Finanzielle Situation / Aktie A2TR91
10.10.2019 - 15:14 Uhr
13.08.2020 - 18:46 Uhr
Zitat von Brucker_Bua
Also, wenn man die Ad hoc Meldungen mal geeignet kombiniert, hatten wir nach der Kapitalerhöhung (03.04.) ein Grundkapital von ca 3.900.000€. Die Hälfte davon bedeuteten einen Verlust von ca. 2 Millionen Euro.
Also, wenn man die Ad hoc Meldungen mal geeignet kombiniert, hatten wir nach der Kapitalerhöhung (03.04.) ein Grundkapital von ca 3.900.000€. Die Hälfte davon bedeuteten einen Verlust von ca. 2 Millionen Euro.
Es ist aber nur das Minimum an Verlust. Im schlimmsten Fall ist eine bilanzielle Überschuldung eingetreten.
Laut Jahresabschluss von 2019 habt ihr zum 30.06. 19 noch Eigenkapital in Höhe von 1,8 Mio. gehabt, bei einem Verlust in 18/19 von 5,2 Mio. Euro.
Danach wurde das Grundkapital zwei mal erhöht.
Im Juli um 332.469 Euro und im April im weitere 32.780 Euro.
Insgesamt sind dadurch knapp 3 Mio. Euro in das Eigenkapital geflossen.
Darüber hinaus gibt es noch konvertible Schuldverschreibungen, die von der KGaA in Eigenkapital gewandelt werden können, allerdings sind das gerade mal 22.000 Stück mal 8,35 Euro, sprich 183.700 Euro.
Zusammen dürftet ihr vor dem Jahresergebnis 19/20 also maximal 5 Mio. an Eigenkapital gehabt haben.
Fällt der Jahresverlust in einem ähnlichen Bereich aus, wie letztes Jahr, ist das Eigenkapital aufgebraucht.
13.08.2020 - 19:11 Uhr
Stimmt natürlich, ich hab nur den Mindestverlust, sozusagen das "best-case scenario" beschrieben. Es ist wohl davon auszugehen, dass der Verlust deutlich darüber liegt.
Wenn ich mich nicht täusche, wäre bilanzielle Überschuldung doch auch ein Grund für die Einleitung eines Insolvenzverfahrens? Ich bin jetzt da kein Fachmann, aber kann man nicht einen solchen Fall kurzfristig verhindern, wenn man (ausreichende) Transferwerte (zB für Nico Mantl) als Vermögen ausweist oder ist das unzulässig?
Wenn ich mich nicht täusche, wäre bilanzielle Überschuldung doch auch ein Grund für die Einleitung eines Insolvenzverfahrens? Ich bin jetzt da kein Fachmann, aber kann man nicht einen solchen Fall kurzfristig verhindern, wenn man (ausreichende) Transferwerte (zB für Nico Mantl) als Vermögen ausweist oder ist das unzulässig?
13.08.2020 - 19:31 Uhr
Zitat von Brucker_Bua
Stimmt natürlich, ich hab nur den Mindestverlust, sozusagen das "best-case scenario" beschrieben. Es ist wohl davon auszugehen, dass der Verlust deutlich darüber liegt.
Wenn ich mich nicht täusche, wäre bilanzielle Überschuldung doch auch ein Grund für die Einleitung eines Insolvenzverfahrens? Ich bin jetzt da kein Fachmann, aber kann man nicht einen solchen Fall kurzfristig verhindern, wenn man (ausreichende) Transferwerte (zB für Nico Mantl) als Vermögen ausweist oder ist das unzulässig?
Stimmt natürlich, ich hab nur den Mindestverlust, sozusagen das "best-case scenario" beschrieben. Es ist wohl davon auszugehen, dass der Verlust deutlich darüber liegt.
Wenn ich mich nicht täusche, wäre bilanzielle Überschuldung doch auch ein Grund für die Einleitung eines Insolvenzverfahrens? Ich bin jetzt da kein Fachmann, aber kann man nicht einen solchen Fall kurzfristig verhindern, wenn man (ausreichende) Transferwerte (zB für Nico Mantl) als Vermögen ausweist oder ist das unzulässig?
Die bilanzielle Überschuldung alleine stellt noch keine Pflicht zur Insolvenzanmeldung dar.
Neben dieser muss eine positive Fortführungsprognose von einem unabhängigen Prüfer versagt werden und eine negative Reinvermögenbilanz (Aktiva werden zu Zeitwerten angesetzt, stille Reserven (z.B. die Kaderwerte) und Lasten werden aufgedeckt und nachrangige Forderungen von Gläubigern nicht berücksichtigt) vorliegen.
Erst wenn diese Dinge gegeben sind oder eine Zahlungsunfähigkeit eintritt, wäre der Gang zum Insolvenzgericht normalerweise zwingend. Durch Corona ist diese Verpflichtung bis zum 30.09. außer Kraft gesetzt, wenn die Pandemie als Ursache zum Insolvenzeintritt erkennbar ist.
Ich hoffe natürlich, dass es vielleicht gar nicht so schlimm bei euch ist und der Verlust sich doch noch vom Eigenkapital auffangen lässt, oder wenigstens genügend Liquidität und stille Reserven vorhanden sind.
Ich wollte nur sicherheitshalber auf die Gefahr hinweisen, da ja einige von euch bestimmt selbst ein paar Anteile im Depot haben.
Genaueres wird es aber dann sicherlich für die Aktionäre auf der Hauptversammlung geben.
Die Aktie selbst schloss übrigens auf der Plattform Xetra mit 4,26 (Tagesverlust von 41,24%) und hat somit in ihrer noch jungen Börsenhistorie ihren Allzeittiefstand erreicht.
13.08.2020 - 20:33 Uhr
Shit. So ausformuliert klingt das alles nicht so, ähm... fein. Die Corona-Sonderregelung soll für überschuldete Unternehmen übrigens bis Anfang 2021 verlängert werden, hab ich heute im Radio gehört. Für zahlungsunfähige wird wohl Anfang Oktober Schluss sein.
Danke an @Dicksen_Paule übrigens für die Erläuterungen!
Danke an @Dicksen_Paule übrigens für die Erläuterungen!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von VorstadtFlo am 13.08.2020 um 20:34 Uhr bearbeitet
13.08.2020 - 20:50 Uhr
Das ist wirklich krass !
Auf der Homepage steht unter dem Link
http://www.spvggunterhaching.de/ir/presse/
Insiderinformationen gem. Artikel 17 MAR (Ad hoc-Mitteilung):
Verlustanzeige nach § 278 Abs. 3 AktG, § 92 Abs. 1 AktG
15. August 2020, 14:02 Uhr (CEST) Meldung auf dgap.de
Ob man bei diesem Kurs jetzt "zuschlagen", soll, darf, kann ?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Da-Hanse am 13.08.2020 um 20:59 Uhr bearbeitet
13.08.2020 - 20:58 Uhr
Zitat von Brucker_Bua
Stimmt natürlich, ich hab nur den Mindestverlust, sozusagen das "best-case scenario" beschrieben. Es ist wohl davon auszugehen, dass der Verlust deutlich darüber liegt.
Wenn ich mich nicht täusche, wäre bilanzielle Überschuldung doch auch ein Grund für die Einleitung eines Insolvenzverfahrens? Ich bin jetzt da kein Fachmann, aber kann man nicht einen solchen Fall kurzfristig verhindern, wenn man (ausreichende) Transferwerte (zB für Nico Mantl) als Vermögen ausweist oder ist das unzulässig?
Stimmt natürlich, ich hab nur den Mindestverlust, sozusagen das "best-case scenario" beschrieben. Es ist wohl davon auszugehen, dass der Verlust deutlich darüber liegt.
Wenn ich mich nicht täusche, wäre bilanzielle Überschuldung doch auch ein Grund für die Einleitung eines Insolvenzverfahrens? Ich bin jetzt da kein Fachmann, aber kann man nicht einen solchen Fall kurzfristig verhindern, wenn man (ausreichende) Transferwerte (zB für Nico Mantl) als Vermögen ausweist oder ist das unzulässig?
Ich bin jetzt weder Bilanzspezialist noch großer Experte, was Insolvenzrecht angeht, also bitte korrigieren, falls ich mit dem Folgenden falsch liege. Zwei Millionen Euro Miese wegen sechs Corona-Heimspielen vor leerem Haus kommen mir schon arg viel voll. Bei im Schnitt 3500 Zuschauern und einem durchschnittlichen Eintrittspreis von ca 15 € machen nach meiner Rechnung 315 000€. Wieviel genau jetzt für die Differenz zwischen Ordnern etc. und Corona-Sicherheitskonzept dazukommt, kann ich nicht einschätzen, aber wenn da was im Argen liegt, dann fing das wohl schon vor Corona an.
Im Hinblick auf das Stadion kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Insolvenz jetzt Thema ist. Sonst hätte man doch vor der Gemeinderatssitzung versucht, den Kauf zu stoppen, oder? Ansonsten könnte ja der/die InsolvenzverwalterIn versuchen, den Sportpark gleich wieder zu veräußern. Gewinnbringend wäre das vermutlich nicht. So vorausschauend ist unser Management doch hoffentlich schon.
Falls die Insolvenz tatsächlich früher oder später kommt, sollte man es dann nicht trotzdem lieber jetzt gleich durchziehen, wo die sportlichen Konsequenzen ausgesetzt sind?
Puh, ich hoffe doch, dass es nicht so schlimm aussieht. Es war so schön, die letzten beiden Jahre mal nicht wie sonst seit nem guten Jahrzehnt immer um die Lizenz zu bangen. Ich dachte eigtl. mit dem Adeyemiverkauf und den Erlösen aus dem Börsengang hätten wir erstmal zwei Jahre Spielraum. Ich hoffe dann doch auf leichte Entwarnung
13.08.2020 - 21:52 Uhr
Diese Meldung wundert mich schon sehr stark. Dachte die Spiele mit Corona belasten uns am wenigsten, da man davor schon sehr gerine Zuschauereinnahmen hatte. Außerdem hätte der Aufstieg ja nicht unbedingt diese Saison sein müssen, d.h. es sollte noch genug Liquidität für ca. 2 Jahre geben. Auch hat man das Stadion übernommen, was vorher bestimmt kalkuliert wurde. Finde es schade, dass der Verein dazu kein Statement abgibt, um die Fans/Aktionäre zu beruhigen.
14.08.2020 - 06:50 Uhr
Kurz zusammengefasst: Der Traum der reichen AG, die wie ein ICE in die zweite Liga rauscht (und evtl. noch weiter ... ) ist somit ausgeräumt. Wann immer in Haching vermeintlich Kohle da war wurde sinnlos Geld für Spieler ausgegeben, statt den tollen Jugendkurs fortzuführen. Dass man vergangene Saison einen DSE auf die Gehaltstabelle holte einfach nur fatal. Im Winter dann nochmal mit Fuchs und Müller Spieler aus der zweiten Liga geholt (vermutlich ähnlich teuer auf der Gehaltsliste). Ich bin ebenso kein Experte für die Bilanzierung von Fussballclubs, aber ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich mit folgendem vielleicht ein bisserl Wahrheit treffe und am Ende das ganze erstmal nicht so ganz schlimm klingt. Alle unsere Spieler werden ja in der Bilanz aktiviert und dann nach Vertragslaufzeit abgeschrieben. Dies war ja Hauptpunkt für die hohen Verlusten vergangenes Jahr, das meiste davon müsste dieses Jahr nochmal folgen. Dazu kommen die teuren Neuzugänge, die ebenfalls aktiviert werden und abgeschrieben werden müssen.
Das Problem ist wahrscheinlich nur, dass wir viel zu wenig Aktien platzieren konnten und somit das Eigenkapital nicht soweit stärken könnten, dass die Aufwendungen gedeckt sind. Nach diesem Sachverhalt und nach dem Stadionkauf müsste unsere Bilanzsumme gestiegen zwar sein, durch fehlende Einnahmen jedoch die GUV belastet sein. Ich glaub wir haben scho sehr mit dem Aufstieg kalkuliert. Das war einfach falsch. Ich hoffe ich hab mit meiner rot-blauäugigen Einschätzung ein bisserl recht.
Das Problem ist wahrscheinlich nur, dass wir viel zu wenig Aktien platzieren konnten und somit das Eigenkapital nicht soweit stärken könnten, dass die Aufwendungen gedeckt sind. Nach diesem Sachverhalt und nach dem Stadionkauf müsste unsere Bilanzsumme gestiegen zwar sein, durch fehlende Einnahmen jedoch die GUV belastet sein. Ich glaub wir haben scho sehr mit dem Aufstieg kalkuliert. Das war einfach falsch. Ich hoffe ich hab mit meiner rot-blauäugigen Einschätzung ein bisserl recht.
14.08.2020 - 07:28 Uhr
Ich denke auch dass zu wenig Aktien verkauft wurden. Zum einen schon beim Börsengang (IPO), ansonsten wäre der Kurs nicht von 8€ auf 14€ gestiegen, das konnte nur bedeuten dass viele Interessenten nicht wussten dass man die Aktie direkt zeichnen kann oder sie haben es technisch nicht geschafft. Die haben dann nach dem IPO alle zugreifen wollen und die Aktie über die Börse gekauft. Dass das dem Verein keine Kohle bringt ist natürlich blöd. Und bei der Kapitalerhöhung wurden wenn ich mich nicht täusche auch nur wenige neu platziert, hier hätte man mMn den Preis senken müssen, damit es einen Anreiz gab für bisherige Aktionäre weitere Aktien zu kaufen.
14.08.2020 - 08:53 Uhr
Zitat von der12fcb
Ich denke auch dass zu wenig Aktien verkauft wurden. Zum einen schon beim Börsengang (IPO), ansonsten wäre der Kurs nicht von 8€ auf 14€ gestiegen, das konnte nur bedeuten dass viele Interessenten nicht wussten dass man die Aktie direkt zeichnen kann oder sie haben es technisch nicht geschafft. Die haben dann nach dem IPO alle zugreifen wollen und die Aktie über die Börse gekauft. Dass das dem Verein keine Kohle bringt ist natürlich blöd.
Ich denke auch dass zu wenig Aktien verkauft wurden. Zum einen schon beim Börsengang (IPO), ansonsten wäre der Kurs nicht von 8€ auf 14€ gestiegen, das konnte nur bedeuten dass viele Interessenten nicht wussten dass man die Aktie direkt zeichnen kann oder sie haben es technisch nicht geschafft. Die haben dann nach dem IPO alle zugreifen wollen und die Aktie über die Börse gekauft. Dass das dem Verein keine Kohle bringt ist natürlich blöd.
Kann man das wirklich so pauschal sagen, dass der Erwerb über die Börse dem Verein kein Geld bringt? Wenn die Aktie vom Restbestand der AG gekauft wird, fließt das Kapital doch auch an Haching, oder? Ich hätte gedacht, lediglich bei Kauf von anderen Anlegern wird kein frisches Geld generiert. Bin aber wie gesagt Aktienlaie und freue mich über Erklärungen.
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