut laufen, aber das ist nichts, worauf du dich dauerhaft verlassen kannst.
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Zitat von ClairObscur
Es wird scheinbar wieder für einige sehr Schmerzhaft werden sobald Kovac aus den ersten 5 Spielen wieder 15 Punkte holt und man diesen unpassenden Trainer einfach nicht los wird, weil er zu viel Erfolg hat
Es wird scheinbar wieder für einige sehr Schmerzhaft werden sobald Kovac aus den ersten 5 Spielen wieder 15 Punkte holt und man diesen unpassenden Trainer einfach nicht los wird, weil er zu viel Erfolg hat
Erstmal stimmt doch schon die Grundannahme nicht, Kovac hat letzte Saison nicht die ersten 5 Spiele gewonnen. Direkt im ersten Spiel gab es ein 3:3 gegen St. Pauli und die sind am Ende abgestiegen. Das wird bei solchen Vergleichen gerne mal komplett ausgeblendet.
Dazu kommt: In den ersten 5 Spielen ging es letzte Saison gegen 3 spätere Absteiger. Das ist schon ein kleiner Unterschied zu dem, was jetzt auf uns zukommt. Diesmal hast du unter anderem Hoffenheim auswärts und Stuttgart auswärts dabei. Da mal eben wieder von 15 Punkten aus den ersten fünf Spielen auszugehen, halte ich für ziemlich unrealistisch.
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert. Letzte Saison hat man punktetechnisch extrem viel rausgeholt, aber spielerisch war das oft auf sehr dünnem Eis. Viele enge Spiele, viel über Standards, Flanken, Einzelmomente und Dosenöffner. Sowas kann mal eine Saison lang gut laufen, aber das ist nichts, worauf du dich dauerhaft verlassen kannst.
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Oh 13 Punkte Entschuldigung, achja es hat eben nicht nur letzte Saison funktioniert, sondern auch in der Rückrunde davor
31.07.2026 - 15:01 Uhr
Zitat von Doktor_BiH
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Zitat von ClairObscur
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
31.07.2026 - 16:45 Uhr
Zitat von NullNeun
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Zitat von Doktor_BiH
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Es gibt konkrete Gründe, weswegen man skeptisch sein darf. Letzte Saison haben wir nur in der Bundesliga sehr gute Ergebnisse geholt, in den anderen Wettbewerben aber nicht. Alle Ergebnisse zusammen genommen, war es dann nicht mehr so eine starke Saison, wie es die 73 Punkte erscheinen lassen.
Und warum sollte es in der Bundesliga genauso weitergehen?
Wieso gewinnen wir beispielsweise in der Liga in Leverkusen, verlieren aber in einem Heimspiel im Pokal?
Das kann doch genauso gut umgekehrt ausgehen, oder nicht?
Ich erwarte daher, dass sich Leistungen aus Champions League, Pokal und Liga mehr angleichen werden.
Statistisch war es übrigens ähnlich, in der Liga sprang mehr raus als statistisch zu erwarten war und in der Champions League weniger.
Und offensiv ist ein Rückgang unverkennbar. Der Maßstab ist da nicht die Konkurrenz, sondern wir selber. Wir schossen regelmäßig über 80 Tore in der Liga und kamen nun auf 70. Unsere Offensive ist klar schlechter geworden, nicht nur subjektiv was das Spielerische angeht, sondern auch bezüglich des Outputs, also der Anzahl der Tore. Allerdings ist das kein Phänomen allein unter Kovac, diese Entwicklung nahmen wir schon im letzten Terzic Jahr, weswegen dieser gegangen ist, meiner Meinung nach. Kovac konnte aber die Defensive stabilisieren. Wobei, in Terzic letzter Rückrunde kamen wir auf ein Torverhältnis von 35:18; fast exakt wie unter Kovac bei dem es 35:17 wären, wenn man das Saison-Torverhältnis durch zwei teilt. Aber mit Kovac punkten wir besser.
Wie auch immer, es gibt konkrete Gründe, weswegen einige mit schlechteren Ergebnissen rechnen. Andersherum sind die geholten Ergebnisse natürlich auch ein guter Grund, dass man positiv in die Saison geht.
Das ist für mich die zentrale Frage: Können wir mit Kovacs Ansatz genauso weiterpunkten?
31.07.2026 - 18:12 Uhr
Zitat von mba123
Es gibt konkrete Gründe, weswegen man skeptisch sein darf. Letzte Saison haben wir nur in der Bundesliga sehr gute Ergebnisse geholt, in den anderen Wettbewerben aber nicht. Alle Ergebnisse zusammen genommen, war es dann nicht mehr so eine starke Saison, wie es die 73 Punkte erscheinen lassen.
Und warum sollte es in der Bundesliga genauso weitergehen?
Wieso gewinnen wir beispielsweise in der Liga in Leverkusen, verlieren aber in einem Heimspiel im Pokal?
Das kann doch genauso gut umgekehrt ausgehen, oder nicht?
Ich erwarte daher, dass sich Leistungen aus Champions League, Pokal und Liga mehr angleichen werden.
Statistisch war es übrigens ähnlich, in der Liga sprang mehr raus als statistisch zu erwarten war und in der Champions League weniger.
Und offensiv ist ein Rückgang unverkennbar. Der Maßstab ist da nicht die Konkurrenz, sondern wir selber. Wir schossen regelmäßig über 80 Tore in der Liga und kamen nun auf 70. Unsere Offensive ist klar schlechter geworden, nicht nur subjektiv was das Spielerische angeht, sondern auch bezüglich des Outputs, also der Anzahl der Tore. Allerdings ist das kein Phänomen allein unter Kovac, diese Entwicklung nahmen wir schon im letzten Terzic Jahr, weswegen dieser gegangen ist, meiner Meinung nach. Kovac konnte aber die Defensive stabilisieren. Wobei, in Terzic letzter Rückrunde kamen wir auf ein Torverhältnis von 35:18; fast exakt wie unter Kovac bei dem es 35:17 wären, wenn man das Saison-Torverhältnis durch zwei teilt. Aber mit Kovac punkten wir besser.
Wie auch immer, es gibt konkrete Gründe, weswegen einige mit schlechteren Ergebnissen rechnen. Andersherum sind die geholten Ergebnisse natürlich auch ein guter Grund, dass man positiv in die Saison geht.
Das ist für mich die zentrale Frage: Können wir mit Kovacs Ansatz genauso weiterpunkten?
Zitat von NullNeun
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Zitat von Doktor_BiH
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Es gibt konkrete Gründe, weswegen man skeptisch sein darf. Letzte Saison haben wir nur in der Bundesliga sehr gute Ergebnisse geholt, in den anderen Wettbewerben aber nicht. Alle Ergebnisse zusammen genommen, war es dann nicht mehr so eine starke Saison, wie es die 73 Punkte erscheinen lassen.
Und warum sollte es in der Bundesliga genauso weitergehen?
Wieso gewinnen wir beispielsweise in der Liga in Leverkusen, verlieren aber in einem Heimspiel im Pokal?
Das kann doch genauso gut umgekehrt ausgehen, oder nicht?
Ich erwarte daher, dass sich Leistungen aus Champions League, Pokal und Liga mehr angleichen werden.
Statistisch war es übrigens ähnlich, in der Liga sprang mehr raus als statistisch zu erwarten war und in der Champions League weniger.
Und offensiv ist ein Rückgang unverkennbar. Der Maßstab ist da nicht die Konkurrenz, sondern wir selber. Wir schossen regelmäßig über 80 Tore in der Liga und kamen nun auf 70. Unsere Offensive ist klar schlechter geworden, nicht nur subjektiv was das Spielerische angeht, sondern auch bezüglich des Outputs, also der Anzahl der Tore. Allerdings ist das kein Phänomen allein unter Kovac, diese Entwicklung nahmen wir schon im letzten Terzic Jahr, weswegen dieser gegangen ist, meiner Meinung nach. Kovac konnte aber die Defensive stabilisieren. Wobei, in Terzic letzter Rückrunde kamen wir auf ein Torverhältnis von 35:18; fast exakt wie unter Kovac bei dem es 35:17 wären, wenn man das Saison-Torverhältnis durch zwei teilt. Aber mit Kovac punkten wir besser.
Wie auch immer, es gibt konkrete Gründe, weswegen einige mit schlechteren Ergebnissen rechnen. Andersherum sind die geholten Ergebnisse natürlich auch ein guter Grund, dass man positiv in die Saison geht.
Das ist für mich die zentrale Frage: Können wir mit Kovacs Ansatz genauso weiterpunkten?
Wobei am Ende doch egal ist ob man die Punkte holt weil man in einem spektakulären Spiel mit 4:2 gewinnt oder in einem recht langweiligen Spiel souverän 2:0.
Am Ende sind es 3 Punkte und eine gute Defensive ist nicht weniger wert als eine gute Offensive. Das eine macht halt den Fans mehr Spaß als das andere.
In den beiden letzten Saison in denen wir mehr als 80 Tore geschossen haben hatten wir am Ende halt auch einmal 10 und einmal 18 Gegentore mehr als in der abgelaufenen Saison.
Damals hatten wir halt Ausnahmespieler einen Ausnahmestürmer wie Haaland vorne drin. Jetzt kommen wir aber mmn mehr über ein kollektives Gerüst. Ist mir persönlich erstmal lieber, da man mmn nicht ganz so abhängig von Einzelspielern ist. Aber klar man sollte dennoch sehen das man in der kommenden Saison auch zusätzlich zu der defensiven Stabilität wieder etwas mehr offensive Power entwickelt. Das ist jetzt eben der nächste Schritt den man gehen muss.
31.07.2026 - 19:57 Uhr
Zitat von mba123
Es gibt konkrete Gründe, weswegen man skeptisch sein darf. Letzte Saison haben wir nur in der Bundesliga sehr gute Ergebnisse geholt, in den anderen Wettbewerben aber nicht. Alle Ergebnisse zusammen genommen, war es dann nicht mehr so eine starke Saison, wie es die 73 Punkte erscheinen lassen.
Und warum sollte es in der Bundesliga genauso weitergehen?
Wieso gewinnen wir beispielsweise in der Liga in Leverkusen, verlieren aber in einem Heimspiel im Pokal?
Das kann doch genauso gut umgekehrt ausgehen, oder nicht?
Ich erwarte daher, dass sich Leistungen aus Champions League, Pokal und Liga mehr angleichen werden.
Statistisch war es übrigens ähnlich, in der Liga sprang mehr raus als statistisch zu erwarten war und in der Champions League weniger.
Und offensiv ist ein Rückgang unverkennbar. Der Maßstab ist da nicht die Konkurrenz, sondern wir selber. Wir schossen regelmäßig über 80 Tore in der Liga und kamen nun auf 70. Unsere Offensive ist klar schlechter geworden, nicht nur subjektiv was das Spielerische angeht, sondern auch bezüglich des Outputs, also der Anzahl der Tore. Allerdings ist das kein Phänomen allein unter Kovac, diese Entwicklung nahmen wir schon im letzten Terzic Jahr, weswegen dieser gegangen ist, meiner Meinung nach. Kovac konnte aber die Defensive stabilisieren. Wobei, in Terzic letzter Rückrunde kamen wir auf ein Torverhältnis von 35:18; fast exakt wie unter Kovac bei dem es 35:17 wären, wenn man das Saison-Torverhältnis durch zwei teilt. Aber mit Kovac punkten wir besser.
Wie auch immer, es gibt konkrete Gründe, weswegen einige mit schlechteren Ergebnissen rechnen. Andersherum sind die geholten Ergebnisse natürlich auch ein guter Grund, dass man positiv in die Saison geht.
Das ist für mich die zentrale Frage: Können wir mit Kovacs Ansatz genauso weiterpunkten?
Zitat von NullNeun
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Zitat von Doktor_BiH
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Es gibt konkrete Gründe, weswegen man skeptisch sein darf. Letzte Saison haben wir nur in der Bundesliga sehr gute Ergebnisse geholt, in den anderen Wettbewerben aber nicht. Alle Ergebnisse zusammen genommen, war es dann nicht mehr so eine starke Saison, wie es die 73 Punkte erscheinen lassen.
Und warum sollte es in der Bundesliga genauso weitergehen?
Wieso gewinnen wir beispielsweise in der Liga in Leverkusen, verlieren aber in einem Heimspiel im Pokal?
Das kann doch genauso gut umgekehrt ausgehen, oder nicht?
Ich erwarte daher, dass sich Leistungen aus Champions League, Pokal und Liga mehr angleichen werden.
Statistisch war es übrigens ähnlich, in der Liga sprang mehr raus als statistisch zu erwarten war und in der Champions League weniger.
Und offensiv ist ein Rückgang unverkennbar. Der Maßstab ist da nicht die Konkurrenz, sondern wir selber. Wir schossen regelmäßig über 80 Tore in der Liga und kamen nun auf 70. Unsere Offensive ist klar schlechter geworden, nicht nur subjektiv was das Spielerische angeht, sondern auch bezüglich des Outputs, also der Anzahl der Tore. Allerdings ist das kein Phänomen allein unter Kovac, diese Entwicklung nahmen wir schon im letzten Terzic Jahr, weswegen dieser gegangen ist, meiner Meinung nach. Kovac konnte aber die Defensive stabilisieren. Wobei, in Terzic letzter Rückrunde kamen wir auf ein Torverhältnis von 35:18; fast exakt wie unter Kovac bei dem es 35:17 wären, wenn man das Saison-Torverhältnis durch zwei teilt. Aber mit Kovac punkten wir besser.
Wie auch immer, es gibt konkrete Gründe, weswegen einige mit schlechteren Ergebnissen rechnen. Andersherum sind die geholten Ergebnisse natürlich auch ein guter Grund, dass man positiv in die Saison geht.
Das ist für mich die zentrale Frage: Können wir mit Kovacs Ansatz genauso weiterpunkten?
Terzic ist (meiner Meinung nach) gegangen, weil es einen völlig überdrehten und irrationalen Hass gegen ihn gab. Was damals hier im Forum und generell online abging, hat mit einer realistischen Bewertung, oder mit rationaler Kritik nichts mehr zu tun gehabt. Terzic hat uns jedes Jahr um Titel mitspielen lassen. Aber das hat vielen leider nicht gereicht.
Deswegen ist es für mich auch kein Kritikpunkt wenn man sagt, dass Kovac auf einem ähnlichen Niveau unterwegs ist wie Terzic. Kovac schafft das ganze nämlich mit einem Kader, der individuell deutlich schlechter aufgestellt ist.
Ich werde nie nachvollziehen können, warum so viele sich ein schlechtes Abschneiden von unserer Mannschaft wünschen, nur um dann irgendwelche personellen Wechsel zu erhoffen. Es ist ja nicht so, als würde sich die Stimmung danach zum positiven ändern. Als Terzic weg war, hat man mit Sahin genauso weitergemacht. Und seitdem Kovac da ist, heißt es bei ihm auch, dass er schnellstmöglich ausgewechselt werden muss. Kehl wurde hier jahrelang als Ursache für personelle Fehlplanung angesehen, und mittlerweile geht es halt mit Book weiter. Ähnliches kann man auch über Watzke und Ricken sagen. Die Namen sind austauschbar. Das Internet scheint für viele einfach nur noch ein Ort zu sein, um persönlichen Frust abzulassen.
Das verrückte ist ja, dass es genug Anhaltspunkte für fundierte Kritik gibt. Mir gefällt längst nicht alles was Kovac macht. Ich sehe ebenfalls, dass es viele sehr knappe Spiele gab, und dass einige davon auch anders hätten ausgehen können. Ich bin mit der Leistung in der CL auch nicht zufrieden. Im Pokal hatten wir halt durchweg schwere Lose. Mit Essen hatten wir einen Gegner, den man nicht unterschätzen darf, schon gar nicht auswärts. Es ist nicht sooo lange her, dass sie im Viertelfinale standen, und u.a. Leverkusen rausgeworfen haben. Auswärts in Frankfurt ist auch immer schwer. Gegen Leverkusen haben wir dann sogar das bessere Spiel gemacht, als in der Liga, waren aber eben unglücklich.
Letztlich hat Kovac hier aber seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse eingefahren, und aktuell sehe ich nicht, warum sich das ändern sollte. Der Kern der Mannschaft ist geblieben. Die Achse aus Kobel - Schlotterbeck - Nmecha - Guirassy ist geblieben. Bellingham hat sich individuell ordentlich verbessert, mit Karetsas haben wir einen spannenden neuen
Spieler, Beier hat sich auch gesteigert. Ich bin optimistisch, dass wir es zumindest schaffen, unser Niveau zu halten, und drücke die Daumen, dass wir uns noch steigern können.
31.07.2026 - 20:19 Uhr
Zitat von SachMalChris
Terzic ist (meiner Meinung nach) gegangen, weil es einen völlig überdrehten und irrationalen Hass gegen ihn gab. Was damals hier im Forum und generell online abging, hat mit einer realistischen Bewertung, oder mit rationaler Kritik nichts mehr zu tun gehabt. Terzic hat uns jedes Jahr um Titel mitspielen lassen. Aber das hat vielen leider nicht gereicht.
Deswegen ist es für mich auch kein Kritikpunkt wenn man sagt, dass Kovac auf einem ähnlichen Niveau unterwegs ist wie Terzic. Kovac schafft das ganze nämlich mit einem Kader, der individuell deutlich schlechter aufgestellt ist.
Ich werde nie nachvollziehen können, warum so viele sich ein schlechtes Abschneiden von unserer Mannschaft wünschen, nur um dann irgendwelche personellen Wechsel zu erhoffen. Es ist ja nicht so, als würde sich die Stimmung danach zum positiven ändern. Als Terzic weg war, hat man mit Sahin genauso weitergemacht. Und seitdem Kovac da ist, heißt es bei ihm auch, dass er schnellstmöglich ausgewechselt werden muss. Kehl wurde hier jahrelang als Ursache für personelle Fehlplanung angesehen, und mittlerweile geht es halt mit Book weiter. Ähnliches kann man auch über Watzke und Ricken sagen. Die Namen sind austauschbar. Das Internet scheint für viele einfach nur noch ein Ort zu sein, um persönlichen Frust abzulassen.
Das verrückte ist ja, dass es genug Anhaltspunkte für fundierte Kritik gibt. Mir gefällt längst nicht alles was Kovac macht. Ich sehe ebenfalls, dass es viele sehr knappe Spiele gab, und dass einige davon auch anders hätten ausgehen können. Ich bin mit der Leistung in der CL auch nicht zufrieden. Im Pokal hatten wir halt durchweg schwere Lose. Mit Essen hatten wir einen Gegner, den man nicht unterschätzen darf, schon gar nicht auswärts. Es ist nicht sooo lange her, dass sie im Viertelfinale standen, und u.a. Leverkusen rausgeworfen haben. Auswärts in Frankfurt ist auch immer schwer. Gegen Leverkusen haben wir dann sogar das bessere Spiel gemacht, als in der Liga, waren aber eben unglücklich.
Letztlich hat Kovac hier aber seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse eingefahren, und aktuell sehe ich nicht, warum sich das ändern sollte. Der Kern der Mannschaft ist geblieben. Die Achse aus Kobel - Schlotterbeck - Nmecha - Guirassy ist geblieben. Bellingham hat sich individuell ordentlich verbessert, mit Karetsas haben wir einen spannenden neuen
Spieler, Beier hat sich auch gesteigert. Ich bin optimistisch, dass wir es zumindest schaffen, unser Niveau zu halten, und drücke die Daumen, dass wir uns noch steigern können.
Zitat von mba123
Es gibt konkrete Gründe, weswegen man skeptisch sein darf. Letzte Saison haben wir nur in der Bundesliga sehr gute Ergebnisse geholt, in den anderen Wettbewerben aber nicht. Alle Ergebnisse zusammen genommen, war es dann nicht mehr so eine starke Saison, wie es die 73 Punkte erscheinen lassen.
Und warum sollte es in der Bundesliga genauso weitergehen?
Wieso gewinnen wir beispielsweise in der Liga in Leverkusen, verlieren aber in einem Heimspiel im Pokal?
Das kann doch genauso gut umgekehrt ausgehen, oder nicht?
Ich erwarte daher, dass sich Leistungen aus Champions League, Pokal und Liga mehr angleichen werden.
Statistisch war es übrigens ähnlich, in der Liga sprang mehr raus als statistisch zu erwarten war und in der Champions League weniger.
Und offensiv ist ein Rückgang unverkennbar. Der Maßstab ist da nicht die Konkurrenz, sondern wir selber. Wir schossen regelmäßig über 80 Tore in der Liga und kamen nun auf 70. Unsere Offensive ist klar schlechter geworden, nicht nur subjektiv was das Spielerische angeht, sondern auch bezüglich des Outputs, also der Anzahl der Tore. Allerdings ist das kein Phänomen allein unter Kovac, diese Entwicklung nahmen wir schon im letzten Terzic Jahr, weswegen dieser gegangen ist, meiner Meinung nach. Kovac konnte aber die Defensive stabilisieren. Wobei, in Terzic letzter Rückrunde kamen wir auf ein Torverhältnis von 35:18; fast exakt wie unter Kovac bei dem es 35:17 wären, wenn man das Saison-Torverhältnis durch zwei teilt. Aber mit Kovac punkten wir besser.
Wie auch immer, es gibt konkrete Gründe, weswegen einige mit schlechteren Ergebnissen rechnen. Andersherum sind die geholten Ergebnisse natürlich auch ein guter Grund, dass man positiv in die Saison geht.
Das ist für mich die zentrale Frage: Können wir mit Kovacs Ansatz genauso weiterpunkten?
Zitat von NullNeun
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Zitat von Doktor_BiH
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Es gibt konkrete Gründe, weswegen man skeptisch sein darf. Letzte Saison haben wir nur in der Bundesliga sehr gute Ergebnisse geholt, in den anderen Wettbewerben aber nicht. Alle Ergebnisse zusammen genommen, war es dann nicht mehr so eine starke Saison, wie es die 73 Punkte erscheinen lassen.
Und warum sollte es in der Bundesliga genauso weitergehen?
Wieso gewinnen wir beispielsweise in der Liga in Leverkusen, verlieren aber in einem Heimspiel im Pokal?
Das kann doch genauso gut umgekehrt ausgehen, oder nicht?
Ich erwarte daher, dass sich Leistungen aus Champions League, Pokal und Liga mehr angleichen werden.
Statistisch war es übrigens ähnlich, in der Liga sprang mehr raus als statistisch zu erwarten war und in der Champions League weniger.
Und offensiv ist ein Rückgang unverkennbar. Der Maßstab ist da nicht die Konkurrenz, sondern wir selber. Wir schossen regelmäßig über 80 Tore in der Liga und kamen nun auf 70. Unsere Offensive ist klar schlechter geworden, nicht nur subjektiv was das Spielerische angeht, sondern auch bezüglich des Outputs, also der Anzahl der Tore. Allerdings ist das kein Phänomen allein unter Kovac, diese Entwicklung nahmen wir schon im letzten Terzic Jahr, weswegen dieser gegangen ist, meiner Meinung nach. Kovac konnte aber die Defensive stabilisieren. Wobei, in Terzic letzter Rückrunde kamen wir auf ein Torverhältnis von 35:18; fast exakt wie unter Kovac bei dem es 35:17 wären, wenn man das Saison-Torverhältnis durch zwei teilt. Aber mit Kovac punkten wir besser.
Wie auch immer, es gibt konkrete Gründe, weswegen einige mit schlechteren Ergebnissen rechnen. Andersherum sind die geholten Ergebnisse natürlich auch ein guter Grund, dass man positiv in die Saison geht.
Das ist für mich die zentrale Frage: Können wir mit Kovacs Ansatz genauso weiterpunkten?
Terzic ist (meiner Meinung nach) gegangen, weil es einen völlig überdrehten und irrationalen Hass gegen ihn gab. Was damals hier im Forum und generell online abging, hat mit einer realistischen Bewertung, oder mit rationaler Kritik nichts mehr zu tun gehabt. Terzic hat uns jedes Jahr um Titel mitspielen lassen. Aber das hat vielen leider nicht gereicht.
Deswegen ist es für mich auch kein Kritikpunkt wenn man sagt, dass Kovac auf einem ähnlichen Niveau unterwegs ist wie Terzic. Kovac schafft das ganze nämlich mit einem Kader, der individuell deutlich schlechter aufgestellt ist.
Ich werde nie nachvollziehen können, warum so viele sich ein schlechtes Abschneiden von unserer Mannschaft wünschen, nur um dann irgendwelche personellen Wechsel zu erhoffen. Es ist ja nicht so, als würde sich die Stimmung danach zum positiven ändern. Als Terzic weg war, hat man mit Sahin genauso weitergemacht. Und seitdem Kovac da ist, heißt es bei ihm auch, dass er schnellstmöglich ausgewechselt werden muss. Kehl wurde hier jahrelang als Ursache für personelle Fehlplanung angesehen, und mittlerweile geht es halt mit Book weiter. Ähnliches kann man auch über Watzke und Ricken sagen. Die Namen sind austauschbar. Das Internet scheint für viele einfach nur noch ein Ort zu sein, um persönlichen Frust abzulassen.
Das verrückte ist ja, dass es genug Anhaltspunkte für fundierte Kritik gibt. Mir gefällt längst nicht alles was Kovac macht. Ich sehe ebenfalls, dass es viele sehr knappe Spiele gab, und dass einige davon auch anders hätten ausgehen können. Ich bin mit der Leistung in der CL auch nicht zufrieden. Im Pokal hatten wir halt durchweg schwere Lose. Mit Essen hatten wir einen Gegner, den man nicht unterschätzen darf, schon gar nicht auswärts. Es ist nicht sooo lange her, dass sie im Viertelfinale standen, und u.a. Leverkusen rausgeworfen haben. Auswärts in Frankfurt ist auch immer schwer. Gegen Leverkusen haben wir dann sogar das bessere Spiel gemacht, als in der Liga, waren aber eben unglücklich.
Letztlich hat Kovac hier aber seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse eingefahren, und aktuell sehe ich nicht, warum sich das ändern sollte. Der Kern der Mannschaft ist geblieben. Die Achse aus Kobel - Schlotterbeck - Nmecha - Guirassy ist geblieben. Bellingham hat sich individuell ordentlich verbessert, mit Karetsas haben wir einen spannenden neuen
Spieler, Beier hat sich auch gesteigert. Ich bin optimistisch, dass wir es zumindest schaffen, unser Niveau zu halten, und drücke die Daumen, dass wir uns noch steigern können.
Ich finde, da werden mehrere Dinge komplett vermischt.
Erstmal, Kritik an Terzic war nicht automatisch irrationaler Hass. Gab es übertriebene Beiträge? Natürlich. Wie immer im Internet. Aber daraus jetzt zu machen, als wäre die grundsätzliche Kritik an Terzic nicht berechtigt gewesen, ist mir viel zu bequem. Auch unter Terzic gab es über lange Strecken massive spielerische Probleme, wenig Entwicklung, viel Abhängigkeit von Einzelmomenten, kaum klare Offensivstruktur und am Ende oft dieses „irgendwie Ergebnis holen“. Dass man Titelrennen und CL-Finale nicht ignorieren darf, ist klar. Aber genauso wenig darf man ignorieren, wie man dahin gekommen ist und man darf auch nicht ignorieren, das wir mit Terzic die letzten beiden Saisons einmal 5 und einmal 4 wurden. Mit Sahin wurde es dann nicht besser sondern noch schlechter, natürlich hat man Fehler gemacht, das kann man doch gar nicht leugnen.
Und genau da ist doch der Punkt bei Kovac, es geht nicht darum, dass man gute Ergebnisse schlechtreden will. Natürlich freuen sich die Leute über Siege. Dieser Vorwurf, Kritiker würden sich schlechte Ergebnisse wünschen, ist einfach ein Strohmann. Die meisten kritisieren doch gerade trotz guter Ergebnisse, weil sie die Spielweise und die langfristige Entwicklung problematisch finden, meiner Meinung nach ist halt dieser Fußball den man spielt nicht nachhaltig.
Bei Terzic hieß es damals auch oft: „Aber wir stehen doch gut da“, „aber wir spielen um Titel“, „aber am Ende zählt das Ergebnis“. Und genau dieses Denken hat uns doch in diese Lage gebracht. Man schaut auf Tabelle und Punkte, redet sich den Rest schön und wundert sich dann, wenn die strukturellen Probleme später wieder aufbrechen.
Kovac mit dem schlechteren Kader zu verteidigen, kann man ein Stück weit machen. Der Kader hat definitiv Qualität verloren, keine Frage. Aber das ist doch gleichzeitig auch Kritik an der sportlichen Führung. Und trotzdem bleibt die Frage: Was entwickelt Kovac spielerisch? Wo sind die klaren Automatismen? Wo ist die bessere Chancenqualität aus dem Spiel heraus? Wo ist der Plan B, wenn Standards, Flanken und Dosenöffner nicht funktionieren? Wo ist die konsequente Einbindung junger Spieler?
Nur weil eine Mannschaft defensiver steht und mehr Punkte holt, ist das für mich noch keine fußballerische Weiterentwicklung. Defensive Stabilität wird hier teilweise so getan, als wäre sie automatisch gleichbedeutend mit besserem Fußball. Das ist doch Blödsinn. Du kannst auch einfach risikoärmer spielen, tiefer stehen, mehr absichern und dadurch weniger Gegentore kassieren. Das kann kurzfristig sinnvoll sein, aber es beantwortet nicht die Frage, ob sich die Mannschaft mit Ball wirklich weiterentwickelt.
Und selbst diese angebliche Stabilität sehe ich nicht so eindeutig, wie sie oft dargestellt wird. Ja, die Gegentore können besser aussehen. Aber wie oft war das wirklich souverän? Wie oft hatten wir Druckphasen gegen uns, Chaos im Aufbau, kaum Kontrolle im Mittelfeld und mussten uns auf Kobel, Schlotterbeck, letzte Blocks oder individuelle Qualität verlassen? Für mich ist das oft eher Ergebnisstabilität als echte Spielkontrolle.
Auch Pokal und CL würde ich nicht so einfach wegwischen. Klar, Frankfurt auswärts und Leverkusen sind schwere Lose. Aber genau in solchen Spielen sieht man doch, wie tragfähig eine Spielidee ist. In der Bundesliga kannst du mit Effizienz, Standards und individueller Qualität vieles kaschieren. International oder in K.o.-Spielen gegen starke Gegner wird es dann enger, weil Fehler, fehlende Struktur und fehlende offensive Lösungen schneller bestraft werden.
Und dieses „Kovac fährt seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse ein, warum sollte sich das ändern?“ ist genau die Denke, die ich gefährlich finde. Weil sie so tut, als wären Ergebnisse einfach beliebig reproduzierbar. Viele Spiele waren extrem eng. Viel lief über Standards, Flanken, Einzelmomente und eine sehr kleine Fehler-Marge. Das kann eine Saison lang sehr gut funktionieren, aber daraus automatisch abzuleiten, dass man wieder auf diesem Niveau punktet, halte ich für sehr optimistisch, wie gesagt.
Der Kern ist geblieben, ja. Aber das allein reicht doch nicht. Wenn der Grundansatz gleich bleibt, die Gegner sich besser einstellen und enge Spiele nicht mehr so oft auf unsere Seite kippen, sieht die Welt schnell anders aus. Vor allem, wenn man weiterhin kaum Fortschritt im Spiel mit Ball sieht.
Karetsas, El Mala oder andere Talente ändern daran auch nicht automatisch etwas. Solche Spieler brauchen Vertrauen, Minuten und einen Fußball, der ihre Stärken überhaupt zur Geltung bringt. Wenn du sie in ein risikoarmes, auf Absicherung ausgelegtes System wirfst, in dem junge Spieler nach zwei Fehlern wieder draußen sind, dann wird aus Potenzial auch schnell Frust.
Am Ende geht es nicht darum, permanent neue Namen zu fordern oder persönlichen Frust abzulassen. Es geht darum, dass der BVB seit Jahren dieselben Muster hat, Ergebnisse kaschieren spielerische Probleme, Verantwortliche reden sich bestätigt, die Kaderplanung bleibt halbgar, Trainerprofile passen nicht zur angeblichen Vereinsidee, und wenn es dann knallt, ist angeblich wieder alles überraschend. Ich hoffe es wird mit Book jetzt anders und vor allem besser.
Kovac hat stabilisiert, ja. Das kann man anerkennen. Aber Stabilisieren ist nicht dasselbe wie Entwickeln. Wenn der Anspruch wirklich mutigerer, offensiverer und entwicklungsorientierter Fußball ist, dann muss man auch ehrlich fragen dürfen, ob Kovac dafür der richtige Trainer ist. Und da sehe ich bisher deutlich mehr Hoffnung als belastbare Argumente.
31.07.2026 - 21:35 Uhr
Zitat von Doktor_BiH
Ich finde, da werden mehrere Dinge komplett vermischt.
Erstmal, Kritik an Terzic war nicht automatisch irrationaler Hass. Gab es übertriebene Beiträge? Natürlich. Wie immer im Internet. Aber daraus jetzt zu machen, als wäre die grundsätzliche Kritik an Terzic nicht berechtigt gewesen, ist mir viel zu bequem. Auch unter Terzic gab es über lange Strecken massive spielerische Probleme, wenig Entwicklung, viel Abhängigkeit von Einzelmomenten, kaum klare Offensivstruktur und am Ende oft dieses „irgendwie Ergebnis holen“. Dass man Titelrennen und CL-Finale nicht ignorieren darf, ist klar. Aber genauso wenig darf man ignorieren, wie man dahin gekommen ist und man darf auch nicht ignorieren, das wir mit Terzic die letzten beiden Saisons einmal 5 und einmal 4 wurden. Mit Sahin wurde es dann nicht besser sondern noch schlechter, natürlich hat man Fehler gemacht, das kann man doch gar nicht leugnen.
Und genau da ist doch der Punkt bei Kovac, es geht nicht darum, dass man gute Ergebnisse schlechtreden will. Natürlich freuen sich die Leute über Siege. Dieser Vorwurf, Kritiker würden sich schlechte Ergebnisse wünschen, ist einfach ein Strohmann. Die meisten kritisieren doch gerade trotz guter Ergebnisse, weil sie die Spielweise und die langfristige Entwicklung problematisch finden, meiner Meinung nach ist halt dieser Fußball den man spielt nicht nachhaltig.
Bei Terzic hieß es damals auch oft: „Aber wir stehen doch gut da“, „aber wir spielen um Titel“, „aber am Ende zählt das Ergebnis“. Und genau dieses Denken hat uns doch in diese Lage gebracht. Man schaut auf Tabelle und Punkte, redet sich den Rest schön und wundert sich dann, wenn die strukturellen Probleme später wieder aufbrechen.
Kovac mit dem schlechteren Kader zu verteidigen, kann man ein Stück weit machen. Der Kader hat definitiv Qualität verloren, keine Frage. Aber das ist doch gleichzeitig auch Kritik an der sportlichen Führung. Und trotzdem bleibt die Frage: Was entwickelt Kovac spielerisch? Wo sind die klaren Automatismen? Wo ist die bessere Chancenqualität aus dem Spiel heraus? Wo ist der Plan B, wenn Standards, Flanken und Dosenöffner nicht funktionieren? Wo ist die konsequente Einbindung junger Spieler?
Nur weil eine Mannschaft defensiver steht und mehr Punkte holt, ist das für mich noch keine fußballerische Weiterentwicklung. Defensive Stabilität wird hier teilweise so getan, als wäre sie automatisch gleichbedeutend mit besserem Fußball. Das ist doch Blödsinn. Du kannst auch einfach risikoärmer spielen, tiefer stehen, mehr absichern und dadurch weniger Gegentore kassieren. Das kann kurzfristig sinnvoll sein, aber es beantwortet nicht die Frage, ob sich die Mannschaft mit Ball wirklich weiterentwickelt.
Und selbst diese angebliche Stabilität sehe ich nicht so eindeutig, wie sie oft dargestellt wird. Ja, die Gegentore können besser aussehen. Aber wie oft war das wirklich souverän? Wie oft hatten wir Druckphasen gegen uns, Chaos im Aufbau, kaum Kontrolle im Mittelfeld und mussten uns auf Kobel, Schlotterbeck, letzte Blocks oder individuelle Qualität verlassen? Für mich ist das oft eher Ergebnisstabilität als echte Spielkontrolle.
Auch Pokal und CL würde ich nicht so einfach wegwischen. Klar, Frankfurt auswärts und Leverkusen sind schwere Lose. Aber genau in solchen Spielen sieht man doch, wie tragfähig eine Spielidee ist. In der Bundesliga kannst du mit Effizienz, Standards und individueller Qualität vieles kaschieren. International oder in K.o.-Spielen gegen starke Gegner wird es dann enger, weil Fehler, fehlende Struktur und fehlende offensive Lösungen schneller bestraft werden.
Und dieses „Kovac fährt seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse ein, warum sollte sich das ändern?“ ist genau die Denke, die ich gefährlich finde. Weil sie so tut, als wären Ergebnisse einfach beliebig reproduzierbar. Viele Spiele waren extrem eng. Viel lief über Standards, Flanken, Einzelmomente und eine sehr kleine Fehler-Marge. Das kann eine Saison lang sehr gut funktionieren, aber daraus automatisch abzuleiten, dass man wieder auf diesem Niveau punktet, halte ich für sehr optimistisch, wie gesagt.
Der Kern ist geblieben, ja. Aber das allein reicht doch nicht. Wenn der Grundansatz gleich bleibt, die Gegner sich besser einstellen und enge Spiele nicht mehr so oft auf unsere Seite kippen, sieht die Welt schnell anders aus. Vor allem, wenn man weiterhin kaum Fortschritt im Spiel mit Ball sieht.
Karetsas, El Mala oder andere Talente ändern daran auch nicht automatisch etwas. Solche Spieler brauchen Vertrauen, Minuten und einen Fußball, der ihre Stärken überhaupt zur Geltung bringt. Wenn du sie in ein risikoarmes, auf Absicherung ausgelegtes System wirfst, in dem junge Spieler nach zwei Fehlern wieder draußen sind, dann wird aus Potenzial auch schnell Frust.
Am Ende geht es nicht darum, permanent neue Namen zu fordern oder persönlichen Frust abzulassen. Es geht darum, dass der BVB seit Jahren dieselben Muster hat, Ergebnisse kaschieren spielerische Probleme, Verantwortliche reden sich bestätigt, die Kaderplanung bleibt halbgar, Trainerprofile passen nicht zur angeblichen Vereinsidee, und wenn es dann knallt, ist angeblich wieder alles überraschend. Ich hoffe es wird mit Book jetzt anders und vor allem besser.
Kovac hat stabilisiert, ja. Das kann man anerkennen. Aber Stabilisieren ist nicht dasselbe wie Entwickeln. Wenn der Anspruch wirklich mutigerer, offensiverer und entwicklungsorientierter Fußball ist, dann muss man auch ehrlich fragen dürfen, ob Kovac dafür der richtige Trainer ist. Und da sehe ich bisher deutlich mehr Hoffnung als belastbare Argumente.
Zitat von SachMalChris
Terzic ist (meiner Meinung nach) gegangen, weil es einen völlig überdrehten und irrationalen Hass gegen ihn gab. Was damals hier im Forum und generell online abging, hat mit einer realistischen Bewertung, oder mit rationaler Kritik nichts mehr zu tun gehabt. Terzic hat uns jedes Jahr um Titel mitspielen lassen. Aber das hat vielen leider nicht gereicht.
Deswegen ist es für mich auch kein Kritikpunkt wenn man sagt, dass Kovac auf einem ähnlichen Niveau unterwegs ist wie Terzic. Kovac schafft das ganze nämlich mit einem Kader, der individuell deutlich schlechter aufgestellt ist.
Ich werde nie nachvollziehen können, warum so viele sich ein schlechtes Abschneiden von unserer Mannschaft wünschen, nur um dann irgendwelche personellen Wechsel zu erhoffen. Es ist ja nicht so, als würde sich die Stimmung danach zum positiven ändern. Als Terzic weg war, hat man mit Sahin genauso weitergemacht. Und seitdem Kovac da ist, heißt es bei ihm auch, dass er schnellstmöglich ausgewechselt werden muss. Kehl wurde hier jahrelang als Ursache für personelle Fehlplanung angesehen, und mittlerweile geht es halt mit Book weiter. Ähnliches kann man auch über Watzke und Ricken sagen. Die Namen sind austauschbar. Das Internet scheint für viele einfach nur noch ein Ort zu sein, um persönlichen Frust abzulassen.
Das verrückte ist ja, dass es genug Anhaltspunkte für fundierte Kritik gibt. Mir gefällt längst nicht alles was Kovac macht. Ich sehe ebenfalls, dass es viele sehr knappe Spiele gab, und dass einige davon auch anders hätten ausgehen können. Ich bin mit der Leistung in der CL auch nicht zufrieden. Im Pokal hatten wir halt durchweg schwere Lose. Mit Essen hatten wir einen Gegner, den man nicht unterschätzen darf, schon gar nicht auswärts. Es ist nicht sooo lange her, dass sie im Viertelfinale standen, und u.a. Leverkusen rausgeworfen haben. Auswärts in Frankfurt ist auch immer schwer. Gegen Leverkusen haben wir dann sogar das bessere Spiel gemacht, als in der Liga, waren aber eben unglücklich.
Letztlich hat Kovac hier aber seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse eingefahren, und aktuell sehe ich nicht, warum sich das ändern sollte. Der Kern der Mannschaft ist geblieben. Die Achse aus Kobel - Schlotterbeck - Nmecha - Guirassy ist geblieben. Bellingham hat sich individuell ordentlich verbessert, mit Karetsas haben wir einen spannenden neuen
Spieler, Beier hat sich auch gesteigert. Ich bin optimistisch, dass wir es zumindest schaffen, unser Niveau zu halten, und drücke die Daumen, dass wir uns noch steigern können.
Zitat von mba123
Es gibt konkrete Gründe, weswegen man skeptisch sein darf. Letzte Saison haben wir nur in der Bundesliga sehr gute Ergebnisse geholt, in den anderen Wettbewerben aber nicht. Alle Ergebnisse zusammen genommen, war es dann nicht mehr so eine starke Saison, wie es die 73 Punkte erscheinen lassen.
Und warum sollte es in der Bundesliga genauso weitergehen?
Wieso gewinnen wir beispielsweise in der Liga in Leverkusen, verlieren aber in einem Heimspiel im Pokal?
Das kann doch genauso gut umgekehrt ausgehen, oder nicht?
Ich erwarte daher, dass sich Leistungen aus Champions League, Pokal und Liga mehr angleichen werden.
Statistisch war es übrigens ähnlich, in der Liga sprang mehr raus als statistisch zu erwarten war und in der Champions League weniger.
Und offensiv ist ein Rückgang unverkennbar. Der Maßstab ist da nicht die Konkurrenz, sondern wir selber. Wir schossen regelmäßig über 80 Tore in der Liga und kamen nun auf 70. Unsere Offensive ist klar schlechter geworden, nicht nur subjektiv was das Spielerische angeht, sondern auch bezüglich des Outputs, also der Anzahl der Tore. Allerdings ist das kein Phänomen allein unter Kovac, diese Entwicklung nahmen wir schon im letzten Terzic Jahr, weswegen dieser gegangen ist, meiner Meinung nach. Kovac konnte aber die Defensive stabilisieren. Wobei, in Terzic letzter Rückrunde kamen wir auf ein Torverhältnis von 35:18; fast exakt wie unter Kovac bei dem es 35:17 wären, wenn man das Saison-Torverhältnis durch zwei teilt. Aber mit Kovac punkten wir besser.
Wie auch immer, es gibt konkrete Gründe, weswegen einige mit schlechteren Ergebnissen rechnen. Andersherum sind die geholten Ergebnisse natürlich auch ein guter Grund, dass man positiv in die Saison geht.
Das ist für mich die zentrale Frage: Können wir mit Kovacs Ansatz genauso weiterpunkten?
Zitat von NullNeun
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Zitat von Doktor_BiH
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
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Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Es gibt konkrete Gründe, weswegen man skeptisch sein darf. Letzte Saison haben wir nur in der Bundesliga sehr gute Ergebnisse geholt, in den anderen Wettbewerben aber nicht. Alle Ergebnisse zusammen genommen, war es dann nicht mehr so eine starke Saison, wie es die 73 Punkte erscheinen lassen.
Und warum sollte es in der Bundesliga genauso weitergehen?
Wieso gewinnen wir beispielsweise in der Liga in Leverkusen, verlieren aber in einem Heimspiel im Pokal?
Das kann doch genauso gut umgekehrt ausgehen, oder nicht?
Ich erwarte daher, dass sich Leistungen aus Champions League, Pokal und Liga mehr angleichen werden.
Statistisch war es übrigens ähnlich, in der Liga sprang mehr raus als statistisch zu erwarten war und in der Champions League weniger.
Und offensiv ist ein Rückgang unverkennbar. Der Maßstab ist da nicht die Konkurrenz, sondern wir selber. Wir schossen regelmäßig über 80 Tore in der Liga und kamen nun auf 70. Unsere Offensive ist klar schlechter geworden, nicht nur subjektiv was das Spielerische angeht, sondern auch bezüglich des Outputs, also der Anzahl der Tore. Allerdings ist das kein Phänomen allein unter Kovac, diese Entwicklung nahmen wir schon im letzten Terzic Jahr, weswegen dieser gegangen ist, meiner Meinung nach. Kovac konnte aber die Defensive stabilisieren. Wobei, in Terzic letzter Rückrunde kamen wir auf ein Torverhältnis von 35:18; fast exakt wie unter Kovac bei dem es 35:17 wären, wenn man das Saison-Torverhältnis durch zwei teilt. Aber mit Kovac punkten wir besser.
Wie auch immer, es gibt konkrete Gründe, weswegen einige mit schlechteren Ergebnissen rechnen. Andersherum sind die geholten Ergebnisse natürlich auch ein guter Grund, dass man positiv in die Saison geht.
Das ist für mich die zentrale Frage: Können wir mit Kovacs Ansatz genauso weiterpunkten?
Terzic ist (meiner Meinung nach) gegangen, weil es einen völlig überdrehten und irrationalen Hass gegen ihn gab. Was damals hier im Forum und generell online abging, hat mit einer realistischen Bewertung, oder mit rationaler Kritik nichts mehr zu tun gehabt. Terzic hat uns jedes Jahr um Titel mitspielen lassen. Aber das hat vielen leider nicht gereicht.
Deswegen ist es für mich auch kein Kritikpunkt wenn man sagt, dass Kovac auf einem ähnlichen Niveau unterwegs ist wie Terzic. Kovac schafft das ganze nämlich mit einem Kader, der individuell deutlich schlechter aufgestellt ist.
Ich werde nie nachvollziehen können, warum so viele sich ein schlechtes Abschneiden von unserer Mannschaft wünschen, nur um dann irgendwelche personellen Wechsel zu erhoffen. Es ist ja nicht so, als würde sich die Stimmung danach zum positiven ändern. Als Terzic weg war, hat man mit Sahin genauso weitergemacht. Und seitdem Kovac da ist, heißt es bei ihm auch, dass er schnellstmöglich ausgewechselt werden muss. Kehl wurde hier jahrelang als Ursache für personelle Fehlplanung angesehen, und mittlerweile geht es halt mit Book weiter. Ähnliches kann man auch über Watzke und Ricken sagen. Die Namen sind austauschbar. Das Internet scheint für viele einfach nur noch ein Ort zu sein, um persönlichen Frust abzulassen.
Das verrückte ist ja, dass es genug Anhaltspunkte für fundierte Kritik gibt. Mir gefällt längst nicht alles was Kovac macht. Ich sehe ebenfalls, dass es viele sehr knappe Spiele gab, und dass einige davon auch anders hätten ausgehen können. Ich bin mit der Leistung in der CL auch nicht zufrieden. Im Pokal hatten wir halt durchweg schwere Lose. Mit Essen hatten wir einen Gegner, den man nicht unterschätzen darf, schon gar nicht auswärts. Es ist nicht sooo lange her, dass sie im Viertelfinale standen, und u.a. Leverkusen rausgeworfen haben. Auswärts in Frankfurt ist auch immer schwer. Gegen Leverkusen haben wir dann sogar das bessere Spiel gemacht, als in der Liga, waren aber eben unglücklich.
Letztlich hat Kovac hier aber seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse eingefahren, und aktuell sehe ich nicht, warum sich das ändern sollte. Der Kern der Mannschaft ist geblieben. Die Achse aus Kobel - Schlotterbeck - Nmecha - Guirassy ist geblieben. Bellingham hat sich individuell ordentlich verbessert, mit Karetsas haben wir einen spannenden neuen
Spieler, Beier hat sich auch gesteigert. Ich bin optimistisch, dass wir es zumindest schaffen, unser Niveau zu halten, und drücke die Daumen, dass wir uns noch steigern können.
Ich finde, da werden mehrere Dinge komplett vermischt.
Erstmal, Kritik an Terzic war nicht automatisch irrationaler Hass. Gab es übertriebene Beiträge? Natürlich. Wie immer im Internet. Aber daraus jetzt zu machen, als wäre die grundsätzliche Kritik an Terzic nicht berechtigt gewesen, ist mir viel zu bequem. Auch unter Terzic gab es über lange Strecken massive spielerische Probleme, wenig Entwicklung, viel Abhängigkeit von Einzelmomenten, kaum klare Offensivstruktur und am Ende oft dieses „irgendwie Ergebnis holen“. Dass man Titelrennen und CL-Finale nicht ignorieren darf, ist klar. Aber genauso wenig darf man ignorieren, wie man dahin gekommen ist und man darf auch nicht ignorieren, das wir mit Terzic die letzten beiden Saisons einmal 5 und einmal 4 wurden. Mit Sahin wurde es dann nicht besser sondern noch schlechter, natürlich hat man Fehler gemacht, das kann man doch gar nicht leugnen.
Und genau da ist doch der Punkt bei Kovac, es geht nicht darum, dass man gute Ergebnisse schlechtreden will. Natürlich freuen sich die Leute über Siege. Dieser Vorwurf, Kritiker würden sich schlechte Ergebnisse wünschen, ist einfach ein Strohmann. Die meisten kritisieren doch gerade trotz guter Ergebnisse, weil sie die Spielweise und die langfristige Entwicklung problematisch finden, meiner Meinung nach ist halt dieser Fußball den man spielt nicht nachhaltig.
Bei Terzic hieß es damals auch oft: „Aber wir stehen doch gut da“, „aber wir spielen um Titel“, „aber am Ende zählt das Ergebnis“. Und genau dieses Denken hat uns doch in diese Lage gebracht. Man schaut auf Tabelle und Punkte, redet sich den Rest schön und wundert sich dann, wenn die strukturellen Probleme später wieder aufbrechen.
Kovac mit dem schlechteren Kader zu verteidigen, kann man ein Stück weit machen. Der Kader hat definitiv Qualität verloren, keine Frage. Aber das ist doch gleichzeitig auch Kritik an der sportlichen Führung. Und trotzdem bleibt die Frage: Was entwickelt Kovac spielerisch? Wo sind die klaren Automatismen? Wo ist die bessere Chancenqualität aus dem Spiel heraus? Wo ist der Plan B, wenn Standards, Flanken und Dosenöffner nicht funktionieren? Wo ist die konsequente Einbindung junger Spieler?
Nur weil eine Mannschaft defensiver steht und mehr Punkte holt, ist das für mich noch keine fußballerische Weiterentwicklung. Defensive Stabilität wird hier teilweise so getan, als wäre sie automatisch gleichbedeutend mit besserem Fußball. Das ist doch Blödsinn. Du kannst auch einfach risikoärmer spielen, tiefer stehen, mehr absichern und dadurch weniger Gegentore kassieren. Das kann kurzfristig sinnvoll sein, aber es beantwortet nicht die Frage, ob sich die Mannschaft mit Ball wirklich weiterentwickelt.
Und selbst diese angebliche Stabilität sehe ich nicht so eindeutig, wie sie oft dargestellt wird. Ja, die Gegentore können besser aussehen. Aber wie oft war das wirklich souverän? Wie oft hatten wir Druckphasen gegen uns, Chaos im Aufbau, kaum Kontrolle im Mittelfeld und mussten uns auf Kobel, Schlotterbeck, letzte Blocks oder individuelle Qualität verlassen? Für mich ist das oft eher Ergebnisstabilität als echte Spielkontrolle.
Auch Pokal und CL würde ich nicht so einfach wegwischen. Klar, Frankfurt auswärts und Leverkusen sind schwere Lose. Aber genau in solchen Spielen sieht man doch, wie tragfähig eine Spielidee ist. In der Bundesliga kannst du mit Effizienz, Standards und individueller Qualität vieles kaschieren. International oder in K.o.-Spielen gegen starke Gegner wird es dann enger, weil Fehler, fehlende Struktur und fehlende offensive Lösungen schneller bestraft werden.
Und dieses „Kovac fährt seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse ein, warum sollte sich das ändern?“ ist genau die Denke, die ich gefährlich finde. Weil sie so tut, als wären Ergebnisse einfach beliebig reproduzierbar. Viele Spiele waren extrem eng. Viel lief über Standards, Flanken, Einzelmomente und eine sehr kleine Fehler-Marge. Das kann eine Saison lang sehr gut funktionieren, aber daraus automatisch abzuleiten, dass man wieder auf diesem Niveau punktet, halte ich für sehr optimistisch, wie gesagt.
Der Kern ist geblieben, ja. Aber das allein reicht doch nicht. Wenn der Grundansatz gleich bleibt, die Gegner sich besser einstellen und enge Spiele nicht mehr so oft auf unsere Seite kippen, sieht die Welt schnell anders aus. Vor allem, wenn man weiterhin kaum Fortschritt im Spiel mit Ball sieht.
Karetsas, El Mala oder andere Talente ändern daran auch nicht automatisch etwas. Solche Spieler brauchen Vertrauen, Minuten und einen Fußball, der ihre Stärken überhaupt zur Geltung bringt. Wenn du sie in ein risikoarmes, auf Absicherung ausgelegtes System wirfst, in dem junge Spieler nach zwei Fehlern wieder draußen sind, dann wird aus Potenzial auch schnell Frust.
Am Ende geht es nicht darum, permanent neue Namen zu fordern oder persönlichen Frust abzulassen. Es geht darum, dass der BVB seit Jahren dieselben Muster hat, Ergebnisse kaschieren spielerische Probleme, Verantwortliche reden sich bestätigt, die Kaderplanung bleibt halbgar, Trainerprofile passen nicht zur angeblichen Vereinsidee, und wenn es dann knallt, ist angeblich wieder alles überraschend. Ich hoffe es wird mit Book jetzt anders und vor allem besser.
Kovac hat stabilisiert, ja. Das kann man anerkennen. Aber Stabilisieren ist nicht dasselbe wie Entwickeln. Wenn der Anspruch wirklich mutigerer, offensiverer und entwicklungsorientierter Fußball ist, dann muss man auch ehrlich fragen dürfen, ob Kovac dafür der richtige Trainer ist. Und da sehe ich bisher deutlich mehr Hoffnung als belastbare Argumente.
Ich sehe deinen Beitrag nicht als Widerspruch zu meinem. Mir ist bewusst, dass es viele Punkte gibt, die nicht ideal laufen. Um das in der Tiefe aber wirklich stichhaltig bewerten zu können, fehlt mir das Wissen. Ich bin in erster Linie ein Fußballfan, der sich ganz gerne im Internet austauscht. Aber ich bin weit weg davon ein Analyst oder Experte für Taktik, Spielerprofile oder dergleichen zu sein.
Was mich nervt ist die oftmals sehr negative Sichtweise hier im Forum. Dass es, insbesondere in den Spieltagsthreads, immer wieder Leute gibt, die sich schlechte Ergebnisse wünschen, um Person XY loszuwerden, wobei XY hier für Terzic, Sahin, Kovac, Kehl, Mislintat, Ricken, Watzke, Sammer, usw. stehen kann, also im Prinzip für jeden. Auch auf anderen Plattformen wird überwiegend negative Kritik geäußert, und das mit teils sehr drastischen Worten. Und das finde ich einfach schade, weil es ja, wie du zeigst, durchaus möglich ist, Kritik auf sachlicher Ebene zu äußern.
Was Kovac angeht, wurde hier früh behauptet, dass er irgendwann entzaubert sein wird. Aber das ist bisher weder nach der erfolgreichen Rückrunde passiert, als er uns noch in die CL geführt hat, noch während der kompletten letzten Saison. Da der Kern der Mannschaft erhalten geblieben ist, habe ich auch erstmal die Hoffnung und Zuversicht, dass es so weitergeht.
01.08.2026 - 01:10 Uhr
Zitat von SachMalChris
Ich sehe deinen Beitrag nicht als Widerspruch zu meinem. Mir ist bewusst, dass es viele Punkte gibt, die nicht ideal laufen. Um das in der Tiefe aber wirklich stichhaltig bewerten zu können, fehlt mir das Wissen. Ich bin in erster Linie ein Fußballfan, der sich ganz gerne im Internet austauscht. Aber ich bin weit weg davon ein Analyst oder Experte für Taktik, Spielerprofile oder dergleichen zu sein.
Was mich nervt ist die oftmals sehr negative Sichtweise hier im Forum. Dass es, insbesondere in den Spieltagsthreads, immer wieder Leute gibt, die sich schlechte Ergebnisse wünschen, um Person XY loszuwerden, wobei XY hier für Terzic, Sahin, Kovac, Kehl, Mislintat, Ricken, Watzke, Sammer, usw. stehen kann, also im Prinzip für jeden. Auch auf anderen Plattformen wird überwiegend negative Kritik geäußert, und das mit teils sehr drastischen Worten. Und das finde ich einfach schade, weil es ja, wie du zeigst, durchaus möglich ist, Kritik auf sachlicher Ebene zu äußern.
Was Kovac angeht, wurde hier früh behauptet, dass er irgendwann entzaubert sein wird. Aber das ist bisher weder nach der erfolgreichen Rückrunde passiert, als er uns noch in die CL geführt hat, noch während der kompletten letzten Saison. Da der Kern der Mannschaft erhalten geblieben ist, habe ich auch erstmal die Hoffnung und Zuversicht, dass es so weitergeht.
Zitat von Doktor_BiH
Ich finde, da werden mehrere Dinge komplett vermischt.
Erstmal, Kritik an Terzic war nicht automatisch irrationaler Hass. Gab es übertriebene Beiträge? Natürlich. Wie immer im Internet. Aber daraus jetzt zu machen, als wäre die grundsätzliche Kritik an Terzic nicht berechtigt gewesen, ist mir viel zu bequem. Auch unter Terzic gab es über lange Strecken massive spielerische Probleme, wenig Entwicklung, viel Abhängigkeit von Einzelmomenten, kaum klare Offensivstruktur und am Ende oft dieses „irgendwie Ergebnis holen“. Dass man Titelrennen und CL-Finale nicht ignorieren darf, ist klar. Aber genauso wenig darf man ignorieren, wie man dahin gekommen ist und man darf auch nicht ignorieren, das wir mit Terzic die letzten beiden Saisons einmal 5 und einmal 4 wurden. Mit Sahin wurde es dann nicht besser sondern noch schlechter, natürlich hat man Fehler gemacht, das kann man doch gar nicht leugnen.
Und genau da ist doch der Punkt bei Kovac, es geht nicht darum, dass man gute Ergebnisse schlechtreden will. Natürlich freuen sich die Leute über Siege. Dieser Vorwurf, Kritiker würden sich schlechte Ergebnisse wünschen, ist einfach ein Strohmann. Die meisten kritisieren doch gerade trotz guter Ergebnisse, weil sie die Spielweise und die langfristige Entwicklung problematisch finden, meiner Meinung nach ist halt dieser Fußball den man spielt nicht nachhaltig.
Bei Terzic hieß es damals auch oft: „Aber wir stehen doch gut da“, „aber wir spielen um Titel“, „aber am Ende zählt das Ergebnis“. Und genau dieses Denken hat uns doch in diese Lage gebracht. Man schaut auf Tabelle und Punkte, redet sich den Rest schön und wundert sich dann, wenn die strukturellen Probleme später wieder aufbrechen.
Kovac mit dem schlechteren Kader zu verteidigen, kann man ein Stück weit machen. Der Kader hat definitiv Qualität verloren, keine Frage. Aber das ist doch gleichzeitig auch Kritik an der sportlichen Führung. Und trotzdem bleibt die Frage: Was entwickelt Kovac spielerisch? Wo sind die klaren Automatismen? Wo ist die bessere Chancenqualität aus dem Spiel heraus? Wo ist der Plan B, wenn Standards, Flanken und Dosenöffner nicht funktionieren? Wo ist die konsequente Einbindung junger Spieler?
Nur weil eine Mannschaft defensiver steht und mehr Punkte holt, ist das für mich noch keine fußballerische Weiterentwicklung. Defensive Stabilität wird hier teilweise so getan, als wäre sie automatisch gleichbedeutend mit besserem Fußball. Das ist doch Blödsinn. Du kannst auch einfach risikoärmer spielen, tiefer stehen, mehr absichern und dadurch weniger Gegentore kassieren. Das kann kurzfristig sinnvoll sein, aber es beantwortet nicht die Frage, ob sich die Mannschaft mit Ball wirklich weiterentwickelt.
Und selbst diese angebliche Stabilität sehe ich nicht so eindeutig, wie sie oft dargestellt wird. Ja, die Gegentore können besser aussehen. Aber wie oft war das wirklich souverän? Wie oft hatten wir Druckphasen gegen uns, Chaos im Aufbau, kaum Kontrolle im Mittelfeld und mussten uns auf Kobel, Schlotterbeck, letzte Blocks oder individuelle Qualität verlassen? Für mich ist das oft eher Ergebnisstabilität als echte Spielkontrolle.
Auch Pokal und CL würde ich nicht so einfach wegwischen. Klar, Frankfurt auswärts und Leverkusen sind schwere Lose. Aber genau in solchen Spielen sieht man doch, wie tragfähig eine Spielidee ist. In der Bundesliga kannst du mit Effizienz, Standards und individueller Qualität vieles kaschieren. International oder in K.o.-Spielen gegen starke Gegner wird es dann enger, weil Fehler, fehlende Struktur und fehlende offensive Lösungen schneller bestraft werden.
Und dieses „Kovac fährt seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse ein, warum sollte sich das ändern?“ ist genau die Denke, die ich gefährlich finde. Weil sie so tut, als wären Ergebnisse einfach beliebig reproduzierbar. Viele Spiele waren extrem eng. Viel lief über Standards, Flanken, Einzelmomente und eine sehr kleine Fehler-Marge. Das kann eine Saison lang sehr gut funktionieren, aber daraus automatisch abzuleiten, dass man wieder auf diesem Niveau punktet, halte ich für sehr optimistisch, wie gesagt.
Der Kern ist geblieben, ja. Aber das allein reicht doch nicht. Wenn der Grundansatz gleich bleibt, die Gegner sich besser einstellen und enge Spiele nicht mehr so oft auf unsere Seite kippen, sieht die Welt schnell anders aus. Vor allem, wenn man weiterhin kaum Fortschritt im Spiel mit Ball sieht.
Karetsas, El Mala oder andere Talente ändern daran auch nicht automatisch etwas. Solche Spieler brauchen Vertrauen, Minuten und einen Fußball, der ihre Stärken überhaupt zur Geltung bringt. Wenn du sie in ein risikoarmes, auf Absicherung ausgelegtes System wirfst, in dem junge Spieler nach zwei Fehlern wieder draußen sind, dann wird aus Potenzial auch schnell Frust.
Am Ende geht es nicht darum, permanent neue Namen zu fordern oder persönlichen Frust abzulassen. Es geht darum, dass der BVB seit Jahren dieselben Muster hat, Ergebnisse kaschieren spielerische Probleme, Verantwortliche reden sich bestätigt, die Kaderplanung bleibt halbgar, Trainerprofile passen nicht zur angeblichen Vereinsidee, und wenn es dann knallt, ist angeblich wieder alles überraschend. Ich hoffe es wird mit Book jetzt anders und vor allem besser.
Kovac hat stabilisiert, ja. Das kann man anerkennen. Aber Stabilisieren ist nicht dasselbe wie Entwickeln. Wenn der Anspruch wirklich mutigerer, offensiverer und entwicklungsorientierter Fußball ist, dann muss man auch ehrlich fragen dürfen, ob Kovac dafür der richtige Trainer ist. Und da sehe ich bisher deutlich mehr Hoffnung als belastbare Argumente.
Zitat von SachMalChris
Terzic ist (meiner Meinung nach) gegangen, weil es einen völlig überdrehten und irrationalen Hass gegen ihn gab. Was damals hier im Forum und generell online abging, hat mit einer realistischen Bewertung, oder mit rationaler Kritik nichts mehr zu tun gehabt. Terzic hat uns jedes Jahr um Titel mitspielen lassen. Aber das hat vielen leider nicht gereicht.
Deswegen ist es für mich auch kein Kritikpunkt wenn man sagt, dass Kovac auf einem ähnlichen Niveau unterwegs ist wie Terzic. Kovac schafft das ganze nämlich mit einem Kader, der individuell deutlich schlechter aufgestellt ist.
Ich werde nie nachvollziehen können, warum so viele sich ein schlechtes Abschneiden von unserer Mannschaft wünschen, nur um dann irgendwelche personellen Wechsel zu erhoffen. Es ist ja nicht so, als würde sich die Stimmung danach zum positiven ändern. Als Terzic weg war, hat man mit Sahin genauso weitergemacht. Und seitdem Kovac da ist, heißt es bei ihm auch, dass er schnellstmöglich ausgewechselt werden muss. Kehl wurde hier jahrelang als Ursache für personelle Fehlplanung angesehen, und mittlerweile geht es halt mit Book weiter. Ähnliches kann man auch über Watzke und Ricken sagen. Die Namen sind austauschbar. Das Internet scheint für viele einfach nur noch ein Ort zu sein, um persönlichen Frust abzulassen.
Das verrückte ist ja, dass es genug Anhaltspunkte für fundierte Kritik gibt. Mir gefällt längst nicht alles was Kovac macht. Ich sehe ebenfalls, dass es viele sehr knappe Spiele gab, und dass einige davon auch anders hätten ausgehen können. Ich bin mit der Leistung in der CL auch nicht zufrieden. Im Pokal hatten wir halt durchweg schwere Lose. Mit Essen hatten wir einen Gegner, den man nicht unterschätzen darf, schon gar nicht auswärts. Es ist nicht sooo lange her, dass sie im Viertelfinale standen, und u.a. Leverkusen rausgeworfen haben. Auswärts in Frankfurt ist auch immer schwer. Gegen Leverkusen haben wir dann sogar das bessere Spiel gemacht, als in der Liga, waren aber eben unglücklich.
Letztlich hat Kovac hier aber seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse eingefahren, und aktuell sehe ich nicht, warum sich das ändern sollte. Der Kern der Mannschaft ist geblieben. Die Achse aus Kobel - Schlotterbeck - Nmecha - Guirassy ist geblieben. Bellingham hat sich individuell ordentlich verbessert, mit Karetsas haben wir einen spannenden neuen
Spieler, Beier hat sich auch gesteigert. Ich bin optimistisch, dass wir es zumindest schaffen, unser Niveau zu halten, und drücke die Daumen, dass wir uns noch steigern können.
Zitat von mba123
Es gibt konkrete Gründe, weswegen man skeptisch sein darf. Letzte Saison haben wir nur in der Bundesliga sehr gute Ergebnisse geholt, in den anderen Wettbewerben aber nicht. Alle Ergebnisse zusammen genommen, war es dann nicht mehr so eine starke Saison, wie es die 73 Punkte erscheinen lassen.
Und warum sollte es in der Bundesliga genauso weitergehen?
Wieso gewinnen wir beispielsweise in der Liga in Leverkusen, verlieren aber in einem Heimspiel im Pokal?
Das kann doch genauso gut umgekehrt ausgehen, oder nicht?
Ich erwarte daher, dass sich Leistungen aus Champions League, Pokal und Liga mehr angleichen werden.
Statistisch war es übrigens ähnlich, in der Liga sprang mehr raus als statistisch zu erwarten war und in der Champions League weniger.
Und offensiv ist ein Rückgang unverkennbar. Der Maßstab ist da nicht die Konkurrenz, sondern wir selber. Wir schossen regelmäßig über 80 Tore in der Liga und kamen nun auf 70. Unsere Offensive ist klar schlechter geworden, nicht nur subjektiv was das Spielerische angeht, sondern auch bezüglich des Outputs, also der Anzahl der Tore. Allerdings ist das kein Phänomen allein unter Kovac, diese Entwicklung nahmen wir schon im letzten Terzic Jahr, weswegen dieser gegangen ist, meiner Meinung nach. Kovac konnte aber die Defensive stabilisieren. Wobei, in Terzic letzter Rückrunde kamen wir auf ein Torverhältnis von 35:18; fast exakt wie unter Kovac bei dem es 35:17 wären, wenn man das Saison-Torverhältnis durch zwei teilt. Aber mit Kovac punkten wir besser.
Wie auch immer, es gibt konkrete Gründe, weswegen einige mit schlechteren Ergebnissen rechnen. Andersherum sind die geholten Ergebnisse natürlich auch ein guter Grund, dass man positiv in die Saison geht.
Das ist für mich die zentrale Frage: Können wir mit Kovacs Ansatz genauso weiterpunkten?
Zitat von NullNeun
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Zitat von Doktor_BiH
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und ganz ehrlich, mit dieser Spielweise holst du mMn nie im Leben nochmal 73 Punkte, wenn sich grundsätzlich nichts ändert.
…
Genau deshalb nervt mich dieses „letzte Saison hat es doch auch funktioniert“. Ja, punktemäßig hat es funktioniert. Aber wenn die Gegner sich besser darauf einstellen und du spielerisch kaum Fortschritt siehst, dann kippen solche engen Spiele irgendwann eben auch mal in die andere Richtung.
Für mich blendet man sich da zu sehr von den 73 Punkten. Die waren gut, keine Frage. Aber diese Ausbeute einfach nochmal zu erwarten, ohne dass der Fußball besser wird, ist mMn schon sehr optimistisch.
Und andere nervt, dass auf Basis von vorwiegend Bauchi, Bauchi der große Abgesang herbeigeredet wird, nur, weil man den Fußball eigentlich nicht mag und sich gegen die Vorstellung sträubt, dass es doch klappen könnte.
Die ganze Saison hörte man „das geht nicht lange gut“. Kam anders. Die beste Defensive ist erstmal Fakt und es gab jetzt auch keine zwei Hände voll Spiele, wo man eigentlich 3 Gegentore mehr hätte kassieren müssen. Es gab auch Spiele wie das angesprochene gegen Pauli, wo es eigentlich nie 3:3 hätte stehen dürfen.
Gleichzeitig hat man offensiv nahezu identisch getroffen zu denen, die angeblich so viel besseren Fußball spielen. Und die meisten nicht völlig überlegenen Top-Teams gewinnen aufgrund individueller Qualität und Momente. Was wäre RB ohne Diomandé? Was war Leverkusen ohne Wirtz, Grimaldo oder Frimpong? Es sind praktisch immer die einzelnen Spieler, die qualitativ die Entscheidung bringen, wenn das restliche Kollektiv auf ähnlichem Niveau ist.
Wenn man defensiv nicht völlig auseinanderbricht, was unter Kovac ja nun aufgrund der Spielweise erstmal nicht zu erwarten ist, muss man nach vorne nochmal viel schlechter auftreten als in der Vorsaison. Auch mit weniger als 73 Punkten wäre man in der CL gelandet und auch die Konkurrenz verliert wohl wieder wichtige Spieler wie den angesprochenen Diomandé.
Natürlich kann es schlechter werden, stichhaltig begründen wird das aber wieder kaum jemand. Funktioniert es noch eine Saison, wird es kaum einer einsehen und der Abgesang weitergehen, funktioniert es aus welchen Gründen auch immer nicht, haben es alle schon immer gewusst. Das wäre natürlich auch dann der Fall, wenn sich vorher Schlotterbeck, Nmecha, Karetsas und Kobel kollektiv die Kreuzbänder reißen.
Es gibt konkrete Gründe, weswegen man skeptisch sein darf. Letzte Saison haben wir nur in der Bundesliga sehr gute Ergebnisse geholt, in den anderen Wettbewerben aber nicht. Alle Ergebnisse zusammen genommen, war es dann nicht mehr so eine starke Saison, wie es die 73 Punkte erscheinen lassen.
Und warum sollte es in der Bundesliga genauso weitergehen?
Wieso gewinnen wir beispielsweise in der Liga in Leverkusen, verlieren aber in einem Heimspiel im Pokal?
Das kann doch genauso gut umgekehrt ausgehen, oder nicht?
Ich erwarte daher, dass sich Leistungen aus Champions League, Pokal und Liga mehr angleichen werden.
Statistisch war es übrigens ähnlich, in der Liga sprang mehr raus als statistisch zu erwarten war und in der Champions League weniger.
Und offensiv ist ein Rückgang unverkennbar. Der Maßstab ist da nicht die Konkurrenz, sondern wir selber. Wir schossen regelmäßig über 80 Tore in der Liga und kamen nun auf 70. Unsere Offensive ist klar schlechter geworden, nicht nur subjektiv was das Spielerische angeht, sondern auch bezüglich des Outputs, also der Anzahl der Tore. Allerdings ist das kein Phänomen allein unter Kovac, diese Entwicklung nahmen wir schon im letzten Terzic Jahr, weswegen dieser gegangen ist, meiner Meinung nach. Kovac konnte aber die Defensive stabilisieren. Wobei, in Terzic letzter Rückrunde kamen wir auf ein Torverhältnis von 35:18; fast exakt wie unter Kovac bei dem es 35:17 wären, wenn man das Saison-Torverhältnis durch zwei teilt. Aber mit Kovac punkten wir besser.
Wie auch immer, es gibt konkrete Gründe, weswegen einige mit schlechteren Ergebnissen rechnen. Andersherum sind die geholten Ergebnisse natürlich auch ein guter Grund, dass man positiv in die Saison geht.
Das ist für mich die zentrale Frage: Können wir mit Kovacs Ansatz genauso weiterpunkten?
Terzic ist (meiner Meinung nach) gegangen, weil es einen völlig überdrehten und irrationalen Hass gegen ihn gab. Was damals hier im Forum und generell online abging, hat mit einer realistischen Bewertung, oder mit rationaler Kritik nichts mehr zu tun gehabt. Terzic hat uns jedes Jahr um Titel mitspielen lassen. Aber das hat vielen leider nicht gereicht.
Deswegen ist es für mich auch kein Kritikpunkt wenn man sagt, dass Kovac auf einem ähnlichen Niveau unterwegs ist wie Terzic. Kovac schafft das ganze nämlich mit einem Kader, der individuell deutlich schlechter aufgestellt ist.
Ich werde nie nachvollziehen können, warum so viele sich ein schlechtes Abschneiden von unserer Mannschaft wünschen, nur um dann irgendwelche personellen Wechsel zu erhoffen. Es ist ja nicht so, als würde sich die Stimmung danach zum positiven ändern. Als Terzic weg war, hat man mit Sahin genauso weitergemacht. Und seitdem Kovac da ist, heißt es bei ihm auch, dass er schnellstmöglich ausgewechselt werden muss. Kehl wurde hier jahrelang als Ursache für personelle Fehlplanung angesehen, und mittlerweile geht es halt mit Book weiter. Ähnliches kann man auch über Watzke und Ricken sagen. Die Namen sind austauschbar. Das Internet scheint für viele einfach nur noch ein Ort zu sein, um persönlichen Frust abzulassen.
Das verrückte ist ja, dass es genug Anhaltspunkte für fundierte Kritik gibt. Mir gefällt längst nicht alles was Kovac macht. Ich sehe ebenfalls, dass es viele sehr knappe Spiele gab, und dass einige davon auch anders hätten ausgehen können. Ich bin mit der Leistung in der CL auch nicht zufrieden. Im Pokal hatten wir halt durchweg schwere Lose. Mit Essen hatten wir einen Gegner, den man nicht unterschätzen darf, schon gar nicht auswärts. Es ist nicht sooo lange her, dass sie im Viertelfinale standen, und u.a. Leverkusen rausgeworfen haben. Auswärts in Frankfurt ist auch immer schwer. Gegen Leverkusen haben wir dann sogar das bessere Spiel gemacht, als in der Liga, waren aber eben unglücklich.
Letztlich hat Kovac hier aber seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse eingefahren, und aktuell sehe ich nicht, warum sich das ändern sollte. Der Kern der Mannschaft ist geblieben. Die Achse aus Kobel - Schlotterbeck - Nmecha - Guirassy ist geblieben. Bellingham hat sich individuell ordentlich verbessert, mit Karetsas haben wir einen spannenden neuen
Spieler, Beier hat sich auch gesteigert. Ich bin optimistisch, dass wir es zumindest schaffen, unser Niveau zu halten, und drücke die Daumen, dass wir uns noch steigern können.
Ich finde, da werden mehrere Dinge komplett vermischt.
Erstmal, Kritik an Terzic war nicht automatisch irrationaler Hass. Gab es übertriebene Beiträge? Natürlich. Wie immer im Internet. Aber daraus jetzt zu machen, als wäre die grundsätzliche Kritik an Terzic nicht berechtigt gewesen, ist mir viel zu bequem. Auch unter Terzic gab es über lange Strecken massive spielerische Probleme, wenig Entwicklung, viel Abhängigkeit von Einzelmomenten, kaum klare Offensivstruktur und am Ende oft dieses „irgendwie Ergebnis holen“. Dass man Titelrennen und CL-Finale nicht ignorieren darf, ist klar. Aber genauso wenig darf man ignorieren, wie man dahin gekommen ist und man darf auch nicht ignorieren, das wir mit Terzic die letzten beiden Saisons einmal 5 und einmal 4 wurden. Mit Sahin wurde es dann nicht besser sondern noch schlechter, natürlich hat man Fehler gemacht, das kann man doch gar nicht leugnen.
Und genau da ist doch der Punkt bei Kovac, es geht nicht darum, dass man gute Ergebnisse schlechtreden will. Natürlich freuen sich die Leute über Siege. Dieser Vorwurf, Kritiker würden sich schlechte Ergebnisse wünschen, ist einfach ein Strohmann. Die meisten kritisieren doch gerade trotz guter Ergebnisse, weil sie die Spielweise und die langfristige Entwicklung problematisch finden, meiner Meinung nach ist halt dieser Fußball den man spielt nicht nachhaltig.
Bei Terzic hieß es damals auch oft: „Aber wir stehen doch gut da“, „aber wir spielen um Titel“, „aber am Ende zählt das Ergebnis“. Und genau dieses Denken hat uns doch in diese Lage gebracht. Man schaut auf Tabelle und Punkte, redet sich den Rest schön und wundert sich dann, wenn die strukturellen Probleme später wieder aufbrechen.
Kovac mit dem schlechteren Kader zu verteidigen, kann man ein Stück weit machen. Der Kader hat definitiv Qualität verloren, keine Frage. Aber das ist doch gleichzeitig auch Kritik an der sportlichen Führung. Und trotzdem bleibt die Frage: Was entwickelt Kovac spielerisch? Wo sind die klaren Automatismen? Wo ist die bessere Chancenqualität aus dem Spiel heraus? Wo ist der Plan B, wenn Standards, Flanken und Dosenöffner nicht funktionieren? Wo ist die konsequente Einbindung junger Spieler?
Nur weil eine Mannschaft defensiver steht und mehr Punkte holt, ist das für mich noch keine fußballerische Weiterentwicklung. Defensive Stabilität wird hier teilweise so getan, als wäre sie automatisch gleichbedeutend mit besserem Fußball. Das ist doch Blödsinn. Du kannst auch einfach risikoärmer spielen, tiefer stehen, mehr absichern und dadurch weniger Gegentore kassieren. Das kann kurzfristig sinnvoll sein, aber es beantwortet nicht die Frage, ob sich die Mannschaft mit Ball wirklich weiterentwickelt.
Und selbst diese angebliche Stabilität sehe ich nicht so eindeutig, wie sie oft dargestellt wird. Ja, die Gegentore können besser aussehen. Aber wie oft war das wirklich souverän? Wie oft hatten wir Druckphasen gegen uns, Chaos im Aufbau, kaum Kontrolle im Mittelfeld und mussten uns auf Kobel, Schlotterbeck, letzte Blocks oder individuelle Qualität verlassen? Für mich ist das oft eher Ergebnisstabilität als echte Spielkontrolle.
Auch Pokal und CL würde ich nicht so einfach wegwischen. Klar, Frankfurt auswärts und Leverkusen sind schwere Lose. Aber genau in solchen Spielen sieht man doch, wie tragfähig eine Spielidee ist. In der Bundesliga kannst du mit Effizienz, Standards und individueller Qualität vieles kaschieren. International oder in K.o.-Spielen gegen starke Gegner wird es dann enger, weil Fehler, fehlende Struktur und fehlende offensive Lösungen schneller bestraft werden.
Und dieses „Kovac fährt seit anderthalb Saisons gute Ergebnisse ein, warum sollte sich das ändern?“ ist genau die Denke, die ich gefährlich finde. Weil sie so tut, als wären Ergebnisse einfach beliebig reproduzierbar. Viele Spiele waren extrem eng. Viel lief über Standards, Flanken, Einzelmomente und eine sehr kleine Fehler-Marge. Das kann eine Saison lang sehr gut funktionieren, aber daraus automatisch abzuleiten, dass man wieder auf diesem Niveau punktet, halte ich für sehr optimistisch, wie gesagt.
Der Kern ist geblieben, ja. Aber das allein reicht doch nicht. Wenn der Grundansatz gleich bleibt, die Gegner sich besser einstellen und enge Spiele nicht mehr so oft auf unsere Seite kippen, sieht die Welt schnell anders aus. Vor allem, wenn man weiterhin kaum Fortschritt im Spiel mit Ball sieht.
Karetsas, El Mala oder andere Talente ändern daran auch nicht automatisch etwas. Solche Spieler brauchen Vertrauen, Minuten und einen Fußball, der ihre Stärken überhaupt zur Geltung bringt. Wenn du sie in ein risikoarmes, auf Absicherung ausgelegtes System wirfst, in dem junge Spieler nach zwei Fehlern wieder draußen sind, dann wird aus Potenzial auch schnell Frust.
Am Ende geht es nicht darum, permanent neue Namen zu fordern oder persönlichen Frust abzulassen. Es geht darum, dass der BVB seit Jahren dieselben Muster hat, Ergebnisse kaschieren spielerische Probleme, Verantwortliche reden sich bestätigt, die Kaderplanung bleibt halbgar, Trainerprofile passen nicht zur angeblichen Vereinsidee, und wenn es dann knallt, ist angeblich wieder alles überraschend. Ich hoffe es wird mit Book jetzt anders und vor allem besser.
Kovac hat stabilisiert, ja. Das kann man anerkennen. Aber Stabilisieren ist nicht dasselbe wie Entwickeln. Wenn der Anspruch wirklich mutigerer, offensiverer und entwicklungsorientierter Fußball ist, dann muss man auch ehrlich fragen dürfen, ob Kovac dafür der richtige Trainer ist. Und da sehe ich bisher deutlich mehr Hoffnung als belastbare Argumente.
Ich sehe deinen Beitrag nicht als Widerspruch zu meinem. Mir ist bewusst, dass es viele Punkte gibt, die nicht ideal laufen. Um das in der Tiefe aber wirklich stichhaltig bewerten zu können, fehlt mir das Wissen. Ich bin in erster Linie ein Fußballfan, der sich ganz gerne im Internet austauscht. Aber ich bin weit weg davon ein Analyst oder Experte für Taktik, Spielerprofile oder dergleichen zu sein.
Was mich nervt ist die oftmals sehr negative Sichtweise hier im Forum. Dass es, insbesondere in den Spieltagsthreads, immer wieder Leute gibt, die sich schlechte Ergebnisse wünschen, um Person XY loszuwerden, wobei XY hier für Terzic, Sahin, Kovac, Kehl, Mislintat, Ricken, Watzke, Sammer, usw. stehen kann, also im Prinzip für jeden. Auch auf anderen Plattformen wird überwiegend negative Kritik geäußert, und das mit teils sehr drastischen Worten. Und das finde ich einfach schade, weil es ja, wie du zeigst, durchaus möglich ist, Kritik auf sachlicher Ebene zu äußern.
Was Kovac angeht, wurde hier früh behauptet, dass er irgendwann entzaubert sein wird. Aber das ist bisher weder nach der erfolgreichen Rückrunde passiert, als er uns noch in die CL geführt hat, noch während der kompletten letzten Saison. Da der Kern der Mannschaft erhalten geblieben ist, habe ich auch erstmal die Hoffnung und Zuversicht, dass es so weitergeht.
Er wurde von jedem guten bzw. gleichwertigem Team in der CL entzaubert. Man kann sich auch Bodö und Atalanta hernehmen. Beides Teams, die wohl unter uns stehen sollten und gegen die wir sehr schlecht aussahen.
Dass es so weitergeht, während man doch in einigen Spielen gegen gute Teams, aber auch eher durchschnittliche, echt nur durch Glück die Punkte geholt hat...das ist dann halt deine individuelle Entscheidung, dass du so denkst, aber es ist doch komplett normal, dass das sehr viele andere eher kritisch sehen. Es gibt eine sehr negative Sichtweise auf verschiedene Themen, wie. z.B. die Kaderplanung und im Prinzip vieles, was über das kurzfristige hinausgeht. Da stoßen halt zwei Sichtweisen aufeinander: Kurzfristig vs. Langfristig.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von oger am 01.08.2026 um 01:11 Uhr bearbeitet
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