Der Vereinsbrillenträger
24.06.2010 - 15:58 Uhr
24.06.2010 - 20:35 Uhr
Zitat von Anspielstation:
Zitat von Schland:
Es gibt schon einen Theatred, indem über Event Fans disskutiert werden kann.
http://www.transfermarkt.de/de/event-fans/topic/ansicht_6_378509_seite1.html
Ja das ist richtig. Nur was hat das mit diesem Thread zu tun?Nichts. Aber das ist Schland. Der will mir auch seit Tagen einreden, dass es in meinem "Ein Fan, ein Verein. Oder doch nicht?" Thread um Vereinswechsel geht, und dass es so einen Thread schon gibt.
Zitat von Schland:
Es gibt schon einen Theatred, indem über Event Fans disskutiert werden kann.
http://www.transfermarkt.de/de/event-fans/topic/ansicht_6_378509_seite1.html
Ja das ist richtig. Nur was hat das mit diesem Thread zu tun?Nichts. Aber das ist Schland. Der will mir auch seit Tagen einreden, dass es in meinem "Ein Fan, ein Verein. Oder doch nicht?" Thread um Vereinswechsel geht, und dass es so einen Thread schon gibt.
24.06.2010 - 20:52 Uhr
Ich finde Vereinsbrillenträger nerven gewaltig, nur leider ist mittlerweile fast jeder ein Vereinsbrillenträger. In einem geringen Maße kann man das ganze noch verstehen, aber manche treiben es auf den Gipfel. Ich finde man sollte vor der Minderheit, die vollkommen objektiv bleiben kann, den Hut ziehen. Die Problematik erreich dann ihren Gipfel, wenn man außer seinem Verein, den man in den Himmel lobt, den rivalisierenden Klub kritisiert ohne Ende.
24.06.2010 - 21:32 Uhr
Ich glaub, so wie im Eröffnungspost geschildert, gibt es diesen Typus nur sehr sehr selten. So selten, dass er klar vernachlässigbar ist.
Wenn man etwas feinere Schattierungen benutzt, dann gibt es diesen Typus schon häufiger. Also jemand, der bei knappen Entscheidungen eher zugunsten seines Vereins urteilt. Da gehöre ich zum Beispiel dazu, wenn ich wahlweise Mertesacker verteidige oder mich heftigst dagegen wehre, wenn Marin oder damals Diego als Schwalbenkönige dargestellt werden. Aber da glaube ich natürlich auch immer, das Recht voll auf meiner Seite zu haben. Und finde so etwas - natürlich - nicht nervig. Im Gegenteil, mich nerven (Bremer) User, die immer total sachlich und objektiv jede einzelne kleine Schwäche der Bremer Spieler genaustens heraussezieren, viel mehr. Möglichst noch, um dadurch zu beweisen, warum der Spieler XY auf der gleichen Position von einem anderen Verein viel besser ist. Das ist echt das Schlimmste und Nervigste. Aber da gibts glücklicherweise auch nicht so viele ...
Wenn man etwas feinere Schattierungen benutzt, dann gibt es diesen Typus schon häufiger. Also jemand, der bei knappen Entscheidungen eher zugunsten seines Vereins urteilt. Da gehöre ich zum Beispiel dazu, wenn ich wahlweise Mertesacker verteidige oder mich heftigst dagegen wehre, wenn Marin oder damals Diego als Schwalbenkönige dargestellt werden. Aber da glaube ich natürlich auch immer, das Recht voll auf meiner Seite zu haben. Und finde so etwas - natürlich - nicht nervig. Im Gegenteil, mich nerven (Bremer) User, die immer total sachlich und objektiv jede einzelne kleine Schwäche der Bremer Spieler genaustens heraussezieren, viel mehr. Möglichst noch, um dadurch zu beweisen, warum der Spieler XY auf der gleichen Position von einem anderen Verein viel besser ist. Das ist echt das Schlimmste und Nervigste. Aber da gibts glücklicherweise auch nicht so viele ...
24.06.2010 - 21:50 Uhr
Natürlich fallen immer wieder Leute/ User auf, die durch ihre Wahrnehmung und Meinung bspw. im '11 der Saison'-Thread oder 'Tor des Spieltages' überraschen. Dann schaut man auf das Wappen und ishet, aha, klarer Fall von Vereinsbrille.
Aber dieses Merkmal kann man mMn nicht als Fantypus bezeichnen. Sicherlich sind wir alle Fußballfans, lieben unseren Verein und finden Tore des Lieblingsclubs von Natur aus schöner als die des Gegners/ beliebigen anderen Clubs. Das ist ziemlich allgemein verbreitet. Ein BVB-Fan findet einen Barrios stärker als einen Kuranyi. Herthafans nehmen gern mal die Schiris als Ausrede für den Abstieg. Auch ich, als Gladbachfan, verwende gerne mal den Euphemismus, um Niederlagen schönzureden usw.
Wir sind alle ein bisschen Vereinsbrillenträger, manche haben mehr Dioptrien und bei manchen schimmert noch ein bisschen Realismus durch's Glas. Generell kann ich aber nicht zustimmen, dass der Vereinsbrillenträger eine eigene Fansparte darstellt.
Aber dieses Merkmal kann man mMn nicht als Fantypus bezeichnen. Sicherlich sind wir alle Fußballfans, lieben unseren Verein und finden Tore des Lieblingsclubs von Natur aus schöner als die des Gegners/ beliebigen anderen Clubs. Das ist ziemlich allgemein verbreitet. Ein BVB-Fan findet einen Barrios stärker als einen Kuranyi. Herthafans nehmen gern mal die Schiris als Ausrede für den Abstieg. Auch ich, als Gladbachfan, verwende gerne mal den Euphemismus, um Niederlagen schönzureden usw.
Wir sind alle ein bisschen Vereinsbrillenträger, manche haben mehr Dioptrien und bei manchen schimmert noch ein bisschen Realismus durch's Glas. Generell kann ich aber nicht zustimmen, dass der Vereinsbrillenträger eine eigene Fansparte darstellt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von De_Vassell am 24.06.2010 um 21:56 Uhr bearbeitet
24.06.2010 - 22:10 Uhr
Für mich gibt es schon noch einen Unterschied zwischen dem Fan welcher naturgemäß seinen Verein durch die rosarote Brille sieht und dem "Vereinsbrillenträger". Zweiterem mangelt es aus meiner Sicht an Objektivität und dies aus Prinzip.
Zitat von Hugo__10:
Zé Roberto von HSV trägt auch eine brille und wie schon gesaqt Caucau,Magath und Adler
Und du solltest auch eine tragen denn dann wäre Dir aufgefallen, dass dieser Witz schon von jemandem gebracht wurde und Witze dadurch das man sie wiederholt nicht witziger werden.
Zitat von Hugo__10:
Zé Roberto von HSV trägt auch eine brille und wie schon gesaqt Caucau,Magath und Adler
Und du solltest auch eine tragen denn dann wäre Dir aufgefallen, dass dieser Witz schon von jemandem gebracht wurde und Witze dadurch das man sie wiederholt nicht witziger werden.
24.06.2010 - 22:17 Uhr
Klar gibt es diese Vereinsbrillenträger und jeder Fan kann sich dem auch nicht ganz entziehen. Nun gibt es aber welche, die eine sehr dunkle Vereinsbrille tragen und dadurch kaum noch was Gescheites wahrnehmen oder eben Leute, die schon realistisch einschätzen können, was ihr Verein erreichen kann, ohne dabei aber völlige Objektivität zu erreichen.
Dass man seinen Verein immer gerne in einem guten Licht sieht ist doch nur normal und verständlich.
Dass man seinen Verein immer gerne in einem guten Licht sieht ist doch nur normal und verständlich.
25.06.2010 - 10:46 Uhr
Zitat von SchlampigesGenie:
So schwer es auch sein mag, muss man die Objektivität so gut es geht bewahren. Einige Spieler ziehen Fans mit Fanbrillen geradezu an, z.B. Podolski oder Schweinsteiger. Diese Spieler sind dann eben unfehlbar, können alles und sind an allem Guten, aber an nichts Schlechtem beteiligt. Diese Unfähigkeit Kritik zu üben, sehen diese Fans aber nicht mal kritisch, sondern halten es für ihre patriotische Pflicht. Diese Fans nerven hier bei tm.de am meisten.
Wenn ich mir Deinen Beitrag so lese ... nicht, was Du schreiben möchtest, sondern wie Du es schreibst, dann ist das der beste Beweis, das es auch die Anti-Vereinsbrillenträger gibt.
Außerdem ist die "Vereinsbrille" eh nur eine Erfindung, für etwas, was eh jeder Mensch macht.
Man umgibt sich meist mit Leuten, die auf einer Wellenlänge liegen und wo die Meinungen nah beieinander liegen ... man festigt dadurch die Ansicht, das diese Meinungen, die wirkliche Wahrheit ist und es keine Alternative gibt ... "alle" denken ja so.
Ähnlichkeiten gibt es sicherlich bei Völkern die durch Staatspropaganda eine Wahrheit verkauft werden ... gibt sicher viele Einwohner in Nordkorea, die durch ihre "Staatsbrille" sehen (müssen).
In gewissen Sinne passen da sicher auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Selektive_Wahrnehmung
http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Verzerrung
So schwer es auch sein mag, muss man die Objektivität so gut es geht bewahren. Einige Spieler ziehen Fans mit Fanbrillen geradezu an, z.B. Podolski oder Schweinsteiger. Diese Spieler sind dann eben unfehlbar, können alles und sind an allem Guten, aber an nichts Schlechtem beteiligt. Diese Unfähigkeit Kritik zu üben, sehen diese Fans aber nicht mal kritisch, sondern halten es für ihre patriotische Pflicht. Diese Fans nerven hier bei tm.de am meisten.
Wenn ich mir Deinen Beitrag so lese ... nicht, was Du schreiben möchtest, sondern wie Du es schreibst, dann ist das der beste Beweis, das es auch die Anti-Vereinsbrillenträger gibt.
Außerdem ist die "Vereinsbrille" eh nur eine Erfindung, für etwas, was eh jeder Mensch macht.
Man umgibt sich meist mit Leuten, die auf einer Wellenlänge liegen und wo die Meinungen nah beieinander liegen ... man festigt dadurch die Ansicht, das diese Meinungen, die wirkliche Wahrheit ist und es keine Alternative gibt ... "alle" denken ja so.
Ähnlichkeiten gibt es sicherlich bei Völkern die durch Staatspropaganda eine Wahrheit verkauft werden ... gibt sicher viele Einwohner in Nordkorea, die durch ihre "Staatsbrille" sehen (müssen).
In gewissen Sinne passen da sicher auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Selektive_Wahrnehmung
http://de.wikipedia.org/wiki/Kognitive_Verzerrung
25.06.2010 - 10:57 Uhr
... ist nervig und es gibt mehr als genug von ihnen in diesem Forum. Klar, jeder sieht seinen eigenen Verein gerne in einem besseren Licht als es der objektiven Wahrheit entspricht. Da kenne ich mich als Eintracht-Braunschweig-Fan ziemlich gut aus ;)
Allerdings gibt es einen Fan-Typus, der noch anstrengender ist. Der überhöht einzelne Spieler bis es nur nocht grotesk ist. Jede unterirdische Leistung wird als grossartig bejubelt, Fehler ignoriert, Schwächen sind entweder nicht vorhanden oder werden absurderweise so lange umgedeutet, bis sie als Stärken dastehen.
Diesen Fan-Typus gibt es besonders zahlreich in einer Stadt deren wichtigster Fussballverein einen Ziegenbock als Wappentier hat...
Allerdings gibt es einen Fan-Typus, der noch anstrengender ist. Der überhöht einzelne Spieler bis es nur nocht grotesk ist. Jede unterirdische Leistung wird als grossartig bejubelt, Fehler ignoriert, Schwächen sind entweder nicht vorhanden oder werden absurderweise so lange umgedeutet, bis sie als Stärken dastehen.
Diesen Fan-Typus gibt es besonders zahlreich in einer Stadt deren wichtigster Fussballverein einen Ziegenbock als Wappentier hat...
25.06.2010 - 11:13 Uhr
Zitat von Jochen:
Hier wird ja immer über verschiedene Fantypen diskutiert, vor allem über "Vereinswechsler" und "Eventies". Ich möchte gerne mal einen anderen Fantypus zur Diskussion stellen, nämlich den "Vereinsbrillenträger", der seine Brille wahlweise in den Farben rot , grün oder blau trägt.
Meiner Ansicht nach sind das Leute, die alles so auslegen, dass der eigene Verein positiv dasteht. Gewinnt das eigene Team nach grottenschlechtem Spiel, dann war es natürlich "grandioser Kampf" oder ein "Arbeitssieg". Gewinnt die Konkurrenz auf ähnliche Weise, dann war es "nur Glück".
Der Brillenträger erkennt Fehlentscheidungen nur, wenn sie ausnahmsweise gegen das eigene Team gefällt werden. Neuzugänge und Abgänge werden von ihm immer schöngeredet.
Gibt es diesen Fantypus? Was denkt ihr darüber?
Diese Fragestellung geht grotesk am eigentlichen Punkt vorbei. Genauso könnte man fragen, ob es den Typ Stadionbesucher gibt, der sich für Fußball interessiert. Dass ein Anhänger eines Vereins diesen, seine Spieler und die Leistungen grundsätzlich positiver einschätzt als andere und als Anhänger anderer Vereine es einschätzen, ist eine Tautologie. Das ist der Grund, aus dem jemand Fan einer Mannschaft ist oder umgekehrt das ist die Kurz-Definition von "Fan".
Fans unterscheiden sich nicht darin, ob sie ihren Verein, etc. geschönt wahrnehmen oder nicht, sondern nur dadurch, um welchen Verein es geht. Man könnte noch danach unterscheiden, wie sehr sich Fans ihrer Befangenheit bewusst sind, ob sie ihre Sicht für objektiv korrekt und jede andere für vollkommen realitätsfern halten oder durchaus wissen, dass ihre Wahrnehmung in Bezug auf den Lieblingsverein wohl eher nicht von vielen Fans anderer Vereine geteilt wird. Aber das hat nichts mit Vereinsbrillen zu tun, eher mit Vereinsscheuklappen oder geistiger Reife.
Hier wird ja immer über verschiedene Fantypen diskutiert, vor allem über "Vereinswechsler" und "Eventies". Ich möchte gerne mal einen anderen Fantypus zur Diskussion stellen, nämlich den "Vereinsbrillenträger", der seine Brille wahlweise in den Farben rot , grün oder blau trägt.
Meiner Ansicht nach sind das Leute, die alles so auslegen, dass der eigene Verein positiv dasteht. Gewinnt das eigene Team nach grottenschlechtem Spiel, dann war es natürlich "grandioser Kampf" oder ein "Arbeitssieg". Gewinnt die Konkurrenz auf ähnliche Weise, dann war es "nur Glück".
Der Brillenträger erkennt Fehlentscheidungen nur, wenn sie ausnahmsweise gegen das eigene Team gefällt werden. Neuzugänge und Abgänge werden von ihm immer schöngeredet.
Gibt es diesen Fantypus? Was denkt ihr darüber?
Diese Fragestellung geht grotesk am eigentlichen Punkt vorbei. Genauso könnte man fragen, ob es den Typ Stadionbesucher gibt, der sich für Fußball interessiert. Dass ein Anhänger eines Vereins diesen, seine Spieler und die Leistungen grundsätzlich positiver einschätzt als andere und als Anhänger anderer Vereine es einschätzen, ist eine Tautologie. Das ist der Grund, aus dem jemand Fan einer Mannschaft ist oder umgekehrt das ist die Kurz-Definition von "Fan".
Fans unterscheiden sich nicht darin, ob sie ihren Verein, etc. geschönt wahrnehmen oder nicht, sondern nur dadurch, um welchen Verein es geht. Man könnte noch danach unterscheiden, wie sehr sich Fans ihrer Befangenheit bewusst sind, ob sie ihre Sicht für objektiv korrekt und jede andere für vollkommen realitätsfern halten oder durchaus wissen, dass ihre Wahrnehmung in Bezug auf den Lieblingsverein wohl eher nicht von vielen Fans anderer Vereine geteilt wird. Aber das hat nichts mit Vereinsbrillen zu tun, eher mit Vereinsscheuklappen oder geistiger Reife.
25.06.2010 - 11:24 Uhr
Zitat von AllanSimonsen:
Typische Vereinsbrille?
Die ganzen Leverkusener die andauernd stänkern, der doofe Löw soll endlich den tollen Kießling spielen lassen.
:ugly :D
Ich bin zwar selber Leverkusen Fan , aber dennoch finde ich, das Kießling nunmal eine Chance verdient hätte , er ist nicht umsonst der beste Deutsche Torschütze in der Liga gewesen , auch wenn er am ende abgekackt ist.
Dennoch finde ich das Cacau als 1. Stürmer gebracht werden sollte , aber Kießling hätte ich gerne anstatt dem taugenichts Gomez gesehen.
Typische Vereinsbrille?
Die ganzen Leverkusener die andauernd stänkern, der doofe Löw soll endlich den tollen Kießling spielen lassen.
:ugly :D
Ich bin zwar selber Leverkusen Fan , aber dennoch finde ich, das Kießling nunmal eine Chance verdient hätte , er ist nicht umsonst der beste Deutsche Torschütze in der Liga gewesen , auch wenn er am ende abgekackt ist.
Dennoch finde ich das Cacau als 1. Stürmer gebracht werden sollte , aber Kießling hätte ich gerne anstatt dem taugenichts Gomez gesehen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Bayer90 am 25.06.2010 um 11:25 Uhr bearbeitet
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