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Finanzthread

08.05.2016 - 14:09 Uhr
Finanzthread |#621
06.05.2025 - 19:51 Uhr
Zitat von asc71

Zitat von Lombaseggl

In der Print-Ausgabe der STZ kommt heute ein großer Artikel über das Tabellenranking und die Auswirkungen.
Mainz überholt und, wenn sie am Ende, wie aktuell, drei Plätze vor dem VfB stehen. Gladbach, falls sie 4 Plätze Distanz schaffen.
Überholen kann man Union, zwei Plätze Differenz nötig. Aktuell sind es drei. Sowie Wolfsburg, da reicht sogar ein Platz dahinter. Überholen wird man auf alle Fälle Hoffenheim.
Die STZ nennt 10Millionen, die man bei entsprechender Konstellation mehr bekommt - oder eben nicht.

Gabs da nicht mal ne Seite mit Prognosen zur Verteilung. Ich trau der STN da nicht so ganz über den Weg. Unabhängig von den Finanzen gibt es ja ausreichend Anreize, endlich mal wieder ein Heimspiel zu gewinnen.
Ob dann am letzten Spieltag das Pokalfinale etwas Schatten wirft, wird man sehen. Mainz hat Bochum+Leverkusen und Gladbach Bayern+VW... schwer zu sagen, was die noch holen. Neben dem Basisbetrag kommt ja auch endlich etwas mehr aus der internationalen Vermarktung rein. Weiß aber nicht, was 1 Jahr CL ausmacht. Pokalfinale gewinnen und Supercup mitnehmen, würd auch nochmal was reinspülen.


Hier wird das Thema ganz gut aufgeschlüsselt, falls es jemanden interessiert. Es ist eben nicht ganz so einfach wie die StZ sagt "Jeder Platz bringt 2,5 Mio", sondern es ist schon recht komplex und es gibt eine 5-Jahres bzw. 10-Jahres Rangliste.

https://www.fernsehgelder.de/

Die StZ hat aber im Ansatz schon Recht, hat es aber etwas gekürzt dargestellt. Meiner Schätzung nach sind es auch nicht 2,5 pro Platz sondern eher 1,8-2 Mio die wir kurzfristig pro Team das wir überholen gut machen können.

Internationale Vermarktung ist extra. Da kommt es auf Siege/Punkte an, die man jedes Jahr sammelt. Werden bei uns so 2-3 Mio sein, die wir dadurch nächstes Jahr extra bekommen. Das lohnt sich dann erst richtig, wenn man regelmäßig in Europa vertreten ist und dann auch regelmäßig performt.

Die Entwicklung ist aber bei uns auf jeden Fall positv:
23/24: 43 Mio
24/25: 56 Mio
25/26: Wahrscheinlich dann so 64-67 Mio
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Pasquale1893 am 06.05.2025 um 19:52 Uhr bearbeitet
Finanzthread |#622
28.05.2025 - 17:44 Uhr
Die Finanzkennzahlen sind raus https://report.dfl.de/2324/de/aktuelle-zahlen/finanzkennzahlen.html

Eigenkapital auf Rang 8 mit knapp 68 Millionen (Stichtag 31.12.2024, die meisten Teams rechnen auf die Saison 23/24. Bei denen also Stichtag 30.06.2024).

Bei den Personalkosten mit 134 Millionen auf Platz 6, 7 Millionen hinter Frankfurt, 14 Millionen vor Wolfsburg.
Finanzthread |#623
29.05.2025 - 00:19 Uhr
Die Lohnnebenkosten sind auf dem Gehaltsniveau, über welches wir hier sprechen, absolut zu vernachlässigen.
Es gibt in allen Zweigen der Sozialversicherung sog. Beitragsbemessungsgrenzen, also eine Gehaltssumme, über die hinaus keine Sozialversicherungsbeiträge mehr erhoben werden. In der Arbeitslosen- und Rentenversicherung sind das ca. 97.000 € Jahresgehalt und in der Kranken- und Pflegeversicherung ca. 66.000 €.
D.h. ein Jugendspieler mit einem 100k-Vertrag zahlt genauso viel Sozialversicherungsbeiträge wie der Superstar mit 10 Mios. Gleiches gilt für den Arbeitgeberanteil.

Von daher doch, wenn es heißt, dass ein Spieler 1 Mio verdient, dann ist das auch halbwegs das, was er den Verein kostet. Die über den Daumen gepeilt 40k Sozialversicherungsbeiträge machen das Kraut in den Gehaltsdimensionen für den Arbeitgeber auch nicht mehr fett.
Finanzthread |#624
29.05.2025 - 12:26 Uhr
Zitat von ToniKoks
Zitat von tisali

Zitat von Santiago15

Die Lohnnebenkosten sind auf dem Gehaltsniveau, über welches wir hier sprechen, absolut zu vernachlässigen.
Es gibt in allen Zweigen der Sozialversicherung sog. Beitragsbemessungsgrenzen, also eine Gehaltssumme, über die hinaus keine Sozialversicherungsbeiträge mehr erhoben werden. In der Arbeitslosen- und Rentenversicherung sind das ca. 97.000 € Jahresgehalt und in der Kranken- und Pflegeversicherung ca. 66.000 €.
D.h. ein Jugendspieler mit einem 100k-Vertrag zahlt genauso viel Sozialversicherungsbeiträge wie der Superstar mit 10 Mios. Gleiches gilt für den Arbeitgeberanteil.

Von daher doch, wenn es heißt, dass ein Spieler 1 Mio verdient, dann ist das auch halbwegs das, was er den Verein kostet. Die über den Daumen gepeilt 40k Sozialversicherungsbeiträge machen das Kraut in den Gehaltsdimensionen für den Arbeitgeber auch nicht mehr fett.


Stimmt, das hatte ich verdrängt. Danke dir.


Das stimmt zwar, man darf aber trotzdem nicht vergessen, dass man ja auch in jedem Zweig der Sozialversicherung dann den Höchstbetrag zahlt. Die Beitragsbemessungsgrenze in einem Zweig ist ja das eine, da kommen dann aber eben alle Zweige zusammen und dann läppert sich das schon etwas meiner Meinung nach. Und auch in der Unfallversicherung dürfte man für Fußballspieler vermutlich die höchste Gefahrenklasse zugrunde legen.

Klar, in der Gesamtschau ist das natürlich irgendwo zu vernachlässigen, wenn man aber für jeden Spieler in allen 5 Zweigen den Höchstbetrag zahlt, dann kommen da schon Millionen zusammen würde ich mal vermuten.

Wenn man mal überschlagsweise mit 100 Spielern bis zur U19 runter rechnet und den Beitrag für die Berufsgenossenschaft (23%, Bemessungsgrenze 120.000, gegoogelt) draufschlägt, kommt man bei grob 5 Mio raus oder 7 Mio, wenn die Arbeitnehmerbeiträge auch noch drin sind. Das sind natürlich Millionen, aber am Ende nur ca. 5% der Personalkosten der AG.

•     •     •

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"Mit der Hoffnungslosigkeit beginnt der wahre Optimismus"
--------------------------Jean Paul Sartre---------------------------
Finanzthread |#625
03.06.2025 - 15:13 Uhr
Ich habe aus Interesse mal die Berechnung der Fernsehgelder für die kommende Saison überschlagen. Ich habe alles noch mit dem Verteilungsschlüssel der Saison 24/25 gerechnet, da ich für die nächste Saison nichts genaues gefunden habe. Da geht es also eher nur um eine Tendenz als schon exakte Zahlen. Je nachdem wie sich der Gesamttopf verändert gibt es dementsprechend für alle nochmal mehr oder weniger, relativ zum Verteilungsschlüssel.

In der nationalen 5-Jahreswertung machen wir zwei Plätze gut und springen von Platz 10 auf Platz 8:
---------------------------------- 24/25 --- 25/26
1. Bayern München -------- 530 ----- 532
2. Bayer Leverkusen ------- 500 ----- 511
3. Borussia Dortmund ---- 508 ----- 502
4. RB Leipzig ----------------- 504 ----- 485
5. Eintracht Frankfurt ----- 445 ----- 468
6. SC Freiburg --------------- 439 ----- 453
7. 1. FSV Mainz 05 ---------- 393 ----- 418
8. VfB Stuttgart ------------- 398 ----- 415
9. 1. FC Union Berlin ------ 424 ----- 401
10. VfL Wolfsburg ---------- 412 ----- 400
11. Bor. M'gladbach ------- 395 ----- 391
12. 1899 Hoffenheim ------ 417 ----- 387
13. Werder Bremen -------- 348 ----- 383
14. FC Augsburg ------------ 357 ----- 365
15. Köln ----------------------- 359 ----- 329
16. 1. FC Heidenheim ----- 294 ----- 312
17. FC St. Pauli -------------- 211 ----- 266
18. HSV ----------------------- 232 ----- 240

Das würde in der kommenden Saison Mehreinnahmen von ~4 Mio € bedeuten. Zwischen Mainz und uns ist es knapp, wären wir am Ende in der Liga noch auf Platz 8 gekommen hätte das schon gereicht um an ihnen vorbei zu ziehen, was nochmal weitere ~2 Mio € bedeutet hätte. Das wäre aber auch quasi das maximal mögliche gewesen, die Top 6 der 5-Jahreswertung hat aktuell einen so großen Vorsprung dass uns nicht mal eine erneute Vizemeisterschaft gereicht hätte, um in die Top 6 zu kommen. Nur wenn wir Meister geworden wären, wären wir immerhin auf den 6. Platz gekommen und hätten Freiburg verdrängt grins

Die 10-Jahreswertung ist vernachlässigbar, da geht es maximal um +/- ein paar 100k.

International sind wir in der 5- und 10-Jahreswertung in der Vorsaison noch komplett leer ausgegangen. In der kommenden Saison bekommen wir aus der 5-Jahreswertung jetzt immerhin ~2 Mio €. Da könnten wir in der kommenden Saison in der EL wenn wir dort weiter kommen möglicherweise mehr rausholen, weil die Performance (Siege+Unentschieden) bewertet wird, aber für CL, EL und UCL gleich gewichtet. Aus der 10-Jahreswertung gibt es für die internationale Teilnahme nochmal ~0,5 Mio € on top. Also insgesamt 2,5 Mio € mehr aus der internationalen Säule. Allerdings haben wir diese Einnahmen gesichert für die Dauer der jeweiligen Wertung, da sie jedes Jahr mithineinzählen. Wir bekommen also 5 Jahre lang ~2 Mio € und 10 Jahre lang ~0,5 Mio €, insgesamt bringt uns nur die eine CL-Teilnahme auf die Zeit gerechnet also ~15 Mio €. Und die erneute EL-Qualifikation bringt uns jetzt schon nur für die Teilnahme nochmal ~5 Mio €, 10 mal ~0,5 Mio € ab 2026.

Ingsgesamt würden wir uns, mit den Zahlen der Vorsaison gerechnet, bei den Gesamteinnahmen durch die Fernsehgelder in der kommenden Saison von gut 56 in der aktuellen Saison auf knapp 63 Mio € steigern. In der Saison 23/24 waren es noch 44 Mio €.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bruddaal am 03.06.2025 um 15:23 Uhr bearbeitet
Finanzthread |#626
14.06.2025 - 00:39 Uhr
Ich finde allerdings das Vorgehen des VfB auch etwas unglücklich. Klar ist das Pokalfinale was Besonderes und vielleicht gab es ja ein gutes Angebot. Im jetzt anstehenden Gerichtsverfahren könnte es aber schon nicht unwichtig sein, dass jetzt beide Seiten vertragsbrüchig sind. Da ist es typischerweise schon besser man selbst hat eine weiße Weste un was einzuklagen. Keine Ahnung ob dieses eine Spiel jetzt so wichtig war, das Ganze Fass aufzumachen. Auf jeden Fall können wir froh sein, dass das Kapitel beendet ist (abgesehen von juristischen Nachspiel). Muss man schon sagen im Nachhinein, das war keine gute Wahl (wenngleich auch nicht so viele Optionen bestanden damals wohl). Wenigstens hat man die Notbremse gezogen als es ging (damit meine ich aber nicht das Pokalfinale sondern die kommende Saison).
Finanzthread |#627
14.06.2025 - 11:07 Uhr
Also nur für den Fall, dass es keine Ironie/Polemik war: Es ist ein französischer Wettanbieter… was es es per se nicht besser macht.
Und natürlich kann man Vertröge jederzeit auch außerordentlich kündigen - dafür gibt es vertraglich geregelte Bestandteile in jedem (seriösen) Vertrag. Dazu eben auch gesetzliche Spielregeln (zumindest in D).
Lustig, dass man sogar noch die Winamax Dankeshymne im Stadionheft abgedruckt hat, obwohl da ja anscheinend schon (lange?) nicht mehr gezahlt wurde. Von daher hat man sich als sportlicher Partner hier SEHR kooperativ und grossmütig verhalten.
Aber vermutlich (!) wurde das Tischtuch schon sehr strapaziert, als ganz am Anfsng die Reaktion der Fanbase offensichtlich wurde und dann eben ganz zerschnitten, als sich der VfB zu seinen Fans und Werten bekannt und darauf besonnen hat - sprich die vorzeitige Auflösung beschlossen und verkündet wurde.
Und auch hier zeigt sich jetzt das wahre Gesicht des schlechten Verlierers (tolle Analogie im Zusammenhang mit einem Wettanbieter), wenn dann offiziell gedankt wird und inoffiziell die Zahlungen eingestellt werden.
Auch stark von uns, das nicht an die große Glocke zu hängen, aber konsequent zu handeln. Chabot - gut gemacht!
Schönes Beispiel für Werte in der Wirtschaft und wie man sich Ihnen verpflichtet fühlt.
Und darum bitte in Zukubft: Hönde weg von dubiosen Sponsoren, denen die Sportwerbung nur wichtig ist um unmoralische (oder zumindest diskussionswürdige) Geschäfts- oder Gesellschsftmodelle zu nutzen zum eigenen Vorteil (wirtschaftlich und/oder whitewashing).
Wir haben Werte und wir sollten konsequent für sie einstehen - denn das nennt man dann Tradition!
Und ein großer Dank an die LBBW fürs Einspringen und unseren Vorstand für die gezeigte und gelebte Konsequenz!
NUR DER VfB!

•     •     •

May the force be with you VfB... Come to the dark red side - we've got Trollinger!


Finanzthread |#628
15.06.2025 - 09:56 Uhr
Der Vertrag mit Winamax wurde zu einem für den VfB sehr wichtigen Zeitpunkt abgeschlossen. Es war von 8 Millionen die Rede. Ein zu diesem Zeitpunkt fast unerhört hoher Vertrag. Dieser Deal wurde auch hier sehr unterschiedlich bewertet, vom üblichen Abfeiern des cleveren Wehrle bis zur fundamentalistischen, moralischen Kritik wegen des Wettanbieters. Sehr früh wurde dann auch zur Beruhigung durchgesteckt, es gäbe für den VfB ein einseitiges Kündigungsrecht. Zu diesem Zeitpunkt konnte die sportliche Entwicklung des VfB nicht abgesehen werden. Die einseitige Kündigungsoption des VfB eher ein zahnloser Tiger, wer sollte diesem VfB denn mehr Kohle bieten?
Über die Zusammenarbeit mit Winamax ist im Verlauf nicht viel gesprochen worden. Erst wieder als vom VfB verlautbart wurde, daß die Zusammenarbeit über diese Saison hinaus nicht fortgesetzt werden würde. Winamax hat sich öffentlich über dieses Verfahren beklagt, nicht über die Kündigung an sich.
Dieses Vorgehen mag jeder bewerten wie er will. Aber offensichtlich hat Winamax ab diesem Zeitpunkt keine verabredeten Zahlungen mehr geleistet. Auch nicht sehr professionell, es sei denn, sie vertrauen ihren Anwälten so sehr wie offensichtlich der VfB den Seinigen vertraut.
Das hat alles etwas von Kindergarten an sich. Nimmst Du mir meine Schaufel weg, nehme ich mir Deinen Eimer.
Lächerlich und wirft kein gutes Bild auf die Beteiligten. Genauso selbstverständlich wie die verabredeten Zahlungen sollte es auch sein, daß eine Kündigung vorher besprochen wird. Auch wenn sie einseitig ausgesprochen werden kann und der Vertrag nichts enthält, wie das Verfahren bei einer Kündigung abzulaufen hat.
Jetzt werden halt ein paar Anwälte gut verdienen, ein ohnehin uberlastetes Gericht sich mit einer kindischen Geschichte rumplagen, um in Erfahrung zu bringen, wer wann was gesagt oder getan oder eben nicht getan hat.
Gut schwäbisches Geschäftsgebaren sieht in der Regel anders aus
Finanzthread |#629
15.06.2025 - 12:45 Uhr
Zitat von asc71

Zitat von Lombaseggl

Der Vertrag mit Winamax wurde zu einem für den VfB sehr wichtigen Zeitpunkt abgeschlossen. Es war von 8 Millionen die Rede. Ein zu diesem Zeitpunkt fast unerhört hoher Vertrag. Dieser Deal wurde auch hier sehr unterschiedlich bewertet, vom üblichen Abfeiern des cleveren Wehrle bis zur fundamentalistischen, moralischen Kritik wegen des Wettanbieters. Sehr früh wurde dann auch zur Beruhigung durchgesteckt, es gäbe für den VfB ein einseitiges Kündigungsrecht. Zu diesem Zeitpunkt konnte die sportliche Entwicklung des VfB nicht abgesehen werden. Die einseitige Kündigungsoption des VfB eher ein zahnloser Tiger, wer sollte diesem VfB denn mehr Kohle bieten?
Über die Zusammenarbeit mit Winamax ist im Verlauf nicht viel gesprochen worden. Erst wieder als vom VfB verlautbart wurde, daß die Zusammenarbeit über diese Saison hinaus nicht fortgesetzt werden würde. Winamax hat sich öffentlich über dieses Verfahren beklagt, nicht über die Kündigung an sich.
Dieses Vorgehen mag jeder bewerten wie er will. Aber offensichtlich hat Winamax ab diesem Zeitpunkt keine verabredeten Zahlungen mehr geleistet. Auch nicht sehr professionell, es sei denn, sie vertrauen ihren Anwälten so sehr wie offensichtlich der VfB den Seinigen vertraut.
Das hat alles etwas von Kindergarten an sich. Nimmst Du mir meine Schaufel weg, nehme ich mir Deinen Eimer.
Lächerlich und wirft kein gutes Bild auf die Beteiligten. Genauso selbstverständlich wie die verabredeten Zahlungen sollte es auch sein, daß eine Kündigung vorher besprochen wird. Auch wenn sie einseitig ausgesprochen werden kann und der Vertrag nichts enthält, wie das Verfahren bei einer Kündigung abzulaufen hat.
Jetzt werden halt ein paar Anwälte gut verdienen, ein ohnehin uberlastetes Gericht sich mit einer kindischen Geschichte rumplagen, um in Erfahrung zu bringen, wer wann was gesagt oder getan oder eben nicht getan hat.
Gut schwäbisches Geschäftsgebaren sieht in der Regel anders aus

Generell hört man doch aber wenig über die Zusammenarbeit von Trikotsponsor und VfB. Bei der MB-Bank war auch nicht viel zu hören. Dagegen hat Winamax extrem viel Aufmerksamkeit erhalten. Erst dadurch, dass überhaupt mal ein Wettanbieter auf das Trikot eines Traditionsvereins kommt, dann über die Kritik daran, durch die phänomenale Saison des VfB, dadurch, dass sie in der CL teils nicht aufs Trikot durften. Selbst durch die vorzeitige Kündigung hatten sie noch Publicity. Letztere scheint ja vertragskonform abgelaufen zu sein. Die Frage ist dann, ob der VfB den Nachfolger frühzeitig nennen durfte. Daran stört sich Winamax, nicht an der Kündigung an sich. Ob das aber rechtfertigt, die Zahlungen einzustellen? Kann ich mir nicht vorstellen.
Hätten sie einfach weitergezahlt, wären sie im Pokalfinale nochmal der Fußballwelt präsentiert worden. Ich finde da eher das Verhalten von Winamax unverständlich. Zum Rechtsstreit wäre es wohl auch gekommen, wenn der VfB mit Winamax aufgelaufen wäre.
Die Sponsorenwahl fand ich v.a. unglücklich, weil Wehrle im Vorfeld so viel wert auf regionale Sponsoren, Tradion und Werte gelegt hat. Das passt überhaupt nicht zu einem Wettanbieter (auch wenn er nicht aus China kam). Andererseits sind die Zahlungen von Mercedes weggebrochen. Die konnte Wehrle auffangen. Ansonsten hätte man wohl noch den ein oder anderen Spieler verkaufen müssen.
Hoffentlich ist das Kapitel bald beendet. Ich schätze schon, dass Winamax nachzahlen muss und die Nichtpräsenz im Pokalfinale irgendwie gegengerechnet wird.


Ich halte es durchaus für möglich, dass Winamax den Werbewert des Gerichtsverfahrens höher einschätzt als die Anwaltskosten. Denn die gesamte deutsche Sportpresse berichtet darüber, dass der VfB und Winamax nun in eine gerichtliche Auseinandersetzung gehen, immer schön unter Nennung des Sponsorennamens. Sprich: der Name ist kostenlos Gegenstand ausführlicher Berichterstattung. Um den Namen bekannt zu machen, haben sie dem VfB 8 Mio bezahlt und jetzt bekommen sie zusätzliche Bekanntheit. Ich denke auch die Auseinandersetzungen mit anderen Vereinen in der Vergangenheit folgten diesem Muster - die Bekanntheit zu multiplizieren.

Nun ist das natürlich eine negative Bekanntheit, weil es eine gerichtliche Auseinandersetzung mit dem VfB gibt. Aber das werden sie schon durchgerechnet haben - die Wettbranche ist ja jetzt keine Branche, wo Seriösität als höchstes Gut gilt. Vermutlich ist mehr Bekanntheit auch durch schlechte Presse da umsatzsteigernder als weniger Bekanntheit ohne jegliche Erwähnung in der Presse.

Ich denke, wir sehen das zu sehr aus VfB-Sicht. Der VfB wird mit Winamax nichts mehr zu tun haben wollen. Das ist Winamax aber vermutlich völlig wurscht, solange ihre Wettumsätze steigen. Und die steigen halt mit größerer Bekanntheit.

Ohne das Gerichtsverfahren würden wir hier vermutlich jetzt auch nicht mehr über Winamax diskutieren, wenn der Vertrag jetzt geräuschlos zu Ende ginge. 😇
Dieser Beitrag wurde zuletzt von justalittlethought am 15.06.2025 um 12:46 Uhr bearbeitet
Finanzthread |#630
15.06.2025 - 12:53 Uhr
Ich fand unseren Umgang mit Winamax suboptimal.

Entweder man nimmt einen Wettanbieter auf die Brust oder nicht.
Wenn man einen nimmt, ist er ein Partner. Mitglied im Team.
Ich hatte bei uns ein bisschen den Eindruck, dass man das Geld gerne genommen hat, sich aber für die Herkunft geschämt hat. Nach außen immer einen auf Werte gemacht und im stillen Kämmerlein das "schmutzige" Geld genommen.
Seriös ist das nicht. Und ich kann da auch einen gewissen Unmut beim Sponsor verstehen.

Allerdings sehe ich in unserem Verhalten auch keinen Grund Zahlungen einzustellen. Da fehlt mir aber auchvder juristische Hintergrund.

Auf jeden Fall schade, wie es gelaufen ist. Zu einer Auseinandersetzung gehören immer zwei. Definitiv war das Verhalten von unserer Seite nicht immer partnerschaftlich und professionell.
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