Hertha BSC Hertha BSC
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Taktiktisch

10.08.2003 - 13:30 Uhr
Taktiktisch |#11
26.06.2012 - 22:18 Uhr
Taktiktrends zur Europameisterschaft (2) – Offensive

Nicht nur in der Defensive, sondern auch offensiv konnten einige Weiterentwicklungen auf Nationalmannschaftsebene beobachtet werden. Wie bereits angemerkt sind es oftmals sehr simple Veränderungen, da es den Mannschaften schwer fällt, bei nur geringer Trainingszeit Automatismen zu entwickeln. Als krasser Gegensatz dazu stehen beispielsweise die Spanier und die Deutschen, welche aber vom großen Bayern- beziehungsweise Barcelona-Kern und einer von oben organisierten Spielphilosophie profitieren. Bei Deutschland kommt hinzu, dass sie seit nunmehr sechs Jahren den gleichen Trainer besitzen – international ist das eine unübliche Leistung. Stattdessen konzentrieren sich die Mannschaften auf einfache Mechanismen im Offensivspiel, welche sich auch auf die Formation auswirken.
Teil Zwei beschäftigt sich mit der Offensive und Spielsystemen.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#12
29.06.2012 - 16:10 Uhr
"Ich sehe Peer nicht als reinen Sechser", antwortete Luhukay. "Er ist ein Umschaltspieler, der einen Sechser spielen kann, aber auch einen Achter. Er hat einen guten Blick fürs Spiel. Er hatte bei seinen Vereinen meist einen Abräumer neben sich." Kluge sagte, dass er auf seinen Stationen in Mönchengladbach, Nürnberg und auf Schalke praktisch alle Positionen ausgefüllt habe. "Ich habe in einer Raute in Nürnberg links und auf Schalke rechts gespielt. Ich habe allein auf der Sechs gespielt oder mit einem Kollegen auf der Doppel-Sechs."

... ob mit der Kluge-Verpflichtung der Abgang von Peter Niemeyer vorbereitet werde. ... Kluge soll Chef im Mittelfeld werden. Der 1,92-m-große Niemeyer soll bleiben, aber vorrangig als Innenverteidiger eingesetzt werden. Ein Abwehrzentrum mit Roman Hubnik, Maik Franz und Niemeyer, ...


... Trainer Luhukay sagte, er wisse nicht mal, mit welchem Spielsystem er in die Saison geht. "Bei den Aufstiegen mit Gladbach und Augsburg habe ich jeweils mit einem 4-4-2 mit flacher Doppel-Sechs gespielt".

Aber je nach Situation könne aus der Taktik mit zwei Stürmern eine mit einem werden, ein 4-2-3-1, wie es die deutsche Nationalmannschaft spielt.
[/zitat]

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+ + + Wir haben doch kein Geld + + +

Dieser Beitrag wurde zuletzt von randberliner am 29.06.2012 um 16:13 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#13
31.07.2012 - 16:20 Uhr
Herthas Taktik So wird aufgestiegen

Lieber steil als quer und viel Klatsch – wie Trainer Jos Luhukay aus Hertha BSC den FC Barcelona der Zweiten Liga machen und mit welcher Spielweise er aufsteigen will.
(....)
Er meint das Spiel mit wenigen Ballkontakten, mit harten, genauen Pässen und das blitzschnelle Ablegen des Balles auf den Mitspieler. Klatsch, Patsch!

Wer wissen will, mit welcher Taktik und welcher Spielweise Hertha BSC in der kommenden Saison den Wiederaufstieg angeht, der braucht eigentlich nur gute Ohren.

Denn der Niederländer teilt seine Ideen gern lautstark mit. Und er ist penibel in seinen Vorstellungen und deren Ausführung. Das sieht man nicht nur, wenn er Hütchen und Bälle fein säuberlich in Reihen aufstellt. Von seinen Spielern dagegen fordert er dagegen permanente Bewegung, von Beinen und Ball.

Speziell in der Verteidigung ist dabei vieles neu für die Berliner Spieler. „Wenn wir früher gegen Hertha gespielt haben, wussten wir: wir können in Ruhe das Spiel aufbauen, denn Hertha zieht sich erst einmal zurück“, erzählt Luhukay aus der Zeit, als er mit dem FC Augsburg noch gegen die Berliner spielte. Nun fordert er von seinen Spielern, den Gegner nach eigenem Ballverlust direkt zu attackieren, auch den gegnerischen Torwart. Dadurch soll der Ball direkt wiedergewonnen werden oder zumindest Zeit für einen schnellen Angriff geraubt werden. „Wir wollen den Gegner zur Verzweiflung bringen“, sagt Luhukay.

Als bestes Beispiel für dieses Gegenpressing nennt er den FC Barcelona. „Viele Spieler laufen nach Ballverlust erst einmal zurück oder schauen hinter sich, ob ein Mitspieler sie absichert und sie es sich leisten können zu attackieren“, sagt Luhukay, „dabei ist das nicht immer nötig.“ Voraussetzung dafür sei, dass die Spieler sich coachen, also viel miteinander sprechen auf dem Feld.
Wenn der Ball dann erobert wird, soll es schnell gehen. Tiefe vor Breite heißt das Motto, also lieber einen Steilpass auf einen lossprintenden Stürmer als den Ball auf die Flügel querlegen. Mit solchen Situation überraschte Hertha auch schon Bundesligisten wie Hannover, als man eigentlich weniger vom Spiel hatte, aber trotzdem 4:0 gewann. Auch gegen Juventus Turin führte das phasenweise zu guten Gelegenheiten.

Beobachter vergleichen Luhukays Training schon mit Lucien Favre

„Das Umschalten von Abwehr auf Angriff klappt bei uns schon richtig gut“, sagt Luhukay. Ohnehin ist der Trainer, obgleich Kind der niederländischen Fußballschule, kein Freund von endlosen Ballstaffetten. „Viel Ballbesitz allein bringt dir gar nichts ohne Effizienz“, sagt er. In Augsburg hätte er meist weniger Ballbesitz gehabt und trotzdem gute Resultate erzielt. Nun ist es aber absehbar, dass sich viele Zweitligamannschaften gegen Hertha zurückziehen und dem Favoriten den Ball überlassen werden. „Da brauchen wir auch Geduld, Ballsicherung und gepflegtes Kombinationsspiel“, sagt Luhukay, „aber wir müssen uns dabei durch Läufe Lücken und Räume erarbeiten.“

Bei Ballbesitz sollen die Spieler nicht auf einer Höhe stehen, sondern sich verteilen. „Je enger wir bei Ballbesitz zusammen stehen, desto besser kann der Gegner uns verteidigen“, sagt Luhukay. Gerade die zwei Stürmer sollen durch Pendelbewegungen immer wieder Verteidiger ins Mittelfeld locken und Lücken in die Abwehr reißen. Die Außenbahnspieler sollen die Flügelpositionen eher halten und nach drei Sekunden abspielen. „Wenn wir Räume schaffen in der Tiefe und der Breite, dann muss der Gegner sich verschieben", sagt Luhukay, "dann können wir Steilpässe oder Diagonalbälle in die entstehenden Schnittstellen spielen.“ Das sieht dann, wenn es klappt, nach sehr einfachen Spielzügen mit wenigen Pässen aus. „Total unkompliziert, aber sehr effizient“, schwärmt Luhukay. Auch durch die Mitte. „Viele glauben, das Zentrum sei am leichtesten für den Gegner zu verteidigen, aber wenn wir uns gut bewegen, werden wir viele Tore durch die Mitte erzielen“, verspricht er. Wenn sich ein Spieler mal nicht gut bewegt, dann rüffelt Luhukay ihn schon einmal mit Sprüchen wie: „Du stehst wie ein Pfosten still.“

Kundige Beobachter vergleichen ihn und sein Training schon mit Favre, Rangnick oder Tuchel. Ob die Spieler, von denen viele später dazukamen, das alles auf Anhieb verstehen? „Es wird dauern“, sagt Luhukay, der aber auch bei Rückschlägen nicht von seinem Offensivkonzept abweichen will. „Wenn ich dann plötzlich auf Defensive umstelle, dauert das wieder Wochen, bis die Spieler umlernen, dabei hatten sie gerade Fortschritte gemacht.“ Wer dabei spielt, ist dem Trainer auch gar nicht so wichtig. Er wechselte in der Vorbereitung alle Spieler durch, statt eine Elf einzuspielen. Ob 4-4-2-, 4-2-3-1- oder 4-3-3-System sei ihm auch egal, das sei das Gleiche, nur ein Spieler stünde etwas höher oder tiefer.
(...)
Aus den Bayern der zweiten Liga wird Barca der 2. Bundesliga ;)

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Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

Ein gepflegter Pessimismus ist viel angebrachter: läufts schlecht, hatte man wenigstens Recht, läufts gut, ist man positiv überrascht…

Das ist Zirkus, das ist Infantino-Unterhaltung, das ist auch schon mal Jubel-Fernsehen, beziehungsweise Jubel-Streaming.

#NoQuitInNY

Taktiktisch |#14
24.08.2012 - 14:02 Uhr
Villarreal 2010/2011 – die Grundzüge des Systems

Die beiden defensiven Mittelfeldspieler sorgten in der Tiefe für den Spielaufbau, konzentrierten sich im weiteren Verlauf der Angriffe aber stark auf die Absicherung und blieben zusammen mit den beiden Innenverteidigern tief im Raum, was einen starken Abwehrblock ermöglichte. So spielten immer wieder sowohl gelernte Innen- als auch Außenverteidiger im defensiven Mittelfeld, da besonders Letztere bei der Absicherung sich auf die Außen fallen ließen, um die eigentlichen Außenverteidigern bei deren sehr offensiven Vorstößen abzusichern.

Nötig war die offensive Ausrichtung der Außenverteidiger, weil die offensiven Mittelfeldspieler – meistens Santi Cazorla auf der linken und entweder Cani oder Borja Valero auf der rechten Seite – immer wieder von der Außenposition nach innen zogen, wo sie sich als eine Art Doppel-Zehn formierten. Währenddessen gingen die beiden sehr beweglichen Stürmer Nilmar und Giuseppe Rossi genau den umgekehrten Weg und bewegten sich aus dem Zentrum auf die Außenbahnen.

Dadurch wurde die defensive Ordnung des Gegners auf eine Probe gestellt, traf er doch auf ein sehr fließendes Angriffsspiel Villarreals: Durch die einlaufenden Offensivspieler wurde für enorme Kreativität im Zehnerraum gesorgt, wo Santi und der jeweilige Kollege den Gegner durch ihre nahen Verbindung und ihre hohe spielerische Klasse überladen konnten. Die nach außen rochierenden Stürmer schufen in der Mitte Räume und gleichzeitig auf der Außenbahn eine Anspielstation, banden damit zudem die gegnerischen Außenverteidiger, so dass die eigenen Außenverteidiger von ihren jeweiligen Gegenspielern verfolgt werden mussten.

...

Insgesamt spielte Villarreal ein 4-2-2-2, dessen vier Linien sich allesamt durch eigenständige fluide Verschiebungen bewegten, wobei sich die angrenzenden Linien aufeinander abstimmten, und dessen zehn Feldspieler desweiteren in fünf Pärchen arbeiteten, von denen das Pärchen in der Innenverteidigung von der Fluidität ausgenommen war.

Das tiefste Pärchen, die beiden Außenverteidiger, sorgten für vertikale Fluidität und wurden von dem Pärchen vor ihnen, den beiden Sechsern, durch eine horizontale Verschiebung nach außen abgesichert. Eine Linie weiter vorne bewegte sich das dritte Pärchen entsprechend dazu horizontal von außen in die Mitte, während das vierte Pärchen die erneut gegenläufige Bewegung vom Zentrum auf die Flanken machte. Dabei waren die fluiden Horizontalbewegungen der Mannschaft wie ein Schließmechanismus, der auf der Außenbahn von den vertikalen Bewegungen der Außenverteidiger umschlossen wurde. Dadurch entstanden stetige, aber fluide und damit gut in der Vorwärtsbewegung zu durchspielende Verbindungen zwischen Zentrum und Seite in den Halbräumen, die für das attraktive Angriffsspiel der Mannschaft die Plattform bereiteten.

Doch ein Schließmechanismus ist nicht immer festgelegt – und so war es auch bei dieser Villarreal-Mannschaft nicht. Die drei vorderen schematischen Linien (die Sechser, die Zehner, die Stürmer) konnten jeweils jede beliebige Stellung einnehmen (zentral oder außen), solange sichergestellt war, dass nicht alle drei Pärchen im gleichen „Kanal“ postiert waren, sondern eines immer die Balance hielt. Meistens fiel diese Rolle den beiden Sechsern zu, die ihre horizontale Bewegung an jene Fluidität vor ihnen anpassen mussten.

Weil somit die Zehner und die Stürmer auch in der gleichen Spielfeldbreite agieren konnten, war neben den erwähnten „Z-Kombinationen“ zwischen Zentrum und Flügel auch das Überladen eines dieser Bereiche möglich – in diesem Fall bewegten sich die vier kreativen Offensivspieler allesamt in eine Spielfeldzone und überluden den Gegner auf Basis der lokalen Überzahlbildung mit ihrer spielerischen Qualität, was zudem ein effekives Gegenpressing ermöglichte. So wie bei der ersten Variante die gegnerischen Innenverteidiger isoliert wurden, waren es bei diesem Überladen die ballfern postierten Gegner.

Die Wichtigkeit der „interiores“ und der Wert der Taktik

Die zentralen Spieler für ein solches System sind sicherlich die beiden Zehner, im Spanischen „interiores“ genannt, deren Bewegungen besonders spielbestimmend sind. Sie dirigieren den Schließmechanismus und ziehen die Zuordnung des Gegners auseinander, lassen sich Raum öffnen und sorgen selbst für eben diesen – ebenso wie ihre Kollegen, doch die „interiores“ sorgen darüber hinaus für die Kreativität und stehen im Zentrum des Mechanismus.
Auf Spielverlagerung.de ein Artikel über Villarreal, dass erfolgreich das 4-2-2-2 Spielsystem eingesetzt hat.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#15
27.08.2012 - 18:55 Uhr
Der vertikale und spielende Innenverteidiger

Der “vertikale Innenverteidiger” ist meiner Meinung nach eine logische Weiterentwicklung des spielenden Innenverteidigers. Bei all der Betonung der Vertikalität im modernen Fußball wird dem vertikalen Innenverteidiger noch wenig Aufmerksamkeit zuteil. Das liegt aber sicher auch daran, dass er ein (noch) sehr seltenes Exemplar ist.

Die Taktikexperten von Spielverlagerung.de haben den Begriff vertikalen Innenverteidiger bei ihrer Analyse des Spiels Ajax gegen Alkmaar kurz erwähnt aber das Konzept nicht weiter verfolgt. Bei Ballesterer.at aus Österreich ist von Jan Vertonghen von Ajax Amsterdam zu lesen, der immer wieder gefährlich nach vorne stößt.

Es scheint nicht verwunderlich, dass eine solche Spielweise zuerst im Heimatland des Totaalvoetbal auffällt, der sich ja entscheidend durch mutige und (scheinbar) intuitive Positionswechsel und Läufe auszeichnete. Hat also Ajax hier wieder einmal ein neues taktisches Konzept entwickelt?
Interessanter Artikel über einen neuen Spielertyp Innenverteidiger. Wird deshalb öfters Lustenberger als Innenverteidiger eingesetzt?

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#16
04.09.2012 - 20:58 Uhr
Hertha gelingt im Berliner Derby bei Union ein knapper Sieg. Es war kein Feinschmeckerspiel, hatte aber dennoch seine interessanten Facetten.

...

Fazit

Spielerisch wenig ansprechend, aber ein intensives und kämpferisches Stadtderby – diesen Eindruck konnte man auch taktisch verifizieren. Herthas Sieg war in Anbetracht des letztlichen Zustandekommens, der Kräfteverhältnisse über 90 Minuten und der statistischen Werte ein wenig glücklich, war es doch eher eine ausgeglichene Angelegenheit.

Nach nur einem Punkt aus vier Spielen haben die „Eisernern“ einen klassischen Fehlstart hingelegt, werden aber sicher nicht in Panik verfallen. Es bleibt noch genug Zeit, diesen schwachen Anfang der Saison in ausreichendem Maße zu korrigieren. Die Hertha hat nun den Anschluss an die Spitze gefunden und dürfte wohl um den Aufstieg mitspielen. Andererseits wirkt die Mannschaft nicht so, als könne sie jeden Gegner der Liga problemlos dominieren. Während das Pressing bereits lobenswert zu erwähnen ist und gegen den Stadtrivalen im Zuge der mannorientierten Duelle sinnvoll für ein frühes Attackieren genutzt und instrumentalisiert wurde, fehlt es in der letzten Verteidigungsreihe sowie im Angriffsspiel noch an einigen Punkten. Doch auch bei Letzterem gab es bereits gute Ansätze zu verzeichnen.
Spielanalyse von Spielverlagerung.de. Interessant ist besonders das Fazit über die Schwächen von der Mannschaft.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#17
10.09.2012 - 20:51 Uhr
VfL Wolfsburg – Hannover 96 0:4

Letztes Wochenende deklassierten die Hannoveraner auswärts den VfL Wolfsburg. Trotz zahlreicher teurer Neuverpflichtungen und einer neu formierten Defensive erhielt die Magath-Elf vier Treffer und war über weite Strecken des Spiels ungefährlich. Dies lag insbesondere an der taktischen Disziplin der Slomka-Elf in sämtlichen Facetten des Konterspiels und der defensiven Kompaktheit.
Interessanter Artikel über das 4-4-2 System von Hannover. Ich persönlich muss gestehen, dass ich zu Zeit sehr gerne aus taktischen Gesichtspunkten Spiele von Hannover 96 ansehe. Ich hoffe, dass Hertha demnächst auch so einen Fußball spielen kann.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#18
18.12.2012 - 19:06 Uhr
Christian Streich führte den SC Freiburg von ganz unten nach weit oben. Sein System setzt auf ein leidenschaftliches Pressing und ist ebenso simpel wie effektiv.

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Wie kam es zu diesem Aufstieg? Streich installierte in Freiburg ein einfaches, aber zugleich effektives System. Anders als sein Vorgänger Sorg nutzte er nicht jede Woche eine neue Formation, sondern setzt auf Kontinuität. Freiburg spielt Wochenende für Wochenende ein 4-4-2-System mit einer klaren Stammelf und ohne große Personalrochaden.
Auf spielverlagerung.de ein sehr interessanter Artikel über das Spielsystem des SC Freiburg. Ein 4-4-2 das auch Luhukay vor der Saison angekündigt hat.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#19
14.05.2013 - 17:39 Uhr
De facto ist natürlich alles schon auf die Bundesliga ausgerichtet. Dass Luhukay gegen Köln auf ein 4-3-3-System umstellte, war nicht allein der Sperre seines Spielmachers Ronny geschuldet, sondern auch ein Versuch „im Hinblick auf die neue Saison“. Es kann nicht schaden, mehrere Systeme im Portfolio zu haben, zumal sich Hertha in der höheren Klasse wohl stärker auch am Gegner orientieren muss, als es in der Zweiten Liga der Fall war.

Mit Augsburg hat Luhukay häufiger im 4-3-3-System spielen lassen. Er hält es auch mit Ronny für möglich, der dann auf einer der beiden Halbpositionen zum Einsatz käme. „Wir können gegen den Ball aggressiv von hinten nach vorne spielen“, sagt Herthas Trainer. Auf diese Weise ließe sich der Druck auf die letzte Reihe etwas verringern. Außerdem glaubt Luhukay, dass die Stärken von Fabian Lustenberger als alleiniger Sechser im 4-3-3-System am besten zur Geltung kommen: seine Spielintelligenz, seine Ballsicherheit und Passgenauigkeit. Gegen Köln leitete der Schweizer aus der Tiefe zwei gefährliche Gegenangriffe ein. Jos Luhukay konnte seine Begeisterung nur schwer verbergen. „Ich mag Fabian Lustenberger.“
Gut möglich, dass wir das 4-3-3 aus dem Köln-Spiel auch in der Bundesliga das ein oder andere Mal sehen werden. Sicherlich eine interessante Option. Mal schauen, inwiefern das auch mit Ronny kompatibel sein kann.

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Bluesky: @pascal91
Taktiktisch |#20
02.07.2013 - 09:40 Uhr
Quelle: www.bild.de
Flammende Ansprache, Taktik-Training wie FavreSo schwört Luhukay Hertha ein
(...)
Bei Hertha wird sich zwar das Spielsystem (4-2-3-1) nicht ändern – dafür aber die Spielweise!

Jos legt los!

Luhukay: „In der 2. Liga haben wir die wenigsten Gegentore kassiert und nur zwei Gegentreffer nach Kontern. Doch in der 1. Liga können wir uns darauf nicht verlassen. Das Glück bekommt man nicht geschenkt. Wir trainieren jetzt das Gegen-Pressing schärfer und dynamischer als je zuvor. Wir müssen die Räume enger halten. Ich fordere die absolute Bereitschaft, für die anderen Mitspieler zu laufen. Jeder Spieler braucht eine Absicherung falls er ausgespielt wird.“

Besonders die zwei defensiven Mittelfeldspieler werden DIE Schaltzentrale fürs Verschieben und Gegen-Pressen. Irre: Sie sollen dabei die Triple-Bayern kopieren!

Luhukay: „Schweinsteiger und Martínez machen das perfekt. Sie haben immer das ganze Spielfeld im Blick, sorgen für die Ordnung. Damit kein Mannschaftsteil zu weit auseinander ist. So müssen wir uns auch aufstellen, sonst droht auf diesem Top-Niveau Gefahr! Bei diesem Duo können wir uns was abgucken, von den Besten im Detail dazulernen. Nur zusammen sind wir stark. Dann werden wir viel Spaß haben!“
(...)
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Wir sind so wie wir sind, das Berliner Sorgenkind!

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