Hertha BSC Hertha BSC
deadline-day banner
Michael Preetz
Geburtsdatum 17.08.1967
Alter 59
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Geschäftsführer
Akt. Verein MSV Duisburg

Michael Preetz

01.07.2012 - 01:08 Uhr
Michael Preetz |#5401
22.01.2021 - 10:29 Uhr
Zitat von Stuermerscout
Bei vielen schwingt der Mut der Verzweiflung mit, wenn sie Hertha eine Niederlage wünschen. Ich glaube kein Fan tut dies gerne, gerade wenn man das Umfeld in Berlin kennt und weiß welche Unruhe das der Mannschaft bringen wird.

Die Zeit mit Dardai ist sicherlich auch verklärt, aber viele wünschen sich doch lieber jetzt eine "langweilige" Saison unter Dardai, als Chaos unter Covic, Klinsmann, Nouri und Labbadia. Das konnte man vorher jedoch nicht wissen, als man Covic eingestellt hat. Es war ein Experiment von Preetz, das am Ende leider krachend scheiterte, so sehr man es Ante auch gegönnt hätte. Wie explosiv die Stimmung zwischen Trainer und Mannschaft war, kann ich nicht beurteilen. Es war immer komisch, dass man in der Rückrunde eingebrochen ist, obwohl man vorher ein vermeintlich stabiles Gebilde als Mannschaft dargestellt hat. Im Nachhinein muss man konstatieren, dass man mit Dardai einen vermeintlich soliden Arbeiter abgegeben hat und mit Covic ein Experiment wagte, wenn man nur die Platzierungen zugrunde legt.

In der Phase als Covic und Windhorst bei Hertha auftraten, trafen zwei Dinge aufeinander: Überbordende Erwartungen weil wir nun mit Millionen um uns schmeißen konnten und erfolgloser Fußball. Wie kann man denn bitteschön 80 Millionen Euro im Winter investieren und nicht die gesamte Liga kaputt schießen? Das hat bei Bayern mit den Verpflichtungen von Luca Toni und Ribery seinerzeit doch auch geschafft. Wenigen war wirklich bewusst, dass Hertha nicht sprunghaft besser wird, nur weil teure Spieler im Kader stehen. Auch mit der Kritik am Kader wurden weiterhin sehr ambitionierte Ziele formuliert, die das Team nicht einhalten konnte. Nun summiert sich jeder Kritikpunkt an Preetz auf, den er in den letzten Jahren "begangen" hat, ohne positive Aspekte seiner Amtszeit zu sehen.

Ich rede nicht von den Aufstiegen, die er als Erfolge verbuchen könnte, sondern von Spielern, die er zu Hertha geholt hat. Er hat jahrelang mit einem sehr kleinen Budget wirklich viele gute Spieler geholt. Dilrosun, Redan oder Weiser waren allesamt Talente, deren Werdegang noch gar nicht vorausgesagt werden konnte. Zwei von ihnen konnten sich durchsetzen, der dritte im Bunde scheint nun den letzten Schritt gehen zu können. Zwar in einer sehr schweren Phase, aber Labbadia und die Userschaft lobt ihn nicht ohne Grund in den paar Minuten, in denen er spielt. Dazu gesellen sich natürlich auch Flops wie Sinan Kurt, der aber sich scheinbar selber im Weg zu stehen scheint. Zu den Talenten gesellen sich weitere sehr gute Transfers wie Lazaro, Kalou, Skjelbred oder Ibisevic. Gerade die letzten beiden mögen keinen Wiederverkaufswert geliefert haben, aber waren immer mit Leistung zur Stelle. Schelle hätte niemand auf dem Zettel gehabt, als er damals aus Hamburg zu uns wechselte. Ich kannte ihn seinerzeit nur aus einem Spiel gegen Hertha, in dem er zur Pause ausgewechselt worden ist. Nicht unbedingt ein Bewerbungsschreiben bei einem Bundesligisten zu landen zwinker Natürlich gab es ebenso krachende Flops wie Esswein oder Leckie, aber das ist absolut normal in meinen Augen. Die Tops und Flops bei den Spielerkäufen und Verkäufen schlagen bei Preetz positiv zu Buche.

Nun zu den letzten Transferperioden: Da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen, dass Meinungen zu einigen Spielern nicht akzeptiert werden und es bisweilen im Forum nicht mehr fair abläuft. Gerade in Bezug auf Piatek und Cordoba ist eine Diskussion nicht mehr möglich, da keine Seite einen Schritt auf die andere zumachen will/kann. Warum das so ist, keine Ahnung. Für mich ist und war tm.de auch immer dazu da, um von anderen Meinungen konstruktiv überzeugt zu werden, zumindest die Argumente der Gegenseite zu verstehen.

Was ich Preetz anlaste und das nicht erst seit heute und auch nicht als einziger hier in diesem Forum: Wir fahren einen Schlingerkurs, an dessen Ende Hertha wirklich für nichts mehr steht. Und das bringt mich zur Verzweiflung. Und ich glaube nicht, dass Preetz es in seiner aktuellen Position schaffen wird Hertha ein fußballerisches Gesicht zu geben. Die Trainer hatten verschiedene Ansätze, da sie langjährige Erfahrungen vorweisen konnten und ihr Programm abspulten. Dardai hat sich (in meinen Augen) dem Kader eher angepasst und baute seinen Stil eher nach dem Team, als nach seiner grundlegenden Idee. Und die Idee wie Herthas Stil auszusehen hat, der müsste nicht von einzelnen Trainern kommen, sondern vom Verein und dem Sportdirektor oder sportlich Verantwortlichen. Zu diesem Vakuum bei der fußballerischen Idee finde ich die Ambitionslosigkeit oder dieses Understatement von Preetz mehr als grenzwertig. Vor jeder Saison wurden die Ziele sehr vorsichtig oder gar nicht formuliert, um am Ende bloß nicht diese formulierten Ziele um die Ohren gehauen zu bekommen. Diese Haltung zieht sich vielleicht bis zu Teilen der Mannschaft durch. Wenn ich Stark nach dem Spiel gegen Köln höre, dass man mit einem Punkt zufrieden sei, dann verhärtet sich dieser Eindruck. Das kann auch typabhängig vom Spieler sein, aber ich möchte nach so einer Partie lieber eine andere Reaktion sehen. Der Spieler soll sich ärgern, dass man nicht drei Punkte geholt hat, gerade weil der Gegner keinerlei Anstalten machte selber auf Sieg zu spielen. Es ist aber pure Spekulation, ob das auch mit an Preetz bzw. seinem Verhalten liegen könnte.

Preetz ging im Sommer vielleicht naiv an die Sache heran und dachte, dass der Umbruch des Kaders nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen würde, wenn man qualitativ bessere Spieler her lotsen könnte. Leider klappte das Kaufen dieser Spieler nicht so richtig gut, trotz voller Kasse. Auch scheint die Mischung innerhalb der Mannschaft nicht zu stimmen. Ich denke dort zum einen an die grundsätzliche Mentalität einiger Spieler, sowie auch der Unterschied im spielerischen Bereich zwischen einigen Spielern. Da kommt es vielleicht zum Krach, da die "Hochbegabten" um Cunha, Guendouzi, Dilrosun oder Lukebakio sich nichts von vermeintlichen Führungsspielern wie Nik Stark sagen lassen (wollen). Hier wurde womöglich die "Macht" von Ibisevic, Schelle oder auch Kalou unterschätzt, die solche Spannungen vielleicht besser unterbinden konnten. Nun haben wir scheinbar ein Problem, dass dem Trainer die sogenannten Indianer in der Mannschaft fehlen und die Chemie zwischen Teilen der Mannschaft nicht zu passen scheint. Erfahrene Spieler wie Pekarik oder Darida waren vom Typ her nie absolute Führungsspieler, Schwolow traue ich das zwar zu, aber er kann als "Neuling" und Torhüter noch nicht den größten Einfluss nehmen. Das ist eine Erklärung für die wankelmütigen Leistungen auf dem Feld, vor allem das kollektive Versagen, wenn der Gegner sehr unangenehm spielt wie Mainz oder Bielefeld. In solchen Spielen geht gar nichts zusammen und ich habe das Gefühl, dass Bremen am Samstag nicht anders agieren wird.

Weiter kritisiere ich die mangelnde langfristige Kaderplanung. Ein Beispiel ist unser zentrales Mittelfeld, das seit Jahren keinen richtigen Anführer oder Taktgeber hervorgebracht hat. Maier gilt als hochtalentiert und konnte auch zeitweise gute Leistungen abliefern, hat aber aufgrund von Verletzungen den Durchbruch noch nicht schaffen können. Schelle oder Darida sind zwar erfahren, aber können diese Last nicht alleine schultern. Grujic und Guendouzi sind Leihspieler und dazu noch sehr jung. Sie müssten erst in die Rolle hineinwachsen und sind im dümmsten Fall dann wieder bei ihrem Stammverein. Hier hätte Preetz in meinen Augen handeln müssen und einen erfahrenen Spieler verpflichten müssen. Da ist mir auch der Wiederverkaufswert schnuppe, wenn die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass dieser Spieler 3-4 Jahre bei Hertha spielen wird und die Qualität hat diese Rolle des Taktgebers einzunehmen.

Die Integration von jungen Spielern habe ich auch häufiger kritisiert. Hier steht man zu der Überzeugung, dass U19 Spieler auch den Weg über die U23 nehmen können, um bei den Profis anzukommen. Derzeit fällt dieses Instrument leider weg. Ich glaube nicht, dass der Weg über die U23 die wenigsten Jugendspieler noch zu Profis werden lässt. Ich plädiere in dem Fall dafür, dass man versucht langfristigere Strategien für diese Spieler zu entwickeln. Ist die Aussicht auf Spielzeit sehr gering, dann guckt man nach einer Leihstation. Das ist für mich kein Abgang auf Raten, sondern eine große Chance für Verein und Spieler. Man kann die Leistungsfähigkeit des Spielers besser einschätzen und ihm einen Kaderplatz schaffen. Langt es offensichtlich nicht für den Spieler, oder sind die vorhandenen Spieler auf seiner Position deutlich stärker, dann kann dieser Spieler über weitere Leihstationen oder einen festen Wechsel seinen Platz im Profibereich finden. Dieser Aspekt fällt für mich auch in die Kategorie "fußballerische Idee" oder Identifikation des Vereins. Wir haben sicherlich einen guten Ruf bei externen Talenten, die bei uns den nächsten Schritt gehen können. Bei unseren eigenen Talenten ist der Ruf vielleicht nicht so gut, wenn man sich die Abgänge um Samardzic und Rekik ansieht.

Sehr lange Rede, kurzer Sinn: Das Spiel morgen entscheidet sicher nicht über die Zukunft von Preetz, sondern nur über die von Labbadia. Preetz wird weiterhin sehr stark beobachtet und ich kann mir gut vorstellen, dass man ab Sommer einen anderen Projektleiter bei Hertha installieren wird, um sogenannten frischen Wind in den Verein zu bringen. Sollten wir sportlich nun eine famose Rückrunde spielen und jedes Rädchen greift wie von Zauberhand ins andere, dann sitzt unser Manager weiter fest im Sattel. Dennoch bleiben die Baustellen und Kritikpunkte, dazu die Erwartungshaltung von Tennor und den dazugehörigen Leuten. Auch wenn es in ruhigeres sportliches Fahrwasser geht, kann ich vorstellen, dass von diesen Stellen Druck ausgeübt werden wird.


daumen-hoch
Michael Preetz |#5402
22.01.2021 - 10:31 Uhr
Sehr schöner Beitrag, kann leider keine Wertung abgeben, aber sehr sachliche und treffende Zusammenfassung daumen-hoch
Michael Preetz |#5403
22.01.2021 - 10:32 Uhr
Zitat von Stuermerscout

Was ich Preetz anlaste und das nicht erst seit heute und auch nicht als einziger hier in diesem Forum: Wir fahren einen Schlingerkurs, an dessen Ende Hertha wirklich für nichts mehr steht. Und das bringt mich zur Verzweiflung. Und ich glaube nicht, dass Preetz es in seiner aktuellen Position schaffen wird Hertha ein fußballerisches Gesicht zu geben. Die Trainer hatten verschiedene Ansätze, da sie langjährige Erfahrungen vorweisen konnten und ihr Programm abspulten. Dardai hat sich (in meinen Augen) dem Kader eher angepasst und baute seinen Stil eher nach dem Team, als nach seiner grundlegenden Idee. Und die Idee wie Herthas Stil auszusehen hat, der müsste nicht von einzelnen Trainern kommen, sondern vom Verein und dem Sportdirektor oder sportlich Verantwortlichen. Zu diesem Vakuum bei der fußballerischen Idee finde ich die Ambitionslosigkeit oder dieses Understatement von Preetz mehr als grenzwertig. Vor jeder Saison wurden die Ziele sehr vorsichtig oder gar nicht formuliert, um am Ende bloß nicht diese formulierten Ziele um die Ohren gehauen zu bekommen. Diese Haltung zieht sich vielleicht bis zu Teilen der Mannschaft durch. Wenn ich Stark nach dem Spiel gegen Köln höre, dass man mit einem Punkt zufrieden sei, dann verhärtet sich dieser Eindruck. Das kann auch typabhängig vom Spieler sein, aber ich möchte nach so einer Partie lieber eine andere Reaktion sehen. Der Spieler soll sich ärgern, dass man nicht drei Punkte geholt hat, gerade weil der Gegner keinerlei Anstalten machte selber auf Sieg zu spielen. Es ist aber pure Spekulation, ob das auch mit an Preetz bzw. seinem Verhalten liegen könnte..


Super Beitrag von dir, ich finde definitiv auch, dass die generelle mittel- bis langfristige Ausrichtung des Vereins total unklar ist.
Wofür steht Hertha? Was sind die Ambitionen? Wann will man welches Ziel erreichen?
Keine Ahnung ob man das einfach nur nicht nach außen kommunizieren will, aber spätestens beim Tennor-Einstieg musste man doch wohl Meilensteine für die zukünftige Entwicklung definieren.
Preetz, Schiller und co., Trainer inbegriffen sind momentan nicht an ihren Leistungen messbar, weil nicht einmal klar ist, welche Zielvorgaben herrschen.
Innerhalb der nächsten 10 Jahre oben mitspielen und um die europäischen Plätze kämpfen reicht da nunmal nicht als Statement aus.
Preetz hat definitiv nicht nur Mist gebaut und auch teilweise gute Transfers eingefädelt die den Großteil der Fans auch “begeistert“ hat. Jedoch ist mir das für einen GF Sport & Kommunikation einfach zu dünn.
Ich würde mir wünschen, dass Ziele klar definiert werden und auch gewisse Ambitionen erkennbar sind.
Wie soll man sonst ein Team motivieren?
Michael Preetz |#5404
22.01.2021 - 10:34 Uhr
Zitat von Atzenfratze
Sehr schöner Beitrag, kann leider keine Wertung abgeben, aber sehr sachliche und treffende Zusammenfassung daumen-hoch


Hab ich mal erledigt. zwinker

•     •     •

Borussia ein Leben lang ++ Im Zeichen der Raute geboren ++ Leidenschaft kommt von Leiden
Michael Preetz |#5405
22.01.2021 - 10:51 Uhr
Zitat von Stuermerscout
Bei vielen schwingt der Mut der Verzweiflung mit, wenn sie Hertha eine Niederlage wünschen. Ich glaube kein Fan tut dies gerne, gerade wenn man das Umfeld in Berlin kennt und weiß welche Unruhe das der Mannschaft bringen wird.

Die Zeit mit Dardai ist sicherlich auch verklärt, aber viele wünschen sich doch lieber jetzt eine "langweilige" Saison unter Dardai, als Chaos unter Covic, Klinsmann, Nouri und Labbadia. Das konnte man vorher jedoch nicht wissen, als man Covic eingestellt hat. Es war ein Experiment von Preetz, das am Ende leider krachend scheiterte, so sehr man es Ante auch gegönnt hätte. Wie explosiv die Stimmung zwischen Trainer und Mannschaft war, kann ich nicht beurteilen. Es war immer komisch, dass man in der Rückrunde eingebrochen ist, obwohl man vorher ein vermeintlich stabiles Gebilde als Mannschaft dargestellt hat. Im Nachhinein muss man konstatieren, dass man mit Dardai einen vermeintlich soliden Arbeiter abgegeben hat und mit Covic ein Experiment wagte, wenn man nur die Platzierungen zugrunde legt.

In der Phase als Covic und Windhorst bei Hertha auftraten, trafen zwei Dinge aufeinander: Überbordende Erwartungen weil wir nun mit Millionen um uns schmeißen konnten und erfolgloser Fußball. Wie kann man denn bitteschön 80 Millionen Euro im Winter investieren und nicht die gesamte Liga kaputt schießen? Das hat bei Bayern mit den Verpflichtungen von Luca Toni und Ribery seinerzeit doch auch geschafft. Wenigen war wirklich bewusst, dass Hertha nicht sprunghaft besser wird, nur weil teure Spieler im Kader stehen. Auch mit der Kritik am Kader wurden weiterhin sehr ambitionierte Ziele formuliert, die das Team nicht einhalten konnte. Nun summiert sich jeder Kritikpunkt an Preetz auf, den er in den letzten Jahren "begangen" hat, ohne positive Aspekte seiner Amtszeit zu sehen.

Ich rede nicht von den Aufstiegen, die er als Erfolge verbuchen könnte, sondern von Spielern, die er zu Hertha geholt hat. Er hat jahrelang mit einem sehr kleinen Budget wirklich viele gute Spieler geholt. Dilrosun, Redan oder Weiser waren allesamt Talente, deren Werdegang noch gar nicht vorausgesagt werden konnte. Zwei von ihnen konnten sich durchsetzen, der dritte im Bunde scheint nun den letzten Schritt gehen zu können. Zwar in einer sehr schweren Phase, aber Labbadia und die Userschaft lobt ihn nicht ohne Grund in den paar Minuten, in denen er spielt. Dazu gesellen sich natürlich auch Flops wie Sinan Kurt, der aber sich scheinbar selber im Weg zu stehen scheint. Zu den Talenten gesellen sich weitere sehr gute Transfers wie Lazaro, Kalou, Skjelbred oder Ibisevic. Gerade die letzten beiden mögen keinen Wiederverkaufswert geliefert haben, aber waren immer mit Leistung zur Stelle. Schelle hätte niemand auf dem Zettel gehabt, als er damals aus Hamburg zu uns wechselte. Ich kannte ihn seinerzeit nur aus einem Spiel gegen Hertha, in dem er zur Pause ausgewechselt worden ist. Nicht unbedingt ein Bewerbungsschreiben bei einem Bundesligisten zu landen zwinker Natürlich gab es ebenso krachende Flops wie Esswein oder Leckie, aber das ist absolut normal in meinen Augen. Die Tops und Flops bei den Spielerkäufen und Verkäufen schlagen bei Preetz positiv zu Buche.

Nun zu den letzten Transferperioden: Da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen, dass Meinungen zu einigen Spielern nicht akzeptiert werden und es bisweilen im Forum nicht mehr fair abläuft. Gerade in Bezug auf Piatek und Cordoba ist eine Diskussion nicht mehr möglich, da keine Seite einen Schritt auf die andere zumachen will/kann. Warum das so ist, keine Ahnung. Für mich ist und war tm.de auch immer dazu da, um von anderen Meinungen konstruktiv überzeugt zu werden, zumindest die Argumente der Gegenseite zu verstehen.

Was ich Preetz anlaste und das nicht erst seit heute und auch nicht als einziger hier in diesem Forum: Wir fahren einen Schlingerkurs, an dessen Ende Hertha wirklich für nichts mehr steht. Und das bringt mich zur Verzweiflung. Und ich glaube nicht, dass Preetz es in seiner aktuellen Position schaffen wird Hertha ein fußballerisches Gesicht zu geben. Die Trainer hatten verschiedene Ansätze, da sie langjährige Erfahrungen vorweisen konnten und ihr Programm abspulten. Dardai hat sich (in meinen Augen) dem Kader eher angepasst und baute seinen Stil eher nach dem Team, als nach seiner grundlegenden Idee. Und die Idee wie Herthas Stil auszusehen hat, der müsste nicht von einzelnen Trainern kommen, sondern vom Verein und dem Sportdirektor oder sportlich Verantwortlichen. Zu diesem Vakuum bei der fußballerischen Idee finde ich die Ambitionslosigkeit oder dieses Understatement von Preetz mehr als grenzwertig. Vor jeder Saison wurden die Ziele sehr vorsichtig oder gar nicht formuliert, um am Ende bloß nicht diese formulierten Ziele um die Ohren gehauen zu bekommen. Diese Haltung zieht sich vielleicht bis zu Teilen der Mannschaft durch. Wenn ich Stark nach dem Spiel gegen Köln höre, dass man mit einem Punkt zufrieden sei, dann verhärtet sich dieser Eindruck. Das kann auch typabhängig vom Spieler sein, aber ich möchte nach so einer Partie lieber eine andere Reaktion sehen. Der Spieler soll sich ärgern, dass man nicht drei Punkte geholt hat, gerade weil der Gegner keinerlei Anstalten machte selber auf Sieg zu spielen. Es ist aber pure Spekulation, ob das auch mit an Preetz bzw. seinem Verhalten liegen könnte.

Preetz ging im Sommer vielleicht naiv an die Sache heran und dachte, dass der Umbruch des Kaders nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen würde, wenn man qualitativ bessere Spieler her lotsen könnte. Leider klappte das Kaufen dieser Spieler nicht so richtig gut, trotz voller Kasse. Auch scheint die Mischung innerhalb der Mannschaft nicht zu stimmen. Ich denke dort zum einen an die grundsätzliche Mentalität einiger Spieler, sowie auch der Unterschied im spielerischen Bereich zwischen einigen Spielern. Da kommt es vielleicht zum Krach, da die "Hochbegabten" um Cunha, Guendouzi, Dilrosun oder Lukebakio sich nichts von vermeintlichen Führungsspielern wie Nik Stark sagen lassen (wollen). Hier wurde womöglich die "Macht" von Ibisevic, Schelle oder auch Kalou unterschätzt, die solche Spannungen vielleicht besser unterbinden konnten. Nun haben wir scheinbar ein Problem, dass dem Trainer die sogenannten Indianer in der Mannschaft fehlen und die Chemie zwischen Teilen der Mannschaft nicht zu passen scheint. Erfahrene Spieler wie Pekarik oder Darida waren vom Typ her nie absolute Führungsspieler, Schwolow traue ich das zwar zu, aber er kann als "Neuling" und Torhüter noch nicht den größten Einfluss nehmen. Das ist eine Erklärung für die wankelmütigen Leistungen auf dem Feld, vor allem das kollektive Versagen, wenn der Gegner sehr unangenehm spielt wie Mainz oder Bielefeld. In solchen Spielen geht gar nichts zusammen und ich habe das Gefühl, dass Bremen am Samstag nicht anders agieren wird.

Weiter kritisiere ich die mangelnde langfristige Kaderplanung. Ein Beispiel ist unser zentrales Mittelfeld, das seit Jahren keinen richtigen Anführer oder Taktgeber hervorgebracht hat. Maier gilt als hochtalentiert und konnte auch zeitweise gute Leistungen abliefern, hat aber aufgrund von Verletzungen den Durchbruch noch nicht schaffen können. Schelle oder Darida sind zwar erfahren, aber können diese Last nicht alleine schultern. Grujic und Guendouzi sind Leihspieler und dazu noch sehr jung. Sie müssten erst in die Rolle hineinwachsen und sind im dümmsten Fall dann wieder bei ihrem Stammverein. Hier hätte Preetz in meinen Augen handeln müssen und einen erfahrenen Spieler verpflichten müssen. Da ist mir auch der Wiederverkaufswert schnuppe, wenn die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass dieser Spieler 3-4 Jahre bei Hertha spielen wird und die Qualität hat diese Rolle des Taktgebers einzunehmen.

Die Integration von jungen Spielern habe ich auch häufiger kritisiert. Hier steht man zu der Überzeugung, dass U19 Spieler auch den Weg über die U23 nehmen können, um bei den Profis anzukommen. Derzeit fällt dieses Instrument leider weg. Ich glaube nicht, dass der Weg über die U23 die wenigsten Jugendspieler noch zu Profis werden lässt. Ich plädiere in dem Fall dafür, dass man versucht langfristigere Strategien für diese Spieler zu entwickeln. Ist die Aussicht auf Spielzeit sehr gering, dann guckt man nach einer Leihstation. Das ist für mich kein Abgang auf Raten, sondern eine große Chance für Verein und Spieler. Man kann die Leistungsfähigkeit des Spielers besser einschätzen und ihm einen Kaderplatz schaffen. Langt es offensichtlich nicht für den Spieler, oder sind die vorhandenen Spieler auf seiner Position deutlich stärker, dann kann dieser Spieler über weitere Leihstationen oder einen festen Wechsel seinen Platz im Profibereich finden. Dieser Aspekt fällt für mich auch in die Kategorie "fußballerische Idee" oder Identifikation des Vereins. Wir haben sicherlich einen guten Ruf bei externen Talenten, die bei uns den nächsten Schritt gehen können. Bei unseren eigenen Talenten ist der Ruf vielleicht nicht so gut, wenn man sich die Abgänge um Samardzic und Rekik ansieht.

Sehr lange Rede, kurzer Sinn: Das Spiel morgen entscheidet sicher nicht über die Zukunft von Preetz, sondern nur über die von Labbadia. Preetz wird weiterhin sehr stark beobachtet und ich kann mir gut vorstellen, dass man ab Sommer einen anderen Projektleiter bei Hertha installieren wird, um sogenannten frischen Wind in den Verein zu bringen. Sollten wir sportlich nun eine famose Rückrunde spielen und jedes Rädchen greift wie von Zauberhand ins andere, dann sitzt unser Manager weiter fest im Sattel. Dennoch bleiben die Baustellen und Kritikpunkte, dazu die Erwartungshaltung von Tennor und den dazugehörigen Leuten. Auch wenn es in ruhigeres sportliches Fahrwasser geht, kann ich vorstellen, dass von diesen Stellen Druck ausgeübt werden wird.


Kritische Betrachtung bei sehr sachlicher Argumentation. Das, was vielen hier fehlt!
Sehr gut daumen-hoch

•     •     •

Es geht immer weiter!
Michael Preetz |#5406
22.01.2021 - 11:10 Uhr
Zitat von Stuermerscout
Bei vielen schwingt der Mut der Verzweiflung mit, wenn sie Hertha eine Niederlage wünschen. Ich glaube kein Fan tut dies gerne, gerade wenn man das Umfeld in Berlin kennt und weiß welche Unruhe das der Mannschaft bringen wird.

Die Zeit mit Dardai ist sicherlich auch verklärt, aber viele wünschen sich doch lieber jetzt eine "langweilige" Saison unter Dardai, als Chaos unter Covic, Klinsmann, Nouri und Labbadia. Das konnte man vorher jedoch nicht wissen, als man Covic eingestellt hat. Es war ein Experiment von Preetz, das am Ende leider krachend scheiterte, so sehr man es Ante auch gegönnt hätte. Wie explosiv die Stimmung zwischen Trainer und Mannschaft war, kann ich nicht beurteilen. Es war immer komisch, dass man in der Rückrunde eingebrochen ist, obwohl man vorher ein vermeintlich stabiles Gebilde als Mannschaft dargestellt hat. Im Nachhinein muss man konstatieren, dass man mit Dardai einen vermeintlich soliden Arbeiter abgegeben hat und mit Covic ein Experiment wagte, wenn man nur die Platzierungen zugrunde legt.

In der Phase als Covic und Windhorst bei Hertha auftraten, trafen zwei Dinge aufeinander: Überbordende Erwartungen weil wir nun mit Millionen um uns schmeißen konnten und erfolgloser Fußball. Wie kann man denn bitteschön 80 Millionen Euro im Winter investieren und nicht die gesamte Liga kaputt schießen? Das hat bei Bayern mit den Verpflichtungen von Luca Toni und Ribery seinerzeit doch auch geschafft. Wenigen war wirklich bewusst, dass Hertha nicht sprunghaft besser wird, nur weil teure Spieler im Kader stehen. Auch mit der Kritik am Kader wurden weiterhin sehr ambitionierte Ziele formuliert, die das Team nicht einhalten konnte. Nun summiert sich jeder Kritikpunkt an Preetz auf, den er in den letzten Jahren "begangen" hat, ohne positive Aspekte seiner Amtszeit zu sehen.

Ich rede nicht von den Aufstiegen, die er als Erfolge verbuchen könnte, sondern von Spielern, die er zu Hertha geholt hat. Er hat jahrelang mit einem sehr kleinen Budget wirklich viele gute Spieler geholt. Dilrosun, Redan oder Weiser waren allesamt Talente, deren Werdegang noch gar nicht vorausgesagt werden konnte. Zwei von ihnen konnten sich durchsetzen, der dritte im Bunde scheint nun den letzten Schritt gehen zu können. Zwar in einer sehr schweren Phase, aber Labbadia und die Userschaft lobt ihn nicht ohne Grund in den paar Minuten, in denen er spielt. Dazu gesellen sich natürlich auch Flops wie Sinan Kurt, der aber sich scheinbar selber im Weg zu stehen scheint. Zu den Talenten gesellen sich weitere sehr gute Transfers wie Lazaro, Kalou, Skjelbred oder Ibisevic. Gerade die letzten beiden mögen keinen Wiederverkaufswert geliefert haben, aber waren immer mit Leistung zur Stelle. Schelle hätte niemand auf dem Zettel gehabt, als er damals aus Hamburg zu uns wechselte. Ich kannte ihn seinerzeit nur aus einem Spiel gegen Hertha, in dem er zur Pause ausgewechselt worden ist. Nicht unbedingt ein Bewerbungsschreiben bei einem Bundesligisten zu landen zwinker Natürlich gab es ebenso krachende Flops wie Esswein oder Leckie, aber das ist absolut normal in meinen Augen. Die Tops und Flops bei den Spielerkäufen und Verkäufen schlagen bei Preetz positiv zu Buche.

Nun zu den letzten Transferperioden: Da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen, dass Meinungen zu einigen Spielern nicht akzeptiert werden und es bisweilen im Forum nicht mehr fair abläuft. Gerade in Bezug auf Piatek und Cordoba ist eine Diskussion nicht mehr möglich, da keine Seite einen Schritt auf die andere zumachen will/kann. Warum das so ist, keine Ahnung. Für mich ist und war tm.de auch immer dazu da, um von anderen Meinungen konstruktiv überzeugt zu werden, zumindest die Argumente der Gegenseite zu verstehen.

Was ich Preetz anlaste und das nicht erst seit heute und auch nicht als einziger hier in diesem Forum: Wir fahren einen Schlingerkurs, an dessen Ende Hertha wirklich für nichts mehr steht. Und das bringt mich zur Verzweiflung. Und ich glaube nicht, dass Preetz es in seiner aktuellen Position schaffen wird Hertha ein fußballerisches Gesicht zu geben. Die Trainer hatten verschiedene Ansätze, da sie langjährige Erfahrungen vorweisen konnten und ihr Programm abspulten. Dardai hat sich (in meinen Augen) dem Kader eher angepasst und baute seinen Stil eher nach dem Team, als nach seiner grundlegenden Idee. Und die Idee wie Herthas Stil auszusehen hat, der müsste nicht von einzelnen Trainern kommen, sondern vom Verein und dem Sportdirektor oder sportlich Verantwortlichen. Zu diesem Vakuum bei der fußballerischen Idee finde ich die Ambitionslosigkeit oder dieses Understatement von Preetz mehr als grenzwertig. Vor jeder Saison wurden die Ziele sehr vorsichtig oder gar nicht formuliert, um am Ende bloß nicht diese formulierten Ziele um die Ohren gehauen zu bekommen. Diese Haltung zieht sich vielleicht bis zu Teilen der Mannschaft durch. Wenn ich Stark nach dem Spiel gegen Köln höre, dass man mit einem Punkt zufrieden sei, dann verhärtet sich dieser Eindruck. Das kann auch typabhängig vom Spieler sein, aber ich möchte nach so einer Partie lieber eine andere Reaktion sehen. Der Spieler soll sich ärgern, dass man nicht drei Punkte geholt hat, gerade weil der Gegner keinerlei Anstalten machte selber auf Sieg zu spielen. Es ist aber pure Spekulation, ob das auch mit an Preetz bzw. seinem Verhalten liegen könnte.

Preetz ging im Sommer vielleicht naiv an die Sache heran und dachte, dass der Umbruch des Kaders nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen würde, wenn man qualitativ bessere Spieler her lotsen könnte. Leider klappte das Kaufen dieser Spieler nicht so richtig gut, trotz voller Kasse. Auch scheint die Mischung innerhalb der Mannschaft nicht zu stimmen. Ich denke dort zum einen an die grundsätzliche Mentalität einiger Spieler, sowie auch der Unterschied im spielerischen Bereich zwischen einigen Spielern. Da kommt es vielleicht zum Krach, da die "Hochbegabten" um Cunha, Guendouzi, Dilrosun oder Lukebakio sich nichts von vermeintlichen Führungsspielern wie Nik Stark sagen lassen (wollen). Hier wurde womöglich die "Macht" von Ibisevic, Schelle oder auch Kalou unterschätzt, die solche Spannungen vielleicht besser unterbinden konnten. Nun haben wir scheinbar ein Problem, dass dem Trainer die sogenannten Indianer in der Mannschaft fehlen und die Chemie zwischen Teilen der Mannschaft nicht zu passen scheint. Erfahrene Spieler wie Pekarik oder Darida waren vom Typ her nie absolute Führungsspieler, Schwolow traue ich das zwar zu, aber er kann als "Neuling" und Torhüter noch nicht den größten Einfluss nehmen. Das ist eine Erklärung für die wankelmütigen Leistungen auf dem Feld, vor allem das kollektive Versagen, wenn der Gegner sehr unangenehm spielt wie Mainz oder Bielefeld. In solchen Spielen geht gar nichts zusammen und ich habe das Gefühl, dass Bremen am Samstag nicht anders agieren wird.

Weiter kritisiere ich die mangelnde langfristige Kaderplanung. Ein Beispiel ist unser zentrales Mittelfeld, das seit Jahren keinen richtigen Anführer oder Taktgeber hervorgebracht hat. Maier gilt als hochtalentiert und konnte auch zeitweise gute Leistungen abliefern, hat aber aufgrund von Verletzungen den Durchbruch noch nicht schaffen können. Schelle oder Darida sind zwar erfahren, aber können diese Last nicht alleine schultern. Grujic und Guendouzi sind Leihspieler und dazu noch sehr jung. Sie müssten erst in die Rolle hineinwachsen und sind im dümmsten Fall dann wieder bei ihrem Stammverein. Hier hätte Preetz in meinen Augen handeln müssen und einen erfahrenen Spieler verpflichten müssen. Da ist mir auch der Wiederverkaufswert schnuppe, wenn die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass dieser Spieler 3-4 Jahre bei Hertha spielen wird und die Qualität hat diese Rolle des Taktgebers einzunehmen.

Die Integration von jungen Spielern habe ich auch häufiger kritisiert. Hier steht man zu der Überzeugung, dass U19 Spieler auch den Weg über die U23 nehmen können, um bei den Profis anzukommen. Derzeit fällt dieses Instrument leider weg. Ich glaube nicht, dass der Weg über die U23 die wenigsten Jugendspieler noch zu Profis werden lässt. Ich plädiere in dem Fall dafür, dass man versucht langfristigere Strategien für diese Spieler zu entwickeln. Ist die Aussicht auf Spielzeit sehr gering, dann guckt man nach einer Leihstation. Das ist für mich kein Abgang auf Raten, sondern eine große Chance für Verein und Spieler. Man kann die Leistungsfähigkeit des Spielers besser einschätzen und ihm einen Kaderplatz schaffen. Langt es offensichtlich nicht für den Spieler, oder sind die vorhandenen Spieler auf seiner Position deutlich stärker, dann kann dieser Spieler über weitere Leihstationen oder einen festen Wechsel seinen Platz im Profibereich finden. Dieser Aspekt fällt für mich auch in die Kategorie "fußballerische Idee" oder Identifikation des Vereins. Wir haben sicherlich einen guten Ruf bei externen Talenten, die bei uns den nächsten Schritt gehen können. Bei unseren eigenen Talenten ist der Ruf vielleicht nicht so gut, wenn man sich die Abgänge um Samardzic und Rekik ansieht.

Sehr lange Rede, kurzer Sinn: Das Spiel morgen entscheidet sicher nicht über die Zukunft von Preetz, sondern nur über die von Labbadia. Preetz wird weiterhin sehr stark beobachtet und ich kann mir gut vorstellen, dass man ab Sommer einen anderen Projektleiter bei Hertha installieren wird, um sogenannten frischen Wind in den Verein zu bringen. Sollten wir sportlich nun eine famose Rückrunde spielen und jedes Rädchen greift wie von Zauberhand ins andere, dann sitzt unser Manager weiter fest im Sattel. Dennoch bleiben die Baustellen und Kritikpunkte, dazu die Erwartungshaltung von Tennor und den dazugehörigen Leuten. Auch wenn es in ruhigeres sportliches Fahrwasser geht, kann ich vorstellen, dass von diesen Stellen Druck ausgeübt werden wird.


Guter Beitrag
+1
Michael Preetz |#5407
22.01.2021 - 11:16 Uhr
Habe gerade die PK gesehen, man hat Preetz sich da einen abgestammelt. Klar, er hat stets alle Fragen beantwortet und die Antworten waren auch weitesgehend schlüssig, aber ich fand sein Auftreten dennoch verändert im Vergleich zu den vorherigen PK's. Sicherlich waren dieses mal auch deutlich kritischere Fragen in seine Richtung dabei, aber dass ihn sowas so schnell ins Schwitzen bringt, hätte ich bei der krisenerprobten Vita nicht gedacht. Nach den Abstiegen und den Klinsmann-Tagebüchern saß er scheinbar um Welten fester im Sattel.

Übrigens fand ich die direkte Frage nach Rangnick absolut unprofessionell und überflüssig. Was denkt der Journalist denn, was da kommt? Das Preetz jetzt neben dem aktuellen Trainer sagt, dass er schon mit einem Nachfolger verhandelt? Oder das Preetz darüber Bescheid weiß, wie weit die Verhandlungen mit seinem Nachfolger sind? Ganz schwache Arbeit von dem Herrn, der dafür verantwortlich ist. Übrigens kann sowas auch die Verhandlungen zwischen Rangnick und Hertha erschweren, wenn so direkte öffentliche Dementi gemacht werden. Da waren die Fragen nach seiner Verantwortung und der Demo deutlich subtiler und besser platziert.
Michael Preetz |#5408
22.01.2021 - 11:32 Uhr
Zitat von Hertha-ner
Also im Endeffekt gibt es nur folgene Szenarien nach dem Bremen Spiel.

1. Wir gewinnen, Labbadia bleibt und kann bis Saisonende Cheftrainer bleiben, sollte doch noch eine
extreme Steigerung kommen, eventuell sogar länger, mit Preetz als Sportdirektor.

2. Wir verlieren, Labbadia wird gegangen und Preetz installiert jemand anderen, der
uns vor dem Abstieg bewahrt und Preetz bleibt anschließend und darf weiteter versuchen und Geld verbrennen.

3. Wir verlieren und es gibt endlich einen Umbruch und beide werden freigestellt. Dardai muss übernehmen und rettet vor dem Abstieg. Anschließend wird ein hoffentlich kompetenter Sportdirektor installier, der den neuen Trainer und Spieler holt.

Sollte Preetz jetzt noch Spieler holen, wird er auch nächste Saison bei Nichtabstieg da sein, denn einem neuem Sportdirektor kannst du nicht so ein Korsett aufsetzen.


was geschieht bei einem Unentschieden?Zunge raus
Michael Preetz |#5409
22.01.2021 - 11:34 Uhr
Lese gerade, dass es eine online Petition zur Absetzung Preetz geben soll, finde online aber nichts - hat jemand den Link?
Michael Preetz |#5410
22.01.2021 - 11:38 Uhr
Zitat von Tafelberg

Zitat von Hertha-ner

Also im Endeffekt gibt es nur folgene Szenarien nach dem Bremen Spiel.

1. Wir gewinnen, Labbadia bleibt und kann bis Saisonende Cheftrainer bleiben, sollte doch noch eine
extreme Steigerung kommen, eventuell sogar länger, mit Preetz als Sportdirektor.

2. Wir verlieren, Labbadia wird gegangen und Preetz installiert jemand anderen, der
uns vor dem Abstieg bewahrt und Preetz bleibt anschließend und darf weiteter versuchen und Geld verbrennen.

3. Wir verlieren und es gibt endlich einen Umbruch und beide werden freigestellt. Dardai muss übernehmen und rettet vor dem Abstieg. Anschließend wird ein hoffentlich kompetenter Sportdirektor installier, der den neuen Trainer und Spieler holt.

Sollte Preetz jetzt noch Spieler holen, wird er auch nächste Saison bei Nichtabstieg da sein, denn einem neuem Sportdirektor kannst du nicht so ein Korsett aufsetzen.


was geschieht bei einem Unentschieden?Zunge raus


Na dann freuen wir uns auf Szenario 1 und folgende Stellungsnahme:
WIE EIN GEFÜHLTER SIEG
MIT VIEL KAMPF, LEIDENSCHAFT UND EINER STARKEN MANNSCHAFTSLEISTUNG ENTFÜHRTE HERTHA BSC EINEN ZÄHLER.
Zunge raus
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hertha_united am 22.01.2021 um 11:39 Uhr bearbeitet
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.