| Geburtsdatum | 02.11.1972 |
|---|---|
| Alter | 53 |
| Nat. |
Niederlande |
| Funktion | Co-Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Alfred Schreuder [Ehemaliger]
19.03.2019 - 13:26 Uhr
06.03.2020 - 10:01 Uhr
Zitat von gallo_nero_2002
Nach 8 Monaten nicht mal eine Stammformation in die Reihe bekommen. Leute die mit dem Herzen dabei sind wie Kaderabek, auf die Bank gesetzt, entsorgt. Das musst du erstmal schaffen.
Wir leben immer noch von unserem Herbstglück und unsere Punktezahl täuscht enorm.
Ich sage nur Korkut und Tedesco, denn die hatten auch eine Zeit lang gute Punktezahlen.
Nach 8 Monaten nicht mal eine Stammformation in die Reihe bekommen. Leute die mit dem Herzen dabei sind wie Kaderabek, auf die Bank gesetzt, entsorgt. Das musst du erstmal schaffen.
Wir leben immer noch von unserem Herbstglück und unsere Punktezahl täuscht enorm.
Ich sage nur Korkut und Tedesco, denn die hatten auch eine Zeit lang gute Punktezahlen.
Mir gefällt das "Bäumchen-wechsel-Dich-Spiel" auch nicht. Vor allem, denke ich zumindest, gehört die Anwendung eines "Versuchsfeldes" nicht in ein reguläres Bundesliga-Spiel.
Trotz meiner Vorbehalte muss ich aber auch feststellen, dass wir aktuell die selbe Punktzahl und einen Tabellenplatz besser dastehen, als unter Julian Nagelsmann der ja zudem noch alle hochpreisigen Spieler zur Verfügung hatte.
Dazu darf man nicht vergessen, dass bei einem Trainerwechsel nahezu der ganze Troß wechselt und bis dann jeder wieder seine Position gefunden hat oder An- und Verkauf über die Bühne ist, geht wertvolle Zeit und jede Menge Geld verloren.
Mir wäre am liebsten, der Trainer würde seine "Tests" außerhalb der regulären Spiele machen. Das er und die Spieler es richtig gut können, hat sich ja im Heimspiel gegenLeverkusen gezeigt. Wenn wir genügend Punkte eingefahren haben um auch 'finanziell' in der Tabelle gut stehen, dann kann man ja ein bißchen variieren, oder junge Spieler eine Chance geben. Solange sich die Ergebnisse nicht in Richtung 3 Punkte entwickeln, halte ich eine prominent besetzte Reservebank für eine Art Frevel. Ebnso die Umwidmung der Positionen. Das ist meiner Meinung nach etwas für ein Trainigscamp, nicht für einen Spieltag.
Vielleicht bin ich auch einfach nicht so risikofreudig und vor allem desswegen als Trainer völlig ungeeignet
06.03.2020 - 15:14 Uhr
Zitat von clockwoork-orange
Aber wenn doch unser Platz im Tabellen Mittelfeld so gesichert ist und man sich einig ist, dass Schreuder spätestens im Sommer seinen Hut nehmen soll, dann setze ich doch jetzt schon einen neuen Trainer ein, der sich vollkommen ohne Druck noch gute 10 spiele einarbeiten kann.
Aber wenn doch unser Platz im Tabellen Mittelfeld so gesichert ist und man sich einig ist, dass Schreuder spätestens im Sommer seinen Hut nehmen soll, dann setze ich doch jetzt schon einen neuen Trainer ein, der sich vollkommen ohne Druck noch gute 10 spiele einarbeiten kann.
Das Problem, das ich sehe, sind die Signale, die man an zukünftige Trainer sendet.
Welches Bild geben wir ab, wenn man einen Trainer entlässt, der die Saison im gesicherten Mittelfeld beendet hat bzw. auf Platz 8-10 zum Zeitpunkt der Entlassung stand?
Unter Umständen schreckt das einige potentielle Kandidaten schon ab, bevor sie sich überhaupt mit uns auseinandersetzen würden.
Mögliche Kandidaten denken sich dann, dass sie mit diesem Kader plus finanziellen Mitteln niemals zu 100% mindestens das internationale Geschäft erreichen.
Was ich damit sagen will: Wir sind nicht der FCB, sondern die TSG.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Brookie19 am 06.03.2020 um 15:15 Uhr bearbeitet
06.03.2020 - 16:31 Uhr
Zitat von Brookie19
Das Problem, das ich sehe, sind die Signale, die man an zukünftige Trainer sendet.
Welches Bild geben wir ab, wenn man einen Trainer entlässt, der die Saison im gesicherten Mittelfeld beendet hat bzw. auf Platz 8-10 zum Zeitpunkt der Entlassung stand?
Unter Umständen schreckt das einige potentielle Kandidaten schon ab, bevor sie sich überhaupt mit uns auseinandersetzen würden.
Mögliche Kandidaten denken sich dann, dass sie mit diesem Kader plus finanziellen Mitteln niemals zu 100% mindestens das internationale Geschäft erreichen.
Was ich damit sagen will: Wir sind nicht der FCB, sondern die TSG.
Zitat von clockwoork-orange
Aber wenn doch unser Platz im Tabellen Mittelfeld so gesichert ist und man sich einig ist, dass Schreuder spätestens im Sommer seinen Hut nehmen soll, dann setze ich doch jetzt schon einen neuen Trainer ein, der sich vollkommen ohne Druck noch gute 10 spiele einarbeiten kann.
Aber wenn doch unser Platz im Tabellen Mittelfeld so gesichert ist und man sich einig ist, dass Schreuder spätestens im Sommer seinen Hut nehmen soll, dann setze ich doch jetzt schon einen neuen Trainer ein, der sich vollkommen ohne Druck noch gute 10 spiele einarbeiten kann.
Das Problem, das ich sehe, sind die Signale, die man an zukünftige Trainer sendet.
Welches Bild geben wir ab, wenn man einen Trainer entlässt, der die Saison im gesicherten Mittelfeld beendet hat bzw. auf Platz 8-10 zum Zeitpunkt der Entlassung stand?
Unter Umständen schreckt das einige potentielle Kandidaten schon ab, bevor sie sich überhaupt mit uns auseinandersetzen würden.
Mögliche Kandidaten denken sich dann, dass sie mit diesem Kader plus finanziellen Mitteln niemals zu 100% mindestens das internationale Geschäft erreichen.
Was ich damit sagen will: Wir sind nicht der FCB, sondern die TSG.
Halt ! Kleiner Denkfehler !
Hier geht es um den sportlichen Erfolg und um die Mannschaft, nicht um unser Ansehen unter den Trainern !
Wenn es Schreuder nicht schafft, mit dem ihm zur Verfügung stehenen Personal und dem Wissen, dass rund 3/4 der Spieler untereinander eingespielt sind, auch nur ansatzweise an die sportlichen und spielerischen Möglichkeiten, die Nagelsmann nunmal vorgelegt hat, heranzukommen (ich schreibe bewusst nicht, Nagelsmann zu übertreffen...), so hat er als Trainer "versagt".
Wenn ich schon eine auf höherem Level stehende Mannschaft innerhalb eines Zeitraums von etwas mehr als einem halben Jahr derart sportlich und taktisch tabellarisch auf Mittelfeldniveau und spielerisch auf ein völlig indiskutables Niveau "herunterdividiere", vereinzelnde Spieler dadurch praktisch zum "Abwandern" bewege, so habe ich da vorne jemanden stehen, der dort nicht hingehört.
Wenn der Trainer auch nicht einsieht, dass sich nichts bessert, und er auch nicht merkt, dass alles Woche für Woche eigentlich nur schlechter wird und ihm nichts gegen diese Abwärtsspirale einfällt, dann muss ich mit Konsequenzen rechnen. Konsequenzen nicht erst in einem halben Jahr, sondern frühzeitig, damit ein Neuer wirklich auch noch genügend Zeit hat, etwas zu bewegen und einen soliden Grundstein für die nächste Saison zu schaffen (da gehört auch die Kaderplanung dazu).
Und was andere Trainer dazu sagen, interessiert mich überhaupt nicht. Ich schaue zunächst mal auf mich selbst, ergo auf den eigenen Verein, die eigene Mannschaft.
Und niemand wird uns als "Trainerverschleissverein" sehen, wenn man jetzt wechselt !
Trainer sitzen bei uns doch nicht auf dem Schleudersitz...!
Und ein neuer Trainer erkennt schnell, dass er bei uns eigentlich einen Traumjob hat, wenn er seine Leistung bringt. Die passende Mannschaft wird er garantiert bekommen, bzw. er hat mindestens einen so gut aufgestellten Kader, dass er aus diesem die gewünschte Leistung abrufen kann.
Leider konnte und kann das Herr Schreuder nicht...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hapesa am 06.03.2020 um 16:51 Uhr bearbeitet
08.03.2020 - 13:45 Uhr
Ich habe aktuell ein gewisses "déjà-vu" bei der Diskussion um die Personalie unseres Übungsleiters:
Letzte Runde gab es nach der Wechsel-Ankündigung von JN eine ebenfalls sehr kontrovers geführte Diskussion um den Trainer. Damals, wie heute, war ich (damals einer von Wenigen) für die sofortige Trennung von JN wegen des befürchteten "Lame Duck"- Effekts.
Dieser trat dann leider ein, was mittlerweile sehr klar geworden sein dürfte, angesichts diverser Kommentare von Spielern und sogar JN selbst bei diversen Saison-Rückblicken.
Man hat sich schlicht nicht getraut, das Notwendige zu tun. Das Resultat mit den verpassten internationalen Plätze ist bekannt.
Nun wieder etwas in ähnlicher Konstellation. Unterirdischer Nicht-Fußball, besonders in Heimspielen, erkennbar fehlende Spielidee und Spieler, die sichtbar wenig motiviert ohne besonderen Einsatz einen Dienst nach Vorschrift abspulen. Ich habe den Eindruck, dass kaum einem Akteur Spaß macht, was da gekickt werden soll. Fußball-Beamte bei der Ball-Verwaltung. Alles ohne Emotion, genau wie der Übungsleiter selbst.
Man erkennt keinen Matchplan außer vielleicht "hinten dicht und vorne hilft der liebe Gott". Was er ab und an tut, aber oft auch nicht.Und wann dann nicht einmal das "hinten dicht" klappt, dann gibt es Spiele wie Bayern oder Mainz.
Es ist daher höchste, nein, allerhöchste Zeit, dass sich die Verantwortlichen dazu durchringen, nicht den gleichen Fehler wie letzte Saison nochmals zu begehen. Man muß jetzt (!!) die Reißleine ziehen und einen weiteren Verlust an spielerischer Hoffenheim-DNA zu riskieren. Der Fisch stinkt hier deutlich vom Kopf.
Vom Verlust an Unterstützung in der Region an einen überraschend wieder auferstehenden Waldhof ganz zu schweigen.
Bin mir allerdings nicht sicher, ob man in den aktuell nahezu ausschließlich Umwelt- und Ultra-bewegten Führungsbüros diesbezüglich nachdenkt bzw. überhaupt merkt, was da so abläuft.
Ich habe für mich entschieden, erst einmal keine Verlängerung meines Abos zu vereinbaren. Nach zwölf Jahren. Für den Mist fahre ich nicht jeden Spieltag zwei Mal 150 km und drücke einen vierstelligen Betrag ab. Nein, danke. Da nicht für !!!
Letzte Runde gab es nach der Wechsel-Ankündigung von JN eine ebenfalls sehr kontrovers geführte Diskussion um den Trainer. Damals, wie heute, war ich (damals einer von Wenigen) für die sofortige Trennung von JN wegen des befürchteten "Lame Duck"- Effekts.
Dieser trat dann leider ein, was mittlerweile sehr klar geworden sein dürfte, angesichts diverser Kommentare von Spielern und sogar JN selbst bei diversen Saison-Rückblicken.
Man hat sich schlicht nicht getraut, das Notwendige zu tun. Das Resultat mit den verpassten internationalen Plätze ist bekannt.
Nun wieder etwas in ähnlicher Konstellation. Unterirdischer Nicht-Fußball, besonders in Heimspielen, erkennbar fehlende Spielidee und Spieler, die sichtbar wenig motiviert ohne besonderen Einsatz einen Dienst nach Vorschrift abspulen. Ich habe den Eindruck, dass kaum einem Akteur Spaß macht, was da gekickt werden soll. Fußball-Beamte bei der Ball-Verwaltung. Alles ohne Emotion, genau wie der Übungsleiter selbst.
Man erkennt keinen Matchplan außer vielleicht "hinten dicht und vorne hilft der liebe Gott". Was er ab und an tut, aber oft auch nicht.Und wann dann nicht einmal das "hinten dicht" klappt, dann gibt es Spiele wie Bayern oder Mainz.
Es ist daher höchste, nein, allerhöchste Zeit, dass sich die Verantwortlichen dazu durchringen, nicht den gleichen Fehler wie letzte Saison nochmals zu begehen. Man muß jetzt (!!) die Reißleine ziehen und einen weiteren Verlust an spielerischer Hoffenheim-DNA zu riskieren. Der Fisch stinkt hier deutlich vom Kopf.
Vom Verlust an Unterstützung in der Region an einen überraschend wieder auferstehenden Waldhof ganz zu schweigen.
Bin mir allerdings nicht sicher, ob man in den aktuell nahezu ausschließlich Umwelt- und Ultra-bewegten Führungsbüros diesbezüglich nachdenkt bzw. überhaupt merkt, was da so abläuft.
Ich habe für mich entschieden, erst einmal keine Verlängerung meines Abos zu vereinbaren. Nach zwölf Jahren. Für den Mist fahre ich nicht jeden Spieltag zwei Mal 150 km und drücke einen vierstelligen Betrag ab. Nein, danke. Da nicht für !!!
08.03.2020 - 14:28 Uhr
Ich schaue mir Auswärtsspiele immer in einer kleinen Gruppe an. Wenn Hoffe ein Tor geschossen hat, waren wir so laut, dass sofort die Hausherrin kam und fragte, wer das Tor geschossen hat.
Die von Forchemer beschriebenen Emotionen gibt es auch bei uns nicht mehr, und nicht, weil zwei Beamte dabei sind. Als gestern Hoffe das Tor geschossen hat, waren wir gleichgültig und ruhig. "ich geh mal zu Brigitte und sage ihr, dass Hoffe ein Tor geschossen hat," sagte der Hausherr.
Die von Forchemer beschriebenen Emotionen gibt es auch bei uns nicht mehr, und nicht, weil zwei Beamte dabei sind. Als gestern Hoffe das Tor geschossen hat, waren wir gleichgültig und ruhig. "ich geh mal zu Brigitte und sage ihr, dass Hoffe ein Tor geschossen hat," sagte der Hausherr.
08.03.2020 - 15:40 Uhr
Zitat von Forchemer
Ich habe aktuell ein gewisses "déjà-vu" bei der Diskussion um die Personalie unseres Übungsleiters:
Letzte Runde gab es nach der Wechsel-Ankündigung von JN eine ebenfalls sehr kontrovers geführte Diskussion um den Trainer. Damals, wie heute, war ich (damals einer von Wenigen) für die sofortige Trennung von JN wegen des befürchteten "Lame Duck"- Effekts.
Dieser trat dann leider ein, was mittlerweile sehr klar geworden sein dürfte, angesichts diverser Kommentare von Spielern und sogar JN selbst bei diversen Saison-Rückblicken.
Man hat sich schlicht nicht getraut, das Notwendige zu tun. Das Resultat mit den verpassten internationalen Plätze ist bekannt.
Ich habe aktuell ein gewisses "déjà-vu" bei der Diskussion um die Personalie unseres Übungsleiters:
Letzte Runde gab es nach der Wechsel-Ankündigung von JN eine ebenfalls sehr kontrovers geführte Diskussion um den Trainer. Damals, wie heute, war ich (damals einer von Wenigen) für die sofortige Trennung von JN wegen des befürchteten "Lame Duck"- Effekts.
Dieser trat dann leider ein, was mittlerweile sehr klar geworden sein dürfte, angesichts diverser Kommentare von Spielern und sogar JN selbst bei diversen Saison-Rückblicken.
Man hat sich schlicht nicht getraut, das Notwendige zu tun. Das Resultat mit den verpassten internationalen Plätze ist bekannt.
Ich war damals auch für eine sofortige Entlassung und für mich ist es auch mit genügend Abstand immer noch eine komplett bescheuerte Idee, so einen Wechsel über ein Jahr vorher zu finalisieren und auch an die Öffentlichkeit zu tragen. Ich glaube aber weiterhin, dass wir Ralle da einen Schritt zuvorgekommen sind, denn ich bin mir sehr unsicher, ob der seine Klappe gehalten hätte. Normalerweise müsste es so geregelt werden, dass der Trainer in der nächstmöglichen Transferperiode wechselt, wenn die AK gezogen wurde, alles andere macht keinen Sinn.
Dennoch bin ich heute der Meinung, dass der Wechsel nur bedingt mit unserem sportlichen Abschneiden zu tun hatte, das kann man mMn auch gut an den Ergebnissen ablesen. Wir haben in der Liga insgesamt 13 Mal gewonnen, zweimal jeweils viermal in Folge, sowohl relativ zu Beginn, als auch zum Ende der Saison. Wir haben die EL damals grob gesagt in den letzten 4 Saisonspielen aus der Hand gegeben, aber hätte es ein allgemeines Motivationsproblem gegeben, dann hätten wir uns niemals in diese Ausgangslage gebracht. Ich gehe davon aus, dass der bekannte Wechsel ein paar der üblichen Mechanismen leicht verstärkt hat und hier und da ein Prozentpunkt gefehlt hat, Knackpunkt waren aber andere Sachen. Ich meine, du kannst mir doch nicht erzählen, dass die Spieler den Ball teilweise nicht einmal 5 Meter vor dem Tor am selbigen vorbeilegen, nur weil Nagelsmann sich mit RB einig ist.
Um es mal vereinfacht auszudrücken: Hätte man Nagelsmann entlassen sollen, weil die Spieler durch die Situation 10% weniger leisten werden, er auf der anderen Seite aber 20% mehr Leistung ermöglicht, als ein anderer Trainer? Nein, das hätte keinen Sinn ergeben.
Zitat von Forchemer
Es ist daher höchste, nein, allerhöchste Zeit, dass sich die Verantwortlichen dazu durchringen, nicht den gleichen Fehler wie letzte Saison nochmals zu begehen. Man muß jetzt (!!) die Reißleine ziehen und einen weiteren Verlust an spielerischer Hoffenheim-DNA zu riskieren. Der Fisch stinkt hier deutlich vom Kopf.
Es ist daher höchste, nein, allerhöchste Zeit, dass sich die Verantwortlichen dazu durchringen, nicht den gleichen Fehler wie letzte Saison nochmals zu begehen. Man muß jetzt (!!) die Reißleine ziehen und einen weiteren Verlust an spielerischer Hoffenheim-DNA zu riskieren. Der Fisch stinkt hier deutlich vom Kopf.
Ich finde dieses Getue um die Hoffe-DNA immer befremdlich, fast schon lächerlich, ohne jetzt irgendjemanden angreifen zu wollen. Wir wollen junge Spieler ausbilden und attraktiven Offensivfußball spielen ... super, das wollen 16 andere Bundesligisten auch. Einzig den Bayern dürfte es egal sein, wo die Spieler herkommen, denn die können die Schatulle nach belieben öffnen. Was ist daran das Alleinstellungsmerkmal? Warum müssen ausgerechnet wir besonderes Augenmerk darauf legen, dass diese Punkte abgedeckt werden? Für mich klingen diese Verweise auf die DNA immer so, als seien wir in dieser Hinsicht etwas besonderes, aber das sind wir nun mal nicht.
Etwas besonderes war, was Nagelsmann aus diesem Verein rausgeholt hat. Der jüngste Trainer der Bundesligageschichte hat Jahr für Jahr mit seinem kongenialen Partner Rosen auch die größten Aderlässe mit zuvor allenfalls als Durchschnittskickern bezeichneten Spielern ausgeglichen und uns in Sphären vordringen lassen, von denen wir zuvor nicht einmal geträumt haben. Das ist aber auf eine Person zurückzuführen, die seit letztem Sommer eben nicht mehr hier ist, also hat das nichts mit einer Hoffe-DNA zu tun.
Vielleicht ist es in unserer DNA verankert, dass wir in gewissen Dingen Vorreiter sind und Entscheidungen treffen, die nicht jeder treffen würde. Hätte Bremen Kohfeldt oder der VfB Matarazzo zum Cheftrainer gemacht, wenn wir es mit Nagelsmann damals nicht getan hätten? Hätte Uth gegen Schalke spielen dürfen, hätten wir Grifo erlaubt, gegen uns zu spielen? Hier kann man noch viele Dinge aufzählen, vielleicht die Partnerschaft mit SAP und der damit verbundene Umgang mit diversen Spielerdaten, die Trainingsgruppe 2, das ungewöhnliche Torwarttraing und ja, auch den Umstand, dass wir einen ehemaligen Co-Trainer zu unserem Chef gemacht haben, obwohl dieser diese Position seit Ewigkeiten nicht mehr inne hatte. Überspitzt gesagt kritisieren diejenigen, die die Hoffe-DNA in mahnender Art und Weise in den Mund nehmen, selbige am stärksten...
Ja, nur weil eine unkonventionelle Entscheidung zu uns passt, muss sie noch lange nicht funktionieren. Wir sind momentan noch lange nicht so weit, wie ich und auch Schreuder es erwartet haben und vieles ist anders und unberechenbarer, als es noch unter Nagelsmann der Fall war. Das jedoch auf fehlende Anweisungen von der Seitenlinie oder die Öko-Schiene des Vereins zu schieben ist doch absoluter Unsinn und 1:1 die Ursachenforschung, die auch nach 5 Bier beim Stammtisch betrieben wird. "Die Mannschaft spielt gegen den Trainer", "Der erreicht die Spieler nicht mehr", "Die müssen beißen und kämpfen!", "Die müssen einfach mal schießen" und ähnliche Analysen sind doch einfach nur billig und sollen überspielen, dass man eigentlich gar keine Ahnung hat, was da grade passiert. Ich bin auch kein Fachmann und kann niemandem detailliert erklären, was da grade warum passiert, aber ich tue wenigstens nicht so, als könnte ich es und stelle meine Kenntnisse über die von Personen, die länger im bezahlten Profifußball unterwegs sind, als ich auf diesem Planeten.
Um mal zu meinen zweiten Absatz zurückzukehren: Letzte Saison haben wir abseits unserer Siegesserien aus 26 Spielen läppische 5 Siege geholt und wir hatten Phasen, in denen wir sieben Spiele in Folge nicht gewonnen haben. Diese 5 Siege und eine vergleichbare Siegesserie haben wir unter Schreuder schon geholt, fehlt also noch eine weitere (die gegen die kommenden 5 Gegner durchaus realistisch ist) und wir kommen in den 50-Punkte-Bereich. Nur so zum Vergleich: Wir haben in unserer Historie - abseits von Rangnick und Nagelsmann - im Schnitt jede Saison 40 Punkte geholt, in der Spitze 44 Punkte. Und dennoch will man den Trainer entlassen, weil er nicht den Fußball spielen lässt, den der ach so besondere Hoffenheim-Fan verdient. Noch besser, man möchte ihn sogar durch einen Labbadia ersetzen, der eine Streuung in seinen Punkteschnitten hat, die ihn unberechenbar macht. Mal ist er ein bisschen besser als Schreuder, mal deutlich schlechter ... aber klar, das ist es mit Sicherheit wert.
Mir ist schon bewusst, dass es primär um die Spielweise geht, aber warum lässt man ihm denn nicht die Zeit, um eben jene vollständig zu implementieren, wenn wir tabellarisch noch nicht einmal annähernd in einer gefährlichen Zone sind? Warum schiebt man alles positive auf die Spieler und alles negative auf den Trainer? Genau das wurde hier schon genau so geschrieben. Warum versteht man nicht, dass es in dieser Saison sehr leicht ganz weit nach unten hätte gehen können? Solch eine Transferphase und solch ein Lazarett verkraftet bei weitem nicht jede Mannschaft, wie man u.a. an Bremen und Frankfurt sieht. Warum erklärt man das "Experiment" Schreuder seit dem 10. Spieltag als gescheitert und hält stur an seiner Meinung fest, egal wie gespielt wird? Warum lassen sich gewisse User kaum blicken, aber schreiben sich die Finger wund, wenn wir mal wieder verloren haben? Was soll sowas?
Was uns stark macht ist, dass wir nicht das machen müssen, was alle anderen machen. Das hat mit unserer finanziellen Lage zu tun, mit unserer Infrastruktur, aber auch mit dem Umfeld. Das sind alles Faktoren, die es uns ermöglichen, in aller Ruhe unser Ding durchzuziehen und das machen wir auch in dieser Saison. Wenn man am Ende der Saison zu dem Entschluss kommt, dass Schreuder nicht der Richtige ist bzw. es kein Steigerungspotential gibt, dann wird man sich trennen, wenn nicht, dann nicht ... so einfach ist das. Es geht mir einfach nicht in meinen Kopf, wieso das bis heute nicht auf das Verhalten der Fans abgefärbt hat bzw. wieso die von außen so einen völlig übertriebenen Druck reinbringen möchten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von mxmlhr am 08.03.2020 um 15:41 Uhr bearbeitet
08.03.2020 - 16:24 Uhr
Zitat von mxmlhr
Ich war damals auch für eine sofortige Entlassung und für mich ist es auch mit genügend Abstand immer noch eine komplett bescheuerte Idee, so einen Wechsel über ein Jahr vorher zu finalisieren und auch an die Öffentlichkeit zu tragen. Ich glaube aber weiterhin, dass wir Ralle da einen Schritt zuvorgekommen sind, denn ich bin mir sehr unsicher, ob der seine Klappe gehalten hätte. Normalerweise müsste es so geregelt werden, dass der Trainer in der nächstmöglichen Transferperiode wechselt, wenn die AK gezogen wurde, alles andere macht keinen Sinn.
Dennoch bin ich heute der Meinung, dass der Wechsel nur bedingt mit unserem sportlichen Abschneiden zu tun hatte, das kann man mMn auch gut an den Ergebnissen ablesen. Wir haben in der Liga insgesamt 13 Mal gewonnen, zweimal jeweils viermal in Folge, sowohl relativ zu Beginn, als auch zum Ende der Saison. Wir haben die EL damals grob gesagt in den letzten 4 Saisonspielen aus der Hand gegeben, aber hätte es ein allgemeines Motivationsproblem gegeben, dann hätten wir uns niemals in diese Ausgangslage gebracht. Ich gehe davon aus, dass der bekannte Wechsel ein paar der üblichen Mechanismen leicht verstärkt hat und hier und da ein Prozentpunkt gefehlt hat, Knackpunkt waren aber andere Sachen. Ich meine, du kannst mir doch nicht erzählen, dass die Spieler den Ball teilweise nicht einmal 5 Meter vor dem Tor am selbigen vorbeilegen, nur weil Nagelsmann sich mit RB einig ist.
Um es mal vereinfacht auszudrücken: Hätte man Nagelsmann entlassen sollen, weil die Spieler durch die Situation 10% weniger leisten werden, er auf der anderen Seite aber 20% mehr Leistung ermöglicht, als ein anderer Trainer? Nein, das hätte keinen Sinn ergeben.
Ich finde dieses Getue um die Hoffe-DNA immer befremdlich, fast schon lächerlich, ohne jetzt irgendjemanden angreifen zu wollen. Wir wollen junge Spieler ausbilden und attraktiven Offensivfußball spielen ... super, das wollen 16 andere Bundesligisten auch. Einzig den Bayern dürfte es egal sein, wo die Spieler herkommen, denn die können die Schatulle nach belieben öffnen. Was ist daran das Alleinstellungsmerkmal? Warum müssen ausgerechnet wir besonderes Augenmerk darauf legen, dass diese Punkte abgedeckt werden? Für mich klingen diese Verweise auf die DNA immer so, als seien wir in dieser Hinsicht etwas besonderes, aber das sind wir nun mal nicht.
Etwas besonderes war, was Nagelsmann aus diesem Verein rausgeholt hat. Der jüngste Trainer der Bundesligageschichte hat Jahr für Jahr mit seinem kongenialen Partner Rosen auch die größten Aderlässe mit zuvor allenfalls als Durchschnittskickern bezeichneten Spielern ausgeglichen und uns in Sphären vordringen lassen, von denen wir zuvor nicht einmal geträumt haben. Das ist aber auf eine Person zurückzuführen, die seit letztem Sommer eben nicht mehr hier ist, also hat das nichts mit einer Hoffe-DNA zu tun.
Vielleicht ist es in unserer DNA verankert, dass wir in gewissen Dingen Vorreiter sind und Entscheidungen treffen, die nicht jeder treffen würde. Hätte Bremen Kohfeldt oder der VfB Matarazzo zum Cheftrainer gemacht, wenn wir es mit Nagelsmann damals nicht getan hätten? Hätte Uth gegen Schalke spielen dürfen, hätten wir Grifo erlaubt, gegen uns zu spielen? Hier kann man noch viele Dinge aufzählen, vielleicht die Partnerschaft mit SAP und der damit verbundene Umgang mit diversen Spielerdaten, die Trainingsgruppe 2, das ungewöhnliche Torwarttraing und ja, auch den Umstand, dass wir einen ehemaligen Co-Trainer zu unserem Chef gemacht haben, obwohl dieser diese Position seit Ewigkeiten nicht mehr inne hatte. Überspitzt gesagt kritisieren diejenigen, die die Hoffe-DNA in mahnender Art und Weise in den Mund nehmen, selbige am stärksten...
Ja, nur weil eine unkonventionelle Entscheidung zu uns passt, muss sie noch lange nicht funktionieren. Wir sind momentan noch lange nicht so weit, wie ich und auch Schreuder es erwartet haben und vieles ist anders und unberechenbarer, als es noch unter Nagelsmann der Fall war. Das jedoch auf fehlende Anweisungen von der Seitenlinie oder die Öko-Schiene des Vereins zu schieben ist doch absoluter Unsinn und 1:1 die Ursachenforschung, die auch nach 5 Bier beim Stammtisch betrieben wird. "Die Mannschaft spielt gegen den Trainer", "Der erreicht die Spieler nicht mehr", "Die müssen beißen und kämpfen!", "Die müssen einfach mal schießen" und ähnliche Analysen sind doch einfach nur billig und sollen überspielen, dass man eigentlich gar keine Ahnung hat, was da grade passiert. Ich bin auch kein Fachmann und kann niemandem detailliert erklären, was da grade warum passiert, aber ich tue wenigstens nicht so, als könnte ich es und stelle meine Kenntnisse über die von Personen, die länger im bezahlten Profifußball unterwegs sind, als ich auf diesem Planeten.
Um mal zu meinen zweiten Absatz zurückzukehren: Letzte Saison haben wir abseits unserer Siegesserien aus 26 Spielen läppische 5 Siege geholt und wir hatten Phasen, in denen wir sieben Spiele in Folge nicht gewonnen haben. Diese 5 Siege und eine vergleichbare Siegesserie haben wir unter Schreuder schon geholt, fehlt also noch eine weitere (die gegen die kommenden 5 Gegner durchaus realistisch ist) und wir kommen in den 50-Punkte-Bereich. Nur so zum Vergleich: Wir haben in unserer Historie - abseits von Rangnick und Nagelsmann - im Schnitt jede Saison 40 Punkte geholt, in der Spitze 44 Punkte. Und dennoch will man den Trainer entlassen, weil er nicht den Fußball spielen lässt, den der ach so besondere Hoffenheim-Fan verdient. Noch besser, man möchte ihn sogar durch einen Labbadia ersetzen, der eine Streuung in seinen Punkteschnitten hat, die ihn unberechenbar macht. Mal ist er ein bisschen besser als Schreuder, mal deutlich schlechter ... aber klar, das ist es mit Sicherheit wert.
Mir ist schon bewusst, dass es primär um die Spielweise geht, aber warum lässt man ihm denn nicht die Zeit, um eben jene vollständig zu implementieren, wenn wir tabellarisch noch nicht einmal annähernd in einer gefährlichen Zone sind? Warum schiebt man alles positive auf die Spieler und alles negative auf den Trainer? Genau das wurde hier schon genau so geschrieben. Warum versteht man nicht, dass es in dieser Saison sehr leicht ganz weit nach unten hätte gehen können? Solch eine Transferphase und solch ein Lazarett verkraftet bei weitem nicht jede Mannschaft, wie man u.a. an Bremen und Frankfurt sieht. Warum erklärt man das "Experiment" Schreuder seit dem 10. Spieltag als gescheitert und hält stur an seiner Meinung fest, egal wie gespielt wird? Warum lassen sich gewisse User kaum blicken, aber schreiben sich die Finger wund, wenn wir mal wieder verloren haben? Was soll sowas?
Was uns stark macht ist, dass wir nicht das machen müssen, was alle anderen machen. Das hat mit unserer finanziellen Lage zu tun, mit unserer Infrastruktur, aber auch mit dem Umfeld. Das sind alles Faktoren, die es uns ermöglichen, in aller Ruhe unser Ding durchzuziehen und das machen wir auch in dieser Saison. Wenn man am Ende der Saison zu dem Entschluss kommt, dass Schreuder nicht der Richtige ist bzw. es kein Steigerungspotential gibt, dann wird man sich trennen, wenn nicht, dann nicht ... so einfach ist das. Es geht mir einfach nicht in meinen Kopf, wieso das bis heute nicht auf das Verhalten der Fans abgefärbt hat bzw. wieso die von außen so einen völlig übertriebenen Druck Reinbringen Möchten.
Ich war damals auch für eine sofortige Entlassung und für mich ist es auch mit genügend Abstand immer noch eine komplett bescheuerte Idee, so einen Wechsel über ein Jahr vorher zu finalisieren und auch an die Öffentlichkeit zu tragen. Ich glaube aber weiterhin, dass wir Ralle da einen Schritt zuvorgekommen sind, denn ich bin mir sehr unsicher, ob der seine Klappe gehalten hätte. Normalerweise müsste es so geregelt werden, dass der Trainer in der nächstmöglichen Transferperiode wechselt, wenn die AK gezogen wurde, alles andere macht keinen Sinn.
Dennoch bin ich heute der Meinung, dass der Wechsel nur bedingt mit unserem sportlichen Abschneiden zu tun hatte, das kann man mMn auch gut an den Ergebnissen ablesen. Wir haben in der Liga insgesamt 13 Mal gewonnen, zweimal jeweils viermal in Folge, sowohl relativ zu Beginn, als auch zum Ende der Saison. Wir haben die EL damals grob gesagt in den letzten 4 Saisonspielen aus der Hand gegeben, aber hätte es ein allgemeines Motivationsproblem gegeben, dann hätten wir uns niemals in diese Ausgangslage gebracht. Ich gehe davon aus, dass der bekannte Wechsel ein paar der üblichen Mechanismen leicht verstärkt hat und hier und da ein Prozentpunkt gefehlt hat, Knackpunkt waren aber andere Sachen. Ich meine, du kannst mir doch nicht erzählen, dass die Spieler den Ball teilweise nicht einmal 5 Meter vor dem Tor am selbigen vorbeilegen, nur weil Nagelsmann sich mit RB einig ist.
Um es mal vereinfacht auszudrücken: Hätte man Nagelsmann entlassen sollen, weil die Spieler durch die Situation 10% weniger leisten werden, er auf der anderen Seite aber 20% mehr Leistung ermöglicht, als ein anderer Trainer? Nein, das hätte keinen Sinn ergeben.
Zitat von Forchemer
Es ist daher höchste, nein, allerhöchste Zeit, dass sich die Verantwortlichen dazu durchringen, nicht den gleichen Fehler wie letzte Saison nochmals zu begehen. Man muß jetzt (!!) die Reißleine ziehen und einen weiteren Verlust an spielerischer Hoffenheim-DNA zu riskieren. Der Fisch stinkt hier deutlich vom Kopf.
Es ist daher höchste, nein, allerhöchste Zeit, dass sich die Verantwortlichen dazu durchringen, nicht den gleichen Fehler wie letzte Saison nochmals zu begehen. Man muß jetzt (!!) die Reißleine ziehen und einen weiteren Verlust an spielerischer Hoffenheim-DNA zu riskieren. Der Fisch stinkt hier deutlich vom Kopf.
Ich finde dieses Getue um die Hoffe-DNA immer befremdlich, fast schon lächerlich, ohne jetzt irgendjemanden angreifen zu wollen. Wir wollen junge Spieler ausbilden und attraktiven Offensivfußball spielen ... super, das wollen 16 andere Bundesligisten auch. Einzig den Bayern dürfte es egal sein, wo die Spieler herkommen, denn die können die Schatulle nach belieben öffnen. Was ist daran das Alleinstellungsmerkmal? Warum müssen ausgerechnet wir besonderes Augenmerk darauf legen, dass diese Punkte abgedeckt werden? Für mich klingen diese Verweise auf die DNA immer so, als seien wir in dieser Hinsicht etwas besonderes, aber das sind wir nun mal nicht.
Etwas besonderes war, was Nagelsmann aus diesem Verein rausgeholt hat. Der jüngste Trainer der Bundesligageschichte hat Jahr für Jahr mit seinem kongenialen Partner Rosen auch die größten Aderlässe mit zuvor allenfalls als Durchschnittskickern bezeichneten Spielern ausgeglichen und uns in Sphären vordringen lassen, von denen wir zuvor nicht einmal geträumt haben. Das ist aber auf eine Person zurückzuführen, die seit letztem Sommer eben nicht mehr hier ist, also hat das nichts mit einer Hoffe-DNA zu tun.
Vielleicht ist es in unserer DNA verankert, dass wir in gewissen Dingen Vorreiter sind und Entscheidungen treffen, die nicht jeder treffen würde. Hätte Bremen Kohfeldt oder der VfB Matarazzo zum Cheftrainer gemacht, wenn wir es mit Nagelsmann damals nicht getan hätten? Hätte Uth gegen Schalke spielen dürfen, hätten wir Grifo erlaubt, gegen uns zu spielen? Hier kann man noch viele Dinge aufzählen, vielleicht die Partnerschaft mit SAP und der damit verbundene Umgang mit diversen Spielerdaten, die Trainingsgruppe 2, das ungewöhnliche Torwarttraing und ja, auch den Umstand, dass wir einen ehemaligen Co-Trainer zu unserem Chef gemacht haben, obwohl dieser diese Position seit Ewigkeiten nicht mehr inne hatte. Überspitzt gesagt kritisieren diejenigen, die die Hoffe-DNA in mahnender Art und Weise in den Mund nehmen, selbige am stärksten...
Ja, nur weil eine unkonventionelle Entscheidung zu uns passt, muss sie noch lange nicht funktionieren. Wir sind momentan noch lange nicht so weit, wie ich und auch Schreuder es erwartet haben und vieles ist anders und unberechenbarer, als es noch unter Nagelsmann der Fall war. Das jedoch auf fehlende Anweisungen von der Seitenlinie oder die Öko-Schiene des Vereins zu schieben ist doch absoluter Unsinn und 1:1 die Ursachenforschung, die auch nach 5 Bier beim Stammtisch betrieben wird. "Die Mannschaft spielt gegen den Trainer", "Der erreicht die Spieler nicht mehr", "Die müssen beißen und kämpfen!", "Die müssen einfach mal schießen" und ähnliche Analysen sind doch einfach nur billig und sollen überspielen, dass man eigentlich gar keine Ahnung hat, was da grade passiert. Ich bin auch kein Fachmann und kann niemandem detailliert erklären, was da grade warum passiert, aber ich tue wenigstens nicht so, als könnte ich es und stelle meine Kenntnisse über die von Personen, die länger im bezahlten Profifußball unterwegs sind, als ich auf diesem Planeten.
Um mal zu meinen zweiten Absatz zurückzukehren: Letzte Saison haben wir abseits unserer Siegesserien aus 26 Spielen läppische 5 Siege geholt und wir hatten Phasen, in denen wir sieben Spiele in Folge nicht gewonnen haben. Diese 5 Siege und eine vergleichbare Siegesserie haben wir unter Schreuder schon geholt, fehlt also noch eine weitere (die gegen die kommenden 5 Gegner durchaus realistisch ist) und wir kommen in den 50-Punkte-Bereich. Nur so zum Vergleich: Wir haben in unserer Historie - abseits von Rangnick und Nagelsmann - im Schnitt jede Saison 40 Punkte geholt, in der Spitze 44 Punkte. Und dennoch will man den Trainer entlassen, weil er nicht den Fußball spielen lässt, den der ach so besondere Hoffenheim-Fan verdient. Noch besser, man möchte ihn sogar durch einen Labbadia ersetzen, der eine Streuung in seinen Punkteschnitten hat, die ihn unberechenbar macht. Mal ist er ein bisschen besser als Schreuder, mal deutlich schlechter ... aber klar, das ist es mit Sicherheit wert.
Mir ist schon bewusst, dass es primär um die Spielweise geht, aber warum lässt man ihm denn nicht die Zeit, um eben jene vollständig zu implementieren, wenn wir tabellarisch noch nicht einmal annähernd in einer gefährlichen Zone sind? Warum schiebt man alles positive auf die Spieler und alles negative auf den Trainer? Genau das wurde hier schon genau so geschrieben. Warum versteht man nicht, dass es in dieser Saison sehr leicht ganz weit nach unten hätte gehen können? Solch eine Transferphase und solch ein Lazarett verkraftet bei weitem nicht jede Mannschaft, wie man u.a. an Bremen und Frankfurt sieht. Warum erklärt man das "Experiment" Schreuder seit dem 10. Spieltag als gescheitert und hält stur an seiner Meinung fest, egal wie gespielt wird? Warum lassen sich gewisse User kaum blicken, aber schreiben sich die Finger wund, wenn wir mal wieder verloren haben? Was soll sowas?
Was uns stark macht ist, dass wir nicht das machen müssen, was alle anderen machen. Das hat mit unserer finanziellen Lage zu tun, mit unserer Infrastruktur, aber auch mit dem Umfeld. Das sind alles Faktoren, die es uns ermöglichen, in aller Ruhe unser Ding durchzuziehen und das machen wir auch in dieser Saison. Wenn man am Ende der Saison zu dem Entschluss kommt, dass Schreuder nicht der Richtige ist bzw. es kein Steigerungspotential gibt, dann wird man sich trennen, wenn nicht, dann nicht ... so einfach ist das. Es geht mir einfach nicht in meinen Kopf, wieso das bis heute nicht auf das Verhalten der Fans abgefärbt hat bzw. wieso die von außen so einen völlig übertriebenen Druck Reinbringen Möchten.
Die Erwartungshaltung ist wohl durch die "Nagelsmann-Zeit" hochgeschraubt.
Aber noch mal auch unter Nagelsmann gab es diese Auftritte gegen Mainz/D'dorf/WOB/Stuttgart etc.
7-8 Clubs hätten wohl gerne unsere Probleme und würden solch einen Umbruch mit diesem Ergebnis unterschreiben.
Bisher habe ich positive Ereignisse und negative unter Schreuder festgestellt. Dabei fällt mir das richtige Timing beim Einsatz der Nachwuchsspieler besonders positiv auf. Ob Adamyan, Riberio oder Baumgartner. 3 Talente wohl alle zum richtigen Zeitpunkt gebracht und nachhaltig zu Stützen des Teams geworden. Dazu Posch und Akpoguma zu BuLi-tauglichen Verteidigern gemacht. Skov und Samassekou aus schwächeren Ligen eingebaut.
Ich wüßte jetzt keinen Trainer der auf dem Markt ist, der ähnlich erfolgreich mit dieser Situation umgegangen wäre. Die TSG-DNA ist wohl zunächst mal Talente weiterzuentwickeln und dabei einigermaßen erfolgreich abzuschneiden. Damit liegt Schreuder aktuell wohl im Soll.
08.03.2020 - 16:29 Uhr
Theorien sind ja schön, Meinungen von Laien kann man ja auch abtun, als nicht oder wenig ahnend, aber eines kann man nicht wegwischen so einfach. Und das ist die Realität !
Wie sieht denn unsere momentane Realität aus ? Eine dahinsiechende Mannschaft, die gestern in HZ Eins keinen einzigen Ball auf das Tor gebracht hat. Gegen Schalke, dass derzeit absolut verunsichert ist.
Und wie sieht es außen rum aus ? Dieses Forum ist ein Spiegelbild aller Fans und wenn sich Leute überlegen, nach vielen Jahren ihre DK zu kündigen und sehr viele werden es tun, dann kann man noch sagen, ihr seid keine richtigen Fans. Nein, das ist ein gewaltiger Aufschrei, dass es so nicht mehr weiter gehen kann.
Die Leute wenden sich ab, nicht weil sie verkappte Bayernfans sind, sondern weil sie nichts mehr verstehen, was sich da abspielt.
Landein-Landaus hast du überall Probleme weil sich Leute aus Vereinen, Gruppierungen zurück ziehen. Abgesehen von Fehlern, ist allen eines gemeinsam ! Die kommen nicht mehr zurück.
Und was werden viele Hoffe - Fans im April / Mai machen, falls diese Person weiter in Verantwortung steht ? Sie werden in Massen ihre DK kündigen.
Mir sind Schmähungen, Anfeindungen meistens egal. Aber ich will eine Mannschaft sehen, die lebt, kämpft, alles gibt. Ob offensiv, defensiv ist mir eher egal.
Und irgendwann ziehst du dann für dich persönlich die Konsequenz. Wer das gestern live vor Ort gesehen hat, für den kann es nur eine Konsequenz geben, zum Wohl der TSG. Die Lethargie liegt mittlerweile bleischwer über allem, vor allem den Fans.
Das kann nicht gut gehen. Und ich kann es der Führungsriege nur ans Herz legen, denkt an die Fans. Denn einen " Krieg " gegen die Kunden, werdet ihr verlieren. Der gemeine Hoffe - Fan wird leise fluchend gehen.
Noch ist Zeit. Auf Wiedersehen Alfred.
Wie sieht denn unsere momentane Realität aus ? Eine dahinsiechende Mannschaft, die gestern in HZ Eins keinen einzigen Ball auf das Tor gebracht hat. Gegen Schalke, dass derzeit absolut verunsichert ist.
Und wie sieht es außen rum aus ? Dieses Forum ist ein Spiegelbild aller Fans und wenn sich Leute überlegen, nach vielen Jahren ihre DK zu kündigen und sehr viele werden es tun, dann kann man noch sagen, ihr seid keine richtigen Fans. Nein, das ist ein gewaltiger Aufschrei, dass es so nicht mehr weiter gehen kann.
Die Leute wenden sich ab, nicht weil sie verkappte Bayernfans sind, sondern weil sie nichts mehr verstehen, was sich da abspielt.
Landein-Landaus hast du überall Probleme weil sich Leute aus Vereinen, Gruppierungen zurück ziehen. Abgesehen von Fehlern, ist allen eines gemeinsam ! Die kommen nicht mehr zurück.
Und was werden viele Hoffe - Fans im April / Mai machen, falls diese Person weiter in Verantwortung steht ? Sie werden in Massen ihre DK kündigen.
Mir sind Schmähungen, Anfeindungen meistens egal. Aber ich will eine Mannschaft sehen, die lebt, kämpft, alles gibt. Ob offensiv, defensiv ist mir eher egal.
Und irgendwann ziehst du dann für dich persönlich die Konsequenz. Wer das gestern live vor Ort gesehen hat, für den kann es nur eine Konsequenz geben, zum Wohl der TSG. Die Lethargie liegt mittlerweile bleischwer über allem, vor allem den Fans.
Das kann nicht gut gehen. Und ich kann es der Führungsriege nur ans Herz legen, denkt an die Fans. Denn einen " Krieg " gegen die Kunden, werdet ihr verlieren. Der gemeine Hoffe - Fan wird leise fluchend gehen.
Noch ist Zeit. Auf Wiedersehen Alfred.
08.03.2020 - 16:53 Uhr
Zitat von gallo_nero_2002
...
Die Lethargie liegt mittlerweile bleischwer über allem, vor allem den Fans...
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Die Lethargie liegt mittlerweile bleischwer über allem, vor allem den Fans...
Die Stimmung ist leider wirklich Recht trist. Denke aber man sollte mit Schreuder auch in die neue Saison gehen und beiden Seiten Zeit geben sich zu entwickeln. Man darf ja auch nicht vergessen, dass sich im Umfeld einiges geändert hat. Teammanager, Scouting, CoTrainer u.a. Positionen und neue Projekte "gelauncht"
Das braucht alles Zeit erfolgreich umzusetzen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von michrasman am 08.03.2020 um 16:54 Uhr bearbeitet
08.03.2020 - 17:07 Uhr
Zitat von michrasman
Die Stimmung ist leider wirklich Recht trist. Denke aber man sollte mit Schreuder auch in die neue Saison gehen und beiden Seiten Zeit geben sich zu entwickeln. Man darf ja auch nicht vergessen, dass sich im Umfeld einiges geändert hat. Teammanager, Scouting, CoTrainer u.a. Positionen und neue Projekte "gelauncht"
Das braucht alles Zeit erfolgreich umzusetzen.
Zitat von gallo_nero_2002
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Die Lethargie liegt mittlerweile bleischwer über allem, vor allem den Fans...
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Die Lethargie liegt mittlerweile bleischwer über allem, vor allem den Fans...
Die Stimmung ist leider wirklich Recht trist. Denke aber man sollte mit Schreuder auch in die neue Saison gehen und beiden Seiten Zeit geben sich zu entwickeln. Man darf ja auch nicht vergessen, dass sich im Umfeld einiges geändert hat. Teammanager, Scouting, CoTrainer u.a. Positionen und neue Projekte "gelauncht"
Das braucht alles Zeit erfolgreich umzusetzen.
Wieviel Zeit soll man ihm denn noch geben? Er kannte den Verein und dessen Strukturen sowie einen Teil des Kaders bereits. Ein anderer Trainer hätte von Null anfangen müssen, hier hatte Schreuder einen enormen Vorteil. Er hatte eine komplette Vorbereitung im Sommer sowie die Möglichkeit zum Nachjustieren im Winter. Es gab viele Abgänge im Sommer und auch aktuell einige verletzte Spieler. Das ist aber alles keine Entschuldigung dafür, dass man so auftritt wie es aktuell der Fall ist. Ich bin der Meinung, dass Schreuder Zeit genug hatte, wenn er es in der Zeit nicht geschafft hat, dann tuts mir leid, dann ist er eben der falsche Mann. Es wäre fatal, wenn man mit ihm über die Saison hinaus weitermachen würde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Al_Katzone am 08.03.2020 um 17:08 Uhr bearbeitet
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