| Geburtsdatum | 13.06.1963 |
|---|---|
| Alter | 63 |
| Nat. |
Niederlande |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Karriereende |
Jos Luhukay [Trainer]
01.07.2012 - 01:08 Uhr
http://herthabsc.de/index.php?id=3631&tx_ttnews[tt_news]=13667&cHash=183c08523e64c7b876d0702366e23b34
Zitat
Berlin - Hertha BSC hat für die kommende Saison Jos Luhukay als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der frühere Coach des FC Augsburg unterschrieb in Berlin bis zum 30. Juni 2014. „Wir sind sehr froh, dass wir Jos Luhukay für die kommenden zwei Jahre unter Vertrag nehmen konnten“, sagt Michael Preetz, Geschäftsführer Sport bei Hertha BSC.
Jos Luhukay, der mit dem FC Augsburg in der abgelaufenen Saison den Klassenerhalt geschafft hatte, erklärt: „Ich freue mich auf die extrem reizvolle Aufgabe bei Hertha BSC und in Berlin. Ich habe Michael Preetz meine Zusage deshalb ganz bewusst für beide Ligen gegeben.“
Link zum alten Thread:
http://www.transfermarkt.de/de/jos-luhukay-trainer/topic/ansicht_14_274475_seite10.html#last
Zitat
Berlin - Hertha BSC hat für die kommende Saison Jos Luhukay als neuen Cheftrainer verpflichtet. Der frühere Coach des FC Augsburg unterschrieb in Berlin bis zum 30. Juni 2014. „Wir sind sehr froh, dass wir Jos Luhukay für die kommenden zwei Jahre unter Vertrag nehmen konnten“, sagt Michael Preetz, Geschäftsführer Sport bei Hertha BSC.
Jos Luhukay, der mit dem FC Augsburg in der abgelaufenen Saison den Klassenerhalt geschafft hatte, erklärt: „Ich freue mich auf die extrem reizvolle Aufgabe bei Hertha BSC und in Berlin. Ich habe Michael Preetz meine Zusage deshalb ganz bewusst für beide Ligen gegeben.“
Link zum alten Thread:
http://www.transfermarkt.de/de/jos-luhukay-trainer/topic/ansicht_14_274475_seite10.html#last
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PES am 19.07.2013 um 15:57 Uhr bearbeitet
01.07.2012 - 14:24 Uhr
Quelle: www.tagesspiegel.de
Hertha-Trainer Luhukay Der Mann mit dem halben Lächeln
Das Etikett scheint schon beschriftet: Der nette Herr Luhukay - freundlich, klein, introvertiert, zurückhaltend und recht entspannt. Aber Herthas neuer Trainer könnte auch ganz andere Seiten an den Tag legen. Wer ihn trifft und beobachtet, entdeckt einen unter Hochspannung stehenden Akribiker
Die zweite Halbzeit geht gleich los. Ein Freundschaftsspiel Hertha BSC gegen Berliner SC, auf einem Sportplatz in Reinickendorf. Im Hintergrund sonnen sich die Hochhäuser des Märkischen Viertels, aus den Boxen dröhnt Volksfestmusik, das Ausflugspublikum steht auf den Aschelaufbahnen für Bratwurst und Zapfbier an. Nur einer nimmt das hier todernst: Jos Luhukay steht vor der bunt besprühten Umkleidebaracke, mit ausgestreckten Armen und dreht die Hüften, mal links-, mal rechtsherum. Neben ihm lauscht Sebastian Neumann, der Trainer erklärt dem Nachwuchsverteidiger, wie er sich gegen seinen wendigen Gegenspieler zu verhalten hat.
Es geht Luhukay um Details.
Deshalb schreibt er auf seiner Trainerbank auch Notizen, von einem Spiel Zweit- gegen Sechstligist, das für Hertha nicht mehr ist als eine Trainingseinheit in Trikots. Nach dem Abpfiff strömen die Leute zur Bank und wollen Autogramme. Luhukay knipst plötzlich ein Lächeln an, das so lässig ist, als wären die Erinnerungsfotos seine eigenen Urlaubsbilder.
(...)
Er duzt Menschen sofort, aber schaut ihnen selten direkt in die Augen und wahrt die Distanz. Luhukay, seit einer Woche Hertha-Trainer, ist ein Mischwesen: Er hat das locker-freundliche Auftreten, das vielen Niederländern zugeschrieben wird, und die misstrauische Selbstbeherrschung, die viele deutsch nennen würden. „Deutsch oder holländisch, darüber rede ich nicht gerne“, sagt der 48-Jährige, der seit fast 20 Jahren auf der anderen Seite der Grenze arbeitet. Seine Stimme ist ruhig und warm, nur der holländische Dialekt lässt sie gelegentlich ausschlagen. „Wichtig ist eine Philosophie, die den Menschen Freude macht und den Spielern Spaß bereitet.“
Was Luhukay damit meint, ist auf dem Platz so zu sehen: Der frühere Mittelfeldspieler, ein begnadeter Techniker, macht alles vor, jede Fußgelenkdrehung, fast jede Einheit findet mit Ball statt. Er lasse auch schon mal zum Takt von Musik trainieren, berichten ehemalige Spieler, trotzdem sei man danach konditionell fit wie nie zuvor.
(...)
Das Etikett scheint schon beschriftet, „der nette Herr Luhukay“. Sein freundliches Auftreten, die kleine Körpergröße, seine Vita mit Stationen von Uerdingen bis Augsburg. Aber: „Er kann intern auch die Krallen ausfahren, wenn ihm etwas nicht gefällt“, sagt Andreas Rettig, der als Manager in Augsburg mit ihm zusammenarbeitete. Luhukay warf schon mal Spieler aus dem Kader, wenn sie zu spät zum Frühstück kamen. Auch in Berlin gibt es strenge Regeln. „Ich habe als Spieler immer professionell gelebt, nie geraucht, höchstens ein Bier in einem halben Jahr getrunken“, sagt der chronische Frühaufsteher Luhukay. „Ich stehe für Ernsthaftigkeit und Professionalität.“
(...)
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Das Etikett scheint schon beschriftet: Der nette Herr Luhukay - freundlich, klein, introvertiert, zurückhaltend und recht entspannt. Aber Herthas neuer Trainer könnte auch ganz andere Seiten an den Tag legen. Wer ihn trifft und beobachtet, entdeckt einen unter Hochspannung stehenden Akribiker
Die zweite Halbzeit geht gleich los. Ein Freundschaftsspiel Hertha BSC gegen Berliner SC, auf einem Sportplatz in Reinickendorf. Im Hintergrund sonnen sich die Hochhäuser des Märkischen Viertels, aus den Boxen dröhnt Volksfestmusik, das Ausflugspublikum steht auf den Aschelaufbahnen für Bratwurst und Zapfbier an. Nur einer nimmt das hier todernst: Jos Luhukay steht vor der bunt besprühten Umkleidebaracke, mit ausgestreckten Armen und dreht die Hüften, mal links-, mal rechtsherum. Neben ihm lauscht Sebastian Neumann, der Trainer erklärt dem Nachwuchsverteidiger, wie er sich gegen seinen wendigen Gegenspieler zu verhalten hat.
Es geht Luhukay um Details.
Deshalb schreibt er auf seiner Trainerbank auch Notizen, von einem Spiel Zweit- gegen Sechstligist, das für Hertha nicht mehr ist als eine Trainingseinheit in Trikots. Nach dem Abpfiff strömen die Leute zur Bank und wollen Autogramme. Luhukay knipst plötzlich ein Lächeln an, das so lässig ist, als wären die Erinnerungsfotos seine eigenen Urlaubsbilder.
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Er duzt Menschen sofort, aber schaut ihnen selten direkt in die Augen und wahrt die Distanz. Luhukay, seit einer Woche Hertha-Trainer, ist ein Mischwesen: Er hat das locker-freundliche Auftreten, das vielen Niederländern zugeschrieben wird, und die misstrauische Selbstbeherrschung, die viele deutsch nennen würden. „Deutsch oder holländisch, darüber rede ich nicht gerne“, sagt der 48-Jährige, der seit fast 20 Jahren auf der anderen Seite der Grenze arbeitet. Seine Stimme ist ruhig und warm, nur der holländische Dialekt lässt sie gelegentlich ausschlagen. „Wichtig ist eine Philosophie, die den Menschen Freude macht und den Spielern Spaß bereitet.“
Was Luhukay damit meint, ist auf dem Platz so zu sehen: Der frühere Mittelfeldspieler, ein begnadeter Techniker, macht alles vor, jede Fußgelenkdrehung, fast jede Einheit findet mit Ball statt. Er lasse auch schon mal zum Takt von Musik trainieren, berichten ehemalige Spieler, trotzdem sei man danach konditionell fit wie nie zuvor.
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Das Etikett scheint schon beschriftet, „der nette Herr Luhukay“. Sein freundliches Auftreten, die kleine Körpergröße, seine Vita mit Stationen von Uerdingen bis Augsburg. Aber: „Er kann intern auch die Krallen ausfahren, wenn ihm etwas nicht gefällt“, sagt Andreas Rettig, der als Manager in Augsburg mit ihm zusammenarbeitete. Luhukay warf schon mal Spieler aus dem Kader, wenn sie zu spät zum Frühstück kamen. Auch in Berlin gibt es strenge Regeln. „Ich habe als Spieler immer professionell gelebt, nie geraucht, höchstens ein Bier in einem halben Jahr getrunken“, sagt der chronische Frühaufsteher Luhukay. „Ich stehe für Ernsthaftigkeit und Professionalität.“
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01.07.2012 - 16:16 Uhr
Quelle: www.bild.de
Luhukay entging knapp einem Flugzeugabsturz
Ein Relegationsspiel rettete sein Leben
Wer sich mit Herthas neuem Trainer Jos Luhukay (49) unterhält, der ist entzückt. Der Holländer ist freundlich, lacht viel und kann ununterbrochen reden, wenn es um Fußball und Taktik geht...
Nur bei einem Thema wird Luhukay leise, nachdenklich und wirkt bedrückt.
Es geht um einen tragischen Vorfall aus der Vergangenheit. Einen Flugzeugabsturz aus dem Jahr 1989, dem Luhukay nur entging, weil er an diesem Tag ein Relegationsspiel mit dem VVV Venlo hatte – was sein Leben rettete...
Luhukay war Teil der sogenannten “Kleurrijk Elftal” – ein Auswahl-Team von Spielern mit Wurzeln aus den früheren niederländischen Kolonien (Luhukays Vater stammt von einer indonesischen Inselgruppe). Diese Auswahl war 1989 zu einer Welt-Tournee eingeladen...
Am 7. Juni 1989 stürzte Flug SAF 764 aus Amsterdam kommend beim Landeanflug auf Surinams Hauptstadt-Flughafen Paramaribo-Zanderij ab.
178 Menschen verloren ihr Leben, darunter 14 Fußball-Profis. Luhukay war nur deshalb nicht dabei, weil der VVV Venlo ein Relegationsspiel an diesem Tag hatte.
Luhukay zu BILD:„Es war reines Glück und Zufall, dass ich nicht im Flieger saß. Ich verlor viele Kollegen. Ein furchtbares und schlimmes Erlebnis. Ich habe lange gebraucht, um alles zu verarbeiten und zu ordnen. Es ist ein Schicksalsschlag, den man nicht wieder vergisst.“
Jahre hatte Luhukay mit Flugangst zu kämpfen!
Der Hertha-Trainer: „Ich habe mich lange nicht mehr in Flugzeuge getraut, und als ich es dann erstmals tat, hatte ich wackelige und zitternde Knie. Mittlerweile geht es wieder. Es dauerte lange, aber das Leben geht jetzt wieder seinen Weg.“
Übrigens: Auch Ruud Gullit, Frank Rijkaard, Aaron Winter und Ex-Hertha-Profi Bryan Roy sollten mitfliegen. Doch ihre holländischen Profi-Klubs hatten ihnen die Flugreise verweigert...
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Ein Relegationsspiel rettete sein Leben
Wer sich mit Herthas neuem Trainer Jos Luhukay (49) unterhält, der ist entzückt. Der Holländer ist freundlich, lacht viel und kann ununterbrochen reden, wenn es um Fußball und Taktik geht...
Nur bei einem Thema wird Luhukay leise, nachdenklich und wirkt bedrückt.
Es geht um einen tragischen Vorfall aus der Vergangenheit. Einen Flugzeugabsturz aus dem Jahr 1989, dem Luhukay nur entging, weil er an diesem Tag ein Relegationsspiel mit dem VVV Venlo hatte – was sein Leben rettete...
Luhukay war Teil der sogenannten “Kleurrijk Elftal” – ein Auswahl-Team von Spielern mit Wurzeln aus den früheren niederländischen Kolonien (Luhukays Vater stammt von einer indonesischen Inselgruppe). Diese Auswahl war 1989 zu einer Welt-Tournee eingeladen...
Am 7. Juni 1989 stürzte Flug SAF 764 aus Amsterdam kommend beim Landeanflug auf Surinams Hauptstadt-Flughafen Paramaribo-Zanderij ab.
178 Menschen verloren ihr Leben, darunter 14 Fußball-Profis. Luhukay war nur deshalb nicht dabei, weil der VVV Venlo ein Relegationsspiel an diesem Tag hatte.
Luhukay zu BILD:„Es war reines Glück und Zufall, dass ich nicht im Flieger saß. Ich verlor viele Kollegen. Ein furchtbares und schlimmes Erlebnis. Ich habe lange gebraucht, um alles zu verarbeiten und zu ordnen. Es ist ein Schicksalsschlag, den man nicht wieder vergisst.“
Jahre hatte Luhukay mit Flugangst zu kämpfen!
Der Hertha-Trainer: „Ich habe mich lange nicht mehr in Flugzeuge getraut, und als ich es dann erstmals tat, hatte ich wackelige und zitternde Knie. Mittlerweile geht es wieder. Es dauerte lange, aber das Leben geht jetzt wieder seinen Weg.“
Übrigens: Auch Ruud Gullit, Frank Rijkaard, Aaron Winter und Ex-Hertha-Profi Bryan Roy sollten mitfliegen. Doch ihre holländischen Profi-Klubs hatten ihnen die Flugreise verweigert...
01.07.2012 - 19:12 Uhr
Quelle: www.herthabsc.de
herthabsc.de: Seit Beginn der Saison haben Sie als neuer Trainer das Zepter bei Hertha BSC übernommen. Was ist für Sie der Reiz an Hertha BSC?
Jos Luhukay: Es ist eine tolle Aufgabe, für so einen großen Traditionsverein wie Hertha BSC arbeiten zu dürfen. Das Ziel ist, Hertha wieder auf das höchste Niveau zu bringen und dort auch zu festigen. Das muss die Motivation und Herausforderung sein. Wenn ich mich für einen Verein entscheide, stehe ich zu hundert Prozent dahinter, egal in welcher Liga. Für mich ist Hertha ein Erstligist, der es leider nicht geschafft hat, die Liga zu halten. Meine Aufgabe ist es jetzt, die Mannschaft neu aufzubauen und mit ihr erfolgreich zu sein. Ich werde alles daran setzen, zusammen mit allen Mitarbeitern Hertha wieder dorthin zu führen, wo sie hingehören. Ich freue mich auf das schöne Stadion und die tollen Fans, die mit so viel Herz und Leidenschaft dabei sind und die Mannschaft auch auswärts immer überragend unterstützen.
herthabsc.de: Mit Marcel Ndjeng haben kam ein Spieler, den sie aus vielen gemeinsamen Jahren bereits kennen…
Luhukay: Ich habe ihn damals nach Paderborn geholt - dort hat er das erste Jahr unter mir trainiert. Dann spielte er unter mir bei Borussia Mönchengladbach eine fantastische Saison, die mit dem Aufstieg gekrönt wurde. Auch in Augsburg habe ich wieder an ihn gedacht und er wechselte zum FCA. Ich denke, dass er drei Mal unter mir eine große Entwicklung gemacht hat und er hatte großen Anteil an den Erfolgen und Aufstiegen, die wir gefeiert haben. Er ist kein Vollstrecker. Aber ein hervorragender Vorlagengeber, wodurch die Stürmer sehr stark profitieren.
herthabsc.de: Und jetzt ist er Ihnen zu Hertha gefolgt.
Luhukay: Entscheidend für die Verpflichtung war, dass wir auf dieser Position Bedarf hatten. Dass ich in so einer Situation an ihn denke, ist doch klar. Die Position war unbesetzt, er war ablösefrei und wir müssen in unserer Situation kreativ bei Verpflichtungen sein. Bei jedem Transfer müssen Qualität, Einstellung und finanzielles passen, und das hat es bei Marcel Ndjeng. Am Ende ist so eine Konstellation natürlich auch immer mit dem Zufall verbunden, dass es so läuft, wie es eben läuft.
herthabsc.de: In Augsburg nannte man sie auch "den kleinen Diktator". Wie schätzen Sie den Trainer und Menschen Jos Luhukay ein?
Ich bin ein Mensch der Fußball lebt, der selbst eine gewisse Disziplin an den Tag legt, sowohl bei der Arbeit, als auch privat. Wir wollen Erfolg haben und da brauche ich Spieler, die das umsetzen, was wir uns vornehmen und verlangen. Da gehört es auch mal dazu, ein Zeichen zu setzen wenn jemand aus der Reihe tanzt. Wenn ich mich auf einen Spieler nicht verlassen kann, geht das nicht. Es geht darum, dass Bewusstsein, die Professionalität und die Ernsthaftigkeit die man braucht, nicht nur die 90 Minuten auf dem Platz zu haben. Ich bin jetzt 20 Jahre in Deutschland und kann mich nicht erinnern, einmal zu spät zum Training oder zu einer Sitzung gekommen zu sein. Ich lebe das vor, was ich auch verlange, sonst könnte ich das nicht von meinen Spielern erwarten und verlangen. Ich bin ehrlich und geradlinig und erwarte das auch von der Mannschaft. Es ist wichtig, dass es Regeln gibt, aber denen muss auch nachgekommen werden. Ich möchte viel ins Team und das Kollektiv investieren.
herthabsc.de: Was dürfen die Spieler von ihnen erwarten?
Luhukay: Wenn die Spieler sich angemessen verhalten, kriegen sie nie ein Problem mit mir. Ich möchte, dass die Spieler Spaß und Freude am Fußball und an ihrer Arbeit haben. Ich möchte, dass sie gerne für Hertha spielen und im Training voll dabei sind, weil es ihnen Spaß macht. Ich glaube aber, dass das hier kein großes Problem wird. Es ist ein besonderer Reiz, mit einer neuen Mannschaft, in einem neuen Verein arbeiten zu dürfen und so viele neue Menschen kennenzulernen.
herthabsc.de: Wie wichtig ist für Sie der Mannschaftszusammenhalt?
Luhukay: Ich bin streng, was die Disziplin angeht, und das ist auch nicht unwichtig. Es muss deutlich klar sein: Was wollen wir gemeinsam erreichen, wie können wir das gemeinsam umsetzen und was müssen wir gemeinsam alles dafür tun? Das sind Basisprinzipien. Wenn wir in den sportlichen Bereich gehen, genauer, in das taktische Verhalten, dann ist es tödlich für die ganze Mannschaft, wenn sich ein oder zwei Spieler nicht an die Vorgabe halten. Das ist so im Mannschaftssport. Dort muss sich jeder auf den anderen verlassen können. Es ist nicht nur ein miteinander, sondern vor allem ein füreinander. Wenn man läuferisch, kämpferisch und mit viel Herz dabei ist, kommt automatisch die individuelle Stärke eines jeden Spielers dazu. Wenn man auf das letzte Jahr in Augsburg blickt, hatten wir mit Sicherheit nicht die beste Qualität, aber wir hatten vielleicht das beste Team und haben so die Klasse gehalten. Wir können nicht mit elf Spielern aufsteigen. Das ist nur möglich, wenn sich tagtäglich das ganze Team voll reinhängt.
herthabsc.de: Wie wirkt sich solch ein Zusammenhalt auch auf die einzelnen Spieler selber aus?
Wichtig sind Geschlossenheit und ein starker Teamgeist, dadurch können Spieler auch über sich hinauswachsen. In erster Linie will ein Fan doch sehen, dass die Spieler Einsatz und Bereitschaft zeigen. Wenn dann auch noch das Fußballerische hinzu kommt und sie sich spielerisch gut präsentieren, schließt sich der Kreis und man kann Erfolg haben. Wenn die Basiseigenschaften fehlen, ist es sehr schwer sein Ziel zu erreichen. Jeder kann mal einen schlechten Tag haben, da muss man auch mal ein Auge zudrücken. Wenn das aber am zweiten und dritten Tag nicht besser wird, werde ich mit dem Spieler reden, ohne gleich Konsequenzen zu ziehen.
herthabsc.de: Schwebt Ihnen bereits ein konkretes Spielsystem vor?
Luhukay: Ich muss sehen, was am besten zur Mannschaft passt. Es kommen ja noch einige Spieler zurück, erst dann kann ich das volle Potential und die einzelnen Spielertypen sehen und bewerten. Letztendlich entscheidend ist, was die Spieler am besten umsetzen können. Unser Spiel soll aber offensiv geprägt sein. Mit schnellem Kombinationsspiel wollen wir zu vielen Toren kommen. Es ist nicht immer der einfachste Weg, den ich gehe und die Spieler werden anfangs vielleicht Schwierigkeiten haben, diese vielen Eindrücke aufzunehmen. Ich hoffe aber, dass es uns bis zum Ligastart gelingt und wir schon ein sehr weites Stück in die richtige Richtung gegangen sind. Wir müssen uns in den nächsten Monaten entwickeln, aber dabei schon erfolgreich sein. Das ist nicht so einfach.
herthabsc.de: Wie würden Sie ihre Spielphilosophie beschreiben?
Luhukay: Wichtig ist, dass eine Mannschaft eine Basisstrategie hat, aber auch eine deutliche Vorstellung, wie sie Fußball spielen will. Die Umsetzung ist nicht einfach, aber wenn die Spieler meine Vorstellungen verinnerlichen, werde wir eine offensiv eingestellte Truppe haben, die Pressing spielt und Druck ausübt. Wir wollen das Spiel dominieren und uns Möglichkeiten erspielen. Die offensive Einstellung soll den Gegner zu Fehlern zwingen und das Spiel nach vorne beleben. Ich halte nichts davon, eine Mannschaft mit einer passiven Einstellung auf den Platz zu schicken.
herthabsc.de: Wer wird unter Ihnen Kapitän?
Luhukay: Ich werde noch drei bis vier Wochen brauchen, um mir einen Überblick zu verschaffen. Der Spieler muss Erfahrung mitbringen und als Profi bereits gefestigt sowie ein charakterliches Vorbild sein. Aus diesen Aspekten werde ich den ersten und zweiten Kapitän auswählen.
herthabsc.de: Was waren Sie selbst früher für ein Spieler?
Luhukay: Ich bin in den Niederlanden geboren und war noch ein echter Straßenkicker. Als kleiner Junge habe ich mir immer den Ball geschnappt und bin Fußball spielen gegangen. Ich wollte immer Profi werden und habe das in meiner Heimat auch geschafft. Ich konnte alle Positionen im Mittelfeld spielen und wenn ich mich beschreiben müsste, würde ich sagen, ich war ein technisch guter Spieler mit Spielintelligenz und Kreativität. Ich denke, ich habe auch immer mit sehr viel Herz gespielt, das ist bei den Fans immer gut angekommen.
herthabsc.de: Und was tun Sie, um mal abzuschalten?
Luhukay: Ich laufe midestens drei Mal die Woche. Auch beim Mountainbike fahren kann ich mich entspannen. Das sind aber eigentlich die einzigen beiden Sportarten, die ich neben dem Fußball betreibe, um abzuschalten.
12345 Jos Luhukay: Es ist eine tolle Aufgabe, für so einen großen Traditionsverein wie Hertha BSC arbeiten zu dürfen. Das Ziel ist, Hertha wieder auf das höchste Niveau zu bringen und dort auch zu festigen. Das muss die Motivation und Herausforderung sein. Wenn ich mich für einen Verein entscheide, stehe ich zu hundert Prozent dahinter, egal in welcher Liga. Für mich ist Hertha ein Erstligist, der es leider nicht geschafft hat, die Liga zu halten. Meine Aufgabe ist es jetzt, die Mannschaft neu aufzubauen und mit ihr erfolgreich zu sein. Ich werde alles daran setzen, zusammen mit allen Mitarbeitern Hertha wieder dorthin zu führen, wo sie hingehören. Ich freue mich auf das schöne Stadion und die tollen Fans, die mit so viel Herz und Leidenschaft dabei sind und die Mannschaft auch auswärts immer überragend unterstützen.
herthabsc.de: Mit Marcel Ndjeng haben kam ein Spieler, den sie aus vielen gemeinsamen Jahren bereits kennen…
Luhukay: Ich habe ihn damals nach Paderborn geholt - dort hat er das erste Jahr unter mir trainiert. Dann spielte er unter mir bei Borussia Mönchengladbach eine fantastische Saison, die mit dem Aufstieg gekrönt wurde. Auch in Augsburg habe ich wieder an ihn gedacht und er wechselte zum FCA. Ich denke, dass er drei Mal unter mir eine große Entwicklung gemacht hat und er hatte großen Anteil an den Erfolgen und Aufstiegen, die wir gefeiert haben. Er ist kein Vollstrecker. Aber ein hervorragender Vorlagengeber, wodurch die Stürmer sehr stark profitieren.
herthabsc.de: Und jetzt ist er Ihnen zu Hertha gefolgt.
Luhukay: Entscheidend für die Verpflichtung war, dass wir auf dieser Position Bedarf hatten. Dass ich in so einer Situation an ihn denke, ist doch klar. Die Position war unbesetzt, er war ablösefrei und wir müssen in unserer Situation kreativ bei Verpflichtungen sein. Bei jedem Transfer müssen Qualität, Einstellung und finanzielles passen, und das hat es bei Marcel Ndjeng. Am Ende ist so eine Konstellation natürlich auch immer mit dem Zufall verbunden, dass es so läuft, wie es eben läuft.
herthabsc.de: In Augsburg nannte man sie auch "den kleinen Diktator". Wie schätzen Sie den Trainer und Menschen Jos Luhukay ein?
Ich bin ein Mensch der Fußball lebt, der selbst eine gewisse Disziplin an den Tag legt, sowohl bei der Arbeit, als auch privat. Wir wollen Erfolg haben und da brauche ich Spieler, die das umsetzen, was wir uns vornehmen und verlangen. Da gehört es auch mal dazu, ein Zeichen zu setzen wenn jemand aus der Reihe tanzt. Wenn ich mich auf einen Spieler nicht verlassen kann, geht das nicht. Es geht darum, dass Bewusstsein, die Professionalität und die Ernsthaftigkeit die man braucht, nicht nur die 90 Minuten auf dem Platz zu haben. Ich bin jetzt 20 Jahre in Deutschland und kann mich nicht erinnern, einmal zu spät zum Training oder zu einer Sitzung gekommen zu sein. Ich lebe das vor, was ich auch verlange, sonst könnte ich das nicht von meinen Spielern erwarten und verlangen. Ich bin ehrlich und geradlinig und erwarte das auch von der Mannschaft. Es ist wichtig, dass es Regeln gibt, aber denen muss auch nachgekommen werden. Ich möchte viel ins Team und das Kollektiv investieren.
herthabsc.de: Was dürfen die Spieler von ihnen erwarten?
Luhukay: Wenn die Spieler sich angemessen verhalten, kriegen sie nie ein Problem mit mir. Ich möchte, dass die Spieler Spaß und Freude am Fußball und an ihrer Arbeit haben. Ich möchte, dass sie gerne für Hertha spielen und im Training voll dabei sind, weil es ihnen Spaß macht. Ich glaube aber, dass das hier kein großes Problem wird. Es ist ein besonderer Reiz, mit einer neuen Mannschaft, in einem neuen Verein arbeiten zu dürfen und so viele neue Menschen kennenzulernen.
herthabsc.de: Wie wichtig ist für Sie der Mannschaftszusammenhalt?
Luhukay: Ich bin streng, was die Disziplin angeht, und das ist auch nicht unwichtig. Es muss deutlich klar sein: Was wollen wir gemeinsam erreichen, wie können wir das gemeinsam umsetzen und was müssen wir gemeinsam alles dafür tun? Das sind Basisprinzipien. Wenn wir in den sportlichen Bereich gehen, genauer, in das taktische Verhalten, dann ist es tödlich für die ganze Mannschaft, wenn sich ein oder zwei Spieler nicht an die Vorgabe halten. Das ist so im Mannschaftssport. Dort muss sich jeder auf den anderen verlassen können. Es ist nicht nur ein miteinander, sondern vor allem ein füreinander. Wenn man läuferisch, kämpferisch und mit viel Herz dabei ist, kommt automatisch die individuelle Stärke eines jeden Spielers dazu. Wenn man auf das letzte Jahr in Augsburg blickt, hatten wir mit Sicherheit nicht die beste Qualität, aber wir hatten vielleicht das beste Team und haben so die Klasse gehalten. Wir können nicht mit elf Spielern aufsteigen. Das ist nur möglich, wenn sich tagtäglich das ganze Team voll reinhängt.
herthabsc.de: Wie wirkt sich solch ein Zusammenhalt auch auf die einzelnen Spieler selber aus?
Wichtig sind Geschlossenheit und ein starker Teamgeist, dadurch können Spieler auch über sich hinauswachsen. In erster Linie will ein Fan doch sehen, dass die Spieler Einsatz und Bereitschaft zeigen. Wenn dann auch noch das Fußballerische hinzu kommt und sie sich spielerisch gut präsentieren, schließt sich der Kreis und man kann Erfolg haben. Wenn die Basiseigenschaften fehlen, ist es sehr schwer sein Ziel zu erreichen. Jeder kann mal einen schlechten Tag haben, da muss man auch mal ein Auge zudrücken. Wenn das aber am zweiten und dritten Tag nicht besser wird, werde ich mit dem Spieler reden, ohne gleich Konsequenzen zu ziehen.
herthabsc.de: Schwebt Ihnen bereits ein konkretes Spielsystem vor?
Luhukay: Ich muss sehen, was am besten zur Mannschaft passt. Es kommen ja noch einige Spieler zurück, erst dann kann ich das volle Potential und die einzelnen Spielertypen sehen und bewerten. Letztendlich entscheidend ist, was die Spieler am besten umsetzen können. Unser Spiel soll aber offensiv geprägt sein. Mit schnellem Kombinationsspiel wollen wir zu vielen Toren kommen. Es ist nicht immer der einfachste Weg, den ich gehe und die Spieler werden anfangs vielleicht Schwierigkeiten haben, diese vielen Eindrücke aufzunehmen. Ich hoffe aber, dass es uns bis zum Ligastart gelingt und wir schon ein sehr weites Stück in die richtige Richtung gegangen sind. Wir müssen uns in den nächsten Monaten entwickeln, aber dabei schon erfolgreich sein. Das ist nicht so einfach.
herthabsc.de: Wie würden Sie ihre Spielphilosophie beschreiben?
Luhukay: Wichtig ist, dass eine Mannschaft eine Basisstrategie hat, aber auch eine deutliche Vorstellung, wie sie Fußball spielen will. Die Umsetzung ist nicht einfach, aber wenn die Spieler meine Vorstellungen verinnerlichen, werde wir eine offensiv eingestellte Truppe haben, die Pressing spielt und Druck ausübt. Wir wollen das Spiel dominieren und uns Möglichkeiten erspielen. Die offensive Einstellung soll den Gegner zu Fehlern zwingen und das Spiel nach vorne beleben. Ich halte nichts davon, eine Mannschaft mit einer passiven Einstellung auf den Platz zu schicken.
herthabsc.de: Wer wird unter Ihnen Kapitän?
Luhukay: Ich werde noch drei bis vier Wochen brauchen, um mir einen Überblick zu verschaffen. Der Spieler muss Erfahrung mitbringen und als Profi bereits gefestigt sowie ein charakterliches Vorbild sein. Aus diesen Aspekten werde ich den ersten und zweiten Kapitän auswählen.
herthabsc.de: Was waren Sie selbst früher für ein Spieler?
Luhukay: Ich bin in den Niederlanden geboren und war noch ein echter Straßenkicker. Als kleiner Junge habe ich mir immer den Ball geschnappt und bin Fußball spielen gegangen. Ich wollte immer Profi werden und habe das in meiner Heimat auch geschafft. Ich konnte alle Positionen im Mittelfeld spielen und wenn ich mich beschreiben müsste, würde ich sagen, ich war ein technisch guter Spieler mit Spielintelligenz und Kreativität. Ich denke, ich habe auch immer mit sehr viel Herz gespielt, das ist bei den Fans immer gut angekommen.
herthabsc.de: Und was tun Sie, um mal abzuschalten?
Luhukay: Ich laufe midestens drei Mal die Woche. Auch beim Mountainbike fahren kann ich mich entspannen. Das sind aber eigentlich die einzigen beiden Sportarten, die ich neben dem Fußball betreibe, um abzuschalten.
17.07.2012 - 22:12 Uhr
Quelle: www.berliner-kurier.de
Herthas Jos Luhukay
„Ab Oktober sind wir unschlagbar“
Berlin –
Er steht auf dem Übungsplatz, immer wieder schreit er die Spieler an. Notfalls unterbricht Jos Luhukay (49) dabei das Trainingsspiel. Der Holländer ist überzeugt von seiner Mission, den Aufstieg zu packen – mit offensivem Fußball.
Luhukay sieht, dass er noch jede Menge Arbeit hat. Doch dann sagt er mit einem Lächeln: „Ab Oktober sind wir unschlagbar!“ Der Trainer schiebt hinterher. „Wenn alle meine Philosophie verinnerlicht haben, wird es so sein. Schauen Sie selbst nach. In Gladbach und in Augsburg war es genauso: Ab Oktober lief es immer gut.“
(...)
Genug Selbstvertrauen scheint er ja zu haben ... :D
„Ab Oktober sind wir unschlagbar“
Berlin –
Er steht auf dem Übungsplatz, immer wieder schreit er die Spieler an. Notfalls unterbricht Jos Luhukay (49) dabei das Trainingsspiel. Der Holländer ist überzeugt von seiner Mission, den Aufstieg zu packen – mit offensivem Fußball.
Luhukay sieht, dass er noch jede Menge Arbeit hat. Doch dann sagt er mit einem Lächeln: „Ab Oktober sind wir unschlagbar!“ Der Trainer schiebt hinterher. „Wenn alle meine Philosophie verinnerlicht haben, wird es so sein. Schauen Sie selbst nach. In Gladbach und in Augsburg war es genauso: Ab Oktober lief es immer gut.“
(...)
23.07.2012 - 11:13 Uhr
Quelle: www.bild.de
Luhukays Camp-Regeln
Kein Alkohol! Rauchverbot! Straftraining für Langschläfer
Der Mann ist konsequent. Auf dem Platz legt Trainer Jos Luhukay (49) Wert auf Kleinigkeiten, unterbricht permanent, um die Profis zu verbessern. Auch im Hotel achtet der Chef auf alles!
• Kein Alkohol!
• Keine Zigaretten!
• Straftraining für Langschläfer!
Das sind Luhukays Regeln im Trainingslager:
Pünktlichkeit! Um 23 Uhr ist Zapfenstreich. Luhukay: „Und um 8 Uhr ist Frühstück. Ich möchte, dass die Spieler pünktlich sind. Wir sind eine große Gruppe, da muss man sich auf alle verlassen können. Wenn solche Dinge intern nicht funktionieren, klappen sie auf dem Platz auch nicht.“
Welche Strafe gibt‘s bei Nichtbeachtung?
Luhukay grinst: „Das Finanzielle regeln die Jungs untereinander. Ich gehe eher an die Freizeit der Spieler. Wenn einer gegen die Regeln verstößt, muss er etwas extra auf dem Platz machen. Sie haben ja was nachzuholen, wenn sie zu spät waren.“ Straftraining gegen die Unpünktlichkeit!
Alkohol und Zigaretten sind verboten!
Luhukay: „Ich bin nicht ständig auf den Zimmern. Aber ich gehe von professionellem Verhalten aus. Die Jungs haben einen fantastischen Job. Da müssen sie lernen, auf Dinge zu verzichten. Sie sind erwachsene Menschen. Ich spreche das dann offen an, falls ich so etwas doch mitkriege. Ich erwarte einfach, dass sie auf Alkohol und Zigaretten verzichten.“
Duz-Verbot!
Kein Spieler, auch nicht die erfahrenen, dürfen den Coach mit „Du“ anreden. Luhukay: „Die Spieler sagen ‚Trainer‘ und ‚Sie‘.“
Luhukays harte Camp-Regeln. So soll es mit dem Aufsteig klappen!
zudem soll er das Letzte Wort haben, was auf den Teller der Spieler kommt... Kein Alkohol! Rauchverbot! Straftraining für Langschläfer
Der Mann ist konsequent. Auf dem Platz legt Trainer Jos Luhukay (49) Wert auf Kleinigkeiten, unterbricht permanent, um die Profis zu verbessern. Auch im Hotel achtet der Chef auf alles!
• Kein Alkohol!
• Keine Zigaretten!
• Straftraining für Langschläfer!
Das sind Luhukays Regeln im Trainingslager:
Pünktlichkeit! Um 23 Uhr ist Zapfenstreich. Luhukay: „Und um 8 Uhr ist Frühstück. Ich möchte, dass die Spieler pünktlich sind. Wir sind eine große Gruppe, da muss man sich auf alle verlassen können. Wenn solche Dinge intern nicht funktionieren, klappen sie auf dem Platz auch nicht.“
Welche Strafe gibt‘s bei Nichtbeachtung?
Luhukay grinst: „Das Finanzielle regeln die Jungs untereinander. Ich gehe eher an die Freizeit der Spieler. Wenn einer gegen die Regeln verstößt, muss er etwas extra auf dem Platz machen. Sie haben ja was nachzuholen, wenn sie zu spät waren.“ Straftraining gegen die Unpünktlichkeit!
Alkohol und Zigaretten sind verboten!
Luhukay: „Ich bin nicht ständig auf den Zimmern. Aber ich gehe von professionellem Verhalten aus. Die Jungs haben einen fantastischen Job. Da müssen sie lernen, auf Dinge zu verzichten. Sie sind erwachsene Menschen. Ich spreche das dann offen an, falls ich so etwas doch mitkriege. Ich erwarte einfach, dass sie auf Alkohol und Zigaretten verzichten.“
Duz-Verbot!
Kein Spieler, auch nicht die erfahrenen, dürfen den Coach mit „Du“ anreden. Luhukay: „Die Spieler sagen ‚Trainer‘ und ‚Sie‘.“
Luhukays harte Camp-Regeln. So soll es mit dem Aufsteig klappen!
So soll es sein!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Furios am 23.07.2012 um 11:15 Uhr bearbeitet
31.07.2012 - 12:57 Uhr
Quelle: www.tagesspiegel.de
Jos Luhukay liebt Klatsch. Je mehr, desto besser und natürlich immer auf dem Fußballplatz. „Klatsch! Klatsch!“, ruft der Trainer von Hertha BSC alle paar Minuten, und es geht ihm dabei natürlich nicht um das Ausplaudern von Kabinen-Geheimnissen. Sondern um das Spiel mit wenigen Ballkontakten, mit harten, genauen Pässen und das blitzschnelle Ablegen des Balles auf den Mitspieler. Klatsch!
Wer wissen will, mit welcher Taktik und welcher Spielweise Hertha in der kommenden Saison den Wiederaufstieg angeht, der braucht eigentlich nur gute Ohren. Jos Luhukay teilt seine Ideen gern und lautstark mit. Und er ist penibel in seinen Vorstellungen und deren Ausführung.
Das sieht man nicht nur, wenn er Hütchen und Bälle fein säuberlich in Reihen aufstellt. Von seinen Spielern fordert er permanente Bewegung. Speziell in der Verteidigung ist dabei vieles neu für die Berliner Spieler. „Wenn wir früher gegen Hertha gespielt haben, wussten wir: Wir können in Ruhe das Spiel aufbauen, denn Hertha zieht sich erst einmal zurück“, erzählt Luhukay aus der Zeit, als er mit dem FC Augsburg noch gegen die Berliner spielte. Nun fordert er von seinen Spielern, den Gegner nach eigenem Ballverlust direkt zu attackieren, auch den gegnerischen Torwart. Dadurch soll der Ball direkt wiedergewonnen werden oder zumindest Zeit für einen schnellen Angriff geraubt werden.
„Wir wollen den Gegner zur Verzweiflung bringen“, sagt Luhukay. Als bestes Beispiel für dieses Gegenpressing nennt er den FC Barcelona. „Viele Spieler laufen nach Ballverlust erst einmal zurück oder schauen hinter sich, ob sie es sich leisten können zu attackieren“, sagt Luhukay, „dabei ist das nicht immer nötig.“ Voraussetzung dafür sei, dass die Spieler sich gegenseitig coachen, also viel miteinander sprechen auf dem Feld. Wenn der Ball dann erobert wird, soll es schnell gehen. Ein Steilpass auf einen lossprintenden Stürmer ist Luhukay lieber als ein quer gespielter Ball auf den Flügel. Mit solchen Situationen überraschte Hertha zuletzt den Bundesligisten Hannover96 beim 4:0-Sieg im Testspiel. Auch gegen Juventus Turin führte das phasenweise zu guten Gelegenheiten.
„Das Umschalten von Abwehr auf Angriff klappt bei uns schon richtig gut“, sagt Luhukay. Ohnehin ist der Trainer, obgleich Kind der niederländischen Fußballschule, kein Freund von endlosen Ballstaffetten. „Viel Ballbesitz allein bringt dir gar nichts ohne Effizienz“, sagt er. In seiner Augsburger Zeit hätte seine Mannschaft meist weniger Ballbesitz gehabt und trotzdem gute Resultate erzielt.
Nun ist es aber absehbar, dass sich viele Zweitligateams gegen Hertha zurückziehen und dem Favoriten den Ball überlassen werden. „Da brauchen wir auch Geduld, Ballsicherung und gepflegtes Kombinationsspiel“, sagt Luhukay, „aber wir müssen uns dabei durch Läufe, Lücken und Räume erarbeiten.“ Bei Ballbesitz sollen die Spieler nicht auf einer Höhe stehen, sondern sich verteilen. „Je enger wir zusammenstehen, desto besser kann der Gegner uns verteidigen.“
Gerade die zwei Stürmer sollen durch Pendelbewegungen immer wieder Verteidiger ins Mittelfeld locken und Lücken in die Abwehr reißen. Die Spieler auf den Außenbahnen sollen die Flügelpositionen eher halten und nach drei Sekunden abspielen. „Wenn wir Räume schaffen in der Tiefe und der Breite, dann muss der Gegner sich verschieben“, sagt Luhukay. „Dann können wir Steilpässe oder Diagonalbälle in die Schnittstellen spielen.“
Das sieht dann, wenn es klappt, nach sehr einfachen Spielzügen mit wenigen Pässen aus. „Total unkompliziert, aber sehr effizient“, schwärmt Luhukay. Auch durch die Mitte. „Viele glauben, das Zentrum sei am leichtesten für den Gegner zu verteidigen, aber wenn wir uns gut bewegen, werden wir viele Tore durch die Mitte erzielen“, sagt er. Wenn sich ein Spieler mal nicht gut bewegt, dann rüffelt Luhukay ihn schon mal mit Sprüchen wie: „Du stehst wie ein Pfosten still.“
Kundige Beobachter vergleichen ihn und sein Training schon mit Favre, Rangnick oder Tuchel. Ob die Spieler, von denen viele später dazukamen, das alles auf Anhieb verstehen? „Es wird dauern“, sagt Luhukay. Um für die Umsetzung seines Konzeptes bestmögliche Bedingungen zu schaffen, reduzierte er am Montag den reichlich aufgeblähten Kader um fünf Spieler. Sebastian Neumann, Fanol Perdedaj, Marco Djuricin, Dorian Diering und Hany Mukhtar trainieren ab sofort nur noch mit der zweiten Mannschaft.
HaHoHe
Wer wissen will, mit welcher Taktik und welcher Spielweise Hertha in der kommenden Saison den Wiederaufstieg angeht, der braucht eigentlich nur gute Ohren. Jos Luhukay teilt seine Ideen gern und lautstark mit. Und er ist penibel in seinen Vorstellungen und deren Ausführung.
Das sieht man nicht nur, wenn er Hütchen und Bälle fein säuberlich in Reihen aufstellt. Von seinen Spielern fordert er permanente Bewegung. Speziell in der Verteidigung ist dabei vieles neu für die Berliner Spieler. „Wenn wir früher gegen Hertha gespielt haben, wussten wir: Wir können in Ruhe das Spiel aufbauen, denn Hertha zieht sich erst einmal zurück“, erzählt Luhukay aus der Zeit, als er mit dem FC Augsburg noch gegen die Berliner spielte. Nun fordert er von seinen Spielern, den Gegner nach eigenem Ballverlust direkt zu attackieren, auch den gegnerischen Torwart. Dadurch soll der Ball direkt wiedergewonnen werden oder zumindest Zeit für einen schnellen Angriff geraubt werden.
„Wir wollen den Gegner zur Verzweiflung bringen“, sagt Luhukay. Als bestes Beispiel für dieses Gegenpressing nennt er den FC Barcelona. „Viele Spieler laufen nach Ballverlust erst einmal zurück oder schauen hinter sich, ob sie es sich leisten können zu attackieren“, sagt Luhukay, „dabei ist das nicht immer nötig.“ Voraussetzung dafür sei, dass die Spieler sich gegenseitig coachen, also viel miteinander sprechen auf dem Feld. Wenn der Ball dann erobert wird, soll es schnell gehen. Ein Steilpass auf einen lossprintenden Stürmer ist Luhukay lieber als ein quer gespielter Ball auf den Flügel. Mit solchen Situationen überraschte Hertha zuletzt den Bundesligisten Hannover96 beim 4:0-Sieg im Testspiel. Auch gegen Juventus Turin führte das phasenweise zu guten Gelegenheiten.
„Das Umschalten von Abwehr auf Angriff klappt bei uns schon richtig gut“, sagt Luhukay. Ohnehin ist der Trainer, obgleich Kind der niederländischen Fußballschule, kein Freund von endlosen Ballstaffetten. „Viel Ballbesitz allein bringt dir gar nichts ohne Effizienz“, sagt er. In seiner Augsburger Zeit hätte seine Mannschaft meist weniger Ballbesitz gehabt und trotzdem gute Resultate erzielt.
Nun ist es aber absehbar, dass sich viele Zweitligateams gegen Hertha zurückziehen und dem Favoriten den Ball überlassen werden. „Da brauchen wir auch Geduld, Ballsicherung und gepflegtes Kombinationsspiel“, sagt Luhukay, „aber wir müssen uns dabei durch Läufe, Lücken und Räume erarbeiten.“ Bei Ballbesitz sollen die Spieler nicht auf einer Höhe stehen, sondern sich verteilen. „Je enger wir zusammenstehen, desto besser kann der Gegner uns verteidigen.“
Gerade die zwei Stürmer sollen durch Pendelbewegungen immer wieder Verteidiger ins Mittelfeld locken und Lücken in die Abwehr reißen. Die Spieler auf den Außenbahnen sollen die Flügelpositionen eher halten und nach drei Sekunden abspielen. „Wenn wir Räume schaffen in der Tiefe und der Breite, dann muss der Gegner sich verschieben“, sagt Luhukay. „Dann können wir Steilpässe oder Diagonalbälle in die Schnittstellen spielen.“
Das sieht dann, wenn es klappt, nach sehr einfachen Spielzügen mit wenigen Pässen aus. „Total unkompliziert, aber sehr effizient“, schwärmt Luhukay. Auch durch die Mitte. „Viele glauben, das Zentrum sei am leichtesten für den Gegner zu verteidigen, aber wenn wir uns gut bewegen, werden wir viele Tore durch die Mitte erzielen“, sagt er. Wenn sich ein Spieler mal nicht gut bewegt, dann rüffelt Luhukay ihn schon mal mit Sprüchen wie: „Du stehst wie ein Pfosten still.“
Kundige Beobachter vergleichen ihn und sein Training schon mit Favre, Rangnick oder Tuchel. Ob die Spieler, von denen viele später dazukamen, das alles auf Anhieb verstehen? „Es wird dauern“, sagt Luhukay. Um für die Umsetzung seines Konzeptes bestmögliche Bedingungen zu schaffen, reduzierte er am Montag den reichlich aufgeblähten Kader um fünf Spieler. Sebastian Neumann, Fanol Perdedaj, Marco Djuricin, Dorian Diering und Hany Mukhtar trainieren ab sofort nur noch mit der zweiten Mannschaft.
04.08.2012 - 11:09 Uhr
Quelle: www.goal.com
Dass die Herthaner nicht wie zuletzt in der Vorbereitung im 4-4-2 mit den beiden Stürmern Allagui und Kachunga aufgelaufen war, erklärte Luhukay mit der noch fehlenden Stabilität im Mittelfeld. Vor allem nach der guten Anfangsphase ging die spielerische Struktur der Hauptstädter zunehmend verloren und boten sich den Gästen immer wieder Räume für gefährliche Gegenstöße.
Befragt, warum Elias Kachunga als Gewinner der Vorbereitung nicht als zweite Spitze neben Allagui auflief, antwortete Luhukay: „Wir müssen als Mannschaft Stabilität und ein Stück Sicherheit finden. Ich gehe davon aus, dass die meisten Gegner mit nur einer Spitze und einem verstärkten Mittelfeld auflaufen. Meines Erachtens können wir noch keinen zweiten Stürmer bringen, weil wir dann im Mittelfeld Räume bieten und in Unterzahl spielen. Die Mannschaft ist noch am Anfang ihrer Entwicklung und noch nicht soweit, dass sie mit einem Zweimann-Mittelfeld gegen drei Mann bestehen kann. Wir werden uns in den nächsten Monaten aber noch verbessern und noch konsequenter in der Offensive zu Werke gehen können.“
Hier mal eine Erklärung von Luhukay, warum er doch nicht mit 2 Spitzen hat spielen lassen Befragt, warum Elias Kachunga als Gewinner der Vorbereitung nicht als zweite Spitze neben Allagui auflief, antwortete Luhukay: „Wir müssen als Mannschaft Stabilität und ein Stück Sicherheit finden. Ich gehe davon aus, dass die meisten Gegner mit nur einer Spitze und einem verstärkten Mittelfeld auflaufen. Meines Erachtens können wir noch keinen zweiten Stürmer bringen, weil wir dann im Mittelfeld Räume bieten und in Unterzahl spielen. Die Mannschaft ist noch am Anfang ihrer Entwicklung und noch nicht soweit, dass sie mit einem Zweimann-Mittelfeld gegen drei Mann bestehen kann. Wir werden uns in den nächsten Monaten aber noch verbessern und noch konsequenter in der Offensive zu Werke gehen können.“
12.08.2012 - 18:15 Uhr
Quelle: www.herthabsc.de
Von meiner Mannschaft bin ich mehr als tief enttäuscht. Diese Mannschaft hat heute nicht miteinander Fußball gespielt. Es waren zu viele Einzelaktion. Das Team meint sich in der Liga spielerisch durchzusetzen. Es müssen alle in die Köpfe bekommen, welche Tugenden in der zweiten Liga gelten. Ich hoffe, dass ich solche Spiele nicht allzu oft erlebe.
Anscheinend braucht die Mannschaft eine andere Behandlung... Recht so!
13.08.2012 - 04:47 Uhr
Quelle: www.bz-berlin.de
Schon im Bus, hat sich Luhukay immer noch nicht beruhigt. U21-Nationalspieler Brooks (USA) und Nico Schulz (19) laufen draußen vorbei. Der Trainer: „Was macht ihr?“ Einer der Youngsters: „Wir wollen zur Nationalmannschaft.“ Luhukay: „Das könnt ihr vergessen. Ihr kommt sofort in den Bus!“ Gesagt, getan.
Vieleicht "erregt" Luhukay ja auch sowas.
21.08.2012 - 18:56 Uhr
Quelle: www.immerhertha.de
Diesen Tag wird Jos Luhukay wohl so schnell nicht vergessen. Er strahlte richtig, als er nach etwa 75 Minuten Training den Schenckendorff-Platz verlassen und die reichlich anwesenden Fans passiert hatte. Der Grund: Jemand hatte ihm ein Tütchen mit einem Präsent übergeben, dem Anschein nach einen Blumentopf (es gibt also doch noch was zu gewinnen für Hertha).
Es gibt noch nette Menschen hier, sagt der Trainer.
Andere Trainer werden nach so einem Start beschimpft, Luhukay beschenkt ... :D
Es gibt noch nette Menschen hier, sagt der Trainer.
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