Ehemalige Arminen
06.04.2014 - 23:38 Uhr
13.12.2022 - 14:33 Uhr
Arminia Bielefelds Ex-Spieler Amos Pieper träumt von der Euro 2024
Der Verteidiger von Werder Bremen hat die Europameisterschaft in Deutschland als großes Ziel genannt. Der 24-Jährige lobt den Zusammenhalt beim DSC als "familiär".
von Kerstin Kalkreuter
Der Verteidiger von Werder Bremen hat die Europameisterschaft in Deutschland als großes Ziel genannt. Der 24-Jährige lobt den Zusammenhalt beim DSC als "familiär".
von Kerstin Kalkreuter
Zitat von NW
(...)
"Für mich persönlich wäre das ein Riesenziel. Das spornt natürlich auch an, gerade weil es eine Heim-EM ist", sagte der Innenverteidiger am Montag in einer Medienrunde.
Er wolle sich aber nicht irgendwo "reinquatschen", sondern weiter Leistung bringen. Bislang kommt er neben 71 Bundesliga-Spielen auf zehn Einsätze mit der U21-Nationalmannschaft.
Seine Zeit bei den Hanseaten nach dem Wechsel von Arminia Bielefeld im Sommer beschreibt er als positiv. Neben der sportlichen Leistung, die ihm 14 Liga-Einsätze in der Dreierkette einbrachte, gefällt ihm auch die Mannschaft. "Man kann sich hier sehr schnell wohlfühlen", sagte er. "Wir unternehmen relativ viel miteinander, auch außerhalb vom Platz, das habe ich so in der Häufigkeit noch nicht erlebt." Aber auch bei seiner Station in Bielefeld sei der Zusammenhalt im Team "familiär" gewesen.
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"Für mich persönlich wäre das ein Riesenziel. Das spornt natürlich auch an, gerade weil es eine Heim-EM ist", sagte der Innenverteidiger am Montag in einer Medienrunde.
Er wolle sich aber nicht irgendwo "reinquatschen", sondern weiter Leistung bringen. Bislang kommt er neben 71 Bundesliga-Spielen auf zehn Einsätze mit der U21-Nationalmannschaft.
Seine Zeit bei den Hanseaten nach dem Wechsel von Arminia Bielefeld im Sommer beschreibt er als positiv. Neben der sportlichen Leistung, die ihm 14 Liga-Einsätze in der Dreierkette einbrachte, gefällt ihm auch die Mannschaft. "Man kann sich hier sehr schnell wohlfühlen", sagte er. "Wir unternehmen relativ viel miteinander, auch außerhalb vom Platz, das habe ich so in der Häufigkeit noch nicht erlebt." Aber auch bei seiner Station in Bielefeld sei der Zusammenhalt im Team "familiär" gewesen.
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24.12.2022 - 15:24 Uhr
David Ulm über sein Leben in Bielefeld und seinen Sohn Ethan - ein DSC-Nachwuchstalent
Schwarz-weiß-blaues Porträt: Der Vater treffsicher in der Traditions-Elf und aktiv in der eigenen Fußballschule, der Sohn bei Arminias U14 auf Torejagd.
von Peter Burkamp
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Patrick Wimmer: Arminia Bielefeld soll "so schnell wie möglich aufsteigen"
In der vergangenen Saison wurde er zum Shootingstar des DSC und füllte anschließend noch die Bielefelder Kassen. Nun spricht Patrick Wimmer im Interview.
von Jan Ahlers
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Arminia Bielefeld: "Latscher" Pohl verrät Geheimnis einer besonderen Freundschaft
Die beiden Spieler des DSC waren grundverschieden, doch bis heute verbindet die zwei eine besondere Freundschaft. Pohl blieb der Arminia bis zum Karriereende treu.
von Jörg Fritz
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Wie Markus Schuler beinahe Co-Trainer bei Arminia Bielefeld geworden wäre
Acht Jahre lang trug der Badener das DSC-Trikot, bis der Körper streikte. Danach wäre der Linksverteidiger fast Assistent von Stefan Krämer geworden.
von Jörg Fritz
Schwarz-weiß-blaues Porträt: Der Vater treffsicher in der Traditions-Elf und aktiv in der eigenen Fußballschule, der Sohn bei Arminias U14 auf Torejagd.
von Peter Burkamp
Zitat von NW
(...)
„Ich habe damals schon etwas länger überlegt, was ich machen könnte. Letztlich wollte ich mich nicht irgendwo von Einjahresvertrag zu Einjahresvertrag hangeln und die Familie in Bielefeld lassen“, erzählt Ulm. Dort hatte er gemeinsam mit seiner Frau Natascha und den Kindern seit dem Umzug im Januar 2015 Wurzeln geschlagen. Und er war bereits im Besitz einer Trainer-Lizenz Jugend-Elite.
Eine Zeit lang arbeitete Ulm als Co-Trainer von Oliver Kirch bei den A-Junioren des DSC. Der Klub bot ihm eine Festanstellung, doch Ulm hatte parallel schon den Sprung in die Selbstständigkeit mit einer eigenen Fußballschule gewagt. „Ich hätte sie aufgeben müssen. Das wollte ich nicht. Sie hat sich innerhalb kurzer Zeit gut entwickelt“, sagt er.
(...)
Ulm bietet Einzelbetreuung, Training mit zwei Spielern oder in kleinen Gruppen bis zu sechs Fußballern. Mit seiner Hilfe hätten es einige Spieler aus kleineren Vereinen in die Nachwuchsleistungszentren (NLZ) der Region geschafft. Viele Spieler kämen auch aus NLZ, sagt Ulm. Schwerpunkte seien gerade bei den Jüngeren Techniktraining und Eins-gegen-eins-Situationen. „Auf was muss man achten, wie dribbelt man an, wann spielt man ab – das sind Abläufe, die trainiert werden, um sie zu automatisieren. Das sorgt dann für Sicherheit und Selbstvertrauen“, meint Ulm. Er sieht seine Arbeit als Ergänzung zum Mannschaftstraining. „Für mich ist es einfach reizvoll, meine Erfahrungen und Kenntnisse als Profi an junge Spieler weiterzugeben.“
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„Ich habe damals schon etwas länger überlegt, was ich machen könnte. Letztlich wollte ich mich nicht irgendwo von Einjahresvertrag zu Einjahresvertrag hangeln und die Familie in Bielefeld lassen“, erzählt Ulm. Dort hatte er gemeinsam mit seiner Frau Natascha und den Kindern seit dem Umzug im Januar 2015 Wurzeln geschlagen. Und er war bereits im Besitz einer Trainer-Lizenz Jugend-Elite.
Eine Zeit lang arbeitete Ulm als Co-Trainer von Oliver Kirch bei den A-Junioren des DSC. Der Klub bot ihm eine Festanstellung, doch Ulm hatte parallel schon den Sprung in die Selbstständigkeit mit einer eigenen Fußballschule gewagt. „Ich hätte sie aufgeben müssen. Das wollte ich nicht. Sie hat sich innerhalb kurzer Zeit gut entwickelt“, sagt er.
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Ulm bietet Einzelbetreuung, Training mit zwei Spielern oder in kleinen Gruppen bis zu sechs Fußballern. Mit seiner Hilfe hätten es einige Spieler aus kleineren Vereinen in die Nachwuchsleistungszentren (NLZ) der Region geschafft. Viele Spieler kämen auch aus NLZ, sagt Ulm. Schwerpunkte seien gerade bei den Jüngeren Techniktraining und Eins-gegen-eins-Situationen. „Auf was muss man achten, wie dribbelt man an, wann spielt man ab – das sind Abläufe, die trainiert werden, um sie zu automatisieren. Das sorgt dann für Sicherheit und Selbstvertrauen“, meint Ulm. Er sieht seine Arbeit als Ergänzung zum Mannschaftstraining. „Für mich ist es einfach reizvoll, meine Erfahrungen und Kenntnisse als Profi an junge Spieler weiterzugeben.“
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Patrick Wimmer: Arminia Bielefeld soll "so schnell wie möglich aufsteigen"
In der vergangenen Saison wurde er zum Shootingstar des DSC und füllte anschließend noch die Bielefelder Kassen. Nun spricht Patrick Wimmer im Interview.
von Jan Ahlers
Zitat von NW
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Stehen Sie noch im Austausch mit ehemaligen Mitspielern?
Es sind schon nicht mehr so viele da, mit denen ich zusammengespielt habe. Gerade mit meiner Gruppe von damals, also Janni (Serra, Anm. d. Red.), Amos (Pieper), Flo (Krüger) und Sebi (Vasiliadis) schreibe ich noch sehr regelmäßig über Whatsapp und Instagram. Gegen Amos (wechselte zu Werder Bremen, Anm. d. Red.) habe ich hier in Wolfsburg ja selbst schon gespielt. Ein cooles Wiedersehen. Auch mit Prieti (Manuel Prietl), Co-Trainer Sebastian Hille und den Athletikcoaches Niklas Klasen und Björn Kadlubowski bin ich noch im Kontakt. Vielleicht schaffe ich es kurzfristig in der Rückrunde mal zu einem Heimspiel. Ich hoffe, da hätte noch jemand eine Karte für mich übrig. (lacht)
(...)
Haben Sie in Wolfsburg das richtige Umfeld für den nächsten Karriereschritt gefunden?
Das Umfeld hier in Wolfsburg ist überragend, da kann ich kaum mehr verlangen. Ich bin in meinem Leben ganz anderes gewöhnt gewesen. Hier bekommt etwa jeder Spieler einen auf ihn zugeschnittenen, individuellen Plan für die Zeit außerhalb des Mannschaftstrainings. Im Training selbst ist die Qualität eine andere, und auch die Infrastruktur ist noch mal ein deutliches Upgrade etwa zu Bielefeld. Insgesamt ist es sehr, sehr professionell hier. Ich glaube schon, dass ich hier dabei bin, meinen nächsten Schritt zu gehen.
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Stehen Sie noch im Austausch mit ehemaligen Mitspielern?
Es sind schon nicht mehr so viele da, mit denen ich zusammengespielt habe. Gerade mit meiner Gruppe von damals, also Janni (Serra, Anm. d. Red.), Amos (Pieper), Flo (Krüger) und Sebi (Vasiliadis) schreibe ich noch sehr regelmäßig über Whatsapp und Instagram. Gegen Amos (wechselte zu Werder Bremen, Anm. d. Red.) habe ich hier in Wolfsburg ja selbst schon gespielt. Ein cooles Wiedersehen. Auch mit Prieti (Manuel Prietl), Co-Trainer Sebastian Hille und den Athletikcoaches Niklas Klasen und Björn Kadlubowski bin ich noch im Kontakt. Vielleicht schaffe ich es kurzfristig in der Rückrunde mal zu einem Heimspiel. Ich hoffe, da hätte noch jemand eine Karte für mich übrig. (lacht)
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Haben Sie in Wolfsburg das richtige Umfeld für den nächsten Karriereschritt gefunden?
Das Umfeld hier in Wolfsburg ist überragend, da kann ich kaum mehr verlangen. Ich bin in meinem Leben ganz anderes gewöhnt gewesen. Hier bekommt etwa jeder Spieler einen auf ihn zugeschnittenen, individuellen Plan für die Zeit außerhalb des Mannschaftstrainings. Im Training selbst ist die Qualität eine andere, und auch die Infrastruktur ist noch mal ein deutliches Upgrade etwa zu Bielefeld. Insgesamt ist es sehr, sehr professionell hier. Ich glaube schon, dass ich hier dabei bin, meinen nächsten Schritt zu gehen.
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Arminia Bielefeld: "Latscher" Pohl verrät Geheimnis einer besonderen Freundschaft
Die beiden Spieler des DSC waren grundverschieden, doch bis heute verbindet die zwei eine besondere Freundschaft. Pohl blieb der Arminia bis zum Karriereende treu.
von Jörg Fritz
Zitat von NW
(...)
Arminias "Mädchen für alles", Hansi Büttner, hatte den jungen Wolfgang Pohl 1970 bei Preußen Espelkamp entdeckt. Die Entscheidung über seine sportliche Zukunft war gefallen, "denn auch beim Handball, Tischtennis und in der Leichtathletik galt ich als talentiert." 1974 hatte Pohl zum zweiten Mal Glück im richtigen Moment. Der damalige Coach Ehrhard Ahmann hatte zur Aufstockung seines Kaders die Wahl zwischen dem 30 Jahre alten Dieter Reh und dem Jungspund aus Espelkamp, dessen Elternhaus übrigens auf dem heutigen Stadiongelände des Regionalligisten SV Rödinghausen stand. Ahmann entschied sich für das Talent.
(...)
Der Defensivspieler, der im Mittelfeld und in der Verteidigung spielte, bestritt 318 Spiele für Arminia und erzielte 19 Tore. Bis zum Bundesligaabstieg 1985 blieb er dem DSC immer treu und beendete seine Laufbahn, nachdem sich die Verhandlungen mit dem FC Aarau und dem damaligen Trainer Ottmar Hitzfeld zerschlagen hatten.
(...)
Auf der anderen Seite der ehrgeizige und clevere Pohl, der bereits als Profi mit sportfremden Nebentätigkeiten (Gründung des ersten Fanshops in Deutschland, Vermittlung von Autogrammstunden für Mitspieler und Anzeigenverkauf für die Stadionzeitschrift) Marketing-Qualitäten aufwies.
(...)
Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek, mittlerweile zum 1. FC Köln gewechselt, habe mit dem Bündnis Ostwestfalen Maßstäbe gesetzt. "Es ist besser, wenn der Tisch auf 20 statt auf vier Beinen steht."
Sportlich fällt sein Urteil weniger schmeichelhaft aus. Er vermisst das klare Gerüst innerhalb des Teams. "Du brauchst drei Häuptlinge in den jeweiligen Mannschaftsteilen plus Indianer auf hohem Niveau. Die gibt es derzeit nicht", lautet seine Feststellung.
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Arminias "Mädchen für alles", Hansi Büttner, hatte den jungen Wolfgang Pohl 1970 bei Preußen Espelkamp entdeckt. Die Entscheidung über seine sportliche Zukunft war gefallen, "denn auch beim Handball, Tischtennis und in der Leichtathletik galt ich als talentiert." 1974 hatte Pohl zum zweiten Mal Glück im richtigen Moment. Der damalige Coach Ehrhard Ahmann hatte zur Aufstockung seines Kaders die Wahl zwischen dem 30 Jahre alten Dieter Reh und dem Jungspund aus Espelkamp, dessen Elternhaus übrigens auf dem heutigen Stadiongelände des Regionalligisten SV Rödinghausen stand. Ahmann entschied sich für das Talent.
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Der Defensivspieler, der im Mittelfeld und in der Verteidigung spielte, bestritt 318 Spiele für Arminia und erzielte 19 Tore. Bis zum Bundesligaabstieg 1985 blieb er dem DSC immer treu und beendete seine Laufbahn, nachdem sich die Verhandlungen mit dem FC Aarau und dem damaligen Trainer Ottmar Hitzfeld zerschlagen hatten.
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Auf der anderen Seite der ehrgeizige und clevere Pohl, der bereits als Profi mit sportfremden Nebentätigkeiten (Gründung des ersten Fanshops in Deutschland, Vermittlung von Autogrammstunden für Mitspieler und Anzeigenverkauf für die Stadionzeitschrift) Marketing-Qualitäten aufwies.
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Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek, mittlerweile zum 1. FC Köln gewechselt, habe mit dem Bündnis Ostwestfalen Maßstäbe gesetzt. "Es ist besser, wenn der Tisch auf 20 statt auf vier Beinen steht."
Sportlich fällt sein Urteil weniger schmeichelhaft aus. Er vermisst das klare Gerüst innerhalb des Teams. "Du brauchst drei Häuptlinge in den jeweiligen Mannschaftsteilen plus Indianer auf hohem Niveau. Die gibt es derzeit nicht", lautet seine Feststellung.
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Wie Markus Schuler beinahe Co-Trainer bei Arminia Bielefeld geworden wäre
Acht Jahre lang trug der Badener das DSC-Trikot, bis der Körper streikte. Danach wäre der Linksverteidiger fast Assistent von Stefan Krämer geworden.
von Jörg Fritz
Zitat von NW
(...)
Angesprochen auf seine Profikarriere spricht der 45-Jährige von „einer coolen Zeit. Ich konnte die erlebten Dinge allerdings nicht immer direkt genießen. Der Druck, Leistung bringen zu müssen, um in der Startelf zu stehen, war stets vorhanden.“ 2005 beispielsweise verpflichtete Arminia Nationalspieler Tobias Rau von Bayern München für die von Schuler bis dahin besetzte linke Außenverteidiger-Position. „Das war eine Hausnummer für mich“, sagt Schuler. Diese Konkurrenz habe ihn aber ungemein angestachelt.
(...)
Zu drei Trainern hatte Schuler ein besonderes Verhältnis. Sie haben ihn gefordert, gefördert und weitergebracht. Neben Jürgen Klopp waren Uwe Rapolder mit „seinem Systemfußball“ und Thomas von Heesen „mit seinem fachlichen Input und der kommunikativen Umsetzung“ in einem besonderen Maße prägend.
In der Spielzeit 2010/11 war der Wurm drin. „Eine unterirdische Saison“, sagt Schuler noch heute. Phasenweise standen bis zu 40 Profis auf dem Trainingsplatz. Unruhe stellte sich zwangsläufig ein. „Weniger wäre mehr gewesen“, lautet Schulers Ansicht zur damaligen Personalpolitik.
(...)
Die Anfrage des Vereins, als Co-Trainer von Stefan Krämer zu arbeiten, sei zu spät gekommen, erklärt Schuler. Seine Familie und er hatten sich für eine Rückkehr ins „Ländle“ entschieden. Dort nahm er seinen erlernten Beruf als Bankkaufmann wieder auf. Markus Schuler arbeitet heute als Vermögensberater für die Sparkasse Offenburg/Ortenau.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sich Markus Schuler auch einmal in Arminias Torschützenliste eingetragen hat. Ausgerechnet an einem Freitag, den 13., im August 2010 erzielte er in Regensburg im Erstrundenspiel des DFB-Pokals den Siegtreffer zum 6:5 im Elfmeterschießen.
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Angesprochen auf seine Profikarriere spricht der 45-Jährige von „einer coolen Zeit. Ich konnte die erlebten Dinge allerdings nicht immer direkt genießen. Der Druck, Leistung bringen zu müssen, um in der Startelf zu stehen, war stets vorhanden.“ 2005 beispielsweise verpflichtete Arminia Nationalspieler Tobias Rau von Bayern München für die von Schuler bis dahin besetzte linke Außenverteidiger-Position. „Das war eine Hausnummer für mich“, sagt Schuler. Diese Konkurrenz habe ihn aber ungemein angestachelt.
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Zu drei Trainern hatte Schuler ein besonderes Verhältnis. Sie haben ihn gefordert, gefördert und weitergebracht. Neben Jürgen Klopp waren Uwe Rapolder mit „seinem Systemfußball“ und Thomas von Heesen „mit seinem fachlichen Input und der kommunikativen Umsetzung“ in einem besonderen Maße prägend.
In der Spielzeit 2010/11 war der Wurm drin. „Eine unterirdische Saison“, sagt Schuler noch heute. Phasenweise standen bis zu 40 Profis auf dem Trainingsplatz. Unruhe stellte sich zwangsläufig ein. „Weniger wäre mehr gewesen“, lautet Schulers Ansicht zur damaligen Personalpolitik.
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Die Anfrage des Vereins, als Co-Trainer von Stefan Krämer zu arbeiten, sei zu spät gekommen, erklärt Schuler. Seine Familie und er hatten sich für eine Rückkehr ins „Ländle“ entschieden. Dort nahm er seinen erlernten Beruf als Bankkaufmann wieder auf. Markus Schuler arbeitet heute als Vermögensberater für die Sparkasse Offenburg/Ortenau.
Nicht unerwähnt bleiben sollte, dass sich Markus Schuler auch einmal in Arminias Torschützenliste eingetragen hat. Ausgerechnet an einem Freitag, den 13., im August 2010 erzielte er in Regensburg im Erstrundenspiel des DFB-Pokals den Siegtreffer zum 6:5 im Elfmeterschießen.
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01.01.2023 - 15:57 Uhr
Ex-Profi Daei fassungslos nach Ausreisestopp seiner Familie
Zitat von WB
(...)
«Wollten die (Sicherheitskräfte) etwa Terroristen verhaften», wurde der 53-Jährige von Medien zitiert. Er habe versucht, bei mehreren Behörden einen Grund für den sonderbaren Vorfall zu erfahren, bislang jedoch vergebens, sagte er laut der Tageszeitung «Etemad».
(...)
Daeis Frau und Tochter hatten am Montag dramatische Stunden erlebt. Sie waren nach der Passkontrolle am Flughafen in Teheran in ein Flugzeug gestiegen, um nach Dubai zu reisen. Doch kurz vor dem Ziel drehte die Maschine der staatlichen Fluglinie Mahan plötzlich um. Auf der Flugverfolgungs-Website Flightradar24 war zu sehen, dass eine Maschine der iranischen Fluggesellschaft auf der Insel Kisch im Persischen Golf einen Stopp einlegte, bevor sie ein paar Stunden später nach Dubai weiterflog.
(...)
Daei weist die Angaben der Justizbehörde vehement zurück. Seine Frau habe legal ausreisen wollen. Falls ein Ausreiseverbot vorgelegen hätte, hätte die Polizei ihr das bei der Passkontrolle in Teheran mitteilen sollen. «Was soll das Ganze, das war doch nur ein Kurztrip und beide wollten nächste Woche wieder zurück», sagte frühere Fußball-Profi.
(...)
Im gleichen Zusammenhang liegt gegen den ehemaligen Profi Ali Karimi, der bei den Bayern und dem FC Schalke 04 gespielt hatte, ein Haftbefehl vor. Der Ex-Spieler des Hamburger SV, Mehdi Mahdavkia, kündigte aus Protest seinen Posten als U-21 Nationaltrainer.
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«Wollten die (Sicherheitskräfte) etwa Terroristen verhaften», wurde der 53-Jährige von Medien zitiert. Er habe versucht, bei mehreren Behörden einen Grund für den sonderbaren Vorfall zu erfahren, bislang jedoch vergebens, sagte er laut der Tageszeitung «Etemad».
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Daeis Frau und Tochter hatten am Montag dramatische Stunden erlebt. Sie waren nach der Passkontrolle am Flughafen in Teheran in ein Flugzeug gestiegen, um nach Dubai zu reisen. Doch kurz vor dem Ziel drehte die Maschine der staatlichen Fluglinie Mahan plötzlich um. Auf der Flugverfolgungs-Website Flightradar24 war zu sehen, dass eine Maschine der iranischen Fluggesellschaft auf der Insel Kisch im Persischen Golf einen Stopp einlegte, bevor sie ein paar Stunden später nach Dubai weiterflog.
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Daei weist die Angaben der Justizbehörde vehement zurück. Seine Frau habe legal ausreisen wollen. Falls ein Ausreiseverbot vorgelegen hätte, hätte die Polizei ihr das bei der Passkontrolle in Teheran mitteilen sollen. «Was soll das Ganze, das war doch nur ein Kurztrip und beide wollten nächste Woche wieder zurück», sagte frühere Fußball-Profi.
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Im gleichen Zusammenhang liegt gegen den ehemaligen Profi Ali Karimi, der bei den Bayern und dem FC Schalke 04 gespielt hatte, ein Haftbefehl vor. Der Ex-Spieler des Hamburger SV, Mehdi Mahdavkia, kündigte aus Protest seinen Posten als U-21 Nationaltrainer.
01.01.2023 - 23:40 Uhr
Von der Supermarktkasse in das Präsidentenamt bei Arminia Bielefeld
Der langjährige DSC-Präsident Hans-Hermann Schwick feiert an Silvester seinen 75. Geburtstag und blickt auf seine Zeit bei Arminia zurück.
von Kerstin Kalkreuter
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Geburtstagsfeier am Silvestertag
Arminia Bielefeld: Rekord-Präsident Hans-Hermann Schwick wird 75
Von Gunnar Feicht
--------------------------
Arminia Bielefeld: So denkt Mathias Hain über seine Nachfolger im DSC-Tor
Was der ehemalige Torhüter und Kapitän von Arminia Bielefeld zurzeit macht, welche Aufgaben ihn reizen und was sein größter Erfolg ist.
von Harry Gutmann
Der langjährige DSC-Präsident Hans-Hermann Schwick feiert an Silvester seinen 75. Geburtstag und blickt auf seine Zeit bei Arminia zurück.
von Kerstin Kalkreuter
Zitat von NW
(...)
Als Schwick das Ruder beim in der Drittligaversenkung verschwundenen Amateur-Oberligisten übernahm, war die Alm marode, die Mittel nach dem abgewendeten Konkurs knapp. „Als ich zur Arminia kam, hatten wir einen einzigen Angestellten in der Geschäftsstelle und keinen Überziehungskredit“, sagt der Rechtsanwalt, der bis zu seinem 60. Geburtstag parallel zum DSC-Ehrenamt in einer Kanzlei arbeitete und erst im vergangenen Jahr seine Zulassung nach mehr als 40 Jahren Tätigkeit zurückgab.
(...)
Kritiker werfen Schwick vor, zu lange zu Manager Rüdiger Lamm und Geschäftsführer Roland Kentsch gehalten zu haben. Lamm hinterließ Ende der 1990er Jahre durch seine Finanzpolitik einen großen Schuldenberg, der Verein stand wiedermal kurz vor der Insolvenz. Nachfolger Heribert Bruchhagen und Schwick mussten deshalb für Kredite teilweise ihre Häuser als Sicherheiten einsetzen.
(...)
Schwick findet, dass viele Dinge in Bezug auf die Osttribüne nicht richtig dargestellt wurden. So sei etwa die Finanzierbarkeit im Vorfeld von einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen bestätigt worden – auch für den Innenausbau. „Im Nachhinein hat mich nur die Strafanzeige sehr geärgert.“ Das Verfahren wegen des Vorwurfs der Untreue wurde ergebnislos eingestellt.
(...)
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Als Schwick das Ruder beim in der Drittligaversenkung verschwundenen Amateur-Oberligisten übernahm, war die Alm marode, die Mittel nach dem abgewendeten Konkurs knapp. „Als ich zur Arminia kam, hatten wir einen einzigen Angestellten in der Geschäftsstelle und keinen Überziehungskredit“, sagt der Rechtsanwalt, der bis zu seinem 60. Geburtstag parallel zum DSC-Ehrenamt in einer Kanzlei arbeitete und erst im vergangenen Jahr seine Zulassung nach mehr als 40 Jahren Tätigkeit zurückgab.
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Kritiker werfen Schwick vor, zu lange zu Manager Rüdiger Lamm und Geschäftsführer Roland Kentsch gehalten zu haben. Lamm hinterließ Ende der 1990er Jahre durch seine Finanzpolitik einen großen Schuldenberg, der Verein stand wiedermal kurz vor der Insolvenz. Nachfolger Heribert Bruchhagen und Schwick mussten deshalb für Kredite teilweise ihre Häuser als Sicherheiten einsetzen.
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Schwick findet, dass viele Dinge in Bezug auf die Osttribüne nicht richtig dargestellt wurden. So sei etwa die Finanzierbarkeit im Vorfeld von einem Wirtschaftsprüfungsunternehmen bestätigt worden – auch für den Innenausbau. „Im Nachhinein hat mich nur die Strafanzeige sehr geärgert.“ Das Verfahren wegen des Vorwurfs der Untreue wurde ergebnislos eingestellt.
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Geburtstagsfeier am Silvestertag
Arminia Bielefeld: Rekord-Präsident Hans-Hermann Schwick wird 75
Von Gunnar Feicht
Zitat von WB
(...)
Und als ihn 1990 Wolfgang Walkenhorst, sein ehemaliger Lehrer und seit 1986 DSC-Präsident, um Mithilfe bat, sprang der damals 43-Jährige in die Bresche. „Wir hatten uns im Lebensmittelladen an der Kasse getroffen, und ich hatte ihm gesagt: Wenn das konkret wird, können Sie mich ja mal anrufen. Am nächsten Tag hatte ich ihn an Strippe“, erinnert sich Schwick.
(...)
Die wuchs, als ab 1994 Manager Rüdiger Lamm bei der Sponsoren-Akquise neue Wege ging und mit Einführung der Regionalliga als Zweitliga-Unterbau den Kader spektakulär verstärkte. Die kostspielige Verpflichtung der Erstliga-Stars Thomas von Heesen, Fritz Walter, Armin Eck und Jörg Bode war für den Drittligisten aber zugleich ein Tanz auf der Rasierklinge.
(...)
Deshalb nennt Hans-Hermann Schwick den Zweitliga-Aufstieg im Frühjahr 1995 bis heute als das emotionale Highlight seiner 20 Jahre an der Spitze Arminias: „Wie die Mannschaft damals von 20.000 vor dem Rathaus gefeiert worden ist – aber auch die Erleichterung bei uns im Vorstand, die Rückkehr in den Profifußball geschafft zu haben: Das wird mir immer unvergesslich bleiben.“
(...)
Nach Middendorps Abgang folgte die Trennung von Lamm, die Schwick mit Abstand so kommentiert: „Er hatte gute Ideen, und wir haben lange gut zusammengearbeitet. Aber nach Auseinandersetzungen mit Gerhard Weber war er nicht mehr haltbar.“
(...)
„Arminia wäre führungslos gewesen, Versammlungsleiter Michael Vesper hat mich mit Nachdruck gebeten, Schaden abzuwenden. Da musste ich wieder ran – das ist eben mein Herzblut für Arminia“, begründet
(...)
Heute bleibt für Hans-Hermann Schwick die Erkenntnis, „dass für einen Verein der Größenordnung Arminias jedes Jahr in der Bundesliga ein Geschenk ist“. Er ist stolz auf die positiven Aspekte seiner langen Amtszeit, die ihn beim Abschied 2010 zum dienstältesten Präsidenten im deutschen Profifußball machte: „Wir haben das Stadion in Abstimmung mit den Anwohnern an seinem angestammten Platz im Wohngebiet erhalten, Arminia ist weiterhin ein wichtiger Imageträger der Stadt. Und die fünf Jahre bis 2009 mit zweimal DFB-Pokal-Halbfinale waren die längste Phase auf Erstliga-Niveau in der Vereinsgeschichte.“
(...)
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Und als ihn 1990 Wolfgang Walkenhorst, sein ehemaliger Lehrer und seit 1986 DSC-Präsident, um Mithilfe bat, sprang der damals 43-Jährige in die Bresche. „Wir hatten uns im Lebensmittelladen an der Kasse getroffen, und ich hatte ihm gesagt: Wenn das konkret wird, können Sie mich ja mal anrufen. Am nächsten Tag hatte ich ihn an Strippe“, erinnert sich Schwick.
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Die wuchs, als ab 1994 Manager Rüdiger Lamm bei der Sponsoren-Akquise neue Wege ging und mit Einführung der Regionalliga als Zweitliga-Unterbau den Kader spektakulär verstärkte. Die kostspielige Verpflichtung der Erstliga-Stars Thomas von Heesen, Fritz Walter, Armin Eck und Jörg Bode war für den Drittligisten aber zugleich ein Tanz auf der Rasierklinge.
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Deshalb nennt Hans-Hermann Schwick den Zweitliga-Aufstieg im Frühjahr 1995 bis heute als das emotionale Highlight seiner 20 Jahre an der Spitze Arminias: „Wie die Mannschaft damals von 20.000 vor dem Rathaus gefeiert worden ist – aber auch die Erleichterung bei uns im Vorstand, die Rückkehr in den Profifußball geschafft zu haben: Das wird mir immer unvergesslich bleiben.“
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Nach Middendorps Abgang folgte die Trennung von Lamm, die Schwick mit Abstand so kommentiert: „Er hatte gute Ideen, und wir haben lange gut zusammengearbeitet. Aber nach Auseinandersetzungen mit Gerhard Weber war er nicht mehr haltbar.“
(...)
„Arminia wäre führungslos gewesen, Versammlungsleiter Michael Vesper hat mich mit Nachdruck gebeten, Schaden abzuwenden. Da musste ich wieder ran – das ist eben mein Herzblut für Arminia“, begründet
(...)
Heute bleibt für Hans-Hermann Schwick die Erkenntnis, „dass für einen Verein der Größenordnung Arminias jedes Jahr in der Bundesliga ein Geschenk ist“. Er ist stolz auf die positiven Aspekte seiner langen Amtszeit, die ihn beim Abschied 2010 zum dienstältesten Präsidenten im deutschen Profifußball machte: „Wir haben das Stadion in Abstimmung mit den Anwohnern an seinem angestammten Platz im Wohngebiet erhalten, Arminia ist weiterhin ein wichtiger Imageträger der Stadt. Und die fünf Jahre bis 2009 mit zweimal DFB-Pokal-Halbfinale waren die längste Phase auf Erstliga-Niveau in der Vereinsgeschichte.“
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Arminia Bielefeld: So denkt Mathias Hain über seine Nachfolger im DSC-Tor
Was der ehemalige Torhüter und Kapitän von Arminia Bielefeld zurzeit macht, welche Aufgaben ihn reizen und was sein größter Erfolg ist.
von Harry Gutmann
Zitat von NW
(...)
Profi zu sein: Davon träumte der kleine Mathias, als er in Schladen im niedersächsischen Vorharz mit dem Fußball begann. Wie man diesen Traum verwirklicht, machte ihm sein Bruder vor. Über den 17 Jahre älteren Uwe, der in den 1980ern als Torwart der legendären Mannschaft des Hamburger SV angehörte, und sich selbst sagt Hain: „Komplett talentfrei waren wir nicht. Aber wir mussten sehr hart arbeiten, um es zu schaffen.“
(...)
So versuchte er, die Kollegen von einem Gehaltsverzicht für den mal wieder wirtschaftlich taumelnden DSC zu überzeugen. Und führte parallel für die Mannschaft Verhandlungen mit dem damaligen Finanzvorstand Roland Kentsch.
„Das war nicht so einfach“, erinnert sich Hain. Er vermeidet es, öffentlich schlecht über Kentsch zu sprechen, obwohl dieser mit fragwürdigen Methoden arbeitete und auch ihn niederzubrüllen versuchte. Doch Hain hielt wie sein Mitstreiter Rüdiger Kauf stand.
(...)
„Martin Fraisl ist ein solider Torwart mit gutem Charakter“, urteilt Hain über Bielefelds Nummer eins. Dass Fraisls Verpflichtung notwendig wurde, weil Stefanos Kapino sich nicht nur verletzte, sondern nicht überzeugte, überraschte ihn. „Es ist auch für Experten nicht einfach zu wissen, ob jemand es im Wettkampf hinkriegen wird“, betont er. Dem Fraisl-Vertreter Arne Schulz wünscht Hain, „dass er eine Chance bekommt, denn er ist ein super-interessanter junger Torwart mit viel Potenzial“.
Seit dem Sommer ist er, der seit seinem Karriereende 2011 Torwarttrainer beim FC St. Pauli war, erstmals nach gut 30 Jahren ohne Job im Profifußball.
(...)
Zugleich hat er „wieder Bock, etwas zu machen“. Eine Rückkehr in den Bundesliga-Betrieb kann Hain sich vorstellen, genauso eine Tätigkeit im Nachwuchsbereich. Torwarttalente mit der Hilfe seiner Erfahrungen auch mental auf das vorzubereiten, was sie in den Top-Ligen erwartet, und ihnen noch diese oder jene individuell notwendige Kleinigkeit mitzugeben: Darin erkennt er eine Nische, in der er gern tätig wäre.
(...)
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Profi zu sein: Davon träumte der kleine Mathias, als er in Schladen im niedersächsischen Vorharz mit dem Fußball begann. Wie man diesen Traum verwirklicht, machte ihm sein Bruder vor. Über den 17 Jahre älteren Uwe, der in den 1980ern als Torwart der legendären Mannschaft des Hamburger SV angehörte, und sich selbst sagt Hain: „Komplett talentfrei waren wir nicht. Aber wir mussten sehr hart arbeiten, um es zu schaffen.“
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So versuchte er, die Kollegen von einem Gehaltsverzicht für den mal wieder wirtschaftlich taumelnden DSC zu überzeugen. Und führte parallel für die Mannschaft Verhandlungen mit dem damaligen Finanzvorstand Roland Kentsch.
„Das war nicht so einfach“, erinnert sich Hain. Er vermeidet es, öffentlich schlecht über Kentsch zu sprechen, obwohl dieser mit fragwürdigen Methoden arbeitete und auch ihn niederzubrüllen versuchte. Doch Hain hielt wie sein Mitstreiter Rüdiger Kauf stand.
(...)
„Martin Fraisl ist ein solider Torwart mit gutem Charakter“, urteilt Hain über Bielefelds Nummer eins. Dass Fraisls Verpflichtung notwendig wurde, weil Stefanos Kapino sich nicht nur verletzte, sondern nicht überzeugte, überraschte ihn. „Es ist auch für Experten nicht einfach zu wissen, ob jemand es im Wettkampf hinkriegen wird“, betont er. Dem Fraisl-Vertreter Arne Schulz wünscht Hain, „dass er eine Chance bekommt, denn er ist ein super-interessanter junger Torwart mit viel Potenzial“.
Seit dem Sommer ist er, der seit seinem Karriereende 2011 Torwarttrainer beim FC St. Pauli war, erstmals nach gut 30 Jahren ohne Job im Profifußball.
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Zugleich hat er „wieder Bock, etwas zu machen“. Eine Rückkehr in den Bundesliga-Betrieb kann Hain sich vorstellen, genauso eine Tätigkeit im Nachwuchsbereich. Torwarttalente mit der Hilfe seiner Erfahrungen auch mental auf das vorzubereiten, was sie in den Top-Ligen erwartet, und ihnen noch diese oder jene individuell notwendige Kleinigkeit mitzugeben: Darin erkennt er eine Nische, in der er gern tätig wäre.
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03.01.2023 - 14:33 Uhr
Quelle: www.kicker.de
Im Sommer hatte der 29-Jährige schon mit einem Wechsel geliebäugelt, nun muss er sich einen neuen Verein suchen. Ebenso wie Mittelfeldkollege Soukou (30), der 42 Pflichtspiele für Sandhausen bestritten hat, nun aber nicht mehr gefragt ist. "Auch ihm haben wir mitgeteilt, dass er gehen kann", erklärte Schwartz. "Er will sich aber bei uns fit halten und sucht parallel nach einem neuen Klub."
Soukou befindet sich im Sandhausen auf dem Abstellgleis. Bin gespannt wo er unterkommt, hab ihn immer gemocht.
09.01.2023 - 17:58 Uhr
Soukou wechselt in die 2. türkische Liga zu Bandirmaspor.
11.01.2023 - 01:08 Uhr
Wie Gerd Siese Arminia Bielefelds Trainer Egon Piechaczek entwischte
Der erste Bundesliga-Keeper des DSC arbeitete parallel zur Profi-Laufbahn als Maler. Wie er zu seinem Spitznamen kam und welches sein bestes Spiel war.
von Harry Gutmann
Der erste Bundesliga-Keeper des DSC arbeitete parallel zur Profi-Laufbahn als Maler. Wie er zu seinem Spitznamen kam und welches sein bestes Spiel war.
von Harry Gutmann
Zitat von NW
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Bald stieg er zur Nummer eins auf und erhielt von Mitspieler Gerd Roggensack seinen Spitznamen "Bulli", weil er im Training manchmal so rasant zur Sache ging wie ein Eishockeyspieler. Nach dem Aufstieg 1970 wurde Siese zum ersten Bundesliga-Torhüter des DSC, und er war in dieser Saison an Bielefelder Sternstunden beteiligt wie dem 1:0-Sieg gegen die Bayern. Oder dem 2:0 in Mönchengladbach, bei dem er nach eigener Einschätzung die beste Leistung seiner Laufbahn zeigte.
(...)
Obwohl Siese den anderen Keeper auf die Ersatzbank verdrängt hatte, verstanden die beiden sich ausgezeichnet. "Wir waren Rivalen, aber Freunde", erzählt Siese. Ihm imponierte, dass Triebel parallel zu den Trainings und Spielen mit Arminia im Betrieb seiner Familie arbeitete.
(...)
Das war für Siese eine wegweisende Erkenntnis, stand er doch selbst vor der Frage, ob er in den elterlichen Malerbetrieb einsteigen sollte. Siese tat es. Auch, weil der Profifußball damals noch längst nicht derart einträglich war wie heute. Triebel starb mit nicht mal 40. Als die Sieses Eltern wurden, gaben sie ihrem Sohn den Namen Andreas.
(...)
"Die Arbeitstage hatten damals zwölf und mehr Stunden", erinnert sich Siese. Trotzdem blieben Gelegenheiten für Spaß und Genuss. Siese ging gern mit seinen Mitspielern aus. "Bis Mittwoch einschließlich durften wir das, dann begann die Vorbereitung auf das Spiel", berichtet er. Der strenge Trainer Egon Piechaczek kontrollierte die Innenstadt-Lokale. Als er eines Abends den Western Saloon betrat, "konnten wir gerade noch rechtzeitig verschwinden - bis auf Horst Wenzel. Der blieb im Toilettenfenster stecken", erzählt Siese lachend.
Nach seinem Karriereende 1977 baute er den Betrieb weiter aus. Der Malermeister beschäftigte bis zu 20 Mitarbeiter, sein Unternehmen erhielt viele prestigeträchtige Aufträge in der Region. So verpassten Siese und sein Team etwa der Haller OWL Arena ihren grünen Anstrich, als diese noch Gerry Weber Stadion hieß.
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Bald stieg er zur Nummer eins auf und erhielt von Mitspieler Gerd Roggensack seinen Spitznamen "Bulli", weil er im Training manchmal so rasant zur Sache ging wie ein Eishockeyspieler. Nach dem Aufstieg 1970 wurde Siese zum ersten Bundesliga-Torhüter des DSC, und er war in dieser Saison an Bielefelder Sternstunden beteiligt wie dem 1:0-Sieg gegen die Bayern. Oder dem 2:0 in Mönchengladbach, bei dem er nach eigener Einschätzung die beste Leistung seiner Laufbahn zeigte.
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Obwohl Siese den anderen Keeper auf die Ersatzbank verdrängt hatte, verstanden die beiden sich ausgezeichnet. "Wir waren Rivalen, aber Freunde", erzählt Siese. Ihm imponierte, dass Triebel parallel zu den Trainings und Spielen mit Arminia im Betrieb seiner Familie arbeitete.
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Das war für Siese eine wegweisende Erkenntnis, stand er doch selbst vor der Frage, ob er in den elterlichen Malerbetrieb einsteigen sollte. Siese tat es. Auch, weil der Profifußball damals noch längst nicht derart einträglich war wie heute. Triebel starb mit nicht mal 40. Als die Sieses Eltern wurden, gaben sie ihrem Sohn den Namen Andreas.
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"Die Arbeitstage hatten damals zwölf und mehr Stunden", erinnert sich Siese. Trotzdem blieben Gelegenheiten für Spaß und Genuss. Siese ging gern mit seinen Mitspielern aus. "Bis Mittwoch einschließlich durften wir das, dann begann die Vorbereitung auf das Spiel", berichtet er. Der strenge Trainer Egon Piechaczek kontrollierte die Innenstadt-Lokale. Als er eines Abends den Western Saloon betrat, "konnten wir gerade noch rechtzeitig verschwinden - bis auf Horst Wenzel. Der blieb im Toilettenfenster stecken", erzählt Siese lachend.
Nach seinem Karriereende 1977 baute er den Betrieb weiter aus. Der Malermeister beschäftigte bis zu 20 Mitarbeiter, sein Unternehmen erhielt viele prestigeträchtige Aufträge in der Region. So verpassten Siese und sein Team etwa der Haller OWL Arena ihren grünen Anstrich, als diese noch Gerry Weber Stadion hieß.
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19.01.2023 - 18:51 Uhr
Moin.
Der Thread zum EX Forte ist ja gechlossen. Daher packe ich es mal hier rein.
In der Schweizer Blick ist ein Interview mit unesrem Kurzzeitcoach Uli Forte zu lesen.
Darin behauptet er unter anderem, dass er sehr gerne seinen Cotrainer mit an die FHS genommen hätte.
Die Überschrift des >Beitrags im Blick ist übrigens irreführend was das Cötrainerthema angeht. Forte äußert sich dazu etwas weiter unten in dem Beitrag. Und nicht nur darüber......
https://www.blick.ch/sport/fussball/uli-forte-ueber-vogel-kritik-erich-vogel-ist-unanstaendig-und-respektlos-id18181122.html
Der Thread zum EX Forte ist ja gechlossen. Daher packe ich es mal hier rein.
In der Schweizer Blick ist ein Interview mit unesrem Kurzzeitcoach Uli Forte zu lesen.
Darin behauptet er unter anderem, dass er sehr gerne seinen Cotrainer mit an die FHS genommen hätte.
Die Überschrift des >Beitrags im Blick ist übrigens irreführend was das Cötrainerthema angeht. Forte äußert sich dazu etwas weiter unten in dem Beitrag. Und nicht nur darüber......
https://www.blick.ch/sport/fussball/uli-forte-ueber-vogel-kritik-erich-vogel-ist-unanstaendig-und-respektlos-id18181122.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Wilhelm2704 am 19.01.2023 um 18:54 Uhr bearbeitet
19.01.2023 - 19:17 Uhr
Zitat von Wilhelm2704
Moin.
Der Thread zum EX Forte ist ja gechlossen. Daher packe ich es mal hier rein.
In der Schweizer Blick ist ein Interview mit unesrem Kurzzeitcoach Uli Forte zu lesen.
Darin behauptet er unter anderem, dass er sehr gerne seinen Cotrainer mit an die FHS genommen hätte.
Die Überschrift des >Beitrags im Blick ist übrigens irreführend was das Cötrainerthema angeht. Forte äußert sich dazu etwas weiter unten in dem Beitrag. Und nicht nur darüber......
https://www.blick.ch/sport/fussball/uli-forte-ueber-vogel-kritik-erich-vogel-ist-unanstaendig-und-respektlos-id18181122.html
Moin.
Der Thread zum EX Forte ist ja gechlossen. Daher packe ich es mal hier rein.
In der Schweizer Blick ist ein Interview mit unesrem Kurzzeitcoach Uli Forte zu lesen.
Darin behauptet er unter anderem, dass er sehr gerne seinen Cotrainer mit an die FHS genommen hätte.
Die Überschrift des >Beitrags im Blick ist übrigens irreführend was das Cötrainerthema angeht. Forte äußert sich dazu etwas weiter unten in dem Beitrag. Und nicht nur darüber......
https://www.blick.ch/sport/fussball/uli-forte-ueber-vogel-kritik-erich-vogel-ist-unanstaendig-und-respektlos-id18181122.html
Interessant. Dann lag es scheinbar nicht an Arminia, dass der Co nicht nach Bielefeld gekommen ist.
28.01.2023 - 23:37 Uhr
Wie Helmut Schröder vom Friseur zum Profi bei Arminia Bielefeld wurde
Der heute 64-Jährige bringt es auf mehr als 300 Einsätze im DSC-Trikot. Während seiner Karriere agierte der Mittelfeldspieler oft zwischen Genie und Wahnsinn.
von Jörg Fritz
Der heute 64-Jährige bringt es auf mehr als 300 Einsätze im DSC-Trikot. Während seiner Karriere agierte der Mittelfeldspieler oft zwischen Genie und Wahnsinn.
von Jörg Fritz
Zitat von NW
(...)
Kurze Zuspiele waren nicht mein Ding. Ich habe lange Pässe bevorzugt. Mal kamen sie an, mal nicht", beschreibt er seine risikoreiche Spielweise. Mit seinem spitzbübischen Lächeln und den roten Bäckchen konnte dem Friseur aus Sudhagen niemand böse sein. Von 1977 bis 1988 trug der heute 64-Jährige in 313 Spielen das Trikot der Arminen und schoss 34 Tore. Der Mittelfeldspieler (acht B-Länderspiele) sollte in diesem Zeitraum Mitwirkender von zahlreichen Geschichten werden, die auch heute noch kaum zu glauben sind.
(...)
"Letztlich war es wohl der Beharrlichkeit des Schwagers meines Schwagers zu verdanken, dass ich eine Einladung zum Probetraining erhielt", erzählt Schröder. Trainer Karl-Heinz Feldkamp war angetan vom Vorspieler und stattete ihn mit einem Profivertrag aus. Schröder, eher zufällig zum Profifußball gekommen, hatte eigentlich eine völlig andere Lebensplanung im Sinn. Der gelernte Friseur wollte seine Meisterprüfung ablegen und einen eigenen Salon eröffnen. Diese Karriere blieb ihm verwehrt.
Gleich in seinem ersten Bundesligaspiel am 11. August 1978 glückte ihm beim 1:1 in Duisburg sein Premierentor. "Es war ein Weitschuss in den Knick. Gerhard Heinze war machtlos", schildert Schröder diesen besonderen Moment.
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Kurze Zuspiele waren nicht mein Ding. Ich habe lange Pässe bevorzugt. Mal kamen sie an, mal nicht", beschreibt er seine risikoreiche Spielweise. Mit seinem spitzbübischen Lächeln und den roten Bäckchen konnte dem Friseur aus Sudhagen niemand böse sein. Von 1977 bis 1988 trug der heute 64-Jährige in 313 Spielen das Trikot der Arminen und schoss 34 Tore. Der Mittelfeldspieler (acht B-Länderspiele) sollte in diesem Zeitraum Mitwirkender von zahlreichen Geschichten werden, die auch heute noch kaum zu glauben sind.
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"Letztlich war es wohl der Beharrlichkeit des Schwagers meines Schwagers zu verdanken, dass ich eine Einladung zum Probetraining erhielt", erzählt Schröder. Trainer Karl-Heinz Feldkamp war angetan vom Vorspieler und stattete ihn mit einem Profivertrag aus. Schröder, eher zufällig zum Profifußball gekommen, hatte eigentlich eine völlig andere Lebensplanung im Sinn. Der gelernte Friseur wollte seine Meisterprüfung ablegen und einen eigenen Salon eröffnen. Diese Karriere blieb ihm verwehrt.
Gleich in seinem ersten Bundesligaspiel am 11. August 1978 glückte ihm beim 1:1 in Duisburg sein Premierentor. "Es war ein Weitschuss in den Knick. Gerhard Heinze war machtlos", schildert Schröder diesen besonderen Moment.
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