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Markus Babbel [Trainer]

17.05.2010 - 15:27 Uhr
  Umfrage
  % Stimmen
ich finde die Personalentscheidung richtig
 70,8  221
ich finde die Personalentscheidung falsch
 12,8  40
ich bin unentschlossen diesbezüglich
 16,3  51
Gesamt: 312

Die Umfrage ist abgelaufen.

Geburtsort: München
Geburtsdatum: 08.09.1972
Alter: 38
Nationalität: deutsch

Amtsantritt: 01.07.2010
Vertrag bis: 30.06.2012

http://www.transfermarkt.de/de/markus-babbel/aufeinenblick/trainer_4487.html

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+ + + Wir haben doch kein Geld + + +

Dieser Beitrag wurde zuletzt von PES am 23.08.2011 um 16:19 Uhr bearbeitet
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Markus Babbel [Trainer] |#1
17.10.2010 - 19:29 Uhr
Zitat von randberliner:
Man muss nicht krampfhaft so tun als wäre das 4-1-4-1 das einzige Mittel das zum Erfolg führt.
Das stimmt einfach nicht. Da muss man auch nicht noch X Spiele abwarten.

Ein Systemwechsel im Spiel wäre die erste Variante - eine andere Staraufstellung und ggf. zurückwechseln auf's 4-1-4-1 die nächste oder gänzlich Umstellen und nur das Personal während des Spiels tauschen eine weitere...

Also bitte.


Man muss nicht mal das Personal austauschen.
Da spielen schon die stärksten Spieler, die wir haben (zumindest, die die nicht verletzt sind (Beichler ist auch eine Wundertüte!) ;)
Es muss an der taktischen Grundausrichtung etwas geändert werden. Ein Domo weiß gar nicht (anscheinend...), was er zu tun hat. Der ist nicht mal mehr ein Fremdkörper im Spiel, der ist fast "unsichtbar"... Man sollte endlich einsehen: "Domo KANN DAS nicht spielen!!!!"

Und Raffaels Stärken kommen auch nicht zum Tragen, wenn er auf der Halbposition spielt. Der gehört in die absolute Zentrale und mit allen Freiheiten ausgestattet (also als "echter 10er").

Man muss nicht viel ändern, sondern nur auf 2 Spitzen gehen und Raffael als "Alleinherrscher" im offensiven Mittelfeld installieren. Die taktische Ausrichtung mit Raffael und Domo auf den Halbpositionen kann man jetzt nach den letzen 4 Spielen wohl als "gescheitert" attestieren. Auf die Idee wieder so zu spielen sollte man erst wieder kommen, wenn man Beichler in Form hat, der ja auf dieser Position wirklich spielen kann...

Solange Beichler aber nicht fit ist, muss man einfach switchen auf das stabilere 4-2-3-1 oder einfach wieder auf 4-4-2 mit DoppelSechs oder Raute...
Man muss keine Spieler rausnehmen (außer bei der DoppelSechs mit Perdedaj/Lusti für Domo), aber die taktische Ausrichtung würde sich vielmehr an den Stärken der Spieler orientieren als an dem "Wunschdenken" des Trainers...
Markus Babbel [Trainer] |#2
07.11.2010 - 16:44 Uhr
Zitat von BSC_49:
Gut von Babbel, dass er ganz klar sagt, dass der Schiri heuten nur Schmutz gepfiffen hat!


Schon ok, wenn er das so sieht. Das macht aber nicht besser, dass er es nicht schafft, mit diesem Spielerpotenzial diese Liga spielerisch zu dominieren.
Wenn man sich mal ueberlegt, wieviel Grottenkicks jetzt schon dabei waren (trotz Siegen), macht er viel zu wenig aus der Mannschaft.
Mittlerweile muesste schon eine Handschrift zu erkennen sein. Aber wenn man ehrlich ist, hat man bis auf 2-3 Ausnahmen die meisten Spiele nur durch die individuelle Klasse einzelner gewonnen.
Ein taktisches Konzept, welches von der Mannschaft angenommen wird, ist bis jetzt nicht zu erkennen.

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**************Hertha BSC***************Clemson Tigers********
Markus Babbel [Trainer] |#3
20.11.2010 - 11:24 Uhr
Ich frage mich wann Herr Babbel mal aufwacht?!??

Er ist wirklich ein Sympathiebolzen, aber für seine "trainerischen" Leistungen würde ich ihm momentan ein mangelhaft geben.

Taktisch scheint wirklich rein garnichts zu passieren, alles ist darauf bedacht das die individuelle Klasse einzelner reicht um spielen zu gewinnen, bzw. das der Zufall es so will und wir gewinnen / ein Tor erzielen.

Mit solch klasse Einzelspielern wie wir sie im Team haben müßte es doch möglich sein mit einem soliden taktischem Konzept den ein oder anderen Gegner zu dominieren?!!
Vielelicht täusche ich mich, evtl. erwarte ich auch zu viel von Herrn Babbel, aber irgendwas (vieles?) stimmt da nicht!!!
Es ist toll das Babbel erkannt hat das er die Mannschaft etwas umstellen muss, aber eingestellt hat er Sie nicht...

Er hat erstmals das System umgestellt aber einen teil seiner Personalentscheidungen verstehe (immer noch) nicht.

Wo war Ronny gestern? Dies ist aber nur bedingt Kritik, da ich die Hintergründe nicht kenne...

Wieso kann Ruka Woche für Woche den gleichen Mist spielen? Er versucht sich jedesmal im Laufduell/Dribbling und verliert den Ball.

Ich habe in der ganzen Spielzeit auch erst zweimal gesehen das jemand zur Grundlinie durchgelaufen ist... Einmal davon gestern Lell... (oder war es doch nur einmal?? :ugly )

In jedem Spielt steht unser MF bei eigenem Ballbesitz weit in des Gegners Hälfte, unsere Verteidiger spielen sich den Ball ein paar mal hin und her, evtl. wird auch mal versucht ein nicht freistehender DM anzuspielen, der Ball kommt zurück und wird dann sofort wir bekloppt nach vorn gedroschen... Was soll das?

Es fehlt evtl. auch jemand wie Cicero, der sich die Bälle holt, über eine gewisse Technik verfügt und auch mal in bedrängniss den Ball behauptet und weiter spielt, aber das kann doch nicht alles sein...
Ich denke hier könnte evtl. Lustenberger eingesetzt werden, aber wieso spielt er nicht? Ist er nicht fit, wo liegt das Problem? Gleiches bei Beichler, warum steht er nicht im Kader, warum spielt er nicht?
Es ist nicht so das ich das Babbel ankreide oder dergleichen, aber merkwürdig sind einige Personalentscheidungen schon.

Gerade wenn wir gegen Mannschaften spielen die sich hinten reinstellen, stelle ich doch Spieler auf die auch den Ball halten können und nicht immer mit dem Kopf gegen die Wand wollen...
(Ruka, Schulz)

Unsere AV sind bis auf ganz wenige Außnahmen auch totalausfälle, weder im Spiel nach vorn wo so gut wie nichts kommt (von Lell noch weniger als von Kobi), noch defensiv wo sie meist durch Stellungsfehler und mangeldem Zweikampfverhalten auffallen.

Die Innenverteidigung steht auch oft falsch, wobei das unter anderem auch an unseren AV´s liegt. Im/mit dem offensiv Spiel sind sie auch maßlos überfordert!

Wir haben soviele Baustellen, und es ist nicht so das man sieht das sich irgendwo ein Problem auf- löst, nein es kommen eher mehr dazu.

Vielleicht sehe ich manches auch etwas zu kritisch, aber mit diesem Kader und in unserer Situation muss einfach was passieren sonst ist am Ende der Saison zapfenstreich...

Es sollten solangsam einfach mal die Alarmglocken von Herrn Babbel "angehen" und die von unserem Manager evtl. auch aber das sollte jetzt nicht Thema in diesem Fred sein...

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Hertha BSC - SG Gerstensaft
Indiana Pacers - Indianapolis Colts
Markus Babbel [Trainer] |#4
28.11.2010 - 18:59 Uhr
Und wieder liest man nur die wöchentlichen Phrasen über fehlende Gier und wohmögliche Zufriedenheit mit der Platzierung, statt mal den Finger in die Wunde zu legen und selbstkritisch zuzugeben, dass der Gegner taktisch haushoch überlegen war. Ich hoffe intern werden andere Sachen angesprochen. Will mir garnicht vorstellen, dass er das System beibehält und die Spieler auch nur auf die Mentalitätsprobleme hinweist.

Sicher sind die Spieler auch gefordert mehr zu tun, aber mir fehlen die eingeübten Spielzüge und ein taktisches System an dem gearbeitet wird und bei dem man auch Verbesserungen erkennen kann. Hier müssen Babbel und Co den Hebel ansetzen und daran arbeiten, die richtige Einstellung zur 2.Liga haben die Meisten inzwischen gefunden und an der lag es gegen Duisburg mMn nicht.

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41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"
Markus Babbel [Trainer] |#5
13.12.2010 - 12:29 Uhr
Erstaunlich, kaum hat die Mannschaft mal ein vernünfitges Spiel abgeliefert, wird zum Coach nix mehr gesagt.
Nun hat er die geforderten Systemumstellungen vorgenommen, die Mannschaft taktisch gut auf den Gegner eingestellt, das passende Personal aufgestellt und soar zur Zufriedenheit aller gewechselt, da kommt der Sieg nur durch den Elfer zustande. Ruka (den sehr viele rausgeschrieben haben) macht auf rechts(!) ein Klassespiel. Der Lasogga über 65min aus dem Team geschrieben macht im zusammenspiel mit Ruka das 2:0. Der Elfer entstand nach Ecke Ruka und Foul an besagtem Lasogga, Raffael hat auf ungewohnter Position auch eine mMn gute Partie gemacht. Das ist bestimmt nur die individuelle Klasse von denen, die werden bestimmt auch Taktik und Aufstellung unabhängig von Babbel (evtl. mit tm.de-hilfe) entwickelt haben.

Was ich eigentlich sagen wollte, bevor ich mich etwas verrannt habe, war: Man sollte den Trainer auch mal loben, wenn er was richtig gemacht hat und ich hab gestern viel richtiges gesehen.
Auch (und das wird ausdrücklich betont) viele Entscheidungen zuletzt schwierig nachzuvollziehen waren und keinen Erfolg brachten.
Allerdings hat er zuletzt auch viel umgebaut sowohl taktisch als auch personell (teilweise gings ja auch nicht anders), so dass wir leider immer noch kein wirklich eingespieltes Team haben.
Ist halt auch ne ideologische Frage: habe ich als Coach mein System, dem ich alles unterordne und die Spieler evtl. bei bedarf da reinpresse (z.B. LvG mit Ribery), oder versuch ich von Woche zu Woche zu schauen wie der Kader aussieht, wähle dann aus 2 bis 3 Optionen die jeweils am sinnvollsten erscheinende. Mit lezterer Variante bleibt man flexibler wenn, z.B. mal beide Optionen für eine Position ausfallen, mit der andern kann man auf dauer natürlich mehr Kontrolle und Sicherheit aufbauen (besonders falls man das System bis die Jugend runter spielen lässt, wie Ajax).
Fazit: Babbel ist als junger, unerfahrener Coach natürlich nicht vor Fehlern gefeit, vor allem in Phasen wo es schwierig wird, aber ich finde er hat bisher mehr richtig als falsch gemacht und ist auch in der selbstgemachten Krise nicht in Hektik verfallen und hat mE nach auch eine Reaktion folgen lassen. Bei aller berechtigten Kritik sollte man dass auch mal anerkennen (vor allem wenn man ihm zuvor die Fähigkeiten zum logischen Denken abspricht, bzw. ihn als un-/nicht-/antitrainer, wie auch immer der genau Wortlaut war, bezeichnet).

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"Berlin ist mehr ein Weltteil als eine Stadt.“
Jean Paul (1763-1825)

"Berlin = Ein fruchtbares Gelände für sumpfige Typen, seit 750 Jahren.“
Wolfgang Neuß (1923-89)

Die berühmt-berüchtigte Kodderschnauze der Berliner führte dazu, daß sich die Hauptstädter in der Kunst der Beschimpfung eine gewisse Meisterschaft erworben haben. Als Beispiel sei die mitleidige, fast neidische, auf jeden Fall aber philosophische Bemerkung zitiert: "Du hast's jut, du bist doof!"
Markus Babbel [Trainer] |#6
13.12.2010 - 19:43 Uhr
Zitat von Payday:
Er wird wohl hoffentlich das Gegenteil sagen. Aber das genügt natürlich nicht. Denn das würde jeder von uns hier auch tun. Es geht halt nicht ums Sprüche klopfen, sondern um harte Arbeit.

Klare taktische Anweisungen: Ich habe den Eindruck, dass unsere Spieler teilweise gar nicht wissen, was sie spielen sollen. D.h., was konkret ihre Aufgabe ist. Und diese Verunsicherung (Hühnerhaufen) wird fehlinterpretiert, als "mangelnde Gier".

Spielzüge einstudieren: Du hast unsere bescheidenen Konter selbst angesprochen. Aber auch ansonsten ist da nichts einstudiertes zu erkennen. Alles Zufall und individuelle Klasse.

Schnelles (one-touch) Spiel: Vor zwei Jahren waren wir noch die am schnellsten spielende Mannschaft der 1. Buli. Und was ist heute? Es treibt mir Tränen in die Augen, wenn ich sehen muß, wie langsam wir spielen: Fast jeder Ball wird erst gestoppt, dann wird geschaut und dann wird gespielt. Genau wie bei Götz. So langsam und pomadig wie wir spielen, wären wir im Aufstiegsfall die Schießbude der Liga. Ursache: Keine einstudierten Laufwege, kein einstudiertes Verschieben der Mannschaftsteile. Wenn du nicht weißt, wo deine Mitspieler sein könnten, muß man eben erst stoppen und schauen. Wenn es einstudiert ist, weiß du ungefähr, wo dein Mitspieler ist und dann genügt ein kurzer Augenblick.

Nein, ich habe kein Vertrauen mehr zu Babbel. Und wenn er von mir ein Lob hören will, muß er noch einiges leisten. Ich bin der Überzeugung, dass wir den mit Abstand stärksten Kader der 2.Liga haben und das will ich spielerisch umgesetzt sehen und das hat nichts mit den Spielergebnissen zu tun. Schnelles, pass sicheres, variantenreiches, cleveres Spiel. Das will ich sehen. Und das ist mit diesem Kader in der 2. liga möglich.

Edit: Zum Thema "Pässe in den Rücken der Kollegen": Als Favre in Berlin anfing, begann er im Training genau mit diesem Thema. Passen in Laufrichtung. Das wurde hart erarbeitet. Das fällt halt nicht vom Himmel.


Wir Herthaner sind wirklich Perfektionisten, im Falle, wenn wir unseren Trainern fehlende Kompetenz im Taktikbereich am Kopf werfen, und da scheint das sogar nicht erfolgsabhängig. Umso bedenklicher. Mir geht das alles viel zu schnell! Gerade die Behauptung wir seien da oben, nur Dank unserer individuellen Klasse , bzw. des Glückes wegen, finde ich anmaßend, respektlos und daher total falsch. Was ist denn eigentlich eine überragende Taktik, das frag ich Dich? Kennst Du die Formel, sag sie mir? Denn wir scheinen wirklich alle es besser als Babbel oder auch Widmayer zu können. Nur weil wir die höchste Qualität haben und den größten Etat im Kader verteilt haben, heißt das ja nicht, dass wir hier durchmarschieren. Natürlich wäre das wünschenswert, aber die 2. LIga ist sicherlich kein Wunschkonzert. Jedenfalls haben wir eigentlich, bis auf wenige Ausnahmen, das Spiel klar dominiert. Wir haben auch viele unserer Tore gut rausgearbeitet. Wenn ich da zum Beispiel an das Spiel gegen Karlsruhe denke, um nur ein Beispiel zu nennen, wir haben schließlich nicht nur zehn Tore in dieser Saison erzielt. Denkst Du das alle nur so rumlaufen, keiner unter Babbel richtig trainiert und nichts unter der Woche einstudiert wird? Gerade wenn man bedenkt wie gut unsere Standards zum Anfang waren! Aber klar, das war ja nur unsere individuelle Klasse. Gott sei Dank.

Nicht falsch verstehen, ich habe nicht gegen deine Meinung. Aber mit der Weile geht dieses "Taktik-Geplänkel" mir ziemlich gegen den Strich. Götz konnte nicht taktieren ( ein Glück hatte er Marcelo :rolleyes ), Stevens ebenso wenig und Funkel auf gar keinen Fall. Nur Favre hatte es drauf. Guckt euch Bayern an? Die haben auch den aller höchsten Etat, und wo stehen sie denn? Da wird aber nicht auf van Gaals Taktik rumgemeckert, wenn sein Team 75% Ballbesitz hat, aber kein einziges Tor schießt. Da er halt den Ruf eines Taktikfuchs hat. Nur weil Babbel diesen nicht hat, und er lockerer daher kommt, finde ich es eiunfach traurig, dass man so welche Behauptungen aufstellt.

Ich denke, selbst wenn Ball jedes Spiel gewonnen hätte, gebe es diese Vorurteile, das sei ja nur Glück und dergleichen. Nur weil wir keinen Turbo-Fußball ala BVB oder Favre like spielen. Solch ein Fußball wäre in dieser Liga übrigens nur schwer realisierbar, guck Dir mal bitte an wie Tief der Größteil unserer Gegner stehen. Es ist alles nicht so einfach, wie es vielleicht erst einmal scheint.

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Stell dir vor, es ist Fußball und keiner geht hin....

"Von meinem dreizehnten Jahr an war mir das eine klar, daß ich entweder ein Dichter oder gar nichts werden wolle."

Hermann Hesse

Danke Kay!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Flashnike am 13.12.2010 um 19:46 Uhr bearbeitet
Markus Babbel [Trainer] |#7
13.12.2010 - 21:41 Uhr
Zitat von Flashnike:
Was ist denn eigentlich eine überragende Taktik, das frag ich Dich?


Das System was die vorhandenen Stärken des Kaders unterstützt und fördert und die Schwächen/ Schwachpunkte am Besten kompensieren kann.

Zitat von Flashnike:
Kennst Du die Formel, sag sie mir? Denn wir scheinen wirklich alle es besser als Babbel oder auch Widmayer zu können.


Ja, da sie ein völlig falsches System für den Kader spielen lassen, der Kader ist komplett unausgewogen zusammengestellt ( zuviele Stürmer, zu wenig Mitelfeldspieler etc...).

Der vermeintliche Jugendwahn ist, so blöd es auch klingen mag, mMn ein Armutszeugniss für das Trainer Team.

Entweder es wurde schon sehr früh in der Saison die "Jugend Notbremse" (als beliebtes Stilmittel der Trainer) gezogen oder schon zu Beginn der Amtszeit wurden elementare Fehleinschätzungen getroffen.

Versteh mich nicht falsch, ich freue und gönne es den Jugis im Kader von ganzen Herzen, aber um mal exemplarisch ein Bsp. zu geben um zu verdeutlichen was ich meine:

Schulz( eigene Jugend, noch kein Profivertrag, hochtalentiert und schon Erfahrung im älteren Bereich, kostengünstig ) vs. Beichler( Ösi NAtionalspieler, "gestandener" Erstliga Spieler in Östereich+ international schon im Einsatz, 600 000 € Ablöse+ Nachschlag , sechstelliger Jahresverdienst)

Die Verletzung Beichlers mal komplett ausgeklammert( an der er ja übrigens schon in Ö. litt und sich deshalb auch im Sommer einige Zeit zur Reha in Karlsruhe aufhielt) auch das man nicht absehen kann wie sich die Form oder ähnliches im Laufe der Saison bitte ich weniger schwer ins Gewicht fallen zu lassen.

Schulz war von Anfang an bei Babbel mit im Training ( Talent erkannt und prognostiziert er könnte es packen), durch glücklichen Umstand Ruka günstig verpflichtet, Schulz weiterhin nah dran an der Elf.

Warum setzt man dann nicht konsequent auf Schulz( der innerhalb des Kaders über einige Konkurrenz schon verfügt) und holt für viel Geld Beichler der wenn er fit ist und alle Rückstände aufgeholt hat , trozdem hinter Schulz und dessen Konkurrenten zurücksteht und quasi bisher ignoriert wird Mit der Rückkehr des quasi Stammspielers Eberts wird sich seine Situation bestimmt verbessern....

Dazu wirklich sehr fragwürdige und für mich nicht nachzuvollziehende Personalentscheidungen, dazu noch viele Punkte aus Paydays Post.

Zitat von Flashnike:
Jedenfalls haben wir eigentlich, bis auf wenige Ausnahmen, das Spiel klar dominiert. Wir haben auch viele unserer Tore gut rausgearbeitet. Wenn ich da zum Beispiel an das Spiel gegen Karlsruhe denke, um nur ein Beispiel zu nennen, wir haben schließlich nicht nur zehn Tore in dieser Saison erzielt. Denkst Du das alle nur so rumlaufen, keiner unter Babbel richtig trainiert und nichts unter der Woche einstudiert wird? Gerade wenn man bedenkt wie gut unsere Standards zum Anfang waren! Aber klar, das war ja nur unsere individuelle Klasse. Gott sei Dank.


Naja, da sind wir dann mal geteilter Meinung. Die wenigen Ausnahmen waren für mich die überzeugenden Auftritte, Halbzeiten und Phasen der alten Dame...

Gerade in den ersten Saisonspielen haben sich einige Teams komplett von der Rolle präsentiert und sind vor der grossen Hertha in Ehrfurcht erstarrt ( z.B. Bielefeld, KSC oder Bochum). Spätestens nach dem Pokalaus und dem Aachen Unentschieden wurden der Konkurrenz die Schwächen des Systems auf dem Silberteller präsentiert.

Wie lange das Trainerteam daraufhin benötigt hat zu reagieren, weißt Du ja...

Das diese Reaktion in meinen Augen mangelhaft ist, sei mal dahingestellt....

Zitat von Flashnike:
Nur weil wir keinen Turbo-Fußball ala BVB oder Favre like spielen. Solch ein Fußball wäre in dieser Liga übrigens nur schwer realisierbar, guck Dir mal bitte an wie Tief der Größteil unserer Gegner stehen. Es ist alles nicht so einfach, wie es vielleicht erst einmal scheint.


Dazu haben wir kaum die richtigen Spieler.

Ich würde gerne eine halbwegs passende Taktik für den Kader sehen, einige einstudierte Spielzüge und Standarts, eine bessere Organisation auf dem Platz, einfaches intelligentes Spiel sowie Leidenschaft und Kampfgeist.

Es gibt in meinen Augen wirklich viel zu kritiseren ,laß es nur die einfachen Dinge sein wie Laufbereitschaft ohne Ball, wir stehen zu tief und benötigen zum Teil 7 Mann hinter dem Ball um gegnerische Angriffe abzufangen .

Vieles beruht scheinbar auf Zufall, oder wird in dem Matchplan/ Vorbereitung zum Spiel schlichtweg ignoriert.

Ein ganz, ganz simples Beispiel:

Wir bekommen einen Einwurf zugesprochen.

Dieser wird so gut wie nie mal schnell ausgeführt um z.B. eine Unordnung beim Gegenr zu nutzen.

Es wird gewartet bis Lell oder Kobi anspaziert kommen um diesen auszuführen.
Der Gegner formiert sich, die Zuteilung wird eingenommen.
Die Beiden haben dann das Problem das meist nur eine "Anspiel-" bzw. "Anwurfstation" zur Verfügung steht und sich dann, noch eine zweite, meist Raffael, der zum kurzen Einwurf ranläuft und sich anbietet um prallen zu lassen.

Wir haben mit Ruka und Ramos zwei schnelle Spieler auf den Flügeln.

Warum wird durch einen langen schnellen Einwurf deren Schnelligkeit und im Idealfall Unordnung beim Gegner nicht ausgenutzt? Es ist müßig zu betonen das es kein Abseits beim Einwurf gibt....

Warum wird daraus nicht eine "Waffe" gemacht ?

Wäre es nicht sinnvoller wenn man schon wartet bis der Einwerfer kommt den Einwurf von einem technisch besseren Spieler ausführen( Raffael/ Ronny) zu lassen als Kobi und Lell die regelmäßig arge Probleme mit der Annahme des geprallten Ball bekommen, der dann meist zurück gespielt oder auch gerne sinnlos nach vorne geknüppelt wird....

Ich weiß es ist ja nur der lächerliche Einwurf, aber Du weißt auch das im modernen Fußball Kleinigkeiten das Spiel entscheiden können.

Wäre es nicht schön zu wissen das bspw. in jedem zweiten Spiel aus einen eigenen Einwurf eine Torchance oder im Idealfall ein Tor entstehen könnte? :)


Es fehlt mir die Entwicklung und die Perspektive, gerade weil wir aus finanziellen Gründen aufsteigen müssen, es wird sich nicht eingespielt für Liga 1.

Es sind auch im Zusammenspiel auf dem Platz kaum Verbesserungen im Vergleich zum Sommer zu sehen, als Bsp. nenne ich Lell und Ruka bzw. Kobi und Ramos.

Da ist zum Sommer so gut wie keine Verbesserung im Zusammenspiel untereinander bzw. im gegenseitigen Einschätzen voneinander vorhanden.

Gerade am Sonntag in der ersten Halbzeit von mir mehrfach beobachtet.

Auf Höhe der Mittellinie steht Ruka, Lell kommt mit dem Ball über rechts , Ruka geht 10 Meter in die Hälfte des Gegners, Lell fast an der Mittellinie, nun spielt Lell einen schlechten Ball zu Ruka , startet los um diesen zu hinterlaufen...
Ruka wollte allerdings geschickt werdn, macht einen halben Schritt nach vorn, der Pass kommt somit in den Rücken, er macht einen Ausfallschritt um den Ball zu stoppen,hat Probleme in der Annahme oder wird attakiert während Lell gerade an ihm vorbeisprintet und nach dem logischen Ballverlust ist unsere Rechte Seite offen wie das berühmte Scheunentor.

Dieses Elend sehe ich mir schon seit Saisonbeginn an, auf links ist es keineswegs besser, da erwähne ich nur das Duisburgtor....

Zu Saisonbeginn konnte man das ja noch auf, neue Spieler etc, schieben, aber nach fast der gesamten Hinrunde?

Ich sehe da so gut wie keinerlei Verbesserung oder das aus den schon mehrfach gemachten Fehlern gelernt wurde....

Das mag jetzt für viele blöd oder lächerlich klingen, aber mMn werden solche Kleinigkeiten in der ersten Liga gnadenlos bestraft, sicherlich nicht jedes Mal, aber jedes fünfte oder zehnte Mal definitiv.

Es ist eine Herkules Aufgabe.

Den Aufstieg möglichst souverän und erfolgreich zu meistern , dazu einen neuen Kader zusammenzufügen und ein Team zu entwickeln , sich noch für die erste Liga einzuspielen und die spielerische und taktische Grundlagen zu legen um dort den Klassenerhalt zu schaffen.

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Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

Ein gepflegter Pessimismus ist viel angebrachter: läufts schlecht, hatte man wenigstens Recht, läufts gut, ist man positiv überrascht…

Das ist Zirkus, das ist Infantino-Unterhaltung, das ist auch schon mal Jubel-Fernsehen, beziehungsweise Jubel-Streaming.

#NoQuitInNY

Markus Babbel [Trainer] |#8
15.12.2010 - 19:39 Uhr
ein fan ist sowieso der bessere trainer, würde garantiert alles anders und vorallem richtig machen.

wie konnten wir nur einen amateur wie babbel einstellen? der kennt sich in dem geschäft doch gar nicht aus...

immer wieder herrlich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pork Pie am 15.12.2010 um 19:40 Uhr bearbeitet
Markus Babbel [Trainer] |#9
16.01.2011 - 19:20 Uhr
Zitat von Flashnike:
Obwohl wir es natürlich oft auch besser machen könnten... ;)


genau das meine ich.

klar müssen wir mit dem kader aufsteigen, aber die öffentliche erwartungshaltung und die einstellung der gegner machen das ganze nicht wirklich leichter. man findet immer kritikpunkte, aber babbel macht seine sache bisher ordentlich. ich mag seine herangehensweise und hoffe, dass wir endlich mal einen trainer gefunden haben, der länger als 2 jahre durchhält.
Markus Babbel [Trainer] |#10
21.02.2011 - 22:20 Uhr
Auch wenn wir mit Ach und Krach aufsteigen sollten, ich sehe mit Babbel keine rosige Zukunft für die Hertha.

Immer noch keine Spielkultur
Die Spieler haben sich nicht weiterentwickelt
Keine einstudierten Spielzüge..

Ich hab oftmals das Gefühl das immer wieder nur durch die individuelle Klasse unserer Spieler die Spiele gewonnen werden.
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