| Geburtsdatum | 08.07.1978 |
|---|---|
| Alter | 48 |
| Nat. |
Griechenland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
22.01.2020 - 07:18 Uhr
22.01.2020 - 11:50 Uhr
Zitat von Kuddel58
Zitat von John-Coffey
Uii das erscheint mir doch sehr vorschnell... Dazu wars dann doch zu holprig und zu wenig überzeugend, meiner Meinung nach. Anderseits ist klar, dass man jetzt Dimi nix anderes signalisieren kann, aber wirklich unterschreiben oder konkret zu verhandlen, fände ich zu früh. Bei zwei-drei Misserfolgen hängen wir schnell unten drin und langfristige Trainerverträge haben uns noch nie genutzt. Falls Dimi dann doch Erfolg hat und schnell weg ist, es gibt so viele namhafte um nicht zu sagen namhaftere Trainer auf dem Markt, dass man da wirklich nicht unter Druck ist, meiner Meinung nach, als Verein einen Trainer ohne überragenden Erfolg der die Erwartungen übertrifft, unbedingt schnell halten zu müssen....
. Was würde denn für eine Vertragsverlängerung sprechen und was dagegen?Uii das erscheint mir doch sehr vorschnell... Dazu wars dann doch zu holprig und zu wenig überzeugend, meiner Meinung nach. Anderseits ist klar, dass man jetzt Dimi nix anderes signalisieren kann, aber wirklich unterschreiben oder konkret zu verhandlen, fände ich zu früh. Bei zwei-drei Misserfolgen hängen wir schnell unten drin und langfristige Trainerverträge haben uns noch nie genutzt. Falls Dimi dann doch Erfolg hat und schnell weg ist, es gibt so viele namhafte um nicht zu sagen namhaftere Trainer auf dem Markt, dass man da wirklich nicht unter Druck ist, meiner Meinung nach, als Verein einen Trainer ohne überragenden Erfolg der die Erwartungen übertrifft, unbedingt schnell halten zu müssen....
Im Prinzip gibt es jetzt keinen Entscheidungszeitpunkt mehr, der ist längst vorbei. Ich hatte Wochen vor der Winterpause bereits geschrieben, entweder man geht mit Dimi in die Winterpause, dann muss man aber auch zwingend den Vertrag verlängern. Denn ansonsten würde das Thema medial immer weiter herumgären und den Spielern signalisiert, dass der Trainer keine 100%ige Unterstützung besitzt.
Oder - Variante 2 damals - man wechselt den Trainer noch vor der Winterpause. Das ist nicht aber passiert. Also bleibt eine Verlängerung jetzt die einzig sinnvolle Variante, aber bitte nicht zu Mondgehältern, die hat er nämlich noch nicht rechtfertigen können.
22.01.2020 - 14:53 Uhr
Also jetzt werden die Weichen gestellt. Wehlmann bereitet uns Fans langsam auf eine Vertragsverlängerung von Grammozis vor. Er will und Grammozis will. Das ist klar. Aber ist das auch richtig?
Ist Dimi der richtige Mann für das nächste Jahr oder auch die nächsten 2 Jahre. Mehr anzustreben wäre wirtschaftlich unsinnig für den Verein. Mann ist durch die Erfahrungen mit Frings gewarnt. Wie sich hier eine Meinung bilden? Bevor man sich entscheidet, sollte man einfach mal auf die bisherigen Leistungen und Erfolge von Dimi schauen, die sich hauptsächlich in Leistungen und Erfolgen der Mannschaft wiederspiegeln.
Menschliches und Menschenführung
Dimi ist ein sehr angenehmer Mensch und entsprechend ist die Stimmung im Team gut. Er nimmt seine Spieler manchmal fast zu sehr in Schutz zumindest öffentlich. In der Kabine mag das anders ausehen. Den stänkernden Kempe hat er – gegen seine Überzeugung – wieder im Team integriert, weil er Leistung brachte. Gut gemacht. Aber das mag auch Kraft gekostet haben.
Instinktlosigkeiten gab es auch. Kuriose Wechselentscheidungen wie die von Dursun in Osnabrück, dessen Nichtberücksichtigung aus gerechnet in Fürth oder eine Einwechslung von Schnellhardt in der 88. Minute. Aber das haben andere auch schon falsch gemacht.
Schlimmer wiegt da, dass er weder die hochgelobten Mehlem noch Schnellhardt oder die jungen neuen Außenspieler Skarke, Berko, Honsack und Ozegovic mit genügend Selbstvertrauen ausstatten konnte, dass diese ihr durchaus unter Beweis gestellte Potential entfalten konnten. Dazu später mehr.
Es ist eben ein Unterschied, ob ich junge talentierte Spieler in einer Jugendmannschaft führe oder junge talentierte Spieler in einem Profiteam. Hier lernt er noch. Die Frage ist, ob wir das bezahlen müssen.
Teamentwicklung
Bitte seht mir nach, dass ich mich auf die jetzige Runde beschränke. Hier sehe ich – wie oben angedeutet – viel Luft nach oben. Fragen wir, wen er besser gemacht hat in dieser Saison. Kurioserweise Kempe, dem die Tribüne gutgetan hat, wenn er auch langsam wieder in alte Muster verfällt. Mit Abstrichen noch Dumic, Höhn und Palsson, die teilweise stark spielten aber bereits erfahrene Kräfte sind. Alle anderen haben entweder ihr Niveau gehalten wie z.B. Holland, Herrmann und Dumic oder sind abgefallen bzw. hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Spielkultur
Wie Schuster vorher lässt Dimi vorrangig defensiv spielen. Zwei Stürmer, das ist ihm zu gefährlich. Allerdings hat er den Lilien beigebracht statt des bewährten „Langholz“ und dem Kämpfen um die zweiten Bälle, das Spiel durch Kurzpässe aus der Defensive zu entwickeln. Mit technisch ausreichend ausgestatteten Leuten wie Dumic und Höhn klappte das auch fast fehlerfrei. Schön. Was ist erfolgreicher? Schuster’s Lilien hatten im ersten Halbjahr 2018/19 ein Torverhältnis von 21:27 und Dimi‘s Team hatte im ersten Halbjahr 2019/20 ein Torverhältnis von 18:23. Das ist mehr oder weniger das Gleiche auf verschiedenen Wegen.
Und genau hier liegt der Knackpunkt in Dimi’s System. Es fehlt beim Übergang von der letzten Reihe zur Offensive. Spieler wie Mehlem oder Schnellhardt, die diese Verbindung zusammen mit Paik, Palsson oder den IV spielen könnten, schaffen das nicht (Schnellhardt) oder spielen gnadenlos direkt (Mehlem). Dadurch bleiben auch die Außen relativ schlecht eingebunden und Dursun der Alleindarsteller. Oder anders formuliert. Gespielt wird oft nur bis 10 Meter hinter der Mittellinie. Dann folgt ein schneller Risikopass, der meistens schiefgeht. Manchmal allerdings auch klappt. Wie der Pass von Mehlem auf Kempe zum 1:0 gegen Stuttgart.
Das Offensivspiel unserer Lilien hat etwas Erratisches. Zu oft geht schief, was zu wenig Linie hat. Zum einen fehlt der zentrale MFS, der den Ball auch einmal hält bevor er ihn weitergibt, zum anderen laufen die Außen falsch, weil sie immer nur schnelle steile Bälle erwarten. Das macht unser Offensivspiel ausrechenbar. Dursun kommt oft zu weit entgegen, um sich Bälle zu holen, weil hinter ihm ein Loch klafft und weil das der Trainer wohl auch von ihm erwartet. Dann kommt er in der Box zu spät. Weder Kempe noch Mehlem spielen eine echte zweite Spitze, die dann Dursun überläuft und die Box besetzt.
Spielkultur heißt nicht nur die Bälle flach ins Spiel zu bringen, sondern auch jenseits der Mittellinie gut sortiert zu stehen und sich im Raum anzubieten. Irgendwie fehlt das unserem Team. Genau das kreide ich Dimi an. Hier hat er noch keine Lösung gefunden. Weder Schnellhardt noch Mehlem oder Kempe können oder dürfen das spielen.
Zusammenfassung und Ausblick
Unser Trainer müht sich. Er steht bei und hinter seinen „Jungs“. Spätestens seit Osnabrück ist kontrollierte Defensive angesagt. Trotzdem steht man mit 25 Gegentoren im Mittelfeld der Liga (9. Platz). 20 Treffer sind zu wenig und werden nur von Dresden unterboten (17). Mit 21 Punkten liegen wir nur 2 Punkte vor dem Relegationsplatz. Auch wenn es zu Platz 9 nur 3 Punkte sind, gibt es keinen Grund zum Jubeln.
Sportdirektor Wehlmann hat Dimi eine nominell starke Truppe hingestellt. Mit Skarke, Honsak, Manu und Berko wurden 4 hoffnungsvolle Offensivspieler verpflichtet und mit Paik und Schnellhardt zwei gute MFS geholt. Auch Rapp dürfte eine Verstärkung sein. Es gab Verletzungspech. Vor allem Platte, Manu, Honsak, Schuhen, Schnellhardt und jetzt Wittek. Aber trotzdem hat Dimi m.E. zu wenig erreicht. Er hat kaum einen Spieler besser gemacht. Das spielerische Moment kommt besser zur Geltung. Aber insgesamt scheint mir das zu wenig.
Man muss nicht jetzt mit ihm verlängern und schon gar nicht um gleich 2 Jahre. Ich sage, das was Dimmi kann, können andere auch. Am Wochenende des 14. März spielen wir beim KSC. Dann sind 26 Spiele gespielt und es sind noch 8 Spieltage bis Saisonende. Dann sollte man eine Entscheidung für ein weiteres Jahr mit Dimi treffen. Auf keinen Fall vorher.
Ist Dimi der richtige Mann für das nächste Jahr oder auch die nächsten 2 Jahre. Mehr anzustreben wäre wirtschaftlich unsinnig für den Verein. Mann ist durch die Erfahrungen mit Frings gewarnt. Wie sich hier eine Meinung bilden? Bevor man sich entscheidet, sollte man einfach mal auf die bisherigen Leistungen und Erfolge von Dimi schauen, die sich hauptsächlich in Leistungen und Erfolgen der Mannschaft wiederspiegeln.
Menschliches und Menschenführung
Dimi ist ein sehr angenehmer Mensch und entsprechend ist die Stimmung im Team gut. Er nimmt seine Spieler manchmal fast zu sehr in Schutz zumindest öffentlich. In der Kabine mag das anders ausehen. Den stänkernden Kempe hat er – gegen seine Überzeugung – wieder im Team integriert, weil er Leistung brachte. Gut gemacht. Aber das mag auch Kraft gekostet haben.
Instinktlosigkeiten gab es auch. Kuriose Wechselentscheidungen wie die von Dursun in Osnabrück, dessen Nichtberücksichtigung aus gerechnet in Fürth oder eine Einwechslung von Schnellhardt in der 88. Minute. Aber das haben andere auch schon falsch gemacht.
Schlimmer wiegt da, dass er weder die hochgelobten Mehlem noch Schnellhardt oder die jungen neuen Außenspieler Skarke, Berko, Honsack und Ozegovic mit genügend Selbstvertrauen ausstatten konnte, dass diese ihr durchaus unter Beweis gestellte Potential entfalten konnten. Dazu später mehr.
Es ist eben ein Unterschied, ob ich junge talentierte Spieler in einer Jugendmannschaft führe oder junge talentierte Spieler in einem Profiteam. Hier lernt er noch. Die Frage ist, ob wir das bezahlen müssen.
Teamentwicklung
Bitte seht mir nach, dass ich mich auf die jetzige Runde beschränke. Hier sehe ich – wie oben angedeutet – viel Luft nach oben. Fragen wir, wen er besser gemacht hat in dieser Saison. Kurioserweise Kempe, dem die Tribüne gutgetan hat, wenn er auch langsam wieder in alte Muster verfällt. Mit Abstrichen noch Dumic, Höhn und Palsson, die teilweise stark spielten aber bereits erfahrene Kräfte sind. Alle anderen haben entweder ihr Niveau gehalten wie z.B. Holland, Herrmann und Dumic oder sind abgefallen bzw. hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Spielkultur
Wie Schuster vorher lässt Dimi vorrangig defensiv spielen. Zwei Stürmer, das ist ihm zu gefährlich. Allerdings hat er den Lilien beigebracht statt des bewährten „Langholz“ und dem Kämpfen um die zweiten Bälle, das Spiel durch Kurzpässe aus der Defensive zu entwickeln. Mit technisch ausreichend ausgestatteten Leuten wie Dumic und Höhn klappte das auch fast fehlerfrei. Schön. Was ist erfolgreicher? Schuster’s Lilien hatten im ersten Halbjahr 2018/19 ein Torverhältnis von 21:27 und Dimi‘s Team hatte im ersten Halbjahr 2019/20 ein Torverhältnis von 18:23. Das ist mehr oder weniger das Gleiche auf verschiedenen Wegen.
Und genau hier liegt der Knackpunkt in Dimi’s System. Es fehlt beim Übergang von der letzten Reihe zur Offensive. Spieler wie Mehlem oder Schnellhardt, die diese Verbindung zusammen mit Paik, Palsson oder den IV spielen könnten, schaffen das nicht (Schnellhardt) oder spielen gnadenlos direkt (Mehlem). Dadurch bleiben auch die Außen relativ schlecht eingebunden und Dursun der Alleindarsteller. Oder anders formuliert. Gespielt wird oft nur bis 10 Meter hinter der Mittellinie. Dann folgt ein schneller Risikopass, der meistens schiefgeht. Manchmal allerdings auch klappt. Wie der Pass von Mehlem auf Kempe zum 1:0 gegen Stuttgart.
Das Offensivspiel unserer Lilien hat etwas Erratisches. Zu oft geht schief, was zu wenig Linie hat. Zum einen fehlt der zentrale MFS, der den Ball auch einmal hält bevor er ihn weitergibt, zum anderen laufen die Außen falsch, weil sie immer nur schnelle steile Bälle erwarten. Das macht unser Offensivspiel ausrechenbar. Dursun kommt oft zu weit entgegen, um sich Bälle zu holen, weil hinter ihm ein Loch klafft und weil das der Trainer wohl auch von ihm erwartet. Dann kommt er in der Box zu spät. Weder Kempe noch Mehlem spielen eine echte zweite Spitze, die dann Dursun überläuft und die Box besetzt.
Spielkultur heißt nicht nur die Bälle flach ins Spiel zu bringen, sondern auch jenseits der Mittellinie gut sortiert zu stehen und sich im Raum anzubieten. Irgendwie fehlt das unserem Team. Genau das kreide ich Dimi an. Hier hat er noch keine Lösung gefunden. Weder Schnellhardt noch Mehlem oder Kempe können oder dürfen das spielen.
Zusammenfassung und Ausblick
Unser Trainer müht sich. Er steht bei und hinter seinen „Jungs“. Spätestens seit Osnabrück ist kontrollierte Defensive angesagt. Trotzdem steht man mit 25 Gegentoren im Mittelfeld der Liga (9. Platz). 20 Treffer sind zu wenig und werden nur von Dresden unterboten (17). Mit 21 Punkten liegen wir nur 2 Punkte vor dem Relegationsplatz. Auch wenn es zu Platz 9 nur 3 Punkte sind, gibt es keinen Grund zum Jubeln.
Sportdirektor Wehlmann hat Dimi eine nominell starke Truppe hingestellt. Mit Skarke, Honsak, Manu und Berko wurden 4 hoffnungsvolle Offensivspieler verpflichtet und mit Paik und Schnellhardt zwei gute MFS geholt. Auch Rapp dürfte eine Verstärkung sein. Es gab Verletzungspech. Vor allem Platte, Manu, Honsak, Schuhen, Schnellhardt und jetzt Wittek. Aber trotzdem hat Dimi m.E. zu wenig erreicht. Er hat kaum einen Spieler besser gemacht. Das spielerische Moment kommt besser zur Geltung. Aber insgesamt scheint mir das zu wenig.
Man muss nicht jetzt mit ihm verlängern und schon gar nicht um gleich 2 Jahre. Ich sage, das was Dimmi kann, können andere auch. Am Wochenende des 14. März spielen wir beim KSC. Dann sind 26 Spiele gespielt und es sind noch 8 Spieltage bis Saisonende. Dann sollte man eine Entscheidung für ein weiteres Jahr mit Dimi treffen. Auf keinen Fall vorher.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Vanuatu am 22.01.2020 um 15:03 Uhr bearbeitet
22.01.2020 - 17:27 Uhr
@Vanuatu: Danke für den ausführlichen Bericht und die Zusammenfassung der Lage. Du triffst das hervorragend!
Ich sehe es genau wie Prsut-I-Sir. Der Verein hat sich in diese Situation selbst gebracht. Nach der Winterpause war doch abzusehen das solche Spielchen kommen.
Grammozis hat für mich auf keinen Fall bewiesen, dass er eine Verlängerung verdient. Sollte der Verein aus Gründen der Autorität verlängern, dann erstmal nur 1 Jahr zu max. den gleichen Bedingungen. Er hat seinen Kader bekommen aber noch nichts aus ihm herausgeholt, zumal der Verbleib in der Liga auch noch ungewiss ist.
Ich sehe es genau wie Prsut-I-Sir. Der Verein hat sich in diese Situation selbst gebracht. Nach der Winterpause war doch abzusehen das solche Spielchen kommen.
Grammozis hat für mich auf keinen Fall bewiesen, dass er eine Verlängerung verdient. Sollte der Verein aus Gründen der Autorität verlängern, dann erstmal nur 1 Jahr zu max. den gleichen Bedingungen. Er hat seinen Kader bekommen aber noch nichts aus ihm herausgeholt, zumal der Verbleib in der Liga auch noch ungewiss ist.
22.01.2020 - 19:06 Uhr
2 Punkte vorm Abstiegsplatz...wieso verlängern?
Erst liefern...dann verlängern.
Erst liefern...dann verlängern.
23.01.2020 - 06:41 Uhr
@Vanuatu ziemlich gut dargelegt.
Grammozis Verlängern? Nicht eine Minute. Der Markt hält bessere und talentiertere bereit.
Und ausserdem, wenn sie es doch tun, sollten sie eine Klausel für die 3.Liga einbauen, denn das Thema wird noch sehr sehr brisant für uns.
Grammozis Verlängern? Nicht eine Minute. Der Markt hält bessere und talentiertere bereit.
Und ausserdem, wenn sie es doch tun, sollten sie eine Klausel für die 3.Liga einbauen, denn das Thema wird noch sehr sehr brisant für uns.
31.01.2020 - 08:02 Uhr
Heute äußert sich Gott sei Dank auch das Echo zurückhaltend zu einer (zu frühen) Vertragsverlängerung mit Grammozis und geht davon aus, dass die Spiele gegen Osnabrück und Dresden abgewartet werden. Das scheint mir auch das mindeste zu sein! Wenn nicht endlich überzeugendere Offensivleistungen gebracht werden, muss der Verein handeln und ganz bestimmt keine Trainerverträge verlängern!
31.01.2020 - 20:44 Uhr
Zitat von babalilie
Heute äußert sich Gott sei Dank auch das Echo zurückhaltend zu einer (zu frühen) Vertragsverlängerung mit Grammozis und geht davon aus, dass die Spiele gegen Osnabrück und Dresden abgewartet werden. Das scheint mir auch das mindeste zu sein! Wenn nicht endlich überzeugendere Offensivleistungen gebracht werden, muss der Verein handeln und ganz bestimmt keine Trainerverträge verlängern!
Heute äußert sich Gott sei Dank auch das Echo zurückhaltend zu einer (zu frühen) Vertragsverlängerung mit Grammozis und geht davon aus, dass die Spiele gegen Osnabrück und Dresden abgewartet werden. Das scheint mir auch das mindeste zu sein! Wenn nicht endlich überzeugendere Offensivleistungen gebracht werden, muss der Verein handeln und ganz bestimmt keine Trainerverträge verlängern!
Sehe ich genauso...da müssen jetzt endlich Siege her.
01.02.2020 - 11:46 Uhr
Zitat von Vanuatu
Also jetzt werden die Weichen gestellt. Wehlmann bereitet uns Fans langsam auf eine Vertragsverlängerung von Grammozis vor. Er will und Grammozis will. Das ist klar. Aber ist das auch richtig?
Ist Dimi der richtige Mann für das nächste Jahr oder auch die nächsten 2 Jahre. Mehr anzustreben wäre wirtschaftlich unsinnig für den Verein. Mann ist durch die Erfahrungen mit Frings gewarnt. Wie sich hier eine Meinung bilden? Bevor man sich entscheidet, sollte man einfach mal auf die bisherigen Leistungen und Erfolge von Dimi schauen, die sich hauptsächlich in Leistungen und Erfolgen der Mannschaft wiederspiegeln.
Menschliches und Menschenführung
Dimi ist ein sehr angenehmer Mensch und entsprechend ist die Stimmung im Team gut. Er nimmt seine Spieler manchmal fast zu sehr in Schutz zumindest öffentlich. In der Kabine mag das anders ausehen. Den stänkernden Kempe hat er – gegen seine Überzeugung – wieder im Team integriert, weil er Leistung brachte. Gut gemacht. Aber das mag auch Kraft gekostet haben.
Instinktlosigkeiten gab es auch. Kuriose Wechselentscheidungen wie die von Dursun in Osnabrück, dessen Nichtberücksichtigung aus gerechnet in Fürth oder eine Einwechslung von Schnellhardt in der 88. Minute. Aber das haben andere auch schon falsch gemacht.
Schlimmer wiegt da, dass er weder die hochgelobten Mehlem noch Schnellhardt oder die jungen neuen Außenspieler Skarke, Berko, Honsack und Ozegovic mit genügend Selbstvertrauen ausstatten konnte, dass diese ihr durchaus unter Beweis gestellte Potential entfalten konnten. Dazu später mehr.
Es ist eben ein Unterschied, ob ich junge talentierte Spieler in einer Jugendmannschaft führe oder junge talentierte Spieler in einem Profiteam. Hier lernt er noch. Die Frage ist, ob wir das bezahlen müssen.
Teamentwicklung
Bitte seht mir nach, dass ich mich auf die jetzige Runde beschränke. Hier sehe ich – wie oben angedeutet – viel Luft nach oben. Fragen wir, wen er besser gemacht hat in dieser Saison. Kurioserweise Kempe, dem die Tribüne gutgetan hat, wenn er auch langsam wieder in alte Muster verfällt. Mit Abstrichen noch Dumic, Höhn und Palsson, die teilweise stark spielten aber bereits erfahrene Kräfte sind. Alle anderen haben entweder ihr Niveau gehalten wie z.B. Holland, Herrmann und Dumic oder sind abgefallen bzw. hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Spielkultur
Wie Schuster vorher lässt Dimi vorrangig defensiv spielen. Zwei Stürmer, das ist ihm zu gefährlich. Allerdings hat er den Lilien beigebracht statt des bewährten „Langholz“ und dem Kämpfen um die zweiten Bälle, das Spiel durch Kurzpässe aus der Defensive zu entwickeln. Mit technisch ausreichend ausgestatteten Leuten wie Dumic und Höhn klappte das auch fast fehlerfrei. Schön. Was ist erfolgreicher? Schuster’s Lilien hatten im ersten Halbjahr 2018/19 ein Torverhältnis von 21:27 und Dimi‘s Team hatte im ersten Halbjahr 2019/20 ein Torverhältnis von 18:23. Das ist mehr oder weniger das Gleiche auf verschiedenen Wegen.
Und genau hier liegt der Knackpunkt in Dimi’s System. Es fehlt beim Übergang von der letzten Reihe zur Offensive. Spieler wie Mehlem oder Schnellhardt, die diese Verbindung zusammen mit Paik, Palsson oder den IV spielen könnten, schaffen das nicht (Schnellhardt) oder spielen gnadenlos direkt (Mehlem). Dadurch bleiben auch die Außen relativ schlecht eingebunden und Dursun der Alleindarsteller. Oder anders formuliert. Gespielt wird oft nur bis 10 Meter hinter der Mittellinie. Dann folgt ein schneller Risikopass, der meistens schiefgeht. Manchmal allerdings auch klappt. Wie der Pass von Mehlem auf Kempe zum 1:0 gegen Stuttgart.
Das Offensivspiel unserer Lilien hat etwas Erratisches. Zu oft geht schief, was zu wenig Linie hat. Zum einen fehlt der zentrale MFS, der den Ball auch einmal hält bevor er ihn weitergibt, zum anderen laufen die Außen falsch, weil sie immer nur schnelle steile Bälle erwarten. Das macht unser Offensivspiel ausrechenbar. Dursun kommt oft zu weit entgegen, um sich Bälle zu holen, weil hinter ihm ein Loch klafft und weil das der Trainer wohl auch von ihm erwartet. Dann kommt er in der Box zu spät. Weder Kempe noch Mehlem spielen eine echte zweite Spitze, die dann Dursun überläuft und die Box besetzt.
Spielkultur heißt nicht nur die Bälle flach ins Spiel zu bringen, sondern auch jenseits der Mittellinie gut sortiert zu stehen und sich im Raum anzubieten. Irgendwie fehlt das unserem Team. Genau das kreide ich Dimi an. Hier hat er noch keine Lösung gefunden. Weder Schnellhardt noch Mehlem oder Kempe können oder dürfen das spielen.
Zusammenfassung und Ausblick
Unser Trainer müht sich. Er steht bei und hinter seinen „Jungs“. Spätestens seit Osnabrück ist kontrollierte Defensive angesagt. Trotzdem steht man mit 25 Gegentoren im Mittelfeld der Liga (9. Platz). 20 Treffer sind zu wenig und werden nur von Dresden unterboten (17). Mit 21 Punkten liegen wir nur 2 Punkte vor dem Relegationsplatz. Auch wenn es zu Platz 9 nur 3 Punkte sind, gibt es keinen Grund zum Jubeln.
Sportdirektor Wehlmann hat Dimi eine nominell starke Truppe hingestellt. Mit Skarke, Honsak, Manu und Berko wurden 4 hoffnungsvolle Offensivspieler verpflichtet und mit Paik und Schnellhardt zwei gute MFS geholt. Auch Rapp dürfte eine Verstärkung sein. Es gab Verletzungspech. Vor allem Platte, Manu, Honsak, Schuhen, Schnellhardt und jetzt Wittek. Aber trotzdem hat Dimi m.E. zu wenig erreicht. Er hat kaum einen Spieler besser gemacht. Das spielerische Moment kommt besser zur Geltung. Aber insgesamt scheint mir das zu wenig.
Man muss nicht jetzt mit ihm verlängern und schon gar nicht um gleich 2 Jahre. Ich sage, das was Dimmi kann, können andere auch. Am Wochenende des 14. März spielen wir beim KSC. Dann sind 26 Spiele gespielt und es sind noch 8 Spieltage bis Saisonende. Dann sollte man eine Entscheidung für ein weiteres Jahr mit Dimi treffen. Auf keinen Fall vorher.
Also jetzt werden die Weichen gestellt. Wehlmann bereitet uns Fans langsam auf eine Vertragsverlängerung von Grammozis vor. Er will und Grammozis will. Das ist klar. Aber ist das auch richtig?
Ist Dimi der richtige Mann für das nächste Jahr oder auch die nächsten 2 Jahre. Mehr anzustreben wäre wirtschaftlich unsinnig für den Verein. Mann ist durch die Erfahrungen mit Frings gewarnt. Wie sich hier eine Meinung bilden? Bevor man sich entscheidet, sollte man einfach mal auf die bisherigen Leistungen und Erfolge von Dimi schauen, die sich hauptsächlich in Leistungen und Erfolgen der Mannschaft wiederspiegeln.
Menschliches und Menschenführung
Dimi ist ein sehr angenehmer Mensch und entsprechend ist die Stimmung im Team gut. Er nimmt seine Spieler manchmal fast zu sehr in Schutz zumindest öffentlich. In der Kabine mag das anders ausehen. Den stänkernden Kempe hat er – gegen seine Überzeugung – wieder im Team integriert, weil er Leistung brachte. Gut gemacht. Aber das mag auch Kraft gekostet haben.
Instinktlosigkeiten gab es auch. Kuriose Wechselentscheidungen wie die von Dursun in Osnabrück, dessen Nichtberücksichtigung aus gerechnet in Fürth oder eine Einwechslung von Schnellhardt in der 88. Minute. Aber das haben andere auch schon falsch gemacht.
Schlimmer wiegt da, dass er weder die hochgelobten Mehlem noch Schnellhardt oder die jungen neuen Außenspieler Skarke, Berko, Honsack und Ozegovic mit genügend Selbstvertrauen ausstatten konnte, dass diese ihr durchaus unter Beweis gestellte Potential entfalten konnten. Dazu später mehr.
Es ist eben ein Unterschied, ob ich junge talentierte Spieler in einer Jugendmannschaft führe oder junge talentierte Spieler in einem Profiteam. Hier lernt er noch. Die Frage ist, ob wir das bezahlen müssen.
Teamentwicklung
Bitte seht mir nach, dass ich mich auf die jetzige Runde beschränke. Hier sehe ich – wie oben angedeutet – viel Luft nach oben. Fragen wir, wen er besser gemacht hat in dieser Saison. Kurioserweise Kempe, dem die Tribüne gutgetan hat, wenn er auch langsam wieder in alte Muster verfällt. Mit Abstrichen noch Dumic, Höhn und Palsson, die teilweise stark spielten aber bereits erfahrene Kräfte sind. Alle anderen haben entweder ihr Niveau gehalten wie z.B. Holland, Herrmann und Dumic oder sind abgefallen bzw. hinter den Erwartungen zurückgeblieben.
Spielkultur
Wie Schuster vorher lässt Dimi vorrangig defensiv spielen. Zwei Stürmer, das ist ihm zu gefährlich. Allerdings hat er den Lilien beigebracht statt des bewährten „Langholz“ und dem Kämpfen um die zweiten Bälle, das Spiel durch Kurzpässe aus der Defensive zu entwickeln. Mit technisch ausreichend ausgestatteten Leuten wie Dumic und Höhn klappte das auch fast fehlerfrei. Schön. Was ist erfolgreicher? Schuster’s Lilien hatten im ersten Halbjahr 2018/19 ein Torverhältnis von 21:27 und Dimi‘s Team hatte im ersten Halbjahr 2019/20 ein Torverhältnis von 18:23. Das ist mehr oder weniger das Gleiche auf verschiedenen Wegen.
Und genau hier liegt der Knackpunkt in Dimi’s System. Es fehlt beim Übergang von der letzten Reihe zur Offensive. Spieler wie Mehlem oder Schnellhardt, die diese Verbindung zusammen mit Paik, Palsson oder den IV spielen könnten, schaffen das nicht (Schnellhardt) oder spielen gnadenlos direkt (Mehlem). Dadurch bleiben auch die Außen relativ schlecht eingebunden und Dursun der Alleindarsteller. Oder anders formuliert. Gespielt wird oft nur bis 10 Meter hinter der Mittellinie. Dann folgt ein schneller Risikopass, der meistens schiefgeht. Manchmal allerdings auch klappt. Wie der Pass von Mehlem auf Kempe zum 1:0 gegen Stuttgart.
Das Offensivspiel unserer Lilien hat etwas Erratisches. Zu oft geht schief, was zu wenig Linie hat. Zum einen fehlt der zentrale MFS, der den Ball auch einmal hält bevor er ihn weitergibt, zum anderen laufen die Außen falsch, weil sie immer nur schnelle steile Bälle erwarten. Das macht unser Offensivspiel ausrechenbar. Dursun kommt oft zu weit entgegen, um sich Bälle zu holen, weil hinter ihm ein Loch klafft und weil das der Trainer wohl auch von ihm erwartet. Dann kommt er in der Box zu spät. Weder Kempe noch Mehlem spielen eine echte zweite Spitze, die dann Dursun überläuft und die Box besetzt.
Spielkultur heißt nicht nur die Bälle flach ins Spiel zu bringen, sondern auch jenseits der Mittellinie gut sortiert zu stehen und sich im Raum anzubieten. Irgendwie fehlt das unserem Team. Genau das kreide ich Dimi an. Hier hat er noch keine Lösung gefunden. Weder Schnellhardt noch Mehlem oder Kempe können oder dürfen das spielen.
Zusammenfassung und Ausblick
Unser Trainer müht sich. Er steht bei und hinter seinen „Jungs“. Spätestens seit Osnabrück ist kontrollierte Defensive angesagt. Trotzdem steht man mit 25 Gegentoren im Mittelfeld der Liga (9. Platz). 20 Treffer sind zu wenig und werden nur von Dresden unterboten (17). Mit 21 Punkten liegen wir nur 2 Punkte vor dem Relegationsplatz. Auch wenn es zu Platz 9 nur 3 Punkte sind, gibt es keinen Grund zum Jubeln.
Sportdirektor Wehlmann hat Dimi eine nominell starke Truppe hingestellt. Mit Skarke, Honsak, Manu und Berko wurden 4 hoffnungsvolle Offensivspieler verpflichtet und mit Paik und Schnellhardt zwei gute MFS geholt. Auch Rapp dürfte eine Verstärkung sein. Es gab Verletzungspech. Vor allem Platte, Manu, Honsak, Schuhen, Schnellhardt und jetzt Wittek. Aber trotzdem hat Dimi m.E. zu wenig erreicht. Er hat kaum einen Spieler besser gemacht. Das spielerische Moment kommt besser zur Geltung. Aber insgesamt scheint mir das zu wenig.
Man muss nicht jetzt mit ihm verlängern und schon gar nicht um gleich 2 Jahre. Ich sage, das was Dimmi kann, können andere auch. Am Wochenende des 14. März spielen wir beim KSC. Dann sind 26 Spiele gespielt und es sind noch 8 Spieltage bis Saisonende. Dann sollte man eine Entscheidung für ein weiteres Jahr mit Dimi treffen. Auf keinen Fall vorher.
@Vanuatu, hervorragender Beitrag!!!
01.02.2020 - 13:16 Uhr
Verdichtet ausgedrückt spielt Grammozis in den nächsten beiden Spielen um seinen Job.
Das sagt natürlich keiner weil alle "ja so zufrieden sind...".
Insgeheim ist Fritsch und Wehlmann nicht bereit jetzt zu verlängern weil sie nicht überzeugt sind. Deshalb hätte man von Vereinsseite besser geschwiegen.
4 Punkte aus den nächsten beiden Spielen sollten es schon sein. Wenn nicht dann bitte Trainerwechsel, das wäre dann von Vereinseite konsequent und ehrlich und die logische Konsequenz. Nicht weil alles so prekär ist, sondern weil einfach nichts richtig vorwärts geht. Zu nennen ist hier das Offensivspiel oder der Spielaufbau von hinten heraus über IV und MF.
Ich bin kein Dimi Gegner, aber wenn man Vereine wie Fürth, Regensburg oder Heidenheim sieht fragt man sich warum wir einfach keinen dauerhaften Spielplan haben und man ständig diese Angst vor dem großen Einbruch hat.
Das sagt natürlich keiner weil alle "ja so zufrieden sind...".
Insgeheim ist Fritsch und Wehlmann nicht bereit jetzt zu verlängern weil sie nicht überzeugt sind. Deshalb hätte man von Vereinsseite besser geschwiegen.
4 Punkte aus den nächsten beiden Spielen sollten es schon sein. Wenn nicht dann bitte Trainerwechsel, das wäre dann von Vereinseite konsequent und ehrlich und die logische Konsequenz. Nicht weil alles so prekär ist, sondern weil einfach nichts richtig vorwärts geht. Zu nennen ist hier das Offensivspiel oder der Spielaufbau von hinten heraus über IV und MF.
Ich bin kein Dimi Gegner, aber wenn man Vereine wie Fürth, Regensburg oder Heidenheim sieht fragt man sich warum wir einfach keinen dauerhaften Spielplan haben und man ständig diese Angst vor dem großen Einbruch hat.
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