Wer wird McClarens Nachfolger???
07.02.2011 - 17:53 Uhr
Zitat
VfL trennt sich von Steve McClaren / Pierre Littbarski übernimmt
Aus für Steve McClaren: Der VfL Wolfsburg hat seinen Chef-Trainer am Montag (7. Februar) beurlaubt. „Wir waren nicht mehr der Überzeugung, dass wir in Zusammenarbeit mit Steve McClaren die Saison stabil zu Ende bringen können. Wir haben es gemeinsam bis zum letzten Tag versucht, leider ist uns nunmehr der Glaube an den Erfolg abhanden gekommen“, erklärte Dieter Hoeneß, der Vorsitzende der Geschäftsführung des VfL Wolfsburg.
Quelle: http://www.vfl-wolfsburg.de/50496+M52222d4727a.html
Da es nun amtlich ist, würde ich gerne wissen, wer denn nun wirklich der passende Trainer für den Chaos-Verein Wolfsburg wäre!
Könnte ein Ralf Rangnick zum Beispiel mit einem Dieter Hoeneß klar kommen??? Fragen über Fragen!!! -.-
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Splashiii am 07.02.2011 um 18:07 Uhr bearbeitet Zeige Ergebnisse 1-4 von 4.
08.02.2011 - 16:25 Uhr
Zitat von KiShiDo:
Aber Farve wurde doch von Hoeneß geholt... Hoeneß hat doch sonst alles falsch gemacht
Ich denke, ich habe mich auch bei Euch ausreichend zu Hoeness ausgelassen, zuletzt zu den vielgescholtenen Transfers bei Euch. Meine Quintessenz zu ihm ist, dass er nicht mit Geld umgehen kann, aber wenn das nicht der primäre Maßstab wäre, durchaus ein guter Manager ist. Man sollte da weder frustrierte Hertha-Fans, noch dahergelaufenen Pöbel der ohne Hintergrundinformationen nörgeln möchte, als Meßlatte nehmen.
Aber wäre mir neu, dass ich zu einer dieser Kategorien gehöre. Nichtsdestotrotz war Favre die beste Idee, die Hoeness bei Hertha in 10 Jahren hatte, insofern verstehe ich die Kritik hier teilweise nicht. Favre ist in Berlin weder menschlich, sportlich noch sonstwie gescheitert, sondern einzig und allein, weil Herzstücke der Mannschaft aus wirtschaftlicher Not verkauft werden mußten und die gewünschten Ersatzspieler nicht finanzierbar waren. Ansonsten hat er mit einem Team was zwei Klassen unter dem aktuellem VfL-Kader steht, um die Meisterschaft mitgespielt.
In Deutschland würde ich nur Klopp und mit Abstrichen Rangnick eine ähnliche Kompetenz zusprechen.
Aber Farve wurde doch von Hoeneß geholt... Hoeneß hat doch sonst alles falsch gemacht
Ich denke, ich habe mich auch bei Euch ausreichend zu Hoeness ausgelassen, zuletzt zu den vielgescholtenen Transfers bei Euch. Meine Quintessenz zu ihm ist, dass er nicht mit Geld umgehen kann, aber wenn das nicht der primäre Maßstab wäre, durchaus ein guter Manager ist. Man sollte da weder frustrierte Hertha-Fans, noch dahergelaufenen Pöbel der ohne Hintergrundinformationen nörgeln möchte, als Meßlatte nehmen.
Aber wäre mir neu, dass ich zu einer dieser Kategorien gehöre. Nichtsdestotrotz war Favre die beste Idee, die Hoeness bei Hertha in 10 Jahren hatte, insofern verstehe ich die Kritik hier teilweise nicht. Favre ist in Berlin weder menschlich, sportlich noch sonstwie gescheitert, sondern einzig und allein, weil Herzstücke der Mannschaft aus wirtschaftlicher Not verkauft werden mußten und die gewünschten Ersatzspieler nicht finanzierbar waren. Ansonsten hat er mit einem Team was zwei Klassen unter dem aktuellem VfL-Kader steht, um die Meisterschaft mitgespielt.
In Deutschland würde ich nur Klopp und mit Abstrichen Rangnick eine ähnliche Kompetenz zusprechen.
08.02.2011 - 17:38 Uhr
Zitat von Kleeschaetzky:
welches system hat favre damals in berlin spielen lassen? oder welches ist sein beliebtes?
Er lässt das spielen was der Kader hergibt. Bei Zürich wunderschönen Offensivfussball mit Kurzpassspiel und Vertikales Spiel, ein kleines Barcelona der Schweiz. In der Koordination so feingeschliffen wie ich bisher in der Bundesliga taktisch noch keine Mannschaft habe offensiv spielen sehen, nicht mal Bayern gegen eine unterklassige Mannschaft.
Bei Hertha hatte er aber im Gegensatz zu Zürich im Vergleich zur Liga-Konkurenz ein durchschnittliches Kader. Daher liess er bei Hertha italienisch spielen, so wie Inter als sie CL-Sieher wurden. Sehr viel Defensivtaktik, mit extrem vernetztes verschieben. Aber auch mit unglaublich koordinierten und schnell vorgetragenen Angriffe nach Balleroberung. Hertha war unter Favre sogar die schnellst spielende Mannschaft der Bundesliga, und erreichte oberes Champions League Niveau. Ein Spieler hielt im Durchschnitt den Ball 1 Sekunde lang.
Das fiel natürlich nicht so auf, weil Hertha eben insgesamt defensiv spielte. Viele glaubten sogar, es sei bloss Glück gewesen, dass Hertha vierter wurde. Aber er erreichte in der Rückrunde der Saison vorher auch schon den 6. Platz. D.h. er war 1.5 Jahre am Stück unter den besten 6 der Liga. Das ist kein Zufall mehr.
Taktisch gehört er zur absoluten Elite. Seine Menschenführung ist auch gut, auch wenn er weich wirkt. Er kann durchgreifen. Er gewann das MAchtspiel den Pantelic angezettelt hat. Und vor allem Folgen ihm die Spieler weil sie schnell merken, dass da einer mit unglaublich Fachwissen am Werke ist. Ein Voronin sagte zum Beispiel, dass er solche Taktiktraining in der Quantität und Qualität nur von Liverpool her kennt. Dardai schwärmte erst kürzlich noch Favre hinterher. Favre kann auch sehr gut Spieler weiterentwickeln, er machte Friedrich erst zu einem Innenverteidiger dieser Klasse. Erst unter ihm nahm Löw Friedrich als IV und sagte, dass er taktisch enormen Fortschritt gemacht hat.
Also er kann sowohl individuell, als auch mannschaftlich-taktisch seine Philosophie nicht nur erklären, sondern auch wirklich im Training vermitteln und einüben. Hoeness hat diese Fähigkeit bei Favre stets mit hoher Bewunderung gepriesen.
Schlecht ist bei Favre lediglich seine Aussendarstellung. Aber Wolfsbrug ist nicht Berlin, da geht es in Sachen Medien ruhiger zu.
Bei Hertha scheiterte er weil die CL knapp verpasst wurde, und somit kein Geld da war um Voronin zu halten, und weil zudem Simunic verkauft wurde und das Geld in die Schuldentilgung gesteckt wurde. Dazu ging auch Pantelic, der ein Mega-Rentenvertrag verlange mit anschliessenden Posten als Sportdirektor, den Hertha nicht bezahlen konnte. Das waren alles wichtige Stützen des Teams, und es war kein Geld da um entsprechenden Ersatz zu holen. Zudem kam zu Beginn der Saison noch ein unglaubliches Verletzungspech, und in ein zwei Spielen noch das Pech dazu, und die Mannschaft verlor ein paar Spiele, was wiederum eine psychologische Krise verursachte. Nach glaube ich 7 Spieltagen wurde Favre dann entlassen.
welches system hat favre damals in berlin spielen lassen? oder welches ist sein beliebtes?
Er lässt das spielen was der Kader hergibt. Bei Zürich wunderschönen Offensivfussball mit Kurzpassspiel und Vertikales Spiel, ein kleines Barcelona der Schweiz. In der Koordination so feingeschliffen wie ich bisher in der Bundesliga taktisch noch keine Mannschaft habe offensiv spielen sehen, nicht mal Bayern gegen eine unterklassige Mannschaft.
Bei Hertha hatte er aber im Gegensatz zu Zürich im Vergleich zur Liga-Konkurenz ein durchschnittliches Kader. Daher liess er bei Hertha italienisch spielen, so wie Inter als sie CL-Sieher wurden. Sehr viel Defensivtaktik, mit extrem vernetztes verschieben. Aber auch mit unglaublich koordinierten und schnell vorgetragenen Angriffe nach Balleroberung. Hertha war unter Favre sogar die schnellst spielende Mannschaft der Bundesliga, und erreichte oberes Champions League Niveau. Ein Spieler hielt im Durchschnitt den Ball 1 Sekunde lang.
Das fiel natürlich nicht so auf, weil Hertha eben insgesamt defensiv spielte. Viele glaubten sogar, es sei bloss Glück gewesen, dass Hertha vierter wurde. Aber er erreichte in der Rückrunde der Saison vorher auch schon den 6. Platz. D.h. er war 1.5 Jahre am Stück unter den besten 6 der Liga. Das ist kein Zufall mehr.
Taktisch gehört er zur absoluten Elite. Seine Menschenführung ist auch gut, auch wenn er weich wirkt. Er kann durchgreifen. Er gewann das MAchtspiel den Pantelic angezettelt hat. Und vor allem Folgen ihm die Spieler weil sie schnell merken, dass da einer mit unglaublich Fachwissen am Werke ist. Ein Voronin sagte zum Beispiel, dass er solche Taktiktraining in der Quantität und Qualität nur von Liverpool her kennt. Dardai schwärmte erst kürzlich noch Favre hinterher. Favre kann auch sehr gut Spieler weiterentwickeln, er machte Friedrich erst zu einem Innenverteidiger dieser Klasse. Erst unter ihm nahm Löw Friedrich als IV und sagte, dass er taktisch enormen Fortschritt gemacht hat.
Also er kann sowohl individuell, als auch mannschaftlich-taktisch seine Philosophie nicht nur erklären, sondern auch wirklich im Training vermitteln und einüben. Hoeness hat diese Fähigkeit bei Favre stets mit hoher Bewunderung gepriesen.
Schlecht ist bei Favre lediglich seine Aussendarstellung. Aber Wolfsbrug ist nicht Berlin, da geht es in Sachen Medien ruhiger zu.
Bei Hertha scheiterte er weil die CL knapp verpasst wurde, und somit kein Geld da war um Voronin zu halten, und weil zudem Simunic verkauft wurde und das Geld in die Schuldentilgung gesteckt wurde. Dazu ging auch Pantelic, der ein Mega-Rentenvertrag verlange mit anschliessenden Posten als Sportdirektor, den Hertha nicht bezahlen konnte. Das waren alles wichtige Stützen des Teams, und es war kein Geld da um entsprechenden Ersatz zu holen. Zudem kam zu Beginn der Saison noch ein unglaubliches Verletzungspech, und in ein zwei Spielen noch das Pech dazu, und die Mannschaft verlor ein paar Spiele, was wiederum eine psychologische Krise verursachte. Nach glaube ich 7 Spieltagen wurde Favre dann entlassen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DerDa am 08.02.2011 um 17:53 Uhr bearbeitet
14.03.2011 - 14:32 Uhr
Zitat von ra_wob:
Kann es vielleicht sein, dass die Verantwortlichen eine Stufe über Hoeneß gerade an einer Verpflichtung von Magath arbeiten?
Für Magath wäre es auch ideal, er kennt das Umfeld, weiß was hier möglich ist, die finanziellen Mittel sind gegeben, er kann der Alleinherrscher machen (geht in Hamburg auf keinen Fall!), die Fans lieben ihn...
Diese Pauschalaussage muss man wohl etwas differenzierter hinterleuchten....
Magath hat doch einiges an verbrannter Erde hinterlassen und ein Großteil der Fans werden ihm das sicher nicht verziehen haben.
Kann es vielleicht sein, dass die Verantwortlichen eine Stufe über Hoeneß gerade an einer Verpflichtung von Magath arbeiten?
Für Magath wäre es auch ideal, er kennt das Umfeld, weiß was hier möglich ist, die finanziellen Mittel sind gegeben, er kann der Alleinherrscher machen (geht in Hamburg auf keinen Fall!), die Fans lieben ihn...
Diese Pauschalaussage muss man wohl etwas differenzierter hinterleuchten....
Magath hat doch einiges an verbrannter Erde hinterlassen und ein Großteil der Fans werden ihm das sicher nicht verziehen haben.
14.03.2011 - 14:53 Uhr
Zitat von ra_wob:
Sicher hat Magath einige nach dem Abgang nach der Meisterschaft enttäuscht.
Aber von verbrannter Erde würde ich nicht sprechen, immerhin hat er sich mit der Meisterschaft verabschiedet, die verbrannte Erde haben andere verursacht.
Es geht ja nicht um den Abschied an sich sondern viel mehr um die Art und Weise und das er sowohl Fans als auch die Verantwortlichen bewußt über Wochen belogen hat.
Sicher hat Magath einige nach dem Abgang nach der Meisterschaft enttäuscht.
Aber von verbrannter Erde würde ich nicht sprechen, immerhin hat er sich mit der Meisterschaft verabschiedet, die verbrannte Erde haben andere verursacht.
Es geht ja nicht um den Abschied an sich sondern viel mehr um die Art und Weise und das er sowohl Fans als auch die Verantwortlichen bewußt über Wochen belogen hat.
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