Regionalliga Nordost

FC Carl Zeiss Jena

17.08.2021 - 09:37 Uhr
FC Carl Zeiss Jena |#751
26.07.2026 - 21:07 Uhr
Bittere Pille. Es war das erwartet schwere Spiel, Zwickau war sehr unangenehm. Wir hatten viel Ballbesitz, ließen den Ball auch gut laufen, aber kamen nicht zwingend vors Tor. Wenn aber mal schnelle Vorstöße dabei waren, ist Zwickau hinten offen gewesen. Leider konnte man die Situationen zu selten erspielen. Das 1:0 war sehr schön herausgespielt und freue mich ungemein für Munser. Danach verpasst es Lankford leider, zu erhöhen. Er steht allein vorm Tor und köpft den Ball noch am Kasten vorbei, statt ihn zumindest aufs Tor zu bringen. Die Aktion fasste leider auch seinen Arbeitstag zusammen, er war emsig auf seiner Seite, mit einer gewissen Galligkeit, aber konnte sich in den entscheidenden Momenten meistens nicht durchsetzen. Viel Arbeit, wenig Ertrag. Danach fangen wir uns nach einer Ecke und natürlich durch Ex-Jenaer Sezer den Ausgleich und gehen damit in die Kabine. In der zweiten Hälfte war Zwickau dann auch besser drin und uns ging zunehmend die Puste aus. Als Wollschläger rein kam und Munser dafür runter ging, wurde unser Spiel schon statischer. Als Grote dann auf Doppelspitze umstellte und Eshele für Löder gebracht hat, war der Ofen faktisch aus. Ich persönlich hätte Lankford viel früher rausgenommen und für ihn Kratzenberg gebracht. Zwickau sah auf den Außen gegen Tempo nicht so souverän aus, aber wir versuchten es krampfhaft über die Mitte oder mit langen Bällen aus der Abwehr heraus. Hat diesmal aber so gut wie gar nicht geklappt. Genau eine solche Aktion von Reddemann geht dann krachend schief und wir fangen uns einen Konter, der eiskalt bestraft wurde. So ist Fußball, Remis wäre verdient gewesen, aber nicht einmal der Punkt war uns vergönnt.

Viel Arbeit vor Grote. Die Mannschaft erschien spielerisch gut, aber mit den kampfbetonten Abwehrspielern der Zwickauer hatte sie große Probleme. Ich fand, dass man zu wenige gezielte Tempovorstöße oder Dribblings gewagt hat. Viel entsprang dem Zufall und phasenweise, vor allem in den letzten 20 Minuten, wirkten wir ohne Ordnung und echten Plan. Löder hat vorne drin besser geklappt als erwartet, ab der Einwechslung von Wollschläger ging aber nichts mehr. Echt komisch, er wirkte im Testspiel gegen Union viel spritziger und leichtfüßiger. Unsere Innenverteidigung hat mir auch nicht gefallen. Reddemann, den man heute neben Hehne mit voller Konzentration gebraucht hätte, hat mit dieser Rolle sichtlich zu tun gehabt. War auch nur eine Frage der Zeit, bis sich seine langen Flachpässe durch die Mitte rächen werden. Um was positives zu nennen: Starkes Regionalligadebüt von Munser und tolle Laufleistung und Kampf von Talabidi und teilweise Butzen. Da ich die Außenverteidiger nenne, ist leider im Umkehrschluss klar, dass Lankford und Burmeister heute nicht überzeugen konnten. Vor allem letzterer war gefühlt ein Geist und nur ganz selten zu sehen, erst zu Ende des Spiels etwas mehr.

Mal sehen, welche Lehren Grote aus dem Spiel ziehen wird. Und mal sehen, wann sich einige "Fans" mit der Realität arrangieren können. Da muss erst einmal was zusammen wachsen, bevor man da Früchte ernten kann. Aber war klar, dass sich nun sofort welche Uluc zurück wünschen und lieber ab dem 1:0 die restliche Spielzeit Gebolze und Gemauere anschauen. Dass man die Mannschaft nicht innerhalb einer Vorbereitung komplett umkrempeln kann, sollte eigentlich klar sein. Und ja, vielleicht schafft Grote das auch nicht, aber da muss man ihm doch bitte eine vernünftige Zeit eingestehen. Gegen Babelsberg kann man es wieder besser machen, dauert gar nicht mehr so lange bis dahin.
FC Carl Zeiss Jena |#752
31.07.2026 - 10:35 Uhr
Heute sind wir 19 Uhr in Babelsberg zu Gast. In den Medien wird tatsächlich schon von Druck gesprochen, dem wir uns entgegensetzt sehen. Dass man das Auftaktspiel verlieren kann ist nun wirklich nicht ungewöhnlich und in meinen Augen wird schon jetzt zu viel dramatisiert, á la "wenn wir heute verlieren ist die Saison vorbei". Ich hoffe, dass sich weder Trainerteam noch Mannschaft davon verunsichern lassen.

Auf dem Platz erwarte ich keine großen Änderungen. Es würde mich wundern, wenn Grote jetzt alles über den Haufen wirft. Die Niederlage gegen Zwigge war bitter, aber es war jetzt kein Klassenunterschied oder ähnliches. Ich denke, gegen Babelsberg trifft man einen Gegner, der uns defensiv mehr Probleme bereiten könnte, aber dafür hinten nicht ganz so dicht steht. Die Filmstädter haben einen Auftaktsieg gegen Chemie eingefahren und möchten natürlich gern daran anknüpfen. Ich erwarte sie deutlich stärker als in den Vorsaisons und traue ihnen zu, im oberen Tabellendrittel zu landen.

Ich habe länger überlegt aber sehe mit Blick auf die erste Halbzeit gegen Zwickau eigentlich keinen großen Grund, umzustellen. Hätte Lankford das Ding eingeköpft, steht es 2:0 und wir können es evtl. souverän herunterspielen. Zudem haben mir die eingewechselten Wollschläger und Eshele nicht wirklich gefallen, das sah zu steif und ideenlos aus. Falls aber mindestens ein Neuner starten soll, würde ich wohl entweder Lankford oder Burmeister draußen lassen und ab ca. 60 Minute dann jeweilig wechseln. Beide wirkten gegen Zwickau nach 60-70 Minuten platt.

In der Defensive wird es schwieriger. Fritz ist angeschlagen, aber kann wohl spielen. Mit Blick auf die englische Woche samt Thüringenderby würde ich ihn eher schonen und zur zweiten Halbzeit bringen. Werner ist nicht unbedingt ein direkter Fritz-Ersatz aber kann mir das schon vorstellen. Hehne könnte zwar aushelfen, aber glaube, dass er wieder IV spielen wird. Boog ist vermutlich noch nicht soweit (zumindest sagte Grote, dass er einige Zeit brauchen würde) und ich kann mir nicht vorstellen, dass er auf Talabidis Vorstöße verzichten will. Hoppe sieht da keinen Stich und das Risiko ist zu hoch, dass ansonsten auf den Außen das Tempo verpufft. Zur Wahrheit gehört aber eben auch, dass man mit dem Duo Redde/Hehne gegen schnelle Vorstöße oder Konter des Gegners im wahrsten Sinne des Wortes alt aussieht. Experimentelle Ansätze wie Kratzenberg als linker Außenverteidiger gab es wohl in den Testspielen, aber so schlimm die ist Lage nun auch nicht, solche Register an Spieltag zwei zu ziehen. Da soll Kratze doch lieber Munser ab Mitte der zweiten Halbzeit ersetzen. zwinker
FC Carl Zeiss Jena |#753
31.07.2026 - 11:00 Uhr
Seit Mittwoch läuft "Babelsberch 14482" bei mir in Dauerschleife. Der Ausflug ist Jahr für Jahr mein Lieblingsauswärtsspiel. Sympathische Menschen, ein tolles Stadion und eine stets stressfreie Atmosphäre drumherum.

Bezüglich der Startformation wünsche ich mir klar Hoppe für Hehne und Talabidi im Zentrum. Vorallem wenn Fritz wieder nur eine Halbzeit kann, wäre das IV Duo der letzten Woche in Verbindung mit den deutlich offensiveren Werner und Ajvazi schon ordentlich Harakiri.
Da kann man von Glück reden, dass der Platz im KarLi gefühlt recht kurz ist und die Angreifer zumindest nicht zuuuu weit enteilen können smile.
Ich bin gespannt, wie sich Maximus Babke schlägt. Letzte Saison sah er an Spieltag 1 gegen uns ja eher nicht so gut aus. Ich wünsche ihm eine fehlerfreie Partie.
FC Carl Zeiss Jena |#754
31.07.2026 - 12:12 Uhr

Quelle: BILD

Doch Niclas Müller (24) saß zum Regionalliga-Start in der Nordost-Staffel nur daheim vorm TV-Stream – wegen der Katze seiner Freundin!

Denn die hatte den Torwart zum Wochenanfang in den Finger gebissen. Fies – aber wohl nicht weiter schlimm. Wenn Müller im letzten Training vor dem Liga-Start vergangenen Sonntag bei der BSG Chemie Leipzig (2:0) nicht mit einem Gegenspieler zusammengeprallt wäre. Der Finger entzündete sich, Einsatz ausgerechnet in seiner Heimatstadt gegen den ehemaligen Erzrivalen unmöglich!
Zitat von Communicky

Ich bin gespannt, wie sich Maximus Babke schlägt. Letzte Saison sah er an Spieltag 1 gegen uns ja eher nicht so gut aus. Ich wünsche ihm eine fehlerfreie Partie.


Hierzu gibt es noch eine Geschichte, die der Boulevardzeitung schlechthin absolut würdig ist: Müller wurde als Nummer eins von Lok geholt, aber die angebliche Verbindung aus Katzenbiss im Finger und Zusammenprall im Training verhinderte sein Debüt gegen Chemie. Da Babke seinen Job als Ersatz dann ohne Tadel erfüllte, wird er wohl zusammen mit dem 16-jährigen Wernicke das Torwart-Duo bilden. Kannste dir nicht ausdenken....
FC Carl Zeiss Jena |#755
01.08.2026 - 08:39 Uhr
Der FCC gewinnt durch ein sehenswertes Tor in der 96. Minute mit 1:0 in Babelsberg. Über weite Teile der ersten Halbzeit lege ich den Mantel des Schweigens. Wenn Babelsberg zur Halbzeit 2:0 führt, darf sich keiner beschweren. Grote versuchte es in der Viererkette diesmal tatsächlich mit Hoppe links und Talabidi im Zentrum. Daneben spielte allerdings überraschend Hehne, Reddemann blieb auf der Bank.
Wie wichtig letzterer für unseren Spielaufbau ist, konnte er in der zweiten Halbzeit zeigen. Mit Reddemann auf dem Feld war da wesentlich mehr Struktur, die Spieleröffnungen sahen wesentlich besser aus. Richtig gefährlich, konnten wir aber auch im zweiten Durchgang nicht werden.
Als sich alle im Stadion dann auf Unentschieden eingestellt hatten, spielte unser kurz zuvor eingewechselter Innenverteidigertalent Jean- Miguel Boog eine wunderschöne Flanke in den Rücken der Abwehr, wo knapp über der Grasnarbe Elias Löder mit dem Kopf eintauchte und die fast 1000 FCC Fans jubeln ließ.

Am Ende ist egal wie man gewinnt. Die drei Punkte sind eingetütet und vielleicht hilft der Sieg ja auch für den Kopf. Am Dienstag gegen Neuling Stahnsdorf kann man dann vielleicht mal etwas befreiter aufspielen, ehe bereits am Sonntag das Heimspiel gegen die anderen ansteht.
FC Carl Zeiss Jena |#756
02.08.2026 - 09:33 Uhr
Butzens Worte bei den Stimmen nach dem Spiel fassen es gut zusammen: Aus so einer Partie nimmst du in einem von zehn Fällen drei Punkte mit. Man wäre ja ehrlich gesagt schon mit einem Punkt gut bedient gewesen - Babelsberg hätte schon zur Halbzeit für klare Verhältnisse sorgen müssen. Irgendwie mogeln wir uns aber durch und treten in der zweiten Hälfte dann merklich besser auf. Richtig dreckiger Sieg, aber danach fragt ja bekanntlich keiner mehr in ein paar Wochen...

Bei der Aufstellung tappt Grote noch etwas im Dunklen. Diesmal sollte es Hoppe in der Abwehr richten, aber das funktionierte gar nicht. Bei ihm sind die defensiven Defizite aktuell einfach zu groß, als dass er da eine sinnvolle Unterstützung darstellt. Reddemann kam zur zweiten Halbzeit und dann wurde es sichtlich besser, wir hatten mehr Struktur. Miguel Boog hat allerdings mit seinem tollen Assist ein Argument geliefert, Berücksichtigung zu finden. Vielleicht rutscht ja Hehne aus der Abwehr raus und geht ins defensive Mittelfeld. Vorne sind leider genau solche Fragezeichen, diesmal startete Wollschläger von Anfang an, aber konnte leider wieder nicht überzeugen. Als Eshele rein kam wurde es aber auch nicht unbedingt besser, so richtig passt das mit unseren Stürmern noch nicht.

Schon am Dienstag erwartet uns Stahnsdorf, die ihrerseits gegen Luckenwalde 3:0 gewonnen haben und mit vier Punkten in die Saison gestartet sind. Also eindeutig keine Laufkundschaft.
FC Carl Zeiss Jena |#757
04.08.2026 - 00:57 Uhr
In knapp 18 Stunden steht das Heimspiel gegen den RSV Eintracht 1949 auf dem Programm.
Der Aufsteiger ist super in die Saison gestartet, hat am Wochenede Luckenwalde mit 3:0 nach Hause geschickt.
Ich hoffe trotzdem, dass Grote vielleicht die ein oder andere Änderung vornimmt. Nicht, weil ich den Gegner unterschätzen würde, sondern weil die selbst eine Blutjunge Truppe sind, gegen LuWa hatte die Startelf ein Durchschnittsalter von 22,4. Das Argument fehlender Erfahrung zieht also nicht. Warum nicht mal Benno Walter für den bislang mehr als glücklosen Wollschläger, warum nicht Boog mal von Anfang an für Hehne oder Werner für Ajvazi. Oder gar Teuber für Lankford oder Burmeister. So richtig fest gespielt hat sich in der Offensive wohl bislang nur Löder.
FC Carl Zeiss Jena |#758
04.08.2026 - 08:08 Uhr
Mag man einzelnen Stimmen aus dem Netz Glauben schenken, so ist die erste englische Woche der Saison bereits die Woche der Entscheidung. Würde man nicht mit sechs Punkten aus den nächsten zwei Spieltagen gehen, sei das Aufstiegsrennen für uns durch - Wahnsinn. 🙄 Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass die Jungs diesen Druck spüren und damit gerade nicht gut umgehen können. Aber vielleicht hat der Sieg gegen Babelsberg etwas ausgelöst und man spielt weniger verkopft und beschäftigt sich nicht mit der lächerlichen Erwartungshaltung von außen.

Grote für mich in einer Zwickmühle. Einerseits hat bisher keine Elf vollends überzeugt, vor allem gegen Babelsberg war die erste Hälfte gar nix. Spricht also vieles für mehr Variation und Probieren. Und wer, wenn nicht Gegner wie Stahnsdorf? Den Eindruck hätte ich zumindest vor der Saison gehabt, doch die Randberliner sind echt gut gestartet. Gerade beim ersten Sieg ihrer Regionalligageschichte gegen Luckenwalde haben sie doch sehr quirlig gespielt, was für einige unserer älteren Herren kein vermeintlich entspannter Arbeitstag werden könnte. Andererseits muss man sich fragen, ob die Mannschaft mit einer Stammelf nicht noch weiter eingespielt werden muss. Große Teile sind zusammengeblieben, ja - aber vor allem die Integration der neuen Stürmer und von Ajvazi sowie der Ausfall vom Büffel würfeln doch einiges durcheinander.

Einige Veränderungen würde ich gerne sehen. In der Abwehr könnte Boog starten, irgendwo muss Grote eine Standortbestimmung machen, wie weit der Junge ist. Nur durch Kurzzeiteinsätze wird man es jedenfalls nicht erfahren. Und durch seine spielentscheidende Aktion letzte Woche hätte er sich durchaus mal verdient. In der Abwehr hoffe ich insgesamt, dass Grote von Sturheit absieht - Hoppe als Außenverteidiger und Hehne/Talabidi in der Innenverteidigung klappt einfach nicht. Reddemann wird sicher zurückkehren nach seinem disziplinarischen Denkzettel und zur Sicherheit würde ich es mal mit Hehne im defensiven Mittelfeld probieren. Tatsächlich würde ich Ajvazi weiter das Vertrauen schenken, ich halte ihn technisch besser als Werner, allerdings muss er das langsam auch auf den Platz bringen und die Fäden ziehen. Hier würde ich ihm noch ein paar Spiele eingestehen, wenn bis dahin nichts kommt, sollte man das System umstellen und auf Werner zurückgreifen. Eventuell verzichtet man aber auch auf das DM und stellt beide auf. Osazee war gegen Babelsberg nicht im Kader, wäre aber auch noch eine Alternative. Vorne dürfte Löder gesetzt sein, der Rest ist völlig offen. Hier erwarte ich von Grote an der Stelle dann doch etwas mehr Flexibilität in Bezug auf die Wechsel. Eshele und Wollschläger haben bisher nicht wirklich funktioniert und waren meist Fremdkörper. Daher sollten nun Walter und Kirchhoff ihre Chancen bekommen, wenigstens als Einwechselspieler. Dennoch glaube ich, dass Wollschläger starten wird, weil man sich seine zumindest vermutete Klasse offen halten will.

Die Partie hat allerlei Potential. Könnte ein Grottenkick werden, aus dem wir mit Ach und Krach drei Punkte mitnehmen oder Remis spielen und weiterhin Probleme haben, das Spiel zu gestalten und überhaupt mal Chancen zu kreieren. Im Worst Case verpennen wir einen Teil des Spiels und Stahnsdorf geht hier sogar in Führung und mauert danach. Aber ganz so negativ wollen wir dann doch nicht sein, kann genau so gut sein, dass wir befreiter und mutiger aufspielen und hier einen souveränen Sieg sehen und das "System Grote" zum ersten Mal sichtbar wird. So oder so, ich mag diese Ungewissheit über den Ausgang und bin gespannt, was unsere Elf präsentieren wird.
FC Carl Zeiss Jena |#759
05.08.2026 - 09:35 Uhr
Souveräner Sieg unserer Elf über Stahnsdorf. Spieler des Spiels eindeutig Emilio Munser, auch wenn Grote ihn vermutlich aufgrund der Belastungssteuerung zur Halbzeit runter genommen hat. Der Junge macht richtig Spaß, spielt unbekümmert auf, ohne viel Nachzudenken und ist quirlig unterwegs. Grote wählte gestern einen Sturm aus Eshele und Löder, auf den Außen Munser und Burmeister, Lankford blieb erst einmal draußen. Das funktionierte in der ersten Halbzeit ziemlich gut, Eshele konnte einige Bälle festmachen und der Gegner lag ihm deutlich mehr als z.B. Zwickau. Munser und Löder suchten die Lücken und Fehler des Gegners, das könnte einigen Vereinen noch Kopfschmerzen bereiten. Wo man vorher jeden Fokus auf Löder legen musste, steht da nun ein 18-jähriger daneben, der ähnlich frech unterwegs ist.

Im Mittelfeld rückte Ajvazi rein, ich hatte in meiner Aufstellung Mo Fritz völlig unterschlagen, er spielte natürlich auch. Boog gab zudem tatsächlich sein Startelfdebüt und machte seine Sache gut, auch wenn er nicht so viel zu tun hatte. In der zweiten Halbzeit probierte Grote vor allem defensiv einiges aus. Erst rückte der für Boog eingewechselte Hehne ab der 60. Minute in die Innenverteidigung, ca. zehn Minuten später kam dann Kratzenberg, der als Außenverteidiger auftrat. Talabidi ging dafür in die Innenverteidigung und Hehne rückte als Sechser eine Reihe vor. Angebrannt ist dadurch auch nichts, allerdings hatte Stahnsdorf Mitte der zweiten Halbzeit deutlich mehr Räume, weil wir uns doch sehr zurückgezogen haben. Durch ein direktes Freistoßtor von Lankford aus vermeintlich ungefährlicher Position, wo des Gegners Mauer und Torwart gut mitgeholfen haben sowie einen trockenen Fernschuss vom eingewechselten Werner hatten wir aber einen Vorsprung, den die Randberliner nicht mehr gefährden konnten.

Insgesamt bin ich zufrieden, bei vier Toren und zu Null gibt es sicherlich nicht viele Ansätze zum Meckern. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die RSV Eintracht im Vergleich zu Zwickau und Babelsberg ein leichterer Gegner gewesen ist. Ihre Spielanlage war überraschend gut und sie wollten viel spielerisch lösen, was ihnen allerdings vor allem in der ersten Halbzeit zum Verhängnis geworden ist. In der zweiten Halbzeit hatten sie dann mehr Spielanteile und wollten zumindest den Ehrentreffer, aber es mangelte an Präzision vor dem Tor. Die Mannschaft des FCC war effizient vor dem Tor, erspielte sich aber im Vergleich zu den Partien davor weitere Chancen. Bemängeln kann ich im Grunde nur zwei Sachen: Einerseits fand ich nicht gut, dass wir ab dem 4:0 das Spiel nicht professionell herunterspielen konnten. Klar, die Wärme drückt und man hat das Derby vor Augen, aber da wir Stahnsdorf viel den Ball überlassen haben, war man am Ende mit Hinterherrennen beschäftigt. Andererseits sahen unsere Konter in der zweiten Halbzeit echt übel aus, es gab schon ein bis zwei Überzahlsituationen, wo du locker ein Tor erzielen könntest, aber irgendwie entschleunigen wir die Situation total, sodass die gegnerische Abwehr wieder nachrücken konnte. Aber bei zuvor vier erzielten Toren muss man den Konter zumindest in dieser Partie zum Glück auch nicht zu Ende zu spielen.

Nun gilt es, sich auf das Derby vorzubereiten. RWE empfängt heute Tasmania Berlin und wird dort bestimmt seine offensiven Fähigkeiten zur Schau stellen. Ich bin gespannt, welche Elf Grote fürs Wochenende präsentieren wird. Aktuell tappe ich ziemlich im Dunklen.
FC Carl Zeiss Jena |#760
10.08.2026 - 19:43 Uhr
Das Derby ist gespielt, auch wenn es sich durch die leere Südkurve irgendwie nicht wie die Mutter aller Spiele anfühlte.
Grote verändert seine Startformation erneut auf zwei Positionen. Das Munser irgendwann mal eine Pause braucht ist klar. Ich werde nur nie verstehen warum man eine solche Entscheidung vor einem Derby trifft. Da hast du Jungs, welche die DNA dieses Derbys seit ihrer Kindheit kennen, in Fällen wie Teuber oder Walter gar mit der Muttermilch aufgesaugt haben. Ich hätte heute vermutlich zusätzlich zu Boog und Munser gar noch Werner für Ajvazi aufs Feld geschickt. Denen brauchst du nichts zu erklären. Die wissen was sie zu tun haben. Das kann Gerber seiner von überall her geholten Truppe überhaupt nicht vermitteln, was diese Jungs in sich haben. Schade, dass Grote dies scheinbar komplett anders sah.
Das sich Grote heute gegen Eshele entschied konnte ich verstehen. Aber vielleicht hätte ja für ebendiesen Munser spielen können. Was Wollschläger in den ersten drei Spielen zeigte war nicht viel und wurde heute auch nicht mehr.

Zum Spiel selbst gibts nicht viel zu sagen. Der FCC geht verdient in Führung. Bis zur vierten Minute der Nachspielzeit ist diese Führung auch verdient. Ab der dreifach Chance kurz vor dem Halbzeitpfiff sind die Gäste das bessere Team. Ich hatte das Gefühl, dass mit Boog über 90 Minuten nach dem 1:1 kein Tor mehr gefallen wäre. Allerdings musste er nach 60 Minuten raus, worauf hin wir in der Defensive wieder zu Experimenten gezwungen waren. Diesmal endete dies mit Burmeister als rechten Verteidiger. Der machte das nicht schlecht, aber ist halt kein gelernter Verteidiger.

Drei Dinge bleiben für mich fest zu halten:
1. Derby ohne eine der Fangruppierungen ist langweilig
2. Falls Romario Tipps braucht, wie viele Embleme man im Laufe einer Karriere so küssen darf ohne vollends lächerlich zu wirken, bitte einmal bei Artur M. nachfragen.
3. Einen Kommentar zu Patrick Ecke verkneife ich mir. Der Mann dürfte in keinem Verein oberhalb der Kreisliga eine Verantwortliche Position inne haben!
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