From Zero to Biero - s'Löwenstüberl
19.05.2016 - 16:18 Uhr
05.03.2020 - 15:38 Uhr
Sehr sehr unschönes Thema, das ich Euch eigentlich auch wirklich nur sehr ungern zumute: Corona, und die Frage, ob die Stadien leer bleiben sollten.
Ich höre mir ja regelmäßig den täglichen Podcast des Virologen Prof. Drosten (im NDR) an, der wohl unstrittig als einer der führenden Experten für diese Virenfamilie weltweit gilt. Zuletzt hat er ja auch auf der PK unseres Gesundheitsministers die fachlichen Fragen erläutert.
Und Prof. Drosten empfiehlt jetzt ausdrücklich und dringlich (und das auch in Übereinstimmung mit anderen öffentlich auftretenden Virologen) genau das: dass die Stadien leer bleiben sollten bis auf Weiteres, um Zeit zu gewinnen. Gerade, weil wir in Deutschland noch so kleine Fallzahlen haben.
Solche Großveranstaltungen sind einfach Multiplikatoren bei der Übertragung der Viren. Und beim ohnehin zu unterstellenden exponentiellen Verlauf hätte das Virus in kürzester Zeit ein Großteil der Bevölkerung. Und genau diese Geschwindigkeit der Verbreitung will man unbedingt vermeiden, weil wir im Gesundheitssystem die Kapazitäten gar nicht haben, angefangen von der fehlenden Schutzkleidung für das medizinische Personal, über Betten, Beatmungsgeräte für die Schwererkrankten. Man braucht sich nichts vormachen: das Gesundheitssystem wird das kaum bewältigen können, und die Todesraten werden deutlich höher ausfallen, wenn die Fallzahlen zu schnell ansteigen (und wir reden hier von Hunderttausenden).
Verhindern könnte man das vermutlich, wenn man – wie in der Schweiz – alle Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern verbietet.
Ich glaube nicht, dass die Politik in Deutschland schon so weit ist, das so umzusetzen. Am Ende muss die Politik ja immer verschiedene Werte gegeneinander abwägen. Das Leben darf natürlich auch nicht zum Erliegen kommen. Aber die Verhinderung des Zusammenbruchs des Gesundheitswesens und möglicherweise eine fünf- bis sechsstellige Zahl an geretteten Menschenleben, wenn man den Prozess verlangsamen kann, ist schon ein sehr hoher Wert, für den Prof. Drosten fordert, auf Egoismen zu verzichten.
Wie seht Ihr das?
https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
Ich höre mir ja regelmäßig den täglichen Podcast des Virologen Prof. Drosten (im NDR) an, der wohl unstrittig als einer der führenden Experten für diese Virenfamilie weltweit gilt. Zuletzt hat er ja auch auf der PK unseres Gesundheitsministers die fachlichen Fragen erläutert.
Und Prof. Drosten empfiehlt jetzt ausdrücklich und dringlich (und das auch in Übereinstimmung mit anderen öffentlich auftretenden Virologen) genau das: dass die Stadien leer bleiben sollten bis auf Weiteres, um Zeit zu gewinnen. Gerade, weil wir in Deutschland noch so kleine Fallzahlen haben.
Solche Großveranstaltungen sind einfach Multiplikatoren bei der Übertragung der Viren. Und beim ohnehin zu unterstellenden exponentiellen Verlauf hätte das Virus in kürzester Zeit ein Großteil der Bevölkerung. Und genau diese Geschwindigkeit der Verbreitung will man unbedingt vermeiden, weil wir im Gesundheitssystem die Kapazitäten gar nicht haben, angefangen von der fehlenden Schutzkleidung für das medizinische Personal, über Betten, Beatmungsgeräte für die Schwererkrankten. Man braucht sich nichts vormachen: das Gesundheitssystem wird das kaum bewältigen können, und die Todesraten werden deutlich höher ausfallen, wenn die Fallzahlen zu schnell ansteigen (und wir reden hier von Hunderttausenden).
Verhindern könnte man das vermutlich, wenn man – wie in der Schweiz – alle Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern verbietet.
Ich glaube nicht, dass die Politik in Deutschland schon so weit ist, das so umzusetzen. Am Ende muss die Politik ja immer verschiedene Werte gegeneinander abwägen. Das Leben darf natürlich auch nicht zum Erliegen kommen. Aber die Verhinderung des Zusammenbruchs des Gesundheitswesens und möglicherweise eine fünf- bis sechsstellige Zahl an geretteten Menschenleben, wenn man den Prozess verlangsamen kann, ist schon ein sehr hoher Wert, für den Prof. Drosten fordert, auf Egoismen zu verzichten.
Wie seht Ihr das?
https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
05.03.2020 - 15:42 Uhr
Zitat von Hanse-Loewe
Sehr sehr unschönes Thema, das ich Euch eigentlich auch wirklich nur sehr ungern zumute: Corona, und die Frage, ob die Stadien leer bleiben sollten.
Ich höre mir ja regelmäßig den täglichen Podcast des Virologen Prof. Drosten (im NDR) an, der wohl unstrittig als einer der führenden Experten für diese Virenfamilie weltweit gilt. Zuletzt hat er ja auch auf der PK unseres Gesundheitsministers die fachlichen Fragen erläutert.
Und Prof. Drosten empfiehlt jetzt ausdrücklich und dringlich (und das auch in Übereinstimmung mit anderen öffentlich auftretenden Virologen) genau das: dass die Stadien leer bleiben sollten bis auf Weiteres, um Zeit zu gewinnen. Gerade, weil wir in Deutschland noch so kleine Fallzahlen haben.
Solche Großveranstaltungen sind einfach Multiplikatoren bei der Übertragung der Viren. Und beim ohnehin zu unterstellenden exponentiellen Verlauf hätte das Virus in kürzester Zeit ein Großteil der Bevölkerung. Und genau diese Geschwindigkeit der Verbreitung will man unbedingt vermeiden, weil wir im Gesundheitssystem die Kapazitäten gar nicht haben, angefangen von der fehlenden Schutzkleidung für das medizinische Personal, über Betten, Beatmungsgeräte für die Schwererkrankten. Man braucht sich nichts vormachen: das Gesundheitssystem wird das kaum bewältigen können, und die Todesraten werden deutlich höher ausfallen, wenn die Fallzahlen zu schnell ansteigen (und wir reden hier von Hunderttausenden).
Verhindern könnte man das vermutlich, wenn man – wie in der Schweiz – alle Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern verbietet.
Ich glaube nicht, dass die Politik in Deutschland schon so weit ist, das so umzusetzen. Am Ende muss die Politik ja immer verschiedene Werte gegeneinander abwägen. Das Leben darf natürlich auch nicht zum Erliegen kommen. Aber die Verhinderung des Zusammenbruchs des Gesundheitswesens und möglicherweise eine fünf- bis sechsstellige Zahl an geretteten Menschenleben, wenn man den Prozess verlangsamen kann, ist schon ein sehr hoher Wert, für den Prof. Drosten fordert, auf Egoismen zu verzichten.
Wie seht Ihr das?
https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
Sehr sehr unschönes Thema, das ich Euch eigentlich auch wirklich nur sehr ungern zumute: Corona, und die Frage, ob die Stadien leer bleiben sollten.
Ich höre mir ja regelmäßig den täglichen Podcast des Virologen Prof. Drosten (im NDR) an, der wohl unstrittig als einer der führenden Experten für diese Virenfamilie weltweit gilt. Zuletzt hat er ja auch auf der PK unseres Gesundheitsministers die fachlichen Fragen erläutert.
Und Prof. Drosten empfiehlt jetzt ausdrücklich und dringlich (und das auch in Übereinstimmung mit anderen öffentlich auftretenden Virologen) genau das: dass die Stadien leer bleiben sollten bis auf Weiteres, um Zeit zu gewinnen. Gerade, weil wir in Deutschland noch so kleine Fallzahlen haben.
Solche Großveranstaltungen sind einfach Multiplikatoren bei der Übertragung der Viren. Und beim ohnehin zu unterstellenden exponentiellen Verlauf hätte das Virus in kürzester Zeit ein Großteil der Bevölkerung. Und genau diese Geschwindigkeit der Verbreitung will man unbedingt vermeiden, weil wir im Gesundheitssystem die Kapazitäten gar nicht haben, angefangen von der fehlenden Schutzkleidung für das medizinische Personal, über Betten, Beatmungsgeräte für die Schwererkrankten. Man braucht sich nichts vormachen: das Gesundheitssystem wird das kaum bewältigen können, und die Todesraten werden deutlich höher ausfallen, wenn die Fallzahlen zu schnell ansteigen (und wir reden hier von Hunderttausenden).
Verhindern könnte man das vermutlich, wenn man – wie in der Schweiz – alle Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern verbietet.
Ich glaube nicht, dass die Politik in Deutschland schon so weit ist, das so umzusetzen. Am Ende muss die Politik ja immer verschiedene Werte gegeneinander abwägen. Das Leben darf natürlich auch nicht zum Erliegen kommen. Aber die Verhinderung des Zusammenbruchs des Gesundheitswesens und möglicherweise eine fünf- bis sechsstellige Zahl an geretteten Menschenleben, wenn man den Prozess verlangsamen kann, ist schon ein sehr hoher Wert, für den Prof. Drosten fordert, auf Egoismen zu verzichten.
Wie seht Ihr das?
https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
Dem kann ich mich nur zu 1005 anschließen. Es wird ja zwischen den Zeilen ziemlich deutlich gemacht, dass man durch diese Ausbreitungsverzögerungsmaßnahmen viele Menschenleben retten kann.
05.03.2020 - 16:13 Uhr
Zitat von Hanse-Loewe
Sehr sehr unschönes Thema, das ich Euch eigentlich auch wirklich nur sehr ungern zumute: Corona, und die Frage, ob die Stadien leer bleiben sollten.
Ich höre mir ja regelmäßig den täglichen Podcast des Virologen Prof. Drosten (im NDR) an, der wohl unstrittig als einer der führenden Experten für diese Virenfamilie weltweit gilt. Zuletzt hat er ja auch auf der PK unseres Gesundheitsministers die fachlichen Fragen erläutert.
Und Prof. Drosten empfiehlt jetzt ausdrücklich und dringlich (und das auch in Übereinstimmung mit anderen öffentlich auftretenden Virologen) genau das: dass die Stadien leer bleiben sollten bis auf Weiteres, um Zeit zu gewinnen. Gerade, weil wir in Deutschland noch so kleine Fallzahlen haben.
Solche Großveranstaltungen sind einfach Multiplikatoren bei der Übertragung der Viren. Und beim ohnehin zu unterstellenden exponentiellen Verlauf hätte das Virus in kürzester Zeit ein Großteil der Bevölkerung. Und genau diese Geschwindigkeit der Verbreitung will man unbedingt vermeiden, weil wir im Gesundheitssystem die Kapazitäten gar nicht haben, angefangen von der fehlenden Schutzkleidung für das medizinische Personal, über Betten, Beatmungsgeräte für die Schwererkrankten. Man braucht sich nichts vormachen: das Gesundheitssystem wird das kaum bewältigen können, und die Todesraten werden deutlich höher ausfallen, wenn die Fallzahlen zu schnell ansteigen (und wir reden hier von Hunderttausenden).
Verhindern könnte man das vermutlich, wenn man – wie in der Schweiz – alle Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern verbietet.
Ich glaube nicht, dass die Politik in Deutschland schon so weit ist, das so umzusetzen. Am Ende muss die Politik ja immer verschiedene Werte gegeneinander abwägen. Das Leben darf natürlich auch nicht zum Erliegen kommen. Aber die Verhinderung des Zusammenbruchs des Gesundheitswesens und möglicherweise eine fünf- bis sechsstellige Zahl an geretteten Menschenleben, wenn man den Prozess verlangsamen kann, ist schon ein sehr hoher Wert, für den Prof. Drosten fordert, auf Egoismen zu verzichten.
Wie seht Ihr das?
https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
Sehr sehr unschönes Thema, das ich Euch eigentlich auch wirklich nur sehr ungern zumute: Corona, und die Frage, ob die Stadien leer bleiben sollten.
Ich höre mir ja regelmäßig den täglichen Podcast des Virologen Prof. Drosten (im NDR) an, der wohl unstrittig als einer der führenden Experten für diese Virenfamilie weltweit gilt. Zuletzt hat er ja auch auf der PK unseres Gesundheitsministers die fachlichen Fragen erläutert.
Und Prof. Drosten empfiehlt jetzt ausdrücklich und dringlich (und das auch in Übereinstimmung mit anderen öffentlich auftretenden Virologen) genau das: dass die Stadien leer bleiben sollten bis auf Weiteres, um Zeit zu gewinnen. Gerade, weil wir in Deutschland noch so kleine Fallzahlen haben.
Solche Großveranstaltungen sind einfach Multiplikatoren bei der Übertragung der Viren. Und beim ohnehin zu unterstellenden exponentiellen Verlauf hätte das Virus in kürzester Zeit ein Großteil der Bevölkerung. Und genau diese Geschwindigkeit der Verbreitung will man unbedingt vermeiden, weil wir im Gesundheitssystem die Kapazitäten gar nicht haben, angefangen von der fehlenden Schutzkleidung für das medizinische Personal, über Betten, Beatmungsgeräte für die Schwererkrankten. Man braucht sich nichts vormachen: das Gesundheitssystem wird das kaum bewältigen können, und die Todesraten werden deutlich höher ausfallen, wenn die Fallzahlen zu schnell ansteigen (und wir reden hier von Hunderttausenden).
Verhindern könnte man das vermutlich, wenn man – wie in der Schweiz – alle Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern verbietet.
Ich glaube nicht, dass die Politik in Deutschland schon so weit ist, das so umzusetzen. Am Ende muss die Politik ja immer verschiedene Werte gegeneinander abwägen. Das Leben darf natürlich auch nicht zum Erliegen kommen. Aber die Verhinderung des Zusammenbruchs des Gesundheitswesens und möglicherweise eine fünf- bis sechsstellige Zahl an geretteten Menschenleben, wenn man den Prozess verlangsamen kann, ist schon ein sehr hoher Wert, für den Prof. Drosten fordert, auf Egoismen zu verzichten.
Wie seht Ihr das?
https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
Professor Drosten habe ich bereits letzte Woche in der Talk-Sendung bei Maybritt-Illner gesehen. Und er hat bei mir von mehreren Gästen zu dem Thema Corona (es war u.a. auch noch ein Allgemein-Mediziner dabei), den mit am Abstand kompetentesten Eindruck hinterlassen. Ohne dabei irgendwie auch nur ansatzweise in Panik zu verfallen. Schon damals erklärte er, dass es aktuell nur noch darum gehe, möglichst viel Zeit zu gewinnen. Denn ein Impfstoff wird voraussichtlich erst Mitte 2021 zur Verfügung stehen. Und ein möglichst trockener Sommer könnte dann die weitere Ausbreitung deutlich verlangsamen.
Wenn sich das Virus zu schnell verbreitet, werden wir in Deutschland ein Riesenproblem bekommen. Zwar verlaufen mehr als 80 - 85 Prozent der Infektionen komplett harmlos, aber bei den anderen 20 (manche sprechen von 15 Prozent) handelt es sich um einen schweren Verlauf, den man nur im Krankenhaus zumindest ansatzweise behandeln - wenn auch nicht heilen - kann. Sollten wir aber innerhalb kürzester Zeit zu viele Infektionen bekommen, dann wird es kritisch. Denn die Plätze in den Krankenhäusern sind nun mal begrenzt und dann müssen vielleicht Menschen nur deshalb sterben, weil kein Bett mehr zur Verfügung steht. Das Leid das dabei bei den hilflosen Angehörigen entstehen würde, mag ich mir nicht einmal ansatzweise vorstellen. Deshalb habe auch ich - was Fußballspiele betrifft - eine klare Meinung: Ich würde zwar den Spielbetrieb aufrecht erhalten (weil die Leute auch etwas Abwechslung brauchen), allerdings wäre es aus meiner Sicht angebracht Bundesligaspiele bis auf weiteres ohne Publikum durchzuführen. Momentan haben wir vielleicht noch ein kleines Zeitfenster in dem wir die Ausbreitung des Virus noch stärker verzögern können, aber wenn wir das übersehen, dann kommen ganz harte Zeiten auf uns zu.
Ich beneide aktuell jeden jungen und kerngesunden Menschen ohne Vorerkrankungen. Die sind ja weitgehend auf der sicheren Seite. Aber auch die könnten von einer Erkrankung indirekt betroffen sein, wenn vielleicht Mutter, Vater, Oma, Opa oder irgend ein anderer nahestehender Familienangehöriger zu Tode kommt. So gesehen sitzen wir alle im selben Boot und ich kann mich Professor Drosten nur anschliessen, auf Egoismen zu verzichten.
Aktuell möchte ich auch nicht in der Haut von den verantwortlichen Leuten bei solchen Entscheidungen stecken. Denn eines ist klar: Wartet man zu lange bevor man Fußballspiele ohne Zuschauerbeteiligung durchführt und es kommt zu einem weiteren dramatischen Anstieg der Fälle mit einer relativ hohen Zahl von Todesfällen, dann werden - wie das halt so üblich ist - im Nachhinein viele Leute nach Schuldigen suchen. Denn irgend jemand muss ja dann etwas "falsch" gemacht haben. Wobei ich persönlich mich nicht zu dieser Gruppe zähle.
Passt gut auf euch auf - soweit das überhaupt möglich ist.
LG
ScottishLion
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ScottishLion am 05.03.2020 um 16:15 Uhr bearbeitet
05.03.2020 - 16:13 Uhr
Zitat von Wurznsepp
Dem kann ich mich nur zu 1005 anschließen. Es wird ja zwischen den Zeilen ziemlich deutlich gemacht, dass man durch diese Ausbreitungsverzögerungsmaßnahmen viele Menschenleben retten kann.
Zitat von Hanse-Loewe
Sehr sehr unschönes Thema, das ich Euch eigentlich auch wirklich nur sehr ungern zumute: Corona, und die Frage, ob die Stadien leer bleiben sollten.
Ich höre mir ja regelmäßig den täglichen Podcast des Virologen Prof. Drosten (im NDR) an, der wohl unstrittig als einer der führenden Experten für diese Virenfamilie weltweit gilt. Zuletzt hat er ja auch auf der PK unseres Gesundheitsministers die fachlichen Fragen erläutert.
Und Prof. Drosten empfiehlt jetzt ausdrücklich und dringlich (und das auch in Übereinstimmung mit anderen öffentlich auftretenden Virologen) genau das: dass die Stadien leer bleiben sollten bis auf Weiteres, um Zeit zu gewinnen. Gerade, weil wir in Deutschland noch so kleine Fallzahlen haben.
Solche Großveranstaltungen sind einfach Multiplikatoren bei der Übertragung der Viren. Und beim ohnehin zu unterstellenden exponentiellen Verlauf hätte das Virus in kürzester Zeit ein Großteil der Bevölkerung. Und genau diese Geschwindigkeit der Verbreitung will man unbedingt vermeiden, weil wir im Gesundheitssystem die Kapazitäten gar nicht haben, angefangen von der fehlenden Schutzkleidung für das medizinische Personal, über Betten, Beatmungsgeräte für die Schwererkrankten. Man braucht sich nichts vormachen: das Gesundheitssystem wird das kaum bewältigen können, und die Todesraten werden deutlich höher ausfallen, wenn die Fallzahlen zu schnell ansteigen (und wir reden hier von Hunderttausenden).
Verhindern könnte man das vermutlich, wenn man – wie in der Schweiz – alle Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern verbietet.
Ich glaube nicht, dass die Politik in Deutschland schon so weit ist, das so umzusetzen. Am Ende muss die Politik ja immer verschiedene Werte gegeneinander abwägen. Das Leben darf natürlich auch nicht zum Erliegen kommen. Aber die Verhinderung des Zusammenbruchs des Gesundheitswesens und möglicherweise eine fünf- bis sechsstellige Zahl an geretteten Menschenleben, wenn man den Prozess verlangsamen kann, ist schon ein sehr hoher Wert, für den Prof. Drosten fordert, auf Egoismen zu verzichten.
Wie seht Ihr das?
https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
Sehr sehr unschönes Thema, das ich Euch eigentlich auch wirklich nur sehr ungern zumute: Corona, und die Frage, ob die Stadien leer bleiben sollten.
Ich höre mir ja regelmäßig den täglichen Podcast des Virologen Prof. Drosten (im NDR) an, der wohl unstrittig als einer der führenden Experten für diese Virenfamilie weltweit gilt. Zuletzt hat er ja auch auf der PK unseres Gesundheitsministers die fachlichen Fragen erläutert.
Und Prof. Drosten empfiehlt jetzt ausdrücklich und dringlich (und das auch in Übereinstimmung mit anderen öffentlich auftretenden Virologen) genau das: dass die Stadien leer bleiben sollten bis auf Weiteres, um Zeit zu gewinnen. Gerade, weil wir in Deutschland noch so kleine Fallzahlen haben.
Solche Großveranstaltungen sind einfach Multiplikatoren bei der Übertragung der Viren. Und beim ohnehin zu unterstellenden exponentiellen Verlauf hätte das Virus in kürzester Zeit ein Großteil der Bevölkerung. Und genau diese Geschwindigkeit der Verbreitung will man unbedingt vermeiden, weil wir im Gesundheitssystem die Kapazitäten gar nicht haben, angefangen von der fehlenden Schutzkleidung für das medizinische Personal, über Betten, Beatmungsgeräte für die Schwererkrankten. Man braucht sich nichts vormachen: das Gesundheitssystem wird das kaum bewältigen können, und die Todesraten werden deutlich höher ausfallen, wenn die Fallzahlen zu schnell ansteigen (und wir reden hier von Hunderttausenden).
Verhindern könnte man das vermutlich, wenn man – wie in der Schweiz – alle Veranstaltungen ab 1000 Teilnehmern verbietet.
Ich glaube nicht, dass die Politik in Deutschland schon so weit ist, das so umzusetzen. Am Ende muss die Politik ja immer verschiedene Werte gegeneinander abwägen. Das Leben darf natürlich auch nicht zum Erliegen kommen. Aber die Verhinderung des Zusammenbruchs des Gesundheitswesens und möglicherweise eine fünf- bis sechsstellige Zahl an geretteten Menschenleben, wenn man den Prozess verlangsamen kann, ist schon ein sehr hoher Wert, für den Prof. Drosten fordert, auf Egoismen zu verzichten.
Wie seht Ihr das?
https://www.ndr.de/nachrichten/info/podcast4684.html
Dem kann ich mich nur zu 1005 anschließen. Es wird ja zwischen den Zeilen ziemlich deutlich gemacht, dass man durch diese Ausbreitungsverzögerungsmaßnahmen viele Menschenleben retten kann.
In einem Fussballstadion bin ich an der frischen Luft, die frei zirkulieren kann, es gibt auch kaum Flächen die gemeinschaftlich betatscht werden, weil ich entweder stehe oder vorher keiner auf meinem Sitz saß.
Fahrt dann bitte blso nicht ÖPNV, wenn ihr euch um's Stadion sorgt! Keine Luftzirkulation, kaum bzw. schlechte Reinigung der Flächen und man muss zwangsweise Türen, Knöpfe, Sitze oder Stangen berühren, die ca. 1.000 Leute vor einem angetatscht haben.
Wäre ich ein Virus oder Bakterium würde ich wöchentlich den "Touchpadtag" als eine Art "Tag des Herren" analog zum christlichen Sonntag einführen. Ich glaube das Einchecken am Flughafen ist gefährlicher als ein Aufenthalt in Wuhan.
Geht auch besser nicht mehr einkaufen, da werden Waren angefasst und wieder zurück gelegt, angeniest und angehustet ohne Ende. Und zahlt um Gottes Willen nicht mit Bargeld, wenn ihr leben wollt. Wenn ihr mit Karte zahlt, desinfiziert vorher das Eingabefeld und nicht vergessen, das Zeug muss erst eine Minute einwirken, also bringt Zeit mit, wenn ihr achtsam einkaufen und überleben wollt.
Schlagzeile: 108 Deutsche bei Hamsterkäufen gestorben.
Übrigens. What the ***** is influenza. Grippe? Oktober 2017 bis Mai 2018 - >180.000 Infektionen, >25.000 Todesfälle laut dt. Ärzteblatt. Gab gar keine Quarantäne, warum nicht?
Und bitte fahrt nicht Motorrad! Ess kein Fast Food, wichtiger noch Finger weg von Softdrinks, wenn ihr keine Diabetes wollt.
Ich selbst sollte dringend das Rauchen aufhören, naja wenigstens drastisch reduziert habe ich seit ich Vater bin.
Naja, Herr Drosten freut sich, wenn er demnächst ein Buch veröffentlicht oder neue Fördergelder beantragt, die Pharmaindustrie kann wie bei SARS damals einen Imfpstoff entwickeln und für viel Geld verkaufen, der dann nachweislich wirkungslos ist.
Ich höre jetzt aber auf, kann eh nicht klar denken, habe mir in den 90er BSE geholt, Blute wegen Ebola aus allen Löchern und spreche im Vogelgrippenfieber.
05.03.2020 - 16:37 Uhr
Zitat von JuergenKorus
In einem Fussballstadion bin ich an der frischen Luft, die frei zirkulieren kann, es gibt auch kaum Flächen die gemeinschaftlich betatscht werden, weil ich entweder stehe oder vorher keiner auf meinem Sitz saß.
In einem Fussballstadion bin ich an der frischen Luft, die frei zirkulieren kann, es gibt auch kaum Flächen die gemeinschaftlich betatscht werden, weil ich entweder stehe oder vorher keiner auf meinem Sitz saß.
Sehe ich genauso. Ich finde es Sinnvoll das z.B. Messen etc. abgesagt werden, diese sind schon ohne so einen Virus ein Ansteckungsherd vom allerfeinsten. Das liegt aber Hauptsächlich eben an den geschlossenen Räumen und der Enge.
Nehmen wir jetzt mal das GWS das ja sehr Offen ist etc. wenn man Krank ist sollte man sowieso Zuhause bleiben, auch wenn Spieltag ist. Ansonsten sollte man vieles Vermeiden können wenn man sich an die einfachsten Hygiene regeln hält.
Natürlich muss man das ganze Ernst nehmen, vor allem für Leute die durch andere Krankheiten oder das Alter vorbelastet sind kann das natürlich Gefährlich werden, umso wichtiger ist es das jeder einfach mal mitdenkt.
Aber, diese ganze Panikmache ist schlichtweg ein Witz. Es wird da eine Hysterie generiert die einfach schon ins Lächerliche geht. Die Leute horten Nudeln und Toilettenpapier und sonst noch was.
Am schlimmsten ist aber, da gab es Heute einen Beitrag in der TZ, dass die Leute Masken etc. aufkaufen (die im Endeffekt nichts Helfen) und so den Krankenhäusern (wo diese Dringend benötigt werden z.B. bei OPs) diese Ausgehen.
05.03.2020 - 17:53 Uhr
Zitat von JuergenKorus
Zitat von Wurznsepp
Übrigens. What the ***** is influenza. Grippe? Oktober 2017 bis Mai 2018 - >180.000 Infektionen, >25.000 Todesfälle laut dt. Ärzteblatt. Gab gar keine Quarantäne, warum nicht?
Übrigens. What the ***** is influenza. Grippe? Oktober 2017 bis Mai 2018 - >180.000 Infektionen, >25.000 Todesfälle laut dt. Ärzteblatt. Gab gar keine Quarantäne, warum nicht?
Für den Fall, dass die Frage ernst gemeint war…
Der Verweis auf schwere Verläufe bei der saisonalen Influenza wird ja häufig angestellt.
Nur hinkt er etwas.
Richtig ist bei dem Hinweis, dass wir Menschen vor Neuem mehr Angst haben als vor dem, was wir schon lange kennen und an was wir uns schon gewöhnt haben. Da steckt schon eine gewisse Irrationalität drin.
Natürlich gibt es bei der Influenza eine Reihe von Todesfällen jedes Jahr. Zum Teil, weil es leider unmöglich ist, das zu verhindern. Zum Teil, weil die Betroffenen sich nicht geimpft haben. Solange es keinen Impfzwang gibt, ist das also eine Mischung aus Schicksal und eigener Sorglosigkeit, der die Betroffenen zum Opfer fallen.
Die großen Unterschiede zum Coronavirus: das Gesundheitssystem wird mit den saisonalen Influenza-Fällen leicht fertig. Darauf sind wir vorbereitet. Wir können im Großen und Ganzen das medizinisch Mögliche tun. Und: die Einzelnen können ihr Risiko selbst absenken durch Impfung.
Aber Beides haben wir bei Corona leider nicht (und leider ist Corona viel gefährlicher): das Gesundheitssystem ist auf Mithilfe der gesamten Bevölkerung angewiesen, den Ausbreitungsprozess zu verlangsamen, weil es sonst überfordert ist, was Leben kostet, die es bei langsamerem Verlauf nicht kosten würde. Und: der einzelne Betroffene kann nicht wie bei Influenza sein Risiko selbst absenken durch Impfung, sondern nur, indem er auf gesellschaftliche Solidarität baut, bei der Eindämmung der Ausbreitung.
Das ist gemeint, wenn von Egoismen gesprochen wird. Es geht nicht um die Frage, ob der Einzelne panisch reagiert oder nicht. Panik ist nie ein guter Ratgeber.
Was hier zur Diskussion gestellt wird, ist gesellschaftliche Verantwortung.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hanse-Loewe am 05.03.2020 um 17:53 Uhr bearbeitet
06.03.2020 - 09:00 Uhr
Zitat von Hanse-Loewe
Aber Beides haben wir bei Corona leider nicht (und leider ist Corona viel gefährlicher)
Aber Beides haben wir bei Corona leider nicht (und leider ist Corona viel gefährlicher)
Das Problem an Corona ist ja nicht per se die schwere der Krankheit, was natürlich nicht heißt das diese Harmlos ist. So wie ich das Verstehe ähnelt es einer Grippe nur ein wenig Heftiger.
Was das Problem ist, ist wohl das der Virus eine "Fettschicht" um sich hat die ihn vor dem Menschlichen Immunsystem schützt. Gerade deswegen ist es so wichtig das Leute Regelmäßig Händewaschen mit Seife oder ein Desinfektionsmittel mit Alkohol benutzen, dies bricht halt diesen Schutz auf.
So bald eine Impfung bzw. eine Wirkstoff fertig ist, ist das ganze auch nicht mehr viel anders als jede "normale" Grippe.
06.03.2020 - 12:14 Uhr
Zitat von Kini60
Das Problem an Corona ist ja nicht per se die schwere der Krankheit, was natürlich nicht heißt das diese Harmlos ist. So wie ich das Verstehe ähnelt es einer Grippe nur ein wenig Heftiger.
Was das Problem ist, ist wohl das der Virus eine "Fettschicht" um sich hat die ihn vor dem Menschlichen Immunsystem schützt. Gerade deswegen ist es so wichtig das Leute Regelmäßig Händewaschen mit Seife oder ein Desinfektionsmittel mit Alkohol benutzen, dies bricht halt diesen Schutz auf.
So bald eine Impfung bzw. eine Wirkstoff fertig ist, ist das ganze auch nicht mehr viel anders als jede "normale" Grippe.
Zitat von Hanse-Loewe
Aber Beides haben wir bei Corona leider nicht (und leider ist Corona viel gefährlicher)
Aber Beides haben wir bei Corona leider nicht (und leider ist Corona viel gefährlicher)
Das Problem an Corona ist ja nicht per se die schwere der Krankheit, was natürlich nicht heißt das diese Harmlos ist. So wie ich das Verstehe ähnelt es einer Grippe nur ein wenig Heftiger.
Was das Problem ist, ist wohl das der Virus eine "Fettschicht" um sich hat die ihn vor dem Menschlichen Immunsystem schützt. Gerade deswegen ist es so wichtig das Leute Regelmäßig Händewaschen mit Seife oder ein Desinfektionsmittel mit Alkohol benutzen, dies bricht halt diesen Schutz auf.
So bald eine Impfung bzw. eine Wirkstoff fertig ist, ist das ganze auch nicht mehr viel anders als jede "normale" Grippe.
Die Virologen gehen davon aus, dass das Coronavirus zu einem Großteil durch Tröpfcheninfektion übertragen wird (über die Luft), und nur zu einem kleineren Teil über Kontaktinfektion (und nur da hilft Händewaschen). Eine Impfung kommt frühestens in einem Jahr.
Um es nochmal zu sagen. Bei der Debatte um Ausschluss der Öffentlichkeit bei Spielen (v.a. derzeit im Rheinland), geht es um Verlangsamung der Ausbreitung, damit ein Zusammenbruch des Gesundheitswesens vermieden werden kann.
Um es mal anschaulich zu machen: stell Dir vor, Du bist infiziert und einer der schweren Fälle mit Atemnot. Du bekommst (zurecht) immer mehr Panik, zu ersticken, im Bewusstsein, dass wir keine Beatmungsgeräte zur Verfügung haben, weil wir zu viele Fälle in zu schneller Zeit bekommen haben, die wir nicht mehr medizinisch versorgen können. Und wir haben so viele Fälle bei Corona, weil wir prozentual fünf- bis zehnmal so viele sehr schwere /kritische Fälle haben im Vergleich zu Influenza.
Genau darum geht es. Nehmen wir das in Kauf für vielleicht Zehntausende Betroffene, um unser normales Leben aufrecht zu erhalten oder nicht. Diese schwierige Abwägung haben die Verantwortlichen zu treffen. Und die Schweizer z.B. haben sich dafür entschieden, mehr dafür zu tun, das Gesundheitssystem zu retten und verbieten deswegen alle Veranstaltungen über 1000 Teilnehmern.
06.03.2020 - 12:35 Uhr
Zitat von Hanse-Loewe
Die Virologen gehen davon aus, dass das Coronavirus zu einem Großteil durch Tröpfcheninfektion übertragen wird (über die Luft), und nur zu einem kleineren Teil über Kontaktinfektion (und nur da hilft Händewaschen). Eine Impfung kommt frühestens in einem Jahr.
Um es nochmal zu sagen. Bei der Debatte um Ausschluss der Öffentlichkeit bei Spielen (v.a. derzeit im Rheinland), geht es um Verlangsamung der Ausbreitung, damit ein Zusammenbruch des Gesundheitswesens vermieden werden kann.
Um es mal anschaulich zu machen: stell Dir vor, Du bist infiziert und einer der schweren Fälle mit Atemnot. Du bekommst (zurecht) immer mehr Panik, zu ersticken, im Bewusstsein, dass wir keine Beatmungsgeräte zur Verfügung haben, weil wir zu viele Fälle in zu schneller Zeit bekommen haben, die wir nicht mehr medizinisch versorgen können. Und wir haben so viele Fälle bei Corona, weil wir prozentual fünf- bis zehnmal so viele sehr schwere /kritische Fälle haben im Vergleich zu Influenza.
Genau darum geht es. Nehmen wir das in Kauf für vielleicht Zehntausende Betroffene, um unser normales Leben aufrecht zu erhalten oder nicht. Diese schwierige Abwägung haben die Verantwortlichen zu treffen. Und die Schweizer z.B. haben sich dafür entschieden, mehr dafür zu tun, das Gesundheitssystem zu retten und verbieten deswegen alle Veranstaltungen über 1000 Teilnehmern.
Zitat von Kini60
Das Problem an Corona ist ja nicht per se die schwere der Krankheit, was natürlich nicht heißt das diese Harmlos ist. So wie ich das Verstehe ähnelt es einer Grippe nur ein wenig Heftiger.
Was das Problem ist, ist wohl das der Virus eine "Fettschicht" um sich hat die ihn vor dem Menschlichen Immunsystem schützt. Gerade deswegen ist es so wichtig das Leute Regelmäßig Händewaschen mit Seife oder ein Desinfektionsmittel mit Alkohol benutzen, dies bricht halt diesen Schutz auf.
So bald eine Impfung bzw. eine Wirkstoff fertig ist, ist das ganze auch nicht mehr viel anders als jede "normale" Grippe.
Zitat von Hanse-Loewe
Aber Beides haben wir bei Corona leider nicht (und leider ist Corona viel gefährlicher)
Aber Beides haben wir bei Corona leider nicht (und leider ist Corona viel gefährlicher)
Das Problem an Corona ist ja nicht per se die schwere der Krankheit, was natürlich nicht heißt das diese Harmlos ist. So wie ich das Verstehe ähnelt es einer Grippe nur ein wenig Heftiger.
Was das Problem ist, ist wohl das der Virus eine "Fettschicht" um sich hat die ihn vor dem Menschlichen Immunsystem schützt. Gerade deswegen ist es so wichtig das Leute Regelmäßig Händewaschen mit Seife oder ein Desinfektionsmittel mit Alkohol benutzen, dies bricht halt diesen Schutz auf.
So bald eine Impfung bzw. eine Wirkstoff fertig ist, ist das ganze auch nicht mehr viel anders als jede "normale" Grippe.
Die Virologen gehen davon aus, dass das Coronavirus zu einem Großteil durch Tröpfcheninfektion übertragen wird (über die Luft), und nur zu einem kleineren Teil über Kontaktinfektion (und nur da hilft Händewaschen). Eine Impfung kommt frühestens in einem Jahr.
Um es nochmal zu sagen. Bei der Debatte um Ausschluss der Öffentlichkeit bei Spielen (v.a. derzeit im Rheinland), geht es um Verlangsamung der Ausbreitung, damit ein Zusammenbruch des Gesundheitswesens vermieden werden kann.
Um es mal anschaulich zu machen: stell Dir vor, Du bist infiziert und einer der schweren Fälle mit Atemnot. Du bekommst (zurecht) immer mehr Panik, zu ersticken, im Bewusstsein, dass wir keine Beatmungsgeräte zur Verfügung haben, weil wir zu viele Fälle in zu schneller Zeit bekommen haben, die wir nicht mehr medizinisch versorgen können. Und wir haben so viele Fälle bei Corona, weil wir prozentual fünf- bis zehnmal so viele sehr schwere /kritische Fälle haben im Vergleich zu Influenza.
Genau darum geht es. Nehmen wir das in Kauf für vielleicht Zehntausende Betroffene, um unser normales Leben aufrecht zu erhalten oder nicht. Diese schwierige Abwägung haben die Verantwortlichen zu treffen. Und die Schweizer z.B. haben sich dafür entschieden, mehr dafür zu tun, das Gesundheitssystem zu retten und verbieten deswegen alle Veranstaltungen über 1000 Teilnehmern.
Danke für deine Ausführungen.
Du hast damit aus meiner Sicht das Hauptproblem (fehlende Kapazitäten für die kritischen Fälle bei einer zu schnellen Ausbreitung), sehr gut auf den Punkt gebracht.
08.03.2020 - 22:11 Uhr
Spahn scheint die Notwendigkeit jetzt erkannt zu haben, und will, dass vorerst keine Veranstaltungen mehr über 1000 Teilnehmern stattfinden.
Bin ehrlich gesagt erleichtert, dass die Entscheidung so gefallen ist. Jetzt scheint es Ländersache, das umzusetzen.
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