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Lars Windhorst

28.11.2019 - 23:49 Uhr
Lars Windhorst |#41
09.01.2020 - 17:25 Uhr
Zitat von Dicksen_Paule
Zitat von Delta38

Was in der tollen Diskussion meist übersehen wird: wirtschaftlicher Erfolg ist die Grundlage für nachhaltigen sportlichen Erfolg und Existenzsicherung - nicht umgekehrt.
Einnahmensteigerung durch sportlichen Erfolg schaffen zu wollen ist eines der großen Märchen des Fußballs. Wenn sich ein Klub verbessert, muss sich in der Endabrechnung (sprich der Tabelle) auch einer verschlechtern. Um diese Diskrepanz (in finanzieller Hinsicht) dauerhaft aufrecht erhalten zu können - und Geld verspricht nunmal häufig Erfolg - sind Investitionen nötig, die jene Einnahmen durch sportlichen Erfolg deutlich übersteigen.
Schneller sportlicher Erfolg wird keine Grundlage für langfristig gesunde Finanzen sein, genau das Gegenteil ist der Fall.


Naja, das ist so ein bisschenn das alte Huhn-oder-Ei Spielchen.
Ohne sportlichen Erfolg wirst du keinen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg haben und ohne wirtschaftlichen keinen langfristigen sportlichen.
Allerdings ist der sportliche die Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen. Wodurch willst du denn deine Einnahmen sonst steigern?
Ein Zweit- oder Drittligist wird dauerhaft nicht in der Lage sein Millionengewinne zu erwirtschaften und ein mittelmäßiger Bundesliga-Club wird nicht jährlich hohe Millionengewinne erzielen.
Dass man sicher mal - so wie wir jetzt - eine finanzielle Starthilfe braucht, um beide Ziele zu realisieren, ist natürlich nicht falsch. Aber das verbuche ich nicht als wirtschaftlichen Erfolg.
Von mir aus kann man sagen Investitionen sind Grundlage für sportliche Entwicklung/Erfolge und diese führen (unter Umständen) zu langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.


Es gibt da mehrere Möglichkeiten: Mobilisierung und Nutzung der eigenen Marke in den Bereichen Licensing, Merchandising, Sponsoring, Werbung, medialer Verwertung, Ticketing, Hospitality, Spielervermarktung und Spielertransfers. Das erfordert allerdings Geduld und Expertise.
Ich streite keinesfalls ab, dass man bspw. durch das Erreichen der CL und der daraus resultierenden Einnahmen über sportlichen Erfolg auch wirtschaftlichen Erfolg erlangen kann. Dies ist aber eben ein hohes Risiko, da eben die sportliche Lage jedes Jahr neu bewertet wird. Die sportlich erfolgreichen Vereine ruhen sich ja auch nicht auf ihrem Erfolg aus, sondern vermarkten ihre Klubs gezielt in China oder den VAE.
Kurzfristige Entwicklungssprünge (wirtschaftlicher Art) lassen sich aber natürlich durch sportlichen Erfolg (bspw. CL Qualifikation) verbuchen.
Es geht aber auch ohne. Das ist nur viel mühsamer.
Lars Windhorst |#42
09.01.2020 - 17:25 Uhr
Zitat von rossini
Mensch Price,
warum sollte ich Angst oder Schrecken verspüren? Das ist doch billiger Nonsens. Ich bin Berliner. Und zwar geborener... ich würde mich freuen, wenn Hertha erfolgreicher ist als der Klub es derzeit ist.

Und ich nehme mir einfach auch heraus, diese ja für Hertha auch neue Situation diskutieren zu wollen - gerne mit Euch.

Und manchmal erstaunt mich die Hybris: nüscht erreicht, aber Angst und Schrecken verbreiten wollen. Ein anderer will Torunarigha für nicht unter 50 Millionen verkaufen und lauter solche Sachen. Mag ja sein, dass der eine oder andere das schon lange so macht... realistisch wird es deswegen aber noch lange nicht.

Ich werfe Euch den geringen Etat auch nicht vor... üblicherweise ist er geringer, wenn man junge Spieler nicht aus dem obersten Regal im Kader hat. Und auch das meine ich nicht negativ. Das gleiche trifft auf Borussia Mönchengladbach doch auch zu - nur momentan durch viele richtige Entscheidungen erfolgreicher als die Hertha.

Bisher geht doch die Hertha trotz "Neureichtums" auch faktisch den richtigen Weg... der Neuzugang aus Stuttgart ist richtig talentiert und falls jemand die Leistung aus ihm herauskitzelt auch ein guter Griff - und trotzdem sprengt er weder das Gehaltsgefüge noch die Team-Hygiene.

Einzig das Klinsmann-sche Gerede steht dem bisher entgegen - und der bei einigen Herthanern verbreitete Irrglaube, doch noch ganz dicht dran zu sein an Platz 4. Denn wenn man seine eigenen Mythen beginnt zu glauben, dann werden leicht falsche Erwartungen geweckt. Bei uns im Forum rotiert übrigens der eine oder andere um irgendwelche Winter-Neuzugänge, damit man eine mögliche Meisterschaft nicht leichtfertig aufs Spiel setzt... da fasse ich mir auch an den Kopp - soll aber unser Thema nicht sein.

Ich denke eben nicht, dass die Erwartung - toll einmal groß investieren - auf Platz vier rotieren, Erfolg manifestieren für Hertha umsetzbar ist. Natürlich ist das nur meine bescheidene Meinung und ich bin sehr daran interessiert, Eure Meinungen dazu zu lesen. Ich erwarte auch gar nicht, irgendeinen Beweis zu führen oder vorgelegt zu bekommen. Wir können alle nicht in die Zukunft schauen. Ich will weder stänkern noch "durchschaubar" gegen irgendwas schießen.

Mich würde ja schon interessieren, wie genau man zwei oder drei Unterschieds-Spieler auf CL-Niveau gehaltstechnisch und deren Spielerberater bezahlen will - denn zumindest die Gehaltskosten fallen ja jährlich an und man darf auch davon ausgehen, dass steigende Kosten jedes Jahr für Spielerberater anfallen werden. Geht das nicht nur bei sich sofort einstellenden Erfolg? Und was wären die Konsequenzen, wenn man nicht sofort Erfolg hat?

Tatsächlich glaube ich ja, dass sehr vieles mit dem neuen Trainer ab der kommenden Saison steht oder fällt. Gehört ja hier auch nicht so richtig hin. Aber eines ist für mich glasklar. LW hat keineswegs vor, langjähriger Mäzen der Hertha zu sein und er ist in der Vergangenheit nicht besonders fussball-affin aufgetreten. Er will schnellstmöglich Erfolg und verkauft seine Anteile, sobald sie im Wert gut gestiegen sind. Das werden auf jeden Fall zwei, drei spannende Jahre.


Mal kurz auf den Punkt gebracht, weil das Thema langsam wirklich langweilt: Windhorst sieht seine Investition als eine Art Anschubfinanzierung mit der der Verein das Potential eines Hauptstadtclubs irgendwann ausnutzen soll.

Die Idee an sich ist doch nicht verwerflich. Dass man hier schon Top4 und die CL in den Mund nimmt hat für mich ausschließlich strategische Absichten. Friedrich sprach ja von "größenwahnsinnigen Zielen". Hertha stand nämlich die letzten Jahre mit der eher demütigen Haltung auf der Stelle. Jetzt schauen wir mal wo dieser Weg hinführt.

Zu LW Absichten: Natürlich ist er auf eine möglichst schnelle Gewinnmaximierung aus. Aber er ist ja auch nicht dumm. Er weiß dass es mehr benötigt als einfach nur 4-5 Spieler auf CL-Format. Sponsoring, Vermarktung, Transferstrategie ... alles Felder in denen wir sehr viel Potential nach oben haben. Diese "low-hanging-fruits" möchte er angehen.

Um dieses Projekt aber auf internationaler Ebene voranzutreiben muss man eben auch eine gewisse Lautstärke anstreben. In Deutschland ist das dann oftmals dem Größenwahn gleichgesetzt aber es gibt durchaus auch Länder, die diese Ambitionen respektieren und schätzen. Ziel wird sein, dass man so unzufriedene Spieler von CL-Clubs für sich überzeugen kann. Alles natürlich im Rahmen der etatmäßigen Möglichkeiten.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass mit Preetz und Schiller weiterhin zwei Leute in machtpositionen sind, die durchaus wissen, das das Geld nicht vom Himmel fällt. Hier wird man weiterhin auf seriöse Strategien setzen, um das Geld klug zu investieren.

Genau deshalb sind ja auch nicht alle hier Befürworter von Transfers wie Xhaka, Götze, Draxler und Co. Im Gegenteil. Klar sind auch viele auf den entstandenen Hype aufgesprungen und haben sich durch diese Namen mitreißen lassen. Aber ich finde am Ende kehrte auch hier im Forum wieder eine recht realistische Grundhaltung ein. Ein paar Ausrutscher wird es immer geben, die denken, dass LW hier zum Mäzen wird - lass ihnen doch den Spaß.

LW spekuliert natürlich auch, dass 50+1 irgendwann fällt, was ja nicht unrealistisch ist. Dann den Club "in shape" zu haben, um perfekt vorbereitet auf einen Verkauf seiner Anteile zu sein, wird das Ziel sein. Wir werden sehen was mit dem Geld passiert von dem ja immer noch nichts investiert wurde. Und genau das vergisst du imho immer wieder.
Lars Windhorst |#43
09.01.2020 - 17:37 Uhr
Zitat von Schmuddelmike
Soweit ich das in den letzten Wochen verstanden habe, handelt es sich eben nicht um eine kurzfristige Investition, wie es zb. bei KKR der Fall war, sonder der Plan ist langfristig angelegt. Was bringt es denn der Hertha jetzt Anteile zu verkaufen wenn man die gewonnenen finanziellen Mittel in 2-3 Jahren wieder abgeben muss? Ich denke so schlau wird man schon gewesen sein.


2-3 Jahre ist sicherlich zu kurz gefasst, Windhorst hat gesagt er sieht da einen Zeitraum um die 10 Jahre als realistisch an, wollte sich aber nicht festlegen.
Allerdings werden wir die Anteile so oder so nicht zurück erwerben, dafür haben wir garnicht die Mittel.
Das Ziel ist es die Aktien am Tag X gewinnbringend jemand dritten zu verkaufen.

•     •     •

Personal Stats

Besuchte Pflichtspiele von Hertha BSC: 375
Meiste Einsätze: 1. Lustenberger (207), 2. Pekarik (139), 3. Kraft (138)
Meiste Tore: 1. Ramos (42), 2. Ibisevic (32), 3. Kalou (29)
Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12
Lars Windhorst |#44
09.01.2020 - 17:49 Uhr
Zitat von Delta38
Zitat von Dicksen_Paule

Zitat von Delta38

Was in der tollen Diskussion meist übersehen wird: wirtschaftlicher Erfolg ist die Grundlage für nachhaltigen sportlichen Erfolg und Existenzsicherung - nicht umgekehrt.
Einnahmensteigerung durch sportlichen Erfolg schaffen zu wollen ist eines der großen Märchen des Fußballs. Wenn sich ein Klub verbessert, muss sich in der Endabrechnung (sprich der Tabelle) auch einer verschlechtern. Um diese Diskrepanz (in finanzieller Hinsicht) dauerhaft aufrecht erhalten zu können - und Geld verspricht nunmal häufig Erfolg - sind Investitionen nötig, die jene Einnahmen durch sportlichen Erfolg deutlich übersteigen.
Schneller sportlicher Erfolg wird keine Grundlage für langfristig gesunde Finanzen sein, genau das Gegenteil ist der Fall.


Naja, das ist so ein bisschenn das alte Huhn-oder-Ei Spielchen.
Ohne sportlichen Erfolg wirst du keinen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg haben und ohne wirtschaftlichen keinen langfristigen sportlichen.
Allerdings ist der sportliche die Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen. Wodurch willst du denn deine Einnahmen sonst steigern?
Ein Zweit- oder Drittligist wird dauerhaft nicht in der Lage sein Millionengewinne zu erwirtschaften und ein mittelmäßiger Bundesliga-Club wird nicht jährlich hohe Millionengewinne erzielen.
Dass man sicher mal - so wie wir jetzt - eine finanzielle Starthilfe braucht, um beide Ziele zu realisieren, ist natürlich nicht falsch. Aber das verbuche ich nicht als wirtschaftlichen Erfolg.
Von mir aus kann man sagen Investitionen sind Grundlage für sportliche Entwicklung/Erfolge und diese führen (unter Umständen) zu langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.


Es gibt da mehrere Möglichkeiten: Mobilisierung und Nutzung der eigenen Marke in den Bereichen Licensing, Merchandising, Sponsoring, Werbung, medialer Verwertung, Ticketing, Hospitality, Spielervermarktung und Spielertransfers. Das erfordert allerdings Geduld und Expertise.
Ich streite keinesfalls ab, dass man bspw. durch das Erreichen der CL und der daraus resultierenden Einnahmen über sportlichen Erfolg auch wirtschaftlichen Erfolg erlangen kann. Dies ist aber eben ein hohes Risiko, da eben die sportliche Lage jedes Jahr neu bewertet wird. Die sportlich erfolgreichen Vereine ruhen sich ja auch nicht auf ihrem Erfolg aus, sondern vermarkten ihre Klubs gezielt in China oder den VAE.
Kurzfristige Entwicklungssprünge (wirtschaftlicher Art) lassen sich aber natürlich durch sportlichen Erfolg (bspw. CL Qualifikation) verbuchen.
Es geht aber auch ohne. Das ist nur viel mühsamer.


Ich verstehe schon was du meinst, aber all diese Felder wirst du ohne sportlichen Erfolg nur bis zu einem gewissen Grad optimieren können.

Nicht umsonst spielen die Big Shots mit den Gedanken einer europäischen Super League oder festen Champions League Startplätzen für sich selbst.
Weil auch sie wissen, dass bei längeren ausbleibenden Erfolgen die Einnahmen schnell sinken.
Spieler werden zu geringeren Ablösen gehandelt, Merchandise- und Sponsoringeinnahmen werden rückläufig, TV-Gelder fallen weg und die Vermarktung im Ausland fällt zunehmend schwerer.
Dementsprechend wollen sie sich wirtschaftlich absichern, in dem sie Voraussetzungen schaffen, die das sportliche Erfolgsrisiko minimieren.

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Personal Stats

Besuchte Pflichtspiele von Hertha BSC: 375
Meiste Einsätze: 1. Lustenberger (207), 2. Pekarik (139), 3. Kraft (138)
Meiste Tore: 1. Ramos (42), 2. Ibisevic (32), 3. Kalou (29)
Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12
Lars Windhorst |#45
10.01.2020 - 00:41 Uhr
Zitat von Price
Mal kurz auf den Punkt gebracht, weil das Thema langsam wirklich langweilt: Windhorst sieht seine Investition als eine Art Anschubfinanzierung mit der der Verein das Potential eines Hauptstadtclubs irgendwann ausnutzen soll.

Die Idee an sich ist doch nicht verwerflich. Dass man hier schon Top4 und die CL in den Mund nimmt hat für mich ausschließlich strategische Absichten. Friedrich sprach ja von "größenwahnsinnigen Zielen". Hertha stand nämlich die letzten Jahre mit der eher demütigen Haltung auf der Stelle. Jetzt schauen wir mal wo dieser Weg hinführt.

Zu LW Absichten: Natürlich ist er auf eine möglichst schnelle Gewinnmaximierung aus. Aber er ist ja auch nicht dumm. Er weiß dass es mehr benötigt als einfach nur 4-5 Spieler auf CL-Format. Sponsoring, Vermarktung, Transferstrategie ... alles Felder in denen wir sehr viel Potential nach oben haben. Diese "low-hanging-fruits" möchte er angehen.

Um dieses Projekt aber auf internationaler Ebene voranzutreiben muss man eben auch eine gewisse Lautstärke anstreben. In Deutschland ist das dann oftmals dem Größenwahn gleichgesetzt aber es gibt durchaus auch Länder, die diese Ambitionen respektieren und schätzen. Ziel wird sein, dass man so unzufriedene Spieler von CL-Clubs für sich überzeugen kann. Alles natürlich im Rahmen der etatmäßigen Möglichkeiten.

Man darf ja auch nicht vergessen, dass mit Preetz und Schiller weiterhin zwei Leute in machtpositionen sind, die durchaus wissen, das das Geld nicht vom Himmel fällt. Hier wird man weiterhin auf seriöse Strategien setzen, um das Geld klug zu investieren.

Genau deshalb sind ja auch nicht alle hier Befürworter von Transfers wie Xhaka, Götze, Draxler und Co. Im Gegenteil. Klar sind auch viele auf den entstandenen Hype aufgesprungen und haben sich durch diese Namen mitreißen lassen. Aber ich finde am Ende kehrte auch hier im Forum wieder eine recht realistische Grundhaltung ein. Ein paar Ausrutscher wird es immer geben, die denken, dass LW hier zum Mäzen wird - lass ihnen doch den Spaß.

LW spekuliert natürlich auch, dass 50+1 irgendwann fällt, was ja nicht unrealistisch ist. Dann den Club "in shape" zu haben, um perfekt vorbereitet auf einen Verkauf seiner Anteile zu sein, wird das Ziel sein. Wir werden sehen was mit dem Geld passiert von dem ja immer noch nichts investiert wurde. Und genau das vergisst du imho immer wieder.


Das mit der Langeweile sehe ich naturgegeben anders... Danke für Deine offenen Ansichten.
Ich stimme Dir zu, dass LW sich vorstellt, eine Anschubfinanzierung könnte den Club besser aufstellen und ich bin sogar sehr sicher, dass er auf den Fall von 50+1 spekuliert bzw. darauf, dass ein besser aufgestellter Club beim Verkauf an einen neuen Investor einen satten Gewinn abwirft. Das wär okay für LW. Ist denn irgend etwas darüber bekannt, ob es Schutzklauseln für den Weiterverkauf seiner Anteile gibt, d.h. hat der Verein ein Veto-Recht, bevor LW seine Anteile an jemanden verkaufen darf? Das wär okay für den Verein.

Und ich werte Vieles beim Klinsmann-Sprech als Marketing-Aussagen, die quasi ein anderes Image aufbauen sollen, das im allerbesten Fall dann wahr wird bzw. sich zumindest besser verkaufen lässt.

Du sprichst ja darüber, dass einiges in Deutschland mit Größenwahn gleichgesetzt wird und das woanders nicht so wäre. Nun... aktuell spielt Hertha BSC ja in der Deutschen 1. Bundesliga... mit genau der Medienlandschaft und genau den Mechanismen des "steilen Aufstiegs, tiefer Fall". Dessen darf man sich auch bewusst sein, das wird ein Klinsi oder ein LW nur in Nuancen ändern - falls überhaupt.

Zu Schiller... ich hab ihn mal persönlich kennengelernt und mich mit ihm im Hertha-Museum ein bisschen unterhalten. Er tut Hertha sehr gut. Bei Preetz bin ich da nicht ganz so sicher. Er wird meiner Meinung nach mittelfristig zur Disposition gestellt werden. Ich kann verstehen, wenn man das anders sieht... nennt es ein Bauchgefühl.

Naja, im Fred geht es ja um LW bzw. Tennor und seine Ambitionen, seine Aktionen und seine Motivation.

Ich hab Hertha im neuen Jahrtausend immer als seriös wirtschaftenden Verein im Blick gehabt, der aus relativ wenig Mitteln viel anstellt, der nun beim Trainer mal daneben gelegen hat und dies rechtzeitig eingesehen hat.

Ich schau einfach gebannt darauf, wohin diese Herthaner Sehnsucht nach Größe mit den nun gewählten Mitteln führt.

Wir werden sehen was mit dem Geld passiert von dem ja immer noch nichts investiert wurde. Und genau das vergisst du imho immer wieder.


Natürlich sind Transferdiskussionen immer von Plänen/Absichten geprägt. Ich hab nicht vergessen, dass Ihr 10-12 Millionen Euro plus Handgeld plus Beraterkohle in die Hand genommen habt in der Winterpause. Durch Duda und andere bisherige Abgänge kommt da ja nicht so wirklich viel Cash rein. Gehört jetzt hier auch nicht her, aber Du wirst mir sicher zustimmen, dass das Interesse an Xhaka ja sehr konkret und ein Angebot über mind. 20 Millionen auf dem Tisch Arsenals lag (mitsamt diversen Einschätzungen im Forum, wieviel man da noch drauflegen könnte). Und wenn man ein solches Angebot macht, liegt das Budget für Transfersummen natürlich frei und ist ggf. auch nur bis in den Sommer verschoben.
Wo Du Recht hast: wir werden das alles sehen. Ich hoffe jedenfalls, dass die Krüge Draxler und Götze an der Hertha vorbei gehen.

Bis dahin versuche ich jetzt mal, LWs Invest als Teil eines langfristig ausgelegten und der Hertha wohlgesonnenen Planes zu sehen (Vorschlag eines mir gerade entfallenen Hertha-Forenteilnehmers). Ich probier's zumindest mal...

•     •     •

Borussia ein Leben lang ++ Im Zeichen der Raute geboren ++ Leidenschaft kommt von Leiden
Lars Windhorst |#46
10.01.2020 - 01:11 Uhr
Zitat von rossini
Wo Du Recht hast: wir werden das alles sehen. Ich hoffe jedenfalls, dass die Krüge Draxler und Götze an der Hertha vorbei gehen.

Bis dahin versuche ich jetzt mal, LWs Invest als Teil eines langfristig ausgelegten und der Hertha wohlgesonnenen Planes zu sehen (Vorschlag eines mir gerade entfallenen Hertha-Forenteilnehmers). Ich probier's zumindest mal...

Das sind doch endlich mal konstruktiv versöhnliche Töne von Dir. Wesentlich erfrischender als diese undifferenzierten oberlehrerhaften von oben herab Einlassungen. Endlich wird von Dir mal anerkannt, dass es hier sehr rational vernünftige Leute gibt, die nicht mit der Sensationspresse gleichzusetzen sind.

Draxler, Götze und co sind aus meiner Sicht nur Presseerzeugnisse, die aus Hertha‘s Sicht maximal als nette Marketingmaßnahmen eingestuft werden können. Keiner von ihnen würde wegen ihres wirtschaftlich-sportlichen Qualitätsverhältnisses ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Ich glaube nicht das einer dieser Namen kommen soll. Stattdessen halte ich Namen wie Tousart, Xhaka und Sanson für die echten Klinsmann/Preetz Kandidaten.
Lars Windhorst |#47
11.01.2020 - 16:08 Uhr
Zitat von creo13435
Zitat von Eifelturm2017

Zitat von Starslayer

Zitat von Dicksen_Paule

https://youtu.be/qLxHu7XJlh8


Thema der Talkrunde ist die (wirtschaftliche) Zukunft der Bundesliga.
Ab Minute 31:00 gibt es einen kleinen Beitrag über Windhorst und seinem Einstieg bei der Hertha, in dem er auch selbst zu Wort kommt.
Der Rest ist aber ebenfalls sehenswert.


Ich hoffe ja immer noch das mal ein Interview mit Hr. Windhorst kommt, in dem er mal etwas detailierter auf das Investment der Tennor Holding eingeht. Hier wird immer gerne so getan als wenn Hr. Windhorst privat ca. 220 Mio. in Hertha BSC investiert hat, aber das ist einfach falsch.

Hr. Windhorst ist "nur" der Eigentümer der Tennor Holding B.V. die nun 49,9 % der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co KGaA hält. Ich finde das nur dahin interessant, weil Hr. Windhorst bei Tennor sicher nicht das alleinige Sagen hat. Da wird es einen Aufsichtsrat geben und noch andere Instanzen die die Entscheidung bei Hertha BSC zu invenstieren mitgetragen haben müssen. In dem kurzen Interview, wenn man es denn so nennen will, sagt er ja schon selbst, dass diese 224 Mio die da nun gezahlt worden, selbst National nicht ausreichen wird, um zum BVB, Bayern, oder RB Leipzig aufzuschliessen. International brauchen wir da erst garnicht zu schauen.

In der Sendung wird nur auf einen Fakt eingegangen der für uns Herthaner in dem Bezug interessant sein dürfte und die Hr. Windhorst wahrscheinlich auch so gesehen haben wird. Nämlich, das in der Bundesliga nach Bayern und dem BVB erstmal nicht viel kommt, nun ist RBL noch dazu gekommen, aber der Rest ist uns so weit nicht vorraus, dass man das mit gutem Investment nicht ausgleichen könnte und die 4. Kraft in Deutschland, hätte immer noch einen regelmäßigen Champions League Platz inne. Ich denke mal das es ihm genau darum gehen wird. Denn Bayern ist uns wirtschaftlich Lichtjahre voraus und auch der BVB dürfte nur schwer einzuholen sein, bei RBL weiß ich es ehrlich gesagt nicht, wie da die Finanzierung läuft, ich gehe aber davon aus, dass Red Bull schon für ein vernünftiges Grundgerüst gesorgt haben wird.

Wie sieht es nun also mit der Bereitschaft aus, mehr, also sehr viel mehr in Hertha BSC zu investieren. Denn die jetzt zur Verfügung stehenden Mittel werden dafür nicht ausreichen, das muss jedem bei Tennor klar sein und darüber ist bisher kaum gesprochen worden. Die Vision eines Big City Club ist ja nett, aber wie will man die erreichen? Sprich was will man sich das kosten lassen, dass Tennor bereit ist mehr zu tun wurde ja schon gesagt, aber nun wird langsam die Frage interessant, wieviel mehr?!


Du hast das schon ganz richtig gesagt. Das Geld kommt von Investoren und nicht von Sponsoren. Investoren erwarten eine regelmäßige Rendite für Ihr Investment. Es muss also auch wieder Geld an die Investoren zurück fließen. 250 Millionen sind eine Einmalzahlung die auch schnell aufgebraucht ist.


Wobei man noch festhalten muss, dass es Tenor viel weniger um Rendite, als um eine größt mögliche Wertsteigerung des Klubs geht.

Wird in dem Interview sehr deutlich; Windhorst nennt als fiktives Beispiel eine vor zehn Jahren in Berlin gekaufte Immobilie deren Wert von einer Million damals, heute zehn Millionen beträgt. Bei der die Mieteinnahmen allerdings eher gering seien.

Im Anschluss sieht man Thomas Steinmann, der es dann auf den Punkt bringt. Sollte Hertha in x Jahren eine Mrd. oder mehr Wert sein, wird man versuchen die Anteile gewinnbringend zu verkaufen.


Ich kann mir schon vorstellen das Hertha in 10 Jahren 1 Millarde Wert sein könnte. Dazu sollte man dann aber auch die nächsten 10 Jahre jedes Jahr 150 Millionen investieren. Dann sollte eine Wertsteigerung gegenüber heute möglich sein.
Lars Windhorst |#48
11.01.2020 - 16:50 Uhr
Zitat von Eifelturm2017

Zitat von creo13435

Zitat von Eifelturm2017

Zitat von Starslayer

Zitat von Dicksen_Paule

https://youtu.be/qLxHu7XJlh8


Thema der Talkrunde ist die (wirtschaftliche) Zukunft der Bundesliga.
Ab Minute 31:00 gibt es einen kleinen Beitrag über Windhorst und seinem Einstieg bei der Hertha, in dem er auch selbst zu Wort kommt.
Der Rest ist aber ebenfalls sehenswert.


Ich hoffe ja immer noch das mal ein Interview mit Hr. Windhorst kommt, in dem er mal etwas detailierter auf das Investment der Tennor Holding eingeht. Hier wird immer gerne so getan als wenn Hr. Windhorst privat ca. 220 Mio. in Hertha BSC investiert hat, aber das ist einfach falsch.

Hr. Windhorst ist "nur" der Eigentümer der Tennor Holding B.V. die nun 49,9 % der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co KGaA hält. Ich finde das nur dahin interessant, weil Hr. Windhorst bei Tennor sicher nicht das alleinige Sagen hat. Da wird es einen Aufsichtsrat geben und noch andere Instanzen die die Entscheidung bei Hertha BSC zu invenstieren mitgetragen haben müssen. In dem kurzen Interview, wenn man es denn so nennen will, sagt er ja schon selbst, dass diese 224 Mio die da nun gezahlt worden, selbst National nicht ausreichen wird, um zum BVB, Bayern, oder RB Leipzig aufzuschliessen. International brauchen wir da erst garnicht zu schauen.

In der Sendung wird nur auf einen Fakt eingegangen der für uns Herthaner in dem Bezug interessant sein dürfte und die Hr. Windhorst wahrscheinlich auch so gesehen haben wird. Nämlich, das in der Bundesliga nach Bayern und dem BVB erstmal nicht viel kommt, nun ist RBL noch dazu gekommen, aber der Rest ist uns so weit nicht vorraus, dass man das mit gutem Investment nicht ausgleichen könnte und die 4. Kraft in Deutschland, hätte immer noch einen regelmäßigen Champions League Platz inne. Ich denke mal das es ihm genau darum gehen wird. Denn Bayern ist uns wirtschaftlich Lichtjahre voraus und auch der BVB dürfte nur schwer einzuholen sein, bei RBL weiß ich es ehrlich gesagt nicht, wie da die Finanzierung läuft, ich gehe aber davon aus, dass Red Bull schon für ein vernünftiges Grundgerüst gesorgt haben wird.

Wie sieht es nun also mit der Bereitschaft aus, mehr, also sehr viel mehr in Hertha BSC zu investieren. Denn die jetzt zur Verfügung stehenden Mittel werden dafür nicht ausreichen, das muss jedem bei Tennor klar sein und darüber ist bisher kaum gesprochen worden. Die Vision eines Big City Club ist ja nett, aber wie will man die erreichen? Sprich was will man sich das kosten lassen, dass Tennor bereit ist mehr zu tun wurde ja schon gesagt, aber nun wird langsam die Frage interessant, wieviel mehr?!


Du hast das schon ganz richtig gesagt. Das Geld kommt von Investoren und nicht von Sponsoren. Investoren erwarten eine regelmäßige Rendite für Ihr Investment. Es muss also auch wieder Geld an die Investoren zurück fließen. 250 Millionen sind eine Einmalzahlung die auch schnell aufgebraucht ist.


Wobei man noch festhalten muss, dass es Tenor viel weniger um Rendite, als um eine größt mögliche Wertsteigerung des Klubs geht.

Wird in dem Interview sehr deutlich; Windhorst nennt als fiktives Beispiel eine vor zehn Jahren in Berlin gekaufte Immobilie deren Wert von einer Million damals, heute zehn Millionen beträgt. Bei der die Mieteinnahmen allerdings eher gering seien.

Im Anschluss sieht man Thomas Steinmann, der es dann auf den Punkt bringt. Sollte Hertha in x Jahren eine Mrd. oder mehr Wert sein, wird man versuchen die Anteile gewinnbringend zu verkaufen.


Ich kann mir schon vorstellen das Hertha in 10 Jahren 1 Millarde Wert sein könnte. Dazu sollte man dann aber auch die nächsten 10 Jahre jedes Jahr 150 Millionen investieren. Dann sollte eine Wertsteigerung gegenüber heute möglich sein.


???
Hertha hat per Einlage von 224 mio für 49,9% der Anteile einen Wert von rund 449 mio.
Du willst dann 10 Jahre lang je 150 mio investieren, damit der Unternehmenswert bei 1 Mrd liegt?
Also + 1,5 Mrd in ein Unternehmen im Wert von 450 mio investieren, nur um dann die Hälfte von dem wert zu sein, was reingesteckt wurde? oops
So gesehen wäre das nur eine gigantische Geldvernichtung.... silent

Ich würde da eher auf eine schrittweise sportliche Verbesserung, wachsenden Umsatz, und ganz wichtig, einen Stadionneubau (Erlösoptimierung & EK-Aufbau) setzen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Landauer am 11.01.2020 um 16:53 Uhr bearbeitet
Lars Windhorst |#49
11.01.2020 - 17:00 Uhr
Zitat von Landauer
Zitat von Eifelturm2017

Zitat von creo13435

Zitat von Eifelturm2017

Zitat von Starslayer

Zitat von Dicksen_Paule

https://youtu.be/qLxHu7XJlh8


Thema der Talkrunde ist die (wirtschaftliche) Zukunft der Bundesliga.
Ab Minute 31:00 gibt es einen kleinen Beitrag über Windhorst und seinem Einstieg bei der Hertha, in dem er auch selbst zu Wort kommt.
Der Rest ist aber ebenfalls sehenswert.


Ich hoffe ja immer noch das mal ein Interview mit Hr. Windhorst kommt, in dem er mal etwas detailierter auf das Investment der Tennor Holding eingeht. Hier wird immer gerne so getan als wenn Hr. Windhorst privat ca. 220 Mio. in Hertha BSC investiert hat, aber das ist einfach falsch.

Hr. Windhorst ist "nur" der Eigentümer der Tennor Holding B.V. die nun 49,9 % der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co KGaA hält. Ich finde das nur dahin interessant, weil Hr. Windhorst bei Tennor sicher nicht das alleinige Sagen hat. Da wird es einen Aufsichtsrat geben und noch andere Instanzen die die Entscheidung bei Hertha BSC zu invenstieren mitgetragen haben müssen. In dem kurzen Interview, wenn man es denn so nennen will, sagt er ja schon selbst, dass diese 224 Mio die da nun gezahlt worden, selbst National nicht ausreichen wird, um zum BVB, Bayern, oder RB Leipzig aufzuschliessen. International brauchen wir da erst garnicht zu schauen.

In der Sendung wird nur auf einen Fakt eingegangen der für uns Herthaner in dem Bezug interessant sein dürfte und die Hr. Windhorst wahrscheinlich auch so gesehen haben wird. Nämlich, das in der Bundesliga nach Bayern und dem BVB erstmal nicht viel kommt, nun ist RBL noch dazu gekommen, aber der Rest ist uns so weit nicht vorraus, dass man das mit gutem Investment nicht ausgleichen könnte und die 4. Kraft in Deutschland, hätte immer noch einen regelmäßigen Champions League Platz inne. Ich denke mal das es ihm genau darum gehen wird. Denn Bayern ist uns wirtschaftlich Lichtjahre voraus und auch der BVB dürfte nur schwer einzuholen sein, bei RBL weiß ich es ehrlich gesagt nicht, wie da die Finanzierung läuft, ich gehe aber davon aus, dass Red Bull schon für ein vernünftiges Grundgerüst gesorgt haben wird.

Wie sieht es nun also mit der Bereitschaft aus, mehr, also sehr viel mehr in Hertha BSC zu investieren. Denn die jetzt zur Verfügung stehenden Mittel werden dafür nicht ausreichen, das muss jedem bei Tennor klar sein und darüber ist bisher kaum gesprochen worden. Die Vision eines Big City Club ist ja nett, aber wie will man die erreichen? Sprich was will man sich das kosten lassen, dass Tennor bereit ist mehr zu tun wurde ja schon gesagt, aber nun wird langsam die Frage interessant, wieviel mehr?!


Du hast das schon ganz richtig gesagt. Das Geld kommt von Investoren und nicht von Sponsoren. Investoren erwarten eine regelmäßige Rendite für Ihr Investment. Es muss also auch wieder Geld an die Investoren zurück fließen. 250 Millionen sind eine Einmalzahlung die auch schnell aufgebraucht ist.


Wobei man noch festhalten muss, dass es Tenor viel weniger um Rendite, als um eine größt mögliche Wertsteigerung des Klubs geht.

Wird in dem Interview sehr deutlich; Windhorst nennt als fiktives Beispiel eine vor zehn Jahren in Berlin gekaufte Immobilie deren Wert von einer Million damals, heute zehn Millionen beträgt. Bei der die Mieteinnahmen allerdings eher gering seien.

Im Anschluss sieht man Thomas Steinmann, der es dann auf den Punkt bringt. Sollte Hertha in x Jahren eine Mrd. oder mehr Wert sein, wird man versuchen die Anteile gewinnbringend zu verkaufen.


Ich kann mir schon vorstellen das Hertha in 10 Jahren 1 Millarde Wert sein könnte. Dazu sollte man dann aber auch die nächsten 10 Jahre jedes Jahr 150 Millionen investieren. Dann sollte eine Wertsteigerung gegenüber heute möglich sein.


???
Hertha hat per Einlage von 224 mio für 49,9% der Anteile einen Wert von rund 449 mio.
Du willst dann 10 Jahre lang je 150 mio investieren, damit der Unternehmenswert bei 1 Mrd liegt?
Also + 1,5 Mrd in ein Unternehmen im Wert von 450 mio investieren, nur um dann die Hälfte von dem wert zu sein, was reingesteckt wurde? oops
So gesehen wäre das nur eine gigantische Geldvernichtung.... silent

Ich würde da eher auf eine schrittweise sportliche Verbesserung, wachsenden Umsatz, und ganz wichtig, einen Stadionneubau (Erlösoptimierung & EK-Aufbau) setzen.


Fußball ist grundsätzlich eine große Kapitalvernichtung. Schau dir die Summen an die bei City, Chelsea oder PSG vernichtet wurden. Nur weil man über 10 Jahre 1,5 Milliarden investiert, ist der Klub doch nicht gleich um 1,5 Millarden mehr wert. Vieles geht ja einfach für Ablösesummen und Gehälter drauf.
Lars Windhorst |#50
11.01.2020 - 17:09 Uhr
Zitat von Eifelturm2017

Zitat von Landauer

Zitat von Eifelturm2017

Zitat von creo13435

Zitat von Eifelturm2017

Zitat von Starslayer

Zitat von Dicksen_Paule

https://youtu.be/qLxHu7XJlh8


Thema der Talkrunde ist die (wirtschaftliche) Zukunft der Bundesliga.
Ab Minute 31:00 gibt es einen kleinen Beitrag über Windhorst und seinem Einstieg bei der Hertha, in dem er auch selbst zu Wort kommt.
Der Rest ist aber ebenfalls sehenswert.


Ich hoffe ja immer noch das mal ein Interview mit Hr. Windhorst kommt, in dem er mal etwas detailierter auf das Investment der Tennor Holding eingeht. Hier wird immer gerne so getan als wenn Hr. Windhorst privat ca. 220 Mio. in Hertha BSC investiert hat, aber das ist einfach falsch.

Hr. Windhorst ist "nur" der Eigentümer der Tennor Holding B.V. die nun 49,9 % der Anteile an der Hertha BSC GmbH & Co KGaA hält. Ich finde das nur dahin interessant, weil Hr. Windhorst bei Tennor sicher nicht das alleinige Sagen hat. Da wird es einen Aufsichtsrat geben und noch andere Instanzen die die Entscheidung bei Hertha BSC zu invenstieren mitgetragen haben müssen. In dem kurzen Interview, wenn man es denn so nennen will, sagt er ja schon selbst, dass diese 224 Mio die da nun gezahlt worden, selbst National nicht ausreichen wird, um zum BVB, Bayern, oder RB Leipzig aufzuschliessen. International brauchen wir da erst garnicht zu schauen.

In der Sendung wird nur auf einen Fakt eingegangen der für uns Herthaner in dem Bezug interessant sein dürfte und die Hr. Windhorst wahrscheinlich auch so gesehen haben wird. Nämlich, das in der Bundesliga nach Bayern und dem BVB erstmal nicht viel kommt, nun ist RBL noch dazu gekommen, aber der Rest ist uns so weit nicht vorraus, dass man das mit gutem Investment nicht ausgleichen könnte und die 4. Kraft in Deutschland, hätte immer noch einen regelmäßigen Champions League Platz inne. Ich denke mal das es ihm genau darum gehen wird. Denn Bayern ist uns wirtschaftlich Lichtjahre voraus und auch der BVB dürfte nur schwer einzuholen sein, bei RBL weiß ich es ehrlich gesagt nicht, wie da die Finanzierung läuft, ich gehe aber davon aus, dass Red Bull schon für ein vernünftiges Grundgerüst gesorgt haben wird.

Wie sieht es nun also mit der Bereitschaft aus, mehr, also sehr viel mehr in Hertha BSC zu investieren. Denn die jetzt zur Verfügung stehenden Mittel werden dafür nicht ausreichen, das muss jedem bei Tennor klar sein und darüber ist bisher kaum gesprochen worden. Die Vision eines Big City Club ist ja nett, aber wie will man die erreichen? Sprich was will man sich das kosten lassen, dass Tennor bereit ist mehr zu tun wurde ja schon gesagt, aber nun wird langsam die Frage interessant, wieviel mehr?!


Du hast das schon ganz richtig gesagt. Das Geld kommt von Investoren und nicht von Sponsoren. Investoren erwarten eine regelmäßige Rendite für Ihr Investment. Es muss also auch wieder Geld an die Investoren zurück fließen. 250 Millionen sind eine Einmalzahlung die auch schnell aufgebraucht ist.


Wobei man noch festhalten muss, dass es Tenor viel weniger um Rendite, als um eine größt mögliche Wertsteigerung des Klubs geht.

Wird in dem Interview sehr deutlich; Windhorst nennt als fiktives Beispiel eine vor zehn Jahren in Berlin gekaufte Immobilie deren Wert von einer Million damals, heute zehn Millionen beträgt. Bei der die Mieteinnahmen allerdings eher gering seien.

Im Anschluss sieht man Thomas Steinmann, der es dann auf den Punkt bringt. Sollte Hertha in x Jahren eine Mrd. oder mehr Wert sein, wird man versuchen die Anteile gewinnbringend zu verkaufen.


Ich kann mir schon vorstellen das Hertha in 10 Jahren 1 Millarde Wert sein könnte. Dazu sollte man dann aber auch die nächsten 10 Jahre jedes Jahr 150 Millionen investieren. Dann sollte eine Wertsteigerung gegenüber heute möglich sein.


???
Hertha hat per Einlage von 224 mio für 49,9% der Anteile einen Wert von rund 449 mio.
Du willst dann 10 Jahre lang je 150 mio investieren, damit der Unternehmenswert bei 1 Mrd liegt?
Also + 1,5 Mrd in ein Unternehmen im Wert von 450 mio investieren, nur um dann die Hälfte von dem wert zu sein, was reingesteckt wurde? oops
So gesehen wäre das nur eine gigantische Geldvernichtung.... silent

Ich würde da eher auf eine schrittweise sportliche Verbesserung, wachsenden Umsatz, und ganz wichtig, einen Stadionneubau (Erlösoptimierung & EK-Aufbau) setzen.


Fußball ist grundsätzlich eine große Kapitalvernichtung. Schau dir die Summen an die bei City, Chelsea oder PSG vernichtet wurden. Nur weil man über 10 Jahre 1,5 Milliarden investiert, ist der Klub doch nicht gleich um 1,5 Millarden mehr wert. Vieles geht ja einfach für Ablösesummen und Gehälter drauf.

Will Hertha einen Unternehmenswert von 1 Mrd erreichen, muss man organisches Wachstum befeuern.
Tennor ist ein Investor und keine Geldvernichtungsanlage.
Du willst 1,5Mrd reinstecken, gehst dann automatisch von 1 Mrd Verpuffung aus.
Sowas tut kein Investor und so funktionieren die Märkte auch nicht. Für wen soll ein doppelter Unternehmenswert (von 450 mio auf 1 Mrd) noch relevant sein, wenn dabei 1 Mrd komplett vernichtet wurde? - Bitte zurück zur Realität.

P.S.: Ablösen sind keine Geldvernichtung, weil sie EK darstellen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Landauer am 11.01.2020 um 17:10 Uhr bearbeitet
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