Der permanente Wunschtrainer-/Trainerscouting-Thread
23.09.2018 - 20:34 Uhr
04.04.2019 - 10:04 Uhr
Zitat von Behind-Blue-Eye
Glasner wäre wirklich wünschenswert.
Zum einen, wie Du schon richtig sagst, es wäre mal was anderes wie das sonstige Schema "F". Mit Herrlich, Breitenreiter und Co würde man doch das selbe Spiel spielen wie bei den vorherigen Trainern auch schon.
Zum anderen ist es sehr vorteilhaft, wenn der VfB ausnahmsweise mal einen Trainer holen würde, der einen positiven Lauf hat. Glasner hat in Österreich mit LASK einen recht überzeugenden Erfolg momentan (Tabellenplatz 2 hinter Salzburg). Er lässt einen Fußball spielen, den ich mir beim VfB sehr gut vorstellen könnte. Seine Bevorzugung der 3er Defensive würde sehr gut zum vorhandenen Kader passen. In der A-Jugend lässt Willig mit 3er Defensive spielen, Hinkel traue ich es durchaus zu mit der U21 ebenfalls eine ähnliche Spielweise einzuführen. Scheint nach einem sportlichen Konzept auszusehen, dass man scheinbar neu aufsetzt.
Auch menschlich macht er einen sehr bodenständigen und sympathischen Eindruck. Siehe hier.
Interessantes Interview zum sportlichen Weg unter Glasner.
Sollte man es schaffen, Glasner aus seiner geliebten oberösterreichischen Heimat nach Stuttgart zu holen, hätte ich ein sehr positives Gefühl dabei.
Zitat von vfb4ever
Ich kenne ihn zwar nicht aber er wäre mir lieber als die sonst immer gehandelten Trainer.
Warum?
Weil wir da mal was anderes versuchen sollten.
Ich kenne ihn zwar nicht aber er wäre mir lieber als die sonst immer gehandelten Trainer.
Warum?
Weil wir da mal was anderes versuchen sollten.
Glasner wäre wirklich wünschenswert.
Zum einen, wie Du schon richtig sagst, es wäre mal was anderes wie das sonstige Schema "F". Mit Herrlich, Breitenreiter und Co würde man doch das selbe Spiel spielen wie bei den vorherigen Trainern auch schon.
Zum anderen ist es sehr vorteilhaft, wenn der VfB ausnahmsweise mal einen Trainer holen würde, der einen positiven Lauf hat. Glasner hat in Österreich mit LASK einen recht überzeugenden Erfolg momentan (Tabellenplatz 2 hinter Salzburg). Er lässt einen Fußball spielen, den ich mir beim VfB sehr gut vorstellen könnte. Seine Bevorzugung der 3er Defensive würde sehr gut zum vorhandenen Kader passen. In der A-Jugend lässt Willig mit 3er Defensive spielen, Hinkel traue ich es durchaus zu mit der U21 ebenfalls eine ähnliche Spielweise einzuführen. Scheint nach einem sportlichen Konzept auszusehen, dass man scheinbar neu aufsetzt.
Auch menschlich macht er einen sehr bodenständigen und sympathischen Eindruck. Siehe hier.
Interessantes Interview zum sportlichen Weg unter Glasner.
Sollte man es schaffen, Glasner aus seiner geliebten oberösterreichischen Heimat nach Stuttgart zu holen, hätte ich ein sehr positives Gefühl dabei.

Ich kenn ihn nicht, bin aber ja ohnehin der Meinung ein Trainer alleine bewirkt hier wenig.
Aber mal zur Spielphilpsophie, wie willst du das umsetzen? Versucht haben das schon mehrere.
Solang ein Trainer eine bevorzugte Spielweise mitbringt ist das schwierig, da Vorschriften schwer sind . Gleiches gilt auch für die Personalplanung. Hitz kann da zwar ein Stück weit einwirken aber was wenn er weg ist?
04.04.2019 - 10:19 Uhr
Zitat von infested23
Das sollte bei knapp dreieinhalb, vier Stunden Autofahrt Richtung Stuttgart gerade noch zu schaffen sein.
Zitat von Behind-Blue-Eye
Sollte man es schaffen, Glasner aus seiner geliebten oberösterreichischen Heimat nach Stuttgart zu holen, hätte ich ein sehr positives Gefühl dabei.
Sollte man es schaffen, Glasner aus seiner geliebten oberösterreichischen Heimat nach Stuttgart zu holen, hätte ich ein sehr positives Gefühl dabei.

Das sollte bei knapp dreieinhalb, vier Stunden Autofahrt Richtung Stuttgart gerade noch zu schaffen sein.

Machen wir 5 Stunden (ohne Stau) draus, dann passts.
Wäre aber dennoch deutlich näher als von Wolfsburg aus.
04.04.2019 - 10:34 Uhr
Zitat von 1893
Ich kenn ihn nicht, bin aber ja ohnehin der Meinung ein Trainer alleine bewirkt hier wenig.
Aber mal zur Spielphilpsophie, wie willst du das umsetzen? Versucht haben das schon mehrere.
Solang ein Trainer eine bevorzugte Spielweise mitbringt ist das schwierig, da Vorschriften schwer sind . Gleiches gilt auch für die Personalplanung. Hitz kann da zwar ein Stück weit einwirken aber was wenn er weg ist?
Ich kenn ihn nicht, bin aber ja ohnehin der Meinung ein Trainer alleine bewirkt hier wenig.
Aber mal zur Spielphilpsophie, wie willst du das umsetzen? Versucht haben das schon mehrere.
Solang ein Trainer eine bevorzugte Spielweise mitbringt ist das schwierig, da Vorschriften schwer sind . Gleiches gilt auch für die Personalplanung. Hitz kann da zwar ein Stück weit einwirken aber was wenn er weg ist?
Dass der Trainer alleine recht wenig bewirkt ist richtig. Es muss sich mehr ändern, als nur einen neuen Trainer einzustellen. Hitzlsperger traue ich es aber recht optimistisch zu, dass in die richtige Richtung zu bringen.
Ja, viele Trainer haben versucht, eine Spielphilosophie mit nach Stuttgart zu bringen und dort umzusetzen. Und ja, ein neuer Trainer bringt meist seine eigene Spielweise mit. Die Aufgabe ist nun, die Vorstellung des Vereins mit den Vorstellungen des Trainers zu matchen und so den geeigneten Trainer zu finden.
Diesmal sehe ich das ganze etwas anders als sonst. Welcher Plan war hinter den Verpflichtungen von Korkut, Wolf, Weinzierl, etc? War da überhaupt ein Plan dahinter, genau diese Trainer zu verpflichten? Ich hoffe es wird diesmal anders laufen. Der Verein gibt eine Art Spielidee vor, die von A-Jugend über U21 bis zur A-Mannschaft durchgängig umgesetzt wird. Hierzu muss ein bzw DER passende Trainer gefunden werden.
Um beim Beispiel Roger Schmidt zu bleiben. Was bringt es bzgl durchgängiger Spielphilosophie/Spielidee, wenn in der ersten Mannschaft ein komplett anderer Fußball gespielt wird als in U21 und A-Jugend? Oder auch das Beispiel Titz. Dieser ist für eine bestimmte Spielweise bekannt (hoch stehender Torhüter, 4-3-3, etc.) - dieser würde nicht in die durchgängie Idee mit dem 3-4-3 passen. Daher wird dieser wol auch nicht zur Debatte stehen (auch wenn er sicherlich kein schlechter Trainer ist). Hitzlsperger war nun recht lang mit dem Nachwuchs betraut. Daher traue ich es ihm zu, ein durchgäniges System einzuführen. Ähnlich wie es damals Rangnick versucht hatte. Willig lässt seit einiger Zeit mit einer Art 3-4-3 spielen. Hinkel traue ich es durchaus zu, dies ebenfalls in der U21 einzuführen. Warum? Hinkel hat sehr lange mit Tedesco in der Jugend zusammengearbeitet. Beide haben sich sehr gut ergänzt und hatten scheinbar die gleiche Vorstellung von Fußball. Mit welcher Formation Tedesco auf Schalke spielen lassen hat ist bekannt. Fehlt jetzt nur noch der passende Trainer für die Erste Mannschaft um das Gesamtgebilde zu kompletieren. Vielleicht bin ich auch zu blauäugig und zu optimistisch, aber das Ganze könnte schon nach einem durchdachten Plan aussehen.
Und ja, die Spielidee sollte mittelfristig möglichst Personenunabhängig sein. Ein überzeugendes Beispiel hierfür ist klar Ajax Amsterdam. Ob das in Stuttgart umsetzbar ist ist fraglich. Ein Versuch wäre es wert!
04.04.2019 - 10:54 Uhr
Zitat von Behind-Blue-Eye
durchgängie Idee mit dem 3-4-3 passen.
durchgängie Idee mit dem 3-4-3 passen.
sorry, aber ein durchgängiges spielsystem wäre das dümmste was man machen kann.
bei den profis macht es keinen sinn, einfach weil du, sobald du ein system durchgängig und in der gleichen ausprägung spielst, einfach zu leicht ausrechenbar bist und dich auch nicht mehr an gegner anpassen kannst.
in der jugend macht es keinen sinn, da du so keine profifußballer ausbildest. spieler müssen flexibel sein, wenn heute ein c-jugendspieler x-jahre das gleiche system lernt, dann aber durch trainerwechsel und veränderungen im fußball das system nicht mehr aktuell ist bis er bei den profis ankommt, dann hast du ganze generationen an jugendspielern vergeudet.
außerdem wirst du so auch unattraktiv für nachwuchsspieler. junge spieler wollen umfassend ausgebildet werden. sie wollen gute fußballer werden die dann auch unter umständen für andere bundesligisten interessant werden, nicht roboter die zum vfb und zu wenigen anderen spielern passen. so sortierst du dann zum beispiel auch automatisch sehr gute spieler in der jugend aus, nur weil sie nicht ins system passen.
wir brauchen eine durchgängige spielidee, durchgängig gültige prinzipien. diese sind aber nicht an ein spielsystem gebunden. das system muss sich nach den vorhandenen spielern, den gegebenheiten und dem gegner richten.
04.04.2019 - 11:10 Uhr
Naja, ein neuer Manager bringt immer auch Hoffnung mit sich. Hinter Wolf, Schneider oder auch Zorniger steckte auch ein Plan. Es waren halt die Trainer der Manger. Anschließend hat man nur Reagiert und flickschusterrei betrieben u.a. bei Korkut und Weinzierl.
Das ganze steht und fällt mit Hitz oder wer ist der Verein?
Es wird doch immer die last auf wenigen Schultern verteilt damit man nen Schuldigen hat.
Der Verein braucht Kontinuität und dazu gehört es auch rückschläge zu akzeptieren und gemeinsam zu überstehen. Ebenfalls wäre eine professionelle Struktur mit mehreren Personen für Fachgebiete von Vorteil.
Ich sehe da aktuell kein wirklichen Unterschied zum start anderer Manager. Dazu kommt die Frage was dürfen diese wirklich entscheiden wenn es hakt.
Das ganze steht und fällt mit Hitz oder wer ist der Verein?
Es wird doch immer die last auf wenigen Schultern verteilt damit man nen Schuldigen hat.
Der Verein braucht Kontinuität und dazu gehört es auch rückschläge zu akzeptieren und gemeinsam zu überstehen. Ebenfalls wäre eine professionelle Struktur mit mehreren Personen für Fachgebiete von Vorteil.
Ich sehe da aktuell kein wirklichen Unterschied zum start anderer Manager. Dazu kommt die Frage was dürfen diese wirklich entscheiden wenn es hakt.
04.04.2019 - 11:16 Uhr
Glasner: Wir haben die zweitwenigsten Gegentore bekommen, mir ist die stabile Defensive sehr wichtig. Ich will, dass wir alle gemeinsam verteidigen und angreifen. Wir versuchen, schnell in die Spitze zu spielen, zu kontern, die Standards sind extrem wichtig. Wir haben keine hohe Ballbesitzquote, die ist mir nicht wichtig. Der LASK hat keine herausragende Passquote, weil wir in der Offensive Risiko nehmen.
Also wieder die RB/Rangnick/Schmidt-Idee von Fußball. Eigentlich würde ich mir schon einen Trainer wünschen, der flexibler rangeht und die Mannschaft auch im Ballbesitz weiterentwickeln kann. Wobei, im Moment: Hauptsache drin bleiben und mal weg vom Abstiegskampf. First things first...
04.04.2019 - 12:05 Uhr
Zitat von StuttgarterBub
sorry, aber ein durchgängiges spielsystem wäre das dümmste was man machen kann.
bei den profis macht es keinen sinn, einfach weil du, sobald du ein system durchgängig und in der gleichen ausprägung spielst, einfach zu leicht ausrechenbar bist und dich auch nicht mehr an gegner anpassen kannst.
in der jugend macht es keinen sinn, da du so keine profifußballer ausbildest. spieler müssen flexibel sein, wenn heute ein c-jugendspieler x-jahre das gleiche system lernt, dann aber durch trainerwechsel und veränderungen im fußball das system nicht mehr aktuell ist bis er bei den profis ankommt, dann hast du ganze generationen an jugendspielern vergeudet.
außerdem wirst du so auch unattraktiv für nachwuchsspieler. junge spieler wollen umfassend ausgebildet werden. sie wollen gute fußballer werden die dann auch unter umständen für andere bundesligisten interessant werden, nicht roboter die zum vfb und zu wenigen anderen spielern passen. so sortierst du dann zum beispiel auch automatisch sehr gute spieler in der jugend aus, nur weil sie nicht ins system passen.
wir brauchen eine durchgängige spielidee, durchgängig gültige prinzipien. diese sind aber nicht an ein spielsystem gebunden. das system muss sich nach den vorhandenen spielern, den gegebenheiten und dem gegner richten.
sorry, aber ein durchgängiges spielsystem wäre das dümmste was man machen kann.
bei den profis macht es keinen sinn, einfach weil du, sobald du ein system durchgängig und in der gleichen ausprägung spielst, einfach zu leicht ausrechenbar bist und dich auch nicht mehr an gegner anpassen kannst.
in der jugend macht es keinen sinn, da du so keine profifußballer ausbildest. spieler müssen flexibel sein, wenn heute ein c-jugendspieler x-jahre das gleiche system lernt, dann aber durch trainerwechsel und veränderungen im fußball das system nicht mehr aktuell ist bis er bei den profis ankommt, dann hast du ganze generationen an jugendspielern vergeudet.
außerdem wirst du so auch unattraktiv für nachwuchsspieler. junge spieler wollen umfassend ausgebildet werden. sie wollen gute fußballer werden die dann auch unter umständen für andere bundesligisten interessant werden, nicht roboter die zum vfb und zu wenigen anderen spielern passen. so sortierst du dann zum beispiel auch automatisch sehr gute spieler in der jugend aus, nur weil sie nicht ins system passen.
wir brauchen eine durchgängige spielidee, durchgängig gültige prinzipien. diese sind aber nicht an ein spielsystem gebunden. das system muss sich nach den vorhandenen spielern, den gegebenheiten und dem gegner richten.
Guter Einwand, vielen Dank!
Ob ein durchgängiges Spielsystem wirklich das dümmste wäre was man machen könnte lass ich mal so stehen. Nur um ein Beispiel zu nennen, die Jugendarbeit von Ajax Amsterdam ist wohl so mit das beste was es im Weltfußball gibt. Bekanntlich lässt Ajax durchgängig mit einem 4-3-3 spielen.
Man sollte evtl auch zwischen System, Formation und Spielweise unterscheiden. Um beim Beispiel Ajax zu bleiben. Das 4-3-3 kann auf Basis der selben Formation in unterschiedlichsten Spielweisen interpretiert werden. Ein 4-3-3 kann sowohl offensiv wie auch defensiv interpretiert werden. Ein 4-3-3 kann stark über die Aussen gespielt werden, ebenso aber auch stark über das Zentrum. Setzt man auf frühes Pressing oder lässt den Gegner erstmal kommen und versucht tief zu stehen? Die Anpassung an den Gegner ist also trotz Beibehaltung der selben Formation durchaus gegeben. Auch bin ich davon überzeugt, dass man trotz einheitlicher Spielformation nicht zwingend ausrechenbar sein muss, da wie gesagt die Spielweise stark individuell angepasst werden kann. Formation bleibt gleich - Spielweise wird angepasst.
Wieso sollte ich in der Jugend keine Profifußballer ausbilden, wenn ich den Jugendspielern eine sichere Basis mit einer durchgängigen Spielformation gebe? Wie die einzelnen Positionen interpretiert werden ist nochmal etwas anderes. Hier gibt es genug Spielraum für Individualität. Was würde es denn dem Verein bringen, in der Jugend offensive Flügelstürmer auszubilden und bei den Profis gibt es diese Position nicht? Die Frage ist doch auch, für was oder wen bildet man aus? Bildet man für den einzelnen Spieler aus, der dann bei einem anderen Verein sein Glück sucht, oder bildet man für den Verein aus und bereits so die Jugendspieler auf kommende Aufgaben bei den Profis aus? Stichwort: Durchlässigkeit.
Man lässt in der Jugend konsequent eine 4er Kette einstudieren um dann bei den Profis mit 3 Innenverteidigern zu agieren? Wie sollen die Nachwuchsspieler dort angekommen dann zurecht kommen? Man bildet in der Jugend einen defensiv starken Rechtsverteidiger (Typ Beck) aus um dann mit offensiven Aussenverteidigern zu agieren?
Was bedeutet "sehr gute Jugendspieler"? Wann ist ein Jugendspieler "sehr gut"? Wenn er individuell stark ist? Oder wenn er perfekt ins Team passt? Ausserdem, wann hatte der VfB das letzte mal "sehr gute Jugendspieler" die nicht frühzeitig den Verein verlassen haben?
Um beim Beispiel Ajax zu bleiben. Ajax zeigt doch, dass man trotz und vielleicht gerade wegen einer durchgängigen Spielformation durchaus attraktiv für junge Spieler ist.
Ich würde mir einfach einen VfB wünschen, der wieder zur Marke wird. Der für seine Spielweise geschätzt und gefürchtet wird. Der wieder attraktiv für junge Spieler ist. Der wieder eine Durchlässigkeit wie aktuell Hoffenheim oder Freiburg hat.
Ob es so sinnvoll ist, den "Nagelsmann-Weg" nachzuahmen und jede Woche eine andere Formation auf den Platz zu stellen? Wie sollen sich so Automatismen einspielen lassen?
Wie zu Beginn meines Posts schon geschrieben, man sollte unterscheiden zwischen "Formation", "Spielweise", "System", etc. (hab ich wahrscheinlich auch nicht immer richtig gemacht).
Was das ganze mit dem Thema "Wunschtrainer/Trainerscouting" zu tun? Man sollte die Trainersuche vom übergreifenden System abhängig machen und nicht anders rum. Der Trainer wird ziemlich sicher bald wieder ausgetauscht, der Verein bleibt. Ob das wirklich so dumm ist?
04.04.2019 - 12:29 Uhr
Zitat von asc71
Also wieder die RB/Rangnick/Schmidt-Idee von Fußball.
Also wieder die RB/Rangnick/Schmidt-Idee von Fußball.
Die Idee von "Fußball-Revolutionär" Helmut Groß, die nach Hoffenheim auch in Leipzig und Salzburg angkommen ist. Glasner war bekanntlich Co-Trainer unter Schmidt in Salzburg und dürfte dementsprechend mit dem "Groß"-Fußball geimpft worden sein.
Hört sich sehr vernünftig an und macht Glasner immer mehr zum Wunschtrainer!
04.04.2019 - 13:03 Uhr
Zitat von Behind-Blue-Eye
Ob ein durchgängiges Spielsystem wirklich das dümmste wäre was man machen könnte lass ich mal so stehen. Nur um ein Beispiel zu nennen, die Jugendarbeit von Ajax Amsterdam ist wohl so mit das beste was es im Weltfußball gibt. Bekanntlich lässt Ajax durchgängig mit einem 4-3-3 spielen.
Ob ein durchgängiges Spielsystem wirklich das dümmste wäre was man machen könnte lass ich mal so stehen. Nur um ein Beispiel zu nennen, die Jugendarbeit von Ajax Amsterdam ist wohl so mit das beste was es im Weltfußball gibt. Bekanntlich lässt Ajax durchgängig mit einem 4-3-3 spielen.
henne und ei. lässt ajax 4-3-3 um des 4-3-3 willens spielen, oder lässt ajax 4-3-3 spielen weil es zu ihrer art des fußballs passt? wohl eher letzteres. ajax hat einen spielstil der perfekt zu einem 4-3-3 passt. dann kann man das auch so spielen. mir ging es um ein durchgängiges system nur um des systems willen.
die profis haben übrigens die letzten jahre auch nicht durchgängig 4-3-3 gespielt (ob es die jugend konsequent tut weiß ich nicht), da gab es zum beispiel auch mal ein phase mit einer 3er-kette. wenn ich jetzt ein durchgängiges system habe, dann muss sich die jugend ja immer nach den profis richten. das macht aber mMn einfach keinen sinn. wenn das 4-3-3 zur idee von ajax passt, die profis aber aufgrund von personal (oder sonstigen gründen) eine 3er-kette spielt, dann ist es doch blöd da nur wegen den profis plötzlich das system zu ändern.
Zitat von Behind-Blue-Eye
Man sollte evtl auch zwischen System, Formation und Spielweise unterscheiden. Um beim Beispiel Ajax zu bleiben. Das 4-3-3 kann auf Basis der selben Formation in unterschiedlichsten Spielweisen interpretiert werden. Ein 4-3-3 kann sowohl offensiv wie auch defensiv interpretiert werden. Ein 4-3-3 kann stark über die Aussen gespielt werden, ebenso aber auch stark über das Zentrum. Setzt man auf frühes Pressing oder lässt den Gegner erstmal kommen und versucht tief zu stehen? Die Anpassung an den Gegner ist also trotz Beibehaltung der selben Formation durchaus gegeben. Auch bin ich davon überzeugt, dass man trotz einheitlicher Spielformation nicht zwingend ausrechenbar sein muss, da wie gesagt die Spielweise stark individuell angepasst werden kann. Formation bleibt gleich - Spielweise wird angepasst.
Man sollte evtl auch zwischen System, Formation und Spielweise unterscheiden. Um beim Beispiel Ajax zu bleiben. Das 4-3-3 kann auf Basis der selben Formation in unterschiedlichsten Spielweisen interpretiert werden. Ein 4-3-3 kann sowohl offensiv wie auch defensiv interpretiert werden. Ein 4-3-3 kann stark über die Aussen gespielt werden, ebenso aber auch stark über das Zentrum. Setzt man auf frühes Pressing oder lässt den Gegner erstmal kommen und versucht tief zu stehen? Die Anpassung an den Gegner ist also trotz Beibehaltung der selben Formation durchaus gegeben. Auch bin ich davon überzeugt, dass man trotz einheitlicher Spielformation nicht zwingend ausrechenbar sein muss, da wie gesagt die Spielweise stark individuell angepasst werden kann. Formation bleibt gleich - Spielweise wird angepasst.
hast du teilweise recht, aber gegen eine raute wird ein 4-3-3 trotzdem immer eine unterzahl im zentrum haben. da kann ich jetzt natürlich auch im 4-3-3 darauf reagieren, bekomme dadurch dann aber vielleicht in umschaltsituationen probleme, da ich nicht mehr meine art von fußball spielen kann.
als alternative kann man das spielsystem aufpassen und dafür vllt trotzdem sein gewünschtes umschaltverhalten praktizieren. was ist da dann jetzt besser?
für mich ganz klar spielidee > formation. die folge wäre für mich also, dass ich in einer solchen situation die formation wechsle. leg ich mich auf eine formation fest, dann kann ich das nicht mehr und muss vielleicht von meiner spielidee abweichen.
Zitat von Behind-Blue-Eye
Wieso sollte ich in der Jugend keine Profifußballer ausbilden, wenn ich den Jugendspielern eine sichere Basis mit einer durchgängigen Spielformation gebe? Wie die einzelnen Positionen interpretiert werden ist nochmal etwas anderes. Hier gibt es genug Spielraum für Individualität. Was würde es denn dem Verein bringen, in der Jugend offensive Flügelstürmer auszubilden und bei den Profis gibt es diese Position nicht? Die Frage ist doch auch, für was oder wen bildet man aus? Bildet man für den einzelnen Spieler aus, der dann bei einem anderen Verein sein Glück sucht, oder bildet man für den Verein aus und bereits so die Jugendspieler auf kommende Aufgaben bei den Profis aus? Stichwort: Durchlässigkeit.
Man lässt in der Jugend konsequent eine 4er Kette einstudieren um dann bei den Profis mit 3 Innenverteidigern zu agieren? Wie sollen die Nachwuchsspieler dort angekommen dann zurecht kommen? Man bildet in der Jugend einen defensiv starken Rechtsverteidiger (Typ Beck) aus um dann mit offensiven Aussenverteidigern zu agieren?
Wieso sollte ich in der Jugend keine Profifußballer ausbilden, wenn ich den Jugendspielern eine sichere Basis mit einer durchgängigen Spielformation gebe? Wie die einzelnen Positionen interpretiert werden ist nochmal etwas anderes. Hier gibt es genug Spielraum für Individualität. Was würde es denn dem Verein bringen, in der Jugend offensive Flügelstürmer auszubilden und bei den Profis gibt es diese Position nicht? Die Frage ist doch auch, für was oder wen bildet man aus? Bildet man für den einzelnen Spieler aus, der dann bei einem anderen Verein sein Glück sucht, oder bildet man für den Verein aus und bereits so die Jugendspieler auf kommende Aufgaben bei den Profis aus? Stichwort: Durchlässigkeit.
Man lässt in der Jugend konsequent eine 4er Kette einstudieren um dann bei den Profis mit 3 Innenverteidigern zu agieren? Wie sollen die Nachwuchsspieler dort angekommen dann zurecht kommen? Man bildet in der Jugend einen defensiv starken Rechtsverteidiger (Typ Beck) aus um dann mit offensiven Aussenverteidigern zu agieren?
du bildest schon profifußballer aus. aber eben sehr limitierte. ich kann doch als verein nicht davon ausgehen, dass meine erste mannschaft in 5 jahren noch die gleiche formation spielt wie heute. es kommt ein neuer trainer, der passt vielleicht zur spielphilosophie des vereins, lässt das ganze aber in einer anderen formation spielen. den kannst du dann vergessen, einfach weil deine nachwuchsspieler ansonsten massive probleme beim übergang bekommen würden. du grenzt dich damit z.B. in deiner trainerauswahl unnötig massiv ein.
genau deshalb muss es das ziel eines nlz sein gute bundesligaspieler auszubilden. denn ein guter bundesligaspieler wird es in der regel dann auch beim vfb schaffen. ich bilde ja auch nicht einen defensiv starken RV aus, sondern mein RV bekommt (basierend auf meiner spielidee) gewisse verhaltens"regeln" an die hand. die kann er dann in einer 4er, wie auch in einer 3er-kette anwenden.
Zitat von Behind-Blue-Eye
Was bedeutet "sehr gute Jugendspieler"? Wann ist ein Jugendspieler "sehr gut"? Wenn er individuell stark ist? Oder wenn er perfekt ins Team passt? Ausserdem, wann hatte der VfB das letzte mal "sehr gute Jugendspieler" die nicht frühzeitig den Verein verlassen haben?
Was bedeutet "sehr gute Jugendspieler"? Wann ist ein Jugendspieler "sehr gut"? Wenn er individuell stark ist? Oder wenn er perfekt ins Team passt? Ausserdem, wann hatte der VfB das letzte mal "sehr gute Jugendspieler" die nicht frühzeitig den Verein verlassen haben?
werner, baumgartl, aktuell egloff.
ein sehr guter jugendspieler hat die anlagen um bundesligaspieler zu werden. du musst seine vorhandenen talente und eigenschaften dann entsprechend fördern um das maximum aus ihm herauszuholen. und das auf der position die dazu passt.
beispiel spielertyp geis. bist du auf ne 5er-kette festgelegt, dann wird sich so ein spielertyp bei dir nie vernünftig entwickeln können, obwohl er vielleicht dein mit abstand talentiertester spieler ist. die 6 so wie er sie interpretiert gibt es da nämlich nicht. dann kannst du ihn in die 5er-kette stellen, da werden aber einige eigenschaften nicht so geschult.
wenn du dann eben 2-3 solche beispiele in deiner truppe hast, dann musst du dich fragen was du willst. die jungs optimal entwickeln und an ihre leistungsgrenze bringen?
Zitat von Behind-Blue-Eye
Ich würde mir einfach einen VfB wünschen, der wieder zur Marke wird. Der für seine Spielweise geschätzt und gefürchtet wird. Der wieder attraktiv für junge Spieler ist. Der wieder eine Durchlässigkeit wie aktuell Hoffenheim oder Freiburg hat.
Ob es so sinnvoll ist, den "Nagelsmann-Weg" nachzuahmen und jede Woche eine andere Formation auf den Platz zu stellen? Wie sollen sich so Automatismen einspielen lassen?
Ich würde mir einfach einen VfB wünschen, der wieder zur Marke wird. Der für seine Spielweise geschätzt und gefürchtet wird. Der wieder attraktiv für junge Spieler ist. Der wieder eine Durchlässigkeit wie aktuell Hoffenheim oder Freiburg hat.
Ob es so sinnvoll ist, den "Nagelsmann-Weg" nachzuahmen und jede Woche eine andere Formation auf den Platz zu stellen? Wie sollen sich so Automatismen einspielen lassen?
das will ich auch. aber das hat relativ wenig mit einer bestimmten formation zu tun. eher mit festen prinzipien. wie will ich aufbauen, wie will ich den gegner bespielen usw...
konkretes beispiel: der hier sehr geschätzte a-jugendtrainer willig hat zum beispiel keine feste formation, sondern wechselt auch bei bedarf. willst du sagen in der a-jugend gibt es keine automatismen? automatismen haben in erster linie nichts mit ner formation zu tun. wie ich meine prinzipien in einem bestimmten system umsetze hat jeder fußballer recht zügig gelernt, dass eine mannschaft gemeinsame prinzipien hat, eine gemeinsame fußballsprache auf dem platz spricht, das dauert weitaus länger.
du sprichst als positive beispiele freiburg und hoffenheim an. zwei teams, die bei den profis immer wieder die formationen wechseln, um ihre eigene spielweise gegen jeden gegner durchsetzen zu können. da gibt es also auch nicht DIE durchgängige formation von oben bis unten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von StuttgarterBub am 04.04.2019 um 13:05 Uhr bearbeitet
04.04.2019 - 13:32 Uhr
Zitat von StuttgarterBub
henne und ei...
henne und ei...
Wir sollten eine weitere mögliche Diskussion wahrscheinlich in den Taktik-Thread verlegen.
Um zum Thema "Wunschtrainer" zurück zu kommen und den Kreis mehr oder weniger zu schließen:
Ich hoffe, dass bei der diesmaligen Trainerwahl nicht ausschliesslich auf die individuelle Qualität des Trainers gesetzt wird. Es muss wieder ein besseres Miteinander in Stuttgart geben. Von A-Jugend über U21 bis zu den Profis sollten die Trainer auf eine Wellenlinie stehen. Ob das jetzt über die Formation, die Spielweise, 4er Kette/3er Kette oder sonstiges geregelt wird, gehört wohl eher in den Taktik-Thread.
Von Berichten, Analysen und weiteren Informationsquellen könnte Glasner mit seinem "Groß"-Fußball durchaus gut zum VfB passen. Somit wäre Glasner durchaus ein "Wunschtrainer" für den VfB, der auch bezahlbar sein dürfte (im Gegensatz zu Schmidt).
Sollte es Glasner nicht werden, hoffe ich, dass man weiter gezielt nach einem Trainer sucht, "der zum VfB passt". Was das wiederum bedeutet bedarf eindf detailierten Diskussion.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
