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Lars Windhorst

28.11.2019 - 23:49 Uhr
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Lars Windhorst |#21
02.07.2020 - 12:41 Uhr
Prinzipiell hab ich mit der Einstellung absolut kein Problem. Ist natürlich immer Formulierungssache.

Ein Beispiel ich bekomme vor jeder Saison immer das große Augenrollen, wenn sie alle Trainer fragen, wer Meister wird und 18 Mannschaften sagen FC Bayern. Ist das am wahrscheinlichsten? Definitiv. Liegt die Chance dazu vermutlich bei 95%? Na klar. Trotzdem würde ich da als Trainer immer meinen Verein nennen, denn ich habe bei jedem Spiel das Ziel es zu gewinnen. Auch Pressekonferenzen vor den Spielen gegen die Bayern. "Vielleicht können wir an einem guten Tag einen Punkt mitnehmen, wenn die Bayern nicht ihr volles Potential abrufen." bla bla bla...

Nee "Wir fahren da hin um zu gewinnen." Wozu macht man das ganze sonst? Ich kann das ganze Gelaber nicht mehr hören. Das hat auch etwas mit Selbstverständnis zu tun. Auch damit eine gewisse Selbstverständlichkeit im Verein und im Umfeld zu installieren. Das ist es das, was große Mannschaften von guten Mannschaften unterscheidet.

Daher hab ich mit den Aussagen kein Problem. "Ich will Meister werden. Wird es schwer? Ohne Frage aber ich bin fest davon überzeugt, dass man das schaffen kann."

Und ganz ehrlich ich stell mich nach dem Spiel doch lieber hin und sage auf die Frage: "Sie wollten hier doch gewinnen, warum haben sie jetzt 4:0 bei den Bayern verloren?" - "Weil wir nicht gut waren, und die Bayern besser. Aber das hat nichts mit übermütig oder arrogant zu tun sondern damit dass man sich den Job als Profifussballer sonst sparen kann."
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Peppy22 am 02.07.2020 um 12:41 Uhr bearbeitet
Lars Windhorst |#22
02.07.2020 - 13:18 Uhr
Zitat von Hertha1977
Zitat von wacken

Hat wenig mit "aus dem Kontext reißen" zu tun. Das sind wörtliche Zitate von ihm, die er dann wohl auch genau so gesagt hat. Und das dazu entsprechende Artikel veröffentlicht werden, ist vollkommen normal.

Ich hab mich damit abgefunden, dass man einen Investor hat und dass dies (aus Sicht der Verwantwortlichen) scheinbar die einzige Lösung war, die Altlasten abzubauen und einen Schritt in die TOP6 der Liga zu gehen. Ich persönlich wäre weiterhin auch ohne Probleme den Weg der kleinen Schritte mitgegangen, der im Normalfall zwischen Platz 8 und 12 lag und sicherlich mal Ausreißer nach oben und unten beinhaltet hätte. Wenn man dabei klug wirtschaftet und einen primären Fokus auf die Entwicklung von Spielern legt, ist das für mich okay, auch wenn die heutige Struktur der Liga auf diesem Weg eben ein Eindringen in die Spitze der Liga fast unmöglich macht.

Nun geht man eben den offensiven Weg mit Windhorst. Kann ich mit leben. Das dieser aber bei jeder Gelegenheit vom Big City Club, der CL, der Meisterschaft und großen Namen außerhalb des Platzes fabuliert, stört mich schon. Man kann all dies auch deutlich zurückhaltender und sympathischer formulieren. Das es dieses Jahr so unheimlich unruhig war, lag natürlich in erster Linie an falschen sportlichen Entscheidungen, die Außenwirkung war aber auch deshalb so katastrophal, weil Windhorst so viele Thesen rausgehauen hat, die einem im Nachhinein um die Ohren geflogen sind. Von ihrer Sprache waren Windhorst und Klinsmann absolut gleich. Und mit den neuerlichen Aussagen trägt man halt schon vor Beginn der neuen Saison dazu bei, dass die Erwartungshaltung immer weiter nach oben schießt. Windhorst ist ein Medienmensch, der es sicherlich auch genießt, im Rampenlicht zu stehen und sich immer wieder zu Wort melden wird. Trotzdem sollte man ihm vielleicht mal etwas zur Demut mahnen und im klarmachen, dass seine Aussagen kontraproduktiv zur stetigen Entwicklung des Vereins stehen. Auf "Kühne-artige" Zustände in den Boulevardmedien würde ich hier gerne verzichten.


Ich sehe bei Windhorst das Problem, dass er eben keine Ahnung von Fußball hat, was er ja selbst zugegeben hat. Er glaubt anscheinend an eine Logik, dass sein Geld und eine halbwegs fähige sportliche Führung (Ich formuliere es mal vorsichtig) auch automatisch schnellen Erfolg bedeutet. Ich denke, da sind seine Berater (Lehmann) gefragt, ihn mal ein bißchen zu bremsen.


Ich würde da nicht so viel reininterpretieren. Natürlich will er den Druck erhöhen, um langfristig sein Investment zu steigern. Dazu kommen zum Beispiel auch ganz andere Punkte, wie neue Sponsoren gewinnen, potentielle Spieler überzeugen... Mediales Interesse, was wiederum zu Sponsoren-Interesse führt und und und

Mit welchen Aussagen gewinnt man die Interessenten wohl eher " Ich will Meister werden und in die CL" oder " Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz und irgendwann mal in die Top6".

Man muss einfach mal zwischen den Zeilen lesen und versuchen zu deuten, warum ein LW eben genau solche Aussagen trifft. Das macht er ja nicht aus Dummheit, sondern mit Berechnung.

Vor allem Spox... Ich bitte dich. Wer liest das überhaupt?

•     •     •

"Der Ball ist rund. Wäre er eckig, wäre es ja ein Würfel." - Gyula Lorant
Lars Windhorst |#23
02.07.2020 - 15:47 Uhr
Zitat von wacken

Zitat von physsus

Zitat von wacken

Zitat von physsus

Wenn man also nicht progressiv den eigenen Verein bewirbt, dann bekommt man solche Spieler auch nicht unter Vertrag.


Wie hat Gladbach denn Spieler wie Plea, Thuram oder Zakaria unter Vertrag bekommen?


Das sind ja alles keine Spieler gewesen, die für CL-Vereine in Frage gekommen wären wie Piatek und vor allem Tousart sondern eher so Spieler der Kategorie Lukebakio.


Piatek war bei einem großen Verein gescheitert, während Plea ziemlich auf dem aufsteigenden Ast war und auch über bedeutend mehr internationale Erfahrung verfügt. Die Ablöse ist auch im vergleichbaren Rahmen. Ansonsten nimm halt noch Ginter mit dazu, der als Nationalspieler nach Gladbach gewechselt ist.

Pauschal zu sagen, dass man solche Spieler nur bekommt, wenn man öffentlich von Meisterschaften schwadroniert, ist bewiesenermaßen schlicht falsch und sollte eben daher auch nicht als Argumentation dafür verwendet werden. Ich beschwere mich nicht, wenn man einen 5-Jahresplan zum Erreichen der CL ausgibt oder ähnliches, nach dem getätigtem Investement jetzt aber vom Titel zu reden - vollkommen unabhängig ob in 3, 5 oder 10 Jahren - ist unnötig. Und da man weiß, wie die Boulevardpresse funktioniert, brauch man sich danach auch nicht über die Überschriften zu wundern.

Du glaubst im ernst, dass jemand wie Windhorst über weniger Erfahrung mit Presse verfügt als Du und auf Ratschläge angewiesen ist? Glaubst Du wirklich er weiß nicht wie Boulevardpresse funktioniert und was er anrichtet wenn er solche Sätze formuliert?

Das Gegenteil wird der Fall sein. Er weiß ganz genau mit wem er redet, was er sagt und was in der Folge mit den Statements gemacht wird. Windhorst wundert sich nicht über die Überschriften, er produziert sie willentlich. Das ist fokusiertes Kalkül und folgt einem klaren Plan. Seit dem er eingestiegen ist macht er nichts anderes und die Ergebnisse geben ihm bisher Recht. Er schafft es regelmäßig auf die Titelseiten und in die Klatschspalten, ohne einen einzigen Presseeuro dafür zahlen zu müssen. Der Begriff BCC ist mittlerweile in aller Munde und nicht mehr wegzudenken, obwohl er ihn nur wenige Male oder sogar nur ein einziges Mal in den Mund genommen hat. Viele glauben sogar der Begriff stammt von Klinsmann, dabei ist er von Windhorst.

Weiter gestreuteres Marketing und mit einer eindeutigeren Message kann man billiger nicht verbreiten. Für mich ist der Mann ein eiskalter Medienprofi. Das ist wie ein schlechter eingängiger Song, den man nach dem zehnten Mal hören immer noch ablehnt und dennoch unweigerlich mitsingt. Irgendwann geht das in Fleisch und Blut über, ob man nun will oder nicht. Sponsoren zieht soetwas an, weil da jemand mit einer klaren Vision ist und weil das Aufmerksamkeit schafft. Für den erzeugten Medienwert geben die Sponsoren ihr Geld. Das ist die Währung, die die Sponsoren als Gegenleistung für ihr finanzielles Engagement erwarten.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borse am 02.07.2020 um 15:54 Uhr bearbeitet
Lars Windhorst |#24
04.07.2020 - 10:39 Uhr
Zitat von physsus
Zitat von wacken

Von ihrer Sprache waren Windhorst und Klinsmann absolut gleich.


Sehe ich auch so, aber wie sonst war es z.B. Klinsmann möglich, Leute wie Tousart oder Piatek zu einem Wechsel zu uns zu überzeugen? Durch Geld allein sicherlich nicht. Beide hätten locker auch bei anderen CL-Vereinen anheuern können mit einem genauso hohen Gehalt.
Wenn jetzt Preetz in Transferverhandlungen hauptsächlich mit der "langsame Entwicklung"-Nummer geht, dann werden wir zwar auch gute Spieler holen können, aber wohl eher nicht von der Sorte Piatek oder Tousart.
Wenn man also nicht progressiv den eigenen Verein bewirbt, dann bekommt man solche Spieler auch nicht unter Vertrag.


Völlig richtig.
"Klappern gehört zum Handwerk" heißt eigentlich in der Fußballbranche, dass man sich selbst medial inszenieren muss, um in diesem Showbusiness zunehmende Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit zu bekommen, und diese in steigende Einnahmen umzumünzen.
Und das funktioniert parallel eben auch über deinen Querverweis mit den Top-Spielern, denn Interesse am Fußball entsteht am ehesten, wenn das Treiben auf dem Platz atttraktiv aussieht und erfolgversprechend ist.

Uli Hoeneß hat jahrzehntelang die Devise verfolgt, der FCB müsse maximale Medienpräsenz haben, völlig egal ob positiv oder negativ konnotiert. Man müsse ständig im Gespräch bleiben, damit die Marke derart prominent wird, dass sie aus dem Mainstreeam gar nicht mehr wegzudenken ist. Das hat gut funktioniert und heute steht der FCB als internationaler Leuchtturm der Liga mit rund 275 mio Investoreneinlagen und setzt beachtliche 750 mio um.

Bei Hertha gibt es eine gewisse Parallele, denn wenn da ein Investor 374 mio locker macht, dann braucht man auch nicht künstlich so zu tun, als sei man eine arme Kirchenmaus oder ein biederer Provinzclub.
Das ist weder angemessen, noch bringt einen das selbst weiter. Wachstum muss man sich selbst erarbeiten und im Showbusiness funktioniert das zwangsläufig auch über Reichweite und die öffentliche Wahrnehmung, dass da bspw. ein spannender Contender das Feld betritt.

Ich finde daran rein gar nichts verkehrt.

Vielmehr wünsche ich mir als großer Fußballfreund sehnlichst einen gesellschaftlich prominenten Hauptstadtclub mit dem sportlichen Top-Niveau eines CL Teilnehmers.
Und dabei bin ich noch nicht einmal Herthafan !!

Die Bundesliga ist auf öffentliches Interesse angewiesen und nichts tut diesem Wettbewerb besser, als zunehmende Wettbewerbsdichte im oberen Tabellendrittel. Wir brauchen eine zunehmend stärker werdende Liga und bestimmt kein devotes Duckmäusertum, das die Durchschnittlichkeit per "dabei sein ist alles" nur endlos in die Zukunft verlängert und darauf basiert, immer von sich selbst abzulenken, indem man auf den omnipotenten FC Bayern verweist.

Bloß keine eigenen Ziele, keine Messbarkeit...
Sorry, das ist unwürdig im Kontext des Leistungsprinzips einer Milliardenindustrie und verfängt deshalb letztlich auch bei niemandem. Fatalismus ist völlig unattraktiv, Ehrgeiz und Anspruch sind dagegen ausschließlich positiv zu sehen.
Und wenn Windhorst für mediales Interesse an der Hertha sorgt, dann dient das der Sache und freut mich für Hertha.
Lars Windhorst |#25
03.02.2021 - 11:10 Uhr
Zitat von Dicksen_Paule
Zitat von Atzenfratze

Präsident Werner Gegenbauer hat bei der Mitgliederversammlung vor knapp zwei Wochen berichtet, dass dem Verein das Investment Windhorsts in Form einer Wandelanleihe vorliege. Das konnte man so verstehen, dass damit die letzte vereinbarte Rate von 100 Millionen Euro gemeint war. In Wirklichkeit aber ging es um die vorletzte Tranche von 50 Millionen Euro aus diesem Sommer. Damals ist also kein Geld geflossen. Das Investment ist lediglich in Form einer Anleihe abgesichert worden, die Hertha jedoch jederzeit in Kapital umwandeln kann
Hier ein Artikel aus dem November vom Tagesspiegel zu der Thematik.


Obwohl auch das ein bisschen verwirrend erklärt ist. Natürlich ist Geld geflossen (nur nicht die vollen 50 Mio., wie wir später erfahren haben). Es war/ist aber eben erstmal nur Fremdkapital, welches Hertha Tennor schuldet solange sie nicht von ihrem Wandlungsrecht gebrauch machen. Dass wir von diesem Wandlungsrecht gebrauch machen, ist wohl zu 99% sicher.
Bzw. wir haben es auch schon, denn ich hab parallel nochmal einen kurzen Blick ins Handelsregister geworfen -
neues Grundkapital beträgt laut Anmeldung vom 12.01.2021 6.063.568 Euro.
Damit hält Tennor jetzt 57,1% der Kommanditaktien.

Sollten die letzten 100 mio nicht den Anteil von 49,9% auf 66,6% aufstocken? Ich würde daher denken, dass die 50 mio Wandelanleihe die 8,5% sind, die Windhorst noch zu den 66,6% fehlen, und somit noch nicht vom Wandlungsrecht gebrauch gemacht worden ist.

100 mio für 16,7% (66,6% - 49,9%) und 50 mio für 8,5% (66,6% - 57,1%) käme beinahe genau auf den gleiche Preis hinaus. Die 16,7% müssten also schon eingetragen sein, auch wenn die 100 mio noch nicht geflossen sind.
Lars Windhorst |#26
04.02.2021 - 12:32 Uhr
Zitat von SnesOne
@Dicksen_Paule
Woher weisst du denn das das Geld auch zur Schuldenabzahlung und der gleichen bei drauf ging?
Es wurde damals geschrieben das das Investment nicht für laufende Kosten verwendet wird, sonder wenigstens 80 % in den Kader fließen sollen.
Wie können wir also nicht mal die Hälfte für den Kader ausgeben haben, offiziell immer noch hochverschuldet sein und trotzdem keine Kohle haben?
Ich habe auch nirgends etwas gefunden das nun doch Schulden bezahlt wurden?


Das kann man in den veröffentlichten Jahresabschlüssen nachvollziehen.
Ich kann mich auch nicht erinnern, dass es mal hieß, dass 80% in den Kader gehen sollen, aber es wurde in den 1,5 Jahren so viel gesagt und geschrieben, weswegen man da teilweise eh nicht mehr durchblickt.
Meines Erachtens wurde aber von Beginn an kommuniziert, dass ein Teil zur Schuldentilgung genutzt wird.
Dass auch laufende Kosten von dem Geld bezahlt werden müssen, ergibt sich aus dem Kontext. Wenn weniger rein kommt, als ausgegeben wird, muss man das Defizit ja anderweitig begleichen. Entweder leiht man es sich, oder man nimmt halt die Investorengelder.

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Personal Stats

Besuchte Pflichtspiele von Hertha BSC: 375
Meiste Einsätze: 1. Lustenberger (207), 2. Pekarik (139), 3. Kraft (138)
Meiste Tore: 1. Ramos (42), 2. Ibisevic (32), 3. Kalou (29)
Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12
Lars Windhorst |#27
22.03.2021 - 16:41 Uhr
Zitat von NYR_LW

Wieso Parallelwelt? Weder wandert der Gewinn aus dem Verkauf in seine Tasche, noch handelt es sich dabei um eine vergleichsweise hohe Summe.

Mit Investments in diesem Bereich (€100-500M) fällt Tennor (je nach Auslegung) in den sog. Small Cap oder Mid Cap Bereich - also eher kleine bis mittlere Investments.

Unternehmen werden häufig für zweistellige, teilweise dreistellige Milliardensummen verkauft. Tennor ist auch im Private Equity Bereich nicht gerade ein großer Player, das sind also tatsächlich eher noch Peanuts im Vergleich zu den Summen, die bei den Branchenführern gehandelt werden.

Hatte gar keine große Bewandnis der Satz, es ist nur immer wieder erstaunlich, welches Hin- und Her bei Anteilen und sonstigen Geldströmen vorherrscht, mit der ganzen Dynamik am Finanzmarkt. Egal ob großer oder kleiner Player, eine Parallelwelt ist auch der Fussball. War also eher aus Perspektive des normalen Arbeitnehmers gesehen bzw. laut gedacht. smile

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Lars Windhorst |#28
18.06.2021 - 09:33 Uhr
Zitat von Borse
Zitat von schlangenbernd

Zitat von genex1112

Zitat von schlangenbernd

Zitat von genex1112

Zitat von schlangenbernd

Zitat von Toto-BSC

Zitat von schlangenbernd

Da 50+1 weiterhin gilt, bleibt die entscheidungsgewalt beim Verein. Trotzdem hat windhorst einen nicht unerheblichen Einfluss.


Das laesst sich leicht daher sagen, aber inwiefern hat er genau nicht unerheblichen Einfluss?


Soweit ich weiß, kann er knapp die Hälfte der Mitglieder des Aufsichtsrats bestimmen.

Er hat ja zuerst klinsi und dann Lehmann bestimmt. Zugegeben nicht gerade glückliche Entscheidungen.

Der Aufsichtsrat bestimmt dann die Geschäftsführung. Also Vorstandsvorsitzenden, sportvorstand, Finanzen, Marketing...


Das ist so nicht korrekt. Die Komplementärin der KG ist die Hertha BSC Verwaltung GmbH. Diese übernimmt auch die Geschäftsführung der KG und wird zu 100% vom Verein gehalten. Der Aufsichtsrat der KG hat also keinen Einfluss auf die Geschäftsführung und bestimmt auch nicht die handelnden Personen.


Was sind denn die Aufgaben des Aufsichtsrats?


Der Aufsichtsrat ist ein Kontrollorgan um die Geschäftsführung zu überwachen. Er greift aber nicht in das operative Geschäft ein.


Kannst du das mal bei Hertha präzisieren? Welche einflussmöglichkeiten hat der AR denn? Die Geschäftsführung nicht bestimmen, aber sehr wohl entlassen oder was?


„Ihnen (den Kommanditisten=Windhorst) fehlt die mittelbare Personalkompetenz für die Geschäftsleitung, da der Aufsichtsrat die Komplementäre (100% Hertha BSC e.V.) weder bestellen noch abberufen kann; § 84 AktG gilt nicht. Aufnahme neuer persönlich haftender Gesellschafter und Entzug der Geschäftsführungs- oder Vertretungsbefugnis erfordert grundsätzlich die Zustimmung aller Gesellschafter – einschließlich des Betroffenen.

Dem Aufsichtsrat fehlen im Vergleich zur AG noch weitere Befugnisse: Eine Mitwirkung an der Geschäftsführung steht dem Kontrollgremium in der KGaA nicht zu; § 111 Abs. 4 Satz 2 AktG ist nicht anwendbar (mitbestimmungsrechtliche Privilegierung der KGaA).“

Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kommanditgesellschaft_auf_Aktien (Siehe Kapitel: Zuständigkeitsverteilung)

Salopp gesagt bestellt der Aufsichtsrat dern Wirtschaftsprüfer und kann kritische Fragen stellen.

Zitat von schlangenbernd

Ist es bei anderen Mitgliedern der Bundesliga nicht üblich, dass der Aufsichtsrat die Geschäftsführung bestimmt, überwacht und Finanzmittel freigibt?

Das hängt immer von der jeweiligen Rechtsform ab. Im Grunde gibt es vier wesentliche rechtliche Setups für die Lizenzspieler Abteilungen in der Bundesliga:
(1) AG
(2) GmbH
(3) GmbH & Co. KG
(4) e.V.

Während bei den ersten beiden weitgehende Eingriffsmöglichkeiten der Investorren über den Aufsichtsrat vorhanden sind, ist das bei der dritten Rechtsform, die bei Hertha existiert, nicht zutreffend. Beim vierten, dem e.V. hat der Aufsichtsrat Eingriffsmöglichkeiten, es gibt aber keine Investoren, die diese nutzen könnten.


Dazu muss man vielleicht noch sagen, dass es selbst innerhalb der Rechtsformen verschiedene Strukturmodelle gibt.
Die Bremer sind ja auch in einer GmbH & Co. KGaA ausgegliedert, haben hier dem Aufsichtsrat der Kapitalgesellschaft aber mehr Rechte zugesprochen und dafür über den Gesellschaftsvertrag die Besetzung dieses Gremiums mit überwiegend e.V.-Leuten (oder von denen gewählte) sichergestellt, sodass auch hier nach eventuellen Veräußerungen von Kommanditaktien der Einfluss von Investoren nur sehr begrenzt möglich ist.

Zu Windhorst und den Meldungen:
Ein Geschmäckle hat das alles schon, das kann man nicht leugnen. Obwohl Schmidt und Windhorst gleich dementiert haben, geben sie ja zu, dass es in der Vergangenheit zu Irritationen gekommen ist. Und dass ursprünglich vereinbart war, dass das Geld bis 31.10.20 auf dem Konto ist, ist nun mal, laut Aussagen von Hertha selbst, Fakt.
Jetzt sind wir also beim 15.8. angelangt.

Zu dem Thema andere Investoren:
Mag sein, dass es da ein paar Interessenten gibt, aber ob die wirklich für eine Beteiligung im einstelligen Prozentbereich annähernd die 65 Mio. auf den Tisch legen, ist zweifelhaft.
Das wäre eine Bewertung von rund 1 Mrd., während man Dortmund an der Börse mit 600 Mio. bewertet.
Also statt 6%* an Hertha, könntest du fürs selbe Geld dann auch 10% am BVB erwerben.

*Die 6% dürften ca. die Differenz zwischen dem sein, was Windhorst bereits für seine Anteile gezahlt hat, und was noch aussteht.

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Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12
Lars Windhorst |#29
05.07.2021 - 16:53 Uhr
Zitat von kypdurron
Ja, im Grunde nicht originell und auch mehrfach erklärt. Der Investor erhält als Gegenleistung für sein Investment Anteile und hofft/erwartet, dass deren Wert im Laufe von Zeitraum X steigt. Das dürfte bereits der Fall sein, da Hertha anders als andere Vereine wie Bremen oder Schalke durch dieses Investment recht gut durch die Krise kommt. Ich denke, für eine echte Wertsteigerung reicht es schon, dass die Zuschauer wiederkommen dürfen und damit die Corona-Einnahmelücken wieder zu sind.


Das glaube ich eher weniger.
Die negativen Effekte der Pandemie überschatten den kleinen Vorteil, dass man Teams wie Bremen oder Schalke zumindest mittelfristig hinter sich gelassen hat.
Wir sind weder sportlich noch wirtschaftlich in die Spitzengruppe vorgestoßen.
Aus meiner Sicht hat Hertha auch niemals diesen Wert, den Windhorst für seine Kommanditaktien hingelegt hat - unabhängig von Corona und den daraus resultierenden Geisterspielen.
Letztendlich hat er auf zwei Karten gesetzt. In erster Linie die allgemeine Entwicklung im Fußball, die vor der Krise über Jahre nur eine Richtung kannte und zum anderen natürlich die individuelle Entwicklung der Hertha mit einer Stadt wie Berlin und seinen Geldern im Rücken.
Es wurde also mehr in die Potenziale als in den Ist-Zustand investiert.
Der erste Punkt ist durch Corona zu einem jähen Ende gekommen. Es wird sich zeigen müssen, ob diese Entwicklung nur unterbrochen ist, dauerhaft still steht, oder sogar ins Gegenteil kippen wird.
Die individuelle Entwicklung ist bis jetzt auch negativ, aber hier muss man mal die nächsten 1-2 Jahre abwarten und schauen, was die neuen Chefs entwickeln.
Im Endeffekt wird er aber nur Profit machen, wenn entweder der Fußball sich im allgemeinen oder Hertha innerhalb der Branche überproportional entwickelt. Für das zweite müsste Hertha dauerhaft nach Europa, eher sogar in die Champions League. Und der Weg ist noch sehr, sehr lang.
Der Wegfall von 50+1 ist natürlich innerhalb Deutschlands nochmal ein möglicher Booster, aber sollte das Szenario eintreten - und meiner Meinung nach wird es das, da man die Clubs mit Ausnahmegenehmigung nicht fallen lassen wird - hält Windhorst immer noch Kommanditaktien, die ihm keinerlei Einfluss auf das operative Geschäft gewähren. Für Investoren werden dann Anteile an den Komplementärgesellschaften wichtiger, bzw. man wird Rechtsformänderungen in Erwägung ziehen.

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Meiste Einsätze: 1. Lustenberger (207), 2. Pekarik (139), 3. Kraft (138)
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Meiste Vorlagen: 1. Ramos (26), 2. Ronny (23), 3. Plattenhardt (22)
Höchster Sieg: 8:1 gegen Nistru Otaci am 17.07.2008 - 1. Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 08/09 Hinspiel
Höchste Niederlage: 0:6 gegen Bayern München am 17.03.2012 - 26. Spieltag der Bundesliga-Saison 11/12
Lars Windhorst |#30
05.07.2021 - 19:06 Uhr
Zitat von falkhauser

Zitat von riethmunk

Zitat von falkhauser

Es war der pure Wahnsinn und die meisten Herthaner verdrängen diese Tatsache bis heute.


Durch die Nutzung rhetorischen Figuren wie der Hyperbel wird die echte Aufarbeitung ad ab­sur­dum geführt.
Schreib das physsus, nicht mir.

Als Herthaner sollte man laut darüber nachdenken dürfen, weshalb der einmalige Windhorst-Geldsegen unter Preetz in dieser Form verbrannt wurde. Stattdessen wollen physsus und andere die Diskussion in diesem Forum reflexartig in eine 50+1 Debatte umlenken. Das ist hier die wahre Hyperbel. Wobei ich denke, dass Du die Bedeutung dieses Wortes nicht wirklich begreifen kannst.


Ich meine, man hat halt nur begrenzt Zeit und Lust sich in so einem Forum auszutauschen und deine Aussage ist halt so fern jeglicher Realität, dass man sich selbst hinterfragen muss, ist es einem wirklich die Mühe wert auf sowas einzugehen?
Hertha hat original keinen einzigen der Spieler verkauft in die bisher das Windhorst Geld geflossen ist: (Lukebakio), Tousart, Ascacibar, Piatek, Cunha, Cordoba, Schwolow, Zeefuik, Aldarete alle noch an Bord, keiner hat seinen Vertrag aufgelöst bei keinem wurde ein Gewinn oder Verlust realisiert, das komplette Geld was bisher investiert wurde ist also noch vorhanden. Die einzigen wirklichen Verluste die man anrechnen kann sind die (relativ zu den Einnahmen) überteuerten Gehälter der letzten 1,5 Jahre, das hat man sich sicherlich 10-15Millionen kosten lassen, die sind weg. Das kann/wird man sich sicherlich noch 2-3 Jahre anschauen, ehe man da die Bremse zieht, aber selbst dann wären nur diese überverhältnismäßigen Gehälter echte Verluste (vielleicht so 50Mio?). Nebenbei hat man einen Großteil des Geldes genutzt um Schulden zu begleichen oder umzuschichten, was wirklich praktisch immer megasinnvoll ist und niemals verbranntes Geld.
Ansonsten wird man die 100-130Mios die man in oben genannte Spieler investiert hat auch locker wieder aus den Spielern rausholen beim Weiterverkaufen, ich würde sogar behaupten absolut problemlos sogar mit Gewinn, aber das entbehrt genauso jeglicher Diskussionsgrundlage wie deine Aussage. Die ist halt faktisch falsch und bedarf einer riesigen Aufarbeitung eines Gegenübers, um da überhaupt was draus zu machen und deshalb wirst du ignoriert. Nicht nur das, sie zeugt auch einfach von einem grundlegenden Unverständnis wie ein Bundesligaverein/Wirtschaftsunternehmen operiert und das motiviert erst recht nicht sich damit auseinanderzusetzen. Ich meine mal ehrlich, wo soll ich denn ansetzen, wenn das Gegenüber sich offenbar schon bei dem Begriff Investition schwertut...

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"Das Ganze ist mehr als nur die Summe seiner Teile."

"Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben
sollte: plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an
den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden."

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Antar3s am 05.07.2021 um 19:09 Uhr bearbeitet
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