Der Ehemaligen Thread - Teil 6
12.08.2016 - 12:23 Uhr
07.01.2026 - 13:49 Uhr
Zitat von zxy123
Ist ein bisschen hart die Bewertung oder😄?
Ahamda hat 22/23 17 Spiele gemacht bis zu seinem Wechsel, war damals auch erst 20 Jahre alt. Und die Entwicklung war wie ich finde schon positiv.
Und wenn ich mich richtig erinnere, hätte man ihn auch gerne behalten. Nur war die finanzielle Situation damals alles andere als rosig.
Zitat von Odenwaldkauz
es hatte sich damals schon bei seinen VfB Auftritten angedeutet, dass es in manchen Bereichen nicht auf Profiniveau reicht, weshalb es dann auch regelmäßig vogelwild bei ihm aussah. Ihn in der WP für wahnwitzige 12 Mio zu verlaufen, war eine der ersten Top-Entscheidungen von Wohlgemuth. Alles richtig gemacht in dem Fall!
Zitat von zxy123
Ahamada ablösefrei zu Auxerre, die sich mit 12 Punkten auf dem 17. Platz befinden.
Was für ein katastrophaler Karriereverlauf seit dem Weggang vom VfB.
Ahamada ablösefrei zu Auxerre, die sich mit 12 Punkten auf dem 17. Platz befinden.
Was für ein katastrophaler Karriereverlauf seit dem Weggang vom VfB.
es hatte sich damals schon bei seinen VfB Auftritten angedeutet, dass es in manchen Bereichen nicht auf Profiniveau reicht, weshalb es dann auch regelmäßig vogelwild bei ihm aussah. Ihn in der WP für wahnwitzige 12 Mio zu verlaufen, war eine der ersten Top-Entscheidungen von Wohlgemuth. Alles richtig gemacht in dem Fall!
Ist ein bisschen hart die Bewertung oder😄?
Ahamda hat 22/23 17 Spiele gemacht bis zu seinem Wechsel, war damals auch erst 20 Jahre alt. Und die Entwicklung war wie ich finde schon positiv.
Und wenn ich mich richtig erinnere, hätte man ihn auch gerne behalten. Nur war die finanzielle Situation damals alles andere als rosig.
Sogar Bruno war doch stinkig, als wir ihn damals abgegeben haben.
Naouirou war zu dem Zeitpunkt in ein paar Bereichen noch sehr roh, aber er hatte ein für sein Alter doch seltenes Paket aus Dynamik, Technik und stellenweise Torgefahr. Auf der anderen Seite war seine Zweikampfführung teilweise viel zu stürmisch.
Er hatte dann das Pech, dass Vieira, der ihn zu Palace gelotst hat, nach wenigen Wochen gehen musste. Was danach in seiner Karriere bei den Stationen schief lief weiß ich nicht, aber die Tatsache, dass ihn trotz allem immernoch ein Erstligist verpflichtet, zeigt doch dass "nicht auf Profiniveau reicht" eine verzerrte Darstellung ist.
07.01.2026 - 14:04 Uhr
Labbadia wollte ihn unbedingt halten und seine Entwicklungskurve ging steil nach oben, auch wenn nach wie vor Böcke drin waren. Hinterher betrachtet ohne Frage eine sehr gute Entscheidung im Hinsicht auf die finanziellen Probleme. Aber jetzt so zu tun als wäre das alles klar gewesen, naja.
Immerhin bleibt er in der Ligue1, vorerst.
Aber es sieht schon so aus als ob einige unserer ehemaligen im Abstiegskampf hängen oder gar nicht zum Zug kommen. Sosa und Silas zu Mainz, Dinos bei West Ham, Ahamada jetzt, Coulibaly letzte Saison mit Montpellier (ist jetzt bei Samsun). Zuvor Tibidi mit Troyes, ist jetzt mit 22 Jahren vereinslos, wow. Vereinslos auch nach wie vor Momo Cisse. Vereinslos war ein paar Monate lang trotz ordentlicher Scorer in der Schweiz Akolo, er kickt jetzt tatsächlich in Vietnam. 🤔
Maglica mit Darmstadt, hat sich jetzt in Liga 2 aber wieder gefangen.
Klimowicz in Mexiko, weiß da aber nicht um die Abstiegsregeln bescheid (man ist 4. letzter).
Selbst ein Topclub wie Nordsjaelland rund um Faghir hängt gerade auf einem der hinteren Plätze (dort gibt es Auf- und Abstiegsrunden).
Perea hängt mit Zürich gerade auch in den Seilen, Raimund bei Düsseldorf. Keitel in Augsburg muss man abwarten. Förster in Karlsruhe, wo man nach starken Saisonstart mittlerweile auch voll in den Seilen hängt. Die Vereine von Gil Dias und Rouault machen sich hingegen ganz gut. Auch Churlinov der mit Aufsteiger Kocaelispor in der Türkei eine gute Rolle spielt. Und Pfeiffer natürlich mit Elversberg, wobei er nach wie vor aufgrund einer Verletzung noch nicht eine Minute gespielt hat. Fast keine Minuten sieht auch Beyaz bei Basakhesir, ebenso Massimo in Polen.
Immerhin bleibt er in der Ligue1, vorerst.
Aber es sieht schon so aus als ob einige unserer ehemaligen im Abstiegskampf hängen oder gar nicht zum Zug kommen. Sosa und Silas zu Mainz, Dinos bei West Ham, Ahamada jetzt, Coulibaly letzte Saison mit Montpellier (ist jetzt bei Samsun). Zuvor Tibidi mit Troyes, ist jetzt mit 22 Jahren vereinslos, wow. Vereinslos auch nach wie vor Momo Cisse. Vereinslos war ein paar Monate lang trotz ordentlicher Scorer in der Schweiz Akolo, er kickt jetzt tatsächlich in Vietnam. 🤔
Maglica mit Darmstadt, hat sich jetzt in Liga 2 aber wieder gefangen.
Klimowicz in Mexiko, weiß da aber nicht um die Abstiegsregeln bescheid (man ist 4. letzter).
Selbst ein Topclub wie Nordsjaelland rund um Faghir hängt gerade auf einem der hinteren Plätze (dort gibt es Auf- und Abstiegsrunden).
Perea hängt mit Zürich gerade auch in den Seilen, Raimund bei Düsseldorf. Keitel in Augsburg muss man abwarten. Förster in Karlsruhe, wo man nach starken Saisonstart mittlerweile auch voll in den Seilen hängt. Die Vereine von Gil Dias und Rouault machen sich hingegen ganz gut. Auch Churlinov der mit Aufsteiger Kocaelispor in der Türkei eine gute Rolle spielt. Und Pfeiffer natürlich mit Elversberg, wobei er nach wie vor aufgrund einer Verletzung noch nicht eine Minute gespielt hat. Fast keine Minuten sieht auch Beyaz bei Basakhesir, ebenso Massimo in Polen.
08.01.2026 - 06:05 Uhr
Zitat von Der-Tor-im-zm
Wir gratulieren heute im übrigen einer Legende zum 50. Geburtstag:
Marcelo Bordon, auch wenn er fairerweise tatsächlich länger bei den Schalkern war als bei uns. So hat er sich doch in einem Spiel so unvergessen gemacht wie kaum ein Innenverteidiger in der Bundesligageschichte.
3 Buden, davon ein Freistoß aus 35 bis 40 Metern.
Hier mal noch eine ausführliche Zusammenfassung von dem Spiel, da wurde schon noch wild Fußball gespielt und noch wilder verteidigt. Wobei Bremen in der Phase wirklich jeden Ball auf seine 3 Monster da vorne klopfen konnte, da ging dann immer was.
https://www.youtube.com/watch?v=X8LWuOwMVsM
Bordon ist auch so ein Typ Spieler, den ich sehr gerne im modernen Fußball gesehen hätte: Linksfuß, physisch enorm stark, gut im Zweikampf, Kopfballstark, Torgefährlich.
Eine Art Mavropanos, jedoch in meinen Augen am Ball schon nochmal eine Ecke besser. Wobei er schon auch ähnlich ungestüm war, alleine bei uns flog er ein halbes dutzend mal vom Platz.
Kam auch erst mit 23,5 Jahren in die Bundesliga, debütierte damals noch unter Rangnick. Der Step dann zu Schalke, wo er die Truppe 2008 im CL-Viertelfinale gg Barca rund um Eto´o und Henry als Kapitän aufs Feld führte. Eine wilde Truppe rund um Kuranyi, Neuer und Rafinha, Westermann und Höwedes, aber auch Jermaine Jones und Albert Streit. 😅
Wir gratulieren heute im übrigen einer Legende zum 50. Geburtstag:
Marcelo Bordon, auch wenn er fairerweise tatsächlich länger bei den Schalkern war als bei uns. So hat er sich doch in einem Spiel so unvergessen gemacht wie kaum ein Innenverteidiger in der Bundesligageschichte.
3 Buden, davon ein Freistoß aus 35 bis 40 Metern.
Hier mal noch eine ausführliche Zusammenfassung von dem Spiel, da wurde schon noch wild Fußball gespielt und noch wilder verteidigt. Wobei Bremen in der Phase wirklich jeden Ball auf seine 3 Monster da vorne klopfen konnte, da ging dann immer was.
https://www.youtube.com/watch?v=X8LWuOwMVsM
Bordon ist auch so ein Typ Spieler, den ich sehr gerne im modernen Fußball gesehen hätte: Linksfuß, physisch enorm stark, gut im Zweikampf, Kopfballstark, Torgefährlich.
Eine Art Mavropanos, jedoch in meinen Augen am Ball schon nochmal eine Ecke besser. Wobei er schon auch ähnlich ungestüm war, alleine bei uns flog er ein halbes dutzend mal vom Platz.
Kam auch erst mit 23,5 Jahren in die Bundesliga, debütierte damals noch unter Rangnick. Der Step dann zu Schalke, wo er die Truppe 2008 im CL-Viertelfinale gg Barca rund um Eto´o und Henry als Kapitän aufs Feld führte. Eine wilde Truppe rund um Kuranyi, Neuer und Rafinha, Westermann und Höwedes, aber auch Jermaine Jones und Albert Streit. 😅
An die drei Buden erinnere mich genauso wie an einen Aspekt seines Wechsels. Bordon war verletzt im Krankenhaus. Staudt hat ihn dort besucht und ihm dabei den gewünschten Laptop mitgebracht. Der wurde Bordon dann aber vom Gehalt abgezogen, worauf die brasilianische Seele in Bordon zutiefst beleidigt reagiert hat. Die Geschichte ist verbürgt. Manch einer hat es auch als Entscheidungshilfe für Bordon verstanden, zu Schalke zu wechseln.
08.01.2026 - 09:46 Uhr
Aus Langeweile habe ich mich mal mit dem Werdegang 3 ehemaliger VfB-Spieler aus Jugend und 2. Mannschaft beschäftigt. Es geht um Jungs, die man heute kaum noch auf dem Schirm hat und die beim VfB selbst kaum Spuren hinterlassen haben, aber trotzdem ganz ordentliche Karrieren hingelegt haben.
-Gratas Sirgedas
2013 wechselte der damals 18-jährige Litauer in unsere Reserve, konnte sich dort aber überhaupt nicht durchsetzen. In zwei Jahren kam er lediglich auf sechs Einsätze. Danach ging es zum ungeliebten Stadtrivalen aus Degerloch, blieb aber auch da ohne Erfolg. Ein Spiel für die erste Mannschaft, sechs für die zweite.
2016 folgte der Schritt zum FC Amberg in die Bayernliga. Zu diesem Zeitpunkt sah es nicht danach aus, als würde Sirgedas im Profifußball noch Fuß fassen können. Doch mit seinem Wechsel 2017 zurück nach Litauen zu Kauno Zalgiris nahm die Karriere plötzlich doch noch Fahrt auf.
Inzwischen kommt er dort auf 212 Pflichtspiele und 68 Scorerpunkte als zentraler Mittelfeldspieler und ist auf dem besten Weg, eine kleine Vereinslegende zu werden. Mit einem Marktwert von 600.000 € ist der mittlerweile 31-Jährige der wertvollste Spieler im Kader.
Als Kapitän führte er Kauno Zalgiris 2025 zur ersten litauischen Meisterschaft der Vereinsgeschichte. (In der Conference-League-Quali scheiterte man diese Saison in Runde 3.)
Auch in der litauischen Nationalmannschaft ist Sirgedas inzwischen Stammgast.
-Baboucarr Gaye
Viele werden sich jetzt denken: „Wer?“
Andere vielleicht: „Ah, der gambische Torwart, der im Januar 2020 als vereinsloser Spieler zu unserer Reserve kam und ein halbes Jahr später ohne ein Spiel absolbiert zu haben, ablösefrei zu RW Koblenz wechselte.“
Genau der.
Mittlerweile steht Gaye bei Shkendija in der 1. nordmazedonischen Liga zwischen den Pfosten. Dort ist er Stammkeeper und spielt nach dem Aus in der CL- und Europa-League-Quali immerhin Conference League. Shkendija hat dort sogar noch realistische Chancen auf das Weiterkommen in die Zwischenrunde.
Der amtierende Meister steht auktuell auf Rang 3 in der Liga und hat noch kleine Chancen auf die erneute Meisterschaft oder zumindest die Qualifikitation für die Conference-League.
Zusätzlich ist Gaye die klare Nummer 1 der gambischen Nationalmannschaft (Kaderwert 73 Mio€). Beim Afrika-Cup 2024 war er gesetzt und führte sein Team sogar in einem Spiel als Kapitän aufs Feld. Für den aktuellen Afrika-Cup konnte sich Gambia allerdings nicht qualifizieren.
-Prince Owusu
Der in Wertheim geborene Deutsch-Ghanaer trug insgesamt acht Jahre das Trikot mit dem Brustring. Ab der D-Jugend durchlief er alle Jugendmannschaften und schaffte 2015 den Sprung in unsere zweite Mannschaft.
In der Jugend machte der Stürmer mit starkem Scorer-Output auf sich aufmerksam, beispielhaft die Saison 2013/14 mit 23 Toren und 7 Vorlagen in 24 Spielen in der U17-Bundesliga. Umso enttäuschender verlief seine Zeit in der VfB-Reserve, in 24 Einsätzen blieb er ohne Torbeteiligung.
Über die Stationen Hoffenheim II, Bielefeld, 1860 München, Paderborn, Aue und Regensburg entwickelte er sich dennoch zu einem gestandenen Zweit- und Drittligaprofi.
Mit 2 Toren in 51 Zweitligaliga-Spielen und 7 Treffern in 58 Drittliga-Partien wirkte es aber lange so, als wäre für ihn nicht mehr als die Rolle des Rotationsstürmers bei einem Zweitliga-Abstiegskandidaten drin.
Doch dann kam die Saison 2022/23. In Regensburg erzielte er 9 Treffer in der 2. Bundesliga und spielte sich damit ins Rampenlicht. Diese Leistungen ebneten ihm schließlich den Weg in die MLS, wo der inzwischen 29-Jährige richtig aufblühte, zunächst bei Toronto, mittlerweile bei Montreal. Mit 13 Toren und 3 Vorlagen war er in der vergangenen Saison die absolute Lebensversicherung des Kanadischen Klubs.
Im November 2025 folgte schließlich die erste Nominierung für die ghanaische Nationalmannschaft (schade nur, dass Ghana die Qualifikation für den diesjährigen Afrika-Cup verpasst hat.)
In diesen Winter wurde Owusu übrigens mit Mainz und Wolfsburg in Verbindung gebracht. Wer weiß, vlt. haut er uns in der Rückrunde ja noch einen rein.
-Gratas Sirgedas
2013 wechselte der damals 18-jährige Litauer in unsere Reserve, konnte sich dort aber überhaupt nicht durchsetzen. In zwei Jahren kam er lediglich auf sechs Einsätze. Danach ging es zum ungeliebten Stadtrivalen aus Degerloch, blieb aber auch da ohne Erfolg. Ein Spiel für die erste Mannschaft, sechs für die zweite.
2016 folgte der Schritt zum FC Amberg in die Bayernliga. Zu diesem Zeitpunkt sah es nicht danach aus, als würde Sirgedas im Profifußball noch Fuß fassen können. Doch mit seinem Wechsel 2017 zurück nach Litauen zu Kauno Zalgiris nahm die Karriere plötzlich doch noch Fahrt auf.
Inzwischen kommt er dort auf 212 Pflichtspiele und 68 Scorerpunkte als zentraler Mittelfeldspieler und ist auf dem besten Weg, eine kleine Vereinslegende zu werden. Mit einem Marktwert von 600.000 € ist der mittlerweile 31-Jährige der wertvollste Spieler im Kader.
Als Kapitän führte er Kauno Zalgiris 2025 zur ersten litauischen Meisterschaft der Vereinsgeschichte. (In der Conference-League-Quali scheiterte man diese Saison in Runde 3.)
Auch in der litauischen Nationalmannschaft ist Sirgedas inzwischen Stammgast.
-Baboucarr Gaye
Viele werden sich jetzt denken: „Wer?“
Andere vielleicht: „Ah, der gambische Torwart, der im Januar 2020 als vereinsloser Spieler zu unserer Reserve kam und ein halbes Jahr später ohne ein Spiel absolbiert zu haben, ablösefrei zu RW Koblenz wechselte.“
Genau der.
Mittlerweile steht Gaye bei Shkendija in der 1. nordmazedonischen Liga zwischen den Pfosten. Dort ist er Stammkeeper und spielt nach dem Aus in der CL- und Europa-League-Quali immerhin Conference League. Shkendija hat dort sogar noch realistische Chancen auf das Weiterkommen in die Zwischenrunde.
Der amtierende Meister steht auktuell auf Rang 3 in der Liga und hat noch kleine Chancen auf die erneute Meisterschaft oder zumindest die Qualifikitation für die Conference-League.
Zusätzlich ist Gaye die klare Nummer 1 der gambischen Nationalmannschaft (Kaderwert 73 Mio€). Beim Afrika-Cup 2024 war er gesetzt und führte sein Team sogar in einem Spiel als Kapitän aufs Feld. Für den aktuellen Afrika-Cup konnte sich Gambia allerdings nicht qualifizieren.
-Prince Owusu
Der in Wertheim geborene Deutsch-Ghanaer trug insgesamt acht Jahre das Trikot mit dem Brustring. Ab der D-Jugend durchlief er alle Jugendmannschaften und schaffte 2015 den Sprung in unsere zweite Mannschaft.
In der Jugend machte der Stürmer mit starkem Scorer-Output auf sich aufmerksam, beispielhaft die Saison 2013/14 mit 23 Toren und 7 Vorlagen in 24 Spielen in der U17-Bundesliga. Umso enttäuschender verlief seine Zeit in der VfB-Reserve, in 24 Einsätzen blieb er ohne Torbeteiligung.
Über die Stationen Hoffenheim II, Bielefeld, 1860 München, Paderborn, Aue und Regensburg entwickelte er sich dennoch zu einem gestandenen Zweit- und Drittligaprofi.
Mit 2 Toren in 51 Zweitligaliga-Spielen und 7 Treffern in 58 Drittliga-Partien wirkte es aber lange so, als wäre für ihn nicht mehr als die Rolle des Rotationsstürmers bei einem Zweitliga-Abstiegskandidaten drin.
Doch dann kam die Saison 2022/23. In Regensburg erzielte er 9 Treffer in der 2. Bundesliga und spielte sich damit ins Rampenlicht. Diese Leistungen ebneten ihm schließlich den Weg in die MLS, wo der inzwischen 29-Jährige richtig aufblühte, zunächst bei Toronto, mittlerweile bei Montreal. Mit 13 Toren und 3 Vorlagen war er in der vergangenen Saison die absolute Lebensversicherung des Kanadischen Klubs.
Im November 2025 folgte schließlich die erste Nominierung für die ghanaische Nationalmannschaft (schade nur, dass Ghana die Qualifikation für den diesjährigen Afrika-Cup verpasst hat.)
In diesen Winter wurde Owusu übrigens mit Mainz und Wolfsburg in Verbindung gebracht. Wer weiß, vlt. haut er uns in der Rückrunde ja noch einen rein.
08.01.2026 - 13:48 Uhr
Ich neige im Grundsatz schon auch dazu, dass man einem hochbezahlten Fußballprofi nicht auch noch ein Notebook schenken muss. Da geht es schlicht ums Prinzip, dass ja dann ständig die Profis auf der Matte stehen könnten, und neben einem beim VfB bekanntlich nie ganz schlechten Gehalt auch noch gerne dieses oder jenes hätten. Irgendwo müsste man aber ja eine Grenze ziehen. Kann ja sein, dass ein Spieler mal analog zu Bordon im Krankenhaus einen Laptop mal kurzfristig und spontan ein Auto braucht. Soll der Verein dem dann auch einen neuen Mercedes hinstellen?
Ist halt ggf. eher ungeschickt bis unsensibel (je nachdem, was nun zutrifft, ob vom Gehalt abgezogen oder Rechnung beigelegt) gehandled. Staudt hätte ja auch einfach ein Notebook aus dem in einem mittelständischen Unternehmen wie dem VfB sicherlich vorhandenen Hardware-Bestand mitbringen können. Und dann einfach sagen, er soll es halt am Empfang o.ä. zurückgeben, wenn er es nicht mehr braucht.
Das wäre mMn gesichtswahrender als da in die "Und wer bezahlt das jetzt?"-Problematik einzusteigen.
Bei den ganzen "Der VfB hat mir nie ein Angebot gemacht"-Geschichten frage ich mich allerdings, ob das nicht im Nachhinein immer eher ein für die Spieler bequemes Narrativ ist. Beim Wechsel wird immer gerne der Berater vorgeschoben ("Ich habe mit niemandem über einen Wechsel gesprochen, sondern konzentriere mich auf den VfB. Um solche Dinge kümmert sich mein Berater."), aber Jahre später heißt es dann, dass man nur gewechselt sei, weil vom VfB kein Angebot gekommen wäre. Klar ist man im Austausch mit seinem Berater und wird natürlich grob wissen, was so passiert. Aber wer weiß, ob nicht im Falle von Bordon damals der Berater jedes Ansinnen einer Vertragsverlängerung von vorneherein abgeblockt hat, nachdem er gesehen hat, welche Zahlen Schalke (die seinerzeit wirklich mit Geld um sich geschmissen haben) auf den Tisch gelegt hat.
Irgendwie kann ich es mir nur schwer vorstellen, dass unsere Verantwortlichen die Vertragsverlängerungen mit Schlüsselspielern (siehe auch MV bei Elber, der ja angeblich eigentlich gar nicht zum FC Bayern wechseln wollte...) dann wirklich so oft verbockt haben, wie man im Nachhinein den Eindruck bekommen könnte...
Ist halt ggf. eher ungeschickt bis unsensibel (je nachdem, was nun zutrifft, ob vom Gehalt abgezogen oder Rechnung beigelegt) gehandled. Staudt hätte ja auch einfach ein Notebook aus dem in einem mittelständischen Unternehmen wie dem VfB sicherlich vorhandenen Hardware-Bestand mitbringen können. Und dann einfach sagen, er soll es halt am Empfang o.ä. zurückgeben, wenn er es nicht mehr braucht.
Das wäre mMn gesichtswahrender als da in die "Und wer bezahlt das jetzt?"-Problematik einzusteigen.
Bei den ganzen "Der VfB hat mir nie ein Angebot gemacht"-Geschichten frage ich mich allerdings, ob das nicht im Nachhinein immer eher ein für die Spieler bequemes Narrativ ist. Beim Wechsel wird immer gerne der Berater vorgeschoben ("Ich habe mit niemandem über einen Wechsel gesprochen, sondern konzentriere mich auf den VfB. Um solche Dinge kümmert sich mein Berater."), aber Jahre später heißt es dann, dass man nur gewechselt sei, weil vom VfB kein Angebot gekommen wäre. Klar ist man im Austausch mit seinem Berater und wird natürlich grob wissen, was so passiert. Aber wer weiß, ob nicht im Falle von Bordon damals der Berater jedes Ansinnen einer Vertragsverlängerung von vorneherein abgeblockt hat, nachdem er gesehen hat, welche Zahlen Schalke (die seinerzeit wirklich mit Geld um sich geschmissen haben) auf den Tisch gelegt hat.
Irgendwie kann ich es mir nur schwer vorstellen, dass unsere Verantwortlichen die Vertragsverlängerungen mit Schlüsselspielern (siehe auch MV bei Elber, der ja angeblich eigentlich gar nicht zum FC Bayern wechseln wollte...) dann wirklich so oft verbockt haben, wie man im Nachhinein den Eindruck bekommen könnte...
08.01.2026 - 14:40 Uhr
Bordon: Ihm ging es wohl nicht um den Betrag selber, sondern darum, dass er kaum aus der Narkose raus, ermahnt wird, den Betrag doch bitte zügig zu überweisen.
Weis noch jemand wie der Finanzchef damals hieß? Schlimmster Pfennigfuchser aller Zeiten beim VfB.
Weis noch jemand wie der Finanzchef damals hieß? Schlimmster Pfennigfuchser aller Zeiten beim VfB.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von VfB1964 am 08.01.2026 um 14:41 Uhr bearbeitet
28.01.2026 - 10:26 Uhr
Zitat von justalittlethought
Unser Santi (Ascacibar) ist gestern zum größten Club Argentiniens gewechselt zu den Boca Juniors (bin mir nicht ganz sicher, ob mir der @ilfenomeno9 da zustimmen würde 😉😉😉).
Im Ernst, das ist schon eine Karrieresprung, dem ich ihm auch sehr gönne. In 3 Jahren von einem Spieler, der bei Hertha und Cremonese aussortiert wurde, zum Neuzugang bei einem der größten Clubs Südamerikas (da dürften wohl die meisten zustimmen).
Vielleicht können die Südamerikaexperten uns darüber ein bisschen aufklären @Andenschwabe . Ich hoffe, er wurde nicht nur für die AH oder 2. Mannschaft verpflichtet.
Unser Santi (Ascacibar) ist gestern zum größten Club Argentiniens gewechselt zu den Boca Juniors (bin mir nicht ganz sicher, ob mir der @ilfenomeno9 da zustimmen würde 😉😉😉).
Im Ernst, das ist schon eine Karrieresprung, dem ich ihm auch sehr gönne. In 3 Jahren von einem Spieler, der bei Hertha und Cremonese aussortiert wurde, zum Neuzugang bei einem der größten Clubs Südamerikas (da dürften wohl die meisten zustimmen).
Vielleicht können die Südamerikaexperten uns darüber ein bisschen aufklären @Andenschwabe . Ich hoffe, er wurde nicht nur für die AH oder 2. Mannschaft verpflichtet.
Der Transfer schlägt extrem hohe Wellen. Auf der einen Seite tobt und wütet Veron herum, auf der anderen Seite ist es für Riquelme natürlich eine riesige Genugtuung ausgerechnet Estudiantes den absoluten Schlüsselspieler geklaut zu haben. Santi muss wohl auch intern richtig Druck für den Wechsel gemacht haben. Das sind politische Dimensionen, die kann man sich gar nicht vorstellen. Ich hatte hiervon erzählt, Veron steht mit Estudiantes für die von Milei und co gewünschte Öffnung für Investoren, Boca mit Riquelme ist Vorkämpfer für die von den socios geführten Clubs, der erste große Investorentransfer war ausgerechnet Medina von Boca zu Estudiantes, Estudiantes hat sich dann jetzt auch den Meistertitel geholt. Und jetzt wechselt deren überragender Spieler in die Bombonera. Santi zündelt auf der PK gleich weiter und giftet in Richtung River (die auch an ihm interessiert waren), dass es niemals eine Option war zu River zu gehen. Und die Titelseiten sind voll mit großen Portäts und Schlagzeilen "Boca holt sich das beste Mittelfeld der Liga", bezeichnen Santi als wie gemacht für den traditionellen Spielstil von Boca. Gerade die letzten beiden Punkte unterschreibe ich aber sofort. Paredes und Santi nebebeinander in der Mittelfeldzentrale, wenn Riquelme es jetzt tatsächlich noch schafft Otamendi und Dybala zu holen, dann dürfte Boca bei der Vergabe der Titel ein ordentliches Wörtchen mitreden.
28.01.2026 - 12:19 Uhr
Zitat von justalittlethought
Danke für die Aufklärung.
Wenn wir da schon dabei sind. Wie sind denn die anderen Clubs (sagen wir mal die Big Five und v.a. River) in der aufgeladenen politischen Stimmung positioniert. Sind da da eher neutral und Boca und Estudiantes die Antipoden oder gibt es da auch deutliche Positionierungen?
Und wie sehr beeinflusst das den Fußball. Wäre es schon soweit, dass Spieler aufgrund bestimmter politischer Einstellungen (damit meine ich nicht Fansein von Club X und darauf resultierende Abneigung des Rivalen) nicht zu einem bestimmten Club gehen? Oder geht es soweit dann auch nicht, so lange nur die Kohle stimmt?
Zitat von ilfenomeno9
Der Transfer schlägt extrem hohe Wellen. Auf der einen Seite tobt und wütet Veron herum, auf der anderen Seite ist es für Riquelme natürlich eine riesige Genugtuung ausgerechnet Estudiantes den absoluten Schlüsselspieler geklaut zu haben. Santi muss wohl auch intern richtig Druck für den Wechsel gemacht haben. Das sind politische Dimensionen, die kann man sich gar nicht vorstellen. Ich hatte hiervon erzählt, Veron steht mit Estudiantes für die von Milei und co gewünschte Öffnung für Investoren, Boca mit Riquelme ist Vorkämpfer für die von den socios geführten Clubs, der erste große Investorentransfer war ausgerechnet Medina von Boca zu Estudiantes, Estudiantes hat sich dann jetzt auch den Meistertitel geholt. Und jetzt wechselt deren überragender Spieler in die Bombonera. Santi zündelt auf der PK gleich weiter und giftet in Richtung River (die auch an ihm interessiert waren), dass es niemals eine Option war zu River zu gehen. Und die Titelseiten sind voll mit großen Portäts und Schlagzeilen "Boca holt sich das beste Mittelfeld der Liga", bezeichnen Santi als wie gemacht für den traditionellen Spielstil von Boca. Gerade die letzten beiden Punkte unterschreibe ich aber sofort. Paredes und Santi nebebeinander in der Mittelfeldzentrale, wenn Riquelme es jetzt tatsächlich noch schafft Otamendi und Dybala zu holen, dann dürfte Boca bei der Vergabe der Titel ein ordentliches Wörtchen mitreden.
Zitat von justalittlethought
Unser Santi (Ascacibar) ist gestern zum größten Club Argentiniens gewechselt zu den Boca Juniors (bin mir nicht ganz sicher, ob mir der @ilfenomeno9 da zustimmen würde 😉😉😉).
Im Ernst, das ist schon eine Karrieresprung, dem ich ihm auch sehr gönne. In 3 Jahren von einem Spieler, der bei Hertha und Cremonese aussortiert wurde, zum Neuzugang bei einem der größten Clubs Südamerikas (da dürften wohl die meisten zustimmen).
Vielleicht können die Südamerikaexperten uns darüber ein bisschen aufklären @Andenschwabe . Ich hoffe, er wurde nicht nur für die AH oder 2. Mannschaft verpflichtet.
Unser Santi (Ascacibar) ist gestern zum größten Club Argentiniens gewechselt zu den Boca Juniors (bin mir nicht ganz sicher, ob mir der @ilfenomeno9 da zustimmen würde 😉😉😉).
Im Ernst, das ist schon eine Karrieresprung, dem ich ihm auch sehr gönne. In 3 Jahren von einem Spieler, der bei Hertha und Cremonese aussortiert wurde, zum Neuzugang bei einem der größten Clubs Südamerikas (da dürften wohl die meisten zustimmen).
Vielleicht können die Südamerikaexperten uns darüber ein bisschen aufklären @Andenschwabe . Ich hoffe, er wurde nicht nur für die AH oder 2. Mannschaft verpflichtet.
Der Transfer schlägt extrem hohe Wellen. Auf der einen Seite tobt und wütet Veron herum, auf der anderen Seite ist es für Riquelme natürlich eine riesige Genugtuung ausgerechnet Estudiantes den absoluten Schlüsselspieler geklaut zu haben. Santi muss wohl auch intern richtig Druck für den Wechsel gemacht haben. Das sind politische Dimensionen, die kann man sich gar nicht vorstellen. Ich hatte hiervon erzählt, Veron steht mit Estudiantes für die von Milei und co gewünschte Öffnung für Investoren, Boca mit Riquelme ist Vorkämpfer für die von den socios geführten Clubs, der erste große Investorentransfer war ausgerechnet Medina von Boca zu Estudiantes, Estudiantes hat sich dann jetzt auch den Meistertitel geholt. Und jetzt wechselt deren überragender Spieler in die Bombonera. Santi zündelt auf der PK gleich weiter und giftet in Richtung River (die auch an ihm interessiert waren), dass es niemals eine Option war zu River zu gehen. Und die Titelseiten sind voll mit großen Portäts und Schlagzeilen "Boca holt sich das beste Mittelfeld der Liga", bezeichnen Santi als wie gemacht für den traditionellen Spielstil von Boca. Gerade die letzten beiden Punkte unterschreibe ich aber sofort. Paredes und Santi nebebeinander in der Mittelfeldzentrale, wenn Riquelme es jetzt tatsächlich noch schafft Otamendi und Dybala zu holen, dann dürfte Boca bei der Vergabe der Titel ein ordentliches Wörtchen mitreden.
Danke für die Aufklärung.
Wenn wir da schon dabei sind. Wie sind denn die anderen Clubs (sagen wir mal die Big Five und v.a. River) in der aufgeladenen politischen Stimmung positioniert. Sind da da eher neutral und Boca und Estudiantes die Antipoden oder gibt es da auch deutliche Positionierungen?
Und wie sehr beeinflusst das den Fußball. Wäre es schon soweit, dass Spieler aufgrund bestimmter politischer Einstellungen (damit meine ich nicht Fansein von Club X und darauf resultierende Abneigung des Rivalen) nicht zu einem bestimmten Club gehen? Oder geht es soweit dann auch nicht, so lange nur die Kohle stimmt?
Die Positionierung ist da sehr deutlich. Veron ist eigentlich der Einzige, die Investmentgeschichte von Gillett bei Estudiantes ist ein Pilotprojekt, Milei wirft sich da an einige namhafte Stars ran (z.B. an Agüero und Tevez, bei beiden wird eine Verbindung zur City Group in Hintergrund vermutet etc.). Die AFA unter der Führung von Peronist Tapia ist da aber ein entschiedener großer und mächtiger Gegenspieler und eigentlich auch die anderen großen Clubs. Vor allem aber die Breite der Masse. Um das ganze in seiner Komplexität zu verstehen muss man Argentinien kennen. Der Satz "el club es de los socios" ist dort Lebensinhalt, DNA einer ganzen Bevölkerung. Die Vereine sind Kitt der Gesellschaft, Lebenselixier vor allem der jungen Leute. Die AFA hat in einer Abstimmung auch Mileis Pläne zur Kommerzialisierung des Fußballs abgeschmettert. Aber natürlich wird das Argentinien weiter begleiten, solange er an der Macht ist. Wenn das "el club es de los socios" jedoch wirklich angegriffen wird, dann sieht sich Milei auf den Straßen den Barra Bravas gegenüber. Und das wird dann unschön... Aber geht jetzt dann auch weit weg vom Thema hier im Thread 😉
01.02.2026 - 08:40 Uhr
Zitat von woischmeikanon
Wobei das bei der Frage ob man ihn verkauft sicher auch eine Rolle spielen kann. Weil es oben ja angesprochen wurde, dass Hoeneß Woltemade sicher gerne behalten hätte: Wenn er Woltemade hätte behalten dürfen und dafür Stiller, BEK und Bouanani abgeben wäre die Wahl wohl eindeutig gewesen. Unabhängig von einer weiteren Entwicklung war dieser Verkauf aus heutiger Sicht richtig. Und die Prognose, dass Woltemade bis Sommer mehr wert sein würde als die gezahlte Ablöse wird in letzter Zeit jedenfalls nicht wahrscheinlicher.
Zitat von justalittlethought
Vor allem hat er im Sommer durchgespielt. U21-EM und Nations League mit der Nationalmannschaft. Fast keine Pause, dann mit uns Supercup, dazu das Wechseltheater. Ich hatte im Sommer schon vermutet, dass es ihm im Winter wie Millot letztes Jahr ergehen könnte, als der im Sommer wegen Olympia auch durchgespielt hatte. Der war ja Anfang 2025 auch in einem Tief, aus dem er dann erst im April/Mai wieder so richtig rauskam. Es würde mich also nicht wundern, wenn Woltemade sich die nächsten Wochen noch schwer tut, bevor es dann wieder besser wird. Dass er nicht so viel spielt, wird ihm sicher gut tun.
Vor allem hat er im Sommer durchgespielt. U21-EM und Nations League mit der Nationalmannschaft. Fast keine Pause, dann mit uns Supercup, dazu das Wechseltheater. Ich hatte im Sommer schon vermutet, dass es ihm im Winter wie Millot letztes Jahr ergehen könnte, als der im Sommer wegen Olympia auch durchgespielt hatte. Der war ja Anfang 2025 auch in einem Tief, aus dem er dann erst im April/Mai wieder so richtig rauskam. Es würde mich also nicht wundern, wenn Woltemade sich die nächsten Wochen noch schwer tut, bevor es dann wieder besser wird. Dass er nicht so viel spielt, wird ihm sicher gut tun.
Wobei das bei der Frage ob man ihn verkauft sicher auch eine Rolle spielen kann. Weil es oben ja angesprochen wurde, dass Hoeneß Woltemade sicher gerne behalten hätte: Wenn er Woltemade hätte behalten dürfen und dafür Stiller, BEK und Bouanani abgeben wäre die Wahl wohl eindeutig gewesen. Unabhängig von einer weiteren Entwicklung war dieser Verkauf aus heutiger Sicht richtig. Und die Prognose, dass Woltemade bis Sommer mehr wert sein würde als die gezahlte Ablöse wird in letzter Zeit jedenfalls nicht wahrscheinlicher.
Ich denke man hätte trotzdem alles dran gesetzt BEK zu verpflichten, auch wenn man Woltemade gehalten hätte. Wir haben ja trotz des Geldsegens eine Leihe mit Kaufoption ausgehandelt und das wäre auch möglich gewesen. Und finanziell waren wir sicher nicht so knapp bei Kasse um Stiller veräußern zu müssen. Das große Argument ist halt, das BEK möglicherweise nicht gekommen wäre ohne den zentralen Abgang von Woltemade. Das kann man auf jeden Fall argumentieren und bei der aktuellen Entwicklung (auch von BEK) ist das dann auch zu verschmerzen. Zumal Woltemade ohnehin von den Ergebnissen nicht den Impact hatte, den er bei seiner Qualität eigentlich haben sollte. Liegt in meinen Augen allerdings nur bedingt an ihm, das hatte ich ja schonmal ausgeführt.
Zitat von woischmeikanon
Unabhängig von einer weiteren Entwicklung war dieser Verkauf aus heutiger Sicht richtig. Und die Prognose, dass Woltemade bis Sommer mehr wert sein würde als die gezahlte Ablöse wird in letzter Zeit jedenfalls nicht wahrscheinlicher.
Unabhängig von einer weiteren Entwicklung war dieser Verkauf aus heutiger Sicht richtig. Und die Prognose, dass Woltemade bis Sommer mehr wert sein würde als die gezahlte Ablöse wird in letzter Zeit jedenfalls nicht wahrscheinlicher.
Sagen wirs mal so, mit dem Zugang von BEK war der Verkauf auf jeden Fall nicht falsch. Und es ging ja nie darum noch mehr Ablöse rauszuhauen, welche (noch) nicht Marktgerecht war. Sondern ob sportlicher Impact in Kombi mit individueller Entwicklung (Marktwert) hier wertvoller ist für diese Saison.
Ich habe damals einige Posts verfasst und den Stürmermarkt in Relation gesetzt. Der war da schon verrückt und die Entwicklung konnte man ganz klar aufzeigen. Das wussten auch die meisten, die Bayern hatten allerdings ihre Scheuklappen auf. Die Entwicklung ist jetzt sogar noch krasser geworden als ich das gedacht hätte, weswegen ich mir mit @filipe19 ständig irgendwelche NoNames um die Ohren haue, welche für ordentlich Schotter wechseln. Einen davon haben wir verpflichtet, Arevalo wäre vor 1,5 Jahren noch einer unserer teuersten Spieler gewesen.
Parallel macht Crystal Palace im übrigen ernst bei Strand Larsen, einem interessanten Stürmerprofil was ich auch mal im Forumscouting drin hatte, sollte er in England floppen. Tut er diese Saison auch (1 Tor in 22 Spielen, Sofascore 6,33).
Der fast 26 Jährige wird jetzt aber doch in der PL bleiben und heute vermutlich noch wechseln. Ablöse? Irgendwas in dem Bereich, was die Bayern als finales Angebot für Woltemade übermittelt haben.
So sieht die Realität inzwischen aus. Und ich bin mir sicher Woltemade hätte bei uns unter Hoeneß einen größeren Entwicklungsschritt genommen als er es gerade in England tut. Aber wie gesagt, so wie BEK performt bin ich absolut fein mit der Entscheidung.
Noch 2 spannende Heatmaps:
Woltemade bei Newcastle:
https://www.sofascore.com/de/football/player/nick-woltemade/980623#tab:season
Woltemade bei uns:
https://www.sofascore.com/de/football/player/nick-woltemade/980623#tab:season
Bzgl. Einsatzzeiten ist das fast schon identisch (200min weniger in der PL). Seine spielerische Qualität scheint in England gerade verschenkt zu werden.
01.02.2026 - 09:06 Uhr
Zitat von derdolfe
Soll jetzt kein direktes sich-bestätigt-fühlen sein, weil ich selbst den Start so nicht erwartet hatte und er gerade mental sehr überzeugt hat in der Phase und auch allgemein, der ganz große Einbruch ist glaube ich nicht zu erwarten. Mir war aber nicht bewusst, dass Wissa auch 60 Mio. oder so gekostet hat, und aktuell sieht es schon mäßig aus. Bin mal gespannt, wie er damit umgeht. Eigentlich ist ja nicht viel passiert, die haben so viele Spiele, der Trainer hat ihn gerade als Teil der Top 14 oder so, er spielt auch mal auf der 10, mal als MS. Aber gerade läufts halt nicht so gut. Hat jemand mehr gesehen? Sehe immer nur Ausschnitte - kann er seine Qualitäten einsetzen und wie schätzt ihr die mittelfristige Perspektive ein?
Zitat von derdolfe
Steile These, aber bei Woltemade kann ich mir (anderes Beispiel: Kalajdzic) auch eine nicht ganz so drastische aber brutale Rückentwicklung nach dem England-Wechsel vorstellen. Wenn der Wechsel zu früh kommt, frisst dich die Liga auf. Wenn Woltemade in den ersten 10, 15 Spielen nicht zündet, kommt im Winter jemand für 40 Mio., und er hat nur Kurzeinsätze. Also ein England-Wechsel ist schon sehr riskant. Kann bei Ahamada natürlich auch andere Gründe gehabt haben, aber insgesamt brauchen junge Spieler, vor allem unfertige/sensible denke ich schon ein Umfeld, wo man auf sie setzt und sie viel spielen. Bin sehr gespannt, wies bei Woltemade weiterläuft, aber wegen der krassen Athletik in England gehe ich sehr davon aus, dass er Zeit brauchen wird und denke der Wechsel wird ihm eher schaden. Wobei ich ein Riesen-Fan von ihm bin an sich (zumindest als Spielertyp
).
Zitat von Passmaschine
Auch wenn ich keine näheren Infos habe, fällt mir bzgl. Ahamada noch die Aussage von Mislintat ein, dass er Probleme mit Post Covid hatte. Sowas kann deutlich langwieriger sein als man denkt (sage ich leider aus eigener Erfahrung) und auch immer wieder Rückschläge bedeuten. Im Profifußball können auch nur ein paar Prozente komplett entscheidend sein.
Zitat von justalittlethought
Bei Ahamada weiß das niemand so richtig. Ich denke, alle dachten, dass er wieder zurückkommt. Manchmal wird hier ja gesagt, dass er überschätzt war - das glaube ich nicht, nicht nur wir haben ihn ja gut gefunden (übrigens nicht nur Mislintat und matarazzo und Wimmer, auch Labbadia hatte seinen Abgang sehr bedauert), nicht nur Palace, sondern er hatte bis 2019/2020 auch die französischen U-nationalmannschaften durchlaufen und da läuft ja auch einiges an Talent rum.
Meine Hypothese ist, dass der Palace-Transfer das ist, was passieren kann, wenn Du als Talent falsch abbiegst. Ein Transfer zu einem Trainer, der Dich will, der neue Trainer will Dich nicht, neues Land, keine Förderung, keine Spielpraxis, sinkendes Selbstvertrauen etc.. Manchmal klappt es dann in Deinem Heimatland in vertrauterer Umgebung bei einem Schritt zurück, die Karriere wieder anzukurbeln, manchmal steckst Du vielleicht so tief in einem Loch, dass das auch nicht klappt. Ich denke schon, dass da eine Riesenrolle spielen kann. Der Amiri von Mainz ist auch ein ganz anderer Spieler als der Amiri von Leverkusen, der Glaube an sich selbst ist für manche Spieler schon sehr wichtig.
Zitat von didiersix
An Naouirou Ahamada musste ich neulich auch erst denken. Der hat schon bei Crystal Palace immer nur Minuteneinsätze gehabt, aber immerhin regelmäßig. In Rennes hat er zu gut wie nie gespielt und war zuletzt nicht mal mehr im Kader. Weiß jemand mögliche Gründe, warum es mit Ahamada so rapide bergab ging? Es kann nicht daran liegen, dass er in der englischen Liga nicht zurecht kam. Die französische Liga müsste ihm doch von seiner fussballerischen Sozialisation liegen,
Zitat von justalittlethought
Ahamada könnte man noch nennen. Der hat in Meisterschaft und Pokal in den 2 1/2 Saisons, nachdem er bei uns weg ist, insgesamt ca. 700 Minuten gespielt (wenn ich recht überschlagen habe, also etwa 250-300 pro Saison.
also so gut wie gar nicht. Und nach einem verkorksten Jahr in Rennes ist er wieder bei Palace schafft es da aber nicht in den Kader. Dass dessen Karriere so versandet, hatte ich auch nicht gedacht. Als er ging, war er ja noch vor Millot in unserer Talenthierarchie.
Ahamada könnte man noch nennen. Der hat in Meisterschaft und Pokal in den 2 1/2 Saisons, nachdem er bei uns weg ist, insgesamt ca. 700 Minuten gespielt (wenn ich recht überschlagen habe, also etwa 250-300 pro Saison.
also so gut wie gar nicht. Und nach einem verkorksten Jahr in Rennes ist er wieder bei Palace schafft es da aber nicht in den Kader. Dass dessen Karriere so versandet, hatte ich auch nicht gedacht. Als er ging, war er ja noch vor Millot in unserer Talenthierarchie.
An Naouirou Ahamada musste ich neulich auch erst denken. Der hat schon bei Crystal Palace immer nur Minuteneinsätze gehabt, aber immerhin regelmäßig. In Rennes hat er zu gut wie nie gespielt und war zuletzt nicht mal mehr im Kader. Weiß jemand mögliche Gründe, warum es mit Ahamada so rapide bergab ging? Es kann nicht daran liegen, dass er in der englischen Liga nicht zurecht kam. Die französische Liga müsste ihm doch von seiner fussballerischen Sozialisation liegen,
Bei Ahamada weiß das niemand so richtig. Ich denke, alle dachten, dass er wieder zurückkommt. Manchmal wird hier ja gesagt, dass er überschätzt war - das glaube ich nicht, nicht nur wir haben ihn ja gut gefunden (übrigens nicht nur Mislintat und matarazzo und Wimmer, auch Labbadia hatte seinen Abgang sehr bedauert), nicht nur Palace, sondern er hatte bis 2019/2020 auch die französischen U-nationalmannschaften durchlaufen und da läuft ja auch einiges an Talent rum.
Meine Hypothese ist, dass der Palace-Transfer das ist, was passieren kann, wenn Du als Talent falsch abbiegst. Ein Transfer zu einem Trainer, der Dich will, der neue Trainer will Dich nicht, neues Land, keine Förderung, keine Spielpraxis, sinkendes Selbstvertrauen etc.. Manchmal klappt es dann in Deinem Heimatland in vertrauterer Umgebung bei einem Schritt zurück, die Karriere wieder anzukurbeln, manchmal steckst Du vielleicht so tief in einem Loch, dass das auch nicht klappt. Ich denke schon, dass da eine Riesenrolle spielen kann. Der Amiri von Mainz ist auch ein ganz anderer Spieler als der Amiri von Leverkusen, der Glaube an sich selbst ist für manche Spieler schon sehr wichtig.
Auch wenn ich keine näheren Infos habe, fällt mir bzgl. Ahamada noch die Aussage von Mislintat ein, dass er Probleme mit Post Covid hatte. Sowas kann deutlich langwieriger sein als man denkt (sage ich leider aus eigener Erfahrung) und auch immer wieder Rückschläge bedeuten. Im Profifußball können auch nur ein paar Prozente komplett entscheidend sein.
Steile These, aber bei Woltemade kann ich mir (anderes Beispiel: Kalajdzic) auch eine nicht ganz so drastische aber brutale Rückentwicklung nach dem England-Wechsel vorstellen. Wenn der Wechsel zu früh kommt, frisst dich die Liga auf. Wenn Woltemade in den ersten 10, 15 Spielen nicht zündet, kommt im Winter jemand für 40 Mio., und er hat nur Kurzeinsätze. Also ein England-Wechsel ist schon sehr riskant. Kann bei Ahamada natürlich auch andere Gründe gehabt haben, aber insgesamt brauchen junge Spieler, vor allem unfertige/sensible denke ich schon ein Umfeld, wo man auf sie setzt und sie viel spielen. Bin sehr gespannt, wies bei Woltemade weiterläuft, aber wegen der krassen Athletik in England gehe ich sehr davon aus, dass er Zeit brauchen wird und denke der Wechsel wird ihm eher schaden. Wobei ich ein Riesen-Fan von ihm bin an sich (zumindest als Spielertyp
).Soll jetzt kein direktes sich-bestätigt-fühlen sein, weil ich selbst den Start so nicht erwartet hatte und er gerade mental sehr überzeugt hat in der Phase und auch allgemein, der ganz große Einbruch ist glaube ich nicht zu erwarten. Mir war aber nicht bewusst, dass Wissa auch 60 Mio. oder so gekostet hat, und aktuell sieht es schon mäßig aus. Bin mal gespannt, wie er damit umgeht. Eigentlich ist ja nicht viel passiert, die haben so viele Spiele, der Trainer hat ihn gerade als Teil der Top 14 oder so, er spielt auch mal auf der 10, mal als MS. Aber gerade läufts halt nicht so gut. Hat jemand mehr gesehen? Sehe immer nur Ausschnitte - kann er seine Qualitäten einsetzen und wie schätzt ihr die mittelfristige Perspektive ein?
Ich schaue recht viel Newcastle und Premier League.
Ich würde sagen, Eddy Howe ist noch auf der Suche nach dem richtigen Platz für Woltemade. Auf der Insel haben sie nun auch verstanden, dass Woltemade trotz seiner Größe kein klassischer Neuner ist. Auch wenn ihm zu Saisonbeginn das ein oder andere Kopfballtore gelungen ist, geht ihm die Körperlichkeit einfach ab, um sich gegen die Innenverteidiger-Kanten durchzusetzen oder zu behaupten. Aus dem Grund lässt sich Woltemade auch - wie bei uns schon seinerzeit - gerne ins Mittelfeld fallen, um gefällig am Kombinationsspiel teilzunehmen - dann ist aber eben das Sturmzentrum nicht besetzt.
Eddy Howe und Newcastle sind ziemlich stark auf ihr etabliertes 4-3-3 fixiert.
Es wurden aber jüngst immer häufiger die Rufe nach einem 2-Mann-Sturm (Woltemade und Wissa) laut, denn hier würden sich beide perfekt ergänzen und könnten ihre Stärken perfekt einbringen.
Ich bin gespannt, ob Eddie Howe mit Blick auf sein Sturmpersonal tatsächlich sein System nachhaltig ändert und was dies dann insbesondere für das Dreier-Mittelfeld (Tonali, Bruno Guimaraes und Joelinton) bedeutet.
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