Finanzthread
08.05.2016 - 14:09 Uhr
25.05.2023 - 10:10 Uhr
Zitat von Sonderbarer_84
Stimmt, es geht wohl um den Verteilungsschlüssel und um die gute alte Schere. Nun ja, die Frage, die ich mir stelle, ist eben, ob man etwas gegen die Entwicklung machen kann. Oder ob man jetzt einfach sagt: "Wir wollen keine 40 Millionen, weil Bayern 100 kriegt." Ich bin gespannt, welche Gegenvorschläge kommen. Oder ob man sich zufrieden aus die Schulter klopft und sich freut, dass sie anderen auch nicht mehr Geld kriegen. Aktuell können wir jeden Cent brauchen...
Stimmt, es geht wohl um den Verteilungsschlüssel und um die gute alte Schere. Nun ja, die Frage, die ich mir stelle, ist eben, ob man etwas gegen die Entwicklung machen kann. Oder ob man jetzt einfach sagt: "Wir wollen keine 40 Millionen, weil Bayern 100 kriegt." Ich bin gespannt, welche Gegenvorschläge kommen. Oder ob man sich zufrieden aus die Schulter klopft und sich freut, dass sie anderen auch nicht mehr Geld kriegen. Aktuell können wir jeden Cent brauchen...
Ich denke es geht mehr in die Richtung von "wir wollen keine 40 Millionen, weil Leipzig, Wolfsburg und Leverkusen jeweils 100 kriegen, die aber niemand anschauen will".
Ich finde daher die Ablehnung auch gut, auch wenn sie Vogt in die Karten spielt. Denn wenn die Verteilung nicht geklärt ist, bzw. wenn sie sich wie die TV-Tabelle an der sportlichen Situation bemisst und nicht an der (zugegebenermaßen schwer zu messender) Fan-Attraktivität eines Clubs, dann schneidet der VfB derzeit schlecht ab und sponsert quasi noch die Vereine, die durch "geschicktes" 50+1-Handling finanzielle Vorteile haben.
Das muss nicht sein, das darf nicht sein. Schalke wird aus dem selben Grund dagegen gestimmt haben, denn dort ist die Diskrepanz zwischen sportlicher Situation und Vermarktungspotenzial ähnlich wie bei uns. Und zur Eigenvermatktung: dann sollen die Bayern es doch machen, mir egal. Ich weigere mich auch Sky zu abonnieren, wenn ich weiß, dass von meinem Geld nur 3% an den VfB gehen, mich der Rest aber nicht interessiert. Und ich glaube nicht, dass Bayern so viel mehr verdienen würde, wenn die Fans zahlen müssten, um nur Bayern zu sehen.
Ich zahle lieber VfB-TV und schaue mir die Spiele im re-live an, wenn aber dafür sichergestellt ist, dass das Geld auch größtenteils beim VfB ankommt.
Und zum Solidaritätsunsinn von Watzke:
Die Verteilung der TV-Gelder der bösen Premier League ist bedeutend solidarischer als die in der Bundesliga, da jeder Verein (nahezu?) den gleichen Betrag erhält. Diese Doppelmoral finde ich zum kotzen und es wundert mich, dass das im öffentlichen Diskurs nicht mehr an den Pranger gestellt wird.
25.05.2023 - 10:57 Uhr
Zitat von filipe19
Dann müssen diese Vereine eben auch besser und effizienter arbeiten.
Wir dürfen nicht vergessen, dass Dortmund als wir Meister wurden kurz vor der Insolvenz stand oder eben kurz davor sich vor der Insolvenz gerettet hat. Hingegen regiert bei Vereinen wie Schalke, dem VfB und dem HSV seit etlichen Jahren die Misswirtschaft und die wollen sich belohnen weil sie mehr Fans haben? Nee, das sehe ich genauso wenig ein.
Ich finde es auch Sch****, dass sich ein Verein wie Leipzig der gegen die Auflagen der 50+1 Regelung verstößt jetzt plötzlich auch am meisten vom großen Topf haben möchte wenn sie sich doch erst in diese Position durch cheating gebracht haben. Andererseits finde ich schon, dass eine sportliche Bewertung die fairste ist. Wie willst du es sonst machen? Allen das gleiche Geld auszahlen? D.h. Bayern bekommt genau so viel wie Sandhausen? Das geht nicht.
Zitat von Sonderbarer_84
Ok, kann ich besser nachvollziehen. Das sind eben ganz grundlegende Dinge, die man ändern müsste. Dann kann man die Abstimmung also auch als eine Art Protest gegen die bestehenden Verteilungsschlüssel sehen.
Ich frage mich halt, was man machen kann, damit die Verhältnisse sich ändern. Denn - so wie es aktuell aussieht - werden die Traditionsvereine immer mehr Einfluss verlieren, weil die Konkurrenz aktuell aus verschiedenen Gründen besser und effizienter arbeitet. Hamburg, Schalke, Stuttgart, etc werden immer mehr an Macht und Einfluss verlieren, weil sie sportlich immer weniger zu melden haben. Ich sehe leider kein Szenario, bei dem die Verteilung zu unseren Gunsten geändert wird.
Eine verzwickte Situation insgesamt.
Ok, kann ich besser nachvollziehen. Das sind eben ganz grundlegende Dinge, die man ändern müsste. Dann kann man die Abstimmung also auch als eine Art Protest gegen die bestehenden Verteilungsschlüssel sehen.
Ich frage mich halt, was man machen kann, damit die Verhältnisse sich ändern. Denn - so wie es aktuell aussieht - werden die Traditionsvereine immer mehr Einfluss verlieren, weil die Konkurrenz aktuell aus verschiedenen Gründen besser und effizienter arbeitet. Hamburg, Schalke, Stuttgart, etc werden immer mehr an Macht und Einfluss verlieren, weil sie sportlich immer weniger zu melden haben. Ich sehe leider kein Szenario, bei dem die Verteilung zu unseren Gunsten geändert wird.
Eine verzwickte Situation insgesamt.
Dann müssen diese Vereine eben auch besser und effizienter arbeiten.
Wir dürfen nicht vergessen, dass Dortmund als wir Meister wurden kurz vor der Insolvenz stand oder eben kurz davor sich vor der Insolvenz gerettet hat. Hingegen regiert bei Vereinen wie Schalke, dem VfB und dem HSV seit etlichen Jahren die Misswirtschaft und die wollen sich belohnen weil sie mehr Fans haben? Nee, das sehe ich genauso wenig ein.
Ich finde es auch Sch****, dass sich ein Verein wie Leipzig der gegen die Auflagen der 50+1 Regelung verstößt jetzt plötzlich auch am meisten vom großen Topf haben möchte wenn sie sich doch erst in diese Position durch cheating gebracht haben. Andererseits finde ich schon, dass eine sportliche Bewertung die fairste ist. Wie willst du es sonst machen? Allen das gleiche Geld auszahlen? D.h. Bayern bekommt genau so viel wie Sandhausen? Das geht nicht.
die Liga hat - wie der VfB oder die Politik - kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem. Insofern braucht es nicht zwangsläufig mehr Geld, sondern klügere Köpfe die das Budget sinnvoller als die Leute heute ausgeben.
Es fehlt an der Qualität bei den Entscheidern, da mittlerweile (wie in der Politik oder beim VfB) die 3. Garde in Amt und Ministerium ist.
Und Qualitätsverlust in der Führung, wird im Ergebnis nicht besser, nur wenn man diese mit Geld zusch..eißt.
Warum laufen (abgesehen von FCB oder BVB die scon so finanziell situiert sind, daß sie von alleine "laufen" oder ein paar Fehlentscheidungen verkraften) die "kleineren" Vereine den arrivierten den Rang ab? Weil sie in der Struktur einfacher und Personal besser aufgesellt sind, als die immer noch in "alten Traditionen und Organisation" denkenen Vereine wie Stuttgart, Schalke, ...
25.05.2023 - 13:44 Uhr
Zitat von filipe19
Natürlich nicht. Ich nehme mich da nicht da nicht raus, auch ich weiß nicht inwiefern sich der Deal bezahlt macht oder nicht und kann nur spekulieren aber genau deswegen nerven mich dann Sätze wie diese: "Wirklich, als ehemaliger GmbH Geschäftsführer kann ich nicht einmal ansatzweise verstehen wie oder besser warum man einen solchen Weg einschlagen kann oder sollte" umso mehr. Um gleich eine solche drastische Hau-drauf Aussage zu treffen, sollte man auch besser um die Umstände Bescheid wissen.
Im Prinzip sehe ich das so: eine Aufgabe in einem Unternehmen an Dritte abgeben ist per se nicht immer schlecht. Klar, du hättest einen direkteren Einfluss auf die Entscheidungen und könntest davon VERMUTLICH eher ökonomisch profitieren. Bist direkt am Kunden usw. und so fort. Andererseits, kann man durch die Auslagerung selber die eigene Mitarbeiterstruktur schlanker gestalten, sprich durch Entlassungen die Zahl reduzieren und die Expertise dann denen überlassen die den ganzen Tag nix anderes machen. Soooooo schlecht kann Sportfive nicht sein, sonst würden in ihrem Portfolio nicht die größten Vereine in fast allen Sportarten stehen.
Das einzige was mir ein wenig aufstößt ist, dass der Deal halt wieder mal (sehr wahrscheinlich) durch das Prinzip "man kennt sich halt" entstanden ist. Und nicht durch Alexander Wehrle, sondern viel mehr aufgrund von Rouven Kasper. Aber gut, so ist das nun mal.
Wenn Tesla Ingenieure von anderen großen Autoherstellern rekrutiert und dann ein ehemaliger Daimler oder BMW-Ingenieur sagt, dass sein ehemaliger Arbeitskollege auch Interesse hätte, dann wird dieser auch zu einem Gespräch eingeladen. Ist überall so.
Zitat von nurleser
Um den Sportfive-Deal seriös bewerten zu können, fehlen uns natürlich jede Menge Informationen. Ich wüsste nur nicht, wann sich in einem solchen Informationsdefizit einmal für den VfB positive Überraschungen verborgen hätten.
Zitat von filipe19
Was ist wenn es einfach keine besseren Angebote gab?
Wieso ist der Sportfive Deal schlecht, wenn es ANSCHEINEND die Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle selber nicht hinkriegen?
Wenn du ein Unternehmen führst und du plötzlich aufgrund der Marktlage kleinere Brötchen backen musst, was machst du dann?
Was ist wenn es einfach keine besseren Angebote gab?
Wieso ist der Sportfive Deal schlecht, wenn es ANSCHEINEND die Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle selber nicht hinkriegen?
Wenn du ein Unternehmen führst und du plötzlich aufgrund der Marktlage kleinere Brötchen backen musst, was machst du dann?
Um den Sportfive-Deal seriös bewerten zu können, fehlen uns natürlich jede Menge Informationen. Ich wüsste nur nicht, wann sich in einem solchen Informationsdefizit einmal für den VfB positive Überraschungen verborgen hätten.
Natürlich nicht. Ich nehme mich da nicht da nicht raus, auch ich weiß nicht inwiefern sich der Deal bezahlt macht oder nicht und kann nur spekulieren aber genau deswegen nerven mich dann Sätze wie diese: "Wirklich, als ehemaliger GmbH Geschäftsführer kann ich nicht einmal ansatzweise verstehen wie oder besser warum man einen solchen Weg einschlagen kann oder sollte" umso mehr. Um gleich eine solche drastische Hau-drauf Aussage zu treffen, sollte man auch besser um die Umstände Bescheid wissen.
Im Prinzip sehe ich das so: eine Aufgabe in einem Unternehmen an Dritte abgeben ist per se nicht immer schlecht. Klar, du hättest einen direkteren Einfluss auf die Entscheidungen und könntest davon VERMUTLICH eher ökonomisch profitieren. Bist direkt am Kunden usw. und so fort. Andererseits, kann man durch die Auslagerung selber die eigene Mitarbeiterstruktur schlanker gestalten, sprich durch Entlassungen die Zahl reduzieren und die Expertise dann denen überlassen die den ganzen Tag nix anderes machen. Soooooo schlecht kann Sportfive nicht sein, sonst würden in ihrem Portfolio nicht die größten Vereine in fast allen Sportarten stehen.
Das einzige was mir ein wenig aufstößt ist, dass der Deal halt wieder mal (sehr wahrscheinlich) durch das Prinzip "man kennt sich halt" entstanden ist. Und nicht durch Alexander Wehrle, sondern viel mehr aufgrund von Rouven Kasper. Aber gut, so ist das nun mal.
Wenn Tesla Ingenieure von anderen großen Autoherstellern rekrutiert und dann ein ehemaliger Daimler oder BMW-Ingenieur sagt, dass sein ehemaliger Arbeitskollege auch Interesse hätte, dann wird dieser auch zu einem Gespräch eingeladen. Ist überall so.
Tut mir leid aber das sehe ich grundlegend anders und daher habe ich auch gar kein Problem damit, eine derartige "Hau-drauf Aussage" zu treffen.
Natürlich spricht von Haus aus erst einmal nichts dagegen, einzelne Bereiche eines Unternehmens - und das ist der VfB am Ende dann eben auch einfach - auszulagern. Allerdings käme ich niemals auf die Idee, in der Situation des VfB ausgerechnet so einen existenziellen Bereich wie die eigene Vermarktung aus der Hand zu geben und mich davon abhängig zu machen, das der neue Partner da schon liefern wird. Vor allem dann, wenn das Geld an allen Ecken und Enden knapp ist, will ich volle Kontrolle über mein eigenes Marktpotenzial und verlasse mich nicht darauf, das ein Dritter, der in keinster Weise mit meinem Unternehmen verbunden ist, das schon Schaukeln wird. Vor allem, will ich die erzielten Erlöse aus meiner Vermarktung auch komplett abschöpfen können.
Hier wurde ja auch das Argument angeführt das man so, durch eine Verschlankung der eigenen Strukturen dank dieses Deals, Geld einsparen würde oder besser könnte.
Auch das sehe ich leider vollkommen anders denn zum einen müssen unsere Bestandskunden - also alle die vor Sportfive bereits da waren - weiterhin betreut werden und so wie es kommuniziert wurde, bleibt das in Verantwortung des VfB. Man hat da also trotzdem noch nahezu den gleichen Personalaufwand für die "Verwaltung" der Kontrakte mit diesen Partnern und allem was rings herum dazu gehört. Bei den 2-3 Stellen die man so wahrscheinlich dann noch streichen könnte, wird es höchstwahrscheinlich nicht zu Kündigungen kommen. Zum einen wären betriebsbedingte Kündigungen in diesem Fall für den VfB auch vor dem Arbeitsgericht schwer vermittelbar und zum anderen ist der VfB nun wirklich nicht für derartige Schritte bekannt. Daher wird man ihnen vermutlich eher intern andere Aufgaben zuteilen.
Selbst wenn man jedoch wider Erwartens tatsächlich Stellen in diesem Bereich abbauen würde, führt das zu keiner echten finanziellen Ersparnis, da man dem eingesparten Gehalt, schließlich die Aufwendungen und damit Mindereinnahmen im Marketing für die Dienstleistungen von Sportfive gegenrechnen muss.
Wenn Du schreibst das Sportfive schon gar nicht so schlecht sein kann wenn man bedenkt das sich eine große Anzahl der Spitzenvereine aus etlichen Sportarten in ihrem Portfolio befinden, ist das eben leider auch nur zum Teil richtig.
Die richtige Fragestellung ist hier nämlich nicht "ob" Sportfive per sé gut oder schlecht ist, sondern eher "wann" und für "wen" Sportfive gut oder schlecht ist.
Als Spitzenclub, mit weltweiter Strahlkraft und Marketingreichweite macht eine Zusammenarbeit mit Sportfive durchaus Sinn. Denn aufgrund ihrer Reputation und damit verbunden ihres bereits bestehenden Marketingpotentials, kann Sportfive seine unbestrittenen Kernkompentenzen wirklich gewinnbringend einbringen. Denn in diesem Szenario geht es nicht mehr um großartige Überzeugungsarbeit bei etwaigen neuen Sponsoren. Hier schafft Klasse tatsächlich auch Masse womit Sportfive als Dienstleister auch glänzen beziehungsweise wirklich Sinn machen kann.
Der VfB, bei aller Liebe zu unserem Verein, ist jedoch in einer ganz anderen Ausgangssituation auch wenn Herr Wehrle das wohl anders sieht. Wir haben nicht diese internationale Strahlkraft und damit den Klasse schafft Masse Vorteil den Sportfive bespielen kann.
Die Reichweite und damit das Marketingpotential sind weitaus geringer. Das bedeutet natürlich nicht, das man nicht trotzdem auch den Ansatz verfolgen sollte international auf Sponsorensuche zu gehen, ganz im Gegenteil...
Allerdings muss man sich jedoch eingestehen, das unser größtes Marketingpotential eher regional verortet ist
und eben da, beim "persönlichen Klinkenputzen", hat Sportfive relativ wenig bis gar keine Kernkompetenzen.
Davon abgesehen, vor allem in Regionen wie unserem Ländle, haben wir da auch noch eine etwas speziellere Situation. Wenn ich die Firma aus meiner Nachbarschaft als Sponsor gewinnen möchte und ihm dann eine völlig fremde Firma aus dem Ausland ins Haus schicke die sich darum kümmern soll, ist das eben kein sonderlich großes Zeichen der Wertschätzung. So etwas muss ich persönlich machen um zu signalisieren das es hier eben auch wirklich um eine sinnvolle, von gegenseitiger Wertschätzung geprägte Zusammenarbeit unter Nachbarn auf Augenhöhe geht.
Also ja, ich bleibe dabei das ich den Sportfive Deal für einen grundlegenden Fehler halte und so sehr ich dich @filipe19 und Diskussionen mit dir auch schätze bleibe ich auch bei meiner "Hau-drauf" Aussage und wiederhole sie sogar noch einmal
"Wirklich, als ehemaliger GmbH Geschäftsführer kann ich nicht einmal ansatzweise verstehen wie oder besser warum man einen solchen Weg einschlagen kann oder sollte."
25.05.2023 - 14:19 Uhr
Bei der Diskussion Einzel- gegen Zentralvermarktung bin ich ja schon lange gegen das bestehende Modell.
Dass der Erstplatzierte das Dreifache des Letztplatzierten bekommt, ist schon hoch. Wenn man dann aber bedenkt, dass es sich da um die Bayern und den BVB handelt, schon irgendwo verständlich, da die wirklich auch ein wahnsinnig hohes Interesse haben.
Aber an anderen Beispielen sieht man die großen Probleme und fast schon Absurdität des Systems.
Die Säule "Interesse" macht nur 2% aus, was ich absurd finde, da sie im Grunde der zentrale Treiber für die nationale TV Einnahmen ist.
Beispiel: 22/23 hast du Leverkusen mit 78 Millionen, Wolfsburg mit 65 Millionen, Hoffenheim mit 63 Millionen und dann den HSV mit 17 Millionen.
Wenn du dann mal etwas mit durchschnittlichen Zuschauerzahlen (selbst in Liga 2) und Mitgliederzahlen hochrechnest, würde ich schätzen, dass der HSV knapp das nationale Interesse der drei Teams gemeinsam genießt. In negativer Rechnung aber doch mindestens 60% der Dreien.
Dafür erhält der HSV 17 Millionen und die drei Teams gemeinsam 215 Millionen für ein etwa gleich großes nationales Interesse. Also erschreckende 7%. Und das nationale Interesse macht ja laut fernsehgelder.de immerhin 83% des auszuschüttenden Topfs aus.
Da bringen die "solidarischen" 460.000€ aus internationalen Erlösen dem HSV nicht viel. Selbst wenn die "geschenkt" sein sollten, da das internationale Interesse für die 2. Liga klein ist.
Im Grunde geht es am Ende des Tages darum, wie viele Leute Sky Abos abschließen und wie viele Leute die einzelnen Spiele schauen. Das ist sowohl für die TV Rechte und Sponsoren das zentrale Kriterium.
Da wird der HSV mit seinem riesigen Fangebiet einen schönen Anteil ausmachen - trotz Liga 2. Dass der Aspekt Interesse dann nur mit 2% gewürdigt wird, ist für mich maximal falsch. Besonders in Zeiten von Corona, in denen Traditionsvereine durch ihre großen Stadien noch mehr Nachteile hatten.
Ich finde es wichtig, dass der Aspekt "Leistung" gewürdigt wird. Gerade bei Clubs wie Union oder Freiburg ist das einfach fair. Aber die Verhältnisse sind zu heftig und die "Vereine", die das System überlisten, sollte man in der Betrachtung miteinbeziehen.
Es kann nicht sein, dass Wolfsburg oder Leverkusen, die Finanzspritzen ohne Ende genießen auch noch von unseren Sky Abos und unserem Interesse in die Lieblingsclubs solch riesige Teile abziehen.
Das stellt sich völlig gegen den Markt.
Zentralvermarktung hat gerade für Teams wie Union, Freiburg, Heidenheim und co., die sich durch gute Arbeit auszeichnen, ihre absolute Berechtigung.
Aber die Nachteile überwiegen die Vorteile für mich mehr und mehr und deshalb braucht sie zumindest eine große Reform.
Und das ist für mich absolut der Aspekt "Interesse", den man viel höher als 2% werten muss auf Kosten des Leistungsaspekts.
Und ggf. müsste man Ausnahmeregelungen für Investorenclubs finden. Wie man das macht, wüsste ich aber auch nicht, da da sicherlich unfassbar viel getrickst werden würde - macht RB ja jetzt schon.
Dass der Erstplatzierte das Dreifache des Letztplatzierten bekommt, ist schon hoch. Wenn man dann aber bedenkt, dass es sich da um die Bayern und den BVB handelt, schon irgendwo verständlich, da die wirklich auch ein wahnsinnig hohes Interesse haben.
Aber an anderen Beispielen sieht man die großen Probleme und fast schon Absurdität des Systems.
Die Säule "Interesse" macht nur 2% aus, was ich absurd finde, da sie im Grunde der zentrale Treiber für die nationale TV Einnahmen ist.
Beispiel: 22/23 hast du Leverkusen mit 78 Millionen, Wolfsburg mit 65 Millionen, Hoffenheim mit 63 Millionen und dann den HSV mit 17 Millionen.
Wenn du dann mal etwas mit durchschnittlichen Zuschauerzahlen (selbst in Liga 2) und Mitgliederzahlen hochrechnest, würde ich schätzen, dass der HSV knapp das nationale Interesse der drei Teams gemeinsam genießt. In negativer Rechnung aber doch mindestens 60% der Dreien.
Dafür erhält der HSV 17 Millionen und die drei Teams gemeinsam 215 Millionen für ein etwa gleich großes nationales Interesse. Also erschreckende 7%. Und das nationale Interesse macht ja laut fernsehgelder.de immerhin 83% des auszuschüttenden Topfs aus.
Da bringen die "solidarischen" 460.000€ aus internationalen Erlösen dem HSV nicht viel. Selbst wenn die "geschenkt" sein sollten, da das internationale Interesse für die 2. Liga klein ist.
Im Grunde geht es am Ende des Tages darum, wie viele Leute Sky Abos abschließen und wie viele Leute die einzelnen Spiele schauen. Das ist sowohl für die TV Rechte und Sponsoren das zentrale Kriterium.
Da wird der HSV mit seinem riesigen Fangebiet einen schönen Anteil ausmachen - trotz Liga 2. Dass der Aspekt Interesse dann nur mit 2% gewürdigt wird, ist für mich maximal falsch. Besonders in Zeiten von Corona, in denen Traditionsvereine durch ihre großen Stadien noch mehr Nachteile hatten.
Ich finde es wichtig, dass der Aspekt "Leistung" gewürdigt wird. Gerade bei Clubs wie Union oder Freiburg ist das einfach fair. Aber die Verhältnisse sind zu heftig und die "Vereine", die das System überlisten, sollte man in der Betrachtung miteinbeziehen.
Es kann nicht sein, dass Wolfsburg oder Leverkusen, die Finanzspritzen ohne Ende genießen auch noch von unseren Sky Abos und unserem Interesse in die Lieblingsclubs solch riesige Teile abziehen.
Das stellt sich völlig gegen den Markt.
Zentralvermarktung hat gerade für Teams wie Union, Freiburg, Heidenheim und co., die sich durch gute Arbeit auszeichnen, ihre absolute Berechtigung.
Aber die Nachteile überwiegen die Vorteile für mich mehr und mehr und deshalb braucht sie zumindest eine große Reform.
Und das ist für mich absolut der Aspekt "Interesse", den man viel höher als 2% werten muss auf Kosten des Leistungsaspekts.
Und ggf. müsste man Ausnahmeregelungen für Investorenclubs finden. Wie man das macht, wüsste ich aber auch nicht, da da sicherlich unfassbar viel getrickst werden würde - macht RB ja jetzt schon.
25.05.2023 - 14:37 Uhr
Zitat von Kuba19
mMn sollte man die Zahlung an Hand der Einschaltquoten verteilen. Dadurch wird der Abstand nicht kleiner aber wer die Gelder generiert sollte diese auch bekommen oder halt Einzelvermarktung.
Zitat von SGKTV
Geht ja nicht um mehr Geld wollen, sondern die Verteilung.
Das ganze hat ja mit Solidarität nichts zu tun, wenn der Faktor vom 18. Platz zum 1. Platz mal 3 ist.
Die Vergleich oben sollte ja nur dazu dienen, wie krass die Schere im Endeffekt auseinander geht.
Zitat von Kuba19
Hab ich nicht gesagt. Aber immer mehr Geld wollen ohne Geld zu erwirtschaften geht halt nicht.
Zitat von SGKTV
Stimmt, warum nicht gleich abschaffen, machen wir es wie die Amerikaner, haben in Sachen Fußball ja auch einen riesen Erfolg.
Zitat von Kuba19
Ohne die Solidarität der ersten Liga hätte die zweite Liga 80 Mio. Weil keiner mehr Geld für die zweite auf den Tisch legen wollte.
Zitat von SGKTV
TV-Gelder für die Saison 22/23:
(Platz 1-3)
1. FC Bayern München: 95.311.488,00 €
2. BVB: 82.027.633,00 €
3. RB Leipzig: 80.087.953,00 €
Dazu im Vergleich:
2. Bundesliga 22/23 Gesamt: 205.704.683,00 €
"Solidarisch"
TV-Gelder für die Saison 22/23:
(Platz 1-3)
1. FC Bayern München: 95.311.488,00 €
2. BVB: 82.027.633,00 €
3. RB Leipzig: 80.087.953,00 €
Dazu im Vergleich:
2. Bundesliga 22/23 Gesamt: 205.704.683,00 €
"Solidarisch"
Ohne die Solidarität der ersten Liga hätte die zweite Liga 80 Mio. Weil keiner mehr Geld für die zweite auf den Tisch legen wollte.
Stimmt, warum nicht gleich abschaffen, machen wir es wie die Amerikaner, haben in Sachen Fußball ja auch einen riesen Erfolg.
Hab ich nicht gesagt. Aber immer mehr Geld wollen ohne Geld zu erwirtschaften geht halt nicht.
Geht ja nicht um mehr Geld wollen, sondern die Verteilung.
Das ganze hat ja mit Solidarität nichts zu tun, wenn der Faktor vom 18. Platz zum 1. Platz mal 3 ist.
Die Vergleich oben sollte ja nur dazu dienen, wie krass die Schere im Endeffekt auseinander geht.
mMn sollte man die Zahlung an Hand der Einschaltquoten verteilen. Dadurch wird der Abstand nicht kleiner aber wer die Gelder generiert sollte diese auch bekommen oder halt Einzelvermarktung.
Wenn:
...
40 Prozent des Geldes, sollte bei der DFL verbleiben, um die Internationalisierung und die Digitalisierung der Liga voranzutreiben. Wichtigstes Element sollte dabei die Errichtung und Pflege einer Videoplattform werden, um ein jüngeres und internationales Publikum anzusprechen. Gerade bei der Auslandsvermarktung fällt die Bundesliga beispielsweise deutlich hinter der spanischen Liga zurück.
60 Prozent des Geldes sollte auf unterschiedlichen Wegen an die Klubs gehen. Ein großer Teil sollte der DFL zufolge zweckgebunden in infrastrukturelle Maßnahmen bei den Klubs fließen und nicht frei in den Spielerkader oder in einen Schuldenabbau gesteckt werden können. Das sollte bei den einzelnen Klubs vom Zustand ihrer Infrastruktur abhängen - wer keine oder wenig infrastrukturelle Maßnahmen braucht, hätte das übrige Geld frei verwenden können. Die Geldverteilung sollte sich an die übliche Ausschüttung nach dem bekannten TV-Schlüssel richten, bei dem die Spitzenklubs mehr, die Klubs im unteren Bereich weniger Geld bekommen.
Zudem ergaben Recherchen der Sportschau, dass 500 Millionen, also ein Viertel des erhofften Geldes aus dem möglichen Geschäft, dafür verwendet werden sollten, die fehlenden Einnahmen aus den 12,5 Prozent der Rechte auszugleichen, die fortan an den Investor gehen.
. (Quelle Sportschau)
und ich hier
1) die quote von 40/60 sehe, ist für mich die Frage: Was will die DFL überhaupt? Will sie tatsächlich eine attraktivere (weil ggf. ausgeglichenere) Liga oder will sie nur für sich Umsatz- und Gewinnwachstum?
-> Ehrlich, wenn es der DFL Ernst mit der steigerung der Attraktivität der LIga gewesen wäre, hätte ich mit eine Quote von 15 DFL und 85 Verein vorgestellt und die Vermarktung bei den Vereinen verankert (denn die kennen ihre lokalen Gegebenheiten am besten), die dann einen erfolgsabhängigen "kick back" an den DFL leisten. (Sehe die Vermarktung ex deutschprachiger Raum wie der Kollege kritisch/begrenzt.. und ja, Vergleiche mit Spanien hinken... )
2) und wenn für den Verein:
Ein großer Teil sollte der DFL zufolge zweckgebunden in infrastrukturelle Maßnahmen bei den Klubs fließen und nicht frei in den Spielerkader oder in einen Schuldenabbau gesteckt werden können
-> wie soll hier die Attraktivtät oder die Leistung des Vereines gehoben werden?
3) Und wenn...
So sollte den 36 Vereinen bis zum 23. Juni die Möglichkeit gegeben werden, Änderungsvorschläge einzureichen, beispielsweise zur Auswahl des möglichen Partners, zur generellen Umsetzung, aber auch zu der Verwendung des Geldes.
-> warum dann eine Abstimmung heute und nicht dann im Juni?
So erscheint für mich das Konzept einfach unausgegoren... ja schlimmer noch,der Vorstoß der DFL grenzt an "Überrumpelung".
Vielleicht ist es bei der DFL so wie mit allem .... sprich, eine Privatsierung des Betriebs bringt weder von den Kosten noch vom Service eine Verbesserung oder einen gesellschaftlichen Mehrwert (siehe Bahn, Medizin,...)
25.05.2023 - 16:04 Uhr
Zitat von ostalbler
. (Sehe die Vermarktung ex deutschprachiger Raum wie der Kollege kritisch/begrenzt.. und ja, Vergleiche mit Spanien hinken... )
..................................................................................................................................
-> wie soll hier die Attraktivtät oder die Leistung des Vereines gehoben werden?
. (Sehe die Vermarktung ex deutschprachiger Raum wie der Kollege kritisch/begrenzt.. und ja, Vergleiche mit Spanien hinken... )
..................................................................................................................................
-> wie soll hier die Attraktivtät oder die Leistung des Vereines gehoben werden?
Mal ein Beispiel aus dem Wochenendalltag mit dem portugiesischen Angebot an internationalem Fußball: ich hab hier zwei Abos abgeschlossen. Mehr mache ich auch nicht. Früher gab es mal, ähnlich wie mit Sky, ein Monopol aber Eleven Sports hat sich hier die Rechte an einigen und eigentlichen den wichtigsten Fußballligen erworben und konkurriert mit dem portugiesischen Sport TV. Eleven hat die Rechte für die Bundesliga, Premier League, Ligue 1 und La Liga. Das Ganze auf 6 Kanäle verteilt, seit dem Sommer haben sie hier Samstags und Sonntags eine zusätzliche Funktion eingerichtet die dann noch mehr Spiele zeigt, weil zu viele Spiele Samstags parallel laufen. D.h. Samstag 16h werden hier mindestens 3 Spiele der Premier League übertragen, ein Spiel der Bundesliga (meistens Bayern/Dortmund oder Leipzig), ein Spiel La Liga und der Ligue 1. Du hast dann zusätzlich noch diese Funktion wo dann noch ausgewählte Spiele gezeigt werden aber das ist halt nicht dasselbe, da du dich nicht darauf verlassen kannst jedes Spiel der Buli gezeigt zu bekommen. VfB Spiele habe ich dennoch bisher immer schauen können, vermutlich auch wegen TT und Dias. Freitag und Sonntagspiele werden auch gezeigt. Sogar 2. Liga wird übertragen.
Nichtsdestotrotz habe ich schon gemerkt, dass die PL immer Vorrang hat. Das Verhältnis ist immer so, dass mehr PL gezeigt wird und vor allem leichter zugänglich. D.h. die Übertragung der Spiele in der Extra-Funktion beginnen immer erst kurz vor Anpfiff und enden mit dem Schlusspfiff während die Übertragungen auf den normalen Sender, vor allem bei Premier League Spielen auch eine 30-minütige Vorberichterstattung mit Studiogästen und so weiter mit sich bringen.
Letztendlich wird schon recht viel Bundesliga gezeigt, ich würde sagen mindestens 5 Spiele am We, aber Premier League wird jedes gezeigt plus mehr Informationen usw..
Wenn man nicht in der Zeit stehen bleiben will, dann bin ich der Meinung muss hier die Bundesliga vor allem am Spielkalender was ändern. Ich verstehe nicht warum so viele Fans am 15.30h festhalten wollen während die 2.Liga um 20.30h, also beste prime time, ein Topspiel zeigt. Das ist so paradox. Gut, selbst die PL hat kein Topspiel zur Abendzeit aber die Zeiten mit denen der Fußball mit Wetten dass und dem Musikantenstadl konkurrieren sollte eigentlich längst vorbei sein. Auch ein Spiel um 13h bspw. fände ich nicht unbedingt schlimm, damit auch in Asien mal jemand Bundesliga schauen kann. Der VfB reist diesen Sommer nach Japan aber wer außer Endo und Itos Freunde und Verwandte schlägt sich da die Nacht um die Ohren, um den VfB zu schauen?
@Nullsiebenelf
gute Argumente. Ich frage mich aber warum dann von den anderen nicht mehr kommt, um das jetzige Konstrukt und die Verteilung zu ändern. Die, damit meine ich Vereine wie der VfB, Schalke, HSV usw., bräuchten ja im Prinzip "nur" 24 Teams zu überzeugen um somit Veränderungen voranzubringen. Die Angst, dass die Bayern abspringen muss schon ungemein groß sein.
Ach, im Übrigen falls es jemanden interessiert. Benfica hat das hier genauso gemacht. Die vermarkten ihre Heimspiele alle Einzeln. D.h. man muss da noch ein Extra-Abo über 10 Euro im Monat abschließen, um deren Heimspiele anschauen zu können. Als Sporting Fan mache ich das natürlich nicht. Würde es auch nicht machen, wenn Sporting den gleichen Weg einschlagen würde. Die können mich mal. Irgendwo hört es auch auf.
26.05.2023 - 11:59 Uhr
Ohne tief in den Zahlen zu stecken glaube ich, dass neben vielen schlechten Managemententscheidungen in den letzten Jahren vor allem das Stadion unheimlich viel Geld verschlingt und eine riesen Verpflichtung darstellt. Corona hat da natürlich auch noch seinen Teil dazu beigetragen. Wenn man sich die Investitionen seit dem großen Umbau schaut glaube ich, dass man mit einem eigenen, von mir aus auch kleineren Stadion, deutlich besser gefahren wäre.
29.05.2023 - 13:05 Uhr
Zitat von Mood2007
Wenn man sich mal so durch die Bilanzen und die GuV der jeweiligen Clubs wühlt, wird es wirklich schwierig Clubs zu finden, die finanziell schlechter da stehen.
Wenn man sich mal so durch die Bilanzen und die GuV der jeweiligen Clubs wühlt, wird es wirklich schwierig Clubs zu finden, die finanziell schlechter da stehen.
Wie kommst du denn zu dieser Aussage?
Du beziehst dich auf die Zahlen zum Ende des Geschäftsjahres 2021 (je nach Verein ist das 30.06.21 oder 31.12.21). Das sind die Zahlen, die auch in der Kennzahlenübersicht der DFL offiziell veröffentlicht werden.
Dort sieht man folgendes:
GuV: der VfB machte einen Verlust von 1,1 Mio. Euro (Ergebnis nach Steuern). 13 der 17 anderen Bundesligaclubs hatten höhere Verluste. Gewinne machten nur Freiburg (9,8 Mio.), Leipzig (3,8) und Bayern (2,3).
Bilanz: 4 Vereine haben ein negatives Eigenkapital: Schalke (-88), Union (-29), Bremen (-20), Bochum (-5). Auch in Köln war das Eigenkapital mit 1 Mio. praktisch aufgezehrt. Der VfB hatte noch 22 Mio. Euro.
Lässt man die Investorenvereine Leipzig, Wolfsburg, Leverkusen und Hoffenheim außen vor, ebenso die Champions League Dauerteilnehmer Bayern und BVB, sind noch 6 „vergleichbare“ Vereine im Eigenkapital bessergestellt als der VfB, darunter Hertha (107) und Augsburg (58), wo in den letzten Jahren Investorengelder flossen.
Bleiben Mainz (37), Frankfurt (42), Gladbach (71) und Freiburg (93). Bei denen kann man sicherlich in den letzten Jahren von einem besseren Wirtschaften sprechen. Bei allen anderen sehe ich das nicht.
In den nächsten Tagen müssten die Zahlen 2022 von der DFL veröffentlicht werden. Das hilft der Diskussion hoffentlich weiter.
30.05.2023 - 21:13 Uhr
Die DFL hat heute die Finanzkennzahlen der Bundesligavereine 2022 veröffentlicht. Stichtag je nach Geschäftsjahr 30.06.22 oder – wie beim VfB – 31.12.22.
Einige erste Betrachtungen:
Der VfB hat trotz Umsatzsteigerung um rund 4% von 142 auf 147 Mio. einen Verlust von 16 Mio. Euro gemacht. Im Vorjahr ging es noch mit einer „roten Null“ (- 1 Mio.) ab. Damit ist das Eigenkapital halbiert: von 22 auf 11 Mio. (der Einstieg von Jako als Investor hat das wohl noch etwas abgefedert).
Der Personalaufwand lag mit 90,5 Mio. um 9% über dem Vorjahr (82,8). Im Quervergleich mit den anderen Vereinen liegt man damit in der oberen Tabellenhälfte. Vereine wie Augsburg (47 Mio.), Union (54), Bochum (31!), Werder (44), Mainz (52) kamen mit deutlich weniger aus. Freiburg hatte immerhin 60 Mio., Schalke 78, auch Hoffenheim lag mit 87 Mio. knapp unter dem VfB. Ein Blick auf den Relegationsgegner HSV: die hatten knapp 40. Mio. in Liga 2.
Ähnliches Bild bei den Beraterhonoraren: auch hier spielt der VfB mit 8,1 Mio. (Vorjahr 6,3 Mio.) eher bei den „Großen mit“. Zagadou?
Die große „Wundertüte“ in der GuV sind die „sonstigen betrieblichen Aufwendungen“. Die haben sich beim VfB um satte 10 Mio. von 38 auf 48 Mio. erhöht und dadurch für einen Großteil des Verlustes gesorgt. Leider nicht zu erkennen, woran das im einzelnen liegt – das gilt aber nicht nur für den VfB, sondern für alle Clubs. In der 1. Liga sind die Beträge hier weit gestreut, von gut 10 Mio. bis weit über 100 Mio. Näheres steht vielleicht im Jahresabschluss des VfB, der aber noch nicht veröffentlicht ist. Das wird sicherlich auch noch dauern.
Insgesamt haben 8 Erstligisten einen Gewinn und 10 einen Verlust im Geschäftsjahr gemacht. Schön, wenn man da wie Hoffenheim einen „atypisch stillen Gesellschafter“ hat, der in die Tasche greift und mit 41 Mio. den Verlust ausgleicht…
Unangefochtener Spitzenreiter beim Verlust – wen wundert’s? – die Hertha mit 80 Mio. Euro.
Einige erste Betrachtungen:
Der VfB hat trotz Umsatzsteigerung um rund 4% von 142 auf 147 Mio. einen Verlust von 16 Mio. Euro gemacht. Im Vorjahr ging es noch mit einer „roten Null“ (- 1 Mio.) ab. Damit ist das Eigenkapital halbiert: von 22 auf 11 Mio. (der Einstieg von Jako als Investor hat das wohl noch etwas abgefedert).
Der Personalaufwand lag mit 90,5 Mio. um 9% über dem Vorjahr (82,8). Im Quervergleich mit den anderen Vereinen liegt man damit in der oberen Tabellenhälfte. Vereine wie Augsburg (47 Mio.), Union (54), Bochum (31!), Werder (44), Mainz (52) kamen mit deutlich weniger aus. Freiburg hatte immerhin 60 Mio., Schalke 78, auch Hoffenheim lag mit 87 Mio. knapp unter dem VfB. Ein Blick auf den Relegationsgegner HSV: die hatten knapp 40. Mio. in Liga 2.
Ähnliches Bild bei den Beraterhonoraren: auch hier spielt der VfB mit 8,1 Mio. (Vorjahr 6,3 Mio.) eher bei den „Großen mit“. Zagadou?
Die große „Wundertüte“ in der GuV sind die „sonstigen betrieblichen Aufwendungen“. Die haben sich beim VfB um satte 10 Mio. von 38 auf 48 Mio. erhöht und dadurch für einen Großteil des Verlustes gesorgt. Leider nicht zu erkennen, woran das im einzelnen liegt – das gilt aber nicht nur für den VfB, sondern für alle Clubs. In der 1. Liga sind die Beträge hier weit gestreut, von gut 10 Mio. bis weit über 100 Mio. Näheres steht vielleicht im Jahresabschluss des VfB, der aber noch nicht veröffentlicht ist. Das wird sicherlich auch noch dauern.
Insgesamt haben 8 Erstligisten einen Gewinn und 10 einen Verlust im Geschäftsjahr gemacht. Schön, wenn man da wie Hoffenheim einen „atypisch stillen Gesellschafter“ hat, der in die Tasche greift und mit 41 Mio. den Verlust ausgleicht…
Unangefochtener Spitzenreiter beim Verlust – wen wundert’s? – die Hertha mit 80 Mio. Euro.
30.05.2023 - 21:56 Uhr
Zitat von wasen1893
Die DFL hat heute die Finanzkennzahlen der Bundesligavereine 2022 veröffentlicht. Stichtag je nach Geschäftsjahr 30.06.22 oder – wie beim VfB – 31.12.22.
Einige erste Betrachtungen:
Der VfB hat trotz Umsatzsteigerung um rund 4% von 142 auf 147 Mio. einen Verlust von 16 Mio. Euro gemacht. Im Vorjahr ging es noch mit einer „roten Null“ (- 1 Mio.) ab. Damit ist das Eigenkapital halbiert: von 22 auf 11 Mio. (der Einstieg von Jako als Investor hat das wohl noch etwas abgefedert).
Der Personalaufwand lag mit 90,5 Mio. um 9% über dem Vorjahr (82,8).
Die DFL hat heute die Finanzkennzahlen der Bundesligavereine 2022 veröffentlicht. Stichtag je nach Geschäftsjahr 30.06.22 oder – wie beim VfB – 31.12.22.
Einige erste Betrachtungen:
Der VfB hat trotz Umsatzsteigerung um rund 4% von 142 auf 147 Mio. einen Verlust von 16 Mio. Euro gemacht. Im Vorjahr ging es noch mit einer „roten Null“ (- 1 Mio.) ab. Damit ist das Eigenkapital halbiert: von 22 auf 11 Mio. (der Einstieg von Jako als Investor hat das wohl noch etwas abgefedert).
Der Personalaufwand lag mit 90,5 Mio. um 9% über dem Vorjahr (82,8).
Ernüchternde und nicht verständliche Zahlen. Vorallem wenn man bedenkt, dass wir im Sommer ein Transferplus von 25 Millionen eingefahren haben (- Handgeld Zagadou).
Knapp 8 Mio höhere Personalkosten für mich auch nicht verständlich.
Für den Spieleretat zählen da die Rückrunde 21/22 und Hinrunde 22/23 rein.
Wenn man Zugänge/Abgänge 21/22 und 22/23 betrachtet, dann erklärt auch ein Zagadou nicht die hohe Steigerung. Ich hätte hier eher eine Senkung der Personalkosten erwartet. Es wurden ja schließlich auch Leistungsträger abgegeben.
Nach den Zahlen zum 31.12., wird auch klar warum man Ahamada und Tibidi bereitwillig verscherbelt hat und den Sportfive Deal abgeschlossen.
Das schwarze Loch wird immer größer statt kleiner. Sieht eher danach aus, dass der sportliche Bereich weiter ausbluten wird um .. ja um was denn eigentlich zu finanzieren?
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