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Diskussionen rund um den Fakten-Thread

01.07.2026 - 15:35 Uhr
Da im Thread Fakten, Fakten, Fakten - Wie kam es zum Lizenzentzug? Und wie geht es jetzt weiter? immer wieder angesprochen wurde, dass ein gesonderter Diskussions-Thread sinnvoll wäre, um den Fakten-Thread nicht zu verwässern, möchte ich das jetzt umsetzen.

Fortan bitte alle Diskussionen und Kommentare rund um den Fakten-Thread hier abhalten. Wer einen Fakten-Beitrag schreiben möchte, kann dies hier (oder gerne auch in einem anderen Thread) tun. Anschließend verschieben @fredclever77 oder ich dann den Post in den Fakten-Thread, sofern wir den Post als "faktensicher" erachten und er dort reinpasst.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jojo1860 am 01.07.2026 um 16:35 Uhr bearbeitet
Zunächst möchte ich mal einige Beiträge aus dem Fakten-Thread hierher verschieben:

Beitrag vom 03.06.2026

Zitat von energie-atze
Zitat von Seeloewe

Ich hole diesen Thread mal wieder hervor, da es gerade glaub ich akuten Bedarf für eine übersichtliche Darstellung der Fakten braucht. Darum hier mal eine Chronologie der Ereignisse, jeweils mit klaren Quellen (wo möglich solche, die nicht einem "Lager" zugeordnet werden können, also im Normalfall die SZ):

Das Urübel
Im Juni 2025 wurde im Aufsichtsrat eine Budgeterhöhung für die gerade zurückliegende Saison 2025/26 beschlossen. Diese Budgeterhöhung wurde auf Initiative der Vertreter Hasan Ismaiks beschlossen. Die e.V.-Vertreter haben geschlossen dagegen gestimmt, wurden aber durch das doppelte Stimmrecht des Aufsichtsratsvorsitzenden überstimmt. Die zusätzlichen Ausgaben waren nicht durch eigene Einnahmen gedeckt, allerdings wurde durch die Ismaikvertreter zugesichert, dass Darlehen der HAM (Beteiligungsgesellschaft Ismaiks) diese Lücke schließen würden.

https://www.sueddeutsche.de/sport/tsv-1860-muenchen-etat-kader-seeboeck-ismaik-li.3276441

Warum hat der e.V. diese Budgeterhöhung nicht per 50+1 verhindert?
Der e.V. wäre prinzipiell dazu berechtigt gewesen, der Geschäftsführung zu verbieten, das vom Aufsichtsrat genehmigte Budget auszuschöpfen. Allerdings hätte dann das Risiko bestanden, von der Ismaik-Seite (auch rechtlich) belangt zu werden, dass man gegen das beste Interesse der KGaA (also der Spielbetriebsgesellschaft, von der Ismaik 60 Prozent besitzt) handelt.

Warum kam die Liquiditätslücke so überraschend?
Noch Mitte Februar wurde schriftlich (!) von Ismaiks Aufsichtsrat Biel Ballester Relat erklärt, er könne „als Vertreter von HAM bestätigen, dass wir unseren Verpflichtungen als Darlehensgläubiger wie bisher auch weiterhin nachkommen werden. Tatsächlich kam allerdings am 21.Mai, also genau 13 (!) Tage vor Ablauf der Frist zur Abgabe der Lizensierungsunterlagen die Kündigung ebendieses Darlehens über 2,7 Millionen Euro, was Ursache des Zwangsabstiegs ist. Angeführt wurden vermeintliche Verfehlungen bezüglich der Rechnungslegung gegenüber ihm als Mitgesellschafter. Diese Vorwürfe entbehren bisher jeglicher Substanz, insbesondere vor dem Hintergrund, dass er seit seinem Einstieg die Mehrheit des Aufsichtsrats (!) besetzt.

https://www.sueddeutsche.de/sport/1860-muenchen-lizenz-3-liga-ismaik-darlehen-gekuendigt-abstieg-regionalliga-li.3489178

Warum kam man nicht zu einer Einigung über einen neuen Darlehensvertrag?
Im Zuge der Darlehenskündigung wurden von Ismaik sieben Forderungen gestellt:
- ordnungsgemäße Finanzberichterstattung und Aufbau eines Compliance- und Finanzberichterstattungssystems bis zum 30. September 2026“
- „Beauftragung eines neutralen externen Finanzexperten bis zum 30. Juni 2026“
- „Ausgabebeschränkungen zur Gewährleistung einer strikten Zweckbindung neuer Mittel“; „strikte Einhaltung des genehmigten Budgets“
- „Verzicht auf Herabwürdigung“
- „Umstrukturierung der KGaA bis zum 31. Oktober 2026 auf der Grundlage eines vereinbarten Umstrukturierungsplans, der bis zum 30. Juni 2026 fertiggestellt werden soll.“
- „Verzicht auf Vorkaufsrecht des e.V.“ (wurde recht schnell wieder einkassiert)

Einige dieser Punkte sind tatsächlich Standard im Kontext von Unternehmen und hätten bereits in den zurückliegenden Jahren jederzeit von den Vertretern Ismaiks eingefordert werden können, falls sie tatsächlich nicht eingehalten worden waren, andere sind entweder nicht umsetzbar ("Verzicht auf Herabwürdigungen" -> es gibt Gerichtsurteile, dass die dadurch implizierten Herabwürdigungen, bspw. die Fahne mit Ismaiks durchgestrichenem Gesicht von der Meinungsfreiheit gedeckt sind) oder stehen eindeutig im Widerspruch zur 50+1 Regel. Insbesondere die "Beauftragung eines Finanzexperten" wurde so interpretiert, dass ein zusätzlicher Geschäftsführer mit Vetorecht eingesetzt werden sollte. Somit wäre die Weisungsbefugnis des e.V. gegenüber der Geschäftsführung hinfällig gewesen. Eine zentrale Bedingung von 50+1

https://www.sueddeutsche.de/sport/1860-muenchen-lizenz-3-liga-ismaik-forderungen-darlehen-li.3489813
https://sechzger.de/live-ticker-tsv-1860-muenchen-e-v-vs-ham-international-ltd/
https://www.tsv1860.de/de/news/artikel/fragen-und-antworten-zur-entwicklung-in-der-tsv-muenchen-von-1860-gmbh-co-kgaa

Wie liefen die Verhandlungen ab?
Bereits seit der Kündigung des Darlehensvertrag wurde nach Angaben aller Beteiligten intensiv verhandelt (daher bspw. auch der Wegfall der Forderung über das Vorkaufsrecht des e.V.). Nach Aussage der Beteiligten gab es grundsätzlich zwei Vertragsentwürfe. Der aktuelle Stand ist am ehesten dem heutigen SZ-Artikel zu entnehmen:
"Am Dienstagvormittag hatten die e.V.-Vertreter eine Vertragsversion ausgearbeitet, in der sie Ismaiks Forderungen akzeptierten, sofern sie verbandsrechtlich zulässig seien."
Darauf die Anwälte Ismaiks: „Leider sind die Unterlagen für HAM (Ismaiks Firma; d. Red.) nicht akzeptabel und müssen überarbeitet werden. Insbesondere können wir den Vorbehalt ,soweit verbandsrechtlich zulässig’ nicht akzeptieren. Wir brauchen eine klare Zusage aller Beteiligten, dass wir diese Lösung ohne Schlupflöcher wollen, damit es keine Ausreden gibt, nicht mitzuspielen, nachdem die Gelder gezahlt wurden." Das sei „zumindest die klare Vorgabe, die wir von HAM erhalten haben. Entweder stimmen alle diesem Rettungsplan zu, oder wir können den Verein nicht retten.“ Das Schreiben schließt mit der Aufforderung: „Können Sie bestätigen, dass der e.V. den Verein nicht in die vierte Liga absteigen lässt, weil er auf diesem Vorbehalt besteht? Wir benötigen kurzfristig eine Bestätigung.“

Das heißt konkret und wurde laut SZ auch von e.V.-Seite kommuniziert, dass Ismaik dem Mitgesellschafter e.V. die Wahl ließ, ob die Lizenz aufgrund einer Liquiditätslücke verweigert wird, oder ob sie aufgrund eines klaren Verstoßes (alle Punkte wurden auch im Vorfeld mit dem DFB abgestimmt) gegen die 50+1-Regel verweigert wird. Dazu auch nochmals in der SZ: "Dass eine Schuld ausschließlich HAM und nicht die KGaA oder gar den Stammverein beträfe, war nach SZ-Informationen auch das Ergebnis von eingehender insolvenzrechtlicher Beratung."

https://www.sueddeutsche.de/sport/1860-muenchen-lizenz-3-liga-entscheidung-ismaik-li.3493346

Zusammengefasst:
Ismaik hat mit seinen Stellvertretern gegen den Willen des e.V. eine Budgeterhöhung veranlasst. Das zur Deckung dieser Lücke fällige Darlehen hat er mit 13 Tagen Vorlauf unter Anführung fadenscheiniger und/oder nicht erfüllbarer Bedingungen gekündigt. Erwiesenermaßen war der e.V. explizit dazu bereit, alle Forderungen zu erfüllen, die mit den lizenzrechtlichen Anforderungen im Rahmen der deutschen 50+1-Regel und damit einer Lizenz für die 3. Liga vereinbar waren. Einzig und allein Hasan Ismaik ist verantwortlich für das Ausbleiben einer Einigung, da seine Forderungen in jedem Fall dazu geführt hätten, dass keine Lizenz erteilt worden wäre. Stand jetzt bleibt er auch in der Regionalliga weiterhin Mitgesellschafter, wird sich allerdings rechtlichen Konsequenzen stellen müssen, da er mit der einseitigen Kündigung des Darlehensvertrags vertragsbrüchig geworden ist

Warum hat Ismaik das gemacht?
Gibt es einen Gott? Wer bin ich und wenn ja wie viele? Hat das Leben einen Sinn? Diese Fragen sind vermutlich leichter zu beantworten. Stand jetzt gibt es ausschließlich Verlierer dieser Aktion, die einzige Hoffnung bleibt, dass es vllt. doch noch (evtl. auch aufgrund der Vertragsbrüchigkeit Ismaiks) irgendeine Möglichkeit gibt, sich irgendwie zu lösen. Oder er gibt sich doch noch einen Ruck und verkauft seine Anteile endlich, auch wenn er gerade quasi jeden Wert vernichtet hat.


Das ist ja der Wahnsinn.

Als Außenstehender klingt das für mich nach ner geplanten Nummer.

Erst dem Verein bzw. Gesellschaft ne Budgeterhöhung aufzwingen gegen den Willen des Vereins.
Dann sagen man finanziere die Mehrausgaben nur um dann davon Abstand zu nehmen und ne 13 tägige Erpressungsmaschinerie zu fahren in der sich der Verein aussuchen kann für welches 50+1 Vergehen sie denn die Lizenz entzogen bekommen wollen. 🤦🏻‍♂️


Ihr müsst den los werden. Egal wie, wenn ihr am Leben bleiben wollt…


Die Frage die ich an der Stelle habe:
Wie um alles in der Welt kann Ismaik die Mehrheit am Aufsichtsrat haben ?

Muss per 50+1 nicht der ev immer die Mehrheit haben?
Da war doch auch mal was in Hannover?

Ich mein das ist ja Sinn von 50+1 das der Verein immer die Kontrolle behält, was ja nun offensichtlich bei Mehrheit der Ismaik Seite im Aufsichtsrat nicht mehr der Fall ist. 🤔

Sind die Mehrheitsverhältnisse verbindlich mit der Ismaik Seite festgeschrieben via Vertrag oder habt ihr die Möglichkeit die Verteilung der Sitze zu verändern?
Das müsste ja zwangsläufig passieren wenn die Pattsituation sich jemals auflösen sollte.

In der Gemengelage wo Ismaik die Mehrheit am AR hält ist das Schiff jedenfalls nicht mehr zu retten. Das ist ja sonnenklar.
Das wird ja dann immer ne Pattsituation sein. 🙈

Viel Glück euch für die Zukunft. Das ihr ihn los werdet. Egal welche Liga!

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Beitrag vom 08.06.2026

Zitat von DrBleu
Ich danke ganz herzlich für die hervorragende Zusammenfassung.

Und: Meinen Mitgliedsantrag habe ich gerade zur Absendung gebracht.


Beitrag vom 09.06.2026

Zitat von Standfuss3
Zitat von Diver1234

das habe ich heute irgendwo gelesen, wenn's hier nicht reinpasssen sollte, dann bitte löschen oder verschieben:

*Patenedit: Ich habe die beiden weiteren Teile der Business-Punk-Reihe zu den jüngsten Ereignissen ergänzt und die Links "sauber" eingefügt:

Teil 1: DIE 80-MILLIONEN-EHRE von TSV 1860 München

Teil 2: Insolvenz-Jackpot beim TSV 1860: Warum das Aus von Hasan Ismaik das beste Geschäft aller Zeiten ist

Teil 3: TSV 1860 München selbst schuld? Die 13 Mythen einer Münchner Lebenslüge

Hinweis: Die Artikel wurden offensichtlich mit KI-Unterstützung erstellt. Sie enthalten dennoch einige interessante und lesenswerte Punkte, sollten aber entsprechend kritisch eingeordnet werden.

Ergänzend dazu der Hinweis von @Hanse-Loewe:
Zitat von hanse-loewe

Aber zum 3. Artikel vom Business Punk wollte ich dann doch mal schreiben, dass das eines Business-Magazins unwürdig ist, was da an Unsinn verzapft wird. Da ist schon die Grundthese von der operativen Macht im Aufsichtsrat grundfalsch, auf der der Großteil der Argumentation des Artikels beruht. Und dann heißt es noch, jeder, der das anders sehen würde, würde das Konstrukt bei uns oder das Gesellschaftsrecht nicht verstehen.

Das kommt dann am Ende dabei raus, wenn der Autor selbst wenig Ahnung hat und die Texte in großen Teilen von der AI verfasst sind. Peinlich.


Ganz interesannt zu lesen, aber zuviel Pathos und man liest das AI Ding halt raus.

Die Summe die stimmt wohl, aber niemand weiss wieviel Ismaik über Merch und Zinsen wieder raus gezogen hat.

Muss der e.V die KGaA denn überhaupt retten? Kann er sie nicht einfach Insolvent gehen lassen?

Da sind viele viele Dinge dabei, die so sein können, aber nicht sein müssen.

Die Erklärung über HI, ja aus Sicht der BWL und Ökonomie kann man das so beschreiben.
Ob es wirklich so war?
Fraglich.


Zitat von M-Power
Zitat von Diver1234

Zitat von Seeloewe

- Wie schaut es mit den Markenrechten aus

Diese liegen für die kommerzielle Nutzung bei der KGaA, die diese an die Merchandising GmbH verkauft/ausgelagert/verpachtet (?) hat. Mein aktueller Stand ist, dass diese Teil der Insolvenzmasse der KGaA werden würden und somit vom e.V. gekauft werden könnten, der logischerweise der einzige sinnvolle Käufer dafür sein würde. Wie es mit den bereits produzierten Trikots etc. weitergehen wird, ist derzeit absolut nicht absehbar, ich könnte mir aber vorstellen, dass man zu einigermaßen gütlichen Einigungen kommen könnte. Im Falle einer Insolvenz wäre es schließlich die Aufgabe des Insolvenzverwalters, so viel Geld wie möglich in die Insolvenzmasse einzubringen
...
- Kauft Merch oder Gutscheine beim e.V.-Shop - Wichtig: Alle Einnahmen aus offiziellen Fanartikel der KGaA gehen Stand jetzt an Ismaik oder die bald insolvente KGaA, hier sollte kein Cent fließen!


@seeloewe; zuerst einmal vielen Dank für die Zusammenfassungen, welche für viele user sicherlich mehr Klarheit bringen. Ich persönlich habe noch mit einer Sache meine Verständnisprobleme, deshalb der Auszug aus Deinem Beitrag als "Teil'-Zitat.

WENN die Rechte bei der KGaA liegen, wo liegt dann der Unterschied, wenn ich die Dinge im eV-Shop kaufe? Letztendlich müßte doch dann dieser die Gelder (ggf. abzüglich einer Aufwandsentschädigung) auch an die KGaA abführen oder?

Wäre es da nicht sinnvoller jetzt erstmal gar nichts mehr zu kaufen, bis alle Rechte (auf diese Einnahmen) ausschließlich beim eV liegen (und dann käme in den ersten Tagen gleich eine richtige Finanzspritze auf den eV zu?

Vielleicht kannst Du dazu auch noch was erläutern.

Die Rechte liegen nicht pauschal bei der KGaA. Es gibt gewisse Markenrechte und Marken, die auf die KGaA übertragen wurden. Daher hat die KGaA auch nur soweit die Rechte, wie sie übertragen bzw. im Markenregister für die KGaA eingetragen wurden. Alles andere liegt beim e.V.

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Diskussion vom 10.06.2026

Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von M-Power

Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von Standfuss3

Was man aber mit Sicherheit sagen kann:
- die KGaA hat keine Lizenz erteilt bekommen, hat scheinbar die Gehälter nicht bezahlt und die Verträge sind hinfällig. Die Spieler werden aktiv bei anderen Vereinen angeboten, sollen teilweise schon unterschrieben haben (Haugen z.b. in Nürnberg).
Das die KGaA, selbst wenn sie von HAM rekapitalisiert und somit vor der Insolvenz gerettet wird, eine Mannschaft stellen wird, ist durch die Nichterteilung der Lizenz ausgeschlossen.
Da die Frist abgelaufen ist, auch für andere Ligen, kann die KGaA keinen Spielbetrieb ausüben. Wie auch?
Selbst im BFV ist die Meldefrist seit 7.Juni abgelaufen. Da wäre nur noch eine Nachmeldung möglich aber auch das wird mit jedem Tag der vergeht unwahrscheinlicher - und jemand Verantwortliches der KGaA - also eigentlich Paula - hätte das machen müssen.


Da bin ich mir leider nicht so sicher wie Du, dass wir mit Sicherheit sagen könnten, dass die KGaA keine Spielberechtigung mehr erwirken könnte. Ich hab allerdings die letzten Tage auch nicht alles zum Thema lesen können.

Ich wäre davon ausgegangen, dass es schon noch eine Chance für Ismaik gibt, die Spielberechtigung für die KGaA zu erhalten, wenn er (a) die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die KGaA schafft, und (b) ein Gericht überzeugt, per einstweiliger Verfügung die Kündigung des Kooperationsvertrags vorläufig aufzuheben.

Für die Abwendung der Insolvenz der KGaA hätte er meines Erachtens max. 6 Wochen Zeit (eine Zahlungsunfähigkeit wird nicht vorliegen, aber eine Überschuldung in Verbindung mit einer weggebrochenen positiven Fortführungsprognose ab dem Zeitpunkt der Kündigung des Darlehens). Scheinbar werden die erforderlichen Millionen jetzt doch angeboten, so dass man die „Rettung der KGaA“ nicht mehr kategorisch ausschließen kann.

Und dass ein Gericht unter diesen Voraussetzungen evtl. doch der einstweiligen Verfügung stattgibt, möchte ich zumindest nicht kategorisch ausschließen. Damit wäre der Streit im Hauptverfahren ja noch nicht vorentschieden. Immerhin hätte der eV mit der Kündigung des Kooperationsvertrags – so gut begründet das auch gewesen sein mag – die Existenzgrundlage der KGaA zerstört, und damit das Vermögen der HAM ausgelöscht. Der Richter könnte einer einstweiligen Verfügung stattgeben, um der HAM die Chance zu geben, im Hauptverfahren zu klären, ob die Kündigung rechtens war. Ausschließen würde ich das jedenfalls nicht.

Und beim Verband gehe ich davon aus, dass der dann die KGaA so stellen würde, als hätte es die Kündigung des Kooperationsvertrags nie gegeben. Und in diesem Fall wäre die Spielberechtigung ja auf die KGaA übertragen worden.

Viele Wenns und Abers, aber sicher erscheint mir keinesfalls, dass Ismaik schon verloren hat.



Hinsichtlich der Lizenz muss man unterscheiden: Regionalliga oder 3. Liga? Für die Regionalliga könnte er noch eine Lizenz für die KGaA erwirken, nicht jedoch für die 3. Liga - das ist präkludiert.

Die Frage für die Regionalliga lautet: ist die KGaA grundsätzlich 12 Monate lang zu Fortführung und zum Überleben mit eigenen Mitteln in Stande? Hier ist nicht nur die Frage, ob die KGaA eine Saison durchfinanzieren kann, sondern ob sie lebensfähig ist. Unter der Prämisse, dass es stimmt, was man liest, dass bislang nicht nur die Bayerische sondern auch etliche andere Sponsoren gekündigt haben, das TV-Geld sowie der Nachwuchsfördertopf wegfallen und noch etliche Stornierungen der Dauerkarten hinzukommen, dann ist die KGaA auch massiven Umsatzeinbrüchen bei gleichzeitig hohen Fixkosten ausgesetzt. Die KGaA ist schon beim letzten Mal knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt, wenn man Sanierungsexperte Fauser glauben kann. Die Frage ist dann, ob die KGaA derart gesund geschrumpft werden kann, dass diese trotzdem noch überlebensfähig ist. Mit Blick auf die Bilanzen im Bundesanzeiger würde ich meinen: Nein. Sonstige betriebliche Aufwendungen (also nicht Personalkosten) lagen 2022 bei über 6 Mio €. Weiterhin kommen die jährlichen Zinsen der Schulden oben drauf. Das ist dann schon ein ordentliches Brett.


Ein ordentliches Brett ist es, auch wenn wir die Zinsen rausrechnen können, da Ismaik die stunden würde, um die KGaA zu retten. Am Ende würde es also – was das Wirtschaftliche angeht – darum gehen, ob Ismaik die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen kann und will.

Ich wollte mit dem Beitrag auch niemandem Angst machen, mir ging es nur darum, dass es in diesem Thread ja um Fakten geht, und als Fakt kann man es halt leider noch nicht hinstellen aus meiner Sicht, dass die KGaA die Spielberechtigung für die Regionalliga nicht mehr erwirken kann. Da müssen wir uns vielleicht noch ein paar Wochen gedulden.


Zitat von Lion83

Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von Standfuss3

Was man aber mit Sicherheit sagen kann:
- die KGaA hat keine Lizenz erteilt bekommen, hat scheinbar die Gehälter nicht bezahlt und die Verträge sind hinfällig. Die Spieler werden aktiv bei anderen Vereinen angeboten, sollen teilweise schon unterschrieben haben (Haugen z.b. in Nürnberg).
Das die KGaA, selbst wenn sie von HAM rekapitalisiert und somit vor der Insolvenz gerettet wird, eine Mannschaft stellen wird, ist durch die Nichterteilung der Lizenz ausgeschlossen.
Da die Frist abgelaufen ist, auch für andere Ligen, kann die KGaA keinen Spielbetrieb ausüben. Wie auch?
Selbst im BFV ist die Meldefrist seit 7.Juni abgelaufen. Da wäre nur noch eine Nachmeldung möglich aber auch das wird mit jedem Tag der vergeht unwahrscheinlicher - und jemand Verantwortliches der KGaA - also eigentlich Paula - hätte das machen müssen.


Da bin ich mir leider nicht so sicher wie Du, dass wir mit Sicherheit sagen könnten, dass die KGaA keine Spielberechtigung mehr erwirken könnte. Ich hab allerdings die letzten Tage auch nicht alles zum Thema lesen können.

Ich wäre davon ausgegangen, dass es schon noch eine Chance für Ismaik gibt, die Spielberechtigung für die KGaA zu erhalten, wenn er (a) die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die KGaA schafft, und (b) ein Gericht überzeugt, per einstweiliger Verfügung die Kündigung des Kooperationsvertrags vorläufig aufzuheben.

Für die Abwendung der Insolvenz der KGaA hätte er meines Erachtens max. 6 Wochen Zeit (eine Zahlungsunfähigkeit wird nicht vorliegen, aber eine Überschuldung in Verbindung mit einer weggebrochenen positiven Fortführungsprognose ab dem Zeitpunkt der Kündigung des Darlehens). Scheinbar werden die erforderlichen Millionen jetzt doch angeboten, so dass man die „Rettung der KGaA“ nicht mehr kategorisch ausschließen kann.

Und dass ein Gericht unter diesen Voraussetzungen evtl. doch der einstweiligen Verfügung stattgibt, möchte ich zumindest nicht kategorisch ausschließen. Damit wäre der Streit im Hauptverfahren ja noch nicht vorentschieden. Immerhin hätte der eV mit der Kündigung des Kooperationsvertrags – so gut begründet das auch gewesen sein mag – die Existenzgrundlage der KGaA zerstört, und damit das Vermögen der HAM ausgelöscht. Der Richter könnte einer einstweiligen Verfügung stattgeben, um der HAM die Chance zu geben, im Hauptverfahren zu klären, ob die Kündigung rechtens war. Ausschließen würde ich das jedenfalls nicht.

Und beim Verband gehe ich davon aus, dass der dann die KGaA so stellen würde, als hätte es die Kündigung des Kooperationsvertrags nie gegeben. Und in diesem Fall wäre die Spielberechtigung ja auf die KGaA übertragen worden.

Viele Wenns und Abers, aber sicher erscheint mir keinesfalls, dass Ismaik schon verloren hat.


Finde diese ganzen Aussagen doch leider etwas schwammig und an den Haaren herbeigezogen und gleichzeitig auch bedenklich, dieser Beitrag weckt den Anschein Angst haben zu müssen, anstatt einfach „entspannt“ bis morgen zu warten, bevor noch mehr „Fake-News“ verbreitet werden.
Wenn man sich mit anderen „betroffenen“ Vereinen beschäftigt, so liest man, das Havelse zu 99% davon ausgeht nächstes Jahr 3. Liga zu spielen, sogar St. Pauli 2 dadurch trotz sportlichen Abstieg in der Regionalliga Nord.
Es gibt Fristen, damit Vereine, Verbände und auch ein Dachverband Planungssicherung haben. Diese Fristen wurden von der KGaA versäumt, der BFV stellt explizit dem e.V. (weil Amateurliga) die Lizenz aus, nicht jedoch der KGaA.
Die KGaA müsste Ihrerseits die Ansprüche an dieser Lizenz geltend machen, aber weder beim DFB noch beim BFV, einzig beim TSV München von 1860 e.V., da dieser die (Profi-)Lizenz an die KGaA zu deren Gründung abgetreten hat.
Um es einfach darzustellen.. Keine Profimannschaft, da keine fristgerechte Lizenzierung, keine Startgenehmigung in der 3. Liga.
Der BFV stellt als Dachverband der bayerischen Amateurvereinen Lizenzen für die Regio nur an VEREINE aus, da Regionalliga keine Profiliga ist. Somit liegt die Spielberechtigung einzig beim e.V., da der Kooperationsvertrag gekündigt wurde und dadurch keine Abtretung an die KGaA notwendig ist. Sollte diese Kündigung rechtswidrig sein, dann könnte HI über die HAM International Limited Schadensersatz fordern. Aber eine spielfähige Mannschaft wird diese KGaA 26/27 weder in Liga 4, noch in der Regio Bayern melden können, dazu fehlt jegliche Grundlage.


Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von Lion83

Der BFV stellt als Dachverband der bayerischen Amateurvereinen Lizenzen für die Regio nur an VEREINE aus, da Regionalliga keine Profiliga ist. Somit liegt die Spielberechtigung einzig beim e.V., da der Kooperationsvertrag gekündigt wurde und dadurch keine Abtretung an die KGaA notwendig ist. Sollte diese Kündigung rechtswidrig sein, dann könnte HI über die HAM International Limited Schadensersatz fordern. Aber eine spielfähige Mannschaft wird diese KGaA 26/27 weder in Liga 4, noch in der Regio Bayern melden können, dazu fehlt jegliche Grundlage.


Weiß nicht, was Du an meiner Argumentation schwammig fandest. Ich habe hier im Thread, wo es um Fakten geht, lediglich infrage gestellt, ob es sich bei der infrage stehenden Aussage wirklich um einen Fakt handelt, und denkbare Gegenargumente gebracht. Problematisch finde ich gerade in diesem Thread, was ich als „Anmaßung von Wissen“ bezeichnen würde. Ich selbst habe eine defensive Position vertreten, die zugesteht, NICHT alles zu wissen, aber einiges für möglich zu halten.

Mag sein, dass Du ein profunder Kenner des Verbandsrechts bist, der hier wirklich über Wissen verfügt, das mir z.B. nicht zugänglich ist. Einen Beleg dafür finde ich in Deinem Statement aber auch nicht, da dies lediglich eine Behauptung ohne jede Begründung ist (siehe der hier zitierte Abschnitt Deines Kommentars).

Ich selbst habe beim BFV zu den Kapitalgesellschaften nur die folgende Passage gefunden:

„Im Rahmen des Zulassungsverfahrens und der Abwicklung des Spielbetriebs der Regionalliga Bayern ist ausschließlich der eingetragene Verein (e. V.) Vertragspartner des Bayerischen Fußball-Verbands. Eine ausgegliederte Kapitalgesellschaft eines Vereins kann mit dem Bayerischen Fußball-Verband keine Rechtsbeziehung eingehen. Der Verein kann sowohl die Organisation als auch den Spielbetrieb durch seine ausgegliederte Kapitalgesellschaft wahrnehmen lassen.“

Hier steht leider nichts von einer Frist, in der der eV die Spielberechtigung an die ausgegliederte Kapitalgesellschaft übertragen muss. Nach meinem Verständnis ergibt sich die Frist eher implizit aus dem Ende des alten, und dem Beginn des neuen Spieljahrs: das würde bedeuten, dass der eV noch bis zum 30.06.26 die KGaA melden dürfte zum Spielbetrieb in der Regionalliga.

Nochmal: ich gebe nicht vor, hier irgendetwas zu wissen. Ich habe aber auch noch von niemandem etwas Gegenteiliges mit Verweis auf Verbandsvorgaben gelesen, was mich veranlassen könnte, hier bereits von Fakten auszugehen.
Solltest Du Deinen Standpunkt mit Belegen untermauern können, wär ich mit Sicherheit sehr erfreut, davon zu lesen. Wir alle wollen hier ja wahrscheinlich das Gleiche….


Zitat von Lion83

Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von Lion83

Der BFV stellt als Dachverband der bayerischen Amateurvereinen Lizenzen für die Regio nur an VEREINE aus, da Regionalliga keine Profiliga ist. Somit liegt die Spielberechtigung einzig beim e.V., da der Kooperationsvertrag gekündigt wurde und dadurch keine Abtretung an die KGaA notwendig ist. Sollte diese Kündigung rechtswidrig sein, dann könnte HI über die HAM International Limited Schadensersatz fordern. Aber eine spielfähige Mannschaft wird diese KGaA 26/27 weder in Liga 4, noch in der Regio Bayern melden können, dazu fehlt jegliche Grundlage.


Weiß nicht, was Du an meiner Argumentation schwammig fandest. Ich habe hier im Thread, wo es um Fakten geht, lediglich infrage gestellt, ob es sich bei der infrage stehenden Aussage wirklich um einen Fakt handelt, und denkbare Gegenargumente gebracht. Problematisch finde ich gerade in diesem Thread, was ich als „Anmaßung von Wissen“ bezeichnen würde. Ich selbst habe eine defensive Position vertreten, die zugesteht, NICHT alles zu wissen, aber einiges für möglich zu halten.

Mag sein, dass Du ein profunder Kenner des Verbandsrechts bist, der hier wirklich über Wissen verfügt, das mir z.B. nicht zugänglich ist. Einen Beleg dafür finde ich in Deinem Statement aber auch nicht, da dies lediglich eine Behauptung ohne jede Begründung ist (siehe der hier zitierte Abschnitt Deines Kommentars).

Ich selbst habe beim BFV zu den Kapitalgesellschaften nur die folgende Passage gefunden:

„Im Rahmen des Zulassungsverfahrens und der Abwicklung des Spielbetriebs der Regionalliga Bayern ist ausschließlich der eingetragene Verein (e. V.) Vertragspartner des Bayerischen Fußball-Verbands. Eine ausgegliederte Kapitalgesellschaft eines Vereins kann mit dem Bayerischen Fußball-Verband keine Rechtsbeziehung eingehen. Der Verein kann sowohl die Organisation als auch den Spielbetrieb durch seine ausgegliederte Kapitalgesellschaft wahrnehmen lassen.“

Hier steht leider nichts von einer Frist, in der der eV die Spielberechtigung an die ausgegliederte Kapitalgesellschaft übertragen muss. Nach meinem Verständnis ergibt sich die Frist eher implizit aus dem Ende des alten, und dem Beginn des neuen Spieljahrs: das würde bedeuten, dass der eV noch bis zum 30.06.26 die KGaA melden dürfte zum Spielbetrieb in der Regionalliga.

Nochmal: ich gebe nicht vor, hier irgendetwas zu wissen. Ich habe aber auch noch von niemandem etwas Gegenteiliges mit Verweis auf Verbandsvorgaben gelesen, was mich veranlassen könnte, hier bereits von Fakten auszugehen.
Solltest Du Deinen Standpunkt mit Belegen untermauern können, wär ich mit Sicherheit sehr erfreut, davon zu lesen. Wir alle wollen hier ja wahrscheinlich das Gleiche….


Du hast dir doch die Antwort mit der Passage selbst gegeben.. Der BFV geht NUR mit dem e.V. einen Vertrag ein. Nur dieser besitzt die Fähigkeit, diesen Vertrag an die KGaA abzutreten, damit diese die Organisation durchführt. Da der TSV München von 1860 e.V. den Kooperationsvertrag mit der HAM International Limited aufgekündigt hat, egal ob rechtens oder nicht, wird der Vertrag mit dem BFV, wie vom Verein schon kommuniziert, auch rein über den e.V. erfüllt. Die KGaA (stand jetzt) hat keinerlei Recht diesen Vertrag, sprich die Lizenz, einzufordern. Sollte sie es doch machen (über Ismaiks Anwalt) wäre diese laut BFV Statuten so oder so hinfällig, da eine Kapitalgesellschaft eben mit dem BFV keinen Vertrag eingehen kann, das schließt der BFV aus. Die KGaA KANN keine Mannschaft im Wirkungsbereich des BFV stellen, so lange der Kooperationsvertrag aufgekündigt ist. Im Wirkungsbereich des DFB kann die KGaA auch keine Mannschaft stellen, da hierfür keine gültige Lizenz mehr vorliegt. Der Investor kann gegen alle drei Parteien (e.V., BFV, DFB) klagen, doch selbst wenn, es würde nichts daran ändern, daß der Regelspielbetrieb 26/27 ohne Beteiligung der KGaA stattfindet.


Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von Lion83

Die KGaA KANN keine Mannschaft im Wirkungsbereich des BFV stellen, so lange der Kooperationsvertrag aufgekündigt ist.


Ich würde im Gegenteil sagen, Du hast Dir die Antwort in der zitierten Passage eigentlich gegeben.

In meinem Ausgangspost hatte ich doch geschrieben, welche 3 Bedingungen erfüllt sein müssten, damit die KGaA evtl. doch noch die Spielberechtigung erhält.

Die zweite erwähnte Bedingung war, dass es zu einer einstweiligen Verfügung kommt. Und kommt es dazu noch innerhalb der vom Verband eingeräumten Fristen, müsste der eV meines Erachtens den Beschluss umsetzen und das Spielrecht auf die KGaA übertragen. Was genau spricht aus Deiner Sicht dagegen?


Zitat von Lion83

Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von Lion83

Die KGaA KANN keine Mannschaft im Wirkungsbereich des BFV stellen, so lange der Kooperationsvertrag aufgekündigt ist.


Ich würde im Gegenteil sagen, Du hast Dir die Antwort in der zitierten Passage eigentlich gegeben.

In meinem Ausgangspost hatte ich doch geschrieben, welche 3 Bedingungen erfüllt sein müssten, damit die KGaA evtl. doch noch die Spielberechtigung erhält.

Die zweite erwähnte Bedingung war, dass es zu einer einstweiligen Verfügung kommt. Und kommt es dazu noch innerhalb der vom Verband eingeräumten Fristen, müsste der eV meines Erachtens den Beschluss umsetzen und das Spielrecht auf die KGaA übertragen. Was genau spricht aus Deiner Sicht dagegen?


Der BFV hat dem TSV München von 1860 e.V. schon Ende April die Zulassung für die 3.Liga als auch für die Bayernligamannschaft erteilt, wie bisher auch gesagt, ausschließlich dem e.V., da beide Mannschaften der KGaA untergeordnet waren lag das Spielrecht auch bei der KGaA. Das ist hinfällig, da der Kooperationsvertrag aufgekündigt aus triftigen wurde.
Ich weiß nicht wer dieses Thema mit einer „möglichen einstweiligen Verfügung“ aufgebracht hat, welcher Rechtsgrundlage würde diese zugrunde liegen?
Anders gesagt, wäre diese so einfach zu bekommen, warum weiß dann ein Spitzenanwalt wie Peter Gauweiler nichts davon und hat diese nicht schon längst erwirkt?
Des Weiteren (das ist rein spekulativ) vermute ich, daß der BFV auch selbst in so einer fiktiven Situation eine einfache Lösung parat hätte, so wie vor 9 Jahren, als der liebe Investor die 50+1 durch die „4“ umgehen wollte und der BFV über die Nacht des „schwarzen Freitags“ auch das in den eigenen Statuten verankerte. Der BFV wird eine KGaA Mannschaft so oder so nicht zulassen.


Zitat von Standfuss3

Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von Standfuss3

...

...


Letzter Satz: Ja, rechtlich ist das ungeklärt, alles was zwischen GmbH & Co. KGaA und e.V. ist.
Das Ismaik schon verloren hat, unklar.

Aber was definitiv klar ist, und was du übersehen hast, ist das die Lizensierungsfrist abgelaufen ist. Und die KGaA hat keine Lizenz bekommen, für keine Liga.
Diesen Faktor kann man sicherlich auch rechtlich irgendwie hinbiegen - aber dann wäre das gesamte Verbandsrecht in Deutschland im Eimer und man kann die Lizenzprüfung in die Tonne klopfen.
Das bedeutet Jahre an Prozessen und Problemen durch alle Instanzen.

Ob ein Gericht einen status quo wiederherstellen kann, indem es sowohl die Darlehnsverträge als auch den Kooperationsvertrag wieder einsetzt, kann ich nicht beurteilen.
Ich bin kein Anwalt, und auch wenn ich einige Vorlesungen Wirtschaftsprivatrecht hatte, ist das weit über allem was ich weiss.

Ob dann ein Gericht aber den e.V. zwingen kann, das Startrecht des e.V. für die RL Bayern an die KGaA abzugeben, ist auch unklar.
Und selbst wenn - rechtlich ist der e.V. eine andere Gesellschaft als die KGaA, d.h. der Verband muss das nicht mitmachen.
Wenn der BFV "Nein" sagt, dann ist das Thema imo sofort vorbei.

Und es gibt eine zeitliche Komponente - bis da eine rechtliche Entscheidung getroffen ist, die durch die Instanzen gegangen ist und wirklich rechtskräftig wird, fließt viel Wasser die Isar runter. Und hoffentlich wird auch viel Fussball gespielt.

Es mag rechtlich ausgehen wie es will, und es gibt sicherlich Risiken für den e.V. - aber wie HI die Lizensierung umgehen will, ist mir unklar.
Stand heute hat die KGaA kein Spielrecht, keine Lizenz, keine finanziellen Mittel, somit auch keine Möglichkeit eine Lizenz zu bekommen, alleine weil die Frist und Wiederspruchsfrist gegen die Nichterteilung der Lizenz abgelaufen ist.
Ich habe auch keine Aussagen gehört bzgl. der Lizenz, der Sachverhalt mit der Kündigung der Darlehn ist ja unbestritten.

Alles was HAM also machen kann, ist den Zivilrechtlichen Klageweg gegen den e.V. als Mitgesellschafter und Vertragspartner oder die handelnden Personen der KGaA anstreben.
Ob das zum Erfolg führt, wage ich zu bezweifeln.


Zitat von Standfuss3

Zitat von Lion83

Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von Lion83

Die KGaA KANN keine Mannschaft im Wirkungsbereich des BFV stellen, so lange der Kooperationsvertrag aufgekündigt ist.


Ich würde im Gegenteil sagen, Du hast Dir die Antwort in der zitierten Passage eigentlich gegeben.

In meinem Ausgangspost hatte ich doch geschrieben, welche 3 Bedingungen erfüllt sein müssten, damit die KGaA evtl. doch noch die Spielberechtigung erhält.

Die zweite erwähnte Bedingung war, dass es zu einer einstweiligen Verfügung kommt. Und kommt es dazu noch innerhalb der vom Verband eingeräumten Fristen, müsste der eV meines Erachtens den Beschluss umsetzen und das Spielrecht auf die KGaA übertragen. Was genau spricht aus Deiner Sicht dagegen?


Der BFV hat dem TSV München von 1860 e.V. schon Ende April die Zulassung für die 3.Liga als auch für die Bayernligamannschaft erteilt, wie bisher auch gesagt, ausschließlich dem e.V., da beide Mannschaften der KGaA untergeordnet waren lag das Spielrecht auch bei der KGaA. Das ist hinfällig, da der Kooperationsvertrag aufgekündigt aus triftigen wurde.
Ich weiß nicht wer dieses Thema mit einer „möglichen einstweiligen Verfügung“ aufgebracht hat, welcher Rechtsgrundlage würde diese zugrunde liegen?
Anders gesagt, wäre diese so einfach zu bekommen, warum weiß dann ein Spitzenanwalt wie Peter Gauweiler nichts davon und hat diese nicht schon längst erwirkt?
Des Weiteren (das ist rein spekulativ) vermute ich, daß der BFV auch selbst in so einer fiktiven Situation eine einfache Lösung parat hätte, so wie vor 9 Jahren, als der liebe Investor die 50+1 durch die „4“ umgehen wollte und der BFV über die Nacht des „schwarzen Freitags“ auch das in den eigenen Statuten verankerte. Der BFV wird eine KGaA Mannschaft so oder so nicht zulassen.


Eine einstweilige Verfügung gibt es dann, wenn Tatsachen geschaffen werden, ohne das es eine vorherige rechtliche Entscheidung gab und die Ansprüche einer Partei dadurch unwiederbringlich beeinträchtigt wären.

Durchaus möglich, das dies hier der Fall wäre.

Nur was dann? Würde ein Gericht dann den e.V. zwingen, seine Lizenz für die RL an die KG abzugeben, um den Spielbetrieb durchzuführen?

Wenn dem so wäre, keiner würde ins Stadion gehen. Es gibt ja mittlerweile auch kein Team mehr, die Verträge sind ja alle gekündigt bzw. ausgelaufen.
Und die KG selbst hat keine Lizenz, die muss der Verband auch nicht mehr erteilen. Die Frist ist rum.

Ich bin gespannt wie es weiter geht, das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Aber wenn wir uns das logisch zu Gemüte führen:
Ismaik drängt auf mehr Ausgaben. Sichert zu er stellt die Darlehn bereit und es gibt einen entsprechenden Vertrag. 13 Tage vor Ablauf der Lizenzfrist kündigt er diese Darlehn und übermittelt einen Forderungskatalog. um seinen Mitgesellschafter zu erpressen.
Dieser akzeptiert was er akzeptieren kann, und das Geld fließt trotzdem nicht.

Ja was will er denn dann noch?
Die KG ist quasi insolvent oder vlt. sogar bereits im Insolvenzverfahren, das weiss ja nur der Hr. Paula als GF.
Die KG hat keine Spieler, keine Sponsoren, keine Mittel und v.a. keine Lizenz- damit eigentlich garnichts was sie braucht, um einen Spielbetrieb überhaupt stattfinden zu lassen.
Ismaik müsste erstmal die KG rekapitalisieren, damit das überhaupt einen Sinn hat.

Also ich glaube da nicht dran, aber Glauben ist halt keine rechtliche oder richterliche Entscheidung.
Nur zeigt die Historie, das gab es im Eishockey mal, das Klagen gegen das deutsche Verbandsrecht auch im Profibereich nicht gut ausgehen.
Bei den Kassel Huskies gab es einen Anwalt, Westerhelle (nicht der FDP Vorsitzende) der 2010 rum gegen die Lizenzvergabe der DEL geklagt hatte. Sie versuchten mit einstweilligen Verfügungen am Spielbetrieb teilzunehmen und scheiterten.
Eine Spielbetriebsgesellschaft die sich zur Teilnahme klagt, wäre ein Novum in der dt. Sportgeschichte.

Bisher haben ordentliche Gerichte immer die sportsgerichtsbarkeit und die jeweiligen verfahren repektiert.
Ich hoffe nicht, das sich das jetzt ändert.
Aber es würde natürlich zu den Löwen passen.


Zitat von Hanse-Loewe
Zitat von Standfuss3

Eine Spielbetriebsgesellschaft die sich zur Teilnahme klagt, wäre ein Novum in der dt. Sportgeschichte.


Das Szenario, das ich skizziert hatte, war ja keine Klage gegen den Verband, sondern eine einstweilige Verfügung, die den eV „zwingt“, das Spielrecht an die KGaA zu übertragen. Und dass da eine Frist abgelaufen ist, hat mir noch niemand belegen können. Alle bisher genannten Fristen bezogen sich nur auf das Verhältnis eV zum Verband (die auch alle eingehalten wurden), aber nicht auf den Zeitpunkt, bis zu dem der eV das Spielrecht an die KGaA übertragen müsste.

In der Hoffnung, dass das von mir skizzierte Szenario nicht eintritt, sind wir ja alle vereint.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jojo1860 am 01.07.2026 um 15:59 Uhr bearbeitet
11.06.2026

Zitat von Kobiashvili

Disclaimer: Laie

Ich bin da in meiner Skepsis voll beim Hanse-Löwen, dessen Aussagen auch teilweise verzerrt wiedergegeben wurden. Niemand sagt, eine einstweilige Verfügung ist für HI "einfach" zu erreichen. Aber sie ist denkbar, und nichts beweist, dass Gauleiter nicht darauf hinarbeitet. Und beim BFV wissen wir nicht so ganz genau, bis wann klar sein muss, ob der eV sein Spielrecht selbst wahrnimmt. Der BFV "musste" auf Grund der Kündigung des Kooperationsvertrags von dessen Nichtgültigkeit ausgehen und das Spielrecht dem eV geben, aber wenn der KV sehr zeitnah wieder in Kraft gesetzt würde, kann ich mir keinen Grund herleiten, warum der BFV die KGaA blockieren könnte, außer eine etwaige Fristüberschreitung. Die könnte ich mir rein wegen der Spielerverträge intuitiv vorstellen, sobald die Saison beginnt (bspw. 1.7., spätestens 1. Spieltag), aber ich glaube eben nicht, dass die grundsätzliche Meldung des eV schon impliziert, dass das Thema qua Meldung schon durch ist.

Sollte es eine solche Frist geben, erhöht das die Wahrscheinlichkeit einer etwaigen Verfügung zu Gunsten Ismaiks, da sonst ja die KGaA de facto "gekillt" würde ("erhöht" - nicht auf "überwiegend wahrscheinlich", aber auf "höher als wenn es keine Frist gibt"). Gibt es keine solche Frist, wäre die Implikation ja noch krasser, dass nämlich das Spielrecht auch nach Jahren noch zurückgehen kann, soweit die KGaA existiert.

Ich denke, wir hätten auch im Rechtsstreit ganz gute Karten, aber ohne Rechtsstreit wird das Spielrecht m.E. nicht dauerhaft beim eV landen.

Raus sind wir aus der Nummer natürlich, wenn die KGaA insolvent ist, aber Ismaik als Hauptgläubiger und potentieller Liquiditätsgeber hat alle Möglichkeiten, das zu verhindern.


Zitat von Hanse-Loewe
Zitat von corvee

Ich verstehe den Sinn dieses Threads so langsam nicht mehr.
Ging es nicht ursprünglich um eine belegte, klare und möglichst objektive Auflistung von Fakten?
Damit vor allem User und Userinnen, die nicht so im Thema drin sind einen konzisen und belegten Informationssammelpunkt erhalten?
Hier wird jetzt aber lang und breit über Deutungen und Möglichkeiten diskutiert. Ich finde, dass das den Thread irgendwie obsolet macht.
Wir können im Moment im HI-Thread, im Vereinsführungsthread, im sportliche-Zukunkft-Thread und theoretisch im Mang-Thread diskutieren.
Irgendwie führt die Allumfässlichkeit des Themas gerade aber dazu, dass viele Diskussionen in verschiedenen Threads mehrmals geführt werden und gleichzeitig dieser Thread hier den eigentlichen Sinn verfehlt.

Vielleicht können Fred und Jojo ja hier mal überlegen, ob man das ganze irgendwie anders ordnet. Oder geht es nur mir so?


Mir ging es genauso wie Dir. Ich hab nur deswegen hier Themen diskutiert, weil ich in einem Thread über Fakten nicht etwas als Fakt stehen lassen wollte, was kein Fakt ist.

Das Problem ist, dass wir in einem solchen Forum keine Instanz haben, die feststellt, was Fakt ist, und was nicht. Im Grunde müssten wir das Thema auch hier aufspalten in einen Thread, in dem vermeintliche Fakten diskutiert und infrage gestellt werden können, und einen Thread, in den dann nur die tatsächlich unwidersprochenen Fakten aufgenommen werden (z.B. ausschließlich durch die Paten).

Anders zerfleddert der eigentliche Fakten-Thread so wie gesehen durch die unweigerlich entstehenden Diskussionen.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jojo1860 am 01.07.2026 um 16:01 Uhr bearbeitet
11.06.2026

Zitat von 1860Rolf
Zitat von _Flin_

Mal ein paar Fakten Stand jetzt:

1. Die KGaA ist seit der Kündigung des Darlehensvertrags vor drei Wochen am 21.5. zahlungsunfähig. Geht bei der KGaA kein Geld ein, um Verbindlichkeiten wie Gehälter und Dauerkartenrückforderungen zu bedienen, muss die Geschäftsführung der KGaA Insolvenz anmelden. Gesetzlich vorgeschrieben, bei Verstoß bis zu 3 Jahre Gefängnis.

2. Der TSV 1860 von München e.V. hat vom Bayerischen Fussballverband das Spielrecht für die Regionalliga erteilt bekommen.

3. Die Spielerverträge für 1.Mannschaft, U21 und U19 liegen bei der KGaA.

4. Der Erbpachtvertrag und somit das Trainingsgelände samt Geschäftsstelle läuft auf die KGaA. (Edit: Welche Szenarien zu einem Heimfall des Geländes an die Stadt München führen, ist mir nicht bekannt. Inwieweit hier eine Entschädigung an die KGaA für die Gebäude fällig wird, ist offen. Ebenso offen ist aus meiner Sicht, ob der Erbpachtvertrag an bestimmte Bedingungen gebunden ist. Den vertraglich zugesicherten Bau der Turnhalle hat Ismaik jahrelang verhindert. Das wird ihm jetzt eher nicht zugute kommen).

5. Die Markenrechte liegen bei der KGaA. Der e.V. verfügt über ein Nutzungsrecht.

6. Ismaik hält an der KGaA 49,9% stimmberechtigte Anteile und 10,1% nicht stimmberechtigte. Das heißt, ohne Kooperationsvertrag hat der e.V. die Kontrolle über die KGaA. Unterliegt aber Einschränkungen aufgrund des Gesellschaftsrechts.

7. Der Schaden, der aufgrund des LIzenzentzugs und der ursächlichen Kündigung der Kreditverträge der KGaA entstanden ist, summiert sich über Fernsehgelder (1.3 Mio), abgesprungene Sponsoren (Bayerische alleine 1 Mio), ungültige Spielerverträge und daraus resultierendes Fehlen von Transfereinnahmen (Haugen, Dulic, je ca. 1 Mio) auf eine Größenordnung von 4-5 Millionen Euro.

8. Der Schaden für das Investment von Hasan Ismaik beträgt ca. 15 Millionen (Wertverlust KGaA Anteile, Wertverlust Schulden, Wertverlust Aufstiegsoption, etc.). Es lagen wohl Angebote über um die 20 Millionen vor, das kann er jetzt vergessen.

9. Der Schaden für den e.V. beträgt mindestens 2 Millionen € an reinem Marktwertverlust der KGaA. Für den e.V. ist das nicht so schlimm, da die überschuldete KGaA nur mit 1€ in den Bilanzen steht.

10. Der Schaden für Kunden und Fans hängt davon ab, was mit den geleisteten Zahlungen für Dauerkarten passiert, deren Vertragsgegenstand weggefallen ist. Gott sei Dank wurde das Geld für meine Sammelbestellung noch nicht an die KGaA gezahlt. Wer bereits gezahlt hat, sitzt eventuell mit auf dem sinkenden Schiff und es besteht die Gefahr, dass das Geld vollständig weg sein wird.

11. Der e.V. hat Forderungen gegenüber der KGaA. Hier sind seit Jahren aufgrund des nicht abgeschlossenen Servicevertrags keine Zahlungen für die Jugendausbildung erfolgt. Das Geld für die Jugendausbildung floss zu 100% in die KGaA, nichts davon an den Verein.

12. HAM hat Forderungen gegenüber der KGaA. Das sind vor allem Genußscheine und nachrangige Darlehen. Eine völlig andere Situation als 2017. Geht die KGaA pleite, sind Ismaiks Forderungen weg.

Edit:
13. Die KGaA ist überschuldet. Der Geschäftszweck hat sich mangels Spielrecht und Kooperationsvertrag quasi aufgelöst. Die Auswirkungen auf die Fortführungsprognose zu beurteilen, entzieht sich meiner konkreten Sachkenntnis. Eine positive Fortführungsprognose wage ich zu bezweifeln.


Wobei man bei vielen vermeintlichen Fakten sagen muss, nichts Genaues weiß man nicht.
Beispiele: Nach der Kündigung der Darlehenszusage hat Manfred Paula sich klugerweise in den Status des Notgeschäftsführers zurückgezogen. Hat das Handelsregister das akzeptiert? Nicht alle Anträge werden akzeptiert. Denkbar ist, dass die KGaA wieder ganz normal ihren Geschäften nachgehen kann.
Ist die KGaA wirklich illiquide? Zuletzt soll die KGaA Millionen aus dem Verkauf der Dauerkarten eingenommen haben. Inwieweit besteht eine vertragliche oder rechtliche Rückerstattungspflicht, wenn sich die Ligazugehörigkeit ändert? Wenn nicht, verfügt die KGaA daraus über erhebliche Liquidität, es sei denn, die Fans haben rechtswirksam die Rückerstattung eingefordert. Vermutlich aber nur ein Teil.
Und müsste die KGaA wegen Überschuldung tatsächlich die Insolvenz anmelden. Ismaik hat Darlehen der KGaA gewährt und diese teilweise mit Rangrücktrittserklärungen ausgestattet. Könnte das ausreichen um den Überschuldungsstatus aufzuheben? Und was ist, wenn er einseitig für alle seine Ansprüche die Nachrangigkeit erklärt?
Als Außenstehender sollte man das berücksichtigen, was Unternehmensberater auf Fragen gerne antworten: Es kommt darauf an ...


Zitat von Standfuss3
Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von Standfuss3

Eine Spielbetriebsgesellschaft die sich zur Teilnahme klagt, wäre ein Novum in der dt. Sportgeschichte.


Das Szenario, das ich skizziert hatte, war ja keine Klage gegen den Verband, sondern eine einstweilige Verfügung, die den eV „zwingt“, das Spielrecht an die KGaA zu übertragen. Und dass da eine Frist abgelaufen ist, hat mir noch niemand belegen können. Alle bisher genannten Fristen bezogen sich nur auf das Verhältnis eV zum Verband (die auch alle eingehalten wurden), aber nicht auf den Zeitpunkt, bis zu dem der eV das Spielrecht an die KGaA übertragen müsste.

In der Hoffnung, dass das von mir skizzierte Szenario nicht eintritt, sind wir ja alle vereint.


Der Verband muss die Übertragung des Spielrechts an eine Gesellschaft doch nicht akzeptieren.
Das ist rechtlich eine eigenständige Sache.

Aber da drehen wir uns im Kreis und raten alle.

In der Hoffnung sind wir zusammen, ich sehe aber auch nicht wie eine insolvente KGaA ein Spielbetrieb auf die Beine stellen soll.
Die müsste HAM erst rekapitaliseren.

Dann noch ein Punkt: HAM ist Gesellschafter der KGaA, Geschäftsführer ist aber Paula. Der müsste die Klage gegen den e.V. anstreben. Ob der Gesellschafter HAM gegen den Gesellschafter e.V. aufgrund eines gekündigten Vertrags mit der KGaA zur bereitstellung der SPielberechtigung zwingen kann?
Schwierig, das dürften selbst Juristen nicht so trivial sagen können.


Zitat von Hanse-Loewe
Zitat von _Flin_

Zitat von 1860Rolf

Ist die KGaA wirklich illiquide? Zuletzt soll die KGaA Millionen aus dem Verkauf der Dauerkarten eingenommen haben. Inwieweit besteht eine vertragliche oder rechtliche Rückerstattungspflicht, wenn sich die Ligazugehörigkeit ändert?


Klar. Ich habe ja eine Dauerkarte für 1860 in der Saison 26/27 für die Dritte Liga gekauft. Somit habe ich ein Sonderkündigungsrecht, wenn der Leistungserbringer ohne mein Zutun die Leistung ändert.

Und bezüglich Insolvenz: Seit 21.5. kann die KGaA ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Die Insolvenz wäre also nicht aufgrund Überschuldung, sondern wegen Zahlungsunfähigkeit.

Aber da Stand 17:23 noch keine Insolvenz im Insolvenzregister veröffentlicht wurde, gehe ich davon aus, dass Ismaik Liquidität bereit gestellt hat, un das zu verhindern. Weil der 21.5. war heute vor drei Wochen, und das ist die Frist.

Edit: Inwiefern ohne einen Spielbetrieb eine positive Fortführungsprognose erstellt werden wird, die die Insolvenz aufgrund der Überschuldung verhindert, wage ich auch zu bezweifeln.


Auch wenn es schon wieder eine Diskussion ist, die zu diesem Fred gar nicht passt: aber wir müssen aufpassen, dass wir hier nicht vermeintliche Fakten präsentieren, zu denen wir überhaupt keine aussagekräftigen Informationen haben.

Ich glaub zum Beispiel nicht, dass die Gesellschaft seit 21.5. zahlungsunfähig war. Ich hab auch nichts dergleichen von offizieller Stelle gehört. Abgesehen davon, dass das sehr unwahrscheinlich wäre, kurz nachdem die Zahlungen aus den Dauerkartenverkäufen eingingen. Dass Zahlungen eingestellt wurden, kann schlicht an der Tatsache liegen, dass die positive Fortführungsprognose hinfällig wurde mit der Kündigung der Darlehen, und damit die Insolvenzreife vorlag, die die Auszahlung von Firmenvermögen verbietet.
In einem solchen Fall ist die maximale Frist bis zum Insolvenzantrag 6 Wochen und nicht 3 Wochen wie bei der Zahlungsunfähigkeit. Und das wäre auch die wahrscheinlich plausiblere Erklärung für den bisher nicht erfolgten Insolvenzantrag, als dass Ismaik bereits liquide Mittel nachgeschossen hat.

Und auch zu Deinem letzten Punkt: die Fortführungsprognose hängt nicht am Spielbetrieb durch die KGaA, solange Ismaik genügend Mittel bereitstellt, um die Zahlungsverpflichtungen der nächsten 18 Monate sicherzustellen. Das langt.

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12.06.2026

Zitat von big_daddy0909
Ein Vorschlag. Ich finde es echt schade, das man diesen Thread gerade mit Mutmaßungen und Diskussionen kaputt macht.
Ich fand es echt klasse, einen Thread zu haben, wo man Fakten nachlesen kann.
Wäre es nicht möglich analog dem Transferthread mit Quelle ohne Diskussion und dem Transferthread mit Diskussionen schafft ? Dabei sollte es aber nicht noch einen zusätzlichen Thread geben, sondern evtl. einen der Vorhandenen umbenennen , in dem auch nur diskutiert wird.
Ideal wäre es natürlich wenn sich einer unserer fachlichen Spezialisten bereit erklären würde, den Fakten Thread zu übernehmen und mit Inhalt, d.h. Fakten zu füllen, so wie es @Seelöwe begonnen hatte.


Zitat von Hanse-Loewe
Zitat von Seuchenvogel

Ich denke nicht, dass es einen Diskussionsthread zum Thema Fakten-Fakten... geben sollte.

Prinzipiell sollten hier wirklich die Fakten aufgeführt werden (und der Rest in die korrekten Threads verschoben)
und dann die Diskussionen bei "Ismaik" "finanzielle Situation " etc. etc. erfolgen.


Es gibt dann nur die Herausforderung, dass in so einem Forum jeder die Freiheit haben sollte, in diesem Fred Beiträge zu schreiben, wir haben hier aber inzwischen etliche behauptete „Fakten“, bei denen ich z.B. relativ sicher bin, dass es gar keine Fakten sind. Das lässt sich gar nicht vermeiden, weil die User in den betreffenden Fällen gar nicht bemerken, dass die vermeintlichen Fakten in Wirklichkeit unzulässige Schlussfolgerungen aus Veröffentlichungen sind. Das soll keine Kritik sein, da mir das in jedem Fall genauso passieren kann.

In dem Moment, wo ich etwas dazu schreibe, wie geschehen, sind wir schon in der Diskussion, was nicht der Sinn dieses Threads ist. Schreibt man aber nichts dazu, werden Fehler nicht korrigiert, was den Thread ebenfalls wertlos macht.

Man braucht also in jedem Fall irgendeine Möglichkeit des Editierens. Hat man nur einen Thread zum Thema, müsste es trotzdem die Möglichkeit geben, vermeintliche Fakten zu diskutieren, um Fehler zu bereinigen, und dann müssten z.B. die Paten das Ganze editieren, indem sie die Diskussion wieder löschen und nur die unwidersprochenen Fakten aufnehmen. Das ist halt relativ aufwändig, v.a. für die Paten. Vielleicht aufwändiger, als wenn es zwei Threads zum Thema gibt, wo man die Diskussion im Fakten-Diskussions-Thread stehenlassen könnte, und verschiedene User – und nicht nur die Paten – die Möglichkeit haben, die unwidersprochenen Fakten in den eigentlichen Fakten-Thread (Glossar) zu übertragen.

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12.06.2026

Zitat von Hanse-Loewe
Zitat von _Flin_

Zitat von Hanse-Loewe

Ich glaub zum Beispiel nicht, dass die Gesellschaft seit 21.5. zahlungsunfähig war. Ich hab auch nichts dergleichen von offizieller Stelle gehört.


Fakt ist: Die KGaA in Person von Manfred Paula hat geäussert, in die Notgeschäftsführung überzugehen und bis auf weiteres keine Zahlungen leisten zu können.

Das nennt man Zahlungsunfähigkeit und es ist gut dokumentiert. Zum Beispiel hier: https://www.kicker.de/lizenzentzug-1860-aeussert-sich-und-wechselt-in-notmodus-1223117/artikel

Wenn nicht mal mehr Gehälter gezahlt werden, ist es hinten eindeutig höher als vorn.


Das ist ein gutes Beispiel für vermeintliche Fakten, die gar keine sind.

Dass Paula keine Zahlungen mehr leistet, bedeutet eben nicht die Zahlungsunfähigkeit. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass genug Geld da ist, um Rechnungen zu begleichen oder Gehälter zu bezahlen, nachdem doch kurz zuvor 7-stellige Beträge durch die verkauften Dauerkarten eingegangen sind.

Der Grund dafür, dass Paula nichts mehr auszahlt, liegt sehr wahrscheinlich in der Überschuldung, verbunden mit der durch die Darlehenskündigung weggefallenen positiven Fortführungsprognose. Deswegen spricht Paula auch in dem von Dir zitierten Artikel davon, dass er VORSORGLICH in die Notgeschäftsführung wechselt. Wenn kein Geld dagewesen wäre (Zahlungsunfähigkeit) ergäbe die Aussage von Paula gar keinen Sinn.

Insofern ist die Zahlungsunfähigkeit ein falscher „Fakt“. Und das ist nicht nur ein semantischer Unterschied. Beispielsweise ergibt sich aus meiner Sicht eine 6-wöchige Frist für die Insolvenzanmeldung, aus deiner Interpretation eine 3-wöchige Frist: während Du Dich wundern müsstest, warum noch kein Insolvenzantrag gestellt wurde, wundert mich das nicht.

Auch für die Frage, wie viel Ismaik an Liquidität bereitstellen müsste, um die KGaA vor der Insolvenz zu retten, ist das relevant. Wenn Du von Zahlungsunfähigkeit ausgehst, würde die Rückzahlung der Dauerkarten viel Liquiditätsnachschub erfordern. Geht man wie ich davon aus, dass das Geld von den Dauerkarten noch da ist, dann nicht.

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Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von _Flin_

Zitat von Hanse-Loewe

Ich glaub zum Beispiel nicht, dass die Gesellschaft seit 21.5. zahlungsunfähig war. Ich hab auch nichts dergleichen von offizieller Stelle gehört.


Fakt ist: Die KGaA in Person von Manfred Paula hat geäussert, in die Notgeschäftsführung überzugehen und bis auf weiteres keine Zahlungen leisten zu können.

Das nennt man Zahlungsunfähigkeit und es ist gut dokumentiert. Zum Beispiel hier: https://www.kicker.de/lizenzentzug-1860-aeussert-sich-und-wechselt-in-notmodus-1223117/artikel

Wenn nicht mal mehr Gehälter gezahlt werden, ist es hinten eindeutig höher als vorn.


Das ist ein gutes Beispiel für vermeintliche Fakten, die gar keine sind.

Dass Paula keine Zahlungen mehr leistet, bedeutet eben nicht die Zahlungsunfähigkeit. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass genug Geld da ist, um Rechnungen zu begleichen oder Gehälter zu bezahlen, nachdem doch kurz zuvor 7-stellige Beträge durch die verkauften Dauerkarten eingegangen sind.

Der Grund dafür, dass Paula nichts mehr auszahlt, liegt sehr wahrscheinlich in der Überschuldung, verbunden mit der durch die Darlehenskündigung weggefallenen positiven Fortführungsprognose. Deswegen spricht Paula auch in dem von Dir zitierten Artikel davon, dass er VORSORGLICH in die Notgeschäftsführung wechselt. Wenn kein Geld dagewesen wäre (Zahlungsunfähigkeit) ergäbe die Aussage von Paula gar keinen Sinn.

Insofern ist die Zahlungsunfähigkeit ein falscher „Fakt“. Und das ist nicht nur ein semantischer Unterschied. Beispielsweise ergibt sich aus meiner Sicht eine 6-wöchige Frist für die Insolvenzanmeldung, aus deiner Interpretation eine 3-wöchige Frist: während Du Dich wundern müsstest, warum noch kein Insolvenzantrag gestellt wurde, wundert mich das nicht.

Auch für die Frage, wie viel Ismaik an Liquidität bereitstellen müsste, um die KGaA vor der Insolvenz zu retten, ist das relevant. Wenn Du von Zahlungsunfähigkeit ausgehst, würde die Rückzahlung der Dauerkarten viel Liquiditätsnachschub erfordern. Geht man wie ich davon aus, dass das Geld von den Dauerkarten noch da ist, dann nicht.


Zitat von _Flin_

Zitat von Hanse-Loewe

Das ist ein gutes Beispiel für vermeintliche Fakten, die gar keine sind.


Du spekulierst über Wahrscheinlichkeiten. Ich gebe nur Äußerungen des KGaA Geschäftsführers Manfred Paula wieder. Neue Informationen zum Thema Notbetrieb und Gehälter gibt es Stand jetzt öffentlich nicht. Ebensowenig zum Thema Dauerkarten.

Ein weiterer Fakt: Am Montag, den 15.6. ist Trainingsauftakt. Trainieren werden Mitglieder der U21 Mannschaft sowie Profis, die einen gültigen Vertrag für die Regionalliga haben. Trainer ist Alper Kunyabar, der Vorjahres-Meistertrainer der 2.Mannschaft.
https://www.tsv1860.de/de/news/artikel/der-ball-rollt-wieder-trainingsauftakt-am-15-juni-2026

Unklar ist hierbei, welche Verabredungen es hinsichtlich Spielrecht in der Regionalliga einerseits (liegt nach aktuellen Informationen beim e.V.) und der Nutzung des Trainingsgeländes sowie der Spieler-Verträge (laufen auf die KGaA) Stand jetzt gibt.



Zitat von Hanse-Loewe

Zitat von _Flin_

Zitat von Hanse-Loewe

Das ist ein gutes Beispiel für vermeintliche Fakten, die gar keine sind.


Du spekulierst über Wahrscheinlichkeiten. Ich gebe nur Äußerungen des KGaA Geschäftsführers Manfred Paula wieder. Neue Informationen zum Thema Notbetrieb und Gehälter gibt es Stand jetzt öffentlich nicht. Ebensowenig zum Thema Dauerkarten.



Naja, wir wollen das jetzt nicht zu sehr ausbreiten. Du hattest im Ausgangspost und in den folgenden Posts jeweils die Zahlungsunfähigkeit als Fakt beschrieben. Dem hab ich widersprochen.

Dann hast Du eine Quelle benannt, was ich grundsätzlich für diesen Thread sehr wichtig finde, weil man sich dann ein Urteil bilden kann, ob die Quelle die Aussage stützt. Und die Quelle stützt die Aussage nicht, auch das habe ich begründet, so wie ich begründet habe, dass die Quelle sogar eine andere Deutung sehr viel wahrscheinlicher macht. So gesehen dürfte man die Aussage zur Zahlungsunfähigkeit nicht in das Glossar Faktenthread aufnehmen, weil sie mehr Verwirrung stiftet als aufklärt.

Ein anderes Beispiel für falsche „Fakten“ ist die weitverbreitete Annahme, der BFV hätte dem eV die Lizenz erteilt, was irgendwie im Widerspruch stehen soll zur Wahrnehmung des Spielbetriebs durch die KGaA. Tatsächlich ist eher das Gegenteil richtig: der eV hat vom BFV die Lizenz erhalten auf Basis von eingereichten Unterlagen im Frühjahr, die explizit die Wahrnehmung des Spielbetriebs durch die KGaA vorsahen. Beispielsweise hätte der eV die Lizenz ohne die KGaA gar nicht bekommen können, weil der eV gar keine Stadionverträge hat. Sieht man diesen Zusammenhang richtig, kommt man gar nicht erst auf die viel geäußerte Idee, dass ein Spielbetrieb durch die KGaA vom Verband unterbunden würde. Im Gegenteil: die Aufgabe des eV wird es sein, jetzt so schnell wie möglich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, auch ohne die KGaA die Lizenzbedingungen zu erfüllen.

Und das sind jetzt nur zwei Beispiele dafür, wo die hier aufgeführten „Fakten“ lediglich falsche Interpretationen von veröffentlichten Informationen sind.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jojo1860 am 01.07.2026 um 16:18 Uhr bearbeitet
12.06.2026

Zitat von Nostalgiepur
Isamik entlavt sich einfach immer wieder selbst.
Im aktuellen SZ-Artikel (leider hinter der Paywall) wird bestätigt, dass der Beirat einstimmig!!! 3 Tage vor HI´s Darlehnskündigung den Vertrag von GF Paula verlängert hat.
Somit wird auch klar, dass Gauweilers Theorie, man war schon lange unzufireden mit der KGAA und die Kündigung hatte sich abgezeichnet mal wieder ins Reich der Fabel verwiesen werden kann.
Zudem sehr interessant wie Martin Gräfer ausdrücklich Mang in seinem Facebook Post lobt und unterstützung zusagt. Er spricht viele Themen an die uns lange beschäftigen werden, aber es sieht wirklich so aus als wäre die Bayrische bei der Aufstellung des neuen e.Vs mit dabei.
Bin gespannt wie und ob sie sich beteiligen. Er unterstütz ausdrücklich die Idee dass der e.V eine neue Spielbetriebs GMbH zu gründen. Das ist der einzige Weg. Er sagt sogar der Stadt was sie zu tun hat dass sie der KGAA das Erbbaurecht an der 114 wegnehmen kann.
Scheint mir als hätte Herr Mang den guten Herrn Gräfer die letzten Tage schon mit ins Boot geholt ....

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01.07.2026

Zitat von Juergen_3
Zitat von corvee

Zitat von Juergen_3

Ich weiß nicht, ob das ein "Fakt" ist oder als Fakt durchgeht, aber ich poste es jetzt mal hier.


In der Diskussion über den bevorstehenden Rechtsstreit lese ich ausschließlich über die Insolvenz und alle sind sich sicher, dass daran nur HAM alleine die Schuld trägt. Da gehe ich mit, das dürfte wohl rechtlich Bestand haben.

ABER:
Ich denke nicht, dass das der einzige Punkt im Rechtsstreit sein wird. Die Schuld in der Insolvenzfrage mag unstrittig sein, aber die entscheidende Frage lautet für mich:
Berechtigt das den eV die Kooperation zu beenden und der KGaA das Spielrecht zu entziehen, was faktisch einer Enteignung Ismaiks Anteile gleich kommt?

Ich merke es grad selbst, einen Fakt als Frage zu formulieren ist etwas widersinnig. Dennoch: Fakt ist für mich, dass in dem anstehenden Rechtstreit die Gretchenfrage nicht lauten wird: Wer hat die Insolvenz verursacht. Die Gretchenfrage lautet: Dürfen wir jetzt Ismaik für immer - mittels Entzug der Übertragung des Spielrechts - auf Eis legen? Da wird Gauweiler sicher ansetzen.

Edit:
Und dass es ausgerechnet Gauweiler macht, ist ja irgendwie die Kirsche auf der Sahnehaube dieses ganzen Komödienstadls, den Ismaik da mal wieder inszeniert hat.


Die Kooperation wurde ja nicht wegen der Insolvenz, sondern wegen der evtl. rechtswidrigen Darlehenskündigung bzw. den definitiv (verbands-)rechtswidrigen Forderungen Ismaiks für die "Rettung" aufgekündigt.


Danke, wichtiges Detail, aber so meinte ich es.
Eine Kooperation aufgrund solcher Verfehlungen zu beenden, dürfte nicht so problematisch sein. Aber die Konsequenzen sind im dem besonderen Fall extrem - faktisch die Vernichtung der Anteile bzw. dessen Wert.
Ich wollte aber wirklich nur bewusst die Frage in dem Raum stellen. Antwort habe ich keine. Ich denke nur, dass es falsch und zu optimistisch wäre sich einzige auf die Verfehlungen Ismaiks zu versteifen, auch wenn diese gravierend sind.


Meine Hoffnung und vorsichtige Prognose, die ja hier auch einige teilen dürften:
Es wird zu einer gütlichen Einigung kommen und der Rechtsstreit wird sich nicht die nächsten 10 Jahre hinziehen, bis Sieger und Verlierer ermittelt sind.
... aber jetzt mach ich es doch wieder... ich spekuliere... ich bin sogar optimistisch, was einem als Löwenfan mit mindestens 60% Wahrscheinlichkeit um die Ohren fliegt. Trotzdem bin ich zu mindestens 50+1 % optimistisch.

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