Blockbildung vs. internationale Erfahrung
15.07.2010 - 11:05 Uhr
Derzeit werden die deutschen NM-Spieler angeblich bei den großern ausländischen Vereinen gehandelt. Wie steht ihr dazu? Ist es - aus Sicht der deutschen NM - besser, wenn z.B. Schweinsteiger nun zu Real (Top-Club, super Trainer, bessere Liga) wechselt und sich dort beweist und individuell weiterentwickelt oder wenn er weiterhin bei den Bayern bleibt und mit vielen seiner Mannschaftskollegen zusammenspielt. Ist die internationale Erfahrung und damit die individuelle Weiterentwicklung höher zu bewerten als das tägliche Training mit seinen NM-Kollegen? Die einstudierten Automatismen, die bekannten Laufwege der anderen etc. sorgen ja dafür, dass man im Clubfußball meist bessere Leistungen sieht als bei den großen Turnieren WM/EM.
Die Spanier bilden eine Ausnahme, denn sie haben beides: Zwar sammeln nur wenige ihrer Spieler internationale Erfahrung - aber durch das Barca-Korsett sind die Jungs zum einen perfekt eingespielt und zum anderen spielen sie bei dem Top-Club Europas. Denkbar ist natürlich auch, dass die Bayern weiterhin diese Rolle Barcas in Deutschland übernehmen, d.h. sie halten Schweinsteiger und Co. und verpflichten gleichzeitig noch Khedira, Özil und Neuer. Aus Sicht der Liga fände ich das nicht gerade wünschenswert, aber für die NM wäre es vielleicht gar nicht verkehrt.
Wie ist eure Meinung? Wo liegen die Pros und Cons?
Die Spanier bilden eine Ausnahme, denn sie haben beides: Zwar sammeln nur wenige ihrer Spieler internationale Erfahrung - aber durch das Barca-Korsett sind die Jungs zum einen perfekt eingespielt und zum anderen spielen sie bei dem Top-Club Europas. Denkbar ist natürlich auch, dass die Bayern weiterhin diese Rolle Barcas in Deutschland übernehmen, d.h. sie halten Schweinsteiger und Co. und verpflichten gleichzeitig noch Khedira, Özil und Neuer. Aus Sicht der Liga fände ich das nicht gerade wünschenswert, aber für die NM wäre es vielleicht gar nicht verkehrt.
Wie ist eure Meinung? Wo liegen die Pros und Cons?
15.07.2010 - 12:24 Uhr
Bei der WM 1990 gab es sogar BEIDES gleichzeitig - nämlich einen Block von Inter Mailand (Matthäus, Brehme und Klinsmann) und dem AS Rom (Völler, Berthold)
15.07.2010 - 13:19 Uhr
Ich halte das für eine absolut überflüssige Frage. Vor allem wird eine Dichotomie suggeriert, die überhaupt nicht existiert - schon im Eröffnungsbeitrag wird Spanien genannt als eine aus zwei starken Blöcken zusammengesetzte Mannschaft voller internationaler Erfahrung.
Aber auch anhand unserer eigenen Mannschaft kann man gut zeigen, wie wenig es da auszusuchen gibt: Wir haben eben kaum internationale Spitzenleute, also wurde auf Blockbildung gesetzt. Gäbe es eine große Auswahl an Weltklasseleuten bei verschiedenen Weltclubs, hätte es sicher den einen oder anderen Münchner, Hamburger und Bremer weniger gegeben. Und wenn die meisten deutschen Weltstars bei nur 2 Weltclubs spielen würden, hätten wir dieselbe Situation wie die Spanier.
Auch die Konsquenzenfrage ist für mich nicht sinnvoll. Statt zu fragen, ob wir unsere besten Spieler lieber ins Ausland gehen lassen oder in einem oder zwei großen Blöcken vereinigen sollen, könnte man doch genausogut sagen: Wir brauchen weder das eine noch das andere, denn wenn die aktuellen Entwicklungen sich fortsetzen (sportlich, personell und strukturell), ist die Bundesliga in einem Jahrzehnt ohnehin die stärkste Liga der Welt und dann können wir unsere Nationalmannschaft genau wie die Spanier zusammensetzen.
Aber auch anhand unserer eigenen Mannschaft kann man gut zeigen, wie wenig es da auszusuchen gibt: Wir haben eben kaum internationale Spitzenleute, also wurde auf Blockbildung gesetzt. Gäbe es eine große Auswahl an Weltklasseleuten bei verschiedenen Weltclubs, hätte es sicher den einen oder anderen Münchner, Hamburger und Bremer weniger gegeben. Und wenn die meisten deutschen Weltstars bei nur 2 Weltclubs spielen würden, hätten wir dieselbe Situation wie die Spanier.
Auch die Konsquenzenfrage ist für mich nicht sinnvoll. Statt zu fragen, ob wir unsere besten Spieler lieber ins Ausland gehen lassen oder in einem oder zwei großen Blöcken vereinigen sollen, könnte man doch genausogut sagen: Wir brauchen weder das eine noch das andere, denn wenn die aktuellen Entwicklungen sich fortsetzen (sportlich, personell und strukturell), ist die Bundesliga in einem Jahrzehnt ohnehin die stärkste Liga der Welt und dann können wir unsere Nationalmannschaft genau wie die Spanier zusammensetzen.
15.07.2010 - 15:09 Uhr
Ich finde die Frage nicht überflüssig.
Gerade im Hinblick auf die (sicher nicht ausschließlich dem Sommerloch geschuldete) gestiegene Nachfrage nach unseren Spielern ist die Frage interessant.
Die Blockbildung hat sicher nen großen Einfluß auf den guten Spielfluß beim deutschen Team gehabt, aber auch "ungeblockte Spieler" haben gut miteinander harmoniert (Khedira/Schweinsteiger als Beispiel).
Dass Nationalspieler am besten regelmäßig im Verein international mitmischen leuchtet glaub ich jedem ein. Die Frage ist also, ob ein paar "Auslandssemester" den Spieler besser machen, auch für die Nationalelf.
Die Spanier spielen zumindest fast ausschließlich in ihrer Heimatliga, wobei dort eben größtenteils bei einem der stärksten Clubs des Planeten. Auslandserfahrung ist also nicht zwingend notwendig. Wenn wir mal generös die Bayern zur selben Kategorie wie Barcelona zählen, müsste es also das gleiche sein, wenn möglichst viele Nationalspieler in München spielen.
Allerdings bin ich persönlich immernoch von dem Gedanken verseucht, dass wir ohne ein paar Legionäre keinen Titel holen werden. Da hat sich der Titel von 1990 dann doch tief in meine Gene gefressen.
Ausserdem halte ich ein paar Jährchen fern von Mami für absolut Charakterbildend. Selbst wenn mittlerweile den Spielern hier bei professionellen Vereinen sicher das meiste abgenommen wird. Es ist sicher nicht mehr so, dass ein Spieler mit der Seemannskiste auf dem Dachgepäckträger seines Ford Taunus über den Brenner kriechen muss, das sich-beweisen-müssen im Ausland könnte uns genau das Fitzelchen Extra-Kernigkeit bringen, was uns gegen Spanien gefehlt hat.
Darum bin ich auch jedesmal enttäuscht, wenn ein Schweinsteiger, Lahm, Khedira oder Özil "dem Ruf des Geldes widersteht" und sich weiter im gemachten Nest räkelt.
Gerade im Hinblick auf die (sicher nicht ausschließlich dem Sommerloch geschuldete) gestiegene Nachfrage nach unseren Spielern ist die Frage interessant.
Die Blockbildung hat sicher nen großen Einfluß auf den guten Spielfluß beim deutschen Team gehabt, aber auch "ungeblockte Spieler" haben gut miteinander harmoniert (Khedira/Schweinsteiger als Beispiel).
Dass Nationalspieler am besten regelmäßig im Verein international mitmischen leuchtet glaub ich jedem ein. Die Frage ist also, ob ein paar "Auslandssemester" den Spieler besser machen, auch für die Nationalelf.
Die Spanier spielen zumindest fast ausschließlich in ihrer Heimatliga, wobei dort eben größtenteils bei einem der stärksten Clubs des Planeten. Auslandserfahrung ist also nicht zwingend notwendig. Wenn wir mal generös die Bayern zur selben Kategorie wie Barcelona zählen, müsste es also das gleiche sein, wenn möglichst viele Nationalspieler in München spielen.
Allerdings bin ich persönlich immernoch von dem Gedanken verseucht, dass wir ohne ein paar Legionäre keinen Titel holen werden. Da hat sich der Titel von 1990 dann doch tief in meine Gene gefressen.
Ausserdem halte ich ein paar Jährchen fern von Mami für absolut Charakterbildend. Selbst wenn mittlerweile den Spielern hier bei professionellen Vereinen sicher das meiste abgenommen wird. Es ist sicher nicht mehr so, dass ein Spieler mit der Seemannskiste auf dem Dachgepäckträger seines Ford Taunus über den Brenner kriechen muss, das sich-beweisen-müssen im Ausland könnte uns genau das Fitzelchen Extra-Kernigkeit bringen, was uns gegen Spanien gefehlt hat.
Darum bin ich auch jedesmal enttäuscht, wenn ein Schweinsteiger, Lahm, Khedira oder Özil "dem Ruf des Geldes widersteht" und sich weiter im gemachten Nest räkelt.
15.07.2010 - 15:20 Uhr
Zitat von slavesnyder:
Ich finde die Frage nicht überflüssig.
Gerade im Hinblick auf die (sicher nicht ausschließlich dem Sommerloch geschuldete) gestiegene Nachfrage nach unseren Spielern ist die Frage interessant.
Dann siehst du hier vielleicht eine andere Frage als ich: Sollen wir uns für die Nationalmannschaft freuen, wenn unsere besten Spieler zu noch besseren Clubs im Ausland wechseln oder sollen wir uns ärgern, weil sie dann nicht alle zusammen auf einem etwas schlechteren Niveau spielen?
Und sorry, das ist eine absolut überflüssige, wenn nicht gar dämliche Frage. Block gut, internationale Erfahrung gut (plusgut), internationale Erfahrung im Block doppelplusgut.
Wenn man unbedingt will, kann man noch darüber reden, ob man beim FC Bayern automatisch auf internationalem Top-Niveau Erfahrungen sammelt und wenn ja, ob dann nicht die besten deutschen Nationalspieler alle entweder zum FC Bayern oder zu internationalen Top-Adressen gehen sollen - und dann feststellen, dass das schon lange so ist. Toll. Und weiter?
Ich finde die Frage nicht überflüssig.
Gerade im Hinblick auf die (sicher nicht ausschließlich dem Sommerloch geschuldete) gestiegene Nachfrage nach unseren Spielern ist die Frage interessant.
Dann siehst du hier vielleicht eine andere Frage als ich: Sollen wir uns für die Nationalmannschaft freuen, wenn unsere besten Spieler zu noch besseren Clubs im Ausland wechseln oder sollen wir uns ärgern, weil sie dann nicht alle zusammen auf einem etwas schlechteren Niveau spielen?
Und sorry, das ist eine absolut überflüssige, wenn nicht gar dämliche Frage. Block gut, internationale Erfahrung gut (plusgut), internationale Erfahrung im Block doppelplusgut.
Wenn man unbedingt will, kann man noch darüber reden, ob man beim FC Bayern automatisch auf internationalem Top-Niveau Erfahrungen sammelt und wenn ja, ob dann nicht die besten deutschen Nationalspieler alle entweder zum FC Bayern oder zu internationalen Top-Adressen gehen sollen - und dann feststellen, dass das schon lange so ist. Toll. Und weiter?
15.07.2010 - 15:35 Uhr
Zitat von Wuldor:
Und sorry, das ist eine absolut überflüssige, wenn nicht gar dämliche Frage. Block gut, internationale Erfahrung gut (plusgut), internationale Erfahrung im Block doppelplusgut.
Wenn man unbedingt will, kann man noch darüber reden, ob man beim FC Bayern automatisch auf internationalem Top-Niveau Erfahrungen sammelt und wenn ja, ob dann nicht die besten deutschen Nationalspieler alle entweder zum FC Bayern oder zu internationalen Top-Adressen gehen sollen - und dann feststellen, dass das schon lange so ist. Toll. Und weiter?
Du berauschst dich gerne an deiner "Intellektualität", dass es manchmal echt arrogant und kindisch wirkt. Bleib dem Thema doch fern, wenn es dir nicht gefällt. Man muss ja nicht zu allem seinen Senf abgeben und auch nicht alles sofort bewerten/abwerten.
Das tägliche Training mit Top-Spielern in Top-Vereinen a la ManU, Bayern, Barca etc. steigert die individuellen Fähigkeiten. Das Zusammenspiel mit NM-Kollegen im "heimischen" Verein steigert die Automatismen und das Verständnis unter den Spielern. Ist es für die NM nun besser, wenn Schweinsteiger bei Bayern bleibt oder profitiert die NM mehr davon, wenn er seine individiuelle Klasse bei Real steigert?
Und sorry, das ist eine absolut überflüssige, wenn nicht gar dämliche Frage. Block gut, internationale Erfahrung gut (plusgut), internationale Erfahrung im Block doppelplusgut.
Wenn man unbedingt will, kann man noch darüber reden, ob man beim FC Bayern automatisch auf internationalem Top-Niveau Erfahrungen sammelt und wenn ja, ob dann nicht die besten deutschen Nationalspieler alle entweder zum FC Bayern oder zu internationalen Top-Adressen gehen sollen - und dann feststellen, dass das schon lange so ist. Toll. Und weiter?
Du berauschst dich gerne an deiner "Intellektualität", dass es manchmal echt arrogant und kindisch wirkt. Bleib dem Thema doch fern, wenn es dir nicht gefällt. Man muss ja nicht zu allem seinen Senf abgeben und auch nicht alles sofort bewerten/abwerten.
Das tägliche Training mit Top-Spielern in Top-Vereinen a la ManU, Bayern, Barca etc. steigert die individuellen Fähigkeiten. Das Zusammenspiel mit NM-Kollegen im "heimischen" Verein steigert die Automatismen und das Verständnis unter den Spielern. Ist es für die NM nun besser, wenn Schweinsteiger bei Bayern bleibt oder profitiert die NM mehr davon, wenn er seine individiuelle Klasse bei Real steigert?
15.07.2010 - 15:39 Uhr
Zitat von Wuldor:
Zitat von slavesnyder:
Ich finde die Frage nicht überflüssig.
Gerade im Hinblick auf die (sicher nicht ausschließlich dem Sommerloch geschuldete) gestiegene Nachfrage nach unseren Spielern ist die Frage interessant.
Dann siehst du hier vielleicht eine andere Frage als ich: Sollen wir uns für die Nationalmannschaft freuen, wenn unsere besten Spieler zu noch besseren Clubs im Ausland wechseln oder sollen wir uns ärgern, weil sie dann nicht alle zusammen auf einem etwas schlechteren Niveau spielen?
Und sorry, das ist eine absolut überflüssige, wenn nicht gar dämliche Frage. Block gut, internationale Erfahrung gut (plusgut), internationale Erfahrung im Block doppelplusgut.
Ich sehe hier genau dieselbe Frage wie du, wobei die Frage selten ungeschickt gestellt ist. "Internationale Erfahrung" verbinde ich jedenfalls eher mit "spielt regelmäßig im internationalen Wettbewerb". Eigentlich geht es hier ja darum, ob es besser für die Nationalmannschaft ist, wenn das Material bei ausländischen Vereinen seine Brötchen verdient, oder aber in der heimischen Liga bei einem Topclub sich tagtäglich aufeinander einspielt.
Quasi: Sind Auslandssemester eher förderlich für die Karriere? Ja, sie machen sich gut im Lebenslauf und bilden den Charakter, oder nein, man sollte lieber den Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern in der heimischen Wirtschaft nicht abreißen lassen.
Das sind jetzt schon zwei Alternativen über die man diskutieren kann.
Aber natürlich nur, wenn man Lust hat, Dinge zu diskutieren und sich Meinungen an den Kopf zu werfen zu einem Thema, auf welches man, wie ich denke, keine endgültige Antwort bekommen kann. Total subjektiver Quatsch also.
Für dich als Freund der durch harte Fakten unterfütterten Beweisführung wird dies hier sicher eher abnervend. Aber lass doch den Spinnern diese Schlammpfütze zum Kleckerburgenbau.
Zitat von Wuldor:
Wenn man unbedingt will, kann man noch darüber reden, ob man beim FC Bayern automatisch auf internationalem Top-Niveau Erfahrungen sammelt und wenn ja, ob dann nicht die besten deutschen Nationalspieler alle entweder zum FC Bayern oder zu internationalen Top-Adressen gehen sollen - und dann feststellen, dass das schon lange so ist. Toll. Und weiter?
Aber genau das ist ja eben nicht der Fall. Wir haben keine Spieler bei internationalen Top-Adressen, sondern Maximal bei den Bayern.
Ist das jetzt gut oder schlecht?
Du hast anscheinend "egal" ("doppelplusegal") angekreuzt. Das ist dir unbenommen.
Ich hingegen warte nur wieder auf die Meldung "Khedira zu Bayern" oder "Khedira verlängert" um mich zum x-ten mal zu ärgern, dass es keiner unserer besten Spieler mal wirklich wissen will.
Zitat von slavesnyder:
Ich finde die Frage nicht überflüssig.
Gerade im Hinblick auf die (sicher nicht ausschließlich dem Sommerloch geschuldete) gestiegene Nachfrage nach unseren Spielern ist die Frage interessant.
Dann siehst du hier vielleicht eine andere Frage als ich: Sollen wir uns für die Nationalmannschaft freuen, wenn unsere besten Spieler zu noch besseren Clubs im Ausland wechseln oder sollen wir uns ärgern, weil sie dann nicht alle zusammen auf einem etwas schlechteren Niveau spielen?
Und sorry, das ist eine absolut überflüssige, wenn nicht gar dämliche Frage. Block gut, internationale Erfahrung gut (plusgut), internationale Erfahrung im Block doppelplusgut.
Ich sehe hier genau dieselbe Frage wie du, wobei die Frage selten ungeschickt gestellt ist. "Internationale Erfahrung" verbinde ich jedenfalls eher mit "spielt regelmäßig im internationalen Wettbewerb". Eigentlich geht es hier ja darum, ob es besser für die Nationalmannschaft ist, wenn das Material bei ausländischen Vereinen seine Brötchen verdient, oder aber in der heimischen Liga bei einem Topclub sich tagtäglich aufeinander einspielt.
Quasi: Sind Auslandssemester eher förderlich für die Karriere? Ja, sie machen sich gut im Lebenslauf und bilden den Charakter, oder nein, man sollte lieber den Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern in der heimischen Wirtschaft nicht abreißen lassen.
Das sind jetzt schon zwei Alternativen über die man diskutieren kann.
Aber natürlich nur, wenn man Lust hat, Dinge zu diskutieren und sich Meinungen an den Kopf zu werfen zu einem Thema, auf welches man, wie ich denke, keine endgültige Antwort bekommen kann. Total subjektiver Quatsch also.
Für dich als Freund der durch harte Fakten unterfütterten Beweisführung wird dies hier sicher eher abnervend. Aber lass doch den Spinnern diese Schlammpfütze zum Kleckerburgenbau.
Zitat von Wuldor:
Wenn man unbedingt will, kann man noch darüber reden, ob man beim FC Bayern automatisch auf internationalem Top-Niveau Erfahrungen sammelt und wenn ja, ob dann nicht die besten deutschen Nationalspieler alle entweder zum FC Bayern oder zu internationalen Top-Adressen gehen sollen - und dann feststellen, dass das schon lange so ist. Toll. Und weiter?
Aber genau das ist ja eben nicht der Fall. Wir haben keine Spieler bei internationalen Top-Adressen, sondern Maximal bei den Bayern.
Ist das jetzt gut oder schlecht?
Du hast anscheinend "egal" ("doppelplusegal") angekreuzt. Das ist dir unbenommen.
Ich hingegen warte nur wieder auf die Meldung "Khedira zu Bayern" oder "Khedira verlängert" um mich zum x-ten mal zu ärgern, dass es keiner unserer besten Spieler mal wirklich wissen will.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von slavesnyder am 15.07.2010 um 15:40 Uhr bearbeitet
15.07.2010 - 15:56 Uhr
Zitat von Leonidas:
Du berauschst dich gerne an deiner "Intellektualität", dass es manchmal echt arrogant und kindisch wirkt. Bleib dem Thema doch fern, wenn es dir nicht gefällt. Man muss ja nicht zu allem seinen Senf abgeben und auch nicht alles sofort bewerten/abwerten.
Ich berausche mich nicht, ich schreibe so wie ich spreche und umgekehrt. Seit sich hier niemand mehr verpflichtet fühlt, einen verbalen Mindeststandard einzuhalten, sehe ich auch nicht mehr ein, auf irgendwelche Empfindlichkeiten Rücksicht zu nehmen. Wenn dir meine Sprache nicht passt, geht es dir halt genauso wie mir nur umgekehrt: Es ist störend und größtenteils unverständlich, aber wenn man etwas dagegen sagt, wird man auch noch blöd angemacht. Du Pudel.
Und ich gebe gern überall meinen Senf dazu und bewerte es, wenn danach gefragt wird. Sollte meine Meinung zu dem Thema von dir nicht gewünscht gewesen sein, hättest du besser geschrieben: "Wie ist eure (alle außer Wuldor) Meinung?"
Zitat von Leonidas:
Das tägliche Training mit Top-Spielern in Top-Vereinen a la ManU, Bayern, Barca etc. steigert die individuellen Fähigkeiten. Das Zusammenspiel mit NM-Kollegen im "heimischen" Verein steigert die Automatismen und das Verständnis unter den Spielern. Ist es für die NM nun besser, wenn Schweinsteiger bei Bayern bleibt oder profitiert die NM mehr davon, wenn er seine individiuelle Klasse bei Real steigert?
Siehste, hättest du dich weniger mit Stilkritik aufgehalten und mehr in meinem Beitrag herumgelesen, wüsstest du jetzt längst, was ich dazu zu sagen habe.
Am meisten profitiert die Nationalmannschaft übrigens davon, wenn Schweinsteiger in München bleibt und der Rest der DFB-Mannschaft nach Müchnen kommt. Soll jetzt Schweinsteiger wechseln oder nicht?
Du berauschst dich gerne an deiner "Intellektualität", dass es manchmal echt arrogant und kindisch wirkt. Bleib dem Thema doch fern, wenn es dir nicht gefällt. Man muss ja nicht zu allem seinen Senf abgeben und auch nicht alles sofort bewerten/abwerten.
Ich berausche mich nicht, ich schreibe so wie ich spreche und umgekehrt. Seit sich hier niemand mehr verpflichtet fühlt, einen verbalen Mindeststandard einzuhalten, sehe ich auch nicht mehr ein, auf irgendwelche Empfindlichkeiten Rücksicht zu nehmen. Wenn dir meine Sprache nicht passt, geht es dir halt genauso wie mir nur umgekehrt: Es ist störend und größtenteils unverständlich, aber wenn man etwas dagegen sagt, wird man auch noch blöd angemacht. Du Pudel.
Und ich gebe gern überall meinen Senf dazu und bewerte es, wenn danach gefragt wird. Sollte meine Meinung zu dem Thema von dir nicht gewünscht gewesen sein, hättest du besser geschrieben: "Wie ist eure (alle außer Wuldor) Meinung?"
Zitat von Leonidas:
Das tägliche Training mit Top-Spielern in Top-Vereinen a la ManU, Bayern, Barca etc. steigert die individuellen Fähigkeiten. Das Zusammenspiel mit NM-Kollegen im "heimischen" Verein steigert die Automatismen und das Verständnis unter den Spielern. Ist es für die NM nun besser, wenn Schweinsteiger bei Bayern bleibt oder profitiert die NM mehr davon, wenn er seine individiuelle Klasse bei Real steigert?
Siehste, hättest du dich weniger mit Stilkritik aufgehalten und mehr in meinem Beitrag herumgelesen, wüsstest du jetzt längst, was ich dazu zu sagen habe.
Am meisten profitiert die Nationalmannschaft übrigens davon, wenn Schweinsteiger in München bleibt und der Rest der DFB-Mannschaft nach Müchnen kommt. Soll jetzt Schweinsteiger wechseln oder nicht?
15.07.2010 - 15:57 Uhr
Zitat von citizen_of_1982:
Es ist auch ein fataler Irrtum von Hoeneß, dass er seinem Schema nach wie vor folgt, möglichst so viele Nationalspieler zu Bayern zu losten wie nur möglich.
Hoeneß trifft hier aber keine Schuld. Natürlich möchte er die besten deutschen Spieler bei seinem Verein haben.
1) vergleichsweise billig
2) hohe nationale Strahlkraft / Marketingpotenzial
3) indirekt großer Einfluß auf die Nationalmannschaft
Ist ihm nicht anzulasten, dass er das beste für seinen Verein will. Und dass er allen Spielern sagt, dass der FC Bayern die beste Lösung für sie ist, ist ja wohl auch klar.
Entscheiden aber müssen die Spieler.
Es ist auch ein fataler Irrtum von Hoeneß, dass er seinem Schema nach wie vor folgt, möglichst so viele Nationalspieler zu Bayern zu losten wie nur möglich.
Hoeneß trifft hier aber keine Schuld. Natürlich möchte er die besten deutschen Spieler bei seinem Verein haben.
1) vergleichsweise billig
2) hohe nationale Strahlkraft / Marketingpotenzial
3) indirekt großer Einfluß auf die Nationalmannschaft
Ist ihm nicht anzulasten, dass er das beste für seinen Verein will. Und dass er allen Spielern sagt, dass der FC Bayern die beste Lösung für sie ist, ist ja wohl auch klar.
Entscheiden aber müssen die Spieler.
15.07.2010 - 16:14 Uhr
Zitat von slavesnyder:
Ich sehe hier genau dieselbe Frage wie du, wobei die Frage selten ungeschickt gestellt ist. "Internationale Erfahrung" verbinde ich jedenfalls eher mit "spielt regelmäßig im internationalen Wettbewerb". Eigentlich geht es hier ja darum, ob es besser für die Nationalmannschaft ist, wenn das Material bei ausländischen Vereinen seine Brötchen verdient, oder aber in der heimischen Liga bei einem Topclub sich tagtäglich aufeinander einspielt.
Quasi: Sind Auslandssemester eher förderlich für die Karriere? Ja, sie machen sich gut im Lebenslauf und bilden den Charakter, oder nein, man sollte lieber den Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern in der heimischen Wirtschaft nicht abreißen lassen.
Das sind jetzt schon zwei Alternativen über die man diskutieren kann.
Nein, eben nicht. Weil das eine das andere nicht ausschließt. Wie gesagt, im Eröffnungspost wird bereits eine Dichotomie aufgebaut und sofort wieder umgerissen, wie soll dann bitte darüber diskutiert werden?
Top-Spieler der Nationalmannschaft ins Ausland(Top-Verein): gut.
Top-Spieler der Nationalmannschaft im Block(Top-Verein): gut.
Top-Verein mit Nationalspielerblock ist nicht im Ausland: auch gut, vielleicht sogar am besten
Es ist eben kein entweder-oder - es gibt hier ein ganz-gut, auch-gut und sowohl-gut-als-auch-gut. Keine exklusiven Alternativen, sondern konjunkte Optionen.
Zitat von slavesnyder:
Aber genau das ist ja eben nicht der Fall. Wir haben keine Spieler bei internationalen Top-Adressen, sondern Maximal bei den Bayern.
Ist das jetzt gut oder schlecht?
Du hast nicht genau genug gelesen, ich sprach von den "besten deutschen Nationalspielern" und wohin die wechseln. Auf einen der deutschen Top-Spieler der letzten 20 Jahre, der nicht irgendwann entweder nach München oder ins Ausland gewechselt ist, kommen 10, die als Nationalspieler nach München, ins Ausland oder erst nach München und dann ins Ausland gegangen sind. Wenn _jetzt_ die Besten "bloß" in München und nicht im Ausland sind, ist das doch kein Gegenbeweis. Wo wird denn Özil gehandelt? In München und im Ausland, weder in Stuttgart noch in Wolsburg noch in Hamburg. Wohin dürfte Müller mal wechseln, falls es ihm in München nicht mehr gefällt? Sicherlich nicht zu einem deutschen Erstligisten. Wohin ist Boateng gewechselt? Usw., usf.
Unsere besten Nationalspieler wechseln(!) alle(!) entweder nach München oder zu Top-Adressen im Ausland. Seit Jahrzehnten. Bis heute und garantiert auch in der Zukunft. Kein Mertesacker geht als DFB-Stammspieler jemals von Bremen nach Nantes oder Millwall und der Wechsel Podolskis als gesetzter Nationalspieler von München nach Köln war nicht nur quasi einmalig sondern über Wochen und Monate Sensationsnachricht.
Wenn wir keine Spieler bei internationalen Top-Adressen außerhalb Deutschlands haben, liegt das also nicht daran, dass unsere Besten nicht nach München oder zu internationalen Top-Adressen wechseln - sondern dass sie (im Fall München) schon da sind oder (im Fall Ausland) dass sie erst noch dorthin wechseln.
Ich sehe hier genau dieselbe Frage wie du, wobei die Frage selten ungeschickt gestellt ist. "Internationale Erfahrung" verbinde ich jedenfalls eher mit "spielt regelmäßig im internationalen Wettbewerb". Eigentlich geht es hier ja darum, ob es besser für die Nationalmannschaft ist, wenn das Material bei ausländischen Vereinen seine Brötchen verdient, oder aber in der heimischen Liga bei einem Topclub sich tagtäglich aufeinander einspielt.
Quasi: Sind Auslandssemester eher förderlich für die Karriere? Ja, sie machen sich gut im Lebenslauf und bilden den Charakter, oder nein, man sollte lieber den Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern in der heimischen Wirtschaft nicht abreißen lassen.
Das sind jetzt schon zwei Alternativen über die man diskutieren kann.
Nein, eben nicht. Weil das eine das andere nicht ausschließt. Wie gesagt, im Eröffnungspost wird bereits eine Dichotomie aufgebaut und sofort wieder umgerissen, wie soll dann bitte darüber diskutiert werden?
Top-Spieler der Nationalmannschaft ins Ausland(Top-Verein): gut.
Top-Spieler der Nationalmannschaft im Block(Top-Verein): gut.
Top-Verein mit Nationalspielerblock ist nicht im Ausland: auch gut, vielleicht sogar am besten
Es ist eben kein entweder-oder - es gibt hier ein ganz-gut, auch-gut und sowohl-gut-als-auch-gut. Keine exklusiven Alternativen, sondern konjunkte Optionen.
Zitat von slavesnyder:
Aber genau das ist ja eben nicht der Fall. Wir haben keine Spieler bei internationalen Top-Adressen, sondern Maximal bei den Bayern.
Ist das jetzt gut oder schlecht?
Du hast nicht genau genug gelesen, ich sprach von den "besten deutschen Nationalspielern" und wohin die wechseln. Auf einen der deutschen Top-Spieler der letzten 20 Jahre, der nicht irgendwann entweder nach München oder ins Ausland gewechselt ist, kommen 10, die als Nationalspieler nach München, ins Ausland oder erst nach München und dann ins Ausland gegangen sind. Wenn _jetzt_ die Besten "bloß" in München und nicht im Ausland sind, ist das doch kein Gegenbeweis. Wo wird denn Özil gehandelt? In München und im Ausland, weder in Stuttgart noch in Wolsburg noch in Hamburg. Wohin dürfte Müller mal wechseln, falls es ihm in München nicht mehr gefällt? Sicherlich nicht zu einem deutschen Erstligisten. Wohin ist Boateng gewechselt? Usw., usf.
Unsere besten Nationalspieler wechseln(!) alle(!) entweder nach München oder zu Top-Adressen im Ausland. Seit Jahrzehnten. Bis heute und garantiert auch in der Zukunft. Kein Mertesacker geht als DFB-Stammspieler jemals von Bremen nach Nantes oder Millwall und der Wechsel Podolskis als gesetzter Nationalspieler von München nach Köln war nicht nur quasi einmalig sondern über Wochen und Monate Sensationsnachricht.
Wenn wir keine Spieler bei internationalen Top-Adressen außerhalb Deutschlands haben, liegt das also nicht daran, dass unsere Besten nicht nach München oder zu internationalen Top-Adressen wechseln - sondern dass sie (im Fall München) schon da sind oder (im Fall Ausland) dass sie erst noch dorthin wechseln.
15.07.2010 - 16:45 Uhr
@wuldor
Ich versuche schon, mein ausgedörrtes Gehirn zum genauen lesen zu zwingen. Vielleicht reden wir aber auch mal wieder aneinander vorbei oder setzen verschiedene Prioritäten.
du meintest
Zitat
Wenn wir keine Spieler bei internationalen Top-Adressen außerhalb Deutschlands haben, liegt das also nicht daran, dass unsere Besten nicht nach München oder zu internationalen Top-Adressen wechseln - sondern dass sie (im Fall München) schon da sind oder (im Fall Ausland) dass sie erst noch dorthin wechseln.
Und genau das will ich erstmal sehen.
Denn für meinen Geschmack gibt es seit Jahren zuviel entweder (München) und zuwenig oder (Ausland).
Die ganzen letzten Spieler, das Zeug und die Angebote dazu gehabt hätten, ins Ausland zu gehen, haben doch entweder verlängert, sind nach München gegangen oder haben in München verlängert.
Ansonsten fallen mir nur noch Lehmann (Rente), Ballack (Auslaufend) und Metzelder (Teilzeit) ein, die den Schritt gewagt haben. Boateng ist jetzt mal endlich ein guter Ansatz. Mehr davon.*
Vielleicht verfehle ich ja wirklich das Thema, wenn ich behaupte, dass Bayern und ausländischer Topclub nicht dasselbe ist.
Natürlich werden wir bei der nächsten EM einen Bayern-Block haben. Wird halt nur (zumindest für mich) interessant sein, ob die nicht-Bayern weiterhin bei deutschen Clubs der internationalen Kategorie B spielen, oder aber mal ein paar Spieler den Weg in andere Ligen gefunden haben.
Und so sehr ich unsere gesund Wirtschaftende, attraktive Liga mit sympathischen Clubs auch liebe: Wenn bei der Aufstellung der Nationalelf unter den Namen der Spieler dann Arsenal, Real oder Inter steht, fänd ich das ne feine Sache.
*Hitzlsperger, Kuranyi, Odonkor oder ähnliche Spieler dieser Kragenweite klammere ich mal bewußt aus. Mir geht es um die Filetstücke des deutschen Fußballs, nicht das Brät.
Ich versuche schon, mein ausgedörrtes Gehirn zum genauen lesen zu zwingen. Vielleicht reden wir aber auch mal wieder aneinander vorbei oder setzen verschiedene Prioritäten.
du meintest
Zitat
Wenn wir keine Spieler bei internationalen Top-Adressen außerhalb Deutschlands haben, liegt das also nicht daran, dass unsere Besten nicht nach München oder zu internationalen Top-Adressen wechseln - sondern dass sie (im Fall München) schon da sind oder (im Fall Ausland) dass sie erst noch dorthin wechseln.
Und genau das will ich erstmal sehen.
Denn für meinen Geschmack gibt es seit Jahren zuviel entweder (München) und zuwenig oder (Ausland).
Die ganzen letzten Spieler, das Zeug und die Angebote dazu gehabt hätten, ins Ausland zu gehen, haben doch entweder verlängert, sind nach München gegangen oder haben in München verlängert.
Ansonsten fallen mir nur noch Lehmann (Rente), Ballack (Auslaufend) und Metzelder (Teilzeit) ein, die den Schritt gewagt haben. Boateng ist jetzt mal endlich ein guter Ansatz. Mehr davon.*
Vielleicht verfehle ich ja wirklich das Thema, wenn ich behaupte, dass Bayern und ausländischer Topclub nicht dasselbe ist.
Natürlich werden wir bei der nächsten EM einen Bayern-Block haben. Wird halt nur (zumindest für mich) interessant sein, ob die nicht-Bayern weiterhin bei deutschen Clubs der internationalen Kategorie B spielen, oder aber mal ein paar Spieler den Weg in andere Ligen gefunden haben.
Und so sehr ich unsere gesund Wirtschaftende, attraktive Liga mit sympathischen Clubs auch liebe: Wenn bei der Aufstellung der Nationalelf unter den Namen der Spieler dann Arsenal, Real oder Inter steht, fänd ich das ne feine Sache.
*Hitzlsperger, Kuranyi, Odonkor oder ähnliche Spieler dieser Kragenweite klammere ich mal bewußt aus. Mir geht es um die Filetstücke des deutschen Fußballs, nicht das Brät.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von slavesnyder am 15.07.2010 um 16:49 Uhr bearbeitet
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