| Vereinsführung & Finanzen
03.07.2019 - 20:47 Uhr
04.04.2025 - 16:46 Uhr
Zitat von ohje_0708
Hallo zusammen,
da ich Real Madrid Sympathisant bin, habe ich die Posse Tebas vs. Barca nie so richtig verfolgt.
Um was geht es da genau ?
Könnte mich jemand kurz aufklären, was die Intention des Herrn T. ständig gegen Barca bzw. Real zu schießen?
Ich verstehe es einfach nicht, wie man sich immer wieder so dermaßen blamieren kann…..
Hallo zusammen,
da ich Real Madrid Sympathisant bin, habe ich die Posse Tebas vs. Barca nie so richtig verfolgt.
Um was geht es da genau ?
Könnte mich jemand kurz aufklären, was die Intention des Herrn T. ständig gegen Barca bzw. Real zu schießen?
Ich verstehe es einfach nicht, wie man sich immer wieder so dermaßen blamieren kann…..
Ich habe mich mit der Thematik schon häufiger auseinandergesetzt, habe aber keine persönlichen Verbindungen zu Spanien oder seiner Politik. Entsprechend lasse ich mich auch gerne von Leuten korrigieren, die da involvierter sind.
Aber meine Sicht:
Bei Javier Tebas lässt sich seine Art den Ligaverband zu führen und seine politische Haltung einfach nicht trennen. Bei jemanden, der seine politischen Anschauen fröhlich in die Öffentlichkeit trägt und dann die Liga genauso führt, wie man es bei jemanden mit diesen Ansichten erwarten würde, wäre jegliche von der Politik losgelöste Betrachtung naiv.
Es wäre so, als wäre der DFL-Präsident AFD-Supporter und zufälligerweise versucht die DFL immer nur Türkspor die Lizenz zu entziehen und besagter Präsident äußert sich auch weit über seine Befugnisbereiche hinaus dazu, was Türkspor tun und machen kann.
Tebas ist Vox-Supporter. Die Vox steht für eine zentralistische Regierung und damit der Abschaffung der katalonischen Autonomie. Dass genaue Gegenteil von dem, für dass der FC Barcelona steht. Tebas ist damit nicht nur Real Madrid-Fan, der Barcelona als Fan blöd findet. Er ist jemand, der den FC Barcelona für ein politisches und ideologisches Problem hält.
Wenn sich ein Tebas zu einem Referendum über die Unabhängigkeit Kataloniens dahingehend äußert, dass das den Ausschluss der katalanischen Vereine aus der LaLiga bedeutet, verlässt er den Aufgabenbereich eines Liga-Präsidenten. Er betritt den Bereich eines Rechtspopulisten, der versucht ein politisches Wahlergebnis zu ändern.
Weder führt Tebas die LaLiga (offiziell) als Diktator, der eine solche Entscheidung alleine treffen dürfte, noch wäre ein Ausschluss so in Stein gemeißelt gewesen, wie er es dargestellt hatte. Und selbst wenn wir die Fantasie-Welt betreten, in der Tabas diese Aussage hätte treffen können, selbst dann betreibt er damit Politik, sich mit diesem Einwand vor die Mikrofone zu stellen.
Dass ist ein wichtiger Präzedenzfall, dass sich Tebas nicht zu schade ist, seine Position als LaLiga-Chef auszunutzen, um seine politischen Ideologien durchzusetzen.
Aber gut, Tebas hasst also einfach nur Barcelona? Ich denke da steckt noch grundsätzlichere Ideologien dahinter. Tebas hat kein Problem damit zu versuchen, sich über Gerichte hinwegzusetzen. Er hat kein Problem damit, der Welt mitzuteilen, dass Barcelona keine Transfers tätigen kann, obwohl dass die Gehaltsgrenze gar nicht hergibt und es dann rückblickend in dem Sommer natürlich auch falsch war.. Damit macht er genau dass, was andere Rechtspopulisten machen, sobald sie an die Macht kommen. Dafür reicht ein Blick nach Ungarn oder die USA.
Javier Tebas möchte nicht faire Rahmenbedingungen schaffen, in dessen Grenzen dann jeder Verein selbstbestimmt sein Glück versuchen kann. Er möchte eine Zentralregierung, die in jeden Verein eingreifen kann und genau bestimmt, wer wann was machen darf. Davon sollen ihn keine lästigen Gerichte abhalten, nicht das Regelwerk der LaLiga und schon gar nicht die Meinung der einzelnen Vereine.
Dass zeigt sich auch daran, dass man natürlich das Gerichtsurteil nicht akzeptiert. Und noch absurder, dass ein Großteil des Statements sich darum dreht, dass das Gericht Olmo und Victor vorläufig hätte gesperrt lassen sollen, bis die Sache zu Gunsten von Barcelona geklärt wurde. Dass ist einfach nur eine schockierende und widerliche Weltansicht.
04.07.2025 - 18:23 Uhr
Die UEFA hat den FC Barcelona zu einer 15 Mio € Geldstrafe wegen den Verstoß am Financial Fair Play verurteilt.
super Tag heute 👍️
super Tag heute 👍️
04.07.2025 - 22:33 Uhr
Habe auch gelesen, dass ua. Barca und Chelsea eine Vereinbarung mit der UEFA getroffen haben, dass die Transferbilanz zumindest ausgeglichen sein muss, um neue Spieler verpflichten zu dürfen (ich nehme an, dabei geht es im Endeffekt darum sie für europäische Bewerbe melden zu dürfen).
https://sport.orf.at/stories/3143047/
Da schießt mir sofort ein Gedanke ein. Diese Vereinbarung dürfte wohl vor weiteren Konsequenzen schützen. Für unsere Finanzen ist die Champions League essenziell, weswegen ich meine, vielleicht hat Barca diesen Deal mit der UEFA eingehen müssen um nicht aus der CL zu fliegen. Und um diesen Deal nicht gleich am ersten Tag zu brechen, hat man von der Nico-Verpflichtung Abstand nehmen müssen.
Was dagegen sprechen würde, wäre die Schnelligkeit mit der Nico bei Atletic verlängert hat. Aber wer weiß wie lange das intern schon bekannt war...
Klingt etwas abenteuerlich, aber doch auch nicht unlogisch. Oder aber vielleicht ist es auch schon ein zu langer Tag für mich...
https://sport.orf.at/stories/3143047/
Da schießt mir sofort ein Gedanke ein. Diese Vereinbarung dürfte wohl vor weiteren Konsequenzen schützen. Für unsere Finanzen ist die Champions League essenziell, weswegen ich meine, vielleicht hat Barca diesen Deal mit der UEFA eingehen müssen um nicht aus der CL zu fliegen. Und um diesen Deal nicht gleich am ersten Tag zu brechen, hat man von der Nico-Verpflichtung Abstand nehmen müssen.
Was dagegen sprechen würde, wäre die Schnelligkeit mit der Nico bei Atletic verlängert hat. Aber wer weiß wie lange das intern schon bekannt war...
Klingt etwas abenteuerlich, aber doch auch nicht unlogisch. Oder aber vielleicht ist es auch schon ein zu langer Tag für mich...
04.07.2025 - 23:42 Uhr
das ist eine alte geschichte bzw. die strafe war lange angekündigt. es geht um den TV-deal, denn hat die UEFA anders bewertet als die liga. das sind unterschiedliche FFP.
15.07.2025 - 13:49 Uhr
Quelle: www.barcafutbol.com
Barcelona’s multi-year journey from near-bankruptcy to somewhat tottering stability through “financial levers” , restructuring and a little bit of luck
Hier ein empfehlenswerter Artikel bezüglich der Barça-Finanzen. Speziell für alle, welche den Überblick in letzter Zeit etwas verloren haben (verständlicherweise). Hilft bestimmt dabei, etwas Klarheit zu verschaffen. Es wird umfassend aufgezeigt, in welcher prekären Situation man sich zwischenzeitlich befand und wie sich das aktuelle Board aus der Schieflage herausmanövriert. Für alle, welche sich mit den Jahresberichten auskennen, gibt es nicht viel "Neues", finde es aber trotzdem lesenswert. Generell kann ich die Seite empfehlen, es werden regelmäßig interessante Beiträge hochgeladen. Um den Artikel zu lesen, muss man sich anmelden, ist aber kostenlos. Für mich ist die gesamte "Barça Studios"-Geschichte noch etwas undurchsichtig. Vielleicht kann mir da jemand auf die Sprünge helfen. Mit dem Anteilsverkauf von den 49 % hat man sich von außen gesehen ziemlich schlecht angestellt. Die hohen Forderungen von insgesamt ca. 200 Mio. wurden von vielen Fachkennern als äußerst unrealistisch eingestuft, und dennoch fanden sich Partner, welche den ursprünglich aufgerufenen Preis vermeintlich zahlen wollten. Ein Deal, welcher zu gut aussah, um wahr zu sein … Das Ende ist bekannt. Von den 200 Mio. kamen lediglich 60 Mio. an und dadurch erfolgte die Abschreibung von 141 Mio. im letzten Geschäftsjahr.
Hat man sich da bewusst für dieses Vorgehen entschieden, um kurzfristig die Bilanz zu "retten", und vielleicht gar nie damit gerechnet, dass die kompletten 200 Mio. jemals bezahlt werden? So wie es aussieht, war der aufgerufene Preis von Beginn an unrealistisch. Durch den initialen Verkauf konnte man ja auch zusätzlich die eigenen Anteile neu bewerten und mit einem Buchwert von 208 Mio. eintragen, was sich erneut positiv auf die Bilanz auswirkte. Da jetzt nur die besagten 60 Mio. geflossen sind, müssten die 51 % nicht ebenfalls neu bewertet werden, oder ist das bereits geschehen? Wäre super, wenn mich da jemand aufklären könnte.🙂
Die Prognosen für das Geschäftsjahr 24/25 auf der Umsatzseite stimmen mich positiv. Sehr beeindruckend finde ich, dass man trotz der 2 Jahre im Exil die finanziellen Einbußen besser als erwartet (zumindest meiner Erwartung) kompensieren konnte. Vor allem der Nike-Deal, BLM (Barça Licensing and Merchandising) und weitere Mehreinnahmen bei den Sponsoren konnten dazu beitragen. Das sind auch die Bereiche, welche von der Führungsriege mit am meisten beeinflusst werden können. In dieser Hinsicht wurde gute Arbeit geleistet. Man darf gespannt auf den offiziellen Jahresabschlussbericht sein.
Visca el Barça!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Stifikus am 15.07.2025 um 13:51 Uhr bearbeitet
31.07.2025 - 12:18 Uhr
Gestern wurde ein neuer Sponsoring-Deal offiziell verkündet. Auf dem Rücken des Trainingsshirts wird für die nächsten vier Jahre der Schriftzug „R.D. Congo – Coeur d’Afrique“ Platz nehmen. Der Deal soll Barça insgesamt über 40 Mio. in die Kassen spülen.
Die Lage in der Demokratischen Republik Kongo ist vielschichtig und komplex. Das Land steckt in einer humanitären Krise, die von Korruption in der Regierung und regionalen bewaffneten Konflikten begleitet wird. Ich maße mir nicht an, ein Urteil über die Situation zu fällen – jeder sollte sich selbst ein Bild davon machen.
Ich finde es aber sehr bedauerlich, dass man für ein paar Millionen erneut auf den Sportswashing-Zug aufspringt und „leicht verdientes“ Geld einstreicht. Diese Summe könnte in der DR Kongo dringend für den Ausbau der Infrastruktur verwendet werden. Während der Sportminister Millionen an Barça, Monaco und Mailand überweist, protestieren Angestellte und Funktionäre vom Stade des Martyr, weil sie seit über zwölf Monaten kein Gehalt mehr erhalten haben sollen. Wie genau die Demokratische Republik Kongo von diesem Deal profitieren soll, bleibt für mich ein großes Fragezeichen. Auf der Website des FC Barcelona ist lediglich von Programmen zur Sportentwicklung die Rede.
Interessante Artikel zu dem Thema:
Pressemitteilung vom FC Barcelona Link
Bericht von El Confidencial, „Lo que se esconde tras los millones de la RD del Congo al Barça“ Link
Die Lage in der Demokratischen Republik Kongo ist vielschichtig und komplex. Das Land steckt in einer humanitären Krise, die von Korruption in der Regierung und regionalen bewaffneten Konflikten begleitet wird. Ich maße mir nicht an, ein Urteil über die Situation zu fällen – jeder sollte sich selbst ein Bild davon machen.
Ich finde es aber sehr bedauerlich, dass man für ein paar Millionen erneut auf den Sportswashing-Zug aufspringt und „leicht verdientes“ Geld einstreicht. Diese Summe könnte in der DR Kongo dringend für den Ausbau der Infrastruktur verwendet werden. Während der Sportminister Millionen an Barça, Monaco und Mailand überweist, protestieren Angestellte und Funktionäre vom Stade des Martyr, weil sie seit über zwölf Monaten kein Gehalt mehr erhalten haben sollen. Wie genau die Demokratische Republik Kongo von diesem Deal profitieren soll, bleibt für mich ein großes Fragezeichen. Auf der Website des FC Barcelona ist lediglich von Programmen zur Sportentwicklung die Rede.
Interessante Artikel zu dem Thema:
Pressemitteilung vom FC Barcelona Link
Bericht von El Confidencial, „Lo que se esconde tras los millones de la RD del Congo al Barça“ Link
31.07.2025 - 13:30 Uhr
Zitat von Stifikus
Gestern wurde ein neuer Sponsoring-Deal offiziell verkündet. Auf dem Rücken des Trainingsshirts wird für die nächsten vier Jahre der Schriftzug „R.D. Congo – Coeur d’Afrique“ Platz nehmen. Der Deal soll Barça insgesamt über 40 Mio. in die Kassen spülen.
Die Lage in der Demokratischen Republik Kongo ist vielschichtig und komplex. Das Land steckt in einer humanitären Krise, die von Korruption in der Regierung und regionalen bewaffneten Konflikten begleitet wird. Ich maße mir nicht an, ein Urteil über die Situation zu fällen – jeder sollte sich selbst ein Bild davon machen.
Ich finde es aber sehr bedauerlich, dass man für ein paar Millionen erneut auf den Sportswashing-Zug aufspringt und „leicht verdientes“ Geld einstreicht. Diese Summe könnte in der DR Kongo dringend für den Ausbau der Infrastruktur verwendet werden. Während der Sportminister Millionen an Barça, Monaco und Mailand überweist, protestieren Angestellte und Funktionäre vom Stade des Martyr, weil sie seit über zwölf Monaten kein Gehalt mehr erhalten haben sollen. Wie genau die Demokratische Republik Kongo von diesem Deal profitieren soll, bleibt für mich ein großes Fragezeichen. Auf der Website des FC Barcelona ist lediglich von Programmen zur Sportentwicklung die Rede.
Interessante Artikel zu dem Thema:
Pressemitteilung vom FC Barcelona Link
Bericht von El Confidencial, „Lo que se esconde tras los millones de la RD del Congo al Barça“ Link
Gestern wurde ein neuer Sponsoring-Deal offiziell verkündet. Auf dem Rücken des Trainingsshirts wird für die nächsten vier Jahre der Schriftzug „R.D. Congo – Coeur d’Afrique“ Platz nehmen. Der Deal soll Barça insgesamt über 40 Mio. in die Kassen spülen.
Die Lage in der Demokratischen Republik Kongo ist vielschichtig und komplex. Das Land steckt in einer humanitären Krise, die von Korruption in der Regierung und regionalen bewaffneten Konflikten begleitet wird. Ich maße mir nicht an, ein Urteil über die Situation zu fällen – jeder sollte sich selbst ein Bild davon machen.
Ich finde es aber sehr bedauerlich, dass man für ein paar Millionen erneut auf den Sportswashing-Zug aufspringt und „leicht verdientes“ Geld einstreicht. Diese Summe könnte in der DR Kongo dringend für den Ausbau der Infrastruktur verwendet werden. Während der Sportminister Millionen an Barça, Monaco und Mailand überweist, protestieren Angestellte und Funktionäre vom Stade des Martyr, weil sie seit über zwölf Monaten kein Gehalt mehr erhalten haben sollen. Wie genau die Demokratische Republik Kongo von diesem Deal profitieren soll, bleibt für mich ein großes Fragezeichen. Auf der Website des FC Barcelona ist lediglich von Programmen zur Sportentwicklung die Rede.
Interessante Artikel zu dem Thema:
Pressemitteilung vom FC Barcelona Link
Bericht von El Confidencial, „Lo que se esconde tras los millones de la RD del Congo al Barça“ Link
Ich bin auch relativ unbegeistert über diesen Deal.
Die DR Congo ist eines der ärmsten Länder, die Kindersterblichkeit hoch, Hungerrate ... in den meisten diese Statistiken bei den am schlechtesten bewertetsten. Und wir nehmen Geld von diesem Land für Sportswashing.
Ich verstehe dass man Geld braucht, aber war das wirklich notwendig.
31.07.2025 - 14:20 Uhr
So richtig überraschend ist die Entwicklung für mich nicht. Das Nachbarland Ruanda ist ja schon seit einigen Jahren im Sportsponsoring unterwegs und hat Deals mit Arsenal, PSG und Bayern. Da gab es für die jeweiligen Deals schon zum Teil ordentlich Kritik, was ich auch durchaus nachvollziehen kann.
Die Situation im Kongo wirkt von außen betrachtet noch mal ein ganzes Stück kritischer. Allein die aktuelle Sicherheitslage verhindert eigentlich Reisen ins Land und da ist es fraglich, warum man dann sehr viel Geld für Tourismuswerbung ausgibt. Potenzial in dieser Richtung hätte das Land. Besonders das Kongobecken sieht wahnsinnig beeindruckend aus. Das Land hat zwar in den letzten Jahren ein paar Fortschritte gemacht, ist aber noch sehr weit davon entfernt, ein sicheres Land zu sein. Das begrenzt dann auch zeitgleich die Möglichkeiten für irgendeine Zusammenarbeit vor Ort.
Afrika kann natürlich potenziell ein interessanter Kontinent sein. Abgesehen von den zwei Academy Standorten in Marokko hat noch überhaupt keine Präsenz auf dem Kontinent. Zu Zeiten von Samuel Eto'o hat man ziemlich eng mit seiner Akademie kooperiert und einige Spieler von dort in die Jugendmannschaften integriert. Andre Onana ist sicherlich der mit Abstand bekannteste Spieler aus diesem System.
Rein von den Zahlen her ist es natürlich ein solider Deal für die Rückseite des Trainingsshirts. Insgesamt find ich diesen Deal aber durchaus sehr fragwürdig und bin kein großer Fan davon und hätte mir einen anderen Partner gewünscht.
Die Situation im Kongo wirkt von außen betrachtet noch mal ein ganzes Stück kritischer. Allein die aktuelle Sicherheitslage verhindert eigentlich Reisen ins Land und da ist es fraglich, warum man dann sehr viel Geld für Tourismuswerbung ausgibt. Potenzial in dieser Richtung hätte das Land. Besonders das Kongobecken sieht wahnsinnig beeindruckend aus. Das Land hat zwar in den letzten Jahren ein paar Fortschritte gemacht, ist aber noch sehr weit davon entfernt, ein sicheres Land zu sein. Das begrenzt dann auch zeitgleich die Möglichkeiten für irgendeine Zusammenarbeit vor Ort.
Afrika kann natürlich potenziell ein interessanter Kontinent sein. Abgesehen von den zwei Academy Standorten in Marokko hat noch überhaupt keine Präsenz auf dem Kontinent. Zu Zeiten von Samuel Eto'o hat man ziemlich eng mit seiner Akademie kooperiert und einige Spieler von dort in die Jugendmannschaften integriert. Andre Onana ist sicherlich der mit Abstand bekannteste Spieler aus diesem System.
Rein von den Zahlen her ist es natürlich ein solider Deal für die Rückseite des Trainingsshirts. Insgesamt find ich diesen Deal aber durchaus sehr fragwürdig und bin kein großer Fan davon und hätte mir einen anderen Partner gewünscht.
18.08.2025 - 19:24 Uhr
Schon krass zu sehen wie die FFP Regeln der Liga die anderen Abteilungen des Vereins beeinflussen.
Xavier O'Callaghan ist der Verantwortliche Manager für die anderen professionellen Abteilungen des Vereins und hat darüber geredet wie die Liga regeln das alles beeinflussen.
https://www.fcbarcelona.com/en/news/4343578/xavier-ocallaghan-the-club-wants-all-professional-teams-to-compete-and-strive-for-every-trophy
Englische Zusammenfassung
https://www.mundodeportivo.com/futbol/fc-barcelona/20250818/1002516499/fair-play-laliga-justo-barca-club-polideportivo.html
Spanischer Artikel mit Video der PK
Das System beinhaltet die "nicht einschreibbare" Finanzen welche alles beinhaltet was nicht die Spieler und den Trainer und sein Assistent sind und auch zum Salary Cap der Liga beitragen.
Und bei Barça sind es 95 Millionen insgesamt.
56 für alle Profi Abteilungen (Frauen Fußball, Basketball, Handball, Futsal und Rollerhockey), davon wiederum 28 für Basketball und 13,75 für die Frauen. Damit werden die Gehälter bezahlt.
1 Million für die amateur Abteilungen
6,2 für die Barça Academies und 32 Millionen für den Jugendfußball
Absurd wie man einfach 100 Millionen extra als Benachteiligung hat im Vergleich zu den anderen spanischen Vereinen oder den ausländischen (beim PSR in England tragen z. B. die Ausgaben für die Frauen explizit nicht dazu bei um diese nicht zu benachteiligen).
Und das nachdem es bereits große Kürzungen im Basketball und Handball gab, wo mehrere Stars mit teuren Gehalt gegangen sind und auch keine neuen geholt wurden und man stattdessen auf die Jugend setzen muss um Spieler zu haben und kompetitiv zu bleiben.
Und jetzt sehen wir das ja auch bei den Frauen, mit Rolfo und den ganzen anderen die gerade gehen weil auch hier gekürzt wird und man einfach auf die Jugend setzen muss.
Untergräbt komplett das Momentum welches die Frauen durch den Verein und auch durch die NM haben.
Bei the Athletic gibt es einen sehr guten Artikel zum Thema
https://www.nytimes.com/athletic/6554668/2025/08/15/barcelona-women-liga-f-finance/
Wie soll man da noch kompetitiv sein, man kann es einfach nicht. Die Basketball Abteilung ist gerade schon komplett in der ACB und Euroleague abgehängt.
Die Liga ruiniert einfach komplett andere Sportarten und da Barça in diesen Sportarten an sich der größte Träger der spanischen NM im jeweiligen Sport ist kann man sich auch nur fragen was die Kürzungen wohl für den spanischen Sport allgemein bedeuten.
O'Callaghan sagt das man im Gespräch mit der Liga ist um die Regelung diesbezüglich zu ändern damit es nicht mehr dazu beiträgt aber ich mache mir da keine Hoffnungen.
Tebas wird nicht so vernünftig sein, der wird denken wir wollen einfach nur eine Extrawurst.
Die anderen Vereine haben größtenteils wenn dann nur eine Frauenabteilung (hier kann ich mir schon eine Änderung vorstellen) aber kein anderer Verein hat so viele andere Profi Abteilungen und dann auch noch auf diesen Niveau. Madrid hat auch nur die basketball Abteilung zusätzlich zu den Frauen, Atleti nur Frauen, gleiche mit den beiden Baskenclubs, Sevilla und Valencia. Und das sind die großen Clubs. Betis hat dieses Jahr sowohl die Basketball und Futsal Abteilung aufgelöst weil man es sich nicht mehr leisten kann und das obwohl die Futsal Abteilung vorletzte Saison die Copa del Rey gewonnen hat.
Man riskiert ansonsten den Verein und die Fußball Abteilung.
Je mehr man sich die FFP Regeln der Liga anschaut desto dümmer werden sie, und Tebas lobt sie auch noch als die besten überhaupt.
Xavier O'Callaghan ist der Verantwortliche Manager für die anderen professionellen Abteilungen des Vereins und hat darüber geredet wie die Liga regeln das alles beeinflussen.
https://www.fcbarcelona.com/en/news/4343578/xavier-ocallaghan-the-club-wants-all-professional-teams-to-compete-and-strive-for-every-trophy
Englische Zusammenfassung
https://www.mundodeportivo.com/futbol/fc-barcelona/20250818/1002516499/fair-play-laliga-justo-barca-club-polideportivo.html
Spanischer Artikel mit Video der PK
Das System beinhaltet die "nicht einschreibbare" Finanzen welche alles beinhaltet was nicht die Spieler und den Trainer und sein Assistent sind und auch zum Salary Cap der Liga beitragen.
Und bei Barça sind es 95 Millionen insgesamt.
56 für alle Profi Abteilungen (Frauen Fußball, Basketball, Handball, Futsal und Rollerhockey), davon wiederum 28 für Basketball und 13,75 für die Frauen. Damit werden die Gehälter bezahlt.
1 Million für die amateur Abteilungen
6,2 für die Barça Academies und 32 Millionen für den Jugendfußball
Absurd wie man einfach 100 Millionen extra als Benachteiligung hat im Vergleich zu den anderen spanischen Vereinen oder den ausländischen (beim PSR in England tragen z. B. die Ausgaben für die Frauen explizit nicht dazu bei um diese nicht zu benachteiligen).
Und das nachdem es bereits große Kürzungen im Basketball und Handball gab, wo mehrere Stars mit teuren Gehalt gegangen sind und auch keine neuen geholt wurden und man stattdessen auf die Jugend setzen muss um Spieler zu haben und kompetitiv zu bleiben.
Und jetzt sehen wir das ja auch bei den Frauen, mit Rolfo und den ganzen anderen die gerade gehen weil auch hier gekürzt wird und man einfach auf die Jugend setzen muss.
Untergräbt komplett das Momentum welches die Frauen durch den Verein und auch durch die NM haben.
Bei the Athletic gibt es einen sehr guten Artikel zum Thema
https://www.nytimes.com/athletic/6554668/2025/08/15/barcelona-women-liga-f-finance/
Wie soll man da noch kompetitiv sein, man kann es einfach nicht. Die Basketball Abteilung ist gerade schon komplett in der ACB und Euroleague abgehängt.
Die Liga ruiniert einfach komplett andere Sportarten und da Barça in diesen Sportarten an sich der größte Träger der spanischen NM im jeweiligen Sport ist kann man sich auch nur fragen was die Kürzungen wohl für den spanischen Sport allgemein bedeuten.
O'Callaghan sagt das man im Gespräch mit der Liga ist um die Regelung diesbezüglich zu ändern damit es nicht mehr dazu beiträgt aber ich mache mir da keine Hoffnungen.
Tebas wird nicht so vernünftig sein, der wird denken wir wollen einfach nur eine Extrawurst.
Die anderen Vereine haben größtenteils wenn dann nur eine Frauenabteilung (hier kann ich mir schon eine Änderung vorstellen) aber kein anderer Verein hat so viele andere Profi Abteilungen und dann auch noch auf diesen Niveau. Madrid hat auch nur die basketball Abteilung zusätzlich zu den Frauen, Atleti nur Frauen, gleiche mit den beiden Baskenclubs, Sevilla und Valencia. Und das sind die großen Clubs. Betis hat dieses Jahr sowohl die Basketball und Futsal Abteilung aufgelöst weil man es sich nicht mehr leisten kann und das obwohl die Futsal Abteilung vorletzte Saison die Copa del Rey gewonnen hat.
Man riskiert ansonsten den Verein und die Fußball Abteilung.
Je mehr man sich die FFP Regeln der Liga anschaut desto dümmer werden sie, und Tebas lobt sie auch noch als die besten überhaupt.
18.08.2025 - 22:27 Uhr
Eine sehr gute Zusammenfassung.
Gibt es in irgendwelchen Ländern schlechtere Umsetzungen eines FFP? Ich meine das ist ja komplett absurd Vereine derart zu bestrafen verschiedene Sportarten zu fördern.
So gibt es überhaupt keinen Anreiz das zu tun oder überhaupt aufrechtzuerhalten.
Gibt es in irgendwelchen Ländern schlechtere Umsetzungen eines FFP? Ich meine das ist ja komplett absurd Vereine derart zu bestrafen verschiedene Sportarten zu fördern.
So gibt es überhaupt keinen Anreiz das zu tun oder überhaupt aufrechtzuerhalten.
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.


