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BVB - Transferpolitik

14.02.2015 - 15:43 Uhr
BVB - Transferpolitik |#9971
29.08.2017 - 09:21 Uhr
Kann mich da bei den vorangegangenen Beiträgen nur anschließen. Es wird insgesamt ein außerordentlich guter Job gemacht von Susi, Mislintat und Aki. Für mich geht es darum, in den nächsten Jahren die Balance zu finden zwischen blutjungen Talenten und Erfahrung. Letztes Jahr hat man es vielleicht etwas übertrieben mit Merino, Mor und Dembele. Am Ende hat man alle (äußerst) gewinnbringend verkauft.

Nun muss man mal das Hauptaugenmerk darauf richten, wie man den Kader optimiert. Da bleiben die AV-Positionen. Links sind wir für meinen Geschmack fertig. Schmelle und Guerreiro passt wunderbar und wenn alle Stricke reißen sind Zagadou oder Beste da. Rechts sollte man wirklich schauen, dass Durm verkauft wird und sich entscheiden, ob man Paßlack vertraut oder die Sache mit Toljan durchzieht.

Das liest sich jetzt wie eine Kaderschmiede. Ich will damit nur sagen: In diesem Jahr wurde echt sehr gut am Kader gearbeitet. Leider gingen (noch) nicht alle Moves auf. Es kann wie gesagt noch etwas auf RV passieren und man holt mit Sancho vielleicht noch ein Talent. Dann hat man das Jahr Zeit, sich zu überlegen, ob es Sinn macht, mit Rode und Schürrle weiterzuarbeiten. Und man muss sich auf einen Auba-Abschied vorbereiten. Das wird man aber alles schon jetzt auf dem Schirm haben.

Für mich steht also ein Jahr bevor, wo man hauptsächlich das Vorhandene optimieren kann. Die große Baustelle wird wohl leider unsere Sturmspitze werden.
BVB - Transferpolitik |#9972
29.08.2017 - 09:30 Uhr
Ich denke, dass erst ab Winter die großen Talente eingetütet werden. Ich könnte mir trotz der jüngsten Verpflichtung vorstellen, dass man nächsten Sommer einen Spieler wie Martins hier sehen wird. Jedoch natürlich von einem kleineren Verein und für weniger Geld. Transfers unterm Radar waren immer unser Stilmittel, besonders bei Talenten. Wir haben nie die Überhypten und zu teuren gekauft. Stand jetzt versucht man noch den Kader zu verkleinern, damit man einfach zuschlagen kann ohne direkt zu denken, dass der Kader direkt überfüllt ist.
Ich kann mir am ehesten Vorstellen, dass uns nächsten Sommer Schürrle, Auba, Rode und Passlack verlassen werden.
Dafür wird man einen neuen Stürmer kaufen zb. jemand wie Dolberg, wo man direkt weiter am Ball bleiben kann und einfach mitbieten kann(wenn er dann Wunschspieler ist, da er schon extrem teuer wird). Dazu kann man einen RV holen und eventuell noch jemand fürs Mittelfeld, der überall einsetzbar ist. Da stehen natürlich jetzt Fragezeichen hinter Reus, Weigl und Pulisic, da man stand jetzt nicht weiß wie lange erster verletzt ist und der Rest noch bei uns spielt.
Man wird heute eben versuchen unseren Kader in Stellung zu bringen und auf alle Eventualitäten vorbereiten. Wir werden sehe wie sich Dembele einlebt und eventuell noch 30 Millionen diese Saison kassieren. Damit wären wir dann bei 110 Millionen+Auba für die Nachfolger und haben eben den Kaderplatz um früh alles einzutüten.
Würden wir heute ein Talent holen, hätten wir Mondpreise bezahlt, da die Transferphase recht weit ist und vorhandene Talente nur über die Ak zu bekommen sind.
BVB - Transferpolitik |#9973
29.08.2017 - 09:33 Uhr
Zitat von Muschelschrubber12

Trotzdem ist die kadergröße weiterhin ein problem, denn auch subotic und park gehören ja noch zu unserer mannschaft.


Park spielt und trainiert aber ausschließlich mit unserer zweiten Mannschaft. Natürlich gehört er noch zum BVB, aber man sollte sich davon freimachen, dass man ihn los bekommt. Park wird - und das ist sein gutes Recht - seinen gut dotierten Vertrag aussitzen, sich nicht beklagen und versuchen Leistung in der zweiten zu bringen.

@Muschelschrubber12 Die Nutzung von Groß- und Kleinschreibung würde deinen Beitrag deutlich leserlicher machen. zwinker

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Usernummer: 68
since 06.04.2002
BVB - Transferpolitik |#9974
29.08.2017 - 09:59 Uhr
Ich würde uns trotz allem als Verein sehen, der Talente in unnachahmlicher Weise ans Team heranführt. Klar gibt es jüngere Teams und vor allem viele Teams, die weit mehr Talente rausbringen. Die Frage ist doch aber, welche SPITZENCLUBS in Europa das so wie wir machen. Und genau an der Stelle ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass wir für das Niveau, auf dem wir uns bewegen, sehr gut mit Talenten umgehen. Es wurde hier ja schon ausführlich drüber geschrieben. Aber wir gehen in die CL-Spiele mit Jungs wie Pulisic, Dembele, Guerreiro, Weigl, Passlack oder in Zukunft eben auch mit Dahoud, Isak, Philipp oder Zagadou. Man muss ja auch sehen, dass das Risiko immer sehr groß ist, auf diesem Niveau so mutig zu sein. Oder anders: Wenn man in unseren Spieltagsthreads liest, dass bei Real, Bayern oder Mancity mehrere Spieler ausfallen und dafür ein junges Talent spielen muss, schreiben wir hier "Das ist deren Schwachstelle" oder "Wenn wir sie knacken können, dann dort". Umgekehrt sieht man aber nicht, dass wir uns freiwillig (!) mit solchen "Schwachstellen" auf den Rasen begeben. Und dieser Mut hat sich oftmals ausgezahlt. Ich sehe da insgesamt eine perfekte Balance. Denn ohne diese ganzen Talente stünden wir nicht dort, wo wir stehen. Denn Spieler wie Hummels, Gündogan, Schmelzer, Weigl, Dembele, Guerreiro oder XYZ haben im Grunde bei uns den Schritt zur internationalen oder zur Weltklasse gepackt. Die hätten wir im gestandenen Alter gar nicht bekommen.

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Alex Frei bei der Meisterfeier vom FC Basel:

Reporter: "War das der schönste Tag ihrer Karriere?"
Frei: "Nein, der schönste Tag in meiner Karriere war, als ich mit Dortmund 2007 gegen die Blauen, ihnen wegen dem 2:0 die Meisterschaft versaut habe!"
BVB - Transferpolitik |#9975
29.08.2017 - 10:05 Uhr
Vorweg - super Beitrag und eigentlich eine interessante Diskussion.

Ich persönlich denke, dass die Wahrheit wie so oft dazwischen liegt. Wir sind schon ein Stück weit noch Ausbildungsverein für die Top-Elite, aber haben in den letzten Jahren auch einiges an Substanz im Kader aufgebaut. Die Fremdwahrnehmung ist größenteils, dass wir viele junge Spieler integrieren und weiterbringen - die Eigenwahrnehmung ohne Fanbrille wäre wie Du richtig sagst - gar nicht so eindeutig.

Zitat von DerMoe
Eine Stammelf könnte dieses Jahr so aussehen:

--------------------------------------Bürki (26)-------------------------------------
Piszczek (32) ------------Sokratis (29) ------Bartra (26) ---------------Schmelzer (29)
--------------------------------------Sahin (28)----------------------------------------
------------------------Castro (30) -----------------Götze (25)-------------------------------
Pulisic (18)---------------------------Aubameyang (28)---------------Yarmolenko (28)


Hier könnte man theoretisch auch diese Stammelf dagegen halten:

--------------------------------------Bürki (26)-------------------------------------
Piszczek (32) ------------Sokratis (29) ------Bartra (26) ---------------Guerreiro (23)
--------------------------------------Weigl (21)----------------------------------------
------------------------Dahoud (21) -----------------Götze (25)-------------------------------
Pulisic (18)---------------------------Aubameyang (28)---------------Philipp (23)

Ich denke also die Altersstruktur ist halbwegs in Ordnung - und die Kräfte dahinter deutlich jünger.


Zitat von DerMoe
So wie wir es die letzten 2 Jahre machen, nämlich Talente nur für die zweite/dritte Reihe zu holen und gleichzeitig noch einen gestandenen Spieler zu kaufen macht das für mich keinen Sinn.
Enteder haut nach einem Jahr das Talent ab (Mor, Merino) oder es setzt sich durch und der gestandenen Spieler ist eigentlich zu viel im Kader (Schü).


Jetzt zum Kernpunkt. Entgegen der Klopp-Zeit ist inzwischen das Anspruchsdenken langsam in Richtung FC Bayern gewandert. Einerseits von außen, also Medien/Fans, andererseits auch innerhalb des Clubs. Man gibt dem Ganzen weniger Zeit. Schade eigentlich.

Der Trend geht also die letzten 2 Transferperioden schon dahin, dass man eher gewachsene Spieler für die Startelf einplant (siehe Deine Stammelf). Das schließt zwar nicht aus hin und wieder jüngere Spieler einzubringen, aber die Geduld einen sehr jungen Spieler mal 1 Saison Zeit zu geben, scheint sich langsam zu verabschieden.
BVB - Transferpolitik |#9976
29.08.2017 - 10:08 Uhr
Zitat von Trikotsammler
Zitat von Muschelschrubber12

Trotzdem ist die kadergröße weiterhin ein problem, denn auch subotic und park gehören ja noch zu unserer mannschaft.


Park spielt und trainiert aber ausschließlich mit unserer zweiten Mannschaft. Natürlich gehört er noch zum BVB, aber man sollte sich davon freimachen, dass man ihn los bekommt. Park wird - und das ist sein gutes Recht - seinen gut dotierten Vertrag aussitzen, sich nicht beklagen und versuchen Leistung in der zweiten zu bringen.


Falls Subotic am 1.9. noch beim BVB unter Vertrag steht, kann man diesen Fall wohl leider ähnlich bewerten? Natürlich wird Neven nicht in die II Mannschaft degradiert, aber wenn er bleibt, hat er wohl bis zu seinem Vertragsende keine wirkliche sportliche Perspektive mehr. Innenverteidiger Nr. 5 zu sein, bedeutet für mich keine Perspektive zu haben in dem Alter.

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Aki Watzke zur Entlassung von Marco Rose: "Er ist hier nie so komplett angekommen und irgendwas war da, was dem Ganzen so ein bisschen im Wege stand. Wir wissen es ja selbst nicht so genau."
BVB - Transferpolitik |#9977
29.08.2017 - 10:08 Uhr
Das Keita Modell könnte zumindest zT auch eins für uns sein & die Frage wohin mit den zukünftigen rund 100M , die uns zur Verfügung stehen beantworten, um einer Steuerlast im nächsten Geschäftsjahr zu senken.

Mal sehen was die Zukunft uns bringt, Mz hat auf jeden Fall eine Menge Handlungsspielraum gewonnen, bei günstigen Situationen zuschlagen zu können & Nachfolger zu verpflichten, die ggfs 1-2 Jahre später hier aufschlagen.

Finde das Kaderplan technisch sehr interessant denn die Kontakte hat er ja bereits. Natürlich nicht zu Keita-Konditionen aber bei "günstigeren" Gelegenheiten, könnte man Spieler mit Top Perspektiven jetzt schon dingfest machen auch wenn sie auf dem Markt noch nicht erhältlich sind.

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"wo die Bild durchgeht gelten Friseure als Hirnforscher"

Vorherige Nicks: diverse
BVB - Transferpolitik |#9978
29.08.2017 - 10:23 Uhr
sehe ich anders...ich denke, man möchte vermehrt Spieler holen, die wissen, was sie wollen, was i.d.R. ältere Spieler sind...diese wechseln nämlich nicht nach 1-2 Jahren, sondern planen ihr Leben in Dortmund und wollen Teil des Plans vom BVB sein...

diese Spieler haben zwar kaum einen Wiederverkaufswert, aber man kann langfristig mit ihnen planen...bei jungen Spieler ist das nicht der Fall...die haben noch große Ziele und einen Traumverein, zu dem sie irgendwann wechseln möchten
BVB - Transferpolitik |#9979
29.08.2017 - 10:49 Uhr
Zitat von Julez89
sehe ich anders...ich denke, man möchte vermehrt Spieler holen, die wissen, was sie wollen, was i.d.R. ältere Spieler sind...diese wechseln nämlich nicht nach 1-2 Jahren, sondern planen ihr Leben in Dortmund und wollen Teil des Plans vom BVB sein...

diese Spieler haben zwar kaum einen Wiederverkaufswert, aber man kann langfristig mit ihnen planen...bei jungen Spieler ist das nicht der Fall...die haben noch große Ziele und einen Traumverein, zu dem sie irgendwann wechseln möchten


Eine gesunde Mischung sollte das Ziel sein. Gestandene Spieler sollte nach Möglichkeit noch sehr ambitioniert sein und noch etwas zu beweisen haben. Gleichzeitig müssen diese Spieler natürlich das Niveau für den BVB haben und ins Gehaltsgefüge passen. Der Markt dürfte hier überschaubar sein. Satte Spieler kann der BVB nicht gebrauchen. Und da sich der Weg des BVBs, junge Spieler mit massivem Potential zu verpflichten und zur Weltklasse zu entwickeln, gerade als Mode in der Branche etabliert und die Ablöseforderungen für diese Spieler ins unermessliche steigen, muss der BVB eben antizyklisch handeln.
BVB - Transferpolitik |#9980
29.08.2017 - 11:03 Uhr
Zitat von Couch09
Das Keita Modell könnte zumindest zT auch eins für uns sein & die Frage wohin mit den zukünftigen rund 100M , die uns zur Verfügung stehen beantworten, um einer Steuerlast im nächsten Geschäftsjahr zu senken.

Mal sehen was die Zukunft uns bringt, Mz hat auf jeden Fall eine Menge Handlungsspielraum gewonnen, bei günstigen Situationen zuschlagen zu können & Nachfolger zu verpflichten, die ggfs 1-2 Jahre später hier aufschlagen.

Finde das Kaderplan technisch sehr interessant denn die Kontakte hat er ja bereits. Natürlich nicht zu Keita-Konditionen aber bei "günstigeren" Gelegenheiten, könnte man Spieler mit Top Perspektiven jetzt schon dingfest machen auch wenn sie auf dem Markt noch nicht erhältlich sind.

Ich denke auch, es war ein kluger Schachzug von Liverpool, Keita jetzt schon klar zu machen. Schließlich ist es gut möglich, dass in einem Jahr noch größere Clubs an Keita ernsthaftes Interesse haben würden.

Allerdings, glaube ich, dass dieses Modell die Ausnahme bleiben wird, da dafür ein paar Voraussetzungen gegeben sein müssen:
- der Spieler muss eine Qualität haben, die für uns nur sehr schwer zu bekommen ist
- der Spieler möchte trotzdem zu uns wechseln
- der Spieler hat eine AK, die erst in der Zukunft greift

Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, ist es vielleicht nur noch ein Transfermodell alla "Wir kaufen jetzt Spieler, für die wir erst in Zukunft Verwendung haben".
Das wäre dann wahrscheinlich sowas, wie Talente verpflichten und direkt wieder verleihen.

Ich bin mir auch nicht sicher, ob der Move von Liverpool noch mal funktionieren wird. Dieses Transfermodell hat eventuell andere Vereine überrascht. In Zukunft wird dieser Überraschungsmoment aber fehlen.
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