FK Partizan Belgrad
01.09.2012 - 07:55 Uhr
28.08.2026 - 13:31 Uhr
Sehr starker Fight gestern. Schade dass wir uns nicht belohnen konnten, Chancen gab es genug. Am Ende gewinnt man 5/6 Quali Spielen und spielt dennoch nicht Europa.
Vukotic hat gestern die Rolle von Ugresic auf der 6/8 übernommen. Miladinovic war 10er, also da wo Vukotic sonst immer gespielt hat. Vukotic wieder leider sehr schwach, wie schon das ganze letzte Jahr.
Miladinovic war Bombe gestern, gerade bei ihm fand ich beeindruckend wie viel Puste er hatte, selbst in der 90. Minute war er noch über den Platz am sprinten er war überall und ab und zu sogar ganz hinten am verteidigen. Da sieht man auch nochmal den Unterschied zwischen einem Spieler der die Vorbereitung bei einem seriösen Verein wie St. Etienne gemacht hat und Traore und Aleksic die zwar super Fußballer sind, aber nicht von Anfang an spielen können, weil sie mit Übergewicht zur Vorbereitung gekommen sind.
Dennoch hat Aleksic in beiden Spielen gegen Getafe gezeigt, was für ein guter Fußballer ist und dass er definitiv einen Mehrwert bringt im Mittelfeld und ich könnte mir vorstellen, dass er neben Baba mit Miladinovic davor das Mittelfeld in Zukunft formen wird. Seck und Jeh gestern mit ihren besten Spielen im Partizan Trikot bis jetzt.
Generell, hätte man es geschafft Miladinovic, Cumic und Baba früher zu verpflichten wäre es ganz anders ausgegangen. Ein weiterer Innenverteidiger und Linksverteidiger wurden ja bereits angekündigt, allerdings viel zu spät.
Die Kaderplanung war alles in Einem einfach nicht gut und alles war zu spät.
Gestern war ein absolutes Beispiel warum Spieler wie Milosevic, Djurdjevic und Mitrovic absolut keinen Mehrwert bringen und wieso es definitiv keinen Platz gibt für sie im Kader.
Wie mein Vorredner schon gesagt hat: Simic - Milic als IV-Duo haben super funktioniert, genauso wie die komplette Hinrunde letzte Saison. Erst seit Mitrovic da ist, sind wir defensiv so instabil geworden. Alle drei braucht man nicht, schick lieber alle drei nach Teleoptik, denn die brauchen sie definitiv und mach Platz für andere Spieler in der ersten Mannschaft. Milosevic und Djurdjevic haben mit ihren Leistungen uns jetzt zwei Jahre in Folge Europa gekostet. Das Maß ist definitiv voll.
Zur Uprava und Ilic:
Sie haben auch meinen vollen Support und ich hoffe, dass sie bleiben werden.
Zu möglichen Abgängen:
Ich kann mir vorstellen, dass Vukotic, Seck und Simic uns noch verlassen können.
Bei Seck wurde ja bereits angekündigt, dass man die Kaufoption zieht, da man bereits höhere Angebote für ihn hat und man ihn nach der Quali verkaufen will. Vor Rund einem Monat standen schon Summen von etwa 3.000.000 im Raum und ich kann mir vorstellen, dass nach seinen jüngsten Leistungen die Summe definitiv noch höher werden könnte. Auf den Flügeln hat man eh zu viele Spieler aktuell und wir brauchen aufjedenfall die Kohle. Vukotic kann meinetwegen gehen, allerdings nicht für weniger als 3.000.000. Simic hoffe ich, dass er uns noch mindestens eine Saison erhalten bleibt, allerdings sollte er gehen, dann auch nicht unter 8.000.000. Vojin Marinkovic aus Teleoptik wäre dann sein Nachfolger, das mit Abstand größte Talent bei Partizan aktuell (mit Milwood).
Sonst die drei oben genannten (Milosevic, Djurdjevic und Mitrovic) dürfen auch natürlich gehen, allerdings kann ich mir vorstellen dass die niemand haben will, deshalb erhoffe ich mir nicht zu viel.
Vukotic hat gestern die Rolle von Ugresic auf der 6/8 übernommen. Miladinovic war 10er, also da wo Vukotic sonst immer gespielt hat. Vukotic wieder leider sehr schwach, wie schon das ganze letzte Jahr.
Miladinovic war Bombe gestern, gerade bei ihm fand ich beeindruckend wie viel Puste er hatte, selbst in der 90. Minute war er noch über den Platz am sprinten er war überall und ab und zu sogar ganz hinten am verteidigen. Da sieht man auch nochmal den Unterschied zwischen einem Spieler der die Vorbereitung bei einem seriösen Verein wie St. Etienne gemacht hat und Traore und Aleksic die zwar super Fußballer sind, aber nicht von Anfang an spielen können, weil sie mit Übergewicht zur Vorbereitung gekommen sind.
Dennoch hat Aleksic in beiden Spielen gegen Getafe gezeigt, was für ein guter Fußballer ist und dass er definitiv einen Mehrwert bringt im Mittelfeld und ich könnte mir vorstellen, dass er neben Baba mit Miladinovic davor das Mittelfeld in Zukunft formen wird. Seck und Jeh gestern mit ihren besten Spielen im Partizan Trikot bis jetzt.
Generell, hätte man es geschafft Miladinovic, Cumic und Baba früher zu verpflichten wäre es ganz anders ausgegangen. Ein weiterer Innenverteidiger und Linksverteidiger wurden ja bereits angekündigt, allerdings viel zu spät.
Die Kaderplanung war alles in Einem einfach nicht gut und alles war zu spät.
Gestern war ein absolutes Beispiel warum Spieler wie Milosevic, Djurdjevic und Mitrovic absolut keinen Mehrwert bringen und wieso es definitiv keinen Platz gibt für sie im Kader.
Wie mein Vorredner schon gesagt hat: Simic - Milic als IV-Duo haben super funktioniert, genauso wie die komplette Hinrunde letzte Saison. Erst seit Mitrovic da ist, sind wir defensiv so instabil geworden. Alle drei braucht man nicht, schick lieber alle drei nach Teleoptik, denn die brauchen sie definitiv und mach Platz für andere Spieler in der ersten Mannschaft. Milosevic und Djurdjevic haben mit ihren Leistungen uns jetzt zwei Jahre in Folge Europa gekostet. Das Maß ist definitiv voll.
Zur Uprava und Ilic:
Sie haben auch meinen vollen Support und ich hoffe, dass sie bleiben werden.
Zu möglichen Abgängen:
Ich kann mir vorstellen, dass Vukotic, Seck und Simic uns noch verlassen können.
Bei Seck wurde ja bereits angekündigt, dass man die Kaufoption zieht, da man bereits höhere Angebote für ihn hat und man ihn nach der Quali verkaufen will. Vor Rund einem Monat standen schon Summen von etwa 3.000.000 im Raum und ich kann mir vorstellen, dass nach seinen jüngsten Leistungen die Summe definitiv noch höher werden könnte. Auf den Flügeln hat man eh zu viele Spieler aktuell und wir brauchen aufjedenfall die Kohle. Vukotic kann meinetwegen gehen, allerdings nicht für weniger als 3.000.000. Simic hoffe ich, dass er uns noch mindestens eine Saison erhalten bleibt, allerdings sollte er gehen, dann auch nicht unter 8.000.000. Vojin Marinkovic aus Teleoptik wäre dann sein Nachfolger, das mit Abstand größte Talent bei Partizan aktuell (mit Milwood).
Sonst die drei oben genannten (Milosevic, Djurdjevic und Mitrovic) dürfen auch natürlich gehen, allerdings kann ich mir vorstellen dass die niemand haben will, deshalb erhoffe ich mir nicht zu viel.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von AsapDan am 28.08.2026 um 13:32 Uhr bearbeitet
28.08.2026 - 17:56 Uhr
Zitat von pfc1991
Das ist ja total merkwürdig.
Sowas habe ich noch nie erlebt. Habe meine Tickets immer direkt am Ticketverkauf gekauft (nicht direkt am Stadion, sondern ein kleines Stück runter Richtung Autokomanda). Alternativ auch über Ticketline, also online. Beides hat immer wunderbar funktioniert.
Allerdings waren das auch nie Logenplätze, sondern Jug oder Istok.
Auch schon vor ca. 15 Jahren, als wir mit 20-30 Leuten angereist sind, hat alles gut funktioniert. Man konnte mit den Verantwortlichen kontakt aufnehmen. Sogar bei ausverkauftem Haus wurden die Tickets für uns zur Seite gelegt. Alles super funktioniert.
Aber ja, grundsätzlich muss da noch viel passieren, in und um das Stadion herum. Das sieht alles immer noch sehr verschlafen und teilweise verlassen aus.
Wünsche dir und deiner Frau auf jeden Fall viel Spaß beim Spiel und hoffe natürlich, dass es ein gutes Ergebnis wird
Zitat von PFC_Fanatiker
Hab mir heute Tickets für das Spiel gegen Getafe gekauft. Wie üblich herrscht Chaos und Niemand weiss so recht bescheid. Habe mit Logenplätze geholt, da ich mit meiner Frau gehe. Man kann nicht mit Karte bezahlten und darf mit kurzen Hosen (draussen war es 34 Grad) nicht die Treppe rauf, wo man die Tickets kaufen kann.
Der Herr vom Empfang ging also mit mir in den Shop, wo die Kassiererin einen fiktiven Artikel eingetippt hat, um mor 10k RSD auszuzahlen, welche ich dann dem Herren vom Empfang gegeben habe, damit er für mich raufgeht und die Tickets holt, weil ich ja mit kurzen Hosen nocht rauf darf.
Wieder mal eine total komische Situation bei uns im Stadion erlebt, wie ich sie schon mehrmals erlebt habe. Zeigt für mich, dass in Richtung professioneller Organisation noch nichts passiert ist aber die Leute waren wirklich sehr hilfsbereit und ich habe am Ende meine Tickets erhalten.
Wir haben sehr sehr geringe Chancen aber ich liebe diesen Verein seit über 30 Jahren und in diesem Sinne: NAPRED PARTIZAN! 🖤🤍
Hab mir heute Tickets für das Spiel gegen Getafe gekauft. Wie üblich herrscht Chaos und Niemand weiss so recht bescheid. Habe mit Logenplätze geholt, da ich mit meiner Frau gehe. Man kann nicht mit Karte bezahlten und darf mit kurzen Hosen (draussen war es 34 Grad) nicht die Treppe rauf, wo man die Tickets kaufen kann.
Der Herr vom Empfang ging also mit mir in den Shop, wo die Kassiererin einen fiktiven Artikel eingetippt hat, um mor 10k RSD auszuzahlen, welche ich dann dem Herren vom Empfang gegeben habe, damit er für mich raufgeht und die Tickets holt, weil ich ja mit kurzen Hosen nocht rauf darf.
Wieder mal eine total komische Situation bei uns im Stadion erlebt, wie ich sie schon mehrmals erlebt habe. Zeigt für mich, dass in Richtung professioneller Organisation noch nichts passiert ist aber die Leute waren wirklich sehr hilfsbereit und ich habe am Ende meine Tickets erhalten.
Wir haben sehr sehr geringe Chancen aber ich liebe diesen Verein seit über 30 Jahren und in diesem Sinne: NAPRED PARTIZAN! 🖤🤍
Das ist ja total merkwürdig.
Sowas habe ich noch nie erlebt. Habe meine Tickets immer direkt am Ticketverkauf gekauft (nicht direkt am Stadion, sondern ein kleines Stück runter Richtung Autokomanda). Alternativ auch über Ticketline, also online. Beides hat immer wunderbar funktioniert.
Allerdings waren das auch nie Logenplätze, sondern Jug oder Istok.
Auch schon vor ca. 15 Jahren, als wir mit 20-30 Leuten angereist sind, hat alles gut funktioniert. Man konnte mit den Verantwortlichen kontakt aufnehmen. Sogar bei ausverkauftem Haus wurden die Tickets für uns zur Seite gelegt. Alles super funktioniert.
Aber ja, grundsätzlich muss da noch viel passieren, in und um das Stadion herum. Das sieht alles immer noch sehr verschlafen und teilweise verlassen aus.
Wünsche dir und deiner Frau auf jeden Fall viel Spaß beim Spiel und hoffe natürlich, dass es ein gutes Ergebnis wird

Die normalen Tickets kannst du an der Blagajna kaufen aber für die Loge musst du ins Stadion.
Die Stimmung gestern im Stadion war einzigartig. Das beste, was ich live erlebt habe.
Die Mannschaft hat gekämpft und wurde mit einem Applaus am Ende des Spiels belohnt.
Am Ende war es wie viele vorher schon gesagt haben die zu späte Kaderplanung. Die Führung hatte aber genug Zeit dafür und ein gutes Spiel lässt Niederlagen gegen Superliga-Mannschaften nicht vergessen.
Für mich ist Danko immer noch fehl am Platz und Sale kein guter Trainer. Aber wenn es momentan nichts besseres gibt, werden wir und wohl mit dem zufriedengeben müssen.
Meiner Meinung nach sollten neue Jugendspieler in die Mannschaft integriert werden. Ugrisic d Dragojevic sind nun weg und Simic ist schob seit letzter Saison in der Mannschaft. Man hat es bisher verpasst, neue Spieler zu integrieren, welche man nächsten Sommer verkaufen kann. Meiner Meinung nach sollte Kostic mehr Minuten bekommen und man könnte jetzt schon einen Millwood spielen lassen.
29.08.2026 - 11:06 Uhr
Sorry, aber dieses ganze Blabla „man hat gekämpft“, „man hat sich gut verkauft“, „Vučić ist schuld“, „die Jugend“, „wir haben uns alle lieb“ usw. Am Ende des Tages steht eine weitere Saison ohne Europa .
Als ich bereits letzte Saison geschrieben habe, wie man es meiner Meinung nach richtig machen müsste, wurde ich hier grundlos angegriffen. Am Ende sollte ich recht behalten.
Hätte man letzte Saison einmal wirklich Geld in die Hand genommen und gezielt 3–5 Millionen Euro in einige wenige, gute und vor allem erfahrene Verstärkungen investiert, bin ich überzeugt, dass man sich für Europa hätte qualifizieren können. Die Gegner waren allesamt machbar.
Es ging nicht darum, plötzlich Unsummen auszugeben. Es ging darum, gezielt die Schwachstellen zu beheben und einige Spieler mit Qualität und Erfahrung zu holen, die in den entscheidenden Spielen den Unterschied machen können.
Und genau hier liegt der Punkt Diese Investition wäre nicht einfach nur eine Ausgabe gewesen, sondern hätte einen positiven Kreislauf auslösen können.
Investieren → bessere Mannschaft → Europa erreichen → UEFA-Gelder und weitere Einnahmen generieren → Spieler durch internationale Auftritte wertvoller machen → höhere Transfererlöse erzielen → mehr finanziellen Spielraum schaffen → erneut gezielt investieren.
Dazu kommen bessere Chancen auf Sponsoren, mehr Zuschauerinteresse und ein höheres internationales Standing. Das alles hängt miteinander zusammen. Man muss manchmal Geld in die Hand nehmen, um anschließend deutlich mehr Möglichkeiten zu haben.
Stattdessen wurde gespart und Geld in Gasthaus, irgendwelche Nonsense-Projekte und sonst was gesteckt, während man sportlich auf der Stelle tritt. Und genau daraus entsteht jetzt der umgekehrte Kreislauf
Keine Europa-Teilnahme → keine UEFA-Einnahmen → weniger Geld für Verstärkungen → schwächerer Kader → schlechtere Chancen auf Europa → schlechte bzw. fehlende Setzung → noch schwierigere Gegner → wieder keine Europa-Einnahmen.
Das ist der eigentliche Teufelskreis .
Man spart heute Geld, um kurzfristig Kosten zu vermeiden, verliert dadurch aber möglicherweise Einnahmen, sportliche Qualität und langfristig sogar noch mehr Geld. Man spart sich hier langsam zu Tode und erlebt dadurch einen schleichenden Niedergang.
Jetzt wird man international jahrelang mit einer schlechten Ausgangslage dastehen und jedes Jahr aufs Neue vor den nächsten Getafes stehen. Durch die fehlende Setzung wird die Ausgangslage immer schwieriger, gleichzeitig fehlen die Europapokal-Einnahmen und sportlich verliert man weiter an Boden.
Und irgendwann reden wir dann nicht mehr nur über ein paar verpasste Europapokalsaisons. Im schlimmsten Fall reden wir über weitere zehn Jahre ohne Europa oder sogar Bankrott.
Und wenn man sich dann noch Rasim anhört, der in seinen Interviews ständig erklärt, was alles nicht geht und was man alles nicht machen kann, dann ist er meiner Meinung nach am falschen Platz .
Partizan braucht keine Leute, die ständig sagen „Das geht nicht.“
Partizan braucht Leute, die sagen „Es muss gehen. Wir finden einen Weg.“
Natürlich kann man nicht zaubern. Aber wenn die eigene Grundhaltung schon darin besteht, ständig die Grenzen aufzuzählen, anstatt Lösungen zu suchen, wird sich auch niemals etwas verändern.
Für mich gibt es deshalb nichts mehr abzuwarten. Entweder man privatisiert den Verein vollständig und übergibt ihn Leuten, die wirklich Ahnung vom modernen Fußballgeschäft haben, oder man tauscht die komplette Führung aus und holt endlich neue Leute mit neuen Ideen.
Und damit meine ich wirklich einen kompletten Neustart .
Vielleicht braucht es junge Leute mit modernen Ideen. Vielleicht muss die komplette Kaderplanung neu aufgestellt werden. Und ja, meinetwegen soll man auch moderne Systeme und KI einsetzen, um Spieler zu analysieren, Transfers vorzubereiten, die Kaderplanung zu optimieren und Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Warum eigentlich nicht? Wenn eine KI für einen Bruchteil der Kosten hunderte Spieler analysieren, Statistiken vergleichen, Entwicklungspotenzial erkennen und passende Spielerprofile herausfiltern kann, sollte man sich zumindest ernsthaft damit beschäftigen. Schlechter als die Transferentscheidungen der letzten Jahre kann es kaum werden.
Es geht nicht darum, ständig neue Ausreden zu finden, sondern endlich alle Möglichkeiten zu nutzen, die ein moderner Fußballverein heute hat, und professioneller zu arbeiten, anstatt mit Methoden von gestern weiterzumachen.
Das Problem geht aber meiner Meinung nach noch viel tiefer und betrifft nicht nur Partizan, sondern den serbischen Fußball insgesamt.
Vieles wirkt noch immer wie Fußball aus einer anderen Zeit alte Methoden, kurzfristiges Denken, fehlende langfristige Planung und Strukturen, die eher auf persönliche Interessen als auf nachhaltigen sportlichen Erfolg ausgerichtet sind. Statt einen Verein über Jahre aufzubauen, wird oft nur von Saison zu Saison gedacht. Hauptsache, kurzfristig irgendwie über die Runden kommen.
Und genau da liegt eines der größten Probleme Es fehlt an einer professionellen und langfristigen Vision.
Wie entwickelt man den Verein in fünf oder zehn Jahren? Wie baut man eine professionelle Scouting-Abteilung auf? Wie entwickelt man junge Spieler? Wie steigert man deren Marktwert? Wie nutzt man Europa, um zusätzliche Einnahmen zu generieren? Und wie investiert man diese Einnahmen anschließend wieder sinnvoll in den Verein?
Stattdessen wird viel zu oft kurzfristig gedacht ein bisschen Geld hier, ein bisschen Geld dort, irgendwelche Projekte, irgendwelche Entscheidungen und am Ende weiß keiner so richtig, wo der Verein in fünf Jahren stehen soll.
Bei manchen Verantwortlichen geht es längst nicht mehr nur um das Wohl des Vereins, sondern um Macht, persönliche Vorteile und die eigene Tasche . Der Verein wird dabei wie ein Selbstbedienungsladen behandelt. Solche Leute müssen raus. Komplett.
Partizan und der gesamte serbische Fußball brauchen professionelle Strukturen, klare Verantwortlichkeiten, Transparenz und Menschen, die langfristig denken.
Denn das Potenzial ist definitiv da. Serbien bringt jedes Jahr talentierte Spieler hervor. Es gibt eine große Fußballbegeisterung, große Vereine und eine enorme Tradition. Was fehlt, ist vor allem die professionelle Struktur, um dieses Potenzial dauerhaft in sportlichen und finanziellen Erfolg umzuwandeln.
Solange man aber mit alten Methoden arbeitet, kurzfristig denkt, sich gegenseitig die Schuld zuschiebt und ständig erklärt, warum etwas nicht möglich ist, wird sich nichts grundlegend verändern. So verwaltet man einen Verein nur noch, anstatt ihn aufzubauen. Man denkt von Saison zu Saison, anstatt eine Zukunft zu schaffen. Und genau deshalb drehen wir uns seit Jahren im Kreis.
Das Ganze ist übrigens auch schlecht für den gesamten serbischen Fußball. Zvezda allein kann nicht jedes Jahr sämtliche Punkte holen. Auch dort wird es schlechte Saisons geben, wie aktuell, in denen international nicht viel zusammenläuft.
Wir brauchen mehrere Vereine, die regelmäßig international spielen und Punkte für die Liga sammeln. Davon profitiert am Ende der gesamte serbische Fußball.
Und die 5-Jahreswertung spricht letztlich für sich Serbien steht international nur noch auf Platz 29 und ist viel zu abhängig von einem einzigen Verein. Norwegen hat weniger Einwohner und eine kleinere Fußballtradition und schafft es trotzdem, mehrere Vereine international zu etablieren und sogar vier Teams im Europapokal zu haben, davon zwei in der Champions League. Und die NM ist auch stabil.
Das zeigt doch, dass es nicht nur um Talent oder die Größe des Landes geht. Es geht darum, was man aus den vorhandenen Möglichkeiten macht.
Serbien hat Talent. Serbien hat Fußballtradition. Serbien hat Vereine mit enormem Potenzial. Aber wir machen viel zu wenig daraus. Und genau deshalb ist diese Entwicklung eine totale Enttäuschung.
Aber dieses ständige Schönreden hier ist wirklich die völlig falsche Richtung.
„Wir haben gekämpft.“
„Die Jungs haben alles gegeben.“
„Wir müssen zusammenhalten.“
„Die Jugend ist unsere Zukunft.“
Alles schön und gut. Aber irgendwann muss man sich auch die Tabelle und die Resultate anschauen.
Am Ende zählen keine schönen Worte darüber, wie gut man sich verkauft hat. Es zählen Ergebnisse. Und die fehlen bei Partizan seit Jahren. Irgendwann muss Schluss sein mit den Ausreden, dem Schönreden und dem ewigen „nächstes Jahr wird es besser“.
Man braucht endlich einen radikalen Neustart sportlich, strukturell und personell. Und vor allem braucht Partizan Leute, die nicht erklären, warum etwas nicht geht, sondern einen Weg finden, wie es geht. Das Problem ist nur Ich sehe aktuell ehrlich gesagt auch nich Leute, denen ich das wirklich zutrauen würde.
Als ich bereits letzte Saison geschrieben habe, wie man es meiner Meinung nach richtig machen müsste, wurde ich hier grundlos angegriffen. Am Ende sollte ich recht behalten.
Hätte man letzte Saison einmal wirklich Geld in die Hand genommen und gezielt 3–5 Millionen Euro in einige wenige, gute und vor allem erfahrene Verstärkungen investiert, bin ich überzeugt, dass man sich für Europa hätte qualifizieren können. Die Gegner waren allesamt machbar.
Es ging nicht darum, plötzlich Unsummen auszugeben. Es ging darum, gezielt die Schwachstellen zu beheben und einige Spieler mit Qualität und Erfahrung zu holen, die in den entscheidenden Spielen den Unterschied machen können.
Und genau hier liegt der Punkt Diese Investition wäre nicht einfach nur eine Ausgabe gewesen, sondern hätte einen positiven Kreislauf auslösen können.
Investieren → bessere Mannschaft → Europa erreichen → UEFA-Gelder und weitere Einnahmen generieren → Spieler durch internationale Auftritte wertvoller machen → höhere Transfererlöse erzielen → mehr finanziellen Spielraum schaffen → erneut gezielt investieren.
Dazu kommen bessere Chancen auf Sponsoren, mehr Zuschauerinteresse und ein höheres internationales Standing. Das alles hängt miteinander zusammen. Man muss manchmal Geld in die Hand nehmen, um anschließend deutlich mehr Möglichkeiten zu haben.
Stattdessen wurde gespart und Geld in Gasthaus, irgendwelche Nonsense-Projekte und sonst was gesteckt, während man sportlich auf der Stelle tritt. Und genau daraus entsteht jetzt der umgekehrte Kreislauf
Keine Europa-Teilnahme → keine UEFA-Einnahmen → weniger Geld für Verstärkungen → schwächerer Kader → schlechtere Chancen auf Europa → schlechte bzw. fehlende Setzung → noch schwierigere Gegner → wieder keine Europa-Einnahmen.
Das ist der eigentliche Teufelskreis .
Man spart heute Geld, um kurzfristig Kosten zu vermeiden, verliert dadurch aber möglicherweise Einnahmen, sportliche Qualität und langfristig sogar noch mehr Geld. Man spart sich hier langsam zu Tode und erlebt dadurch einen schleichenden Niedergang.
Jetzt wird man international jahrelang mit einer schlechten Ausgangslage dastehen und jedes Jahr aufs Neue vor den nächsten Getafes stehen. Durch die fehlende Setzung wird die Ausgangslage immer schwieriger, gleichzeitig fehlen die Europapokal-Einnahmen und sportlich verliert man weiter an Boden.
Und irgendwann reden wir dann nicht mehr nur über ein paar verpasste Europapokalsaisons. Im schlimmsten Fall reden wir über weitere zehn Jahre ohne Europa oder sogar Bankrott.
Und wenn man sich dann noch Rasim anhört, der in seinen Interviews ständig erklärt, was alles nicht geht und was man alles nicht machen kann, dann ist er meiner Meinung nach am falschen Platz .
Partizan braucht keine Leute, die ständig sagen „Das geht nicht.“
Partizan braucht Leute, die sagen „Es muss gehen. Wir finden einen Weg.“
Natürlich kann man nicht zaubern. Aber wenn die eigene Grundhaltung schon darin besteht, ständig die Grenzen aufzuzählen, anstatt Lösungen zu suchen, wird sich auch niemals etwas verändern.
Für mich gibt es deshalb nichts mehr abzuwarten. Entweder man privatisiert den Verein vollständig und übergibt ihn Leuten, die wirklich Ahnung vom modernen Fußballgeschäft haben, oder man tauscht die komplette Führung aus und holt endlich neue Leute mit neuen Ideen.
Und damit meine ich wirklich einen kompletten Neustart .
Vielleicht braucht es junge Leute mit modernen Ideen. Vielleicht muss die komplette Kaderplanung neu aufgestellt werden. Und ja, meinetwegen soll man auch moderne Systeme und KI einsetzen, um Spieler zu analysieren, Transfers vorzubereiten, die Kaderplanung zu optimieren und Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Warum eigentlich nicht? Wenn eine KI für einen Bruchteil der Kosten hunderte Spieler analysieren, Statistiken vergleichen, Entwicklungspotenzial erkennen und passende Spielerprofile herausfiltern kann, sollte man sich zumindest ernsthaft damit beschäftigen. Schlechter als die Transferentscheidungen der letzten Jahre kann es kaum werden.
Es geht nicht darum, ständig neue Ausreden zu finden, sondern endlich alle Möglichkeiten zu nutzen, die ein moderner Fußballverein heute hat, und professioneller zu arbeiten, anstatt mit Methoden von gestern weiterzumachen.
Das Problem geht aber meiner Meinung nach noch viel tiefer und betrifft nicht nur Partizan, sondern den serbischen Fußball insgesamt.
Vieles wirkt noch immer wie Fußball aus einer anderen Zeit alte Methoden, kurzfristiges Denken, fehlende langfristige Planung und Strukturen, die eher auf persönliche Interessen als auf nachhaltigen sportlichen Erfolg ausgerichtet sind. Statt einen Verein über Jahre aufzubauen, wird oft nur von Saison zu Saison gedacht. Hauptsache, kurzfristig irgendwie über die Runden kommen.
Und genau da liegt eines der größten Probleme Es fehlt an einer professionellen und langfristigen Vision.
Wie entwickelt man den Verein in fünf oder zehn Jahren? Wie baut man eine professionelle Scouting-Abteilung auf? Wie entwickelt man junge Spieler? Wie steigert man deren Marktwert? Wie nutzt man Europa, um zusätzliche Einnahmen zu generieren? Und wie investiert man diese Einnahmen anschließend wieder sinnvoll in den Verein?
Stattdessen wird viel zu oft kurzfristig gedacht ein bisschen Geld hier, ein bisschen Geld dort, irgendwelche Projekte, irgendwelche Entscheidungen und am Ende weiß keiner so richtig, wo der Verein in fünf Jahren stehen soll.
Bei manchen Verantwortlichen geht es längst nicht mehr nur um das Wohl des Vereins, sondern um Macht, persönliche Vorteile und die eigene Tasche . Der Verein wird dabei wie ein Selbstbedienungsladen behandelt. Solche Leute müssen raus. Komplett.
Partizan und der gesamte serbische Fußball brauchen professionelle Strukturen, klare Verantwortlichkeiten, Transparenz und Menschen, die langfristig denken.
Denn das Potenzial ist definitiv da. Serbien bringt jedes Jahr talentierte Spieler hervor. Es gibt eine große Fußballbegeisterung, große Vereine und eine enorme Tradition. Was fehlt, ist vor allem die professionelle Struktur, um dieses Potenzial dauerhaft in sportlichen und finanziellen Erfolg umzuwandeln.
Solange man aber mit alten Methoden arbeitet, kurzfristig denkt, sich gegenseitig die Schuld zuschiebt und ständig erklärt, warum etwas nicht möglich ist, wird sich nichts grundlegend verändern. So verwaltet man einen Verein nur noch, anstatt ihn aufzubauen. Man denkt von Saison zu Saison, anstatt eine Zukunft zu schaffen. Und genau deshalb drehen wir uns seit Jahren im Kreis.
Das Ganze ist übrigens auch schlecht für den gesamten serbischen Fußball. Zvezda allein kann nicht jedes Jahr sämtliche Punkte holen. Auch dort wird es schlechte Saisons geben, wie aktuell, in denen international nicht viel zusammenläuft.
Wir brauchen mehrere Vereine, die regelmäßig international spielen und Punkte für die Liga sammeln. Davon profitiert am Ende der gesamte serbische Fußball.
Und die 5-Jahreswertung spricht letztlich für sich Serbien steht international nur noch auf Platz 29 und ist viel zu abhängig von einem einzigen Verein. Norwegen hat weniger Einwohner und eine kleinere Fußballtradition und schafft es trotzdem, mehrere Vereine international zu etablieren und sogar vier Teams im Europapokal zu haben, davon zwei in der Champions League. Und die NM ist auch stabil.
Das zeigt doch, dass es nicht nur um Talent oder die Größe des Landes geht. Es geht darum, was man aus den vorhandenen Möglichkeiten macht.
Serbien hat Talent. Serbien hat Fußballtradition. Serbien hat Vereine mit enormem Potenzial. Aber wir machen viel zu wenig daraus. Und genau deshalb ist diese Entwicklung eine totale Enttäuschung.
Aber dieses ständige Schönreden hier ist wirklich die völlig falsche Richtung.
„Wir haben gekämpft.“
„Die Jungs haben alles gegeben.“
„Wir müssen zusammenhalten.“
„Die Jugend ist unsere Zukunft.“
Alles schön und gut. Aber irgendwann muss man sich auch die Tabelle und die Resultate anschauen.
Am Ende zählen keine schönen Worte darüber, wie gut man sich verkauft hat. Es zählen Ergebnisse. Und die fehlen bei Partizan seit Jahren. Irgendwann muss Schluss sein mit den Ausreden, dem Schönreden und dem ewigen „nächstes Jahr wird es besser“.
Man braucht endlich einen radikalen Neustart sportlich, strukturell und personell. Und vor allem braucht Partizan Leute, die nicht erklären, warum etwas nicht geht, sondern einen Weg finden, wie es geht. Das Problem ist nur Ich sehe aktuell ehrlich gesagt auch nich Leute, denen ich das wirklich zutrauen würde.
29.08.2026 - 14:16 Uhr
In einigen Punkten hast du (@RedStarEcho )auf jeden Fall recht. Insbesondere was die Professionalität im Scouting und überhaupt in den Strukturen unseres Fussballs angeht.
Wie du aber im Zvezda Thread geschrieben hast, spielst du den Football Manager, Anstoss usw. Das ist auch vollkommen in Ordnung, spiele ich auch, wenn es mir die Zeit erlaubt.
Allerdings scheint es mir so, als würdest du die Realität und die Spiele vermischen oder denken, dass die Realität ähnlich leicht funktioniert.
Im echten Leben hat man nun mal mit echten Menschen zu tun. In einem Managerspiel kannst du einem Spieler ein sattes Gehalt geben und er unterschreibt den Vertrag (meistens). Im echten Leben spielen neben Geld auch hundert andere Sachen mit rein.
Du "forderst" einen radikalen Neustart bei Partizan. Wenn das in den letzten 2 Jahren kein radikaler Neustart war, dann weiß ich auch nicht. Komplett neue Vereinsführung, die die Vereinspolitik vollständig umgekrempelt hat. Noch radikaler wäre eigentlich nur, dass man den Verein in eine andere Stadt verlegt 😅
Ich sehe auch nicht, wo Partizan sich kaputtspart. Es wird einfach versucht, nur noch so viel auszugeben, wie viel man einnimmt und nebenbei auch noch die Schulden abzubezahlen. Das ist der richtige Weg, um den Verein langfristig wieder auf gesunde Beine zu stellen.
Die größten Posten, an denen man spart im Vergleich zur Vazura Zeit sind die Personalkosten sowohl bei den Spielern, als auch beim Personal im Stadion und Trainingszentrum. Beim Personal gab es Leute, die Gehälter bekommen haben, aber nie wirklich im Verein gearbeitet haben. Der Kader wurde aufgeräumt und insbesondere ausländische Spieler mit hohen Gehältern und fragwürdigen Qualitäten wurden aussortiert.
Ansonsten hat man an vielen Kleinigkeiten gespart, die am Ende auch eine vernünftige Summe ausmachen, die aber keine negative Auswirkung auf das sportliche haben.
Die ganzen kleinen Baustellen, z.B. das von dir erwähnte Café am Stadion, haben den Verein nahezu nichts gekostet. Die ganzen Arbeiten haben den Verein praktisch nichts gekostet, weil das Meiste von Sponsoren und Fans finanziert und durchgeführt wurde. Gerade das Café hat einen emotionalen Wert für viele Fans und ist ein kleiner Baustein, um die Atmosphäre rund um den Verein zu verbessern. Durch die Stimmung kann man natürlich keine neuen Spieler verpflichten und den Kader verbessern. Es trägt aber zum Gesamtbild des Vereins bei. Und wie gesagt, das hat den Verein praktisch nichts gekostet.
Ich weiß nicht, wie du immer wieder auf die Ideen kommst, dass Partizan einfach so 3-5 Millionen in die Hand nehmen kann, um den Kader zu verstärken. Jedes UEFA-Monitoring wird in letzter Sekunde bestanden und das auch nur mit staatlicher Hilfe. Durch die Verkäufe von Dragojevic und Ugresic dürfte das nächste Monitoring nicht so problematisch sein.
Wenn Partizan aus welcher Quelle auch immer Geld bekommt, kriegen das die Gläubiger mit und fordern ihr Geld, verständlicherweise.
Partizan kann auch nicht einfach zu irgendeiner Bank rennen und einen Kredit aufnehmen. Es ist fraglich, ob eine Bank in der jetzigen Situation überhaupt den Kredit genehmigen würde und falls doch, unter welchen Konditionen? Ich vermute, dass die Zinsen bei ca. 25-30% aktuell liegen dürften, für einen so verschuldeten Verein wie Partizan.
Und dann läuft man Gefahr, den Kredit vielleicht nicht zurückzahlen zu können. Da hängt ein riesiger Rattenschwanz dran. Partizan hat mit dem Staat den "reprogram" unterschrieben bezüglich der Steuerschulden. Habe jetzt die Zahlen vergessen, es sind aber monatliche Zahlungen, die geleistet werden müssen. Verpasst man eine Rate, ist die gesamte Steuerschuld SOFORT fällig, was im Prinzip die Insolvenz nach sich ziehen würde.
Deswegen verstehe ich schon, warum man mit den Transferausgaben sehr vorsichtig vorgeht und die Spieler lieber mit einer Kaufoption ausleiht. Man kann schauen, wie sich der Spieler entwickelt und hat ein Jahr Zeit, das Geld für den Transfer aufzutreiben.
Ich hätte es mir auch gewünscht, wenn Spieler wie Cumic oder Miladinovic früher gekommen wären und wir uns auch insbesondere in der Defensive weiter verstärkt hätten. Aber da komme ich wieder darauf zurück, dass das hier das echte Leben ist und kein Managerspiel. Es gibt einfach unglaublich viele Einflüsse, bis es am Ende zu einem Transfer kommt. Mal als Beispiel, Zvezda hat viel größeren finanziellen Spielraum. Und trotzdem hat man auf bestimmten Positionen lange keine guten Lösungen gehabt. Oder warum musste man jahrelang mit Rodic und Gobeljic spielen. Das sind große Kämpfer, keine Frage. Sie haben auch immer mal wieder gute Spieler gehabt, von der Qualität her waren sie aber schwächer als der Großteil des restlichen Teams.
Partizan hatte dieses und letztes Jahr in der Qualifikation auch unglaubliches Pech. Während man letztes Jahr vier von sechs Spielen gewinnen konnte, hat man sich dieses Jahr sogar noch verbessert (fünf von sechs). Dieses Jahr mit Getafe den wohl stärksten möglichen Gegner bekommen, gegen den man über beide Spiele hinweg sich das Weiterkommen mehr verdient hat als der Gegner. Mit dieser Leistung hätten wir uns gegen jeden anderen Gegner in der Qualifikation durchgesetzt, da bin ich mir sicher.
Das bringt jetzt zwar auch nichts, weil das Ergebnis ist, dass man wieder nicht europäisch spielt und das hat auch für die Zukunft seine Folgen.
Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass man auf dem richtigen Weg ist. Die Absichten von Lazovic, Petrovic, Ilic usw. sind mit Sicherheit die richtigen. Für den Fall, dass sie bleiben, wird es in Zukunft sicherlich auch Verstärkungen im Vorstand und allen anderen Strukturen im Verein geben.
Gerade auch bei Ilic ist es nach den paar Spielen zu früh zu sagen, ob seine Trainerqualitäten ausreichen für Partizan.
Es ist sicherlich nicht alles gut und man konnte auch bestimmt vieles noch besser machen. Es geht immer besser.
Aber wenn man bedenkt, wo man noch vor 3 Jahren war, dann stehen wir jetzt um Welten besser da. Wir werden auch sicherlich noch 1-2 Jahre brauchen, damit wir auf halbwegs gesunden Beinen stehen. Man kann nicht über 10 Jahre Misswirtschaft innerhalb von 2 Jahren ausgleichen. Das ist ein Prozess, der seine Zeit braucht. Auch bei Zvezda hat es lange gedauert, bis man zur Stabilität gefunden hat. Das geht ganz einfach nicht von heut auf morgen.
Wie du aber im Zvezda Thread geschrieben hast, spielst du den Football Manager, Anstoss usw. Das ist auch vollkommen in Ordnung, spiele ich auch, wenn es mir die Zeit erlaubt.
Allerdings scheint es mir so, als würdest du die Realität und die Spiele vermischen oder denken, dass die Realität ähnlich leicht funktioniert.
Im echten Leben hat man nun mal mit echten Menschen zu tun. In einem Managerspiel kannst du einem Spieler ein sattes Gehalt geben und er unterschreibt den Vertrag (meistens). Im echten Leben spielen neben Geld auch hundert andere Sachen mit rein.
Du "forderst" einen radikalen Neustart bei Partizan. Wenn das in den letzten 2 Jahren kein radikaler Neustart war, dann weiß ich auch nicht. Komplett neue Vereinsführung, die die Vereinspolitik vollständig umgekrempelt hat. Noch radikaler wäre eigentlich nur, dass man den Verein in eine andere Stadt verlegt 😅
Ich sehe auch nicht, wo Partizan sich kaputtspart. Es wird einfach versucht, nur noch so viel auszugeben, wie viel man einnimmt und nebenbei auch noch die Schulden abzubezahlen. Das ist der richtige Weg, um den Verein langfristig wieder auf gesunde Beine zu stellen.
Die größten Posten, an denen man spart im Vergleich zur Vazura Zeit sind die Personalkosten sowohl bei den Spielern, als auch beim Personal im Stadion und Trainingszentrum. Beim Personal gab es Leute, die Gehälter bekommen haben, aber nie wirklich im Verein gearbeitet haben. Der Kader wurde aufgeräumt und insbesondere ausländische Spieler mit hohen Gehältern und fragwürdigen Qualitäten wurden aussortiert.
Ansonsten hat man an vielen Kleinigkeiten gespart, die am Ende auch eine vernünftige Summe ausmachen, die aber keine negative Auswirkung auf das sportliche haben.
Die ganzen kleinen Baustellen, z.B. das von dir erwähnte Café am Stadion, haben den Verein nahezu nichts gekostet. Die ganzen Arbeiten haben den Verein praktisch nichts gekostet, weil das Meiste von Sponsoren und Fans finanziert und durchgeführt wurde. Gerade das Café hat einen emotionalen Wert für viele Fans und ist ein kleiner Baustein, um die Atmosphäre rund um den Verein zu verbessern. Durch die Stimmung kann man natürlich keine neuen Spieler verpflichten und den Kader verbessern. Es trägt aber zum Gesamtbild des Vereins bei. Und wie gesagt, das hat den Verein praktisch nichts gekostet.
Ich weiß nicht, wie du immer wieder auf die Ideen kommst, dass Partizan einfach so 3-5 Millionen in die Hand nehmen kann, um den Kader zu verstärken. Jedes UEFA-Monitoring wird in letzter Sekunde bestanden und das auch nur mit staatlicher Hilfe. Durch die Verkäufe von Dragojevic und Ugresic dürfte das nächste Monitoring nicht so problematisch sein.
Wenn Partizan aus welcher Quelle auch immer Geld bekommt, kriegen das die Gläubiger mit und fordern ihr Geld, verständlicherweise.
Partizan kann auch nicht einfach zu irgendeiner Bank rennen und einen Kredit aufnehmen. Es ist fraglich, ob eine Bank in der jetzigen Situation überhaupt den Kredit genehmigen würde und falls doch, unter welchen Konditionen? Ich vermute, dass die Zinsen bei ca. 25-30% aktuell liegen dürften, für einen so verschuldeten Verein wie Partizan.
Und dann läuft man Gefahr, den Kredit vielleicht nicht zurückzahlen zu können. Da hängt ein riesiger Rattenschwanz dran. Partizan hat mit dem Staat den "reprogram" unterschrieben bezüglich der Steuerschulden. Habe jetzt die Zahlen vergessen, es sind aber monatliche Zahlungen, die geleistet werden müssen. Verpasst man eine Rate, ist die gesamte Steuerschuld SOFORT fällig, was im Prinzip die Insolvenz nach sich ziehen würde.
Deswegen verstehe ich schon, warum man mit den Transferausgaben sehr vorsichtig vorgeht und die Spieler lieber mit einer Kaufoption ausleiht. Man kann schauen, wie sich der Spieler entwickelt und hat ein Jahr Zeit, das Geld für den Transfer aufzutreiben.
Ich hätte es mir auch gewünscht, wenn Spieler wie Cumic oder Miladinovic früher gekommen wären und wir uns auch insbesondere in der Defensive weiter verstärkt hätten. Aber da komme ich wieder darauf zurück, dass das hier das echte Leben ist und kein Managerspiel. Es gibt einfach unglaublich viele Einflüsse, bis es am Ende zu einem Transfer kommt. Mal als Beispiel, Zvezda hat viel größeren finanziellen Spielraum. Und trotzdem hat man auf bestimmten Positionen lange keine guten Lösungen gehabt. Oder warum musste man jahrelang mit Rodic und Gobeljic spielen. Das sind große Kämpfer, keine Frage. Sie haben auch immer mal wieder gute Spieler gehabt, von der Qualität her waren sie aber schwächer als der Großteil des restlichen Teams.
Partizan hatte dieses und letztes Jahr in der Qualifikation auch unglaubliches Pech. Während man letztes Jahr vier von sechs Spielen gewinnen konnte, hat man sich dieses Jahr sogar noch verbessert (fünf von sechs). Dieses Jahr mit Getafe den wohl stärksten möglichen Gegner bekommen, gegen den man über beide Spiele hinweg sich das Weiterkommen mehr verdient hat als der Gegner. Mit dieser Leistung hätten wir uns gegen jeden anderen Gegner in der Qualifikation durchgesetzt, da bin ich mir sicher.
Das bringt jetzt zwar auch nichts, weil das Ergebnis ist, dass man wieder nicht europäisch spielt und das hat auch für die Zukunft seine Folgen.
Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass man auf dem richtigen Weg ist. Die Absichten von Lazovic, Petrovic, Ilic usw. sind mit Sicherheit die richtigen. Für den Fall, dass sie bleiben, wird es in Zukunft sicherlich auch Verstärkungen im Vorstand und allen anderen Strukturen im Verein geben.
Gerade auch bei Ilic ist es nach den paar Spielen zu früh zu sagen, ob seine Trainerqualitäten ausreichen für Partizan.
Es ist sicherlich nicht alles gut und man konnte auch bestimmt vieles noch besser machen. Es geht immer besser.
Aber wenn man bedenkt, wo man noch vor 3 Jahren war, dann stehen wir jetzt um Welten besser da. Wir werden auch sicherlich noch 1-2 Jahre brauchen, damit wir auf halbwegs gesunden Beinen stehen. Man kann nicht über 10 Jahre Misswirtschaft innerhalb von 2 Jahren ausgleichen. Das ist ein Prozess, der seine Zeit braucht. Auch bei Zvezda hat es lange gedauert, bis man zur Stabilität gefunden hat. Das geht ganz einfach nicht von heut auf morgen.
29.08.2026 - 17:01 Uhr
Zitat von RedStarEcho
Sorry, aber dieses ganze Blabla „man hat gekämpft“, „man hat sich gut verkauft“, „Vučić ist schuld“, „die Jugend“, „wir haben uns alle lieb“ usw. Am Ende des Tages steht eine weitere Saison ohne Europa .
Als ich bereits letzte Saison geschrieben habe, wie man es meiner Meinung nach richtig machen müsste, wurde ich hier grundlos angegriffen. Am Ende sollte ich recht behalten.
Hätte man letzte Saison einmal wirklich Geld in die Hand genommen und gezielt 3–5 Millionen Euro in einige wenige, gute und vor allem erfahrene Verstärkungen investiert, bin ich überzeugt, dass man sich für Europa hätte qualifizieren können. Die Gegner waren allesamt machbar.
Es ging nicht darum, plötzlich Unsummen auszugeben. Es ging darum, gezielt die Schwachstellen zu beheben und einige Spieler mit Qualität und Erfahrung zu holen, die in den entscheidenden Spielen den Unterschied machen können.
Und genau hier liegt der Punkt Diese Investition wäre nicht einfach nur eine Ausgabe gewesen, sondern hätte einen positiven Kreislauf auslösen können.
Investieren → bessere Mannschaft → Europa erreichen → UEFA-Gelder und weitere Einnahmen generieren → Spieler durch internationale Auftritte wertvoller machen → höhere Transfererlöse erzielen → mehr finanziellen Spielraum schaffen → erneut gezielt investieren.
Dazu kommen bessere Chancen auf Sponsoren, mehr Zuschauerinteresse und ein höheres internationales Standing. Das alles hängt miteinander zusammen. Man muss manchmal Geld in die Hand nehmen, um anschließend deutlich mehr Möglichkeiten zu haben.
Stattdessen wurde gespart und Geld in Gasthaus, irgendwelche Nonsense-Projekte und sonst was gesteckt, während man sportlich auf der Stelle tritt. Und genau daraus entsteht jetzt der umgekehrte Kreislauf
Keine Europa-Teilnahme → keine UEFA-Einnahmen → weniger Geld für Verstärkungen → schwächerer Kader → schlechtere Chancen auf Europa → schlechte bzw. fehlende Setzung → noch schwierigere Gegner → wieder keine Europa-Einnahmen.
Das ist der eigentliche Teufelskreis .
Man spart heute Geld, um kurzfristig Kosten zu vermeiden, verliert dadurch aber möglicherweise Einnahmen, sportliche Qualität und langfristig sogar noch mehr Geld. Man spart sich hier langsam zu Tode und erlebt dadurch einen schleichenden Niedergang.
Jetzt wird man international jahrelang mit einer schlechten Ausgangslage dastehen und jedes Jahr aufs Neue vor den nächsten Getafes stehen. Durch die fehlende Setzung wird die Ausgangslage immer schwieriger, gleichzeitig fehlen die Europapokal-Einnahmen und sportlich verliert man weiter an Boden.
Und irgendwann reden wir dann nicht mehr nur über ein paar verpasste Europapokalsaisons. Im schlimmsten Fall reden wir über weitere zehn Jahre ohne Europa oder sogar Bankrott.
Und wenn man sich dann noch Rasim anhört, der in seinen Interviews ständig erklärt, was alles nicht geht und was man alles nicht machen kann, dann ist er meiner Meinung nach am falschen Platz .
Partizan braucht keine Leute, die ständig sagen „Das geht nicht.“
Partizan braucht Leute, die sagen „Es muss gehen. Wir finden einen Weg.“
Natürlich kann man nicht zaubern. Aber wenn die eigene Grundhaltung schon darin besteht, ständig die Grenzen aufzuzählen, anstatt Lösungen zu suchen, wird sich auch niemals etwas verändern.
Für mich gibt es deshalb nichts mehr abzuwarten. Entweder man privatisiert den Verein vollständig und übergibt ihn Leuten, die wirklich Ahnung vom modernen Fußballgeschäft haben, oder man tauscht die komplette Führung aus und holt endlich neue Leute mit neuen Ideen.
Und damit meine ich wirklich einen kompletten Neustart .
Vielleicht braucht es junge Leute mit modernen Ideen. Vielleicht muss die komplette Kaderplanung neu aufgestellt werden. Und ja, meinetwegen soll man auch moderne Systeme und KI einsetzen, um Spieler zu analysieren, Transfers vorzubereiten, die Kaderplanung zu optimieren und Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Warum eigentlich nicht? Wenn eine KI für einen Bruchteil der Kosten hunderte Spieler analysieren, Statistiken vergleichen, Entwicklungspotenzial erkennen und passende Spielerprofile herausfiltern kann, sollte man sich zumindest ernsthaft damit beschäftigen. Schlechter als die Transferentscheidungen der letzten Jahre kann es kaum werden.
Es geht nicht darum, ständig neue Ausreden zu finden, sondern endlich alle Möglichkeiten zu nutzen, die ein moderner Fußballverein heute hat, und professioneller zu arbeiten, anstatt mit Methoden von gestern weiterzumachen.
Das Problem geht aber meiner Meinung nach noch viel tiefer und betrifft nicht nur Partizan, sondern den serbischen Fußball insgesamt.
Vieles wirkt noch immer wie Fußball aus einer anderen Zeit alte Methoden, kurzfristiges Denken, fehlende langfristige Planung und Strukturen, die eher auf persönliche Interessen als auf nachhaltigen sportlichen Erfolg ausgerichtet sind. Statt einen Verein über Jahre aufzubauen, wird oft nur von Saison zu Saison gedacht. Hauptsache, kurzfristig irgendwie über die Runden kommen.
Und genau da liegt eines der größten Probleme Es fehlt an einer professionellen und langfristigen Vision.
Wie entwickelt man den Verein in fünf oder zehn Jahren? Wie baut man eine professionelle Scouting-Abteilung auf? Wie entwickelt man junge Spieler? Wie steigert man deren Marktwert? Wie nutzt man Europa, um zusätzliche Einnahmen zu generieren? Und wie investiert man diese Einnahmen anschließend wieder sinnvoll in den Verein?
Stattdessen wird viel zu oft kurzfristig gedacht ein bisschen Geld hier, ein bisschen Geld dort, irgendwelche Projekte, irgendwelche Entscheidungen und am Ende weiß keiner so richtig, wo der Verein in fünf Jahren stehen soll.
Bei manchen Verantwortlichen geht es längst nicht mehr nur um das Wohl des Vereins, sondern um Macht, persönliche Vorteile und die eigene Tasche . Der Verein wird dabei wie ein Selbstbedienungsladen behandelt. Solche Leute müssen raus. Komplett.
Partizan und der gesamte serbische Fußball brauchen professionelle Strukturen, klare Verantwortlichkeiten, Transparenz und Menschen, die langfristig denken.
Denn das Potenzial ist definitiv da. Serbien bringt jedes Jahr talentierte Spieler hervor. Es gibt eine große Fußballbegeisterung, große Vereine und eine enorme Tradition. Was fehlt, ist vor allem die professionelle Struktur, um dieses Potenzial dauerhaft in sportlichen und finanziellen Erfolg umzuwandeln.
Solange man aber mit alten Methoden arbeitet, kurzfristig denkt, sich gegenseitig die Schuld zuschiebt und ständig erklärt, warum etwas nicht möglich ist, wird sich nichts grundlegend verändern. So verwaltet man einen Verein nur noch, anstatt ihn aufzubauen. Man denkt von Saison zu Saison, anstatt eine Zukunft zu schaffen. Und genau deshalb drehen wir uns seit Jahren im Kreis.
Das Ganze ist übrigens auch schlecht für den gesamten serbischen Fußball. Zvezda allein kann nicht jedes Jahr sämtliche Punkte holen. Auch dort wird es schlechte Saisons geben, wie aktuell, in denen international nicht viel zusammenläuft.
Wir brauchen mehrere Vereine, die regelmäßig international spielen und Punkte für die Liga sammeln. Davon profitiert am Ende der gesamte serbische Fußball.
Und die 5-Jahreswertung spricht letztlich für sich Serbien steht international nur noch auf Platz 29 und ist viel zu abhängig von einem einzigen Verein. Norwegen hat weniger Einwohner und eine kleinere Fußballtradition und schafft es trotzdem, mehrere Vereine international zu etablieren und sogar vier Teams im Europapokal zu haben, davon zwei in der Champions League. Und die NM ist auch stabil.
Das zeigt doch, dass es nicht nur um Talent oder die Größe des Landes geht. Es geht darum, was man aus den vorhandenen Möglichkeiten macht.
Serbien hat Talent. Serbien hat Fußballtradition. Serbien hat Vereine mit enormem Potenzial. Aber wir machen viel zu wenig daraus. Und genau deshalb ist diese Entwicklung eine totale Enttäuschung.
Aber dieses ständige Schönreden hier ist wirklich die völlig falsche Richtung.
„Wir haben gekämpft.“
„Die Jungs haben alles gegeben.“
„Wir müssen zusammenhalten.“
„Die Jugend ist unsere Zukunft.“
Alles schön und gut. Aber irgendwann muss man sich auch die Tabelle und die Resultate anschauen.
Am Ende zählen keine schönen Worte darüber, wie gut man sich verkauft hat. Es zählen Ergebnisse. Und die fehlen bei Partizan seit Jahren. Irgendwann muss Schluss sein mit den Ausreden, dem Schönreden und dem ewigen „nächstes Jahr wird es besser“.
Man braucht endlich einen radikalen Neustart sportlich, strukturell und personell. Und vor allem braucht Partizan Leute, die nicht erklären, warum etwas nicht geht, sondern einen Weg finden, wie es geht. Das Problem ist nur Ich sehe aktuell ehrlich gesagt auch nich Leute, denen ich das wirklich zutrauen würde.
Sorry, aber dieses ganze Blabla „man hat gekämpft“, „man hat sich gut verkauft“, „Vučić ist schuld“, „die Jugend“, „wir haben uns alle lieb“ usw. Am Ende des Tages steht eine weitere Saison ohne Europa .
Als ich bereits letzte Saison geschrieben habe, wie man es meiner Meinung nach richtig machen müsste, wurde ich hier grundlos angegriffen. Am Ende sollte ich recht behalten.
Hätte man letzte Saison einmal wirklich Geld in die Hand genommen und gezielt 3–5 Millionen Euro in einige wenige, gute und vor allem erfahrene Verstärkungen investiert, bin ich überzeugt, dass man sich für Europa hätte qualifizieren können. Die Gegner waren allesamt machbar.
Es ging nicht darum, plötzlich Unsummen auszugeben. Es ging darum, gezielt die Schwachstellen zu beheben und einige Spieler mit Qualität und Erfahrung zu holen, die in den entscheidenden Spielen den Unterschied machen können.
Und genau hier liegt der Punkt Diese Investition wäre nicht einfach nur eine Ausgabe gewesen, sondern hätte einen positiven Kreislauf auslösen können.
Investieren → bessere Mannschaft → Europa erreichen → UEFA-Gelder und weitere Einnahmen generieren → Spieler durch internationale Auftritte wertvoller machen → höhere Transfererlöse erzielen → mehr finanziellen Spielraum schaffen → erneut gezielt investieren.
Dazu kommen bessere Chancen auf Sponsoren, mehr Zuschauerinteresse und ein höheres internationales Standing. Das alles hängt miteinander zusammen. Man muss manchmal Geld in die Hand nehmen, um anschließend deutlich mehr Möglichkeiten zu haben.
Stattdessen wurde gespart und Geld in Gasthaus, irgendwelche Nonsense-Projekte und sonst was gesteckt, während man sportlich auf der Stelle tritt. Und genau daraus entsteht jetzt der umgekehrte Kreislauf
Keine Europa-Teilnahme → keine UEFA-Einnahmen → weniger Geld für Verstärkungen → schwächerer Kader → schlechtere Chancen auf Europa → schlechte bzw. fehlende Setzung → noch schwierigere Gegner → wieder keine Europa-Einnahmen.
Das ist der eigentliche Teufelskreis .
Man spart heute Geld, um kurzfristig Kosten zu vermeiden, verliert dadurch aber möglicherweise Einnahmen, sportliche Qualität und langfristig sogar noch mehr Geld. Man spart sich hier langsam zu Tode und erlebt dadurch einen schleichenden Niedergang.
Jetzt wird man international jahrelang mit einer schlechten Ausgangslage dastehen und jedes Jahr aufs Neue vor den nächsten Getafes stehen. Durch die fehlende Setzung wird die Ausgangslage immer schwieriger, gleichzeitig fehlen die Europapokal-Einnahmen und sportlich verliert man weiter an Boden.
Und irgendwann reden wir dann nicht mehr nur über ein paar verpasste Europapokalsaisons. Im schlimmsten Fall reden wir über weitere zehn Jahre ohne Europa oder sogar Bankrott.
Und wenn man sich dann noch Rasim anhört, der in seinen Interviews ständig erklärt, was alles nicht geht und was man alles nicht machen kann, dann ist er meiner Meinung nach am falschen Platz .
Partizan braucht keine Leute, die ständig sagen „Das geht nicht.“
Partizan braucht Leute, die sagen „Es muss gehen. Wir finden einen Weg.“
Natürlich kann man nicht zaubern. Aber wenn die eigene Grundhaltung schon darin besteht, ständig die Grenzen aufzuzählen, anstatt Lösungen zu suchen, wird sich auch niemals etwas verändern.
Für mich gibt es deshalb nichts mehr abzuwarten. Entweder man privatisiert den Verein vollständig und übergibt ihn Leuten, die wirklich Ahnung vom modernen Fußballgeschäft haben, oder man tauscht die komplette Führung aus und holt endlich neue Leute mit neuen Ideen.
Und damit meine ich wirklich einen kompletten Neustart .
Vielleicht braucht es junge Leute mit modernen Ideen. Vielleicht muss die komplette Kaderplanung neu aufgestellt werden. Und ja, meinetwegen soll man auch moderne Systeme und KI einsetzen, um Spieler zu analysieren, Transfers vorzubereiten, die Kaderplanung zu optimieren und Entscheidungen datenbasiert zu treffen. Warum eigentlich nicht? Wenn eine KI für einen Bruchteil der Kosten hunderte Spieler analysieren, Statistiken vergleichen, Entwicklungspotenzial erkennen und passende Spielerprofile herausfiltern kann, sollte man sich zumindest ernsthaft damit beschäftigen. Schlechter als die Transferentscheidungen der letzten Jahre kann es kaum werden.
Es geht nicht darum, ständig neue Ausreden zu finden, sondern endlich alle Möglichkeiten zu nutzen, die ein moderner Fußballverein heute hat, und professioneller zu arbeiten, anstatt mit Methoden von gestern weiterzumachen.
Das Problem geht aber meiner Meinung nach noch viel tiefer und betrifft nicht nur Partizan, sondern den serbischen Fußball insgesamt.
Vieles wirkt noch immer wie Fußball aus einer anderen Zeit alte Methoden, kurzfristiges Denken, fehlende langfristige Planung und Strukturen, die eher auf persönliche Interessen als auf nachhaltigen sportlichen Erfolg ausgerichtet sind. Statt einen Verein über Jahre aufzubauen, wird oft nur von Saison zu Saison gedacht. Hauptsache, kurzfristig irgendwie über die Runden kommen.
Und genau da liegt eines der größten Probleme Es fehlt an einer professionellen und langfristigen Vision.
Wie entwickelt man den Verein in fünf oder zehn Jahren? Wie baut man eine professionelle Scouting-Abteilung auf? Wie entwickelt man junge Spieler? Wie steigert man deren Marktwert? Wie nutzt man Europa, um zusätzliche Einnahmen zu generieren? Und wie investiert man diese Einnahmen anschließend wieder sinnvoll in den Verein?
Stattdessen wird viel zu oft kurzfristig gedacht ein bisschen Geld hier, ein bisschen Geld dort, irgendwelche Projekte, irgendwelche Entscheidungen und am Ende weiß keiner so richtig, wo der Verein in fünf Jahren stehen soll.
Bei manchen Verantwortlichen geht es längst nicht mehr nur um das Wohl des Vereins, sondern um Macht, persönliche Vorteile und die eigene Tasche . Der Verein wird dabei wie ein Selbstbedienungsladen behandelt. Solche Leute müssen raus. Komplett.
Partizan und der gesamte serbische Fußball brauchen professionelle Strukturen, klare Verantwortlichkeiten, Transparenz und Menschen, die langfristig denken.
Denn das Potenzial ist definitiv da. Serbien bringt jedes Jahr talentierte Spieler hervor. Es gibt eine große Fußballbegeisterung, große Vereine und eine enorme Tradition. Was fehlt, ist vor allem die professionelle Struktur, um dieses Potenzial dauerhaft in sportlichen und finanziellen Erfolg umzuwandeln.
Solange man aber mit alten Methoden arbeitet, kurzfristig denkt, sich gegenseitig die Schuld zuschiebt und ständig erklärt, warum etwas nicht möglich ist, wird sich nichts grundlegend verändern. So verwaltet man einen Verein nur noch, anstatt ihn aufzubauen. Man denkt von Saison zu Saison, anstatt eine Zukunft zu schaffen. Und genau deshalb drehen wir uns seit Jahren im Kreis.
Das Ganze ist übrigens auch schlecht für den gesamten serbischen Fußball. Zvezda allein kann nicht jedes Jahr sämtliche Punkte holen. Auch dort wird es schlechte Saisons geben, wie aktuell, in denen international nicht viel zusammenläuft.
Wir brauchen mehrere Vereine, die regelmäßig international spielen und Punkte für die Liga sammeln. Davon profitiert am Ende der gesamte serbische Fußball.
Und die 5-Jahreswertung spricht letztlich für sich Serbien steht international nur noch auf Platz 29 und ist viel zu abhängig von einem einzigen Verein. Norwegen hat weniger Einwohner und eine kleinere Fußballtradition und schafft es trotzdem, mehrere Vereine international zu etablieren und sogar vier Teams im Europapokal zu haben, davon zwei in der Champions League. Und die NM ist auch stabil.
Das zeigt doch, dass es nicht nur um Talent oder die Größe des Landes geht. Es geht darum, was man aus den vorhandenen Möglichkeiten macht.
Serbien hat Talent. Serbien hat Fußballtradition. Serbien hat Vereine mit enormem Potenzial. Aber wir machen viel zu wenig daraus. Und genau deshalb ist diese Entwicklung eine totale Enttäuschung.
Aber dieses ständige Schönreden hier ist wirklich die völlig falsche Richtung.
„Wir haben gekämpft.“
„Die Jungs haben alles gegeben.“
„Wir müssen zusammenhalten.“
„Die Jugend ist unsere Zukunft.“
Alles schön und gut. Aber irgendwann muss man sich auch die Tabelle und die Resultate anschauen.
Am Ende zählen keine schönen Worte darüber, wie gut man sich verkauft hat. Es zählen Ergebnisse. Und die fehlen bei Partizan seit Jahren. Irgendwann muss Schluss sein mit den Ausreden, dem Schönreden und dem ewigen „nächstes Jahr wird es besser“.
Man braucht endlich einen radikalen Neustart sportlich, strukturell und personell. Und vor allem braucht Partizan Leute, die nicht erklären, warum etwas nicht geht, sondern einen Weg finden, wie es geht. Das Problem ist nur Ich sehe aktuell ehrlich gesagt auch nich Leute, denen ich das wirklich zutrauen würde.
Klingt alles toll. Aber um diese Schritte zu gehen brauchst du Rahmenbedinugen, die das zulassen. Dieses „Zvezda ist alleine für die 5 Jahredwertung verantwortlich“ kann ich auch nicht mehr hören. Dein toller Terzic und sein Chef haben den Verein kaputtgemacht und das weisst du ganz genau. Dann über die Resultate in Europa motzen ist schon ziemlich scheinheilig. Man lässt es auch nicht zu, das normale und gute Leute den Verein übernehmen. Alles muss von oben abgesegnet sein. Wäre das nicht so, würden wir heute einen Vidic an der Spitze des FSS sehen.
Du stellst es dar, als ob man all die tollen Dinge tun könnte, wenn man doch mur wollen würde. Vereine in der Superliga dürfen ihre besten Spieler nicht an Partizan verkaufen und so bleibt man eben auf den zweitklassigen Spieler hängen oder irgendwelche Wundertüten aus dem Ausland. Wäre das nicht so, wäre ein Cvetkovic eventuell bei Partizan gelandet oder auch ein Hadzimujovic.
So wird es weitergehen, bis sich politisch im Land etwas nicht ändert. Bis dahin kann man viel philosophieren aber man muss der Wahrheit ins Gesicht sehen.
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