| Geburtsdatum | 16.04.1979 |
|---|---|
| Alter | 47 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | FC St. Pauli |
Marcel Rapp [Trainer]
01.10.2021 - 18:36 Uhr
11.02.2023 - 22:57 Uhr
Zitat von Kaer23
Ehrlicherweise hat Rapp aber auch den schwächsten Kader seit der Aufstiegssaison zur Verfügung. Die Talente sind vielleicht auch einfach gar nicht so gut, wenn sie in der Regio gegen den Abstieg spielen.
Ich bin insgesamt kein Freund davon, so einen destruktiven Ansatz zu wählen und hinten trotzdem dermaßen viele Chancen zuzulassen. Einen Grund für einen Schnellschuss sehe ich aber nicht. 28 Punkte sind gemessen an der (nicht) vorhandenen Substanz mehr als okay. Richtung Sommer muss man die Frage aber stellen, ob man mit der grundsätzlichen Richtung einverstanden ist.
Zitat von Kieler
1 Sieg aus den letzten 5 Spielen- Platz 13 der Formtabelle -34 Gegentore und damit die zweitmeisten der Liga!
Sollten wir auch in Braunschweig verlieren dann sollte man langsam mal die Trainerfrage stellen, das ist die schlechteste Zweitligasaison seit dem Aufstieg 2017. Rapp bekommt seit Amtsantritt die Abwehrprobleme nicht in den Griff und spielerisch ist die Leistung meilenweit von den ersten vier Spielzeiten entfernt. Kein Spieler ist unter Rapp besser geworden und die Nachwuchsspieler wie Sterner, Wolff, Awuku, Carrera spielen bei Rapp gar keine Rolle.
1 Sieg aus den letzten 5 Spielen- Platz 13 der Formtabelle -34 Gegentore und damit die zweitmeisten der Liga!
Sollten wir auch in Braunschweig verlieren dann sollte man langsam mal die Trainerfrage stellen, das ist die schlechteste Zweitligasaison seit dem Aufstieg 2017. Rapp bekommt seit Amtsantritt die Abwehrprobleme nicht in den Griff und spielerisch ist die Leistung meilenweit von den ersten vier Spielzeiten entfernt. Kein Spieler ist unter Rapp besser geworden und die Nachwuchsspieler wie Sterner, Wolff, Awuku, Carrera spielen bei Rapp gar keine Rolle.
Ehrlicherweise hat Rapp aber auch den schwächsten Kader seit der Aufstiegssaison zur Verfügung. Die Talente sind vielleicht auch einfach gar nicht so gut, wenn sie in der Regio gegen den Abstieg spielen.
Ich bin insgesamt kein Freund davon, so einen destruktiven Ansatz zu wählen und hinten trotzdem dermaßen viele Chancen zuzulassen. Einen Grund für einen Schnellschuss sehe ich aber nicht. 28 Punkte sind gemessen an der (nicht) vorhandenen Substanz mehr als okay. Richtung Sommer muss man die Frage aber stellen, ob man mit der grundsätzlichen Richtung einverstanden ist.
Vom Etat her haben Rapp und Stöver deutlich mehr Geld zur Verfügung und ob ein Kader mit Wahl, Becker, Erras, Holtby, Bartels, Skrzybski, Pichler, Reese, Schulz, Wriedt wirklich so viel schwächer ist wage ich zu bezweifeln.
Mit diesem Kader muss man deutlich besser spielen das es besser geht hat die Mannschaft in der Rückrunde 2022 in Spielen gegen Bremen, Schalke oder gegen den HSV auch gezeigt.
Die Entwicklung des Kaders stagniert seit 2021. Seit seinem Amtsantritt bekommt Rapp die Defensivenicht in den Griff und viele Spieler aber auch Youngster wie Sterner waren schon mal weiter.
Ich denke auch nicht das Rapp um seinen Job fürchten muss dazu ist Stöver zu ambitionslos was die Entwicklung der KSV angeht. Wir wollen uns etablieren sagt Stöver und mit Platz 8 bis 10 ist die sportliche Leitung hoch zufrieden. Mir gehts nicht darum unter die ersten Fünf zu kommen sondern in erster Linie um die spielerische Leistung, Lerneffekte und um die Weiterentwicklung des Kaders und da ist m.M.n. mehr möglich.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kieler am 11.02.2023 um 23:00 Uhr bearbeitet
12.02.2023 - 12:25 Uhr
Zitat von Kieler
Vom Etat her haben Rapp und Stöver deutlich mehr Geld zur Verfügung und ob ein Kader mit Wahl, Becker, Erras, Holtby, Bartels, Skrzybski, Pichler, Reese, Schulz, Wriedt wirklich so viel schwächer ist wage ich zu bezweifeln.
Mit diesem Kader muss man deutlich besser spielen das es besser geht hat die Mannschaft in der Rückrunde 2022 in Spielen gegen Bremen, Schalke oder gegen den HSV auch gezeigt.
Die Entwicklung des Kaders stagniert seit 2021. Seit seinem Amtsantritt bekommt Rapp die Defensivenicht in den Griff und viele Spieler aber auch Youngster wie Sterner waren schon mal weiter.
Ich denke auch nicht das Rapp um seinen Job fürchten muss dazu ist Stöver zu ambitionslos was die Entwicklung der KSV angeht. Wir wollen uns etablieren sagt Stöver und mit Platz 8 bis 10 ist die sportliche Leitung hoch zufrieden. Mir gehts nicht darum unter die ersten Fünf zu kommen sondern in erster Linie um die spielerische Leistung, Lerneffekte und um die Weiterentwicklung des Kaders und da ist m.M.n. mehr möglich.
Sehe ich auch so, bei uns hakt es eben auf allen Ebenen. Das eine ist natürlich der qualitativ nicht ausgewogen besetzte Kader, den Uwe Stöver zu verantworten hat. Das ist aber vor allem ein Problem in der Breite. Rapp hat seit dem 12.Spieltag nicht einmal alle fünf Wechselmöglichkeiten ausgeschöpft, während die Gegner meistens genau das getan haben. Das spricht schon dafür, dass Rapp seit geraumer Zeit keine Ahnung hat, wen er noch bringen soll. Vermutlich weil er in den restlichen Spielern auf der Bank schon keinen Mehrwert für das Spiel mehr sieht. Das ist bei einem 30-Mann-Kader schon beschämend. Das ist Stövers Bier, ohne Frage. Zitat von Kaer23
Ehrlicherweise hat Rapp aber auch den schwächsten Kader seit der Aufstiegssaison zur Verfügung. Die Talente sind vielleicht auch einfach gar nicht so gut, wenn sie in der Regio gegen den Abstieg spielen.
Ich bin insgesamt kein Freund davon, so einen destruktiven Ansatz zu wählen und hinten trotzdem dermaßen viele Chancen zuzulassen. Einen Grund für einen Schnellschuss sehe ich aber nicht. 28 Punkte sind gemessen an der (nicht) vorhandenen Substanz mehr als okay. Richtung Sommer muss man die Frage aber stellen, ob man mit der grundsätzlichen Richtung einverstanden ist.
Zitat von Kieler
1 Sieg aus den letzten 5 Spielen- Platz 13 der Formtabelle -34 Gegentore und damit die zweitmeisten der Liga!
Sollten wir auch in Braunschweig verlieren dann sollte man langsam mal die Trainerfrage stellen, das ist die schlechteste Zweitligasaison seit dem Aufstieg 2017. Rapp bekommt seit Amtsantritt die Abwehrprobleme nicht in den Griff und spielerisch ist die Leistung meilenweit von den ersten vier Spielzeiten entfernt. Kein Spieler ist unter Rapp besser geworden und die Nachwuchsspieler wie Sterner, Wolff, Awuku, Carrera spielen bei Rapp gar keine Rolle.
1 Sieg aus den letzten 5 Spielen- Platz 13 der Formtabelle -34 Gegentore und damit die zweitmeisten der Liga!
Sollten wir auch in Braunschweig verlieren dann sollte man langsam mal die Trainerfrage stellen, das ist die schlechteste Zweitligasaison seit dem Aufstieg 2017. Rapp bekommt seit Amtsantritt die Abwehrprobleme nicht in den Griff und spielerisch ist die Leistung meilenweit von den ersten vier Spielzeiten entfernt. Kein Spieler ist unter Rapp besser geworden und die Nachwuchsspieler wie Sterner, Wolff, Awuku, Carrera spielen bei Rapp gar keine Rolle.
Ehrlicherweise hat Rapp aber auch den schwächsten Kader seit der Aufstiegssaison zur Verfügung. Die Talente sind vielleicht auch einfach gar nicht so gut, wenn sie in der Regio gegen den Abstieg spielen.
Ich bin insgesamt kein Freund davon, so einen destruktiven Ansatz zu wählen und hinten trotzdem dermaßen viele Chancen zuzulassen. Einen Grund für einen Schnellschuss sehe ich aber nicht. 28 Punkte sind gemessen an der (nicht) vorhandenen Substanz mehr als okay. Richtung Sommer muss man die Frage aber stellen, ob man mit der grundsätzlichen Richtung einverstanden ist.
Vom Etat her haben Rapp und Stöver deutlich mehr Geld zur Verfügung und ob ein Kader mit Wahl, Becker, Erras, Holtby, Bartels, Skrzybski, Pichler, Reese, Schulz, Wriedt wirklich so viel schwächer ist wage ich zu bezweifeln.
Mit diesem Kader muss man deutlich besser spielen das es besser geht hat die Mannschaft in der Rückrunde 2022 in Spielen gegen Bremen, Schalke oder gegen den HSV auch gezeigt.
Die Entwicklung des Kaders stagniert seit 2021. Seit seinem Amtsantritt bekommt Rapp die Defensivenicht in den Griff und viele Spieler aber auch Youngster wie Sterner waren schon mal weiter.
Ich denke auch nicht das Rapp um seinen Job fürchten muss dazu ist Stöver zu ambitionslos was die Entwicklung der KSV angeht. Wir wollen uns etablieren sagt Stöver und mit Platz 8 bis 10 ist die sportliche Leitung hoch zufrieden. Mir gehts nicht darum unter die ersten Fünf zu kommen sondern in erster Linie um die spielerische Leistung, Lerneffekte und um die Weiterentwicklung des Kaders und da ist m.M.n. mehr möglich.
Aber in der Spitze finde ich, dass wir trotzdem eine ordentliche Mannschaft auf die Beine stellen können, die von der Qualität her nicht viel schlechter ist, als in den vorherigen Jahren. Wir haben sowohl offensiv als auch defensiv eine gute Qualität in der ersten Elf. Ich war mit der Aufstellung gestern soweit zufrieden, bis auf Erras vielleicht. Natürlich drückt der Schuh im Sturm momentan etwas, aber das ist eine Position, daran kann es nicht scheitern. Was wir da ansonsten auf dem Feld haben, ist wirklich nicht von schlechten Eltern.
Auch bei Ole Werner hat es 2-3 Positionen gegeben, die nicht ganz optimal besetzt waren. Man bedenke, dass wir in der Hinrunde 20/21 überwiegend mit Thesker und Van den Bergh auf der linken Abwehrseite gespielt haben, weil Komenda sich nach dem 5.Spieltag verletzt hatte und man Kirkeskov entgegen des Wunsches der Verantwortlichen erst im Winter bekommen hat. Thesker und Van den Bergh hatten auch in der Saison schon enorme Defizite, trotzdem hatten wir am Ende die beste Defensive der Liga! Das zeigt einfach, dass der Erfolg auch in großen Teilen vom System und von der Spielweise des Trainers abhängig ist. Wir haben in der Abwehr mit Wahl und Lorenz zwei IV, die vor allem in der Rückrunde 20/21 häufig nebeneinander gespielt haben und dabei oftmals den Laden dicht bekommen haben. Da kann es also nicht an der Qualität liegen. Zumal beide noch im besten Fußballeralter sind. Kirkeskov ist auch immer noch an Bord, aber Rapp kann es sich offenbar leisten, auf ihn zu verzichten. Mit Becker hätten wir den Neumann-Kumpel und einen sehr ähnlichen Spielertyp wie Neumann für den RV. Schulz, im Sommer als Königstransfer tituliert, hat auch nicht zu wenig Qualität. Wäre alles da, um Oles Defensivbollwerk wieder aufleben zu lassen.
Zumal wir unter Ole auch Offensiv gut unterwegs waren. Und unsere Offensive hat sowieso enorm viel Qualität, die trifft von selbst 1-2 mal pro Spiel. In der Offensive kannst du den Spielern sowieso mehr Freiheit lassen, zu viel Taktik belastet da eher nur die Kreativität. Aber wenn ich mir unsere Spiele angucke, scheint es so, als ob Rapp sich immer nur damit auseinandersetzt, wie man den Gegner Offensiv bespielen kann. Aber für erfolgreichen Fußball braucht es eine solide Defensive, das war schon immer so im Fußball. Unter Ole hatten wir in der ersten Saison ein ähnliches Problem. Die Offensive lief quasi wie von selbst, war die fünftbeste der Liga, genau wie aktuell. Aber die Defensive hatte am Saisonende fast 60 Gegentore kassiert, genau wie bei uns aktuell. Deshalb hat Ole sich dann im Sommer hingesetzt und zum Saisonstart verkündet, dass er ein Konzept entwickeln will, um mehr Balance und defensive Stabilität in unser Spiel zu bekommen. Es ist ihm nachhaltig geglückt.
Rapp hat sich im vergangenen Sommer offenbar nicht damit auseinandergesetzt. Und wenn er es getan hat, ist es eigentlich sogar noch schlimmer. Denn das würde bedeuten, dass er keinen Plan hat, wie er mehr defensive Stabilität reinbekommen kann. Das ist das, was ich befürchte. Rapp hat mit seinem System keinen nachhaltigen Erfolg, es kommt nur vereinzelt zu starken Erfolgen, die unsere grundsätzlich vorhandene Qualität belegen. Aber es herrscht keine Kontinuität, was dann vor allem auf die Kappe des Trainers geht. Zumal wir uns mittlerweile auch schwertun, aus dem Spiel heraus Tore zu erzielen. Zuletzt haben wir fast nur noch aus Standards heraus getroffen, im neuen Jahr 2023 noch nicht einmal aus dem Spiel heraus. Ohne Alex Hahn stünden wir in der Rückrunde wahrscheinlich noch komplett mit leeren Händen da. Rapps offensive Taktik fruchtet momentan also auch nicht. Aber wir können noch so unzufrieden sein, am Ende werden sowohl Stöver als auch Rapp bleiben. Unbefriedigende Situation für Mannschaft und alle, die den Verein lieben.
12.02.2023 - 13:01 Uhr
Zitat von Kieler_Storch
Aber in der Spitze finde ich, dass wir trotzdem eine ordentliche Mannschaft auf die Beine stellen können, die von der Qualität her nicht viel schlechter ist, als in den vorherigen Jahren. Wir haben sowohl offensiv als auch defensiv eine gute Qualität in der ersten Elf. Ich war mit der Aufstellung gestern soweit zufrieden, bis auf Erras vielleicht. Natürlich drückt der Schuh im Sturm momentan etwas, aber das ist eine Position, daran kann es nicht scheitern. Was wir da ansonsten auf dem Feld haben, ist wirklich nicht von schlechten Eltern.
Auch bei Ole Werner hat es 2-3 Positionen gegeben, die nicht ganz optimal besetzt waren. Man bedenke, dass wir in der Hinrunde 20/21 überwiegend mit Thesker und Van den Bergh auf der linken Abwehrseite gespielt haben, weil Komenda sich nach dem 5.Spieltag verletzt hatte und man Kirkeskov entgegen des Wunsches der Verantwortlichen erst im Winter bekommen hat. Thesker und Van den Bergh hatten auch in der Saison schon enorme Defizite, trotzdem hatten wir am Ende die beste Defensive der Liga! Das zeigt einfach, dass der Erfolg auch in großen Teilen vom System und von der Spielweise des Trainers abhängig ist. Wir haben in der Abwehr mit Wahl und Lorenz zwei IV, die vor allem in der Rückrunde 20/21 häufig nebeneinander gespielt haben und dabei oftmals den Laden dicht bekommen haben. Da kann es also nicht an der Qualität liegen. Zumal beide noch im besten Fußballeralter sind. Kirkeskov ist auch immer noch an Bord, aber Rapp kann es sich offenbar leisten, auf ihn zu verzichten. Mit Becker hätten wir den Neumann-Kumpel und einen sehr ähnlichen Spielertyp wie Neumann für den RV. Schulz, im Sommer als Königstransfer tituliert, hat auch nicht zu wenig Qualität. Wäre alles da, um Oles Defensivbollwerk wieder aufleben zu lassen.
Zumal wir unter Ole auch Offensiv gut unterwegs waren. Und unsere Offensive hat sowieso enorm viel Qualität, die trifft von selbst 1-2 mal pro Spiel. In der Offensive kannst du den Spielern sowieso mehr Freiheit lassen, zu viel Taktik belastet da eher nur die Kreativität. Aber wenn ich mir unsere Spiele angucke, scheint es so, als ob Rapp sich immer nur damit auseinandersetzt, wie man den Gegner Offensiv bespielen kann. Aber für erfolgreichen Fußball braucht es eine solide Defensive, das war schon immer so im Fußball. Unter Ole hatten wir in der ersten Saison ein ähnliches Problem. Die Offensive lief quasi wie von selbst, war die fünftbeste der Liga, genau wie aktuell. Aber die Defensive hatte am Saisonende fast 60 Gegentore kassiert, genau wie bei uns aktuell. Deshalb hat Ole sich dann im Sommer hingesetzt und zum Saisonstart verkündet, dass er ein Konzept entwickeln will, um mehr Balance und defensive Stabilität in unser Spiel zu bekommen. Es ist ihm nachhaltig geglückt.
Rapp hat sich im vergangenen Sommer offenbar nicht damit auseinandergesetzt. Und wenn er es getan hat, ist es eigentlich sogar noch schlimmer. Denn das würde bedeuten, dass er keinen Plan hat, wie er mehr defensive Stabilität reinbekommen kann. Das ist das, was ich befürchte. Rapp hat mit seinem System keinen nachhaltigen Erfolg, es kommt nur vereinzelt zu starken Erfolgen, die unsere grundsätzlich vorhandene Qualität belegen. Aber es herrscht keine Kontinuität, was dann vor allem auf die Kappe des Trainers geht. Zumal wir uns mittlerweile auch schwertun, aus dem Spiel heraus Tore zu erzielen. Zuletzt haben wir fast nur noch aus Standards heraus getroffen, im neuen Jahr 2023 noch nicht einmal aus dem Spiel heraus. Ohne Alex Hahn stünden wir in der Rückrunde wahrscheinlich noch komplett mit leeren Händen da. Rapps offensive Taktik fruchtet momentan also auch nicht. Aber wir können noch so unzufrieden sein, am Ende werden sowohl Stöver als auch Rapp bleiben. Unbefriedigende Situation für Mannschaft und alle, die den Verein lieben.
Zitat von Kieler
Vom Etat her haben Rapp und Stöver deutlich mehr Geld zur Verfügung und ob ein Kader mit Wahl, Becker, Erras, Holtby, Bartels, Skrzybski, Pichler, Reese, Schulz, Wriedt wirklich so viel schwächer ist wage ich zu bezweifeln.
Mit diesem Kader muss man deutlich besser spielen das es besser geht hat die Mannschaft in der Rückrunde 2022 in Spielen gegen Bremen, Schalke oder gegen den HSV auch gezeigt.
Die Entwicklung des Kaders stagniert seit 2021. Seit seinem Amtsantritt bekommt Rapp die Defensivenicht in den Griff und viele Spieler aber auch Youngster wie Sterner waren schon mal weiter.
Ich denke auch nicht das Rapp um seinen Job fürchten muss dazu ist Stöver zu ambitionslos was die Entwicklung der KSV angeht. Wir wollen uns etablieren sagt Stöver und mit Platz 8 bis 10 ist die sportliche Leitung hoch zufrieden. Mir gehts nicht darum unter die ersten Fünf zu kommen sondern in erster Linie um die spielerische Leistung, Lerneffekte und um die Weiterentwicklung des Kaders und da ist m.M.n. mehr möglich.
Sehe ich auch so, bei uns hakt es eben auf allen Ebenen. Das eine ist natürlich der qualitativ nicht ausgewogen besetzte Kader, den Uwe Stöver zu verantworten hat. Das ist aber vor allem ein Problem in der Breite. Rapp hat seit dem 12.Spieltag nicht einmal alle fünf Wechselmöglichkeiten ausgeschöpft, während die Gegner meistens genau das getan haben. Das spricht schon dafür, dass Rapp seit geraumer Zeit keine Ahnung hat, wen er noch bringen soll. Vermutlich weil er in den restlichen Spielern auf der Bank schon keinen Mehrwert für das Spiel mehr sieht. Das ist bei einem 30-Mann-Kader schon beschämend. Das ist Stövers Bier, ohne Frage. Zitat von Kaer23
Ehrlicherweise hat Rapp aber auch den schwächsten Kader seit der Aufstiegssaison zur Verfügung. Die Talente sind vielleicht auch einfach gar nicht so gut, wenn sie in der Regio gegen den Abstieg spielen.
Ich bin insgesamt kein Freund davon, so einen destruktiven Ansatz zu wählen und hinten trotzdem dermaßen viele Chancen zuzulassen. Einen Grund für einen Schnellschuss sehe ich aber nicht. 28 Punkte sind gemessen an der (nicht) vorhandenen Substanz mehr als okay. Richtung Sommer muss man die Frage aber stellen, ob man mit der grundsätzlichen Richtung einverstanden ist.
Zitat von Kieler
1 Sieg aus den letzten 5 Spielen- Platz 13 der Formtabelle -34 Gegentore und damit die zweitmeisten der Liga!
Sollten wir auch in Braunschweig verlieren dann sollte man langsam mal die Trainerfrage stellen, das ist die schlechteste Zweitligasaison seit dem Aufstieg 2017. Rapp bekommt seit Amtsantritt die Abwehrprobleme nicht in den Griff und spielerisch ist die Leistung meilenweit von den ersten vier Spielzeiten entfernt. Kein Spieler ist unter Rapp besser geworden und die Nachwuchsspieler wie Sterner, Wolff, Awuku, Carrera spielen bei Rapp gar keine Rolle.
1 Sieg aus den letzten 5 Spielen- Platz 13 der Formtabelle -34 Gegentore und damit die zweitmeisten der Liga!
Sollten wir auch in Braunschweig verlieren dann sollte man langsam mal die Trainerfrage stellen, das ist die schlechteste Zweitligasaison seit dem Aufstieg 2017. Rapp bekommt seit Amtsantritt die Abwehrprobleme nicht in den Griff und spielerisch ist die Leistung meilenweit von den ersten vier Spielzeiten entfernt. Kein Spieler ist unter Rapp besser geworden und die Nachwuchsspieler wie Sterner, Wolff, Awuku, Carrera spielen bei Rapp gar keine Rolle.
Ehrlicherweise hat Rapp aber auch den schwächsten Kader seit der Aufstiegssaison zur Verfügung. Die Talente sind vielleicht auch einfach gar nicht so gut, wenn sie in der Regio gegen den Abstieg spielen.
Ich bin insgesamt kein Freund davon, so einen destruktiven Ansatz zu wählen und hinten trotzdem dermaßen viele Chancen zuzulassen. Einen Grund für einen Schnellschuss sehe ich aber nicht. 28 Punkte sind gemessen an der (nicht) vorhandenen Substanz mehr als okay. Richtung Sommer muss man die Frage aber stellen, ob man mit der grundsätzlichen Richtung einverstanden ist.
Vom Etat her haben Rapp und Stöver deutlich mehr Geld zur Verfügung und ob ein Kader mit Wahl, Becker, Erras, Holtby, Bartels, Skrzybski, Pichler, Reese, Schulz, Wriedt wirklich so viel schwächer ist wage ich zu bezweifeln.
Mit diesem Kader muss man deutlich besser spielen das es besser geht hat die Mannschaft in der Rückrunde 2022 in Spielen gegen Bremen, Schalke oder gegen den HSV auch gezeigt.
Die Entwicklung des Kaders stagniert seit 2021. Seit seinem Amtsantritt bekommt Rapp die Defensivenicht in den Griff und viele Spieler aber auch Youngster wie Sterner waren schon mal weiter.
Ich denke auch nicht das Rapp um seinen Job fürchten muss dazu ist Stöver zu ambitionslos was die Entwicklung der KSV angeht. Wir wollen uns etablieren sagt Stöver und mit Platz 8 bis 10 ist die sportliche Leitung hoch zufrieden. Mir gehts nicht darum unter die ersten Fünf zu kommen sondern in erster Linie um die spielerische Leistung, Lerneffekte und um die Weiterentwicklung des Kaders und da ist m.M.n. mehr möglich.
Aber in der Spitze finde ich, dass wir trotzdem eine ordentliche Mannschaft auf die Beine stellen können, die von der Qualität her nicht viel schlechter ist, als in den vorherigen Jahren. Wir haben sowohl offensiv als auch defensiv eine gute Qualität in der ersten Elf. Ich war mit der Aufstellung gestern soweit zufrieden, bis auf Erras vielleicht. Natürlich drückt der Schuh im Sturm momentan etwas, aber das ist eine Position, daran kann es nicht scheitern. Was wir da ansonsten auf dem Feld haben, ist wirklich nicht von schlechten Eltern.
Auch bei Ole Werner hat es 2-3 Positionen gegeben, die nicht ganz optimal besetzt waren. Man bedenke, dass wir in der Hinrunde 20/21 überwiegend mit Thesker und Van den Bergh auf der linken Abwehrseite gespielt haben, weil Komenda sich nach dem 5.Spieltag verletzt hatte und man Kirkeskov entgegen des Wunsches der Verantwortlichen erst im Winter bekommen hat. Thesker und Van den Bergh hatten auch in der Saison schon enorme Defizite, trotzdem hatten wir am Ende die beste Defensive der Liga! Das zeigt einfach, dass der Erfolg auch in großen Teilen vom System und von der Spielweise des Trainers abhängig ist. Wir haben in der Abwehr mit Wahl und Lorenz zwei IV, die vor allem in der Rückrunde 20/21 häufig nebeneinander gespielt haben und dabei oftmals den Laden dicht bekommen haben. Da kann es also nicht an der Qualität liegen. Zumal beide noch im besten Fußballeralter sind. Kirkeskov ist auch immer noch an Bord, aber Rapp kann es sich offenbar leisten, auf ihn zu verzichten. Mit Becker hätten wir den Neumann-Kumpel und einen sehr ähnlichen Spielertyp wie Neumann für den RV. Schulz, im Sommer als Königstransfer tituliert, hat auch nicht zu wenig Qualität. Wäre alles da, um Oles Defensivbollwerk wieder aufleben zu lassen.
Zumal wir unter Ole auch Offensiv gut unterwegs waren. Und unsere Offensive hat sowieso enorm viel Qualität, die trifft von selbst 1-2 mal pro Spiel. In der Offensive kannst du den Spielern sowieso mehr Freiheit lassen, zu viel Taktik belastet da eher nur die Kreativität. Aber wenn ich mir unsere Spiele angucke, scheint es so, als ob Rapp sich immer nur damit auseinandersetzt, wie man den Gegner Offensiv bespielen kann. Aber für erfolgreichen Fußball braucht es eine solide Defensive, das war schon immer so im Fußball. Unter Ole hatten wir in der ersten Saison ein ähnliches Problem. Die Offensive lief quasi wie von selbst, war die fünftbeste der Liga, genau wie aktuell. Aber die Defensive hatte am Saisonende fast 60 Gegentore kassiert, genau wie bei uns aktuell. Deshalb hat Ole sich dann im Sommer hingesetzt und zum Saisonstart verkündet, dass er ein Konzept entwickeln will, um mehr Balance und defensive Stabilität in unser Spiel zu bekommen. Es ist ihm nachhaltig geglückt.
Rapp hat sich im vergangenen Sommer offenbar nicht damit auseinandergesetzt. Und wenn er es getan hat, ist es eigentlich sogar noch schlimmer. Denn das würde bedeuten, dass er keinen Plan hat, wie er mehr defensive Stabilität reinbekommen kann. Das ist das, was ich befürchte. Rapp hat mit seinem System keinen nachhaltigen Erfolg, es kommt nur vereinzelt zu starken Erfolgen, die unsere grundsätzlich vorhandene Qualität belegen. Aber es herrscht keine Kontinuität, was dann vor allem auf die Kappe des Trainers geht. Zumal wir uns mittlerweile auch schwertun, aus dem Spiel heraus Tore zu erzielen. Zuletzt haben wir fast nur noch aus Standards heraus getroffen, im neuen Jahr 2023 noch nicht einmal aus dem Spiel heraus. Ohne Alex Hahn stünden wir in der Rückrunde wahrscheinlich noch komplett mit leeren Händen da. Rapps offensive Taktik fruchtet momentan also auch nicht. Aber wir können noch so unzufrieden sein, am Ende werden sowohl Stöver als auch Rapp bleiben. Unbefriedigende Situation für Mannschaft und alle, die den Verein lieben.
Du hast mit deinen Ausführungen komplett recht. Trotzdem denke ich, dass es mit einer Entlassung von Rapp nicht getan wäre. Die Leute, die den Trainer auswählen, sind verantwortlich. Solange die bleiben, wird sich nichts ändern und auch wenn Rapp gehen sollte, wird wieder einer vom Typ Rapp kommen und eben nicht vom Typ Ole Werner oder irgendein anderer. Die sind alle zu ehrgeizig.
12.02.2023 - 23:10 Uhr
Ich weiß noch als ich gelesen hatte, dass Rapp unser neuer Coach wird erst einmal richtig glücklich war und zu meinem Arbeitskollegen sagte, dass wir nen tollen neuen Trainer verpflichtet haben.
Ich hatte den Namen Marcel Rapp bis dato noch nie gehört und mir dann ein paar Dinge über ihn durchgelesen.
In einigen Berichten wurde geschrieben, dass er ein Trainer mit viel Potenzial ist und gute Ideen einbringen kann.
Somit freute ich mich erst einmal und hatte gehofft, dass wir auch durch seine Lieblingsformation, die Dreierkette, vielleicht neue Impulse setzen werden.
Der jahrelange Anfang-Fußball im 433 hatte sich langsam ausgespielt und wir hatten zuletzt unter Ole einfach keinen schönen Fußball mehr gespielt. Klar, der Kader war auch nicht mehr das, was er früher mal war.
Ich war einfach glücklich und dachte, dass wir hier vielleicht echt einen Glücksgriff gemacht haben.
Die Zeit verging und ich merkte, dass er charakterlich überhaupt nicht das ausstrahlt was seine Vorgänger ausstrahlten.
Wie in den oberen zwei Posts schon erwähnt wurde, ist das eine seine PKs.
Die sind, leider, zum kotzen.
Ich schaute sie mir gerne jede Woche an, jedoch kann ich es mir seit über einem Jahr kaum noch anhören. Er hat, könnte man meinen, ein Skript auswendig gelernt und das liest er Woche für Woche vor und nach den Spielen vor. Ich schaue eigentlich nur wer fehlt und das wars.
Jeder Gegner ist ebenbürtig, jeder spielt den und den Fußball aber uns ist das egal, da wir unseren Fußball spielen wollen bla bla bla.
Charisma = 0
Die Art und Weise wie er Fußball spielt gefiel mir letzte Saison phasenweise noch und ich hatte ihn hier im Forum sogar noch verteidigt, weil ich mir dachte, dass er doch gar nicht so schlecht sein kann.
Seit dieser Saison bin ich der vollen Überzeugung, dass Rapp bei Kiel gescheitert ist. Jeder Verantwortliche, der keine Tomaten auf den Augen hat, sollte sehen, dass unser Fußball eine Schande ist.
Kein Plan, keine Ideen, keine Taktik.
Rapp hat es in keinem Teil der Mannschaft geschafft irgendetwas zu etablieren.
Überall positionsfremde und fragwürdige Aufstellungen, die einfach irgendwie funktionieren sollen. Wie, weiß er selber nicht. Weiß keiner.
Mit Holtby hat er scheinbar nen guten Freund gefunden und damit auch wahrscheinlich Rückendeckung aus Teilen der Mannschaft.
So langsam hoffe ich, dass sich die Mannschaft gegen den Trainer stellt und einfach gegen ihn spielt.
Das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass er aus der Sicht der Verantwortlichen wahrscheinlich der perfekte Mann für die Position ist. Er ist kleinlaut, gibt sich mit dem zufrieden was er bekommt, hat scheinbar selber keine hohen Ambitionen und spielt einfach vor sich hin. Ein oberer Tabellenplatz würde ja bedeuten, dass wir Fans in Zukunft mehr davon erwarten würden. Der Verein will nicht, dass wir von einer erfolgreichen KSV träumen. Ein solch kleiner Verein sollte ein intensives Verhältnis mit den Fans haben, das haben wir gar nicht. Abnormal teure KSV Fan Kleidung (Winterjacke 130€), gar keine Infos was Verletzungen angeht, keine Infos was Transfers angeht einfach nichts. Wir können nicht einmal Testspiele anschauen, wenn sie nicht zufällig vom Gegner gestreamt werden (zumindest 90% davon nicht).
Und Rapp ist einer, den sowas gar nicht stört. Würden wir aufsteigen würde er wahrscheinlich nicht einmal mit den Fans feiern. Er kommt mir auch etwas introvertiert rüber, vielleicht liegt es ja auch daran.
Im Endeffekt ist er der perfekte Mann für Stöver & Co. Einfach machen und kein Gemecker.
Jeder Trainer würde sich im Winter passende Spieler für sein System wünschen, Rapp ist zufrieden mit dem was er hat. Kein Stürmer für die Rückrunde? Egal, ich lasse Transferflop Obuz vorne spielen oder wechsle mal Thesker vorne ein.
Keine Schienenspieler? Egal, ich lasse Becker oder Sterner auf fremden Positionen spielen. Schulz? Ach was der ist doch flexibel, wenn’s sein muss kann er auch den Torwart geben.
Es kommt mir vor wie damals im Schulsport, als man einfach irgendjemanden auswählen musste, der den Torwart spielen will. Dieser jemand ist hier gerade Rapp. Es wird einfach irgendjemand gesucht, man hat keine Anforderungen an ihn, man hat ihn einfach gewählt damit er da ist. Das wars.
Irgendwie wird er demnächst wieder Punkte sammeln und uns zwischen Platz 8-12 halten und das wird Stöver & Co. auch genügen. Größere Ambitionen wären nur mehr Arbeit für alle Verantwortlichen. So können wir im Sommer schön wieder irgendwelche deutschsprachigen Oldies oder Hamburger holen, mit denen Rapp auch auf deutsch sprechen kann, da er ja scheinbar kein Englisch spricht.
Ich würde mir schon fast wünschen, dass wir weiter abrutschen, damit endlich reagiert wird.
Stöver & Rapp müssen raus, ansonsten spielen wir spätestens 24/25 in Liga 3.
Ich hatte den Namen Marcel Rapp bis dato noch nie gehört und mir dann ein paar Dinge über ihn durchgelesen.
In einigen Berichten wurde geschrieben, dass er ein Trainer mit viel Potenzial ist und gute Ideen einbringen kann.
Somit freute ich mich erst einmal und hatte gehofft, dass wir auch durch seine Lieblingsformation, die Dreierkette, vielleicht neue Impulse setzen werden.
Der jahrelange Anfang-Fußball im 433 hatte sich langsam ausgespielt und wir hatten zuletzt unter Ole einfach keinen schönen Fußball mehr gespielt. Klar, der Kader war auch nicht mehr das, was er früher mal war.
Ich war einfach glücklich und dachte, dass wir hier vielleicht echt einen Glücksgriff gemacht haben.
Die Zeit verging und ich merkte, dass er charakterlich überhaupt nicht das ausstrahlt was seine Vorgänger ausstrahlten.
Wie in den oberen zwei Posts schon erwähnt wurde, ist das eine seine PKs.
Die sind, leider, zum kotzen.
Ich schaute sie mir gerne jede Woche an, jedoch kann ich es mir seit über einem Jahr kaum noch anhören. Er hat, könnte man meinen, ein Skript auswendig gelernt und das liest er Woche für Woche vor und nach den Spielen vor. Ich schaue eigentlich nur wer fehlt und das wars.
Jeder Gegner ist ebenbürtig, jeder spielt den und den Fußball aber uns ist das egal, da wir unseren Fußball spielen wollen bla bla bla.
Charisma = 0
Die Art und Weise wie er Fußball spielt gefiel mir letzte Saison phasenweise noch und ich hatte ihn hier im Forum sogar noch verteidigt, weil ich mir dachte, dass er doch gar nicht so schlecht sein kann.
Seit dieser Saison bin ich der vollen Überzeugung, dass Rapp bei Kiel gescheitert ist. Jeder Verantwortliche, der keine Tomaten auf den Augen hat, sollte sehen, dass unser Fußball eine Schande ist.
Kein Plan, keine Ideen, keine Taktik.
Rapp hat es in keinem Teil der Mannschaft geschafft irgendetwas zu etablieren.
Überall positionsfremde und fragwürdige Aufstellungen, die einfach irgendwie funktionieren sollen. Wie, weiß er selber nicht. Weiß keiner.
Mit Holtby hat er scheinbar nen guten Freund gefunden und damit auch wahrscheinlich Rückendeckung aus Teilen der Mannschaft.
So langsam hoffe ich, dass sich die Mannschaft gegen den Trainer stellt und einfach gegen ihn spielt.
Das schlimmste an der ganzen Sache ist, dass er aus der Sicht der Verantwortlichen wahrscheinlich der perfekte Mann für die Position ist. Er ist kleinlaut, gibt sich mit dem zufrieden was er bekommt, hat scheinbar selber keine hohen Ambitionen und spielt einfach vor sich hin. Ein oberer Tabellenplatz würde ja bedeuten, dass wir Fans in Zukunft mehr davon erwarten würden. Der Verein will nicht, dass wir von einer erfolgreichen KSV träumen. Ein solch kleiner Verein sollte ein intensives Verhältnis mit den Fans haben, das haben wir gar nicht. Abnormal teure KSV Fan Kleidung (Winterjacke 130€), gar keine Infos was Verletzungen angeht, keine Infos was Transfers angeht einfach nichts. Wir können nicht einmal Testspiele anschauen, wenn sie nicht zufällig vom Gegner gestreamt werden (zumindest 90% davon nicht).
Und Rapp ist einer, den sowas gar nicht stört. Würden wir aufsteigen würde er wahrscheinlich nicht einmal mit den Fans feiern. Er kommt mir auch etwas introvertiert rüber, vielleicht liegt es ja auch daran.
Im Endeffekt ist er der perfekte Mann für Stöver & Co. Einfach machen und kein Gemecker.
Jeder Trainer würde sich im Winter passende Spieler für sein System wünschen, Rapp ist zufrieden mit dem was er hat. Kein Stürmer für die Rückrunde? Egal, ich lasse Transferflop Obuz vorne spielen oder wechsle mal Thesker vorne ein.
Keine Schienenspieler? Egal, ich lasse Becker oder Sterner auf fremden Positionen spielen. Schulz? Ach was der ist doch flexibel, wenn’s sein muss kann er auch den Torwart geben.
Es kommt mir vor wie damals im Schulsport, als man einfach irgendjemanden auswählen musste, der den Torwart spielen will. Dieser jemand ist hier gerade Rapp. Es wird einfach irgendjemand gesucht, man hat keine Anforderungen an ihn, man hat ihn einfach gewählt damit er da ist. Das wars.
Irgendwie wird er demnächst wieder Punkte sammeln und uns zwischen Platz 8-12 halten und das wird Stöver & Co. auch genügen. Größere Ambitionen wären nur mehr Arbeit für alle Verantwortlichen. So können wir im Sommer schön wieder irgendwelche deutschsprachigen Oldies oder Hamburger holen, mit denen Rapp auch auf deutsch sprechen kann, da er ja scheinbar kein Englisch spricht.
Ich würde mir schon fast wünschen, dass wir weiter abrutschen, damit endlich reagiert wird.
Stöver & Rapp müssen raus, ansonsten spielen wir spätestens 24/25 in Liga 3.
02.03.2023 - 19:04 Uhr
Zitat von Flofrisch0601
Ausgerechnet Timo Schultz, der St. Pauli zu einem Abstiegskandidaten geformt hat? Seitdem der da weg ist, läuft es wieder bei Pauli. Das kann doch nicht ernst gemeint sein.
Rapp hat Schultz letzte Saison zu Hause übrigens hervorragend ausgecoacht und 3:0 gewonnen.
Ist die Frage, wozu Timo Schultz St.Pauli geformt hat. In meinen Augen hat er St.Pauli zu einem Aufstiegskandidaten geformt. Zu einem Herbstmeister. Zu einer Mannschaft, die bis zum vorletzten Spieltag um den Aufstieg mitgespielt hat. Insbesondere der Fußball, den er bei Pauli hat spielen lassen, ist sehr ausgefeilt und detailliert. Bei Timo Schultz erkennt man eine klare fußballerische Handschrift. Etwas, das ich seit 1 1/2 Jahren bei Rapp vergeblich suche und ich fürchte, dass das auch so bleibt. System und Spieler rotieren bei ihm nach Belieben, nicht selten völlig positionsfremd. Befürworter nennen das Flexibilität, ich nenne das Planlosigkeit, was nur zur Verunsicherung der Mannschaft führt. Und wenn ich mir die Herangehensweise unserer Mannschaft in vielen Spielen, insbesondere Heimspielen anschaue, sehe ich mich da bestätigt. Die wissen oftmals selbst nicht genau, was sie tun sollen. Statt Holsteinischem Kombinationsfußball kommen dann nur uninspirierte Flanken und gechippte Bälle nach vorne, mit denen nicht mal Kanten wie Otschi was vernünftiges anfangen können. Aber wie gut, dass Rapp jetzt Bock darauf hat, neue Spieler bei Holstein weiterzuentwickeln. Das muss man ja fast als Drohung verstehen. Hat mich vor lachen innerlich zerrissen, als ich das heute gehört habe. Der Typ entwickelt unsere Spieler eher zurück, da spielt unser mit Abstand bester Sechser plötzlich RIV, weil Erras auf der Sechs spielen muss, um Stövers Verpflichtung auch zu rechtfertigen. Und Becker spielt dafür auf der Schiene, schlägt eine abgeblockte Flanke nach der anderen Richtung Strafraum. Zitat von Kieler_Storch
Die Aussagen passen für mich auch zu dem, was wir auf dem Platz sehen. Rapp will gewinnen, indem die Mannschaft mehr Tore schießen soll, als der Gegner. Dass das auch geht, indem man nur ein Tor schießt, hat er anscheinend nicht verstanden. Ich kann mich nur wiederholen. Der Schlüssel zum großen Erfolg ging bei uns immer über eine stabile Defensive. Wenn wir die Top 3 erreicht haben, hatten wir 3 von 4 Mal die beste Abwehr der Liga. 14/15, 16/17 und 20/21. In der Saison 17/18 hatten wir zwar nicht die beste Abwehr der Liga, aber immerhin die fünftbeste und angesichts der unglaublich starken Offensive eine ebenfalls bockstarke Balance zwischen Abwehr und Angriff. Was heißt das im Klartext? Wenn man mit Holstein Kiel bahnbrechenden Erfolg haben will, muss man zunächst die Defensive stabilisieren!
Man kann leichte Abstriche bei der Stabilisierung der Defensive machen, wenn man dafür in der Offensive über eine traumwandlerisch sichere und in besonderem Maße torgefährliche Formation verfügt. Aber auch davon sind wir weit entfernt. Die Offensive wirkt oftmals auch ziemlich zerstreut, noch kein Tor aus dem Spiel heraus in 2023. Könnte auch daran liegen, dass Rapp sein Hauptaugenmerk auf die Offensive richtet. Die überfrachtet er mit Input, sodass zu wenig Platz für Kreativität und Spontanität ist. So oder so kommt man zu dem Schluss, dass Rapps Überlastung der Offensive kontraproduktiv ist. Man muss alle Mannschaftsteile gleichermaßen beleuchten. Wenn man das nicht tut, geht es bergab.
Von solchen Trainern, die vorwiegend offensiv denken, gibt es in den NLZs ne ganze Reihe. Deshalb gibt es auch Woche für Woche in den A- und B-Junioren-Bundesligen der Nation zahlreiche Spiele mit Eishockey-Ergebnis. Meine Theorie: Junge Abwehrspieler machen natürlich auch noch mehr Fehler als erfahrene. Deshalb beschäftigen sich die Trainer auch nicht so intensiv mit der Defensive, weil sie ohnehin wissen, dass sich die Fehler bei den Junioren nicht ganz abstellen lassen. Aber im Herrenbereich ist das eben anders, weshalb die Defensive dort auch Beachtung finden muss.
Die Dreierkette ist dabei tatsächlich ein Problem. Das ist ein System, dass bei uns nicht passt. Rapp steckt da jetzt in der Zwickmühle. Dreierkette funktioniert wenig bis gar nicht, an guten Tagen kommen wir mit einem Gegentor durch und müssen nur zwei für den Sieg schießen. Ansonsten kassieren wir zwei oder mehr Gegentore, in 9 von 20 Spielen, also fast der Hälfte aller Spiele. Gewonnen haben wir davon genau eins, bei kriselnden Nürnbergern. Soviel zum Thema, dass unsere schlechte Gegentorstatistik nur auf dem Paderborn-Spiel fußt, Herr Stöver!
Aber zurück zu Rapps Zwickmühle. Er hat die Viererkette in seiner Anfangszeit probiert und hat sie auch nicht wirklich erfolgreich implementiert. Auch da waren wir defensiv schwach. Heißt also im Klartext, dass Rapp weder mit Dreier- noch mit Viererkette ein vernünftiges und funktionierendes Defensivkonzept auf die Beine gestellt bekommt. Das ist ein massives Problem, denn wenn er keine von beiden Optionen vernünftig bespielen lassen kann, ist Rapp de facto gescheitert. Dann müsste folgerichtig ein anderer Trainer kommen. Und auch wenn unser Präsidium bremst, gibt es durchaus umgängliche und trotzdem innovative Trainer auf dem Markt.
Zitat von Holstein86
Ich möchte mich nochmal zu der Pressekonferenz nach dem Spiel äußern.
Während es Titz fast schon peinlich war, gegen Kiel gewonnen zu haben und von einem "Sieg über die Zeit retten" gesprochen hat, kam von Rapp einfach nicht die angemessene Reaktion nach einer Niederlage zu Hause gegen den Tabellenletzten. Wenn man überraschend gegen den - dazu noch komplett verletzungsdezimierten - Tabellenletzten verliert, dann erwarte ich einfach mehr kritische Selbstreflexion. Unzufriedenheit mit dem Ergebnis. Und eine Ansage an die Fans, z.B. dass man dieses Spiel als Warnsignal begreift und nochmal jeden Stein umdreht und sich selbst kritisch hinterfragt. Stattdessen gab es business as usual.
Rapp beklagt, dass sie nicht genug der zahlreichen Chancen reingemacht haben. Aber die Spieler schössen ja auch nicht absichtlich daneben. Von Chancenwucher war die Rede. Ich will gar nicht darauf eingehen, dass diese Leier fast jede Woche wieder zu hören ist. (Das hat sogar ein Journalist angesprochen. Antwort Rapp: Besser viele verdaddelte als gar keine Chancen im Spiel zu haben!)
Die Abwehr ist dagegen kein Thema. Auch nicht die letzten 30 Minuten, die uns hinten in der Abwehr das Spiel gekostet haben. Mannschaft spielt offensiv mit der Brechstange und lässt hinten riesige Räume. So gut wie kein Wort dazu. Und ich denke, dass ist auch Ursache unserer Abwehrschwäche. Rapp will offensiv spielen, ihn interessiert die Abwehr nicht sonderlich. Die muss halt - irgendwie - funktionieren. Rapp geht es nur um die Offensive, deswegen holt er ja auch möglichst viele Spieler nach vorne und lässt mit Dreierkette spielen. Aber wer ausschließlich nur auf die Offensive schaut, der kann kein erfolgreiches System entwickeln. Schaut euch die Pressekonferenz nochmal an. Es geht die ganze Zeit bei Rapp nur um Offensive und verpasste Chancen. Über die Abwehr nur ein Halbsatz "da müssen wir noch weniger Chancen zulassen als bisher". Die Gegentore werden fast fatalistisch als unabwendbares Naturereignis hingenommen, "da hat man mal 5 Minuten schlecht gespielt". Das ist schon Realitätsverweigerung, wenn ab der 60. Minute unser Strafraum nicht nur in Flammen steht, sondern komplett abbrennt.
Die absolute Höhe ist jedoch die Aussage zum Ende der PK, als Rapp auf Nachfrage sagt, die 2. Liga ist so ausgeglichen, alle Mannschaften sind fast ebenbürtig, fast alle Spiele sind 50:50 Spiele, sieht man ja auch an den Punkten in der Tabelle. Sowas kann man einfach nicht sagen, wenn man gerade zu Hause gegen den Tabellenletzten verloren hat. Das regt mich noch einen Tag später auf. SO NICHT!
Mangelndes Problembewusstsein und Realitätsverzerrung. Für mich hat Rapp mit so einer Reaktion einen Haufen Porzellan zerschlagen.
PKs mit Rapp gebe ich mir schon seit seinem Amtsantritt so gut wie gar nicht mehr. Seine Kommunikation ist gelinde gesagt bedenklich. Man nimmt nichts als Frust und Fragezeichen aus diesen Sitzungen mit. Bei Ole habe ich mir die Pks fast immer angeguckt. Ole ist auf seine Art durchaus unterhaltsam. Ruhige, klare und vor allem eindeutige Kommunikation. Hin und wieder auch mal n Moment zum Schmunzeln. Rapps Art auf PKs passt für mich in den negativen Gesamteindruck, den ich von ihm habe. Ich möchte mich nochmal zu der Pressekonferenz nach dem Spiel äußern.
Während es Titz fast schon peinlich war, gegen Kiel gewonnen zu haben und von einem "Sieg über die Zeit retten" gesprochen hat, kam von Rapp einfach nicht die angemessene Reaktion nach einer Niederlage zu Hause gegen den Tabellenletzten. Wenn man überraschend gegen den - dazu noch komplett verletzungsdezimierten - Tabellenletzten verliert, dann erwarte ich einfach mehr kritische Selbstreflexion. Unzufriedenheit mit dem Ergebnis. Und eine Ansage an die Fans, z.B. dass man dieses Spiel als Warnsignal begreift und nochmal jeden Stein umdreht und sich selbst kritisch hinterfragt. Stattdessen gab es business as usual.
Rapp beklagt, dass sie nicht genug der zahlreichen Chancen reingemacht haben. Aber die Spieler schössen ja auch nicht absichtlich daneben. Von Chancenwucher war die Rede. Ich will gar nicht darauf eingehen, dass diese Leier fast jede Woche wieder zu hören ist. (Das hat sogar ein Journalist angesprochen. Antwort Rapp: Besser viele verdaddelte als gar keine Chancen im Spiel zu haben!)
Die Abwehr ist dagegen kein Thema. Auch nicht die letzten 30 Minuten, die uns hinten in der Abwehr das Spiel gekostet haben. Mannschaft spielt offensiv mit der Brechstange und lässt hinten riesige Räume. So gut wie kein Wort dazu. Und ich denke, dass ist auch Ursache unserer Abwehrschwäche. Rapp will offensiv spielen, ihn interessiert die Abwehr nicht sonderlich. Die muss halt - irgendwie - funktionieren. Rapp geht es nur um die Offensive, deswegen holt er ja auch möglichst viele Spieler nach vorne und lässt mit Dreierkette spielen. Aber wer ausschließlich nur auf die Offensive schaut, der kann kein erfolgreiches System entwickeln. Schaut euch die Pressekonferenz nochmal an. Es geht die ganze Zeit bei Rapp nur um Offensive und verpasste Chancen. Über die Abwehr nur ein Halbsatz "da müssen wir noch weniger Chancen zulassen als bisher". Die Gegentore werden fast fatalistisch als unabwendbares Naturereignis hingenommen, "da hat man mal 5 Minuten schlecht gespielt". Das ist schon Realitätsverweigerung, wenn ab der 60. Minute unser Strafraum nicht nur in Flammen steht, sondern komplett abbrennt.
Die absolute Höhe ist jedoch die Aussage zum Ende der PK, als Rapp auf Nachfrage sagt, die 2. Liga ist so ausgeglichen, alle Mannschaften sind fast ebenbürtig, fast alle Spiele sind 50:50 Spiele, sieht man ja auch an den Punkten in der Tabelle. Sowas kann man einfach nicht sagen, wenn man gerade zu Hause gegen den Tabellenletzten verloren hat. Das regt mich noch einen Tag später auf. SO NICHT!
Mangelndes Problembewusstsein und Realitätsverzerrung. Für mich hat Rapp mit so einer Reaktion einen Haufen Porzellan zerschlagen.
Die Aussagen passen für mich auch zu dem, was wir auf dem Platz sehen. Rapp will gewinnen, indem die Mannschaft mehr Tore schießen soll, als der Gegner. Dass das auch geht, indem man nur ein Tor schießt, hat er anscheinend nicht verstanden. Ich kann mich nur wiederholen. Der Schlüssel zum großen Erfolg ging bei uns immer über eine stabile Defensive. Wenn wir die Top 3 erreicht haben, hatten wir 3 von 4 Mal die beste Abwehr der Liga. 14/15, 16/17 und 20/21. In der Saison 17/18 hatten wir zwar nicht die beste Abwehr der Liga, aber immerhin die fünftbeste und angesichts der unglaublich starken Offensive eine ebenfalls bockstarke Balance zwischen Abwehr und Angriff. Was heißt das im Klartext? Wenn man mit Holstein Kiel bahnbrechenden Erfolg haben will, muss man zunächst die Defensive stabilisieren!
Man kann leichte Abstriche bei der Stabilisierung der Defensive machen, wenn man dafür in der Offensive über eine traumwandlerisch sichere und in besonderem Maße torgefährliche Formation verfügt. Aber auch davon sind wir weit entfernt. Die Offensive wirkt oftmals auch ziemlich zerstreut, noch kein Tor aus dem Spiel heraus in 2023. Könnte auch daran liegen, dass Rapp sein Hauptaugenmerk auf die Offensive richtet. Die überfrachtet er mit Input, sodass zu wenig Platz für Kreativität und Spontanität ist. So oder so kommt man zu dem Schluss, dass Rapps Überlastung der Offensive kontraproduktiv ist. Man muss alle Mannschaftsteile gleichermaßen beleuchten. Wenn man das nicht tut, geht es bergab.
Von solchen Trainern, die vorwiegend offensiv denken, gibt es in den NLZs ne ganze Reihe. Deshalb gibt es auch Woche für Woche in den A- und B-Junioren-Bundesligen der Nation zahlreiche Spiele mit Eishockey-Ergebnis. Meine Theorie: Junge Abwehrspieler machen natürlich auch noch mehr Fehler als erfahrene. Deshalb beschäftigen sich die Trainer auch nicht so intensiv mit der Defensive, weil sie ohnehin wissen, dass sich die Fehler bei den Junioren nicht ganz abstellen lassen. Aber im Herrenbereich ist das eben anders, weshalb die Defensive dort auch Beachtung finden muss.
Die Dreierkette ist dabei tatsächlich ein Problem. Das ist ein System, dass bei uns nicht passt. Rapp steckt da jetzt in der Zwickmühle. Dreierkette funktioniert wenig bis gar nicht, an guten Tagen kommen wir mit einem Gegentor durch und müssen nur zwei für den Sieg schießen. Ansonsten kassieren wir zwei oder mehr Gegentore, in 9 von 20 Spielen, also fast der Hälfte aller Spiele. Gewonnen haben wir davon genau eins, bei kriselnden Nürnbergern. Soviel zum Thema, dass unsere schlechte Gegentorstatistik nur auf dem Paderborn-Spiel fußt, Herr Stöver!
Aber zurück zu Rapps Zwickmühle. Er hat die Viererkette in seiner Anfangszeit probiert und hat sie auch nicht wirklich erfolgreich implementiert. Auch da waren wir defensiv schwach. Heißt also im Klartext, dass Rapp weder mit Dreier- noch mit Viererkette ein vernünftiges und funktionierendes Defensivkonzept auf die Beine gestellt bekommt. Das ist ein massives Problem, denn wenn er keine von beiden Optionen vernünftig bespielen lassen kann, ist Rapp de facto gescheitert. Dann müsste folgerichtig ein anderer Trainer kommen. Und auch wenn unser Präsidium bremst, gibt es durchaus umgängliche und trotzdem innovative Trainer auf dem Markt.
Ausgerechnet Timo Schultz, der St. Pauli zu einem Abstiegskandidaten geformt hat? Seitdem der da weg ist, läuft es wieder bei Pauli. Das kann doch nicht ernst gemeint sein.
Rapp hat Schultz letzte Saison zu Hause übrigens hervorragend ausgecoacht und 3:0 gewonnen.
Zurück zu Schultz. Der hat richtig erfrischenden Offensivfußball spielen lassen. Dieser Fußball würde nahtlos an das anknüpfen, was wir vor Rapps Übernahme jahrelang in Kiel gesehen haben. Sich jetzt an seiner schwachen Hinserie zu stören, ist meiner Meinung nach zu kurz gegriffen. Schultz hat auf St.Pauli letztendlich genau das erlebt, was Ole Werner bei uns passiert ist. Die Mannschaft aus einer prekären Lage heraus zum absoluten Überteam der Liga entwickelt, den Aufstieg knapp verpasst und in der folgenden Saison abgestürzt. Das hat nichts mit Schultz als Trainer zu tun, sondern ist ein psychisches Phänomen. Die Mannschaft hat einen Neuanfang gebraucht. War bei uns genauso, deshalb ist Ole ja gegangen. Das hatte weder bei Ole noch bei Schultz mit mangelnder Kompetenz zu tun. Du erreichst die Mannschaft einfach nicht mehr, nachdem du so ein Tal durchschritten hast.
Aber Schultz ist trotzdem ein richtig guter Trainer. Nach deiner Argumentation hätte Werder ja dann auch nicht Ole verpflichten dürfen. Schließlich hat Ole uns auf dem Relegationsplatz liegend verlassen. War btw schlechter als Schultz, der wurde bei Pauli auf Platz 15 entlassen. Und Werder war zum Zeitpunkt von Oles Verpflichtung dem unteren Relegationsplatz näher als dem oberen. Das hätte also auch schiefgehen können. Aber Werder hat Oles Qualitäten erkannt und genauso hat Schultz auch die Qualitäten, die wir benötigen. Zudem hat er auch Stallgeruch, hat früher selbst im Storchennest gespielt, kennt hier sogar noch die Reporter. Außerdem dürfte er Stöver auch aus gemeinsamen Zeiten auf St.Pauli kennen, je nachdem wie viele Überschneidungen die beiden hatten, sogar ziemlich gut. Ich sehe nur Vorteile bei einer Verpflichtung von Schulle.
Aber ich kann dich beruhigen. Bei uns sind ja alle hochzufrieden mit unserer aktuellen Situation. Schön schiedlich friedlich im Niemandsland. Damit unter Stöver ein ambitionierter Trainer mit einer klaren fußballerischen Philosophie das Ruder übernimmt, muss sich schon die Mannschaft explizit dafür aussprechen. Bloß nicht zu hoch fliegen. Bevor das neue Stadion steht bzw. bis wir infrastrukturell auf Erstliganiveau sind, wollen wir möglichst gar nicht hoch. Das Gefühl gewinne ich immer mehr. Da können wir dann noch paar Jahrzehnte warten. Bin gespannt, ob wir überhaupt jemals ein neues Stadion erleben werden, so trantütig wie sich die Verantwortlichen anstellen. Insofern werden wir auch weiterhin irgendwie weiterwurschteln. Mit Planlos-Rapp und Brummbär-Stöver.
24.04.2023 - 21:05 Uhr
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von henry78 am 24.04.2023 um 21:56 Uhr bearbeitet
25.04.2023 - 13:26 Uhr
Zitat von henry78
Das denke ich auch. Ich sage ja, dass er die Zeit bekommen soll, dann mit seinem Kader zu arbeiten, bzw. diesen erst einmal nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Wie du richtig sagst, muss er sich da dann beweisen. Dann kann er seinen Fussball, hoffentlich, spielen lassen und es gibt keine Ausreden mehr. Ich hoffe, dass wir dann attraktiven und erfolgreichen Fussball sehen. Wenn nicht, dann müssen wir zwangsläufig über den Trainer, und dann auch über Stöver, reden. Bis dahin sollten wir Rapp diese Chance geben.
Ich bin auch der Meinung, dass man gegen Nürnberg den Fußball gesehen hat, der Rapp am ehesten vorschwebt. Das habe ich ja auch in meinen Beitrag nach dem Spiel in den Spieltagsthread geschrieben. Es war auch schon die ganze Zeit ersichtlich, dass Rapp den Pressingfußball spielen lassen will, den er in Hoffenheim gelernt hat. Hoffenheim ist ja für seinen Pressingfußball bekannt. Auch das habe ich schon mal irgendwo hier reingeschrieben. Insofern ist es nicht so, dass ich keine Idee hatte, was „Rapp-Fußball“ ist. Zitat von Kieler
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Zitat von henry78
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Ich weiss, dass fast die ganze Welt unseren Trainer kritisch sieht und am liebsten geteert und gefedert aus der Stadt jagen möchte. Trotzdem möchte ich mal was Positives loswerden. Ich habe mir das Spiel gegen Nürnberg noch mal im Re-Live angeguckt. Für mich ist dieses Spiel sowas wie die perfekte Schablone dessen, was Rapp sich fussballerisch vorstellt. Aktives und aggressives Pressing und Gegenpressen, dadurch Balleroberungen und dann schnelles und vertikales Spiel nach vorne. Meiner Meinung nach ist genau das das Spiel, das Rapp sich vorstellt.
Ich fand, dass das richtig gut aussah. Wenn wir das bloss so konservieren könnten, hätte man die Phantasie, dass es erfolgreich werden könnte. Daran fehlt es. Ich wollte es nur erwähnen, weil User, wie @Kieler_Storch, ja immer gesagt haben, dass sie nicht wissen, wie der rappsche Fussball überhaupt aussieht. Meiner Meinung nach sieht er, in seiner Reinform, genauso wie gegen Nürnberg aus.
Ich setze darauf, dass Rapp in der neuen Saison einen Kader bekommt, der wesentlich jünger ist, der diesen Spielstil umsetzen kann und wir aggressives Pressing, sowie schnelles und vertikales Spiel nach vorne sehen. Walter hat ja damals schon Ähnliches gesagt. Wenn man schnell und aggressiv spielen will, muss der Kader vor allen Dingen jung sein, weil die Jungs dann noch die entsprechende Energie und Motivation haben, um zu laufen und anzulaufen. Mit einem alten Kader ginge das nicht. Ich denke, dass diese Aussage an sich korrekt ist. Wenn wir das konstant auf den Platz bringen, dann wird es sicherlich auch wieder mehr Spass machen, zuzuschauen. Wenn davon dann allerdings weiterhin nichts zu sehen ist und wir die Konstanz nicht reinbekommen, dann sollte man wirklich irgendwann über einen Trainerwechsel nachdenken, aber bis Oktober gebe ich Rapp noch. Dann sollte man, mit einem neuen Kader, der nach seinen Vorstellungen zusammengestellt ist, entsprechende Fortschritte sehen können.
Rapp hat taktische Fehler gemacht über die ich mich auch geärgert habe aber die machen auch erfahrene Trainer siehe Bielefeld, Nürnberg, Hannover u.s.w. die mit viel besserem Spielermaterial mehrfach den Trainer wechselten aber tabellenmäßig deutlich schlechter als Holstein stehen.
Nächste Saison muss sich Rapp allerdings beweisen ob er mit einer von ihm und Stöver zusammengestellten Mannschaft den größten Umbruch seit dem Aufstieg schaffen kann. 8-10 neue Spieler zu inetegrieren wird eine Mammutaufgabe ohne entsprechende Qualitätspieler in der Abwehr im def. Mittelfeld und im Angriff wird es eine schwere Saison werden. hter als Holstein in der Tabelle stehen.
Das denke ich auch. Ich sage ja, dass er die Zeit bekommen soll, dann mit seinem Kader zu arbeiten, bzw. diesen erst einmal nach seinen Vorstellungen zusammenzustellen. Wie du richtig sagst, muss er sich da dann beweisen. Dann kann er seinen Fussball, hoffentlich, spielen lassen und es gibt keine Ausreden mehr. Ich hoffe, dass wir dann attraktiven und erfolgreichen Fussball sehen. Wenn nicht, dann müssen wir zwangsläufig über den Trainer, und dann auch über Stöver, reden. Bis dahin sollten wir Rapp diese Chance geben.
Meine Bemerkung bezog sich eher darauf, dass man nicht wirklich erkennen konnte, wie Rapp das Spiel bei eigenem Ballbesitz aufziehen will. Daran hat sich aus meiner Sicht auch nicht viel geändert. Gerade gegen tiefstehende Gegner, auf die wir vor allem zu Hause treffen, tun wir uns schwer. Unter Rapp finden wir keine Antwort darauf, kreieren wir keine Situationen, die eine tiefstehende Defensive in Bewegung bringen und auseinanderflechten. Das ist etwas, was wir unter den anderen Trainern oftmals geschafft haben und auch dementsprechend heimstark waren. Selbst gegen Teams wie Sandhausen, die ihr Heil oftmals in einer kompakten Defensive suchen, ist in diesen Spielen irgendwann der Knoten geplatzt. Die Gegner konnten sich dem Druck irgendwann nicht mehr erwehren. Unter Anfang war es ein viel umjubeltes 2:2, unter Walter ein 2:1 und unter Werner ein 2:0. Aber unter Rapp beißen wir uns an diesen Mannschaften die Zähne aus, lassen uns dann auskontern und verlieren im schlimmsten Fall sogar. War in der Rückrunde mehrfach zu sehen. Ich denke dabei vor allem an unsere gruselige Serie gegen die Tabellenletzten.
Auswärts hingegen präsentieren wir uns unter Rapp sehr stark. Auch das liegt meiner Meinung nach daran, dass Rapps System auswärts besser funktioniert. Die meisten Mannschaften präsentieren sich in ihren Heimspielen nämlich Forscher als in ihren Auswärtsspielen. Man fühlt sich zu Hause sicherer, möchte zudem den eigenen Fans etwas bieten und kommt dementsprechend offensiver daher. Das spielt uns mit unserem Pressingfußball insofern in die Karten, dass die Heimmannschaft durch ihre offensive Ausrichtung hinten mehr aufmacht und sich dadurch für uns mehr Räume im letzten Drittel ergeben. Gerade bei schneller Balleroberung durch hohes Pressing ist der Weg zum gegnerischen Tor dann auch sehr kurz. Diese Umstände erhöhen die Chance auf ein Tor massiv und waren in dieser Saison bei uns auch häufig zu beobachten.
Das Problem beim Pressingfußball ist, dass man sich mit dieser Art von Fußball von der Spielweise des Gegners abhängig macht. Wenn der Gegner nicht die Initiative nicht übernimmt, steht man dumm da. Dann muss man nämlich selbst die Initiative übernehmen und das ist etwas, was Rapp aus meiner Sicht noch nicht geschafft hat. Ich weiß auch gar nicht, ob er das kann. Unter Rapp reagieren wir zu viel auf das, was der Gegner macht. Und auf das Nürnberg-Beispiel bezogen, greife ich nochmal eine andere Passage aus meinem Post-Match-Beitrag auf. Hecking hatte schon vor dem Spiel befürchtet, dass die Nürnberger Spielweise mit viel Ballbesitz und Eigeninitiative unserer Mannschaft sehr entgegenkommt. Und genau so ist es dann auch gekommen. Wir haben uns gegen Nürnberg aufs Pressing verlegt und sind damit zum Erfolg gekommen.
Das Problem ist nur, dass die wenigsten Mannschaften in dieser Liga Ballbesitzfußball spielen. Die meisten Teams stellen sich hinten rein und lauern auf Konter. Und das ist genau die Spielweise, die uns nicht liegt. Da mussten in den vergangenen Jahren immer wieder Lösungen gefunden werden, wie man solche Mannschaften bespielen kann. Und das hat bei Anfang, Walter und Werner gut bis sehr gut funktioniert. Rapp hat eine solche Lösung noch nicht gefunden, obwohl er schon seine zweite Saison bestreitet. Anfang und Walter haben vom Start weg ihre Idee auf die Mannschaft übertragen können. Werner hat es nach seiner ersten Saison geschafft, indem er in der Sommerpause was richtig gutes zusammengetüftelt hat. Bei Rapp funktioniert seine Grundidee nicht uneingeschränkt wie bei Anfang und Walter und er scheint im Gegensatz zu Werner im vergangenen Sommer auch keine Lösung ermittelt zu haben, wie man mit dem vorhandenen Spielermaterial erfolgreichen Ballbesitzfußball spielen lassen kann. Das war das, was ich mir für diese Saison von ihm erhofft habe und das Ergebnis ist ziemlich enttäuschend. Aufgrund der vorangeschrittenen Zeit stellt sich mir eben auch die Frage, ob Rapp überhaupt Ballbesitzfußball spielen lassen kann, oder ob er davon einfach keinen Plan hat. Er erscheint mir nämlich durchaus als Trainer, der seinen Stil an gegenerische Mannschaften anpassen kann und so auch „auscoacht“. Aber das bewegt sich nur im Rahmen seines geliebten Pressingfußballs. Den Ballbesitzfußball vergangener Tage hat Rapp bisher nur in Ansätzen zu Beginn seiner Amtszeit versucht, die wenig erfolgreich waren.
Dementsprechend bin ich schon länger zu dem Schluss gekommen, dass Rapp hervorragenden Pressingfußball spielen lassen kann, weil er das in Hoffenheim gelernt hat. Aber die Art von Ballbesitzfußball à la Anfang und Werner, die Holstein Kiel in den vergangenen Jahren so erfolgreich gemacht hat, scheint Rapp nicht im Repertoire zu haben. Er sagt zwar immer, dass er Ballbesitzfußball spielen lassen will, aber sein Ballbesitzfußball zeichnet sich nur dadurch aus, dass wir viel Ballbesitz haben. Man muss aber aus dem Ballbesitz heraus auch genug offensive Gefahr entwickeln und darf gleichzeitig auch die defensive Stabilität nicht unbeachtet lassen. Beides sind Punkte, bei denen Rapp erheblichen Nachholbedarf hat, wenn er es denn überhaupt kann.
24.06.2023 - 22:52 Uhr
Zitat von Kieler
Wie ich schon geschrieben habe als Berufskollge von Rapp würde ich sowas als Pauli Coach nicht gut finden, denn dann müsste ich befürchten das es mir mal genauso ergeht.
Selbst wenn da was dran ist Wahl soll doch zumindestens -öffentlich- zu Internas aus Kiel die Klappe halten.
Zitat von henry78
Ich meinte eher, dass es sein könnte, es war ja der erste Tag, dass diese Aussage, der positiven Art, direkt an seinen neuen Trainer gerichtet gewesen sein könnte, um ihm Honig ums Maul zu schmieren. Nach dem Motto: Ach, du bist ja ein ganz toller.
Zitat von Kieler
WARUM schleime ich mich ein wenn ich einen Berufskollegen des Paulitrainers schlecht rede?
Das gleiche müsste der St.Pauli Trainer dann ja auch von Wahl befürchten?
Das Rapp wenig trainiert und selbst nach Niederlagenserien nichts am Training ändert war auch im Holstein Forum bereits Thema. An Wahls Kritik ist durchaus was dran!!
Wir sind was die Intensität des Trainings angeht keine Trainingsweltmeister!!
Das muss sich jetzt ändern wenn Rapp schnell genug den Umbruch bewerkstelligen möchte.
Zitat von henry78
Lasches Training, kurze Einheiten, habe nur ich das Gefühl, dass Wahl hier gerade gegen Rapp ziemlich am Nachtreten ist? Er geniesst die neue Intensität, die er aus Kiel nicht gewohnt war. Boah! Vielleicht will er sich damit bei seinem neuen Chef nur einschleimen, aber wenn es stimmen sollte, würde das doch tief blicken lassen! Es würde dann auch erklären, warum unser Spiel oftmals so statisch ist.
Lasches Training, kurze Einheiten, habe nur ich das Gefühl, dass Wahl hier gerade gegen Rapp ziemlich am Nachtreten ist? Er geniesst die neue Intensität, die er aus Kiel nicht gewohnt war. Boah! Vielleicht will er sich damit bei seinem neuen Chef nur einschleimen, aber wenn es stimmen sollte, würde das doch tief blicken lassen! Es würde dann auch erklären, warum unser Spiel oftmals so statisch ist.
WARUM schleime ich mich ein wenn ich einen Berufskollegen des Paulitrainers schlecht rede?
Das gleiche müsste der St.Pauli Trainer dann ja auch von Wahl befürchten?
Das Rapp wenig trainiert und selbst nach Niederlagenserien nichts am Training ändert war auch im Holstein Forum bereits Thema. An Wahls Kritik ist durchaus was dran!!
Wir sind was die Intensität des Trainings angeht keine Trainingsweltmeister!!
Das muss sich jetzt ändern wenn Rapp schnell genug den Umbruch bewerkstelligen möchte.
Ich meinte eher, dass es sein könnte, es war ja der erste Tag, dass diese Aussage, der positiven Art, direkt an seinen neuen Trainer gerichtet gewesen sein könnte, um ihm Honig ums Maul zu schmieren. Nach dem Motto: Ach, du bist ja ein ganz toller.
Wie ich schon geschrieben habe als Berufskollge von Rapp würde ich sowas als Pauli Coach nicht gut finden, denn dann müsste ich befürchten das es mir mal genauso ergeht.
Selbst wenn da was dran ist Wahl soll doch zumindestens -öffentlich- zu Internas aus Kiel die Klappe halten.
Da gebe ich dir Recht, aber so kennen wir Wahl doch. Der hat die Klappe immer ganz weit auf. Seine Ankündigungen waren nicht selten ganz groß. Danach kam dann allerdings genauso selten sowas wie Taten. Es blieb bei leeren Worten.
Deswegen habe ich ja gesagt, dass es mir wie ein Nachtreten vorkommt. Charakterlich schwach, aber selbst das wissen wir doch spätestens seit Schubert. Danach dann natürlich noch die verlogenen Lobhudeleien.
01.07.2023 - 17:25 Uhr
Zitat von Holstein86
Ich finde henry78 hatte Rapps System vor einiger Zeit ganz gut beschrieben:
Das ist von Seite 24 dieses Threads zitiert, ab Seite 23 wird da recht ausgiebig über Rapps Spielsystem diskutiert, auch im Vergleich zum Vorgänger Ole Werner. Durchaus lesenswerte Einschätzungen.
Im Ergebnis ist das wohl die Hoffenheimer-Schule und - ohne Experte zu sein - eine moderne und stark offensiv und spielgestaltend ausgerichtete Spielweise. Das wohl auch bzgl. der Formation flexibel gehandhabt werden kann. Das wird von einigen Fans als Beliebigkeit ausgelegt. Das er offenkundig ein System hat erkennt man in den PKs an gegnerischen Trainern, die sehr häufig in der Halbzeit umstellen mussten und von einem schwierig zu bespielenden, unangenehmen Gegner gesprochen haben. Also Dilletant ist Rapp nicht, auch wenn das einige Fans gerne mal behaupten. Mal ganz ehrlich, wenn er nix könnte, würden wir uns nicht in der 2. Liga halten können, dafür ist der Wettbewerb zu groß.
Eine andere Frage ist, ob sein System zu Siegen führt, gerade gegen schwächere Gegner, die nicht mitspielen wollen und mauern, ob es defensiv zuviel zulässt oder zu einer attraktiven Spielweise für die Zuschauer führt. Da gab es in der letzten Saison Luft nach oben. Aber das hängt halt auch vom Kader und Verletzungen ab, wo wir letzte Saison ja schon einige Baustellen hatten.
Zitat von Icey1312
Mal "blöd" gefragt, was ist denn das System von Rapp bzw. seine Spielidee und präferiertes System? Konnte es in der vergangenen Saison leider nicht erkennen - meine das jetzt wirklich nicht als Vorwurf. Ich bin der Meinung, dass er tabellarisch zumindest das beste aus dem Kader rausgeholt hat.
Mal "blöd" gefragt, was ist denn das System von Rapp bzw. seine Spielidee und präferiertes System? Konnte es in der vergangenen Saison leider nicht erkennen - meine das jetzt wirklich nicht als Vorwurf. Ich bin der Meinung, dass er tabellarisch zumindest das beste aus dem Kader rausgeholt hat.
Ich finde henry78 hatte Rapps System vor einiger Zeit ganz gut beschrieben:
Zitat von henry78
Ich denke schon, dass Rapp ein Grundsystem hat. Meiner Meinung nach ist sein Grundsystem ein 3-5-2. Er ist ein klarer Verfechter der Dreierkette. Er spielt mit zwei Flügelverteidigern. Im Mittelfeld spielt er mit einem Sechser und zwei Achtern und vorne mit zwei Spitzen. Das ist ganz klar seine Grundidee. Er lässt allerdings, manchmal sogar im Spiel, auf Viererkette umstellen. Das nennt man moderne Flexiblität und das Reagieren auf Spielstände und den Gegner. Das ist etwas, was es, wo du schon den Vergleich bemüht hast, unter Werner nie gab. Es gab es auch unter Anfang nicht. Wir konnten, durch die mangelnde Flexiblität, auf den Gegner und die Spielstände nie reagieren. Das hat uns, wie der User @pallmall78 richtig sagt, auf jeden Fall ziemlich ausrechenbar gemacht und er wurde auch das ein oder andere Mal klassisch ausgecoached. Wenn du mal die anderen Teams so verfolgst, dann wirst du sehen, dass die gegenerischen Trainer, manchmal in der Halbzeit oder sogar im Spiel, auch umstellen. Das ist ein Teil des modernen Fussballs. Trotzdem charakterisiert sich unser Spiel durch bestimmte Parameter, die eigentlich immer mehr oder weniger zu sehen sind:
1. Flügelläufe: Wir wollen also Flügelläufe durch die zwei Flügelverteidiger und von Aussen in den Strafraum flanken. Wir sind nach Karlsruhe die Flankenkönige der Liga. Das heisst, dass wir verstärktes Flügelspiel betreiben.
2. Die Halbräume: Ferner sind wir eine Mannschaft, die die Halbräume bespielt. Das tun wir sogar ziemlich effektiv. Hier sind wir auch extrem schwer zu greifen, bzw. zu verteidigen.
3. Ballbesitz: Wir wollen den Ball haben und agieren. Unser Spiel ist klar auf das Fussballspielen ausgelegt. Wir sind eine Ballbesitzmannschaft und suchen praktisch immer spielerische Lösungen.
4. Taktische Flexibilität: Wie ich oben schon angeschnitten habe, sind wir taktisch flexibel. Wir können Dreier- und Viererkette spielen. Wir können tief stehen oder hoch angreifen.
5. Pressing: Wir spielen eigentlich ein konstantes Angriffspressing. Die Stürmer laufen in vorderster Reihe schon die Abwehrspieler und den gegnerischen Torwart an, um hier Ballgewinne zu erzielen.
Ich denke schon, dass Rapp ein Grundsystem hat. Meiner Meinung nach ist sein Grundsystem ein 3-5-2. Er ist ein klarer Verfechter der Dreierkette. Er spielt mit zwei Flügelverteidigern. Im Mittelfeld spielt er mit einem Sechser und zwei Achtern und vorne mit zwei Spitzen. Das ist ganz klar seine Grundidee. Er lässt allerdings, manchmal sogar im Spiel, auf Viererkette umstellen. Das nennt man moderne Flexiblität und das Reagieren auf Spielstände und den Gegner. Das ist etwas, was es, wo du schon den Vergleich bemüht hast, unter Werner nie gab. Es gab es auch unter Anfang nicht. Wir konnten, durch die mangelnde Flexiblität, auf den Gegner und die Spielstände nie reagieren. Das hat uns, wie der User @pallmall78 richtig sagt, auf jeden Fall ziemlich ausrechenbar gemacht und er wurde auch das ein oder andere Mal klassisch ausgecoached. Wenn du mal die anderen Teams so verfolgst, dann wirst du sehen, dass die gegenerischen Trainer, manchmal in der Halbzeit oder sogar im Spiel, auch umstellen. Das ist ein Teil des modernen Fussballs. Trotzdem charakterisiert sich unser Spiel durch bestimmte Parameter, die eigentlich immer mehr oder weniger zu sehen sind:
1. Flügelläufe: Wir wollen also Flügelläufe durch die zwei Flügelverteidiger und von Aussen in den Strafraum flanken. Wir sind nach Karlsruhe die Flankenkönige der Liga. Das heisst, dass wir verstärktes Flügelspiel betreiben.
2. Die Halbräume: Ferner sind wir eine Mannschaft, die die Halbräume bespielt. Das tun wir sogar ziemlich effektiv. Hier sind wir auch extrem schwer zu greifen, bzw. zu verteidigen.
3. Ballbesitz: Wir wollen den Ball haben und agieren. Unser Spiel ist klar auf das Fussballspielen ausgelegt. Wir sind eine Ballbesitzmannschaft und suchen praktisch immer spielerische Lösungen.
4. Taktische Flexibilität: Wie ich oben schon angeschnitten habe, sind wir taktisch flexibel. Wir können Dreier- und Viererkette spielen. Wir können tief stehen oder hoch angreifen.
5. Pressing: Wir spielen eigentlich ein konstantes Angriffspressing. Die Stürmer laufen in vorderster Reihe schon die Abwehrspieler und den gegnerischen Torwart an, um hier Ballgewinne zu erzielen.
Das ist von Seite 24 dieses Threads zitiert, ab Seite 23 wird da recht ausgiebig über Rapps Spielsystem diskutiert, auch im Vergleich zum Vorgänger Ole Werner. Durchaus lesenswerte Einschätzungen.
Im Ergebnis ist das wohl die Hoffenheimer-Schule und - ohne Experte zu sein - eine moderne und stark offensiv und spielgestaltend ausgerichtete Spielweise. Das wohl auch bzgl. der Formation flexibel gehandhabt werden kann. Das wird von einigen Fans als Beliebigkeit ausgelegt. Das er offenkundig ein System hat erkennt man in den PKs an gegnerischen Trainern, die sehr häufig in der Halbzeit umstellen mussten und von einem schwierig zu bespielenden, unangenehmen Gegner gesprochen haben. Also Dilletant ist Rapp nicht, auch wenn das einige Fans gerne mal behaupten. Mal ganz ehrlich, wenn er nix könnte, würden wir uns nicht in der 2. Liga halten können, dafür ist der Wettbewerb zu groß.
Eine andere Frage ist, ob sein System zu Siegen führt, gerade gegen schwächere Gegner, die nicht mitspielen wollen und mauern, ob es defensiv zuviel zulässt oder zu einer attraktiven Spielweise für die Zuschauer führt. Da gab es in der letzten Saison Luft nach oben. Aber das hängt halt auch vom Kader und Verletzungen ab, wo wir letzte Saison ja schon einige Baustellen hatten.
Du hast mir da die Arbeit abgenommen, @Holstein86
. Ich wollte diesen Post auch wieder hochholen. Ich denke auch, dass das, was ich da geschrieben habe, es ganz gut charakterisiert. Bezüglich der Flügelläufe muss ich meinen Post allerdings ein bisschen relativieren. Ja, Rapp will Flügelläufe sehen, aber er hat danach mal gesagt, dass er kein Fan, das bezog sich dann sicherlich auf Fabi Reese, von diesen halbhohen und gechippten Flanken ist. Er sagte da, dass er es lieber sieht, dass von Aussen in den Strafraum gezogen und dann der Abschluss gesucht wird. Dieses ewige Reingeflanke, man könnte fast schon ohne Sinn und Verstand sagen, von Aussen will er im Prinzip also gar nicht sehen. Die Verpflichtung von Obuz sollte hier Abbitte schaffen. Das hat leider nicht wie gewünscht geklappt. Mit Shuto Machino starten wir hier, so denke ich, einen neuen Anlauf. Er ist ja kein reiner Neuner, der nur im Strafraum lauert, sondern bespielt auch gerne die Halbräume und zieht mit viel Tempo in den Strafraum, um den Abschluss zu suchen. Den Rest ergänzt du sehr gut. Die Fragen, die du zum Schluss stellst, sind sicherlich berechtigt. Bei Gelegenheit werde ich mich mal mit diesen in Form einer Analyse befassen. Ich denke also auch, dass Rapp natürlich ein System hat. Er hat auch eine Spielidee. Viele sagen, dass davon nichts zu sehen ist. Ich sehe das nicht so. Ich habe schon gewisse Muster und Elemente erkannt und auch versucht, diese in meinem Beitrag herauszuarbeiten. Dass es in der Umsetzung (noch) nicht durchschlagend war, liegt vielleicht auch gar nicht mal so am Trainer. Ich denke es liegt am Kader, den er zur Verfügung hatte. Rapp hatte eigentlich nie das Spielermaterial für seinen Fussball. Es fehlten die Schienenspieler. Im 3-5-2 sind diese das A und O. Da braucht es eigentlich echte Spezialisten. Mit Hybriden kommt man da normalerweise nicht weit, obwohl Reese es, nach einer gewissen Zeit, wirklich gut gemacht hat. Ja, er hatte auch immer seine Ballverluste in der Vorwärtsbewegung, die auch zu Gegentoren geführt haben, aber er hat die Position, dafür, dass er kein gelernter Schienenspieler ist, eigentlich gut ausgefült. Es fehlte das Tempo und unser Kader hatte massive Probleme mit der Altersstruktur. Es war ein alter und verletzungsanfälliger Kader. Wie soll da aktiver und schneller Fussball gespielt werden? Das geht doch gar nicht. Das ist so, als ob man einem 75 jährigen Opa sagt, dass er doch bitte mal zu laufen anfangen würde. Da gibt es dann irgendwann physische Grenzen. So war es auch bei unserem Kader. Ballgeschiebe, kein Freilaufen und kaum Bewegung prägten unser Spiel. Das wird jetzt geändert. Jetzt bekommt er junge Spieler, die ein gewisses Tempo und eine Perspektive haben. Aus diesem Kader muss er jetzt was machen. Dann können wir Rapp viel besser beurteilen.
Ein anderer, durchaus zentraler Punkt, den ich ergänzen möchte, ist der, der taktischen Flexiblität. Ich habe den Punkt aufgegriffen. Wir müssen ihn allerdings auch auf die Spieler ausweiten und nicht nur auf die Systemfrage. Er bevorzugt den hybriden Spieler. Ich habe das Gefühl, dass er nicht so Spezialisten bevorzugt, sondern Spieler, die auch mal positionsfremd eingesetzt werden und sich in ihre Aufgaben dann hineinarbeiten. Ich habe das Gefühl, dass er der Auffassung ist, dass ein Fussballprofi das leisten können muss. Viele stossen sich daran und sagen, dass er würfelt bei der Aufstellung. Ich denke, wie gesagt, dass das ein Teil seiner Auffassung ist. Übrigens fliessen bei der Aufstellung eines Spielers aus Sicht des jeweiligen Trainers verschiedene Kriterien mit ein. Es ist nicht nur die Stammposition. Auch andere Kriterien spielen da eine Rolle. Das sind Kriterien, die wir als Fans oftmals gar nicht sehen, bzw. sie nicht an sie denken. Wer Interesse an diesen Kriterien und Aufgaben der Spieler auf den verschienen Positionen hat, wird hier fündig. Es ist ganz interessant. Das sind von mir noch zwei ergänzende Punkte. Den Rest kann man, denke ich, durchaus so stehenlassen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von henry78 am 01.07.2023 um 17:33 Uhr bearbeitet
03.07.2023 - 11:16 Uhr
Heute in der KN:
"Chance" Simakala: "Hauptgrund für den Wechsel zu Holstein Kiel war Marcel Rapp"
Interessante Aussage über unseren Trainer. Simakala findet Rapp und seine Spielidee gut und ist gerade deswegen zu unserem Verein gekommen.
Wollte es mal reingeworfen haben, da nach gerade mal einer Woche Training bei 10 Neuzugängen und einem Testspiel, das "nur" 1:0 gewonnen wurde und eine Halbzeit lang etwas zäh lief, schon gleich wieder der Trainer in die Diskussion genommen und in Frage gestellt wird. Ich persönlich würde mir wünschen, dass man Trainer und Mannschaft einfach mal in Ruhe die Vorbereitung und das Trainingslager machen lässt, bevor man voreilig verfrühte Vergleiche mit der vorherigen Saison macht, die zu diesem Zeitpunkt einfach hart unseriös und unfair sind. Bei einigen bekommt man fast das Gefühl, dass die auch den Apfelkuchen des Ehepartners benoten würden, noch bevor er in den Ofen geschoben wurde. Der Teig schmecke ja komisch, und mit Hefeteig kann das ja nichts werden, da sind schon die ganz Großen dran gescheitert.
Rapp wird diese Saison nach der guten Transferperiode eh liefern müssen, auch wenn Stöver das nicht so in der Öffentlichkeit sagt wie es zwischenzeitlich in Fankreisen behauptet wurde, intern wird man sich die Performance genau anschauen. Der Kaderumbruch und Strategiewechsel sind ein deutliches Zeichen, dass man intern nicht mit der Gesamtsituation in den letzten zwei Jahren zufrieden war.
Deswegen würde ich Rapp und Mannschaft einfach mal in Ruhe trainieren lassen und denen die faire Chance geben, es diese Saison besser zu machen. Immerhin ist das alte Personal, dass sich Rapp nicht "ausgesucht" hat, jetzt weg und alle Neuzugänge haben sich bewusst für Rapp und sein System entschieden, siehe Simakala.
Das wir bei Holstein Testspiele überbewerten, scheint sich ja in unseren Fankreisen als unsägliche Tradition zu etablieren. Ich erinnere an die wochenlangen Diskussionen, als man letzte Saison ein Testspiel, wo es um die goldene Ananas ging, gegen Braunschweig 7:0 verloren hat. Wir seien nicht wettbewerbsfähig gegen einen Aufsteiger, der Verein werde untergehen etc. Es gab tatsächlich Rapp-Raus Forderungen nach einem verlorenen Freundschaftsspiel (!). In den Pflichtspielen haben wir dann gleich zweimal gegen Braunschweig gewonnen, Hinrunde 3:0 und Rückrunde 3:2 und volle 6 Punkte geholt. Soviel zu der Aussagekraft von Testspielen. Ja, da testet man. Und ja, da wird, wie in Flensburg, schonmal in der Halbzeit die komplette Mannschaft auf dem Feld getauscht, damit alle Spielpraxis bekommen.
Dazu kommt, das wir gar nicht wissen, wie stark in den Tagen vor der Begegnung die jeweiligen Mannschaften trainiert haben. Skrzybski u.a. fehlten laut Ticker wegen Belastungssteuerung, das kann ein Hinweis für intensives Training sein. Dass die eigene Mannschaft auch aufgrund dessen weniger spritzig auf dem Feld agieren kann als ein Regionalligist, der unter Umständen direkt vor der Begegnung weniger trainiert hat und das Spiel als Mini-Highlight gegen einen überklassigen Gegner voller Elan angeht, liegt in der Natur der Sache. Genau wegen solchen Umständen sollte man sich mit - ernsthaft gezogenen - Vergleichen mit Pflichtspielen der Vorsaison fairerweise zurückhalten. Nichts gegen Diskussionen von Testspielen, aber bitte die Kirche im Dorf lassen.
"Chance" Simakala: "Hauptgrund für den Wechsel zu Holstein Kiel war Marcel Rapp"
Zitat von KN
Einer der Hauptgründe für den Wechsel an die Förde war für Simakala aber der Coach der Störche, Marcel Rapp. Bereits bei der offiziellen Verkündung des Transfers hatte „Chance“ erklärt, dass er dessen Spielidee „mit Leben füllen möchte“. Der Trainer habe bei der Entscheidung, nach Kiel zu wechseln, mindestens 50 Prozent ausgemacht. „Er ist ein Trainer, der die Spieler kicken lassen möchte, und ich bin ein Spieler, der kicken möchte. Ich kann mich voll damit identifizieren“, sagt Simakala. Der 26-Jährige gilt auf dem Feld durchaus als ein Freigeist, der mit Spielwitz und Kreativität überzeugt. Nicht erst mit dem erfolgreichen Saisonendspurt wurde das Interesse anderer Vereine geweckt, von deren Werben ließ sich Simakala aber nicht ablenken.
Einer der Hauptgründe für den Wechsel an die Förde war für Simakala aber der Coach der Störche, Marcel Rapp. Bereits bei der offiziellen Verkündung des Transfers hatte „Chance“ erklärt, dass er dessen Spielidee „mit Leben füllen möchte“. Der Trainer habe bei der Entscheidung, nach Kiel zu wechseln, mindestens 50 Prozent ausgemacht. „Er ist ein Trainer, der die Spieler kicken lassen möchte, und ich bin ein Spieler, der kicken möchte. Ich kann mich voll damit identifizieren“, sagt Simakala. Der 26-Jährige gilt auf dem Feld durchaus als ein Freigeist, der mit Spielwitz und Kreativität überzeugt. Nicht erst mit dem erfolgreichen Saisonendspurt wurde das Interesse anderer Vereine geweckt, von deren Werben ließ sich Simakala aber nicht ablenken.
Interessante Aussage über unseren Trainer. Simakala findet Rapp und seine Spielidee gut und ist gerade deswegen zu unserem Verein gekommen.
Wollte es mal reingeworfen haben, da nach gerade mal einer Woche Training bei 10 Neuzugängen und einem Testspiel, das "nur" 1:0 gewonnen wurde und eine Halbzeit lang etwas zäh lief, schon gleich wieder der Trainer in die Diskussion genommen und in Frage gestellt wird. Ich persönlich würde mir wünschen, dass man Trainer und Mannschaft einfach mal in Ruhe die Vorbereitung und das Trainingslager machen lässt, bevor man voreilig verfrühte Vergleiche mit der vorherigen Saison macht, die zu diesem Zeitpunkt einfach hart unseriös und unfair sind. Bei einigen bekommt man fast das Gefühl, dass die auch den Apfelkuchen des Ehepartners benoten würden, noch bevor er in den Ofen geschoben wurde. Der Teig schmecke ja komisch, und mit Hefeteig kann das ja nichts werden, da sind schon die ganz Großen dran gescheitert.
Rapp wird diese Saison nach der guten Transferperiode eh liefern müssen, auch wenn Stöver das nicht so in der Öffentlichkeit sagt wie es zwischenzeitlich in Fankreisen behauptet wurde, intern wird man sich die Performance genau anschauen. Der Kaderumbruch und Strategiewechsel sind ein deutliches Zeichen, dass man intern nicht mit der Gesamtsituation in den letzten zwei Jahren zufrieden war.
Deswegen würde ich Rapp und Mannschaft einfach mal in Ruhe trainieren lassen und denen die faire Chance geben, es diese Saison besser zu machen. Immerhin ist das alte Personal, dass sich Rapp nicht "ausgesucht" hat, jetzt weg und alle Neuzugänge haben sich bewusst für Rapp und sein System entschieden, siehe Simakala.
Das wir bei Holstein Testspiele überbewerten, scheint sich ja in unseren Fankreisen als unsägliche Tradition zu etablieren. Ich erinnere an die wochenlangen Diskussionen, als man letzte Saison ein Testspiel, wo es um die goldene Ananas ging, gegen Braunschweig 7:0 verloren hat. Wir seien nicht wettbewerbsfähig gegen einen Aufsteiger, der Verein werde untergehen etc. Es gab tatsächlich Rapp-Raus Forderungen nach einem verlorenen Freundschaftsspiel (!). In den Pflichtspielen haben wir dann gleich zweimal gegen Braunschweig gewonnen, Hinrunde 3:0 und Rückrunde 3:2 und volle 6 Punkte geholt. Soviel zu der Aussagekraft von Testspielen. Ja, da testet man. Und ja, da wird, wie in Flensburg, schonmal in der Halbzeit die komplette Mannschaft auf dem Feld getauscht, damit alle Spielpraxis bekommen.
Dazu kommt, das wir gar nicht wissen, wie stark in den Tagen vor der Begegnung die jeweiligen Mannschaften trainiert haben. Skrzybski u.a. fehlten laut Ticker wegen Belastungssteuerung, das kann ein Hinweis für intensives Training sein. Dass die eigene Mannschaft auch aufgrund dessen weniger spritzig auf dem Feld agieren kann als ein Regionalligist, der unter Umständen direkt vor der Begegnung weniger trainiert hat und das Spiel als Mini-Highlight gegen einen überklassigen Gegner voller Elan angeht, liegt in der Natur der Sache. Genau wegen solchen Umständen sollte man sich mit - ernsthaft gezogenen - Vergleichen mit Pflichtspielen der Vorsaison fairerweise zurückhalten. Nichts gegen Diskussionen von Testspielen, aber bitte die Kirche im Dorf lassen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Holstein86 am 03.07.2023 um 11:32 Uhr bearbeitet
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