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Kaderplanung und Transfers

01.06.2020 - 15:22 Uhr
Kaderplanung und Transfers |#3551
10.08.2026 - 11:34 Uhr
Ich glaube, diese Klatsche müssen wir alle erst einmal verdauen. Seit dem Spiel habe ich so viele schnelle Erklärungen gehört, dass einem fast der Kopf schwirrt. Zwei davon tauchten besonders häufig auf:

Braunschweig – da war doch schon im vergangenen Jahr etwas mit einem Vorbereitungsspiel. Spielt die Mannschaft etwa wieder gegen den Trainer?
Die Qualität des Kaders reicht einfach nicht aus. Es müssen dringend neue Spieler her. Und Jaeckel bringt es angeblich nicht.

Was soll man dazu sagen?

Bei mir war nach dem Spiel erstaunlicherweise weniger Wut als vielmehr Galgenhumor vorhanden. Irgendwann habe ich mich dann hingesetzt und mir die Gegentore noch einmal genauer angesehen.

Dabei hat sich für mich vor allem eines gezeigt: Das war in erster Linie ein taktisches Problem.

Unser Mittelfeld hat in diesen Situationen kaum funktioniert. Michel und Kwarteng standen häufig sehr hoch, wodurch im Zentrum riesige Räume entstanden. Die Mitte war teilweise offen wie ein Scheunentor.

Damit gerieten McNulty und Jaeckel in Situationen, die für Innenverteidiger extrem unangenehm sind. Sie mussten innerhalb weniger Sekunden mehrere Meter Rückstand aufholen und gleichzeitig versuchen, den Angriff noch sauber zu verteidigen. Hinzu kam, dass sie mit den vorausgehenden Fehlpässen kaum rechnen konnten. Dadurch verloren sie zusätzlich wertvolle Reaktionszeit.

Genau darin liegt der Vorteil des Angreifers: Er ist bereits in Bewegung, erkennt den freien Raum und kann sofort Tempo aufnehmen. Der Verteidiger dagegen muss die Situation zunächst erfassen, reagieren und dann versuchen, den Rückstand wettzumachen.

Deshalb halte ich es für zu einfach, die Gegentore allein mit mangelnder Schnelligkeit unserer Innenverteidiger zu erklären. Was man McNulty und Jaeckel allerdings ankreiden kann, ist ihr Stellungsspiel in diesen Momenten. Beide hätten die Gefahr teilweise früher erkennen und sich tiefer beziehungsweise enger positionieren müssen.

Aber wenn vor ihnen das Zentrum derart offen ist, geraten selbst schnelle Innenverteidiger irgendwann in Schwierigkeiten.

Für mich lag das Hauptproblem deshalb weniger bei einzelnen Spielern als in der fehlenden Absicherung im Mittelfeld. Wenn dort die Abstände nicht stimmen, sieht die letzte Linie am Ende fast zwangsläufig schlecht aus.

Das würde auch zu Sanders Aussagen nach dem Spiel passen. Sinngemäß hatte er den Eindruck, dass einige Spieler etwas anderes umgesetzt haben, als zuvor vereinbart worden war.

Genau darin könnte ein Teil des Problems gelegen haben. Vielleicht gingen einige mit dem Gefühl in die Partie, Braunschweig an diesem Tag kontrollieren und deutlich beherrschen zu können. Dadurch wurde das Spiel nach vorn zu offensiv interpretiert, die Absicherung vernachlässigt und die Abstände im Mittelfeld immer größer.

Ein klassischer Fall von: Denkste.

Denn Braunschweig hat genau diese Räume genutzt. Und plötzlich musste unsere letzte Linie Situationen verteidigen, die eigentlich schon einige Meter weiter vorn hätten verhindert werden können.
Kaderplanung und Transfers |#3552
10.08.2026 - 11:47 Uhr
Zitat von OpaH13

Ich glaube, diese Klatsche müssen wir alle erst einmal verdauen. Seit dem Spiel habe ich so viele schnelle Erklärungen gehört, dass einem fast der Kopf schwirrt. Zwei davon tauchten besonders häufig auf:

Braunschweig – da war doch schon im vergangenen Jahr etwas mit einem Vorbereitungsspiel. Spielt die Mannschaft etwa wieder gegen den Trainer?
Die Qualität des Kaders reicht einfach nicht aus. Es müssen dringend neue Spieler her. Und Jaeckel bringt es angeblich nicht.

Was soll man dazu sagen?

Bei mir war nach dem Spiel erstaunlicherweise weniger Wut als vielmehr Galgenhumor vorhanden. Irgendwann habe ich mich dann hingesetzt und mir die Gegentore noch einmal genauer angesehen.

Dabei hat sich für mich vor allem eines gezeigt: Das war in erster Linie ein taktisches Problem.

Unser Mittelfeld hat in diesen Situationen kaum funktioniert. Michel und Kwarteng standen häufig sehr hoch, wodurch im Zentrum riesige Räume entstanden. Die Mitte war teilweise offen wie ein Scheunentor.

Damit gerieten McNulty und Jaeckel in Situationen, die für Innenverteidiger extrem unangenehm sind. Sie mussten innerhalb weniger Sekunden mehrere Meter Rückstand aufholen und gleichzeitig versuchen, den Angriff noch sauber zu verteidigen. Hinzu kam, dass sie mit den vorausgehenden Fehlpässen kaum rechnen konnten. Dadurch verloren sie zusätzlich wertvolle Reaktionszeit.

Genau darin liegt der Vorteil des Angreifers: Er ist bereits in Bewegung, erkennt den freien Raum und kann sofort Tempo aufnehmen. Der Verteidiger dagegen muss die Situation zunächst erfassen, reagieren und dann versuchen, den Rückstand wettzumachen.

Deshalb halte ich es für zu einfach, die Gegentore allein mit mangelnder Schnelligkeit unserer Innenverteidiger zu erklären. Was man McNulty und Jaeckel allerdings ankreiden kann, ist ihr Stellungsspiel in diesen Momenten. Beide hätten die Gefahr teilweise früher erkennen und sich tiefer beziehungsweise enger positionieren müssen.

Aber wenn vor ihnen das Zentrum derart offen ist, geraten selbst schnelle Innenverteidiger irgendwann in Schwierigkeiten.

Für mich lag das Hauptproblem deshalb weniger bei einzelnen Spielern als in der fehlenden Absicherung im Mittelfeld. Wenn dort die Abstände nicht stimmen, sieht die letzte Linie am Ende fast zwangsläufig schlecht aus.

Das würde auch zu Sanders Aussagen nach dem Spiel passen. Sinngemäß hatte er den Eindruck, dass einige Spieler etwas anderes umgesetzt haben, als zuvor vereinbart worden war.

Genau darin könnte ein Teil des Problems gelegen haben. Vielleicht gingen einige mit dem Gefühl in die Partie, Braunschweig an diesem Tag kontrollieren und deutlich beherrschen zu können. Dadurch wurde das Spiel nach vorn zu offensiv interpretiert, die Absicherung vernachlässigt und die Abstände im Mittelfeld immer größer.

Ein klassischer Fall von: Denkste.

Denn Braunschweig hat genau diese Räume genutzt. Und plötzlich musste unsere letzte Linie Situationen verteidigen, die eigentlich schon einige Meter weiter vorn hätten verhindert werden können.


Hätte Hätte Würstchenkette. Du hast natürlich recht. Der Ruf nach Verstärkungen ist dennoch gerechtfertigt, auch für die IV. Weil wir dort, allein schon wegen der ständigen Wehwehchen von Heber chronisch mit einem Mann weniger planen können. Wer bleibt übrig? Jaeckel, MacNulty, Müller. Ein 4. Spieler muss zwingend her. Allein schon um Sperren und Verletzungen kompensieren zu können. Das wäre eine quantitative Verstärkung, die gern auch als Leihe aus der Bundesliga kommen darf (gerne mit besserem Scouting um solch Fehlschläge wie Lawrence und Geschwill zu vermeiden).
Der Schuh drückt aber, aktuell eher im ZDM. Hugonet hat mit seiner Kampfbereitschaft dann doch eine größere Lücke hinterlassen als gedacht. Zumindest konnte diesem Anspruch der Finne nicht gerecht werden.
Auch durch die Musonda-Verletzung muss eigentlich ein Außenverteidiger her, bevor wir die Stärken von Nollenberger da hinten weiter verschwenden. Oder tausch mit Iyoha. Wie dem auch sei, an Quantität mangelt es dort auch.

Offensiv muss die Ulrich-Position besetzt werden. Idealerweise setzt man sich intern eine Deadline wie lang man warten möchte, bevor man eine Alternative fest macht.

Aber um nochmal auf deinen Beitrag zurück zu kommen. Die Niederlage hing, bis zur roten Karte, an taktischen Gründen. Danach war das Spiel eigentlich nicht mehr wertbar. BS hätte uns noch ein paar Tore einschenken können. Genauso hätte Tachie, mit weniger Egoismus, zwei mal den frei vor dem positionierten Mitspieler bedienen können. Sei es drum. Haken dran.
Kaderplanung und Transfers |#3553
10.08.2026 - 11:51 Uhr
Hallo zusammen,

eine gute und plausible Erklärung meines Vor-Vorschreibers. 😉 Danke dafür!

Was das Ganze aber nicht erklärt: Warum hat unser Trainer-Duo nicht reagiert? Spätestens nach 26 Minuten war doch klar, wohin die Reise geht. Selbst wenn sie von außen eingewirkt haben – was ich im Stadion nicht sehen konnte –, hätten Wechsel folgen müssen. Denn gefruchtet haben die Ansagen ja augenscheinlich nicht.

Ich werde keinesfalls nach dem 1. Spieltag den Stab über die Truppe brechen. Unser altbekanntes Problem hat sich jedoch scheinbar sogar noch verschärft. Und da kann mir kein Verantwortlicher erzählen, dass man davon nichts gewusst hat!

BWG
Icke

•     •     •

*** Es ist nur Fußball ***

Dieser Beitrag wurde zuletzt von seit1977 am 10.08.2026 um 11:52 Uhr bearbeitet
Kaderplanung und Transfers |#3554
12.08.2026 - 18:55 Uhr
Was für die Gerüchteküche:

Der HSV und Elversberg zeigen laut polnischen Medien Interesse an Zukowski.

https://nitter.net/Ekremkonur/status/2087496205672595721#m

Kann jemand was zu der verlinkten polnischen Quelle sagen, sind die seriös?
Wahrscheinlich wird es auch bei Zukowski so sein, dass wir erst wissen ob er bleibt wenn das Transferfenster zu ist und er noch da ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Zwiebel_Otto am 12.08.2026 um 19:07 Uhr bearbeitet
Kaderplanung und Transfers |#3555
12.08.2026 - 19:08 Uhr
Meinetwegen können die interessiert sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass jetzt im Sommer noch was passiert, dürfte extrem gering sein. Wir haben den Fehler bereits mit Kaars gemacht und sicherlich daraus gelernt, außerdem ist die Konstellation mit Zukowskis Verlängerung und seinem Bekenntnis zum Verein eine ganz andere als noch bei Kaars, bei dem klar war, dass es ihn in die Bundesliga zieht.
Kaderplanung und Transfers |#3556
12.08.2026 - 19:20 Uhr
Ich kann die Quelle nicht bewerten, aber der HSV verkauft gerade einen Ersatzspieler ( Baldé) für eine Sockelablöse von 7 Mio nach Frankreich.
Elversberg kann ich mir nicht vorstellen, wirtschaftlich gesehen dürfte das nicht möglich sein .
Kaderplanung und Transfers |#3557
12.08.2026 - 20:33 Uhr
Quote from Zwiebel_Otto
Was für die Gerüchteküche:

Der HSV und Elversberg zeigen laut polnischen Medien Interesse an Zukowski.

https://nitter.net/Ekremkonur/status/2087496205672595721#m

Kann jemand was zu der verlinkten polnischen Quelle sagen, sind die seriös?
Wahrscheinlich wird es auch bei Zukowski so sein, dass wir erst wissen ob er bleibt wenn das Transferfenster zu ist und er noch da ist.


In Polen ist man nicht gerade glücklich darüber, dass er beim FCM bleibt. Sie wünschen sich Zukowski in die Bundesliga und am liebsten eine ähnliche Karriere wie Lewandowski. Die sind da in Polen recht emotional und greifen auch nur jedes noch so kleine Gerücht gerne auf und schmücken es gern auch noch etwas aus.
Kaderplanung und Transfers |#3558
12.08.2026 - 21:54 Uhr
Zitat von FritzMD39108

Quote from Zwiebel_Otto


In Polen ist man nicht gerade glücklich darüber, dass er beim FCM bleibt. Sie wünschen sich Zukowski in die Bundesliga und am liebsten eine ähnliche Karriere wie Lewandowski. Die sind da in Polen recht emotional und greifen auch nur jedes noch so kleine Gerücht gerne auf und schmücken es gern auch noch etwas aus.


Das kann ich mir gut vorstellen. Aber Zukowski hat sich bewusst für diesen Schritt entschieden. Er hätte die Chance gehabt, in die Bundesliga nach Köln zu gehen. Wahrscheinlich war deren Angebot aber nicht gut genug für den FCM. Dann hat er seinen Vertrag verlängert, um Sicherheit zu haben und wohl auch damit der FCM in eine bessere Verhandlungsposition kommt. Aber für ihn muss klar gewesen sein: der Zug in die Bundesliga ist nun erstmal abgefahren.

Da man seinen Torgaranten sicherlich nicht erneut kurz vor dem Ende des Transfersfensters abgeben will, muss schon ein außergewöhnliches Angebot eintrudeln, bevor man über einen Verkauf überhaupt nachdenkt. Deshalb würde ich diesem Gerücht eine ziemlich niedrige Wahrscheinlichkeit geben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von becks_fan93 am 12.08.2026 um 21:56 Uhr bearbeitet
Kaderplanung und Transfers |#3559
15.08.2026 - 05:01 Uhr
Mit Ulrich hat sich wohl erledigt, er soll, lt. VFB-Forum seinen Vertrag verlängert haben und nach Paderborn verliehen werden. Plan B sollte dann schnellstmöglich umgesetzt werden
Kaderplanung und Transfers |#3560
15.08.2026 - 10:38 Uhr
Zitat von horsttacker
Mit Ulrich hat sich wohl erledigt, er soll, lt. VFB-Forum seinen Vertrag verlängert haben und nach Paderborn verliehen werden. Plan B sollte dann schnellstmöglich umgesetzt werden


Der Kicker bestätigt das nun auch. Auf jeden Fall ein logischer Schritt für ihn. Er soll bei Paderborn der Ersatz für Baur sein und damit hätte er gute Chancen auf einen Stammplatz.

Ich hoffe, dass man schon Alternativen im Blick hat. Auf den Achterpositionen müssen wir uns breiter aufstellen. Zumal nach den ersten Eindrücken unklar ist, ob Müsel und Kwarteng tatsächlich eine sofortige Verstärkung sein können. Keiner von beiden ist in der Lage, das Element des Ballträgers zu ersetzen, das Ulrich in der letzten Saison prägte und so wichtig für unser Spiel war. Etwas mehr als zwei Wochen bleiben noch Zeit, um tätig zu werden. Ich hoffe, dass noch etwas passiert. Nicht nur im Mittelfeld.
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