Kaderschmiede 2019/2020
22.04.2019 - 21:24 Uhr
26.05.2019 - 14:33 Uhr
Zitat von Mischa
Interpretiere das so, dass man gesprächsbereit ist, sollte eine Anfrage für Brosi kommen
.
Zitat von dende82
Ok, das ist doch mal eine ganz andere Aussage. So wie sich das bei Mischa angehört hat, hätte der Verein Brosi den Abschied Nahe gelegt.
Ok, das ist doch mal eine ganz andere Aussage. So wie sich das bei Mischa angehört hat, hätte der Verein Brosi den Abschied Nahe gelegt.
Interpretiere das so, dass man gesprächsbereit ist, sollte eine Anfrage für Brosi kommen
.Hoffe mal nicht. Sollte das Jahr noch fertig machen bis 2020 dann darf er gehen.
29.05.2019 - 13:46 Uhr
Kaderschmiede 2019/2020 – Verstärkungsprofil nach Positionen und taktischer Ausrichtung – Teil V
In meinem letzten Beitrag habe ich anhand der Saisonanalyse aufgezeigt, wo sich Veränderungen im Kader anbieten oder bereits ergeben haben. Dort standen die Fragen im Mittelpunkt, wer gehen könnte, wie und ob wir denjenigen dann ersetzen und welche Strategie man hinsichtlich der Kaderentwicklung allgemein verfolgen sollte. Nun gilt es das ganze mit Leben zu füllen, wiederum natürlich positionsbezogen.
Mein Grundtenor war, dass man dem Kader Qualität dergestalt zufügt, dass man in der Breite einen Sprung macht. Nach der vergangenen Saison, in der wir vier bis fünf Neuzugänge direkt in der Startelf wiederfanden, haben wir, auch aufgrund der auslaufenden Verträge, nun die Chance den Konkurrenzkampf auf jeder Position zu erhöhen, in dem wir möglichst gleichwertige Herausforderer verpflichten. Teils gibt das aber die aktuelle Kaderzusammenstellung auch schon her.
Im Mittelpunkt standen für mich dabei 5-7 Neuverpflichtungen, wobei Dong-Won Ji zu diesem Zeitpunkt bereits verpflichtet war und mit Jonathan Meier mittlerweile auch die Herausfordererrolle auf der Position des Linksverteidigers an ein junges deutsches Talent vergeben wurde. Der Transfer des 19jährigen setzt die Neuausrichtung unserer defensiven Flügel unter Rouven Schröder und Sandro Schwarz konsequent fort. Nach Aaron und Phillipp Mwene die dritte technisch versierte, tempo- und spielstarke sowie offensiv ausgerichtete Verpflichtung auf dieser Position. Gleichzeitig legt man durch den Transfer von Meier Weichen für die Zukunft. Im Schatten Aarons kann dieser zum Bundesligaspieler reifen, erste Einsatzminuten im Oberhaus sammeln und dann in dessen Fußstapfen treten. Ein typischer 05-Transfer.
Bleibt also Verstärkungsbedarf auf der rechten Verteidigungsposition, in der Innenverteidigung, im zentralen Mittelfeld und auf den offensiven Flügeln.
Für diese möchte ich noch einmal die taktische Ausrichtung in den Mittelpunkt stellen, da dies ein ganz entscheidender Punkt für die neue Spielzeit sein kann. Bereits die Verpflichtung von Ji hat da erste Signale gesendet. Eine der entscheidenden Aussagen war, dass der Südkoreaner nicht auf ein System festgelegt ist. Daraus schließe ich den richtigen und auch wichtigen Ansatz, dass man in Sachen taktischer Flexibilität nun einen Schritt machen möchte und künftig auch vermehrt Systemwechsel vornehmen will. Sei es in den Startformationen oder auch im laufenden Spiel.
Daran ausgerichtet sollten auch die Neuzugänge eine gewisse Flexibilität aufweisen. An der Stelle aber nicht falsch verstehen. Wie auch @R-Block schon erwähnte, halte ich nicht viel einen Spieler für mehrere Positionen zu verpflichten und z.B. zu sagen, wenn unser Rechtsverteidiger ausfällt, dann spielt eben der Innenverteidiger (der das auch kann) dort. So schneidest du dir ins eigene Fleisch, wenn du eine Top-Besetzung aufgibst, um eine Aushilfe zu generieren.
Mir geht es mehr darum Spieler zu finden, die das Anforderungsprofil mehrerer nicht so divergierender Positionen erfüllen. Wie eben ein Jean-Paul Boetius aufgrund seiner Laufstärke, dem Antritt, der Dynamik, Dribbling und dem Tempo eben sowohl auf dem Flügel als auch auf einer offensiven Zentralposition spielen kann. Oder Robin Quaison als spielerischer Part in der Doppelspitze oder als sehr offensiv ausgerichteter Zehner dahinter.
Ich nehme mal exemplarisch ein 4-3-3 oder ein 4-4-2 mit Doppelsechs. Wenn wir so spielen wollen brauchen wir zwei offensive Flügelspieler. Gleichzeitig haben wir dann aber auch das Problem, dass wir für diese in unserem Rautensystem keine Verwendung haben, wenn sie eben nicht auch auf der Acht, Zehn oder im Sturm auflaufen können. Insofern ist Ji schon ein Fingerzeig dafür, dass unsere sportliche Leitung im aktuellen Kader diese Flexibilität bei einigen Spielern nicht für gegeben sah. Exemplarisch kann man da Alex Maxim und Levin Öztunali nehmen. Maxim ist als Zehner und Achter in der Raute, was sein Defensivverhalten angeht zu schwach. Auch das Zweikampf- und Pressingverhalten sind nicht seine Stärke. Anders verhielt es sich etwa, wenn er als Einwechselspieler bei Rückständen auf der Acht reinkam. Dann war sein Passspiel und die offensive Ausrichtung im Umschalten ein belebendes Element. Letztlich war er also ein Mann für gewisse Spielsituationen, leider nicht mehr. Ähnlich verhält es sich bei Öztunali. Wobei man hier sagen muss, dass der Versuch ihn auf der Acht zu bringen nahezu völlig gescheitert ist. Hinter den Spitzen, wo er einst auch oft spielte, hat er kein Spiel bekommen und seine Mainzer Stammposition auf den Flügeln fiel, bis auf einige Umstellungen im Laufe von Partien, weg.
Ich hatte mich unheimlich über seine Verpflichtung gefreut und das erste Jahr in Mainz war auch überzeugend. Aber allein anhand unserer taktischen Planung müsste man nun eigentlich sagen, dass man getrennte Wege sieht. Seine Stärken finden hier eigentlich keine Verwendung mehr. So viel zu meinen Gedanken hinsichtlich der Kaderzusammenstellung im Zusammenhang mit der taktischen Ausrichtung.
Nun aber zu den einzelnen Positionen:
1. Offensive Flügel
Weil wir gerade dabei waren würde ich zunächst diese Position ins Blickfeld nehmen. Gute Flügelspieler sind, hinten wie vorne, rar gesät und deshalb schnell auch besonders teuer. Umso kreativer muss man als Mainz 05 dort sein. Daher wird man natürlich die Märkte in „kleineren“ Ligen wie Niederlande, Belgien oder dem französischen oder spanischen Unterhaus abermals ganz genau im Blick gehabt haben.
Nach dieser Rückrunde und der Relegation kam mir jedoch nochmal eine andere Lösung in Betracht, die insbesondere auch unseren Wunsch nach der Verpflichtung von erfahrenen Spielern berücksichtigen würde. Der Name fiel hier im Forum auch schon mal. Und zwar: Steven Zuber. Der Schweizer hat sein Abschied (nach Leihe) aus Stuttgart bereits verkündet, sein Vertrag in Hoffenheim läuft noch bis 2020. Angesichts der Tatsache, dass 1899 nur national unterwegs ist, könnten sich hier Möglichkeiten ergeben. Zuber bringt die Erfahrung von über 100 Bundesligaspielen mit, war international in Clubwettbewerben unterwegs und ist Nationalspieler. Auch beherrscht er die deutsche Sprache, wäre also nach den Abgängen von Rene Adler, Niko Bungert und vermutlich Jean-Philippe Gbamin ein potentieller Mann für den Mannschaftsrat. Spielerisch erfüllt er eigentlich auch das Potential, gut am Ball, solider Abschluss. Tempo und Dynamik bringt er für die Bundesliga auch mit. Und eben jene Flexibilität. Er kann sowohl auf dem Flügel agieren, als auch eingerückt auf der Acht im Zentrum. Das hat er beides auch schon recht erfolgreich gespielt. Wie gesagt, die Hoffenheimer haben nächstes Jahr nur zwei Wettbewerbe und bauen entsprechend gerade den Kader um. Inklusive Rückkehrer und Neuverpflichtungen haben sie sowohl auf den Flügeln als auch im Zentrum schon ein großes Angebot an Akteuren und die Vertragssituation könnte tatsächlich eine gute Verhandlungsposition ergeben. Einziger Haken könnte neben Gehaltsvorstellungen des Spielers sein, dass auch Boetius und Ji auf der linken offensiven Seite einsetzbar sind. Sieht man die beiden hingegen verstärkt im Zentrum, würde ich mir wünschen, dass wir tatsächlich über Zuber nachdenken. Er wäre sowohl spielerisch als auch als Persönlichkeit für die Mannschaft eine Verstärkung.
Quasi ein Gegenexemplar ist Andreas Skov Olsen. Der 19jährige Rechtsaußen spielt beim FC Nordsjaelland in Dänemark und hat ein überragendes erstes Profijahr mit 44 Pflichtspielen und 26 Toren sowie sechs Vorlagen hinter sich. So sind quasi aus allen Top-Ligen bereits Teams hinter ihm her. Vertrag läuft bis 2020. Allerdings wäre er wohl eher einer, der primär für die Außen in Betracht käme.
Gerne kann man auch mal über die Spieler diskutieren. Mir ist aber schon bewusst, dass das namedropping ist. Ich hatte mir die beiden nur rausgesucht, da sie einmal von ihrer Vita die beiden Profile verkörpern, die laut Rouven Schröder in dieser Transferperiode gesucht werden. Einmal die klassischen Entwicklungsspieler und dann aber eben auch erfahrenere Spieler im besten oder fortgeschrittenen Fußballeralter, die ein Team anführen können.
Aber auch sportlich sind das eben Akteure, die mir in der vergangenen Saison aufgefallen sind und die das mitbringen, was uns in den letzten drei Jahren oft fehlte. Torgefährlichkeit von Außen bzw. aus der Distanz, aber eben auch die nötige Ballbehauptung um über Außen in den Sechzehner zu kommen. Wenn wir uns mal anschauen, wer außer den Stürmern regelmäßig Scorerpunkte gesammelt hat, dann haben wir im Offensivbereich noch deutlichen Aufholbedarf.
2. Rechter Verteidiger
Hier kann ich noch gar nicht so viel schreiben, weil ich zum gesuchten Spielertyp nur sehr wenig weiß. Außer eben, dass auch er wohl das gewisse Tempo, die Offensivdenke und spielerische Komponente mitbringen müsste. Aber, wie plant man mit Daniel Brosinski? Stellt man ihm einen jungen Herausforderer an die Seite, der wie Meier zunächst reifen soll? Dafür waren die Leistungen Brosis aber eigentlich zu schwankend. Ein Mann, der sowohl die Entwicklungsfähigkeit als auch die Erfahrung aus einem mitteleuropäischen Oberhaus mitbringen würde, wäre Enock Kwateng vom FC Nantes in Frankreich. Er ist erst 22 Jahre alt und war im letzten Jahr unumstrittener Stammspieler beim 12. der Ligue 1. Auch, wenn es die Statistiken nicht in Form von Scorerpunkte darlegen. Er ist durchaus offensiv unterwegs, bringt aber gleichzeitig eine unheimliche Robustheit im Zweikampfverhalten mit. Und ansonsten eben fast schon der 05-Klassiker: U-Nationalmannschaften Frankreichs durchlaufen. Besonders interessant: Der Vertrag läuft jetzt aus.
3. Innenverteidigung
Hier hat sich der Verein ja klar positioniert, dass man einen erfahreneren Mann holen will, der sofort als Stammspieler in Betracht kommt. Trotzdem bleibt so ein wenig die Frage nach dem genauen Profil. Abdou Diallo und Moussa Niakhate sind beide hinten sehr souverän, verkörperten aber das Faible von Schröder und Schwarz für vorwärtsverteidigende Zentrumspieler, die auch Stärken im Spielaufbau haben. Auch Hack hat ja eine gewisse Liebe zu Risikopässen und Ausflügen nach vorne. Setzt man diese Tendenz fort oder wird es ein anderer Spielertyp, der mehr wie Bungert die klassische Defensivarbeit übernimmt. Dann käme auch Ex-05er Neven Subotic in Betracht, dessen Vertrag bei St. Etienne ausläuft . Wie @Ruedman war auch ich anfangs skeptisch, kann dem aber immer mehr abgewinnen. Letztlich wäre er dann auch der Typ Führungsspieler, der eine Unmenge an Erfahrung ins Team bringt.
Deutlich jünger, trotzdem mit Bundesligaerfahrung und gleichzeitig noch mit Entwicklungspotential wäre Lukas Mühl vom FC Nürnberg.
4. Zentrales Mittelfeld.
Nach dem wahrscheinlichen Abgang von Gbamin hätten wir mit Pierre Kunde nur noch einen Sechser im Kader. Das spricht eigentlich dafür, dass die Stärken des Neuen auch auf dieser Position liegen sollten, auch wenn ich Kunde ganz klar den endgültigen Schritt zum Stammspieler zutraue. Ein zweiter Mann schadet keinesfalls, auch um mal mit einer Doppelsechs auflaufen zu können.
Stefan Ilsanker als sehr erfahrenen Spieler habe ich da bereits genannt. Er könnte den Abräumer und Lückenfüller hinter den Achtern geben und gleichzeitig als Person die junge Riege um Ridle Baku, Leandro Barreiro leiten. Gerade auf zentralen Positionen habe ich eine gewisse Vorliebe für gestandene Kräfte.
Ansonsten käme auch Eduard Löwen (22, FC Nürnberg) in Betracht, der wohl gleich bei einigen Bundesligisten im Gespräch ist. Günstig wird er nicht werden, aber er kommt aus der Region. Sein Vorteil ist, dass er sowohl auf der Sechs als auch der acht auflaufen kann.
Fazit
Mir wäre in diesem Sommer wichtig, dass wir den Schritt hin zur taktischen Flexibilität einschlagen, um uns für alle Gegner und Spielsituationen besser zu rüsten. Dafür musst du aber eben auch bei den Transfers ansetzen.
Mainz 05 lebt in seinem Entwicklungsprozess von den sog. Mehrwertspielern, die man weiterentwickelt und ein Transferplus bei Verkäufen generiert. Diesen weg müssen fortsetzen, ich erachte es aber für unsere langfristige Entwicklung als sehr wichtig an, dass wir uns da sozusagen ein zweites Standbein schaffen und als zweiten Transferweg auch gestandene Spieler holen, die ohne Probleme in der Startelf stehen und noch ein paar Jahre im besten Fußballeralter in Mainz spielen, ohne eben noch große Karriereschritte zu verfolgen. Quasi am Zenit ihrer Karriere für 05 auflaufen, ehe sie dann mit Anfang, Mitte 30 weiterziehen. Nur so können wir bei aller notwendigen Aus- und Weiterbildungsstrategie die Konstanz gewinnen, die nötig ist, um langfristig und auch einigermaßen sorgenfrei in der Bundesliga Fuß zu fassen. Man nehme sich nur Bremen, Frankfurt, Hertha und Hoffenheim als Beispiel. Deren Kaderstruktur gibt genau das her. Da müssen wir hin. Die ersten Worte unserer Vereinsführung deuten da richtige Wege an.
In meinem letzten Beitrag habe ich anhand der Saisonanalyse aufgezeigt, wo sich Veränderungen im Kader anbieten oder bereits ergeben haben. Dort standen die Fragen im Mittelpunkt, wer gehen könnte, wie und ob wir denjenigen dann ersetzen und welche Strategie man hinsichtlich der Kaderentwicklung allgemein verfolgen sollte. Nun gilt es das ganze mit Leben zu füllen, wiederum natürlich positionsbezogen.
Mein Grundtenor war, dass man dem Kader Qualität dergestalt zufügt, dass man in der Breite einen Sprung macht. Nach der vergangenen Saison, in der wir vier bis fünf Neuzugänge direkt in der Startelf wiederfanden, haben wir, auch aufgrund der auslaufenden Verträge, nun die Chance den Konkurrenzkampf auf jeder Position zu erhöhen, in dem wir möglichst gleichwertige Herausforderer verpflichten. Teils gibt das aber die aktuelle Kaderzusammenstellung auch schon her.
Im Mittelpunkt standen für mich dabei 5-7 Neuverpflichtungen, wobei Dong-Won Ji zu diesem Zeitpunkt bereits verpflichtet war und mit Jonathan Meier mittlerweile auch die Herausfordererrolle auf der Position des Linksverteidigers an ein junges deutsches Talent vergeben wurde. Der Transfer des 19jährigen setzt die Neuausrichtung unserer defensiven Flügel unter Rouven Schröder und Sandro Schwarz konsequent fort. Nach Aaron und Phillipp Mwene die dritte technisch versierte, tempo- und spielstarke sowie offensiv ausgerichtete Verpflichtung auf dieser Position. Gleichzeitig legt man durch den Transfer von Meier Weichen für die Zukunft. Im Schatten Aarons kann dieser zum Bundesligaspieler reifen, erste Einsatzminuten im Oberhaus sammeln und dann in dessen Fußstapfen treten. Ein typischer 05-Transfer.
Bleibt also Verstärkungsbedarf auf der rechten Verteidigungsposition, in der Innenverteidigung, im zentralen Mittelfeld und auf den offensiven Flügeln.
Für diese möchte ich noch einmal die taktische Ausrichtung in den Mittelpunkt stellen, da dies ein ganz entscheidender Punkt für die neue Spielzeit sein kann. Bereits die Verpflichtung von Ji hat da erste Signale gesendet. Eine der entscheidenden Aussagen war, dass der Südkoreaner nicht auf ein System festgelegt ist. Daraus schließe ich den richtigen und auch wichtigen Ansatz, dass man in Sachen taktischer Flexibilität nun einen Schritt machen möchte und künftig auch vermehrt Systemwechsel vornehmen will. Sei es in den Startformationen oder auch im laufenden Spiel.
Daran ausgerichtet sollten auch die Neuzugänge eine gewisse Flexibilität aufweisen. An der Stelle aber nicht falsch verstehen. Wie auch @R-Block schon erwähnte, halte ich nicht viel einen Spieler für mehrere Positionen zu verpflichten und z.B. zu sagen, wenn unser Rechtsverteidiger ausfällt, dann spielt eben der Innenverteidiger (der das auch kann) dort. So schneidest du dir ins eigene Fleisch, wenn du eine Top-Besetzung aufgibst, um eine Aushilfe zu generieren.
Mir geht es mehr darum Spieler zu finden, die das Anforderungsprofil mehrerer nicht so divergierender Positionen erfüllen. Wie eben ein Jean-Paul Boetius aufgrund seiner Laufstärke, dem Antritt, der Dynamik, Dribbling und dem Tempo eben sowohl auf dem Flügel als auch auf einer offensiven Zentralposition spielen kann. Oder Robin Quaison als spielerischer Part in der Doppelspitze oder als sehr offensiv ausgerichteter Zehner dahinter.
Ich nehme mal exemplarisch ein 4-3-3 oder ein 4-4-2 mit Doppelsechs. Wenn wir so spielen wollen brauchen wir zwei offensive Flügelspieler. Gleichzeitig haben wir dann aber auch das Problem, dass wir für diese in unserem Rautensystem keine Verwendung haben, wenn sie eben nicht auch auf der Acht, Zehn oder im Sturm auflaufen können. Insofern ist Ji schon ein Fingerzeig dafür, dass unsere sportliche Leitung im aktuellen Kader diese Flexibilität bei einigen Spielern nicht für gegeben sah. Exemplarisch kann man da Alex Maxim und Levin Öztunali nehmen. Maxim ist als Zehner und Achter in der Raute, was sein Defensivverhalten angeht zu schwach. Auch das Zweikampf- und Pressingverhalten sind nicht seine Stärke. Anders verhielt es sich etwa, wenn er als Einwechselspieler bei Rückständen auf der Acht reinkam. Dann war sein Passspiel und die offensive Ausrichtung im Umschalten ein belebendes Element. Letztlich war er also ein Mann für gewisse Spielsituationen, leider nicht mehr. Ähnlich verhält es sich bei Öztunali. Wobei man hier sagen muss, dass der Versuch ihn auf der Acht zu bringen nahezu völlig gescheitert ist. Hinter den Spitzen, wo er einst auch oft spielte, hat er kein Spiel bekommen und seine Mainzer Stammposition auf den Flügeln fiel, bis auf einige Umstellungen im Laufe von Partien, weg.
Ich hatte mich unheimlich über seine Verpflichtung gefreut und das erste Jahr in Mainz war auch überzeugend. Aber allein anhand unserer taktischen Planung müsste man nun eigentlich sagen, dass man getrennte Wege sieht. Seine Stärken finden hier eigentlich keine Verwendung mehr. So viel zu meinen Gedanken hinsichtlich der Kaderzusammenstellung im Zusammenhang mit der taktischen Ausrichtung.
Nun aber zu den einzelnen Positionen:
1. Offensive Flügel
Weil wir gerade dabei waren würde ich zunächst diese Position ins Blickfeld nehmen. Gute Flügelspieler sind, hinten wie vorne, rar gesät und deshalb schnell auch besonders teuer. Umso kreativer muss man als Mainz 05 dort sein. Daher wird man natürlich die Märkte in „kleineren“ Ligen wie Niederlande, Belgien oder dem französischen oder spanischen Unterhaus abermals ganz genau im Blick gehabt haben.
Nach dieser Rückrunde und der Relegation kam mir jedoch nochmal eine andere Lösung in Betracht, die insbesondere auch unseren Wunsch nach der Verpflichtung von erfahrenen Spielern berücksichtigen würde. Der Name fiel hier im Forum auch schon mal. Und zwar: Steven Zuber. Der Schweizer hat sein Abschied (nach Leihe) aus Stuttgart bereits verkündet, sein Vertrag in Hoffenheim läuft noch bis 2020. Angesichts der Tatsache, dass 1899 nur national unterwegs ist, könnten sich hier Möglichkeiten ergeben. Zuber bringt die Erfahrung von über 100 Bundesligaspielen mit, war international in Clubwettbewerben unterwegs und ist Nationalspieler. Auch beherrscht er die deutsche Sprache, wäre also nach den Abgängen von Rene Adler, Niko Bungert und vermutlich Jean-Philippe Gbamin ein potentieller Mann für den Mannschaftsrat. Spielerisch erfüllt er eigentlich auch das Potential, gut am Ball, solider Abschluss. Tempo und Dynamik bringt er für die Bundesliga auch mit. Und eben jene Flexibilität. Er kann sowohl auf dem Flügel agieren, als auch eingerückt auf der Acht im Zentrum. Das hat er beides auch schon recht erfolgreich gespielt. Wie gesagt, die Hoffenheimer haben nächstes Jahr nur zwei Wettbewerbe und bauen entsprechend gerade den Kader um. Inklusive Rückkehrer und Neuverpflichtungen haben sie sowohl auf den Flügeln als auch im Zentrum schon ein großes Angebot an Akteuren und die Vertragssituation könnte tatsächlich eine gute Verhandlungsposition ergeben. Einziger Haken könnte neben Gehaltsvorstellungen des Spielers sein, dass auch Boetius und Ji auf der linken offensiven Seite einsetzbar sind. Sieht man die beiden hingegen verstärkt im Zentrum, würde ich mir wünschen, dass wir tatsächlich über Zuber nachdenken. Er wäre sowohl spielerisch als auch als Persönlichkeit für die Mannschaft eine Verstärkung.
Quasi ein Gegenexemplar ist Andreas Skov Olsen. Der 19jährige Rechtsaußen spielt beim FC Nordsjaelland in Dänemark und hat ein überragendes erstes Profijahr mit 44 Pflichtspielen und 26 Toren sowie sechs Vorlagen hinter sich. So sind quasi aus allen Top-Ligen bereits Teams hinter ihm her. Vertrag läuft bis 2020. Allerdings wäre er wohl eher einer, der primär für die Außen in Betracht käme.
Gerne kann man auch mal über die Spieler diskutieren. Mir ist aber schon bewusst, dass das namedropping ist. Ich hatte mir die beiden nur rausgesucht, da sie einmal von ihrer Vita die beiden Profile verkörpern, die laut Rouven Schröder in dieser Transferperiode gesucht werden. Einmal die klassischen Entwicklungsspieler und dann aber eben auch erfahrenere Spieler im besten oder fortgeschrittenen Fußballeralter, die ein Team anführen können.
Aber auch sportlich sind das eben Akteure, die mir in der vergangenen Saison aufgefallen sind und die das mitbringen, was uns in den letzten drei Jahren oft fehlte. Torgefährlichkeit von Außen bzw. aus der Distanz, aber eben auch die nötige Ballbehauptung um über Außen in den Sechzehner zu kommen. Wenn wir uns mal anschauen, wer außer den Stürmern regelmäßig Scorerpunkte gesammelt hat, dann haben wir im Offensivbereich noch deutlichen Aufholbedarf.
2. Rechter Verteidiger
Hier kann ich noch gar nicht so viel schreiben, weil ich zum gesuchten Spielertyp nur sehr wenig weiß. Außer eben, dass auch er wohl das gewisse Tempo, die Offensivdenke und spielerische Komponente mitbringen müsste. Aber, wie plant man mit Daniel Brosinski? Stellt man ihm einen jungen Herausforderer an die Seite, der wie Meier zunächst reifen soll? Dafür waren die Leistungen Brosis aber eigentlich zu schwankend. Ein Mann, der sowohl die Entwicklungsfähigkeit als auch die Erfahrung aus einem mitteleuropäischen Oberhaus mitbringen würde, wäre Enock Kwateng vom FC Nantes in Frankreich. Er ist erst 22 Jahre alt und war im letzten Jahr unumstrittener Stammspieler beim 12. der Ligue 1. Auch, wenn es die Statistiken nicht in Form von Scorerpunkte darlegen. Er ist durchaus offensiv unterwegs, bringt aber gleichzeitig eine unheimliche Robustheit im Zweikampfverhalten mit. Und ansonsten eben fast schon der 05-Klassiker: U-Nationalmannschaften Frankreichs durchlaufen. Besonders interessant: Der Vertrag läuft jetzt aus.
3. Innenverteidigung
Hier hat sich der Verein ja klar positioniert, dass man einen erfahreneren Mann holen will, der sofort als Stammspieler in Betracht kommt. Trotzdem bleibt so ein wenig die Frage nach dem genauen Profil. Abdou Diallo und Moussa Niakhate sind beide hinten sehr souverän, verkörperten aber das Faible von Schröder und Schwarz für vorwärtsverteidigende Zentrumspieler, die auch Stärken im Spielaufbau haben. Auch Hack hat ja eine gewisse Liebe zu Risikopässen und Ausflügen nach vorne. Setzt man diese Tendenz fort oder wird es ein anderer Spielertyp, der mehr wie Bungert die klassische Defensivarbeit übernimmt. Dann käme auch Ex-05er Neven Subotic in Betracht, dessen Vertrag bei St. Etienne ausläuft . Wie @Ruedman war auch ich anfangs skeptisch, kann dem aber immer mehr abgewinnen. Letztlich wäre er dann auch der Typ Führungsspieler, der eine Unmenge an Erfahrung ins Team bringt.
Deutlich jünger, trotzdem mit Bundesligaerfahrung und gleichzeitig noch mit Entwicklungspotential wäre Lukas Mühl vom FC Nürnberg.
4. Zentrales Mittelfeld.
Nach dem wahrscheinlichen Abgang von Gbamin hätten wir mit Pierre Kunde nur noch einen Sechser im Kader. Das spricht eigentlich dafür, dass die Stärken des Neuen auch auf dieser Position liegen sollten, auch wenn ich Kunde ganz klar den endgültigen Schritt zum Stammspieler zutraue. Ein zweiter Mann schadet keinesfalls, auch um mal mit einer Doppelsechs auflaufen zu können.
Stefan Ilsanker als sehr erfahrenen Spieler habe ich da bereits genannt. Er könnte den Abräumer und Lückenfüller hinter den Achtern geben und gleichzeitig als Person die junge Riege um Ridle Baku, Leandro Barreiro leiten. Gerade auf zentralen Positionen habe ich eine gewisse Vorliebe für gestandene Kräfte.
Ansonsten käme auch Eduard Löwen (22, FC Nürnberg) in Betracht, der wohl gleich bei einigen Bundesligisten im Gespräch ist. Günstig wird er nicht werden, aber er kommt aus der Region. Sein Vorteil ist, dass er sowohl auf der Sechs als auch der acht auflaufen kann.
Fazit
Mir wäre in diesem Sommer wichtig, dass wir den Schritt hin zur taktischen Flexibilität einschlagen, um uns für alle Gegner und Spielsituationen besser zu rüsten. Dafür musst du aber eben auch bei den Transfers ansetzen.
Mainz 05 lebt in seinem Entwicklungsprozess von den sog. Mehrwertspielern, die man weiterentwickelt und ein Transferplus bei Verkäufen generiert. Diesen weg müssen fortsetzen, ich erachte es aber für unsere langfristige Entwicklung als sehr wichtig an, dass wir uns da sozusagen ein zweites Standbein schaffen und als zweiten Transferweg auch gestandene Spieler holen, die ohne Probleme in der Startelf stehen und noch ein paar Jahre im besten Fußballeralter in Mainz spielen, ohne eben noch große Karriereschritte zu verfolgen. Quasi am Zenit ihrer Karriere für 05 auflaufen, ehe sie dann mit Anfang, Mitte 30 weiterziehen. Nur so können wir bei aller notwendigen Aus- und Weiterbildungsstrategie die Konstanz gewinnen, die nötig ist, um langfristig und auch einigermaßen sorgenfrei in der Bundesliga Fuß zu fassen. Man nehme sich nur Bremen, Frankfurt, Hertha und Hoffenheim als Beispiel. Deren Kaderstruktur gibt genau das her. Da müssen wir hin. Die ersten Worte unserer Vereinsführung deuten da richtige Wege an.
31.05.2019 - 16:38 Uhr
Hallo liebe Fußballfreunde,
ich hoffe, dass ich im richtigen Thread gelandet bin, ansonsten verschiebt diesen Beitrag gern und sagt mir Bescheid. Gerne auch per PN.
Ich möchte mir einen Überblick über unsere deutschen Clubs verschaffen, was jedoch gar nicht so einfach ist, da jedes Forum anders aufgebaut ist und manche sind aktiver und manche weniger.
Also versuche ich es hiermit.
Fast die Hälfte der Top 20-Clubs hat zum Saisonende oder wird zur neuen Saison den Trainer wechseln. Zudem gibt es bereits jetzt viele Gerücht auf dem Markt. Ich denke, in der Bundesliga wird sich einiges tun.
Ich stelle einfach mal ein paar Fragen und hoffe auf Antworten und Ergänzungen, gerne auch mit Diskussion.
1. Rückennummern:
Gibt es schon neue Rückennummern bei euch für die nächste Saison (Neuzugänge, Jugendspieler, Änderungen von Spielern, die bereits da sind)?
2. Taktik:
Welche(s) System wird euer Club nächste Saison spielen? Welche Formation wird die bevorzugte sein?
3. Stammkader:
Welche Spieler bilden dabei das Gerüst (werden wohl nicht abgegeben und gehören zum Stamm)?
4. Zugänge:
Auf welchen Positionen soll noch jemand kommen?
Welche Jugendspieler könnten hochgezogen werden und Potenzial für mehr haben?
5. Abgänge:
Welche Spieler will man noch los werden oder kann sie vielleicht aufgrund großen Interesses nicht halten?
6. Aktuelles spezifisch zu eurem Club:
Ihr habt bisher schon gut eingekauft. Gibt es wieder Transfers von Talenten aus Frankreich? Dafür scheint ihr ja ein Händchen zu haben. Ich wünschte, wir würden diese Nische selbst auch besser nutzen.
7. Prognose für kommende Saison:
Was denkt ihr, wie das Transferfenster für euch läuft und was nächste Saison für euch drin sein wird?
Vielen Dank! Ich wünsche einen spannenden Sommer und eine guten Ligastart!
Viele Grüße aus dem sonnigen Schwarzwald. Genießt das Wochenende und die Champions League
ich hoffe, dass ich im richtigen Thread gelandet bin, ansonsten verschiebt diesen Beitrag gern und sagt mir Bescheid. Gerne auch per PN.
Ich möchte mir einen Überblick über unsere deutschen Clubs verschaffen, was jedoch gar nicht so einfach ist, da jedes Forum anders aufgebaut ist und manche sind aktiver und manche weniger.
Also versuche ich es hiermit.
Fast die Hälfte der Top 20-Clubs hat zum Saisonende oder wird zur neuen Saison den Trainer wechseln. Zudem gibt es bereits jetzt viele Gerücht auf dem Markt. Ich denke, in der Bundesliga wird sich einiges tun.
Ich stelle einfach mal ein paar Fragen und hoffe auf Antworten und Ergänzungen, gerne auch mit Diskussion.
1. Rückennummern:
Gibt es schon neue Rückennummern bei euch für die nächste Saison (Neuzugänge, Jugendspieler, Änderungen von Spielern, die bereits da sind)?
2. Taktik:
Welche(s) System wird euer Club nächste Saison spielen? Welche Formation wird die bevorzugte sein?
3. Stammkader:
Welche Spieler bilden dabei das Gerüst (werden wohl nicht abgegeben und gehören zum Stamm)?
4. Zugänge:
Auf welchen Positionen soll noch jemand kommen?
Welche Jugendspieler könnten hochgezogen werden und Potenzial für mehr haben?
5. Abgänge:
Welche Spieler will man noch los werden oder kann sie vielleicht aufgrund großen Interesses nicht halten?
6. Aktuelles spezifisch zu eurem Club:
Ihr habt bisher schon gut eingekauft. Gibt es wieder Transfers von Talenten aus Frankreich? Dafür scheint ihr ja ein Händchen zu haben. Ich wünschte, wir würden diese Nische selbst auch besser nutzen.
7. Prognose für kommende Saison:
Was denkt ihr, wie das Transferfenster für euch läuft und was nächste Saison für euch drin sein wird?
Vielen Dank! Ich wünsche einen spannenden Sommer und eine guten Ligastart!
Viele Grüße aus dem sonnigen Schwarzwald. Genießt das Wochenende und die Champions League
31.05.2019 - 17:37 Uhr
Um die Diskussion mal aus dem "Zugänge mit Quelle"-Thread rüberzuholen:
Ich kann den Neuzugang Pierre-Gabriel nicht einschätzen, da ich ihn nicht gesehen habe. Da Leipzig schon mal sehr großes Interesse hatte, denke ich mal, wird er so schlecht nicht sein. Die haben mit Sicherheit so mit das beste Scouting in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa. Gut, bei den Leipzigern endet das halt immer in so einem Jugendwahn und man weiß auch nicht immer, ob das dann mehr so eine Potenzialprojektion sein soll oder doch erwartbare Leistung. Trotzdem find ich mit 20 schon 40 Ligue 1-Spiele zu haben, einen sehr guten Wert. Prinzipiell würde ich mal sagen, wenn jemand mit 17 debütiert und dann auch weiter grundsätzlich relativ viel spielt (Ausnahme diese Saison), muss ein gewisses Talent schon vorhanden sein. Letztlich ist es halt auch mehr eine Frage, wie ein Spieler ins System, in die Spielweise reinpasst, wie passt er charakterlich ins Team etc. Diallo hatte vor seinem Wechsel zu uns einen MW von 1 Mio. und ich meine in der Saison davor bei Monaco auch so gut wie nichts gespielt. Irgenwie lustige Parallelen. Genauso wie Pierre-Gabriel hat er aber die Saison davor eine sehr gute Saison abgeliefert, was man so hört. Im Prinzip ist halt einfach wichtig, dass man genau weiß, was man mit ihm vorhat und dass es passt. Da auch unser Scouting jetzt nicht so das mieseste ist, bin ich da verhalten optimistisch, was das angeht. Erschwerend hinzu kommt einfach, dass für mich LV, RV und Mittelstürmer a la Mateta einfach die komplexesten Positionen im Scouting sind, weil es doch verhältnismäßig wenige Spieler gibt, die da in Frage kommen, erst mit unserem zwar vernünftigen, aber keineswegs ausufernden Budget. Hier empfehle ich jedem mal so ein wenig nachzulesen, was Krösche von Paderborn zu Transfers und Kaderplanungen sagt. Ich finde den richtig klasse. Die holen da so Leute wie Pröger, der selbst in der RL nicht alles zusammengeschossen hat. Aber man sieht eben, der passt da genau rein und er überzeugt ziemlich sofort, in diesem Baumgartschen System. So gehen Transfers! Wenn Rouven und Sandro überzeugt davon sind, dass Pierre-Gabriel genau das umsetzen könnte, was man sich so vorstellt von einem RV, werden alle sehr glücklich werden.
Kadertechnisch ist es einfach so, dass Brosi für mich ein wahnsinnig wichtiger Mannschaftsspieler ist. Wir sollten das nie vergessen. Er ist in Sachen Integration und Teambuilding ein wichtiger Baustein. Brosi ist nach vorne einfach ein guter Fußballer, sehr kreativ, meist gute Flanken. Nach hinten ist er mir halt oft zu passiv und verteidigt zu abwartend. Und klar, jünger und schneller wird er jetzt auch nicht mehr. Im Endeffekt ist es ähnlich wie bei Bell. Er braucht die Konkurrenzsituation. Hinten raus mit Donati als Konkurrenz schien es mir zumindest wieder in die richtige Richtung bei Brosi zu gehen. Man muss diese Schwächen aufarbeiten, das geht auch mit 30, alles kein Problem. Trotzdem tut ein junger Spieler mit viel Talent gut. Sobald sich einer sicher ist, er spielt ja sowieso, geht die Leistung gerne mal runter. Es gibt halt nur wenige Pizarros oder Lewandowskis, die halt so eine starke Eigenmotivation haben, dass sie jedes Spiel Vollgas geben und dauerhaft gut performen. Mwene steigt ja auch erst später ein und man muss sagen, ich bin sehr froh ihn bei uns zu haben. Er kann halt RV, halbrechts in der Raute und RA ziemlich alles gleichwertig spielen. Das hilft uns dann wiederum, wenn wir genau auf diesen Positionen gute Spieler brauchen, die reinrotieren.
Letztens hieß es ja, ich glaube es stand in der FAZ (oder?), dass wir uns mit einem erfahrenen IV schon einig seien. Gut, sei dahin gestellt, ob das so der Wahrheit entspricht. Jedenfalls sehe ich dann noch die IV, also 1 Spieler!, Gbamin-Nachfolger und einen offensiver Allrounder als Pflicht an. Die ersten Zwei definitive Stammspieler, beim Dritten zumindest sehr nah dran. Am Ende kommts dann drauf an, ob Maxim z.b. auch noch geht. Eventuell könnte man dann Kittel holen, der ein guter ablösefreier Schnapper wäre, der zudem LA und 10 spielen kann. Tolle Standards, starkes Spielverständnis, klasse Technik! Bei Ji gehe ich wie gesagt von einem Ujah-Ersatz aus, anders könnte ich mir den Transfer auch kaum erklären. Ji passt vielleicht sogar etwas besser in die Spielweise von Sandro. Trotzdem wäre es mir schon schade um Maxim und Ujah, weil ich denke, dass beide auch sehr gute Charakter sind, die aber beide ihre Klasse auch schon oft nachgewiesen haben, wenn auch nicht immer so konstant, zugegeben. Aber man kann halt verstehen, dass man auch nicht dauernd auf der Bank sitzen mag. Aber andere sind aktuell einfach besser.
Bei Abass bin ich zwiegespalten zwecks der Leihe. Ich hätte ihm eher in der Vorbereitung eine echte Chance gegeben. Verleihen kann ich dann im August immer noch. Und vielleicht hätte sich dann sogar Wiesbaden oder Sandhausen, Darmstadt angeboten? Andererseits wird er wohl in Utrecht viel Spielpraxis kriegen und die Eredivisie ist eine ausgewiesene Ausbildungsliga. Wenn er weitgehend verletzungsfrei bleibt, bin ich mir doch sicher, dass er gute Leistungen zeigen wird. Scheint mir ein geerdeter und ehrgeiziger Junge zu sein, der ganz schön Feuer machen kann. Hoffe also auf eine gute Zeit für ihn und auf einen starken Abass dann in der Saison 2019/2020! Zugegeben, Leihen haben bei uns bisher selten gut funktioniert. Aber muss ja nicht so bleiben.
Ich kann den Neuzugang Pierre-Gabriel nicht einschätzen, da ich ihn nicht gesehen habe. Da Leipzig schon mal sehr großes Interesse hatte, denke ich mal, wird er so schlecht nicht sein. Die haben mit Sicherheit so mit das beste Scouting in Deutschland, wenn nicht sogar in Europa. Gut, bei den Leipzigern endet das halt immer in so einem Jugendwahn und man weiß auch nicht immer, ob das dann mehr so eine Potenzialprojektion sein soll oder doch erwartbare Leistung. Trotzdem find ich mit 20 schon 40 Ligue 1-Spiele zu haben, einen sehr guten Wert. Prinzipiell würde ich mal sagen, wenn jemand mit 17 debütiert und dann auch weiter grundsätzlich relativ viel spielt (Ausnahme diese Saison), muss ein gewisses Talent schon vorhanden sein. Letztlich ist es halt auch mehr eine Frage, wie ein Spieler ins System, in die Spielweise reinpasst, wie passt er charakterlich ins Team etc. Diallo hatte vor seinem Wechsel zu uns einen MW von 1 Mio. und ich meine in der Saison davor bei Monaco auch so gut wie nichts gespielt. Irgenwie lustige Parallelen. Genauso wie Pierre-Gabriel hat er aber die Saison davor eine sehr gute Saison abgeliefert, was man so hört. Im Prinzip ist halt einfach wichtig, dass man genau weiß, was man mit ihm vorhat und dass es passt. Da auch unser Scouting jetzt nicht so das mieseste ist, bin ich da verhalten optimistisch, was das angeht. Erschwerend hinzu kommt einfach, dass für mich LV, RV und Mittelstürmer a la Mateta einfach die komplexesten Positionen im Scouting sind, weil es doch verhältnismäßig wenige Spieler gibt, die da in Frage kommen, erst mit unserem zwar vernünftigen, aber keineswegs ausufernden Budget. Hier empfehle ich jedem mal so ein wenig nachzulesen, was Krösche von Paderborn zu Transfers und Kaderplanungen sagt. Ich finde den richtig klasse. Die holen da so Leute wie Pröger, der selbst in der RL nicht alles zusammengeschossen hat. Aber man sieht eben, der passt da genau rein und er überzeugt ziemlich sofort, in diesem Baumgartschen System. So gehen Transfers! Wenn Rouven und Sandro überzeugt davon sind, dass Pierre-Gabriel genau das umsetzen könnte, was man sich so vorstellt von einem RV, werden alle sehr glücklich werden.
Kadertechnisch ist es einfach so, dass Brosi für mich ein wahnsinnig wichtiger Mannschaftsspieler ist. Wir sollten das nie vergessen. Er ist in Sachen Integration und Teambuilding ein wichtiger Baustein. Brosi ist nach vorne einfach ein guter Fußballer, sehr kreativ, meist gute Flanken. Nach hinten ist er mir halt oft zu passiv und verteidigt zu abwartend. Und klar, jünger und schneller wird er jetzt auch nicht mehr. Im Endeffekt ist es ähnlich wie bei Bell. Er braucht die Konkurrenzsituation. Hinten raus mit Donati als Konkurrenz schien es mir zumindest wieder in die richtige Richtung bei Brosi zu gehen. Man muss diese Schwächen aufarbeiten, das geht auch mit 30, alles kein Problem. Trotzdem tut ein junger Spieler mit viel Talent gut. Sobald sich einer sicher ist, er spielt ja sowieso, geht die Leistung gerne mal runter. Es gibt halt nur wenige Pizarros oder Lewandowskis, die halt so eine starke Eigenmotivation haben, dass sie jedes Spiel Vollgas geben und dauerhaft gut performen. Mwene steigt ja auch erst später ein und man muss sagen, ich bin sehr froh ihn bei uns zu haben. Er kann halt RV, halbrechts in der Raute und RA ziemlich alles gleichwertig spielen. Das hilft uns dann wiederum, wenn wir genau auf diesen Positionen gute Spieler brauchen, die reinrotieren.
Letztens hieß es ja, ich glaube es stand in der FAZ (oder?), dass wir uns mit einem erfahrenen IV schon einig seien. Gut, sei dahin gestellt, ob das so der Wahrheit entspricht. Jedenfalls sehe ich dann noch die IV, also 1 Spieler!, Gbamin-Nachfolger und einen offensiver Allrounder als Pflicht an. Die ersten Zwei definitive Stammspieler, beim Dritten zumindest sehr nah dran. Am Ende kommts dann drauf an, ob Maxim z.b. auch noch geht. Eventuell könnte man dann Kittel holen, der ein guter ablösefreier Schnapper wäre, der zudem LA und 10 spielen kann. Tolle Standards, starkes Spielverständnis, klasse Technik! Bei Ji gehe ich wie gesagt von einem Ujah-Ersatz aus, anders könnte ich mir den Transfer auch kaum erklären. Ji passt vielleicht sogar etwas besser in die Spielweise von Sandro. Trotzdem wäre es mir schon schade um Maxim und Ujah, weil ich denke, dass beide auch sehr gute Charakter sind, die aber beide ihre Klasse auch schon oft nachgewiesen haben, wenn auch nicht immer so konstant, zugegeben. Aber man kann halt verstehen, dass man auch nicht dauernd auf der Bank sitzen mag. Aber andere sind aktuell einfach besser.
Bei Abass bin ich zwiegespalten zwecks der Leihe. Ich hätte ihm eher in der Vorbereitung eine echte Chance gegeben. Verleihen kann ich dann im August immer noch. Und vielleicht hätte sich dann sogar Wiesbaden oder Sandhausen, Darmstadt angeboten? Andererseits wird er wohl in Utrecht viel Spielpraxis kriegen und die Eredivisie ist eine ausgewiesene Ausbildungsliga. Wenn er weitgehend verletzungsfrei bleibt, bin ich mir doch sicher, dass er gute Leistungen zeigen wird. Scheint mir ein geerdeter und ehrgeiziger Junge zu sein, der ganz schön Feuer machen kann. Hoffe also auf eine gute Zeit für ihn und auf einen starken Abass dann in der Saison 2019/2020! Zugegeben, Leihen haben bei uns bisher selten gut funktioniert. Aber muss ja nicht so bleiben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ruedman am 31.05.2019 um 17:41 Uhr bearbeitet
03.06.2019 - 17:56 Uhr
Ich dachte mir, um die Sommerpause etwas zu überbrücken, nutze ich die verbleibenden 10 Wochen bis zum ersten Pflichtspiel, um jeweils zu Wochenbeginn einen Abriss über die aktuelle Entwicklung in Sachen Kaderplanung und später auch den Saisonvorbereitung mit Trainingsschwerpunkten, der spielerischen Entwicklung etc. zu geben. Auch gehe ich auf unsere Länderspielfahrer ein. Je nach Schwerpunkt taucht das dann hier oder (wohl ab Trainingsstart) im Thread zur Saisonvorbereitung auf. Für Anregungen, Rückmeldungen und (thematische) Wünsche bin ich jederzeit offen.
Letzte Woche haben wir für Issah Abass einen Leihverein gefunden. Es geht zum FC Utrecht in die erste niederländische Liga. Meine Haltung bzw. der Wunsch, ihn innerhalb Deutschlands zu verleihen, um integrativ in Sachen Sprache, Umfeld etc. Fortschritte zu erreichen ist bekannt. Letztlich ist es sportlich natürlich trotzdem eine sehr verlockende Leihe, da die Liga der Niederlande von ihrer Spielweise her sehr gut zu uns passt. Auch der Kader in Utrecht ist ein gutes Umfeld für Abass, dort trifft er auf Qualität und kann sicherlich viel mitnehmen. Vorausgesetzt er spielt natürlich. Ich gehe aber einfach mal davon aus, dass Rouven Schröder hier gute Verhandlungen geführt haben. Dann könnte das nämlich tatsächlich passen und wir bekommen im Sommer 2020 eine echte Alternative hinzu. Die Worte, mit denen unser Sportvorstand den Stürmer verabschiedet zeigen jedenfalls, dass man weiterhin sehr von seinen Qualitäten überzeugt ist und für die übernächste Spielzeit fest mit ihm plant.
Ansonsten hat sich auf der Abgangsseite nichts Weiteres getan.
Auf der Zugangsseite hingegen kam richtig Bewegung rein. Jonathan Meier und Edimilson Fernandes haben bereits unterschrieben, mit Ronael Pierre-Gabriel und seinem Verein, As Monaco, wurde bereits eine Einigung erzielt. Alle drei Personalien finde ich unheimlich spannend.
Zu Meier hatte ich ja schon kurz was geschrieben. Verwundert hat mich da nur, dass er bisher keiner U-Nationalmannschaft angehörte. Ansonsten passt er halt sehr gut in das Profil des vorwärtsverteidigenden Spielers, wie Sandro Schwarz sie sehen möchte. Gute Ballbehandlung und halt die taktische Ausbildung bei 1860 und Bayern München, die beide sehr gute NLZs haben. Dazu kommen Kadernominierungen bei den Profis des Rekordmeisters und eben die Trainingserfahrungen dort. Da kommt jetzt niemand hinzu, der noch gar nicht weiß, was im Profifußball so gefragt ist. Trotz allem wird man ihm die Zeit geben müssen, aber da bieten wir ja fast perfekte Rahmenbedingungen für. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir Freude an diesem Perspektivtransfer haben. Hinter Aaron kann er in Ruhe aufgebaut werden, sich im Laufe der Saison akklimatisieren und dann auch gerne mal reinrotieren. Letzteres wäre für mich eigentlich unerlässlich, um Spieler und Team auf einen möglichen Aaron-Abgang rechtzeitig vorzubereiten. Von der Teamstruktur macht der Transfer ebenfalls Sinn. Du hast nicht nur einen potentiellen Nachfolger für unseren Spanier direkt in der Hinterhand, sondern auch einen Spieler, der die Herausfordererrolle annehmen wird und nicht gleich unzufrieden ist, wenn er mal 2-3 Wochen nicht spielt bzw. gar nicht im Kader ist.
Etwas anders verhält es sich da schon bei Pierre-Gabriel. 39 Ligue 1- Spiele und vier Pokalspiele mit gerade einmal 20 Jahren, das musst du erst einmal schaffen. Da kommt ganz sicher niemand, der hier die Bank hüten möchte. Der junge Franzose wird sicherlich den Anspruch auf den Stammplatz erheben wollen und das finde ich in Konkurrenz zu Daniel Brosinski auch sehr gut. Im Gegensatz zu manch anderem gehe ich aber aktuell eher davon aus, dass Brosinski bei uns bleibt. Allein schon, weil wir mit Rene Adler und Niko Bungert bereits zwei Spieler aus dem Mannschaftsrat verlieren. Jean-Philippe Gbamin wird wohl folgen. Unser Team braucht auch Erfahrung und da der Vertrag des Rechtsverteidigers 2020 ohnehin ausläuft und er im Juli 31 wird, ist da wohl auch finanziell nicht viel zu holen. Hinzu kommt, dass bei Phillipp Mwene weiterhin unklar ist, wann er wieder voll ins Training einsteigen kann. Ein erfahrener Mann auf dieser Position schadet nicht. Ich glaube auch, dass man die menschliche Rolle von „Brosi“ nicht unterschätzen sollte. Er geht im Training und bei Interviews schon voran. Ich gehe davon aus, dass man das kommende Jahr für einen Umbruch auf der rechten Defensivseite nutzen wird, Pierre-Gabriel wird zum Stammspieler und Mwene weiter an das Team geführt. Brosinski hat zum Ende der vergangenen Saison bewiesen, dass er den Konkurrenzkampf annehmen kann und wird sicherlich das ein oder andere mal auflaufen, ehe sich dann spätestens 2020 die Wege vermutlich trennen.
Ansonsten bringt Pierre-Gabriel gewisse Parallelen zu Meier mit. Die Ausbildung hat er bei einem Top-NLZ in Frankreich erhalten. Auch dort will man dynamische und nach vorne orientierte Verteidiger sehen, die auch etwas mit dem Ball anzufangen wissen. Was mir bei ihm allerdings extrem auffällt ist, dass er im Vergleich zu Aaron, Brosinski und Mwene defensiv doch deutlich griffiger und zweikampfstärker wirkt. Ich denke, dass da allein ein physisches Element reinkommt, was unserem Spiel guttun wird. Hoffentlich klappt es dann im Endefekt auch.
Bei Fernandes deutet tatsächlich alles auf die Gbamin-Nachfolge hin. Man sieht ihn primär auf der Acht, er bringt ebenfalls die Körpergröße in unsere Zentrale. Für unser Umschaltspiel bringt er eine sehr hohe Passschärfe mit, auch in das letzte Drittel. Ansonsten hat er halt, wie von Schwarz mittlerweile fast vorausgesetzt, die Dynamik, vor allem im Antritt, um als Box-to-Box-Spieler nach vorne Tempo reinzubringen. Ich bin mal gespannt, ob er auch defensiv die Qualitäten mitbringt. Hier brauchen wir in meinen Augen wieder mehr Entlastung neben Kunde. Da hatten wir teils zu leichte Ballverluste, die teuer wurden.
Wichtig erscheint mir vor allem auch, dass wir da einen Spieler bekommen, der mit 23 Jahren noch einiges vor sich hat, sicherlich auch noch einen Entwicklungsschritt nehmen kann, gleichzeitig aber auch schon sehr erfahren ist und so in eine Führungsrolle wachsen kann. Nationalspieler der Schweiz und schon 48 Pflichtspiele in England sowie 33 in Italien (in insgesamt drei Jahren) sind schon eine ordentliche Grundlage.
Insgesamt von daher drei äußerst sinnige Transfers, die letztlich absolut in unser Profil zu passen scheinen.
An dieser Stelle zeigt sich aber auch, wie wichtig ein vorzeitiger Klassenerhalt für die Kaderplaner und den Sportvorstand ist. Gerade einmal gute zwei Wochen ist unsere Saison beendet und wir haben bereits drei feste Neuzugänge eingetütet. Mit einem vierten Spieler und dessen abgebenden Verein ist man sich einig. Letztes Jahr war es zu diesem Zeitpunkt mit Mwene lediglich ein Entwicklungsspieler. Pierre Kunde, Jean-Philippe Mateta und Moussa Niakhate kamen einen guten Monat später. Aaron, Issah Abass und Jean-Paul Boetius gar über zwei bzw. fast drei Monate. 2017/2018 kam, mit Ausnahme von Rene Adler, das Transferkarussell bei uns ebenfalls erst knapp einen Monat ins Rennen.
Die frühe Planungssicherheit macht dich einfach schneller handlungsfähig. Es ist ja nicht so, dass die Scoutingabteilung im Hintergrund nicht schon Vorarbeit leistet, aber solange man zweigleisig plant, winken bestimmte Spieler eben ab. Das sind dann eben, sowohl in finanzieller als auch sportlich Hinsicht, Mehrwertspieler. Ob die zu einem späteren Zeitpunkt dann überhaupt oder zu wirtschaftlich machbaren Konditionen zur Verfügung stehen, ist eben so eine Sache.
Insofern würde ich wohl wirklich behaupten, dass Schröder und Schwarz hier vermutlich ihre Lieblingsspieler verpflichten konnten. Die kolportierten Ablösesummen finde ich ebenfalls absolut im Rahmen. Wenn die Spieler zeigen, was sie versprechen, dann wäre das schon am unteren Rande der marktüblichen Summen. Ich kann mir von daher auch gut vorstellen, das da Boni vereinbart sind.
Was erwartet uns nun in der kommenden Woche? Neben der (hoffentlich) Fixierung des Transfers von Pierre-Gabriel, wird es nun spannend bei unseren Leihspielern, die zurückkehren.
Bei Marin Sverko wurde nun vermeldet, dass er bei der U23 einsteigt und somit an den Bruchweg zurückkehrt. Für Jose Rodriguez und Aaron Seydel sehe ich hingegen aktuell keinen Platz. Ich könnte mir bei beiden gut vorstellen, dass die bisherigen Leihvereine da Interesse haben. Bei Seydel hängt das sicherlich von seiner Genesungsprognose ab. Wenn die stimmt, könnte man gegen eine geringere Ablöse mit Boni und ggf. Rückkaufoption Kiel entgegenkommen und hier gleichzeitig für den Spieler ein gewohntes Umfeld und eine sportlich spannende Aufgabe bieten. Nach dem Abgang von Kingsley Schindler und vermutlich einiger Leihspieler hätte Holstein offensiv sicherlich Bedarf.
Rodriguez, ich wiederhole mich, hat seine Sache bei Sittard ganz gut gemacht. Bei uns ist er ohne Perspektive. Da sollte man sich doch einigen können. Eine Vertragsauflösung bei Verzicht eine Abfindung, wenn Sittard gar keine Ablöse zahlen möchte, ginge für mich auch in Ordnung.
Es bleibt spannend.
Letzte Woche haben wir für Issah Abass einen Leihverein gefunden. Es geht zum FC Utrecht in die erste niederländische Liga. Meine Haltung bzw. der Wunsch, ihn innerhalb Deutschlands zu verleihen, um integrativ in Sachen Sprache, Umfeld etc. Fortschritte zu erreichen ist bekannt. Letztlich ist es sportlich natürlich trotzdem eine sehr verlockende Leihe, da die Liga der Niederlande von ihrer Spielweise her sehr gut zu uns passt. Auch der Kader in Utrecht ist ein gutes Umfeld für Abass, dort trifft er auf Qualität und kann sicherlich viel mitnehmen. Vorausgesetzt er spielt natürlich. Ich gehe aber einfach mal davon aus, dass Rouven Schröder hier gute Verhandlungen geführt haben. Dann könnte das nämlich tatsächlich passen und wir bekommen im Sommer 2020 eine echte Alternative hinzu. Die Worte, mit denen unser Sportvorstand den Stürmer verabschiedet zeigen jedenfalls, dass man weiterhin sehr von seinen Qualitäten überzeugt ist und für die übernächste Spielzeit fest mit ihm plant.
Ansonsten hat sich auf der Abgangsseite nichts Weiteres getan.
Auf der Zugangsseite hingegen kam richtig Bewegung rein. Jonathan Meier und Edimilson Fernandes haben bereits unterschrieben, mit Ronael Pierre-Gabriel und seinem Verein, As Monaco, wurde bereits eine Einigung erzielt. Alle drei Personalien finde ich unheimlich spannend.
Zu Meier hatte ich ja schon kurz was geschrieben. Verwundert hat mich da nur, dass er bisher keiner U-Nationalmannschaft angehörte. Ansonsten passt er halt sehr gut in das Profil des vorwärtsverteidigenden Spielers, wie Sandro Schwarz sie sehen möchte. Gute Ballbehandlung und halt die taktische Ausbildung bei 1860 und Bayern München, die beide sehr gute NLZs haben. Dazu kommen Kadernominierungen bei den Profis des Rekordmeisters und eben die Trainingserfahrungen dort. Da kommt jetzt niemand hinzu, der noch gar nicht weiß, was im Profifußball so gefragt ist. Trotz allem wird man ihm die Zeit geben müssen, aber da bieten wir ja fast perfekte Rahmenbedingungen für. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir Freude an diesem Perspektivtransfer haben. Hinter Aaron kann er in Ruhe aufgebaut werden, sich im Laufe der Saison akklimatisieren und dann auch gerne mal reinrotieren. Letzteres wäre für mich eigentlich unerlässlich, um Spieler und Team auf einen möglichen Aaron-Abgang rechtzeitig vorzubereiten. Von der Teamstruktur macht der Transfer ebenfalls Sinn. Du hast nicht nur einen potentiellen Nachfolger für unseren Spanier direkt in der Hinterhand, sondern auch einen Spieler, der die Herausfordererrolle annehmen wird und nicht gleich unzufrieden ist, wenn er mal 2-3 Wochen nicht spielt bzw. gar nicht im Kader ist.
Etwas anders verhält es sich da schon bei Pierre-Gabriel. 39 Ligue 1- Spiele und vier Pokalspiele mit gerade einmal 20 Jahren, das musst du erst einmal schaffen. Da kommt ganz sicher niemand, der hier die Bank hüten möchte. Der junge Franzose wird sicherlich den Anspruch auf den Stammplatz erheben wollen und das finde ich in Konkurrenz zu Daniel Brosinski auch sehr gut. Im Gegensatz zu manch anderem gehe ich aber aktuell eher davon aus, dass Brosinski bei uns bleibt. Allein schon, weil wir mit Rene Adler und Niko Bungert bereits zwei Spieler aus dem Mannschaftsrat verlieren. Jean-Philippe Gbamin wird wohl folgen. Unser Team braucht auch Erfahrung und da der Vertrag des Rechtsverteidigers 2020 ohnehin ausläuft und er im Juli 31 wird, ist da wohl auch finanziell nicht viel zu holen. Hinzu kommt, dass bei Phillipp Mwene weiterhin unklar ist, wann er wieder voll ins Training einsteigen kann. Ein erfahrener Mann auf dieser Position schadet nicht. Ich glaube auch, dass man die menschliche Rolle von „Brosi“ nicht unterschätzen sollte. Er geht im Training und bei Interviews schon voran. Ich gehe davon aus, dass man das kommende Jahr für einen Umbruch auf der rechten Defensivseite nutzen wird, Pierre-Gabriel wird zum Stammspieler und Mwene weiter an das Team geführt. Brosinski hat zum Ende der vergangenen Saison bewiesen, dass er den Konkurrenzkampf annehmen kann und wird sicherlich das ein oder andere mal auflaufen, ehe sich dann spätestens 2020 die Wege vermutlich trennen.
Ansonsten bringt Pierre-Gabriel gewisse Parallelen zu Meier mit. Die Ausbildung hat er bei einem Top-NLZ in Frankreich erhalten. Auch dort will man dynamische und nach vorne orientierte Verteidiger sehen, die auch etwas mit dem Ball anzufangen wissen. Was mir bei ihm allerdings extrem auffällt ist, dass er im Vergleich zu Aaron, Brosinski und Mwene defensiv doch deutlich griffiger und zweikampfstärker wirkt. Ich denke, dass da allein ein physisches Element reinkommt, was unserem Spiel guttun wird. Hoffentlich klappt es dann im Endefekt auch.
Bei Fernandes deutet tatsächlich alles auf die Gbamin-Nachfolge hin. Man sieht ihn primär auf der Acht, er bringt ebenfalls die Körpergröße in unsere Zentrale. Für unser Umschaltspiel bringt er eine sehr hohe Passschärfe mit, auch in das letzte Drittel. Ansonsten hat er halt, wie von Schwarz mittlerweile fast vorausgesetzt, die Dynamik, vor allem im Antritt, um als Box-to-Box-Spieler nach vorne Tempo reinzubringen. Ich bin mal gespannt, ob er auch defensiv die Qualitäten mitbringt. Hier brauchen wir in meinen Augen wieder mehr Entlastung neben Kunde. Da hatten wir teils zu leichte Ballverluste, die teuer wurden.
Wichtig erscheint mir vor allem auch, dass wir da einen Spieler bekommen, der mit 23 Jahren noch einiges vor sich hat, sicherlich auch noch einen Entwicklungsschritt nehmen kann, gleichzeitig aber auch schon sehr erfahren ist und so in eine Führungsrolle wachsen kann. Nationalspieler der Schweiz und schon 48 Pflichtspiele in England sowie 33 in Italien (in insgesamt drei Jahren) sind schon eine ordentliche Grundlage.
Insgesamt von daher drei äußerst sinnige Transfers, die letztlich absolut in unser Profil zu passen scheinen.
An dieser Stelle zeigt sich aber auch, wie wichtig ein vorzeitiger Klassenerhalt für die Kaderplaner und den Sportvorstand ist. Gerade einmal gute zwei Wochen ist unsere Saison beendet und wir haben bereits drei feste Neuzugänge eingetütet. Mit einem vierten Spieler und dessen abgebenden Verein ist man sich einig. Letztes Jahr war es zu diesem Zeitpunkt mit Mwene lediglich ein Entwicklungsspieler. Pierre Kunde, Jean-Philippe Mateta und Moussa Niakhate kamen einen guten Monat später. Aaron, Issah Abass und Jean-Paul Boetius gar über zwei bzw. fast drei Monate. 2017/2018 kam, mit Ausnahme von Rene Adler, das Transferkarussell bei uns ebenfalls erst knapp einen Monat ins Rennen.
Die frühe Planungssicherheit macht dich einfach schneller handlungsfähig. Es ist ja nicht so, dass die Scoutingabteilung im Hintergrund nicht schon Vorarbeit leistet, aber solange man zweigleisig plant, winken bestimmte Spieler eben ab. Das sind dann eben, sowohl in finanzieller als auch sportlich Hinsicht, Mehrwertspieler. Ob die zu einem späteren Zeitpunkt dann überhaupt oder zu wirtschaftlich machbaren Konditionen zur Verfügung stehen, ist eben so eine Sache.
Insofern würde ich wohl wirklich behaupten, dass Schröder und Schwarz hier vermutlich ihre Lieblingsspieler verpflichten konnten. Die kolportierten Ablösesummen finde ich ebenfalls absolut im Rahmen. Wenn die Spieler zeigen, was sie versprechen, dann wäre das schon am unteren Rande der marktüblichen Summen. Ich kann mir von daher auch gut vorstellen, das da Boni vereinbart sind.
Was erwartet uns nun in der kommenden Woche? Neben der (hoffentlich) Fixierung des Transfers von Pierre-Gabriel, wird es nun spannend bei unseren Leihspielern, die zurückkehren.
Bei Marin Sverko wurde nun vermeldet, dass er bei der U23 einsteigt und somit an den Bruchweg zurückkehrt. Für Jose Rodriguez und Aaron Seydel sehe ich hingegen aktuell keinen Platz. Ich könnte mir bei beiden gut vorstellen, dass die bisherigen Leihvereine da Interesse haben. Bei Seydel hängt das sicherlich von seiner Genesungsprognose ab. Wenn die stimmt, könnte man gegen eine geringere Ablöse mit Boni und ggf. Rückkaufoption Kiel entgegenkommen und hier gleichzeitig für den Spieler ein gewohntes Umfeld und eine sportlich spannende Aufgabe bieten. Nach dem Abgang von Kingsley Schindler und vermutlich einiger Leihspieler hätte Holstein offensiv sicherlich Bedarf.
Rodriguez, ich wiederhole mich, hat seine Sache bei Sittard ganz gut gemacht. Bei uns ist er ohne Perspektive. Da sollte man sich doch einigen können. Eine Vertragsauflösung bei Verzicht eine Abfindung, wenn Sittard gar keine Ablöse zahlen möchte, ginge für mich auch in Ordnung.
Es bleibt spannend.
03.06.2019 - 19:11 Uhr
Wie, nur einmal die Woche?!?
Ich freue mich schon auf kommende Woche
Eigentlich benötigen wir - sofern Pierre-Gabriel noch fixiert wird - nur noch Verstärkung auf der IV-Position. Der Rest kann so bleiben, ausgewiesene Flügelspieler zu verpflichten macht m.E. keinen Sinn, da wir wie ich auch glaube aus der Raute heraus versuchen werden taktische Varianten zu finden, die mit den Spielern die da sind auch umsetzbar sind.
Ich freue mich schon auf kommende Woche
Eigentlich benötigen wir - sofern Pierre-Gabriel noch fixiert wird - nur noch Verstärkung auf der IV-Position. Der Rest kann so bleiben, ausgewiesene Flügelspieler zu verpflichten macht m.E. keinen Sinn, da wir wie ich auch glaube aus der Raute heraus versuchen werden taktische Varianten zu finden, die mit den Spielern die da sind auch umsetzbar sind.
03.06.2019 - 20:43 Uhr
Ich verstehe natürlich die Problematik rund um gute flügelspieler und dem System Raute . Aber ganz ehrlich , ohne Flügelspieler in die Saison zu gehen ist doch absolut bundesligauntauglich . Da kannst du absolut nichts spielen außer Raute und die super 3-5-2 .
4-3-3 in allen Varianten , 4-2-3-1 , 4-4-2 .... fällt alles flach und ganz ehrlich unser größtes Argument gegen schwarz war ja der fehlende Plan B und das absägen der Flügel welches uns total ausrechenbar gemacht hat ...
Das sollte man definitiv beheben . Mir fällt keine Buli Mannschaft ein die ohne Flügel im Kader spielt . Selbst Bremen welche die Raute quasi salonfähig gemacht haben haben welche
Also nicht falsch verstehen , finde die Transfers bisher geil und vertraue Rouven zu 10000% aber wieder ein Sommer ohne Flexibilität in den Kader gebracht zu haben wäre doch enttäuschend . Und ja es ist noch eeewig Zeit , wollte aber mal Stellung beziehen zu Kommentaren hier die ( natürlich gerne ) ihre eigene Meinung vertreten dürfen , keine Flügel zu brauchen .
4-3-3 in allen Varianten , 4-2-3-1 , 4-4-2 .... fällt alles flach und ganz ehrlich unser größtes Argument gegen schwarz war ja der fehlende Plan B und das absägen der Flügel welches uns total ausrechenbar gemacht hat ...
Das sollte man definitiv beheben . Mir fällt keine Buli Mannschaft ein die ohne Flügel im Kader spielt . Selbst Bremen welche die Raute quasi salonfähig gemacht haben haben welche
Also nicht falsch verstehen , finde die Transfers bisher geil und vertraue Rouven zu 10000% aber wieder ein Sommer ohne Flexibilität in den Kader gebracht zu haben wäre doch enttäuschend . Und ja es ist noch eeewig Zeit , wollte aber mal Stellung beziehen zu Kommentaren hier die ( natürlich gerne ) ihre eigene Meinung vertreten dürfen , keine Flügel zu brauchen .
Dieser Beitrag wurde zuletzt von R-Block am 03.06.2019 um 20:46 Uhr bearbeitet
03.06.2019 - 21:04 Uhr
Hamue du hast den Ji vergessen
04.06.2019 - 13:27 Uhr
Ich will an dieser Stelle nochmal den Aspekt von @R-Block aufgreifen, was die Situation unseres Kaders hinsichtlich Flügelspielern angeht.
An dieser Stelle bin ich ganz bei ihm. Natürlich braucht man für das 4-1-2-1-2 mit enger Raute keine Flügelspieler. Aber das ist doch nicht die eigentliche Frage. Sondern vielmehr, ob es sinnvoll ist sich komplett auf dieses eine System festzulegen. Und da würde ich eindeutig sagen: Nein! Ich kann noch nicht einmal behaupten, dass das zwingend schiefgeht (immerhin lief es in der vergangenen Runde ja recht passabel), aber das Risiko wäre natürlich da. Und ähnlich wie 2016/2017 stellen sich die Gegner natürlich mit der Zeit auch auf unser Spiel ein. Zur Erinnerung: Damals haben wir uns dank gutem Gegenpressing und Umschalten in der Saison 2015/2016 quasi allein durch unser Konterspiel in die Europa League geschossen. Erfolg verschafft Aufmerksamkeit und die Gegner standen künftig tiefer, die Kontermöglichkeiten gingen rapide zurück, die Ballbesitzzeiten stiegen und wir mussten so immer mehr Lösungen mit dem Ball finden. Der Verlauf ist bekannt. Folglich ist es auch absolut richtig, dass Sandro Schwarz unser Spiel dahingehend weiterentwickeln will, spielerische Lösungen auch in eigenen Ballbesitzphasen zu entwickeln.
Das andere ist eben auch die taktische Flexibilität. Aufgrund der vielen auslaufenden Verträge, der vermutlichen Gbamin-Einnahmen und dem ein oder anderen abwanderungswilligen Akteur haben wir nun eigentlich die perfekte Gelegenheit dazu an dieser Stellschraube zu drehen. Das sollte nach meinem Empfinden absolut passieren, hätte aber natürlich auch zur Folge, dass wir quasi ein zweites Umbruchjahr haben. Wobei ich eigentlich ohnehin der Auffassung bin, dass ein Umbruch mindestens 2-3 Jahre braucht, ehe er komplett Fuß gefasst haben kann.
Jetzt ist es unweigerlich so, dass Gerrit Holtmann und Levin Öztunali aus unterschiedlichen Gründen in den letzten anderthalb Jahren nicht geliefert haben. Nur legitim ist daher, dass man hier Veränderungen in Betracht zieht. Ich war eigentlich Fan der Verpflichtung von Öztunali und auch zufrieden mit der Entwicklung von Holtmann in der Hinrunde 17/18, aber ich sehe für beide eigentlich keinen Platz mehr bei uns. Holtmann hätte auf links mit Jean-Paul Boetius immer einen starken Konkurrenten vor sich. Klar, der Niederländer ist primär auf der Zehn gesetzt, aber bei Systemumstellung wäre er für mich direkt auch ein Anwärter für den linken Flügel. Tempo, Dynamik, Abschluss und Ballbeherrschung bringt er mit und in den letzten drei Elementen sehe ich ihn deutlich vor Holtmann. Dieser kann natürlich auch im Zentrum den laufenden Stürmer spielen, aber auch da sind wir nach aktuellem Stand sehr gut und breit aufgestellt. Vielmehr stellt sich doch nach der Verpflichtung von Dong-Won Ji dort eher die Frage nach Abgängen, insbesondere bei Rückkehrer Aaron Seydel und Joker Anthony Ujah. Mit JI, Jean-Philipp Mateta, Karim Onisiwo und Robin Quaison haben wir vier potentieller Stammspieler in den Reihen. Dahinter will Jonathan Burkardt seine Einsatzzeiten erhalten und sollte das im Sinne seiner Weiterentwicklung auch. Dann bleibt auch noch Talent Cyrill Akono. Also Platz für Holtmann sehe ich da wirklich nicht. Umso mehr habe ich mich gewundert, dass die AZ es als nahezu sicher ansieht, dass er sich im kommenden Jahr bei uns durchsetzen soll.
Bei Öztunali ist es einfach so, dass er auf Außen sich viel zu selten durchsetzen konnte und oft festgedribbelt hat. Die zweifelsfrei guten Anlagen konnte er nur ungenügend abrufen. Dazu kommt, dass er im Vergleich zu seinen Mitspielern defensiv nicht präsent genug ist. Einzig in Bremen hat er mir da in dieser Runde zugesagt, als er von der Acht kommend hinten einiges wegverteidigt hat. Ansonsten kommt er für mich im ZM eigentlich nicht in Betracht. Defensiv wie gesagt viel zu wacklig, in den Zweikämpfen nicht robust und griffig genug. Man muss einfach sagen: Was vielversprechend begann, hat sich nicht gut entwickelt. Bei uns nimmt er so einen (vermutlich auch recht gut bezahlten) Kaderplatz weg, der flexibler besetzt werden könnte und wenn er endlich den Durchbruch packen will, muss er mehr spielen. Für beide Seiten wäre daher ein Verkauf wohl die beste Option.
Unterm Strich hätten wir also aktuell einen Flügelspieler, der eigentlich auf einer anderen Position gesetzt ist (Boetius) und zwei, die bisher nicht wirklich glücklich agierten. Ich traue wie gesagt einzig Boetius da eine Rolle zu. Ji ist für mich eher jemand der aus dem Zentrum kommt. Onisiwo sollte ebenfalls dort eingesetzt werden.
Insofern erscheint auch für mich völlig klar, dass wir auf den Flügel eigentlich zwei Neue brauchen. Die Aussagen der sportlichen Leitung, man wolle flexibler werden, macht mir da Mut.
Es ist aber so, dass wir davon ausgehen müssen, dass die Raute erstmal unser Grundordnung sein wird. Und da wird es dann eben schwierig. Dann kriegst du nicht so schnell einen Flügelspieler mit Stammspielerformat, der sich sehenden Auges in einer Vielzahl von Spielen auf die Bank oder die Tribüne begibt. Du brauchst also jemanden, der neben dem Flügel noch eine weitere Position besetzen kann und dem du so die Perspektive auf zahlreiche Einsatzminuten bieten kannst. Die kosten dann aber gleich eine ganze Menge Geld, wenn du da jemanden haben willst, der seine Qualitäten auf gutem Niveau bereits konstant unter Beweis gestellt hat. Deshalb muss man sich vielleicht wirklich damit zufrieden geben, dass noch einiges an Zeit bleibt und der Markt für Rouven Schröder aktuell vermutlich noch sehr sehr schwer ausschaut. In dieser Kategorie fiele wohl auch der von mir mal angedachte Steven Zuber, der dank seiner Passschärfe, Dynamik und guten Ballbehandlung sowie der Geschwindigkeit einer für die Außen wäre, gleichzeitig aber auch die Physis und Umschaltqualitäten für die Acht oder Zehn mitbringt.
Eine an dieser Stelle schon eingige Male, unter anderem von @Ruedman, angesprochene Möglichkeit wäre aber auch Sonny Kittel. Durch den Abstieg der Ingolstädter ist er bekanntlich ablösefrei. Ich hatte ihn im vergangenen Jahr schon einmal ins Gespräch gebracht, hatte aber (wie viele andere auch) noch etwas Bauchschmerzen aufgrund seiner bisherigen Verletzungen. Das hat sich aber geändert und er blieb jetzt zwei Spielzeiten ohne Verletzung. Kittel ist für mich einer derjenigen, die sowohl hinter der Spitze als auch auf dem Flügel starke Leistungen gezeigt haben. Die letzten beiden Spielzeiten mit 21 Toren und 21 Vorlagen in 69 Pflichtspielen sprechen für sich. Und das wohlgemerkt bei einem Club, der sich im unteren Tabellendrittel (zumindest weitestgehend) wiederfand. Auch Bundesligaerfahrung hat er schon, mit sehr passablen Leistungen, gesammelt.
Mit der Verpflichtung eines solchen Spielertyps wären die Tage von Alexandru Maxim bei Mainz 05 dann natürlich gewiss gezählt. Eigentlich wirklich schade, weil er am Ball einer der besten Kicker in unserem Team ist. Gerade, wenn er zuletzt nach Rückständen eigewechselt wurde, hat er wichtige Impulse gesetzt und mir da sehr gut gefallen. Er neigt in solchen Situationen eben nicht zu Aktionismus, sondern bringt ne gesunde Ruhe und Stabilität ins Spiel. Ganz nach dem Motto, nicht gleich schnell nach vorne, sondern auch mal eine Spielverlagerung oder ähnliches. Letztlich fehlt ihm für unsere Spielausrichtung aber natürlich die Geschwindigkeit, die Zweikampfarbeit und das Defensivverhalten. Vielleicht sollte das einfach nicht zusammenpassen, aber ein Spieler mit seinen Fähigkeiten sollte zurecht den Anspruch haben, regelmäßig zu spielen.
Wenn wir dann einen Spieler wie Zuber oder Kittel dafür bekämen, wäre das für unser Spiel durchaus nützlich. Beides hätte seinen Charme. Zuber würde sicherlich vom Standig her einen gehörigen Impuls ins Team bringen und natürlich auch ordentlich Körperlichkeit und Durchsetzungsvermögen. Mit Kittel hingegen wäre unser Spiel taktisch sehr flexibel, da er von der Raute und 4-2-3-1 (dann auf der Zehn) über ein 4-4-2 mit Außen bis hin zum 4-3-3- (dann jeweils auf den Flügeln) eigentlich alles besetzen kann.
Insgesamt geht meine Tendenz von der Taktik her eher weg vom 4-2-3-1. Ich finde, dass einem Team von unserem Schlag da einfach schnell im letzten Drittel die Präsenz fehlt und der einzige Stürmer oft recht verloren wird. Letztlich hat man ja gesehen, wie wichtig für Mateta zB die spielerische Unterstützung oder eben auch die Raumgewinne durch Tiefenläufe seines Nebenmanns sind. Ich fand uns da einfach offensiv deutlich gefährlicher.
Insgesamt gehe ich jetzt erst einmal davon aus, dass wir zunächst nur einen Innenverteidiger hinzuholen und ansonsten erstmal abwarten, was sich auf Abgangsseite tut. Mit Maxim, Öztunali und Ujah haben wir da drei Anwärter, welche in meinen Augen auch tatsächlich verkauft werden sollen. Dann hätte wir Platz, sowohl von der Kaderbreite als auch finanziell (insbesondere deren Gehälter dürften nicht unbeachtlich sein), um die Flügel zu besetzen.
Wie viele Vorredner gehe ich ansonsten davon aus, dass sowohl das Sturmzentraum, als auch Außenverteidigung und die Mittelfeldzentrale so jetzt schon stehen. Das heißt, wir haben wohl neben dem IV wirklich nur noch mit Veränderungen auf den Außenbahnen offensiv zu rechnen. Wenn davon das ein oder andere sich noch bis zum Trainingsstart abzeichnet, hätten wir Top-Voraussetzungen mit Blick auf ein Einspielen bis zum Saisonstart.
An dieser Stelle bin ich ganz bei ihm. Natürlich braucht man für das 4-1-2-1-2 mit enger Raute keine Flügelspieler. Aber das ist doch nicht die eigentliche Frage. Sondern vielmehr, ob es sinnvoll ist sich komplett auf dieses eine System festzulegen. Und da würde ich eindeutig sagen: Nein! Ich kann noch nicht einmal behaupten, dass das zwingend schiefgeht (immerhin lief es in der vergangenen Runde ja recht passabel), aber das Risiko wäre natürlich da. Und ähnlich wie 2016/2017 stellen sich die Gegner natürlich mit der Zeit auch auf unser Spiel ein. Zur Erinnerung: Damals haben wir uns dank gutem Gegenpressing und Umschalten in der Saison 2015/2016 quasi allein durch unser Konterspiel in die Europa League geschossen. Erfolg verschafft Aufmerksamkeit und die Gegner standen künftig tiefer, die Kontermöglichkeiten gingen rapide zurück, die Ballbesitzzeiten stiegen und wir mussten so immer mehr Lösungen mit dem Ball finden. Der Verlauf ist bekannt. Folglich ist es auch absolut richtig, dass Sandro Schwarz unser Spiel dahingehend weiterentwickeln will, spielerische Lösungen auch in eigenen Ballbesitzphasen zu entwickeln.
Das andere ist eben auch die taktische Flexibilität. Aufgrund der vielen auslaufenden Verträge, der vermutlichen Gbamin-Einnahmen und dem ein oder anderen abwanderungswilligen Akteur haben wir nun eigentlich die perfekte Gelegenheit dazu an dieser Stellschraube zu drehen. Das sollte nach meinem Empfinden absolut passieren, hätte aber natürlich auch zur Folge, dass wir quasi ein zweites Umbruchjahr haben. Wobei ich eigentlich ohnehin der Auffassung bin, dass ein Umbruch mindestens 2-3 Jahre braucht, ehe er komplett Fuß gefasst haben kann.
Jetzt ist es unweigerlich so, dass Gerrit Holtmann und Levin Öztunali aus unterschiedlichen Gründen in den letzten anderthalb Jahren nicht geliefert haben. Nur legitim ist daher, dass man hier Veränderungen in Betracht zieht. Ich war eigentlich Fan der Verpflichtung von Öztunali und auch zufrieden mit der Entwicklung von Holtmann in der Hinrunde 17/18, aber ich sehe für beide eigentlich keinen Platz mehr bei uns. Holtmann hätte auf links mit Jean-Paul Boetius immer einen starken Konkurrenten vor sich. Klar, der Niederländer ist primär auf der Zehn gesetzt, aber bei Systemumstellung wäre er für mich direkt auch ein Anwärter für den linken Flügel. Tempo, Dynamik, Abschluss und Ballbeherrschung bringt er mit und in den letzten drei Elementen sehe ich ihn deutlich vor Holtmann. Dieser kann natürlich auch im Zentrum den laufenden Stürmer spielen, aber auch da sind wir nach aktuellem Stand sehr gut und breit aufgestellt. Vielmehr stellt sich doch nach der Verpflichtung von Dong-Won Ji dort eher die Frage nach Abgängen, insbesondere bei Rückkehrer Aaron Seydel und Joker Anthony Ujah. Mit JI, Jean-Philipp Mateta, Karim Onisiwo und Robin Quaison haben wir vier potentieller Stammspieler in den Reihen. Dahinter will Jonathan Burkardt seine Einsatzzeiten erhalten und sollte das im Sinne seiner Weiterentwicklung auch. Dann bleibt auch noch Talent Cyrill Akono. Also Platz für Holtmann sehe ich da wirklich nicht. Umso mehr habe ich mich gewundert, dass die AZ es als nahezu sicher ansieht, dass er sich im kommenden Jahr bei uns durchsetzen soll.
Bei Öztunali ist es einfach so, dass er auf Außen sich viel zu selten durchsetzen konnte und oft festgedribbelt hat. Die zweifelsfrei guten Anlagen konnte er nur ungenügend abrufen. Dazu kommt, dass er im Vergleich zu seinen Mitspielern defensiv nicht präsent genug ist. Einzig in Bremen hat er mir da in dieser Runde zugesagt, als er von der Acht kommend hinten einiges wegverteidigt hat. Ansonsten kommt er für mich im ZM eigentlich nicht in Betracht. Defensiv wie gesagt viel zu wacklig, in den Zweikämpfen nicht robust und griffig genug. Man muss einfach sagen: Was vielversprechend begann, hat sich nicht gut entwickelt. Bei uns nimmt er so einen (vermutlich auch recht gut bezahlten) Kaderplatz weg, der flexibler besetzt werden könnte und wenn er endlich den Durchbruch packen will, muss er mehr spielen. Für beide Seiten wäre daher ein Verkauf wohl die beste Option.
Unterm Strich hätten wir also aktuell einen Flügelspieler, der eigentlich auf einer anderen Position gesetzt ist (Boetius) und zwei, die bisher nicht wirklich glücklich agierten. Ich traue wie gesagt einzig Boetius da eine Rolle zu. Ji ist für mich eher jemand der aus dem Zentrum kommt. Onisiwo sollte ebenfalls dort eingesetzt werden.
Insofern erscheint auch für mich völlig klar, dass wir auf den Flügel eigentlich zwei Neue brauchen. Die Aussagen der sportlichen Leitung, man wolle flexibler werden, macht mir da Mut.
Es ist aber so, dass wir davon ausgehen müssen, dass die Raute erstmal unser Grundordnung sein wird. Und da wird es dann eben schwierig. Dann kriegst du nicht so schnell einen Flügelspieler mit Stammspielerformat, der sich sehenden Auges in einer Vielzahl von Spielen auf die Bank oder die Tribüne begibt. Du brauchst also jemanden, der neben dem Flügel noch eine weitere Position besetzen kann und dem du so die Perspektive auf zahlreiche Einsatzminuten bieten kannst. Die kosten dann aber gleich eine ganze Menge Geld, wenn du da jemanden haben willst, der seine Qualitäten auf gutem Niveau bereits konstant unter Beweis gestellt hat. Deshalb muss man sich vielleicht wirklich damit zufrieden geben, dass noch einiges an Zeit bleibt und der Markt für Rouven Schröder aktuell vermutlich noch sehr sehr schwer ausschaut. In dieser Kategorie fiele wohl auch der von mir mal angedachte Steven Zuber, der dank seiner Passschärfe, Dynamik und guten Ballbehandlung sowie der Geschwindigkeit einer für die Außen wäre, gleichzeitig aber auch die Physis und Umschaltqualitäten für die Acht oder Zehn mitbringt.
Eine an dieser Stelle schon eingige Male, unter anderem von @Ruedman, angesprochene Möglichkeit wäre aber auch Sonny Kittel. Durch den Abstieg der Ingolstädter ist er bekanntlich ablösefrei. Ich hatte ihn im vergangenen Jahr schon einmal ins Gespräch gebracht, hatte aber (wie viele andere auch) noch etwas Bauchschmerzen aufgrund seiner bisherigen Verletzungen. Das hat sich aber geändert und er blieb jetzt zwei Spielzeiten ohne Verletzung. Kittel ist für mich einer derjenigen, die sowohl hinter der Spitze als auch auf dem Flügel starke Leistungen gezeigt haben. Die letzten beiden Spielzeiten mit 21 Toren und 21 Vorlagen in 69 Pflichtspielen sprechen für sich. Und das wohlgemerkt bei einem Club, der sich im unteren Tabellendrittel (zumindest weitestgehend) wiederfand. Auch Bundesligaerfahrung hat er schon, mit sehr passablen Leistungen, gesammelt.
Mit der Verpflichtung eines solchen Spielertyps wären die Tage von Alexandru Maxim bei Mainz 05 dann natürlich gewiss gezählt. Eigentlich wirklich schade, weil er am Ball einer der besten Kicker in unserem Team ist. Gerade, wenn er zuletzt nach Rückständen eigewechselt wurde, hat er wichtige Impulse gesetzt und mir da sehr gut gefallen. Er neigt in solchen Situationen eben nicht zu Aktionismus, sondern bringt ne gesunde Ruhe und Stabilität ins Spiel. Ganz nach dem Motto, nicht gleich schnell nach vorne, sondern auch mal eine Spielverlagerung oder ähnliches. Letztlich fehlt ihm für unsere Spielausrichtung aber natürlich die Geschwindigkeit, die Zweikampfarbeit und das Defensivverhalten. Vielleicht sollte das einfach nicht zusammenpassen, aber ein Spieler mit seinen Fähigkeiten sollte zurecht den Anspruch haben, regelmäßig zu spielen.
Wenn wir dann einen Spieler wie Zuber oder Kittel dafür bekämen, wäre das für unser Spiel durchaus nützlich. Beides hätte seinen Charme. Zuber würde sicherlich vom Standig her einen gehörigen Impuls ins Team bringen und natürlich auch ordentlich Körperlichkeit und Durchsetzungsvermögen. Mit Kittel hingegen wäre unser Spiel taktisch sehr flexibel, da er von der Raute und 4-2-3-1 (dann auf der Zehn) über ein 4-4-2 mit Außen bis hin zum 4-3-3- (dann jeweils auf den Flügeln) eigentlich alles besetzen kann.
Insgesamt geht meine Tendenz von der Taktik her eher weg vom 4-2-3-1. Ich finde, dass einem Team von unserem Schlag da einfach schnell im letzten Drittel die Präsenz fehlt und der einzige Stürmer oft recht verloren wird. Letztlich hat man ja gesehen, wie wichtig für Mateta zB die spielerische Unterstützung oder eben auch die Raumgewinne durch Tiefenläufe seines Nebenmanns sind. Ich fand uns da einfach offensiv deutlich gefährlicher.
Insgesamt gehe ich jetzt erst einmal davon aus, dass wir zunächst nur einen Innenverteidiger hinzuholen und ansonsten erstmal abwarten, was sich auf Abgangsseite tut. Mit Maxim, Öztunali und Ujah haben wir da drei Anwärter, welche in meinen Augen auch tatsächlich verkauft werden sollen. Dann hätte wir Platz, sowohl von der Kaderbreite als auch finanziell (insbesondere deren Gehälter dürften nicht unbeachtlich sein), um die Flügel zu besetzen.
Wie viele Vorredner gehe ich ansonsten davon aus, dass sowohl das Sturmzentraum, als auch Außenverteidigung und die Mittelfeldzentrale so jetzt schon stehen. Das heißt, wir haben wohl neben dem IV wirklich nur noch mit Veränderungen auf den Außenbahnen offensiv zu rechnen. Wenn davon das ein oder andere sich noch bis zum Trainingsstart abzeichnet, hätten wir Top-Voraussetzungen mit Blick auf ein Einspielen bis zum Saisonstart.
14.06.2019 - 21:01 Uhr
Leider habe ich es zu Wochenbeginn nicht gepackt. Deshalb fasse ich dann einfach meine Eindrücke der letzten nun fast zwei Wochen zusammen.
Das Wichtigste vorab: Unser Kader 2019/2020 ist auf einem sehr guten Weg. Mit der endgültigen Fixierung von Ronael Pierre-Gabriel konnten wir eine wichtige Baustelle auf unserer rechten defensiven Seite schließen. Wieder einmal ein junger Franzose mit U-Nationaleinsätzen. Wieder einmal bereits mit Erfahrung in einer der europäischen Top-5-Ligen. Gerade für uns Mainzer klingt das natürlich sehr vielversprechend. Auch die Rohdaten scheinen zu stimmen. Mit jungen 21 Jahren hat er noch ordentlich viel Entwicklungspotential. Zugleich stammt er aus einer Top-Akademie Frankreichs und hat für sein Alter schon eine ordentliche Zahl an Ligue 1-Spielen absolviert. Mit 5,5 Millionen Euro ist das sicherlich auch ein Preis, der am Markt so absolut in Ordnung geht. Vermutlich sind da Boni drin enthalten, würde mich ansonsten schwer wundern. Fünf Jahre Vertrag, super! Bleibt nur zu hoffen, dass er verletzungstechnisch nicht so eine Saison wie im Vorjahr erlebt. Dann, da bin ich mir ziemlich sicher, ist er eine große Verstärkung für uns. Ganz klar ein Spieler der Kategorie: sofortiges Stammplatzpotential.
Interessant an der Personalie ist, dass er von der Veranlagung her ein ganz anderer Spielertyp als Aaron auf der gegenüberliegenden linken Seite ist. Aaron sehr schmächtig und Gabriel eher der robustere Typ, der absolut über seine Physis kommt. Beide eint zumindest die Athletik, die das Spiel unter Sandro Schwarz aber auch fordert. Ich bin gespannt, wie es im Spiel nach vorne mit ihm ausschaut. Ich sehe ihn da, was Passschärfe, Flanken und generell die Vorwärtsbewegung angeht noch hinter Aaron. Aber man merkt schon, dass er zumindest von der Ausbildung her jemand ist, der offensiv denkt. Von daher vertraue ich mal auf das Entwicklungspotential in Sachen Offensivarbeit, das Rouven Schröder in ihm sieht.
Defensiv bekommen wir da ohnehin einen sehr sehr starken Mann hinzu. Er hat eine unheimliche Präsenz in Zweikämpfen, weiß seinen Körper sehr clever einzusetzen. Und er verfügt auch über den Antritt und die Geschwindigkeit, um sich in keinem Laufduell verstecken zu müssen.
Schröder ist jedenfalls dabei seine Liste in einem guten Tempo abzuarbeiten. Jetzt fehlt wohl nur noch die angekündigte Verstärkung in der Innenverteidigung und im Offensivbereich. Wobei ich schon ausreichend dargelegt habe, dass der/die Neue(n) dort bitte auch Qualität für die Flügel mitbringen sollten.
Denn hier nimmt die Gerüchteküche um Gerrit Holtmann und Levin Öztunali langsam Fahrt auf. Länger war bekannt, dass es sich um Wackelkandidaten bei 05 handelt. Ich denke, dass es für alle Seiten sinnvoll wäre, wenn sie sich neue Arbeitgeber suchen. Bei Holtmann wäre so ein Club vom Kaliber Hannover 96 in Liga zwei vielleicht wirklich der sehr sinnvolle Schritt zurück. So könnte er über regelmäßige Einsatzzeiten endlich in Form finden und hat gleichzeitig bei einem solchen Verein die Perspektive auf eine zeitnahe Bundesligarückkehr. Interessant wird, sofern sie gehen, wie sich das wirtschaftlich darstellen wird. Ich gehe aber fasst davon aus, dass wir die Ausgaben da nicht wieder erlösen können. Ist halt auch die Frage, ob man das zwingend anvisieren muss. Letztlich sollten wir es uns durch die langjährige gute Finanzarbeit und die immer wieder auftretenden Verkäufe in höheren Größenordnungen leisten können, da auch an der ein oder anderen Stelle (leichte) Verluste einzufahren. Es sollte primär darum gehen, dass wir die Kaderplätze bestmöglich besetzen. Und da sehe ich bei den beiden einfach große Fragezeichen. Und das sage ich ohne, über ihre Qualitäten negativ zu urteilen. Im Gegenteil, ich war immer großer Fan von ihren Veranlagungen und habe deshalb die Transfers auch absolut begrüßt. Aber man kann eben nicht davon die Augen verschließen, dass es bei uns für beide nicht gepasst hat. Und auch aus Spielersicht muss es ja der Ansporn sein regelmäßiger zu kicken.
Das wird vermutlich bei Alexandru Maxim ähnlich ausschauen.
Ein weiterer Aspekt, über den ich mir Gedanken gemacht habe, ist, wie wir am besten die eigenen Nachwuchsspieler einbinden können. Man hat sich ja seitens der Vereinsführung ganz klar positioniert, dass Leandro Barreiro Martin, Jonathan Burkardt und Ahmet Gürleyen in der nächsten Saison fest zum Profikader gehören sollen. Ich bin der Letzte, der das nicht befürwortet, aber es muss eben auch sportlich Sinn ergeben. Bei Barreiro habe ich eigentlich gar keine Bedenken. Er hat für mich gegen Leverkusen und in den Testspielen in den jeweiligen Vorbereitungen einen sehr sehr guten Eindruck hinterlassen. Gute Qualität am Ball, tolle Dynamik im Umschalten und ein überragendes Spielverständnis. Gerade in das System mit der Raute passt er perfekt, aber auch in ein etwaiges 4-4-2, 4-3-3 oder auch ein 3-5-2 (dazu unten mehr) würde er von seinen Anlagen her perfekt passen. Meine Vermutung daher: Er wird im nächsten Jahr eine gewisse Rolle in unserem Team spielen können. Auch weil er eben durch die A-Nationalmannschaft Luxemburgs wichtige Erfahrungen, was die Physis und Körperlichkeit sowie das Tempo im Herrenbereich angeht, sammeln konnte. Das ist unheimlich wichtig für so junge Spieler und eine ideale Ergänzung für unsere ältesten NLZ-Mannschaften, wenn unsere Jungs da auf diesem Niveau früh unterwegs sind. Er scheint sich, so zeigten es auch die letzten beiden Länderspiele gegen Litauen und die Ukraine, in der Nationalelf festgespielt zu haben. Tolle Entwicklung.
Insgesamt lief es ja sehr gut für unsere internationalen 05-er. Die U21-Kicker sind allesamt bei der EM dabei. Robin Quaison spielte zweimal für Schweden und konnte sogar zwei Scorer vorweisen (Tor und Vorlage). Noch viel wichtiger aber dürfte seine Blitzgenesung sein. Das sah sah zum Saisonende ja noch ganz anders aus. Bis hin zu einer OP stand da ja alles im Raum. Karim Onisiwo durfte für Österreich leider nicht spielen, konnte aber immerhin im Kreise der Nationalelf seine tolle Saison krönen. Alexandru Maxim spielte zweimal für Rumänien und Jean-Philippe Gbamin und Pierre Kunde Malong waren in der Vorbereitung für den Afrika-Cup unterwegs und haben jeweils ihre Ambitionen auf einen Startplatz untermauert. Ich denke, dass auch die Anzahl an Nominierungen und Spielzeiten für Nationalmannschaften ein Indiz der guten 05-Saison sind.
Nun aber zurück zu unseren Eigengewächsen. Barreiro sollte wirklich eine Rolle spielen. Wie schaut das aber bei Burkardt und Gürleyen aus? Letzterer hat wirklich tollte erste Bundesligaminuten gesammelt. Insgesamt hat er in der ersten Saisonhälfte auch gute Eindrücke im Training und den Test hinterlassen. Danach allerdings stagnierte die Entwicklung etwas. Auch die User, welche regelmäßig die U23 verfolgen, äußerten zuletzt ihre Bedenken hinsichtlich einer zeitnahen Rolle im Profiteam. Das teile ich. Allerdings würde ich ihm zugestehen jetzt in der Pause den Reset-Knopf zu drücken und dann in der Vorbereitung neu anzugreifen. Wenn er überzeugt, dann sollten wir mit ihm als festen Kaderspieler in die Runde gehen. Ansonsten muss man überlegen, ob vielleicht eine Leihe in Liga 3 bei einem ambitionierten Team der richtig Schritt sein könnte.
Bei Burkardt hat mir im vergangen Jahr einfach ein ganz entscheidender Teil an Physis gefällt. Am Ball etc. konnte er bei seinen Einsätzen gut mithalten, aber sobald der Gegenspieler nah bei ihm war konnte er sich nicht durchsetzen. In den letzten Wochen wirkte sein Erscheinungsbild doch deutlich stämmiger. Ich glaube er hat im körperlichen und athletischen Bereich ordentlich Extraschichten geschoben. So könnte er dann wirklich eine Rolle spielen. Ich bin mir aber nach wie vor nicht schlüssig, ob offensiv auf dem Flügel oder im Zentrum. Das wird ganz entscheidend davon abhängen, ob er in der Ballbehauptung zulegen konnte.
Allgemein muss ich sagen, dass ich uns mit Jean-Philippe Mateta (Danke für die Verlängerung!
) und Karim Onisiwo sowie Dong-Won Ji und Robin Quaison im Zentrum sehr gut aufgestellt sehe. Eigentlich wäre es daher nur konsequent, wenn Anthony Ujah den von ihm scheinbar anvisierten Wechsel in diesem Sommer vollzieht. Ansonsten hast du halt auch für die Talente keine wirkliche Perspektive und die würde ich sowohl Burkardt als auch Cyrill Akono sehr gerne geben, weil ich beiden den Sprung in die Bundesliga prinzipiell zutraue. Mit sechs Stürmern wären wir dann auch in der Breite mehr als solide besetzt.
Zum Abschluss dann nochmal ein Punkt, der mir in der jüngeren Diskussion hier im Forum auffiel. Und zwar, dass nicht wenige User die Fünferkette als System für uns komplett verfluchen. Also erstmal gibt es da ja durchaus generell die Frage, ob der Begriff Fünferkette das System passend wiedergibt, denn eigentlich beschreibt das nur die Anzahl an Verteidigern in der Arbeit bei gegnerischem Ballbesitz. Vielmehr wird ja eigentlich ein 3-5-2 (s.o.) also mit drei Zentrumverteidigern und zwei Wingern, die eben sowohl nach vorne (bei Ballbesitz) als auch hinten (gegen den Ball) arbeiten müssen. Frankfurt und Hoffenheim sind nur zwei Beispiele, dass so ein System sehr gut funktioniert. Klar, es lief bei uns in der Rückrunde nicht. Aber in der Hinrunde gegen Dortmund haben wir so fußballerisch eines unserer besten Spiele gemacht. Gerade mit Aaron, Daniel Brosinski und Philipp Mwene haben wir drei Außenverteidiger, die perfekt in das System passen. Ich traue die Formation auch Gabriel absolut zu. Entscheidend wird halt sein, dass unser neuer Innenverteidiger dies auch könnte. Dann aber könnte das wirklich passen. Zumal ich Alexander Hacks Stärken in einem solchen System auch sehe. Und natürlich müsste man das in der Vorbereitung auch trainieren, um eingespielter zu sein. Bei Gelegenheit gehe ich nochmal näher auf die Vor- und Nachteile eines solchen Systems ein. Ich würde es mir in unserem Repertoire aber wirklich wünschen.
So und nun freue ich mich auf die Auslosung der ersten Runde des DFB-Pokals am morgigen Abend. Dann kann man endlich auch die erste Auswärtsreise der Saison 2019/2020 planen. Euch ein schönes Wochenende!
Das Wichtigste vorab: Unser Kader 2019/2020 ist auf einem sehr guten Weg. Mit der endgültigen Fixierung von Ronael Pierre-Gabriel konnten wir eine wichtige Baustelle auf unserer rechten defensiven Seite schließen. Wieder einmal ein junger Franzose mit U-Nationaleinsätzen. Wieder einmal bereits mit Erfahrung in einer der europäischen Top-5-Ligen. Gerade für uns Mainzer klingt das natürlich sehr vielversprechend. Auch die Rohdaten scheinen zu stimmen. Mit jungen 21 Jahren hat er noch ordentlich viel Entwicklungspotential. Zugleich stammt er aus einer Top-Akademie Frankreichs und hat für sein Alter schon eine ordentliche Zahl an Ligue 1-Spielen absolviert. Mit 5,5 Millionen Euro ist das sicherlich auch ein Preis, der am Markt so absolut in Ordnung geht. Vermutlich sind da Boni drin enthalten, würde mich ansonsten schwer wundern. Fünf Jahre Vertrag, super! Bleibt nur zu hoffen, dass er verletzungstechnisch nicht so eine Saison wie im Vorjahr erlebt. Dann, da bin ich mir ziemlich sicher, ist er eine große Verstärkung für uns. Ganz klar ein Spieler der Kategorie: sofortiges Stammplatzpotential.
Interessant an der Personalie ist, dass er von der Veranlagung her ein ganz anderer Spielertyp als Aaron auf der gegenüberliegenden linken Seite ist. Aaron sehr schmächtig und Gabriel eher der robustere Typ, der absolut über seine Physis kommt. Beide eint zumindest die Athletik, die das Spiel unter Sandro Schwarz aber auch fordert. Ich bin gespannt, wie es im Spiel nach vorne mit ihm ausschaut. Ich sehe ihn da, was Passschärfe, Flanken und generell die Vorwärtsbewegung angeht noch hinter Aaron. Aber man merkt schon, dass er zumindest von der Ausbildung her jemand ist, der offensiv denkt. Von daher vertraue ich mal auf das Entwicklungspotential in Sachen Offensivarbeit, das Rouven Schröder in ihm sieht.
Defensiv bekommen wir da ohnehin einen sehr sehr starken Mann hinzu. Er hat eine unheimliche Präsenz in Zweikämpfen, weiß seinen Körper sehr clever einzusetzen. Und er verfügt auch über den Antritt und die Geschwindigkeit, um sich in keinem Laufduell verstecken zu müssen.
Schröder ist jedenfalls dabei seine Liste in einem guten Tempo abzuarbeiten. Jetzt fehlt wohl nur noch die angekündigte Verstärkung in der Innenverteidigung und im Offensivbereich. Wobei ich schon ausreichend dargelegt habe, dass der/die Neue(n) dort bitte auch Qualität für die Flügel mitbringen sollten.
Denn hier nimmt die Gerüchteküche um Gerrit Holtmann und Levin Öztunali langsam Fahrt auf. Länger war bekannt, dass es sich um Wackelkandidaten bei 05 handelt. Ich denke, dass es für alle Seiten sinnvoll wäre, wenn sie sich neue Arbeitgeber suchen. Bei Holtmann wäre so ein Club vom Kaliber Hannover 96 in Liga zwei vielleicht wirklich der sehr sinnvolle Schritt zurück. So könnte er über regelmäßige Einsatzzeiten endlich in Form finden und hat gleichzeitig bei einem solchen Verein die Perspektive auf eine zeitnahe Bundesligarückkehr. Interessant wird, sofern sie gehen, wie sich das wirtschaftlich darstellen wird. Ich gehe aber fasst davon aus, dass wir die Ausgaben da nicht wieder erlösen können. Ist halt auch die Frage, ob man das zwingend anvisieren muss. Letztlich sollten wir es uns durch die langjährige gute Finanzarbeit und die immer wieder auftretenden Verkäufe in höheren Größenordnungen leisten können, da auch an der ein oder anderen Stelle (leichte) Verluste einzufahren. Es sollte primär darum gehen, dass wir die Kaderplätze bestmöglich besetzen. Und da sehe ich bei den beiden einfach große Fragezeichen. Und das sage ich ohne, über ihre Qualitäten negativ zu urteilen. Im Gegenteil, ich war immer großer Fan von ihren Veranlagungen und habe deshalb die Transfers auch absolut begrüßt. Aber man kann eben nicht davon die Augen verschließen, dass es bei uns für beide nicht gepasst hat. Und auch aus Spielersicht muss es ja der Ansporn sein regelmäßiger zu kicken.
Das wird vermutlich bei Alexandru Maxim ähnlich ausschauen.
Ein weiterer Aspekt, über den ich mir Gedanken gemacht habe, ist, wie wir am besten die eigenen Nachwuchsspieler einbinden können. Man hat sich ja seitens der Vereinsführung ganz klar positioniert, dass Leandro Barreiro Martin, Jonathan Burkardt und Ahmet Gürleyen in der nächsten Saison fest zum Profikader gehören sollen. Ich bin der Letzte, der das nicht befürwortet, aber es muss eben auch sportlich Sinn ergeben. Bei Barreiro habe ich eigentlich gar keine Bedenken. Er hat für mich gegen Leverkusen und in den Testspielen in den jeweiligen Vorbereitungen einen sehr sehr guten Eindruck hinterlassen. Gute Qualität am Ball, tolle Dynamik im Umschalten und ein überragendes Spielverständnis. Gerade in das System mit der Raute passt er perfekt, aber auch in ein etwaiges 4-4-2, 4-3-3 oder auch ein 3-5-2 (dazu unten mehr) würde er von seinen Anlagen her perfekt passen. Meine Vermutung daher: Er wird im nächsten Jahr eine gewisse Rolle in unserem Team spielen können. Auch weil er eben durch die A-Nationalmannschaft Luxemburgs wichtige Erfahrungen, was die Physis und Körperlichkeit sowie das Tempo im Herrenbereich angeht, sammeln konnte. Das ist unheimlich wichtig für so junge Spieler und eine ideale Ergänzung für unsere ältesten NLZ-Mannschaften, wenn unsere Jungs da auf diesem Niveau früh unterwegs sind. Er scheint sich, so zeigten es auch die letzten beiden Länderspiele gegen Litauen und die Ukraine, in der Nationalelf festgespielt zu haben. Tolle Entwicklung.
Insgesamt lief es ja sehr gut für unsere internationalen 05-er. Die U21-Kicker sind allesamt bei der EM dabei. Robin Quaison spielte zweimal für Schweden und konnte sogar zwei Scorer vorweisen (Tor und Vorlage). Noch viel wichtiger aber dürfte seine Blitzgenesung sein. Das sah sah zum Saisonende ja noch ganz anders aus. Bis hin zu einer OP stand da ja alles im Raum. Karim Onisiwo durfte für Österreich leider nicht spielen, konnte aber immerhin im Kreise der Nationalelf seine tolle Saison krönen. Alexandru Maxim spielte zweimal für Rumänien und Jean-Philippe Gbamin und Pierre Kunde Malong waren in der Vorbereitung für den Afrika-Cup unterwegs und haben jeweils ihre Ambitionen auf einen Startplatz untermauert. Ich denke, dass auch die Anzahl an Nominierungen und Spielzeiten für Nationalmannschaften ein Indiz der guten 05-Saison sind.
Nun aber zurück zu unseren Eigengewächsen. Barreiro sollte wirklich eine Rolle spielen. Wie schaut das aber bei Burkardt und Gürleyen aus? Letzterer hat wirklich tollte erste Bundesligaminuten gesammelt. Insgesamt hat er in der ersten Saisonhälfte auch gute Eindrücke im Training und den Test hinterlassen. Danach allerdings stagnierte die Entwicklung etwas. Auch die User, welche regelmäßig die U23 verfolgen, äußerten zuletzt ihre Bedenken hinsichtlich einer zeitnahen Rolle im Profiteam. Das teile ich. Allerdings würde ich ihm zugestehen jetzt in der Pause den Reset-Knopf zu drücken und dann in der Vorbereitung neu anzugreifen. Wenn er überzeugt, dann sollten wir mit ihm als festen Kaderspieler in die Runde gehen. Ansonsten muss man überlegen, ob vielleicht eine Leihe in Liga 3 bei einem ambitionierten Team der richtig Schritt sein könnte.
Bei Burkardt hat mir im vergangen Jahr einfach ein ganz entscheidender Teil an Physis gefällt. Am Ball etc. konnte er bei seinen Einsätzen gut mithalten, aber sobald der Gegenspieler nah bei ihm war konnte er sich nicht durchsetzen. In den letzten Wochen wirkte sein Erscheinungsbild doch deutlich stämmiger. Ich glaube er hat im körperlichen und athletischen Bereich ordentlich Extraschichten geschoben. So könnte er dann wirklich eine Rolle spielen. Ich bin mir aber nach wie vor nicht schlüssig, ob offensiv auf dem Flügel oder im Zentrum. Das wird ganz entscheidend davon abhängen, ob er in der Ballbehauptung zulegen konnte.
Allgemein muss ich sagen, dass ich uns mit Jean-Philippe Mateta (Danke für die Verlängerung!
) und Karim Onisiwo sowie Dong-Won Ji und Robin Quaison im Zentrum sehr gut aufgestellt sehe. Eigentlich wäre es daher nur konsequent, wenn Anthony Ujah den von ihm scheinbar anvisierten Wechsel in diesem Sommer vollzieht. Ansonsten hast du halt auch für die Talente keine wirkliche Perspektive und die würde ich sowohl Burkardt als auch Cyrill Akono sehr gerne geben, weil ich beiden den Sprung in die Bundesliga prinzipiell zutraue. Mit sechs Stürmern wären wir dann auch in der Breite mehr als solide besetzt. Zum Abschluss dann nochmal ein Punkt, der mir in der jüngeren Diskussion hier im Forum auffiel. Und zwar, dass nicht wenige User die Fünferkette als System für uns komplett verfluchen. Also erstmal gibt es da ja durchaus generell die Frage, ob der Begriff Fünferkette das System passend wiedergibt, denn eigentlich beschreibt das nur die Anzahl an Verteidigern in der Arbeit bei gegnerischem Ballbesitz. Vielmehr wird ja eigentlich ein 3-5-2 (s.o.) also mit drei Zentrumverteidigern und zwei Wingern, die eben sowohl nach vorne (bei Ballbesitz) als auch hinten (gegen den Ball) arbeiten müssen. Frankfurt und Hoffenheim sind nur zwei Beispiele, dass so ein System sehr gut funktioniert. Klar, es lief bei uns in der Rückrunde nicht. Aber in der Hinrunde gegen Dortmund haben wir so fußballerisch eines unserer besten Spiele gemacht. Gerade mit Aaron, Daniel Brosinski und Philipp Mwene haben wir drei Außenverteidiger, die perfekt in das System passen. Ich traue die Formation auch Gabriel absolut zu. Entscheidend wird halt sein, dass unser neuer Innenverteidiger dies auch könnte. Dann aber könnte das wirklich passen. Zumal ich Alexander Hacks Stärken in einem solchen System auch sehe. Und natürlich müsste man das in der Vorbereitung auch trainieren, um eingespielter zu sein. Bei Gelegenheit gehe ich nochmal näher auf die Vor- und Nachteile eines solchen Systems ein. Ich würde es mir in unserem Repertoire aber wirklich wünschen.
So und nun freue ich mich auf die Auslosung der ersten Runde des DFB-Pokals am morgigen Abend. Dann kann man endlich auch die erste Auswärtsreise der Saison 2019/2020 planen. Euch ein schönes Wochenende!
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