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Finanzlage der Eintracht

23.12.2006 - 12:55 Uhr
Finanzlage der Eintracht |#5071
08.10.2024 - 12:29 Uhr
Zitat von Der_Runkler_Rote
Ich ziehe es mal hier rein, auch wenn das jetzt wohl nicht das spannendste Thema ist und sehr viel Spekulation enthalten ist:

Zitat von Knark

Es wird mit Sicherheit wirtschaftliche Gründe haben, warum man die KO jetzt schon zieht (steuerliche Gründe, Leeds will den Spieler von der Liste haben und hat deshalb ein besseres Angebot gemacht, vlt. ist Krösche auch direkt an Leeds herangetreten). Es muss ja irgendwie für den Verein Sinn machen, den Spieler jetzt schon zu verpflichten. Risiken wie zb eine schwere Verletzung müssen da ja ausgeglichen werden.
Die Diskussion klingt für mich eher so, als ob einige User Mal wieder denken, sie hätten mehr Ahnung als der Vorstand. Dazu fehlen aber wahrscheinlich jedem hier die Hintergründe.


Das könnte ich mir auch gut vorstellen. Dazu passt auch die Gehaltserhöhung von Larsson zum jetzigen Zeitpunkt und die Kommunikation über eine angestrebte Vertragsverlängerung von Marmoush.

Das ergibt soweit auch Sinn. Man war wohl interessiert an festen Transfers von Pepelu und Bove, die sehr teuer gewesen wäre, das hat sich zerschlagen und man hat daher Dahoud ablösefrei geholt und zahlt anständig Gehalt, aber auch nicht mehr als den beiden Erstgenannten vermutlich. Da könnten 1,5-2,5 Millionen weniger Betriebsausgaben vorliegen als ursprünglich kalkuliert.

Das gleiche könnte man noch mit Koulierakis und Theate schreiben, wobei das eher nur den Cashflow betrifft. Steuerlich dürfte es keine großen Auswirkungen geben zwischen einem Jahr Abschreibung einer Koulierakis-Ablöse und der Leihgebühr für Theate, Gehalt dürfte bei Theate auch noch etwas höher liegen. Das überschüssige Geld könnte aber für Sondertilgungen genutzt worden sein, wodurch man an Zinsen einspart, die dann widerum keine Betriebsausgaben wären.

Ansonsten könnte auch Bodo Glimt Bereitschaft gezeigt haben, die KO von Hauge zu ziehen, womit man nicht unbedingt rechnen konnte im Sommer, zumindest nicht mit der vollen Höhe.

Würde mich nicht überraschen, wenn dieses Jahr Tuta noch verlängert und man ihm dafür Handgeld rüberschiebt oder auch Kaua dieses Jahr noch das Gehalt anpasst (wobei das nur marginale Auswirkungen hätte).


Kannst du das bitte kopieren, ausdrucken und an Krösche/Frankenbach weiterleiten? Es gibt ja hier User die der Meinung sind, das unsere Verantwortlichen das nicht wissen und keine Ahnung von Ihrem Job haben.
Finanzlage der Eintracht |#5072
01.11.2024 - 06:23 Uhr
An seinem letzten Arbeitstag als Finanzvorstand von Eintracht Frankfurt präsentierte Oliver Frankenbach Rekordzahlen zur Saison 2023/24. Der Umsatz kletterte auf 390,5 Millionen Euro, auch die Spielererlöse und der Gewinn nach Steuern sorgten für neue Bestmarken.
Frankenbach hat, als letzte Amtshandlung, die Geschäftszahlen für 23/24 vorgestellt.

In aller Kürze:
- Umsatz stieg von 310 auf 390Mio Euro - trotz "Abstieg" von CL auf Conference League.
- Insbesondere Transfererlöse (über 140Mio) dafür verantwortlich.
- EK wurde mehr als verdoppelt (von 24,7Mio auf 51,6Mio).

- Schulden ggü. Banken sind gestiegen auf knapp 70Mio. - insbesondere durch Investition in das Profi-Camp
- Personalaufwand um knapp 20% gestiegen auf jetzt 141Mio.
Finanzlage der Eintracht |#5073
01.11.2024 - 06:33 Uhr
Zitat von Irwin_Schyster
An seinem letzten Arbeitstag als Finanzvorstand von Eintracht Frankfurt präsentierte Oliver Frankenbach Rekordzahlen zur Saison 2023/24. Der Umsatz kletterte auf 390,5 Millionen Euro, auch die Spielererlöse und der Gewinn nach Steuern sorgten für neue Bestmarken.
Frankenbach hat, als letzte Amtshandlung, die Geschäftszahlen für 23/24 vorgestellt.

In aller Kürze:
- Umsatz stieg von 310 auf 390Mio Euro - trotz "Abstieg" von CL auf Conference League.
- Insbesondere Transfererlöse (über 140Mio) dafür verantwortlich.
- EK wurde mehr als verdoppelt (von 24,7Mio auf 51,6Mio).

- Schulden ggü. Banken sind gestiegen auf knapp 70Mio. - insbesondere durch Investition in das Profi-Camp
- Personalaufwand um knapp 20% gestiegen auf jetzt 141Mio.


Die Steigerung der Verschuldung hat allerdings nichts mit dem Proficamp zu tun. Diese mit 30 Millionen auch anteilsmäßig recht große Summe gab es in der Vergangenheit schon. Die kam nicht erst in diesem Geschäftsjahr dazu.

Zeigt aber auch, warum eine Kapitalmaßnahme so ein Dauerthema ist.
Finanzlage der Eintracht |#5074
01.11.2024 - 06:41 Uhr
Zitat von Frankurt1988
Zitat von Irwin_Schyster

An seinem letzten Arbeitstag als Finanzvorstand von Eintracht Frankfurt präsentierte Oliver Frankenbach Rekordzahlen zur Saison 2023/24. Der Umsatz kletterte auf 390,5 Millionen Euro, auch die Spielererlöse und der Gewinn nach Steuern sorgten für neue Bestmarken.
Frankenbach hat, als letzte Amtshandlung, die Geschäftszahlen für 23/24 vorgestellt.

In aller Kürze:
- Umsatz stieg von 310 auf 390Mio Euro - trotz "Abstieg" von CL auf Conference League.
- Insbesondere Transfererlöse (über 140Mio) dafür verantwortlich.
- EK wurde mehr als verdoppelt (von 24,7Mio auf 51,6Mio).

- Schulden ggü. Banken sind gestiegen auf knapp 70Mio. - insbesondere durch Investition in das Profi-Camp
- Personalaufwand um knapp 20% gestiegen auf jetzt 141Mio.


Die Steigerung der Verschuldung hat allerdings nichts mit dem Proficamp zu tun. Diese mit 30 Millionen auch anteilsmäßig recht große Summe gab es in der Vergangenheit schon. Die kam nicht erst in diesem Geschäftsjahr dazu.

Zeigt aber auch, warum eine Kapitalmaßnahme so ein Dauerthema ist.


Du hast recht - hab ich beim Überfliegen des Texts falsch interpretiert.
Der Anstieg der Schulden kam nicht durch die Investition ins Profi-Camp, es hat lediglich einen hohen Anteil daran (etwa 30Mio von 70Mio).

Danke für die Ergänzung.
Finanzlage der Eintracht |#5075
01.11.2024 - 06:53 Uhr
Zitat von Irwin_Schyster
An seinem letzten Arbeitstag als Finanzvorstand von Eintracht Frankfurt präsentierte Oliver Frankenbach Rekordzahlen zur Saison 2023/24. Der Umsatz kletterte auf 390,5 Millionen Euro, auch die Spielererlöse und der Gewinn nach Steuern sorgten für neue Bestmarken.
Frankenbach hat, als letzte Amtshandlung, die Geschäftszahlen für 23/24 vorgestellt.

In aller Kürze:
- Umsatz stieg von 310 auf 390Mio Euro - trotz "Abstieg" von CL auf Conference League.
- Insbesondere Transfererlöse (über 140Mio) dafür verantwortlich.
- EK wurde mehr als verdoppelt (von 24,7Mio auf 51,6Mio).

- Schulden ggü. Banken sind gestiegen auf knapp 70Mio. - insbesondere durch Investition in das Profi-Camp
- Personalaufwand um knapp 20% gestiegen auf jetzt 141Mio.


Sehr interessanter Artikel. Wir gehen jetzt das Wagnis mit mehr Personalkosten. Dieser Weg kann schnell gefährlich werden, wenn der sportliche Erfolg ausbleibt. Im Vergleich dazu ist das EK eigentlich zu gering. Wir müssen jetzt jedes Jahr beten, dass wir Europa erreichen.

Ansonsten tolle Zahlen. Gerade für uns Älteren in der Runde. Wir kennen noch Bilanzen, die ein Bruchteil waren und fast nur auf FK gestützt waren. Da gab es keine Transfererläse von über 140 Mio. Vielleicht 140.000 😆. Die Eintracht hat echt in den letzten 15 Jahren einen riesigen Wandel hingelegt und Frankenbach war ein großer Teil in dieser Kette!

Vielen Dank und chapeau für seine Arbeit!
Finanzlage der Eintracht |#5076
01.11.2024 - 08:23 Uhr
Schöne Zahlen.

Gleichzeitig zeigen sie aber auch unser Dilemma. Wir haben Spieler verkauft für 140 Mio. Haben aber "nur" ein Umsatzplus gemacht von 80 Mio. Ohne Spielerverkäufe wäre der Umsatz also um 60 Mio zurückgegangen im Vergleich zur CL Saison. Das bedeutet -sehr grob analysiert- der Unterschied zwischen Teilnahme CL und ConfL wird so ungefähr diese Größenordnung haben.
Jetzt kann man sich leicht ausrechnen wie volatil das Ganze ist. Gehälter steigen um 20 %, das musst die idR mit höherem Umsatz kompensieren. Also eine internationale Nicht-Teilnahme für eine Saison, kann schon dein EK gefährden. Das zeigt nochmal deutlich was für ein Cheat Werksunternehmen u.a. sind, denen das einfach egal sein kann.
Wir werden so schnell nicht ungefährdet sein, man muss weiter sportlich liefern und darf finanziell nichts verrücktes machen, muss aber dennoch organisch wachsen. Keine leichte Aufgabe die Zamberk da antritt.

•     •     •

Nur die SGE

#StandwithUkraine
Finanzlage der Eintracht |#5077
01.11.2024 - 09:08 Uhr
Zuerst einmal vielen Dank an Frankenbach für die wirklich sehr, sehr engagierte und tolle Arbeit.

Wir sehen jetzt aber auch bei uns das "Dillema" (wenn man so will)..... wenn man an diesem Peak steht wie wir und sehr gerne die ganz Großen attackieren möchte; dann hat man eigentlich keine wirkliche Chance (wirtschaftlich gesehen). Nur das ganz große Risiko eingehen und auch bei den Gehältern sozusagen echt verrückte Sachen mitmachen - aber ich hoffe sehr, dass wir da weiterhin äußerst vernünftig bleiben und das sieht ja auch alles weiterhin danach aus.

Unsere Zahlen sind echt gut, gar keine Frage; da konnten wir vorher nur von träumen.

Solange wir auch saisonal einige Spieler zu wirklich sehr gutem Geld machen können, ist das alles auch gar kein Problem, daher ist der eingeschlagene Weg von uns mittlerweile auch eigentlich alternativlos (wenn man diese sportlichen Ambitionen behalten will).

Man muss für durchaus auch schon sehr viel Geld junge, vielversprechende Talente holen und dann hoffen, dass einige davon dermaßen durch die Decke gehen, dass man so wie wir mit Lindström, Pacho und besonders natürlich Kolo Muani dermaßen viel Ablöse generieren kann wie geschehen.

Im aktuellen Kader gibts davon einige Spieler, daher ist das sehr gut zu wissen.

Zeigt aber auch sehr klar auf (weil dann jedes mal von einigen kommt, warum man denn schon wieder von der Notwendigkeit von Transfererlösen spricht....), warum wir dies jede Saison quasi machen müssen.

Oder aber, man macht dann irgendwann (danach siehts ja schon lange aus und das soll ja nun auch finalisiert werden) eine Kapitalmaßnahme, um das EK noch weiter zu stärken und sich damit noch mehr abzusichern.

Es kann immer mal passieren, dass man eine Saison spielt, wo man am Ende ggf. doch mal das internationale Geschäft verpasst, und das wäre dann kein Weltuntergang, aber es wäre sportlich wie auch wirtschaftlich schmerzhaft.

Daher hatte ich nie verstanden, dass sich so viele Fans gegen diese Kapitalmaßnahme ausgesprochen hatten, weil man damit ja nur absolut vernünftige Dinge vor hatte und vor hat.

Aber man kann mit dem aktuellen "Ist-Zustand" als Eintracht-Fan, der die SGE und ihre "Pappenheimer" seit Anfang der 80iger kennt, miterlebt und mit-gelitten hat, wirklich nur genießen. 😊
Finanzlage der Eintracht |#5078
01.11.2024 - 09:09 Uhr
Zitat von Falkenmayer
Also eine internationale Nicht-Teilnahme für eine Saison, kann schon dein EK gefährden. Das zeigt nochmal deutlich was für ein Cheat Werksunternehmen u.a. sind, denen das einfach egal sein kann.


Vorallem bei Wolfsburg ist das schon krass, wenn man sich nur mal die letzten 5 Jahre (seit 20/21) ansieht.
Die haben ein Transferminus von knapp 100Mio hingelegt und konnten sich genau 1x für den internationalen Wettbewerb qualifizieren (20/21 - CL Gruppenphase).
Ohne jetzt die Zahlen für Wolfsburg genau zu kennen, aber rechne da auch nicht mit so wahnsinnig hohen sonstigen Einnahmen aus den gewöhnlichen Bereichen (Ticketing, Merch etc.) und auch im Fernsehgeld rangierte man in der Zeit irgendwo zwischen Platz 8-10.

Und während der Konzern dann Mitarbeiter feuern "muss" und Werke schließen wird, wird die Zuwendung an den VfL mal eben von 70 auf 80 Millionen erhöht.
Diese 80 Millionen Zuwendung macht etwa 1/3 des Gesamtumsatzes vom VfL aus - das muss man sich mal reinziehen. Augsburg macht einen Gesamtumsatz von 90Mio - die spielen seit bald 15 Jahren in der Ersten Liga (und haben einen Investor). Die Aufsteiger Pauli und Kiel haben zusammen nur knapp über 80Mio Umsatz gemacht im Aufstiegsjahr - Heidenheim liegt im Umsatz deutlich unter der VW-Zuwendung.

Mir war das in dem Ausmaß so gar nicht präsent muss ich sagen. Absoluter Wahnsinn (selbst wenn es Ungenauigkeiten haben wird, weil ich jetzt nicht wirklich tief in der Materie bin).
Finanzlage der Eintracht |#5079
05.11.2024 - 19:35 Uhr
Eintracht Frankfurt plant Kapitalerhöhung

Eine Kapitalerhöhung soll 66 Mill. Euro für die Eintracht Frankfurt Fußball AG einspielen. Der Sportverein als Hauptaktionär will dabei aber keinen Einfluss abgeben.
Finanzlage der Eintracht |#5080
06.11.2024 - 12:34 Uhr
Die Kapitalerhöhung verstehe ich mittlerweile so, dass man sich das Geld in guten Zeiten organisiert, um es in schlechten Zeiten zu haben.

Ich konnte mich leider noch nicht mit der Bilanz beschäftigen, allerdings war ich bisher etwas verwundert.
Man hatte ja das Eigenkapital erhöht und trotzdem auch die Schulden. Meine Vermutung ist entweder das Invest in Stadion oder mögliche Zahlungsraten für Transfers. Allerdings erwarte ich bei dem Invest in das Stadion ebenfalls eine Erhöhung der Aktiva, die über den Mietvertrag abgeschrieben wird und bei den Transfers eben auch entsprechende Forderungen.
So wird für mich die Kapitalerhöhung nicht unbedingt notwendig, sondern sehe da eher den Wunsch auch mal eine Saison problemlos überbrücken zu können und man dabei auch investieren kann oder man die Mannschaft auf den nächsten Punkt heben will und vielleicht mal keinen Spieler verkaufen müsste.

Vielleicht hat sich das schonmal jemand in der Bilanz angesehen und kann mir das bestätigen oder einen anderen Grund nennen.

Ansonsten stehe ich der Kapitalerhöhung nicht negativ gegenüber, weil es grundsätzlich nicht die große Auswirkung auf die Eintracht hat. Das Stimmrecht bleibt erhalten, lediglich eine Ausschüttung müsste man sich mit mehr Leuten teilen. Da ich im Kopf habe, dass wir bisher eher selten ausgeschüttet hatten, ist das für den Ablauf zu verschmerzen. Lediglich wenn der e.V. mal Geld durch eine Ausschüttung braucht, wird es dann teurer. Auf der anderen Seite kann man durch Wachstum weiter sich festsetzen und wenn man sich ausrechnet, was so ein Jahr CL mal reinspülen kann, sehe ich darin mehr Chancen, zudem man den Pfad der Vernunft auch nicht verlassen wird.

•     •     •

Tradition kann man nicht kaufen!
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