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Kader Saison 2022/23

17.02.2022 - 08:40 Uhr
Kader Saison 2022/23 |#181
25.06.2022 - 02:06 Uhr
Zitat von Shakes
augen-zuhalten
Ok, du willst das Thema also unbedingt haben. Du kannst so oft Pippi Langstrumpf spielen, wie du möchtest...
Zitat von LAV1910

... kaum geht es um "Mentalitätsspieler" kommen wieder diese ganzen unnötigen Phrasen von "historischen Chancen"

Wer die Option, weit und breit der einzige Erstligist zu sein, nicht als große insbesondere auch wirtschaftliche Chance für den Verein verstehen kann, wer die Chance, als einziger Hamburger Club in der ersten Liga zu spielen, nicht als im Kontext historisch verstehen will, mit dem lohnt eine Diskussion eigentlich nur der Höflichkeit halber. Das ist an der Grenze zu "ich will aber, das 2x3=4 ist." Das als Phrase abzutun, nur weil es nicht in die eigene Engstirnigkeit passt, ist einfach nur, nun ja... der Begriff eng soll hier genügen.

...Gesabbel davon dass wir die Rückrunde aus Hochnäsigkeit der Spieler etc. vergeigt hätten,

Das hat hier jetzt, glaube ich, niemand geschrieben. Aber, nun ja, du sagst ja selbst: "Gesabbel".

obwohl sowohl aus internen Quellen als auch externen Beobachtungen ganz klar heraus zu lesen ist,

Du hast interne Quellen? Wow! Und dann noch externe Beobachtungen? Also deine eigenen wie wir alle?
Wahrnehmung und Wahrheit sind nicht grundlos unterschiedliche Begriffe.

dass es eine ganze Menge Gründe für den verpassten Aufstieg gab und dass die Mentalitätsfrage da zwar auch dazugehört,

Na also, wo ist also das Problem, das du hast?

aber nicht durch die Vakanz eines sog. "Führungsspielers" sondern dadurch dass die Truppe plötzlich was zu verlieren hatte

Ah, das Thema wieder! Die Truppe hatte was zu verlieren... rolleyes Du bleibst da aber auch nur auf der Behauptungsebene. Richtig ist: Es war ziemlich sicher multifaktoriell. Aber das will ich nicht schon wieder mit dir durchdiskutieren. Aber vielleicht können wir uns so einigen, dass gerade die Spieler, die mit dieser plötzlichen Erfolgsaussicht nicht klargekommen sind, Mitspieler gebraucht hätten, die auch mit positivem Druck umgehen, die die eigene mentale Stärke (und vielleicht auch Erfahrung) auf ihre Mitspieler übertragen können?

Es geht ja auch nicht um "den einen" Führungsspieler. Aber dass in der Rückrunde die Mentalität, Spiele so zu gestalten, dass man sie gewinnen kann, weggebrochen ist, sollte man auch mit den dicksten Scheuklappen gesehen haben können.

Da brauchte es keinen einzelnen Schreihals. Da hätte es aber Spieler gebraucht, die eine Truppe wieder auf Kurs bringen. Und die waren eindeutig nicht da. Ob sie nun gedanklich in nicht stattfindenden Prämienverhandlungen steckten, sich plötzlich zu toll fanden oder mit dem Herzen in den Bergen waren, spielt keine Rolle.
Es gibt ja anscheinend Spieler, die sich zur Verantwortung berufen fühlen, war hier zu lesen. Gebraucht hätten wir sie in der Rückrunde. Da waren sie zwar da aber eben nur als Mitläufer.

Einerseits halte ich es für Unsinn jetzt von irgendeiner historischen Chance zu sprechen, weil der aktuelle Erfolg einer Entwicklung geschuldet ist und wenn es wirkliuch nur eine spontanes Hoch historischen Ausmaßes gewesen ist, hätten wir nächste Saison wohl einen auf Fürth/Nürnberg/St.Pauli seit der Jahrtausendwende gemacht und einmal kurz oben reingeschaut um sang und klanglos wieder unter zu gehen. Dann können wir da wohl auch gerne drauf verzichten.

Aha. Und das wissen wir, weil... ? Weil du das behauptest?
Man kann das auch umdrehen. Hier war die Tage von der tollen Entwicklung des SC Freiburg zu lesen. Die hat aber auch damit zu tun, dass man die anderen Player aus der erweiterten Region irgendwann mal hinter sich gelassen hat. Wer sagt denn, dass wir sang- und klanglos aus der 1. Liga geschossen worden wären?

In jedem Fall: Hier wurde eine sehr gute Aufsteigschance mit einer spielerisch guten Mannschaft, die man vor allem noch an entscheidenden Stellen verbessern konnte (was AB jetzt ja auch macht) verbaselt.

HSV, Werder weiter in Liga 2, Hannover fabuliert von überragenden Konzepten und Wolfsbug von Europa. Und Sankt Pauli im Zentrum des Nordens als einziger echter Bundesligist weit und breit. Könnte mir vorstellen, dass Herr Göttlich das bei Sponsorengesprächen ganz geil gefunden hätte. Da kann man wirtschaftliche Grundlagen für mehr weitaus besser legen als ein Zweitligist, der der großen Musik mal wieder hinterhergelaufen ist.

Ganz egal, wie man das durch was auch immer für eine Brille sehen will.

Andererseits glaube ich einfach nicht dass dieses Konzept eines "Führungsspielers" im Sinne dieses einen alten erfahrenen guten Spielers der so eine Art Leitwolf/Alphatier (übrigens auch ein Konzept dass in der allgemeinen Verhaltensforschung... (BLUBB)...
Ich persönlich halte beim besten Willen nichts von diesem "Führungsspieler" Kult. Ich meine, selbst wenn Du ihn hast, den optimalen Spieler der gut mit dem Trainer kann, diese Führungsqualitäten ausstrahlen kann und konstant abliefert... und dann verletzt er sich und du stehst wieder ohne da.


Ich werde hier nicht mit dir über Verhaltensforschung diskutieren.rolleyes Aber wo liest du eigentlich hier, dass dieser eine Führungsspieler verlangt wird? Das fordert doch keiner! Ich lese hier auch nichts von einem diesbezüglichen "Kult".

Es geht doch um Spieler, die die mentale Stärke besitzen, in schwierigen Situationen den Kopf (nicht nur die Nase zwinker ) oben zu behalten, Spieler mit Problemen zu stützen und zu führen und mit Leistung und Einstellung voranzugehen. Auf und neben dem Platz. Augenscheinlich hatten wir die in der Rückrunde nicht in ausreichendem Maße. Übrigens: Solche Spieler hätten auch die Aufgabe gehabt, die Mannschaft bei deiner Lieblingsbegründung "die Truppe hatte plötzlich was zu verlieren" auf Spur zu halten.
Der Trainer übrigens auch. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich wünsche mir (und bin sicher), dass Bornemann die Problematik erkannt hat. Nicht umsonst ist der komplette Mannschaftsrat weg.
Was Nemeth diesbezüglich kann, was Smith kann, wenn er gesund bleibt, ob ein Harthel seinen Anspruch auch unterfüttern kann, etc. das wird man sehen.
Aber mit der Erkenntnis, dass Mentalitätsprobleme (wo auch immer man dabei den Schwerpunkt setzen will) die schwache Rückrunde mit zu verantworten haben, sollte doch weitgehend unstrittig sein. Ergo brauchen wir Spieler, die dort die Mitspieler besser zusammenhalten können, als dass Ziereis & Co in den letzten sechs Monaten geschafft haben.

Masagn: Spieler, die die fußballerische und mentale Qualität steigern, sind willkommen! Einverstanden?

Forze



Zu erst ein mal. geht es mir hierbei nicht zwingend um dich sondern mehr um das gesamte Stimmungsbild dass ich im Zuge dieser Debatte In Frage Stelle innerhalb deren Verlaufs immer wieder von "Führungsspielern" die Rede ist, aber nur so weit.

Das was Du thematisch bezüglich des Aufstiegs aufgreifst ist m.M.n. einfach viel zu kurz gedacht und dabei viel zu sehr auf die Rivalität bzw. das Thema Vormachtstellung fixiert.
Einerseits ist nämlich die These dass die Bundesligakohle zwingend eine gesamtverbesserung der Dinge darstellt, ist mehr 2x3=4 als alles was ich so schreibe. Andererseits sehe ich ehrlich gesagt sonst keine ernsthaften Vorteile davon. Eher nur das Handicap dass sich B... und Co. wie die Schmeißfliegen auf den Verein stürzen würden und von allen Seiten Unruhe in den Verein getragen wird.

Ansonsten bringt es uns halt herzlich wenig wenn wir den HSV in der Liga eine Saison lang hinter uns zu lassen wenn dieses Konstrukt sofort wieder zusammen fällt.
Wenn unser FCSP aber weiter so kontinuierlich an der Sache die in den letzten 2-3 Jahren weiter arbeitet und der HSV weiter seinem Trend folgt, ist diese "historische Chance" halt nicht verspielt. im Gegenteil sie wird eigentlich nur noch größer wenn der Verein jetzt seinen aktuellen Weg weiter geht, weil so die wirklich historische Chance einer längerfristigen Machtablöse besteht und wenn es eben wie gesagt doch nur um ein spontanes Hoch geht, ist dieses halt nicht viel wert.

Dass Du mir eine Verdrehung der Realität vorwirfst weil ich behaupte, dass der Aufstieg keine vergeigte historische Chance ist, sondern bei der Beibehaltung eines Trends noch immer Teil einer echten Chance ist, oder ansonsten keine ernsthafte Chance sondern nur ein Luftschloss wäre, ist für mich in erster Linie einfach nur widersprüchlich. Gerade weil Du damit auf Basis subjektiverArgumentation meine subjektive Sichtweise auf dieses Thema kritisierst. Du bewegst dich hier also genauso jenseits objektiver Parameter, machst mir aber genau das zum Vorwurf.

Du greifst ja später selbst die These auf, dass diese historischen Chancen weiter bestehen wenn die Entwicklung in die richtige richtung geht, aber der Aufstieg muss in diesem Fall Teil einer langfristigen Entwcklung sein, die diese Chance ermöglicht und sollte einfach nicht als Chance selbst gesehen werden und das sage ich nicht weil ich das so möchte, sondern weil wir das doch nun seit numehr über 10 Jahren beobachten können, wie diese spontan aufsteigenden Überflieger-Zweitligisten zu schnell hochgehen abgefertigt werden und keine 60 Pflichtspiele später wieder bei null sind. Warum sollte es bei uns anders sein, wenn nicht gerade die Entwcklung geschieht die nötig ist um sich wie z.B: Union oder Freiburg als vermeintlich "kleiner" Verein in der ersten Liga zu halten?

Wir können das gerne Unterschiedlich sehen. Wenn es für dich eine historische Chance war, die verpufft ist, okay. Ich sehe es entschieden anders.

Dass z.B. bei Paqarada die Nase zu schnell oben war wurde definitiv geschrieben und es wurde auch die ganze Saison über immer wieder von einer Form der Hochnäsigkeit geschrieben. Ich habe mich hier die ganze Rückrunde lang immer wieder mit Leuten auseinander gesetzt, die den eigenen Spielern vorgeworfen haben aus hochnäsiger Schönspielerei heraus Punkte weggeworfen zu haben.

und letztlich habe ich ja auch deutlich gemacht (daher kannst Du dir die Frage danach ja eigentlich auch sparen) was mein Problem an der Sache ist.

Ich störe michan diesem stark vereinfachten Führungsspieler Narrativ, das in solchen Diskussionen (auch hier) immer wieder aufkommt, weil es letztlich komplexe psychologische Vorgänge auf eine teilweise fast schon sozialdarwinistische unzeitgemäße Charakterlehre herunter bricht und das ist eben eine Sache die mich so stört.

Sicher ist es gut Charaktere in der Mannschaft zu haben die eine gewisse Willensstärke mit sich bringen, aber das haben die meisten Spieler auf diesem Niveau, weil es das m. Erfahrung nach braucht um überhaupt dort hin zu kommen.
Es ist ledigilich eine Frage komplexer Zusammenhänge die beeinflussen ob diese Spieler diese Willensstärke dann auch ausstrahlen und andere mitreißen können. Es ist nicht zufällig so, dass es sehr sehr viele Spieler gibt die bei einem Verein eine Führungsrolle übernehmen und unhinterfragt als Führungsposition anerkannt werden, aber bei einem neuen Verein komplett abtrauchen bzw. v.a. auch diese mentalen Qualitäten nicht mehr ausstrahlen können.

masagn: mentale Probleme dieser Art, lassen sich (m.M.n.) nicht einfach durch externe Zugänge in Form von "Mentalitätsspielern" oder "Führungsspielern" lösen, sondern nur durch kollektive Moralverbesserung um eine Gruppendynamik zu schaffen in der Spieler es sich durch Erfahrung, Selbstbewusstsein und Vertrauen in die Mannschaft zutrauen können solche Rollen einzunehmen.

Edit: Wenn es hierbei zwei Punkte gibt, die ich tendenziell, als planbare Hardskills wahrnehme die für das ausfüllen einer Führungsrolle wertvoll sind, dann

1. Kommunikationsskills und 2. erhöhtes Spielverständnis. Das sind, aber wie gesagt Dinge die ich mehreren Spielern im Kader zutraue, die allerdings trotzdem (neben der Erfahrung) auch extern geholt werden können.

Alles andere sind Dinge die sich die Mannschaft erarbeiten muss.
Kader Saison 2022/23 |#182
25.06.2022 - 11:51 Uhr
Ichn glaube, wir sind in dieser Causa weniger diskrepant, als es scheint.

Zitat von LAV1910

Das was Du thematisch bezüglich des Aufstiegs aufgreifst ist m.M.n. einfach viel zu kurz gedacht und dabei viel zu sehr auf die Rivalität bzw. das Thema Vormachtstellung fixiert.
Einerseits ist nämlich die These dass die Bundesligakohle zwingend eine gesamtverbesserung der Dinge darstellt, ist mehr 2x3=4 als alles was ich so schreibe. Andererseits sehe ich ehrlich gesagt sonst keine ernsthaften Vorteile davon. Eher nur das Handicap dass sich B... und Co. wie die Schmeißfliegen auf den Verein stürzen würden und von allen Seiten Unruhe in den Verein getragen wird.

Ansonsten bringt es uns halt herzlich wenig wenn wir den HSV in der Liga eine Saison lang hinter uns zu lassen wenn dieses Konstrukt sofort wieder zusammen fällt.


Also, ein Bundesligaaufstieg bringt erstmal Geld in den Verein. Das ist für eine nachhaltige Entwicklung zunächst mal eine gute Sache. Auch wenn im Falle eines Abstiegs Neuanfänge nötig sind. Aber das erleben wir ja gerade ohne einen Aufstieg. Ein Verein mit klarem Blick auf seinen Status Quo und mit nachhaltig denkenden Verantwortlichen, sollte auch mit einem Unfall Aufstieg umgehen können.

Wenn unser FCSP aber weiter so kontinuierlich an der Sache die in den letzten 2-3 Jahren weiter arbeitet und der HSV weiter seinem Trend folgt, ist diese "historische Chance" halt nicht verspielt. im Gegenteil sie wird eigentlich nur noch größer wenn der Verein jetzt seinen aktuellen Weg weiter geht, weil so die wirklich historische Chance einer längerfristigen Machtablöse besteht und wenn es eben wie gesagt doch nur um ein spontanes Hoch geht, ist dieses halt nicht viel wert.


Dauerhaft vor dem HSV zu bleiben ist natürlich eine romantische Träumerei. Der Nachbar wird mit seinem riesigen Backround immer wieder vorbeiziehen.
Dennoch wäre es doch toll gewesen, ein wenigstens ein Jahr der einzige Hamburger Budesligist zu sein. Oder länger, man weiß ja nicht, wann die Herren in den roten Höschen es wieder nach oben schaffen. Aber es ist ja immer noch Sport. Das kommt mir manchmal etwas zu kurz.
Dazu kommt, dass in einer solchen Situation aus meiner Sicht einfach großes wirtschaftliches Potential schlummert.
Und das wurde einfach verpasst. Daran lässt sich ja nun unabhängig von Ursachen-Bewertung nicht vorbeisehen.

Dass Du mir eine Verdrehung der Realität vorwirfst weil ich behaupte, dass der Aufstieg keine vergeigte historische Chance ist, sondern bei der Beibehaltung eines Trends noch immer Teil einer echten Chance ist, oder ansonsten keine ernsthafte Chance sondern nur ein Luftschloss wäre, ist für mich in erster Linie einfach nur widersprüchlich. Gerade weil Du damit auf Basis subjektiverArgumentation meine subjektive Sichtweise auf dieses Thema kritisierst. Du bewegst dich hier also genauso jenseits objektiver Parameter, machst mir aber genau das zum Vorwurf.


Dass die Chance wiederkommen kann (!) bestreite ich ja nicht. Aber die Chance war schlicht da und wurde trotz sehr guter Ausgangslage nicht genutzt. Ich finde das nicht subjektiv. Ich verstehe ehrlich gesagt überhaupt nicht, was daran subjektiv sein könnte. Ich vermute, wenn wir 100 Leute fragen würden, ob das ne Chance war und, ob sie verpasst wurde, ... Nun ja.

Du greifst ja später selbst die These auf, dass diese historischen Chancen weiter bestehen wenn die Entwicklung in die richtige richtung geht, aber der Aufstieg muss in diesem Fall Teil einer langfristigen Entwcklung sein, die diese Chance ermöglicht und sollte einfach nicht als Chance selbst gesehen werden und das sage ich nicht weil ich das so möchte, sondern weil wir das doch nun seit numehr über 10 Jahren beobachten können, wie diese spontan aufsteigenden Überflieger-Zweitligisten zu schnell hochgehen abgefertigt werden und keine 60 Pflichtspiele später wieder bei null sind. Warum sollte es bei uns anders sein, wenn nicht gerade die Entwcklung geschieht die nötig ist um sich wie z.B: Union oder Freiburg als vermeintlich "kleiner" Verein in der ersten Liga zu halten?


Natürlich ist die Entwicklung aktuell insgesamt positiv. Das wird hier (auch von mir) immer wieder betont. Man hat ja schon fast Angst Kritik zu üben, weil Pawlows Hund von hinten bellt: "Die Tendenz ist positiv!"
Aber das ist erstens eben auch immer eine Frage des angesetzten Zeitfensters.
Natürlich haben wir in 2021 tollen und erfolgreichen Fußball gesehen, der sich in diesem Zeitfenster auch tabellarisch niedergeschlagen hat. Aber angesichts der Möglichkeiten unseres Clubs, wir sind halt nicht der TuS Wakendorf Götzberg (mit allem Respekt), war der Rest unter den aktuell handelnden Verantwortlichen eher mittelmäßig. Insofern sollte man hinsichtlich des Trends auch die Kirche im Dorf lassen. Aber grundsätzlöich sehe ich die Entwicklung ja auch positiv.
Zweitens aber sehe ich auch keinen grundsätzlichen Widerspruch: Man kann eine Entwicklung gestalten und trotzdem Chancen verpassen. Insofern finde ich das Herumreiten darauf, dass keine große Chance verpasst wurde, nicht nachvollziehen. Es wirkt auf mich manchmal wie ein Verteidigungsreflex, weil vermeintlich eine Generalkritik an der Vereinsführung dahinterstecken könnte.

Wir können das gerne Unterschiedlich sehen. Wenn es für dich eine historische Chance war, die verpufft ist, okay. Ich sehe es entschieden anders.


Ob wir nochmal die Chance bekommen, weit und breit der einzige Bundesligist zu sein, kann niemand vorhersehen. Schaut man sich aber die Bundesliga-Geschichte an, gab es zuvor noch nie eine Saison ohne HSV, Werder und 96. Sich in diese leere Sandkiste zu setzen... Nun ja. Wir sehen das definitv unterschiedlich.

Dass z.B. bei Paqarada die Nase zu schnell oben war wurde definitiv geschrieben und es wurde auch die ganze Saison über immer wieder von einer Form der Hochnäsigkeit geschrieben. Ich habe mich hier die ganze Rückrunde lang immer wieder mit Leuten auseinander gesetzt, die den eigenen Spielern vorgeworfen haben aus hochnäsiger Schönspielerei heraus Punkte weggeworfen zu haben.


Ja klar, wurde das über Paqarada hier geschrieben. Auch von mir und ich stehe auch absolut dazu. Aber niemand hat hier doch geschrieben, dass der Aufstieg allein durch einen einzigen Spieler vergeigt wurde. Und natürlich haben wir entscheidene Punkte verloren, weil wir gerade gegen die "Kleinen" die Spiele kämpferisch nicht angenommen haben. Die Diskussionen mit Usern, die das negieren wollen (!) breche ich sofort ab. Es lohnt sich nicht, über die Farbe von Schnee zu diskutieren. Dass wir hier aber insgeamt keine Monocausalität haben, habe ich auch x-fach geschrieben.

Hier ging es doch aber um die Frage von Mentalitäten. Und wenn man nicht gerade beim Dauerverlierer im Meisterschaftsrennen ist, dann darf das M-Wort doch wohl verwendet werden. Hier wurde geschrieben, Hartel und Paqarada hätten sich wohl diesbezüglich für die kommende Saison selbst ins Spiel gebracht. Die vergangene Rückrunde hat aber nicht nahegelegt, dass beide eine solche Rolle einnehmen können.
Nicht mehr und nicht weniger.


Ich störe michan diesem stark vereinfachten Führungsspieler Narrativ, das in solchen Diskussionen (auch hier) immer wieder aufkommt, weil es letztlich komplexe psychologische Vorgänge auf eine teilweise fast schon sozialdarwinistische unzeitgemäße Charakterlehre herunter bricht und das ist eben eine Sache die mich so stört.


Bei allem Respekt, und ich möchte das Ganze hier wirklich gern mit der Suche nach Konsens glätten, ist das Unsinn und auch unverschämt.

Ich wiederhole das gern nochmal: Niemand ruft hier nach dem Archetypus Effenberg. Aber jeder, der selbst spielt oder gespielt hat, weiß doch, dass der Erfolg einer Mannschaft stark davon abhängt, Spieler im Team zu haben, die in schwierigen Zeiten mit Leistung und Einstellung vorangehen, Junge und Formschwache aufbauen etc. Und es lässt sich doch auch kaum leugnen, dass unsere Truppe in etlichen Spielen gegen schwächere Gegner sang- und klanglos über den Platz geschlurft ist, und das Spiel entsprechend weggegeben hat.

masagn: mentale Probleme dieser Art, lassen sich (m.M.n.) nicht einfach durch externe Zugänge in Form von "Mentalitätsspielern" oder "Führungsspielern" lösen, sondern nur durch kollektive Moralverbesserung um eine Gruppendynamik zu schaffen in der Spieler es sich durch Erfahrung, Selbstbewusstsein und Vertrauen in die Mannschaft zutrauen können solche Rollen einzunehmen.


Klares Nein! Natürlich spielen gruppendynamische Prozesse eine zentrale Rolle, überhaupt keine Frage. Das sind 3 Punkte für's Phrasenschwein (da du mir ja gern Gesabbel und Phrasen vorhältst zwinker ). Natürlich ist Moralverbesserung wichtig. (6€).
Aber Spieler, die diese Skills bereits mitbringen, kann man auch verpflichten und sollte man auch. Sind eigentlich auch 3€.

Alles andere sind Dinge die sich die Mannschaft erarbeiten muss.


Alles sind Dinge, die sich die Mannschaft erarbeiten muss. Aber manche Spieler erarbeiten sich bestimmte Skills eben leichter, andere nie.
Gibt halt Fertigkeiten und Fähigkeiten, und beide sind eben grundverschieden.

•     •     •

Die Elbe, der Michel, der Kurs ist immer gut. St. Pauli, die Freiheit, das liegt uns so im Blut,
und hat das Lebensschiff ein Leck, in Hamburg bleiben wir an Deck, in Hamburg, da bleiben wir an Deck

Wem die Freiheit im Blut liegt, der lässt sich seine Meinung nicht von irgendwelchen Führern vorkauen. Nirgendwo, auch nicht im Fußball!

Das Herz von Sankt Pauli wird auch die überdauern, die Sankt Pauli das Herz austreiben wollen.


Dieser Beitrag wurde zuletzt von Shakes am 25.06.2022 um 11:58 Uhr bearbeitet
Kader Saison 2022/23 |#183
27.06.2022 - 09:15 Uhr
Also, wenn es stimmt, was der Kicker schreibt, und wir tatsächlich für Kyereh 4,5 Mio. PLUS Boni erhalten, dann kann man Bornemann wirklich nur loben!
3 Mio. plus Boni hätte ich für realistisch gehalten, vielleicht 3,5 Mio., wenn man gut verhandelt...

In der Folge hätte ich dann aber auch gerne einen MS, der ein Regal oberhalb von Daferner & Co. angesiedelt ist. Meiner Meinung nach neben der anstehenden Taktik-Evolution die zweite wesentliche Wegmarke zu einer erfolgreichen Saison 22/23.
Kader Saison 2022/23 |#184
27.06.2022 - 17:22 Uhr
https://www.fcstpauli.com/news/oberschenkelverletzungen-bei-etienne-amenyido-und-david-nemeth-festgestellt/

Vielen Dank, Herr Arp, für den völlig unnötigen Schubser gegen Nemeth... rolleyes
Kader Saison 2022/23 |#185
27.06.2022 - 18:45 Uhr
Zitat von pauli95
Karmah wird schon zurückschlagen. Nach der Saison findet sich Arp in der 4. Liga wieder.


Von mir aus kann Arp nächstes Jahr Champions League spielen.
WENN Karma existiert, will ich 6 Punkte aus den direkten Duellen gegen Kiel haben.
Kader Saison 2022/23 |#186
27.06.2022 - 18:55 Uhr
Jetzt müssen wir wohl neben den Defiziten in der Offensive auch noch in der Defensive nachlegen.

Ich hoffe sehr, dass man an Lasse Sobiech denkt. Da weiß man was man bekommt.

•     •     •

SV Babelsberg 03 Wuppertaler SV Portimonense SC
Kader Saison 2022/23 |#187
27.06.2022 - 20:01 Uhr
Zitat von pauli95
Zitat von Pauleeschen

Jetzt müssen wir wohl neben den Defiziten in der Offensive auch noch in der Defensive nachlegen.

Ich hoffe sehr, dass man an Lasse Sobiech denkt. Da weiß man was man bekommt.


Einen verletzungsanfälligen Spieler, der nicht ins System passt?


Dazu noch langsam und außer den Ball weghauen eine spielerische Null?
Kader Saison 2022/23 |#188
28.06.2022 - 00:15 Uhr
Zitat von Pauleeschen
Jetzt müssen wir wohl neben den Defiziten in der Offensive auch noch in der Defensive nachlegen.

Ich hoffe sehr, dass man an Lasse Sobiech denkt. Da weiß man was man bekommt.


Bitte nicht!

Sobiech war seiner Zeit gut für uns, aber da haben wir auch noch tief stehend und hölzern gespielt.

Stand jetzt wäre Sobiech wohl die denkbar schlechteste Lösung die mir auf der Position einfallen würde.
Kader Saison 2022/23 |#189
28.06.2022 - 13:43 Uhr
Wenn es denn stimmt, was man Gerüchte weise hört, dass nämlich die drei Muskelverletzungen Ausfallzeiten von deutlich über einem Monat bedeuten, dann brauchen wir wohl recht dringend noch drei Spieler: MS, ZOM / HS sowie IV. Geld sollte nicht allein wegen des Kyereh-Deals, sondern auch wegen der vielen Abgänge genügend vorhanden sein. Die Frage ist - neben derjenigen, wer überhaupt verfügbar ist -, wen man kurzfristig bekommen kann und wen man davon mittelfristig braucht. Die Spieler, die sich jetzt noch Hoffnungen auf höherklassige Spielzeit machen, wären damit zumindest schon einmal raus.
Gerade in der IV ist die Situation schwierig, wie ich finde. Einerseits ist es für die Mannschaft eine sehr schlechte Nachricht, wenn der neue Abwehrchef die komplette Vorbereitung und Teile des Saisonbeginns verpasst. Bis er wieder fit und mit TSs Vorgaben vertraut ist, dürfte die Hinrunde schon fortgeschritten sein. Zudem fehlt mit Dzwigala ja noch ein weiterer IV. Andererseits stellt sich die Frage, ob man Medic' Entwicklung wirklich dadurch ausbremsen will, dass man ihn jemanden vor die Nase setzt. Die Alternative, viel Geld für jemanden auszugeben, den man mittelfristig auf die Bank setzt, ist jedoch auch nicht gerade verlockend.
Amenyidos Verletzung ist transfertechnisch nicht ganz so problematisch, weil man ohnehin eine Alternative verpflichten will und er sicherlich auch nicht fix als S11-Spieler eingeplant ist. Gleichwohl mindert sein Ausfall die Personalprobleme in der Offensive auch nicht.

Selbst wenn man den aktuellen Transferüberschuß zu 100 % reinvestiert und die Gehälter aus den eingesparten Gehältern bezahlt, müsste Bornemann in kurzer Frist drei Spieler verpflichten, die allesamt gut genug für den Aufstiegskampf sind, nach Möglichkeit noch weiteres Potential haben, und im Schnitt dennoch nicht mehr als 1 Mio. kosten. Das nenne ich mal eine Herausforderung...
Kader Saison 2022/23 |#190
28.06.2022 - 14:04 Uhr
Würde mir so nen Tore Reginiussen Verschnitt vorstellen. Erfahren, robust, Ruhe ausstrahlend und für eine übersichtliche Anzahl von Einsätzen noch ausreichend motiviert. Fällt mir adhoc keiner ein, aber gibt’s bestimmt für nen schmalen Taler.
Ausfälle wird’s scheinbar auch weiterhin zahlreich geben. Vielleicht hat unser neuer TW-Trainer ja ein paar gute Tips hinsichtlich Aufwärmprogramm, Stabilisierung der Physis und Reha. Der‘s ja Sportwissenschaftler.
Wird Zeit, dass das mit den Verletzungen weniger wird.

•     •     •

Jo, super!
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